Daours

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Daours
Daours (Frankreich)
Daours
Region Hauts-de-France
Département Somme
Arrondissement Amiens
Kanton Amiens-3
Gemeindeverband Communauté de communes du Val de Somme
Koordinaten 49° 54′ N, 2° 27′ OKoordinaten: 49° 54′ N, 2° 27′ O
Höhe 22–96 m
Fläche 8,65 km2
Einwohner 836 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 97 Einw./km2
Postleitzahl 80800
INSEE-Code
Website http://www.commune-daours.fr/article.do&id=1672

Die Kirche

Daours (picardisch: Dour) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 836 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Amiens und im Kanton Amiens-3 und ist Teil der Communauté de communes du Val de Somme.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt unterhalb von Corbie ganz überwiegend am rechten Ufer der Somme an der Einmündung der Hallue. Im Nordosten besitzt das Tal der Somme ein ausgeprägtes Steilufer (La Falaise) mit größeren Mooren (Marais de Daours und Marais des Hallettes) im Tal. Im Süden gehören auch Moorgebiete südlich der kanalisierten Somme zu Daours; die Nachbargemeinde Vecquemont bildet nahezu eine Enklave innerhalb von Daours. Der Haltepunkt Daours an der Bahnstrecke Paris–Lille liegt außerhalb des Gemeindegebiets in der Gemeinde Aubigny (Somme). Auch die nordwestlich gelegene Nachbargemeinde Bussy-lès-Daours am Westufer der Hallue schnürt das Gemeindegebiet stark ein. Daours wird von der Départementsstraße D1 durchzogen und bildet mit Vecquemont einen Siedlungskomplex.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daours, ein Ort mit prähistorischen und gallo-romanischen Funden, entstand an einem alten Flussübergang entlang der Landstraßen von Corbie nach Amiens und der Straße nach Port-Noyelles. Seit dem Frühmittelalter besaß die Abtei Corbie hier Rechte, u.a. Zollrechte. Auf den Falaises stand das untergegangene Dorf Wagny, an das noch ein Flurname erinnert, mit einem Priorat. Daours besaß im Mittelalter ein Leprosenhaus. 1597 besiegte König Heinrich IV. hier das spanische Heer. 1615 wurde der Ort durch den Marschall d’Ancre befestigt. 1636 wurde Daours durch spanische Truppen geplündert und gebrandschatzt. Die Somme wurde zwischen 1821 und 1827 kanalisiert und eine Schleuse wurde errichtet. Nach der Errichtung einer Holzbrücke über die Somme in den Jahren 1831 bis 1832 begann die Industrialisierung. 1843 erreichte die Eisenbahn Daours. Von 1860 bis 1865 wurde die Kirche als Ziegelbau errichtet. Während des Ersten Weltkriegs bestand ein britisches Feldlazarett. 1940 sprengten französische Truppen die Eisenbahnbrücke, die die Wehrmacht als Holzkonstruktion wieder aufführen ließ.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010
709 718 788 762 789 768 776 773

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 1981 Gérard Holleville.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die neugotische Kirche Saint-Jacques von Victor Delefortrie.
  • Der britische Soldatenfriedhof.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Daours – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien