Olympische Geschichte von Serbien und Montenegro

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Olympische Ringe

SCG 2004–2006

SCG
2004–2006
Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen
2

Der Staatenbund Serbien und Montenegro war von 2004 bis 2006 bei Olympischen Sommerspielen und Olympischen Winterspielen vertreten.

Das Nationale Olympische Komitee war das Olympische Komitee von Serbien und Montenegro. Es wurde 2003 gegründet und offiziell vom IOC anerkannt; 2006 wurde es aufgelöst.

Vor 2004 nahmen Sportler aus Serbien und Montenegro unter der Flagge Jugoslawiens teil. Zu diesem Zeitabschnitt siehe den Artikel Olympische Geschichte Jugoslawiens.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahme Jugoslawiens und der Nachfolgestaaten an Olympischen Spielen
Jahre Mannschaften
Kroatien Slowenien Bosnien und Herzegowina Mazedonien Serbien Kosovo Montenegro
1912 Osterreich CisleithanienCisleithanien Kaisertum Österreich Osmanisches Reich 1844Osmanisches Reich Osmanisches Reich SerbienSerbien Serbien Osmanisches Reich 1844Osmanisches Reich Osmanisches Reich keine Teilnahme
1920–1988 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien
1992 W KroatienKroatien Kroatien SlowenienSlowenien Slowenien Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien
1992 S Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina IOCIOC Unabhängige Olympiateilnehmer
1994 keine Teilnahme Verbot einer Teilnahme durch die UNO
1996–2002 NordmazedonienNordmazedonien Nordmazedonien Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro BR Jugoslawien
2004–2006 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro
2008–2014 SerbienSerbien Serbien MontenegroMontenegro Montenegro
2016– SerbienSerbien Serbien KosovoKosovo Kosovo

Serbien und Montenegro sowie die Autonome Provinz Kosovo gehörten lange Zeit zu Jugoslawien. Athleten aus diesen Republiken nahmen daher für Jugoslawien an Olympischen Spielen teil. Der Staat zerfiel Anfang der Neunziger Jahre: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie die Republik Mazedonien wurden unabhängig.

Jugoslawien durfte noch an den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville teilnehmen, fiel danach aber unter die Sanktionen der Vereinten Nationen. Dadurch wurde Jugoslawien von den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona und den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer ausgeschlossen. An den erstgenannten Spielen durften jedoch einzelne Athleten als Unabhängige Olympiateilnehmer antreten.

Von den Olympischen Sommerspielen 1996 an durfte das Land wieder unter seiner Fahne auflaufen, nunmehr als Bundesrepublik Jugoslawien. 2003 wurde diese in die neue Nation Serbien und Montenegro umgewandelt, unter diesem Namen trat die Nation bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen und bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin an. Durch ein Referendum 2006 erlangte Montenegro seine Unabhängigkeit. Seitdem treten Montenegro und Serbien als unabhängige Staaten bei Olympischen Spielen an. Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro trat erstmals auch der Kosovo als eigene Nation an, obwohl die 2008 ausgerufene Unabhängigkeit von Serbien nicht überall anerkannt wurde.

Übersicht der Teilnahmen (ab 1996)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Athleten Flaggenträger Medaillen
Gold medal.svg Silver medal.svg Bronze medal.svg Gesamt Rang
1996 68 Igor Milanović 1 1 2 4 41
2000 109 Vladimir Grbić 1 1 1 3 44
2004 87 Dejan Bodiroga 0 2 0 2 61

Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Athleten Flaggenträger Medaillen
Gold medal.svg Silver medal.svg Bronze medal.svg Gesamt Rang
1998 2 Marko Đorđević - - - - -
2002 6 Jelena Lolović - - - - -
2006 7 Jelena Lolović - - - - -

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]