Sri Lanka

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6.916666666666779.833333333333Koordinaten: 7° N, 80° O

ශ්‍රී ලංකා ප්‍රජාතාන්ත්‍රික සමාජවාදී ජනරජය
இலங்கை ஜனநாயக சமத்துவ குடியரசு
Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka
Flagge Sri Lankas
Wappen Sri Lankas
Flagge Emblem
Amtssprache Sinhala und Tamil
Hauptstadt de jure: Sri Jayawardenepura
de facto: Colombo[1]
Regierungssitz Sri Jayawardenepura[1]
Staatsform Republik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt Präsident Mahinda Rajapaksa
Regierungschef Premierminister D. M. Jayaratne
Fläche (119.) 65.610 km²
Einwohnerzahl 20.277.597[2] (56. – Zensus 2012)
Bevölkerungsdichte 323[2] Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2011[3]
  • $ 59,09 Milliarden (69.)
  • $ 116,5 Milliarden (65.)
  • $ 2.877 (122.)
  • $ 5.674 (111.)
Human Development Index 0,750 (73.) (2012)[4]
Währung Sri-Lanka-Rupie (LKR)
Unabhängigkeit 4. Februar 1948
(vom Vereinigten Königreich)
Nationalhymne Sri Lanka Matha
Nationalfeiertag 4. Februar (Unabhängigkeitstag)
Zeitzone UTC+5:30
Kfz-Kennzeichen CL
ISO 3166 LK, LKA, 144
Internet-TLD .lk
Telefonvorwahl +94
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Nigeria Kamerun Demokratische Republik Kongo Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Malawi Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Spanien Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Madagaskar Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgistan Russland Vereinigte Staaten Malediven Japan Nordkorea Südkorea Republik China Singapur Australien Malaysia Brunei Philippinen Thailand Vietnam Laos Kambodscha Indien Osttimor Papua-Neuguinea SalomonenSri Lanka on the globe (Asia centered).svg
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Sri Lanka (singhalesisch ශ්‍රී ලංකා, śrī laṃkā, [ˌɕriːˈlaŋkaː]; Tamil இலங்கை, ilaṅkai), bis 1972 Ceylon (seither Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka), ist ein Inselstaat im Indischen Ozean, 237 km (Westküste der Insel) östlich der Südspitze des Indischen Subkontinents, und zählt 20,3 Millionen Einwohner. Die kleinste Entfernung zwischen Indien (Kodiyakkarai) und Sri Lanka (Munasal) beträgt 54,8 Kilometer.

Durch ihre Lage bildete die Insel von der Antike bis zur Moderne einen strategischen Knotenpunkt für die Seefahrt zwischen West- und Südostasien. Der Süden und die Gebiete um Anuradhapura waren eines der Zentren des antiken Buddhismus, wohingegen im Norden und Osten hinduistische Tempelkomplexe existierten.[5] Heute ist das Land eine multireligiöse und multiethnische Nation, in der neben dem Buddhismus und dem Hinduismus, das Christentum und der Islam bedeutende Religionen sind. Die Singhalesen machen den größten Teil der Bevölkerung aus. Die Tamilen stellen die größte Minderheit. Andere ethnische Minderheiten sind die Moors, Malaien, Burgher und die sri-lankischen Ureinwohner, die Veddas.[6]

Sri Lanka ist bekannt für die Produktion und den Export von Tee (Ceylon), Kaffee, Kautschuk und Kokosnüssen. Die Insel ist aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit und ihres reichen Kulturerbes (zum Beispiel des Ayurveda, einer traditionellen Heilkunst) ein beliebtes Touristenziel.

Sri Lanka wurde über zwei Jahrtausende von verschiedenen lokalen Königreichen regiert, bis im 16. Jahrhundert große Teile der Insel von den Portugiesen und danach von den Niederländern kolonisiert wurden. Nur das Königreich Kandy im Hochland der Insel konnte sich gegen die Kolonisatoren behaupten. 1815 jedoch wurde schließlich das ganze Land Teil des Britischen Weltreichs. Während des Zweiten Weltkriegs diente Sri Lanka den Alliierten als eine strategisch wichtige Basis im Kampf gegen das japanische Kaiserreich.[7] Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab es immer zahlreicher werdende Unabhängigkeitsbestrebungen. Im Jahr 1948 konnte sich Sri Lanka nach friedlichen Verhandlungen von den Briten befreien. Im Gegensatz zu den meisten Staaten der Dritten Welt besteht seit der Unabhängigkeit ein stabiles, demokratisches System. Von 1983 bis 2009 herrschte jedoch Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen. Aktuell (November 2013) wächst die Besorgnis über die Menschenrechtssituation, mangelnde Rechtsstaatlichkeit und zunehmenden Autoritarismus.[8][9]

Name[Bearbeiten]

In vedischer Zeit (ca. 1500–400 v. Chr.) hieß die Insel Laṃkā, Lankadweepa, Lakdiva und Lakbima; in Pali wurde sie auch Sihala genannt; zur Zeit des indischen Maurya-Reiches unter Ashoka (ca. 3. Jahrhundert v. Chr.) Tāmraparnī; beim griechischen Geographen Ptolemäus (2. Jahrhundert n. Chr.) heißt sie Taprobane;[10] zur Gupta-Zeit (um 400 n. Chr.) und zur Zeit des indischen Großkönigs Harshavardhana (7. Jahrhundert) wurde sie Singhala genannt; im Spätmittelalter (13./14. Jahrhundert) Silan und Sarandib (wovon sich Serendip ableitete), was die alte persische Bezeichnung für die Insel ist.[11] Die Portugiesen nannten die Insel Ceilão,[12] Holländer und Briten Ceylon.[13] 1972 wurde der Staat in Sri Lanka umbenannt („Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka“), das ist Sanskrit für „ehrenwerte Insel“.[14] Die Insel heißt auf Sinhala ලංකාව (laṃkāva), auf Tamil இலங்கை (ilaṅkai). Ein Einwohner der Insel wird im Deutschen Sri Lanker bzw. Sri Lankerin genannt[15].

Geschichte und Kultur[Bearbeiten]

Der Bo-Baum („Sri Maha Bodhi“) soll aus einem Zweig des Baums gewachsen sein, unter dem Siddhartha Gautama erleuchtet wurde.
Die Insel Sri Lanka (hier „Taprobana“ genannt) auf der Weltkarte von Claudius Ptolemäus, 1. Jahrhundert n. Chr.
Sri-lankische Münze, 1. Jahrhundert n. Chr.

Indigene Bevölkerung[Bearbeiten]

Es gibt wenig fundiertes Wissen über die Herkunft der indigenen Bevölkerung Sri Lankas. Ob die auf ein Alter von 12.000 Jahren datierten, als Homo sapiens balangodensis bezeichneten Fossilien zum Kreis ihrer Vorfahren gehören, ist ungeklärt. Meist werden Sagen und Legenden als Quelle für Informationen über die indigene Bevölkerung der Insel herangezogen. So spielen Teile des hinduistischen Epos Ramayana auf Sri Lanka. Als Hauptquellen werden jedoch das Mahabharata und das Mahavamsa[16] angesehen. Laut diesen Schriften bilden die Nagas und die Yakkas die indigene Bevölkerung Sri Lankas.

Die Nachfahren der sogenannten Yakkas, die Veddas, leben noch heute auf Sri Lanka. Durch die Rodung des Dschungels und die Umwandlung in Ackerland wurde schon früh ihr Lebensraum zerstört. Sie wurden in Dörfer umgesiedelt, wo sie sich mit Singhalesen und Tamilen vermischten. Noch kritischer wurde es für die indigene Bevölkerung im 20. Jahrhundert, als sie durch Siedlungsprojekte immer mehr aus ihren angestammten Lebensräumen vertrieben wurde. Heute leben nur noch wenige von ihnen ganz nach ihren Traditionen. Man schätzt, dass es noch circa 600 Veddas gibt, womit sie eine deutliche Minderheit der Landesbevölkerung bilden und vom Aussterben bedroht sind. Somit droht den Veddas das Schicksal aller indigenen Völker. Sie werden aufgrund von Assimilation ihre eigenständige Kultur und Sprache in absehbarer Zeit verlieren.[17]

Indoarische Einwanderung[Bearbeiten]

Um 500 v. Chr. kamen nordindische Siedler (zu den Indoariern gehörend), die späteren Singhalesen, nach Sri Lanka. Die indoarischen Einwanderer nannten sich Siṃha Vaṃsa (in Sanskrit beziehungsweise Pali: Siṃha = „Löwe“, Vaṃsa = „Stamm, Herkunft“). Deshalb wurde der Löwe zum Nationalsymbol der Singhalesen. Vijaya (543–504 v. Chr.[18]) war der mythische Stammesvater der Singhalesen und der erste König Sri Lankas. Er soll im 6. Jahrhundert v. Chr. mit seinem Gefolge aus dem Königreich Vanga im Nordosten Indiens nach Sri Lanka verbannt worden sein. Sprachgeschichtliche Fakten legen aber eine Herkunft der ersten indoarischen Siedler aus Nordwestindien nahe.

Buddhistische Mission[Bearbeiten]

Um 247 v. Chr. machten Mahinda und seine Schwester Sanghamitta, von ihrem Vater, dem Maurya-Kaiser Ashoka nach Sri Lanka entsandt, dort den Buddhismus in Form der Theravada-Tradition bekannt. Auf dem Missaka-Berg etwa 7 Kilometer östlich von Anuradhapura entstand Mihintale, eines der ersten buddhistischen Klöster. Seit etwa 200 v. Chr. war der Buddhismus die Staatsreligion des Königreichs von Anuradhapura.

Mittelalter[Bearbeiten]

Sri-lankische Imitationen von römischen Münzen, 4.-8. Jahrhundert n. Chr.
Garten in der früheren Hauptstadt Sigiriya

Vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis ins 11. Jahrhundert n. Chr. war die Hauptstadt des singhalesischen Königreichs Anuradhapura. Bis zum 14. Jahrhundert wechselte die Hauptstadt mehrfach, unter anderem waren es Polonnaruwa und Sigiriya. Spätestens seit dem 13. Jahrhundert gab es ein tamilisches Königreich mit der Hauptstadt Jaffna. Diese Königreiche standen immer wieder unter dem Druck des benachbarten Südindien, die Chola-Dynastie beherrschte im 11. Jahrhundert für einige Jahrzehnte die gesamte Insel. In der Folgezeit entwickelten sich mehrere regionale (singhalesische und tamilische) Königreiche. Das bedeutendste war das Königreich von Kotte (heute Sri Jayewardenepura).

Im 1. Jahrtausend n. Chr. begann auch der Handel und kulturelle Austausch mit anderen großen Reichen der Welt, wie etwa dem Römischen Reich und China.[19] Die Seidenstraße entwickelte sich zu einer wichtigen Handelsroute für die sri-lankischen Königreiche. Über sie erreichte auch der chinesische Pilgermönch Faxian um 414 n. Chr die Insel.[20]

Konflikte mit dem chinesischen Kaiserreich[Bearbeiten]

Im Jahr 1284 entsandte das Yuan-Reich unter Kublai Khan eine Expedition nach Sri Lanka, um die Zahnreliquie von Buddha in ihren Besitz zu bringen, kehrte aber ohne Erfolg nach China zurück.

Später im Jahr 1410/11 keimte aufgrund von Piraterie und abermals wegen der Zahn-Reliquie ein Konflikt zwischen der Ming-Dynastie und dem Königreich Kotte auf. Der chinesische Admiral Zheng He brach mit 2000 Mann in die Hauptstadt von Kotte ein, nahm den damals herrschenden König Vira Alakesvara in Gefangenschaft und brachte ihn nach China. Der König wurde später wieder freigelassen, hatte aber aufgrund des verlorenen Ansehens seine Macht verloren. Um 1414 erreichte abermals eine chinesische Delegation Kotte, um einem neuen, von den Chinesen favorisierten König zur Macht zu verhelfen, der die Interessen der Ming-Dynastie an dem strategisch wichtigen Handelsknotenpunkt vertreten würde. Inzwischen hatte jedoch der spätere König Parakramabahu IV. beinahe die gesamte Insel vereint und konnte 1415 selbst den Thron von Kotte besteigen und die Chinesen vertreiben.[21]

Kolonialzeit[Bearbeiten]

Das Königreich Conde auf Ceylon, niederländische Karte aus dem Jahr 1692
Historische Karte (um 1888)
Teeplantage in der Nähe von Kandy

In der Neuzeit verlor das Land teilweise seine Eigenständigkeit und wurde mehrfach von europäischen Kolonialmächten in Besitz genommen, die allerdings nur die Küstenebenen beherrschten. Im Hochland konnte sich zunächst das Königreich Kandy behaupten. Erst eroberte Portugal 1518 die Küstenregionen der Insel. Nachdem Colombo bereits zwei Jahre zuvor niederländisch geworden war, fiel 1658 auch der restliche portugiesische Teil der Insel an die Niederländische Ostindien-Kompanie (siehe dazu Niederländische Besitzungen in Südasien). 1796 begann die britische Herrschaft über Ceylon und 1803 erhielt es den Status einer Kronkolonie.

Nachdem 1815 das Königreich Kandy erobert, der letzte sri-lankische König Vikrama Rajasinha verhaftet und nach Indien verbracht worden war und mehrere Aufstände niedergeschlagen worden waren, wurde die gesamte Insel 1818 endgültig britisch. Danach wurde insbesondere die Infrastruktur ausgebaut und der Anbau von Kaffee in Plantagen gefördert. Ab 1840 wurden indische Tamilen zur Arbeit auf den Plantagen im Hochland angeworben. Seit 1860 lösten Teeplantagen den Anbau von Kaffee ab. Während des Ersten Weltkriegs kamen erste nationale Bewegungen auf. Die 1917 gegründete Ceylon Reform League, die zwei Jahre später in dem Ceylon National Congress aufging, konnte eine Verfassungsreform durchsetzen, bei der 19 von 27 Mitglieder der Gesetzgebenden Versammlung gewählt werden sollten. Allerdings zerbrach diese Nationalbewegung aufgrund von Streitigkeiten zwischen Singhalesen und Tamilen. Auch nach der Donoughmore-Kommission (1927/28) kam es zu keiner wirklichen Mitbestimmung der einheimischen Bevölkerung in der Regierung. Zwar wurden sieben der zehn Minister gewählt, doch die drei wichtigsten Ministerposten wurden weiterhin vom britischen Gouverneur vergeben.

Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Im Juni 1947 wurde Ceylon britisches Dominion, am 4. Februar 1948 schließlich unabhängig innerhalb des Britischen Commonwealth. Am 22. Mai 1972 wurde Ceylon eine Republik mit dem Namen „Sri Lanka“.

Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga löste am 7. Februar 2004 das Parlament auf und ordnete Neuwahlen für den 2. April an, aus denen sie als Siegerin hervorging. Erstmals kandidierten einige buddhistische Mönche bei den Parlamentswahlen und gewannen neun Sitze für ihre Partei (JHU, Jathika Hela Urumaya, IPA ˈɟaːtikə ˈhelə ˈuruməyə, dt. Partei des nationalen Erbes). Mit ihrer Verfassungsklage verhinderten sie eine längere Amtszeit der Präsidentin.

Am 26. Dezember 2004 traf eine verheerende Naturkatastrophe Sri Lanka. Ein Tsunami, ausgelöst durch das Seebeben im Indischen Ozean 2004 zerstörte große Teile der Ost- und Südküste sowie der Westküste südlich von Colombo und riss über 45.000 Menschen in den Tod.

Am 17. November 2005 wurde Mahinda Rajapaksa von der Sri Lanka Freedom Party (SLFP) mit 50,33 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt. Die Wahlbeteiligung in den tamilischen Gebieten betrug laut Schätzungen nur ein Prozent. Rajapaksa wurde am 26. Januar 2010 nach einer vorgezogenen Wahl mit 57,88 Prozent der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.[22] Sarath Fonseka, der Oppositionsführer und Gegenkandidat, erhielt etwa 40 Prozent der Stimmen. Dieser kündigte zwei Tage nach der Wahl an, das Wahlergebnis anfechten zu lassen, und äußerte sich besorgt über seine Sicherheitslage.[23]

Am 8. Februar 2010 wurde Sarath Fonseka von der Regierung festgenommen. Ein Regierungssprecher erklärte, dass Fonseka wegen Verschwörung gegen die Regierung vor ein Militärtribunal gestellt werde. Die Regierung wirft Fonseka vor, einen Putsch gegen sie geplant zu haben. Die Opposition wirft der Regierung dagegen vor, eine Beteiligung Fonsekas an den bevorstehenden Parlamentswahlen verhindern zu wollen. Sarath Fonseka, dem als früherem Armeeführer Kriegsverbrechen gegen die Tamilen vorgeworfen werden, kündigte an, den internationalen Tribunalen Informationen über Kriegsverbrechen im 25-jährigen Bürgerkrieg auszuhändigen.[24][25]

Am 8. April 2010 wurde das Parlament Sri Lankas neu gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 55 %.[26] Das Parteienbündnis von Präsident Rajapaksa errang bei diesen Parlamentswahlen laut Regierung die absolute Mehrheit. Die Opposition wirft der Regierung Manipulation der Wahlen vor.[27]

Am 21. April 2010 wurde D. M. Jayaratne als neuer Premierminister im Parlament vereidigt.

Ethnischer Konflikt[Bearbeiten]

Seit über 2000 Jahren leben Singhalesen und Tamilen auf Sri Lanka. Bei den Tamilen auf Sri Lanka wird zwischen indischen Tamilen und Sri-Lanka-Tamilen unterschieden. Die indischen Tamilen sind diejenigen Tamilen, die während der englischen Kolonialzeit aus Südindien (Tamil Nadu) als Plantagenarbeiter nach Sri Lanka gebracht wurden. Sie sind in den zentralen Gebirgen Sri Lankas angesiedelt, während die einheimischen Tamilen in den nordöstlichen Küstengebieten leben. Häufig verwechselt man die Geschichte der Indien-Tamilen mit derjenigen der einheimischen Tamilen, was zu dem gelegentlich geäußerten Irrtum führt, Tamilen seien erst ab dem 19. Jahrhundert nach Sri Lanka eingewandert. Der Bürgerkrieg wurde zwischen den Singhalesen und den einheimischen Tamilen ausgetragen.

Kolonialzeit[Bearbeiten]

Das hauptsächliche Konfliktpotential zwischen Singhalesen und Tamilen stammt aus der Kolonialzeit[28]. Damals wurden die Tamilen als mehrheitlich schriftkundige Bevölkerungsgruppe bevorzugt als Verwaltungsbeamte herangezogen und deshalb von den Singhalesen mit der Kolonialmacht identifiziert. Mit der Unabhängigkeit wollten nationalistische Singhalesen diesen Machtvorsprung der Tamilen beseitigen. Tamil sollte ebenso wie Englisch aus den Amtsstuben und dem öffentlichen Leben verbannt werden; Sinhala sollte die allgemeine Sprache sein. Für die Mehrheit der Tamilen, die es zum großen Teil nicht beherrschte, war das weder praktikabel noch akzeptabel. Es kam im Tamilengebiet zu bewaffneten Protesten und zur Bildung politischer Bewegungen mit einem Spektrum von Zielen zwischen föderalen Gebietslösungen, Separationsbestrebungen und Anschlussbestrebungen an Indien.

Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Formale Eröffnung des ersten Parlaments Sri Lankas, welche den Beginn der Unabhängigkeit markierte.

Kurz vor der Unabhängigkeit 1948 hatten die Tamilen einen verfassungsmäßigen Minderheitenschutz mit der Garantie für die Erhaltung ihrer Menschenrechte verlangt. G. G. Ponnambalam, der Führer des Tamil Congress, hatte von der britischen Soulbury-Kommission, welche für die Leitung des Unabhängigkeitsprozesses Sri Lankas verantwortlich war, ein Gleich-Wahlrecht für die Tamilen gefordert. Laut diesem Wahlrecht sollten die Tamilen trotz ihres relativ geringen Anteils an der Gesamtbevölkerung (ca. 15 %[28]) als gleich stark vertretene Stimme angesehen werden. Diese Forderung blieb jedoch erfolglos, und die Briten verließen die Insel, während die politische Macht an die United National Party (UNP) ging. Zum Gründungszeitpunkt bestand die Koalition aus singhalesischen, tamilischen und muslimischen Parteien.[29] So waren mit G. G. Ponnambalam und C. Sundaralinkam zwei tamilische Minister im Kabinett.[28]

Der Wahlsieg der Sri Lanka Freedom Party (SLFP) 1956, die mit patriotischen Parolen geworben hatte, führte zu einer pro-singhalesischen Politik. Die Bevorzugung der tamilischen Bevölkerungsminderheit während der Kolonialzeit hinsichtlich Bildung und Profession (etwa in der Kolonialverwaltung) wurde von der singhalesischen Mehrheit als soziale Ungerechtigkeit angesehen. Ziel der Regierung war es, die überproportionale Vertretung tamilischer Minderheiten in Verwaltungs-, Bildungs- und Wirtschaftsbereichen zu reduzieren und an die aktuelle Demographiesituation anzupassen. Dies führte zur Bevorzugung der singhalesischen Sprache und des Buddhismus und zu einer Quotenregelung auf Basis der regionalen Zugehörigkeit für die Universitätszulassungen. Diese Entwicklung wurde von der tamilischen Minderheit als künftige Bedrohung betrachtet.

Die sri-lankische Bevölkerungsexplosion und Jugendarbeitslosigkeit von Tamilen und Singhalesen erschwerte die politische Situation, da die Regierungen nach der Unabhängigkeit keine konkreten Maßnahmen zur Minderung der Jugendarbeitslosigkeit anbieten konnten. Daraus resultierte der marxistische Aufstand eines Teils der singhalesischen Jugend („Janatha Vimukthi Peramuna“) im Jahr 1971.[30] Gleichzeitig entwickelte sich eine Tendenz eines Teils der tamilischen Jugend zum bewaffneten Aufstand, unterstützt durch marxistische Ideologie.

1970 schlossen sich mehrere tamilische Parteien zur Tamil United Liberation Front (TULF) zusammen, die einen eigenen Tamilenstaat (Tamil Eelam, gesprochen ˈtamiɭ ˌiːlam, dt. tamilisches Lanka) im Norden und Osten der Insel fordert.

Am Ende der Regierungszeit der SLFP unter Sirimavo Bandaranaike war der Konflikt vorübergehend beruhigt. Trotz dieser Annäherungen gab es weiterhin Konflikte zwischen beiden Ethnien. Radikale tamilische Gruppierungen bestanden noch immer auf eine Separation. Aus diesen Gruppen stach besonders die radikale LTTE hervor, welche auch moderate Tamilen, die anderen Konfliktlösungen gegenüber offen waren, wie z. B. Alfred Dureiappa (Bürgermeister von Jaffna 1975) oder Amirthalingam, Führer der TULF, ermorden ließ.[31] Später wurden der LTTE auch ethnische Säuberungen in Jaffna[32] und Massenmord an singhalesischen Farmern[33][34][35] vorgeworfen.

Die United National Party (UNP), bestehend aus Singhalesen, Tamilen und Muslimen, siegte 1977 mit verfassungsändernder Mehrheit unter Junius Richard Jayawardene. Er verweigerte den tamilischen Abgeordneten ihre quotenmäßig garantierten Parlamentssitze unter dem generalisierten Vorwurf des Separatismus und erklärte sie sämtlich zu Staatsfeinden. Ferner veränderte er die Verfassung und setzte sich an die Spitze eines Präsidialsystems nach französischem Vorbild. J. R. Jayawardene war im Vergleich zu seinen Nachfolgern relativ erfolgreich, weil er von außen die Unterstützung der westlichen Mächte und im Innern die der Minderheiten der Tamilen, Muslimen und Christen bekam.

Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bürgerkrieg in Sri Lanka

Durch Jayawardenes Politik eskalierte der Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen ab 1983. Die radikalen Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), die den unabhängigen Tamilenstaat fordern, erhielten starken Zulauf. 1986 eroberten die Milizen der LTTE die fast ausschließlich von Tamilen bewohnte Jaffna-Halbinsel und weite Teile der Nordzentral- und der Ostprovinzen, die hauptsächlichen Siedlungsgebiete der Tamilen. Die Entsendung indischer Friedenstruppen unter Zustimmung der Regierung Sri Lankas im Juni 1987 stieß auf Ablehnung der LTTE, wodurch die Kämpfe sich ausweiteten. Durch häufiges Fehlverhalten machten sich die indischen Truppen zudem bei beiden Konfliktparteien unbeliebt, so dass es sogar zur Zusammenarbeit zwischen der sri-lankischen Regierung und den Rebellen (mitsamt verdeckten Waffenlieferungen) kam, um die Friedenstruppe zu vertreiben. Nach zwei Jahren zogen sich die indischen Truppen zurück, ohne dass der Konflikt gelöst worden war.

Mitte der 1990er Jahre eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen erneut, als Regierungstruppen im Dezember 1995 die Jaffna-Halbinsel zurückeroberten. Im November 1999 lancierten die Liberation Tigers eine Großoffensive im zentralen Norden des Landes, ehe im Februar 2002 ein Waffenstillstand zwischen der sri-lankischen Regierung und den tamilischen Rebellen geschlossen wurde. Dem folgten Friedensverhandlungen zwischen Singhalesen und Tamilen in Genf, die aber im Februar 2006 scheiterten. Durch ihr brutales Vorgehen, zum Beispiel den Einsatz von Selbstmordkommandos (Black Tigers), haben sich die LTTE viele ausländische Sympathien verspielt und werden von der EU und den USA mittlerweile als terroristische Vereinigung angesehen.

Am 12. August 2005 wurde Außenminister Lakshman Kadirgamar ermordet. Ein politischer Hintergrund ist anzunehmen, die Täterschaft ist jedoch nicht geklärt. Die LTTE bestreitet, den Anschlag verübt zu haben.

Anfang August 2006 flüchteten nach Schätzungen des Roten Kreuzes 6.000 bis 7.000 Familien aus der überwiegend von Muslimen bewohnten Stadt Mutur (Mooduthara auf Sinhala[36]), in der der Bürgerkrieg wieder aufflammte.[37] Im August verschärften sich die Gefechte massiv. Alleine am 12. August wurden weit über 200 Menschen getötet, darunter ein ranghoher Vermittler im Friedensprozess.[38] Auch im August war der Zugang zur Krisenregion durch ausländische Helfer erschwert, Lebensmittel waren knapp.[39] Im März 2007 stand Sri Lanka kurz vor einem Kriegsausbruch, nachdem die Armee im Januar eine Großoffensive gegen die LTTE startete. Etwa 150.000 Menschen flüchteten.[40]

Am 2. November 2007 kam der Chef des politischen Flügels und Verhandlungsführer der LTTE, S. P. Thamilselvan bei einem Luftschlag der sri-lankischen Luftwaffe ums Leben, was einen weiteren Rückschlag für die Friedensverhandlungen bedeutete.

Das Waffenstillstandsabkommen zwischen der LTTE und der Regierung wurde am 2. Januar 2008 von der Regierung aufgekündigt.[41] Wenige Stunden vor Ablauf des mit einer zweiwöchigen Kündigungsfrist versehenen Abkommens kam es in der Nähe des südöstlich gelegenen Ortes Buttola zu einem Sprengstoffanschlag auf einen Bus, bei dem mindestens 22 Menschen starben. Als Urheber wird die LTTE vermutet.[42]

Zunächst konnten mehrere Gebiete durch Regierungstruppen wieder zurückerobert werden, der Vormarsch kam jedoch vor der Stadt Kilinochchi ins Stocken.[43] Erst am 1. Januar 2009 nahm die Armee Sri Lankas die LTTE-Hochburg im Norden nach einer Offensive ein.[44][45]

Am 25. Januar 2009 wurde Mullaitivu von der sri-lankischen Armee eingenommen. Die LTTE verlor damit die letzte noch von ihr kontrollierte Stadt.[46] Im Kampfgebiet waren nach Angaben der Vereinten Nationen rund 250.000 Zivilisten eingeschlossen.[47][48] Im Mai konnte das Militär auch den letzten von der LTTE kontrollierten Küstenstreifen einnehmen.[49][50] Der Machtbereich der LTTE konzentrierte sich nur noch auf eine wenige Quadratkilometer große Region im Nordosten der Insel.

Die Kämpfe zwischen der LTTE und der sri-lankischen Armee forderten im Frühjahr 2009 tausende von Todesopfern unter der Zivilbevölkerung, bis zu 200.000 Menschen mussten die von den Rebellen gehaltene Region verlassen und konnten nur unzureichend versorgt werden. Angesicht der humanitären Situation hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 13. Mai 2009 erstmals eine offizielle Stellungnahme zum Bürgerkrieg in Sri Lanka formuliert und die Konfliktparteien aufgefordert, sich für die Sicherheit der noch eingeschlossenen Bevölkerung einzusetzen und die Flüchtlinge zu versorgen.[51]

Ende des Bürgerkriegs[Bearbeiten]

Angesichts der Geländegewinne im Mai 2009 erklärte der sri-lankische Präsident Mahinda Rajapaksa am 16. Mai 2009 die LTTE für besiegt und den Bürgerkrieg für beendet. Die verbleibenden Rebellen seien vom Militär eingekesselt, über das Schicksal des Rebellenführers Velupillai Prabhakaran war zunächst nichts bekannt.[52] Über die Website Tamilnet erklärte die LTTE, die Waffen ruhen zu lassen, um die Zivilbevölkerung nicht weiter zu gefährden.[53][54]

Nach bestätigten Angaben der Armee Sri Lankas wurde Velupillai Prabhakaran, wie auch die gesamte Führungselite der LTTE, bei der Flucht vor Regierungstruppen am 18. Mai 2009 von einer Sondereinheit erschossen.[55][56]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ethnien[Bearbeiten]

Verteilung der Ethnien nach der Volkszählung 2012

Die dominierende Bevölkerungsgruppe Sri Lankas sind die Singhalesen. Nach der Volkszählung 2012 stellen sie 74,9 Prozent der Bevölkerung der Insel. Die größte ethnische Minderheit sind mit insgesamt 15,4 Prozent der Bevölkerung die Tamilen, die sich in Sri-Lanka-Tamilen und indische Tamilen aufteilen. Die einheimischen Sri-Lanka-Tamilen stellen 11,2 Prozent der Bevölkerung und siedeln in der Nord- und Ostprovinz. Die indischen Tamilen sind Nachfahren von Tamilen, die während der britischen Kolonialzeit aus Südindien (Tamil Nadu) als Plantagenarbeiter nach Sri Lanka einwanderten. Ihr Bevölkerungsanteil beträgt 4,2 Prozent, die meisten von ihnen leben in den Teeanbaugebieten im zentralen Hochland. 9,2 Prozent der Bevölkerung Sri Lankas sind Moors, tamilischsprachige Muslime, die sich selbst als Nachfahren arabischer Händler identifizieren. Sie sind über die ganze Insel verstreut, am höchsten ist ihr Bevölkerungsanteil in der Ostprovinz. Kleinere Minderheiten sind die 40.000 Malaien, deren Vorfahren während der niederländischen und britischen Kolonialzeit aus dem heutigen Indonesien und Malaysia einwanderten, und die 37.000 Burgher, Nachfahren europäischer Kolonisten und einheimischer Frauen.[57] Die Ureinwohner Sri Lankas, die Veddas, sind fast völlig verdrängt worden und werden nur noch auf einige hundert Individuen geschätzt.

Die Singhalesen sprechen Singhalesisch (Sinhala), eine indoarische Sprache, die Tamilen und Moors dagegen Tamil, das zur Gruppe der dravidischen Sprachen gehört. Englisch ist als Verkehrs- und Bildungssprache weit verbreitet. Nach der Verfassungsergänzung von 1987 sind Singhalesisch und Tamil die Amts- und Nationalsprachen Sri Lankas, Englisch ist als Verbindungssprache anerkannt.[58]

Religionen[Bearbeiten]

Buddhastatue im Gal-Viharaya-Felsentempel in Polonnaruwa

Nach der Volkszählung 2012 sind 70,2 Prozent der Bevölkerung Sri Lankas Buddhisten, 12,6 Prozent Hindus, 9,7 Prozent Muslime und 7,4 Prozent Christen (Davon 6,3 Prozent Katholiken und 1,3 Prozent andere).[59] In der Verteilung der Religionen spiegelt sich die ethnische Aufteilung der Bevölkerung Sri Lankas wider: Die Singhalesen sind größtenteils Buddhisten, die Tamilen mehrheitlich Hindus und die Moors ausschließlich Muslime. Daneben gibt es unter Tamilen und Singhalesen christliche Minderheiten.

Vom 8. bis 11. Jahrhundert war das Mahayana weit verbreitet.[60] Seit dem 12. Jahrhundert gehören die Buddhisten in Sri Lanka der Theravada-Schule an. Als buddhistisch geprägtem Land kommt Sri Lanka im mehrheitlich hinduistischen Südasien eine Sonderstellung zu. Dem Buddhismus wird in der Verfassung Sri Lankas eine besondere Stellung eingeräumt: Demnach ist der Staat verpflichtet, den Buddhismus „zu schützen und zu fördern“.[61] Unter den Hindus Sri Lankas ist, wie bei den Tamilen auf dem indischen Festland, der Shivaismus die am weitesten verbreitete Glaubensströmung. Die Muslime Sri Lankas sind Sunniten der shafiitischen Rechtsschule. Unter den Christen dominiert als Resultat der portugiesischen Missionierung während der Kolonialzeit der Katholizismus, es gibt aber auch Anglikaner (Church of Ceylon) und andere protestantische Gruppen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Im Jahr 2006 betrug die weibliche Lebenserwartung 76 und die männliche 69 Jahre.[62] Die Regierungsausgaben für das Gesundheitswesen betrugen 2006 etwa 105 US$ (Kaufkraftparität).[63]

In Sri Lanka kommen auf 100.000 Personen etwa 48,9 Ärzte.[64] Die Organisation Ärzte ohne Grenzen ist im Land aktiv.[64]

Geographie[Bearbeiten]

Topographie
Sri Pada
Hügeliges Grünland in Nuwara Eliya
Pigeon Island (Trincomalee)

In der Urzeit war der indische Subkontinent flächenmäßig deutlich größer als heute; zu dieser Zeit war Sri Lanka mit Indien verbunden. Die Trennung erfolgte wahrscheinlich zwischen 6000 und 3500 v. Chr. Die „Adamsbrücke“ (eine Inselgruppe zwischen Talaimannar und Rameswaram in Indien) ist die letzte sichtbare Spur dieser Verbindung.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sri Lanka liegt im Indischen Ozean, südöstlich des indischen Subkontinents, zwischen 6° und 10° nördlicher Breite und zwischen 79° und 82° östlicher Länge. Es misst etwa 445 Kilometer in Nord-Süd und 225 Kilometer in Ost-West. Von Indien (Bundesstaat Tamil Nadu) ist es durch die Palkstraße und den Golf von Mannar getrennt. Die Korallenfelsinseln der Adams Brücke stellen eine lose Verbindung zwischen dem Nordwesten Sri Lankas und dem indischen Festland dar.[65] Laut Berichten aus der britischen Kolonialzeit soll dieser natürliche Damm fast komplett gewesen sein, sei aber durch einen starken Sturm im Jahr 1480 zerstört worden.[66] Die Palkstraße ist so schmal, dass man von Rameswaram die Küste Sri Lankas sehen kann.

Sri Lanka kann in drei verschiedene Landschaften eingeteilt werden: zentrales Hochland mit den berühmten Teeanbaugebieten und bis zu 2500 m hohen Bergen, Tieflandebenen die schon vor Jahrhunderten durch künstliche Bewässerung fruchtbar gemacht wurden und den Küstenbereich mit Fischerei und Palmenstränden.

Das zentrale Hochland im Südzentrum Sri Lankas ist das Herz des Landes. Im Kern des Hochlandes ist ein in Nord-Süd Richtung 65 Kilometer langes Hochplateau. Höchste Erhebung des Landes ist der Pidurutalagala mit 2524 m über dem Meeresspiegel. Vom südlichen Ende des Plateaus aus erstrecken sich zwei Gebirgsmassive, eines 50 Kilometer in den Osten zum Namunakula (2036 m) und eines 50 Kilometer in den Westen zum Sri Pada (2243 m). Der Sri Pada ist der wichtigste Berg für verschiedene Religionen.[67]
Im Westen und Osten grenzt das Zentrum des Hochlandes an zwei Plateaus; im Norden und Süden liegen weitere Gebirge, die jeweils durch Täler vom Zentrum getrennt sind. Die 240 Meter hohen Bambarakanda-Wasserfälle sind die höchsten Wasserfalle Sri Lankas.

Der größte Teil der Insel besteht aus großen tropischen Ebenen, die 30 bis 200 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Im Südwesten gehen Gebirgsgrate und Täler langsam in das zentrale Hochland über. Im Südosten finden sich mit Laterit bedeckte Ebenen und Hügel. Der Übergang von der Ebene zum zentralen Hochland ist abrupt, sodass das Gebirge wie eine Wand wirkt. Die Ebene im Norden und im Osten ist flach und von engen Granitgraten in Richtung Hochland zergliedert.

Die Insel wird von einem 30 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Küstengürtel umschlossen. Die Küsten Sri Lankas bestehen zumeist aus Sandstränden.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm Colombo
Klimadiagramm Trincomalee

Das Klima Sri Lankas ist tropisch mit unterschiedlichen Niederschlagsverhältnissen, bedingt durch die Monsune. Durch seine Lage zwischen dem 5. und 10. nördlichen Breitengrad hat das Land ein warmes Klima mit milden Meeresbrisen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Durchschnittstemperaturen reichen von 16 Grad Celsius in Nuwara Eliya im zentralen Hochland (wo es im Winter sogar Schnee und Frost geben kann) bis zu 32 Grad Celsius in Trincomalee an der Nordostküste des Landes. Die Durchschnittsjahrestemperatur für das gesamte Land liegt zwischen 28 Grad Celsius bis 30 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Januar und der Mai der wärmste.

Während der Südwesten des Landes (siehe Klimadiagramm Colombo) immerfeucht mit zwei deutlichen Niederschlagsmaxima im Mai und Oktober ist, bringt der Südwestmonsun an der Nordost- und Ostküste nur geringe Niederschläge, da sich dieser Bereich im Lee des zentralen Gebirges befindet. Dort fallen die meisten Niederschläge während des Nordostmonsuns im November und Dezember (siehe Klimadiagramm Trincomalee). Das Niederschlagsmuster wird durch die Monsunwinde aus dem Indischen Ozean und dem Golf von Bengalen beeinflusst und wird durch vier Jahreszeiten bestimmt. In der ersten Jahreszeit von Mitte Mai bis Oktober bringen Südwestwinde Feuchtigkeit aus dem Indischen Ozean. Wenn diese Winde auf das zentrale Hochland treffen, entstehen heftige Regenschauer am Gebirge und im Südwesten des Landes. Der Osten und der Nordosten der Insel bekommen in dieser Zeit wenig Regen. In der zweiten Jahreszeit von Oktober bis November treten periodische Windböen und manchmal auch Zyklone auf, die trübes Wetter zur Insel bringen. In der dritten Jahreszeit, von Dezember bis März, bringt der Nordostmonsun Feuchtigkeit aus dem Golf von Bengalen in den Norden und Nordosten des Landes. Die letzte Jahreszeit von März bis Mitte Mai bringt wenig Niederschlag.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Sri-lankischer Bergwald

Entsprechend den Niederschlagsverhältnissen verändert sich die Vegetation von West nach Ost: Im Bereich der höchsten Niederschläge herrscht tropischer Regen- und Bergwald vor, während im Norden und Osten xerophytische Buschvegetation anzutreffen ist. Die Pflanzenwelt besticht durch üppige Fülle und Artenreichtum. Neben ausschließlich auf Sri Lanka beheimateten Pflanzen finden sich auch vorderindische, südostasiatische und malaiische Arten.

In Anuradhapura steht der Bodhibaum, der älteste historisch bekannte Baum der Welt. Es handelt sich um einen Ficus religiosa, und zwar um einen unmittelbaren Ableger des ursprünglichen Bodhibaumes in Bodh-Gaya in Indien, unter dem Buddha erleuchtet wurde. Je ein direkter Ableger des Baumes in Anuradhapura steht in jedem buddhistischen Tempel auf Sri Lanka.

Wichtige Kulturpflanzen sind Kokos, Reis, Zuckerrohr, Teesträucher, Indigo, Tabak, Kaffee und Chinarinde sowie eine Vielzahl von Gewürzpflanzen (Chili, Zimt, Kurkuma).

Auf Sri Lanka gibt es Warane, Krokodile und auch Riesenschlangen wie den Tigerpython, der in einer Unterart vorkommt. Weiterhin findet man verschiedene Affen (Hutaffen, Hanuman-Languren und Weißbart-Languren) sowie Axishirsche, Wildschweine, wilde Asiatische Elefanten und eine Unterart des Leoparden, die Sri-Lanka-Leoparden, die allerdings vom Aussterben bedroht sind. Von ihnen gibt es weniger als 600 Tiere. Auffällig ist eine große Population verwilderter Hunde. Allgegenwärtig sind Geckos. Die artenreiche und bunte Vogelwelt Sri Lankas bietet Weiße und andere Reiher, riesige Schwärme von Kormoranen, die reiche Fischbeute aus den vielen Stauseen gewinnen, Papageien und Krähen.

Geologie[Bearbeiten]

Mehr als 85 Prozent der Oberfläche Sri Lankas liegt auf einer zum Teil über zwei Milliarden Jahre alten Präkambriumschicht. Die metamorphe Gesteinsoberfläche entstand durch die Transformation von sehr alten Sedimenten. Die Theorie der Plattentektonik vermutet, dass diese Felsmassive, die den größten Teil des indischen Subkontinents bilden, Gondwana angehörten. Vor 200 Millionen Jahren trennte sich der indische Subkontinent von Gondwana und steuerte auf die asiatische Platte zu. Nachdem vor 45 Millionen Jahren Indien mit der asiatischen Platte kollidierte, trennte sich Sri Lanka durch Erdbeben oder vulkanische Ereignisse vom indischen Festland.

Sri Lanka ist reich an Bodenschätzen. So kommt neben Eisenerz auch Zinnerz, Mangan, Molybdän, Nickel, Cobalt, Arsen, Wolfram, Tellur und etwas Gold vor. An Edelsteinen werden Rubine, Saphire, Topase und Spinelle gewonnen.

Staat und Verwaltung[Bearbeiten]

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Die 225 Abgeordneten des Parlaments werden alle sechs Jahre gewählt. Fünfter Präsident seit der Unabhängigkeit Sri Lankas ist seit 2005 Mahinda Rajapaksa.

Administrative Aufteilung[Bearbeiten]

Sri Lanka ist administrativ in neun Provinzen[68] und 25 Distrikte[69] unterteilt. Jede Provinz wird durch einen direkt gewählten Provinzrat verwaltet:

Indien Nordprovinz Nordwestprovinz Nord-Zentralprovinz Zentralprovinz Westprovinz Sabaragamuwa Ostprovinz Uva Südprovinz
Provinzen von Sri Lanka
Provinz Hauptstadt Distrikte
1 Zentralprovinz Kandy Kandy, Matale, Nuwara Eliya
2 Nördliche Zentralprovinz Anuradhapura Anuradhapura, Polonnaruwa
3 Nordprovinz Jaffna Jaffna, Kilinochchi, Mannar, Vavuniya, Mullaitivu
4 Ostprovinz Trincomalee Ampara, Batticaloa, Trincomalee
5 Nordwestprovinz Kurunegala Kurunegala, Puttalam
6 Südprovinz Galle Galle, Hambantota, Matara
7 Uva Badulla Badulla, Monaragala
8 Sabaragamuwa Ratnapura Kegalle, Ratnapura
9 Westprovinz Colombo Colombo, Gampaha, Kalutara
Historisch
Nordostprovinz (1987 durch Vereinigung der Nord- und Ostprovinz entstanden, 2006 durch das oberste Gericht für ungültig erklärt, ab 2007 wieder in die ursprünglichen Provinzen getrennt)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftssektoren Sri Lankas nach BIP und Verteilung der Arbeitskraft
Der Außenhandel Sri Lankas
Ölverbrauch Sri Lankas und anderer Länder in Süd- und Südostasien, Bbl/Tag
Stromverbrauch Sri Lankas und anderer Länder in Süd- und Südostasien, Mio kWh/Jahr
Flugzeug der staatlichen Sri Lankan Airlines

Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten]

Im 19. und 20. Jahrhundert dominierte die Plantagenwirtschaft und die Insel wurde vor allem durch den Anbau von Zimt, Gummi und Tee (Ceylon) bekannt. Unter der britischen Herrschaft wurden die Häfen modernisiert, dadurch wurde die Insel als Knotenpunkt des Fernhandels strategisch wichtig. Während des Zweiten Weltkriegs stationierten die Alliierten Ausrüstung und Truppen auf der Insel. Sri Lanka war 2007 der größte Exporteur von Tee weltweit hinter Kenia und vor der Volksrepublik China.

Nach der Unabhängigkeit 1948 bis 1977 war die Wirtschaftspolitik der amtierenden Regierungen sozialistisch geprägt. Plantagen aus der Kolonialzeit wurden abgeschafft und industrielle Einrichtungen wurden verstaatlicht. In dieser Zeit wurden die Lebensstandards verbessert, die Analphabetenquote sank, jedoch litt die Volkswirtschaft unter Ineffizienz, langsamem Wachstum und Mangel an ausländischen Investitionen. 1977 brach die Regierung mit der Verstaatlichung und fördert seither die Privatwirtschaft.

Sektoren[Bearbeiten]

Die wichtigsten Exportwaren Sri Lankas sind Textilien und Bekleidung, Tee, Edelsteine, Kokosnussprodukte.

Mit einem Waffenstillstand gewinnt auch der Tourismus wieder an Bedeutung. Der Angriff auf die Marinebasis in Galle[70] führte aber wieder zu einem Wegbleiben der Touristen, die Statistik zeigt in dieser Zielgruppe der Europäer einen Rückgang um bis zu 80 %.[71] Andere Quellen[72] zeigen jedoch einen jährlichen Gesamtanstieg um 33,9 % im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr 2005, der Gesamtertrag der Branche macht 440,9 Mio. $ aus, so der zuständige Ausschuss des Außenministeriums des Landes, jedoch wird hier auf den Anstieg der Kosten keine Rücksicht genommen. Durch die offizielle Kündigung des von beiden nicht mehr beachteten Waffenstillstandsabkommen von Seiten des Staates erwartet man für das Jahr 2008 einen Rückgang der Anzahl an Touristen. Nach dem Ende des Bürgerkrieges hofft Sri Lanka auf einen steigenden Touristenstrom.

Entwicklungshilfe[Bearbeiten]

Sri Lanka ist seit 1950 Mitglied des Internationalen Währungsfonds; nach knapp drei Jahrzehnten hat der IWF sein Büro im Land vor kurzem geschlossen, dieser Schritt wurde von der Regierung begrüßt.[73] Laut einem IWF-Beamten war der Grund für die Schließung der IWF-Vertretung, dass die sri-lankische Regierung die Hilfe der Organisation ablehnte und es keine laufenden Programme mehr von der Seite des IWF gab. Der Weltbank zufolge sollte das Land seine Devisenreserven aufstocken, da es gegenüber externen Schocks ungeschützt sei. Im Laufe des Jahres 2006 verkaufte die Regierung Sri Lankas etwa 400 Mio. $, um die unter Druck geratene Landeswährung abstützen zu können.[74]

Die Bundesrepublik Deutschland leistet finanzielle Hilfe an Sri Lanka.[75] Die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder werden durch mehrere Handelsabkommen (1950, 1955, 1958), ein Doppelbesteuerungsabkommen (1979), ein Rahmenabkommen über technische Zusammenarbeit (1973) sowie durch ein Investitionsförderungs und -schutzabkommen (2000) geregelt.[76]

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 10,4 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 6,3 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 9,8 % des BIP.[77] Die Staatsverschuldung betrug 2009 36,2 Mrd. US-Dollar oder 86,7 % des BIP.[77]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Verkehr[Bearbeiten]

Hauptbahnhof Colombo Fort

Die meisten Städte Sri Lankas sind durch das Schienennetz der staatlichen Eisenbahngesellschaft Sri Lanka Railways miteinander verbunden. Die erste Strecke wurde am 26. April 1867 eingeweiht und verband Colombo mit Kandy. Die Gesamtlänge des Streckennetzes beträgt 11.000 Kilometer und die Spurweite beträgt 1676 mm. Die Regierung startete mehrere Projekte zum Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken, um die Wirtschaft und das nationale Verkehrssystem zu verbessern.

Die staatlich geführte Sri Lanka Transport Board ist verantwortlich für das Busverkehrssystem auf der ganzen Insel. Sri Lanka besitzt auch ein Wasserverkehrssystem mit einer Länge von 430 Kilometern. Die drei größten Häfen Sri Lankas sind in Colombo, Trincomalee und Galle. Zudem gibt es einen Hafen für Binnenschiffe in Kankesanturai, nördlich von Jaffna.

Sri Lanka besitzt zwölf Flughäfen. Der Bandaranaike International Airport ist der einzige internationale Flughafen im Land und befindet sich in Katunayake, etwa 35 Kilometer nördlich von Colombo. Betreiber ist das Unternehmen Airport & Aviation (Sri Lanka) Limited. SriLankan Airlines ist der offizielle Flagcarrier Sri Lankas und wurde von Skytrax als beste Fluglinie Südasiens bezeichnet.

Bildung[Bearbeiten]

Es besteht allgemeine Schulpflicht von 5 bis 14 Jahren. An die fünfjährige Grundschule (Primary School) schließen sich im Sekundarschulbereich die dreijährige Junior Secondary School (mittlerer Bildungsabschluss) und die dreijährige Senior Secondary School (Abschluss: Hochschulreife) an. Unterrichtssprachen sind Sinhala und Tamil. Englisch ist Pflichtfach. Die Alphabetisierungsrate beträgt (2006) rund 91 Prozent, die der 15- bis 24-Jährigen rund 96 Prozent. Dies ist vor allem dem Einführen der kostenlosen Bildung im Jahre 1945 durch den ersten Bildungsminister von Sri Lanka C. W. W. Kannangara zu verdanken. Es gibt 13 Universitäten, darunter die University of Colombo und die University of Peradeniya.[79]

Sport[Bearbeiten]

Ein Cricket Testspiel zwischen Sri Lanka und England im SCC Stadion, Colombo, März 2001.

Obwohl der offizielle Nationalsport Sri Lankas Volleyball ist, führt Cricket mit großem Abstand die Rangliste der beliebtesten Sportarten an.[80] Die sri-lankische Cricket-Nationalmannschaft gehört zu den besten der Welt. Auch wenn Sri Lanka 1982 den Status einer Test-Cricket-Mannschaft bekam, drangen sie erst Anfang der 1990er Jahre in die Weltspitze des Crickets ein, welches mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft und der Asienmeisterschaft im Jahr 1996 ihren Höhepunkt erreichte.[81] Seitdem spielt Sri Lanka regelmäßig um die Krone der Weltspitze mit. So wurden sie 2004 erneut Asienmeister und sowohl 2007 als auch 2011 Vize-Weltmeister.

Weitere beliebte Sportarten sind Rugby, Wassersport, Leichtathletik, Fußball und Tennis. Sri-lankische Schulen und Universitäten veranstalten regelmäßig Wettbewerbe, um sich auf regionaler oder nationaler Ebene zu messen.

Sri Lanka hat eine große Anzahl an Sportstadien – zu den bekanntesten gehören der Sinhalese Sports Club Ground und das R. Premadasa Stadium in Colombo sowie das Rangiri Dumbulla Stadium in Dambulla und das Galle International Stadium in Galle.

Aufgrund der zahlreichen Strände sind auch Bootfahren, Surfen, Schwimmen und Tauchen beliebte Sportarten und ziehen eine große Zahl an ausländischen Touristen an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Bechert: Buddhismus, Staat und Gesellschaft in den Ländern des Theravada-Buddhismus. Band I: Grundlagen. Ceylon. Hamburg 1966, Nachdruck 1988.
  • Michael B. Carrithers: „Sie werden die Herren der Insel sein“: Buddhismus in Sri Lanka. In: Heinz Bechert, Richard Gombrich (Hrsg.): Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart. München: C.H. Beck ³2008. S. 140–168.
  • Manfred Domrös: Sri Lanka. Die Tropeninsel Ceylon. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1976 (Wissenschaftliche Länderkunden 12).
  • Wilhelm Geiger: Culture of Ceylon in Mediaeval Times, 2., unveränderte Auflage, Wiesbaden 1986.
  • R. Thapar: The Penguin History of Early India from the Origins to AD 1300. London 2002
  • Partha S. Ghosh Colonial Origins of Sinhala-Tamil Ethnic Conflict in Sri Lanka In: Ramakant and B.C. Upreti Nationbuilding in South Asia, Vol.1, S. 309-326, New Delhi 1991.
  • Richard Gombrich: Der Theravada-Buddhismus: Vom alten Indien bis zum modernen Sri Lanka. Stuttgart, Berlin, Köln: Kohlhammer 1996.
  • Jakob Rösel: Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka, Baden-Baden 1997.
  • Jakob Rösel: Die Gestalt und Entstehung des singhalesischen Nationalismus, Berlin 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Sri Lanka – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikimedia-Atlas: Sri Lanka – geographische und historische Karten
 Commons: Sri Lanka – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Ceylon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Sri Lanka – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Sri Lanka – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Länderinfos - Sri Lanka beim Auswärtigen Amt. Abgerufen: 30. Januar 2013
  2. a b http://www.statistics.gov.lk: Zensus 2012 (PDF; 1,8 MB)
  3. World Economic Outlook Database, April 2012 des Internationalen Währungsfonds
  4. Human Development Report Office: Sri Lanka – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 25. Oktober 2014
  5. Dr.Paul E.Pieris declared in 1917, at a meeting of the Royal Asiatic Society (Ceylon Branch), there was in Lanka five recognized ‘Eeswararns’ of Siva, which claimed and received adoration of all India. These were Tiruketheeswaram near Mahathitha, Munneswaram, Thondeswaram, Tirukoneswaram and Naguleswaram. Royal Asiatic Society (Ceylon Branch)
  6. Kapitel 2 der sri-lankischen Verfassung; vgl. Current Affairs.
  7. Der britische Premierminister Winston Churchill beschrieb den Moment, als ein Verband der japanische Marine Sri Lanka erobern wollte, als „den gefährlichsten und beunruhigendsten Moment im gesamten Konflikt.“ – Commonwealth Air Training Program Museum, The Saviour of Ceylon.
  8. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/commonwealth-gipfel-in-sri-lanka-herausgeputzt-und-autoritaer-12668517.html
  9. http://www.news.ch/Sri+Lanka+ist+zunehmend+autoritaer/597927/detail.htm
  10. Ananda Abeydeera: In Search of Taprobane: the Western discovery and mapping of Ceylon. Abgerufen am 4. Juni 2007.
  11. Sri Lanka – The Pearl of the Orient. In: Metropolis. . Abgerufen am 4. Juni 2007.
  12. K T Rajasingham: Sri Lanka: The untold story. In: Asia Times. . Abgerufen am 4. Juni 2007.
  13. Lareef Zubair: Etymologies of Lanka, Serendib, Taprobane and Ceylon. Abgerufen am 4. Juni 2007.
  14. Chapter I – The People, The State And Sovereignty. In: The Constitution Of The Democratic Socialist Republic Of Sri Lanka. . Abgerufen am 4. Juni 2007.
  15. http://141.74.33.52/stagn/Portals/0/140408_STAATENNAMEN_13_ol.pdf
  16. [1]
  17. http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=ved
  18. The Mahavamsa - The Great Chronicle of Sri Lanka
  19. The Roman Emperor And The King Of Ceylon, Classical Philology © 1956 The University of Chicago Press
  20. Anke Kausch: Seidenstraße: Von China durch die Wüsten Gobi und Taklamakan über den Karakorum Highway nach Pakistan, S. 102; DuMont Reiseverlag (2006); abgerufen am 11. Februar 2012
  21. K. M. de Silva: A history of Sri Lanka, S. 87; abgerufen am 11. Februar 2012
  22. Department of Election: PRESIDENTIAL ELECTION – 2010 Official Results
  23. Vorgezogene Wahlen in Sri Lanka? Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 24, 29. Januar 2010, S. 6
  24. Präsident Rajapakse löst Parlament auf, 9. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2010
  25. Sri Lankan general held in crackdown (english), 8. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2010
  26. Tagesschau vom 8. April 2010
  27. Präsidentenpartei siegt bei Wahlen in Sri Lanka. Der Standard, 10/11. April 2010, S. 6
  28. a b c Jane Russell, Communal Politics under the Donoughmore Constitution, 1931-1947 Tissara Publishers, Colombo 1982
  29. K. M. de Silva, History of Sri lanka, Penguin 1995, Kapitel 36
  30. R. Kerney and J. Jiggins, 'The Ceylon Insurrection of 1971, Journal of Commonwealth and Comparative Politics, 13(1) Mars 1975
  31. [2] Chronicles of Murders by LTTE
  32. DBS Jeyaraj: Fifteenth Anniversary of Muslim Expulsion From Jaffna. 30. Oktober 2005. Abgerufen am 15. Februar 2011.
  33. Sri Lanka chronology. In: The Guardian, 14. November 2003. Abgerufen am 16. Mai 2007. 
  34. United Nations High Commission for Human Rights
  35. Information Bulletin No.4. In: UTHR(J), 13. Februar 1995. Abgerufen am 16. Mai 2007. 
  36. Stadtnamenliste Sri Lankas
  37. Thousands flee Sri Lankan fighting ABC News, 4. August 2006
  38. http://derstandard.at/?url=/?id=2549689
  39. http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/5263218.stm
  40. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24886/1.html
  41. http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1266082&
  42. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,528835,00.html
  43. Tod und Vertreibung auf der Ferieninsel
  44. http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_3916115,00.html
  45. http://www.tagesschau.de/ausland/srilanka130.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[3] [4] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  46. http://www.tagesschau.de/ausland/srilanka136.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[5] [6] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  47. Sri Lankas Armee weiter auf dem Vormarsch Neue Zürcher Zeitung, 27. Januar 2009
  48. Zivilpersonen zwischen den Fronten Amnesty International, 6. Februar 2009
  49. Neue Zürcher Zeitung: Armee erobert letzten Küstenstreifen Sri Lankas zurück vom 16. Mai 2009.
  50. http://www.tagesschau.de/ausland/srilanka268.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[7] [8] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  51. Neue Zürcher Zeitung: «Menschliche Schutzschilde» in Sri Lanka vom 14. Mai 2009.
  52. Die Welt: Sri Lanka erklärt Tamilen-Rebellen für besiegt vom 16. Mai 2009.
  53. Tamilnet:[9] S. Pathmanathan: "We have decided to silence our guns." 17. Mai 2009, 8:22 GMT.
  54. Die Zeit: Rebellen legen die Waffen nieder vom 17. Mai 2009.
  55. ARD: LTTE-Anführer angeblich getötet (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[10] [11] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  56. Berliner Zeitung: Sri Lankas Armee zeigt Leiche von Tamilen-Chef, 19. Mai 2009
  57. Department of Census and Statistics Sri Lanka: Population by ethnic group according to districts, 2012.
  58. Kapitel 4 der Verfassung der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka.
  59. Department of Census and Statistics Sri Lanka: Population by religion according to districts, 2012.
  60. Mahinda Deegalle: A Search for Mahāyāna in Sri Lanka. In: Journal of the International Association of Buddhist Studies, Volume 22, Number 2, 1999, S. 343–357, hier S. 355
  61. Kapitel 2 der Verfassung der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka.
  62. www.who.int
  63. cty_ds_LKA.html
  64. a b Health_Sector_Webpage_introduction.pdf
  65. BBC News, Gods row minister offers to quit, September 15, 2007
  66. Rediff, Ramar Sethu, a world heritage centre?, July 4, 2007
  67. Sri Pada: Myth, Legend and Geography.
  68. Constitution of Sri Lanka, Eighth Schedule
  69. Constitution of Sri Lanka, First Schedule
  70. sz-online.de: 15 Tote bei Bombenanschlag in Sri Lanka 7. Januar 2007.
  71. Colombo Page Sri Lanka's tourist industry suffers from drop in European travelers, 4. Februar 2007.
  72. The Sunday Times Online: Tourism industry experiences 34 % growth in Tourism earnings in 2006 4. Februar 2007.
  73. Colombo Page: Sri Lanka welcomes IMF move to close its office in Colombo 24. Januar 2007.
  74. LankaEverything.com: Sri Lanka advised to boost reserves as IMF quits the country 3. Februar 2007.
  75. Defence.lk, Verteidigungsministerium Sri Lankas: Continued assistance to Sri Lanka from Germany 3. Februar 2007.
  76. Auswärtiges Amt: Beziehungen zwischen Sri Lanka und Deutschland, November 2006.
  77. a b c d The World Factbook
  78. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  79. Meyers Lexikon online (2008). Sri Lanka (Staat)
  80. Sri Lanka development gateway, Sports
  81. The Guardian, Sri Lanka light up the world