Sender Mainz-Kastel

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Sender Mainz-Kastel
Neuer Sender Mainz-Kastel mit Mainz im Hintergrund
Neuer Sender Mainz-Kastel mit Mainz im Hintergrund
Basisdaten
Ort: Mainz-Kastel (Wiesbaden)
Land: Hessen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 87 m ü. NHN
Verwendung: Rundfunksender
Besitzer: Südwestrundfunk
Daten des Mastes
Bauzeit: 2013–2014
Bauherr: Südwestfunk
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit 2014
Gesamthöhe: 170 m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetyp: DAB
Positionskarte
Sender Mainz-Kastel (Hessen)
Sender Mainz-Kastel
Sender Mainz-Kastel
Koordinaten: 50° 1′ 21,2″ N, 8° 16′ 37,4″ O

Der Sender Mainz-Kastel ist eine Sendeeinrichtung des Südwestrundfunks für UKW und DAB im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel. Der abgespannte Sendemast wurde 2013 erbaut und hat eine Höhe von 170 Metern. Er ersetzte einen älteren 156 Meter hohen Sendemast aus dem Jahr 1984.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl sich die Sendeanlage innerhalb der hessischen Landesgrenzen befindet, wo der Hessische Rundfunk (hr) für die öffentlich-rechtliche Rundfunkverbreitung verantwortlich ist, wurde sie im Auftrag des Südwestfunks (SWF) errichtet. Die Lage in Mainz-Kastel wurde gewählt, um die gesamte Stadt Mainz mit SWF-Programm zu versorgen, die ansonsten am Rande des Sendegebiets in einem Empfangsloch gelegen hätte.

Seit der Zusammenlegung von SWF und SDR 1998 wird die Anlage vom Südwestrundfunk (SWR) betrieben und ist auch in dessen Eigentum. Bis 2011 wurden ausschließlich Programme des SWR und zusätzlich noch Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. Mit Ausstrahlung von DAB+ kamen Programme vom hr und von privaten Rundfunkanstalten hinzu.

Erneuerung 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab August 2013 wurde der sanierungsbedürftige alte 156 Meter hohe Mast durch einen neu errichteten 170 Meter hohen[1] Stahlgittermast ersetzt. Im Februar 2014 hatte der neue Sender den Betrieb vollständig übernommen, und der Abbau des alten Mastes begann. Da er in besiedeltem Gebiet stand, musste er bis auf 70 Meter Höhe schrittweise abgetragen werden, erst dann wurde der verbleibende Turmstumpf mit einem Schwerlastkran umgelegt.[2] Die Demontagearbeiten waren am 28. März 2014 im Wesentlichen abgeschlossen.

Frequenzwechsel 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Januar 2017 tauschten der Deutschlandfunk und American Forces Network die Frequenzen, seitdem wird AFN Wiesbaden vom Sender Mainz-Kastel ausgestrahlt und DLF vom Großen Feldberg.[3]

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frequenz 
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
87,7 SWR1 Rheinland-Pfalz SWR1_RP_ D3A1 1 ND H
103,2 SWR2 __SWR2__ D3A2 Rheinland-Pfalz 1 ND H
93,7 SWR3 __SWR3__ D3A3 Rheinland-Pfalz/Köln 1 ND H
91,4 SWR4 Rheinland-Pfalz SWR4_MZ_ DAA4 Radio Mainz 1 ND H
105,2 DASDING DASDING_ D3A5 1 ND H
107,2 Deutschlandradio Kultur DKULTUR_ D220 0,4 D (150°-210°) H

Digitales Radio (DAB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DAB beziehungsweise DMB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
5C 
DR Deutschland 
(D__00188)
DAB-Multiplex von Media Broadcast: 10 D (40°-50°, 130°-140°, 220°-230°, 310°-320°)
7B 
hr Radio
(D__30122)
DAB+-Multiplex des HR
  • hr1 (120 kbps)
  • hr2 (144 kbps)
  • hr3 (120 kbps)
  • hr4 Rhein-Main (Süd) (112 kbps)
  • hr4 Nord/Ost (Nord) (112 kbps)
  • hr4 Mittelhessen (Mitte) (112 kbps)
  • YOU FM (112 kbps)
  • hr-iNFO (88 kbps)
  • hr EPG (32 kbps)
  • hr journaline (32 kbps)
  • hr TPEG (32 kbps)
10 D (40°-50°, 90°, 130°-140°, 180°, 220°-230°, 270°, 310°-320°) Biedenkopf (Sackpfeife), Darmstadt-Weiterstadt, Großer Feldberg (Taunus), Frankfurt (Europaturm), Habichtswald, Hardberg, Hoher Meißner, Kreuzberg, Mainz-Kastel, Rimberg


11A 
DRS RP
(D__00217)
DAB-Multiplex der Digital Radio Südwest: 10 ND Bad Marienberg, Bornberg, Donnersberg, Haardtkopf, Koblenz (Dieblich-Waldesch), Linz am Rhein, Mainz-Kastel, Kaiserslautern (Rotenberg), Kettrichhof, Schartenberg (Eifel), Saarburg, Trier (Markusberg), Weinbiet


11C 
DR HESSEN
(D__00207)

DAB-Multiplex der Hessen Digital Radio:

5
(max. 10)
D (350°-10°, 80°-100°, 170°-190°, 260°-280°) Großer Feldberg (Taunus), Frankfurt (Europaturm), Hardberg (Odenwald), Mainz-Kastel


Ehemaliges Analoges Fernsehen (PAL)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 4. Dezember 2007 wurden hier die folgenden analogen TV-Programme verbreitet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
11 217,25 Das Erste (SWR) 1 D (170–220°) H

Seit der Umstellung auf DVB-T in der Pfalz ist dieser Bereich durch den Sender Donnersberg (SWR) sowie Fernmeldeturm Hohe Wurzel bei Wiesbaden (hr Rhein-Main) mit digitalem terrestrischen Fernsehen gleich mehrfach versorgt. Im Rhein-Main-Gebiet startete DVB-T in zwei Schritten bereits am 4. Oktober bzw. am 6. Dezember 2004 an den hessischen Standorten Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt am Main) und Hohe Wurzel.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sender Mainz-Kastel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satnews: SWR baut neuen Sendeturm in Mainz-Kastel. 27. August 2013, abgerufen am 26. August 2013.
  2. Wiesbadener Tagblatt: Manchmal fünf Meter, häufig mehr: Der alte Mast des Südwestrundfunks in Mainz-Kastel verliert täglich an Höhe. 18. März 2014, abgerufen am 19. März 2014.
  3. AFN verlässt die Frequenz 98.7 MHz am 18. Januar 2017 auf radioszene.de veröffentlicht am 17. Dezember 2016