Olympische Geschichte Osttimors

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Olympische Ringe

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Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen

Osttimor nimmt seit den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen jedes Mal an den Sommerspielen teil. Zuvor hatten bereits osttimoresische Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney als Unabhängige Olympiateilnehmer teilgenommen, als das Land noch unter Verwaltung der Vereinten Nationen stand. Zuvor waren osttimoresische Sportler Teil der Olympiamannschaften Indonesiens.

An Olympischen Winterspielen nahm Osttimor zum ersten Mal 2014 teil. Bei beiden bislang ausgetragenen Jugend-Sommerspielen gingen osttimoresische Jugendliche an den Start.

Nationales Olympisches Komitee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2007 wurde das Comité Olímpico Nacional de Timor-Leste CONTL gegründet. Der Vorsitzende war bis 2010 João Viegas Carrascalão.[1] Ihm folgte am 31. Juli 2010 José Luís Guterres.[2] Derzeitiger CONTL-Präsident ist Francisco Kalbuadi Lay seit dem 18. November 2013.[3]

Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer 2012 und 2016: Augusto Ramos Soares

Das erste Mal nahm Osttimor an den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen mit zwei Athleten und vier Funktionären teil. Gil da Cruz Trindade startete beim Marathonlauf, erreichte das Ziel aber nicht. Agueda Amaral erreichte den 65. Platz beim Marathon der Frauen. Zuvor hatten bereits osttimoresische Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney als Unabhängige Olympiateilnehmer teilgenommen. Calisto da Costa kam beim Marathon der Männer auf Platz 71, Agueda Amaral bei den Frauen Nummer 43. Beim Boxen (Männer bis 60 kg) unterlag Victor Ramos in seinem ersten Kampf dem Ghanaen Raymond Narh.

Zu den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking fuhr als einzige Athletin die Marathonläuferin Mariana Dias Ximenes.[1][4] Weitere Sportler in Boxen, Gewichtheben und Taekwondo konnten aufgrund Geldmangels nicht antreten. Am Regierungspalast in Dili wurde für die Bevölkerung eine Leinwand zum Public Viewing aufgestellt. Kinder hatten dort die Möglichkeit verschiedene Sportarten auszuprobieren. Ximenes erreichte das Ziel im Marathon nicht.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London nahmen Juventina Napoleão und Augusto Ramos Soares für Osttimor im Marathon teil. Beide Läufer erreichten das Ziel, Napoleão als 106., Soares als 84.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro starteten drei Osttimoresen. Nélia Martins kam über im Vorlauf über 1500 m bei den Frauen auf den letzten Platz von 41 gestarteten Läuferinnen.[5] Nicht besser schnitt Augusto Ramos Soares in seinem Vorlauf über 1500 m ab. Mit 4:11,35 war er der langsamste Läufer, der das Ziel erreichte.[6] Beim Cross-Country-Rennen auf dem Mountainbike wurde Francelina Cabral überrundet und kam schließlich auf den vorletzten Platz. Nur die Französin Pauline Ferrand Pevot lag hinter ihr, da diese das Rennen nicht beendete.[7]

Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yohan Goutt Goncalves

Der in Frankreich geborene Yohan Goutt Goncalves nahm in Sotschi 2014 als erster Osttimorese an Olympischen Winterspielen teil. Er startete beim Slalomwettbewerb und kam auf Platz 43 von 117 Teilnehmern.[8] Auch 2018 im südkoreanischen Pyeongchang ging Goncalves in dieser Disziplin an den Start, schied aber im ersten Lauf aus. Er kam somit auf Rang 104.[9]

Jugendspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den ersten Jugend-Sommerspielen 2010 in Singapur traten drei Jugendliche, ein Junge und zwei Mädchen, in den Sportarten Leichtathletik und Taekwondo an. Medaillen wurden nicht gewonnen. Im Halbschwergewicht des Taekwondoturniers der Mädchen scheiterte Miloria de Arauju Santos im Viertelfinale an der Deutschen Antonia Katheder. 2014 in Nanjing nahmen zwei Jugendliche, ein Junge und ein Mädchen, im Radsport teil. Auch hier gab es keine Medaillen für das Land.

Übersicht der Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Athleten Flaggenträger Sportarten Medaillen
Gesamt m w Leichtathletik Radsport Gold medal.svg Silver medal.svg Bronze medal.svg Gesamt Rang
1896–1948 nicht teilgenommen
1952–1996 Teilnahme als Teil der Mannschaft Indonesiens
2000 Teilnahme als unabhängige olympische Athleten
2004 2 1 1 Agueda Amaral 2
2008 1 0 1 Mariana Dias Ximenes 1
2012 2 1 1 Augusto Ramos Soares 2
2016 3 1 2 Francelina Cabral 2 1
Gesamt 0 0 0 0 -

Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Athleten Flaggenträger Sportarten Medaillen
Gesamt m w Ski Alpin Gold medal.svg Silver medal.svg Bronze medal.svg Gesamt Rang
1924–2010 nicht teilgenommen
2014 1 1 0 Yohan Goutt Goncalves 1
2018 1 1 0 Yohan Goutt Goncalves 1
Gesamt 0 0 0 0 -

Liste der Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldmedaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bislang (Stand 2018) keine Goldmedaillen

Silbermedaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bislang (Stand 2018) keine Silbermedaillen

Bronzemedaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bislang (Stand 2018) keine Bronzemedaillen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: East Timor at the Olympic Games – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Osttimor in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)
  • Osttimor auf Olympic.org - The Official website of the Olympic movement (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b AFP: Tiny East Timor faces huge hurdles on road to Beijing Olympics, 2. Juni 2008, abgerufen am 14. September 2013
  2. ACN Olympic. Archiviert vom Original am 23. Februar 2013; abgerufen am 24. Dezember 2012.
  3. Comité Olímpico Nacional de Timor-Leste, abgerufen am 17. Januar 2015
  4. Sydney Morning Herald, 18. August 2008, Foot fault scupper’s East Timor’s Olympic dream
  5. Rio2016.com: Women’s 1500m – Standings, abgerufen am 13. August 2016.
  6. Rio2016.com: Men’s 1500m – Standings, abgerufen am 21. August 2016.
  7. Rio2016.com: Women’s Cross-country – Standings, abgerufen am 21. August 2016.
  8. sochi2014.com: Men’s Slalom Run 2
  9. Olympic.ogr: Alpine Skiing Results - Men's Slalom Run 1, abgerufen am 22. Februar 2018.