Jewgeni Wladimirowitsch Malkin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
RusslandRussland Jewgeni Malkin Eishockeyspieler
Jewgeni Malkin
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 31. Juli 1986
Geburtsort Magnitogorsk, Russische SFSR
Spitzname Geno
Größe 191 cm
Gewicht 88 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #71
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2004, 1. Runde, 2. Position
Pittsburgh Penguins
Spielerkarriere
bis 2006 HK Metallurg Magnitogorsk
seit 2006 Pittsburgh Penguins

Jewgeni Wladimirowitsch Malkin (russisch Евгений Владимирович Малкин; * 31. Juli 1986 in Magnitogorsk, Russische SFSR) ist ein russischer Eishockeyspieler. Seit 2006 spielt er für die Pittsburgh Penguins in der National Hockey League auf der Position des Centers.

Karriere[Bearbeiten]

Jewgeni Malkin ist der Sohn von Wladimir Malkin, einem ehemaligen Verteidiger des HK Metallurg Magnitogorsk. Sein ein Jahr älterer Bruder Denis Malkin ist ebenfalls Eishockeyspieler, der auch aus der Kaderschmiede von HK Metallurg Magnitogorsk stammt. Jedoch hat er nicht annähernd das Talent seines jüngeren Bruders Jewgeni.

Jewgeni Malkin debütierte im Alter von 17 Jahren für seinen Heimatclub HK Metallurg Magnitogorsk in der russischen Superliga, bei dem er zuvor sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen hatte. In seiner ersten Profisaison wurde er gleich zum besten Neuling der Saison gewählt. In den darauffolgenden beiden Spielzeiten konnte der Stürmer seine Punktausbeute kontinuierlich steigern. In der Saison 2005/06 war er die tragende Säule seiner Mannschaft, die jedoch im Halbfinale ausschied. Er galt zu diesem Zeitpunkt als bester Spieler außerhalb der National Hockey League.

Zuvor war der Russe am 26. Juni 2004 im NHL Entry Draft von den Pittsburgh Penguins an zweiter Stelle hinter seinem Landsmann Alexander Owetschkin verpflichtet. Viele NHL-Scouts waren jedoch der Meinung, dass zwar der ein Jahr ältere Owetschkin zu diesem Zeitpunkt, einen stärkeren Eindruck erweckte, Malkin jedoch der vielseitigere Spieler mit größerem Potential war. Auch bedingt durch den Lockout der NHL-Saison 2004/05 entschied sich Malkin, nachdem er verpflichtet worden war, in Russland zu verbleiben, um seinen Reifeprozess voranzutreiben.

Im Sommer 2006 entschieden sich die Pittsburgh Penguins Malkin ab sofort unter Vertrag zu nehmen. Er war nun auch bereit in die NHL zu wechseln, doch sein Team in der russischen Liga verweigerte die Freigabe. Auch die zwischen der NHL und dem russischen Verband festgeschriebene Ablösesumme von 200.000 US-Dollar schlug der Verein aus. Da Malkin trotzdem in die NHL wollte, tauchte er am 11. August 2006 während des Tampere Cups in Finnland unter. Erst einige Tage später kündigte er seinen Vertrag in Russland. Nach fast zwei Wochen tauchte er in den USA auf und trainierte mit den Los Angeles Kings. Am 5. September wurde bekannt, dass er einen Vertrag bei den Pittsburgh Penguins unterschrieben hatte.

Malkin im Training der Penguins

Die ersten vier Spiele der Saison 2006/07 gehörte Malkin, aufgrund einer erlittenen Schulterverletzung in der Vorbereitung, nicht zum Kader der Penguins, aber am 18. Oktober 2006 gab er sein Debüt gegen die New Jersey Devils. Malkin konnte gleich überzeugen und erzielte das einzige Tor für die Penguins bei der 1:2-Niederlage. Am Tag darauf punktete er erneut. Gegen die New York Islanders traf Malkin einmal und bereitete ein Tor vor. Das Spiel konnten sie am Ende mit 4:3 in der Verlängerung gewinnen. Nach weiteren Toren gegen Columbus, Philadelphia und abermals New Jersey traf Malkin am 1. November 2006 zweifach beim 4:3-Sieg über die Los Angeles Kings. Er war damit einer von nur vier Spielern, die in ihren ersten sechs NHL Spielen mindestens je ein Tor erzielen konnten. Dies Kunststück gelang bisher nur Joe Malone, Newsy Lalonde und Cy Denneny in der ersten NHL-Saison 1917/18. Malkin wurde sowohl im Oktober als auch im November zum Rookie des Monats ernannt und ist neben Torhüter Ron Hextall in der Saison 1986/87 erst der zweite Spieler seit der Einführung des Preises 1983, dem diese Ehre in zwei aufeinanderfolgenden Monaten zuteilwurde.

In der Saison 2007/08 schaffte er mit den Pittsburgh Penguins, als Zweiter der Eastern Conference, den Sprung in die Stanley Cup-Playoffs. Dort drangen sie bis in die Finalserie vor, unterlagen in der Best-of-Seven-Serie gegen die Detroit Red Wings jedoch mit 2:4. In der darauffolgenden Spielzeit kam es zur Neuauflage des Vorjahresfinales, diesmal mit dem besseren Ausgang für die Penguins, die die Serie im siebten Spiel gewannen. Malkin wurde als bester Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet. Mit seinen 36 Punkten führte er die Scorerwertung an, was bisher keinem anderen Russen gelungen war. Zudem hatte er die Art Ross Trophy als Topscorer der regulären Saison gewonnen.

Aufgrund des NHL-Lockouts spielte Malkin zwischen September und Dezember 2012 wieder für seinen Heimatverein Metallurg Magnitogorsk in der Kontinentalen Hockey-Liga.

International[Bearbeiten]

Malkin im Dress des russischen Nationalteams

Im Jahr 2003 spielte Jewgeni Malkin für die russische U18-Junioren-Nationalmannschaft bei der U18-Weltmeisterschaft, die in Russland ausgetragen wurde. Dort sorgte er gemeinsam mit Alexander Owetschkin erstmals für viel Aufsehen. Jedoch reichte es damals im eigenen Land lediglich zum dritten Platz hinter dem erstplatzierten Kanada und der zweitplazierten Slowakei.

Ein Jahr später konnte bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft in Weißrussland der Titel gewonnen werden. Im Finale bezwang das Team die USA mit 3:2. Malkin nahm im Jahr 2004 auch an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft in Finnland teil, wo die Russen jedoch im Viertelfinale an Gastgeber Finnland mit 4:3 scheiterten.

2005 debütierte Jewgeni Malkin in Russlands A-Nationalteam bei der Weltmeisterschaft in Österreich. Dort gewann er mit Russland Bronze. Trotzdem spielte er noch für Russlands U20-Nationalmannschaft bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten. Dort unterlag sein Team jedoch den kanadischen U20-Junioren mit 6:1.

2006 spielte Jewgeni Malkin nochmals bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft im kanadischen Vancouver. Die russischen Junioren – mit Malkin als deren Mannschaftskapitän – verloren zwar wieder klar gegen Kanada mit 0:5, aber der Stürmer wurde aufgrund eines überragend gespielten Turniers zum besten Angreifer des Turniers gekürt und in das All-Star-Team gewählt. Der Russe nahm im gleichen Jahr außerdem an der Weltmeisterschaft in lettischen Riga teil. Das russische A-Team unterlag dort der tschechischen Nationalmannschaft im Viertelfinale mit 3:4. Malkin wurde bei diesem Turnier zum besten Spieler der russischen Mannschaft von allen Nationaltrainern gewählt. Wenige Monate zuvor hatte Malkin sein Heimatland bei den Olympischen Winterspielen in Turin vertreten. In sieben Spielen verbuchte er sechs Punkte, was für den damals 19-Jährigen ein ausgezeichneter Wert war. Im Verlauf des Turniers unterlag das Team Russlands jedoch im Halbfinale den Finnen mit 0:4. Schließlich unterlag man auch noch Tschechien im Spiel um die Bronzemedaille mit 0:3.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jewgeni Malkin mit der Conn Smythe Trophy

International[Bearbeiten]

  • 2007 All-Star-Team der Weltmeisterschaft
  • 2010 Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft
  • 2010 All-Star-Team der Weltmeisterschaft
  • 2012 Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft
  • 2012 Topscorer der Weltmeisterschaft
  • 2012 Bester Torschütze der Weltmeisterschaft
  • 2012 Wertvollster Spieler der Weltmeisterschaft
  • 2012 Bester Stürmer der Weltmeisterschaft
  • 2012 All-Star-Team der Weltmeisterschaft

NHL-Rekorde[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2002/03 HK Metallurg Magnitogorsk II Perwaja Liga
2003/04 HK Metallurg Magnitogorsk Superliga 33 3 9 12 12
2003/04 HK Metallurg Magnitogorsk II Perwaja Liga 2 1 0 1 8
2004/05 HK Metallurg Magnitogorsk Superliga 52 12 20 32 24 5 0 4 4 0
2004/05 HK Metallurg Magnitogorsk II Perwaja Liga 2 1 1 2 2
2005/06 HK Metallurg Magnitogorsk Superliga 46 21 26 47 46 11 5 10 15 41
2006/07 Pittsburgh Penguins NHL 78 33 52 85 80 5 0 4 4 8
2007/08 Pittsburgh Penguins NHL 82 47 59 106 78 20 10 12 22 24
2008/09 Pittsburgh Penguins NHL 82 35 78 113 80 24 14 22 36 51
2009/10 Pittsburgh Penguins NHL 67 28 49 77 100 13 5 6 11 6
2010/11 Pittsburgh Penguins NHL 43 15 22 37 18
2011/12 Pittsburgh Penguins NHL 75 50 59 109 70 6 3 5 8 6
2012/13 HK Metallurg Magnitogorsk KHL 37 23 42 65 58
2012/13 Pittsburgh Penguins NHL 31 9 24 33 36 15 4 12 16 26
2013/14 Pittsburgh Penguins NHL 60 23 49 72 62 13 6 8 14 8
Perwaja Liga gesamt 4 2 1 3 10
Superliga gesamt 132 37 92 129 82 16 5 14 19 41
NHL gesamt 518 240 392 632 524 96 42 69 111 129
KHL gesamt 37 23 42 65 58

International[Bearbeiten]

Vertrat Russland bei:

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
2003 Russland U18-WM 6 5 4 9 2
2004 Russland U20-WM 6 1 4 5 0
2004 Russland U18-WM 6 4 4 8 31
2005 Russland U20-WM 6 3 7 10 16
2005 Russland WM 9 0 4 4 8
2006 Russland U20-WM 6 4 6 10 12
2006 Russland Olympia 7 2 4 6 31
2006 Russland WM 7 3 6 9 6
2007 Russland WM 9 5 5 10 6
2010 Russland Olympia 4 3 3 6 0
2010 Russland WM 5 5 2 7 10
2012 Russland WM 10 11 8 19 4
2014 Russland Olympia 5 1 2 3 2
2014 Russland WM 4 2 1 3 2
Junioren gesamt 30 17 25 42 61
Herren gesamt 60 32 35 67 69

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jewgeni Wladimirowitsch Malkin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien