Mercedes-Benz T 80

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Mercedes-Benz T 80

Der Mercedes-Benz T 80 wurde gebaut, um einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Landfahrzeuge aufzustellen. Der Prototyp befindet sich heute als Ausstellungsstück im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Rennfahrer Hans Stuck, dessen Stern als Rennfahrer bei Auto Union mit 36 Lebensjahren und angesichts aufkommender Konkurrenz von jungen Rennfahrern wie Bernd Rosemeyer im Sinken war, wandte sich am 13. Oktober 1936 schriftlich an den Vorstand der Daimler-Benz AG:

„Mein Lebenswunsch ist es, der schnellste Mann der Welt zu werden. Ich werde dafür auch jedes Opfer und jede Leistung aufbringen.“

Hans Stuck: einestages[1]

Planung der Rekordfahrten[Bearbeiten]

Es war geplant, dass dieses Fahrzeug 1940 auf einer geraden Autobahnstrecke zwischen Dessau und Halle bis zu 600 km/h erreichen sollte.[2] Als Fahrer war Hans Stuck vorgesehen. Doch der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 verhinderte das Vorhaben.

Konstruktion[Bearbeiten]

Ab 1936 liefen die Vorbereitungen für das 1939 von Ferdinand Porsche gebaute Fahrzeug. Als Antrieb sollte zunächst ein Daimler-Benz-DB-601-Flugmotor[1] dienen, der bereits für die Rekordflugzeue Messerschmitt Me 109 R und Heinkel He 100 V 2 verwendet wurde. Später war ein Daimler-Benz-DB-603-Motor mit 3.000 PS (ca. 2.200 kW) und 44,5 Liter Hubraum vorgesehen, der leistungsgesteigert bis zu 3.500 PS (ca. 2.600 kW) erreichen sollte.[3] Das Auto wog 2896 kg. Die Form der Karosserie wurde beeinflusst durch den Aerodynamiker Baron von Fachsenfeld, zur Reduzierung des Radschlupfes verfügte der Wagen über eine spezielle Einrichtung, die beim Auftreten einer Differenzdrehzahl zwischen Vorder- und Hinterrädern die Kraftstoffzufuhr zum Motor gedrosselt hätte.[4]

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten des T 80[3]
Motor DB 603 RS
Bohrung 162 mm
Hub 180 mm
Hubraum 44.500 cm³
Leistung 3.500 PS (ca. 2.600 kW) bei 3460 min-1
Fahrzeuggewicht 2800 kg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mercedes-Benz T 80 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Das 3000-PS-Projekt. In: einestages. Spiegel Online, 2. September 2009, abgerufen am 24. Mai 2014 (Mit Bildergalerie zum T 80).
  2. Unternehmen Reichsautobahn. Die Reichsautobahn kommt nach Dessau. In: Die Geschichte der Stadt Dessau. Dirk Schröter, abgerufen am 30. Mai 2014 (PDF; 52 kB, Auszug aus der Dessauer Chronik - Sonderheft "Unternehmen Reichsautobahn").
  3. a b MB-T80-1939-Motor. Mercedes-Benz Classic, 12. Februar 2010, abgerufen am 30. Mai 2014: „DB 603 RS Spezial-Flugmotor“
  4. Paul Clifton: Die schnellsten Männer am Lenkrad. Die Geschichte der Geschwindigkeits-Weltrekorde im Automobil, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1968, S. 193−195