Freie Hansestadt Bremen
| Freie Hansestadt Bremen | |
|---|---|
| Flagge | |
| Wappen | |
| Sprache: | Deutsch, Niederdeutsch[1] |
| Landeshauptstadt: | Bremen |
| Fläche: | 419,23[2] km² |
| Einwohnerzahl: | 663.106 (1. Dezember 2012)[3] |
| Bevölkerungsdichte: | 1582[2] Einwohner pro km² |
| Arbeitslosenquote: | 11,6 % (März 2013)[4] |
| Schulden: | 20,001 Mrd. EUR (31.12.2012)[5] |
| ISO 3166-2: | DE-HB |
| Website: | www.bremen.de |
| Politik | |
| Regierungschef: | Jens Böhrnsen (SPD) |
| Regierende Parteien: | SPD und Grüne |
| Sitzverteilung im Landesparlament: | SPD 36 Grüne 21 CDU 20 Linke 5 BIW 1 |
| Letzte Wahl: | 22. Mai 2011 |
| Nächste Wahl: | 2015 |
| Bundesratsstimmgewicht: | 3 |
Die Freie Hansestadt Bremen (Abkürzung HB) ist mit 419 km²[2] das kleinste Land der Bundesrepublik Deutschland. Es wird üblicherweise zu den Stadtstaaten gerechnet, obwohl es ein Zwei-Städte-Land ist: Es besteht aus den Städten (gesetzliche Bezeichnung: Stadtgemeinden)[6] Bremen und Bremerhaven, beide haben insgesamt mehr als 660.000 Einwohner. Das Land Freie Hansestadt Bremen ist in seiner Gesamtheit Teil der Metropolregion Bremen/Oldenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Lage [Bearbeiten]
Das Land Bremen liegt in Nordwestdeutschland am Unterlauf und Mündungstrichter der Weser und umfasst die beiden 53 km voneinander entfernten Städte Bremen (ca. 325 km²) und Bremerhaven (seit 2010[2] ca. 94 km²), die durch niedersächsisches Gebiet voneinander getrennt sind. Bremerhaven grenzt zusätzlich noch im Westen an die Nordsee. Das Land Bremen wird durch die niedersächsischen Landkreise Osterholz, Verden, Diepholz, Wesermarsch, Cuxhaven und die Stadt Delmenhorst begrenzt.
Landschaft [Bearbeiten]
Naturräumlich ist die Freie Hansestadt Bremen fünf naturräumliche Haupteinheiten zuzuordnen: den Wesermarschen, der Wümmeniederung, der Wesermünder Geest, der Thedinghäuser Vorgeest sowie dem Verdener Wesertal.[7] Naturbelassene Flächen finden sich vor allem entlang der Flüsse Wümme, Lesum, Ochtum und Geeste mit unter Naturschutz stehenden Marschwiesen und Altarmen. Die Marsch- wie auch die Geestflächen werden landwirtschaftlich genutzt und dienen als Naherholungsgebiete für die Stadtbevölkerung.
Das größte geschlossene Waldgebiet des insgesamt waldarmen Landes liegt in den Bremer Ortsteilen Farge und Lüssum-Bockhorn. Davon wird der größte Teil vom Tanklager Farge eingenommen und ist nicht zugänglich. Die mit 32,5 m ü. NN höchste natürliche Erhebung befindet sich im Friedehorstpark in Bremen-Burglesum. Noch höher ist nur der Berg der Mülldeponie in Bremen-Blockland, dessen Gipfel 49 m ü. NN liegt.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Ethnische Zusammensetzung [Bearbeiten]
Die Bevölkerung bestand ursprünglich aus den Chauken und den zuwandernden Friesen. Um 250 v. Chr. drangen Sachsen in diesen Raum ein und vermischten sich mit den bereits ansässigen Volksgruppen. Ab 100 v. Chr. findet für die Siedler in diesem Bereich der Begriff Nordseegermanen Verwendung, zu denen die Angeln, Chauken, Friesen, Sachsen und Warnen gehören. Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. ist die Bezeichnung Sachsen nachweisbar.
Die ethnische Zusammensetzung hat sich jedoch durch Zuwanderung in ihrer Zusammensetzung stark verändert. Hinzugekommen sind nach dem Zweiten Weltkrieg viele Heimatvertriebene, vornehmlich aus Ostpreußen, Posen und Pommern. In den 1960er und 1970er Jahren kamen vor allem Gastarbeiter aus dem Mittelmeerraum ins Land Bremen. Ferner kamen in dieser Zeit auch viele Westafrikaner nach Bremen. Seit Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ stammen die meisten Zuwanderer aus Osteuropa.
Sprache [Bearbeiten]
In Bremen wird überwiegend Hochdeutsch mit Bremer Dialekt gesprochen. Weit verbreitet ist Missingsch, ein Hochdeutsch mit Einflüssen aus dem Niederdeutschen, das hier Bremer Schnack genannt wird. Die niederdeutsche Sprache selbst, das Plattdüütsch, ist auch in Bremen noch beheimatet, allerdings seit einigen Jahrzehnten stark im Rückzug begriffen – nur noch wenige sprechen Niederdeutsch im Alltag. Für den Erhalt des Niederdeutschen setzt sich das Institut für niederdeutsche Sprache ein. In Familien mit Migrationshintergrund sind daneben noch die jeweiligen Heimatsprachen verbreitet (vor allem Russisch, Polnisch, Türkisch und Arabisch).
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Land Bremen und gleichermaßen beide Städte von 1946 bis 1960 einen Bevölkerungszuwachs von rund 47 % bei zusätzlichen 222.886 Einwohnern. Der Höchstand der Einwohnerzahl wurde in Bremen 1971 mit 594.591 erreicht und in Bremerhaven 1973 mit 144.578 Einwohnern. Dann sank die Einwohnerzahl bis zum Jahre 2000 kontinuierlich; in Bremen gemäßigt um rund 8 %, im Wirtschaftskrisen betroffenen Bremerhaven sehr stark um 21,5 %.
Tabelle der Bevölkerungsentwicklung im „Zwei-Städte-Staat“:[8]
| Jahr | Stadt Bremen | Bremerhaven | Land Bremen |
|---|---|---|---|
| 1946 | 377.696 | 97.000 | 474.696 |
| 1950 | 441.025 | 113.176 | 554.201 |
| 1960 | 557.461 | 140.121 | 697.582 |
| 1970 | 592.533 | 142.919 | 735.452 |
| 1980 | 555.118 | 138.728 | 693.846 |
| 1990 | 551.219 | 130.446 | 681.665 |
| 2000 | 539.403 | 120.822 | 660.225 |
| 2010 | 547.340 | 113.366 | 660.706 |
Ausländeranteil:
1961 waren im Land Bremen wie in den beiden Städten nur 1 % der Bevölkerung Ausländer. 1970 belief sich der Ausländeranteil auf 3,3 % und er wuchs bis 1980 stark an auf 6,9 %. 1990 betrug der Ausländeranteil im Land 10 %, in Bremen 10,4 % und in Bremerhaven 8,4 %. Bis 2006 stieg der Ausländeranteil im Land auf 12,4 % in Bremen auf 12,9 % und in Bremerhaven auf 10 %.
Umlandentwicklung
Beachtlich und überproportional ist das Bevölkerungswachstum der unmittelbaren Nachbargemeinden von
- Bremen wie bei
- Delmenhorst: 1960 mit 57.312 und 1980 mit 72.370 Einwohnern (+26 %),
- Stuhr: 2010 mit 33.334 Einwohnern,
- Syke: 2010 mit 24.341 Einwohnern,
- Osterholz-Scharmbeck: 1970 mit 15.175 und 2010 mit 30.941 Einwohnern (+103 %),
- Weyhe: 1974 um 21.556 und 2010 mit 30.362 Einwohnern (+41 %),
- Achim: 2010 mit 30.143 Einwohnern,
- Lilienthal: 1970 mit 8.841 und 2010 mit 18.364 Einwohnern (+108 %),
- Ritterhude: 1970 mit 7.422 und 2010 mit 14.658 Einwohnern (+98 %) und
- Schwanewede (nur Ortsteil): 1970 mit 8.310 und 2010 mit 9.646 Einwohnern (+16 %)
- Bremerhaven wie bei
Geschichte [Bearbeiten]
Name [Bearbeiten]
Der Name Bremen – lateinisch Brema – könnte soviel bedeuten wie „am Rande liegend“ (altsächsisch Bremo bedeutet „Rand“ bzw. „Umfassung“) und bezieht sich möglicherweise auf den Rand der Bremer Düne.
Der Stadt- bzw. Staatsname wandelte sich. Im Mittelalter bezeichnete sich die Stadt als civitas Bremensis, also als Stadt Bremen und dieses auch nach 1646. Wenn die verfassungsrechtliche Stellung Bremens betont werden sollte, führte sie nach dem Erhalt der Reichsstadturkunde (Linzer Diplom ab 1646 den Titel Kayserliche und deß heiligen Römischen Reichs Freye Stadt (und Ansestadt) Bremen. Nach der Kaiserzeit wurde Bremen ab 1806 bzw. dann 1815 als souveräner Staat im Deutschen Bund zur Freyen Hansestadt Bremen bzw. ab 1871 als Bundesstaat im Deutschen Kaiserreich zur Freien Hansestadt Bremen. Zwischen 1810 und 1813 wurde Bremen als Bonne ville de l’Empire français des Kaiserreichs Frankreich bezeichnet. Seit 1949 ist das Land Bremen die Freie Hansestadt Bremen in der Bundesrepublik Deutschland.[10]
Bis zur Frühen Neuzeit [Bearbeiten]
Das Land Bremen steht in der mittelalterlichen Tradition der Hanse und des geistlichen Fürstentums Bistum Bremen, das weite Teile der Region zwischen Weser und Elbe umfasste.
Frühe Neuzeit [Bearbeiten]
Als säkularisiertes Herzogtum Bremen kam es 1648 durch den Westfälischen Frieden zusammen mit dem Herzogtum Verden zu Schweden. Seit 1715 gehörte es zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg und ging in das Königreich Hannover auf. Die Stadt Bremen blieb eine unabhängige Freie Reichsstadt. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurde das Heilige Römische Reich aufgelöst und das bis dahin kaum bebaute Bistum Bremen der Stadt angeschlossen.
19. Jahrhundert [Bearbeiten]
In der Franzosenzeit war Bremen von 1811 bis 1814 Hauptstadt des französischen Departement der Wesermündungen (Département des Bouches du Weser). Von 1815 bis 1866 war Bremen im Deutschen Bund ein souveräner Staat. Wegen der Versandung der Weser war es notwendig, weserabwärts neue Häfen zu bauen, wodurch ab 1827 die Stadt Bremerhaven entstand.
Nach der Deutschen Revolution von 1848/49 gab sich Bremen 1849 eine liberale Verfassung, die 1854 durch eine konservative Verfassung mit einem Klassenwahlrecht abgelöst wurde. Von 1866 bis 1871 war Bremen ein Bundesland im Norddeutschen Bund und bis 1918 im Deutschen Kaiserreich.
20. Jahrhundert [Bearbeiten]
Nach dem Ersten Weltkrieg und der Novemberrevolution mit der Bremer Räterepublik von 1919 gab sich das Land Bremen durch die verfassungsgebende Bremer Nationalversammlung 1920 eine neue, parlamentarische Landesverfassung, mit einem allgemeinen und gleichen Wahlrecht; das Frauenwahlrecht hatte sich durchgesetzt. Mit der Gründung der Weimarer Republik wurde Bremen wieder ein Bundesland.
Mit dem Regierungsantritt der NSDAP in der Freien Hansestadt Bremen am 6. März 1933, einen Tag nach der Reichstagswahl, begann die Phase Bremens im Nationalsozialismus. Die zwölfjährige Zeit war geprägt durch Unterdrückung und Verfolgung von Minderheiten. Es wurden mehrere Arbeitslager errichtet, in denen Kriegsgefangene und Regimegegner unter schwersten Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten und dabei zu tausenden ihr Leben verloren. Die Stadt wurde dem Gau Hannover unter dem Vorsitz von Bernhard Rust zugeteilt. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten die Luftangriffe der Alliierten Bremen zu großen Teilen, wobei Tausende von Einwohnern starben. Beendet wurde die nationalsozialistische Herrschaft in Bremen am 27. April 1945 durch den Einmarsch britischer Truppen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bremen Hafen der Streitkräfte der USA. Das Land Bremen gehörte bis Dezember 1945 zur amerikanischen Besatzungszone, umgeben von der britischen. Dann wurde es Teil der britischen Zone und ab 1. April 1947 wieder Teil der amerikanischen. In dieser Zeit blieb die Stadtgemeinde Bremen stets ein Gebiet der amerikanischen Zone.[11] Abgesehen von der offiziellen Zuordnung war Bremen de facto sowohl ein Teil der amerikanischen wie der britischen Zone und gehörte sowohl dem Länderrat der amerikanischen Zone wie der Konferenz der Länder und Provinzen der britischen Zone an.[12]
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war von einer wirtschaftlichen Umstrukturierung und vom Drang, als Stadtstaat selbstständig zu bleiben, gekennzeichnet. So versuchte man, insbesondere nach dem Niedergang der Werftenindustrie (AG Weser, Bremer Vulkan) und einem Bedeutungsrückgang der stadtbremischen Häfen, weitere wirtschaftliche Standbeine zu finden und ein Profil als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit Schwerpunkten in der Luft- und Raumfahrttechnik und der Logistik zu schärfen.
Nach der Einkommensteuerreform von 1970 werden Steuern nunmehr nicht mehr an den Arbeitsstandort, sondern an den Standort des Wohnsitzes des Steuerpflichtigen abgeführt. Die zunehmende Anzahl der im niedersächsischen Umland wohnenden und dort steuerzahlenden bremischen Beschäftigten (2006: 130.000; im Saldo von Bremen/Niedersachsen noch 100.000 Beschäftigte) führt zu einer Finanzkrise, die Bremens Selbständigkeit bedroht. 1986 bzw. 1992 hat das Bundesverfassungsgericht zwar beschlossen, dass die Steuergesetzgebung so erfolgen muss, dass der „Andersartigkeit der Stadtstaaten“ Rechnung getragen wird. Außer den vorübergehenden Zuwendungen des Bundes von 1994 bis 2004 in Höhe von 8,5 Milliarden Euro und seit etwa 2008 bis 2016 in Höhe von 2,7 Milliarden Euro erfolgte jedoch noch keine dauerhafte Regelung zur Behebung des Haushaltsnotstandes.
Durch den Staatsvertrag zur Luneplate vom 5. Mai 2009, der am 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist, wuchs die Fläche des Bundeslandes um 14,95 km² auf 419,23 km².
Politik [Bearbeiten]
Staatsaufbau [Bearbeiten]
Laut der Verfassung der Freien Hansestadt Bremen führt der Bremische Staat den Namen „Freie Hansestadt Bremen“ und ist Glied der deutschen Republik und Europas (Art. 64 BremLV). Laut Art. 65 bekennt sich der Bremische Staat zu Demokratie, sozialer Gerechtigkeit, Freiheit, Schutz der natürlichen Umwelt, Frieden und Völkerverständigung. Alle Macht geht in Bremen vom Volke aus.
Verwaltungsgliederung [Bearbeiten]
Das Land Bremen gliedert sich in zwei Gemeinden, die jeweils in Stadtbezirke, Stadtteile und Ortsteile unterteilt sind:
- Bremen mit 548.319 Einwohnern (31. Dezember 2011)
- Das Stadtgebiet Bremens ist in fünf Stadtbezirke (Nord, Süd, West, Ost, Mitte) und diese in fünf eigenständige Ortsteile und 15 Stadtteile gegliedert. Diese Einheiten sind 17 Ortsämtern zugeordnet. Die Stadtteile sind weiter in 84 Ortsteile mit eigenen Namen unterteilt, sodass insgesamt 89 Ortsteile bestehen.
- Bremerhaven mit 112.982 Einwohnern (31. Dezember 2011)
- Das Stadtgebiet Bremerhavens ist in zwei Stadtbezirke (Nord und Süd) unterteilt. Diese gliedern sich weiter in neun Stadtteile. Die neun Stadtteile sind weiter in 24 Ortsteile mit eigenen Namen unterteilt.
Parlament [Bearbeiten]
Die Legislative bildet die Bremische Bürgerschaft. Sie ist mit 83 Abgeordneten das Landesparlament und als Stadtbürgerschaft mit den 68 Bremer Abgeordneten zu gleich für die kommunalen Angelegenheiten der Stadt Bremen zuständig. Die Mitglieder werden in den Wahlbereichen Bremen und Bremerhaven auf vier Jahre gewählt. Außerdem steht die Legislative dem Volke in Volksabstimmungen zu.
Für die kommunalen Angelegenheiten der Stadt Bremerhaven ist die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung mit 48 Stadtverordneten zuständig.
Parteien [Bearbeiten]
Bremen ist nach dem Zweiten Weltkrieg das einzige Bundesland, in dem die SPD bei jeder Landtagswahl zur stärksten Partei gewählt wurde, immer an der Regierung beteiligt war und seit Juli 1945 immer den Präsidenten des Senats stellte.
Die KPD war von 1947 bis 1956 in der Bürgerschaft vertreten. Die DKP erzielte 1971 mit 3,1 % ihr bestes Landtagswahlergebnis in Bremen. Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen 2007 kam die Linke mit 8,4 % erstmals in ein westdeutsches Landesparlament.
Die Wahlergebnisse der CDU lagen bei jeder Wahl unter ihrem Bundesdurchschnitt. Zwischen 1946 und 1967 waren noch die Deutsche Partei (DP) und von 1951 bis 1955 der BHE bzw. Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) in der Bürgerschaft vertreten. Beide Parteien gingen in der CDU auf.
Die liberale Bremer Demokratische Volkspartei (BDV) mit Bürgermeister Theodor Spitta war zwischen 1945 und 1951 eine einflussreiche bürgerliche Partei. Sie wurde 1951 Teil der FDP. Seit Mitte der 1990er Jahre liegen die Resultate der FDP meist unter denen anderer Bundesländer.
Schon 1979 gelang der Bremer Grünen Liste, Vorläuferpartei der Grünen, der Einzug in die Bremische Bürgerschaft. Den Grünen gelangen seit 1987 bis auf 1999 stets Wahlergebnisse im zweistelligen Bereich.
Begünstigt durch die Struktur als Stadtstaat und das Wahlrecht, bei dem beide Städte getrennte Wahlgebiete mit getrennt geltender Fünf-Prozent-Hürde bilden, erzielten auch Splitterparteien außerhalb des linken Spektrums meistens gute Ergebnisse. So hatte die rechtsextreme DVU – insbesondere in Bremerhaven – höheren Zulauf, der seit 1987 bis auf 1995 stets für mindestens einen Sitz in der Bürgerschaft reichte. Jedoch war sie lediglich zwischen 1991 und 1995 in Fraktionsstärke vertreten, ansonsten lediglich mit einem Abgeordneten, da ihr die Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde nur in Bremerhaven gelang.
Von 1995 bis 1999 war die als rechte SPD-Abspaltung hervorgegangene Partei Arbeit für Bremen und Bremerhaven mit 10,7 % und zwölf Abgeordneten in der Bürgerschaft vertreten. Der Partei Rechtsstaatlicher Offensive gelang 2003 ein Wahlergebnis von landesweit 4,4 %, wobei mit 4,8 % in Bremerhaven der Einzug in die Bürgerschaft knapp misslang. Die rechtspopulistische Wählergemeinschaft Bürger in Wut zog vier Jahre später mit 5,29 % Stimmenanteil in Bremerhaven ebenfalls mit einem Mandat in die Bürgerschaft ein.
Regierung [Bearbeiten]
Landesregierung [Bearbeiten]
Die Exekutive bildet der Senat der Freien Hansestadt Bremen: Er ist die Landesregierung des Landes Bremen. Die einzelnen Senatsmitglieder werden von der Bürgerschaft mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen für die Dauer der Wahlperiode der Bürgerschaft gewählt. Dabei wird zunächst der Präsident des Senats in einem gesonderten Wahlgang gewählt. Zu weiteren Mitgliedern des Senats können Staatsräte, deren Zahl ein Drittel der Zahl der Senatoren nicht übersteigen darf, auf Vorschlag des Senats gewählt werden (Art. 108). Im Vergleich zu den anderen Landesregierungen ist der Charakter des Senats als Kollegialorgan ausgeprägt; der Präsidenten des Senats hat keine formale Richtlinienkompetenz. Die Senatsmitglieder können nicht gleichzeitig der Bürgerschaft angehören.
Kommunalverwaltung [Bearbeiten]
Bremen [Bearbeiten]
Die kommunalen Organe der Stadt Bremen sind mit den staatlichen Organen der Freien Hansestadt Bremen weitgehend personalidentisch. Die im Wahlbereich Bremen gewählten Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft sind gleichzeitig Mitglieder der kommunalen Volksvertretung der Stadtgemeinde Bremen (Stadtbürgerschaft); Verschiebungen können sich dadurch ergeben, dass EU-Ausländer nur auf die Zusammensetzung der Stadtbürgerschaft, nicht aber auf die Zusammensetzung des Landesparlaments Einfluss nehmen können. Der Senat des Landes ist zugleich Organ der Stadt Bremen.
Bremerhaven [Bearbeiten]
Das Landesrecht sieht in den Artikeln 145 bis 148 der Landesverfassung der Freien Hansestadt Bremen einen losen Rahmen für die Gemeindeverfassung vor. Bremerhaven hat sich gem. Artikel 144 der Landesverfassung durch das Ortsgesetz der Stadt Bremerhaven vom 4. November 1947 die Verfassung der Stadt Bremerhaven gegeben. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt beschließt über alle Stadtangelegenheiten. Die Aufsicht des Landes Bremen beschränkt sich gem. Artikel 147 „auf die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung“ (Rechtsaufsicht).
Bremerhaven besitzt als Spitze der Verwaltung einen Magistrat mit einem Oberbürgermeister, dem Bürgermeister als Stellvertreter und den Stadträten. Bremerhaven hat einige Gestaltungsrechte im Schul- und Polizeiwesen, die in anderen Bundesländern auf Landesebene ausgeübt werden.
Judikative [Bearbeiten]
Die richterliche Gewalt wird von unabhängigen Richtern ausgeführt (Art. 135). Die Mitglieder der Gerichte werden von einem Ausschuss gewählt, der aus drei Mitgliedern des Senats, fünf Mitgliedern der Bürgerschaft und drei Richtern gebildet wird (Art. 136).
Für Fragen, die die Bremische Verfassung betreffen, wurde ein Staatsgerichtshof eingerichtet. Der Staatsgerichtshof besteht aus dem Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts der Freien Hansestadt Bremen oder seinem Stellvertreter sowie aus sechs gewählten Mitgliedern, von denen zwei rechtsgelehrte bremische Richter sein müssen.
Die gewählten Mitglieder werden von der Bürgerschaft unverzüglich nach ihrem ersten Zusammentritt für die Dauer ihrer Wahlperiode gewählt und bleiben im Amt, bis die nächste Bürgerschaft die Neuwahl vorgenommen hat. Bei der Wahl soll die Stärke der Fraktionen nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Die gewählten Mitglieder dürfen nicht Mitglieder des Senats oder der Bürgerschaft sein. Wiederwahl ist zulässig (Art. 139).
Länderfusion und Verhältnis zu Niedersachsen [Bearbeiten]
Die Abgrenzung zwischen Bremen und Niedersachsen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg unter US-amerikanischer Militärregierung im Einvernehmen mit Bremen und dem Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen gegenüber der Abgrenzung von 1938/39 verändert. Dabei wurde die angebotene Erweiterung des Umlandes aus politischem Kalkül nicht aufgegriffen.[13][14]
Immer wieder wird eine Fusion mehrerer norddeutscher Länder diskutiert. So wurde ein Zusammenschluss der Länder Niedersachsen und Bremen ins Gespräch gebracht. Eine Fusion stößt traditionell insbesondere in Bremen auf Ablehnung.
Zwischen Bremen und Niedersachsen kam es wiederholt zu Irritationen, die häufig auf von Bremer Seite als ungünstig empfundene Aspekte der Raumordnungs- und Wirtschaftsplanung niedersächsischer Umlandkommunen basierten, wo große Gewerbegebiete in Konkurrenz zur Bremer Wirtschaft entstanden. Aber auch sogenannte „Bremer Alleingänge“ in der Infrastrukturplanung wurden kritisiert.[15]
Hoheitszeichen [Bearbeiten]
-
Bremer Schlüssel (Kleines Landeswappen)
Bremen besitzt insgesamt vier Staatsflaggen. Die Staatsflagge mit mittlerem Wappen unterscheidet sich von der mit Flaggenwappen zusätzlich durch die Anzahl ihrer Streifen. Das Flaggenwappen auf der Staatsflagge ist nicht mit dem großen Landeswappen zu verwechseln. Die Behörden greifen meist auf eine Flagge mit Wappen zurück.
Die Staatskanzlei Bremen kam dem Wunsch von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen, ihre Zugehörigkeit oder Verbundenheit zu „ihrem Land“ zu dokumentieren, mit einem eigens entwickelten Wappenzeichen nach, da die Landeswappen an sich ausschließlich von den Behörden geführt werden dürfen.[16]
Wirtschaft und Verkehr [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
Aufgrund der Hafengruppe Bremen/Bremerhaven ist das Land Bremen Deutschlands Außenhandelsstandort Nummer zwei, gleich nach Hamburg. Die Palette der verschiedenen Handelsgüter die hier im- und exportiert werden, erstreckt sich von Fisch-, Fleisch- und Molkereiprodukten über traditionelle Rohstoffe wie Tee, Baumwolle (siehe Bremer Baumwollbörse), Reis und Tabak bis hin zu Wein und Zitrusfrüchten. Besondere Bedeutung besitzt Bremen für den Kaffeeimport und den Autoexport.
In Bremen befinden sich ein Daimler-Werk, Airbus-Produktion und Raumfahrt- (EADS, OHB Technology) sowie Lebensmittelindustrie (Kraft Foods, Hachez, Brauerei Beck & Co., Kellogg's, Melitta-Kaffee). Verglichen mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union erreichte Bremen 2006 einen Index von 156,9 (EU-27:100).[17]
2007 betrug die Wirtschaftsleistung im Bundesland Bremen gemessen am Bruttoinlandsprodukt rund 26 Milliarden Euro. Bremen hat die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller deutschen Bundesländer.[18]
Verkehr [Bearbeiten]
Schiffsverkehr [Bearbeiten]
Bremen und Bremerhaven bilden zusammen den zweitgrößten Seehafen Deutschlands. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere der Autoumschlag, Containerterminal und Fischereihafen in Bremerhaven sowie der Neustädter Hafen in Bremen. Im Lande Bremen bestehen mehrere Fährverbindungen über die Weser. Diese Verbindungen bestehen zwischen Bremerhaven und Nordenham, zwischen Bremen-Farge und Berne, zwischen Bremen-Blumenthal und Motzen, sowie zwischen Bremen-Vegesack und Lemwerder.
Eisenbahn [Bearbeiten]
Bremen und Bremerhaven sind durch eine elektrifizierte zweigleisige Haupteisenbahnlinie miteinander verbunden. Von Bremen Hauptbahnhof aus führen ferner Verbindungen nach Hamburg, Hannover, Uelzen, ins Ruhrgebiet, nach Delmenhorst–Oldenburg/–Osnabrück/-Nordenham und in den Stadtteil Vegesack, von wo aus die Farge-Vegesacker Eisenbahn den Stadtteil Blumenthal erschließt. Von Bremerhaven Hauptbahnhof aus führen Eisenbahnverbindungen nach Cuxhaven und nach Bremervörde/Hamburg.
Straßen [Bearbeiten]
Beide Landesteile werden durch die Autobahn A 27 miteinander verbunden. Die Stadt Bremen wird außerdem durch die A 1 tangiert. Im Stadtgebiet Bremens wird zurzeit die A 281 gebaut. Im Norden der Stadt Bremen verläuft die A 270. Das Land Bremen war das erste und einzige Bundesland mit einem generellen Tempolimit von 120 km/h auf den durch das Hoheitsgebiet führenden Autobahnen.
Flugverkehr [Bearbeiten]
In Bremen-Neuenland befindet sich der Flughafen Bremen, in Bremerhaven-Luneort ein kleinerer Regionalflughafen.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Allgemein [Bearbeiten]
- Die Polizei Bremen ist auch die Landespolizei der Freien Hansestadt Bremen.
- Die oberen Gerichte der Freien Hansestadt Bremen sind der Staatsgerichtshof, das Oberlandesgericht, das Landesarbeitsgericht, das Finanzgericht, das Landessozialgericht mit einer Zweigstelle und das Oberverwaltungsgericht, alle mit Sitz in Bremen.
- Um die 40 Konsulate und Honorarkonsulate befinden sich im Land Bremen.
- Als Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sind für das Land tätig u.a. die Arbeitnehmerkammer Bremen, Handelskammer Bremen und die Industrie- und Handelskammer Bremerhaven, die Handwerkskammer Bremen, die Hanseatische Rechtsanwaltskammer, die Bremer Notarkammer, die Bremische Landesmedienanstalt, Radio Bremen
Bildung, Wissenschaft und Forschung [Bearbeiten]
Schulwesen
Hochschulen im Land Bremen
- Universität Bremen: Sie hat drei Einrichtungen vorzuweisen, die durch die Exzellenzinitiative gefördert werden.
- Die private Jacobs University Bremen
- Hochschulen Bremen
- Bremerhaven
- Hochschule für Künste Bremen
Bremen und Bremerhaven wurden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur Stadt der Wissenschaft 2005 gewählt.
Wissentschaftliche Einrichtungen
- Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung in Bremen
- Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie (MPI-MM) in Bremen
- Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven (Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft),
- Deutsches Zentrum für Polarforschung im Alfred-Wegener-Institut (Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft) in Bremerhaven,
- Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Gesundheitswesen [Bearbeiten]
Behörde und Körperschaften
Der Senator für Gesundheit, die Ärztekammer Bremen, die Kassenärztliche Vereinigung Bremen, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bremen und die Tierärztekammer
Kliniken
- Klinikverbund Gesundheit Nord mit dem Klinikum Bremen-Mitte, dem Klinikum Bremen-Nord, dem Klinikum Bremen Ost und dem Klinikum Links der Weser
- Freie Kliniken Bremen mit dem Rotem-Kreuz-Krankenhaus, dem Diako Krankenhaus Bremen, dem Krankenhaus St. Joseph Stift Bremen, der Roland-Klinik
- Die privaten Fachkliniken wie die Klinik Dr. Heines oder die Kurfürstenklinik Bremen
- Landesuntersuchungsamt für Chemie, Hygiene und Veterinärmedizin
- Klinikum Bremerhaven – Reinkenheide, eine kommunale Klinik
- Klinik am Bürgerpark Bremerhaven des DRK
- katholische St. Joseph-Hospital Bremerhaven
Sport [Bearbeiten]
→ Sportanlagen und Sportvereine sind zu finden in den Artikeln zu den Stadt- bzw. Ortsteilen von Bremen und Bremerhaven.
Sport im Land Bremen [Bearbeiten]
Der Sport im Land Bremen wird in rund 450 Bremer und Bremerhavener Sportvereinen mit rund 160.000 Mitgliedern betrieben. Er wird vertreten durch den Landessportbund Bremen (LSB) als Dachverband, den Kreissportbünden Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven und den um die 50 Sportfachverbände. Der Breitensport ist ein besonderes Anliegen im Land Bremen. Organisatorisch sind Bremer und Bremerhavener Sportvereine oft eng mit denen aus Niedersachsen verzahnt.
Der älteste, noch bestehende Verein Vorwärts in Bremen wurde 1846 als Arbeiterbildungsverein von Zigarrenmachern gegründet und hatte seinen Sitz seit 1853 im Haus Vorwärts.
Der älteste Verein in Bremerhaven wurde 1859 vom Pädagogen Dr. Justus Lion als Turnverein Bremerhaven gegründet, woraus 1919 der ATS Bremerhaven (ATSB) und 1972 der OSC Bremerhaven mit rund 4500 Mitgliedern (2013) wurde.
Der größte und erfolgreichste Verein in Bremen ist der SV Werder Bremen mit rund 40.000 Mitgliedern (2013) gefolgt von Bremen 1860 mit ca. 6000 Mitgliedern (1995).
Sportarten von Bedeutung [Bearbeiten]
Auswahl, alphabetisch geordnet
- Basketball: Die Eisbären Bremerhaven spielen in der Basketball-Bundesliga.
- Eishockey: Die Fishtown Pinguins vom REV aus Bremerhaven spielen in der 2. Eishockey-Bundesliga.
- Floorball: Im Floorball spielte der TV Eiche Horn (Herren) in der Bundesliga.
- Fußball: Der SVWerder Bremen spielt in der Bundesliga. In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga steht Werder auf dem 2. Platz. Werder Bremens Frauen spielen 2012/13 in der 2. Fußball-Bundesliga (Frauen).
- Handball: Der TV Grambke-Bremen war in den 1970er bis 1990er Jahren eine Hochburg des Handballs. Der TuS Walle Bremen wurde in den 1990er Jahren bei den Frauen fünf Mal Deutscher Handballmeister.
- Judo: Im Judo kämpfen (2013) die Frauen vom TV Eiche Horn in der 2. Judo-Bundesliga.
- Kegeln: Im Kegeln sind (2013) die Damen von der SG LTS/KCN Bremerhaven in der Kegel-Bundesliga (Bohle).
- Rhythmische Sportgymnastik: In Bremen befindet sich seit 1992 der Bundesstützpunkt für die Rhythmische Sportgymnastik. Lena Rübke wurde von 2008 bis 2010 vielfache Deutsche Meisterin in verschieden Übungen.
- Rudern: Rudern hat in Bremen eine große Tradition. Die Große Bremer Ruderregatta findet seit 1879 jährlich auf dem Werdersee statt. Knud Lange vom Bremerhavener Ruderverein errang bei den Ruder-Weltmeisterschaften mehrere WM-Medaillen (WM 2006, WM 2008, WM 2009).
- Rugby: Im Rugby spielt (2013) Bremen 1860/Union 60 Bremen in der 2. Rugby-Bundesliga.
- Schach: Werder Bremen spielt in der Schach-Bundesliga.
- Squash: Im Squash spielt (2013) der 1. Bremer Squash-Club von 1976 in der Bundesliga.
- Tanzsport: Die Städte Bremerhaven und Bremen gelten als überregional bekannte Zentren im Tanzsport.
Die Tanzsportgemeinschaft Bremerhaven (TSG) von 1971 wurden 20 Mal Deutscher Meister, 10 Mal Europameister, 14 Mal Weltmeister und vier Mal Bremer Mannschaft des Jahres (1997, 1999, 2001, 2002).
Beim Grün-Gold-Club Bremen tanzte das A-Team von 1998 bis 2002 in der 2. Bundesliga und stieg 2002 in die 1. Bundesliga auf. Das A-Team wurden Weltmeister 2006, 2009 und 2012; Europameister 2007, 2008, 2010; Vizeeuropameister 2004 bis 2005 und 2009; Deutscher Meister 2004, 2005 und von 2007 bis 2012. Es war sieben Mal Bremer Mannschaft des Jahres von 2003 bis 2009. Das B-Team tanzt seit 2002/2003 ebenfalls in der 1. Bundesliga.
- Tischtennis: Werder Bremen spielt seit 2007 in der Tischtennis-Bundesliga.
Religion [Bearbeiten]
Nach einer Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland gehörten 53,6 % der Bremer im Jahre 2009 einer der beiden großen christlichen Religionsgemeinschaften an.[19]
Evangelische Kirche [Bearbeiten]
Die Mehrheit der christlich gebundenen Bevölkerung bekennt sich zur evangelischen Kirche (Bremische Evangelische Kirche in Bremen und Bremerhaven-Mitte). Diese Landeskirche hat sowohl eine lutherische wie auch eine reformierte Tradition und ist somit eine unierte Kirche. Daneben gehören viele Christen im Rest Bremerhavens, der früher zum Königreich Hannover gehörte, zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. 2009 gehörten 40,2 % zu einer Gliedkirche der EKD.[19]
Katholische Kirche [Bearbeiten]
Die römisch-katholischen Christen gehören zum Dekanat Bremen des Bistums Osnabrück (Bremen/südlich der Lesum) und zu den Dekanaten Bremerhaven und Bremen Nord des Bistums Hildesheim (Bremerhaven und Bremen Nord/nördlich der Lesum). Der Anteil der Katholiken beläuft sich auf 12,2 %.[19]
Es gibt eine Gemeinde der Altkatholischen Kirche, die zur Theresiendomgemeinde in Nordstrand gehört. Altkatholische Messen werden in der Römisch-katholischen Kirche am Krankenhaus St. Joseph-Stift abgehalten.
Freikirchen, Zeugen Jehovas [Bearbeiten]
Daneben gibt es in Bremen noch eine Reihe von Freikirchen, darunter die Apostolische Gemeinschaft, die Neuapostolische Kirche und die Siebenten-Tags-Adventisten. Ebenso sind die Zeugen Jehovas mit Gemeinden im Stadtgebiet vertreten.
Judentum [Bearbeiten]
In Bremen-Schwachhausen existiert eine Synagoge. In Hastedt besteht der alte Jüdische Friedhof Deichbruchstraße und am Riensberg zwischen der H.-H.-Meier-Allee und der Beckfeldstraße (Zugang) wurde im November 2008 der neue Jüdische Friedhof fertig gestellt.[20]
Islam [Bearbeiten]
Die Muslime sind in mehreren Gemeinden organisiert. Ihre größte Moschee ist die Fatih-Moschee in Gröpelingen, gegenüber der ehemaligen Werft AG Weser.
Sonstige [Bearbeiten]
Schließlich leben in Bremen Angehörige asiatischer Religionsgemeinschaften in weniger festgefügten Organisationsformen, z. B. Buddhisten.
Siehe auch [Bearbeiten]
Portal: Bremen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bremen
Literatur [Bearbeiten]
- Literatur von Bremen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Weblinks [Bearbeiten]
- Website Bremen u. Bremerhaven
- Bremische Bürgerschaft
- Verfassung der Freien Hansestadt Bremen
- Wahlergebnisse (Statistisches Landesamt)
- Links zum Thema Bremen im Open Directory Project
- Statistische und historische Informationen zu Bremen im Deutschen Reich bei HGIS
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
- ↑ a b c d Seit Inkrafttreten des Staatsvertrag zur Luneplate.
- ↑ Bevölkerungsstand und Bevölkerungsbewegung (monatlich). Statistisches Landesamt Bremen, Dezember 2012, abgerufen am 22. April 2013.
- ↑ Arbeitslosenquoten im März 2013 – Länder und Kreise. In: arbeitsagentur.de. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 29. März 2013.
- ↑ Destatis Schulden der öffentlichen Haushalte am 31.12.2012
- ↑ Art. 148 Landesverfassung. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 28. Mai 2011.
- ↑ Bremen, Senator für Umweltschutz und Stadtentwicklung 1992: Landschaftsprogramm Bremen 1991
- ↑ Statistisches Landesamt Bremen
- ↑ Senator für das Bauwesen und Niedersächsischer Minister des Innern: Bremen-Niedersachsen. 10 Jahre gemeinsame Landesplanung, S. 116 f. Bremen 1973.
- ↑ Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon, Bd I., S. 275, Edition Temmen, Bremen 2003.
- ↑ Bettina Blank: Die westdeutschen Länder und die Entstehung der Bundesrepublik – Zur Auseinandersetzung um die Frankfurter Dokumente vom Juni 1948, S. 57 ff., 1995 Oldenbourgh Wissenschaftsverlag.
- ↑ Bettina Blank, aaO, S. 60.
- ↑ Bundesland Bremen: Bremens Eigenständigkeit wird wiederhergestellt. rathaus.bremen.de, Oktober 2006, abgerufen am 26. August 2010 (PDF; 22 kB).
- ↑ Sicherung der Bremer Eigenständigkeit In: WP Wilhelm Kaisen
- ↑ Wulff und Böhrnsen streiten um Lkw-Fahrverbot. Weser-Kurier, 22. Dezember 2009, abgerufen am 26. August 2010.
- ↑ Flagge und Wappen der Freien Hansestadt Bremen. bremen.de, abgerufen am 26. August 2010.
- ↑
Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)Passwortschutz, nicht frei verfügbar - ↑ Vor riesengroßen Herausforderungen.
- ↑ a b c Kirchenmitgliederzahlen am 31.12.2009. Evangelische Kirche Deutschland, November 2007, abgerufen am 26. August 2010 (PDF; 628 kB).
- ↑ Bremen – Neuer Jüdischer Friedhof. Architektenkammer Niedersachsen, abgerufen am 9. Januar 2010.
Kaiserreich: Österreich | Königreiche: Preußen | Bayern | Sachsen | Hannover | Württemberg | Kurfürstentümer: Hessen (Kassel) | Großherzogtümer: Baden | Hessen (Darmstadt) | Luxemburg | Mecklenburg-Schwerin | Mecklenburg-Strelitz | Oldenburg | Sachsen-Weimar-Eisenach | Herzogtümer: Anhalt (ab 1863) | Bernburg (bis 1863) | Dessau (bis 1863) | Köthen (bis 1847) | Braunschweig | Holstein | Lauenburg | Limburg | Nassau | Sachsen-Altenburg (ab 1826) | Sachsen-Coburg-Saalfeld ab 1826 als Sachsen-Coburg-Gotha | Sachsen-Gotha-Altenburg (bis 1826) | Sachsen-Hildburghausen (bis 1826) | Sachsen-Meiningen | Fürstentümer: Hessen-Homburg | Hohenzollern-Hechingen (bis 1850) | Hohenzollern-Sigmaringen (bis 1850) | Liechtenstein | Lippe | Reuß älterer Linie | Reuß jüngerer Linie | Schaumburg-Lippe | Schwarzburg-Rudolstadt | Schwarzburg-Sondershausen | Waldeck | Freie Städte: Frankfurt am Main | Hamburg | Lübeck | Bremen
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Preußen in Personalunion mit Lauenburg | Sachsen | Mecklenburg-Schwerin | Mecklenburg-Strelitz | Oldenburg | Sachsen-Weimar-Eisenach | Hessen (nur Provinz Oberhessen nördlich des Mains) | Braunschweig | Sachsen-Meiningen | Sachsen-Altenburg | Sachsen-Coburg und Gotha | Anhalt | Schwarzburg-Rudolstadt | Schwarzburg-Sondershausen | Waldeck-Pyrmont | Reuß älterer Linie | Reuß jüngerer Linie | Schaumburg-Lippe | Lippe | Hamburg | Lübeck | Bremen
Anhalt | Baden | Bayern | Braunschweig | Bremen | Elsaß-Lothringen | Hamburg | Hessen-Darmstadt | Lippe | Lübeck | Mecklenburg-Schwerin | Mecklenburg-Strelitz | Oldenburg | Preußen | Reuß älterer Linie | Reuß jüngerer Linie | Sachsen | Sachsen-Altenburg | Sachsen-Coburg und Gotha | Sachsen-Weimar-Eisenach | Sachsen-Meiningen | Schaumburg-Lippe | Schwarzburg-Rudolstadt | Schwarzburg-Sondershausen | Waldeck | Württemberg
Anhalt | Baden | Bayern2 | Braunschweig | Bremen1,2 | Hamburg1,2 | Hessen | Lippe | Lübeck1,(2) | Mecklenburg-Schwerin | Mecklenburg-Strelitz1 | Oldenburg | Preußen | Sachsen2 | Schaumburg-Lippe | Thüringen | Waldeck-Pyrmont1(bis 1929) | Württemberg
Einige Artikel stellen vorrangig das Land zu Weimarer Zeit dar, andere gleichermaßen Vorgängerstaat (1) oder Nachfolgestaat (2).
53.3472666666678.5913Koordinaten: 53° N, 9° O
