Mercedes-Benz CL 203

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Mercedes-Benz
C 230 Kompressor Sportcoupé (2000–2004)

C 230 Kompressor Sportcoupé (2000–2004)

CL 203
Verkaufsbezeichnung: C-Klasse Sportcoupé,
CLC-Klasse
Produktionszeitraum: 10/2000–02/2011
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
1,6–3,5 Liter
(90–260 kW)
Dieselmotoren:
2,1–3,0 Liter
(90–170 kW)
Länge: 4343–4448 mm
Breite: 1728 mm
Höhe: 1405 mm
Radstand: 2715 mm
Leergewicht: 1465–1550 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Mercedes-Benz C 204

Der Mercedes-Benz CL 203[1] ist ein Sportcoupé von Mercedes-Benz, das zwischen Herbst 2000 und Anfang 2011 gebaut wurde. Bis zu einer großen Überarbeitung im Frühjahr 2008 wurde das Fahrzeug als C-Klasse Sportcoupé verkauft, danach wurde es in CLC-Klasse umbenannt. Als Basis diente dem CL 203 die Baureihe 203.

Produziert wurde das Sportcoupé im Werk Sindelfingen. Anfang 2007 wurde die Herstellung in das brasilianische Werk Juiz de Fora verlegt.[2] Mercedes hat diesen Wagen entwickelt, um dem 3er Compact von BMW Konkurrenz zu bieten.

Anfang Februar 2011 lief die Produktion des noch auf der Baureihe 203 basierenden CLC aus und das Modell wurde durch das Coupé (intern C 204 genannt) auf Basis der nachfolgenden C-Klasse der Baureihe 204 ersetzt.[3] Bis zum Produktionsende wurden vom CL 203 etwa 370.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert.[4]

Entwicklung[Bearbeiten]

Ab November 2000 wurde das C-Klasse-Sportcoupé mit fünf Motoren, davon vier Benzinern und einem Diesel, angeboten. Anfangs noch wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses kritisiert, erfreute es sich später umso größerer Beliebtheit. Das Design ist Coupé-typisch geraten. An der Front ähnlich zur Limousine, steigt die Seitenlinie steil an und endet in einem hohen Heck, das durch einen Spoiler die Rundumsicht noch zusätzlich einschränkt; der Kofferraum fasst 310 Liter. Das Cockpit ist bis auf die Verkleidung des Kombiinstruments nahezu identisch zur Limousine. Der Einstiegspreis lag zur Markteinführung bei 24.128 Euro (inkl. 16 % Mehrwertsteuer) für den C 180.

Heckansicht

Mitte 2002 wurde der 2,0 Liter Motor des C 180 Sportcoupé durch einen 1,8 Liter ersetzt, dieser mit Kompressor aufgeladene Motor leistet jetzt 105 kW (143 PS). Auch der im C 200 eingesetzte Kompressormotor wurde leicht optimiert. Der C 230 Kompressor erhielt einen leistungsoptimierten 1,8-l-Kompressormotor mit 141 kW (192 PS). Der Einstiegspreis stieg auf 24.882 Euro (inkl. 16 % Mehrwertsteuer) für den C 180 Kompressor.

Im Frühjahr 2003 fing Mercedes an, den bereits aus der C- und CLK-Klasse bekannten 200 CGI auch in das Sportcoupé einzubauen. Dabei handelte es sich um einen Benzindirekteinspritzer auf Basis der 1,8-l-Kompressormotoren mit 125 kW (170 PS). Im selben Jahr wurden vom CL 203 zwei Versionen des Haustuners AMG vorgestellt: der C 30 CDI AMG und der C 32 AMG. Der Einzug des 200 CDI im Sportcoupé erfolgte ebenfalls 2003.

Erste Modellpflege[Bearbeiten]

Das Sportcoupé wurde im gleichen Maße wie Limousine und T-Modell überarbeitet und stand ab 24. April 2004 beim Händler.

Dabei wurde die Karosserie, der Innenraum und die Technik verfeinert. An der Front erkennt man das verbesserte Modell an neugestalteten Stoßfängern mit markantem unteren Lufteinlass, der Kühlermaske mit drei Lamellen sowie an den mit Klarglas abgedeckten Scheinwerfern. Am Heck wurden nur die Leuchten leicht umgestaltet. Die Spur ist verbreitert; die Lenkung, das Schaltgetriebe und das Fahrwerk wurden überarbeitet. Ziel war es, das Fahrverhalten ohne Einbußen beim Komfort zu verbessern.

Das Cockpit wurde vollständig überarbeitet, da es neu entworfen wurde und dadurch frischer wirkte. Zudem erhielt das Sportcoupé ein neues Dreispeichenlenkrad mit silbernen Bedientasten. Abgerundet wurden die Modellpflegemaßnahmen durch neue Sicherheits- und Komfortextras. Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie neue Audio-Anlagen mit integriertem Navigationssystem und als Topversion ein DVD-gestütztes „Comand-System“ mit extra großem Farbbildschirm waren ab sofort erhältlich. Der Einstiegspreis stieg nunmehr auf 26.042 Euro (inkl. 16 % Mehrwertsteuer) für den C 180 Kompressor. Mit der Einführung des C 160 im März 2005 konnte dieser auf 24.708 Euro (inkl. 16 % Mehrwertsteuer) gesenkt werden. Parallel zur Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent stiegen auch die Preise weiter an. So lag der Einstiegspreis Anfang 2007 bei 25.585 Euro für den C 160.

Mit der Modellpflege hielten im Sportcoupé auch neue Motoren Einzug. So wurde der C 160 Kompressor mit 90 kW (122 PS) als neues Basismodell eingeführt, wobei der C 200 CGI, der C 30 CDI AMG und der C 32 AMG wegen schlechter Verkaufszahlen entfielen. Des Weiteren arbeitete beim C 230 einen 2,5-l-Sechszylinder ohne Kompressor mit 150 kW (204 PS) unter der Haube. Der 3,2-l-Motor des C 320 mit 160 kW (218 PS) wurde wie bei allen Mercedes-Modellen durch den deutlich stärkeren 3,5-l-Motor mit 200 kW (272 PS) ersetzt. Auch der C 220 CDI erhielt einen leichten Leistungszuwachs auf nun 110 kW (150 PS). Alle Motoren wurden an ein 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt.

Auf Wunsch wurden zwei Sportpakete angeboten: Die Sportpakete EVOLUTION und EVOLUTION AMG. Das Paket EVOLUTION ließ sich durch einen Kühlergrill mit perforierten Lamellen und durch eine vergrößerte Auspuff-Endrohrblende erkennen. Abgerundet wurde es im Exterieur durch Leichtmetallräder im 7-Speichen-Design. Im Innenraum enthielt das Paket EVOLUTION ein 3-Speichen-Multifunktions-Lederlenkrad, Aluminium-Zierteile, einen Lederschalthebel sowie eine Pedalanlage aus Aluminium. Außerdem beinhaltete es eine Tieferlegung des Fahrwerks um vorn 15 mm und hinten 5 mm. Das Sportpaket EVOLUTION AMG, das das Sportpaket EVOLUTION ebenso beinhaltete, hob sich durch eine neue Front- und Heckschürze von AMG und durch AMG Leichtmetallräder noch deutlicher ab.

Zweite Modellpflege und neuer Name[Bearbeiten]

Am 17. Mai 2008[5] kam das überarbeitete Sportcoupé auf den Markt, das fortan als CLC-Klasse verkauft wurde.

Der Frontbereich der Karosserie wurde an das Erscheinungsbild der aktuellen C-Klasse angepasst, das Heck umgestaltet und der Innenraum geringfügig verändert. Die Grundform der Karosserie und das Cockpit blieben unangetastet. Im Innenraum gab es einige neue Details wie die stärker konturierten Sportsitze, großzügige Verwendung von Zierteilen aus gebürstetem Aluminium, ein neues Sportlenkrad sowie eine neue Generation von Infotainment-Systemen. Für die Navigationsinformationen kamen nun ein großer Farbmonitor sowie ein DVD- oder Festplattenlaufwerk und für iPod, USB-Stick oder SD-Karte mit neuer Schnittstelle, mit der externe Musikplayer angeschlossen werden können, zum Einsatz.

Bis auf den CLC 200 Kompressor, der nun 135 kW (184 PS) leistete, präsentierten sich die übrigen Motoren unverändert. Nach wie vor standen ab Mai 2008 sechs Motoren zur Auswahl, darunter vier Benziner (105 kW–200 kW) sowie zwei Diesel (90 kW–110 kW). Daimler hatte diese im Detail optimiert und den Verbrauch um bis zu elf Prozent gesenkt.

2009 wurde der CLC 230 in CLC 250 umbenannt und durch einen neuen Einstiegsbenziner mit 95  kW ergänzt. Ab Frühjahr 2010 wurden die Dieselvarianten nicht mehr angeboten, so dass die Motorenpalette bis Ende 2010 auf fünf Ottomotoren, deren Leistungsspanne zwischen 95 kW und 200 kW liegt, schrumpfte. Der Einstiegspreis zur Einführung des CLC lag bei 28.113,75 Euro (inkl. 19 % Mehrwertsteuer) für den CLC 180 Kompressor, bis Ende 2010 konnte dieser mithilfe des CLC 160 BlueEFFICIENCY auf 26.894 Euro (inkl. 19 % Mehrwertsteuer) gesenkt werden.

Ab der zweiten Januarwoche 2011 war der CLC nicht mehr als Neuwagen bestellbar, da bereits Anfang Februar der letzte Neuwagen vom Band rollte.

Das Sport-Paket[Bearbeiten]

Dieses ist in gewisser Hinsicht auch ein Ersatz für die Ausstattungslinien der Limousine und des T-Modells. In denen es 3 sogenannte Lines gibt. Als Option gibt es für den CLC ein umfangreiches Sport-Paket. Dieses enthält unter anderem:

  • neue Direktlenkung mit variabler Lenkübersetzung je nach Lenkradeinschlag
  • Sportfahrwerk
  • abgedunkelte Frontscheinwerfer und Heckleuchten
  • dritte Bremsleuchte in Rauchglasoptik
  • Kühlergrill mit schwarzen Lamellen und Chromauflage
  • 18"-Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichendesign
  • Sportluftfilter
  • Zierteile in dunkel gebürstetem Aluminium
  • Sportpedale aus Edelstahl mit Gumminoppen
  • Polsterung mit Ledernachbildung Artico, auf Wunsch mit Leder Cognacbraun
  • modifiziertes Kombiinstrument in Zielflaggenoptik, Zeiger in 6-Uhr-Position im Ruhezustand

Das Sondermodell "Special-Edition"[Bearbeiten]

Das Exterieur im Überblick:

  • 17“ Leichtmetall-Felgen
  • Metallic-Lackierung
  • Frontscheinwerfer und Heckleuchten abgedunkelt
  • 3. Bremsleuchte in Rauchglasoptik
  • Kühlergrill mit schwarzen Lamellen
  • Frontschürze mit grauem Lufteinlassgitter
  • Edelstahl-Endrohrblende

Das Interieur im Überblick:

  • 3-Speichen-Ledersportlenkrad mit Multifunktion
  • Innenhimmel in schwarz
  • Sportpedale aus gebürstetem Edelstahl mit Gumminoppen
  • Fußmatten
  • Audio 20
  • PARKTRONIC
  • Sitzheizung vorn
  • Komfort-Paket (Regensensor, elektrisch heranklappbare Außenspiegel, automatische Abblendfunktion für den Außenspiegel auf der Fahrerseite und Reifendruckverlust-Warnung)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interne Werksbezeichnung
  2. Produktionsort
  3. Mercedes-Benz CLC: Aus für den Brasilianer FOCUS Online, 7. Februar 2011
  4. Mercedes-Benz CLC - Aus für den Brasilianer auto.de, 7. Februar 2011
  5. Markstart des CLC

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mercedes-Benz CL 203 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien