Liste von Flugunfällen 2001 bis 2010

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Dies ist eine Teilliste von Flugunfällen der Jahre 2001 bis 2010 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Flugunfällen.

Für militärische Flugunfälle siehe Liste von Flugunfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.

Für Flugunfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Flugunfällen (Allgemeine Luftfahrt).

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Auflistung nach Jahr
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

Liste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 21. April – Eine Antonow An-72 der estnischen Fluggesellschaft Enimex (Luftfahrzeugkennzeichen ES-NOP) wurde bei einer sehr harten Landung auf dem Flughafen Wamena in der indonesischen Provinz Papua beschädigt, woraufhin aufgrund von Hydraulikleckagen ein kleineres Feuer ausbrach. Das einzige Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr konnte nicht angelassen werden, da die Batterie leer war. Daraufhin rannten einige Feuerwehrleute mit Handfeuerlöschern zum Flugzeug. Nach 20 Minuten war die Batterie des Löschfahrzeugs so weit aufgeladen, dass der Motor gestartet werden und man zum brennenden Flugzeug fahren konnte. Die Maschine – im Auftrag von Trigana Air Service unterwegs – war jedoch irreparabel beschädigt. Die einzigen Insassen, vier Besatzungsmitglieder, blieben unverletzt.[8]
  • 4. Mai – Flughafen Kano, Nigeria, 149 Tote: Eine BAC 1-11-500 der EAS Airlines (5N-ESF) stürzte Augenblicke nach dem Start in dicht bewohntes Gebiet. Von den 77 an Bord befindlichen Personen starben 71, außerdem wurden 78 Menschen am Boden getötet. Nach 52 Tagen Standzeit war in die Unglücksmaschine ein Triebwerk einer anderen eingebaut worden, die aus dem Verkehr gezogen worden war. Zehn Stunden nach dem Motorwechsel kam es zum Absturz.[9]
  • (A) 10. Juli – Die Piloten einer Saab 2000 der Swiss (Kennzeichen HB-IZY) mussten auf dem Flug LX 850 von Basel nach Hamburg wegen Schlechtwetterverhältnissen auf den Flughafen Berlin-Tegel ausweichen. Wegen Treibstoffmangel bat die Crew um Vorrang, entschloss sich jedoch zur Landung auf dem teilweise stillgelegten Flugplatz Werneuchen. Nach dem Aufsetzen überrollte das Flugzeug einen 1 m hohen Erdwall, wodurch alle drei Fahrwerksbeine abbrachen. Die Maschine kam auf dem Rumpf liegend mit einem brennenden Triebwerk zum Stehen; es entstand Totalschaden.[11][12]

2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (A) 3. Januar – Flash-Airlines-Flug 604: Rotes Meer nahe Scharm El-Scheich, Ägypten. Eine Boeing 737-3Q8 der Fluggesellschaft Flash Airlines stürzte mit 13 Crewmitgliedern und 135 Passagieren an Bord in das Rote Meer. Die Absturzursache war wahrscheinlich ein Problem durch Orientierungslosigkeit; bis heute jedoch ist die Unfallursache ungeklärt. Fast alle Opfer waren französische Urlauber auf dem Weg von Scharm El-Scheich nach Paris in Frankreich.
  • 13. Januar – Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Uzbekistan Airways des Typs Jakowlew Jak-40 stürzte beim Anflug auf den Flughafen Taschkent/Usbekistan ab. Es kamen alle 36 Menschen an Bord (32 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder) ums Leben. Ursache war schlechtes Wetter, das die Sicht zeitweise auf 200-350 Meter beschränkte. Die Maschine war auf einem Inlandsflug vom Termiz im Süden des Landes nach Taschkent.
  • 10. Februar – Ein Passagierflugzeug der iranischen Fluggesellschaft Kish Air des Typs Fokker 50 stürzte auf dem Flug von der iranischen Insel Kisch im Persischen Golf nach Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate) drei Kilometer vor dem Zielflughafen ab. Mindestens 43 der 46 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.
  • 4. März – Baku, Aserbaidschan, eine Iljuschin Il-76 stürzte beim Start ab. Drei Tote.
  • 14. Mai – Ein Passagierflugzeug des Typs Embraer Brasilia M 120 der regionalen brasilianischen Fluggesellschaft Rico Linhas Aereas stürzte beim Anflug etwa 16 km vor der Landebahn in Manaus in ein schwer zugängliches Regenwaldgebiet am Amazonas. Alle 30 Passagiere und die 3 Besatzungsmitglieder starben, darunter eine Bundesrichterin.
  • 18. Mai – Ürümqi Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang, China. Eine aserbaidschanische Iljuschin Il-76 stürzte kurz nach dem Start ab. Sieben Tote.
  • 16. Juni – Flughafen Chitral, Pakistan. Eine Fokker F-27-200 der Pakistan International Airlines (Kennzeichen AP-AUR) überrollte das Ende der 1768 Meter langen Landebahn und wurde irreparabel beschädigt. Alle 40 Insassen überlebten den Unfall.[17]
  • 25. August – In Russland stürzten zwei Tupolew-154-Flugzeuge nahezu gleichzeitig auf dem Weg nach Südrussland ab, alle 88 Passagiere starben. Wenige Tage später wurden Sprengstoffspuren an einem der Flugzeuge gefunden, und es wurde bekannt gegeben, dass eines der Flugzeuge ein Notsignal gesendet hatte, das eine Entführung signalisierte. Wegen der am folgenden Wochenende stattfindenden Wahlen in Tschetschenien stand der russische Präsident Wladimir Putin unter großem Druck, so dass die Ermittlungsergebnisse erst langsam durchsickerten, was allgemein kritisiert wurde.
  • 19. Oktober – Eine Jetstream 32EP der Corporate Airlines stürzte kurz vor der Landung in Kirksville ab, aus Saint Louis kommend. Die Piloten meldeten dem Tower zuvor technische Probleme. Acht Menschen kamen ums Leben, zwei wurden schwer verletzt und fünf gelten als vermisst.
  • 18. November – Die mit 19 Fluggästen aus El Vigia (Venezuela) anfliegende BAe Jetstream 31, Kennzeichen YV-1083C, Seriennummer 762, kam bei der Landung auf dem Flughafen Caracas-Maiquetia von der Landebahn ab und rammte das Gebäude der Feuerwehr. Beim Aufprall wurde das Flugzeug zerstört und drei Passagiere tödlich verletzt.
  • 21. November – Kurz nach dem Start in Baotou (Innere Mongolei) stürzte ein Flugzeug der China Eastern Airlines des Typs Canadair CRJ 200ER (Kennzeichen B-3072, Seriennummer 7697) auf dem Weg nach Shanghai auf einen zugefrorenen See. Unmittelbar vor dem Aufschlag rammte der Jet noch ein kleines Gebäude. Alle 53 Insassen sowie eine Person am Boden starben. Augenzeugen zufolge zog die Maschine eine schwarze Rauchwolke hinter sich her, trudelte stark und zerbrach. Anscheinend hatte es eine Explosion an Bord gegeben. Die definitive Unglücksursache ist immer noch ungeklärt.
  • 29. November – Die Boeing 737-406 PH-BTC (Werknummer 25424) der KLM kam bei böigem Wetter bei der Landung in Barcelona, Spanien von der Landebahn ab und geriet auf weichen Grund. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde das gesamte Fahrwerk abgerissen und beide Triebwerke bekamen Bodenberührung. Das rechte Triebwerk wurde außerdem aus seiner Verankerung gerissen. Von den 146 sich an Bord befindlichen Passagieren wurden vier leicht verletzt. Aufgrund der strukturellen Beschädigungen musste die Boeing 737 als Totalverlust abgeschrieben werden.
  • 30. November – Indonesien. Die mit Flugnummer JT538 aus Jakarta kommende McDonnell Douglas MD-82 PK-LMN (Werknummer 49189) der Lion Air schlitterte bei der Landung auf dem Flughafen Adisumarmo in Surakarta über das Ende der nassen Landebahn hinaus und zerbrach auf dem bewaldeten Gelände des Friedhofs. Dabei kamen 25 der 163 Menschen (156 Passagiere + 7 Besatzungsmitglieder) an Bord ums Leben.

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. August 2005 kollabierte während der Landung auf dem Flughafen Guam/Won Pat das Bugfahrwerk einer Boeing 747-200 der Northwest Airlines (N627US). Die Flugbesatzung hatte beim Abarbeiten der Checklisten mehrfach das betreffende rote Warnlicht übersehen. Alle 334 Insassen überlebten; das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.[18]
  • 24. August – Peru. Eine Boeing 737-200 der staatlichen peruanischen Fluggesellschaft TANS Perú ist kurz nach 15 Uhr Ortszeit in der Nähe der Stadt Pucallpa niedergegangen und in Flammen aufgegangen. Die Maschine geriet beim Landeanflug in schweres Unwetter und verfehlte die Landebahn. Die Piloten versuchten daraufhin, auf einer Straße im Urwald notzulanden. An Bord befanden sich 93 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder. Etwa die Hälfte der Insassen hat überlebt. Das Flugzeug war in der peruanischen Hauptstadt Lima gestartet und sollte nach Zwischenlandung in Pucallpa/Zentralperu nach Iquitos im Norden des Landes weiterfliegen.
  • (A) 5. September – Indonesien. Eine Boeing 737 der Mandala Airlines mit 117 Personen an Bord ist kurz nach dem Start in Medan im Stadtgebiet abgestürzt, zerbrochen und in Flammen aufgegangen. Flugziel war Jakarta. Über 100 Insassen kamen ums Leben, auf dem Boden gab es je nach Quelle etwa 30-60 Opfer (siehe Mandala-Airlines-Flug 91).
  • 6. Oktober – Flughafen Winnipeg, Kanada. Eine Cessna 208B Super Cargomaster der FedEx (Kennzeichen C-FEXS) stürzte beim Versuch der Rückkehr zum Startflughafen Winnipeg ab und brannte aus. Die überladene Maschine war nach dem Start bei leichtem Schneefall in Vereisungsbedingungen gekommen und außer Kontrolle geraten. Die Pilotin, einzige Insassin, wurde getötet.[19]

2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3. Mai – Ein Airbus A320 der armenischen Fluggesellschaft Armavia stürzte über dem Schwarzen Meer ab. Die Maschine kam aus Jerewan und war auf dem Weg nach Sotschi. Alle 105 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
  • 9. Juli – Ein Airbus A310 der russischen Fluggesellschaft S7 Airlines schoss von Moskau kommend bei der Landung in Irkutsk über das Landebahnende hinaus und kollidierte mit einer Barriere aus Beton. Im Flugzeug befanden sich 195 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder, wovon 131 Menschen ums Leben kamen und 55 schwer verletzt wurden.
  • 10. Juli 2006 – Eine Fokker F-27 der Pakistan International Airlines (Kennzeichen AP-BAL) stürzte kurz nach dem Start von Multan ab. Alle 45 Personen an Bord kamen ums Leben. Der Kapitän hatte den Start trotz eines Triebwerksschadens noch während des Startlaufs fortgesetzt; es kam zum Strömungsabriss. Der Triebwerksschaden selbst war durch Wartungsfehler verursacht worden.[20]
  • (A) 22. August – In der Oblast Donezk in der Ukraine stürzte ein Passagierflugzeug des Typs Tupolew Tu-154 der Pulkovo Airlines ab. Die Maschine war auf dem Weg von Anapa nach Sankt Petersburg. Wegen Pilotenfehlern kam es zu Strömungsabriss, was zum Flachtrudeln führte. Alle 170 Insassen verloren ihr Leben (siehe Pulkovo-Airlines-Flug 612).
  • (A) 27. August – In Lexington (Kentucky), USA stürzte ein Passagierflugzeug der Delta-Air-Lines-Tochter Comair kurz nach dem Start ab, weil die falsche, zu kurze, Startbahn gewählt worden war. An Bord des Regionaljets des Typs CRJ-100 befanden sich 47 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder. Nur der Copilot überlebte das Unglück schwer verletzt (siehe Delta-Air-Lines-Flug 5191).
  • 1. September – Ein Passagierflugzeug des Typs Tupolew Tu-154 der Gesellschaft Iran Airtour mit 148 Insassen fing bei der Landung in Maschhad (Nordostiran) Feuer, nachdem ein Reifen geplatzt war und die Maschine unkontrollierbar über die Landebahn rutschte; 29 Personen starben.
  • (A) 29. September – Eine Boeing 737-800 der brasilianischen Fluggesellschaft Gol stürzte beim Flug von Manaus, Brasilien, zur Landeshauptstadt Brasília in ein Urwaldgebiet im nördlichen Mato Grosso ab, nachdem sie in 11.000 m Höhe eine Embraer Legacy (N600XL) des US-amerikanischen Charterunternehmens Excelaire gestreift hatte. Alle 148 Passagiere der Boeing und die sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Legacy konnte leicht beschädigt notlanden (siehe Gol-Transportes-Aéreos-Flug 1907).
  • 29. Oktober – Eine Boeing 737-200 der privaten nigerianischen Fluggesellschaft Aviation Development Company (ADC) stürzte während eines Unwetters circa eine Minute nach dem Start vom Flughafen in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, ab. Die Maschine fiel in ein Gebiet mit Bäumen in der Nähe der Startbahn und zerbrach dabei in mehrere Teile. An Bord befanden sich 100 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Nur neun Menschen überlebten das Unglück, davon einer schwer verletzt. Am Boden kamen sechs arbeitende Bauern ums Leben. Die Maschine hatte auf dem Flug von Lagos nach Sokoto in Abuja eine Zwischenlandung gemacht und war gegen den Rat der Towerbesatzung bei sehr schlechtem Wetter von dort wieder gestartet. Der ADC wurde aufgrund des Unglücks die Fluglizenz entzogen.

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (A) 1. Januar – Adam-Air-Flug 574: Nahe Pambauang, Indonesien. Eine Boeing 737-4Q8 der privaten indonesischen Fluggesellschaft Adam Air mit 96 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord verschwand während eines Fluges von der Insel Java nach Sulawesi, nachdem der Funkkontakt abriss. Die Auswertung des Flugschreibers ergab, dass sie Maschine mit technischen Problemen und deaktiviertem Autopilot im Sinkflug immer schneller wurde, bis sie in der Luft zerbrach und ins Meer stürzte.
  • 9. Januar – Balad Air Base, Irak. – Beim Absturz einer moldawischen Chartermaschine des Typs Antonow An-26 der AerianTur-M (Kennzeichen ER-26068) 2,5 km vor der Landebahn der US-amerikanischen Balad Air Base im Irak wurden 34 der 35 Insassen getötet.[21]
  • 9. Januar – Fort St. John Airport, Kanada. Eine British Aerospace 3112 Jetstream 31 der Peace Air (Kennzeichen C-FBIP) setzte bei der Landung rund 100 m vor der Landebahn auf und wurde irreparabel beschädigt. Keiner der zwei Crewmitglieder und zehn Passagiere kam ums Leben.[22]
  • (A) 7. März – Auf der indonesischen Insel Java schoss eine Boeing 737-497 der indonesischen Fluggesellschaft Garuda Indonesia über eine Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. 22 Insassen an Bord starben, 118 Menschen überlebten zum Teil schwer verletzt (siehe Garuda-Indonesia-Flug 200).
  • 17. März – Flughafen Samara, Russland. Eine Tupolew Tu-134 der UTair (Kennzeichen RA-65021) setzte beim Anflug 300 m vor der Start- und Landebahn auf. Die Besatzung hatte sogar auf Nachfrage noch im Anflug vollkommen falsche Wetterdaten erhalten, unterschritt aber auch die vorgeschriebene Entscheidungshöhe, ohne die Landebahn in Sicht zu haben. Die Maschine zerbrach beim Aufprall und rollte in Rückenlage. Sechs Passagiere starben, 51 Menschen überlebten zum Teil schwer verletzt.[23]
  • (A) 5. Mai – Ein kenianisches Flugzeug des Typs Boeing 737-800 mit 114 Passagieren stürzte Kenya-Airways-Flug 507 von Abidjan nach Nairobi auf nach dem Start in Douala, Kamerun in der Nähe von Kribi ab. Keiner der Insassen überlebte den Absturz.
  • 25. Juni − Ein Flugzeug der kambodschanischen Fluggesellschaft PMTair des Typs AN-24 mit 22 Menschen an Bord stürzte auf dem Weg von Siem Reap nach Sihanoukville aus ungeklärter Ursache ab. Alle Insassen kamen ums Leben.
  • (A) 17. Juli – Ein Airbus A320 kam auf dem Flughafen São Paulo-Congonhas (Brasilien) auf der regennassen Landebahn nicht zum Stehen und kollidierte mit einer Tankstelle und einem Gebäude außerhalb des Flughafengeländes. Dabei wurden alle 181 Passagiere, sechs Besatzungsmitglieder und 12 Personen am Boden getötet.[24]
  • (A) 9. August – Eine Minute nach dem Start stürzte eine Twin Otter der Gesellschaft Air Moorea (eine Tochtergesellschaft von Air Tahiti) zwischen den 17 km auseinanderliegenden Inseln Tahiti und Moorea ins Meer. Alle 19 Passagiere und der Pilot kamen ums Leben. Unfallursache war ein gerissenes Steuerseil, das zu einem Kontrollverlust führte (siehe Air-Moorea-Flug 1121).
  • (A) 16. September – Phuket (Thailand): Bei schlechtem Wetter kam es auf dem Flughafen Phuket zur Bruchlandung einer McDonnell Douglas MD-82 der One-Two-Go Airlines. Die Maschine brach auseinander und ging in Flammen auf; 89 Passagiere wurden getötet. Die Maschine war auf einem Inlandsflug von Bangkok nach Phuket (siehe One-Two-Go-Airlines-Flug 269).
  • 4. Oktober – Eine Frachtmaschine der Fluggesellschaft Africa One des Typs Antonow An-26 stürzte kurz nach dem Start auf einen belebten Markt in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Von den 27 Insassen der Maschine überlebten nur zwei, auch eine hohe Zahl von Personen am Boden starben.
  • (A) 30. November – Unmittelbar vor dem Landeanflug auf den Isparta Süleyman Demirel Airport im Südwesten der Türkei stürzte eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Atlasjet, heutiger Name AtlasGlobal, in einem unwegsamen Berggebiet ab. Keine der 57 an Bord von Atlasjet-Flug 4203 befindlichen Personen (50 Passagiere, 7 Crewmitglieder) überlebte das Unglück. Der Funkkontakt zu der von der Gesellschaft World Focus Airlines geleasten MD 83, unterwegs vom Flughafen Istanbul-Atatürk nach Isparta, war kurz vor der geplanten Landung abgebrochen.

2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2. Mai – Am 2. Mai leitete die Besatzung der Flex Air Beech 1900 C (Kennzeichen: 5Y-FLX) 400 Kilometer von Juba entfernt eine Notlandung ein, nachdem beide Triebwerke ausgefallen waren. Der Turboprop wurde für die South Sudan Air Connection eingesetzt. Keiner der 22 Insassen, darunter der Verteidigungsminister des Sudan, überlebte das Unglück.
  • 30. Mai – Ein Airbus A320 (EI-TAF) auf dem TACA-Flug 390 kam bei ungünstigen Wetterverhältnissen auf dem als schwierig geltenden Toncontín International Airport von Tegucigalpa (Honduras) von der Landebahn ab und rammte mehrere Autos, bevor er zum Stehen kam und stark beschädigt wurde. Unter den mindestens 5 Toten war auch der Präsident der BCIE, Harry Brautigam. Weitere 80 wurden verletzt.
  • 10. Juni – Flughafen Khartum, Sudan. Auf dem Flug SD 109 der Sudan Airways von Damaskus überrollte ein Airbus A310-324 (ST-ATN) mit 203 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern an Bord bei der Landung das Landebahnende um gut 200 m. Die Maschine wurde beschädigt und geriet auf der rechten Seite in Brand. Die Piloten hatten vom Tower eine falsche Windinformation erhalten und flogen in Wirklichkeit mit knapp 30 km/h Rückenwind an. Außerdem war schon seit einiger Zeit die Umkehrschub-Vorrichtung eines Triebwerks defekt. Schließlich fand kein angemessener Löscheinsatz der Flughafenfeuerwehr statt, da zum einen akuter Personalmangel herrschte und zum anderen die Löschfahrzeuge über keinerlei Funkverbindung verfügten. Das Feuer erfasste dann auch den Rumpfbereich, wobei die Maschine vollständig ausbrannte. Die Zahl der Todesopfer lag bei 30 Personen; 184 Menschen konnten dem Brand entkommen.[26]
  • 31. Juli – An einer McDonnell Douglas MD-88 (EC-FPD) der Iberia fiel während des Starts vom Flughafen Wien-Schwechat das linke Triebwerk aus. Bei der Bearbeitung der Checklisten während der Rückkehr zum Flugplatz stellten die Piloten fest, dass das linke Hauptfahrwerk laut Anzeige nicht verriegelt sei. Bei der Landung schleiften die geöffneten Fahrwerksklappen über die Landebahn; das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Beitragende Faktoren zum Unfall waren etliche Wartungsfehler.[27]

2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stanley Stuart: Emergency, 1999, ISBN 3-924208-18-2
  • Mike Sharpe: Die größten Flugzeugkatastrophen, Bindlach 1998, ISBN 3-8112-1670-8
  • Andrew Brookes: Katastrophen am Himmel, 1994, ISBN 3-7637-5930-1
  • Helmut Kreuzer: Absturz, Die tödlichen Unfälle mit Passagierflugzeugen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (seit 1950), Air Gallery Edition, Erding, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9805934-3-6, (technisch-wissenschaftliche Darstellungen auf Basis der Flugunfalluntersuchungen, ein Unfall – Crossair am 24. November 2001)
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten?, Berlin 1990, ISBN 3-341-00545-5
  • Michel Brun: Incident at Sachalin, Four Walls Eight Windows, New York 1995, ISBN 1-56858-054-1
  • Tim van Beveren: Runter kommen sie immer, Campus Verlag Frankfurt-Main/New York 1995, ISBN 3-593-35688-0
  • Simon Hubacher/Tim van Beveren: Swissair 111 Werd Verlag Zürich 1999, ISBN 3-85932-288-5
  • Tim van Beveren: Das Risiko fliegt mit Eichborn 2005, ISBN 3-8218-3977-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unfallbericht S9-CAE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  2. Unfallbericht 7O-ACW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  3. Unfallbericht CASA CN-235 EC-FBC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. März 2017.
  4. Unfallbericht RA-75840, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  5. http://www.bfu-web.de/nn_223970/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2001/Bericht__3X286-0.01,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Bericht_3X286-0.pdf
  6. Unfallbericht TYP HC-BLF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. März 2017.
  7. Unfallbericht EP-MBS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Juli 2017.
  8. Unfallbericht AN-72 ES-NOP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2016.
  9. Unfallbericht BAC-111 5N-ESF, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2016.
  10. Unfallbericht B-18255, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Juli 2017.
  11. Flugunfalldaten und -bericht Saab 2000 HB-IZY im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. März 2017.
  12. Untersuchungsbericht der BfU über den Zwischenfall vom 10. Juli 2002 in Werneuchen vom Oktober 2010 PDF-Datei, abgerufen am 27. November 2015
  13. Unfallbericht IL-86 RA-86060, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. März 2017.
  14. Stern: 18 Tote bei Flugzeugabsturz in Nepal
  15. Sabine Etzold: "Essen lernen!" – DIE ZEIT Nr.15 vom 1. April 2004
  16. Unfallbericht ST-AFK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 22. Juni 2016.
  17. Unfallbericht F-27 AP-AUR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Juni 2017.
  18. Unfallbericht B-747-200 N627US, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  19. Unfallbericht Cessna 208 C-FEXS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017.
  20. Unfallbericht F-27-200 AP-BAL, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Juni 2017.
  21. Unfallbericht AN-26 ER-26068, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  22. Unfallbericht Jetstream C-FBIP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  23. Unfallbericht TU-134 RA-65021, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. März 2016.
  24. http://www.uol.com.br/
  25. Unfallbericht YR-BEB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  26. Unfallbericht ST-ATN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  27. Unfallbericht EC-FPD, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.
  28. http://www.avherald.com/h?article=40cba259/0012&opt=0
  29. Unfallbericht EMB 110 PT-SEA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  30. Unfallbericht BAe 146-300 G-BXAR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.
  31. http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE55T00320090630
  32. http://nachrichten.t-online.de/c/19/42/85/96/19428596.html
  33. http://www.focus.de/panorama/welt/iran-17-tote-bei-erneutem-flugzeugunglueck_aid_420354.html
  34. Unfallbericht B-747-400 VT-ESM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Januar 2016.
  35. Azza Transport B707 at Sharjah The Aviation Herald (englisch) 21. Oktober 2009
  36. Unfallbericht B-707-330C ST-AKW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017.
  37. sueddeutsche.de/dpa/DAPD/vbe/gal/abis: Absturz ohne Überlebende. Süddeutsche Zeitung, 25. Januar 2010, abgerufen am 25. Januar 2010.
  38. Libanons Präsident: Flugzeugunglück kaum durch Terroranschlag verursacht. RIA Novosti, 25. Januar 2010, abgerufen am 25. Januar 2010.
  39. Crash: Afriqiyah A332 at Tripoli on May 12th 2010, impacted ground short of runway The Aviation Herald
  40. Crash: Pamir AN24 near Kabul on May 17th 2010, impacted terrain on approach The Aviation Herald
  41. Unfallbericht VT-AXV, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27.Juli 2017.
  42. Crash: AirBlue A321 near Islamabad on Jul 28th 2010, impacted mountaineous terrain near the airport The Aviation Herald
  43. Crash: Agni D228 at Bastipur on Aug 24th 2010, technical problems The Aviation Herald
  44. a b http://www.cnn.com/2010/WORLD/asiapcf/08/24/china.plane.crash/index.html
  45. http://nachrichten.t-online.de/bruchlandung-im-nebel-43-tote-in-china-/id_42636896/index
  46. Beverly Hills Courier – Plane crashes in DRCongo, 19 dead: deputy governor
  47. http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Keine--berlebenden-bei-Flugzeugcrash-11896395
  48. http://www.blick.ch/news/ausland/karachi-frachtflugzeug-stuerzt-in-wohngebiet-101918
  49. Crash: Sun Way IL76 at Karachi on Nov 28th 2010, engine fire. In: The Aviation Herald. avherald.com, 28. November 2010, abgerufen am 19. Januar 2015 (englisch).
  50. Flugunfalldaten und -bericht IL-76 4L-GNI im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 1. April 2017.
  51. Flight International, 21. März 2017: Ilyushin was years beyond service life and 5t overweight (englisch), S. 14.