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Fußball-Weltmeisterschaft

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(Weitergeleitet von FIFA-WM)
Fußball-Weltmeisterschaft
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Voller NameFIFA World Cup
AbkürzungWM
VerbandFIFA
Erstaustragung1930
Mannschaften32 (Endrunde, seit 1998)
SpielmodusRundenturnier (8 Gruppen à 4 Teams)
K.-o.-System (ab Achtelfinale)
TitelträgerArgentinien Argentinien (3. Titel)
RekordsiegerBrasilien Brasilien (5 Titel)
RekordspielerArgentinier Lionel Messi (26 Spiele)
RekordtorschützeDeutscher Miroslav Klose (16 Tore)
Websitefifa.com

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft ist ein Fußballwettbewerb für Fußball-Männer-Nationalmannschaften. Alle vier Jahre können sich die Mannschaften für die Endrunde der Weltmeisterschaft qualifizieren. In einem abschließend rund vierwöchigen Turnier wird daraus die beste Nationalmannschaft als Weltmeister ermittelt. Der Weltfußballverband FIFA veranstaltet und vermarktet das Turnier unter dem offiziellen Label FIFA World Cup bzw. FIFA Fussball-Weltmeisterschaft. Das jeweilige Gastgeberland richtet das Turnier aus. Gemessen an der Zahl der TV-Zuschauer[1] ist dieses Endrundenturnier die weltweit größte Sportveranstaltung und gilt neben den Olympischen Spielen als das bedeutendste Sportereignis überhaupt.

2022 fand die 22. Austragung vom 20. November bis zum 18. Dezember im arabischen Golfstaat Katar statt. Die nächste Endrunde soll im Juni und Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen werden.

Geschichte

JahrFußball-Weltmeister
1930  Uruguay
1934  Italien
1938  Italien (2)
1950  Uruguay (2)
1954  BR Deutschland
1958  Brasilien
1962  Brasilien (2)
1966  England
1970  Brasilien (3)
1974  BR Deutschland (2)
1978  Argentinien
1982  Italien (3)
1986  Argentinien (2)
1990  BR Deutschland (3)
1994  Brasilien (4)
1998  Frankreich
2002  Brasilien (5)
2006  Italien (4)
2010  Spanien
2014  Deutschland (4)
2018  Frankreich (2)
2022  Argentinien (3)

Die Zeit des organisierten Fußballs begann 1863 mit der Gründung der englischen Football Association (FA) in London, die sich in ihren Regeln für den Association Football erstmals in der Geschichte verbindlich vom Rugby Football abgrenzte und so zum Beispiel das kontrovers diskutierte Handspiel verbot, was zu Austritten aus dem neuen Verband und zum Rückzug des Schatzmeisters führte. Am 9. Januar 1864 fand mit ausgewählten Spielern das weltweit erste Fußballspiel nach den Regeln der FA statt. Zu diesem Zeitpunkt war das britische Empire die einflussreichste Macht der Welt. Es hatte weltweit Stützpunkte und britische Schiffe waren in jedem Hafen zu finden. Diese historische Besonderheit war die Grundlage für die weltweite Verbreitung der englischen Fußballregeln innerhalb einer Generation. Die ersten Spiele außerhalb der Britischen Inseln wurden unter anderem in Seehäfen von britischen Matrosen organisiert.

Während des ausgehenden 19. Jahrhunderts wurden in Europa und Amerika viele Nationalverbände gegründet, was erstmals die Organisation internationaler Begegnungen ermöglichte. Das erste Spiel zwischen Vertretern nationaler Verbände fand am 30. November 1872 auf dem Hamilton Crescent, im heutigen Glasgower Stadtteil Partick, zwischen Schottland und England statt, die Begegnung endete torlos.[2]

Am 1. Mai 1904 kam es in Uccle/Ukkel in Belgien zum ersten Länderspiel zwischen den Nationalmannschaften Belgiens und Frankreichs (3:3). Dabei wurde angeregt, eine internationale Fußballorganisation zu gründen.[3] Am 21. Mai 1904 wurde dann durch Robert Guérin, dem Sekretär der Fußballabteilung der Union des sociétés françaises de sports athlétiques, und Carl Anton Wilhelm Hirschmann, dem Sekretär des Nederlandse Voetbal Bond, in Paris die FIFA gegründet und damit ein rein nationales Denken der Verbände verhindert. Dennoch sollte es viele Jahrzehnte dauern, bis die FIFA sich gegen die Vormacht der englischen FA behaupten konnte und bis die amerikanischen Verbände einen bedeutenden Einfluss auf die von den europäischen Verbänden geprägte Politik der FIFA nehmen konnten.

Im Juli 1905 fand der zweite FIFA-Kongress statt und Vizepräsident Carl Anton Wilhelm Hirschmann machte den Vorschlag für ein Weltturnier. Für diese rein europäische Veranstaltung hatte er bereits einen Spielplan erstellt, Austragungsland sollte die Schweiz sein. Die Kongressteilnehmer waren begeistert, aber vielen Worten folgten wegen ausbleibenden Interessenten keine Taten. Bis zur ersten Fußball-WM 1930 in Uruguay hatten die Olympiaturniere quasi den Stellenwert einer Weltmeisterschaft. Aus Sicht der Olympiaverantwortlichen war Fußball für die Spiele ungeeignet, da es sich nicht um eine Wettkampfsportart, sondern nur um ein Spiel handelte, und sie betrachteten diese Sportart als Showeinlage. 1896 war Fußball nicht im olympischen Programm, und vier Jahre später in Paris waren nur drei Vereinsmannschaften aus Frankreich, Belgien und Großbritannien für einen Demonstrationswettbewerb anwesend. 1904 in St. Louis traten drei nordamerikanische Mannschaften gegeneinander an.

Ein Glücksfall für die Zukunft des internationalen Fußballs war die Vergabe der Spiele an London 1908. Im Heimatland des Fußballs konnte man eine professionelle Organisation durch die FA erwarten. Außerdem wurde die FIFA mittlerweile vom Briten Daniel Burley Woolfall angeführt. Neben Großbritannien stellten die Verbände aus Dänemark, Schweden und den Niederlanden eine Mannschaft auf. Frankreich schickte sogar zwei Teams in die britische Hauptstadt. Sieger wurden überzeugend die Engländer, die im Finale Dänemark, die damals stärkste Mannschaft Kontinentaleuropas, besiegten. 1912 nahmen bereits elf Mannschaften am olympischen Fußballturnier teil. Die Finalbegegnung wiederholte sich, mit einem 4:2 konnten die Engländer erneut die Goldmedaille erringen.

Die für 1916 geplanten Olympischen Spiele fanden aufgrund des Ersten Weltkriegs nicht statt.

1920 war Antwerpen der Mittelpunkt der Fußballwelt, und 14 Mannschaften kämpften um den Olympiasieg. Im Finale standen sich Belgien und die Tschechoslowakei gegenüber. Während des Spiels fühlten sich die Tschechoslowaken vom Schiedsrichter benachteiligt und verließen das Spielfeld, Belgien wurde zum Sieger erklärt. Die Olympischen Spiele 1924 wurden zum ersten Weltturnier des Fußballs. Neben den Europäern schickte Ägypten ein Team. Ebenfalls dabei war eine US-amerikanische Auswahl, die allerdings zum Großteil aus europäischen Einwanderern bestand, sowie das siegreiche Team aus Uruguay.

Die unerwartet überlegene Vorstellung des südamerikanischen Fußballs vier Jahre zuvor führte dazu, dass vor dem olympischen Turnier von 1928 viele Mannschaften aus Südamerika zu Gastspielen in Europa eingeladen wurden. Die Olympiateilnehmer mussten Amateure sein, was zur Absage einiger wichtiger Länder führte. Der FIFA war zunehmend klar, dass die Amateurregel des IOC ein Problem darstellte. Deshalb entschied sie sich am 28. Mai 1929 für die Organisation einer eigenständigen Weltmeisterschaft, nachdem FIFA-Präsident Jules Rimet und der uruguayische Mäzen Enrique Buero schon seit 1924 darauf hingearbeitet hatten. Neben Uruguay wollten auch einige europäische Länder diese Veranstaltung ermöglichen. Deren Gruppe wurde rasch kleiner, und am Ende waren nur noch Italien, Ungarn und Uruguay übrig. Der argentinische Delegierte Adrian Beccar Varela hielt eine Rede für sein Nachbarland, was die beiden europäischen Mitbewerber überzeugte. Somit wurde Montevideo zum Austragungsort der ersten Fußball-Weltmeisterschaft bestimmt.

Regelwerk

Bezeichnung

Die offizielle deutschsprachige Schreibweise der Fußball-Weltmeisterschaft ist FIFA Fussball-Weltmeisterschaft. Dabei entspricht zwar die Schreibweise des Bestandteils Fussball der amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung im schweizerischen Geltungsbereich (§ 25 E2, der Weltfußballverband FIFA hat seinen Hauptsitz in Zürich, Schweiz), nicht aber das Leerzeichen hinter FIFA (s. § 44, Abs. 1).

Vergabeverfahren zum Austragungsort

Ausrichter der WM
dunkelgrün: 2×, hellgrün: 1×, schwach hervorgehoben: zukünftige, dunkelgrau: Ausrichtung abgesagt

Über den Austragungsort einer Fußball-Weltmeisterschaft entscheidet der Exekutiv-Ausschuss der FIFA. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des FIFA-Präsidenten doppelt. Von 1958 bis 2010 fanden alle Fußball-Weltmeisterschaften immer abwechselnd in Europa und einem anderen Kontinent statt.[4]

Im Jahr 2000 beschloss die FIFA ein sogenanntes Rotationsverfahren, dem zufolge Weltmeisterschaften ab 2010 im regelmäßigen Wechsel zwischen den sechs Kontinentalverbänden stattfinden werden. Dieses Verfahren wurde 2007 durch das Exekutivkomitee wieder abgeschafft. Ausgeschlossen sind nur die Kontinentalverbände, in welchen die letzten beiden Weltmeisterschaften stattgefunden haben. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 bedeutete dies, dass Länder aus dem Afrikanischen Fußballverband und dem Südamerikanischen Fußballverband als Gastgeber ausgeschlossen waren.[5] Am 19. Dezember 2008 beschloss das FIFA-Exekutivkomitee auf seiner Sitzung in Tokio, die WM 2018 und die WM 2022 gleichzeitig zu vergeben.[6] Mit den seit 2016 geltenden FIFA-Statuten besteht die einzige Einschränkung darin, eine Fußball-Weltmeisterschaft nicht zweimal nacheinander an Mitglieder derselben Konföderation zu vergeben.[7]

Qualifikation

Um an der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen, müssen sich die Mannschaften in der Regel in der Qualifikationsrunde durchsetzen. Nur das Gastgeberland ist automatisch bei der Endrunde startberechtigt. Bei den Endrunden von 1938 bis einschließlich 2002 war neben dem Gastgeberland auch der amtierende Weltmeister automatisch qualifiziert.

Die Qualifikation wird innerhalb der einzelnen Kontinentalverbände ausgetragen. Jedem Kontinentalverband steht eine festgelegte Zahl an Endrundenteilnehmern zu, wobei es auch „halbe“ Startplätze gibt, die sich in einer interkontinentalen Relegation durchsetzen müssen.

Der Modus in den Qualifikationsturnieren ist von Kontinent zu Kontinent unterschiedlich. So spielen in der südamerikanischen Zone alle zehn Nationalmannschaften in einer Gruppe. Die vier besten Teams der Gruppe sind für die Endrunde qualifiziert, während die fünftplatzierte Nationalmannschaft in Relegationsspielen gegen einen nordamerikanischen Vertreter um einen weiteren Startplatz spielt. In den anderen Kontinentalverbänden werden die Teilnehmer auch in Gruppenspielen oder im K.-o.-System ermittelt.

Endrunde

Die qualifizierten Mannschaften spielen mit dem vorher bestimmten Gastgeberland in einem ca. vier Wochen dauernden Wettstreit um den Titel des Weltmeisters, welcher alle vier Jahre vergeben wird. Der Modus der Endrunde wurde im Lauf der Geschichte mehrfach verändert. Frühere Modi sind weiter unten beschrieben. Der hier beschriebene Modus war 1998 bis 2022 im Einsatz.

In der ersten Turnierphase (Gruppenphase) sind die Mannschaften nach dem Zufallsprinzip in mehrere Gruppen mit jeweils vier Mannschaften unterteilt, wobei einige Mannschaften nach gewissen Kriterien (Gastgeber, Weltmeister, FIFA-Rangliste) gesetzt und die anderen Mannschaften aus vorwiegend regional orientierten Lostöpfen gezogen werden. Dadurch soll verhindert werden, dass in der Gruppenphase bereits die Turnierfavoriten aufeinandertreffen oder eine Gruppe nur aus Nationalmannschaften eines Kontinents besteht.

Jedes Team hat in der Gruppenphase drei Spiele gegen seine Gruppengegner zu bestreiten. Wie im Fußball weltweit Standard, bringt ein Sieg drei Punkte (seit 1994, vorher zwei), ein Unentschieden einen Punkt und eine Niederlage keinen Punkt. Die beiden letztplatzierten Mannschaften jeder Gruppe scheiden nach den drei Spielen der Gruppenphase aus. Bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Mannschaften wird die Rangfolge in der Gruppe gemäß Art. 42 Ziffer 5 der FIFA-Regeln für die WM 2014 folgendermaßen ermittelt:[8] Erstes Kriterium ist die Tordifferenz aus allen Gruppenspielen. Sollte diese gleich sein, zählt die höhere Zahl der in allen Gruppenspielen erzielten Tore. Sollten zwei oder mehr Mannschaften in allen diesen Kriterien übereinstimmen, entscheidet der direkte Vergleich dieser Mannschaften (wieder in der Reihenfolge Punkte, Tordifferenz und Anzahl der geschossenen Tore aus den Spielen dieser Mannschaften untereinander) und letztlich das Los.

In den kommenden Runden gilt das K.-o.-System, d. h. nur der Sieger kommt in die jeweils nächste Runde. Steht es nach Ablauf der regulären 90-minütigen Spielzeit unentschieden, geht das Spiel in die Verlängerung. Für die Entscheidung in der Verlängerung galt zwischenzeitlich die Golden-Goal-Regel. Seit der WM 2006 findet die Verlängerung wieder in klassischer Form statt: Nach einer Pause von fünf Minuten wird ohne weitere Pause (nur mit Seitenwechsel) zwei Mal 15 Minuten gespielt. Die Mannschaft, die in der Verlängerung mehr Tore erzielt, hat gewonnen. Sollte nach der Verlängerung immer noch kein Sieger feststehen, entscheidet ein Elfmeterschießen.

Nachdem in der Gruppenphase die Hälfte der Mannschaften ausgeschieden sind, verbleiben 16 Teams, die in den Achtelfinalspielen um ein Weiterkommen kämpfen. Dabei spielt jeder Gruppenerste gegen den Gruppenzweiten einer anderen Gruppe. Die Sieger der Achtelfinals bestreiten eines von vier Spielen, die als Viertelfinale bezeichnet werden. Die vier Sieger dieser Partien dürfen in eines von zwei Halbfinalen einziehen.

Die beiden Verlierer der Halbfinalspiele bestreiten das Spiel um den dritten Platz der WM, welches am Vorabend des Finalspiels stattfindet und auch als „Kleines Finale“ bezeichnet wird. Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft ist eines der prestigeträchtigsten und beliebtesten sportlichen Ereignisse, die ein Fußballspieler erleben kann. Das Siegerteam des Finalspiels bekommt den Pokal und darf sich für vier Jahre Weltmeister nennen.

Der Austragungsmodus im Wandel

Die Austragungsmodi im Überblick
Jahr Ausrichter Turnierform
(1.) Gruppenphase Finalrunde
1930 Uruguay1 Gruppe à 4
3 Gruppen à 3
Halbfinale
Finale
1934 ItalienAchtelfinale
Viertelfinale
Halbfinale
Platz 3/Finale
1938 Frankreich
1950 Brasilien2 Gruppen à 4
1 Gruppe à 3
1 Gruppe à 2
1 Gruppe à 4
1954 Schweiz4 Gruppen à 4Viertelfinale
Halbfinale
Platz 3/Finale
1958 Schweden
1962 Chile
1966 England
1970 Mexiko
1974Deutschland BR Deutschland2 Gruppen à 4
Platz 3/Finale
1978 Argentinien
1982 Spanien6 Gruppen à 44 Gruppen à 3
Halbfinale
Platz 3/Finale
1986 MexikoAchtelfinale
Viertelfinale
Halbfinale
Platz 3/Finale
1990 Italien
1994 USA
1998 Frankreich8 Gruppen à 4
2002 Südkorea
 Japan
2006 Deutschland
2010 Südafrika
2014 Brasilien
2018 Russland
2022 Katar
2026 Kanada
 Mexiko
 USA
12 Gruppen à 4Sechzehntelfinale
Achtelfinale
Viertelfinale
Halbfinale
Platz 3/Finale
2030 Spanien
 Portugal
 Marokko
noch offennoch offen
2034 Saudi-Arabien

Der Austragungsmodus der Fußballweltmeisterschaften wurde mehrmals geändert. Das erste Turnier 1930 sollte eigentlich komplett im K.-o.-System durchgeführt werden. Da aber nur 13 Mannschaften angereist waren, entschloss man sich, vor dem Start zunächst eine Gruppenphase mit drei Gruppen à drei und einer Gruppe à vier Mannschaften durchzuführen. Dies sollte für die langwierig per Schiff angereisten vier europäischen Teams auch garantieren, dass sie nicht unmittelbar die Rückreise antreten mussten. Die Zusammensetzung der Gruppen wurde nach Ankunft aller Teilnehmer kurz vor dem Turnier gelost. Die Sieger der vier Gruppen spielten im Halbfinale gegeneinander, die beiden Sieger bestritten das Finale. Zum einzigen Mal in der WM-Geschichte wird das Spiel um Platz 3 noch nicht ausgetragen.

1934 und 1938 wurde das Turnier, beginnend mit einem Achtelfinale, komplett im K.-o.-System durchgeführt, wobei alle Partien einer Runde zeitgleich stattfanden. Bei einem Unentschieden nach Verlängerung gab es einen Tag (1934) bzw. zwei bis fünf Tage (1938) später ein Wiederholungsspiel. Danach hätte ggf. das Los entschieden. 1934 musste sich der Gastgeber Italien erst sportlich qualifizieren, der Titelverteidiger Uruguay verzichtete aus Protest gegen ein Turnier in Europa; 1938 fiel durch den Anschluss Österreichs eine Mannschaft weg und die Spieler der österreichischen Mannschaft wurden stattdessen Teil der deutschen Nationalmannschaft.[9]

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte man 1950 zum Gruppenmodus in der Vorrunde zurück. Da drei qualifizierte Mannschaften auf die Teilnahme verzichteten, gab es zwei Gruppen mit vier, eine Gruppe mit drei und eine mit lediglich zwei Teams, also einer einzigen Partie. Dies stieß in der nächsten Runde auf Kritik, da die uruguayische Mannschaft damit nur ein Spiel absolviert hatte, während es bei der Brasilianischen drei Spiele waren. Die vier Gruppensieger spielten anschließend in einer weiteren Gruppenrunde den Weltmeister aus, so dass es kein offizielles Endspiel gab. Jedoch ergab es sich, dass im dritten Spiel die beiden bestplatzierten Mannschaften aufeinandertrafen. Den bis heute einmaligen Modus hatte zur damaligen Zeit noch der Ausrichter des Turniers bestimmt.

1954 wurde die Vorrunde in einem sehr ungewöhnlichen Gruppenmodus mit vier Gruppen durchgeführt: Pro Gruppe waren zwei Teams gesetzt, die gar nicht gegeneinander spielen mussten. Endeten Spiele in der Gruppenphase remis, wurden sie um zweimal 15 Minuten verlängert, bevor das Endergebnis zählte. Bei Punktgleichheit des Zweiten und Dritten gab es ein Entscheidungsspiel, zwischen dem Ersten und Zweiten einen Losentscheid. Das Torverhältnis spielte keine Rolle. Der Versuch, favorisierte Mannschaften durch den Setzmodus in der Vorrunde zu schonen, führte jedoch nur zu geringen Punkteausbeuten, die insgesamt je zwei Entscheidungsspiele und Losentscheide notwendig machten. Anschließend fand eine K.-o.-Runde statt, bei der die teils gelosten Gruppensieger gegen die Zweiten spielten. Erstmals trugen die Mannschaften feste Rückennummern.

1958 wurde die Vorrunde ebenfalls im Gruppenmodus, aber ohne gesetzte Teams gespielt, bei Punktgleichheit gab es aber weiterhin direkt Entscheidungsspiele. Die K.-o.-Runde wurde wieder im Überkreuzvergleich (Erster gegen Zweiter einer anderen Gruppe) durchgeführt.

1962 bis 1970 wurde für die Ermittlung der Gruppensieger und -zweiten bei Punktgleichheit erstmals das Torverhältnis (Quotient) herangezogen, seit 1974 ist es die Tordifferenz, so wie heute noch üblich. 1970 wurden die Gelbe und die Rote Karte sowie die Möglichkeit zu zwei Auswechslungen eingeführt.

1974 und 1978 folgte nach der Vorrunde mit 16 Mannschaften eine Zwischenrunde, in der je zwei Gruppensieger und Gruppenzweite in zwei Gruppen wieder jeder gegen jeden die Endspielteilnehmer ausspielten. Die beiden Zwischenrundenzweiten spielten den dritten Platz aus. Es gab also keine Halbfinalspiele.

1982 wurde erstmals ein Turnier mit 24 Mannschaften durchgeführt. Nach der Vorrunde im nun üblichen Gruppenmodus erfolgte eine Zwischenrunde mit vier Gruppen à drei Mannschaften. Die Gruppensieger spielten im Halbfinale gegeneinander die beiden Finalisten aus. Bei diesem Turnier wurde auch erstmals ein Elfmeterschießen durchgeführt, wenn ein Spiel nach Verlängerung noch remis stand.

1986 bis 1994 qualifizierten sich neben den sechs Gruppensiegern und Gruppenzweiten noch die vier besten Gruppendritten für das erstmals seit 1938 ausgetragene Achtelfinale.

Seit 1998 wird das Turnier mit 32 Mannschaften durchgeführt. Für das Achtelfinale qualifizieren sich die acht Gruppensieger und -zweiten, wobei zwei Mannschaften aus derselben Gruppe erst wieder im Finale bzw. im Spiel um den dritten Platz aufeinandertreffen können. 2002 jedoch sollte verhindert werden, dass die beiden Veranstalter (Japan und Südkorea) zu früh aufeinandertreffen können, wodurch zwei Mannschaften aus der gleichen Gruppe (Brasilien und Türkei) im Halbfinale erneut gegeneinander spielten. Außerdem gab es 1998 und 2002 das Golden Goal, was bedeutete, dass eine Verlängerung durch das erste erzielte Tor automatisch vor Spielende entschieden wurde.

Seit 2006 ist der amtierende Weltmeister nicht mehr automatisch qualifiziert, sondern nur der Gastgeber.[10]

Am 10. Januar 2017 beschloss die FIFA, dass ab 2026 48 Mannschaften in insgesamt 16 Gruppen zu je drei Mannschaften teilnehmen werden, wobei sich die beiden Gruppenbesten für die K.-o.-Phase qualifizieren sollten.[11] Die Zahl der Vorrundenspiele bliebe damit gleich (48 Spiele), es käme jedoch im K.-o.-System die Sechzehntelfinalrunde mit 16 zusätzlichen Spielen hinzu, so dass die Gesamtzahl der Spiele von 64 auf 80 steigen würde.[12] Am 14. März 2023 wurde auf dem 73. FIFA-Kongress in Kigali die Aufstockung der Spiele auf insgesamt 104 Partien beschlossen. Der Modus sieht zunächst eine Gruppenphase mit zwölf Vierer-Gruppen vor; das Turnier soll 40 Tage dauern.[13]

Trophäen

Replik des Jules-Rimet-Pokals (2009) – seit 2012 im National Football Museum in Preston. Das Original war von 1930 bis 1970 die Siegestrophäe der Fußball-WM, wurde an Brasilien 1970 nach seinem dritten WM-Sieg dauerhaft vergeben, 1983 gestohlen und gilt seitdem als verschollen.
Der FIFA-WM-Pokal

Bei der ersten Weltmeisterschaft 1930 wurde bekannt gegeben, dass derjenige Verband, dessen Auswahl den Weltpokal dreimal gewinnt, diesen behalten dürfe. Durch den dritten WM-Gewinn der brasilianischen Nationalmannschaft 1970 ging die Trophäe, die 1946 nach dem FIFA-Präsidenten Coupe Jules Rimet benannt worden war, in den Besitz des brasilianischen Fußballverbandes über. Das Original wurde 1983 gestohlen und vermutlich eingeschmolzen.[14]

Der neue FIFA-WM-Pokal, der seit 1974 an den Turniersieger vergeben wird, wurde aus 53 Entwürfen ausgewählt und vom Italiener Silvio Gazzaniga gestaltet. Der Wanderpokal ist 36,8 cm hoch, wiegt 6175 g und besteht aus 18-karätigem Gold sowie zwei Ringen aus Malachit. Zunächst durfte der amtierende Fußball-Weltmeister den Pokal bis zur nächsten WM behalten.[15] Nun muss der Original-Pokal auf Verlangen der FIFA spätestens bei der Abreise aus dem Gastgeberland an die FIFA zurückgegeben werden, der Weltmeister erhält eine vergoldete Replik. Auch diese bleibt Eigentum der FIFA und muss auf Verlangen zurückgegeben werden.[16] Seit 2006 wird der Pokal vor jeder Endrunde im Rahmen der „FIFA World Cup Trophy Tour“ auf eine mehrmonatige Weltreise geschickt und anschließend im Gastgeberland präsentiert.[17][18]

Die Mannschaften auf dem ersten, zweiten und dritten Platz bekommen Medaillen aus Gold, Silber oder Bronze.

Erstteilnahmen

Insgesamt sind in der FIFA 211 nationale Fußballverbände registriert (Stand: 13. Mai 2016).[19] Bis einschließlich der WM 2022 waren 80 dieser Verbände bei einer Weltmeisterschafts-Endrunde mit einer eigenen Auswahl vertreten. Die folgende Liste gibt einen Überblick der WM-Premieren aller bisherigen Teilnehmer einschließlich der zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Bezeichnung ihres Staates bzw. Teilstaates.

  • Fett geschriebene Mannschaften wurden bei ihrer ersten Teilnahme Weltmeister.
  • mit einem * gekennzeichnete Mannschaften waren bei ihrer ersten Teilnahme gleichzeitig Ausrichter.
  • Kursiv geschriebene Mannschaften gehörten zum Rechtsnachfolger aufgelöster Staaten bzw. Verbände und hatten in der offiziellen FIFA-Statistik die vollständigen Ergebnisse und Titel ihrer Vorgänger übernommen (siehe auch Fußnoten).
JahrErstteilnehmer
1930  Argentinien  Belgien  Bolivien  Brasilien
 Chile  Frankreich  Jugoslawien[B 1]  Mexiko
 Paraguay  Peru  Rumänien  Uruguay *
 USA
1934  Ägypten  Deutschland[B 2]  Königreich Italien *  Niederlande
 Österreich  Schweden  Schweiz  Spanien
 Tschechoslowakei[B 3]  Ungarn
1938  Kuba  Niederländisch-Indien[B 4]  Norwegen  Polen
1950  England
1954  Schottland  Südkorea  Türkei
1958  Nordirland  Sowjetunion[B 5]  Wales
1962  Bulgarien  Kolumbien
1966  Nordkorea  Portugal
1970  El Salvador  Israel  Marokko
1974  Australien  DDR[B 2]  Haiti  Zaire[B 6]
1978  Iran  Tunesien
1982  Algerien  Honduras  Kamerun  Kuwait
 Neuseeland
1986  Dänemark  Irak  Kanada
1990  Costa Rica  Irland  VA Emirate
1994  Griechenland  Nigeria Russland[B 5]  Saudi-Arabien
1998  Jamaika Japan Japan  Kroatien  Südafrika
 BR Jugoslawien[B 1]
2002  China  Ecuador  Senegal  Slowenien
2006  Angola  Elfenbeinküste  Ghana  Togo
 Trinidad und Tobago Ukraine[B 7]  Tschechien[B 3]  Serbien und Montenegro[B 1]
2010  Slowakei[B 3]  Serbien[B 1]
2014  Bosnien und Herzegowina
2018  Island  Panama
2022  Katar *
2026  Jordanien  Usbekistan  Kap Verde  Curaçao
  1. 1 2 3 4 Serbien wird bei der FIFA als Nachfolger von folgenden drei Ländern gewertet: 1.) Jugoslawien (Debüt 1930), 2.) Bundesrepublik Jugoslawien oder Rest-Jugoslawien („Debüt“ 1998 unter dem Namen Jugoslawien) und 3.) Serbien und Montenegro (Name der Bundesrepublik Jugoslawien ab Februar 2003 bis zur Abspaltung von Montenegro, „Debüt“ 2006 unter dem Namen Serbien und Montenegro). Die Ergebnisse all dieser Mannschaften werden in der FIFA-Statistik Serbien zugeordnet. Als Debüt Serbiens gilt somit das Jahr 1930. Siehe dazu die Länderstatistik Serbiens bei der FIFA Unter eigenem Namen trat Serbien das erste Mal 2010 bei einer WM an.
  2. 1 2 Der Deutsche Fußball-Bund DFB ist Gründungsmitglied der FIFA und repräsentiert von 1904 bis zum Zweiten Weltkrieg und seit 1990 Deutschland im internationalen Fußball. Die erste WM-Teilnahme erfolgte 1934. Nach dem Krieg wurde im westlichen Deutschland wieder ein DFB gegründet und unter dem vollständigen Staatsnamen „Bundesrepublik Deutschland“ in die FIFA aufgenommen, rechtzeitig vor der WM 1954, bei der die Bundesrepublik Deutschland Weltmeister wurde. Im östlichen Deutschland wurde der DFV gegründet und von der FIFA als Vertreter eines eigenen Staates aufgenommen (einzige Teilnahme an einer WM-Endrunde war 1974). Nach der deutschen Wiedervereinigung vereinigten sich auch die nationalen Fußballverbände und laufen seit 1994 wieder unter dem Namen „Deutschland“ bei der FIFA. 1990 war noch die „Bundesrepublik Deutschland“ Weltmeister geworden. Siehe dazu die Länderstatistik Deutschlands bei der FIFA
  3. 1 2 3 Sowohl Tschechien („Debüt“ unter diesem Namen 2006) als auch die Slowakei („Debüt“ 2010 unter diesem Namen) galten bei der FIFA zunächst beide als Nachfolger der Tschechoslowakei (Debüt 1934). Dies führte dazu, dass die Ergebnisse der Tschechoslowakei sowohl Tschechien als auch der Slowakei zugerechnet wurden. Daher galt für beide Länder das Jahr 1934 als Debüt bei einer WM. Siehe dazu die Länderstatistik Länderstatistik Tschechiens bei der FIFA. Mittlerweile wird 2010 von der FIFA als Jahr der ersten Teilnahme der Slowakei betrachtet. Dennoch werden dabei die Statistiken slowakischer Spieler, die für die Tschechoslowakei aufgelaufen sind, der slowakischen Mannschaft zugeordnet. Siehe dazu die Länderstatistik der Slowakei bei der FIFA
  4. Heute  Indonesien.
  5. 1 2 Russland gilt bei der FIFA als Nachfolger der UdSSR. Die Ergebnisse der sowjetischen Mannschaft werden in der FIFA-Statistik Russland zugeordnet. Als Debüt Russlands gilt somit das Jahr 1958. Unter eigenem Namen trat Russland erstmals 1994 bei einer WM an. Siehe dazu die Länderstatistik Russlands bei der FIFA
  6. Heute  Demokratische Republik Kongo.
  7. Die Ukraine nahm als Teil der UdSSR an den Turnieren 1958 bis 1990 teil. Ukrainische Spieler waren in dieser Zeit wichtige Spieler der sowjetischen Nationalmannschaft, z. B. Oleh Blochin, der 1982 und 1986 an der WM teilnahm. 1994 spielten mit Sergei Juran, Juri Nikiforow, Wladislaw Ternawski und Ilja Zymbalar vier noch in der Ukraine geborene Spieler für Russland. Die Ergebnisse der UdSSR werden Russland zugerechnet, als erste WM-Teilnahme der Ukraine gilt 2006.

Turniere im Überblick

Jahr Gastgeber Finale Spiel um Platz drei
Sieger (Weltmeister) Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
1930Uruguay
Uruguay
4:2
Argentinien

USA
nicht ausgetragen 1
Jugoslawien
1934Italien
Italien
2:1 n. V.
Tschechoslowakei

Deutschland
3:2 Österreich
Österreich
1938Frankreich
Italien
4:2
Ungarn

Brasilien
4:2 Schweden
Schweden
1950  2Brasilien
Uruguay
Finalrunde 3
Brasilien
Schweden
Schweden
Finalrunde 3
Spanien
1954Schweiz
BR Deutschland
3:2
Ungarn
Österreich
Österreich
3:1
Uruguay
1958Schweden
Brasilien
5:2 Schweden
Schweden

Frankreich
6:3
BR Deutschland
1962Chile
Brasilien
3:1
Tschechoslowakei

Chile
1:0
Jugoslawien
1966England England
England
4:2 n. V.
BR Deutschland
Portugal
Portugal
2:1
Sowjetunion
1970Mexiko
Brasilien
4:1 Italien
Italien

BR Deutschland
1:0
Uruguay
1974BR Deutschland
BR Deutschland
2:1 Niederlande
Niederlande

Polen
1:0
Brasilien
1978Argentinien
Argentinien
3:1 n. V. Niederlande
Niederlande

Brasilien
2:1 Italien
Italien
1982Spanien Italien
Italien
3:1
BR Deutschland

Polen
3:2 Frankreich
Frankreich
1986 Mexiko  4
Argentinien
3:2
BR Deutschland
Frankreich
Frankreich
4:2 n. V.
Belgien
1990Italien
BR Deutschland
1:0
Argentinien
Italien
Italien
2:1 England
England
1994USA
Brasilien
0:0 n. V.
3:2 i. E.
Italien
Italien
Schweden
Schweden
4:0
Bulgarien
1998Frankreich Frankreich
Frankreich
3:0
Brasilien

Kroatien
2:1 Niederlande
Niederlande
2002Südkorea
Japan

Brasilien
2:0 Deutschland
Deutschland

Türkei
3:2
Südkorea
2006Deutschland Italien
Italien
1:1 n. V.
5:3 i. E.
Frankreich
Frankreich
Deutschland
Deutschland
3:1 Portugal
Portugal
2010Südafrika Spanien
Spanien
1:0 n. V. Niederlande
Niederlande
Deutschland
Deutschland
3:2
Uruguay
2014Brasilien Deutschland
Deutschland
1:0 n. V.
Argentinien
Niederlande
Niederlande
3:0
Brasilien
2018Russland Frankreich
Frankreich
4:2
Kroatien

Belgien
2:0 England
England
2022Katar
Argentinien
3:3 n. V.
4:2 i. E.
Frankreich
Frankreich

Kroatien
2:1
Marokko
2026Kanada
Mexiko
USA
2030Spanien
Portugal
Marokko  5
2034Saudi-Arabien
1 
1930 wurde das Spiel um Platz 3 zwischen den Unterlegenen der Halbfinalspiele USA und Jugoslawien nicht ausgetragen. Die FIFA führt die USA jedoch als Drittplatzierten, da die Mannschaft über das Turnier gesehen besser abschnitt.
2 
Die FIFA konnte sich auf ihrem Kongress im Jahre 1939 nicht zwischen Brasilien und Deutschland als Gastgeber für die WM 1942 einigen und vertagte die Entscheidung. Kurze Zeit später brach der Zweite Weltkrieg aus und machte alle Planungen zunichte. Wegen des andauernden Krieges verschob die FIFA die nächste WM zunächst auf unbestimmte Zeit.
3 
Die entscheidenden Spiele am letzten Spieltag der Endrunde gewannen Uruguay (2:1 gegen Gastgeber Brasilien) und Schweden (3:1 gegen Spanien).
4 
Als Gastgeber für die WM 1986 war ursprünglich Kolumbien vorgesehen. Aus finanziellen Gründen sagte Kolumbien die Ausrichtung des Turniers am 5. November 1982 endgültig ab. Am 20. Mai 1983 wurde Mexiko von der FIFA zum Ersatzausrichter der WM 1986 ernannt.
5 
Das Eröffnungsspiel wird in Uruguay ausgetragen, je ein weiteres Spiel in Argentinien und Paraguay. Auch diese drei Länder sind ohne Qualifikation gesetzt.

Ranglisten

nach Ländern
RangLandTitelJahr(e)2. Platz3. Platz4. PlatzFinaleHalbfinale
1  Brasilien51958, 1962, 1970, 1994, 20022226 (7  5)8 (11  6  7  8)
2  Deutschland41954, 1974, 1990, 2014441812 (13  7)
3  Italien41934, 1938, 1982, 200621167 (8  8)
4  Argentinien31978, 1986, 2022365 (6  8)
5  Frankreich21998, 201822147
6  Uruguay21930, 195031 (2  5)4 (5  6)
7  England11966213
8  Spanien12010111 (2  6)
9  Niederlande31133 (5  7  8)
10  Tschechoslowakei
 Tschechien  10
222
 Ungarn222
12  Schweden12113 (4  6)
13  Kroatien1213
14  Polen21 (2  7)
15  Belgien112
 Österreich112
 Portugal112
18  Chile11
 Türkei11
 USA1  91
21  Jugoslawien
 Serbien  11
2  92
22  Bulgarien11
 Marokko11
 Sowjetunion
Russland  12
11
 Südkorea11
Jeweilige Rekordmarke
5 
Bei der WM 1950 gab es kein eigentliches Finale, das letzte Endrundenspiel zwischen Brasilien und Uruguay entschied aber über den Weltmeistertitel und wird vielfach als Finalspiel angesehen.
6 
Bei der WM 1950 gab es kein eigentliches Halbfinale, die Runde der letzten Vier mit Brasilien, Schweden, Spanien und Uruguay wird vielfach als Halbfinale angesehen.
7 
Bei der WM 1974 gab es kein eigentliches Halbfinale, die abschließenden Zwischenrundenspiele zwischen Deutschland und Polen sowie Brasilien und den Niederlanden entschieden aber über den Einzug ins Finale und werden vielfach als Halbfinalspiele angesehen.
8 
Bei der WM 1978 gab es kein eigentliches Halbfinale, das abschließende Zwischenrundenspiel zwischen Italien und den Niederlanden entschied aber über den Einzug ins Finale ebenso wie das zweite Spiel der anderen Zwischenrundengruppe zwischen Argentinien und Brasilien. Sie werden vielfach als Halbfinalspiele angesehen.
9 
Bei der ersten WM 1930 wurde das Spiel um den dritten Platz nicht ausgetragen. Die FIFA führt die USA jedoch als Drittplatzierten, da die Mannschaft im Turnierverlauf ein Gegentor weniger als Jugoslawien kassierte.
10 
Tschechien gilt gemäß der FIFA als Nachfolger der Tschechoslowakei.
11 
Serbien gilt gemäß der FIFA als Nachfolger sowohl von der Bundesrepublik Jugoslawien/Serbien und Montenegro als auch von der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ).
12 
Russland gilt gemäß der FIFA als Nachfolger der Sowjetunion.

Seit einigen Jahren wird die Anzahl der bisher erworbenen Weltmeistertitel durch Sterne dargestellt, die meist oberhalb der Logos des Fußballverbands auf dem Trikot der Nationalmannschaften angebracht sind. Als erste Mannschaft trug Brasilien 1971 drei Sterne, heute sind es fünf (siehe auch Meisterstern).

nach Konföderationen
RangKonföderationTitel2.3.4.
1 UEFA12171815
2 CONMEBOL10535
3 CONCACAF1
4 AFC1
CAF1
6 OFC

Rekordspieler

Mehr als ein WM-Titel

Aufgeführt sind Spieler, die mehr als einen Titel gewannen.
Bei fett gedruckten Turnieren stand der Spieler im Finale auf dem Platz.
Bei kursiv gedruckten Turnieren stand der Spieler im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

Bei den Trainern wurde lediglich der Italiener Vittorio Pozzo (1934 und 1938) mehrmals Weltmeister (siehe Liste der Fußball-Weltmeistertrainer).

AnzahlSpielerTurniere
3  Pelé1958, 1962, 1970
2
 Hilderaldo Bellini1958, 1962
 Cafu1994, 2002
 Carlos Castilho1958, 1962
 Didi1958, 1962
 Giovanni Ferrari1934, 1938
 Garrincha1958, 1962
 Gilmar1958, 1962
 Guido Masetti1934, 1938
 Giuseppe Meazza1934, 1938
 Eraldo Monzeglio1934, 1938
 Daniel Passarella1978, 1986
 Pepe1958, 1962
 Mauro Ramos1958, 1962
 Ronaldo1994, 2002
 Djalma Santos1958, 1962
 Nílton Santos1958, 1962
 Vavá1958, 1962
 Mário Zagallo1958, 1962
 Zito1958, 1962
 Zózimo1958, 1962

Die meisten WM-Endrundenteilnahmen

In fett markierten Jahren wurden die Spieler mit ihren Teams Weltmeister. Bei gleicher Anzahl an Teilnahmen richtet sich die Reihenfolge nach dem Jahr, in dem die letzte Teilnahme stattfand.

Die Jahreszahlen von Turnieren ohne Spieleinsatz sind kursiv dargestellt.

RangSpielerTeilnahmen
(mit Einsatz)
Turniere
1  Antonio Carbajal5 (5)1950, 1954, 1958, 1962, 1966
 Lothar Matthäus1982, 1986, 1990, 1994, 1998
 Rafael Márquez2002, 2006, 2010, 2014, 2018
 Lionel Messi2006, 2010, 2014, 2018, 2022
 Cristiano Ronaldo2006, 2010, 2014, 2018, 2022
 Andrés Guardado2006, 2010, 2014, 2018, 2022
7  Gianluigi Buffon5 (4)1998, 2002, 2006, 2010, 2014
8  Guillermo Ochoa5 (3)2006, 2010, 2014, 2018, 2022
9  Djalma Santos4 (4)1954, 1958, 1962, 1966
 Pelé1958, 1962, 1966, 1970
 Karl-Heinz Schnellinger1958, 1962, 1966, 1970
 Uwe Seeler1958, 1962, 1966, 1970
 Gianni Rivera1962, 1966, 1970, 1974
 Pedro Rocha1962, 1966, 1970, 1974
 Władysław Żmuda1974, 1978, 1982, 1986
 Diego Maradona1982, 1986, 1990, 1994
 Giuseppe Bergomi1982, 1986, 1990, 1998
 Enzo Scifo1986, 1990, 1994, 1998
 Franky Van der Elst1986, 1990, 1994, 1998
 Andoni Zubizarreta1986, 1990, 1994, 1998
 Paolo Maldini1990, 1994, 1998, 2002
 Cafu1994, 1998, 2002, 2006
 Ronaldo1994, 1998, 2002, 2006
 Fabio Cannavaro1998, 2002, 2006, 2010
 Denis Caniza1998, 2002, 2006, 2010
 Thierry Henry1998, 2002, 2006, 2010
 Rigobert Song1994, 1998, 2002, 2010
 DaMarcus Beasley2002, 2006, 2010, 2014
 Iker Casillas2002, 2006, 2010, 2014
 Samuel Eto’o1998, 2002, 2010, 2014
 Miroslav Klose2002, 2006, 2010, 2014
 Xavi2002, 2006, 2010, 2014
 Valon Behrami2006, 2010, 2014, 2018
 Andrés Iniesta2006, 2010, 2014, 2018
 Javier Mascherano2006, 2010, 2014, 2018
 Sergio Ramos2006, 2010, 2014, 2018
 Tim Cahill2006, 2010, 2014, 2018
 Ángel Di María2010, 2014, 2018, 2022
 Héctor Moreno2010, 2014, 2018, 2022
 Hugo Lloris2010, 2014, 2018, 2022
 Luka Modrić2006, 2014, 2018, 2022
 Manuel Neuer2010, 2014, 2018, 2022
 Thomas Müller2010, 2014, 2018, 2022
 Yūto Nagatomo2010, 2014, 2018, 2022
 Sergio Busquets2010, 2014, 2018, 2022
 Xherdan Shaqiri2010, 2014, 2018, 2022
 Martín Cáceres2010, 2014, 2018, 2022
 Diego Godín2010, 2014, 2018, 2022
 Luis Suárez2010, 2014, 2018, 2022
 Edinson Cavani2010, 2014, 2018, 2022

Die meisten WM-Endrundeneinsätze

Diese Tabelle listet alle Spieler mit mindestens 20 WM-Endrundeneinsätzen auf. Dabei ist es unerheblich, wie lange ein Spieler jeweils im Spiel mitgewirkt hat. In fett markierten Jahren wurden die Spieler mit ihren Teams Weltmeister. Bei gleicher Anzahl an Spielen ist die Reihenfolge alphabetisch.

RangSpielerSpieleTurniere (Spiele)
1  Lionel Messi 26 2006 (3), 2010 (5), 2014 (7), 2018 (4), 2022 (7)
2  Lothar Matthäus 25 1982 (2), 1986 (7), 1990 (7), 1994 (5), 1998 (4)
3  Miroslav Klose 24 2002 (7), 2006 (7), 2010 (5), 2014 (5)
4  Paolo Maldini 23 1990 (7), 1994 (7), 1998 (5), 2002 (4)
5  Cristiano Ronaldo 22 2006 (6), 2010 (4), 2014 (3), 2018 (4), 2022 (5)
6  Diego Maradona 21 1982 (5), 1986 (7), 1990 (7), 1994 (2)
 Uwe Seeler 21 1958 (5), 1962 (4), 1966 (6), 1970 (6)
 Władysław Żmuda 21 1974 (7), 1978 (6), 1982 (7), 1986 (1)
9  Cafu 20 1994 (3), 1998 (6), 2002 (7), 2006 (4)
 Philipp Lahm 20 2006 (7), 2010 (6), 2014 (7)
 Grzegorz Lato 20 1974 (7), 1978 (6), 1982 (7)
 Hugo Lloris 20 2010 (3), 2014 (5), 2018 (6), 2022 (6)
 Javier Mascherano 20 2006 (5), 2010 (4), 2014 (7), 2018 (4)
 Bastian Schweinsteiger 20 2006 (7), 2010 (7), 2014 (6)

Die meisten WM-Endrundentore

Miroslav Klose, der Spieler mit den meisten WM-Toren (2012)

Diese Tabelle listet alle Spieler mit mindestens zehn WM-Endrundentoren auf. Im jeweils fett markierten Jahr wurden die Spieler mit ihren jeweiligen Teams Weltmeister, in unterstrichenen Jahren waren die Spieler Torschützenkönig. Cristiano Ronaldo erzielte lediglich acht Tore, traf aber als einziger Spieler bei fünf Weltmeisterschaften.

RangSpielerToreTurniere (Tore)
1  Miroslav Klose162002 (5), 2006 (5), 2010 (4), 2014 (2)
2  Ronaldo151998 (4), 2002 (8), 2006 (3)
3  Gerd Müller141970 (10), 1974 (4)
4  Just Fontaine131958 (13)
 Lionel Messi2006 (1), 2014 (4), 2018 (1), 2022 (7)
6  Pelé121958 (6), 1962 (1), 1966 (1), 1970 (4)
 Kylian Mbappé2018 (4), 2022 (8)
8  Sándor Kocsis111954 (11)
 Jürgen Klinsmann1990 (3), 1994 (5), 1998 (3)
10  Helmut Rahn101954 (4), 1958 (6)
 Teófilo Cubillas1970 (5), 1978 (5)
 Grzegorz Lato1974 (7), 1978 (2), 1982 (1)
 Gary Lineker1986 (6), 1990 (4)
 Gabriel Batistuta1994 (4), 1998 (5), 2002 (1)
 Thomas Müller2010 (5), 2014 (5)

Die meisten Tore bei einer WM-Endrunde

Im jeweils fett markierten Jahr wurden die Spieler mit ihren jeweiligen Teams Weltmeister, in unterstrichenen Jahren waren die Spieler Torschützenkönig.

RangSpielerToreTurnier
1  Just Fontaine131958
2  Sándor Kocsis111954
3  Gerd Müller101970
4  Ademir91950
 Eusébio1966
6  Kylian Mbappé82022
 Ronaldo2002
8  Jairzinho71970
 Grzegorz Lato1974
 Leônidas1938
 Lionel Messi2022
 Guillermo Stábile1930

Auszeichnungen

Bei der Fußball-WM 2018 erhielt Luka Modrić (links) den Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers und Kylian Mbappé den Pokal als „Bester junger Spieler“

Am Ende einer jeden Fußball-Weltmeisterschaft werden mehrere Auszeichnungen an die besten Spieler und das fairste Team verliehen. Bis zur WM 1966 wurden keine offiziellen Auszeichnungen vergeben. Derzeit gibt es fünf verschiedene Auszeichnungen:

  • FIFA Fairplay Award für das fairste Team
  • Goldener Schuh für den erfolgreichsten Torschützen
  • Goldener Ball für den besten Spieler (außerdem: Silberner Ball für den zweitbesten Spieler und Bronzener Ball für den drittbesten Spieler)[20]
  • Goldener Handschuh (bis 2006 Lev-Yashin-Preis) für den besten Torhüter[21]
  • „Bester junger Spieler“ für den besten Spieler unter 21 Jahren[C 1]
Ein nominierter Spieler darf nicht älter als 21 Jahre sein und muss seine erste Weltmeisterschaft bestreiten. Bewertungskriterien der dafür zuständigen Technischen Studien-Gruppe der FIFA sind technische Fertigkeiten, aber auch Fairplay. Die vergebene Trophäe ist ein 30 cm hoher und 4,2 kg schwerer Pokal aus einer Kupfer-Zink-Legierung.

Außerdem erhält der Sieger das FIFA Champions Badge. Das Abzeichen darf vier Jahre lang nach dem Sieg der Weltmeisterschaft getragen werden. Das Badge wurde für die Männer im September 2008 und für die Frauen im April 2009 eingeführt. Das Badge zeigt die Trophäe und wird im Rahmen durch den Schriftzug „FIFA World Champions“ ergänzt. Auf einem zweiten Abzeichen werden der Name des gewinnenden Landes und das Jahr des Sieges abgebildet.[22]

Jahr FIFA Fair Play Award Goldener Schuh (Tore)[21][23] Goldener Ball Goldener Handschuh
(bis 2006 Lev-Yashin-Preis)
Bester junger Spieler
1970  Peru nicht vergeben nicht vergeben nicht vergeben nicht vergeben
1974  BR Deutschland
1978  Argentinien  Mario Kempes (6)
1982  Brasilien  Paolo Rossi (6)  Paolo Rossi
1986  Brasilien  Gary Lineker (6)  Diego Maradona
1990  England  Salvatore Schillaci (6)  Salvatore Schillaci
1994  Brasilien Oleg Salenko /
 Christo Stoitschkow (je 6)
 Romário  Michel Preud’homme
1998  England/ Frankreich  Davor Šuker (6)  Ronaldo  Fabien Barthez
2002  Belgien  Ronaldo (8)  Oliver Kahn  Oliver Kahn
2006  Brasilien/ Spanien  Miroslav Klose (5)  Zinédine Zidane  Gianluigi Buffon  Lukas Podolski
2010  Spanien  Thomas Müller (5)[C 2]  Diego Forlán  Iker Casillas  Thomas Müller
2014  Kolumbien  James Rodríguez (6)  Lionel Messi  Manuel Neuer  Paul Pogba
2018  Spanien  Harry Kane (6)  Luka Modrić  Thibaut Courtois  Kylian Mbappé
2022  England  Kylian Mbappé (8)  Lionel Messi  Emiliano Martínez  Enzo Fernández
  1. 2006 von Gillette gesponserte Auszeichnung.
  2. Rangfolge wurde aufgrund der Anzahl an Torvorlagen/Spielminuten bestimmt. Neben Müller hatten auch David Villa (Spanien), Wesley Sneijder (Niederlande) sowie Diego Forlán (Uruguay) fünf Treffer erzielt.

Darüber hinaus werden per Internet-Abstimmung gewählt:

  • Die unterhaltsamste Mannschaft
  • Man of the Match für den besten Spieler jeder Endrundenpartie
Jahr Unterhaltsamste Mannschaft Man of the Match (Finale)
1994  Brasilien nicht vergeben
1998  Frankreich
2002  Südkorea
2006  Portugal  Andrea Pirlo[24]
2010 1  Andrés Iniesta[25]
2014  Mario Götze[26]
2018  Antoine Griezmann
2022  Lionel Messi

1 Für 2010 wurde von der FIFA ebenfalls eine Internetabstimmung[27] gestartet, in der Deutschland vor Uruguay führte, die aber nicht offiziell beendet und ausgewertet wurde.

Bester Junger Spieler 1958 bis 2002

Nachträglich ermittelte die FIFA, per Internet-Abstimmung, auch den Besten Jungen Spieler für die Weltmeisterschaften 1958 bis 2002.

TurnierBester Junger Spieler
1958 Schweden Pelé
1962 Chile Flórián Albert
1966 England Franz Beckenbauer
1970 Mexico Teófilo Cubillas
1974 Deutschland Władysław Żmuda
1978 Argentinien Antonio Cabrini
1982 Spanien Manuel Amoros
1986 Mexico Enzo Scifo
1990 Italien Robert Prosinečki
1994 USA Marc Overmars
1998 Frankreich Michael Owen
2002 Japan und Südkorea Landon Donovan

Varia

Turnier Orte Stadien Meldungen 10 Teams Spiele ø Zuschauer Zuschauer ø ø ø ø
1930 1 3 13 13 18 70 3,89 590.549 32.808 1 0,05
1934 8 8 32 16 17 70 4,12 363.000 21.353 1 0,06
1938 10 10 36 15 18 84 4,67 375.700 20.872 4 0,22
1950 6 6 34 13 22 88 4,00 1.045.246 47.511
1954 6 6 38 16 26 140 5,38 768.607 29.562 3 0,11
1958 12 12 52 16 35 126 3,60 819.810 23.423 3 0,09
1962 4 4 54 16 32 89 2,78 893.172 27.912 6 0,18
1966 7 8 71 16 32 89 2,78 1.563.135 48.848 5 0,16
1970 5 5 71 16 32 95 2,97 1.603.975 50.124 33 1,03
1974 9 9 99 16 38 97 2,55 1.865.753 49.099 87 2,29 5 0,13
1978 5 6 106 16 38 102 2,68 1.545.791 40.679 58 1,53 3 0,08
1982 14 17 107 24 52 146 2,81 2.109.723 40.572 98 1,88 5 0,10
1986 9 12 121 24 52 132 2,54 2.394.031 46.039 133 2,55 8 0,15
1990 12 12 112 24 52 115 2,21 2.516.215 48.389 163 3,75 16 0,31
1994 9 9 143 24 52 141 2,71 3.587.538 68.991 228 4,38 7 0,13 8 0,15
1998 10 10 166 32 64 171 2,67 2.785.100 43.517 250 3,91 4 0,06 18 0,28
2002 20 20 198 32 64 161 2,52 2.705.197 42.269 266 4,16 6 0,09 11 0,17
2006 12 12 198 32 64 147 2,30 3.359.439 52.491 326 5,09 19 0,30 9 0,14
2010 9 10 205 32 64 145 2,27 3.178.856 49.670 245 3,83 8 0,13 9 0,14
2014 12 12 204 32 64 171 2,67 3.429.873 53.592 181 2,83 3 0,05 7 0,11
2018 11 12 211 11 32 64 169 2,64 3.031.768 47.371 219 3,42 2 0,03 2 0,03
2022 5 8 209 32 64 172 2,69 3.404.252 53.191 224 3,50 3 0,05 2 0,03
2026 16 16 211 48 104
2030 21 23 48 104
Höchster Wert/niedrigster Wert in der jeweiligen Kategorie
10 
Gezählt werden die fristgerecht abgegebenen Meldungen unabhängig davon, ob diese eventuell vor Beginn der Qualifikation zurückgezogen, nicht angetreten oder ein Verband ausgeschlossen wurde; einschließlich Titelverteidiger und Gastgeber.
11 
Gibraltar und Kosovo wurden nach Meldeschluss in die FIFA aufgenommen und noch zur Qualifikation zugelassen.

Dopingfälle

Folgende Fußballer wurden bisher im Rahmen von Fußballweltmeisterschaften des Dopings überführt:

Berichte und Studien weisen darüber hinaus auf Doping in einigen Turnieren hin, siehe Doping im Fußball.

Kritik

Es gab immer wieder Kritik an den Turnieren der Weltmeisterschaft, insbesondere was deren Vergabe und Vorbereitung betrifft. Im Oktober 2022 erschien z. B. dazu das Buch Um jeden Preis – Die wahre Geschichte des modernen Fußballs von 1992 bis heute des deutschen Sportjournalisten Christoph Biermann.[28] Laut ORF schreibt er darin vom „moralischen Verfall im modernen Fußball und vom Spannungsfeld zwischen dessen Kommerzialisierung und sportlichem Fortschritt.“ So seien in den 1980ern durch Hooliganismus Menschen in den Fußballstadien gestorben. Geldflüsse, insbesondere Korruption, ermöglichten die WM-Vergabe an Länder wie Russland und Katar, d. h. Nationen mit zweifelhafter Menschenrechtssituation. In Katar (WM 2022) mangele es zudem in den Bereichen Arbeitsschutz und Arbeitsrecht für Beschäftigte, etwa die Arbeiter auf den Baustellen der Fußballarenen (siehe dazu hier).[29]

Siehe auch

Literatur

Commons: Fußball-Weltmeisterschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Fußballweltmeisterschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Die größten Sportevents der Welt. In: www.sports-insider.de. Sports Insider (Ace Ventures GmbH), 5. Februar 2017, abgerufen am 13. Februar 2023.
  2. 30. November 1872 - Erstes Fußball-Länderspiel der Geschichte endet torlos. In: wdr.de. 30. November 2022, abgerufen am 20. Mai 2025.
  3. Filip van der Elst, Maarten Verdoodt: Ganzenvijver Ukkel. Bruzz Nr. 1580, 25. August 2017, Seiten 24–25.
  4. Fußball: Fifa schafft WM-Rotation ab, Israel lässt Palästinas Spieler nicht reisen. In: spiegel.de. Spiegel Online, 29. Oktober 2007, abgerufen am 28. Juli 2013.
  5. Wieder offenes Kandidaturverfahren für die FIFA WM-Endrunden ab 2018. In: fifa.com. FIFA, 29. Oktober 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. Februar 2013; abgerufen am 25. Oktober 2012.
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