Hermes (Oise)

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Hermes
Hermes (Frankreich)
Hermes
Region Hauts-de-France
Département Oise
Arrondissement Beauvais
Kanton Mouy
Gemeindeverband Beauvaisis
Koordinaten 49° 21′ N, 2° 15′ OKoordinaten: 49° 21′ N, 2° 15′ O
Höhe 43–139 m
Fläche 8,88 km2
Einwohner 2.494 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 281 Einw./km2
Postleitzahl 60370
INSEE-Code
Website http://www.ville-hermes.fr/

Rathaus (mairie)

Hermes ist eine französische Gemeinde mit 2.494 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Beauvais und ist Teil des Kantons Mouy.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Thérain in Hermes
Der Bahnhof Hermes-Berthecourt

Die Gemeinde an der Bahnstrecke von Beauvais nach Creil mit den Ortsteilen Marguerie, Méhécourt, Carville, Caillouel und Friancourt wird vom Thérain durchzogen, in den hier von links der Bach La Trye und von rechts der Ruisseau de Parisis münden. Mit dem unmittelbar benachbarten Berthecourt teilt sie den Bahnhof. Die Entfernung nach Mouy beträgt rund acht Kilometer, die nach Noailles rund sechs Kilometer. Im Norden des Gemeindegebiets liegen die Überreste der ehemaligen Zisterzienserabtei Froidmont (der gleichnamige Ort in der Nachbargemeinde Bailleul-sur-Thérain). Im Norden liegt der Domänenforst Forêt domaniale de Hez-Froidmont teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde.

Toponymie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wird auf die lateinische Bezeichnung Mons Hermarum zurückgeführt. Hermes findet sich in der Carte de Cassini.

Der Ort war schon in der Jungsteinzeit besiedelt. In geschichtlicher Zeit lag er im Land der Bellovaker, eines belgischen Volksstamms. In gallo-römischer Zeit stand hier der Vicus Ratumagus. Bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert wurde eine merowingische Nekropole entdeckt. Im Mittelalter stand das Gemeindegebiet unter der Herrschaft des Klosters Froidmont. 1187 wurde unter dem Schutz der Grafen von Clermont eine Festung errichtet, die der Bischof von Beauvais Philipp von Dreux bald darauf zerstören ließ. Nach ihrem Wiederaufbau diente sie im Hundertjährigen Krieg und in der Jacquerie bis zur endgültigen Zerstörung 1431 als Unterschlupf von Straßenräubern. Die Herrschaft des Klosters Froidmont endete mit der Französischen Revolution. Von 1880 bis 1949 verband eine meterspurige Sekundärbahn Hermes mit Beaumont-sur-Oise.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
1635 1588 1802 1828 1964 2331 2391 2581

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reste der Abtei Kloster Froidmont
  • im 19. Jahrhundert restaurierte Kirche Saint-Vincent mit sechsjochigem Langhaus und Seitenschiff auf der Nordseite, Nebenkapelle im Süden sowie dreijochigem Chor mit schiefergedecktem Dachreiter im Westen aus dem Jahr 1927, der den 1919 eingestürzten romanischen Turm ersetzt, 1927 als Monument historique eingetragen[1][2]
  • Kapelle Notre-Dame de Bon-Secours
  • 1884 errichtete Mairie
  • Kriegerdenkmal

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eglise in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. http://clochers.org/Fichiers_HTML/Accueil/Accueil_clochers/60/accueil_60313.htm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermes (Oise) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien