Damblain

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Damblain
Damblain (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Vosges (88)
Arrondissement Neufchâteau
Gemeindeverband Vosges Côté Sud Ouest
Koordinaten 48° 6′ N, 5° 39′ OKoordinaten: 48° 6′ N, 5° 39′ O
Höhe 328–411 m
Fläche 13,30 km²
Einwohner 252 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 19 Einw./km²
Postleitzahl 88320
INSEE-Code

Mairie und Gefallenendenkmal in Damblain

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Damblain ist eine französische Gemeinde mit 252 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015: Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Neufchâteau und zum 2017 gegründeten Gemeindeverband Vosges Côté Sud Ouest. Die Bewohner werden Damblinois(es) genammt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Damblain liegt am östlichen Rand der Landschaft Bassigny, etwa 27 Kilometer südwestlich von Vittel. Im Westen und Süden grenzt Damblain an das Département Haute-Marne. Im Westen der Gemeinde entspringt der Bach Ruisseau de Follot, der über den Flambart zur Maas entwässert; im Osten fließen die Bäche über den Mouzon zur Maas. Das flachwellige Bodenrelief rund um das Dorf Damblain ist vorwiegend von Ackerflächen geprägt, während im Osten das ansteigende Gelände von Wäldern bedeckt ist (Bois Mitreux). Umgeben wird Damblain von den Nachbargemeinden Germainvilliers im Norden, Blevaincourt und Tollaincourt im Nordosten, Romain-aux-Bois im Osten sowie Breuvannes-en-Bassigny im Süden und Westen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damblain hatte lange knapp tausend Einwohner (im Jahr 1836 wurden 999 Bewohner gezählt). Die Mechanisierung der Landwirtschaft förderte die Abwanderung und die Schließung des NATO-Luftwaffenstützpunktes ließ die Bevölkerungszahl weiter schrumpfen.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2019
Einwohner 545 511 507 443 353 302 288 252

Im Jahr 1881 wurde mit 770 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von annuaire-mairie[1] und INSEE[2].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Damblain gibt es neben einigem lokalen Kleingewerbe noch zehn landwirtschaftliche Betriebe (Milchwirtschaft, Rinderzucht).[4]

Der Bahnhof Damblain liegt an der nicht mehr im Personenverkehr bedienten Bahnstrecke Merrey–Hymont-Mattaincourt. Sieben Kilometer nördlich von Damblain besteht Anschluss an die Autoroute A31, die den Westen der Gemeinde streift.

Bahnhof Damblain auf einer Postkarte (um 1910)

Militärflugplatz Damblain[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die südlich gelegene Base aérienne de Damblain (ehemaliger ICAO-Code LFYD) war zuletzt ein Militärflugplatz der Französischen Luftstreitkräfte. Der ursprüngliche Flugplatz entstand 1936 und wurde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Luftwaffe genutzt.

Während des Westfeldzugs der Wehrmacht lag hier eine mit MS.406 ausgerüstete Jagdgruppe, die Groupe de chasse GC I/2.

Der jettaugliche NATO-Ausweich- bzw. Reserveflugplatz entstand 1953/54 nach Beginn des Kalten Kriegs. Hauptnutzer der 302 ha großen Basis war ab 1954 das 3. Jagdgeschwader (3e Escadre de Chasse), dass bis 1961 in Reims war und seither in Nancy-Ochey stationiert ist. An den beiden Enden der 2400 m langen Start- und Landebahn befanden sich insgesamt drei Margariten-förmige Abstellflächen für drei Jagdstaffeln. Frankreichs Militär unterhielt ihn auch nach dem Austritt aus den militärischen Strukturen der NATO 1966 weiter. Die militärische Nutzung endete erst 2005.

Anschließend begann man mit dem Abbruch von Piste, Rollwegen und Abstellplätzen für ein geplantes Logistikareal. Unter anderem war der Logistikkonzern Deret am Standort interessiert, der mittelfristig 1500 Arbeitsplätze versprach. Die Départements Vosges und Haute-Marne investierten bereits mehrere Millionen Euro in die Sanierung des Geländes und in einen Bahnanschluss. 2010 zog sich Deret zurück und der Abbruch wurde gestoppt. Ab 2018 siedelten sich die ersten Unternehmen auf dem Gelände an.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierre Woeiriot de Bouzey (1532–1599), gestorben in Damblain, französischer Maler, Kupferstecher und Medailleur
  • Charles Renard (1847–1905), geboren in Damblain, französischer Luftschiffpionier

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Damblain auf annuaire-mairie
  2. Damblain auf INSEE
  3. Église St-Bénigne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)
  5. À Cap Vosges, ce n’est plus totalement la zone, Artikel der Tageszeitung Vosges Matin; online auf www.vosgesmatin.fr, abgerufen am 10. November 2020 (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Damblain – Sammlung von Bildern