Adolf Hitler als Namensgeber von Straßen und Plätzen

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Abnahme eines Straßenschilds nach der Zeit des Nationalsozialismus

Adolf Hitler war während der Zeit des Nationalsozialismus ein häufiger Namensgeber von Straßen und Plätzen im Gebiet des damaligen Deutschen Reichs sowie in besetzten Gebieten.

Es gab eine Verordnung des Reichsinnenministeriums über die „Grundsätze für die Straßenbenennungen“ vom Juli 1933, nach welcher in jeder Stadt die wichtigste Straße nach Adolf Hitler zu benennen war.[1] Eine Benennung erfolgte mitunter auch vor dem Hintergrund einer Ehrenbürgerschaft Hitlers in der betreffenden Stadt.

Die Umbenennungen von Straßen und Plätzen waren Teil des Personenkultes um Hitler und dienten der Propaganda und Machtdemonstration. Darüber hinaus wurden viele Straßen und Plätze in der Zeit des Nationalsozialismus systematisch im Sinne des Regimes umbenannt, indem Namen, die mit Regimekritik oder etwa der Weimarer Republik verbunden waren, systematisch getilgt wurden.[2]

Nach 1945 wurden alle Straßen und Plätze mit Adolf Hitler als Namensgeber im Rahmen der Entnazifizierung umbenannt.

Adolf-Hitler-Straßen[Bearbeiten]

Im Folgenden eine Auswahl von Straßen, die ehemals Adolf-Hitler-Straße hießen, ggf. mit Angabe der heutigen Benennung:

Adolf-Hitler-Plätze[Bearbeiten]

Postkarte des Adolf-Hitler-Platzes in Kutno, Polen
Anbringung deutscher Straßenschilder im damaligen Jarotschin (heute Jarocin), Polen

Im Folgenden eine Liste von Plätzen mit dieser Namensgebung.

Weitere Benennungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. saar-nostalgie.de abgerufen am 31. Oktober 2012.
  2. Fragwürdige Ehrungen!? Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. hu-berlin.de, abgerufen am 1. November 2012.
  3. bargteheide.de (PDF)
  4. berg-pfalz.de (PDF)
  5. Ehemaliges Straßenschild „Adolf-Hitler-Straße“: Emailleschild aus dem Jahre 1933. StadtMuseum Bonn (Version vom 10. Oktober 2012 im Internet Archive)
  6. Petržalka – turistický sprievodca, 2012, ISBN 978-80-971187-5-4
  7. morgenweb.de
  8. nw-news.de
  9. Straßen und Plätze in Klotzsche abgerufen am 31.Oktober 2012.
  10. ebersbach.de
  11. gelnhausen.de (PDF)
  12. hemsbach.de
  13. Hennefer Volkszeitung, 11. April 1933. auf da.stadt-hennef.de.
  14. sepp-herberger-gs.de
  15. Stadtwiki Karlsruhe
  16. mut-gegen-rechte-gewalt.de
  17. leverkusen.com
  18. wiki-de.genealogy.net
  19. kircheneckarhausen.de (PDF)
  20. Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte (Band 10). Hrsg: Große Kreisstadt Radeberg, Juli 2012
  21. op-online.de
  22. wirsiegen.de
  23. Liste der Ehrenbürger der Stadt Traunstein (PDF) abgerufen am 8. November 2013
  24. ak-ansichtskarten.de
  25. Rund um die Peterskirche Weinheim (PDF)
  26. swp.de
  27. Adolf-Hitler-Platz. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
  28. a b Chronik der Stadt Braunschweig für den 6. November 1937
  29. gruene-bruchsal.de
  30. ksta.de
  31. am 17. März 1939 war für nur einen Tag der Brünner Freiheitsplatz - náměstí Svobody nach A. H. unbenannt worden, am nächsten Tag hat man für den Führer einen anderen Platz in der Nähe gefunden und die „Freiheit“ war wieder am Platz zurückgekehrt, aber nur dort. náměstí Adolfa Hitlera v Brně
  32. Hindenburgstraße und Hitler-Platz. abgerufen am 31. Oktober 2012.
  33. Stadt Herne
  34. hohenstein-ernstthal.de
  35. Stadtwiki Karlsruhe
  36. Ketsch KW36 2011 (PDF; 3,0 MB)
  37. leverkusen.com
  38. rp-online.de
  39. plankstadt.de
  40.  Das Blech von Rudolstadt. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1999 (online).
  41. Náměstí Svobody Teplice
  42. a b Warum die Olgastraße mit Nr. 62 beginnt. In: Südwestpresse, 9. September 2008
  43. Walter Baumgartner / Robert Streibel, Juden in Niederösterreich, R. Oldenbourg, Wien 2004, S. 106
  44. [1]
  45. Bild einer Ansichtskarte mit Beschreibung „Adolf-Hitler-Platz“.
  46. Von einer mutigen Bäuerin. rp-online.de, abgerufen am 31. Oktober 2012.
  47. Hopfenstadt Saaz
  48. s197410804.online.de
  49. Heinz Grosche: Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe. Band 4: Drei schwere Jahrzehnte 1918-1948. Kramer, Frankfurt am Main, ISBN 3-7829-0436-2, S. 275ff.
  50. imaguncula.de
  51. Strassenumbennungen nach dem Krieg in Frankfurt
  52. igbau.de (PDF; 3,6 MB) abgerufen am 2. November 2012
  53. Diefenbachstraße. In: sollner-hefte.de. Abgerufen am 13. Juni 2013.
  54. bergedorfer-zeitung.de
  55. rhein-neckar.verdi.de
  56. format.at