Mercedes-Benz Antos

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Mercedes-Benz
Mercedes-Benz Antos Prototyp
Mercedes-Benz Antos Prototyp
Antos
Hersteller: Mercedes-Benz
Verkaufsbezeichnung: Antos
Produktionszeitraum: seit 2012
Vorgängermodell: Mercedes-Benz Axor, Mercedes-Benz Actros
Nachfolgemodell: keines
Technische Daten
Bauformen: Sattelschlepper, Fahrgestell
Motoren: OM936, OM 470, OM 471, OM 473
Leistung: 175 (238PS) – 460 (625PS) kW
zul. Gesamtgewicht: 18–33 t

Der Antos ist eine Mercedes-Benz-Lkw-Baureihe, die für den schweren Verteilerverkehr konzipiert wurde und seit September 2012 verkauft wird. Es handelt sich größtenteils um ein neu entwickeltes Fahrzeug.

Gemeinsam mit dem Mercedes-Benz Arocs löst er die bisherigen Baureihen Axor und Mercedes-Benz Actros im schweren Verteilerverkehr ab und stellt die zweite Ausbaustufe des neuen Lastwagen-Programms von Mercedes-Benz dar. Anstatt wie bisher mit einem Fahrzeug jeweils alle Aufbauausprägungen abzudecken, sind die Mitglieder der neuen Modellfamilie für spezifische Bereiche konzipiert. Der Antos ist daher lediglich 6 Fahrerhausvarianten (2,3 Meter breites Fahrerhaus) in mittellanger (Länge: 2 m) und kurzer Ausführung (1,7 m) lieferbar, während der neue Actros in 2,3 und 2,5 Metern Breite verfügbar ist. Beide Fahrerhaus-Varianten sind wahlweise mit einer Motortunnelhöhe von 170 mm bzw. 320 mm und Flach- oder Normaldach bestellbar.

Der Antos ist als Sattelzugmaschine und Fahrgestell mit 67 verschiedenen Radständen mit Achsabständen zwischen 2650 und 6700 mm lieferbar. Es gibt außerdem die Modellvarianten Volumer mit niedrigem Rahmen (880 mm) speziell für große oder umfangreiche Frachten und Loader mit geringerem Leergewicht als die Normalversion, um mehr Nutzlast zu gewinnen.

Das Design des Fahrzeugs besteht aus Elementen der Geschwisterbaureihe Actros, verfügt jedoch über eine geänderte Scheinwerferoptik sowie einen Kühlergrill mit lediglich drei oder vier Lamellen anstelle der vier oder fünf Lamellen beim Actros. Aufgrund der geringeren Fahrzeughöhe haben alle Versionen des Antos einen sogenannten Motortunnel. Der Innenraum ist ähnlich wie der des Actros, jedoch in grauer Farbgebung.

Auf den Markt wurde der Antos nach der IAA Nutzfahrzeuge im September 2012 gebracht.

Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Einsatz kommen Common-Rail-Dieselmotoren der Mercedes-Benz-Motortypen OM 936 (7,7 Liter), OM 470(10,7 l), OM 471 (12,8 l) und OM 473 (15,6 l) in 16 unterschiedlichen Leistungsstufen. Sämtliche Motoren genügen serienmäßig oder auf Wunsch der Abgasnorm Euro 6. Die Leistung liegt zwischen 175 und 460 kW (238 bis 625 PS). Wie im Actros wird die Kraft serienmäßig mithilfe des automatischen Getriebes Typ PowerShift 3 an die Achsen übertragen. Während in den Fahrgestellen Motoren ab 175 kW (238 PS) zum Einsatz kommen, sind in den Sattelzugmaschinen Motoren ab 235 kW (320 PS) lieferbar.

Motoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Hubraum Leistung Drehmoment Leistungsplus
Top Torque
Lieferbare Abgas-
Standards
Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 936
1824 7,7 l 175 kW (238 PS) bei 2200/min 1000 Nm bei 1200–1600/min nicht verfügbar EU 6
1827 200 kW (272 PS) bei 2200/min 1100 Nm bei 1200–1600/min
1830 220 kW (299 PS) bei 2200/min 1200 Nm bei 1200–1600/min
1832 235 kW (320 PS) bei 2200/min 1300 Nm bei 1200–1600/min
1835 260 kW (354 PS) bei 2200/min 1400 Nm bei 1200–1600/min
Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 470
1833 10,7 l 240 kW (326 PS) bei 1800/min 1700 Nm bei 1100/min nicht verfügbar EU 6
1836 265 kW (360 PS) bei 1800/min 1800 Nm bei 1100/min
1839 290 kW (394 PS) bei 1800/min 1900 Nm bei 1100/min
1843 315 kW (428 PS) bei 1800/min 2100 Nm bei 1100/min
Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 471
1842 12,8 l 310 kW (421 PS) bei 1800/min 2100 Nm bei 1100/min 200 Nm bzw.
23 kW (31 PS)
bei 1800/min[1]
EU 5, EEV, EU 6
1845 330 kW (449 PS) bei 1800/min 2200 Nm bei 1100/min
1848 350 kW (476 PS) bei 1800/min 2300 Nm bei 1100/min EU 6
1851 375 kW (510 PS) bei 1800/min 2500 Nm bei 1100/min nicht verfügbar EU 5, EEV, EU 6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur näherungsweisen Umrechnung des Drehmoments in mechanische Leistung siehe den entsprechenden Artikel zur Leistung in der Physik.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]