Prinzenparkstadion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prinzenparkstadion
„Le Parc“
Die Tribune Borelli im Parc des Princes in Paris (November 2013)
Die Tribune Borelli im Parc des Princes in Paris (November 2013)
Daten
Ort 24, Rue du Commandant Guilbaud
FrankreichFrankreich 75016 Paris, Frankreich
Koordinaten 48° 50′ 29″ N, 2° 15′ 11″ OKoordinaten: 48° 50′ 29″ N, 2° 15′ 11″ O
Klassifikation 4
Eigentümer Stadt Paris
Betreiber Paris Saint-Germain
Eröffnung 18. Juli 1897
Renovierungen 1932, 1972, 2012, 2013–2014, 2015–2016
Oberfläche Hybridrasen
Kosten 90 Mio. FRF (1972)
Architekt Roger Taillibert (1972)
Kapazität 49.000 Plätze
Kapazität (internat.) 44.283 Plätze
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Prinzenparkstadion (französisch Parc des Princes) ist ein Rugby- und Fußballstadion in der französischen Hauptstadt Paris im 16. Arrondissement unmittelbar am Boulevard périphérique, dem Autobahnring der Metropole, das heute überwiegend vom Fußballklub Paris Saint-Germain genutzt wird und bei Ligaspielen Platz für rund 49.000 Zuschauer bietet. Die UEFA stufte die Sportstätte in die Kategorie 4 ein. Seit der Eröffnung des Stade de France im Jahr 1998 hat der Prinzenpark jedoch seinen Status als Nationalstadion verloren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme 2016

Das ursprüngliche Stadion hieß Stade vélodrome du Parc des Princes und wurde im Juli 1897 als Radrennbahn mit einer 666 Meter langen Betonpiste eröffnet. Direktor war zeitweise Henri Desgrange. Im Jahr 1900 wurden dort die Bahn-Radweltmeisterschaften ausgetragen. Von 1903 bis 1967 endete die Tour de France im Prinzenpark-Velodrom. Im Juli 1967 wurde die Radrennbahn abgerissen.

Seit 1899 fanden dort auch Fußballspiele statt, ab 1919 zudem zahlreiche Endspiele um den französischen Pokal. 1932 wurde es auf ein Fassungsvermögen von 45.000 Zuschauern erweitert. Einige der großen Pariser Klubs wie Racing Club (seit 1932) und Stade Français (ab 1945) trugen hier bis in die 1960er Jahre ihre Heimspiele aus.

Nach einem kompletten Umbau unter Federführung des französischen Architekten Roger Taillibert wurde das Stadion 1972 wiedereröffnet. Das Stadion war auch zur Fußball-Weltmeisterschaft 1938 Schauplatz für drei Begegnungen, u.a. das Halbfinale Ungarn gegen Schweden (5:1).

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 wurden in diesem Stadion sechs Begegnungen ausgetragen, darunter der 2:0-Vorrunden-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA sowie das Spiel um den dritten Platz (kleines Finale).

Der Prinzenpark war sechs Mal Austragungsort von Europapokal-Endspielen. Im Jahr 1956 fand hier das Finale des erstmals durchgeführten Europacup der Landesmeister, dem Vorläufer der heutigen UEFA Champions League, statt.

Das 80 Meter hohe Stadion gehört der Stadt Paris und ist langfristig an eine Betriebsgesellschaft verpachtet, die zum Konzern des Fernsehsenders Canal Plus gehört. Das von der UEFA für das Prinzenparkstadion zugelassene Fassungsvermögen beträgt 44.283 Zuschauerplätze.

Spiele zur Fußball-Europameisterschaft 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich fanden im Parc de Princes insgesamt fünf Spiele statt.

Datum Runde Heim Gast Ergebnis
12. Juni 2016 Vorrunde TurkeiTürkei Türkei KroatienKroatien Kroatien 0:1 (0:1)
15. Juni 2016 Vorrunde RumänienRumänien Rumänien SchweizSchweiz Schweiz 1:1 (1:0)
18. Juni 2016 Vorrunde PortugalPortugal Portugal OsterreichÖsterreich Österreich 0:0
21. Juni 2016 Vorrunde NordirlandNordirland Nordirland DeutschlandDeutschland Deutschland 0:1 (0:1)
25. Juni 2016 Achtelfinale WalesWales Wales NordirlandNordirland Nordirland 1:0 (0:0)

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Innenraum des Stadions im Februar 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prinzenparkstadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien