Olympische Geschichte Osttimors

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Olympische Ringe

TLS

TLS
Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen

Osttimor nimmt seit den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen jedes Mal an den Sommerspielen teil. Zuvor hatten bereits osttimoresische Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney als Unabhängige Olympiateilnehmer teilgenommen, als das Land noch unter Verwaltung der Vereinten Nationen stand.

An Olympischen Winterspielen nahm Osttimor zum ersten Mal 2014 teil.

Nationales Olympisches Komitee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2007 wurde das Comité Olímpico Nacional de Timor-Leste CONTL gegründet. Der Vorsitzende war bis 2010 João Viegas Carrascalão.[1] Ihm folgte am 31. Juli 2010 José Luís Guterres.[2] Derzeitiger CONTL-Präsident ist Francisco Kalbuadi Lay seit dem 18. November 2013..[3]

Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer 2012 und 2016: Augusto Ramos Soares

Das erste Mal nahm Osttimor an den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen mit zwei Athleten und vier Funktionären teil. Gil da Cruz Trindade startete beim Marathonlauf, erreichte das Ziel aber nicht. Agueda Amaral erreichte den 65. Platz beim Marathon der Frauen. Zuvor hatten bereits osttimoresische Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney als Unabhängige Olympiateilnehmer teilgenommen. Calisto da Costa kam beim Marathon der Männer auf Platz 71, Agueda Amaral bei den Frauen Nummer 43. Beim Boxen (Männer bis 60 kg) unterlag Victor Ramos in seinem ersten Kampf dem Ghanaen Raymond Narh.

Zu den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking fuhr als einzige Athletin die Marathonläuferin Mariana Dias Ximenes.[1][4] Weitere Sportler in Boxen, Gewichtheben und Taekwondo konnten aufgrund Geldmangels nicht antreten. Am Regierungspalast in Dili wurde für die Bevölkerung eine Leinwand zum Public Viewing aufgestellt. Kinder hatten dort die Möglichkeit verschiedene Sportarten auszuprobieren. Ximenes erreichte das Ziel im Marathon nicht.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London nahmen Juventina Napoleão und Augusto Ramos Soares für Osttimor im Marathon teil. Beide Läufer erreichten das Ziel, Napoleão als 106., Soares als 84.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro starteten drei Osttimoresen. Nélia Martins kam über im Vorlauf über 1500 m bei den Frauen auf den letzten Platz von 41 gestarteten Läuferinnen.[5] Nicht besser schnitt Augusto Ramos Soares in seinem Vorlauf über 1500 m ab. Mit 4:11,35 war er der langsamste Läufer, der das Ziel erreichte.[6] Beim Cross-Country-Rennen auf dem Mountainbike wurde Francelina Cabral überrundet und kam schließlich auf den vorletzten Platz. Nur die Französin Pauline Ferrand Pevot lag hinter ihr, da diese das Rennen nicht beendete.[7]

Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yohan Goutt Goncalves

Der in Frankreich geborene Yohan Goutt Goncalves nahm in Sotschi 2014 als erster Osttimorese an Olympischen Winterspielen teil. Er startete beim Slalomwettbewerb und kam auf Platz 43 von 117 Teilnehmern.[8]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher konnte kein Athlet Osttimors eine Medaille gewinnen.

Sommerspiele
Jahr Ort G S B Total Sportler
2000 Sydney 0 0 0 0 04
2004 Athen 0 0 0 0 02
2008 Peking 0 0 0 0 01
2012 London 0 0 0 0 02
2012 Rio de Janeiro 0 0 0 0 03
gesamt 0 0 0 0
Winterspiele
Jahr Ort G S B Total Sportler
2014 Sotschi 0 0 0 0 1
gesamt 0 0 0 0

Flaggenträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten wurde die Delegation Osttimors von folgenden Sportlern als Flaggenträger angeführt:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: East Timor at the Olympic Games – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Osttimor in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)
  • Osttimor auf Olympic.org - The Official website of the Olympic movement (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b AFP: Tiny East Timor faces huge hurdles on road to Beijing Olympics, 2. Juni 2008, abgerufen am 14. September 2013
  2. ACN Olympic. Archiviert vom Original am 23. Februar 2013, abgerufen am 24. Dezember 2012.
  3. Comité Olímpico Nacional de Timor-Leste, abgerufen am 17. Januar 2015
  4. Sydney Morning Herald, 18. August 2008, Foot fault scupper's East Timor's Olympic dream
  5. Rio2016.com: Women's 1500m - Standings, abgerufen am 13. August 2016.
  6. Rio2016.com: Men's 1500m - Standings, abgerufen am 21. August 2016.
  7. Rio2016.com: Women's Cross-country - Standings, abgerufen am 21. August 2016.
  8. sochi2014.com: Men's Slalom Run 2
  9. LONDON 2012 Opening Ceremony - Flag Bearers (PDF; 160 kB), abgerufen am 28. Juli 2012