Grandrupt-de-Bains

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Grandrupt-de-Bains
Grandrupt-de-Bains (Frankreich)
Grandrupt-de-Bains
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Le Val-d’Ajol
Gemeindeverband Val de Vôge
Koordinaten 48° 4′ N, 6° 11′ OKoordinaten: 48° 4′ N, 6° 11′ O
Höhe 400–467 m
Fläche 3,60 km2
Einwohner 84 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km2
Postleitzahl 88240
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Grandrupt-de-Bains
im Département Vosges

Grandrupt-de-Bains ist eine französische Gemeinde im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Épinal, zum Kanton Le Val-d’Ajol und zum 2006 gegründeten Kommunalverband (Communauté de communes) Val de Vôge.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grandrupt-de-Bains liegt auf einer Höhe von 430 bis 440 m über dem Meer, 14 Kilometer nordwestlich von Bains-les-Bains und 30 Kilometer südwestlich von Épinal im Süden Lothringens.

Das 3,6 km² große Gemeindegebiet umfasst einen Abschnitt der Landschaft Vôge. Der Ruisseau Grandrupt entspringt südwestlich des Ortskerns und fließt nach Südosten zum Côneytal ab. Der im Westen der Gemeinde entspringende Ruisseau des Bocards wendet sich nach Norden und mündet als erster benannter Bach in die noch junge Saône, deren Quelle sich nur drei Kilometer nördlich von Grandrupt-de-Bains befindet. Im Westen wird mit 467 Metern über dem Meer der höchste Punkt der Gemeinde erreicht.

Das über 400 m hoch gelegene Gebiet um Grandrupt-de-Bains wird teils als Ackerland, meistens jedoch als Weideland genutzt, während im Südwesten (Bois de Grandrupt als Teil des großen Forêt Domaniale de Darney) Wälder dominieren, die insgesamt über ein Drittel der Gemeindefläche bedecken.

Nachbargemeinden von Grandrupt-de-Bains sind La Haye im Norden und Osten, Gruey-lès-Surance im Süden sowie Hennezel im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Grandrupt kann nicht vor 1611 nachgewiesen werden. Bis zur Französischen Revolution gehörte das Gebiet der heutigen Gemeinde zur Vogtei Vesoul in der Franche-Comté, wechselte 1790 in den neu gebildeten Kanton Bains-les-Bains des damaligen Landkreises Darney. 1864 wurde die Kirche St. Nikolaus errichtet, 1870 folgte der Bau des Schul- und Bürgermeisterhaus (Mairie-école). Durch den zunehmenden Postverkehr und die Verwechslungsgefahr mit der gleichnamigen Gemeinde Grandrupt im Nordosten des Départements Vosges wurde der Name der Gemeinde per Erlass vom 22. Mai 1867 mit dem Zusatz -de-Bains versehen (angelehnt an den nahegelegenen Kurort Bains-les-Bains).[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 89 104 81 81 73 90 76 84

Mit 84 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) gehört Grandrupt-de-Bains zu den kleinen Gemeinden im Département Vosges. Seit den 1960er Jahren blieb die Einwohnerzahl annähernd konstant. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts lebten noch über 400 Einwohner in Grandrupt.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Nikolaus (Église Saint-Nicolas)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner von Grandrupt-de-Bains sind hauptsächlich in der Landwirtschaft (Getreideanbau, Milchviehhaltung), in der Forstwirtschaft sowie kleinen Dienstleistungsbetrieben im Ort oder der näheren Umgebung beschäftigt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Grandrupt-de-Bains liegt abseits der überregionalen Verkehrsströme. Die Départementsstraße 164 von Neufchâteau über Contrexéville, Darney, Bains-les-Bains nach Saint-Loup-sur-Semouse führt südwestlich an Grandrupt-de-Bains vorbei. Der nächste Bahnhof liegt 17 Kilometer südöstlich von Grandrupt in Bains-les-Bains.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grandrupt-de-Bains auf vosges-archives.com (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vosges-archives.com (französisch; PDF-Datei; 29 kB)
  2. Einwohnerentwicklung ab 1793