Greifswald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Greifswald
Greifswald
Deutschlandkarte, Position der Stadt Greifswald hervorgehoben
Koordinaten: 54° 6′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 50,5 km²
Einwohner: 56.685 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1122 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 17489, 17491, 17493
Vorwahl: 03834
Kfz-Kennzeichen: HGW
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 039
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
17489 Greifswald
Webpräsenz: www.greifswald.de
Oberbürgermeister: Stefan Fassbinder (Grüne)
Lage von Greifswald im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe an der Peene Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild
Markt mit Rathaus. Im Hintergrund der Dom St. Nikolai, eines der Wahrzeichen von Greifswald
Museumshafen am Ryck

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald ist die Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Greifswald im Nordosten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt an dem in die Ostsee mündenden Fluss Ryck am Greifswalder Bodden zwischen den Inseln Rügen und Usedom.

Die 1456 gegründete Universität Greifswald ist die zweitälteste im Ostseeraum nach Rostock, an ihr studieren rund 11.000 Studenten und sind etwa 6.000 Universitätsangehörige beschäftigt.

Die Stadt hat etwa 56.700 Einwohner und ist damit die fünftgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Zusammen mit Stralsund bildet Greifswald eines der vier Oberzentren des Landes, neben der Regiopole Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Die nächstgelegenen Metropolregionen sind Stettin im Osten, Berlin/Brandenburg im Süden, Hamburg im Westen und Kopenhagen-Malmö im Norden. Die Universitätsstadt ist Mitglied im länderübergreifenden Bund der Euroregion Pomerania.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gemeinsame Oberzentrum Stralsund und Greifswald hat zusammengenommen 114.210 Einwohner, die dazwischen gelegenen Amtsbereiche Landhagen (Vorpommern-Greifswald) und Miltzow (Vorpommern-Rügen) sowie das Mittelzentrum Grimmen haben insgesamt 27.014 Einwohner (31. Dezember 2014).[3]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strand im Stadtteil Eldena

Die Stadt Greifswald liegt in Vorpommern zwischen den Inseln Rügen und Usedom an der Mündung des Flusses Ryck in die Dänische Wiek. Diese ist eine Bucht des Greifswalder Boddens, einer 514 km² großen Lagune der Ostsee.

Das Gebiet um Greifswald ist flach; das Gelände erreicht kaum 20 m ü. NN. Die höchsten Erhebungen befinden sich im Süden des Stadtgebietes; höchste Erhebung ist der im Naturschutzgebiet Eldena gelegene Ebertberg mit einer Höhe von 29,5 m ü. NN, gefolgt vom Studentenberg (27,2 m ü. NN), Martensberg (24,7 m ü. NN) und Helmshäger Berg (24,3 m ü. NN).

Zu Greifswald gehören auch die außerhalb des geschlossenen Stadtgebietes gelegenen vorgelagerten Inseln Koos und Riems sowie als kommunale Exklave ein Teil des Riems gegenüberliegenden Festlandes.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Stadtteile von Greifswald

Kommunalrechtlich gibt es nach § 20 der Hauptsatzung vom 6. Oktober 2015 acht Ortsteile,[4] in denen zum Teil mehrere der historisch gewachsenen Stadtteile bzw. Viertel zusammengefasst werden. In diesen kommunalrechtlichen Ortsteilen wird jeweils eine Ortsteilvertretung mit je neun Mitgliedern gewählt.

Stadtteil
(kommunalrechtlich)
Stadtteil
(historisch)
Fläche
(ha)
Einwohner
1992
Einwohner
2002
Einwohner
2011
Gemarkung „Greifswald“
„Innenstadt“ Innenstadt (Altstadt) 87,0 4.786 3.756 4.619
Steinbeckervorstadt 349,6 185 211 385
Fleischervorstadt 52,7 3.565 3.083 4.317
Nördliche Mühlenvorstadt 173,8 4.400 4.149 4.389
Südliche Mühlenvorstadt,
Obstbausiedlung
108,1 5.449 4.608 5.436
Fettenvorstadt,
Stadtrandsiedlung
657,3 2.265 3.209 4.006
Industriegebiet 634,7 785 696 817
Südstadt (s. u.)
Gemarkungen „Groß Schönwalde“ und „Koitenhagen“ (eingemeindet 1974)
„Schönwalde II“ Groß Schönwalde
(inkl. Koitenhagen)
580,8 310 1.055 1.070
Schönwalde II 88,0 13.525 9.065 8.583
„Schönwalde I
und Südstadt“
Schönwalde I
und Südstadt
132,1 15.236 11.396 10.740
Gemarkungen „Eldena“, „Ladebow“ und „Wieck“ (1939), „Friedrichshagen“ (1974), „Riems“ (1957)
„Eldena“ Eldena 675,5 1.319 2.163 2.242
„Ostseeviertel“ Ostseeviertel 219,7 10.657 7.258 6.075
„Wieck/Ladebow“ Ladebow 544,4 578 525 681
Wieck 44,2 378 458 418
„Friedrichshagen“ Friedrichshagen 436,5 142 207 202
„Riems“ Riems/Insel Koos 233,6 1.020 665 545

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Mesekenhagen, Neuenkirchen, Loissin, Kemnitz, Diedrichshagen, Weitenhagen, Hinrichshagen, Levenhagen und Wackerow (alle Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greifswald 1552; Zeichnung von Johann Gottlieb Giese
Greifswald 1615, Zeichnung aus der Stralsunder Bilderhandschrift
Greifswald 1652, Kupferstich von Matthäus Merian

Namengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Name der Siedlung, die sich dann zur eigenständigen Stadt Greifswald entwickelte, ist nicht überliefert.[5] Eine Bestätigungsurkunde von Herzog Wartislaw III. von 1248, in der dem Kloster Eldena das oppidum Gripheswald cum omnibus pertinentiis suis (der Flecken Gripheswald mit all seinem Zubehör) bestätigt wurde,[5] ist die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Namens. In der Lehensurkunde Wartislaws III. vom Juni 1249 findet sich der ausdrückliche Hinweis, dass das oppidum Gripheswald in deutscher Sprache Gripeswald genannt wird, was vermuten lässt, dass die Siedlung ursprünglich einen anderen slawischen, dänischen oder deutschen Namen besaß.[5] Für die Theorie, dass der ursprüngliche Name ein dänischer war, der sich an Gripscogh, den Namen eines Waldes bei Esrom in Dänemark, dem Mutterkloster des Klosters Eldena, anlehnt, gibt es keine Belege.[6] Aus den Folgejahren und -jahrhunderten sind auch die schriftlichen Bezeichnungen Gripeswald (1249), Grifeswolde (1250), Gripesuuolde (1280), Gripesuualde (1280), Gripswalt (1285), Gripeswald (1383), Gripeswolde (1383), Gripswald (1491), Gripswolde (1577), Greipßwalde (1601), Gripheswalde (1602), Gripheswaldt (1602), Greypffswald (1604) und bereits Greifswald (1621) überliefert.[7]

Das mittelniederdeutsche grip steht dabei für den Greif und ist wahrscheinlich als Bezug auf das Wappentier der pommerschen Herzöge zu verstehen,[8] welche später auch als Greifen bezeichnet wurden; das wolt/wold steht für Wald. Greif und Wald finden sich auch im Wappen Greifswalds wieder.

Der lateinische Name Greifswalds ist Gryphisvaldia.

Seit 1990 trägt die Stadt wieder den Namenszusatz Hansestadt als nunmehr Universitäts- und Hansestadt.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historischer Stadtkern Greifswalds von Norden aus gesehen. Colorierte Reprographie eines Kupferstichs aus dem 17. Jahrhundert
Belagerung Greifswalds 1659 durch die Brandenburger
Grundbesitz der Uni Greifswald 1634

Greifswalds Gründung in Pommern geht auf das Kloster Eldena zurück, zu dessen Gut es anfangs gehörte.[9] Die Siedlung lag gegenüber den auf der anderen Seite des Ryck gelegenen Salzpfannen, die nachweislich seit spätestens 1193 bestanden; sie entstand wahrscheinlich im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts als Siedlung der Arbeiter der Greifswalder Saline.[9] Für die Siedlung, an der sich zwei alte Handelswege kreuzten, erhielt das Kloster 1241 sowohl vom rügenschen Fürst Wizlaw I. als auch vom Pommernherzog Wartislaw III. urkundlich das Marktrecht verliehen.[10] Im Juni 1249 konnte Wartislaw III. das Kloster dazu bringen, ihm die Marktsiedlung Greifswald zu Lehen zu geben,[11] und am 14. Mai 1250 verlieh er ihr das Lübische Stadtrecht,[9] wodurch Greifswald fortan auch gegenüber den pommerschen Herzögen sehr viel unabhängiger war.[12] 1254 ernannte Wartislaw die Ryckmündung zum Freihafen und versprach den Kaufleuten Ersatz für durch Seeräuber erlittene Verluste. Am 17. Mai 1264 erlaubte er der Stadt dann, sich selbst zu verteidigen und eine Schutzmauer zu errichten, woraufhin die Befestigungsanlagen entstanden. Neben der Altstadt entwickelte sich westlich die Neustadt mit dem heutigen Rubenow-Platzes als Marktplatz und der St.-Jacobi-Kirche als kirchlichem Mittelpunkt;[6] eine Verfügung Wartislaw III. von 1264, wonach es nur einen Markt, einen Vogt und ein Recht geben sollte, verhinderte jedoch, dass die Neustadt gegenüber der Altstadt Eigenständigkeit entwickelte.[5] 1278 wurde Greifswald erstmals in einer Urkunde als Mitglied der Hanse genannt. Die Stadt gehörte zum einflussreichen „Wendischen Quartier“. Bereits 1361 fand einer der ersten Hansetage in Greifswald statt. Allerdings genügte der Greifswalder Hafen schon im 14. und dann im 15. Jahrhundert den Anforderungen des Schiffsverkehrs nicht mehr, da er – anders als die Häfen in Stralsund, Wismar oder Rostock – versandete. Hierdurch fiel Greifswald gegenüber den anderen Hansestädten immer weiter zurück.[13]

1296 befreite Herzog Bogislaw IV. Greifswald von der Heeresfolge und sicherte zu, keinen Hof in der Stadt zu halten und zur Peene hin keine Befestigungsanlagen zu errichten. 1289 hatte er bereits eine jüdische Niederlassung in der Stadt gestattet, vermutlich um den Handel zu beleben. Das Privileg wurde jedoch nicht genutzt.

1412 geriet Greifswald mit dem Pommernherzog Wartislaw VIII. aneinander, als seine Bürger dessen Vasallen angriffen. Der Streit zog sich bis 1415 hin, ehe es durch die Vermittlung der Stände zu einer Aussöhnung kam. Die Stadt erhielt außerdem die Fischereirechte im Greifswalder Bodden. Als 1326 Herzog Wartislaw IV. starb und um seine noch unmündigen Kinder der Erste Rügische Erbfolgekrieg mit Mecklenburg um die Herrschaftsfrage entbrannte, schloss sich Greifswald mit seinen Nachbarstädten Stralsund, Anklam und Demmin zu einem Landfriedensbündnis zusammen, um den pommerschen Herzögen die Macht zu erhalten. Mit Hilfe des dänischen Königs konnten die Mecklenburger abgewiesen werden. Das gleiche Städtebündnis wurde erneut geschlossen, als es galt, sich am Ende des 14. Jahrhunderts vor Seeräubern und Raubrittern zu schützen. Als es um 1390 zwischen Pommern und dem Deutschen Orden zu Streitigkeiten kam, der auch die Beziehungen zu Polen beeinträchtigte, räumte Greifswald den polnischen Kaufleuten Verkehrsprivilegien ein, um den Handel mit ihnen aufrechtzuerhalten. 1452, mit der Verleihung der Goldenen Privilegien durch den Pommernherzog Wartislaw IX., erhielt Greifswald weitreichende Handelsrechte, die der Stadt zu wirtschaftlicher Macht und Wohlstand verhalfen.

1456 folgte Herzog Wartislaw IX. der Initiative des Bürgermeisters Heinrich Rubenow und gründete die Universität als pommersche Landesuniversität. Die Universitätsgründung wirkte sich positiv bis in die Gegenwart aus.

16. bis 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greifswald, Marktplatz von Südwesten um 1840
Grundriss Greifswalds 1842
Die Hochwassermarke (2,64 m ü. NN) der Sturmflut von 1872 am Hafenamt in Greifswald-Wieck (rechts neben Tür).
Greifswald Brinkstraße – Anklamer Straße 1910
Greifswalder Marktplatz 1951
Ostseite des Greifswalder Marktplatzes mit backsteingotischen Giebelhäusern 2013

Die Reformation hielt 1531 in Greifswald Einzug. Auf Veranlassung der Bürger kam der Stralsunder lutherische Geistliche Johannes Knipstro in die Stadt und konnte dort ohne große Gegenwehr Luthers Lehre einführen. Eine neue evangelische gelehrte Stadtschule wurde 1561 im aufgegebenen Franziskanerkloster gegründet. Unter dem Rektor Lucas Tacke gewann sie um 1600 viele Schüler.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg kamen Not und Elend in die Stadt. Noch am 19. Mai 1626 befahl Landesherr Bogislaw XIV. den Greifswaldern, dass die teilweise baufällig gewordenen Befestigungsanlagen so gut wie möglich zu verbessern seien,[14] doch schon am 10. November 1627 überließ der schwerkranke Herzog Pommern durch Kapitulation den kaiserlichen Truppen. Diese zogen unter Wallenstein am 20. November 1627 in Greifswald ein und errichteten ein Schreckensregime, bei dem die Bevölkerung aufs Schlimmste ausgeplündert wurde. Zur Abwehr der schwedischen Truppen ließ Wallenstein die Befestigungsanlagen verstärken und zog dazu die Bevölkerung zur Zwangsarbeit heran. Durch eine Pestepidemie wurden die Einwohner soweit dezimiert, dass zum Kriegsende nur noch die Hälfte der Häuser bewohnt war. Im Juni 1631 standen die Truppen König Gustav Adolf II. vor der Stadt und nahmen sie nach kurzem Kampf ein.

Der nachfolgende Zeitabschnitt, die so genannte Schwedenzeit, dauerte 184 Jahre. Die Schweden waren bis zum Wiener Kongress 1815 Herren über Vorpommern und damit auch für die Geschicke Greifswalds verantwortlich. Allerdings ließen sie die pommerschen Städte recht selbständig gewähren. Greifswald wurde insofern aufgewertet, als es Sitz der obersten Gerichts- und Kirchenbehörden für Schwedisch-Pommern wurde. Mit der Verlegung des Obertribunals im Jahr 1803 erhielt Greifswald zusätzlich zu dem bestehenden Appellationsgericht auch ein Oberappellationsgericht und wurde damit Standort von drei Gerichtsinstanzen. Mehrfach versuchte Brandenburg, das verlorene Gebiet zurückzuerobern, und 1678 gelang es, Greifswald für ein Jahr lang zu besetzen. Bei den vorausgegangenen Gefechten wurde die Innenstadt samt Marienkirche schwer beschädigt. Im Gemäuer der Kirche stecken heute noch etliche Kanonenkugeln der Brandenburger. Die Kriege des 18. Jahrhunderts belasteten die Stadt stark. Während des Großen Nordischen Krieges mussten 1712 und 1713 die durchziehenden dänischen, sächsischen und russischen Truppen versorgt werden, und im Siebenjährigen Krieg explodierte 1758 ein in der Stadt von den Preußen angelegtes Pulvermagazin, wodurch große Teile der Stadt zerstört wurden. Zuvor hatten schon 1713 und 1736 Großbrände Teile der Innenstadt eingeäschert. In guter Erinnerung sind die Bemühungen der Schweden um die Greifswalder Universität geblieben. Nach deren Niedergang zum Ende des Dreißigjährigen Krieges kurbelten sie den Lehrbetrieb wieder an und ließen 1747 das heute noch bestehende Universitätshauptgebäude errichten.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Schiffe im Hafen von Greifswald“, Caspar David Friedrich, vor 1810

Nach dem Staatsstreich des schwedischen Königs Gustav IV. Adolf und der staatsrechtlichen Ausgliederung Schwedisch-Pommerns aus dem Heiligen Römischen Reich wurde am 26. Juni 1806 die schwedische Verfassung eingeführt und am 4. Juli die Leibeigenschaft aufgehoben.[15] Der Greifswalder Landtag im August 1806 diente vor allem der Repräsentation der neuen Verhältnisse.

In den Napoleonischen Kriegen besetzten Truppen Frankreichs und seiner Verbündeten 1807 bis 1810 sowie 1812/13 die Stadt. Im Zuge des Friedens von Kiel im Januar 1814 sollte Greifswald mit Schwedisch-Pommern an Dänemark fallen, kam aber während des Wiener Kongresses durch Abtretung des damals preußischen Herzogtums Lauenburg an Dänemark zu Preußen. Die Übergabe an Preußen erfolgte am 23. Oktober 1815. Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform wurde Greifswald 1818 Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Mit dem Anschluss an die Fernstraße Berlin–Stralsund 1836 und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz 1863[16] wurden Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich in der vormaligen Ackerbürgerstadt eine – wenn auch bescheidene – Industrie entwickeln konnte. 1848 waren in Greifswald 53 Handelsschiffe beheimatet.[17] 1864 war die Boddenstadt Sitz von 14 Reedern, denen 60 Segel- und vier Dampfschiffe von insgesamt 8744 Lasten gehörten und 575 Seeleute beschäftigten.[18] Die größten Greifswalder Segelschiffe waren in jener Zeit die Bark Einigkeit des Reeders Carl Graedner (303 Lasten, Kapitän: J.C.F. Braun, 13 Mann Bes.) und die Bark Greifswald des gleichen Reeders (277 Lasten, Kapitän: Hermann Vorbrodt, 13 Mann Bes.). Es folgten die Bark Rubenow des Reeders J.D. Hagen (259 Lasten, Kapitän: C.D. Stüdemann, 13 Mann Bes.) und die Bark Louise des Reeders H. Odebrecht (255 Lasten, Kapitän: Robert Beckmann, 13 Mann Bes.), schließlich die Bark Hermann des Reeders W. Haeger (253 Lasten, Kapitän: L. Reetz, 13 Mann Bes.) und die Bark Fomalhaut des Reeders L. Wittenberg (245 Lasten, Kapitän: Robert Bülow, 13 Mann Bes.). Neben mehreren Maschinenbaubetrieben und Gießereien war die 1863 errichtete Eisenbahn-Hauptwerkstatt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Sie zählte über viele Jahrzehnte zu den größten Arbeitgebern in der Stadt. Größte Bedeutung hatte aber nach wie vor die Universität. Bereits 1856 war mit dem Bau des Klinikviertels im Nordwesten der Stadt begonnen worden.

1871 – sehr spät im Vergleich zu anderen Städten – entstand eine unabhängige jüdische Gemeinde mit etwa 100 Mitgliedern, die von der Stralsunder Gemeinde abgetrennt wurde. Ein jüdischer Friedhof auf eigenem Grundstück bestand seit 1860 an der Straße nach Gützkow-Jarmen. Durch Wegzug schwand die Gemeinde, bis sie in der NS-Zeit bereits vor 1938 auf nur noch wenige Personen geschrumpft war.[19] Eine Gedenktafel am Ort des ehemaligen Betsaals im Marktostquartier erinnert heute an die Gemeinde. Am 13. November 1872 führte ein Sturmhochwasser mit 2,64 m ü. NN zum höchsten Hochwasserstand seit dem Aufzeichnungsbeginn.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Jahrhundertwende entstanden großzügig bebaute neue Straßen, in denen sich die zunehmende wohlhabende Bürgerschaft niederließ. 1912 erhielt Greifswald den Status einer kreisfreien Stadt. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges waren 1.500 Studenten an der Universität immatrikuliert. 1915 wurde ein Theaterneubau eröffnet. Eine Landschenkung der Stadt an die Universität von 1925 ermöglichte der Universität ein Wachstum über die Grenzen der Altstadt hinaus. 1929 wurde auf dem neuen Universitätsgelände im Osten der Stadt eine moderne Hautklinik eröffnet.[20] 1934 wurde dort mit der Anlage des Arboretums begonnen; 1935 folgte die Eröffnung der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen.

1926 wurde die Eisenbahnwerkstatt – seit Gründung der DR (Deutsche Reichsbahn) von 1920 als RAW (Reichsbahn-Ausbesserungswerk) bezeichnet – nach Arbeitskämpfen geschlossen.[21] Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre machte sich durch große Arbeitslosigkeit bemerkbar. Anlässlich der 1939 durchgeführten Gebietsreform wurden die Orte Wieck und Eldena eingemeindet. Damit stieg die Einwohnerzahl auf über 37.000. Von 1940 bis 1945 bestand an der heutigen Franz-Mehring-Straße das große Kriegsgefangenenlager Stammlager IIC, in dem viele Kriegsgefangene aus zahlreichen von Deutschland besetzten Ländern interniert und in Nebenlagern zu Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt, die eine große Garnison der Wehrmacht beherbergte, ohne Zerstörungen. Am 30. April 1945 wurde sie auf Veranlassung des Stadtkommandanten Rudolf Petershagen kampflos der Roten Armee übergeben. Beteiligt an den entsprechenden Verhandlungen waren der damalige Rektor der Universität Carl Engel, der stellvertretende Stadtkommandant Max Otto Wurmbach sowie Gerhardt Katsch als Leiter der Universitätskliniken und dienstältester Sanitätsoffizier in der Stadt.

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren wurden Funktionen für den bei Deutschland verbliebenen Teil Pommerns von Stettin nach Greifswald verlegt, u. a. die Leitung der pommerschen Landeskirche, das Landesarchiv und die Reichsbahndirektion. 1945 eröffneten die sowjetischen Besatzer das Eisenbahnwerk wieder. Aus dem RAW und einigen anderen Betrieben wurde später das KAW (Kraftwagen-Ausbesserungswerk) gebildet; daneben gab es ein Kraftwagenbetriebswerk (KBW).

Knopfstraße: Plattenbauten ersetzten im Norden der Altstadt weitgehend die historische Bausubstanz.

Die Schädigungen und Verluste wichtiger Teile der Bausubstanz der historisch wertvollen Altstadt sind auf Abriss sowie unterlassene Restaurierungen und Instandhaltungen in der DDR zurückzuführen; durch Abrisse, zum Beispiel des klassizistischen Steinbecker Tores (auch Brandenburger Tor genannt) von Carl August Peter Menzel im Jahr 1951, und historisierenden (Platten-)Neubau im Norden der Altstadt ging zwischen 1945 bis 1990 etwa die Hälfte der historischen Bausubstanz verloren.

„Es war das Schlachten einer historischen Altstadt“ formulierte Conrad. Ähnlich der vorpommersche Historiker Norbert Buske im Jahre 1991: „Wer heute nach Greifswald kommt, der muß meinen, auch über Greifswald sei damals die Kriegswalze gefahren und habe die Stadt in Schutt und Asche gelegt“.[22]

Ende der 1960er Jahre begann die Umgestaltung eines innerstädtischen Teilgebietes zwischen Brüggstraße und Bachstraße, Altem Hafen und Markt im Rahmen eines Forschungsprojektes der Bauakademie der DDR in „angepasster Plattenbauweise“. Dabei wurden einige denkmalgeschützte Objekte restauriert, darunter die Stadtbibliothek, das Kapitänshaus, das heutige Bestattungsinstitut und die Gebäude an der Nordseite des Marktes. Nach Abschluss dieser Sanierung Ende der 1970er Jahre wurden weitere Teile der nördlichen Altstadt nach diesem Muster umgestaltet.

Von etwa 1965 bis 1988 wurden die großen Plattenbau-Wohngebiete Schönwalde I/Südstadt (1496 Wohnungen (WE)), Schönwalde II (5.250 WE), Altes Ostseeviertel (731 WE), Ostseeviertel/Parkseite (2202 WE) und Ostseeviertel/Ryckseite (804 WE) im Süden und Osten von Greifswald errichtet.

Nach 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die weitgehend sanierte Altstadt von Greifswald am Ryck, im Hintergrund der Greifswalder Bodden. Die Stadtbefestigung zeichnet sich ab. Luftbild von Juli 2012.

Die seit 1991 erfolgten Sanierungen des historischen Stadtkerns im Rahmen der Städtebauförderung haben mittlerweile die noch erhaltenen Teile der Altstadt wieder sehenswert gemacht. Insbesondere der Marktplatz mit seinem freistehenden Rathaus gilt als einer der schönsten in Norddeutschland. Seit 1993 erfolgte zunächst die Umgestaltung und Aufwertung und ab 2000 auch der Rückbau in den Plattenbausiedlungen (Stadtumbau).

Im Zuge der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 am 4. September 2011 verlor Greifswald seine Kreisfreiheit und wurde Teil des neu gebildeten Landkreises Vorpommern-Greifswald. Die Stadt versuchte deshalb, den Status als kreisfreie Stadt besonderer Art zu erhalten. Zusammen mit einigen Nachbargemeinden, die aber allesamt selbstständig bleiben, wollte die Hansestadt einen eigenen Stadtkreis bilden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Greifswalder Rathaus ist Sitz des Oberbürgermeisters.

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der per Direktwahl gewählte Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald war seit 2001 Arthur König (CDU). König wurde zuletzt im April 2008 bereits im ersten Wahlgang mit 59,8 % der Stimmen für eine zweite siebenjährige Amtszeit gewählt, die offiziell am 26. Juli 2015[23] endete.

Zu seinem Nachfolger wurde am 10. Mai 2015 Stefan Fassbinder von Bündnis 90/Die Grünen in einer Stichwahl mit 50,05 % der Stimmen gewählt. Hinter ihm stand ein Wahlbündnis, das neben seiner eigenen Partei außerdem Die Linke, die SPD und die Piratenpartei umfasste. Da die Wahl jedoch wegen eventueller Unregelmäßigkeiten in einem Wahllokal angefochten wurde (Die Tür zu einem Wahllokal war zeitweise verschlossen), blieb Arthur König bis zum 30. Oktober 2015 amtierender Oberbürgermeister. Am 28. September 2015 bestätigte die Greifswalder Bürgerschaft die Gültigkeit der Wahl und wies die Einsprüche zurück.[24][25][26]

Bürgerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung in der Bürgerschaft
8
6
1
5
2
3
3
2
11
2
11 
Von 43 Sitzen entfallen auf:

In der Greifswalder Bürgerschaft stellt seit 1990 die CDU die stärkste Fraktion. In den ersten Legislaturperioden bestanden bis 1999 zeitweilig Kooperationen mit SPD, Bündnis 90/Die Grünen und weiteren kleineren Gruppierungen, die 2004 durch eine Kooperation mit FDP und Bürgerliste, sowie später zusätzlich SPD, abgelöst wurde. Seit der Kommunalwahl 2009 besteht keine Kooperation und es müssen wechselnde Mehrheiten geschaffen werden.

Wappen und Flagge [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge
Wappen von Greifswald
Wappenbeschreibung:

„In Silber ein aufrechter roter Greif mit goldener Bewehrung, mit der linken Hinterpranke auf einem gespaltenen, zweiästigen und vierblättrigen Eichenbaumstumpf in natürlichen Farben stehend.“

Wappenbegründung:

Die Symbole des Wappens, der rote Greif Pommerns, sowie der Baum als Zeichen für den Wald, erscheinen bereits auf dem ältesten bekannten Stadtsiegel von 1255. Lediglich einige spätere, kleinere Siegel zeigen nur den Greifen. Ältere Wappen zeigen den roten Greifen aufrecht mit dem linken Hinterbein auf dem Waldboden vor dem daraus wachsenden rechtsgeneigten blattlosen Baumstumpf mit Aststümpfen im Schildfuß stehend, das rechte auf dem Stumpfunterstamm ruhend und mit der linken Vorderkralle den Stumpf im oberen Teil haltend.

Die Flagge der Hansestadt Greifswald ist längsgestreift von Rot, Weiß, Rot, Weiß, Rot, Weiß und Rot. Die roten und weißen Streifen an der Ober- und Unterkante nehmen je drei Achtzigstel, die beiden anderen roten Streifen je ein Achtel und der weiße Mittelstreifen nimmt drei Fünftel der Höhe des Flaggentuchs ein. In der Mitte des weißen Mittelstreifens liegen die Figuren des Stadtwappens: ein aufgerichteter, gold bewehrter roter Greif, mit der linken Hinterpranke auf einem gespaltenen, aber noch grünenden natürlichen Baumstumpf stehend, die zusammen drei Achtel der Höhe des Flaggentuchs einnehmen. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 4:7.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung 1600 bis heute
Einwohnerdichte von Greifswald 2011
Veränderung der Einwohnerzahl 2002 bis 2011

1989 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Greifswald mit über 68.000 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt durch Geburtenrückgang, Wegzug auf Grund hoher Arbeitslosigkeit und Umzug in umliegende Gemeinden bis 2005 etwa 15.000 Einwohner verloren. Die Anzahl der Studenten an der Universität nahm hingegen kontinuierlich zu, derzeit (2012) gibt es etwa 12.500[27] Studenten in Greifswald. Nach einer Studie von 2008 ist Greifswald die „jüngste“[28] Stadt Deutschlands, sie hat den höchsten Anteil von Haushalten mit Menschen unter 30 Jahren.[29] Dementsprechend ist im letzten Jahrzehnt wieder ein leichter Anstieg der Bevölkerungszahl zu beobachten.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1618 6.100
1648 2.700
1767 4.611
1780 4.987
1800 5.740
1820 7.891
1831 8.967
3. Dezember 1852 ¹ 13.232
3. Dezember 1861 ¹ 15.100
3. Dezember 1864 ¹ 17.500
3. Dezember 1867 ¹ 17.400
1. Dezember 1871 ¹ 17.700
1. Dezember 1875 ¹ 18.022
1. Dezember 1880 ¹ 19.924
1. Dezember 1885 ¹ 20.345
Jahr Einwohner
1. Dezember 1890 ¹ 21.624
2. Dezember 1895 ¹ 22.800
1. Dezember 1900 ¹ 23.000
1. Dezember 1905 ¹ 23.750
1. Dezember 1910 ¹ 24.679
1. Dezember 1916 ¹ 23.122
5. Dezember 1917 ¹ 23.333
8. Oktober 1919 ¹ 34.374
16. Juni 1925 ¹ 26.383
16. Juni 1933 ¹ 29.488
17. Mai 1939 ¹ 37.104
1. Dezember 1945 ¹ 42.107
29. Oktober 1946 ¹ 43.590
31. August 1950 ¹ 44.468
31. Dezember 1955 45.827
Jahr Einwohner
31. Dezember 1960 46.728
31. Dezember 1964 ¹ 47.421
1. Januar 1971 ¹ 47.017
31. Dezember 1975 55.513
31. Dezember 1981 ¹ 61.388
31. Dezember 1985 65.275
31. Dezember 1988 68.597
31. Dezember 1990 66.251
31. Dezember 1995 60.772
31. Dezember 2000 54.236
31. Dezember 2004 52.669
31. Dezember 2005 53.281
31. Dezember 2010 54.610
31. Dezember 2013 55 050
31. Dezember 2014 55 137

¹ Volkszählungsergebnis

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Greifswald unterhält mit der niedersächsischen Stadt Osnabrück eine Städtepartnerschaft seit 1988. Internationale Städtepartnerschaften bestehen mit folgenden Städten:[30]

Darüber hinaus bestehen Städtefreundschaften mit folgenden Städten:

Greifswald als Namensgeber für Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Universitäts- und Hansestadt Greifswald als Hafenstadt am Greifswalder Bodden wurden in der Vergangenheit und Gegenwart mehrere Schiffe sowohl der zivilen Schifffahrt als auch der Reichsmarine und der Volksmarine benannt: Die Huker-Galeasse Greiff von Greiffswald (1782), das Fregatt-Schiff (Vollschiff) Greifswald (1783- nach 1791), die Schalup-Galeasse Greifswald (1816–1824), der Rahschoner Mercur von Greifswald (1861), der Raddampfer Greifswald (1864- um 1924), die Brigg Mentor von Greifswald (um 1868), die Bark Greifswald (1857–1877), der Kleine Frachtdampfer Greifswald (121 BRT, 1889–1953), der Große Frachtdampfer Greifswald (1712 BRT, 1902–1939), der Dampfbagger Greifswald (1902–1969), der Dampfschlepper Greifswald (1940–1945), das Hospitalschiff Greifswald (1923–1944), das Motorgüterschiff Greifswald, später Geheimrat Löffler (1927–1982), der Motorschlepper Greifswald (1955–1967), der Fischkutter Greifswald (1949–1974), das Küstenmotorschiff, Kümo 500 Greifswald (1955–1973), der Eimerketten-Schwimmbagger Greifswald (1975–1992), das Binnen-Motorgüterschiff (Mogü) Greifswald (seit 1987), das Eisenbahnfährschiff Greifswald (1988- nach 1997), das Minenleg- und Räumschiff (MLR) Greifswald (1955–1968), das Minensuch-und Räumschiff (MSR) Greifswald (1969–1990), das Frachtmotorschiff Greifswald (seit 1993)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen und andere kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greifswalder Theaterhaus des Theater Vorpommerns
Universitäts-Hauptgebäude und Auditorium maximum

Gemessen an seiner Größe hält Greifswald ein reichhaltiges Kulturangebot für Bürger und Gäste bereit. Die größten Kultureinrichtungen in der Stadt sind das Theater Vorpommern und das Pommersche Landesmuseum, welches u. a. Bilder des in Greifswald geborenen Malers Caspar David Friedrich ausstellt.

Ein eigenes Caspar-David-Friedrich-Museum wurde von der Bürgerschaft am 12. April 2010 beschlossen. Das rund zehn Millionen Euro teure Haus soll bis 2015 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Pommerschen Landesmuseum entstehen. Es soll Leben und Werk des Romantikers mit seinem künstlerischen Umfeld wie den in der Nachbarstadt Wolgast geborenen Philipp Otto Runge, seinen Lehrer Johann Gottfried Quistorp sowie seinen Freund Carl Gustav Carus dokumentieren. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln von Stadt, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Bund.

Die 1915 fertiggestellte Stadthalle Greifswald wurde aufwendig restauriert und ist zusammen mit dem nebenstehenden Theaterhaus der zentrale Veranstaltungs- und Konferenzkomplex der Stadt Greifswald. Die Stadthalle hat unter anderem einen 500 Plätze umfassenden Kaisersaal sowie den 150 Plätze umfassenden Rubenow-Saal.

Das Caspar-David-Friedrich-Zentrum steht an der Stelle des Geburtshauses des in Greifswald geborenen Malers der Romantik und widmet sich dessen Leben und Werk. Von dort aus führt ein Caspar-David-Friedrich-Bildweg zu 15 Stationen, die im Zusammenhang mit dem Leben des Malers stehen. Im Museumshafen Greifswald, direkt am Ryck in der Innenstadt gelegen, werden historische Schiffe restauriert, gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das „Sozio-kulturelle Zentrum St. Spiritus“, das „Literaturzentrum Vorpommern“ im Koeppenhaus (nach Wolfgang Koeppen) und das „IKuWo“ (Internationales Kultur- und Wohnprojekt) sind u. a. regelmäßig Orte kultureller Veranstaltungen.

Mit Radio 98eins besteht ein freier Hörfunksender für Greifswald und Umgebung. Auch in einigen öffentlichen Einrichtungen werden Kunstobjekte ausgestellt u. a. in der Galerie „KunstimGericht“.

Außerdem sind mehrere Sammlungen der Universität und das Loeffler-Haus des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems öffentlich zugänglich.[31]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt umfasst Baustile nahezu aller Epochen von der mittelalterlichen Backsteingotik bis zu modernen Architekturformen. Insbesondere die älteren Bauwerke der Stadt sind geprägt vom in Norddeutschland und dem Ostseeraum üblichen Stil, den man auch in anderen Hansestädten wie Lübeck oder Wismar wiederfinden kann. Aber auch die Architektur des Klassizismus und der beginnenden Gründerzeit haben in Greifswald ihre Spuren hinterlassen. In der Zeit der DDR wurden große Teile der nördlichen Altstadt abgerissen und Wohnungen in Plattenbauweise dort errichtet. Seit 1990 sind große Anstrengungen zur Rettung und Wiederherstellung historisch gewachsener Architektur unternommen worden.

Altstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausragend ist der in Norddeutschland in Größe und Gestalt einzigartige Marktplatz. Am Markt befindet sich das aus dem 13. Jahrhundert stammende gotisch-barocke Greifswalder Rathaus. Architekturhistorisch besonders bedeutend sind die beiden mittelalterlich-hanseatischen Bürgerhäuser Markt 11 und 13 im Stil der Backsteingotik. An der Ecke zur Mühlenstraße befindet sich das weiße, klassizistische Gebäude der Gemäldegalerie des Pommerschen Landesmuseums, das nach Plänen von Johann Gottfried Quistorp gebaut wurde.

Blick über die Altstadt bis zum Greifswalder Bodden

Die Altstadt wird zudem stark durch Bauten der Universität Greifswald geprägt, wie den Hauptcampus mit dem Audimax, mehrere Klinikbauten, sowie verschiedene Institutsbauten. Die größten Sakralbauten sind die weithin sichtbaren drei großen gotischen Backsteinkirchen. Der Dom St. Nikolai (erbaut um 1263) ist ein Wahrzeichen der Stadt und liegt im westlichen Zentrum, in Nachbarschaft zum Hauptgebäude der Universität. Er ist die Haupt- bzw. Bischofskirche des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises („Kirchenkreis Pommern“) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland („Nordkirche“). St. Marien – im Volksmund auch Dicke Marie genannt – ist die älteste der drei großen Stadtkirchen (um 1260 errichtet). St. Jacobi (1280) liegt am westlichen Rand des Stadtkerns und ist die kleinste der drei Hauptkirchen.

Weiterhin gibt es diverse bedeutende historische Bürgerhäuser in der Altstadt, etwa an den Hauptkirchen sowie entlang der Ost-West-Achse Schuhhagen bzw. Mühlenstraße und Lange Straße. Das Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg ist ein universitätsnaher Neubau mit intensiver internationaler und wissenschaftlicher Nutzung. Die nördliche Altstadt in Richtung Hafen wurde aufgrund eines DDR-Modellvorhabens trotz Verschonung durch den Krieg großflächig abgerissen und durch Typenbauten in Plattenbauweise ersetzt, nur wenige Altbauten wie die Stadtbibliothek in der Knopfstraße wurden von dieser zerstörerischen Maßnahme verschont.

Universität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Durchfahrt von Sportbooten und Schiffen geöffnete historische Klappbrücke im Ortsteil Wieck

Das barocke Hauptgebäude der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wurde 1747 nach Plänen von Andreas Mayer errichtet. Um das Hauptgebäude der Universität gruppiert sich der Altstadt-Campus mit der alten Universitätsbibliothek von 1882 nach Plänen von Martin Gropius, dem Auditoriengebäude mit Karzer von 1886, dem Physikalischen Institut mit Sternwarte von 1891, der Augenklinik von 1887 und dem Physiologischen Institut von 1888. Im Norden der Altstadt befindet sich der ehemalige Klinikumskomplex mit Gebäuden der Inneren Medizin, Chirurgie und Frauenklinik. Dieser Bereich soll in den nächsten Jahren für die Geistes- und Rechtswissenschaften umgestaltet werden.

Der neue Campus am Berthold-Beitz-Platz beherbergt die Institute für die Naturwissenschaften und die Medizin. Aus architektonischer Sicht hervorzuheben sind hier das Institut für Physik und Biochemie sowie das Institut für Pharmakologie als sachliche Bauten der Moderne.

Weitere Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als ehemalige Speicherbauten: unter anderem der Pferdespeicher in der Baderstraße 25, in der Hunnenstraße, Kuhstraße 25; ferner der alte Speicher am Hafen (Hafenstraße/Ecke Marienstraße) mit dem Greifswalder Wappentier auf der Westfront
  • Wohnhäuser wie das Jugendhaus „Pariser“, Wohnhäuser Bahnhofsstraße 2/3, 31/32, 52, 54 und 55, Fleischerstraße 3, Gützkower Straße, Lange Straße 8, 52, 54, 60, 68, 75 und 77, Steinbecker Straße 28
  • Geschäftshäuser wie das ehemalige Textilkaufhaus Albert Erdmann am Markt von 1902 sowie am Markt die Häuser Nr. 6, 20/21 und 30
  • Das Wohnprojekt Wohnen in der Mauer von 1998 nach Plänen von Gottfried Böhm am westlichen Stadtkern (Hirtenstraße).
  • Wasserwerks Groß Schönwalde von um 1914, das noch in Betrieb ist.

Kinos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Programmkinos arbeiten der Filmclub „Casablanca“,[32] der seit 1992 besteht und seinen Schwerpunkt auf die Kultur des 35mm-Films setzt, das Koeppenhaus und die Initiative KinoAufSegeln[33] auf dem Gelände der Greifswalder Museumswerft, die seit 2015 besteht. Alle drei sind Mitglieder im Landesverband Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern.

Wieck und Eldena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden seewärtigen Stadtteile Wieck und Eldena haben sich aus früheren Fischerdörfern entwickelt und ihren kleinteiligen maritimen Charakter bewahren können.

Das 1199 gegründete ehemalige Kloster Eldena ist der Nukleus der späteren Stadtgründung und ein Motiv des romantischen Malers Caspar David Friedrich.

In Eldena befindet sich eine historische Bockwindmühle. Die historische Wiecker Holzklappbrücke verbindet die Nord- mit der Südseite des Flusses Ryck und ist eines der Wahrzeichen der Stadt.

Parks und Grünflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botanischer Garten und Arboretum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidegarten im Arboretum

Botanischer Garten und Arboretum[34] der Universität umfassen eine Gesamtfläche von etwa 9 Hektar, verteilt auf zwei verschieden Standorte. Das Arboretum (7 ha) befindet sich in der Nähe der Universitätsbibliothek Greifswald, während der Botanische Garten (2 ha) südöstlich an die Altstadt angrenzt. Bereits 1763 gegründet, ist es einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland und einer der ältesten derzeit existierenden, wissenschaftlich genutzten Gärten der Welt.

Tierpark Greifswald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tierpark Greifswald[35] befindet sich am Rande der nordöstlichen Altstadt auf einem etwa 3,6 Hektar großen parkähnlichen Gelände. Etwa hundert verschiedene vor allem heimatliche aber auch fremde Tierarten befinden sich auf dem Gelände. Ein Streichelgehege sowie ein Erlebnisspielplatz gehören ebenso dazu. Vor dem Tierpark, rund um einen See gelegen, befinden sich öffentliche mit einzelnen, alten Laubbäumen versehene Rasenflächen.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzwiesen. Blick von der Insel Koos in Richtung FLI auf der Insel Riems.

Das Naturschutzgebiet Eldena ist eine seit 1961 unter Schutz stehende etwa 407 Hektar umfassende Waldfläche südlich des Greifswalder Ortsteils Eldena. Zurückgehend auf eine 1634 erfolgte Schenkung des letzten Pommernherzogs, Bogislaw XIV., ist ein Großteil des Waldgebiets auch heute noch in Universitätsbesitz.[36] Neben der Rolle als Erholungsraum für die allgemeine Öffentlichkeit spielt es auch als Exkursionsgebiet für Studenten eine Rolle.

Weitere Naturschutzgebiete sind das NSG Ladebower Moor sowie das NSG Insel Koos, Kooser See und Wampener Riff. Ferner gibt es fünf Flächennaturdenkmale und 14 Einzelbäume als Naturdenkmale.

Der Ryck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Greifswald wird durch den Fluss Ryck durchzogen, an dessen Nordseite weite Wiesenflächen liegen. Von der Altstadt in Richtung Greifswalder Bodden kann der Fluss ganzjährig an einem Treidelpfad entlang bewandert werden. Am Ryck liegt zudem das Ladebower Loch, das seit 1994 Geschützter Landschaftsbestandteil ist.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Klosterruine Eldena finden im Sommer Open-Air-Aufführungen statt.

Durch aktives universitäres und bürgerschaftliches Engagement haben sich in der Stadt Greifswald zahlreiche internationale Festivals und jährliche Veranstaltungen etabliert.

Jährlich finden in Greifswald Sommerfeste wie das bekannte „Fischerfest Gaffelrigg“ mit dem finalen Feuerwerk „Ryck in Flammen“[37] und zweijährlich das Greifswald International Students Festival (GRISTUF) statt.

Das Kulturfestival Nordischer Klang ist das größte Festival für die Kultur der nordischen Länder außerhalb der nordischen Länder. Ein weiteres Kulturfestival ist der jährliche deutsch-polnische „polenmARkT“. Die Greifswalder Bachwoche ist ein Musikfestival mit zahlreichen musikalischen Aufführungen in und um Greifswald, das sich verschiedenen Aspekten des Lebens und Werkes Johann Sebastian Bachs widmet. Auch die Greifswalder Musiknacht und die Eldenaer Jazz Evenings haben eine weit überregionale Reichweite. Zudem ist Greifswald einer der musikalischen Spielorte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Über das Jahr hinweg finden an der Universität Greifswald sowie im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Veranstaltungen statt, die oft auch der Allgemeinheit offenstehen.

Seit 1998 verleiht Greifswald den Wolfgang-Koeppen-Preis, zum Gedenken des Sohnes der Hansestadt.

Veranstaltungen sportlicher Art sind beispielsweise verschiedene Segel- und Ruderwettbewerbe (etwa während der Gaffelrigg), Wohltätigkeits- und Wettbewerbsläufe (etwa der Greifswalder Citylauf), das Boddenschwimmen, der Sparda-Bank-Cup und das Greifswalder Drachenbootfest.[38]

Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wiesen bei Greifswald“ von Caspar David Friedrich (1820) – dem Maler wurde 2010 ein Denkmal in der Nähe des Doms gesetzt.
  • Das Rubenow-Denkmal auf dem Platz vor der Theologischen Fakultät
  • Der Sühnestein für den hingerichteten Landvogt von Rügen Raven von Barnekow, der anscheinend nach 1453 gesetzt wurde, an der linken Seite der Straße (frühere B 96) zwischen Greifswald und Neuenkirchen in Nähe der Holländermühle
  • Die Bismarcksäule an der Wolgaster Straße auf dem Epistelberg gegenüber dem Volksstadion; 1900 fertiggestellt, von 1960 bis 1991 zur Olympiasäule umgewidmet
  • VdN-Ehrenhain von 1970 auf dem Neuen Friedhof für die Opfer des Faschismus, dazu seit 1974 eine Gedenktafel für 172 Todesopfer des KZ Peenemünde
  • Zwei Gemeinschaftsgrabanlagen auf dem Neuen Friedhof für 641 vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene als Opfer der Zwangsarbeit, sowie 65 deutsche Wehrmachtsdeserteure, die bei Kriegsende ermordet wurden
  • Steinstele aus den 1950er Jahren am Bahnhofsplatz zum Andenken an antifaschistische Widerstandskämpfer
  • Die Bronzetür des Rathauses, die 1966 von dem Bildhauer Jo Jastram geschaffen wurde, zur Ehrung der kampflosen Übergabe der Stadt an die Rote Armee durch den Stadtkommandanten Oberst Rudolf Petershagen am 30. April 1945
  • Gedenktafel von 1958 an der Bahnhofstraße/Ecke Erich-Böhmke-Straße zur Erinnerung an den kommunistischen Stadtverordneten Erich Böhmke, der 1939 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde
  • Gedenktafel an der Pfarrer Wachsmann-/Ecke Bahnhofstraße zur Erinnerung an den antifaschistischen katholischen Seelsorger Alfons Maria Wachsmann, der 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet wurde. Seit 1985 gibt es an der Rubenow-Brücke auch eine Porträtbüste von Wachsmann, die auf Anregung des CDU-Vorsitzenden Gerald Götting in Auftrag gegeben und von dem Bildhauer Klaus Freytag geschaffen wurde
  • Gedenkstein von 1954 für den sozialdemokratischen Lehrer Karl Krull (* 1903) vor der nach ihm benannten Schule in der Bleichstraße. Er wurde 1932 von einem wegen eines Hitler-Besuchs aufgeputschten Polizeitrupp erschossen
  • Der Gedenkstein auf dem Gelände der ehemaligen Wasserwirtschaftsdirektion Küste Greifswald-Eldena am südlichen Ryckufer erinnert an den Landarbeiter und Vorsitzenden der KPD-Ortsgruppe Eldena, Franz Wehrstedt (1899–1933), der im Zuge des Nazi-Terrors von einheimischen SA-Leuten am 2. Juli 1933 in unmittelbarer Nähe ermordet und in den Ryck gestoßen wurde
  • Gedenktafel von 1960 im damaligen Eingang C des Hauptpostamtes für die antifaschistische Kommunistin Auguste Bollnow (1874–1942), die 1942 im Frauengefängnis Leipzig an den erlittenen Misshandlungen starb. Die Platte wurde 1993 von dem Postamtsleiter entfernt, weil ihr Inhalt angeblich „nicht mehr die uneingeschränkte Zustimmung aller Beschäftigten und Postkunden“ finde
  • Gedenkstein von 1970 für den chilenischen Arzt und Präsidenten Salvador Allende (1908–1973), auf dem Gelände der heute nicht mehr existenten Betriebsberufsschule Dr. Salvador Allende des Ingenieur-, Tief- und Verkehrsbaukombinates Rostock (ITVK) in der Greifswalder Brandteichstraße. Der monumentale Findling mit der Inschrift Dr.Salvador Allende befindet sich heute vor dem nicht mehr genutzten Schulgebäude (Flachbau) neben dem 1998 errichteten VCH-Hotel, Wilhelm-Holtz-Straße
  • Gedenkstein von 1982 für den chilenischen Dichter, Diplomaten und Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda neben dem Haupteingang des heutigen Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums-Greifswald, ehemals POS Pablo Neruda, Makarenkostraße. Inschrift: Pablo Neruda 1904–1973
  • Gedenktafel von 1992 in der Goethestraße 5 an den jüdischen Mathematikprofessor Felix Hausdorff, der kurz vor der Deportation in ein Konzentrationslager mit seiner Frau in den Freitod ging
  • Die seit 1975 unter Denkmalschutz stehenden Greifswalder Befestigungsanlagen mit Wallanlage, Stadtmauer und Fangenturm
  • 13 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig,[39][40] siehe Liste der Stolpersteine in Greifswald
  • Skulpturales Denkmal für Caspar David Friedrich in der Lappstraße, Nähe Dom, das auf Initiative von Helmut Maletzke durch den Lübecker Bildhauer Claus Görtz entstand und am 8. Mai 2010 eingeweiht wurde

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greifswald ist nach Stralsund die einwohnerstärkste Stadt in Vorpommern und zudem Universitätsstandort und Kreisstadt des bis an die polnische Grenze reichenden Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie wichtiger Wirtschafts- und Verwaltungsstandort in Vorpommern.

Die Stadt hat im dünn besiedelten Landesteil Vorpommern einen weiträumigen Einzugsbereich der auch die Insel Usedom umfasst. Gemeinsam mit Stralsund bildet Greifswald eines der vier Oberzentren Mecklenburg-Vorpommerns.

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie viele Städte in den neuen Bundesländern hat Greifswald seit der Wiedervereinigung mit erhöhter Arbeitslosigkeit zu kämpfen, die sich jedoch in den letzten Jahren signifikant auf 10,8 % (November 2010[41]) reduziert hat. Der Bevölkerungsrückgang durch die Abwanderung von Arbeitskräften konnte durch den Zuzug von Studenten in den letzten zehn Jahren ausgeglichen werden, die Bevölkerungszahl stieg sogar leicht an.

Laut einer Erhebung des Schweizer Unternehmens Prognos[42] hat sich Greifswald im Zeitraum von 2004 bis 2007 unter allen deutschen Städten am positivsten entwickelt und sei damit 2007 die dynamischste Stadt Deutschlands gewesen. Berücksichtigt wurden Wachstum, Abbau der Arbeitslosigkeit, Innovationskraft und demografische Entwicklung. Damit läge die Hansestadt auf Platz 101 der Statistik und habe in drei Jahren 224 Plätze gutgemacht.

Universität, Gesundheit und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und die dazugehörige Universitätsmedizin Greifswald sind die derzeit größten Arbeitgeber in der Stadt. Auch die ca. 12.000 Studenten der Universität, die zu etwa zwei Dritteln aus anderen Bundesländern zum Studium nach Greifswald kommen, tragen zur Wirtschaftskraft der Stadt bei.

Aus der Universität heraus haben sich zahlreiche kleinere Firmen gegründet, die im Biotechnikum oder im Technologiezentrum ihren Sitz haben. Weiterhin gibt es die verschiedenen, teils unabhängigen Forschungseinrichtungen wie das Friedrich-Loeffler-Institut, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie.

Im Bereich der Erbringung von Dienstleistungen im gesundheitlichen und sozialen Bereich ist seit 1990 die in Greifswald und anderen Städten vertretene Medigreif Unternehmensgruppe tätig, die in Greifswald mit der Parkklinik auch eine Klinik für geriatrische und orthopädische Rehabilitation betreibt. Riemser Pharma ist ein internationales Pharmaunternehmen mit Sitz auf der zu Greifswald gehörenden Insel Riems.

Maritime Wirtschaft und Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die maritime Wirtschaft spielt für Greifswald eine wichtige Rolle. Die Werft Hanse Yachts ist der weltweit drittgrößte Serienhersteller von Segelyachten.[43] Durch die Lage am Greifswalder Bodden ist die Stadt ein beliebter Segelhafen und beheimatet neben der Museumswerft auch verschiedene Yachtausrüster und Segelmacher.

Greifswald ist kein Standort der Großindustrie, obwohl es immer kleinere bis mittelgroße Industriebetriebe, Brauereien und dergleichen gegeben hat. Aus dem Greifswalder Standort des früheren Siemens Communications (vormals Nachrichtenelektronik Greifswald) entstand im Rahmen einer Ausgliederung 2002 mit der ml&s manufacturing, logistics and services ein mittelständischer Hersteller von Elektronik-Komponenten. Die am Standort verbliebenen Bereiche der Festnetzsparte der Siemens AG wurden 2007 in das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks überführt und 2012 vom amerikanischen Netzwerkausrüster ADTRAN übernommen, der in Greifswald weiterhin mit der Entwicklung von Netzzugangstechnologien vertreten ist.

Im 20 Kilometer von Greifswald entfernten Lubmin landet die Ostseepipeline Nord Stream, die russisches Erdgas nach Mittel- und Westeuropa transportiert. Am dortigen Hafen haben sich die Energiewerke Nord etabliert, die aus dem stillgelegten und im Rückbau befindlichen Kernkraftwerk Greifswald hervorgingen und sich auf den Rückbau von KKWs spezialisiert haben.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalstudio des NDR

Als private Tageszeitung ist die Ostsee-Zeitung mit einer Lokalredaktion in Greifswald ansässig,[44] Montag bis Samstag erscheint eine lokale Ausgabe. Die amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Greifswald werden im Greifswalder Stadtblatt bekanntgegeben. Neben der Printausgabe ist das Stadtblatt seit 2007 auch auf der offiziellen Internetseite der Stadt Greifswald abrufbar.[45]

Der Norddeutsche Rundfunk betreibt in Greifswald[46] eins von vier Regionalstudios im Land MV, welches u. a. Informationen und Produktionen aus dem Sendebereich Vorpommern liefert.

Zudem gibt es einige studentische Medien.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Straße (Haupteinkaufsstraße)

Greifswald profitiert touristisch davon, dass die nahen Inseln Usedom und Rügen zu den beliebtesten Ferienregionen Deutschlands gehören. Zudem sind drei der 14 deutschen Nationalparks innerhalb einer Stunde von Greifswald aus erreichbar. Die Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten, das Kultur- und Kneipenleben der Universitätsstadt und verschiedene Kultureinrichtungen wie der Museumshafen, das Caspar-David-Friedrich-Zentrum, das Theater Vorpommern, das Cinestar-Kino und das Pommersche Landesmuseum locken auch zahlreiche Tagesgäste sowie Urlauber von den nahegelegenen Inseln Rügen und Usedom nach Greifswald.

Mit dem im Dezember 2008 eröffneten Caspar-David-Friedrich-Bildweg bietet die Stadt einen 1,5 km langen innerstädtischen Rundweg mit 15 Stationen an. Ein längerer Weg von 18 km führt darüber hinaus bis vor die Stadt, von wo aus der Künstler seine Stadt des Öfteren gemalt hat.[47]

Die Stadt ist als Wissenschafts- und Forschungsstandort auch ein wichtiger Tagungsort für den Tourismus im MICE-Sektor. Konferenzen finden etwa in der Universität und seinen Instituten, im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg und im Veranstaltungs- und Kongresszentrum der Stadthalle statt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorplatz und Leuchtfeuer am Nordufer der Hafeneinfahrt im Greifswalder Ortsteil Wieck, wo der Ryck in den Greifswalder Bodden fließt.

Wird die Nutzung des Fahrrads für Alltagswege als Beurteilungsmaßstab zugrunde gelegt, so ist Greifswald noch vor Münster die Fahrradhauptstadt Deutschlands, da 44 Prozent der Bevölkerung das Fahrrad für ihre Alltagswege benutzen.[48]

Greifswald hat den (nicht offiziell so bezeichneten) Hauptbahnhof und einen Südbahnhof, welche beide an die Strecke Stralsund–Berlin angeschlossen sind. Daher gibt es Zugverbindungen in die Ballungsräume Hamburg (über Stralsund, Rostock und Schwerin) sowie Berlin. Seit Dezember 2008 gibt es unter der Woche eine tägliche IC-Verbindung über Hamburg und das Ruhrgebiet nach Stuttgart.[49] Eine direkte ICE-Verbindung nach München besteht seit dem 27. März 2011, die bayerische Landeshauptstadt kann seither in 8,5 Stunden ohne Umstieg erreicht werden. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) verbindet Greifswald mit den Seebädern auf der Insel Usedom. Seit 20. September 2008 fährt die Usedomer Bäderbahn grenzüberschreitend bis in die auf der Insel Usedom gelegene polnische Stadt Swinemünde (Świnoujście). Die Insel Rügen ist ebenfalls per Zug von Greifswald aus (über Stralsund) erreichbar. Bis 1999 existierte zudem eine Verbindung nach Lubmin, die bis zur Wende vor allem von Angestellten des Kernkraftwerks genutzt wurde. Diese Bahnstrecke wird heute noch bedarfsweise für den Güterverkehr benutzt. Ferner existiert, nach seiner Sperrung 2002, ab Januar 2014 auch wieder ein Güterverkehrsanschlussgleis vom Greifswalder Hauptbahnhof über den Museumshafen bis hin zum städtischen Seehafen Greifswald-Ladebow. Es bestehen auch Überlegungen, einen Ausflugsverkehr (z. B. zum alljährlichen Fischerfest im Ortsteil Wiek) einzurichten. Seit 1897 besaß der Ort auch einen Eisenbahnanschluss der Greifswald–Jarmener Kleinbahn (GJK) und seit 1898 der Kleinbahn-Gesellschaft Greifswald-Wolgast. Die Strecken wurde 1945 stillgelegt und die Gleisanlagen als Reparationsleistungen demontiert. Bis 1945 (Reparationsleistung an die UdSSR; Reststrecke Tessin-Sanitz-Rostock) gab es eine (private) normalspurige Eisenbahnverbindung Greifswald-Grimmen-Tribsees-Bad Sülze-Tessin-Sanitz-Rostock (Greifswald-Grimmener Eisenbahn 1896–1945). Südwestlich von Greifswald verläuft die A 20 mit der Anschlussstelle Greifswald, durch die Greifswald ebenfalls per Auto gut an Hamburg und Berlin angeschlossen ist. Durch die Stadt führen die Bundesstraßen 105 und 109. Von Greifswald aus kommt man mit dem Auto in etwa 25 Minuten zu der Insel Usedom und in einer halben Stunde zur Insel Rügen. Greifswald ist auch durch Fernbuslinien, zu erreichen. Diese halten am Greifswalder ZOB.

Greifswald liegt an der schiffbaren Mündung des Flusses Ryck in die Ostsee und besitzt einen Seehafen. Das zwischen den größten deutschen Inseln Rügen und Usedom gelegene Segelrevier im und um den Greifswalder Bodden ist eines der beliebtesten und schönsten Segelreviere Deutschlands, wodurch auch der Segelstandort Greifswald gestärkt wird. Somit gibt es neben dem Seehafen auch verschiedene Yachthäfen und Bootsanlegeplätze entlang des Rycks. In dem in der Innenstadt gelegenen Museumshafen Greifswald liegen etwa 40 Traditionsschiffe, neben einer Reihe von Segel- und Arbeitsschiffen auch ein heute als Restaurant genutzter ehemaliger Eisbrecher.

Wasserversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Trinkwasserbedarf Greifswalds wird durch die Brunnenanlagen der Wasserwerke Groß Schönwalde und Hohenmühl bei Hinrichshagen (und früher zudem aus Levenhagen) gedeckt; für die ebenfalls zu Greifswald gehörende Insel Riems kommt das Trinkwasser aus Tremt.[50] Die Versorgung Greifswalds erfolgt zu 100 % durch die Wasserwerke Greifswald GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Greifswald GmbH. Sie fördert pro Jahr rund 3,4 Millionen m³ Trinkwasser.[51]

Noch Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Wasserbedarf hauptsächlich durch Wasser aus oberirdischen Gewässer gedeckt: In einem Plan von 1704 über die Wasserversorgung sind 51 öffentliche Brunnen eingezeichnet, die ihr Wasser zumeist mit Pumpen ungefiltert aus dem Ryck und aus dem Stadtgraben bezogen. Nur sechs Brunnen speisten sich allein aus Grundwasser.[52] Letztere hatten jedoch den Nachteil, dass bei hohem Wasserstand des Ryck auch ihr Wasser brackig schmeckte.[53] Von der Möglichkeit, sich mit gutem Wasser aus einer 4 Kilometer südöstlich Greifswalds gelegenen Quelle in Koitenhagen zu versorgen, konnten nur Begüterte Gebrauch machen.[53]

Das erste städtische Wasserwerk zur Versorgung Greifswalds entstand 1887/88 in Diedrichshagen. 1906 wurde eine weitere Wasserfassung im Koitenhäger Gelände fertiggestellt. Um 1914 entstand dann das Wasserwerk Groß-Schönwalde, dessen Gebäude heute unter Denkmalschutz steht. Anfangs nur zur Versorgung der Kasernen entstand in den 1930er Jahren das Wasserwerk Hohenmühl. Das Wasserwerk in Levenhagen schließlich wurde in den 1970er Jahren gebaut.[54]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greifswald ist u. a. Sitz des Landesverfassungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universität Greifswald und außeruniversitäre Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

In der Universität sowie den mit ihr kooperierenden Einrichtungen finden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen statt, wie z. B. Vortragsreihen und Vorlesungen. Die Stadt Greifswald ist außerdem „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[55]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium
  • Gymnasien
    • Das traditionsreichste Gymnasium der Stadt ist das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium, gegründet 1561 als schola senatoria und damit eine der ältesten deutschen Schulen.
    • Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
    • Das Abendgymnasium Wolfgang Koeppen.
    • Das Fachgymnasium
    • Schulen in freier Trägerschaft, die gymnasiale Bildung anbieten: das Ostseegymnasium Greifswald, die Waldorfschule Greifswald und das Evangelische Schulzentrum Martinschule.
  • Weitere kommunale Schulen
    • fünf Grundschulen,
    • zwei Regionalschulen,
    • eine Integrierte Gesamtschule,
    • eine Förderschule und
    • mehrere Berufsschulen.[56]
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald und Greifswald betreiben eine Volkshochschule, eine Musikschule sowie Kunstwerkstätten.

Kirchen und Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dom St. Nikolai (um 1263) ist die größte Kirche der Stadt, Gründungsort der Universität und Predigtkirche des Bischofs der PEK.
St. Marien vom Markt gesehen

Die evangelischen Kirchgemeinden der Stadt gehören zum Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Sie unterhält hier neben den drei historischen Kirchen St. Jacobi, St. Marien und dem Dom St. Nikolai in der Innenstadt vier weitere Kirchen in den Stadtteilen Nördliche Mühlenvorstadt (Johanneskirche), Schönwalde II (Christuskirche), Stadtrandsiedlung und Wieck.[57] Vor der Fusion zur Nordkirche von 2012 war Greifswald Bischofssitz der Pommerschen Evangelischen Kirche, die mit der Reform als Kirchenkreis in der neuen Struktur aufging. Die Theologische Fakultät der Universität Greifswald ist eine evangelische Fakultät; sie steht mit der Nordkirche in Verbindung.
Als freies Werk innerhalb der Evangelischen Landeskirche arbeitet die Landeskirchliche Gemeinschaft in Greifswald.[58]

Evangelischer Freikirchen wie die Adventistengemeinde,[59] eine Brüdergemeinde,[60] eine Pfingstgemeinde,[61] eine Mennonitische Brüdergemeinde und eine Baptistengemeinde ansässig.[62] Weiterhin gibt es eine Gemeinde der altkonfessionellen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Eine neuapostolische Gemeinde gibt es seit 1916.

Die katholische Propsteigemeinde St. Joseph in der Innenstadt gehört zum Dekanat Vorpommern im Erzbistum Berlin.

Islam: Das islamisches Kulturzentrum betreibt seit den 1990er Jahren eine Moschee in Räumen der Universität im Stadtteil Schönwalde II. Sie soll etwa 400 Muslime in Greifswald betreuen.[63] Dem Gründungsimam Abdulrahman Al-Makhadi wurden islamistische Positionen angelastet.[64] So soll er zur Radikalisierung eines Beteiligten der Anschläge vom 11. September 2001 beigetragen und die Verbindung zur Hamburger Terrorzelle hergestellt haben.[65] Über die heutige Ausrichtung der Moschee ist wenig bekannt; sie war jedoch 2009 Gastgeber für eine Veranstaltung des umstrittenen salafistischen Predigers Pierre Vogel.[66]

Jüdische Gemeinde: Seit dem 18. Jahrhundert bis um 1940 gab es in Greifswald eine jüdische Gemeinde und den Jüdischen Friedhof. Es gibt aber außer den Stolpersteinen kein Zeugnis des Judentums mehr in der Stadt. Die nächsten jüdischen Gemeinden befinden sich aktuell in Rostock und Schwerin[67] sowie in Berlin.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksstadion Greifswald

Aktuelle Vereine sind der HFC Greifswald 92 (ehemals Greifswalder Hengste), der Greifswalder SV Puls 1970, der FSV Blau-Weiß-Greifswald, der SV Fichte Greifswald und die HSG Uni Greifswald.
Der größte Verein der Stadt, der Greifswalder FC, entstand 2015 aus dem Zusammenschluss des Greifswalder SV 04 mit dem 2010 gegründeten FC Pommern Greifswald. Die Vorgängervereine beziehungsweise im Greifswalder SV 04 aufgegangene Vereine sind der Greifswalder SC, der ESV/Empor Greifswald, Einheit Greifswald und die BSG KKW Greifswald. Darüber hinaus wurde 2011 die Fußballabteilung des GRC Hilda Greifswald aufgenommen.

Der Greifswalder FC, spielt aktuell in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (Stand: September 2015) und trägt seine Heimspiele im Greifswalder Volksstadion aus. Die anderen Vereine der Stadt besitzen eigene Spielstätten oder nutzen die Nebenplätze des Volksstadions.

Wassersport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Segelschiff Greif in Wieck
Holzteichquartier mit Yachtzentrum Greifswald

Wegen der Lage am Fluss Ryck und am Greifswalder Bodden hat Greifswald eine lange Tradition der Wassersportarten wie Segeln, Rudern, Schwimmen, Surfen und Beachvolleyball.

In und um Greifswald wurde schon früh gesegelt, zumeist mit Booten der Fischer auf dem Bodden. Jedoch entstanden erst spät eigene Segelvereine. 1902 wurde der erste Segelclub gegründet, nachdem es zu mehreren Unglücken gekommen war. Seit 1908 existiert der Akademische Seglerverein zu Greifswald, welcher damit der erste Akademische Seglerverein an einer Universität war. Bis heute bietet der ASV Studenten und Mitarbeitern der Universität, aber auch der Allgemeinheit, eine Heimat. Der Greifswalder Yachtclub (GYC)[68] wurde 1926 durch Bürger der Stadt gegründet, weil der ASV allen Nichtakademikern die Aufnahme verweigerte. Der dritte größere Segelverein ist der Yachtclub Wieck (YCW).[69] Alle drei Greifswalder Segelvereine betreiben eine gemeinsame Jugendausbildung mit dem Riemser Segelverein, deren Mitglieder in den letzten Jahren mehrfach in verschiedenen Bootsklassen Deutsche Meistertitel gewinnen konnten. 2007 gründeten sieben Studenten den Studentischen Regatta Verein. Die Sportboothäfen befinden sich in den Stadtteilen Wieck und Eldena; in Zentrumsnähe gibt es verschiedene Liegeplätze wie das Holzteichquartier.

Am 22. Juni 1892 gründete der Greifswalder Kaufmann Cohn den Kaufmännischen Ruderclub Hilda der in den 1970er Jahren mehrere Olympiasieger und Weltmeister hatte. Der Verein besitzt ein eigenes Vereinsheim gegenüber der Altstadt am alten Greifswalder Hafen.

Neben dem Segel-, Ruder- und Kanusport auf dem Ryck und daran anschließenden Gewässern sind auch Kitesurfen und Surfen auf dem Greifswalder Bodden und der Ostsee sehr beliebte Sportarten. Deutsche Meister, Vizemeister etc. kann auch der Seesportclub Greifswald aufweisen.

Schwimmsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Schwimmer gibt es in Greifswald seit 1998 ein von den Stadtwerken betriebenes Freizeithallenbad mit Sport- und Freizeitbecken. Im Stadtteil Eldena befindet sich ein Strandbad an der Dänischen Wiek mit Sandstrand und Strandbar. Hier war 2006 der Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Beachvolleyball, Veranstalter war der ESV Turbine Greifswald. Seit 1921 gibt es das Dauerschwimmen der Querung der Dänischen Wieck über 2600 m, das heute als „Boddenschwimmen“ bekannt ist.

Weitere Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Treidelpfad zwischen Greifswald und Wieck ist beliebt bei Joggern, Wanderern und Radfahrern

In Greifswald und Umgebung gibt es einen Golfplatz, mehrere Tennisanlagen, verschiedene Fitness- und Wellnesscenter. Im Boxen ist unter anderem der Greifswalder IBF-Weltmeister im Mittelgewicht Sebastian Sylvester bekannt. Viele Sportvereine und der Hochschulsport der Universität bieten alle gängigen Sportarten an.

Greifswald beherbergt das Landesleistungszentrum des Verbandes für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern und ist damit bundesweit einer der Vorreiter im Behindertensport vor allem im Schwimmen, Tischtennis, Rollstuhltanz und Rollstuhlrugby. Greifswalder Paralympicsteilnehmer wie der Rollstuhlsportler Karl-Christian Bahls (Goldmedaille im Bogenschießen – Barcelona 1992) und die blinde Schwimmerin Natalie Ball (3 Silber, 1 Bronze – Athen 2004) sind Vorbilder für behinderte Aktive. Im Hanse-Schwimmclub Greifswald trainierten außerdem der Nationalschwimmer Sven Lodziewski und die Weltmeisterin im Rettungsschwimmen Alexandra Berlin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die am Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch:

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greifswald
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
40
 
2
-3
 
 
30
 
2
-3
 
 
39
 
7
0
 
 
39
 
11
3
 
 
49
 
17
8
 
 
59
 
20
11
 
 
63
 
21
13
 
 
54
 
22
13
 
 
53
 
18
10
 
 
43
 
13
7
 
 
51
 
7
3
 
 
47
 
4
-1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Greifswald
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,8 2,3 6,5 11,1 16,8 19,7 21,4 21,5 17,5 13,1 7,1 3,7 Ø 11,9
Min. Temperatur (°C) -2,9 -2,8 0,4 2,9 7,5 10,9 12,7 12,6 9,9 6,6 2,5 -0,5 Ø 5
Niederschlag (mm) 40 30 39 39 49 59 63 54 53 43 51 47 Σ 567
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,2 3,9 5,6 8,0 8,0 7,7 7,4 5,3 3,5 1,7 1,3 Ø 4,7
Regentage (d) 10 8 10 8 8 8 10 9 9 9 11 11 Σ 111
Wassertemperatur (°C) 3 2 3 5 9 13 17 17 15 12 8 5 Ø 9,1
Luftfeuchtigkeit (%) 86 83 79 75 74 77 76 76 80 82 85 87 Ø 80
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,8
-2,9
2,3
-2,8
6,5
0,4
11,1
2,9
16,8
7,5
19,7
10,9
21,4
12,7
21,5
12,6
17,5
9,9
13,1
6,6
7,1
2,5
3,7
-0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
40
30
39
39
49
59
63
54
53
43
51
47
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Georg von Schwarz: Diplomatische Geschichte der Pommersch-Rügischen Städte Schwedischer Hoheit. Kapitel: Historischer Bericht vom Ursprung der Stadt Greifswald. Hieronymus Johann Struck, Greifswald 1755, S. 94f. (Google bücher).
  • Otto Fock: Rügensch-Pommersche Geschichten aus sieben Jahrhunderten. II: Stralsund und Greifswald im Jahrhundert der Gründung. Leipzig 1862. (online)
  • Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Sändig Reprint Verlag, Vaduz 1996, ISBN 3-253-02734-1, S. 434–502. (unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1865) (online)
  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürsthentums Rügen. IV. Theil, Band I, Anklam/ Berlin 1866.
  • Greifswald und seine Umgebung (= Werte der deutschen Heimat. Band 14). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1968.
  • Edeltraud Dufke, Heinz Karstädt, Lutz Mohr: Greifswald maritim: Schiffahrt, Schiffbau und Fischerei in Vergangenheit und Gegenwart. Ein Überblick. (= Neue Greifswalder Museumshefte, Nr. 10/1981).
  • Lutz Mohr: Seestadt am Ryck: Streifzug durch die maritime Geschichte Greifswalds. In: Jahrbuch der Schiffahrt. Transpress Verlag, Berlin 1983, S. 141–149.
  • Dieter Strobel, Lutz Mohr: 30 Jahre volkseigener Schiffbau und 25 Jahre volkseigener Hafen in Greifswald. In: Seewirtschaft der DDR. Jg. 15, Heft 12, Berlin 1983.
  • Franz Scherer, Hans-Georg Wenghöfer: Vom Festungswall zur Promenade. In: Rat der Stadt Greifswald (Greifswald-Information, Hrsg.), Greifswald 1989.
  • Horst Wernicke: Greifswald – so wie es war. Droste, Düsseldorf 1995, ISBN 3-7700-1015-9.
  • Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald; Geschichte einer Stadt. Thomas Helms Verlag Schwerin 2000, ISBN 3-931185-56-7.
  • Uwe Kiel, Fritz Lewandowski: Greifswald. Geschichte der Universitäts- und Hansestadt in Daten. 2. Auflage. Greifswald 2006, ISBN 3-9810677-1-1.
  • Hans Georg Thümmel: Greifswald – Geschichte und Geschichten. Die Stadt, ihre Kirchen und ihre Universität. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011, ISBN 978-3-506-76720-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Euroregion > Grundlagen. In: www.pomerania.net. Archiviert vom Original am 17. November 2015, abgerufen am 7. Juni 2016.
  3. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011)
  4. Lesefassung – Hauptsatzung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Stadt Greifswald, 6. Oktober 2015, S. 17 §20, abgerufen am 7. Juni 2016 (PDF; 102 kB).
  5. a b c d Günter Mangelsdorf: Zur Ur- und Frühgeschichte des Greifswalder Gebietes, zu den Anfängen des Klosters Eldena und der Stadt Greifswald im 12./13. Jahrhundert. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte einer Stadt. Schwerin 2000, S. 27.
  6. a b Teodolius Witkowski: Die Ortsnamen des Kreises Greifswald, Weimar 1978, S. 65.
  7. Teodolius Witkowski: Die Ortsnamen des Kreises Greifswald. Weimar 1978, S. 64.
  8. Günter Mangelsdorf: Zur Ur- und Frühgeschichte des Greifswalder Gebietes, zu den Anfängen des Klosters Eldena und der Stadt Greifswald im 12./13. Jahrhundert. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte einer Stadt, Schwerin 2000, S. 27; Teodolius Witkowski: Die Ortsnamen des Kreises Greifswald. Weimar 1978, S. 65; ferner Dietrich Rahn: Die Orts- und Flurnamen des Stadt- und Landkreises Greifswald. Ihre Entstehung und ihre Bedeutung für die Pommersche Heimatkunde. zugleich Dissertation, Universität Greifswald 1923, S. 22 f.
  9. a b c Franz Scherer, in: Rat der Stadt Greifswald – Greifswald-Information (Hrsg.): Vom Festungswall zur Promenade. Greifswald 1989, S. 5.
  10. Horst Wernicke: Greifswald – so wie es war, Droste 1995, S. 5; Günter Mangelsdorf: Zur Ur- und Frühgeschichte des Greifswalder Gebietes, zu den Anfängen des Klosters Eldena und der Stadt Greifswald im 12./13. Jahrhundert. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte einer Stadt. Schwerin 2000, S. 26.
  11. Norbert Buske: Hinweise auf die Kirchengeschichte Greifswalds von der Gründung der Stadt bis in die Zeit der beiden Weltkriege. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte der Stadt. Schwerin 2000, S. 164.
  12. Detlef Kattinger: Die Stadtentwicklung vom Ende des 13. Jahrhunderts bis 1500. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte einer Stadt. Schwerin 2000, S. 51.
  13. Detlef Kattinger: Die Stadtentwicklung vom Ende des 13. Jahrhunderts bis 1500. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte der Stadt. Schwerin 2000, S. 37 f.; Thomas Brück: Die Greifswalder Schiffahrt im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit (1250 bis 1774). In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte der Stadt. Schwerin 2000, S. 235 und 241.
  14. Franz Scherer, in: Rat der Stadt Greifswald – Greifswald-Information (Hrsg.): Vom Festungswall zur Promenade. Greifswald 1989, S. 15.
  15. Norbert Buske: Pommern – Territorialstaat und Landesteil von Preußen: ein Überblick über die politische Entwicklung. Thomas Helms, Schwerin 1997, ISBN 3-931185-07-9, S. 55 f.
  16. Horst Wernicke: Greifswald – so wie es war. Droste 1995, S. 19 f.
  17. E. Wendt & Co. (Hrsg.): Übersicht der Preußischen Handelsmarine. Stettin Januar 1848, S. 10 f. (online [abgerufen am 4. Juni 2015]).
  18. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürsthentums Rügen. IV. Theil, Band I, Anklam-Berlin 1866, S. 231 ff.
  19. Julia Männchen: Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Greifswald. In: Zeitgeschichte regional 5/1 (2001), S. 8–12.
  20. Erik Riebe: Soziale und medizinhistorische Aspekte der Moulagen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald unter besonderer Berücksichtigung des Faches Haut- und Geschlechtskrankheiten. Inaugural-Dissertation, Universität Greifswald, 2005, S. 10 (Digitalisat; PDF; 4,4 MB).
  21. Greifswalder Bahnhof. In: www.der-greifswalder.de. Abgerufen am 8. Juni 2016.
  22. Das „Schlachten“ einer historischen Altstadt. Fotograf Robert Conrad dokumentiert Greifswalds Baupolitik (dapd). Thüringische Landeszeitung, 6. Oktober 2012.
  23. Neuer Oberbürgermeister für Greifswald steht erst im Herbst fest. Hansestadt Greifswald, 2. Juli 2015, abgerufen am 25. Juli 2015.
  24. Greifswald: Entscheidung über OB-Wahl vertagt. NDR.de, 30. Juni 2015, abgerufen am 25. Juli 2015.
  25. Greifswald: Grünen-Politiker wird neuer Oberbürgermeister. ostseezeitung.de, 28. September 2015, abgerufen am 28. September 2015.
  26. Fassbinder als Greifswalder OB im Amt. Norddeutscher Rundfunk, 30. Oktober 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  27. Universität Greifswald
  28. GfK-Studie
  29. Zeige Studie: Greifswald ist Deutschlands 'jüngste Stadt'
  30. Liste Greifswalder Partnerstädte
  31. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1 (Norddeutschland), Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 67–74 zu den vier medizinischen Sammlungen, ISBN 978-3-7776-2510-2.
  32. casablanca-greifswald.de
  33. museumswerft-greifswald.de
  34. Botanischer Garten und Arboretum
  35. Tierpark Greifswald
  36. Universitätsbesitz
  37. Fischerfest Gaffelrigg: Das maritime Wochenende in Greifswald-Wieck und im Museumshafen auf greifswald.de, abgerufen am 14. Januar 2014.
  38. Drachenbootsport, Greifen-Drachen
  39. Steine des Anstoßes – Galerie Greifswald
  40. Greifswalder Stolpersteine wurden neu verlegt
  41. mecklenburg-vorpommern.eu
  42. Tobias Koch: Prognos Zukunftsatlas 2007. Sonderauswertung der Ergebnisse für die Universitäts-und Hansestadt Greifswald. Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern 2007 (Digitalisat; PDF; 2,6 MB)
  43. Hamburger Abendblatt vom 9. Mai 2009
  44. Ostsee-Zeitung, Kontaktdaten Verlagshaus Greifswald
  45. Greifswalder Stadtblatt online
  46. NDR, Vorpommernstudio Greifswald
  47. Bildweg mit Stationen
  48. Greifswald ist Fahrradhauptstadt Deutschlands. Website der Stadt Greifswald, abgerufen am 28. Dezember 2013.
  49. Ostsee-Zeitung vom 2. August 2008.
  50. Stadtwerke Greifswald
  51. Stadtwerke Greifswald
  52. Der Plan mit Kommentar ist abgedruckt in: Horst Wernicke: Greifswald – so wie es war. Droste 1995, S. 14.
  53. a b Rudolf Biederstedt: Von der Reformation bis zum Verlust der Selbständigkeit. In: Horst Wernicke (Hrsg.): Greifswald. Geschichte der Stadt. Schwerin 2000, S. 68.
  54. Festschrift zum 10-jährigen Bestehen der Stadtwerke Greifswald, Greifswald 2002, S. 12.
  55. Siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder unter Liste „Korporativ Fördernde Mitglieder“ (Memento vom 14. Januar 2011 im Internet Archive)
  56. www.greifswald.de Schulen der Stadt Greifswald
  57. Nordkirche in Mecklenburg-Vorpommern
  58. Konfessionelle und strukturelle Einordnung der LKG Greifswald
  59. Adventgemeinde Greifswald
  60. Freikirchliche Evangelische Gemeinde Greifswald
  61. Glaubenszentrum Elim Greifswald
  62. Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Greifswald
  63. Daniel Focke: Muslime in Greifswald. webmoritz.de (16. November 2010). Zugegriffen am 4. März 2011.
  64. Thomas Berndt, Stefan Buchen, Christoph Mestmacher: Hamburger Todespiloten – Neue Spuren, neue Namen. Fernsehmagazin Panorama (10. Januar 2002). Zugegriffen am 4. März 2011.
  65. Gerhard Piper: Al-Qaida und ihr Umfeld in Deutschland – Who’s Who? (PDF; 1,3 MB) BITS, Berlin 2008. Zugegriffen am 4. März 2011.
  66. Pierre Vogel: Der Sinn des Lebens. Vortrag beim islamischen Kulturzentrum Greifswald e. V.
  67. Landesportal MV: Kirchen und Konfessionen
  68. Greifswalder Yachtclub e. V.
  69. Yachtclub Wieck e. V.