Europaturm

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Dieser Artikel behandelt den sogenannten Frankfurter Fernsehturm. Für den Wolkenkratzer im Elsass siehe Europaturm (Mülhausen).
Europaturm
Funkübertragungsstelle Frankfurt 16
Frankfurt Am Main-Europaturm-Ansicht vom Messeturm-20130525.jpg
Basisdaten
Ort: Frankfurt-Bockenheim
Land: Hessen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 119 m ü. NHN
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Deutsche Funkturm
Turmdaten
Bauzeit: 1974–1979
Bauherr: Deutsche Bundespost
Architekt: Johannes Möhrle
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1979
Gesamthöhe: 337,5 m
Höhe des Betriebsraumes: 227 m
Stilllegung (Aussichtsplattform): 1999
Daten der Sendeanlage
Baujahr (Antenne): 2004
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DVB-T, DVB-H, DAB, Kabelkopfstelle, Mobilfunk, Richtfunk, Amateurfunkdienst
Positionskarte
Europaturm (Hessen)
Europaturm
Europaturm
Koordinaten: 50° 8′ 7,1″ N, 8° 39′ 16,9″ O

Der Europaturm ist ein Fernmeldeturm in Frankfurt am Main. Er ist mit 337,5 m Höhe der zweithöchste Deutschlands nach dem Berliner Fernsehturm.

Bezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heute offizielle Name Europaturm wird zwar in Publikationen, aber sonst in der Allgemeinheit kaum verwendet. Bei der Inbetriebnahme wurde er als „Fernmeldeturm Frankfurt“ bezeichnet. Der wohl geläufigste Name ist aber seit seiner Errichtung bis heute „Fernsehturm“, obwohl dies nie offiziell und zumindest anfänglich völlig fehl am Platz war, da bis in die 1990er-Jahre über den Turm keinerlei Fernsehsignale übertragen wurden, sondern ausschließlich Daten-, Fernsprech- und Hörfunksignale.

Der Turm befindet sich im Stadtteil Bockenheim unweit der Zentrale der Deutschen Bundesbank. Sein Standort am Ginnheimer Stadtweg 90 wird meist Ginnheim zugeordnet, da dieser nördlich der Bundesautobahn 66 liegt, die fälschlich als Stadtteilgrenze angesehen wird.

In Anlehnung an die ähnliche Form des Gemüsespargels heißt er im Frankfurter Volksmund daher auch „Ginnheimer Spargel“ bzw. in Hessischer Mundart „Ginnemer Schbaschl“ oder auch kurz einfach nur „Ginni“.

Architektur und Bautechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzigartige Kanzel des Turms mit der alten Antenne

Mit dem Bau des vom Architekten Johannes Möhrle unter Mitarbeit von Peter Metzger und Erwin Heinle geplanten Turms wurde 1974 begonnen. Fünf Jahre später konnte er in Betrieb genommen werden. Seit dieser Zeit ist er mit einer Höhe von 331,15 Metern (bei der Fertigstellung) das höchste freistehende Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland. Der in Berlin am Alexanderplatz stehende Berliner Fernsehturm ist zwar insgesamt ca. 30 Meter höher, dies allerdings nur wegen seiner wesentlich längeren Antenne. Beachtet man nur die Höhe der eigentlichen Bausubstanz (also ohne Antenne), so ist der Frankfurter Europaturm höher. Auch hängt die Kanzel des Frankfurter Turms rund 20 Meter höher als beim Berliner Exemplar.

Das Ringfundament für den Turm gründet 18,50 Meter tief im Mergelboden, der mit Zement und Silikat vollständig aufgefüllt wurde, um ihn tragfähig zu machen. Der Turmschaft wurde mit einer Kletterschalung hochgezogen, einer ringförmigen Gussform, auf der sich die Arbeiter Meter um Meter in die Höhe betonierten. Der Schaft verjüngt sich nach oben hin: zwanzig Meter Durchmesser hat er am Fuß, elf Meter unter der Kanzel. Diese befindet sich in 227 Metern Höhe, umfasst sechs Stockwerke, hat einen Durchmesser von 59 Metern und ist damit die weltweit breiteste. Sie ermöglicht einen einzigartigen Blick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet.

Die Architekten hatten den Wunsch, dass die von ihnen geschaffene klare geometrische Gestalt aus schlankem konischem Turmschaft und flachem Doppel-Kegelstumpf der Kanzel durch die seinerzeit anzubauenden großen Richtfunk-Muschelantennen möglichst wenig gestört werden sollte. Aus diesem Grund springt die konische Wand des Turmschafts im Bereich der unter dem Flachdach mit mehreren Metern Höhe verlaufenden Antennenträger ringförmig umlaufend zurück. Die Muschelantennen wurden dann nicht wie sonst üblich mit dem einspeisenden Horn nach unten aufgestellt, sondern in diesen Rücksprung kopfüber unter die Decke gehängt. Die schräge Vorderfläche der Muschelantennen fluchtete dann mit der angepassten Außenkontur der Kanzel, deren Winkel eigens an die Schräge der Antennenvorderfläche angepasst war. Bei voller Antennenbestückung entstand so der Eindruck eines glatten Kegelstumpfs. Diese besondere Gestaltung wurde jedoch in den 90er-Jahren obsolet, als die großen Muschelantennen ihre Aufgabe verloren und vom Turm verschwanden und den heute völlig leeren breiten Ring in der oberen Kanzelkontur zurückließen.

Im Turm wurden für den erwarteten Besucherverkehr aus dem Restaurationsbetrieb in der Kanzel mehrere große Aufzüge eingebaut, die bis zur Kanzel führen. Ein zusätzlicher kleinerer Aufzug fährt das Wartungspersonal bis in den oberen Schaft zu den oberen Plattformen. Da dieser Aufzug jedoch außerhalb der Turmachse liegt, musste seine Fahrbahn im oberen Teil des enger werdenden Schafts an die konische Außenwand angelegt und damit wenige Grad aus der Vertikalen abgeknickt werden.

Nachts wird der Turm in Magenta angestrahlt, der Firmenfarbe der heutigen Eigentümerin Deutsche Telekom.

Antennenwechsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turmspitze mit neuer Antenne und der typischen Beleuchtung

Am 4. September 2004 wurde aufgrund des bevorstehenden Starts des digitalen terrestrischen Fernsehens die Antenne an der Spitze des Turms mit Hilfe eines russischen Doppelrotorhubschraubers der Schweizer Firma Heliswiss ausgewechselt. Da die Antenne insgesamt sechs Tonnen wiegt, geschah die Montage in vier Teilstücken. Heute hat der Frankfurter Fernmeldeturm eine schlankere Spitze, durch die seine Gesamthöhe um 6,5 Meter gewachsen ist. Die Höhe des Europaturms beträgt nun 337,5 Meter.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprüngliche Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von 1951 bis 1956 erbaute Fernmeldehochhaus (Abriss 2005) als ursprünglich nach dem Kaiserdom zweithöchstes Gebäude in der Frankfurter Innenstadt diente zunächst auch als Antennenträger für die im Fernmeldenetz sehr wichtig gewordenen Richtfunkstrecken. Mit dem zunehmenden Bau wesentlich größerer Hochhäuser in unmittelbarer Umgebung wurde der Betrieb der Richtfunkstrecken jedoch immer schwieriger bis unmöglich, da diese auf freie Sicht zwischen Sende- und Empfangsstelle angewiesen sind. Als Lösung entschied sich die damals für das Fernmeldewesen verantwortliche Deutsche Bundespost zum Bau des die Hochhäuser überragenden Fernmeldeturms. Der Bauplatz wurde außerhalb der Innenstadt mit unverbautem Feld in Richtung Taunus als nächstes natürliches Hindernis gewählt.

In den beiden oberen Stockwerken der Kanzel sind die Technikräume eingerichtet, die früher auch den bemannten sogenannten „Tonstern“ enthielten. Dieser bildete den zentralen Knoten im Netz des damaligen öffentlich-rechtlichen Hörfunks, und hier wurden für die Rundfunkanstalten die Programmübernahmen und Verteilungen auf die Sender von Hand geschaltet.

Die beiden unteren Etagen der Kanzel wurden für Besucherbetrieb mit einem Restaurant vorgesehen. Die Betreibergesellschaft Skyline, die damals unter anderem auch die Besucherplattformen auf dem Hamburger Heinrich-Hertz-Turm betrieb, zahlte beim Bau des Turmes hierfür einen (DM-)Betrag in Millionenhöhe. Allerdings ging die Gesellschaft einige Jahre später in Konkurs, seitdem wechseln sich Zeiten ohne gastronomische Nutzung mit Nutzungen unterschiedlichster Natur in diesen Räumen ab. Zuletzt waren im untersten Stockwerk der Kanzel ein Restaurant und eine Diskothek betrieben worden. 1999 wurde der Europaturm für die Öffentlichkeit geschlossen, da die Auflagen der Brandschutzordnung nur mit Millionenaufwand zu erfüllen gewesen wären.

Durch die Schließung des Besucherbetriebs und die Ablösung der Richtfunktechnik in der früheren Form hat der Turm seine ursprüngliche Zweckbestimmung praktisch vollständig verloren.

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nachfolgerin der Deutschen Bundespost betreibt heute die Deutsche Telekom den Turm und nutzt ihn als Empfangsstation für Satellitensignale und verteilt diese von hier per Funk terrestrisch oder via Kabelnetz über Frankfurt und Südhessen. Außerdem befinden sich noch immer einige Richtfunk- und Mobilfunkantennen auf dem Turm.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
[MHz]
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
[kW]
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
91,8 Radio X _Radio_X 1361 0,1 D (70–110°, 140–300°, 340–10°) H
95,1 Antenne Frankfurt 95.1 FRANKFRT 1362 0,2 D (80–110°, 160–220°, 260–300°) H
97,6 harmony.fm harmony_ 0,1 H
100,2 planet more music radio _planet_ D369 1 ND H
101,4 Radio Bob RADIOBOB D46A 0,2 ND H
105,4 z.Zt. inaktiv 1364 0,25 D (220–320°) H
Vom Volkspark Niddatal aus gesehen
Vom Grüneburgpark aus gesehen

Die vier bekanntesten in Hessen empfangbaren Hörfunk-Programme des Hessischen Rundfunks (hr1, hr2, hr3 und hr4), der Privatsender Hit Radio FFH sowie der Sender Deutschlandfunk werden für das Rhein-Main-Gebiet vom Sender auf dem Großen Feldberg ausgestrahlt.

Die Sender von hr-info auf 103,9 MHz [0,5 KW ND H] sowie You FM auf 90,4 MHz [0,5 KW ND H] befinden sich auf dem Main Tower.

Auf dem hr-Funkhaus in der Bertramstraße sind noch ein kleinerer Füllsender für hr2 auf 87,9 MHz [0,1 KW ND H] untergebracht. Bis September 2008 war dort Deutschlandfunk auf 97,6 MHz [0,3 KW D (90–100°, 130–0°) H] ebenso in Betrieb, bis diese Frequenz auf den Europaturm verlagert wurde.

Ein weiterer Sender von harmony.fm auf 97,1 MHz [0,2 KW D (350–160°) H] befindet sich im benachbarten Ginnheim, jedoch auf einem Hochhaus in der Raimundstraße. Aufgrund der Frequenzlage ist er dennoch besser zu empfangen. Am gleichen Standort befindet sich ein Sender von Klassik Radio auf 107,5 MHz [0,2 KW D (10–120°, 160–200°, 260–350°) H].

Die Frequenz 101,4 MHz von Radio Bob wird in einem Gleichwellennetz mit einem weiteren Sender in Wiesbaden Uplink Network betrieben.[1]

Digitales Radio (DAB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europaturm am frühen Abend

DAB beziehungsweise DMB wird in vertikaler Polarisation und ebenfalls im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt. DAB startete hier im Band III VHF am 1. Juli 2002 und im L-Band am 1. Januar 2003. Begonnen wurde die Übertragung am 1. Januar 2001 vom Großen Feldberg.

Block Programme ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
5C 
Deutschland 
(D__00188)
DAB+-Multiplex von Media Broadcast: 5 D (50°-60°, 230°-240°)
7B 
hr Radio 
(D__30122)
DAB+-Multiplex des HR 10 ND Biedenkopf (Sackpfeife), Großer Feldberg (Taunus), Frankfurt (Europaturm), Hoher Meißner, Kreuzberg, Mainz-Kastel, Habichtswald, Rimberg, Hardberg


11C 
DR Hessen 
(D__00207)
DAB-Multiplex der Hessen Digital Radio:
  • *abwechselnd im vierteljahres bzw. halbjahres Rhythmus
5 D (50°-60°, 230°-240°) Großer Feldberg (Taunus), Frankfurt (Europaturm), Mainz-Kastel

Der Handy-TV-Betreiber MFD hat die Lizenzen für Digitales Mobiles Fernsehen (DMB) zurückgegeben. Alle Projekte in Deutschland diesen Standard betreffend sind eingestellt. Für die Übertragung von Handy-TV hat sich also DVB-H, nicht zuletzt aufgrund einer Befürwortung von DVB-H durch die EU Kommission, durchgesetzt.

Digitales Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVB-T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: DVB-T Rhein-Main

Am 4. Oktober 2004 und schließlich am 6. Dezember 2004 startete am Europaturm schrittweise DVB-T im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network). Bis 29. Mai 2006, als die restlichen Gebiete Hessens auf DVB-T umgestellt wurden, war dieses Gleichwellennetz auf hessischem Gebiet das erste seiner Art. Nach Beräumung des VHF K8 und der Verschiebung diverser UHF Kanäle sah die Belegung bis zur Abschaltung von DVB-T am 29. März 2017 so aus:

Kanal Frequenz 
[MHz]
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
[kW]
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
[MBit/s]
SFN
22 482 ZDFmobil-Bouquet 50 ND V 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel, Rimberg (Knüll)
34 578 RTL-Hessen 50 ND V 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
37 602 ARD-HR 50 ND V 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt), Fernmeldeturm Hohe Wurzel (Taunus bei Wiesbaden), Würzberg (Odenwald)
39 618 HR-Rhein Main 50 ND V 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
52 722 Rhein Main Mux 50 ND V 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
54 738 Pro7Sat1-Hessen+RP 50 ND V 16-QAM 
(8k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel

Zusätzlich sind im Rhein-Main-Gebiet je nach Lage weitere DVB-T-Standorte empfangbar. Dazu mehr hier: Zusätzlich empfangbare DVB-T-Standorte

DVB-T2 HD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Mai 2016 wurde mit der Ausstrahlung des Hochauflösenden DVB-T2 HD im Rhein-Main-Gebiet begonnen. Seit diesem Zeitpunkt können in HD Das Erste, Pro Sieben, Sat 1, RTL, Vox und das ZDF über Antenne auf Kanal 59 mit 50 kW vom Europaturm empfangen werden. Die Sendeanlagen auf dem Großen Feldberg sowie dem Fernmeldeturm Hohe Wurzel in Wiesbaden, strahlen ebenfalls auf Kanal 59 das HD-Signal ab.[2] Am 29. März 2017 ist der Regelbetrieb von DVB-T2 gestartet.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
SFN
22 482 ZDFmobil 50 ND V 64-QAM 
(16-k-Modus)
1/2 19/128 21,50 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel, Rimberg (Knüll)
34 578 ARD regional (hr) Rhein-Main 50 ND V 64-QAM 
(16-k-Modus)
1/2 19/128 21,65 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
37 602 RTL Group
Media Broadcast, freenet TV
50 ND V 64-QAM 
(32-k-Modus)
2/3 1/16 27,50 Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt), Fernmeldeturm Hohe Wurzel (Taunus bei Wiesbaden), Würzberg (Odenwald)
39 618 ARD Digital (hr) 50 ND V 64-QAM 
(16-k-Modus)
1/2 19/128 18,00 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
54 738 ProSiebenSat.1 Media
Media Broadcast, freenet TV
50 ND V 64-QAM 
(32-k-Modus)
2/3 1/16 27,80 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
59 778 Gemischt privat Rhein-Main 
Media Broadcast, freenet TV
50 ND V 64-QAM 
(32-k-Modus)
2/3 1/16 26,40 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel

Digitales mobiles Fernsehen für Handhelds (DVB-H)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DVB-H-Norm ist für mobile Geräte mit kleinem Display geschaffen worden. Sie bietet ein sehr robustes Signal. Dienste, die hier übertragen werden, sollen zum Teil frei verfügbar sein, zum Teil auch abonniert werden. Es handelt sich derzeit um eine Testphase. Der Aufbau des Netzes ist im Gange. DVB-H wird im Idealfall auch wie DVB-T von mehreren Standorten im Gleichwellenbetrieb verbreitet.

Zur Zeit außer Betrieb

Kanal Frequenz 
[MHz]
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
[kW]
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
[MBit/s]
SFN
42 642 Mobile 3.0 Test
  • test
100 ND V QPSK 1/2 1/4 4,98 Europaturm (Frankfurt)

Am 2. November 2008 wurde die Ausstrahlung von DVB-H an diesem Standort vorerst beendet. Damit sind die Tests abgeschlossen. Es ist angedacht, unter einem neuen Betreiberkonsortium einen großflächigen Neustart des Systems zu unternehmen. Wann das geschieht, ist noch nicht bekannt.

Amateurfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Relaistyp Rufzeichen Band Ausgabefrequenz Eingabefrequenz Sonstiges
FM-Relais DB0HTV 2 m 145,750 MHz 145,150 MHz mit Echolink-Gateway
ATV-Relais DB0HTV 23 cm, 13 cm, 23 cm 2328 MHz 1278,250 MHz, 10226 MHz
DMR-Relais DB0HTV 70 cm 439,425 MHz 431,825 MHz DMRPlus-Netzwerk (Hytera)
HAMNET-Standort[3] DB0HTV 6 cm 5725 MHz 5725 MHz HAMNET Backbone-Split mit DB0NDF[4]und DB0HR

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietrich Elias (Hrsg.): Jahrbuch des elektrischen Fernmeldewesens, Jahrgang 25, Verlag für Wissenschaft und Leben, Bad Windsheim 1974, S. 56–57, ISBN 3-87862-125-6 ISSN 0075-2487.
  • Fernmeldeturm Frankfurt, Wetzlardruck, Frankfurt 1978.
  • Wilhelm Zellner, H.-G. Vögele: Die Tragkonstruktion der Turmkanzel des Fernmeldeturms Frankfurt in: Stahlbau, Februar 1981, Nr. 2.
  • Wilhelm Zellner: Der Fernmeldeturm Frankfurt/Mai (BRD) in: IABSE Structures, C-3/78, S. 2–3. (hier online)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Europaturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephan Munder: UPLINK betreibt UKW-Gleichwelle in Hessen. 1. Juli 2016, abgerufen am 2. Juli 2016.
  2. Empfangsgebiete von DVB-T2 HD – Erste Stufe ab 31. Mai 2016 als PDF-Datei
  3. DB0HTV in der HAMNET IP-Database
  4. German Amateur Repeater HAMNET Radio Station