Pigra

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Pigra
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Pigra (Italien)
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Lokale Bezeichnung Pigri
Koordinaten 45° 57′ N, 9° 7′ OKoordinaten: 45° 57′ 21″ N, 9° 7′ 26″ O
Höhe 881 m s.l.m.
Fläche 4,53 km²
Einwohner 237 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 22020
Vorwahl 031
ISTAT-Nummer 013184
Bezeichnung der Bewohner Pigresi
Schutzpatron Margareta von Antiochia (20. Juli)
Website Pigra
Die Gemeinde Pigra in der Provinz Como
Blick auf Pigra
Dorf Pigra mit Hügel Pasquella im Hintergrund
Seilbahn Argegno-Pigra

Pigra ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 237 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Lombardei in der Provinz Como.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 540 Höhenmeter nördlich oberhalb des Comer Sees auf einer Höhe von 881 m s.l.m. im Val d’Intelvi und gehört zur Comunità montana del Lario Intelvese. Das Dorf ist über die Straße von Argegno oder seit dem 16. Juni 2011, nach einer Zeit der Schließung, wieder mit der Seilbahn vom See aus in fünf Minuten erreichbar. Die nächstgelegenen Städte sind Lugano, 15 km westlich, und Como, 17 km südlich.

Acht Kilometer westlich verläuft die Staatsgrenze zur Schweiz. Die Nachbargemeinden sind Argegno, Dizzasco, Blessagno, Colonno und Laino.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf kam 1335 unter die Herrschaft der Visconti; 1416 war es Lehen der Rusconi und kam 1527 unter Gian Giacomo Medici, bekannt als Medeghino, der von der Burg Musso aus den See und seine Umgebung in Besitz nahm. 1583 war es im Besitz einer Familie Marliani und 1713 im Besitz einer Familie Riva.

Der Pfarrer Don Cavalli hatte 1848 am Aufstand gegen die Österreicher von Andrea Brenta teilgenommen und wurde deshalb später ins Exil gezwungen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung'
Jahr 1751 1805 1853 1901 1911 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2020
Einwohner 241 246 431 594 624 578 501 457 388 302 266 248

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santa Margherita in schöner Lage mit einem Glockenturm Ende des 16. Jahrhunderts war sie zweischiffig, 1757 wurde der Chor umgebaut und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein drittes Schiff hinzugefügt. Im Inneren sind einige Kunstwerke, Stuckdekorationen, Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert und eine schöne Stuckmarmor#Scagliola aus dem 18. Jahrhundert erhalten.[2]
  • Oratorium San Rocco (16. – 17. Jahrhundert) das zwischen den Häusern des gleichnamigen kleinen Platzes liegt. Es handelt sich um ein Gebäude mit einer kahlen Giebelfassade auf Renaissance-Basis. Das Innere des Oratoriums beherbergt Fresken aus dem späten 17. Jahrhundert: 1662 schmückte der örtliche Maler Salvatore Pozzi die Rückwand mit Fresken, die die Madonna und die Heiligen Rochus, Sebastian, Stephanus, Dominikus, Petrus Martyr und Johannes der Täufer darstellen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Stadtbibliothek ist besonders reich an Publikationen über Como und das Valle d’Intelvi.
  • Gabriele Pagani: La Valle Intelvi ieri e oggi. Sanco, Milano 1985.
  • Marco Lazzati: La Valle Intelvi, le origini, la storia, l’arte, il paesaggio, gli artisti comacini. Milano 1986.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pigra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Pfarrkirche Santa Margherita (Foto) auf lombardiabeniculturali.it
  3. Oratorium San Rocco (Foto)