Ménil-en-Xaintois

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Ménil-en-Xaintois
Wappen von Ménil-en-Xaintois
Ménil-en-Xaintois (Frankreich)
Ménil-en-Xaintois
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Neufchâteau
Kanton Mirecourt
Gemeindeverband Ouest Vosgien
Koordinaten 48° 18′ N, 5° 59′ OKoordinaten: 48° 18′ N, 5° 59′ O
Höhe 332–403 m
Fläche 4,23 km2
Einwohner 163 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 39 Einw./km2
Postleitzahl 88500
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Ménil-en-Xaintois im Département Vosges

Ménil-en-Xaintois ist eine französische Gemeinde mit 163 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Neufchâteau und zum Kanton Mirecourt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ménil-en-Xaintois liegt im Südwestzipfel der Landschaft Xaintois, etwa 40 Kilometer nordwestlich von Épinal und etwa 15 Kilometer nördlich von Vittel. Der Bach Ruisseau du Grand Pré im Norden und der im Süden der Gemeinde fließende Ruisseau du Puits de Haye entwässern nach Westen über Vraine und Vair zur Maas. Unmittelbar östlich von Ménil befindet sich die Rhein-Maas-Wasserscheide.

Die Landschaft um Ménil ist hügelig und durch Getreidefelder geprägt. Im Süden hat die Gemeinde einen etwa 50 Hektar umfassenden Anteil am Bois dessous Haye. In diesem Waldgebiet im Südzipfel der Gemarkung liegt mit 403 m über dem Meer der höchste Punkt im Gemeindegebiet.

Nachbargemeinden von Ménil-en-Xaintois sind Totainville im Norden, Dombasle-en-Xaintois und Rouvres-en-Xaintois im Osten, Gemmelaincourt im Süden, Saint-Menge Südwesten, Gironcourt-sur-Vraine im Westen sowie Biécourt im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1109 erstmals als Masnil in einer Urkunde erwähnt. Ab dem 13. Jahrhundert hat sich bei der Bezeichnung der Landschaftsname durchgesetzt (1251 Manil en Sainctoris, 1711 Mesnil en Xaintois). Im Ancien Régime gehörte das Dorf zur Vogtei Mirecourt, die Herren von Ménil waren dem Herzog von Lothringen unterstellt, in der Mittleren und Niederen Gerichtsbarkeit dem Abt von Chaumousey. Die Kirche, dem Heiligen Apostel Jakobus geweiht, war Teil des Dekanates Poussay innerhalb des Bistums Toul. Das Rathaus- und Schulgebäude wurde 1872 errichtet.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 161 162 163 172 142 125 144

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakobuskirche
Wasserturm

In der Jakobuskirche (Église Saint-Jacques-le-Majeur) aus dem 13. Jahrhundert wird ein auf Leinwand gemaltes Bühnenbild aufbewahrt, das Domrémy, den Geburtsort von Jeanne d’Arc, vor den umfangreichen Umbauten an Kirche, Rathaus und Brücke darstellt. Das Bühnenbild stammt aus der Zeit von 1896 bis 1901, als unter Leitung des örtlichen Pfarrers der Leidensweg der Jeanne d’Arc in Theaterstücken aufgeführt wurde. Das Bild ist als Monument historique eingestuft.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt in Ménil und Umgebung nach wie vor eine wichtige Rolle. Einige Einwohner sind Pendler in die Gewerbegebiete von Gironcourt-sur-Vraine und am Flughafen Épinal-Mirecourt. Die Häuser des Straßendorfes gruppieren sich entlang der teilweise zweistreifig ausgebauten Schnellstraße (D 166) von Épinal über Mirecourt nach Neufchâteau. Ménil-en-Xaintois, Ramecourt und die Nachbargemeinde Dombasle-en-Xaintois sind die einzigen Orte an der 50 Kilometer langen Schnellstraße von Épinal zur Autoroute A31, die noch nicht durch Umgehungsstraßen umfahren werden können. Der Durchgangsverkehr stellt eine enorme Belastung dar.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ménil-en-Xaintois auf vosges-archives.com. Abgerufen am 11. Juli 2011 (pdf; 22 kB, französisch).
  2. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 11. Juli 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]