Olympische Geschichte Australiens

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Olympische Ringe

AUS

AUS
Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen
143 154 180

Australien, dessen NOK, das Australian Olympic Committee, 1895 gegründet wurde, nahm an allen Sommerspielen teil, wobei 1908 und 1912 australische und neuseeländische Athleten zusammen unter der Bezeichnung Australasien antraten. Bei den Winterspielen war Australien erstmals 1936 vertreten und nimmt seit 1952 immer teil.

Insgesamt wurden 3508 Teilnehmer entsandt, davon 1118 Frauen. Australische Sportler gewannen insgesamt 484 Medaillen, davon 475 (138|156|181) bei Sommer- und 9 (5|1|3) bei Winterspielen. Erster Medaillengewinner und gleichzeitig Olympiasieger wurde Edwin Flack, der am 7. April 1896 das Rennen über 1500 Meter gewann. Die erste Medaillengewinnerin, gleichzeitig Olympiasiegerin, war die Schwimmerin Clare Dennis, die 1932 über 200 Meter Brust erfolgreich war.

Die erste Medaille bei Winterspielen gab es 1994, als die Shorttrack-Staffel die Bronzemedaille gewann. Steven Bradbury, Mitglied der Bronzestaffel, sorgte 2002 für die erste australische Goldmedaille bei Winterspielen, als er sensationell das Rennen über 1000 Meter gewann. Bei diesen Spielen sorgte zudem die Freestyle-Skiläuferin Alisa Camplin mit ihrem Erfolg im Springen für den ersten Olympiasieg einer Frau bei Winterspielen.

Während Bradbury und Camplin bei Winterspielen mit je einer Gold- und einer Bronzemedaille die erfolgreichsten australischen Athleten bei Männern und Frauen sind, ist der Schwimmer Ian Thorpe mit fünf Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille der erfolgreichste australische Sportler. Bei den Frauen sind von der Anzahl der Olympiasiege Betty Cuthbert (Leichtathletik) und Dawn Fraser (Schwimmen) die erfolgreichsten Sportlerinnen. Von der Anzahl der Medaillen werden sie allerdings von der Schwimmerin Leisel Jones übertroffen, die insgesamt neun Medaillen, 3 Gold-, 5 Silber- und eine Bronzemedaille, errang.

Bei den ersten Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix wurde George Ingle Finch als Mitglied der britischen Mount-Everest-Expedition 1922 mit dem Prix olympique d’alpinisme ausgezeichnet.

Der jüngste Teilnehmer in der olympischen Geschichte Australiens war 1960 der Ruderer Ian Johnston, der im Alter von 13 Jahren im Zweier mit Steuermann an den Start ging. Ältester australischer Athlet war 1976 der Reiter William Roycroft, der im Alter von 61 Jahren in der Mannschaftswertung der Vielseitigkeitsreiterei mit seinem Pferd Version Bronze gewann.

Australien war zwei Mal Ausrichter von Olympischen Sommerspielen. 1956 fanden die Spiele in Melbourne statt, wobei die Reitsportarten auf Grund der strengen Quarantänevorschriften für Pferde schon im Juni in Stockholm ausgetragen wurde. Austragungsort 2000 war Sydney.

Übersicht[Bearbeiten]

Jahr Flaggenträger Teilnehmer Männer Frauen Sportarten Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen Gesamt
1896 Athen 1 1 0 2 2 2
1900 Paris 2 2 0 2 2 3 5
1904 St. Louis 3 3 0 2 3 1 4
1920 Antwerpen George Parker 13 12 1 5 2 1 3
1924 Paris Edwin Carr sr. 36 35 1 9 3 1 2 6
1928 Amsterdam Henry Pearce 18 14 4 6 1 2 1 4
1932 Los Angeles Andrew Charlton 13 9 4 6 3 1 1 5
1936 Garmisch-Partenkirchen 1 1 0 1
1936 Berlin Edgar Gray 32 28 4 7 1 1
1948 London Les McKay 75 66 9 11 2 6 5 13
1952 Oslo 9 7 2 4
1952 Helsinki Mervyn Wood 81 71 10 12 6 2 3 11
1956 Cortina d'Ampezzo 8 7 1 3
1956 Melbourne Mervyn Wood
Albert JacobsReiterspiele
298 254 44 19 13 8 14 35
1960 Squaw Valley Vic Ekberg 30 26 4 6
1960 Rom Jock Sturrock 189 160 29 17 8 8 6 22
1964 Innsbruck 5 3 2 1
1964 Tokio Ivan Lund 243 203 40 19 6 2 10 18
1968 Grenoble Malcolm Milne 3 3 0 3
1968 Mexiko-Stadt William Roycroft 128 104 24 16 5 7 5 17
1972 Saporro 4 4 0 2
1972 München Dennis Green 168 139 29 20 8 7 2 17
1976 Innsbruck Colin Coates 8 5 3 3
1976 Montreal Raelene Boyle 180 146 34 20 1 4 5
1980 Lake Placid Rob McIntyre 9 5 4 4
1980 Moskau Denise Robertson-Boyd
Max Metzker
120 92 28 17 2 2 5 9
1984 Sarajewo Colin Coates 10 8 2 5
1984 Los Angeles Wayne Roycroft 242 169 73 22 4 8 12 24
1988 Calgary Mike Richmond 19 17 2 6
1988 Seoul Ric Charlesworth 252 180 72 24 3 6 5 14
1992 Albertville Danny Kah 22 15 7 9
1992 Barcelona Jenny Donnet 279 187 92 25 7 9 11 27
1994 Lillehammer Kirstie Marshall 25 18 7 9 1 1
1996 Atlanta Andrew Hoy 417 250 167 26 9 9 23 41
1998 Nagano Richard Nizielski 23 15 8 8 1 1
2000 Sydney Andrew Gaze 617 341 276 34 16 25 17 58
2002 Salt Lake City Adrian Costa 25 13 12 5 2 2
2004 Athen Colin Beashel 470 268 202 33 17 16 17 50
2006 Turin Alisa Camplin 40 23 17 10 1 1 2
2008 Peking James Tomkins 432 233 199 31 14 15 17 46
2010 Vancouver Torah Bright 40 20 20 11 2 1 3
2012 London Lauren Jackson 405 221 184 29 7 16 12 35

Weblinks[Bearbeiten]

  • Australien in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
  • Australien auf Olympic.org - The Official website of the Olympic movement (englisch)