Mercedes-Benz Baureihe 140

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Mercedes-Benz
Mercedes-Benz 300 SE (1991–1994)

Mercedes-Benz 300 SE (1991–1994)

Baureihe 140
Verkaufsbezeichnung: SE/SEL/SD (1991–1993)
S-Klasse (1993–2000)
Produktionszeitraum: 1991–2000
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Limousine, Pullman-Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,8–6,0 Liter
(142–300 kW)
Dieselmotoren:
3,0–3,5 Liter
(110–130 kW)
Länge: 5113−5213 mm
Breite: 1886 mm
Höhe: 1486 mm
Radstand: 3065−3165 mm
Leergewicht: 1890−2250 kg
Vorgängermodell Mercedes-Benz Baureihe 126
Nachfolgemodell Mercedes-Benz Baureihe 220

Die Mercedes-Benz Baureihe 140 ist eine Limousine der Oberklasse, die im März 1991 als Nachfolger der Baureihe 126 ihr Debüt auf dem Genfer Automobilsalon hatte. Sie wurde unter der Bezeichnung Mercedes-Benz S-Klasse zwischen Juli 1991 und September 1998 gebaut. Das Fahrzeug wurde als Limousine (W 140), verlängerte Limousine (V 140) und als Coupé (C 140) angeboten. Von der Limousine wurden 406.717 Stück hergestellt, vom Coupé 26.025. Für Papst Johannes Paul II. wurde 1997 eine Sonderanfertigung ausgeliefert, ein S 500 lang Landaulet. Darüber hinaus existierte eine Pullman-Limousine des Herstellers als Repräsentationsfahrzeug.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckansicht

Die Entwicklung begann 1981, der Produktionsstart war ursprünglich für Oktober 1989 vorgesehen. Der Chef-Designer war Bruno Sacco. Zwischen 1982 und 1986 wurden mehrere Gestaltungsentwürfe erarbeitet, am 9. Dezember 1986 wurde einer davon von Olivier Boulay ausgewählt. Mehrere Prototypen wurden danach getestet, und das endgültige Produktions-Design wurde 1987 eingefroren, deutsche Patente wurden am 23. Februar 1988 angemeldet.[1] 1989 hatte Lexus die Oberklassen-Limousine LS 400 vorgestellt. Als Antwort auf deren Qualität und Ausstattung sah sich Daimler-Benz gezwungen, kurz vor dem Serienstart im Jahr 1991 noch Verbesserungen vorzunehmen, um die Marktpositionierung des W 140 zu festigen.[2][3][4] Das führte zu einer Kostenüberschreitung und der Daimler-Benz-Chefentwickler Wolfgang Peter wurde entlassen.[2]

Der W 140 markiert einen deutlichen Technologiesprung bei Mercedes-Benz. Mit dem großen V12-Aggregat reagierte man auf den Wettbewerber BMW, der 1987 den E32 750i mit einem Zwölfzylindermotor auf den Markt gebracht hatte. Doppelverglasung, Vernetzung der Steuergeräte per CAN-Bus und deutlich gewachsenen Außenabmessungen sollten den Führungsanspruch innerhalb der Oberklasse durch Mercedes-Benz deutlich machen.

Das Kofferraumvolumen liegt bei 525 l (Limousine) respektive 505 l (Coupé). Der Luftwiderstand (cw × A) beträgt 0,30 × 2,39 m2 bei der Limousine und 0,29 × 2,33 m2 beim Coupé. Der W140 verfügt über eine Kugelumlauflenkung mit Parameterfunktion. Die Fußbremse ist eine hydraulische Zweikreis-Bremsanlage mit Unterdruck-Bremskraftverstärker und innenbelüfteten Scheibenbremsen vorne und hinten; die Feststellbremse ist fußbetätigt und wirkt mechanisch auf die Hinterräder.

Technik und Innovation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Baureihe 140 wurde eine Vernetzung von Steuergeräten über den CAN-Bus realisiert (fünf CAN-Bus-Knoten).
  • Bei der Konstruktion wurde auf die Möglichkeit zum weitgehenden Recycling des Fahrzeugs Wert gelegt. Dafür wurden auch kleinste Kunststoffteile nach Sorten gekennzeichnet. Hauptsächlich deswegen wurde der S-Klasse 1992 der US-amerikanische „Stratospheric Ozone Protection Award“ der Environmental Protection Agency (EPA) verliehen.
  • Mercedes war mit der ab 1996 in der Baureihe 140 eingeführten optionalen Sprachsteuerung (LINGUATRONIC) der weltweit erste Hersteller, der ein solches System anbot. Es erlaubt die sprecherunabhängige Steuerung des fest eingebauten Autotelefons von AEG.
  • Auch die heute in vielen Fahrzeugen vorhandene Einparkhilfe ist eine Entwicklung, die ab Mai 1995 in der S-Klasse erstmals (als Option) verfügbar war. Beim S 600 war sie serienmäßig. Alternativ wurden in den hinteren Kotflügeln Peilstäbe eingebaut, die bei Einlegen des Rückwärtsganges etwa acht Zentimeter ausfuhren und das Rangieren des großen Fahrzeuges erleichtern sollten.
  • Eine weitere wichtige Neuentwicklung war das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) (ab 1995), das heute in allen neuen Fahrzeugen zu finden ist und in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Bosch entwickelt wurde.
  • Das Adaptive Dämpfungs-System (ADS), eine elektronische Dämpferkontrolle, wurde 1995 eingeführt.
  • Erstmals wurde für die Seitenscheiben serienmäßig doppeltes Verbundsicherheitsglas verwendet, um die Wärme- und Schalldämmung zu verbessern.

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der S 500 des Papstes, das einzige Landaulet der Baureihe 140

Auf dem Genfer Auto-Salon im März 1994 präsentierte Mercedes-Benz das überarbeitete Modell der Baureihe 140.

Der Einzug der unteren Partien der Stoßfänger und Flankenschutzflächen war ausgeprägter, zudem wurde beides durch eine umlaufende Sicke horizontal gegliedert. Das Kühlerschutzgitter und die Scheinwerfer wurden verändert, sie erschienen breiter. Die Sechszylinder- und Achtzylindermodelle erhielten ein neu gestaltetes Kühlergitter mit einer vertikalen Knickkante in der Mitte. Für die V12-Motoren kam gleichzeitig eine eigenständige Ausführung mit verchromten Querlamellen und deutlich verbreitertem Chromrahmen zum Einsatz. Auch die Heckpartie wurde überarbeitet: Das Heck erschien insgesamt breiter und niedriger. Einige Monate nach der Präsentation des Faceliftmodells wurden auch die Außenspiegel leicht abgerundet und mit einer horizontal verlaufenden Sicke versehen.

Eine zweite Überarbeitung gab es im Juni 1996. Einige Anbauteile, die zuvor in Kontrastfarbe gehalten waren, waren nun in Wagenfarbe erhältlich. Zudem erhielten die in die Rückleuchten integrierten Blinker eine weiße Abdeckung. Weitere Veränderungen waren:

  • Das 5-Gang-Automatikgetriebe mit Wandler-Überbrückungskupplung und elektronischer Steuerung war nun bei allen Typen (außer beim S 280) Serienausstattung.
  • Die Antriebsschlupfregelung (ASR) war nun serienmäßig
  • Serienmäßige Ausrüstung aller Modelle mit seitlichen Airbags für Fahrer und Beifahrer
  • Sitzbelegungserkennung für die Auslösung des Beifahrer-Airbags
  • Regensensor, der das Wischintervall abhängig von der Regenmenge regelt
  • Gepäcknetze im Kofferraum und Beifahrerfußraum
  • Xenon-Scheinwerfer (nur für Abblendlicht) mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage und dynamischer Leuchtweitenregulierung (Sonderwunsch)

Motoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V12-Motor M 120 E 60 (1994), 290 kW (394 PS)

Die Motorenpalette reicht bei den Ottomotoren von Sechszylinder-Reihenmotoren über Achtzylinder-V-Motoren bis zu einem Zwölfzylinder-V-Motor. Der V12-Motor im S 600 und S 600 Lang kostete einen Aufpreis von 65.000 DM gegenüber dem Achtzylinder, das war ein Drittel des Gesamtpreises. Ursprünglich war sogar ein 800 SEL mit Sechzehnzylindermotor und rund 540 PS als Spitzenmodell geplant. Aufgrund der Kritik seitens der Presse bei Erscheinen der Baureihe 140 wurde von einer Markteinführung des fertig entwickelten V16 abgesehen. Der kleinste Motor im S 280 bietet eine Leistung von 142 kW bei 5500/min und beschleunigt das Fahrzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Der Grundpreis für den S 280 betrug bei seiner Markteinführung 88.467,50 DM und bei der Einstellung der Produktion im April 1998 92.104,00 DM. Ab 1992 war auch ein Dieselmotor als Sechszylinder-Vorkammerdiesel mit Turbolader erhältlich, der nur in den Limousinen angeboten wurde. Das Triebwerk hat 3,5 Liter Hubraum und leistet 110 kW. Der Nachfolger des S 350 Turbodiesel war 1996 der S 300 Turbodiesel, nun ein 24-Ventil-Motor. Dieses Triebwerk leistet 130 kW, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 206 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei den Ottomotoren im Bereich von 215 bis 250 km/h (bei S500 und S600, abgeregelt) und bei den Dieselmotoren im Bereich von 185 bis 206 km/h.

Von der Baureihe 140 wurde nur ein AMG-Modell mit Optik und Fahrwerkspaket („AMG S-Klasse“) angeboten. Jedoch wurden bei AMG einige Limousinen und Coupes auch auf der Motorseite modifiziert. Auf Basis des 500er mit V8-Motor baute AMG einige der aus dem E und SL 60 AMG bekannten Motoren in die S-Klasse ein. Der 6-Liter-V8 leistete 280 kW. Ebenso wurden auf Basis des S 600 auch die modifizierten 7,1- bzw. 7,3-Liter-Zwölfzylinder eingebaut, mit 365 kW bzw. 386 kW. Dazu kamen Modifikationen an Antriebsstrang und Fahrwerk.

Zudem wurden einige wenige Coupes zu Cabrios (18 Fahrzeuge, mit Teilen der 124er Cabrios) und zu Kombis (zehn Stück auf Basis der Limousine) umgebaut. Sie erhielten größtenteils die AMG-V12. Diese Sonderumbauten gingen größtenteils in den Export, hauptsächlich nach Japan, in die USA und in den arabischen Raum.

Angeboten wurden folgende Motorvarianten:

Ottomotoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sechszylinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngrößen 300 SE 2.8 S 280 300 SE S 320
Bauzeitraum 1992–1993 1993–1998 1991–1993 1993–1998
Motorkenndaten
Motorbezeichnung M 104 E 28 M 104 E 32
Motortyp R6-Ottomotor
Anzahl Ventile pro Zylinder 4
Ventilsteuerung DOHC, Kette
Gemischaufbereitung Saugrohreinspritzung
Motoraufladung
Kühlung Wasserkühlung
Bohrung × Hub 89,9 × 73,5 mm 89,9 × 84,0 mm
Hubraum 2799 cm³ 3199 cm³
Verdichtungsverhältnis 10,0:1
max. Leistung 142 kW
(193 PS)
bei 5500/min
170 kW
(231 PS)
bei 5800/min
170 kW
(231 PS)
bei 5600/min
max. Drehmoment 270 Nm
bei 3750/min
310 Nm
bei 4100/min
315 Nm
bei 3750/min
Abgasnorm Euro 1
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Hinterradantrieb
Fahrwerk, serienmäßig Stahlfahrwerk
Fahrwerk, optional Adaptives Stahlfahrwerk
Getriebe, serienmäßig 5-Gang-Schaltgetriebe 4-Stufen-Automatikgetriebe/
elektr. gest. 5-Stufen-Automatikgetriebe
[B6 1]
Getriebe, optional 4-Stufen-Automatikgetriebe/
5-Stufen-Automatikgetriebe
[B6 2]
4-Stufen-Automatikgetriebe/
5-Stufen-Automatikgetriebe/
elektr. gest. 5-Stufen-Automatikgetriebe
[B6 3]
4-Stufen-Automatikgetriebe/
5-Stufen-Automatikgetriebe
[B6 2]
5-Stufen-Automatikgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 215 km/h
(210 km/h/
210 km/h)
215 km/h
(210 km/h/
210 km/h/
210 km/h)
230 km/h
(225 km/h/
225 km/h)
225 km/h/
225 km/h
(225 km/h)
Beschleunigung, 0–100 km/h 11,0 s
(11,0 s/
11,0 s)
10,8 s
(10,6 s/
10,6 s/
10,6 s)
8,9 s
(8,6 s/
8,6 s)
8,9 s/
8,9 s
(8,9 s)
Kraftstoffverbrauch auf 100 km [5] 11,6 l S
(11,8 l S/
11,4 l S)
10,6 l S
(11,6 l S/
10,7 l S/
10,0 l S)
11,6 l S
(12,3 l S/
11,1 l S)
12,3 l S/
11,3 l S
(11,1 l S)
CO2-Emission (kombiniert) 275 g/km
(280 g/km/
270 g/km)
275 g/km
(280 g/km/
270 g/km/
263 g/km)
306 g/km
(303 g/km/
289 g/km)
282 g/km/
268 g/km
(273 g/km)
  1. Bis Mai 1996 war serienmäßig das 4-Stufen-Automatikgetriebe verbaut, ab Juni 1996 wurde es durch das elektronisch gesteuerte 5-Stufen-Automatikgetriebe ersetzt.
  2. a b Auf Wunsch gab es ein 4-Stufen-Automatikgetriebe oder ein 5-Stufen-Automatikgetriebe.
  3. Auf Wunsch gab es ein 4-Stufen-Automatikgetriebe oder ein 5-Stufen-Automatikgetriebe, das ab Juni 1996 durch ein ebenfalls optional erhältliches elektronisch gesteuertes 5-Stufen-Automatikgetriebe abgelöst wurde.

Achtzylinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngrößen 400 SE S 420 500 SE S 500
Bauzeitraum 1991–1993 1993–1998 1991–1993 1993–1998
Motorkenndaten
Motorbezeichnung M 119 E 42 M 119 E 50
Motortyp V8-Ottomotor
Anzahl Ventile pro Zylinder 4
Ventilsteuerung 2 × DOHC, Kette
Gemischaufbereitung Saugrohreinspritzung
Motoraufladung
Kühlung Wasserkühlung
Bohrung × Hub 92,0 × 78,9 mm 96,5 × 85,0 mm
Hubraum 4196 cm³ 4973 cm³
Verdichtungsverhältnis 10,0:1 11,0:1 10,0:1
max. Leistung 210 kW
(286 PS)
bei 5700/min
205 kW
(279 PS)
bei 5700/min
240 kW
(326 PS)
bei 5700/min
235 kW
(320 PS)
bei 5600/min
max. Drehmoment 410 Nm
bei 3900/min
400 Nm
bei 3900/min
480 Nm
bei 3900/min
470 Nm
bei 3900/min
Abgasnorm Euro 1
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Hinterradantrieb
Fahrwerk, serienmäßig Stahlfahrwerk
Fahrwerk, optional Adaptives Stahlfahrwerk (Adaptives Dämpfungs-System ADS)
Getriebe, serienmäßig 4-Stufen-Automatikgetriebe 4-Stufen-Automatikgetriebe/
elektr. gest. 5-Stufen-Automatikgetriebe
[B8 1]
4-Stufen-Automatikgetriebe 4-Stufen-Automatikgetriebe/
elektr. gest. 5-Stufen-Automatikgetriebe
[B8 1]
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 245 km/h 245 km/h/
245 km/h
250 km/h 250 km/h/
250 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 7,6 s 8,3 s/
8,3 s
6,7 s 7,3 s/
7,3 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km [5] 12,2 l S 11,7 l S/
11,2 l S
12,3 l S 11,9 l S/
11,5 l S
CO2-Emission (kombiniert) 308 g/km 296 g/km
270 g/km
320 g/km 308 g/km
287 g/km
  1. a b Bis August 1995 war serienmäßig das 4-Stufen-Automatikgetriebe verbaut, ab September 1995 wurde es durch das elektronisch gesteuertes 5-Stufen-Automatikgetriebe ersetzt.

Zwölfzylinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngrößen 600 SE S 600
Bauzeitraum 1991–1993 1993–1998
Motorkenndaten
Motorbezeichnung M 120 E 60
Motortyp V12-Ottomotor
Anzahl Ventile pro Zylinder 4
Ventilsteuerung 2 × DOHC, Kette
Gemischaufbereitung Saugrohreinspritzung
Motoraufladung
Kühlung Wasserkühlung
Bohrung × Hub 89,0 × 80,2 mm
Hubraum 5987 cm³
Verdichtungsverhältnis 10,0:1
max. Leistung 300 kW
(408 PS)
bei 5200/min
290 kW
(394 PS)
bei 5200/min
max. Drehmoment 580 Nm
bei 3800/min
570 Nm
bei 3800/min
Abgasnorm Euro 1
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Hinterradantrieb
Fahrwerk, serienmäßig Stahlfahrwerk
Fahrwerk, optional Adaptives Stahlfahrwerk
Getriebe, serienmäßig 4-Stufen-Automatikgetriebe 4-Stufen-Automatikgetriebe/
elektr. gest. 5-Stufen-Automatikgetriebe
[B12 1]
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h 250 km/h/
250 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 6,0 s 6,6 s/
6,6 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km [5] 13,7 l S 13,7 l S/
12,5 l S
CO2-Emission (kombiniert) 365 g/km 365 g/km
337 g/km
  1. Bis August 1995 war das 4-Stufen-Automatikgetriebe serienmäßig verbaut, ab September 1995 wurde es durch das elektronisch gesteuerte 5-Stufen-Automatikgetriebe ersetzt.

Dieselmotoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngrößen 300 SD Turbo S 350 Turbodiesel S 300 Turbodiesel
Bauzeitraum 1992–1993 1993–1996 1996–1998
Motorkenndaten
Motorbezeichnung OM 603 D 35 A OM 606 D 30 LA
Motortyp R6-Dieselmotor
Anzahl Ventile pro Zylinder 2 4
Ventilsteuerung OHC, Kette DOHC, Kette
Gemischaufbereitung Vorkammereinspritzung
Motoraufladung Turbolader Turbolader,
Ladeluftkühler
Kühlung Wasserkühlung
Bohrung × Hub 89,0 × 92,4 mm 87,0 × 84,0 mm
Hubraum 3449 cm³ 2996 cm³
Verdichtungsverhältnis 22,0:1
max. Leistung 110 kW
(150 PS)
bei 4000/min
130 kW
(177 PS)
bei 4400/min
max. Drehmoment 310 Nm
bei 2000/min
330 Nm
bei 1600–3600/min
Abgasnorm Euro 1
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Hinterradantrieb
Fahrwerk, serienmäßig Stahlfahrwerk
Fahrwerk, optional Adaptives Stahlfahrwerk
Getriebe, serienmäßig 4-Stufen-Automatikgetriebe elektr. gest. 5-Stufen-Automatikgetriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h 206 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 12,9 s 11,2 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km [5] 9,7 l D 8,1 l D
CO2-Emission (kombiniert) 257 g/km 236 g/km

Bemerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Volllastanreicherung und die damit einhergehende Leistungssteigerung entfiel für alle Modelle ab September 1992. Die neue Nomenklatur S 500 statt 500 SE trat allerdings erst ab Juni 1993 in Kraft. In der Zwischenzeit wurden also auch Fahrzeuge mit der Bezeichnung 500 SE(L) mit der bereits verringerten Leistung gebaut. Das Gleiche gilt für die Modelle S 320/300 SE(L), S 420/400 SE(L) und S 600/600 SE(L).[6]
  • Die Motorbezeichnung ist wie folgt verschlüsselt: M = Motor, OM = Oelmotor, Baureihe = 3 stellig, E = Saugrohreinspritzung, KE = Kanaleinspritzung, DE = Direkteinspritzung, ML = Kompressor, L = Ladeluftkühlung, A = Abgasturbolader, red. = reduzierte(r) Leistung/Hubraum, LS = Leistungssteigerung

S 600 Pullman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S 600 Pullman als Staatskarosse

Der Mercedes-Benz S 600 Pullman wurde im September 1995 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Mit diesem Modell setzte Mercedes-Benz die Tradition fort, ein Repräsentationsfahrzeug anzubieten. Das Chauffeurfahrzeug hat eine Länge von 6,213 m und ist damit einen Meter länger als die Langversion der S-Klasse. Die ersten Pullman-Versionen wurden im August 1996 produziert.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Baureihe 140 basieren technisch im Wesentlichen auch die unter der Marke Maybach produzierten Automobile, deren Fertigung erst 2011 eingestellt wurde. 1996 gab es eine Rückrufaktion für weltweit rund 70.000 Fahrzeuge der S-Klasse, da die vorderen Bremsschläuche mit Abstandshaltern ausgerüstet werden mussten.

Einige Besitzer der Baureihe 126 konnten sich mit dem wegen seiner Größe oft kritisierten Nachfolgemodell Baureihe 140 nicht anfreunden („Zu groß, zu unproportioniert und zu wenig zeitgemäß sei seine Erscheinung“, urteilte die Fachpresse,[7] auf den Autoreisezügen nach Sylt konnten die Fahrzeuge wegen ihrer Breite nur auf den Wagen für LKW transportiert werden[7][8]). Im Vergleich zum zeitlos-elegant wirkenden W126 erschien der größere Nachfolger Vielen als protzig. Potentielle Käufer wechselten oft zur Konkurrenz oder behielten ihr Fahrzeug, bis die Baureihe 220 erschienen war, weshalb um 1998 viele Gebrauchtwagen der Baureihe 126 aus erster Hand angeboten wurden.

Bestand in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgeführt ist der Bestand an Mercedes-Benz W 140 nach Hersteller- (HSN) und Typschlüsselnummern (TSN) in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt. Typen mit weniger als 100 Fahrzeugen werden nicht ausgewiesen. Bis 2007 beinhaltete der Bestand neben der Anzahl der angemeldeten Fahrzeuge auch die Anzahl der vorübergehenden Stilllegungen. Seit 2008 enthält der Bestand lediglich den „fließenden Verkehr“ einschließlich der Saisonkennzeichen.

HSN/TSN Modell kW 1.1.2005 1.1.2006 1.1.2007 1.1.2008 1.1.2009 1.1.2010 1.1.2011 1.1.2012 1.1.2013 1.1.2014 1.1.2015 1.1.2016 1.1.2017
0708/430 300 SE, 300 SEL, S 320 170 6.600 5.893 5262 3.816 3.522 3.372 3.166 2.936 2.692 2.483 2.369 2.261 2.172
0708/431 400 SE, 400 SEL 210 1.371 1.240 1091 769 705 649 587 546 486 434 400 368 347
0708/432 500 SE, 500 SEL 240 1.571 1.436 1293 893 848 796 743 682 601 548 504 484 451
0708/433 600 SE, 600 SEL 300 1.050 933 806 531 476 424 384 366 342 309 298 231 206
0708/445 400 SE, 400 SEL, S 420 205 1.457 1.318 1182 855 799 745 700 668 607 547 511 474 465
0708/446 500 SE, 500 SEL, S 500 235 2.026 1.860 1669 1.221 1.137 1.077 1.010 983 888 793 749 730 703
0708/447 600 SE, 600 SEL, S 600 290 768 699 637 468 422 408 391 369 356 324 317 290 299
0708/457 300 SD, S 350 Turbodiesel 110 2.021 1.665 1380 898 777 670 570 499 457 388 350 319 303
0708/463 300 SE 2.8, S 280 142 1.367 1.263 1142 803 731 688 662 627 579 530 509 475 462
0708/498 S 300 Turbodiesel 130 1.115 991 843 580 507 451 374 336 301 264 246 228 206
Gesamtbestand 19.346 17.298 15.305 10.834 9.924 9.280 8.587 8.012 7.309 6.620 6.253 5.860 5.614
Quelle [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mercedes-Benz Baureihe 140 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://register.dpma.de/DPMAregister/gsm/register?GSNR=M9300970-0001
  2. a b Angus MacKenzie: 2007 Lexus LS 460. In: Motor Trend. April 2007. Abgerufen am 19. Februar 2009.
  3. Rosengarten, Philipp. Premium Power: Das Geheimnis des Erfolgs von Mercedes-Benz, BMW, Porsche und Audi. Wiley-VCH, 2005, pp. 78–80. ISBN 3-527-50217-3
  4. "Motoring" The Bulletin. 1992-05. v. 5743-50, o. 49
  5. a b c d Die Kraftstoffverbrauchswerte entsprechen der 80/1268/EWG bei einer konstanten Fahrgeschwindigkeit von 120 km/h laut Handbuch. Die Werte sind daher nicht mit aktuellen Angaben wie "kombiniert" nach 70/220/EWG zu vergleichen.
  6. Modellgeschichte, mb-w140.de
  7. a b Classic Driver: „Mercedes-Benz S-Klasse W140“
  8. AutoBild: „Das Duell“
  9. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2005 nach Herstellern und Typen mit ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes Sonderheft 4 zur Reihe 2, 1. Januar 2005. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 26–28, archiviert vom Original am 18. März 2006, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  10. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2006 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraumklassen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes Sonderheft 4 zur Reihe 2, 1. Januar 2006. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 96, 97, 100, archiviert vom Original am 9. Oktober 2006, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  11. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2007 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraumklassen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes Sonderheft 4 zur Reihe 2, 1. Januar 2007. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 103, 104, 107, 108, abgerufen am 1. Oktober 2017 (PDF).
  12. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2008 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraumklassen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2008. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 105, 106, 109, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  13. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2009 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2009. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 112–114, 116, 117, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  14. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2010 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2010. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 112–114, 116, 117, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  15. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2011 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2011. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 118–120, 122, 123, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  16. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2012 nach Herstellern, Handelsnamen, ausgewählten Merkmalen und Hubraum. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2012. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 123–125, 128, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  17. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2013 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2013. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 44, 46, 49, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  18. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2014 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2014. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 48, 50, 52, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  19. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2015 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2015. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 48, 49, 51, 53, abgerufen am 25. Oktober 2015 (PDF).
  20. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2016 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2016. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 49, 50, 51, 54, abgerufen am 1. Oktober 2017 (PDF).
  21. Bestand an Personenkraftwagen am 1. Januar 2017 nach Herstellern, Handelsnamen und ausgewählten Merkmalen. In: Statistische Mitteilungen des Kraftfahrt-Bundesamtes FZ 2, 1. Januar 2017. Kraftfahrt-Bundesamt, , S. 52, 54, 56, 57, abgerufen am 1. Oktober 2017 (PDF).