Kultur Deutschlands

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Die Kultur Deutschlands kann sich auf die Kultur der heutigen Bundesrepublik Deutschland beziehen oder auf die Kultur der deutschsprachigen Menschen im historischen Deutschland, dem deutschen Sprachraum Mitteleuropas, mit seinen vielfältigen westgermanischen und schließlich deutschen Mundarten (Dialektkontinuum) sowie seiner Kunst- und Kulturgeschichte, deren Ursprünge (Wurzeln) bis in die Zeit der Kelten, Germanen und Römer zurückreichen. Deutsch und Deutsche bezieht sich dabei auf die Muttersprache, nicht auf einen Staat. Diese deutsche Kultur hat seit dem Mittelalter eine Vielzahl von stil- und epochenprägenden Persönlichkeiten hervorgebracht. In den verschiedensten Disziplinen wurden deutschsprachige Kulturschaffende Wegbereiter neuer geistiger Strömungen und Entwicklungen. Bis heute zählen einige der einflussreichsten deutschen Künstler zu den Protagonisten der westlichen Zivilisation.[1]

Die deutsche Kultur hat sich, mit Deutschland als historische Bezeichnung für das deutsche Sprachgebiet, über Jahrhunderte vor allem über die gemeinsame Sprache definiert. Die Kulturen der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschschweiz, Österreichs, Liechtenstein, Südtirol usw. gehören alle zum deutschen Sprach- und Kulturraum.

Über die neuen Reichsgrenzen hinaus haben dem Land um 1900 viele das Charakteristikum einer deutschen Kulturnation zugeschrieben.[2]

Durch die Verbreitung von Massenmedien im 20. Jahrhundert hat die Populärkultur in der deutschen Gesellschaft einen hohen Stellenwert erhalten. Die Verbreitung des Internets im 21. Jahrhundert hat zu einer Differenzierung der Kulturlandschaft geführt und die Nischen- und Szenekulturen in ihren Ausprägungen verändert.[3]

Literatur und Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immanuel Kant, Philosoph

Die bedeutendste Handschrift in der Entwicklung der deutschen Sprache und zugleich das älteste deutsche Buch ist der so genannte Abrogans mit dem Vaterunser des Codex Sangallensis 911 sowie die Übersetzungen Notkers des Deutschen. Sie werden in der Stiftsbibliothek St. Gallen aufbewahrt.

Die deutsche Literatur reicht zurück bis in das Frühmittelalter, in dem schon früh die ersten mittelalterlichen Bibliotheken mit Handschriften und Buchmalereien entstanden. Hervorzuheben ist der Minnesang, der unter anderem in dem einmaligen Codex Manesse überliefert ist. Als bekanntester Minnesänger gilt Walther von der Vogelweide. Ein Grundstein der deutschen Literatur ist das Versepos des Nibelungenlieds.

Als revolutionär erwies sich am Ausgang des Mittelalters der Buchdruck durch Johannes Gutenberg mit beweglichen Lettern. Sein bedeutendstes Werk war der Druck der Gutenberg-Bibeln. Schließlich konnte Pergament als Beschreibstoff durch das wesentlich günstigere Papier ersetzt werden.

Aus der Zeit vor 1871 stammt der teilweise noch verwendete Begriff vom Land der Dichter und Denker.

Als bedeutendste deutsche Autoren gelten u. a. Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller sowie die Brüder Grimm. Mit Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Thomas und Heinrich Mann oder Hannah Arendt stachen zu ihrer Zeit wichtige Literaten hervor.

Die Frankfurter Buchmesse

Im 20. Jahrhundert waren deutsche Nobelpreisträger für Literatur Theodor Mommsen (1902), Rudolf Eucken (1908), Paul Heyse (1910), Gerhart Hauptmann (1912), Thomas Mann (1929), Hermann Hesse (1946), Heinrich Böll (1972) und Günter Grass (1999), im 21. Jahrhundert Herta Müller (2009).

Die Frankfurter Buchmesse gilt als bedeutendster Treffpunkt des internationalen Verlagswesens und der Literaturszene. Dort wird jährlich der „beste Roman deutscher Sprache“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Für Neuerscheinungen ist der Preis der Leipziger Buchmesse von großer Bedeutung.

Zu den einflussreichsten deutschen Philosophen zählen Gottfried Wilhelm Leibniz, Nikolaus von Kues, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Arthur Schopenhauer, Martin Heidegger und Friedrich Nietzsche. Mehrere bedeutsame philosophische Strömungen gingen von deutschen Philosophen aus: Der Deutsche Idealismus ebenso wie der von Karl Marx und Friedrich Engels begründete Marxismus. Im 20. Jahrhundert war vor allem die Kritische Theorie der sogenannten Frankfurter Schule von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer bedeutsam. In ihrer Nachfolge wurde Jürgen Habermas zu einem der weltweit bekanntesten lebenden Philosophen.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Musik in Deutschland

Deutschland kann auf eine lange und vielseitige Musikgeschichte zurückblicken. Aus ökonomischer Sicht ist das Land der drittgrößte Musikmarkt der Welt.[4]

Die Geschichte der europäischen klassischen Musik wird über weite Strecken von deutschen Komponisten geprägt. Aufgrund der zentralen Lage Deutschlands konnten hier unterschiedliche Musiktraditionen aus ganz Europa zusammenfließen. In der Barockzeit erlebten die Kirchenmusik und der Orgelbau eine große Blüte. Wichtige Barockkomponisten waren u. a. Heinrich Schütz, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach. Stilbildend für die Wiener Klassik waren aus Deutschland die Komponisten der Mannheimer Schule, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart, der auch als österreichischer Komponist gilt. Beginnend zur Zeit des Vormärz wurde der begleitete Liedgesang durch Komponisten wie Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy zu einer eigenen Kunstgattung entwickelt. Weitere wichtige deutsche romantische Komponisten waren Johannes Brahms, Richard Wagner und Richard Strauss. Im 20. Jahrhundert erlangten u. a. die Komponisten Carl Orff und Hanns Eisler Popularität. Nach 1950 war in Westdeutschland die Entwicklung der seriellen und elektronischen Musik durch Komponisten wie Karlheinz Stockhausen bedeutend. In der Neuen Musik hat Werner Henze internationale Bedeutung erlangt. Wichtige zeitgenössische deutsche Komponisten sind z. B. Wolfgang Rihm sowie der weltweit sehr erfolgreiche Filmmusikkomponist Hans Zimmer.

Die Populäre Musik in Deutschland wurde über große Teile des 20. Jahrhunderts von Schlager und volkstümlicher Musik geprägt. Interpreten des Genres sind u. a. Helene Fischer, Heino und Max Raabe. Der Ende der 1960er-Jahre entstehende Krautrock hatte Einfluss auf die Entstehung verschiedener Formen der Rockmusik sowie der elektronischen Musik, zu deren Pionieren die deutschen Musiker Kraftwerk, Klaus Schulze und Tangerine Dream zählen. Die als „Neue Deutsche Welle“ bezeichnete Etablierung einer eigenständigen, auch international erfolgreichen deutschen Pop- und Rockmusik fand Anfang der 1980er-Jahre durch Interpreten wie Nena, Hubert Kah und Peter Schilling ihren kommerziellen Höhepunkt. Weitere erfolgreiche Interpreten dieser Zeit sind die Synthpopgruppe Alphaville, Trio, Extrabreit, Joachim Witt, DAF, Ideal, Münchener Freiheit und die Spider Murphy Gang.

Bekannte Vertreter des Ostrock sind City, Karat, Silly, Keimzeit, Karussell, electra und die Puhdys. Viele der DDR-Bands wurden wegen ihrer Freiheit und Veränderung herbeisehnenden Texte zensiert oder gar verboten, dennoch gelang ihnen dank geheimer Konzerte Ende der 1980er-Jahre erfolgreich der politische Protest gegen das Regime und es kam u. a. zur Resolution von Rockmusikern und Liedermachern.

Seit der Entstehung in den 1980er-Jahren ist deutschsprachiger Alternative- und Punkrock verbreitet. Zu den erfolgreichsten Vertretern gehören Die Ärzte, Beatsteaks, Nina Hagen und Die Toten Hosen. International populär sind die deutschen Rockbands The Rattles oder The Lords sowie die Hard-Rock-Band Scorpions und Rammstein, bekanntester Vertreter der sogenannten Neuen Deutschen Härte, zu der auch Oomph! und Unheilig gezählt werden. Populären Indie-Rock und -Pop produzieren die Sportfreunde Stiller, Tocotronic, Blumfeld, Selig und Jennifer Rostock. Im Bereich Reggae/Dancehall sind u. a. Seeed und ihr Sänger Peter Fox sowie die Gruppe Culcha Candela erfolgreich. Erfolgreiche deutschsprachige Hip-Hop-Künstler sind u. a. Die Fantastischen Vier, Fettes Brot, Marteria, Samy Deluxe, Jan Delay, Blumentopf, Bushido, K.I.Z., Casper, Cro, Sido und Deichkind.

Zu den bekanntesten deutschsprachigen Popmusikern der vergangenen Jahre gehören James Last, Udo Lindenberg, Peter Maffay, Herbert Grönemeyer, Westernhagen, Silbermond, Juli, Ich + Ich, Frida Gold, Tim Bendzko, Andreas Bourani sowie der Sänger Xavier Naidoo. Die englischsprachige Band Reamonn war europaweit populär. 2010 gewann Lena für Deutschland den Eurovision Song Contest. Weltweit erfolgreich waren auch die Produktionen von Frank Farian mit Boney M. und Milli Vanilli, Dieter Bohlen (mit Modern Talking), die Casting-Band No Angels, die Metal-Band Blind Guardian, die Sängerin Sarah Connor, der Violinist David Garrett und die vor allem bei weiblichen Teenagern beliebte Band Tokio Hotel. Auch in der Electro- bzw. Technomusik spielen deutsche Produzenten eine wichtige Rolle, wie z. B. Mousse T., Paul van Dyk, Scooter, 2raumwohnung, Tomcraft, Moguai, The Disco Boys, Lexy & K-Paul, Kai Tracid, Tiefschwarz, Blank & Jones und Paul Kalkbrenner.

Bis 2010 war die Loveparade eine der weltweit größten Musikveranstaltungen. Deutsche Musikfestivals von überragender Bedeutung sind heute Rock am Ring, das Wacken Open Air, das Fusion Festival, die Berlin Music Week, Hurricane Festival, Southside, SonneMondSterne, Deichbrand, Melt!, Schlossgrabenfest, Summerjam, Nature One, Mayday, Airbeat One, With Full Force und das WGT. Stadtmusikfeste wie die Fête de la Musique oder das Honky Tonk finden in ganz Deutschland statt. Hinzu kommen viele kleinere Festivals, die bestimmte Musikstile, Regionen oder Themen bedienen. Ein Festival-Guide im Internet zeigt für die Saison 2011 über 350 Festivals in Deutschland an, wobei noch nicht alle erfasst sind.[5]

Die internationale Leitmesse zum Thema Musizieren ist die Musikmesse Frankfurt. Ein bedeutender deutscher Musikwettbewerb ist der jährliche Bundesvision Song Contest, der Echo ist der wichtigste Musikpreis im Land. Das in Berlin beheimatete StartUp SoundCloud ist eine der wichtigsten Plattformen für Musiker in aller Welt.[6]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Filmstudio Babelsberg in Potsdam wurde 1912 gegründet und gilt heute als renommiertes Filmatelier in Europa.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts werden im deutschen Sprachraum Filme produziert. Das Berliner Varieté Wintergarten wurde zum ersten Kino der Geschichte, als die Gebrüder Skladanowsky dort 1895 einen Film vor Publikum vorführten. Das Filmstudio Babelsberg in Potsdam bei Berlin wurde 1912 gegründet und war damit das erste große Filmstudio der Welt – und ein Vorläufer zu Hollywood. Es produziert heute wieder Filme von internationalem Format und gilt als eines der größten Filmstudios in Europa.[7] Babelsberg wurde zum Synonym für den erfolgreichen populären Film. Unterschiedlichste Genres wurden in dieser Frühphase des Films neu entwickelt. Der 1927 produzierte Film Metropolis von Fritz Lang wurde zum ersten Science-Fiction-Spielfilm. 1930 wurde Der blaue Engel mit Marlene Dietrich zu einem internationalen Erfolg des deutschen Tonfilms.

In der Zeit zwischen 1933 und 1945 wurde der deutsche Film häufig als Propagandamedium eingesetzt. Die zu dieser Zeit entstandenen Filme von Leni Riefenstahl etablierten neue Standards im Bereich des Dokumentarfilms. Verschiedenste Techniken wurden später auch in Werbefilmen umgesetzt. Nach 1945 nahm in Westdeutschland die UFA die Produktion wieder auf; unter anderem wurden Heimatfilme populär. Ab den 1960ern wurden Wallace- und Winnetou-Filme beliebt. Durch die Verbreitung von Fernsehgeräten und der aufkommenden Konkurrenz von Fernsehserien und -Filmen geriet die Kinowirtschaft in eine Krise, der mit dem Neuen Deutschen Film begegnet wurde. Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders, Volker Schlöndorff und Werner Herzog wurden zu den wichtigsten Vertretern des Autorenfilms dieser Zeit. Regisseure wie Konrad Wolf prägten das Filmschaffen in der DDR. Mit Umstellung der Filmförderung konnten in den 1980er-Jahren Großproduktionen wie jene von Bernd Eichinger umgesetzt werden. Seit 1990 wurden Beziehungskomödien vermehrt populär. Nach der Jahrtausendwende fanden vereinzelt Genrefilme ihr Publikum. Das deutsch-türkische Kino bekam Beachtung und verschiedenste Jugendfilme konnten ein Nischenpublikum finden. Nur wenige deutsche Filme waren auch international erfolgreich.

Bedeutende deutsche Filmstudios sind Bavaria Film, Constantin Film, MMC und die UFA. Zu den erfolgreichsten deutschen Regisseuren und Filmproduzenten der Neuzeit zählen u. a. Roland Emmerich, Wolfgang Petersen, Florian Henckel von Donnersmarck, Caroline Link, Wolfgang Becker und Fatih Akin. Weitere profilierte Filmemacher sind auch Til Schweiger, Michael Herbig, Andreas Dresen, Uwe Boll, Dani Levy, Oskar Roehler, Uli Edel und Tom Tykwer.

Insgesamt entstanden bis 2013 mehr als 10.000 Filme unter deutscher Beteiligung.[8] Im Jahr 2011 gab es in Deutschland insgesamt 1671 Lichtspielhäuser mit 4640 Kinosälen. Die Anzahl der Besucher lag bei rund 129,6 Millionen. Von den 532 Erstaufführungen im selben Jahr waren 212 Filme mit vorwiegend deutscher Produktionsbeteiligung, darunter 132 Spiel- sowie 80 Dokumentarfilme. Der Marktanteil deutscher Produktionen betrug 21,8 Prozent (16,8 % im Vorjahr).[9]

Die bedeutendste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland ist der Deutsche Filmpreis mit der „Lola“, die jährlich von der Deutschen Filmakademie vergeben wird. Der Europäische Filmpreis „Felix“ wird jedes zweite Jahr in Berlin vergeben. Die als „Berlinale“ bekannten Internationalen Filmfestspiele Berlin werden jedes Jahr im Februar aufgeführt und haben sich als global bedeutendes Ereignis der Filmwelt etabliert.

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caspar David Friedrich - Wanderer above the sea of fog.jpg Franz Marc 003.jpg
C. D. Friedrich
Der Wanderer über
dem Nebelmeer, 1818
Franz Marc
Blaues Pferd
1911

Bedeutende deutsche Renaissancekünstler sind unter anderem Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach der Ältere, Matthias Grünewald, Hans Holbein der Jüngere und, der wohl bekannteste unter ihnen, Albrecht Dürer.
Die bedeutendsten aus Deutschland stammenden Barockmeister sind Johann Baptist Zimmermann, die Brüder Asam sowie der in Siegen geborene, aber nach Antwerpen ausgewanderte Peter Paul Rubens.

Bedeutende Romantiker sind neben Caspar David Friedrich die Künstler Philipp Otto Runge, Carl Spitzweg und der Nazarener Philipp Veit. Preußische Maler wie Anton von Werner und Emil Hünten stehen für die Historienmalerei, die Münchner und die Düsseldorfer Malerschule sind international von Bedeutung. Von Weltgeltung sind u. a. der Impressionist Max Liebermann, die Surrealisten Max Ernst, Hans Richter und Hans Arp, sowie die Expressionisten Max Beckmann, Paul Klee, Gabriele Münter und Otto Dix. Herausragend hinsichtlich ihres Einflusses waren die beiden expressionistischen Künstlergemeinschaften „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich die Documenta zur führenden Kunstausstellung. Jüngere Künstler dieser Zeit umfassen den vielseitigen Jörg Immendorff, den Aktionskünstler und Konzeptualisten Joseph Beuys und die zu den Neuen Wilden zählenden Markus Lüpertz und Martin Kippenberger.

In den 1960er-Jahren entwickeln sich im Rheinland u. a. mit Nam June Paik, Wolf Vostell und HA Schult neue Kunstformen wie das Happening, die Videokunst und die Fluxus-Bewegung. Bedeutende Fotokünstler im 20. Jahrhundert waren Helmut Newton, Sigmar Polke und Gunter Sachs.

In der DDR war die Leipziger Schule um Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer prägend. Zu den wichtigen zeitgenössischen Künstlern zählen der Neoexpressionist Georg Baselitz, der in der Tradition der Geschichtsmalerei stehende Anselm Kiefer, die den Kapitalistischen Realismus prägenden Sigmar Polke und Gerhard Richter sowie die für Ironie bekannte Rosemarie Trockel. Der die „trügerische Idylle“ darstellende Norbert Bisky, die zur Neuen Leipziger Schule gezählten Neo Rauch und Aris Kalaizis, sowie der auf Historienbilder konzentrierte Daniel Richter sind Beispiele für sehr erfolgreiche Künstler der Nachwendegeneration. Der bislang weltgrößte Kunstfälscher-Prozess wurde Wolfgang Beltracchi gemacht.

Zu den bekanntesten zeitgenössischen deutschen Fotografen zählen Andreas Gursky, Peter Lindbergh, Wolfgang Tillmans, Horst P. Horst und Thomas Ruff.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Architektur in Deutschland
Bauhaus-Kunstschule in Weimar von 1911, Begründungsort des globalen Modernismus

Deutschland hat eine reiche und vielfältige Architekturgeschichte, die eng verwoben mit der abendländischen Architekturgeschichte der Nachbarländer ist. Grundlage war vor allem die Architektur der römischen Antike, aus der einmalige Bauwerke erhalten sind, wie beispielsweise die Porta Nigra in Trier und das ab 1999 freigelegte Römische Theater Mainz. Einige vorromanische Bauten wie zum Beispiel die Torhalle Lorsch zeigen heute noch die Entwicklung zur Romanik, die im Heiligen Römischen Reich etwa 1030 einsetzt. Die Gotik begann in Frankreich, die ersten gotischen Bauwerke im Heiligen Römischen Reich wurden ab etwa 1230 errichtet, zum Beispiel die Liebfrauenkirche in Trier.

Um etwa 1520 kam die Renaissance aus dem Gebiet des heutigen Italien in das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, als herausragende Beispiele gelten das Augsburger und das Bremer Rathaus. Der Stil des Barock setzte ab 1650 ein. Prominent sind etwa die Werke von Balthasar Neumann, die Wieskirche und das Residenzschloss Ludwigsburg. Etwa 1770 setzt die Stilepoche des Klassizismus ein. Beispiele sind das Brandenburger Tor von Carl Gotthard Langhans, sowie das Alte Museum und das Schloss Charlottenhof in Berlin von Karl Friedrich Schinkel – einem preußischen Baumeister, der in Gestalt der Schinkelschule viele Folgegenerationen weltweit beeinflusste, auch durch sein Wirken an der Berliner Bauakademie.

Einige der bekanntesten Bauwerke Deutschlands wurden in der Stilepoche des Historismus (um 1840 bis etwa 1900) gebaut; Beispiele hierfür sind die Dresdner Semperoper, der Berliner Dom und das Schweriner Schloss. Einflussreiche Architekten dieser Epoche waren u. a. Gottfried Semper, Friedrich August Stüler, Friedrich von Gärtner und die ersten größeren Architekturbüros wie Cremer & Wolffenstein und Schilling & Graebner. Diese Zeit prägte in Folge von Industrialisierung, Gründerzeit und starkem Bevölkerungswachstum architektonisch den überwiegenden Teil Deutschlands. Es entstanden ganze Blockrand-Stadtgebiete für alle Bevölkerungsschichten, wie etwa in Berlin durch den metropolischen Hobrecht-Plan, daneben auch Villenkolonien und dicht bebaute Vorstädte. Es bildeten sich auch regionalspezifische Stile wie die Hannoversche Architekturschule, der Nürnberger Stil, die Semper-Nicolai-Schule im Raum Dresden und der Johann-Albrecht-Stil in Mecklenburg aus. Teilweise gab es schon stilistische Abweichungen von Stadt zu Stadt. Gepflegte Gründerzeitviertel gelten in vielen Städten heute als bevorzugte Wohnlage bzw. Szeneviertel und vereinen das städtische Leben auf sich.[10]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren deutsche Architekten Vorreiter der Klassischen Moderne. Vorläufer dazu entwickelte der 1907 gegründete Deutsche Werkbund. Walter Gropius als Begründer der Bauhaus-Schule, Ludwig Mies van der Rohe und das Neue Frankfurt setzten Impulse des Neuen Bauens, die die Architektur bis heute weltweit prägen. Auch die ersten deutschen Hochhäuser entstanden, vor allem in Berlin. Ein weitgehend für Deutschland spezifischer moderner Stil ist der Expressionismus. Eine Begleitbewegung zur modernistischen Bewegung war ab 1904 bis in die frühen 1960er-Jahre die Heimatschutzarchitektur, welche die regionaltypische Architektur vieler Orte pflegte und dabei weiter entwickelte. Bei der Architektur im Nationalsozialismus herrschte oftmals ein monumentaler, autokratischer Stil vor, es entstanden Repräsentativbauten wie das Berliner Olympiastadion. In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg herrschte Pragmatismus vor, es entstanden viele großflächige Einzelbauten und zerstreute Siedlungen, die DDR-Architektur war zunächst durch sozialistischen Klassizismus, später durch industrielle Bauweise wie den Plattenbau geprägt. Die Architekturszene suchte darüber hinaus nach extravaganteren Ausdrucksformen für Solitärbauten. In der Bundesrepublik war das 1972 fertiggestellte postmoderne Olympiastadion in München von Frei Otto und Behnisch ein wichtiges Projekt, das das neue Selbstverständnis deutscher Architektur in die Welt trug. Mit dem 256 m hohen Frankfurter Messeturm entstand 1991 der bis dahin höchste Wolkenkratzer Europas, der 1997 durch den Commerzbank Tower abgelöst wurde, dem bis heute höchsten Hochhaus Deutschlands. Die höchste Struktur auf deutschem Boden ist der 368 m hohe Berliner Fernsehturm, der 1969 eingeweiht wurde.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Entwicklung der Architektur globalisiert, zugleich werden häufig aber auch regionale Bezüge zu historischen Vorbildern oder lokalen Bauweisen hergestellt (auch als neuklassische Architektur bezeichnet).[11] Durch Bewegungen wie den Neuen Urbanismus sind kleinteilige Fassaden mit Mischnutzungen wieder populär, in den Städten vor allem in der typisch urbanen Blockrandbauweise. Auch der Wiederaufbau von durch Krieg oder Abriss zerstörten Kulturdenkmalen ist im 21. Jahrhundert von Bedeutung, prominente Beispiele sind die Dresdner Frauenkirche samt Neumarkt, das Berliner Stadtschloss, die Potsdamer Mitte mit dem Stadtschloss und das Frankfurter Dom-Römer-Projekt.[12]

Deutsche Architekten und Architekturbüros sind heute weltweit aktiv, zu den renommiertesten des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts gehören u. a. Hans Kollhoff, GRAFT, Sergei Tchoban, Helmut Jahn, Ole Scheeren, O. M. Ungers, GMP, Ingenhoven, Sauerbruch Hutton, Hadi Teherani und Behnisch Architekten.[13] Deutsche Träger des renommierten Pritzker-Preises sind Gottfried Böhm und Frei Otto. Um die Wahrnehmung der Architektur im In- und Ausland zu befördern, wurde 2007 die Bundesstiftung Baukultur gegründet. Alljährlich werden der Tag der Architektur und der Tag des offenen Denkmals veranstaltet.

Kultur- und Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Welterbe in Deutschland und Denkmalschutz
Das Brandenburger Tor in Berlin

Die UNESCO führt 39 deutsche Beiträge zum Welterbe auf, die auf 15 der 16 deutschen Länder verteilt sind.[14] Die Liste wurde mit dem Aachener Dom 1978 eröffnet; jüngster Neuzugang war 2014 das westfälische Kloster Corvey. Es gibt einige Altstädte mit Welterbestatus in Deutschland, dazu gehören Stralsund und Wismar, Bamberg, Goslar, Quedlinburg, Lübeck und Regensburg, die größte mittelalterliche Stadtanlage nördlich der Alpen.[15] Das Dresdner Elbtal hatte den Welterbe-Status von 2004 bis 2009 inne. Zudem führt die UNESCO mit der Grube Messel, den Buchenurwäldern und dem deutschen Wattenmeer drei Weltnaturerbestätten auf.

Neben dem Welterbe zeichnet das Förderprogramm für „National wertvolle Kulturdenkmäler“ unter Schirmherrschaft des Kulturstaatsministers bundesweit besonders bedeutende Denkmäler aus. Von 1950 bis 2007 wurden aus diesem Programm über 500 Kulturdenkmäler mit insgesamt rund 280 Millionen EUR gefördert.[16]

Besonders hohe Besucherzahlen erreichen Kulturdenkmäler, die eine Vorstellung von deutscher Romantik erwecken. So gehören die Schlösser Neuschwanstein, Schwerin und Heidelberg, die Burg Hohenzollern, die Wartburg, die Walhalla, das Obere Mittelrheintal mit seinen Burgen sowie die mittelalterlichen Altstädte von Rothenburg ob der Tauber und Rüdesheim am Rhein zu den weltweit bekannten touristischen Zielen.

Zunehmender Beliebtheit und Anerkennung erfreuen sich auch Denkmäler und Stadtbilder aus der Zeit der industriellen Revolution, etwa prächtige Ensembles der Bäderarchitektur in den Seebädern an der Ostseeküste, Kurorte im Binnenland oder auch Industriedenkmäler.

Geschlossene historische Stadtbilder sind in den deutschen Großstädten heute selten anzutreffen, da der Zweite Weltkrieg und der Stadtumbau der Nachkriegszeit einen Großteil der Kulturdenkmäler zerstört hat. Ausnahmen sind neben den Welterbestädten die Großstädte Erfurt, Halle, Heidelberg, Schwerin und Wiesbaden. Klein- und Mittelstädte mit weitgehend geschlossenen historischen Stadtbildern sind in Deutschland noch recht häufig anzutreffen, wobei viele einst harmonische Ensembles u. a. durch Verfall, Abrisse und „Kaputtsanierungen“ mit Fassadenglättungen und Entstuckungen für energetisch ineffiziente Außendämmungen in ihrer Wirkung bedroht sind.[17]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Museen in Deutschland
Die Museumsinsel gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

In Deutschland existieren rund 6250 Museen, wozu auch private und öffentliche Sammlungen, Schlösser und Gärten gehören.[18] Berlin, das mit mehr als 170 Museen zu den renommiertesten Museumslandschaften gehört, beherbergt neben der zum Welterbe gehörenden Museumsinsel zahlreiche global bedeutsame Museen und Sammlungen. Als bedeutendstes Projekt des Bundes ist dort das Humboldtforum im Bau.

Zu den bekanntesten musealen Einrichtungen Deutschlands gehören das Deutsche Museum in München, das weltweit größte naturwissenschaftlich-technische Museum, und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg mit einer der bedeutendsten Sammlungen zu Kultur und Kunst von der Vor- und Frühgeschichte bis zur unmittelbaren Gegenwart. Die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden beherbergen u. a. das Grüne Gewölbe, eine historische Sammlung der ehemaligen Schatzkammer der Wettiner Fürsten von der Renaissance bis zum Klassizismus. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum Stralsund ist das größte Meeresmuseum in Deutschland.

Bedingt durch die weltweit längste Tradition im Automobilbau befinden sich in Deutschland einige der größten Fahrzeugsammlungen Europas, wie z. B. in Stuttgart im Mercedes-Benz Museum und im Porsche-Museum, in München in der BMW Welt und in der Wolfsburger Autostadt. Bedingt durch eine darüber hinaus große Tradition im Bereich der Erfindungen und technischer Innovationen gibt es viele weitere technische Museen in Deutschland.

Feiern und Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Feiertage in Deutschland
Weihnachten ist seit Jahrhunderten Bestandteil deutscher Festtagstradition.

Nationalfeiertag ist der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, wie es im Einigungsvertrag über den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland vereinbart wurde.[19] Alle übrigen Feiertage beruhen auf Gesetzen der Länder. Acht von ihnen sind in allen 16 Ländern Feiertage: Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, die beiden Weihnachtsfeiertage, Neujahr und der Tag der Arbeit. Der Reformationstag ist in fünf Ländern Feiertag. Wie die Sonntage sind „die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt“.[20]

Deutschland ist weltweit für sein Weihnachtsbrauchtum bekannt, dazu gehören die traditionellen Weihnachtsmärkte, Weihnachtsbäume, typische Dekorationen wie Adventskalender und Weihnachtspyramiden, sowie kulinarische Spezialitäten wie Stollen, Braten und Lebkuchen. Eine der größten touristischen Attraktionen ist auch das Oktoberfest in München (mundartlich auch „d’ Wiesn“), das mit fast sieben Millionen Besuchern größte Volksfest der Welt. In Bad Cannstatt findet jedes Jahr das Cannstatter Volksfest (auf dem Cannstatter Wasen), das mit über 4,5 Millionen Besuchern zweitgrößte Volksfest der Welt, statt. Bedeutende Veranstaltungen von Karneval, Fastnacht und Fasching sind unter anderem der Kölner Karneval, die Mainzer Fastnacht, der Düsseldorfer Karneval und die Schwäbisch-alemannische Fastnacht. In Hannover findet alljährlich das größte Schützenfest der Welt statt.

Die Kieler Woche, eine seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kiel ausgetragene Segelregatta, ist das größte Segelsportereignis der Welt und zugleich eines der größten Sommerfeste im Norden Europas. Die Hanse Sail in Rostock ist eines der größten maritimen Feste. Ebenfalls in Norddeutschland finden der jährliche Hamburger Hafengeburtstag und alle zwei Jahre die Cruise Days statt. Höhepunkt dieser Festivitäten ist die sogenannte Parade der Traumschiffe entlang des Hamburger Hafenbeckens.

Zu den überregionalen Veranstaltungen gehören der Internationale Museumstag, der Deutsche Mühlentag, die Fête de la Musique zum Sommeranfang am 21. Juni, der Tag der Architektur sowie der Tag des offenen Denkmals. In vielen Städten werden regelmäßig Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Museen oder Lange Nacht der Kultur durchgeführt.

Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deutsche Küche
Landestypische Wurst- und Käsespezialitäten

Die traditionelle deutsche Küche variiert von Region zu Region. In der Regel steht sie im Zusammenhang mit den Kulturen europäischer Nachbarländer. Verschiedenste Einwanderergruppen sowie typisch westlich geprägte Ernährungsgewohnheiten haben zudem das Angebot an Küchentraditionen in Deutschland stark erweitert.[21] Außerdem ist eine Zunahme von vegetarischer Ernährungsweise zu beobachten. Laut Michelin-Führer 2015 hat die Spitzengastronomie in Deutschland einen hohen internationalen Stellenwert erreicht. Landesweit wurden 282 Restaurants mit einem oder mehreren Sternen ausgezeichnet, der zweithöchsten Anzahl in Europa nach Frankreich.[22]

Die Lebensmittelversorgung der Privathaushalte wird durch wenige Anbieter geprägt: Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) bedienen allein 85 % des deutschen Lebensmittelmarktes.[23]

Verbreitet deutsche Gerichte sind u. a. das Festtagsessen Gänsebraten mit Rotkohl, Kasseler mit Sauerkraut, Grünkohl mit geräucherter Mett- oder Bregenwurst sowie verschiedene Eintöpfe. Aber auch sehr alte und einfache Speisen wie zum Beispiel Arme Ritter oder Labskaus sind verbreitet. Vor allem in Norddeutschland werden Kartoffeln in vielseitigen Zubereitungsformen gegessen, im Süden kommen eher die traditionellen Knödel, Spätzle und Nudeln hinzu. Regionale Besonderheiten sind zum Beispiel die Weißwurst in Altbayern, die Bratwurst der Franken, der Schwenkbraten im Saarland, die Maultaschen in Baden-Württemberg oder auch die Thüringer Rostbratwurst. Als Nachspeisen werden oft Varianten von Obstkompott oder Quarkspeisen gereicht.

Deutschland ist weltweit bekannt für seine jahrhundertealte Bierbrautradition. Viele Deutsche bevorzugen ein regional hergestelltes Bier. Auch deutscher Wein ist im Land und zunehmend auch darüber hinaus beliebt, insgesamt werden 16 Anbaugebiete für Qualitätswein und 26 Landweine unterschieden. Der Weinbau in Deutschland wurde bereits von den Römern im 2. Jahrhundert an der Mosel begonnen. Aus klimatischen Gründen ist der Weinanbau im Westen und Süden verbreiteter als im Norden und Osten, allen voran in Rheinhessen, der Pfalz, Baden, Württemberg und an der Mosel. Apfelwein ist vor allem im Südwesten verbreitet. Mineralwasser, meistens mit Kohlensäure versetzt, ist das in Deutschland am häufigsten konsumierte Erfrischungsgetränk. Auch wird verhältnismäßig viel Obstsaft, vor allem Apfelsaft, getrunken.

In Deutschland findet man eine einmalig große Auswahl an Brotsorten und Wurstvarianten. Die typischerweise erste Mahlzeit am Tag ist meist ein Frühstück auf der Grundlage von Brot oder Brötchen/Semmeln. Neben herzhaften Brotbelägen wie Käse sind süße Brotaufstriche mit Honig, Marmelade oder Schokoladencreme beliebt. Ein gekochtes Ei, Müsli oder andere mit Milch zubereitete Frühstücksflocken werden ebenfalls häufig gegessen. Dazu wird Kaffee, im Norden verstärkt auch Tee getrunken. Traditionell wird mittags die warme Mahlzeit und abends eine Brotmahlzeit eingenommen.

Süßes Gebäck, Kuchen und große Buttercreme- oder Sahnetorten wie Schwarzwälder Kirschtorte, Donauwelle oder Frankfurter Kranz gehören in Deutschland zum traditionellen Festtagsprogramm. Sie werden zum Nachmittagskaffee gereicht, wie auch die Bergische Kaffeetafel, zu der frische Waffeln serviert werden. Erfolgreich exportierte Süßwaren aus Deutschland sind u. a. das Lübecker Marzipan, der Dresdner Stollen sowie industriell hergestellte Bonbons und Schokoladenwaren und Knabbergebäck.[24]

Mode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Modeindustrie ist ein traditionsreicher Zweig des produzierenden Gewerbes in Deutschland. In rund 1.300 fast ausschließlich mittelständischen Betrieben erzeugen rund 130.000 Beschäftigte einen Umsatz von rund 28 Milliarden Euro. Die Exportquote liegt bei etwa 40 Prozent in der Textilindustrie und 44 Prozent in der Bekleidungsindustrie (2008). Dieser Industriezweig ist damit nach dem Ernährungsgewerbe die zweitgrößte Konsumgüterbranche in Deutschland.[25]

Deutsche Mode ist für ihre eleganten Linien bekannt, aber auch für ihre unkonventionellen jungen Designs und die große Variation verschiedener Stilrichtungen. Berlin gilt als junges und kreatives Zentrum in der internationalen Modeszene. Die zweimal im Jahr stattfindende Berlin Fashion Week (Berliner Modewoche) ist innerhalb kurzer Zeit zu einer der weltweit wichtigsten Modeveranstaltungen avanciert.[26] Bread & Butter Berlin hat sich als bedeutende Messe für den Markt der Alltagsmode etabliert. In Düsseldorf, dem Modehandelsplatz mit dem größten Umsatz in Deutschland,[27] werden global relevante Modemessen abgehalten – die weltgrößte Modemesse war viele Jahre die von der Igedo veranstaltete Collections Premiere Düsseldorf (CPD). Weitere wichtige Modezentren sind München, Hamburg und Köln. Auch kleinere Städte sind als Standorte großer Marken Zentren für Gestaltung und Produktion.[28]

Weltweit berühmte deutsche Modedesigner sind und waren z. B. Karl Lagerfeld, Hugo Boss, Wolfgang Joop, Jil Sander, Michael Michalsky, Philipp Plein, Etienne Aigner, Torsten Amft, Dorothee Schumacher, Willy Bogner, Rudolf und Adi Dassler.

Zu den etablierten Modemarken aus Deutschland gehören Boss, adidas, Puma, Escada, Joop!, MCM, Bruno Banani, Triumph, Schiesser, Talbot Runhof, Kaviar Gauche, Closed, Reusch, Valisere, Jack Wolfskin, Ulla Popken, Buffalo, Rohde, Zalando, Dr. Martens, P&C, Marc O’Polo, Tom Tailor, s.Oliver, Gerry Weber, Esprit und Wunderkind.

Es gibt zudem eine Reihe von deutschen Models, die es zu internationalem Ruhm gebracht haben, besonders die „Supermodels“ Claudia Schiffer, Heidi Klum, Tatjana Patitz, Nadja Auermann und Manon von Gerkan. Auch Diane Kruger, Eva Padberg, Toni Garrn, Julia Stegner, Nico, Franziska Knuppe, Vanessa Hegelmaier, Evelyn Sharma, sowie die männlichen Models Nico Schwanz und Lars Burmeister sind bzw. waren weltweit gefragt.

Historisch fand in Deutschland die Volkstracht bis ins 20. Jahrhundert eine weite Verbreitung und grenzte sich von der bürgerlichen Kleidung ab. Die traditionelle Tracht wird heute noch in verschiedenen Regionen getragen, meist zu Volksfesten und besonderen Anlässen. Die moderne Trachtenmode geht u. a. auf die Jagd- und Wanderbekleidung zurück.

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Brettspiele haben eine lange Tradition und sind international erfolgreich. Laut den Marktforschern von Eurotoys betrug der Umsatz mit deutschen Gesellschaftsspielen im Jahr 2007 rund 430 Millionen Euro.[29] Die Zahl der jährlichen Neuerscheinungen wird auf 600 bis 700 geschätzt. Bekannte Spiele sind Mensch ärgere Dich nicht, Die Siedler von Catan oder Tabu.

Videospiele sind bedeutende kulturelle Erzeugnisse in Deutschland, der hiesige Markt ist der weltweit viertgrößte.[30] Bekannte Spieleentwickler in Deutschland sind z. B. Blue Byte (u. a. Die Siedler), Crytek (Crysis), Deck13 (Ankh), Egosoft (X-Reihe), Piranha Bytes (Gothic), Related Designs (Anno) und Yager Development (Spec Ops).[31] Durch die Verbreitung sozialer Netzwerke sind die Webspielentwickler Bigpoint, Gameforge und Wooga heute unter den Marktführern. Unter den Verlegern sind Deep Silver, Kalypso Media und Nintendo Europa bedeutend, Koch Media ist die größte unabhängige Verlagsgruppe für Videospiele in Europa. Die alljährliche gamescom in Köln ist die Weltleitmesse der Videospielbranche.[32] Die deutschen Spiele-Branchenverbände sind GAME und BIU.

Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland ist ein durch die europäische Aufklärung pluralistisch geprägtes Land. Menschen aus 194 Staaten leben in der Bundesrepublik.[33] Die Bevölkerung zeichnet sich im globalen Rahmen durch einen hohen Bildungsstand, einen überdurchschnittlichen Lebensstandard aus. Laut World Values Survey werden in Deutschland säkular-rationale Werte und ein fortgeschrittenes Maß an persönlicher Selbstentfaltung geschätzt.

Laut einer Umfrage in 22 Staaten für die BBC im Jahr 2013 genießt Deutschland international ein hohes Ansehen unter 16 untersuchten Ländern. Durchschnittlich bewerten 59 Prozent der Befragten Deutschlands Einfluss und politisches Wirken als positiv, 15 Prozent haben ein negatives Bild. Damit bestätigt das Land den ersten Platz zum sechsten Mal in Folge seit dem Jahr 2008.[34][35]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kulturpolitik in Deutschland fällt verfassungsgemäß in die Zuständigkeit der Bundesländer. Kulturelle Vielfalt und regionale Identität sollen damit gewährleistet sein. Im Bundeskanzleramt ist der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zuständig für kulturelle Einrichtungen und Projekte von nationaler und gesamtstaatlicher Bedeutung.[36] Seit dem Vertrag von Maastricht 1993 verfügt die EU über für Kulturschaffende wichtige Kompetenzen im Bereich Urheberrecht.

Der Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur in der Welt dienen die Goethe-Institute. Mit insgesamt 158 Standorten, inklusive Verbindungsbüros, ist das Institut im Jahr 2013 in 93 Ländern vertreten.[37]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Erfinder und Physiker leisteten einen zentralen Beitrag in der Vorgeschichte des Radios und des Fernsehens. Die Versorgung der Bevölkerung mit Sendungen zu allen Themen erfolgte lange über analog verbreitetes terrestrisches Fernsehen (UHF/VHF), regionale Kabelunternehmen (meist analog) und per Satellit. Seit 2003 erfolgt die Versorgung mit terrestrischem Fernsehen in Ballungsgebieten digital, das heißt über den DVB-T-Standard. Eine komplette Digitalisierung des Fernsehens und des Hörfunks wird umgesetzt. Einige Anbieter bieten ihr Programm auch komplett oder in Teilen über das Internet an, also im Rahmen von (mitunter kostenpflichtigem) IPTV, Streaming bzw. als Internetradio-Angebote.

Deutschland hat ein vom Gesetzgeber gewolltes duales Rundfunksystem, das heißt neben dem gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk existieren zahlreiche private Rundfunkanbieter, deren Programme meist werbefinanziert sind.

Beim Fernsehen in Deutschland gibt es neben dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dem unter anderem die Sender des ZDF und der ARD wie die global sendende Deutsche Welle angehören, auch privatrechtliche Fernsehanbieter. Zu ihnen gehören unter anderem die ProSiebenSat.1-Gruppe, die RTL Group, die Tele München Gruppe sowie regionale Anbieter. Neben frei empfangbaren Fernsehsendern existieren außerdem digitale Bezahlfernsehangebote von Kabelnetzbetreibern sowie der Bezahlfernsehsender Sky.

Unternehmenssitz von Bertelsmann in Gütersloh

Die Hörfunklandschaft Deutschlands ist stark von Regionalsendern geprägt, die meist nur in einem oder einigen aneinandergrenzenden Bundesländern senden. Diese Radioprogramme sind oft öffentlich-rechtlich dominiert und werden von den jeweiligen Landesrundfunkanstalten, wie dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) oder dem Bayerischen Rundfunk (BR), aber auch von privaten Radioanbietern ausgestrahlt.

Die deutschsprachige Presselandschaft ist vielfältig und bietet ihr Informationsangebot in gedruckter Form, im Internet und auf mobilen Endgeräten an. Zu den meistgelesenen überregionalen Tageszeitungen gehören die Bild, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt sowie die Wochenzeitung Die Zeit. Charakteristisch für das regionale und lokale Presseangebot ist jedoch der sogenannte Ein-Zeitungs-Kreis, d. h. in vielen Regionen gibt es nur eine tägliche Lokalzeitung und damit ein Monopol.[38] Nachrichtenmagazine, die wöchentlich erscheinen, sind unter anderem Der Spiegel, der Focus und die Zeitschrift Stern.

Der Nutzung von sozialen Medien und benutzergenerierten Inhalten wie z. B. Blogs, Videoportalen oder der Web-Enzyklopädie Wikipedia kommt ebenfalls eine bedeutende Rolle zu.[39] Die Bruttoreichweite der sozialen Netzwerke betrug im Januar 2011 47,9 Millionen Personen.[40]

Online-Videoplattformen sind insbesondere bei Jugendlichen[41] beliebt, während das klassische Fernsehen bei dieser Zielgruppe zwar weiterhin viel genutzt wird, jedoch an Bedeutung verliert.[41][42][43][44] Ein Drittel aller für die JIM-Studie befragten Jugendlichen gab im Jahr 2014 an, die Plattform YouTube zu nutzen.[42] Eine Studie im Auftrag der Jugendzeitschrift Bravo kam 2015 zu dem Ergebnis, dass mehr als 60 % die Plattform täglich besuchten.[45] Ungefähr die Hälfte der Jugendlichen verfolge sogenannte „YouTube-Stars“, die ein Millionenpublikum erreichen,[44] auch außerhalb der Plattform.[45] Als Branchen- und Szenetreffen sind seit 2010 die Videodays etabliert, die 2015 von 15.000 Gästen besucht wurden.[46]

Zu den größten international tätigen Medienunternehmen mit Sitz in Deutschland gehören der Bertelsmann-Konzern, die Axel Springer SE und die ProSiebenSat.1 Media AG. Die dpa ist eine der bedeutendsten Nachrichtenagenturen der Welt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Fußballnationalmannschaft nach ihrem Sieg im Endspiel bei der WM 2014 in Brasilien, der den vierten Weltmeistertitel nach 1954, ’74 und ’90 bedeutete.

2009/10 waren etwa 27,8 Millionen Deutsche in 91.000 Turn- und Sportvereinen organisiert.[47] Die überwiegende Anzahl der Sportvereine ist im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammengefasst.

Die am häufigsten betriebene Sportart in Deutschland ist Fußball. Rund 6,8 Millionen Mitglieder und ungefähr 172.000 Mannschaften sind im Jahr 2012 im Deutschen Fußball-Bund organisiert,[48] der die Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und 2006 ausrichtete und weltweit einer der größten und erfolgreichsten Sportfachverbände ist. Die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde 1954, 1974, 1990 und 2014 Fußballweltmeister. Deutschland ist bisher das einzige Land, das im Fußball sowohl bei den Frauen als auch den Männern Europa- und Weltmeister werden konnte. Das größte Stadion, ausgelegt für internationale Begegnungen, ist das Olympiastadion (74.224 Plätze) in Berlin. Der Signal Iduna Park in Dortmund ist für Fußballspiele auf Bundesliga-Ebene mit über 80.500 Plätzen (davon 24.454 Stehplätze) das Stadion mit der größten Zahl genehmigter Zuschauerplätze.

Die Handball-Bundesliga wird oft als die beste Spielklasse der Welt dieser Sportart angesehen, die Männer-Nationalmannschaft wurde 2007 zum dritten Mal Weltmeister. Etwa 830.000 aktive Mitglieder gehören rund 4500 Vereinen an (Stand: 2011).[49] Der Dachverband des deutschen Handballs ist der Deutsche Handballbund.

Volleyball und die Variante Beachvolleyball wurden in den 1990ern zum beliebten Breitensport, der Deutsche Volleyball-Verband zählt im Jahr 2012 rund 455.000 Mitglieder.[50]

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Dirk Nowitzki
NBA-Meister
Sebastian Vettel
Formel-1-Weltmeister

Basketball und Eishockey nehmen in Bezug auf Zuschauerzahlen und Medienpräsenz einen hohen Stellenwert ein. Im Basketball ist der Deutsche Dirk Nowitzki, der 2007 zum MVP (wertvollster Spieler) in der nordamerikanischen Profiliga NBA gewählt wurde und 2011 als erster Deutscher mit den Dallas Mavericks den NBA-Titel gewann, einer der besten Spieler der Welt.[51]

Beim Motorsport richtet sich das öffentliche Interesse besonders auf die Formel 1 und die DTM, in denen deutsche Fahrer und Konstrukteure Spitzenerfolge erzielen konnten. Michael Schumacher ist mit sieben Weltmeistertiteln der bisher erfolgreichste Formel-1-Fahrer und Sebastian Vettel der bisher jüngste Weltmeister in der Formel-1-Geschichte. Im Rallyesport gelangte Weltmeister Walter Röhrl zu Weltruhm. Das renommierte 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurde bereits vielfach von den Konstrukteuren Porsche und Audi gewonnen. Der Motorradsport, in dem sich das Hauptaugenmerk auf die Straßen-WM bzw. MotoGP richtet, hat deutsche Weltmeister wie Anton Mang und hervorgebracht.

Auch im Boxen kann Deutschland auf Erfolge zurückblicken. Zu den herausragenden Boxern gehören Max Schmeling und Henry Maske. Die ukrainischen Brüder Vitali und Wladimir Klitschko sowie der armenischstämmige Arthur Abraham kämpften für deutsche Boxställe und wurden mehrfache Weltmeister in ihren Gewichtsklassen.

Biathletin Magdalena Neuner

Wintersport hat eine lange Tradition in Deutschland. Im Bobsport, Rennrodeln, Biathlon, Langlauf und Eisschnelllauf konnten deutsche Sportler regelmäßig Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen gewinnen. Weitere populäre Wintersportarten sind das Skispringen, mit Sven Hannawald und Jens Weißflog als besonders erfolgreichen Sportlern, sowie verschiedene alpine Skisportarten. Katarina Witt zählt mit zwei Olympiasiegen im Eiskunstlauf zu den größten Sportlern ihrer Disziplin.

Das Deutsche Reich war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin und der Olympischen Winterspiele im Jahr 1936 in Garmisch-Partenkirchen, die Bundesrepublik Deutschland ebenso für die Sommerspiele 1972. Im ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele nimmt Deutschland den dritten Platz ein.

Die Beliebtheit des Radsports hing in der Vergangenheit in starkem Maße von den aktuellen Erfolgen deutscher Fahrer ab. Rudi Altig (in den 1960er-Jahren) und Jan Ullrich gehörten zu den erfolgreichsten Radsportlern ihrer Zeit. Im Hallenradsport ist Deutschland die führende Nation gemessen an der Anzahl gewonnener Weltmeistertitel. Mit über 70 Prozent der gewonnenen WM-Titel ist Deutschland – die DDR eingeschlossen – führend in den Disziplinen Radball und Kunstradfahren.

Im Hockey wurde Deutschlands Herrenmannschaft 2002 und 2006 Weltmeister sowie 1972, 1992, 2008 und 2012 Olympiasieger. Die Damen wurden 2004 Olympiasieger und 1976 und 1981 Weltmeister. Beide Mannschaften sind führend im Hallenhockey. Tennis erlebte in den 1980er- und 1990er-Jahren durch die Erfolge der deutschen Sportler Boris Becker und Steffi Graf eine seitdem nicht wieder erreichte Popularität.

Zu den ältesten Sportarten zählt das Sportschießen. Der Deutsche Schützenbund hat etwa 1,4 Millionen Mitglieder. Insgesamt gibt es deutschlandweit rund sechs Millionen Sportschützen.[52] Große Erfolge konnten deutsche Sportler auch in weiteren Sportarten wie Fechten, Reiten, Ringen, Rudern, Kanusport, der Leichtathletik und im Schwimmsport erreichen. Im Tischtennis zählte Timo Boll, im Golf Bernhard Langer zu den besten Spielern der Welt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Margarete Graf: Schnellkurs Deutschland, DuMont, Köln 2007, ISBN 978-3-8321-7760-7.
  • Axel Schildt, Detlef Siegfried: Deutsche Kulturgeschichte: Die Bundesrepublik von 1945 bis zur Gegenwart. Carl Hanser Verlag, München 2009, ISBN 3-446-23414-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Germany country profile, BBC, 19. März 2012. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  2. Vgl. Otto Dann, Nation und Nationalismus in Deutschland: 1770–1990, 3., überarb. und erw. Aufl., Beck, München 1996, ISBN 3-406-34086-5, S. 48 f.
  3. Mediengeschichte, Docupedia-Zeitgeschichte, Stand: 2010. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  4. Deutschland drittgrößter Musikmarkt weltweit, Bundesverband Musikindustrie, 13. April 2011. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  5. http://www.festivalhopper.de/festivals-2011.php
  6. How SoundCloud Changed Music Forever, Gizmodo, 16. Juni 2014.
  7. Geschichte. Studio Babelsberg. Abgerufen am 3. Dezember 2013.
  8. Kino auf Abruf, Der Tagesspiegel vom 3. Januar 2013. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  9. Zahlen aus der Filmwirtschaft (Memento vom 17. Januar 2013 im Internet Archive) (PDF; 1,6 MB), FFA 2012. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  10. Städter mögen Altbauwohnungen in Blockrand-Quartieren, Basler Zeitung vom 21. November 2013.
  11. Bauherren lassen die Vergangenheit wieder aufleben, Die Welt vom 18. Dezember 2014.
  12. Positionen zum Wiederaufbau verlorener Bauten und Räume, PDF, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Berlin 2010, abgerufen am 19. Dezember 2014.
  13. Philip Jodidio: 100 Zeitgenössische Architekten (englisch), 1. Auflage, Taschen, 21. Januar 2008, ISBN 3-8365-0091-4 (Zugriff am 12. Dezember 2014).
  14. Deutsche UNESCO-Kommission e.V.: Welterbestätten in Deutschland, unesco.de. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  15. Hannes Hintermeier: Kulturhauptstadt 2010: Regensburg – Provinz gibt es nur im Kopf, FAZ vom 3. September 2004, abgerufen am 17. April 2015.
  16. Denkmalschutz und Baukultur
  17. Wärmedämmung: Deutschland im Dämmwahn, Wirtschaftswoche vom 25. Januar 2013.
  18. Daten des Instituts für Museumsforschung für 2009 (PDF; 1,2 MB). Abgerufen am 3. Januar 2013.
  19. Artikel 2 EV – Hauptstadt, Tag der Deutschen Einheit
  20. Art. 139 der Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919, der nach Art. 140 GG „Bestandteil dieses Grundgesetzes“ ist.
  21. Gastarbeiterküche: Deutschland al dente, Die Zeit, 19. Dezember 2012. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  22. Bundesweit 282 Restaurants ausgezeichnet, Hamburger Abendblatt, 6. November 2014, abgerufen am 22. Januar 2015
  23. [1] „Edeka und Tengelmann – Kartellamt erhebt Einspruch gegen Übernahme“, von Heike Jahberg
  24. Deutsche Süßigkeiten überzeugen sogar in China, Die Welt, 2. Februar 2010. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  25. BMWi Branchenfokus Textil und Bekleidung. Abgerufen am 1. November 2014.
  26. Berlin Fashion Week (Memento vom 20. Dezember 2014 im Internet Archive) (offizielle Website)
  27. Guido M. Hartmann: Kleider machen Umsatz, Welt Online, 16. Juli 2013. Abgerufen am 17. August 2014.
  28. Die deutsche Mode kommt (auch) aus der Provinz, Brigitte, Ausgabe 15/2012, abgerufen am 18. Januar 2014.
  29. Warum deutsche Brettspiele so erfolgreich sind, Die Welt vom 15. Februar 2008. Abgerufen am 26. April 2015.
  30. Gus Mastrapa (en): Germany Becomes Europe’s Largest Videogame Market. Wired.com. 17. August 2009. Abgerufen am 18. September 2014.
  31. Made in Germany: Die wichtigsten PC-Spiele aus Deutschland. PC Games Hardware. 27. November 2011. Abgerufen am 9. Dezember 2014.
  32. Susanna Tatár (en): How NVIDIA Will Be Going Big at Gamescom, the World’s Biggest Gaming Show. Nvidia. 14. August 2014. Abgerufen am 17. September 2014.
  33. Jeder achte Einwohner ist ein Zuwanderer, N24, 18. Dezember 2012; 10,7 Millionen Migranten aus 194 Ländern leben in Deutschland, Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 448 vom 18. Dezember 2012. Abgerufen am 21. Februar 2014.
  34. Deutschland ist das weltweit angesehenste Land, Spiegel Online, 19. April 2010. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  35. BBC poll: Germany most popular country in the world, BBC, 23. Mai 2013. Abgerufen am 25. Januar 2014.
  36. Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). bund.de. Archiviert vom Original am 23. April 2011. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  37. Jahrbuch 2012/2013. Goethe-Institut, S. 177, archiviert vom Original am 11. November 2013, abgerufen am 25. Januar 2014 (PDF).
  38. Hermann Meyn, Massenmedien in Deutschland, UVK, Konstanz 2004.
  39. Internet-Enzyklopädie: Diese Wikipedia-Autoren wollen die Welt verändern, Die Welt vom 30. März 2012. Abgerufen am 4. Januar 2013.
  40. Die wichtigsten Social Media Plattformen Deutschlands im Überblick. Social Media Schweiz. Archiviert vom Original am 17. Januar 2013. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  41. a b ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 (Pressemitteilung), 5. September 2014. Abgerufen am 1. September 2015. Siehe auch die detaillierte Statistik aus der Studie.
  42. a b Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.): JIM-Studie 2014. Jugend, Information, (Multi-) Media. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger, November 2014 (PDF).
  43. YOU Studie 2015: YouTube ist Leitmedium der Jugendlichen, 30. Juli 2015. Abgerufen am 1. September 2015.
  44. a b Alina Fichter: YouTube: Da guckst du!, in: Die Zeit, Nr. 42/2013, online am 12. Oktober 2013. Abgerufen am 1. September 2015.
  45. a b Annette Mattgey: Youtube, Instagram, Facebook: Die Dreifaltigkeit der heutigen Jugend. Veröffentlicht auf der Website der Zeitschrift Werben & Verkaufen am 25. März 2015. Abgerufen am 1. September 2015.
  46. Torsten Beermann: YouTube-Fans treffen ihre Helden, WDR/tagesschau.de, 7. August 2015. Abgerufen am 1. September 2015.
  47. Deutscher Olympischer Sportbund: Daten und Fakten, Stand: 2009/2010. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  48. Deutscher Fußball-Bund: Mitglieder-Statistik, Stand: April 2012. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  49. Deutscher Handballbund: Das Unternehmen Handball stellt sich vor, Stand: 2011. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  50. Deutscher Volleyball-Verband, DVV Vereinsstatistik 1982–2012
  51. Ehrung: Nowitzki zum MVP gewählt, Spiegel Online, 11. Mai 2007. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  52. DSB: Deutscher Schützenbund. Abgerufen am 2. Januar 2013.