Lamotte-Warfusée

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Lamotte-Warfusée
Lamotte-Warfusée (Frankreich)
Lamotte-Warfusée
Region Hauts-de-France
Département Somme
Arrondissement Amiens
Kanton Corbie
Gemeindeverband Communauté de communes du Val de Somme
Koordinaten 49° 52′ N, 2° 36′ OKoordinaten: 49° 52′ N, 2° 36′ O
Höhe 35–101 m
Fläche 9,36 km2
Einwohner 699 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 75 Einw./km2
Postleitzahl 80800
INSEE-Code
Website http://www.valdesomme.com/index.php?mod=communes&id=16

Die Kirche Saint-Pierre

Lamotte-Warfusée (picardisch: L’Motte-Warfusée) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 699 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Amiens und im Kanton Corbie und ist Teil der Communauté de communes du Val de Somme.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde im Santerre liegt südlich der Somme, deren Talgrund sie sich in der Vallée d’Abancourt bis auf weniger als 200 m nähert, und sie erstreckt sich im Süden bis über die Autoroute A29 hinaus. Die Entfernung nach Corbie beträgt über die Départementsstraße D122 rund neun Kilometer. Die Achse der Gemeinde wird von der hier von der Départementsstraße D42 von Démuin nach Albert gekreuzten Départementsstraße D1029 (frühere Route nationale 29) gebildet. Lamotte bildet den östlichen Ortsteil, Warfusée den westlichen. Der frühere Ortsteil Abancourt ist bereits seit dem 17. Jahrhundert wüst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde ist 1974 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Lamotte-en-Santerre und Warfusée-Abancourt entstanden.

Die Départementsstraße D1029 ist die alte Römerstraße von Amiens nach Vermand. In ihrer Nähe wurde ein umgestürzter Menhir gefunden. Im Mittelalter unterstand die Herrschaft Lamotte der Abtei Corbie. 1204 wurde Lamotte zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Im 15. Jahrhundert wurden unter Lamotte Souterrains (muches) gegraben. Das Schloss und das Leprosenhaus in Lamotte wurden 1636 von den spanischen Truppen in Brand gesetzt. 1656 wurde das Dorf Abancourt nach Brandschatzung verlassen. Die Kirche von Warfusée wurde 1721 wieder aufgebaut. Im Ersten Weltkrieg wurden die Orte vernichtet.

Die Gemeinden erhielten als Auszeichnung das Croix de guerre 1914–1918.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010
237 266 436 447 481 513 559 626

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2008 Frédéric Dehurtevent.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lamotte-Warfusée – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien