Maurice Garin

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Maurice Garin 1897
Bild mit Masseur und Sohn

Maurice Garin (* 3. März 1871 in Arvier (Italien); † 19. Februar 1957 in Lens, Frankreich) war ein französischer Radrennfahrer.

[Bearbeiten] Leben und Erfolge

Der im Aostatal (auf dem Gebiet des heutigen Italiens) geborene gelernte Schornsteinfeger nahm im Dezember 1901 die französische Staatsbürgerschaft an. Er gewann 1897 und 1898 den Rad-Klassiker Paris-Roubaix, 1901 zudem Paris-Brest-Paris. 1903 gelang es ihm, die erste Ausgabe der Tour de France zu gewinnen.

„Der kleine Schornsteinfeger“, wie man ihn aufgrund seines Berufes nannte, profitierte davon, dass der führende Hippolyte Aucouturier disqualifiziert wurde, weil er sich von einem Auto hatte ziehen lassen.

Auch die Tour de France 1904 konnte er gewinnen. Anschließend kam es jedoch zu einem Skandal, als man ihm nachweisen konnte, dass er – wie andere Fahrer auch – Abkürzungen z.B. über Waldwege genommen und die Eisenbahn benutzt hatte, um schneller ans Etappenziel zu kommen. Auch ist bekannt, dass er Reifen benutzte, die ein Bar mehr Druck aushielten und damit 2 km/h schneller fahren konnte als die anderen Fahrer. Nach einer mehrmonatigen Untersuchung wurde ihm schließlich der Sieg aberkannt und stattdessen dem jungen Henri Cornet, dem Fünftplatzierten, am grünen Tisch zugesprochen.

Garin hatte zwei Brüder (Ambroise Garin und César Garin), die gleichfalls Radrennfahrer waren.

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