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2-Euro-Gedenkmünzen

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2-Euro-Gedenkmünzen sind 2-Euro-Umlaufmünzen mit Gedenkcharakter, mit denen man – im Gegensatz zu den Gedenkmünzen anderer Nominale, den Sammlermünzen – in allen Teilnehmerstaaten der Eurozone bezahlen kann. Die Bezeichnung der 2-Euro-Umlaufmünzen mit Gedenkcharakter als Gedenkmünzen entspricht dem Sprachgebrauch. Obwohl es sich formal um „normale“ Umlaufmünzen handelt, die wie alle anderen Umlaufmünzen in hoher Stückzahl in den Umlauf gebracht werden, lehnen sich die Veröffentlichungen zu diesen Münzen auf den einschlägigen Seiten des Bundesministeriums der Finanzen, der Verkaufsstelle für Sammlermünzen und der Europäischen Zentralbank der Einfachheit halber an den gängigen Sprachgebrauch an. Sie stellen somit eine Sonderausgabe oder auch Sonderedition einer gängigen Umlaufmünze dar.

Diese speziellen 2-Euro-Münzen gedenken historisch bedeutsamer Jahrestage oder Bauwerke bzw. lenken die Aufmerksamkeit auf besondere gegenwärtige Ereignisse. Gedenkmünzen sollten nur zur Erinnerung an sehr bedeutende Ereignisse oder Persönlichkeiten ausgegeben werden, da diese Münzen im gesamten Eurogebiet umlaufen. An weniger relevante Themen sollte vorzugsweise durch die Ausgabe von Sammlermünzen erinnert werden, die nicht für den Umlauf bestimmt sind und die leicht von den Umlaufmünzen zu unterscheiden sein müssen.

Gedenkmünzen auf einen einzigen Nennwert zu begrenzen, entspricht der bestehenden Praxis in einer Reihe von Mitgliedstaaten und schafft einen geeigneten Rahmen für derartige Ausgaben. Die 2-Euro-Münze eignet sich hierfür – vor allem angesichts des großen Durchmessers der Münze und ihrer technischen Merkmale, die angemessenen Schutz gegen Fälschung bieten – am besten. Eine gewisse volumenmäßige Begrenzung der für den Umlauf bestimmten Gedenkmünzen erschien notwendig, um sicherzustellen, dass diese Münzen weiterhin nur einen geringen Prozentsatz aller Umlaufmünzen ausmachen. Gleichzeitig sollten die Obergrenzen die Ausgabe von hinreichend Münzen ermöglichen, damit gewährleistet ist, dass Gedenkmünzen wenigstens eine Zeitlang tatsächlich umlaufen können.[1]

Bis Ende 2018 wurden 266 verschiedene Prägungen von Gedenkmünzen vorgenommen, ohne die mittlerweile vier Gemeinschaftsausgaben gerechnet. Die 2-Euro-Gedenkmünzen „50 Jahre Römische Verträge“, „Zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion“, „Zehnter Jahrestag der Einführung des Euro“ (als Bargeld) und „30 Jahre Europaflagge“ wurden in 13, 16, 17 bzw. 19 verschiedenen Versionen geprägt.

Die 2-Euro-Gedenkmünzen sind inzwischen ein beliebtes Gebiet bei Münzsammlern.

Karte* der Mitglieder der Eurozone. Die Farbe zeigt, wie viele verschiedene 2-Euro-Gedenkmünzen in den jeweiligen Ländern ausgegeben wurden. *Stand 1. März 2021
  • 29 bis 32 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 25 bis 28 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 21 bis 24 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 17 bis 20 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 13 bis 16 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 9 bis 12 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 5 bis 8 Gedenkmünzen ausgegeben
  • 1 bis 4 Gedenkmünzen ausgegeben
  • kein Mitglied der Eurozone
  • Bestimmungen und Vorschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Euro-Gedenkmünzen sind spezifische Umlaufmünzen, deren „normale“ nationale Vorderseite durch ein anderes nationales Münzbild ersetzt wird, „um an ein spezifisches Ereignis oder eine spezifische Persönlichkeit zu erinnern“. Alle Umlaufmünzen, also auch die Gedenkmünzen, haben dieselbe Wertseite.

    Damit während der heiklen Phase der physischen Einführung der Euro-Münzen keine Verwirrung gestiftet wird, beschloss der Europäische Rat am 23. November 1998, dass „für die Ausgabe von zum Umlauf bestimmten Gedenkmünzen während der ersten Jahre des Umlaufs der neuen Banknoten und Münzen ein Moratorium gelten“ sollte. Ab 1. Januar 2004 dürfen Gedenkmünzen als 2-Euro-Nominale ausgegeben werden, sofern dezidierte Vorschriften zur Gesamtzahl der pro Gedenkmünzen-Ausgabe in Umlauf gebrachten Münzen beachtet werden. Wenn eines bedeutenden, symbolträchtigen Ereignisses von weltweiter Bedeutung gedacht wird, kann die Obergrenze überschritten werden; allerdings soll der Ausgabestaat dann in den vier Folgejahren auf eine ähnliche für den Umlauf bestimmte Gedenkmünze verzichten.[1] Das war bei der ersten Gedenkmünze 2004 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Athen der Fall, die in sehr hoher Stückzahl von 35 Millionen geprägt wurde – Griechenlands zweite eigene Gedenkmünze folgte erst 2010 mit einer Auflage von 2,5 Millionen Stück.

    Für die Gestaltung und Ausgabe der Münzen sind die einzelnen Euro-Länder zuständig. Beabsichtigt ein Land des Eurogebiets die Ausgabe einer 2-Euro-Gedenkmünze, so muss es die Europäische Kommission drei Monate vor dem geplanten Ausgabedatum über dieses Vorhaben in Kenntnis setzen. Jeder Mitgliedstaat, dessen Währung der Euro ist, kann binnen sieben Tagen nach Unterbreitung eines Gestaltungsentwurfs in einer an den Rat und die Kommission gerichteten, mit Gründen versehenen Stellungnahme Einwände gegen den von dem Ausgabemitgliedstaat vorgeschlagenen Gestaltungsentwurf erheben, wenn zu erwarten ist, dass dieser unter seinen Bürgern negative Reaktionen hervorruft.[2]

    Die Anzahl der möglichen Gedenkmünz-Ausgaben pro Land und Jahr wird durch Verordnungen geregelt. Zunächst sollte jeder Mitgliedstaat nur eine 2-Euro-Gedenkmünze im Jahr ausgeben. Mit der Verordnung vom 4. Juli 2012 wurde diese Zahl auf zwei erhöht.[3] Zusätzliche Gedenkmünzen sind möglich, wenn die Staaten der Eurozone eine gemeinsame Gedenkmünze zu „Themen von höchster europäischer Bedeutung“ ausgeben.

    Drittstaaten, die ein Währungsabkommen mit der EU abgeschlossen haben (also Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt), sind von der Ausgabe einer gemeinsamen Gedenkmünze ausgeschlossen; allerdings kann das Design einer gemeinsamen Gedenkmünze durchaus als Design einer 2-Euro-Gedenkmünze eines der Drittstaaten verwendet werden (wie es z. B. San Marino 2012 praktizierte). Eine zusätzliche 2-Euro-Gedenkmünze ist für den Fall, dass die Position des Staatsoberhaupts vorübergehend nicht oder nur vorläufig besetzt ist, aber möglich. So prägte die Vatikanstadt 2013 eine Gedenkmünze zur Sedisvakanz.

    Aufgabe der EZB ist es, den maximalen Ausgabeumfang der einzelnen Staaten im Hinblick auf Gedenk- und sonstige Euro-Münzen zu genehmigen.[4] Die gesamte Anzahl der Münzen, die in einem Jahr in Umlauf gegeben werden, soll die höhere der folgenden zwei Grenzen nicht übersteigen:

    • 0,1 % der gesamten Anzahl der 2-Euro-Münzen im Umlauf in der Eurozone. Diese Grenze kann in Ausnahmefällen bis zu 2,0 % angehoben werden, falls das dargestellte Ereignis besonders bemerkenswert ist. In diesem Fall soll der betreffende Staat in den folgenden vier Jahren keine weiteren Gedenkmünzen ausgeben.
    • 5,0 % der gesamten Zahl der 2-Euro-Münzen in dem Staat, der die Gedenkmünzen herausgibt.[1]

    Seit 2006 auch für 2-Euro-Gedenkmünzen geltende Richtlinien zur Neugestaltung der Euro-Münzen bestimmen, dass der Name des ausgebenden Staates, vollständig oder abgekürzt, aufzuprägen ist. Auf eine Wiederholung der Wertangabe auf der nationalen Seite ist zu verzichten, es sei denn, im entsprechenden Land wird ein anderes als das lateinische Alphabet verwendet. Modifizierte Gestaltungsrichtlinien ergingen am 18. Juni 2012 und wurden am 24. Juni 2014 neu gefasst.[2]

    Bisherige Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die EZB weist monatlich die Mengen umlaufender Euromünzen aus. Ende November 2019 kursierten 6,5 Milliarden 2-Euro-Münzen, reguläre und Gedenkmünzen. Bis zu diesem Zeitpunkt gaben die 23 Emissionsländer insgesamt knapp 1,5 Milliarden 2-Euro-Gedenkmünzen heraus. Diese machen gut ein Fünftel aller umlaufenden 2-Euro-Münzen aus. Da auch defekte Gedenkmünzen ggfs. aus dem Verkehr gezogen und durch neue Kursmünzen ersetzt werden, ist der genannte Anteil i.H.v. 23 % aller 2-Euro-Münzen ein Maximalwert. Deutsche Gedenkmünzen machen 10 % der umlaufenden Zweier (und mit ca. 44 % beinahe die Hälfte aller 2-Euro-Gedenkmünzen) aus, französische und italienische je etwa 3 % (und je ein Achtel aller 2-Euro-Gedenkmünzen) sowie – in absteigender Reihenfolge ihrer Häufigkeit – spanische, österreichische, belgische, griechische und niederländische je etwa 1 %. Nur gut 2 % der umlaufenden Zweier sind Gedenkmünzen der restlichen fünfzehn Emissionsländer.

    Mit Stand Ende November 2019 ergaben sich folgende Zahlen:

    Land Gedenkmünzen-Auflage[5] Anteil der Gedenkmünzen-Auflage in spezieller Ausführung bzw. Verpackung
    in %
    Anteil an Gedenkmünzen-Gesamtauflage
    in %
    Auflage umlaufender
    2-Euro-Münzen[6]
    Anteil der Gedenkmünzen
    an umlaufenden
    2-Euro-Münzen
    in %
    AndorraAndorra Andorra 0.000.885.000 100,0 000,06 00,01
    BelgienBelgien Belgien 0.058.507.000 004,0 003,91 00,90
    DeutschlandDeutschland Deutschland 0.657.006.110 002,5 043,88 10,06
    EstlandEstland Estland 0.008.167.800 001,0 000,55 00,13
    FinnlandFinnland Finnland 0.034.600.000 002,1 002,31 00,53
    FrankreichFrankreich Frankreich 0.195.261.896 000,4 013,04 02,99
    GriechenlandGriechenland Griechenland 0.057.986.549 001,1 003,87 00,89
    IrlandIrland Irland 0.016.318.887 001,5 001,09 00,25
    ItalienItalien Italien 0.186.629.640 000,3 012,46 02,86
    LettlandLettland Lettland 0.008.386.000 001,5 000,56 00,13
    LitauenLitauen Litauen 0.006.250.000 001,1 000,42 00,10
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg 0.020.292.300 003,0 001,36 00,31
    MaltaMalta Malta 0.007.230.000 007,3 000,48 00,11
    MonacoMonaco Monaco 0.001.598.009 0012,01 000,11 00,02
    NiederlandeNiederlande Niederlande 0.048.998.000 001,6 003,27 00,75
    OsterreichÖsterreich Österreich 0.068.660.000 000,7 004,59 01,05
    PortugalPortugal Portugal 0.016.771.000 003,0 001,12 00,26
    San MarinoSan Marino San Marino 0.002.225.800 099,9 000,15 00,03
    SlowakeiSlowakei Slowakei 0.013.500.000 001,1 000,90 00,21
    SlowenienSlowenien Slowenien 0.013.400.000 002,4 000,89 00,21
    SpanienSpanien Spanien 0.069.738.920 002,8 004,66 01,07
    VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 0.002.130.168 097,8 000,14 00,03
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 0.002.780.000 003,1 000,19 00,04
    Gesamt 1.497.323.079 100,00 6.532.000.000 22,92
    1 Monaco gab 2011–2013 Gedenkmünzen in beträchtlicher Auflage auch in den Umlauf

    Die erste 2-Euro-Gedenkmünze ist 2004 in Griechenland erschienen. Seither gibt es Ausgaben in vielfältigen Formen: Normalprägungen werden großteils als Rollenware oder in Beuteln ausgegeben, für Münzen in besonderer Erhaltung (Stempelglanz, Polierte Platte) gibt es eine Reihe von Sonderverpackungen (Kapseln, Coincards (scheckkartengroße Sichtverpackung), Etuis, Folder, Mitverpackung in Kursmünzsätzen, Numisbriefe u. a.).

    Alle der in Sonderverpackungen angebotenen 2-Euro-Gedenkmünzen der vier Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt addieren sich bis Oktober 2019 auf 5 Millionen Stück. Zählt man die bis zu diesem Zeitpunkt von Belgien nur in Coincards ausgegebenen knapp 2 Millionen Gedenkmünzen sowie die französischen 300.000 Asterix-Münzen dazu, machen diese an Sammler gerichteten Münzausgaben rund ein halbes Prozent aller ausgegebenen 2-Euro-Gedenkmünzen und ein Tausendstel der umlaufenden 2-Euro-Münzen aus.

    Der Sammlerwert von 2-Euro-Münzen liegt normalerweise zwischen zweieinhalb und fünfundzwanzig Euro. Die Ausgaben von San Marino und der Vatikanstadt werden meist für 30 bis 60 Euro verkauft. Gedenkmünzen Monacos, die z. T. in Auflagen von nur 10.000 bis 20.000 Exemplaren geprägt wurden, werden am höchsten gehandelt. Der Wert der 2-Euro-Gedenkmünze Monacos von 2015 bewegt sich mittlerweile um 1.000 Euro, der von 2007 gar um 1.700 Euro.

    Die Gestaltung von neuen Ausgaben ist förmlich zu genehmigen[7] und wird im Amtsblatt der Europäischen Union bekanntgegeben.

    Gesamtüberblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die nachfolgende Tabelle führt die jeweiligen Anzahlen der Gedenkmünzen nach Ländern und Jahrgängen auf. Dabei wird unterschieden zwischen eigenen nationalen Gedenkmünzen der einzelnen Länder (Spaltenüberschrift E) und gemeinschaftlich herausgegebenen Gedenkmünzen aller Mitgliedsländer der Eurozone (Spaltenüberschrift G) in den Jahren 2007 (Römische Verträge), 2009 (Währungsunion), 2012 (Euro-Bargeld), 2015 (Europaflagge), 2022 (Erasmus-Programm). Die letzte Spalte mit der Überschrift Σ enthält die Gesamtsummen der jeweiligen Länder. Geplante Ausgaben sind in Klammern angegeben.

    Land ’04 ’05 ’06 2007 ’08 2009 ’10 ’11 2012 ’13 ’14 2015 ’16 ’17 ’18 ’19 ’20 2021 2022 ’23 ’24 ’25 Summen
    E E E E G E E G E E E G E E E G E E E E E E E G E E E E G Σ
    AndorraAndorra Andorra1 1 2 2 2 2 2 2 13 13
    BelgienBelgien Belgien 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 2 2 2 2 (2) (1) 21 4 25
    DeutschlandDeutschland Deutschland 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 23 1 2 1 1 1 2 28 2 1 (1) (1) 21 4 25
    EstlandEstland Estland 1 1 1 1 27 2 2 (2) (1) (1) 8 2 10
    FinnlandFinnland Finnland 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 1 2 2 2 1 2 (2) (1) 24 4 28
    FrankreichFrankreich Frankreich 1 1 1 1 1 1 1 23 24 25 1 2 2 26 28 2 (2) (1) 20 4 24
    GriechenlandGriechenland Griechenland 1 1 1 1 1 1 2 2 1 1 2 2 2 2 2 (1) (1) 18 4 22
    IrlandIrland Irland 1 1 1 1 1 1 (1) 2 4 6
    ItalienItalien Italien 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 1 2 2 2 1 2 1(1) (1) 24 4 28
    LettlandLettland Lettland 1 2 1 2 2 27 1 1 1 (1) 12 1 13
    LitauenLitauen Litauen 1 1 1 1 27 2 2 (2) (2) (1) (1) 9 1 10
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 2 1 1 2 2 2 2 (2) (2) (1) 24 4 28
    MaltaMalta Malta 1 1 1 1 1 2 2 1 2 2 2 2 2 (2) (1) (1) 17 3 20
    MonacoMonaco Monaco 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 10 10
    NiederlandeNiederlande Niederlande 1 1 1 1 2 1 1 (1) 4 4 8
    OsterreichÖsterreich Österreich 1 1 1 1 1 1 1 (1) 3 4 7
    PortugalPortugal Portugal 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 1 2 2 2 2 2 1(1) (1) 22 4 26
    San MarinoSan Marino San Marino 1 1 1 1 1 1 1 1 12 1 2 2 2 2 2 2 2 1(1) 25 25
    SlowakeiSlowakei Slowakei 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 (1) (1) (1) (2) (1) (1) 10 3 13
    SlowenienSlowenien Slowenien 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 (1) (1) (1) 11 4 15
    SpanienSpanien Spanien 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 (1) (1) (1) 14 4 18
    VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 2 2 2 2 (2) 23 23
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 1 1 1 1 1 (1) 2 3 5
    Gesamt 6 8 7 7 13 10 9 16 12 16 13 17 23 27 28 19 32 32 36 32 34 4(24) (10) (19) (3) (1) (1) 337 65 402
    1 Andorra hatte schon 1999/2002 den Euro de facto als Fremdwährung übernommen, da es bereits zuvor die Eurovorläufer Französischer Franc und Spanische Peseta verwendete. Zum 1. April 2012 wurde der Euro auf Grund eines Währungsabkommens offizielles Zahlungsmittel; das Recht, eigene Euromünzen zu prägen, wurde Andorra aber erst im Dezember 2013 eingeräumt.
    2 Aufgrund des Währungsabkommens mit der Gemeinschaft nimmt San Marino nicht an Gemeinschaftsausgaben teil – es hat für seine Gedenkmünze 2012 lediglich das Motiv der Gemeinschaftsausgabe gewählt
    3 eine eigene Gedenkmünze und eine gemeinsame Gedenkmünze von Deutschland und Frankreich zum Élysée-Vertrag
    4 Die AIDS-Gedenkmünze existiert in zwei Ausführungen: Schleife schraffiert bzw. glatt, aber rot koloriert
    5 Die Föderationsfest-Gedenkmünze existiert in zwei Ausführungen: Kokardensegmente schraffiert bzw. koloriert
    6 Die Kornblumen-Gedenkmünze existiert in zwei Ausführungen: mit zwei – die Segmente der hinterlegten „Tricolore“ trennenden – vertikalen Linien bzw. ohne Trennlinien und koloriert
    7 eine eigene Gedenkmünze und eine baltische Gemeinschaftsausgabe von Estland, Lettland und Litauen zum 100. Jahrestag ihrer Staatsgründungen
    8 eine eigene Gedenkmünze und eine gemeinsame Gedenkmünze von Deutschland und Frankreich zum Mauerfall

    Als Ausgabedatum ist der Zeitpunkt der erstmaligen Verfügbarkeit einer Münze anzusehen. Allerdings gibt es widersprüchliche Angaben hierzu, die z. T. daher rühren, dass sich eventuell die Ausgabe gegenüber der ursprünglichen Planung verzögert oder einige Publikationen die Edition der Rollenware als Ausgabezeitpunkt definieren, obwohl u. U. schon vorher Münzen in der Ausführung „Polierte Platte“ oder als Teil eines Kursmünzensatzes ausgegeben wurden. Ferner scheinen Händler im Voraus beliefert zu werden, um am Tag der offiziellen Ausgabe die Münzen vorrätig zu haben. So kann es sein, dass bereits vor dem offiziellen Termin Angebote erscheinen mit dem Vermerk „bereits lieferbar“. Es kam auch schon vor, dass einzelne Filialen der ausgebenden Notenbank vorzeitig mit der Münzausgabe begannen. Die in den EU-Amtsblättern genannten Ausgabedaten weichen demnach auch häufig von der Realität ab.[8] Die nachfolgend angegebenen Ausgabetage resultieren aus Webrecherchen.

    Die Prägeauflage wird zwar zumeist in den EU-Amtsblättern beziffert (und in Web-Publikationen zitiert), die reale Auflage weicht jedoch z. T. erheblich davon ab. Griechenland prägte von der ersten Gedenkmünze 2004 statt der geplanten 50 Millionen 35 Millionen. Spanien z. B. hat bei den Welterbe-Editionen der Jahre 2010–2014 statt der angegebenen 8 Millionen jeweils nur 4 Millionen Münzen ausgegeben. Luxemburg erhielt von der EU 2011–2014 1,4 Millionen pro Gedenkmünze als Maximalauflage zugebilligt, prägte dann aber jeweils nur zwischen 512.000 und 730.000 Stück. Deutschland hingegen überzieht sein Kontingent bei der Bundesländerserie regelmäßig: statt der angegebenen 30 Millionen wurden seit 2006 jeweils 30,5 bis 31,5 Millionen Münzen geprägt. Das niederländische Doppelporträt von 2014 kam gar in 5.291.000 Exemplaren auf den Markt, obwohl das Amtsblatt von 1 Million ausging.[5]

    Jahrgang 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Griechenland 2004 GriechenlandGriechenland Griechenland 14. Mai 2004 Olympische Sommerspiele 2004 in Athen [9][10] 35.000.000
    Beschreibung:[11] Von einem der bedeutendsten Bildhauer der griechischen Antike, Myron, ist keine der Bronzestatuen erhalten, die noch Jahrhunderte nach seinem Tod gerühmt wurden. 1781 wurde jedoch auf dem Esquilin eine römische Marmorkopie des um 455 v. Chr. geschaffenen Diskuswerfers gefunden. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen hat Panagiotis Gravalos den Diskobolos auf der ersten 2-Euro-Gedenkmünze dargestellt. Links befindet sich die offizielle Bezeichnung „ATHENS 2004“ der Olympischen Sommerspiele 2004, darunter die fünf olympischen Ringe. Rechts ist der Nennwert der Münze „2 ΕΥΡΩ“ auf Griechisch zu sehen. Die Jahreszahl „2004“ flankiert beiderseits je zur Hälfte den 6-Uhr-Stern. Eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri ist oben abgebildet. Im Sockel der Statue sind links die Initialen „ΠΓ“ des Designers, rechts mit „ΚΚ“ die des Graveurs Konstantinos Kazakos dargestellt. Die Münze trägt keine Bezeichnung des ausgebenden Staates.
     
    Finnland 2004 FinnlandFinnland Finnland 24. Juni 2004 Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitgliedstaaten [12][13] 1.000.000
    Beschreibung:[14] Die Münze zeigt einen stilisierten Ast, von dem zehn Blätter sprießen. Dies ist ein metaphorisches Thema: Die zehn Triebe repräsentieren die EU-Erweiterung um die zehn neuen Mitgliedstaaten (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern), während der Boden das Fundament für das Wachstum bietet. Unter diesem Stock sind die Buchstaben „EU“ und ρ“ (kleines Rho) geschrieben; man liest Euro. Die „2004“ ganz oben auf dem Ring und das kleine Rho unten teilen die zwölf Europasterne in zwei Gruppen von je sechs Sternen. Die zwei Initialen „M“ unten rechts stehen für den Gestalter Pertti Mäkinen bzw. den Münzdirektor Raimo Tapio Makkonen. Die Münze trägt keine Bezeichnung des ausgebenden Staates.
     
    Luxemburg 2004 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 26. Juli 2004 Monogramm Großherzog Henris
    1. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [15][16] 2.481.800
    Beschreibung:[17] Großherzog Henri ist, nach rechts blickend, im Profil dargestellt, rechts sein Monogramm, ein „H“ unter einer Königskrone. Die zwölf Europasterne umrunden das Monogramm in einem Halbkreis auf der Pille. Das Design stammt von Yvette Gastauer-Claire, deren Initialen „GC“ links am Hemdkragen erscheinen. Unten auf dem Ring ist die Inschrift „HENRI – Grand-Duc de Luxembourg“ (Henri – Großherzog von Luxemburg) zu sehen, oben das Ausgabeland „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) und links davon das Ausgabejahr „2004“, flankiert links vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimastklippers Nederland, und rechts vom Münzzeichen der Königlichen Niederländischen Münze, einem Hermesstab.
     
    Italien 2004 ItalienItalien Italien 13. Dezember 2004 Fünftes Jahrzehnt des Welternährungsprogramms [18][19] 16.000.000
    Beschreibung:[20] Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (englisch: World Food Programm / WFP) nahm 1963 seine Arbeit auf – sein Hauptquartier befindet sich in Rom. Die humanitäre Einrichtung ist die wichtigste Institution der Vereinten Nationen im Kampf gegen den globalen Hunger. Sie organisiert die Versorgung von Menschen in Not mit Nahrungsmitteln nach Naturkatastrophen, Dürren oder gewalttätigen Konflikten. Außerdem hilft das WFP auch Menschen in Gebieten mit dauerhaft schlechter Ernährungslage und führt dort Entwicklungsprojekte durch. Ein nach rechts gekippter Globus mit der Inschrift „WORLD FOOD PROGRAMME“ (Welternährungsprogramm) bildet das Zentrum des Motivs. Drei Ähren kommen hinter ihm hervor: Mais, Reis und Weizen repräsentieren die Grundnahrungsmittel der Welt. Rechts sind die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) dargestellt, darunter die ligierten Initialen „UP“ der Medailleurin und Graveurin Uliana Pernazza, links das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und unten das Ausgabejahr „2004“. Die zwölf Europasterne umrunden dieses Design in drei Gruppen zu vier Sternen, getrennt durch die drei Ähren.
     
    San Marino 2004 San MarinoSan Marino San Marino 16. Dezember 2004 Bartolomeo Borghesi [21][22] 110.000
    Beschreibung:[23] Das Münzmotiv zeigt den italienischen Historiker und Numismatiker Bartolomeo Borghesi (1781–1860) gemäß seinem 1904 von Giuseppe Romagnoli geschaffenen Denkmal in San Marino. 1821 verlegte Borghesi seinen Wohnsitz dorthin und begann mit der Publikation der Osservazioni numismatiche (numismatischen Beobachtungen) zur Münzprägung in der Römischen Republik. 1838 wurde er als Repräsentant der Republik San Marino zur Krönung des österreichischen Kaisers Ferdinand I. zum König von Lombardo-Venetien nach Mailand entsandt. Rechts sind der Name des Ausgabestaats „SAN MARINO“ dargestellt, links „BARTOLOMEO BORGHESI“, das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und die Initialen „E.L.F.“ des Designers Ettore Lorenzo Frapiccini. Auf dem Ring sind die zwölf Europasterne und unten das Ausgabejahr „2004“ zu sehen.
     
    Vatikan 2004 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 16. Dezember 2004 75. Jahrestag der Gründung des Staates Vatikanstadt [24][25] 85.000
    Beschreibung:[26] Anlässlich des 75. Jahrestags der Gründung des Staates Vatikanstadt zeigt die Münze den 1506–1626 erbauten Petersdom, das bekannteste Werk der Architektur der Renaissance und größte Kirche der Welt, mit dem von Gian Lorenzo Bernini entworfenen Petersplatz, seinen Kolonnaden und dem vatikanischen Obelisken[27]. Das Gebiet der Vatikanstadt, des kleinsten allgemein anerkannten Staates der Welt und des einzigen mit Latein als Amtssprache, wird zudem im Umriss dargestellt. Zu seinem Staatsgebiet gehören nicht die exterritorialen Besitzungen des Heiligen Stuhls wie die Patriarchalbasiliken und die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo. Seit 1929 ist er ein unabhängiger Binnenstaat innerhalb der Stadtgrenzen Roms, Sitz des Papstes als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Links sind der Ausgabeanlass „75° ANNO DELLO STATO“ (75. Jahr des Staates), rechts die Jahreszahlen „1929 • 2004“ dargestellt, darunter das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und die Signets „VEROI“ des Designers Guido Veroi und „L.D.S. INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Luciana De Simoni. Im Ring sind oben die zwölf Europasterne und unten der Staatsname „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) abgebildet.

    Jahrgang 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Luxemburg 2005 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 15. Februar 2005 50. Geburtstag und 5. Jahrestag der Thronbesteigung Großherzog Henris
    100. Todestag Großherzog Adolphes
    2. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [28][29] 2.769.000
    Beschreibung:[30] Auf der Münze sind die nach rechts blickenden Bildnisse der Großherzöge Henri und seines Ururgroßvaters Adolph abgebildet, der durch die preußische Annexion 1866 das Herzogtum Nassau verlor. Nach dem Aussterben des niederländischen Königshauses im Mannesstamm wurde er 1890 Großherzog von Luxemburg, da dort nur die männliche Erbfolge galt. Unter den Porträtierten sind ihre Namen sowie bei Henri das Geburtsjahr und bei Adolf das Sterbejahr genannt: „HENRI / * 1955“, „ADOLPHE / † 1905“. Die Inschrift „GRAND-DUCS DE LUXEMBOURG“ (Großherzöge von Luxemburg) ist oben zu sehen. Der Ring enthält die zwölf Europasterne und dazwischen die Buchstaben des Landesnamens „LËTZEBUERG“ (Luxemburg). Die Jahreszahl „2005“ ist in zwei Teilen um den 6-Uhr-Stern gruppiert, flankiert links von dem Kürzel „S“ (Suomi) für die Fertigung in Finnland und rechts dem Münzstättenzeichen der Suomen Rahapaja, einem Füllhorn. Der Entwurf stammt von Yvette Gastauer-Claire, deren Signet „GC“ links am Kragen Henris erscheint.
     
    Österreich 2005 OsterreichÖsterreich Österreich 11. Mai 2005 50. Jahrestag des Österreichischen Staatsvertrages [31][32] 7.000.000
    Beschreibung:[33] Gegenstand des am 15. Mai 1955 in Wien unterzeichneten Österreichischen Staatsvertrages ist die Wiederherstellung der souveränen und demokratischen Republik Österreich nach der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich (1938–1945) und der darauf folgenden Besatzungszeit (1945–1955). Das Motiv der Münze sind die Siegel und Unterschriften der Außenminister der Alliierten Siegermächte (Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow für die Sowjetunion, John Foster Dulles für die Vereinigten Staaten, Harold Macmillan für das Vereinigte Königreich und Antoine Pinay für Frankreich) sowie der Hochkommissare der vier Besatzungszonen (Iwan Iwanowitsch Iljitschow, Llewellyn E. Thompson, Geoffrey Wallinger, Roger Lalouette) und des Außenministers Österreichs, Leopold Figl. Der Ausgabeanlass „50 JAHRE STAATSVERTRAG“ steht über den Siegeln, das Ausgabejahr „2005“ unten. Im Hintergrund sieht man die rot-weiß-rote Flagge Österreichs, nach den heraldischen Regeln der Tingierung vertikal schraffiert, was die Farbe Rot symbolisiert. Die Münze trägt jedoch keine Bezeichnung des ausgebenden Staates. Das Münzdesign stammt von Helmut Andexlinger, die Prägung erfolgte in der Münze Österreich in Wien.
     
    Belgien 2005 BelgienBelgien Belgien 20. Mai 2005 Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion [34][35] 6.023.000
    Beschreibung:[36] Die aus Anlass der 1921 gebildeten (und 1922 in Kraft getretenen) Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion von Luc Luycx gestaltete Gedenkmünze zeigt die nach links blickenden Bildnisse und gekrönten Monogramme von Großherzog Henri von Luxemburg (links) und König Albert II. von Belgien (rechts). Auf dem Ring sind ihnen ihre Monogramme seitlich zugeordnet; oben und unten stehen jeweils sechs Europasterne. Das Ausgabejahr „2005“ ist unter den Porträts dargestellt, die Initialen „LL“ des Designers erscheinen unten rechts. Die beiden unteren Sterne werden flankiert links vom behelmten Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel, rechts einer Waage als Münzmeisterzeichen Romain Coenens. Die Münze trägt keine Bezeichnung des ausgebenden Staates.

    Die Münze war ursprünglich als Gemeinschaftsausgabe von Belgien und Luxemburg geplant. Da Luxemburg im Jahr 2005 bereits eine eigene 2-Euro-Gedenkmünze ausgegeben hatte, wurde die Münze nur von Belgien emittiert.

     
    Spanien 2005 SpanienSpanien Spanien 30. Juni 2005 400. Jahrestag der ersten Ausgabe Miguel de CervantesDon Quixote [38][39] 8.000.000
    Beschreibung:[40] Das Zentrum der von Begoña Castellanos García entworfenen Münze zeigt Don Quixote, einen Speer haltend, mit zwei Windmühlen im Hintergrund – eine seiner bekanntesten Episoden im Roman El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha von Miguel de Cervantes (1547–1616). Don Quijote ist ein seinen Ritterromanen verfallener Leser, der unfähig erscheint, zwischen Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden. Er hält sich für einen stolzen Ritter, dem vermeintlich das Schicksal ein kühnes Abenteuer nach dem anderen zu bestreiten auferlegt. Er steigt auf sein klappriges Pferd Rosinante – treu an seiner Seite der nur scheinbar naive Schildknappe Sancho Pansa – und kämpft unter anderem gegen Windmühlen. Links steht „ESPAÑA“ (Spanien) in vertiefter Prägung, darunter ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid. Die Jahreszahl „2005“ ist zweigeteilt zu beiden Seiten des 6-Uhr-Sterns dargestellt. Die vier rechten der zwölf Europasterne sind vertieft geprägt, die anderen erhaben. Diese Darstellung entspricht der Prägung der spanischen Kursmünzen 1999–2009. Ab 2010 wurde bei den Kursmünzen auf die unterschiedliche Darstellung dieser vier Sterne durch vertiefte Prägung verzichtet, da nach Vorgabe der Europäischen Kommission die Sterne auf dem Ring wie auf der europäischen Flagge angeordnet sein sollen. Dort sind aber alle zwölf gleich.
     
    San Marino 2005 San MarinoSan Marino San Marino 14. Oktober 2005 Jahr der Physik [41][42] 130.000
    Beschreibung:[43] Galileo Galilei (1564–1642) war ein italienischer UniversalgelehrterPhilosoph, Mathematiker, Ingenieur, Physiker, Astronom und Kosmologe. Er entwickelte die Methode, die Natur durch die Kombination von Experimenten, Messungen und mathematischen Analysen zu erforschen, und wurde damit einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Da er für das kopernikanische Weltbild eintrat, führte die katholische Kirche 1632 einen Inquisitionsprozess gegen ihn und zwang ihn zu widerrufen.[44] Das Münzbild ist eine freie Interpretation des um 1335 von Andrea Pisano für Giottos Glockenturm in Florenz geschaffenen Reliefs La fisica antica (Die alte Physik) oder Das Studium der Planeten[45] und zeigt Galilei mit seinen 1609 gebauten, 90 bzw. 130 cm langen Fernrohren,[46] auf den Knien eine Schriftrolle. Im Hintergrund ist ein stilisiertes Atom durch sechs Elektronen und deren Kreisbahnen dargestellt, die bis zwischen die Europasterne reichen. Unten steht halbkreisförmig der Ausgabeanlass „ANNO MONDIALE DELLA FISICA“ (Internationales Jahr der Physik), oben „SAN MARINO“. Die Jahreszahl „2005“ erscheint unter einem auf dem Tisch stehenden Globus. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom ist links dargestellt, das Signet „LDS“ der Münzgestalterin Luciana De Simoni rechts.
     
    Finnland 2005 FinnlandFinnland Finnland 25. Oktober 2005 60 Jahre Vereinte Nationen und 50 Jahre UN-Mitgliedschaft Finnlands [47][48] 2.000.000
    Beschreibung:[49] Das Motiv zeigt Puzzleteile, die zusammengesetzt eine Friedenstaube ergeben. Unten links ist die Inschrift „FINNLAND — UN“, rechts die Jahreszahl „2005“ dargestellt. Die Initiale „K“ des Designers Tapio Kettunen erscheint rechts über der Jahreszahl, während das Münzmeisterzeichen „M“ für Raimo Tapio Makkonen sich unten zwischen dem Motiv und der Inschrift befindet.

    Statt der normalen finnischen Randschrift wird bei dieser Gedenkmünze YK 1945–2005 FN, gefolgt von drei Löwenköpfen, als Randprägung verwendet.[50] „YK“ und „FN“ sind die Akronyme für „Vereinte Nationen“ auf Finnisch und Schwedisch.

     
    Italien 2005 ItalienItalien Italien 29. Oktober 2005 1. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages über eine Verfassung für Europa [51][52] 18.000.000
    Beschreibung:[53] Der Entwurf eines Vertrages über eine Verfassung für Europa wurde 2003 von einem Europäischen Konvent erarbeitet und am 29. Oktober 2004 in Rom von den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten unterzeichnet. Gegenüber dem bisher gültigen Vertrag von Nizza sollte die EU zusätzliche Kompetenzen erhalten; außerdem sollte ihr institutionelles Gefüge geändert werden, um sie demokratischer und handlungsfähiger zu machen. Da jedoch nach gescheiterten Referenden in Frankreich und den Niederlanden nicht alle Mitgliedstaaten den Vertrag ratifizierten, erlangte er keine Rechtskraft. Stattdessen schlossen im Dezember 2007 die europäischen Staats- und Regierungschefs den Vertrag von Lissabon ab, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat. Europa und Zeus in Gestalt eines Stieres sind zusammen mit der als Buch dargestellten Verfassung für Europa das Motiv der Münze. Europa hält eine Schreibfeder über die Verfassung, symbolisch für deren Unterzeichnung. Der Ring zeigt im unteren Teil den Ausgabeanlass „CONSTITUZIONE EUROPEA“ (Europäische Verfassung), während die zwölf Europasterne dessen obere Hälfte füllen. Die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) ist unten auf der Pille dargestellt, die Jahreszahl „2005“ oben rechts. Das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom befindet sich oben links. Die Initialen „M.C.C.“ der Medailleurin Maria Carmela Colaneri stehen unten links.
     
    Vatikanstadt 2005 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 6. Dezember 2005 XX. Weltjugendtag – Köln 2005 [54][55] 100.000
    Beschreibung:[56] Der Kölner Dom mit seinen zwei 157 m hohen Türmen ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil. Sein Bau wurde 1248 begonnen und erst 1880, nach mehr als 600 Jahren, vollendet. Schon damals als Nationalsymbol für Deutschland bezeichnet, wurde der (scheinbar) unversehrte Dom nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs inmitten der ausgebombten Stadt als emotionales Symbol für den Lebenswillen verstanden. Die Münze zeigt den seit 1996 als UNESCO-Weltkulturerbe geltenden Dom am Ufer des Rheins und einen darüber erscheinenden Kometen als dem Stern von Betlehem ähnelndes himmlisches Zeichen. Der Ausgabeanlass „XX GIORNATA MONDIALE DELLA GIOVENTU’“ (20. Weltjugendtag) wird kreisförmig in einem Bogen um das Motiv herum genannt. Der Staatsname „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) ist in einem Halbkreis im unteren Teil des Rings angeordnet, während oben das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom erscheint und darunter die Jahreszahl „2005“ – beidseitig durch je sechs Europasterne flankiert. Die Signets „LONGO“ der Designerin Daniela Longo und „E.L.F. INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) des Medailleurs Ettore Lorenzo Frapiccini sind unten links bzw. rechts dargestellt.

    Jahrgang 2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Luxemburg 2006 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1. Februar 2006 25. Geburtstag Erbgroßherzog Guillaumes
    3. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [57][58] 1.047.500
    Beschreibung:[59] Die Münze zeigt die nach rechts blickenden Bildnisse Großherzog Henris links und Erbgroßherzog Guillaumes rechts. Oben steht der Landesname „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) und unten das Ausgabejahr „2006“, flankiert links vom Kürzel „S“ für Suomi (Finnland) und rechts dem Münzstättenzeichen der finnischen Suomen Rahapaja, einem Füllhorn. Der Münzentwurf stammt von Patrice Bernabei.
     
    Deutschland 2006 DeutschlandDeutschland Deutschland 3. Februar 2006 Schleswig-Holstein (Holstentor in Lübeck)
    1. Münze der Bundesländerserie
    [60][61][62] 31.500.630
    Beschreibung:[63] Das spätgotische, 1464–1478 erbaute und um 1871 von Grund auf restaurierte Holstentor ist dargestellt mit seiner dem Holstentorplatz zugewandten Fassade, Blick stadteinwärts. Als eines der beiden noch bestehenden Tore der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist es seit 1987 zusammen mit der Altstadt der Hansestadt Lübeck UNESCO-Weltkulturerbe und repräsentiert auf der Gedenkmünze das darunter genannte Bundesland „SCHLESWIG-HOLSTEIN“. Links steht das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) und rechts das Signet „HH“ des Designers Heinz Hoyer. Der Name „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ ist in einem Halbkreis im unteren Teil des Ringes angeordnet, während oben die Jahreszahl „2006“ beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird.
     
    Italien 2006 ItalienItalien Italien 10. Februar 2006 Olympische Winterspiele in Turin 2006 [64][65] 40.000.000
    Beschreibung:[66] Die Olympischen Winterspiele 2006 fanden in Turin statt, wobei die Wettbewerbe im Ski Alpin im ca. 2000 m hoch gelegenen Sestriere ausgetragen wurden. Die von Maria Carmela Colaneri gestaltete Münze zeigt einen alpinen Skifahrer und das 1863–1889 erbaute Wahrzeichen Turins, die Mole Antonelliana. Anfänglich vom Architekten Alessandro Antonelli als Synagoge geplant, überstiegen die aus dem Ruder laufenden Baukosten die Finanzkraft der jüdischen Gemeinde – 1877 wurde der Bau dank einer Bürgerinitiative von der Stadt Turin übernommen. Heute beherbergt er das Nationale Filmmuseum. Oben wird der Ausgabeanlass „GIOCHI INVERNALI“ (Winterspiele) genannt und unter dem Turm „TORINO“ (Turin) als Austragungsort des Sportereignisses. Rechts des Skifahrers steht in vertikaler Schreibweise das Ausgabejahr „2006“ und darunter sind die Initialen „M.C.C.“ der Designerin abgebildet. Rechts des Turms ist der Staatsname als Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) dargestellt und das römische Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Die Münze ist in außergewöhnlich hoher Auflage von 40 Millionen Exemplaren geprägt worden.
     
    Belgien 2006 BelgienBelgien Belgien 10. April 2006 Wiedereröffnung des Atomiums in Brüssel [67][68] 5.023.000
    Beschreibung:[69] Das Atomium wurde als Symbol für das Atomzeitalter und die friedliche Nutzung der Kernenergie vom Ingenieur André Waterkeyn entworfen und von den Architekten André und Jean Polak ausgearbeitet und für die Weltausstellung 1958 (Expo ’58) in Brüssel errichtet. Es ist eine 102 m hohe Darstellung der kubischen Kristallstruktur des Eisens. Die Atome sind als Hohlkugeln ausgeführt und das Gitter, das sie zur gedachten Elementarzelle vereinigt, besteht aus Rohren. Drei der Kugelschalen werden zusätzlich vom Boden aus gestützt. Ursprünglich nur für die Dauer der Weltausstellung gedacht, wurde das Atomium zu einem Wahrzeichen Brüssels und blieb deshalb erhalten. Der Ausgabeanlass ist die Wiedereröffnung nach einer mehrjährigen Renovierung. Sechs der neun Hohlkugeln sind für die Öffentlichkeit zugänglich und werden für Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte und Kongresse genutzt; oben existiert ein Restaurant. Das Landesküzel „B“ (Belgien) ist oben im Ring platziert, die Jahreszahl „2006“ unten – jeweils sechs Europasterne sind in zwei Gruppen links und rechts abgebildet. Auf der Pille sind unten links der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel dargestellt, unten rechts eine Waage als Münzmeisterzeichen Romain Coenens sowie rechts das Signet „LL“ des Designers Luc Luycx.
     
    Finnland 2006 FinnlandFinnland Finnland 4. Oktober 2006 100 Jahre allgemeine, gleiche, geheime und freie Wahlen [70][71] 2.500.000
    Beschreibung:[72] Die Münze zeigt zwei Gesichter, ein männliches und ein weibliches, die durch eine dünne, geschwungene Linie getrennt sind. Auf der linken Seite steht „1.10. 1906“, das Datum der Einführung des Frauenwahlrechts in Finnland, rechts das Ausgabejahr „2006“, zweigeteilt vom Landesküzel „FI“. Die Initialen „M“ – jeweils einmal neben beiden Gesichtern – stehen für den Münzdesigner Pertti Mäkinen bzw. den Münzdirektor Raimo Tapio Makkonen. Das finnische Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, befindet sich unten.
     
    San Marino 2006 San MarinoSan Marino San Marino 17. Oktober 2006 500. Todestag von Christoph Kolumbus [73][74] 120.000
    Beschreibung:[75] Christoph Kolumbus (≈1451–1506) war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der im Jahr 1492 Amerika entdeckte, als er eine Insel der Bahamas erreichte. Luciana De Simoni zeigt sein Porträt nach einem – mit seinem Namen und der Jahreszahl 1519 versehenen – Gemälde Sebastiano del Piombos, zusammen mit seinen drei Segelschiffen Niña, Pinta und Santa Maria, mit denen er den Atlantik überquerte. Unter dem Schriftzug „SAN MARINO“ ist oben eine 16-strahlige Sonne in Form einer Windrose abgebildet, einem grafischen Mittel, um Winde und Windrichtungen beziehungsweise Himmelsrichtungen darzustellen. Unten erscheinen auf einer Schriftrolle die Jahreszahlen „1506✧2006“, darunter die Initialen „LDS“ der Designerin. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom ist links des obersten Schiffes platziert.
     
    Vatikan 2006 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 9. November 2006 500. Jahrestag der Päpstlichen Schweizergarde [76][77] 100.000
    Beschreibung:[78] Die von Orietta Rossi gestaltete Münze zeigt einen Schweizergardisten, der den Treueschwur auf den Papst ablegt. Dabei wird die Fahne der Garde über der waagerecht gehaltenen Fahnenstange mit der linken Hand umfasst, mit erhobener rechter Hand und drei gespreizten Fingern (was unter anderem Trinität symbolisieren soll) erfolgt der Schwur. Die Vereidigung der neuen Rekruten findet am 6. Mai (dem Jahrestag der Plünderung Roms 1527) statt – 2006 zum ersten Mal auf dem Petersplatz. Die Aufschrift „GUARDIA SVIZZERA PONTIFICIA“ (Päpstliche Schweizergarde) bildet einen Halbkreis um den Gardisten, unter der Fahne steht „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt). Links erscheint mit „1506“ das Gründungsjahr der Garde, rechts das Ausgabejahr „2006“ und darunter das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Die Signets „O.ROSSI“ der Designerin und „M.C.C.INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Graveurin Maria Carmela Colaneri stehen links und rechts über der Fahne.

    Jahrgang 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Deutschland 2007 DeutschlandDeutschland Deutschland 2. Februar 2007 Mecklenburg-Vorpommern (Schweriner Schloss)
    2. Münze der Bundesländerserie
    [79][80][81] 31.245.630
    Beschreibung:[82] Das aus dem Stammesverband der Abodriten hervorgegangene Haus Mecklenburg, eine Dynastie von Herzögen und Großherzögen, herrschte von 1131 bis 1918 über Mecklenburg und später Mecklenburg-Schwerin. Das Schweriner Schloss, ein in einem tausendjährigen Prozess historisch gewachsenes Bauwerk, liegt auf einer Insel in der Stadt Schwerin.[83] 1845–1857 fand ein großer Umbau im Stil der Neorenaissance statt, unter der Leitung Georg Adolf Demmlers und der Mitwirkung von Gottfried Semper und Friedrich August Stüler. Letzterer gestalte die Kuppel, die von einer Statue des Erzengels Michael gekrönt ist.[84] Darunter in der Fassade befindet sich das Reiterstandbild Fürst Niklots (≈1100–1160),[85] des Stammvaters der Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg. Die Münze zeigt das Schloss, auch Neuschwanstein des Nordens genannt, das heute Sitz des Landtags ist. Unter dem Namen „MECKLENBURG-VORPOMMERN“ befinden sich die Initialen „HH“ des Münzgestalters Heinz Hoyer. Das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) ist oben zu sehen. „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ ist in einem Halbkreis unten im Ring angeordnet, während oben die Jahreszahl „2007“ beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird.
     
    Luxemburg 2007 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 2. Februar 2007 Großherzoglicher Palast
    4. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [86][87] 1.031.000
    Beschreibung:[88] Der Münzentwurf von Alain Hoffmann zeigt links die Stadtresidenz der großherzoglichen Familie Luxemburgs, die 1572–1574 als Rathaus erbaut und 1891–1894 zum Großherzoglichen Palast erweitert wurde. Unter dem nach links blickenden Bildnis Großherzog Henris steht die Landesbezeichnung „LËTZEBUERG“ (Luxemburg). Links sind senkrecht die Jahreszahl „2007“, darüber das französische Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, darunter das Zeichen des französischen Münzmeisters Hubert Larivière, ein Jagdhorn mit dem Tierkreiszeichen Fische, dargestellt.
     
    Eurostaaten 2007 DeutschlandDeutschland Deutschland 25. März 2007 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom (Deutschland und Italien beziehen sich auf die Römischen Verträge.)
    Euro-13-Gemeinschaftsausgabe
    [89][90] 30.865.630
    FinnlandFinnland Finnland 25. März 2007 1.400.000
    ItalienItalien Italien 25. März 2007 5.000.000
    OsterreichÖsterreich Österreich 25. März 2007 9.000.000
    SlowenienSlowenien Slowenien 25. März 2007 400.000
    SpanienSpanien Spanien 25. März 2007 8.000.000
    BelgienBelgien Belgien 26. März 2007 5.040.000
    GriechenlandGriechenland Griechenland 26. März 2007 3.973.549
    IrlandIrland Irland 26. März 2007 4.650.112
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg 26. März 2007 2.046.000
    NiederlandeNiederlande Niederlande 26. März 2007 6.355.500
    PortugalPortugal Portugal 26. März 2007 1.550.000
    FrankreichFrankreich Frankreich 2. April 2007 9.406.875
    Gesamt: 13 87.687.666
    Beschreibung:[91] Der Vertrag von Rom genannte Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, (ursprünglich Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft genannt und im Dezember 2009 in Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union umbenannt) wurde am 25. März 1957 von Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden im Konservatorenpalast in Rom unterzeichnet. Er trat am 1. Januar 1958 in Kraft. Zeitgleich wurden zwei weitere Verträge geschlossen, der Vertrag zur Europäischen Atomgemeinschaft, mit dem EURATOM gegründet wurde, und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften, das festlegte, dass die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) eine gemeinsame parlamentarische Versammlung (jetzt Europäisches Parlament), einen gemeinsamen Europäischen Gerichtshof sowie einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialausschuss haben. Auf der deutschen und der italienischen Münze heißt es deshalb „RÖMISCHE VERTRÄGE“ bzw. „TRATTATI DI ROMA“. Auf der Münze ist der Vertrag mit den Unterschriften der Vertreter der sechs Gründerstaaten dargestellt,[92] umrahmt durch das von Michelangelo entworfene Pflastermuster des Kapitolsplatzes in Rom, dem Ort der Unterzeichnung. Oben ist der Ausgabeanlass, unterhalb davon „50 JAHRE“, über dem Vertragsdokument „EUROPA“, unten „2007“ und das ausgebende Land in der jeweiligen Landessprache genannt.

    Die Münze ist ein Gemeinschaftsentwurf der Münze Österreich, der spanischen Real Casa de la Moneda und des italienischen Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato.

    Die Vertragsunterschriften erscheinen bei der italienischen Münzversion in vertiefter Prägung, bei den anderen zwölf nationalen Varianten jedoch erhaben.

    Die luxemburgische Münze hat zudem noch eine Besonderheit in dieser Serie: Luxemburgisches Recht schreibt vor, dass keine nationale Münze ohne das Antlitz des Staatsoberhauptes herausgegeben werden darf (oder zumindest nicht ohne sein Monogramm[93]). In einem Kreis auf der linken Hälfte der Münze wurde daher ein Latentbild des Profils Großherzog Henris, mit Blick nach links, zugefügt, das Alain Hoffmann gestaltete.

    Die luxemburgische Ausgabe wurde von der französischen Münzstätte Monnaie de Paris in Pessac geprägt, die slowenische von der finnischen Prägestätte Suomen Rahapaja in Vantaa ebenso wie die im Herstellungsverfahren Polierte Platte gefertigten Münzexemplare Irlands.

    Auch drei Nicht-Euro-Länder haben das Motiv in ihrer jeweiligen Währung übernommen: Rumänien, 10 Lei; Ungarn, 50 Forint; Zypern, 1 Lira.[94]

    Inschriften:

    BelgienBelgien Belgien PACTVM ROMANVM, QVINQVAGENARIVM, , BELGIQUE–BELGIE–BELGIEN
    DeutschlandDeutschland Deutschland RÖMISCHE VERTRÄGE, 50 JAHRE, EUROPA, BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
    FinnlandFinnland Finnland ROOMAN SOPIMUS 50 V, EUROOPPA, SUOMI·FINLAND
    außerdem Randprägung: ROMFÖRDRAGET 50 ÅR EUROPA (auf Schwedisch: Vertrag von Rom 50 Jahre Europa)[95]
    FrankreichFrankreich Frankreich TRAITÉ DE ROME, 50 ANS, EUROPE, RÉPUBLIQUE FRANÇAISE
    GriechenlandGriechenland Griechenland ΣΥΝΘΗΚΗ ΤΗΣ ΡΩΜΗΣ, 50 XPONIA, ΕΥΡΩΠΗ, ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ
    IrlandIrland Irland CONRADH NA RÓIMHE, 50 BLIAIN, AN EORAIP, ÉIRE
    ItalienItalien Italien TRATTATI DI ROMA, 50° ANNIVERSARIO, EUROPA, REPUBBLICA ITALIANA
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg TRAITÉ DE ROME, 50 ANS, EUROPE, LËTZEBUERG
    NiederlandeNiederlande Niederlande VERDRAG VAN ROME, 50 JAAR, EUROPA, KONINKRIJK DER NEDERLANDEN
    OsterreichÖsterreich Österreich VERTRAG VON ROM, 50 JAHRE, EUROPA, REPUBLIK ÖSTERREICH
    PortugalPortugal Portugal TRATADO DE ROMA, 50 ANOS, EUROPA, PORTUGAL
    SlowenienSlowenien Slowenien RIMSKA POGODBA, 50 LET, EVROPA, SLOVENIJA
    SpanienSpanien Spanien TRATADO DE ROMA, 50 AÑOS, EUROPA, ESPAÑA

    Inschriften der Ausgaben der Nicht-Euro-Länder:

    RumänienRumänien Rumänien TRATATUL DE LA ROMA, 50 ANI, EUROPA, 25 MARTIE 1957
    UngarnUngarn Ungarn MAGYAR KÖZTÁRSASÁG, 50 ÉVES, EURÓPA, A RÓMAI SZERZŐDÉS
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern ΣYNΘHKH THΣ PΩMHΣ – 50 XPΟNIA, EUROPE, ROMA ANLAŞMASI – 50 YIL
     
    Portugal 2007 PortugalPortugal Portugal 2. Juli 2007 Portugiesische EU-Ratspräsidentschaft [96][97] 1.300.000
    Beschreibung:[98] Als Sinnbild für Europa wählte Maria Irene Vilar eine Korkeiche. Diese immergrünen Laubbäume wachsen in Portugal auf einer Fläche von 7500 km² und in der benachbarten spanischen autonomen Gemeinschaft Extremadura. Portugal ist der weltweit größte Korkpoduzent. Links des Stammes ist – wie im Wappen Portugals – der Wappenschild auf einer Armillarsphäre abgebildet, rechts davon dreizeilig der Landesname „PORTUGAL“. Unten sind halbkreisförmig – v. l. n. r. – die Unterschrift der Designerin, die Jahreszahl „2007“, das Münzstättenzeichen „INCM“ der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon sowie der Ausgabeanlass „PRESIDÊNCIA DO CONSELHO DA UE“ (EU-Ratspräsidentschaft) dargestellt.
     
    Monaco 2007 MonacoMonaco Monaco 12. Juli 2007 25. Todestag der Fürstin Grace Patricia [99][100] 20.001
    Beschreibung:[101] Entsprechend der 10-Francs-Goldmünze Monacos von 1982 zeigt die Gedenkmünze den Entwurf von Roger Bernard Baron (1907–1994), den nach links gerichteten Kopf von Fürstin Grace von Monaco. Vor ihrer Hochzeit mit Fürst Rainier III. von Monaco im Jahr 1956 als US-amerikanische Filmschauspielerin Grace Kelly bekannt, trug sie dann den Namen Grace Patricia Grimaldi. Rechts befinden sich, von unten nach oben, der Landesname „MONACO“, das französische Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, das Ausgabejahr „2007“ und das Münzmeisterzeichen Hubert Larivières, ein Jagdhorn mit dem Tierkreiszeichen Fische. Innen neben dem Motiv ist das Signet „R.B.BARON“ des Designers dargestellt. Die Münze wurde aufgrund ihrer geringen Auflage und der Gefragtheit die am teuersten gehandelte 2-Euro-Gedenkmünze.
     
    San Marino 2007 San MarinoSan Marino San Marino 9. Oktober 2007 200. Geburtstag von Giuseppe Garibaldi [102][103] 130.000
    Beschreibung:[104] Giuseppe Garibaldi (1807–1882) war ein Kämpfer für die italienische Einigungsbewegung vor 1870, das Risorgimento, und gilt heute als nationales Symbol Italiens. Er nahm an den italienischen Revolutionen von 1848/49 teil und war in der kurzlebigen, am 9. Februar 1849 ausgerufenen Römischen Republik Anführer der Revolutionsarmee. Seine Feldzüge machten ihn zum Nationalhelden. Er konnte mit seinen Truppen die zugunsten des geflohenen Papstes Pius IX. intervenierende französische Armee zunächst aufhalten, musste aber nach der Kapitulation der Römischen Republik am 3. Juli 1849 fliehen und fand vorübergehend Zuflucht in San Marino. Seine Darstellung folgt einem Foto von 1866. Links sind der Name „SAN MARINO“ und das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt, rechts das Ausgabejahr „2007“. Das Signet „E.L.F.“ des Münzgestalters Ettore Lorenzo Frapiccini ist links unter dem Landesnamen zu sehen.
     
    Vatikanstadt 2007 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 23. Oktober 2007 80. Geburtstag Papst Benedikts XVI. [105][106] 100.000
    Beschreibung:[107] Papst Benedikt XVI., bürgerlich Joseph Aloisius Ratzinger (* 1927 in Marktl, Bayern) war von 2005 bis zu seinem Amtsverzicht 2013 Oberhaupt der katholischen Kirche. Seitdem lebt er zurückgezogen als emeritierter Papst im Vatikan. Kreisförmig eingerahmt wird sein nach links blickendes Bildnis von den Inschriften „BENEDICTI XVI P.M. ÆTATIS ANNO LXXX“ (80. Jahrestag Papst Benedikt XVI.) rechts und „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) links. Links unten sind das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und darunter das Ausgabejahr „2007“ dargestellt. Die Signets „LONGO“ der Designerin Daniela Longo und „MCC INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Maria Carmela Colaneri erscheinen an der Schulter bzw. dem Revers des Papstes.
     
    Finnland 2007 FinnlandFinnland Finnland 3. Dezember 2007 90 Jahre Unabhängigkeit Finnlands [108][109] 2.000.000
    Beschreibung:[110] Die von Reijo Juhani Paavilainen gestaltete Gedenkmünze zeigt ein nordisches Ruderschiff mit neun Personen, die nach links – symbolisch gesehen in Richtung Freiheit – rudern. Darüber ist das Ausgabejahr „2007“, unten das Jahr der finnischen Unabhängigkeit „1917“ dargestellt. Auf der rechten Seite befindet sich das Landeskürzel „FI“ und auf der linken das finnische Münzstättenzeichen, ein Füllhorn.

    Jahrgang 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Deutschland 2008 DeutschlandDeutschland Deutschland 1. Februar 2008 Hamburg (St.-Michaelis-Kirche)
    3. Münze der Bundesländerserie
    [111][112][113] 30.513.630
    Beschreibung:[114] Die Münze zeigt die 1762–1786 errichtete (und 1906–1912 neu aufgebaute) Hamburger St.-Michaelis-Kirche, volkstümlich „Michel“ genannt, das Wahrzeichen der Hansestadt. Die Kirche ist nach dem Erzengel Michael benannt, der (links) als große Bronzestatue über dem Hauptportal als Sieger im Kampf mit Satan dargestellt ist.[115] Unten steht der Name des Bundeslandes „HAMBURG“, oben rechts das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) und rechts die Ligatur „Œ“ des Designers Erich Ott. Der Name des Ausgabelandes „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ ist in einem Halbkreis im unteren Teil des Ringes angeordnet, während oben je sechs Europasterne die Jahreszahl „2008“ flankieren.

    Etwa 600.000 Münzen wurden versehentlich von der Stuttgarter Prägestätte (Münzzeichen F) mit der alten, von 2002 bis 2006 gültigen Wertseite geprägt.[116]

    Ursprünglich waren die St. Pauli-Landungsbrücken als Münzmotiv vorgesehen.

     
    Luxemburg 2008 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1. Februar 2008 Schloss Berg
    5. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [117][118] 1.042.000
    Beschreibung:[119] Die von Alain Hoffmann gestaltete Münze stellt auf der linken Seite Großherzog Henri im Halbprofil dar, rechts daneben die unter Großherzog Wilhelm IV. von Max Ostenrieder und Pierre Funck-Eydt entworfene und 1907–1911 erbaute Residenz der großherzoglichen Familie, Schloss Berg. Oben ist das Ausgabejahr „2008“ dargestellt, flankiert links vom französischen Münzstättenzeichen, einem Füllhorn, und rechts vom Münzmeisterzeichen Hubert Larivières, einem Jagdhorn mit dem Tierkreiszeichen Fische. Unten ist der Name des Ausgabestaats „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) zu sehen.
     
    San Marino 2008 San MarinoSan Marino San Marino 20. Mai 2008 Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs [120][121] 130.000
    Beschreibung:[122] Die Münze zeigt vor einem die Umrisse Europas darstellenden Globussegment fünf stehende menschliche Silhouetten, die die verschiedenen, in Europa vertretenen Kulturen der fünf Kontinente Amerika, Afrika, Europa, Asien und Australien symbolisieren. Im Vordergrund sind vier Heilige Schriften verschiedener Religionen in Buchform dargestellt. Der interkulturelle Dialog soll die kulturelle Vielfalt in Europa respektieren und fördern, das Zusammenleben verbessern und den aktiven und weltoffenen, auf gemeinsamen Werten beruhenden europäischen Bürgersinn fördern. Oben wird der Ausgabestaat „SAN MARINO“ und das Jahr „2008“ genannt, unten halbkreisförmig der Ausgabeanlass „ANNO EUROPEO DEL DIALOGO INTERCULTURALE“ (Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs). Links ist das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom zu sehen, rechts das Signet „E.L.F.“ des Designers Ettore Lorenzo Frapiccini.
     
    Slowenien 2008 SlowenienSlowenien Slowenien 26. Mai 2008 500. Geburtstag Primož Trubars [123][124] 1.000.000
    Beschreibung:[125] Primož Trubar (1508–1586) kam in Triest bei Bischof Pietro Bonomo mit humanistischem Gedankengut und mit der Reformation in Berührung. Anfang der 1530er-Jahre predigte er als Vikar des Bischofs Christophorus Rauber in Ljubljana in slowenischer Sprache. Wegen seiner Hinwendung zum Protestantismus wurde er 1547 von der römisch-katholischen Kirche exkommuniziert und ging ins Exil nach Deutschland. Als Diakon in Rothenburg ob der Tauber veröffentlichte er 1550 das erste Buch in slowenischer Sprache „Catechismus In der Windischenn Sprach“. 1553–1561, mittlerweile evangelischer Pfarrer in Kempten, übersetzte er das Neue Testament aus der Lutherbibel ins Slowenische. 1567 wurde er Pfarrer in Derendingen bei Tübingen, wo er 1586 starb. Sein Grab in der St.-Gallus-Kirche wird häufig von slowenischen Gruppen besucht, die in ihm den Reformator und/oder den Begründer des slowenischen Schrifttums ehren. Die Münze zeigt ihn, der auch auf der slowenischen 1-Euro-Münze abgebildet ist, gemäß einer Büste des bosnisch-slowenischen Bildhauers Mirsad Begič.[126] Auf der linken Seite sind der Name „PRIMOŽ TRUBAR“ sowie seine Lebensdaten „1508 • 1586“ dargestellt, rechts „SLOVENIJA 2008“ (Slowenien 2008). Das Design stammt von Maja Licul und Miljenko Licul, das Gipsmodell schuf Janez Boljka. Gefertigt wurde die Münze in der niederländischen Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht.
     
    Belgien 2008 BelgienBelgien Belgien 30. Mai 2008 60. Jahrestag der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte [127][128] 5.018.000
    Beschreibung:[129] In der am 10. Dezember 1948 im Pariser Palais de Chaillot abgehaltenen Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde die Resolution 217 verabschiedet, mit der – rechtlich nicht bindenden – Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Deren Artikel 1 lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Die von Luc Luycx entworfene Münze ist dieser Resolution gewidmet. Ein von geschwungenen Linien umfasstes Rechteck, einem stilisierten Buch ähnelnd, trägt einen den Erdkreis symbolisierenden Kreis sowie die Zahl „60“. Darunter steht vierzeilig der Ausgabeanlass „UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS“ (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte). Darüber wird das Jahr „2008“ genannt. Unten ist der Name des Ausgabestaats „BELGIE – BELGIQUE – BELGIEN“ in den drei Landessprachen Niederländisch, Französisch und Deutsch halbkreisförmig zu sehen, flankiert links vom behelmten Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel und rechts von einer Waage als Münzmeisterzeichen Romain Coenens.
     
    Frankreich 2008 FrankreichFrankreich Frankreich 1. Juli 2008 Französische EU-Ratspräsidentschaft [130][131] 20.084.936
    Beschreibung:[132] Nach der 1995 in Barcelona ins Leben gerufenen euro-mediterranen Partnerschaft wurde während Frankreichs Ratspräsidentschaft 2008 die Mittelmeerunion gegründet. Der Münzentwurf von Philippe Starck benennt untereinander das Ausgabejahr „2008“ und (vierzeilig) das Thema „PRÉSIDENCE FRANÇAISE UNION EUROPÉENNE“ (französischer Vorsitz Europäische Union). Darunter befindet sich das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) und unten links ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, rechts daneben ein Jagdhorn mit dem Tierkreiszeichen Fische als Münzmeisterzeichen Hubert Larivières. Von dieser Münze hat die Monnaie de Paris im Auftrag der Europäischen Kommission 5.000 auf der Motivseite durchgehend gelb kolorierte Exemplare in nummerierten Blistern hergestellt und an Mitarbeiter der EU verteilt – die ersten kolorierten Euro-Umlaufmünzen.[133] Eine 2010 erlassene Empfehlung der Kommission lautet: „Mitgliedstaaten sollten eine Beschädigung von Euromünzen für künstlerische Zwecke nicht unterstützen, jedoch tolerieren. Derart beschädigte Münzen sollten als nicht für den Umlauf geeignet betrachtet werden“.[134]
     
    Portugal 2008 PortugalPortugal Portugal 15. September 2008 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte [135][136] 1.035.000
    Beschreibung:[137] In der am 10. Dezember 1948 im Pariser Palais de Chaillot abgehaltenen Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde die Resolution 217 verabschiedet, mit der – rechtlich nicht bindenden – Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Deren Artikel 1 lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Die Münze würdigt diese Resolution. Oben ist – wie im Wappen Portugals – der Wappenschild auf einer Armillarsphäre dargestellt, darunter der Name des Ausgabestaates „PORTUGAL“ und die Jahreszahl „2008“. Die untere Hälfte zeigt, stilisiert, eine Menschengruppe von fünfzehn Personen. Kreisförmig ist am Rand der Pille der Ausgabeanlass „60 ANOS DA DECLARAÇÃO UNIVERSAL DOS DIREITOS HUMANOS“ (60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) angegeben. Oben rechts stehen das Signet „Esc.J.Duarte“ des Bildhauers (portugiesisch Escultor = Esc.) und Münzgestalters João Duarte sowie das Münzstättenzeichen „INCM“ der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon.
     
    Vatikan 2008 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 16. Oktober 2008 Paulusjahr [138][139] 106.084
    Beschreibung:[140] Als griechisch gebildeter Jude und gesetzestreuer Pharisäer mit römischem Bürgerrecht verfolgte Paulus († ≈64) zunächst die Anhänger Jesu Christi. Erst durch das Damaskuserlebnis soll er bekehrt und zum Apostel der Völker berufen worden sein. Dies stellt der Münzgestalter Guido Veroi dar durch einen Lichtstrahl, der auf Paulus und sein sich aufbäumendes Pferd niedergeht. Im Hintergrund ist die Stadtmauer von Damaskus mit drei Wehrtürmen und einem Stadttor abgebildet. Zwei bogenförmige Inschriften umgeben das Motiv, rechts der Ausgabeanlass „ANNO SANCTO PAULO DICATO“ (im dem heiligen Paulus geweihten Jahr) und links „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt). Das Ausgabejahr „2008“ steht rechts wie auch weiter unten das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Darunter bzw. am unteren Rand der Pille sind die Signets „VEROI“ des Designers und „L.D.S.INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Luciana De Simoni dargestellt.
     
    Finnland 2008 FinnlandFinnland Finnland 24. Oktober 2008 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte [141][142] 1.500.000
    Beschreibung:[143] In der am 10. Dezember 1948 im Pariser Palais de Chaillot abgehaltenen Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde die Resolution 217 verabschiedet, mit der – rechtlich nicht bindenden – Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Deren Artikel 1 lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Die Münze würdigt diese Resolution und zeigt eine – wie aus Bruchsteinen bestehende – Mauer mit einer herzförmigen Öffnung, durch die eine menschliche Figur zu sehen ist. Unterhalb des Herzens sind die Worte „HUMAN RIGHTS“ (Menschenrechte) eingeprägt. Die Jahreszahl „2008“ ist oben dargestellt. Im unteren Bereich der Mauer sind von links nach rechts das Landeskürzel „FI“ für Finnland, das Initial „K“ des Designers Taipo Kettunen sowie das finnische Münzstättenzeichen zu erkennen.
     
    Italien 2008 ItalienItalien Italien 10. Dezember 2008 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte [144][145] 2.500.000
    Beschreibung:[146] In der am 10. Dezember 1948 im Pariser Palais de Chaillot abgehaltenen Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde die Resolution 217 verabschiedet, mit der – rechtlich nicht bindenden – Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Deren Artikel 1 lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Die Münze würdigt diese Resolution und zeigt einen Mann und eine Frau mit den Symbolen des Rechts auf Frieden (Olivenzweig), auf Nahrung (Ähren), auf Arbeit (Zahnrad) und auf Freiheit (ein Stück Stacheldraht) sowie aufgebrochene Kettenglieder, die die Zahl „60“ bilden. Der Schriftzug „DIRITTI UMANI“ (Menschenrechte) zieht sich bogenförmig über den unteren Teil der Münze, darüber steht die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) und die Jahreszahl „2008“. Rechts sind die Initialen „MCC“ der Medailleurin Maria Carmela Colaneri abgebildet und das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom.

    Jahrgang 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Gemeinschaftsausgabe 2009 IrlandIrland Irland 1. Januar 2009 Zehnjähriges Bestehen der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)
    Euro-16-Gemeinschaftsausgabe
    [147][148] 3.812.908
    DeutschlandDeutschland Deutschland 2. Januar 2009 30.565.630
    GriechenlandGriechenland Griechenland 2. Januar 2009 4.000.000
    OsterreichÖsterreich Österreich 2. Januar 2009 5.000.000
    MaltaMalta Malta 5. Januar 2009 700.000
    PortugalPortugal Portugal 5. Januar 2009 1.285.000
    SlowenienSlowenien Slowenien 5. Januar 2009 1.000.000
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 5. Januar 2009 1.000.000
    NiederlandeNiederlande Niederlande 7. Januar 2009 5.309.500
    SlowakeiSlowakei Slowakei 7. Januar 2009 2.500.000
    FinnlandFinnland Finnland 15. Januar 2009 1.400.000
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg 15. Januar 2009 825.000
    FrankreichFrankreich Frankreich 23. Januar 2009 10.074.085
    BelgienBelgien Belgien 27. Januar 2009 5.012.000
    SpanienSpanien Spanien 2. Februar 2009 8.000.000
    ItalienItalien Italien 26. März 2009 2.000.500
    Gesamt: 16 82.484.623

    Beschreibung:[149] 1972 wurde der Europäische Wechselkursverbund geschaffen, um die Schwankungen zwischen den Währungen zu begrenzen. 1975 definierte man über einen Währungskorb die Europäische Währungseinheit (ECU) und 1979 entstand das Europäische Währungssystem. 1990 begann die erste Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU), 1994 die zweite Stufe, in der das Europäische Währungsinstitut[150] die Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbereitete. 1996 propagierte die Europäische Kommission das Währungskürzel €. Mit der dritten Stufe der WWU wurden 1999 alle Teilnehmerwährungen durch Wechselkursparität mit dem Euro verbunden. Im Februar 2008 wurde in einer Online-Abstimmung aus fünf Vorschlägen[151] des Gestaltungswettbewerbs zur WWU-Gemeinschaftsausgabe der favorisierte Entwurf bestimmt: Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Münze zeigt als stilisierte menschliche Figur ein Strichmännchen auf dem Rohling einer unregelmäßig geformten antiken Münze, dessen linker Arm durch das €-Symbol verlängert wird. So soll der Weg vom Tauschhandel archaischer Zeiten zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion symbolisiert werden. Unterhalb des €-Symbols sind die Initialen „ΓΣ“ des Designers dargestellt und die Jahreszahlen „1999–2009“. Die nationalen Prägungen differieren nur in der Nennung des ausgebenden Landes und des Ausgabeanlasses in Form des Akronyms der WWU in der jeweiligen Landessprache.

    Die slowenische Ausgabe wurde in der finnischen Münzstätte Suomen Rahapaja in Vantaa geprägt, die Münzen von Luxemburg, Malta und Zypern in der Königlichen Niederländischen Münze in Utrecht ebenso wie die im Herstellungsverfahren Polierte Platte gefertigten Münzexemplare Irlands.

    Die maltesische Münze trägt als Randprägung2 € Randprägung 12 Sterne.png – mit Sternen statt der ansonsten üblichen Malteserkreuze.

    Das luxemburgische Recht schreibt vor, dass jede nationale Münze das Bildnis des Staatsoberhauptes abbilden muss (oder zumindest sein Monogramm[152]). Durch die „Multi View“ genannte Prägetechnik wird das von Alain Hoffmann gestaltete Porträt des Großherzogs Henri, mit Blickrichtung nach rechts, beim Kippen der Münze sichtbar.[153]

    Auch das Nicht-Euro-Land Rumänien hat das Motiv auf 10-Lei-Münzen geprägt.[94]

    Inschriften:

    BelgienBelgien Belgien BELGIE – BELGIQUE – BELGIEN, EMU 1999–2009
    DeutschlandDeutschland Deutschland BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, WWU 1999–2009
    FinnlandFinnland Finnland SUOMI FINLAND, EMU 1999–2009
    außerdem Randprägung: TALOUS- JA RAHALIITTO EMU (auf Finnisch: Wirtschafts- und Währungsunion EMU)[154]
    FrankreichFrankreich Frankreich RÉPUBLIQUE FRANÇAISE, UEM 1999–2009
    GriechenlandGriechenland Griechenland ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ, ΟΝΕ 1999–2009
    IrlandIrland Irland ÉIRE, AEA 1999–2009 EMU
    ItalienItalien Italien REPUBBLICA ITALIANA, UEM 1999–2009
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg LËTZEBUERG, UEM 1999–2009
    MaltaMalta Malta MALTA, UEM 1999–2009
    NiederlandeNiederlande Niederlande NEDERLAND, EMU 1999–2009
    OsterreichÖsterreich Österreich REPUBLIK ÖSTERREICH, WWU 1999–2009
    PortugalPortugal Portugal PORTUGAL, UEM 1999–2009
    SlowakeiSlowakei Slowakei SLOVENSKO, HMÚ 1999–2009
    SlowenienSlowenien Slowenien SLOVENIJA, EMU 1999–2009
    SpanienSpanien Spanien ESPAÑA, UEM 1999–2009
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern ΚΥΠΡΟΣ KIBRIS, ΟΝΕ 1999–2009

    Inschrift der Ausgabe des Nicht-Euro-Landes:

    RumänienRumänien Rumänien 10 ANI–UEM, 1999–2009
     
    Luxemburg 2009 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 15. Januar 2009 90. Jahrestag der Thronbesteigung Großherzogin Charlottes
    6. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [155][156] 837.500

    Beschreibung:[157] Die von Alain Hoffmann gestaltete Münze würdigt den 90. Jahrestag der Thronbesteigung Großherzogin Charlottes am 14. Januar 1919. Sie übernahm den Thron von ihrer Schwester Marie-Adélaide, die aufgrund politischen Drucks wegen ihrer Rolle während der deutschen Besatzungszeit im Ersten Weltkrieg abdankte, und führte die Luxemburger Amtsgeschäfte bis zum 12. November 1964. Die Münze zeigt die nach links blickenden Bildnisse Großherzog Henris und seiner Großmutter, Großherzogin Charlottes (1896–1985). Auf der rechten Seite befinden sich der Landesname „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) und das Ausgabejahr „2009“, das links vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimastklippers Nederland, sowie rechts dem niederländischen Münzstättenzeichen, einem Hermesstab, flankiert wird.

     
    Deutschland 2009 DeutschlandDeutschland Deutschland 6. Februar 2009 Saarland (Ludwigskirche in Saarbrücken)
    4. Münze der Bundesländerserie
    [158][159][160] 30.940.630

    Beschreibung:[161] Die von Friedrich Brenner gestaltete Münze ist dem Saarland gewidmet und zeigt die 1762–1775 erbaute Ludwigskirche in Saarbrücken. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und gilt neben der Dresdner Frauenkirche und dem Hamburger „Michel“ als einer der bedeutendsten evangelischen barocken Kirchenbauten Deutschlands und ist zudem eine der bekanntesten Querkirchen. Unter dem Motiv ist der Name des Bundeslandes „SAARLAND“ dargestellt, darunter das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg), oben rechts die Initialen „FB“ des Designers. „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“ ist in einem Halbkreis im unteren Teil des Ringes angeordnet, während im oberen Teil die Jahreszahl „2009“ beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird.

     
    Portugal 2009 PortugalPortugal Portugal 9. Juni 2009 Lusofonia-Spiele 2009 [162][163] 1.285.000

    Beschreibung:[164] Die Münze, die anlässlich der in Lissabon im Rahmen der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder veranstalteten Lusofonia-Spiele geprägt wurde, zeigt einen Sportgymnasten mit einem Band. Oben befindet sich der Schild des portugiesischen Wappens, welcher halbkreisförmig vom Landesnamen „PORTUGAL“ umgeben ist. Am unteren Rand der Pille ist der Ausgabeanlass „2os JOGOS DA LUSOFONIA LISBOA“ (2. Lusofonia-Spiele Lissabon) dargestellt, flankiert links vom Münzstättenzeichen „INCM“ der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon, rechts vom Signet „J. AURÉLIO“ des Designers José Aurélio. Das Ausgabejahr „2009“ erscheint links über dem Kopf des Sportgymnasten. Den Münzring zieren acht konzentrische Kreise, überlagert von den zwölf Europasternen.

     
    San Marino 2009 San MarinoSan Marino San Marino 5. September 2009 Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation [165][166] 130.000

    Beschreibung:[167] Die von Annalisa Masini gestaltete Münze zeigt ein Buch mit der Spirale des mittelalterlichen italienischen Mathematikers Leonardo Fibonacci[168] und einige für Wissenschaft und Forschung typische Utensilien: einen Zirkel, ein Reagenzglas und einen Messkolben. Auf der linken Seite befinden sich die drei San Marino symbolisierenden Straußenfedern. Oben steht der Ausgabeanlass „CREATIVITÀ INNOVAZIONE“ (schöpferische Innovation), unten der Name des Ausgabestaats „SAN MARINO“. Rechts sind das Jahr „2009“ und das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt, unten die Initialen „A.M.“ der Designerin.

     
    Belgien 2009 BelgienBelgien Belgien 25. September 2009 200. Geburtstag Louis Brailles [169][170] 5.013.500

    Beschreibung:[171] Die von Luc Luycx gestaltete Münze ist Louis Braille (1809–1852) gewidmet, einem Franzosen, der nach einem Unfall mit fünf Jahren erblindete. Im Alter von elf Jahren erfuhr er von der von Charles Barbier (1767–1841) entwickelten „Nachtschrift“, die gedacht war, Soldaten an der Front schriftliche Befehle zu erteilen, die diese lesen konnten, ohne eine Laterne anzuzünden, da sie sich sonst dem Beschuss durch den Gegner ausgesetzt hätten. 1824, als Fünfzehnjähriger, entwickelte er einen Code für das französische Alphabet zur Verbesserung der Nachtschrift. Nach einer zweiten Revision veröffentlichte er 1837 die erste in der Neuzeit entwickelte binäre Blindenschrift. Die Münze zeigt zwischen den Initialen „L“ und „B“, welche in Brailleschrift geschrieben sind, sein Abbild nach einer Büste eines unbekannten Künstlers. Über diesem steht bogenförmig „LOUIS BRAILLE“. Unten sind „1809“ als Brailles Geburtsjahr, das Landeskürzel „BE“ sowie das Ausgabejahr „2009“ dargestellt, flankiert links vom behelmten Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel sowie rechts vom Münzmeisterzeichen Serge Lesens’, einer Feder.

     
    Italien 2009 ItalienItalien Italien 15. Oktober 2009 200. Geburtstag Louis Brailles [172][173] 2.000.000

    Beschreibung:[174] Dem französischen Erfinder der nach ihm benannten Blindenschrift, Louis Braille (1809–1852), ist diese Münze gewidmet. Nach einem Unfall mit fünf Jahren erblindet, erfuhr er im Alter von elf Jahren von der von Charles Barbier (1767–1841) entwickelten „Nachtschrift“, die gedacht war, Soldaten an der Front schriftliche Befehle zu erteilen, die diese lesen konnten, ohne eine Laterne anzuzünden, da sie sich sonst dem Beschuss durch den Gegner ausgesetzt hätten. 1824, als Fünfzehnjähriger, entwickelte er einen Code für das französische Alphabet zur Verbesserung der Nachtschrift. Nach einer zweiten Revision veröffentlichte er 1837 die erste in der Neuzeit entwickelte binäre Blindenschrift. Dargestellt ist eine Hand, die ein aufgeschlagenes Buch abtastet. Über dem Zeigefinger, der auf die senkrechte zweizeilige Inschrift „LOUIS BRAILLE 1809 2009“ weist, sind zwei stilisierte Möwen als Symbol für die Wissensfreiheit zu sehen. Der Staatsname als Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) befindet sich rechts oben, das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom rechts unten. Brailles Name ist unter dem Buch in der von ihm erfundenen Brailleschrift dargestellt. Am unteren Rand der Pille sind die Initialen „M.C.C.“ der Medailleurin Maria Carmela Colaneri zu sehen.

     
    Finnland 2009 FinnlandFinnland Finnland 23. Oktober 2009 200. Jahrestag des ersten finnischen Landtags und der
    Gründung zentraler staatlicher Einrichtungen in Finnland
    [175][176] 1.600.000

    Beschreibung:[177] 1809 wurde das Großfürstentum Finnland gebildet, das Teil des Russischen Reiches war, aber eine weitgehende politische Autonomie genoss. Motiv der Münze ist der Giebel des im 15. Jahrhundert erbauten und 2006 durch einen Brand teilweise zerstörten Doms von Porvoo, des Ortes des ersten finnischen Landtags. Dessen Datum „1809“ ist oben, das Ausgabejahr „2009“ rechts, das Landeskürzel „FI“ (Finnland) sowie das Münzstättenzeichen sind links dargestellt. Der Entwurf stammt von Reijo Juhani Paavilainen.

     
    Slowakei 2009 SlowakeiSlowakei Slowakei 10. November 2009 20. Jahrestag des Kampfes für Freiheit und Demokratie [178][179] 1.000.000

    Beschreibung:[180] Zum Symbol des sanften Widerstands in der Tschechoslowakei 1989 wurden Schlüsselbunde. Die Demonstranten wollten mit ihren über den Köpfen klingelnden Schlüsseln die Wende einläuten. So ist ein Schlüssel, der als Klöppel in einer Glocke schwingt, das Symbol für die Samtene Revolution und das Motiv der Münze. Es wird kreisförmig umgeben von den Inschriften „17. NOVEMBER SLOBODA DEMOKRATIA“ (17. November Freiheit der Demokratie), „1989–2009“ und „SLOVENSKO“ (Slowakei). Das aus den Initialen gebildete quadratische Signet des Münzgestalters Pavel Károly und das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln, befinden sich rechts unten neben der Glocke.

     
    Vatikanstadt 2009 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 18. November 2009 Internationales Jahr der Astronomie [181][182] 106.084

    Beschreibung:[183] Das von Orietta Rossi gestaltete Münzbild zeigt ein Astrolabium, mit dem man den sich drehenden Himmel nachbilden und Berechnungen von Sternpositionen vornehmen kann. Es ist in vier Quadranten eingeteilt. Im 1. Quadranten (oben rechts) wird die Erschaffung von Sonne und Mond dargestellt nach dem von Michelangelo (1475–1564) um 1510 gemalten Deckenfresko Schaffung der Sonne, des Mondes und der Pflanzen in der Sixtinischen Kapelle.[184] Im 2. Quadranten (oben links) sind die zwei vom Universalgelehrten Galileo Galilei 1609 gebauten (90 bzw. 130 cm langen) Fernrohre abgebildet,[46] heute im Museo Galileo in Florenz. Im 3. Quadranten (unten links) ist unterhalb des Astrolabium-Zeigers das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom zu sehen, im 4. Quadranten (unten rechts) ein Spiegelteleskop. Darunter sind eine Sonne mit Strahlenkranz, eine Mondsichel, Planeten und Sterne dargestellt sowie das Ausgabejahr „2009“. Die Signets „O.ROSSI“ der Designerin und „M.C.C.INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Maria Carmela Colaneri erscheinen rechts bzw. links davon. Unten steht halbkreisförmig „ANNO INTERNAZIONALE DELL’ ASTRONOMIA“ (Internationales Jahr der Astronomie), oben rechts zweizeilig „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt).

    Jahrgang 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Luxemburg 2010 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 14. Januar 2010 Wappen Großherzog Henris
    7. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [185][186] 529.500
    Beschreibung:[187] Die von Alain Hoffmann entworfene Münze stellt auf der linken Seite Großherzog Henri im Halbprofil dar, rechts daneben das kleine Wappen des Großherzogs, dessen Wappenschild unter einer Krone jeweils zwei Abbildungen der Wappen der Häuser Nassau (steigender Löwe) und Luxemburg (steigender Luxemburger Löwe mit Doppelschweif) zeigt. Oben steht das Ausgabejahr „2010“, flankiert links vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimastklippers Nederland, und rechts vom niederländischen Münzstättenzeichen, einem Hermesstab. Unten ist „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) dargestellt.
     
    Deutschland 2010 DeutschlandDeutschland Deutschland 29. Januar 2010 Bremen (Bremer Rathaus und Rolandstatue)
    5. Münze der Bundesländerserie
    [188][189][190] 30.925.630
    Beschreibung:[191] Die Münze zeigt das Bremer Rathaus (erbaut 1405–1410. umgebaut 1608–1612) mit der davorstehenden Rolandstatue, seit 2004 Weltkulturerbe. Auf dem Schild Rolands prangt der Doppeladler des Reichswappens als Zeichen des lange umkämpften Anspruchs auf Reichsfreiheit. Die Statue (zurückzuführen auf Hruotland (≈736–778), Graf der bretonischen Mark im Frankenreich Karls des Großen, Ritter und Held des Rolandsliedes), Sinnbild der Stadtrechte, ist in Wirklichkeit dem Bremer Dom zugewandt, wurde aber in der Darstellung um 90° gedreht. Links oben befindet sich das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg), unterhalb vom Rathaus der Name des Bundeslandes „BREMEN“ und ganz unten das Signet „BB“ des Münzgestalters Bodo Broschat. Das Landeskürzel „D“ (Deutschland) befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr „2010“ flankiert beidseitig den 6-Uhr-Stern.

    Ursprünglich sollte nur das Bremer Rathaus auf der Münze abgebildet werden.

     
    Spanien 2010 SpanienSpanien Spanien 3. März 2010 Historisches Zentrum von Córdoba (Mezquita-Kathedrale)
    1. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [192][193] 4.000.000

    Beschreibung:[194] Die von Alfonso Morales Muñoz gestaltete Münze zeigt den Säulenwald im Inneren der in der Epoche des al-Andalus genannten maurischen Spaniens 784–987 erbauten (und im 16. Jahrhundert durch Einbau eines gotischen Kirchenschiffs umgestalteten) Mezquita-Catedral de Córdoba. Das Bauwerk gehört mit ca. 23.000 m² zu den größten ehemaligen Moscheebauten weltweit.[195] Die Altstadt von Córdoba mit der Mezquita zählt seit 1984 zum Weltkulturerbe. Auf der linken Seite findet sich ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid, unten steht „ESPAÑA 2010“ (Spanien 2010).

     
    Slowenien 2010 SlowenienSlowenien Slowenien 10. Mai 2010 200 Jahre Botanischer Garten in Ljubljana [196][197] 1.000.000

    Beschreibung:[198] Die von Gorazd Učakar gestaltete und von der finnischen Münzstätte Suomen Rahapaja in Vantaa geprägte Münze nennt kreisförmig das Thema „•200 LET•BOTANIČNI VRT•LJUBLJANA•“ (200 Jahre Botanischer Garten Ljubljana) und „SLOVENIJA 2010“ (Slowenien 2010). Im Inneren ist der seit dem Pleistozän existierende endemische Doldenblütler „HLADNIKIA PASTINACIFOLIA“ dargestellt, der vom Gründer des Botanischen Gartens in Ljubljana, Franz von Paula Hladnik (1773–1844), entdeckt wurde.

     
    Frankreich 2010 FrankreichFrankreich Frankreich 25. Mai 2010 70. Jahrestag des Appells vom 18. Juni 1940 von de Gaulle [199][200] 20.032.000

    Beschreibung:[201] Die von Nicolas Cozan entworfene Münze soll General Charles de Gaulle (1890–1970) zeigen, wie er am 18. Juni 1940 in einem Rundfunkstudio des britischen Radiosenders BBC eine Ansprache an das französische Volk richtet und zum Widerstand gegen das Deutsche Reich aufruft. Die Darstellung illustriert jedoch ein Fotodokument vom 30. Oktober 1941. Oben befindet sich das Ausgabejahr „2010“, flankiert links vom Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, einem Füllhorn, und rechts dem Münzmeisterzeichen Hubert Larivières, einem Jagdhorn mit dem Tierkreiszeichen Fische. Rechts oben wird dreizeilig der Ausgabeanlass „70 ANS APPEL 18 JUIN“ (70. Jahrestag des Aufrufes vom 18. Juni) wiedergegeben, unten befindet sich das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik).

     
    Belgien 2010 BelgienBelgien Belgien 11. Juni 2010 Belgische EU-Ratspräsidentschaft 2010 [202][203] 5.012.000

    Beschreibung:[204] Die Münze präsentiert das Logo des belgischen Ratsvorsitzes, stilisierte Buchstaben „eu“ sowie „trio.be“ als Verweis auf die Webseite eutrio.be. Seit 2007 bilden drei Länder gemeinsam für ein Achtzehnmonatsprogramm eine sog. Trio-Präsidentschaft. Für den Trio-Vorsitz von Belgien, Spanien und Ungarn wurde in einem Wettbewerb, der Kunst- und Designstudenten der drei Länder offenstand, ein Logo gesucht. Gewonnen hat der Belgier Antoine Durieux. Der Dynamismus der drei Länder soll durch die hauchzarten kursiven Buchstaben „eu“ des Logos symbolisiert werden. Der handschriftlich anmutende Stil soll alle Bürger einladen, sich das europäische Projekt zu eigen zu machen. Der das Logo unrahmende Text „BELGIAN PRESEDENCY OF THE COUNCIL OF THE EU 2010“ (Belgische EU-Ratspräsidentschaft 2010) nennt den Ausgabeanlass. Der Name des Ausgabestaats ist unten mit „BELGIE BELGIQUE BELGIEN“ in den drei Landessprachen Niederländisch, Französisch und Deutsch dargestellt, darüber das Ausgabejahr „2010“, flankiert links vom behelmten Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel sowie rechts einer Feder als Münzmeisterzeichen Serge Lesens’. Der Münzentwurf stammt von Luc Luycx.

     
    Portugal 2010 PortugalPortugal Portugal 7. September 2010 100 Jahre Portugiesische Republik [205][206] 1.035.000

    Beschreibung:[207] Die Münze würdigt den 100. Jahrestag der ersten portugiesischen Republik. Nach dem Mord an einem Abgeordneten am 3. Oktober 1910 kam es in Lissabon zu Aufständen. Eine provisorische Regierung rief am 5. Oktober 1910 die Republik aus. Die Münze präsentiert zwei ihrer Symbole: Wappen und República. Die Efígie da República ist nach der Freiheit von Eugène Delacroix modelliert, mit phrygischer Mütze, dem Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, und umkränzt von einem den Frieden symbolisierenden Ölbaumzweig. Sie gilt als personifizierte Republik – eine Büste von ihr ist in öffentlichen Gebäuden präsent. Im Hintergrund ist – wie im Wappen Portugals – der Wappenschild auf einer Armillarsphäre zu erkennen, einem Navigationsgerät aus der Zeit der portugiesischen Weltmeerbesegelungen. Rechts ist halbkreisförmig „REPÚBLICA PORTUGUESA •“ und unten „1910 • 2010“ dargestellt. Links steht „INCM“ als Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon und „JOSÉ CÂNDIDO“, der Name des Designers.

     
    San Marino 2010 San MarinoSan Marino San Marino 7. September 2010 500. Todestag von Sandro Botticelli [208][209] 130.000

    Beschreibung:[210] Die von Roberto Mauri gestaltete Münze würdigt den bedeutenden italienischen Maler und Zeichner der Frührenaissance und des Humanismus, Sandro Botticelli (1445–1510). Von herausragender Bedeutung ist seine Porträtkunst, die nachhaltig das Image der Medici geprägt hat. Sein Spätwerk trägt emotional expressive Züge mit Rückbezug auf die Gotik. Dargestellt ist die Göttin der Anmut – ein Detail des um 1482 geschaffenen Gemäldes Primavera (Frühling).[211] Dieses Bild gehört zu den bekanntesten und am häufigsten reproduzierten Werken der abendländischen Kunst. Es thematisiert das Erwachen der Natur, das von blumenbekränzten, leichtverhüllten Grazien in einer paradiesischen Landschaft begleitet wird. Links neben dem Namen des Ausgabestaates „SAN MARINO“ befindet sich das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom, oben das Ausgabejahr „2010“ und rechts das Signet „m“ des Designers.

     
    Italien 2010 ItalienItalien Italien 24. September 2010 200. Geburtstag von Camillo Benso Graf von Cavour [212][213] 4.000.000

    Beschreibung:[214] Die nach einem 1864 entstandenen Ölgemälde Francesco Hayez’ (1791–1882) gestaltete Münze zeigt Camillo Benso von Cavour (1810–1861).[215] Als Ministerpräsident des Königreichs Sardinien trieb er die italienische Einheit zum unabhängigen Nationalstaat voran, war danach Architekt der italienischen Verfassung und im März 1861 erster Ministerpräsident des neuen Königreichs Italien. Als er drei Monate später starb, war sein Traum eines geeinten Italiens fast erfüllt. Venetien wurde 1866 Teil des Königreiches. Rom kam nach dem Abzug der französischen Truppen 1870 zu Italien und wurde danach Hauptstadt. Links steht „CAVOUR“, rechts sein Geburtsjahr „1810“ und darunter das Ausgabejahr „2010“. Die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) ist links abgebildet, rechts oben das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Die Initialen „C.M.“ der Medailleurin Claudia Momoni sind rechts dargestellt.

     
    Vatikan 2010 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 12. Oktober 2010 Priesterjahr [216][217] 111.000

    Beschreibung:[218] Die Münze wurde anlässlich des Priesterjahres (ANNO SACERDOTALE) 2009 geprägt, das zum 150. Jahrestag des Todes Jean-Marie Vianneys (1786–1859) ausgerufen wurde. Vianney, Pfarrer von Ars genannt, war ein katholischer Priester, der sich in seinem Dienst aufopferte. Er gilt seit seiner Heiligsprechung 1929 als Schutzpatron der Pfarrer. Dargestellt ist ein einen Priester symbolisierender Hirte, der einem Löwen ein Lamm aus dem Maul entreißt – ein guter Hirte lässt sein Leben für seine Schafe (Joh 10,11 EU). Bei David und Goliat ist zu lesen, dass der Knecht, der die Schafe seines Vaters hütet, einen Löwen, der ein Schaf aus der Herde stahl, erschlug und das Schaf aus seinem Maul rettete (1 Sam 17,34–35 EU). Oben ist der Name des Ausgabestaats „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt), unten der Anlass „ANNO SACERDOTALE“ (Priesterjahr) und links „2010“ dargestellt, unter dem Motiv das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Rechts sind die Signets „VEROI“ des Designers Guido Veroi und „E.L.F. INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) des Medailleurs Ettore Lorenzo Frapiccini zu sehen.

     
    Griechenland 2010 GriechenlandGriechenland Griechenland 25. Oktober 2010 2500 Jahre Schlacht von Marathon [219][220] 2.500.000

    Beschreibung:[221] Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Münze zeigt einen kämpfenden Hopliten in der Schlacht bei Marathon mit einem Speer und einem übergroß dargestellten Schild, einer Schutzwaffe. Damit sollen die noblen Ideale Freiheit und Ausdauer, für die die Schlacht von Marathon steht, symbolisiert werden, während der Vogel auf dem Schild die Geburt der westlichen Zivilisation versinnbildlichen soll. Der Konflikt resultierte aus dem Versuch des persischen Großkönigs Dareios I., mit einem Expeditionskorps in Athen zu intervenieren und einen Herrschaftswechsel zu bewirken. Kreisförmig sind oben der Ausgabeanlass „ΜΑΡΑΘΩΝΑΣ 2500 ΧΡΟΝΙΑ“ (Marathon 2500 Jahre), rechts unten die Jahreszahlen „490 Π.Χ.“ (490 v. Chr.) und „2010 Η.Χ.“ (2010 n. Chr.) und unten links der Name des Ausgabestaats „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik) dargestellt. Eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri ist links abgebildet, darunter stehen die Initialen „ΓΣ“ des Designers.

     
    Finnland 2010 FinnlandFinnland Finnland 11. November 2010 150 Jahre finnische Währung [222][223] 1.600.000

    Beschreibung:[224] 1860 verfügte Zar Alexander II. von Russland, dass Finnland seine eigene Währung einführen durfte. Am 1. April 1860 wurden die ersten auf „Markka“ lautenden Scheine und am 15. Oktober 1860 die ersten Markka-Silbermünzen ausgegeben. Die von Reijo Juhani Paavilainen gestaltete Gedenkmünze zeigt links den stilisierten Löwen aus dem Wappen Finnlands. Auf der rechten Seite sind Zahlen eingeprägt, die verschiedene Münzwerte symbolisieren sollen. Links ist das Ausgabejahr „2010“, unten das Landeskürzel „FI“ und rechts das finnische Münzstättenzeichen, ein bekrönter Löwe im Kreis, dargestellt.

    Jahrgang 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Slowakei 2011 SlowakeiSlowakei Slowakei 10. Januar 2011 20. Jahrestag der Gründung der Visegrád-Gruppe [225][226] 1.000.000
    Beschreibung:[227] Auf der Münze, die das Visegrád-Abkommen vom 15. Februar 1991 würdigt, sind die Umrisse der vier kooperierenden Signatarstaaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn abgebildet. Kreisförmig sind „VYŠEHRADSKÁ SKUPINA • VISEGRAD GROUP“ (in Slowakisch und Englisch: Visegrád-Gruppe) und „15.2.1991“ dargestellt. Oben erscheint das Logo der Gruppe, darunter V-förmig links das Ausgabejahr „2011“ und rechts der Ausgabestaat „SLOVENSKO“ (Slowakei), darunter die Initialen „MR“ des Designers Miroslav Rónai und das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln.
     
    Niederlande 2011 NiederlandeNiederlande Niederlande 24. Januar 2011 500 Jahre Laus Stultitiae von Erasmus von Rotterdam [228][229] 4.000.000
    Beschreibung:[230] Die erste nationale niederländische Gedenkmünze ist dem vor 500 Jahren entstandenen Werk Lob der Torheit von Erasmus von Rotterdam (≈1466–1536) gewidmet. Der Autor des Werkes – Theologe, Philosoph und Philologe – ist beim Verfassen seines Buches dargestellt, nach einem 1523 geschaffenen Gemälde Hans Holbeins des Jüngeren.[231] Da niederländisches Recht vorschreibt, dass keine nationale Münze ohne das Antlitz des Staatsoberhauptes herausgegeben werden darf (für die Gemeinschaftsausgaben wurden Ausnahmen erlassen), ist Königin Beatrix, mit dem Text „Beatrix Koningin der Nederlanden“, ebenfalls abgebildet. Der Münzentwurf stammt von Dylan Shields. Oberhalb der Jahreszahl „2011“ sind links die Segel des Dreimastklippers „Nederland“ als Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers dargestellt und rechts ein Hermesstab als Münzstättenzeichen der Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht.
     
    Deutschland 2011 DeutschlandDeutschland Deutschland 28. Januar 2011 Nordrhein-Westfalen (Kölner Dom)
    6. Münze der Bundesländerserie
    [232][233][234] 30.925.000
    Beschreibung:[235] Der Kölner Dom mit seinen zwei 157 m hohen Türmen ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil. Sein Bau wurde 1248 begonnen und erst 1880, nach mehr als 600 Jahren, vollendet. Schon damals als Nationalsymbol für Deutschland bezeichnet, wurde der (scheinbar) unversehrte Dom nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs inmitten der ausgebombten Stadt als emotionales Symbol für den Lebenswillen verstanden. Unter dem 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Dom steht der Landesname „NORDRHEIN-WESTFALEN“. Das Landeskürzel „D“ (Deutschland) befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr „2011“ flankiert beidseitig den 6-Uhr-Stern. Oben rechts auf der Pille ist das deutsche Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) abgebildet, rechts das Signet „HH“ des Designers Heinz Hoyer.
     
    Luxemburg 2011 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 3. Februar 2011 50. Jahrestag der Ernennung ihres Sohnes Jean zum Statthalter durch Großherzogin Charlotte
    8. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [236][237] 729.500
    Beschreibung:[238] Am 28. April 1961 ernannte Großherzogin Charlotte Prinz Jean zu ihrem Statthalter, wodurch der Erbgroßherzog stellvertretend für seine Mutter die Amtsgeschäfte des luxemburgischen Staatsoberhauptes wahrnahm. Auf der Münze sind die Porträts der drei einander nachfolgenden Regierenden, Großherzogin Charlottes, Großherzog Jeans und des amtierenden Großherzogs Henri, zu sehen. Der Münzentwurf stammt von Alain Hoffmann. Oben ist das Ausgabejahr „2011“ dargestellt, flankiert links vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimastklippers Nederland, und rechts vom Münzstättenzeichen der Königlichen Niederländischen Münze, einem Hermesstab, sowie darunter der Ausgabestaat „LËTZEBUERG“ (Luxemburg). Unter den Porträts sind die Namen „Charlotte“, „Jean“ und „Henri“ zu sehen. Das Motiv ist umgeben von zehn konzentrischen Schriftkreisen, die in je vierfacher Wiederholung lauten: „Groussherzogtum Lëtzebuerg – Grand-Duché de Luxembourg – Großherzogtum Luxemburg“.
     
    Spanien 2011 SpanienSpanien Spanien 21. Februar 2011 Alhambra (Löwenhof), Generalife und Albaicín in Granada
    2. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [239][240] 4.000.000
    Beschreibung:[241] Die von nazridischen Sultanen erbauten Paläste mit ihren Gärten sind das Herzstück der Alhambra in Granada. Hier befanden sich der Regierungssitz und die Privaträume der maurischen Herrscher. Die Alhambra ist, zusammen mit dem Sommerpalast Palacio de Gereralife und dem Stadtviertel Albaicín, seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Ende des 14. Jahrhunderts im Stil eines persischen Tschahār Bāgh gestaltete Löwenhof mit seinem von zwölf Löwenskulpturen getragenen Brunnen wurde von Alfonso Morales Muñoz als Münzmotiv gewählt. Unten sind der Name „ESPAÑA“ (Spanien) und das Ausgabejahr „2011“ dargestellt, oben ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid.
     
    Slowenien 2011 SlowenienSlowenien Slowenien 21. März 2011 100. Geburtstag des Nationalhelden Franc Rozman – Stane [242] 1.000.000
    Beschreibung:[243] Franc Rozman (1911–1944) kämpfte als Partisanenkommandant während des Zweiten Weltkriegs für die Befreiung Sloweniens von der deutschen Besatzung. Der unten abgebildete fünfzackige Stern symbolisiert die slowenische Befreiungsfront, der Rozman angehörte. In drei senkrechten Zeilen steht oben rechts „FRANC ROZMAN STANE“. Daneben werden (zweizeilig waagerecht) seine Lebensdaten „1911“ und „1944“ genannt, darunter waagerecht „SLOVENIJA“ (Slowenien) und senkrecht das Ausgabejahr „2011“. Der Münzentwurf stammt von Edi Berk, die Prägung erfolgte in der finnischen Münzstätte Suomen Rahapaja in Vantaa.
     
    Italien 2011 ItalienItalien Italien 22. April 2011 150. Jahrestag der Vereinigung Italiens [244][245] 10.000.000
    Beschreibung:[246] Die von Ettore Lorenzo Frapiccini gestaltete Gedenkmünze zeigt drei Flaggen Italiens, deren Farbreihenfolge Grün-Weiß-Rot (das Grün steht für la pianura, die Ebene, Natur und Landschaft, das Weiß für die Farbe der Alpengletscher, das Rot für das Blut, das in den italienischen Unabhängigkeitskriegen vergossen wurde), den heraldischen Regeln der Tingierung folgend, durch Schraffur dargestellt ist. Am 17. März 1861 entstand mit dem Königreich Italien der erste italienische Nationalstaat. Italiens König Viktor Emanuel II. ernannte Camillo Benso von Cavour zum ersten Ministerpräsidenten des neuen Staates. Die wichtige Rolle, die dieser bei der Entstehung des italienischen Staates spielte, würdigte Italien im Jahr 2010 mit einer ihm gewidmeten 2-Euro-Gedenkmünze. Zunächst wurde Turin Hauptstadt, 1864 Florenz und 1871 dann Rom. Oben ist halbkreisförmig der Ausgabeanlass „150° DELL’ UNITA’ D’ ITALIA“ (150 Jahre Einheit Italiens) dargestellt, unter den Flaggen werden mit „1861 > 2011 > >“ das Gründungs- und Ausgabejahr genannt. Rechts sind die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik), unten das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und das Signet „ELF INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) des Designers zu sehen.
     
    Belgien 2011 BelgienBelgien Belgien 3. Mai 2011 100. Internationaler Frauentag [247][248] 5.013.500
    Beschreibung:[249] Die zum 100. Internationalen Frauentag geprägte Münze zeigt links die Medizinerin Isala van Diest (1842–1916) neben dem von einer Schlange umwundenen Äskulapstab sowie rechts die Pädagogin und Juristin Marie Popelin (1846–1913) neben der Waage der Justitia als Attribut. Beide prägten maßgeblich die belgische Frauenbewegung. Ihre Porträts erscheinen vor einem leicht schräg dargestellten, für das weibliche Geschlecht stehenden Venussymbol. Unten sind halbkreisförmig die Namen „I. VAN DIEST“ links und „M. POPELIN“ rechts vermerkt, dazwischen ist das Ausgabejahr „2011“ zu sehen. Der Münzentwurf stammt von Luc Luycx. Neben dem Landeskürzel „BE“ ist oben links eine Feder als Münzmeisterzeichen Serge Lesens’ abgebildet, rechts der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel.
     
    Griechenland 2011 GriechenlandGriechenland Griechenland 30. Mai 2011 XIII. Special Olympics 2011 in Athen [250][251] 1.000.000
    Beschreibung:[252] Die Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung fanden vom 25. Juni bis 4. Juli 2011 in Athen statt. Der Münzentwurf, der das Emblem der Spiele darstellt, eine stilisierte menschliche Figur in einer in einem Lorbeerzweig endenden Spirale,[253] stammt von Georgios Stamatopoulos. Es symbolisiert eine strahlende Sonne als Quelle des Lebens und die durch die Spiralform zum Ausdruck kommende Kraft des teilnehmenden Athleten sowie dessen – durch den Lorbeerzweig dargestellte – besondere Leistung. Oben rechts ist viertelkreisförmig und zweizeilig der Ausgabeanlass „XII SPECIAL OLYMPICS W.S.G.“ (W.S.G. = World Summer Games / Weltsommerspiele) und „ATHENS 2011“ zu lesen, darunter wird eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) dargestellt. Unten steht der Name des Ausgabestaats „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik).
     
    San Marino 2011 San MarinoSan Marino San Marino 4. Juni 2011 500. Geburtstag von Giorgio Vasari [254][255] 130.000
    Beschreibung:[256] Giorgio Vasari (1511–1574) war Architekt, Hofmaler der Medici und Biograph italienischer Künstler. Er gilt durch seine Schriften über das Leben und Werk zeitgenössischer Meister als einer der ersten Kunsthistoriker. Vasari führte den Begriff der Gotik ein (er empfand die mittelalterliche Kunst als fremdartig, barbarisch, wirr: italienisch gotico), ebenso den der Renaissance (italienisch rinascita). Der Münzentwurf, nach seinem 1554 entstandenen Gemälde Judith enthauptet Holofernes,[257] stammt von Claudia Momoni. Links sind der Name „G. VASARI“, rechts der Ausgabestaat „SAN MARINO“ und unten die Jahreszahlen „1511“ und „2011“ dargestellt. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom ist links oben zu sehen, das Signet „C.M.“ der Designerin rechts.
     
    Frankreich 2011 FrankreichFrankreich Frankreich 21. Juni 2011 30 Jahre Fête de la Musique [258][259] 10.014.404
    Beschreibung:[260] Seit 1982 feiern die Franzosen jährlich zum Sommeranfang am 21. Juni das Musikfest, bei dem Amateur- und Profimusiker auf öffentlichen Straßen und Plätzen musizieren. Der Münzentwurf von Fabienne Courtiade stellt Feiernde und Musizierende dar, ein Tenorsaxophon und einzelne Noten. Oben rechts ist die Gedenkzeit „30e ANNIVERSAIRE“ (30. Jahrestag), mittig dreizeilig in unregelmäßigen, handschriftähnlichen Schriftzeichen der Ausgabeanlass „Fête de la MUSIQUE 21 JUIN“ dargestellt, darunter das Ausgabejahr „2011“, links flankiert vom Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, rechts von einem Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.[261] Das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) befindet sich unten.
     
    Monaco 2011 MonacoMonaco Monaco 2. Juli 2011 Hochzeit Fürst Alberts II. mit Charlene Wittstock [262][263] 147.877
    Beschreibung:[264] Am 1. Juli 2011 heirateten Fürst Albert II. von Monaco und Charlene Wittstock, eine frühere südafrikanische Schwimmerin, standesamtlich, einen Tag später kirchlich. Ihr neuer Name lautet Charlène Grimaldi, Fürstin von Monaco. Robert Prat gestaltete die Münze. Unten ist der Ausgabestaat „MONACO“ und das Ausgabejahr „2011“ dargestellt, flankiert links vom französischen Münzstättenzeichen, einem Füllhorn, und rechts einem Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.[261]
     
    Portugal 2011 PortugalPortugal Portugal 15. September 2011 500. Geburtstag Fernão Mendes Pintos [265][266] 520.000
    Beschreibung:[267] Der portugiesische Entdecker und Schriftsteller Fernão Mendes Pinto (≈1511–1583) bereiste von 1537 bis 1558 die Küsten des Indischen Ozeans und den Fernen Osten. Sein Reisebericht (mit Kritik am portugiesischen Kolonialismus) wurde postum unter dem Titel Peregrinação (Pilgerfahrt) veröffentlicht. Ausgangspunkt und Ziele der Reise werden im Münzentwurf von Isabel Carriço und Fernando Branco anlässlich seines 500. Geburtstags unter dem Abbild einer Karavelle in Form wellenförmiger Schriftbänder genannt: „PORTUGAL LISBOA MOÇAMBIQUE ORMUZ DIU GOA INDIA BIRMÂNIA MALACA SONDA PATANE SIÂO CAMBOJA LÉQUIO TANEGASHIMA JAPÂO CHINA NAKAU TARTÁRIA“. Das Wort „PEREGRINAÇÃO“ (Wallfahrt) taucht in den Schriftbändern zweimal auf. Oben ist der Name „FERNÃO MENDES PINTO“, links sein Geburtsjahr „1511“, rechts das Ausgabejahr „2011“ und unten „PORTUGAL“ dargestellt. Neben den Schriftbändern steht links „INCM“ als Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon, rechts sind die Initialen „IC-FB“ der beiden Designer abgebildet.
     
    Finnland 2011 FinnlandFinnland Finnland 17. Oktober 2011 200 Jahre Finnische Zentralbank [268][269] 1.600.000
    Beschreibung:[270] Der finnische Nationalvogel, der Singschwan, ziert in gleicher Darstellung und aus demselben Anlass auch eine 100-Euro-Münze von 2011. Das Münzdesign stammt von Hannu Veijalainen. Ohne Nennung des Ausgabeanlasses ist neben dem Schwan nur das Ausgabejahr „2011“ links, das Gründungsjahr der Finnischen Zentralbank „1811“ unten rechts sowie unten das Landeskürzel „FI“ nebst dem finnische Münzstättenzeichen dargestellt.
     
    Malta 2011 MaltaMalta Malta 17. Oktober 2011 Erste gewählte Abgeordnete – 1849
    1. Münze der Serie Verfassungsgeschichte
    [271][272] 405.000
    Beschreibung:[273] Die erste Ausgabe der fünfteiligen Münzserie zur Verfassungsgeschichte zeigt eine Hand, die einen Stimmzettel in eine Wahlurne wirft. Im Ersten Pariser Frieden wurde Malta 1814 Großbritannien zugesprochen und war somit britische Kolonie. Das von Ġanni Bonnici gestaltete Motiv steht für die Wahl von 1849, bei der über die ersten maltesischen Abgeordneten des Regierungsrats abgestimmt wurde. Dieses Gremium stand dem britischen Gouverneur Maltas beratend zur Seite. Oben rechts ist halbkreisförmig die Inschrift „MALTA – First elected representatives 1849“ (Malta – erste gewählte Abgeordnete 1849) dargestellt, unten das Ausgabejahr „2011“. Die Prägung erfolgte in der niederländischen Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht.
     
    Vatikan 2011 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 18. Oktober 2011 XXVI. Weltjugendtag – Madrid 2011 [274][275] 115.000
    Beschreibung:[276] Nach 2005 in Köln und 2008 in Sydney fand der Weltjugendtag 2011 vom 15. bis 21. August in Madrid statt. Dargestellt sind drei Jugendliche, die Fahnen mit den Wappen der Vatikanstadt (oben) und Spaniens (rechts) schwenken. Oben ist der Anlass „XXVI G.M.G.“ (G.M.G. = Giornata mondiale della gioventù / Weltjugendtag), unten der Ausgabestaat „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) benannt. Das Ausgabejahr „2011“ steht links, darunter das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Die Signets „O.ROSSI“ der Münzgestalterin Orietta Rossi erscheinen unten bzw. oben rechts mit „M.C.C. INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Maria Carmela Colaneri.

    Jahrgang 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
     
    Gemeinschaftsausgabe 2012 DeutschlandDeutschland Deutschland 2. Januar 2012 10. Jahrestag der Einführung des Euro-Bargelds
    Euro-17-Gemeinschaftsausgabe
    [277][278] 30.648.000
    EstlandEstland Estland 2. Januar 2012 2.000.000
    GriechenlandGriechenland Griechenland 2. Januar 2012 1.000.000
    OsterreichÖsterreich Österreich 2. Januar 2012 11.000.000
    SlowakeiSlowakei Slowakei 2. Januar 2012 1.000.000
    SpanienSpanien Spanien 2. Januar 2012 4.000.000
    IrlandIrland Irland 3. Januar 2012 1.354.867
    SlowenienSlowenien Slowenien 3. Januar 2012 1.000.000
    FrankreichFrankreich Frankreich 5. Januar 2012 10.010.994
    FinnlandFinnland Finnland 12. Januar 2012 1.500.000
    BelgienBelgien Belgien 30. Januar 2012 5.022.000
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg 30. Januar 2012 532.500
    NiederlandeNiederlande Niederlande 13. Februar 2012 3.500.000
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 13. Februar 2012 988.000
    PortugalPortugal Portugal 24. Februar 2012 520.000
    ItalienItalien Italien 20. März 2012 14.969.490
    MaltaMalta Malta 30. März 2012 500.000
    San MarinoSan Marino San Marino 19. Juni 2012 130.000
    Gesamt: 17 + 1 89.675.851
    Beschreibung:[279] Anlässlich des zehnten Jahrestages des endgültigen Übergangs zum Euro, nämlich seiner Einführung als Bargeld, gaben alle 17 EU-Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzten, eine gemeinschaftliche 2-Euro-Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte.[280] Das Ergebnis stand am 30. Juni 2011 fest: Der realisierte Münzentwurf stammt von Helmut Andexlinger und zeigt in der Mitte einen vom Euro-Symbol überlagerten Globus. Das Euro-Zeichen verdeutlicht, dass der Euro zu einem europa- und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um den Globus herum angeordneten Bildelemente stellen, von oben im Uhrzeigersinn, drei Wohnhäuser und eine vierköpfige Familie dar, gefolgt von den Symbolen für Handel (ein Frachtschiff), Finanzwesen (Eurotower in Frankfurt/M.), Innovation (zwei Windräder) und Produktion (eine Fabrik). Unten sind die Jahreszahlen „2002“ und „2012“ dargestellt. Die nationalen Prägungen differieren nur in der Nennung der ausgebenden Länder in den jeweiligen Landessprachen.[281] Das dreisprachige Belgien benutzte jedoch nur die Abkürzung BE.

    Die estnische Gemeinschaftsmünze wurde, ohne Münzzeichen, in der Staatlichen Münze Berlin geprägt; die luxemburgischen und maltesischen Münzen stammen aus der Königlichen Niederländischen Münze in Utrecht ebenso wie die im Herstellungsverfahren Polierte Platte gefertigten Münzexemplare Irlands. Slowenien ließ seine Münzen, ohne Münzzeichen, von der slowakischen Münzstätte Mincovňa Kremnica in Kremnica fertigen, Zypern seine in der griechischen Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio in Halandri.

    Die luxemburgische Münze hat eine Besonderheit in dieser Serie: Luxemburgisches Recht schreibt vor, dass keine nationale Münze ohne das Bildnis des Staatsoberhauptes herausgegeben werden darf (oder zumindest nicht ohne sein Monogramm[282]). Über dem €-Symbol in der Mitte ist daher das von Alain Hoffmann gestaltete Porträt Großherzog Henris als Latentbild zu sehen.

    San Marino, das nicht der Europäischen Union angehört, übernahm einige Monate später das gleiche Motiv für eine eigene Gedenkmünze.[283][284]

     
    Luxemburg 2012 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 30. Januar 2012 100. Todestag Großherzog Wilhelms IV.
    9. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [285][286] 722.500
    Beschreibung:[287] Die von Alain Hoffmann gestaltete Münze zeigt Großherzog Henri und seinen vor 100 Jahren verstorbenen Urgroßvater Wilhelm IV. vor der Silhouette der Stadt Luxemburg mit der im 18. Jahrhundert erbauten Kathedrale unserer lieben Frau. Oben sind die Jahreszahl „2012“, flankiert links vom Münzmeisterzeichen und rechts vom Münzstättenzeichen, und die Inschrift „GRAND-DUCS DE LUXEMBOURG“ (Großherzöge von Luxenburg) dargestellt, unter den Porträts befinden sich ihre Namen „HENRI“ links und „GUILLAUME IV“ (Wilhelm IV.) rechts und dessen Todesjahr „† 1912“. Die Münzprägung erfolgte in der niederländischen Münzstätte. Der französische Text „GRANDS-DUCS DE LUXEMBOURG“ lässt zwar das Ausgabeland erkennen, jedoch bezeichneten die bisherigen luxemburgischen Euromünzen dieses in der Nationalsprache Luxemburgisch mit „LËTZEBUERG“ (Luxemburg).
     
    Deutschland 2012 DeutschlandDeutschland Deutschland 3. Februar 2012 Bayern (Schloss Neuschwanstein)
    7. Münze der Bundesländerserie
    [288][289][290] 30.883.000
    Beschreibung:[291] Schloss Neuschwanstein wurde 1869–1892 im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig II. als idealisierte Darstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters errichtet. Die komplette Fertigstellung erlebte der König nicht mehr. Streitigkeiten um seine mit den ausufernden Baukosten steigende Verschuldung führten 1886 zur Absetzung des Königs durch die bayerische Regierung. Ludwig II. hielt sich zur Zeit seiner Entmündigung im Schloss Neuschwanstein auf und verließ es am Tag vor seinem Tod im Starnberger See am 13. Juni 1886. Das Münzdesign, das das Schloss vor der Bergsilhouette der Allgäuer Alpen mit der 2059 m hohen Großen Schlicke zeigt, stammt von Erich Ott dessen Signet Œ links erscheint. Das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) steht rechts, der Name „BAYERN“ unten. Das Landeskürzel „D“ (Deutschland) befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr „2012“ flankiert beidseitig den 6-Uhr-Stern.

    Als Münzmotiv Bayerns war ursprünglich die Münchner Frauenkirche vorgesehen

     
    Spanien 2012 SpanienSpanien Spanien 1. März 2012 Kathedrale von Burgos
    3. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [292][293] 4.000.000
    Beschreibung:[294] Spaniens erste große Kathedrale im gotischen Stil, erbaut 1221–1567, gilt seit 1984 als UNESCO-Weltkulturerbe. Seit 1835 dient sie als Grabstätte des spanischen Nationalhelden aus der Zeit der Reconquista, Rodrigo Díaz de Vivar, genannt El Cid. Der Münzentwurf mit der Darstellung der oberen Westfassade und des Vierungsturms stammt von Alfonso Morales Muñoz. Oben links ist „ESPAÑA“ (Spanien), rechts das Ausgabejahr „2012“ und darunter ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid dargestellt.
     
    BelgienBelgien Belgien 6. Juni 2012 75 Jahre Königin-Elisabeth-Wettbewerb [295][296] 5.013.000
    Beschreibung:[297] Nach der Konzeption des belgischen Geigers Eugène Ysaÿe richtete Königin Elisabeth von Belgien (1876–1965) den Musikwettbewerb aus. Erster Preisträger war 1937 David Oistrach. Der Wettbewerb wird alternierend in den Kategorien Violine, Klavier sowie Gesang ausgetragen, und in ungeraden Jahren zusätzlich als Kompositionswettbewerb. Preisträger 2012 wurde Andrey Baranov, Violine. Das Münzdesign stammt von Luc Luycx. Es zeigt das gekrönte Monogramm der Königin, Logo des Concours Musical Reine Elisabeth,[298] vor ihrer Silhouette. Oben sind die Jahreszahlen „1937 – 2012“, unten halbkreisförmig „QUEEN ELISABETH COMPETITION“ (Königin-Elisabeth-Wettbewerb) sowie rechts das Landeskürzel „BE“ (Belgien) dargestellt. Links ist eine Feder als Münzmeisterzeichen Serge Lesens’ zu sehen, rechts der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel.
     
    Portugal 2012 PortugalPortugal Portugal 21. Juni 2012 GuimarãesKulturhauptstadt Europas 2012 [299][300] 520.000
    Beschreibung:[301] Guimarães war seit 1096 Hauptstadt der Grafschaft Portucale und wird „Wiege der Nation“ genannt – erste Hauptstadt des Königreichs Portugal wurde 1139 allerdings Coimbra. Seit 2001 gilt das historische Zentrum von Guimarães als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Münze zeigt, stilisiert, Helm und Schwert der vor den Stadtmauern platzierten Statue Dom Afonso Henriques’ (≈1109–1185), des ersten Königs Portugals.[302] Rechts sind untereinander der Ausgabeanlass „GUIMARÃES“, „2012“ und das herzförmige Logo des Veranstaltungsjahres abgebildet. Links wird der Wappenschild aus dem Wappen Portugals dargestellt, darunter der Staatsname „PORTUGAL“. Unten steht „INCM“, das Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon, sowie José de Guimarães, der Künstlername des Designers José Maria Fernandes Marques.
     
    Frankreich 2012 FrankreichFrankreich Frankreich 24. Juni 2012 100. Geburtstag Abbé Pierres [303][304] 1.020.000
    Beschreibung:[305] Henri Antoine Grouès (1912–2007) war ein populärer französischer katholischer Priester, der die Wohltätigkeitsorganisation Emmaus gründete. Sein Pseudonym Abbé Pierre stammt aus der Zeit der Résistance während des Zweiten Weltkriegs. Neben Abbé Pierres nach einem Foto[306] gestaltetem Porträt steht sein Motto „Et les autres?“ (Und die anderen?), ein Appell an die Hilfsbereitschaft. Oben ist halbkreisförmig der Gedenkanlass „Centenaire de la naissance de l’abbé Pierre“ (hundertster Geburtstag Abbé Pierres) beschrieben. Das Münzdesign stammt von Yves Sampo, dessen Münzmeisterzeichen, ein Fünfeck,[261] rechts unter der Jahreszahl „2012“ erscheint. Ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, flankiert links die Ligatur des Landeskürzels „RF“ (République française, Französische Republik).
     
    Monaco 2012 MonacoMonaco Monaco 28. Juni 2012 500 Jahre Souveränität Monacos: Lucien I. [307][308] 110.000
    Beschreibung:[309] Im Jahr 1512 erkannte König Ludwig XII. von Frankreich die monegassische Unabhängigkeit an. Die Münze zeigt das Porträt von Lucien I., Herr von Monaco (1481–1523), der Monaco 1507 gegen eine Übermacht der Genueser verteidigte. Der nach einem im frühen 16. Jahrhundert geschaffenen, Ambrogio de Predis zugeschriebenen Gemälde[310] entstandene Münzentwurf stammt von Robert Prat. Links unten steht „LUCIEN Ier“, kreisförmig und von je einer dem Wappen Monacos entlehnten Raute flankiert ist die Inschrift „1512 SOUVERAINETÉ DE MONACO 2012“ (Unabhängigkeit Monacos) abgebildet, links das französische Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, rechts als Münzmeisterzeichen Yves Sampos ein Fünfeck.[261]
     
    Italien 2012 ItalienItalien Italien 18. Juli 2012 100. Todestag Giovanni Pascolis [311][312] 15.000.000
    Beschreibung:[313] Giovanni Pascoli (1855–1912) prägte die Entwicklung der modernen italienischen Sprache, indem er viele Wörter der zahlreichen italienischen Dialekte erstmals in seiner Dichtung verwendete. Dies bewirkte die größte Umwälzung der italienischen Literatursprache seit dem Mittelalter. Sein bekanntestes Werk ist die Gedichtsammlung Myricae, die in aufeinanderfolgenden Ausgaben zwischen 1891 und 1911 veröffentlicht wurde. Der Sinn für das Mysterium des Lebens, die Angst, der Tod und die Melancholie sind weit verbreitete Aspekte in Pascolis Dichtung. Die Medailleurin Maria Carmela Colaneri gestaltete die Münze nach einer 1912 entstandenen Bleistiftzeichnung[314] von Augusto Majani (Nasica) (1867–1959). Unten sind der Name „G. PASCOLI“ dargestellt, oben links dessen Sterbejahr „1912“ und rechts das Ausgabejahr „2012“ sowie darunter die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik). Links sind das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom abgebildet und die Initialen „M.C.C.“ der Designerin.
     
    Malta 2012 MaltaMalta Malta 20. August 2012 Mehrheitswahlrecht – 1887
    2. Münze der Serie Verfassungsgeschichte
    [315][316] 405.000
    Beschreibung:[317] Die zweite Ausgabe der fünfteiligen Münzserie zur Verfassungsgeschichte erinnert an die Einführung des Mehrheitswahlrechts und die Bildung der ersten repräsentativen Regierung Maltas 1887. Die vom maltesischen Künstler Ġanni Bonnici gestaltete Münze zeigt jubelnde Menschen vor dem 1575 fertiggestellten Gouverneurspalast[318] in Valletta. Oben ist halbkreisförmig „MALTA – Majority representation 1887“, (Malta – Mehrheitsrepräsentation 1887) dargestellt, unten das Ausgabejahr „2012“. Die Prägung erfolgte in der niederländischen Münzstätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht; in Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen zwischen dem 5- und 6-Uhr-Stern deren Münzstättenzeichen, einen Hermesstab.
     
    Finnland 2012 FinnlandFinnland Finnland 5. Oktober 2012 150. Geburtstag Helene Schjerfbecks [319][320] 2.000.000
    Beschreibung:[321] Dem 150. Geburtstag der finnlandschwedischen Malerin Helene Schjerfbeck (1862–1946) gewidmet, stellt das Münzmotiv ein 1937 entstandenes Selbstporträt dar.[322] Es ähnelt der 1996 geprägten 100-Markkaa-Münze,[323] die anlässlich des 50. Todestages der Künstlerin geprägt wurde. Der Münzentwurf stammt von Eria Tielinen. Links ist senkrecht der Name „HELENE SCHJERFBECK“ dargestellt, darunter das Landeskürzel „FI“ und das Ausgabejahr „2012“, rechts sind ihre Lebensdaten „1862–1946“ zu sehen und darunter das finnische Münzstättenzeichen, ein gekrönter Löwe im Kreis.[324]
     
    Vatikan 2012 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 16. Oktober 2012 VII. Weltfamilientreffen – Mailand 2012 [325][326] 103.000
     
    Beschreibung:[327] Nach Rom 1994, Rio de Janeiro 1997, Rom 2000, Manila 2003, Valencia 2006 und Mexico-Stadt 2009 fand das VII. Weltfamilientreffen vom 29. Mai bis 3. Juni 2012 in Mailand statt. Das von Gabriella Titotto gestaltete Münzmotiv zeigt eine Familie – ein Paar mit drei Kindern – vor dem 1386–1813 erbauten Mailänder Dom. Oben rechts wird der Ausgabestaat „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) angegeben, unten halbkreisförmig der Anlass „VII INCONTRO MONDIALE DELLE FAMIGLIE“ (7. Weltfamilientreffen). Das Ausgabejahr „2012“ steht rechts, links sind die Signets „G.TITOTTO“ der Designerin und „LDS INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Luciana De Simoni abgebildet. Die Prägung erfolgte in der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom, deren Münzstättenzeichen „R“ unten rechts zu sehen ist.
     
    Luxemburg 2012 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 20. Dezember 2012 Hochzeit Erbgroßherzog Guillaumes mit Gräfin Stéphanie de Lannoy
    10. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [328][329] 512.000
     
    Beschreibung:[330] Am 19./20. Oktober 2012 heirateten Erbgroßherzog Guillaume und Gräfin Stéphanie de Lannoy. Auf der Münze ist hinter dem Brautpaar Großherzog Henri abgebildet. Der Münzentwurf stammt von Alain Hoffmann. Die Münze ist bei der niederländischen Münzstätte in MPI-Prägetechnik (Minted Photo Image) gefertigt worden. Unten werden der Gedenkanlass „PRËNZENHOCHZÄIT“ (Prinzenhochzeit), der Ausgabestaat „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) und das Jahr „2012“ genannt, flankiert links vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimastklippers Nederland, sowie rechts dem Münzstättenzeichen, einem Hermesstab.

    Jahrgang 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
    0
    Frankreich 2013 FrankreichFrankreich Frankreich
    DeutschlandDeutschland Deutschland
    21. Januar 2013
    22. Januar 2013
    50 Jahre Élysée-Vertrag
    Gemeinschaftsausgabe von Frankreich und Deutschland
    [331][332]
    [333][334]
    10.017.789
    11.585.000
    Beschreibung:[335] Am 22. Januar 1963 wurde der deutsch-französische Freundschaftsvertrag (Élysée-Vertrag) geschlossen. Die gemeinsam von Frankreich und Deutschland herausgegebene Münze zeigt links den damaligen französischen Staatspräsidenten, Charles de Gaulle (1890–1970), und dessen Unterschrift, rechts den damaligen deutschen Bundeskanzler, Konrad Adenauer (1876–1967), und dessen Unterschrift. Das Münzdesign stammt von Yves Sampo und Stefanie Lindner. Der Ausgabeanlass lautet oben auf Französisch „TRAITÉ DE L’ÉLYSÉE“, unten auf Deutsch „ÉLYSÉE-VERTRAG“, mittig sind die Gedenkzeit „50“ „ANS“ „JAHRE“ und das Ausgabejahr „2013“ angegeben.

    Auf der deutschen Münzvariante steht das Landeskürzel „D“ (Deutschland) unter der rechten Unterschrift sowie rechts eines der Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg). Auf der französischen Münzvariante ist das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) ebenfalls unter der rechten Unterschrift dargestellt, links ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und rechts ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.

    0
    Deutschland 2013 DeutschlandDeutschland Deutschland 1. Februar 2013 Baden-Württemberg (Kloster Maulbronn mit Brunnen)
    8. Münze der Bundesländerserie
    [336][337][338] 30.845.000
    Beschreibung:[339] Das Kloster Maulbronn,[340] eine 1147 gegründete ehemalige Zisterzienserabtei, gilt als besterhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen und ist seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Auf dem Entwurf von Eugen Ruhl sind eine Innenansicht des Brunnenhauses am Kreuzgang und die Westfassade der 1178 geweihten Klosterkirche mit der „Paradies“ genannten, um 1210 erbauten Vorhalle dargestellt. Oben ist das Ausgabejahr „2013“, rechts das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg), unter dem Hauptmotiv der Name des Bundeslandes „BADEN-WÜRTTEMBERG“ und darunter das Landeskürzel „D“ (Deutschland) zu sehen. Die Ligatur „ER“ der Initialen des Designers befindet sich links unten.

    Ursprünglich war als Motiv für Baden-Württembergs Gedenkmünze das Heidelberger Schloss vorgesehen; als jedoch bei der UNESCO-Weltkonferenz im Juli 2005 dessen Anerkennung als Weltkulturerbe ausblieb, wurde umdisponiert.

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    Slowenien 2013 SlowenienSlowenien Slowenien 4. Februar 2013 800. Jahrestag des ersten Besuchs der Höhlen von Postojna [341][342] 1.000.000
    Beschreibung:[343] Die Gedenkmünze würdigt den 800. Jahrestag des ersten belegten Besuchs der Höhlen von Postojna (Adelsberger Grotte), eines riesigen Systems von Tropfsteinhöhlen im Karst. Der touristisch erschlossene Teil umfasst mehr als 20 km an Höhlengängen. Dargestellt sind im Höhleninneren zwei massive Stalagmiten. Die halbkreisförmige Inschrift lautet „POSTOJNSKA JAMA•1213–2013•SLOVENIJA“ (Postojna-Höhlen 1213–2013 Slowenien). Geprägt wurde die von Matevž Zalar entworfene Münze von der slowakischen Prägestätte Mincovňa Kremnica in Kremnica.
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    Niederlande 2013 NiederlandeNiederlande Niederlande 7. Februar 2013 Ankündigung des Thronwechsels von Königin Beatrix auf Kronprinz Willem-Alexander [344][345] 20.000.000
    Beschreibung:[346] Anlässlich der am 28. Januar 2013 erfolgten Ankündigung des Thronwechsels zum 30. April 2013 erschien die von Pannos Goutzemisis gestaltete Gedenkmünze mit dem Doppelporträt von Königin Beatrix und Kronprinz Willem-Alexander. Kreisförmig sind die Inschriften „WILLEM-ALEXANDER PRINS VAN ORANJE“, eine Krone und „BEATRIX KONINGIN DER NEDERLANDEN“ zu sehen sowie die Jahreszahl „2013“, links flankiert vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimasters Nederland, rechts von einem Hermesstab als Münzstättenzeichen der Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht. Das Ankündigungsdatum „28 JANUARI“ steht unten über der Jahreszahl. Die Europasterne dieser Münze sind nicht – wie üblich – plan, sondern strukturiert dargestellt.
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    Spanien 2013 SpanienSpanien Spanien 2. März 2013 Königlicher Sitz San Lorenzo von El Escorial
    4. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [347][348] 4.000.000
    Beschreibung:[349] 1563–1584 wurde auf Initiative des spanischen Königs Philipp II. und nach Plänen von Juan Bautista de Toledo im Nordwesten der Region Madrid der größte Renaissancebau der Welt errichtet. Die von Alfonso Morales Muñoz gestaltete Münze stellt die Palastanlage als Südansicht von Schloss und Kloster El Escorial mit den zwei Glockentürmen und der Kirchenkuppel dar, mit am vorgelagerten Hang wachsenden Olivenbäumen. Oben steht „ESPAÑA“ (Spanien), rechts sind das Ausgabejahr „2013“ und darunter ein gekröntes „M“ dargestellt als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid.
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    Italien 2013 ItalienItalien Italien 20. Mai 2013 200. Geburtstag Giuseppe Verdis [350][351] 10.000.000
    Beschreibung:[352] Giuseppe Verdi (1813–1901), der italienische Komponist der Romantik, wurde vor allem durch seine Opern, darunter Rigoletto, Otello und Falstaff, berühmt. Sein 200. Geburtstag ist Anlass der Gedenkmünze, die gestaltet wurde nach dem 1886 entstandenen Ölgemälde Porträt von Giuseppe Verdi, sitzend von Giovanni Boldini (1842–1931).[353][354] Unten stehen sein Name „G. VERDI“ und darüber sein Geburtsjahr „1813“ (links) und das Ausgabejahr „2013“ (rechts). Links ist die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) abgebildet, rechts das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Die Initialen „MCC“ der Medailleurin Maria Carmela Colaneri erscheinen rechts unten.
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    Frankreich 2013 FrankreichFrankreich Frankreich 3. Juni 2013 150. Geburtstag Pierre de Coubertins [355][356] 1.014.338
    Beschreibung:[357] Pierre de Frédy, Baron de Coubertin (1863–1937) war ein französischer Pädagoge, Historiker und Sportfunktionär, der sich ab 1880 für die Wiederbelebung der Olympischen Spiele engagierte. 1894 gründete er das Internationale Olympische Komitee (IOK), dessen Präsident er von 1896 bis 1925 war. Am 6. April 1896 wurden in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit eröffnet. Die olympischen Ringe, welche ab 1920 Symbol der Olympischen Spiele wurden, entwarf Baron Coubertin 1913 selbst. Coubertins Grab ist in Lausanne, sein Herz jedoch wurde in einer Gedenksäule in Olympia beigesetzt. Neben einem auf einem Foto von 1894[358] basierenden Porträt Coubertins sind vier Sportler unterschiedlicher Disziplinen, in stilisierten Olympischen Ringen, dargestellt. Oben steht „PIERRE DE COUBERTIN“. Das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) und darunter das Ausgabejahr „2013“ erscheinen linke, links unten ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und rechts unten ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen des Designers Yves Sampo.
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    Vatikan 2013 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 3. Juni 2013 Sede vacante MMXIII [359][360] 125.000
    Beschreibung:[361] Der überraschende Amtsverzicht des seit 2005 amtierenden Papstes Benedikt XVI. bedingte eine Sedisvakanz – was „Unbesetztheit des Stuhls“ (Petri), also die Vakanz des Papstamtes bedeutet. Dargestellt sind die Insignien der Apostolischen Kammer über dem Wappen des Kardinalkämmerers Tarcisio Bertone und dessen Wahlspruch „Fidem custodire, concordiam servare“ (den Glauben bewahren, die Eintracht behalten). Die Münze benennt links den Ausgabestaat „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) und rechts den Anlass „SEDE VACANTE MMXIII“ (Sedisvakanz 2013), dazwischen stehen in der 12- und 6-Uhr-Position zwei Tatzenkreuze. Das untere wird von zwei Signets flankiert, links „P.DANIELE“ des Designers Patrizio Daniele, rechts „M.C.C. INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Maria Carmela Colaneri. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom ist links dargestellt.
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    Monaco 2013 MonacoMonaco Monaco 17. Juni 2013 20 Jahre Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen [362][363] 1.249.131
    Beschreibung:[364] Die Gedenkmünze anlässlich des 20. Jahrestags des Beitritts Monacos zu den Vereinten Nationen zeigt eine Taube mit einem Ölbaumzweig im Schnabel, über den – gemäß der Flagge der Vereinten Nationen[365] dargestellten – besiedelten Kontinenten schwebend. Der dem Atelier de Gravures der Monnaie de Paris entstammende Münzentwurf zeigt links das Füllhorn als französisches Münzstättenzeichen, rechts ein Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.[261] Oben befindet sich halbkreisförmig die Angabe des Ausgabestaats „MONACO“ und unten im Halbkreis der Schriftzug „1993 ♦ ADMISSION À L’ONU ♦ 2013“ (Aufnahme in die UNO). Die Münze hat eine deutlich höhere Auflage als alle bisherigen Gedenkmünzen des Fürstentums.
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    Portugal 2013 PortugalPortugal Portugal 20. Juni 2013 250 Jahre Torre dos Clérigos in Porto [366][367] 525.000
    Beschreibung:[368] Die Kirche der Geistlichen wurde 1732–1750, ihr barocker Glockenturm, den eine Skulptur des frühchristlichen Theologen und Missionars Paulus von Tarsus († ≈67) ziert,[369] 1754–1763 vom italienischen Architekten Nicolau Nasoni für die Ordensgemeinschaft Irmandade dos Clérigos Pobres erbaut. Mit fast 76 m Höhe diente der Turm einst den Seefahrern als Orientierungshilfe, heute ist er das Wahrzeichen der Stadt. Der Münzentwurf zeigt ferner die markante, 1886 fertiggestellte Brücke Ponte Dom Luís I über den Douro. Das historische Zentrum Portos ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Oben ist halbkreisförmig der Ausgabeanlass „250 ANOS TORRE DOS CLÉRIGOS – 2013“ (250 Jahre Kirche der Geistlichen – 2013), rechts unter der Brücke – wie im Wappen Portugals – der Wappenschild auf einer Armillarsphäre und darunter der Staatsname „PORTUGAL“ dargestellt. Links ist mit „INCM-HUGO MACIEL“ das Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon abgebildet und das Signet des Münzgestalters Hugo Maciel.
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    Malta 2013 MaltaMalta Malta 24. Juni 2013 Selbstverwaltung – Verfassung von 1921
    3. Münze der Serie Verfassungsgeschichte
    [370][371] 542.500
    Beschreibung:[372] Männer, Frauen und Kinder hinter den Umrissen der maltesischen Inselgruppe (unten Malta, links Gozo, dazwischen Comino) symbolisieren die im Jahr 1921 eingeführte Selbstverwaltung Maltas. Das Münzdesign stammt von Ġanni Bonnici. Oben rechts ist halbkreisförmig „MALTA – Self-government 1921“ (Malta – Selbstverwaltung 1921), unten das Ausgabejahr „2013“ dargestellt. Die Prägung erfolgte in der niederländischen Münzstätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht; in Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen zwischen dem 5- und 6-Uhr-Stern deren Münzstättenzeichen, einen Hermesstab.
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    Slowakei 2013 SlowakeiSlowakei Slowakei 5. Juli 2013 1150. Jahrestag der Byzantinischen Mission durch Konstantin und Method [373][374][375] 1.000.000
    Beschreibung:[376] Die aus Saloniki stammenden Brüder Konstantin (≈826–869) und Michael (≈815–885), bekannt als Kyrill und Method(ius), konzipierten das glagolitische Alphabet in Anlehnung an das griechische, jedoch mit Anleihen aus armenischen, georgischen und semitischen Schriftsystemen. Sie begannen mit der Verschriftung slawischer Sprachen und übersetzten große Teile der Bibel ins Slawische. Heute als „Slawenapostel“ verehrt, christianisierten sie im Rahmen der Byzantinischen Mission ab 863 im westslawischen Großmähren des Fürsten Rastislav und trugen dazu bei, dem ersten slawischen Staat in Zentraleuropa volle Souveränität und Legitimität zu verleihen. Der Münzentwurf von Miroslav Hric wurde seiner religiösen Symbole wegen zunächst von der EU abgelehnt.[377] Das Patriarchenkreuz (oder auch Slowakische Kreuz) wird als Bischofsstab (über dem Dreiberg) gehalten und verknüpft so ein staatliches mit einem christlichen Symbol. Konstantin hält ein Buch in Händen und symbolisiert damit Bildung und Glauben, während Method mit einer stilisierten Kirche dargestellt ist und damit für Glauben und institutionelles Christentum steht. Kreisförmig um das Motiv sind oben die Namen „KONŠTANTÍN“ und „METOD“, unten der Staatsname „SLOVENSKO“ (Slowakei), rechts die Jahreszahlen „863–2013“ dargestellt. Links sind die ligierten Initialen „mh“ des Designers und rechts das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica zu sehen, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln.
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    Italien 2013 ItalienItalien Italien 25. Juli 2013 700. Geburtstag Giovanni Boccaccios [378][379] 10.000.000
    Beschreibung:[380] Giovanni Boccaccio (1313–1375) war ein aus Florenz stammender italienischer Schriftsteller, Dichter, Demokrat und bedeutender Vertreter des Humanismus. Sein Meisterwerk, das Decamerone, ist eine Sammlung von einhundert zwischen 1349 und 1353 verfassten Novellen – ein stilbildendes Werk, das zum Vorbild fast aller weiteren abendländischen Novellensammlungen geworden ist. Es porträtiert mit bis dahin unbekanntem Realismus und Witz die facettenreiche Gesellschaft des 14. Jahrhunderts und erhebt Boccaccio zum Begründer der prosaischen Erzähltradition in Europa. Das Porträt entstammt einem um 1450 auf Holz entstandenen Fresko von Andrea del Castagno (≈1418–1457),[381] der Münzentwurf ist das Werk von Roberto Mauri. Unten steht bogenförmig „BOCCACCIO 1313 2013“, rechts sind (v. o. n. u.) das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt, die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) und „m“ als Signet des Münzgestalters.
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    Finnland 2013 FinnlandFinnland Finnland 4. September 2013 150 Jahre Sitzungen des finnischen Parlaments [382][383] 1.000.000
    Beschreibung:[384] Die Einberufung des Reichstags des Großfürstentums Finnland leitete eine Zeit der „Erleuchtung“ ein. In Finnland markierte das Jahr 1863 den Beginn echter Demokratie, transparenter Presseoperationen und des Rechts, die finnische Sprache zu verwenden. Mit der Einberufung regelmäßiger Sitzungen des Reichstags verbesserten sich die Möglichkeiten der Finnen, Einfluss auf die Angelegenheiten in ihrem Land zu nehmen. Die von Petri Neuvonen gestaltete Münze zeigt die Ranke einer keimenden Pflanze, was den Beginn der Entwicklung Finnlands zu einer echten Demokratie symbolisieren soll. Das Jahr „1863“ des Ausgabeanlasses ist in die Ranke eingearbeitet, kreisförmig von links sind „SUOMI“ (Finnland auf Finnisch), das Münzstättenzeichen der finnischen Münze, „FINLAND“ (Finnland auf Schwedisch) und „2013“ dargestellt.
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    San Marinon 2013 San MarinoSan Marino San Marino 13. September 2013 500. Todestag Pinturicchios [385][386] 115.000
    Beschreibung:[387] Bernardino di Betto di Biagio (≈1452–1513), genannt Pinturicchio, war ein italienischer Maler der Renaissance. Seine anmutigen, farbenprächtigen, mit reicher Ornamentik versehenen Fresken unterstreichen die dekorative Wirkung der Malerei. Auch an der Ausmalung der Sixtinischen Kapelle in Rom ab 1482 war er beteiligt. Die Gedenkmünze zu seinem 500. Todestag zeigt einen Ausschnitt des 1501 geschaffenen Freskos Der 12-jährige Jesus unter den Schriftgelehrten[388] aus der Cappella Baglioni der Kirche Santa Maria Maggiore in Spello. Oben sind „PINTURICCHIO“ und die Jahreszahlen „1513“ und „2013“ dargestellt, unten der Name des Ausgabestaats „SAN MARINO“, darüber das Signet „MOMONI“ der Designerin Claudia Momoni. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom ist links zu sehen.
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    Belgien 2013 BelgienBelgien Belgien 18. September 2013 100 Jahre Königliches Meteorologisches Institut von Belgien [389][390] 2.010.000
    Beschreibung:[391] Zum 100-jährigen Bestehen des Königlichen Meteorologischen Instituts von Belgien gestaltete Peter Denayer de Hofstade diese Gedenkmünze. Das Münzinnere zeigt in der Mitte die Zahl 100, deren erste Null die Kürzel „KMI“ (Koninklijk Meteorologisch Instituut auf Niederländisch und Königliches Meteorologisches Institut auf Deutsch) und „IRM“ (Institut royal météorologique auf Französisch) umschließt, während die zweite Null die Sonne darstellt. Isobaren, durch parallele Linien dargestellte Regentropfen und (kreisrunde) Schneeflocken erscheinen links. Oben steht „2013“ – mittig durch einen Sonnenstrahl geteilt –, unten das Landeskürzel „BE“ (Belgien). Unter der Ziffer 1 sind eine Katze als Münzmeisterzeichen Bernard Gillards abgebildet und der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel.
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    Griechenland 2013 GriechenlandGriechenland Griechenland 1. Oktober 2013 100. Jahrestag der Vereinigung Kretas mit Griechenland [392][393][394] 754.000
    Beschreibung:[395] Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Münze zeigt von Lorbeerzweigen mit Früchten umgebene kretische Rebellen in Theriso, einer Gemeinde nahe Chania, bei der von Eleftherios Venizelos angeführten Revolte 1905 gegen die Osmanen. Auf die dort gesetzte griechische Staatsflagge zu Land war das Motto „Vereinigung oder Tod“ gestickt. Durch den Londoner Vertrag wurde die Insel 1913 Teil des griechischen Staates. An der Spitze der abgebildeten Fahnenstange prangt ein Griechisches Kreuz. Links oben ist „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik), rechts eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri dargestellt, darunter stehen die Jahreszahlen „1913–2013“. Unten ist halbkreisförmig der Ausgabeanlass beschrieben: „100 ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗΝ ΕΝΩΣΗ ΤΗΣ ΚΡΗΤΗΣ ΜΕ ΤΗΝ ΕΛΛΑΔΑ“ (100 Jahre seit der Vereinigung Kretas mit Griechenland).
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    Griechenland 2013 GriechenlandGriechenland Griechenland 1. Oktober 2013 2400. Jahrestag der Gründung der Platonischen Akademie [396][393][397] 754.000
    Beschreibung[398] Die von dem antiken griechischen Philosophen Platon (≈428–348 v. Chr.) im Akademeia genannten Hain des attischen Heros Akademos im Nordwesten Athens gegründete Philosophenschule bestand fast ein Jahrtausend, bis Justinian I. 529 den Lehrbetrieb untersagte. Ihre Lehren wurden über die arabische Welt an das mittelalterliche Europa weitergegeben. Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Münze zeigt den in römischen Kopien erhaltenen Kopf der von Silanion geschaffenen Bronzestatue Platons,[399] die nach dessen Tod in der Akademie aufgestellt wurde. Links ist der Ausgabeanlass „2400 ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗΝ ΙΔΡΥΣH ΤHΣ ΑΚΑΔΗΜΙΑΣ ΠΛΑΤΩΝΟΣ“ (2400 Jahre seit Gründung der Plato-Akademie) und der Name des Ausgabestaates „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik) dargestellt, rechts eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri und das Ausgabejahr „2013“.
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    Vatikan 2013 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 15. Oktober 2013 XXVIII. Weltjugendtag in Rio de Janeiro [400][401] 115.000
    Beschreibung:[402] Auf der aus Anlass des XXVIII. Weltjugendtags in Rio de Janeiro von Patrizio Daniele gestalteten Münze sind fünf jubelnde Jugendliche vor der Christusstatue auf dem Corcovado dargestellt. Die 30 m hohe Statue wurde 1922–1931 nach Entwürfen von Heitor da Silva Costa und Paul Landowski erbaut. Oben wird der Ausgabestaat „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) genannt, der Anlass „XXVIII G.M.G.“ (Giornata Mondiale della Gioventù, Weltjugendtag) links und „Rio • 2013“ rechts. Darunter ist das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt und das Signet „P.DANIELE“ des Designers. Das Signet „m INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) des Medailleurs Roberto Mauri ist links zu sehen.
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    Luxemburg 2013 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 16. Oktober 2013 Nationalhymne des Großherzogtums Luxemburg
    11. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [403][404] 722.000
    Beschreibung:[405] Die von Christoph Becker gestaltete Gedenkmünze zeigt rechts das Abbild Großherzog Henris, links die Noten und den Text der ersten Strophe der luxemburgischen Nationalhymne. Ihr Name Ons Heemecht (Unsere Heimat) ist oben, Ausgabestaat „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) und Jahr „2013“ unten zu sehen. Die Jahreszahl ist flankiert links vom Münzmeisterzeichen und rechts vom Münzstättenzeichen der Königlichen Niederländischen Münze, einem Hermesstab.
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    Finnland 2013 FinnlandFinnland Finnland 4. November 2013 125. Geburtstag Frans Eemil Sillanpääs [406][407] 1.500.000
    Beschreibung:[408] Die von Reijo Juhani Paavilainen und Pekka Rytkönen nach einem Foto[409] gestaltete Gedenkmünze erinnert an den 125. Geburtstag des finnischen Schriftstellers Frans Eemil Sillanpää (1888–1964), der 1939 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde, insbesondere für seine Werke Miehen tie (Eines Mannes Weg) und Nuorena nukkunut (Silja, die Magd). Er war Meister eines besonderen Stils, durch den tiefe Einsichten über die Beziehung zwischen Mensch und Natur Eingang in die finnische Literatur fanden. Bei seinen Landsleuten war dieser Meistererzähler insbesondere bekannt für seine beliebten Radiosendungen und unvergesslichen Weihnachtskolumnen. Nach den Kriegsjahren entwickelte sich Sillanpää zu dem langbärtigen „Taata“, dem inoffiziellen Großvater des Landes. Aus den Erinnerungen an die Weihnacht seiner Kindheit ging eine beliebte Tradition hervor: Zur Weihnachtszeit versammelte „Taata“ die gesamte Nation vor dem Radio, die seinen unbeschwerten Weihnachtserzählungen gebannt zuhörte. Oben sind „F.E.SILLANPÄÄ“, links sein Geburtsjahr „1888“ und das Münzstättenzeichen, rechts das Ausgabejahr „2013“ und sein Todesjahr „1964“ dargestellt.
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    Niederlande 2013 NiederlandeNiederlande Niederlande 25. November 2013 200 Jahre Königreich der Niederlande [410][411] 3.536.500
    Beschreibung:[412] Die von Roosje Klap und Claudia Linders gestaltete Münze zeigt die Silhouetten der sechs früheren Könige der Niederlande[413] und die des jetzigen Monarchen, Willem-Alexander. Die, in chronologischer Folge, von innen nach außen ineinander verschlungenen Silhouetten entsprechen den seinerzeitigen Abbildern der Regenten auf früheren Kursmünzen. Die Blickrichtung, nach rechts oder links, pflegt bei jedem Thronwechsel zu alternieren. Kreisförmig um das Motiv herum stehen Name und Titel des jetzt amtierenden Monarchen „WILLEM-ALEXANDER KONING DER NEDERLANDEN“ und der Ausgabeanlass „200 JAAR KONINKRIJK“ (200 Jahre Königreich). Unten ist die Jahreszahl „2013“ abgebildet, links flankiert vom Signet der beiden Designerinnen,[414] einem spiegelverkehrt dargestellten „RK“ vor „CL“, rechts vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, den Segeln des Dreimastklippers Nederland, sowie einem Hermesstab als Münzstättenzeichen der Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht. Bei 1500 im Herstellungsverfahren „Polierte Platte“ gefertigten Exemplaren wurde jenes Band orange koloriert, das den Umriss König Willem-Alexanders bildet.[415] Qua Ausgabe durch die Niederlande wurden sie zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Eigentlich sollte es kolorierte Umlaufmünzen nicht geben; jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesondert verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416]

    Jahrgang 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
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    Luxemburg 2014 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 6. Januar 2014 175 Jahre Unabhängigkeit
    12. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [417][418] 519.500
    Beschreibung:[419] Die zum 175. Jahrestag der Unabhängigkeit Luxemburgs 1839 von Alain Hoffmann gestaltete Gedenkmünze ist dreigeteilt. Im oberen rechten Drittel ist ein Abbild Großherzog Henris zu sehen, im oberen linken Drittel sind die Jahreszahlen „1839“ für das Jahr der Unabhängigkeit und „2014“ als Ausgabejahr sowie der Landesname „LËTZEBUERG“ (Luxemburg) abgebildet, wobei das Ausgabejahr vom Münzstätten- und Münzmeisterzeichen flankiert ist. Im unteren Drittel ist der Ausgabeanlass „ONOFHÄNGEGKEET 175 Joër“ (175 Jahre Unabhängigkeit) dargestellt. Die Münze wurde in der Königlichen Niederländischen Münze geprägt.
    0
    Deutschland 2014 DeutschlandDeutschland Deutschland 6. Februar 2014 Niedersachsen (St. Michael in Hildesheim)
    9. Münze der Bundesländerserie
    [420][421][422] 30.799.300
    Beschreibung:[423] Dargestellt ist die Südostansicht der Kirche St. Michael in Hildesheim. Die 1010–1033 im ottonischen, vorromanischen Baustil im Grundriss eines Doppelkreuzes erbaute doppelchörige Basilika hat quadratische Türme über den beiden Vierungen; die Querschiffe werden von je zwei runden, kleineren Treppentürmen flankiert. Der gesamte Bau folgt einer aus gleich großen Quadraten entwickelten geometrischen Konzeption mit dem Vierungsquadrat als Grundeinheit. Die Michaeliskirche war eine Gründung der Benediktiner und ist heute Simultankirche sowie seit 1985 Weltkulturerbe. Oberhalb des Motivs ist das Ausgabejahr „2014“, links das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) und unterhalb der Name des Bundeslandes „NIEDERSACHSEN“ sowie das Landeskürzel „D“ (Deutschland) zu sehen. Die Ligatur „Œ“ der Initialen des Medailleurs Erich Ott erscheint rechts oben.

    Als Münzmotiv Niedersachsens war ursprünglich das Neue Rathaus in Hannover vorgesehen.

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    Spanien 2014 SpanienSpanien Spanien 7. Februar 2014 Werke von Antoni Gaudí (Park Güell: Salamanderbrunnen und Pförtnerhäuschen)
    5. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [424][425] 4.000.000
    Beschreibung:[426] Die von Alfonso Morales Muñoz gestaltete Gedenkmünze ist den Werken Antoni Gaudís (1852–1926) in Barcelona gewidmet, die 1984 bzw. 2005 zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Neben dem Münzmotiv, der Salamander-Fontäne und dem Turm des Pförtnerhäuschens des 1900–1914 geschaffenen Parks Güell, sind das: Palau Güell, Casa Milà, Casa Vicens, Casa Batlló, die – noch nicht vollendete – Sagrada Família sowie die Krypta der Colònia Güell. Gaudi, Vertreter der katalanischen Spielart des Jugendstils, des Modernisme, entwickelte einen einzigartigen Stil von runden, geschwungenen, organisch wirkenden Formen mit Bruchsteinen und bunten Keramikfliesen als Gestaltungselementen. Links oben sind der Landesname „ESPAÑA“ (Spanien) und das Ausgabedatum „2014“ zu sehen, rechts der Ausgabeanlass „PARK GÜELL – GAUDI“ sowie ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid.

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    Italien 2014 ItalienItalien Italien 25. März 2014 200 Jahre Carabinieri [427][428] 6.525.000
    Beschreibung:[429] Die von Luciana De Simoni gestaltete Münze stellt die 1973 von Antonio Berti geschaffene Bronzeplastik zweier Carabinieri im Sturm (Pattuglia di Carabinieri nella tormenta)[430] dar, mit deren damals üblicher Kopfbedeckung, dem Dreispitz. Eine nach dieser Vorlage gestaltete große Bronzestatue ziert jetzt die Gärten des Hügels Quirinal.[431] Die Carabinieri sind die Gendarmerie Italiens. 1814 als Truppengattung des piemontesischen Heeres des Königreichs Sardinien-Piemont entstanden, bilden sie heute eine etwa 110.000 Männer und Frauen umfassende, eigenständige Teilstreitkraft – neben Heer, Marine und Luftwaffe. Sie gehören organisatorisch dem Verteidigungsministerium an, unterstehen jedoch wie alle Polizeieinheiten dem Innenministerium. Unten steht halbkreisförmig der Gedenkanlass „CARABINIERI“, mittig sind links „1814“ als Gründungsjahr und recht „2014“ als Ausgabejahr abgebildet. Rechts oben wird die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) dargestellt, oben das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Neben den Stiefeln der Carabinieri erscheint das Signet „LDS“ der Medailleurin.
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    Slowakei 2014 SlowakeiSlowakei Slowakei 1. April 2014 10. Jahrestag des Beitritts der Slowakischen Republik zur Europäischen Union [432][433] 1.000.000
    Beschreibung:[434] Dargestellt ist ein stilisiertes „EÚ“ mit dem slowakischen Staatswappen (byzantinisches Doppelkreuz auf dem Dreiberg) auf dem „Ú“. Ringförmig ist der Ausgabeanlass „10. VÝROČIE VSTUPU DO EURÓPSKEJ ÚNIE“ (10. Jahrestag des Beitritts zur Europäischen Union) und „SLOVENSKO“ (Slowakei) zu sehen, links getrennt durch das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln, und rechts durch die ligierten Initialen „MP“ der Designerin Mária Poldaufová. Rechts neben dem Motiv stehen die Daten „1.5.2004“ (Tag des Beitritts) und „2014“ (Ausgabejahr).
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    Portugal 2014 PortugalPortugal Portugal 23. April 2014 40. Jahrestag der Nelkenrevolution [435][436] 520.000
    Beschreibung:[437] Zwei Bögen bilden nach dem Entwurf von José Teixeira den stilisierten Blütenkelch einer Nelke, die als Symbol der Freiheitsbewegung gilt und der Revolution ihren Namen verlieh. Diese beendete am 25. April 1974 die Estado Novo genannte, jahrzehntelange Diktatur António Salazars und seines Nachfolgers Marcelo Caetano und ebnete wieder den Weg für eine demokratische Staatsstruktur. Oben ist der Name „PORTUGAL“, darunter – wie im Wappen Portugals – der Wappenschild auf einer Armillarsphäre dargestellt. Links und mittig steht das Gedenkdatum „25 DE ABRIL“ (25. April). Darunter werden dreizeilig „40 ANOS“ (40 Jahre) und das Ausgabejahr „2014“ genannt sowie rechts davon mit „INCM-JOSÉ TEIXEIRA“ das Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon und der Name des Designers.
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    Belgien 2014 BelgienBelgien Belgien 12. Mai 2014 Jahrhundertgedenken an den Ersten Weltkrieg [438][439] 1.712.000
    Beschreibung:[440] Auf Flanderns Feldern ist eines der bekanntesten englischsprachigen Gedichte über den Ersten Weltkrieg. Es wurde am 3. Mai 1915 von dem kanadischen Lieutenant Colonel John McCrae verfasst, dessen Freund am Vortag bei Ypern gefallen war. Das Gedicht beschreibt die Felder in Flandern, wo der rot blühende Klatschmohn an das vergossene Blut der Gefallenen erinnert und dennoch die Hoffnung nährt, dass das Leben weitergeht. Nicht nur im englischsprachigen Raum gilt seitdem die Mohnblüte als Symbol für das Gedenken an gefallene Soldaten, und so ziert sie die dem von 2014 bis 2018 andauernden 100-jährigen Gedenken[441] gewidmete und von Luc Luycx gestaltete Münze. Oben steht „BELGIE–BELGIQUE–BELGIEN“ (Belgien auf Niederländisch, Französisch und Deutsch), unter „2014–18“ „The Great War Centenary“ (Jahrhundertgedenken an den Großen Krieg). Unten befindet sich neben einer Katze als Münzmeisterzeichen Bernard Gillards der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel.
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    Niederlande 2014 NiederlandeNiederlande Niederlande 22. Mai 2014 Offizielle Abschiedsfeier zu Ehren der früheren Königin Beatrix [442][443] 5.291.000
    Beschreibung:[444] Auch das zweite Doppelportrait nach der 2013 geprägten Gedenkmünze zur Ankündigung des Thronwechsels wurde von Pannos Goutzemisis gestaltet. Es zeigt König Willem-Alexander, diesmal im Vordergrund mit Blick nach rechts, vor seiner Mutter und Vorgängerin Beatrix. Die Jahreszahl „2014“ wird links flankiert durch das Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers, die Segel des Dreimastklippers Nederland, rechts durch einen Hermesstab als Münzstättenzeichen der Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht. Umlaufend ist die Inschrift der Namen „WILLEM-ALEXANDER KONING DER NEDERLANDEN“, einer Krone und „BEATRIX PRINSES DER NEDERLANDEN“ zu sehen. Bei je 2000 der im Herstellungsverfahren „Polierte Platte“ gefertigten und als Set angebotenen Exemplare wurde die Krone in den Farben rot, weiß bzw. blau koloriert.[445] Qua Ausgabe durch die Niederlande wurden die kolorierten Münzen zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Demnach sollte es kolorierte Umlaufmünzen eigentlich nicht geben. Jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt werden, gesondert verpackt sind und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416]
     
    Malta 2014 MaltaMalta Malta 3. Juni 2014 Unabhängigkeit von Großbritannien 1964
    4. Münze der Serie Verfassungsgeschichte
    [446][447] 432.500
    Beschreibung:[448] Die Gedenkmünze zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien zeigt den oberen Teil der Bronzestatue des Unabhängigkeitsdenkmals Malta Indipendenti in Floriana: eine Frau, die die Flagge Maltas trägt, die das Georgskreuz – Symbol des Heiligen und Märtyrers Georg und der Kreuzzüge – enthält, das 1942 der gesamten Bevölkerung Maltas für deren Tapferkeit während der italienischen und deutschen Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg verliehen wurde. Die linke Hälfte der Flagge ist – den heraldischen Regeln der Tingierung folgend – durch perspektivische Schraffur mit der Tinktur Rot dargestellt. Die 8,5 m aufragende Skulptur wurde 1989 von Ġanni Bonnici (* 1932) geschaffen,[449][450] der auch Gestalter der Münzserie zur Verfassungsgeschichte Maltas ist. Rechts oben steht „MALTA – Independence 1964“ (Malta – Unabhängigkeit) zu lesen, unten das Ausgabejahr „2014“. Die Prägung erfolgte in der niederländischen Münzstätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht; in Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen zwischen dem 5- und 6-Uhr-Stern deren Münzstättenzeichen, einen Hermesstab.
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    Frankreich 2014 FrankreichFrankreich Frankreich 11. Juni 2014 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 [451][452] 3.019.675
    Beschreibung:[453] Der Schriftzug D-DAY stellt, stilisiert, ein Landungsschiff und eine Panzerkanone dar: Am 6. Juni 1944 begann die Operation Overlord und damit die Eröffnung einer zweiten Front der Anti-Hitler-Koalition. Die Landung amerikanischer, britischer, französischer, kanadischer und polnischer Truppen in der Normandie lief unter dem Codenamen Operation Neptune. Unterhalb des Schriftbands „70e ANNIVERSAIRE DU DÉBARQUEMENT“ (70. Jahrestag der Landung) sind Abdrücke der Sohlenprofile der Soldaten dargestellt, die von einer Welle verwischt werden.[454] Der Text „Les sanglots longs des violons de l’automne blessent mon coeur d’une langueur monotone“ (Die langen Schluchzer der Geigen des Herbstes verwunden mein Herz mit einer monotonen Wehmut) ist der Anfang des 1866 verfassten Gedichts Chanson d’automne des französischen Lyrikers des Symbolismus Paul Verlaine (1844–1896). Mit dessen als Code dienender zweiter Strophe („Ganz erstickend und bleich, wenn die Stunde schlägt, erinnere ich mich der einstigen Tage, und ich weine“) wurde die französische Résistance in einer Sendung von Radio Londres über den unmittelbar bevorstehenden Beginn der Invasion informiert. Oben sind die Jahreszahlen „1944–2014“ angegeben, links unter dem „D“ steht das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik), unten ist ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, rechts davon ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen des Designers Yves Sampo dargestellt.
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    Finnland 2014 FinnlandFinnland Finnland 16. Juni 2014 100. Geburtstag Tove Janssons [455][456] 1.500.000
    Beschreibung:[457] Die von Jari Lepistö gestaltete Gedenkmünze zeigt ein um 1970 entstandenes Tusche-Selbstporträt der finnlandschwedischen Schriftstellerin und Malerin.[458] Sie wurde insbesondere bekannt durch ihre nilpferdartigen Mumintrolle. Unter ihrer Unterschrift „Tove Jansson“ stehen ihr Geburts- und Todesjahr, „1914–2001“. Oben links befindet sich das Landeskürzel „FI“, rechts das Münzstättenzeichen und darunter das Ausgabejahr „2014“.
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    Italien 2014 ItalienItalien Italien 17. Juni 2014 450. Geburtstag Galileo Galileis [459][460] 6.529.820
    Beschreibung:[461] Galileo Galilei (1564–1642) war ein italienischer UniversalgelehrterPhilosoph, Mathematiker, Ingenieur, Physiker, Astronom und Kosmologe. Er entwickelte die Methode, die Natur durch die Kombination von Experimenten, Messungen und mathematischen Analysen zu erforschen, und wurde damit einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Da er für das kopernikanische Weltbild eintrat, führte die katholische Kirche 1632 einen Inquisitionsprozess gegen ihn und zwang ihn zum Widerruf. Die von Claudia Momoni gestaltete Gedenkmünze zeigt Galilei neben seinen 1609 gebauten, 90 bzw. 130 cm langen Fernrohren,[46] heute im Museo Galileo in Florenz. Vorlage für das Porträt ist ein 1636 von Justus Sustermans geschaffenes Ölgemälde,[462] heute in den Uffizien in Florenz. Oben steht „GALILEO GALILEI“, unten werden mit den Jahreszahlen „1564★2014“ sein Geburtsjahr und das Ausgabejahr genannt. Die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) ist links dargestellt, rechts das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom, darunter die Initialen „C.M.“ der Medailleurin.
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    Luxemburg 2014 San MarinoSan Marino San Marino 23. Juni 2014 500. Todestag Donato Bramantes [463][464] 114.000
    Beschreibung:[465] Die von Maria Carmela Colaneri gestaltete Gedenkmünze zum 500. Todestag Donato Bramantes benennt den 1444 in Monte Astrualdo bei Urbino, 25 km südlich von San Marino, als Donato di Pascuccio d’Antonio geborenen Baumeister, der den Beinamen Bramante führte, als Bramante Lazzari delle Penne aus San Marino. Er gilt als Begründer der Hochrenaissance-Architektur und entwarf den 1506 begonnenen Neubau des Petersdoms,[466] dessen Bauleitung nach seinem Tod 1514 Raffael weiterführte. Motiv der Gedenkmünze ist die Renaissancekapelle Tempietto di Bramante in Montorio sowie ein 1837 publiziertes Porträt Bramantes,[467] eine nach einem Bild A. d’Estels entstandene Radierung J. Pofleswhites. Die kreisförmige Inschrift lautet „BRAMANTE LAZZARI DELLE PENNE DI SAN MARINO“. Links steht sein Sterbejahr „1514“, rechts das Ausgabejahr „2014“. Unten verweist das Münzstättenzeichen „R“ auf die italienische Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und links davon das Signet „MCC“ auf die Designerin.
     
    Malta 2014 MaltaMalta Malta 16. Juli 2014 200 Jahre maltesische Polizei [468][469] 300.000
    Beschreibung:[470] Die von Noel Galea Bason gestaltete und in der niederländischen Münzstätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht geprägte Gedenkmünze zeigt das Dienstabzeichen der maltesischen Polizei, bestehend aus einem Malteserkreuz hinter einem weiß-rot geteilten Schild (die Farbe Rot nach den heraldischen Regeln der Tingierung durch Schraffur dargestellt) analog dem Schild im Wappen Maltas (allerdings ohne das dort enthaltene Georgskreuz), einem kreisförmig dargestellten Gürtel mit Schnalle und der Inschrift „PULICIA TA’ MALTA“, einer Lilie und dem als Schriftband dargestellten Motto „DOMINE DIRIGE NOS“ (lat. „Gott leite uns“).[471] Die Police Force of Malta ist die Polizei der Republik Malta mit einer Personalstärke von derzeit etwa 1900 Personen und für die öffentliche Ordnung und Sicherheit auf der Hauptinsel und den Inseln Gozo und Comino zuständig.[472] Sie wurde – als eine der ersten Polizeitruppen Europas – am 12. Juli 1814 von Sir Thomas Maitland gegründet, 1813–1824 King Tom genannter erster Gouverneur Maltas. Kreisförmig sind der Ausgabeanlass „200 YEARS • MALTA POLICE FORCE“ (200 Jahre maltesische Polizei) und die Jahreszahlen „1814 – 2014“ vermerkt.
     
    Lettland 2014 LettlandLettland Lettland 12. August 2014 Riga Kulturhauptstadt Europas [473][474] 1.005.000
    Beschreibung:[475] Altstadt und Neustadt Rigas gelten seit 1997 als UNESCO-Weltkulturerbe. Die von Henrihs Vorkals gestaltete Münze, deren Gipsmodell Jānis Strupulis fertigte, zeigt vorne das am Ufer der Düna gelegene Rigaer Schloss, Amtssitz des lettischen Präsidenten, für den Livländischen Orden von den Bürgern der Hansestadt (die 1484 das vom Schwertbrüderorden 1330–1353 erbaute Schloss geschleift hatten) bis 1515 zwangsweise erbaut. 1939 wurde dessen Drei-Sterne-Turm (im Münzbild dritter Turm von links),[476] dessen Spitze die drei die Regionen Lettlands symbolisierenden Sterne bilden, aufgesetzt. Links im Hintergrund: Turm der St.-Johannis-Kirche (Sv. Jana baznica),[477] erbaut um 1500, daneben dargestellt die St.-Jakobs-Kathedrale (Svētā Jēkaba katedrāle), 1225 erstmals urkundlich erwähnt, mit 1756 barock umgestalteter oktogonaler Turmspitze. Bildmitte: Petrikirche (Svētā Pētera baznīca), um 1200 im Stil der Backsteingotik erbaut und nach einem Stadtbrand 1721 neu errichtet. Rechts: Dom zu Riga (Rīgas Doms), Hauptkirche der Stadt, erbaut 1211–1270, mit in barockem Stil nach einem Brand 1776 neu errichtetem Turm. Oben steht halbkreisförmig der Ausgabeanlass „EIROPAS KULTŪRAS GALVASPILSĒTA“ (Europäische Kulturhauptstadt), unten „RIGA – 2014“ und das Landeskürzel „LV“. Die Münzprägung erfolgte in der deutschen Staatlichen Münze Baden-Württemberg in Stuttgart.
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    Lettland 2014 BelgienBelgien Belgien 18. September 2014 150 Jahre Belgisches Rotes Kreuz [478][479] 287.500
    Beschreibung:[480] Henry Dunant, ein Schweizer Geschäftsmann, wurde am 24. Juni 1859 Zeuge der Schlacht von Solferino, in deren Verlauf an einem einzigen Tag etwa 6.000 Soldaten getötet und 25.000 verwundet wurden. Die völlig unzureichende medizinische Versorgung der Verwundeten entsetzte ihn so sehr, dass er sich der Organisation von Hilfsmaßnahmen widmete. Seine in Buchform 1862 herausgegebenen Erinnerungen führten 1863 zur Gründung des „Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege“, das seit 1876 die Bezeichnung „Internationales Komitee vom Roten Kreuz“ trägt. Am 4. Februar 1864 wurde in Brüssel ein Hilfskomitee für die verwundeten Soldaten gegründet, und am 22. August 1864 unterzeichnete Belgien mit weiteren 12 Staaten die erste Genfer Konvention, in der die von Henry Dunant angeregten Schutzbestimmungen völkerrechtlich verankert wurden. Kreuzförmig steht um die Zahl „150“ „CROIX ROUGE“ und „RODE KRUIS“ (Rotes Kreuz auf Französisch bzw. Niederländisch). Unten links ist das Landeskürzel „BE“, rechts das Ausgabejahr „2014“ abgebildet, oben rechts eine Katze als Münzmeisterzeichen Bernard Gillards und rechts der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel. Von der von Luc Luycx gestalteten Münze gibt es Exemplare, die statt der normalen belgischen Randschrift (2 € Randprägung 12 Sterne.png) die der römischen Münze (2 standard euro edge inscription.svg) oder die niederländische Version (Edge nederland s01.jpg) aufweisen.
     
    Griechenland 2014 GriechenlandGriechenland Griechenland 24. September 2014 400. Todestag von Domínikos Theotokópoulos [481][482][483] 750.000
    Beschreibung:[484] Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Gedenkmünze ist Domínikos Theotokópoulos (1541–1614), genannt El Greco, gewidmet, dem aus Kreta (seinerzeit Teil der Republik Venedig) stammenden Maler, Bildhauer und Architekten. Als Ikonenmaler byzantinischer Tradition ausgebildet, kam er 1567 in Venedig mit der Hochrenaissance-Kunst Tizians in Berührung, eröffnete 1572 in Rom eine eigene Werkstatt und ging 1576 nach Toledo,[485] wo er zum Exponenten des spanischen Manierismus avancierte. Dargestellt ist rechts das unter der Bezeichnung Porträt eines Mannes vermutete Selbstporträt El Grecos von 1604 (Öl auf Leinen, Metropolitan Museum of Art, New York),[486] links das um 1612 entstandene Bildnis des Apostels Paulus,[487] in dessen Gewandfalten links unten das Signet „ΣTAM“ des Designers erscheint. Oben links steht „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik), daneben „2014“. Darunter ist die Signatur El Grecos (Δομήνικος Θεοτοκόπουλος ἐποίει)[488] dargestellt, oben eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri. Unten werden Name und Lebensdaten El Grecos benannt: „ΔΟΜΗΝΙΚΟΣ ΘΕΟΤΟΚΟΠΟΥΛΟΣ 1541–1614“ (Domínikos Theotokópoulos 1541–1614).
     
    Griechenland 2014 GriechenlandGriechenland Griechenland 24. September 2014 150. Jahrestag der Vereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland [489][482][490] 750.000
    Beschreibung:[491] Die Ionischen Inseln bildeten, nach sechs Jahrhunderten unter der Herrschaft der Republik Venedig, 1800 unter osmanischer Oberhoheit die Republik der Sieben Inseln. 1803 wurde Griechisch an Stelle des Italienischen zur Amtssprache erhoben. Das 1815 etablierte britische Protektorat Vereinigte Staaten der Ionischen Inseln wurde 1864 als Verwaltungsregion Ionische Inseln mit dem seit 1830 unabhängigen griechischen Staat vereinigt. Nach Angabe der Münzdesignerin Maria Antonatou, deren Signet[492] unten links erscheint, symbolisiert der siebenzackige Stern die „Ionische Dimension“ („Ιόνια Διάσταση“) der sieben Inseln („Ἑπτάνησα“/Eptanisa), die bedeutende Musiker, Dichter, Maler und Politiker hervorbrachten und inspirierten. Im Uhrzeigersinn, oben beginnend, zeigen die Symbole: Korfu: „Άπήδαλος Nαῦς“ (altgriechisch: apēdalos naus), eine Monere, ein antikes Ruderschiff mit Rahsegel,[493][494] mythisches, von Gedanken gelenktes steuerruderloses Schiff der Phaiaken aus Scheria, auf die sich die Korfioten zurückführen (im Wappen Korfus[495] allerdings als normale Monere dargestellt) – Zakynthos: Dreifuß gemäß einer antiken Münze Akarnaniens,[496] Symbol Apollons, als Verweis auf den hier verbreiteten Apollon-Kult – Ithaka: mythische Heimat des Odysseus, dargestellt mit Filzhut Pilos[497]Paxos: Dreizack Poseidons,[498] mit dem dieser dem Mythos zufolge Paxos von Korfu abtrennte, um dort ungestört mit seiner geliebten Amphitrite zu sein – Kythira: Aphrodite,[499] dem Mythos nach dort dem Meer entstiegen, dargestellt auf einer JakobsmuschelLefkada: „Απολλώνια Άρπα“ (Leier Apollons) als Symbol der großen musikalischen Traditition der Insel – Kefalonia: Kephalos,[500][501] Sohn des Hermes, mythische Figur und Namensgeber der Insel. Das Münzmotiv umrahmt ein als Laufender Hund bezeichnetes antikes Mäander-Ornament, das an sich überschlagende Wellen erinnert. Im Zentrum steht „150 ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗΝ ΕΝΩΣΗ ΤΩΝ ΕΠΤΑΝΗΣΩΝ ΜΕ ΤΗΝ ΕΛΛΑΔΑ 1864–2014“ (150 Jahre Vereinigung der Sieben Inseln mit Griechenland 1864–2014) und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik). Darunter ist eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri abgebildet.
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    San Marino 2014 San MarinoSan Marino San Marino 29. September 2014 90. Todestag Giacomo Puccinis [502][503] 100.000
    Beschreibung:[504] Giacomo Puccini (1858–1924) war ein italienischer Komponist des Verismus. Die bekanntesten seiner zwölf Opern sind Manon Lescaut, La Bohème, Tosca und Madama Butterfly. Mit der Uraufführung von La fanciulla del West (Das Mädchen aus dem goldenen Westen) gab er 1910 an der Metropolitan Opera in New York City ein glanzvolles Debut (mit Arturo Toscanini als Dirigent und Enrico Caruso als Sänger). Seine Oper Turandot blieb unvollendet. Die von Uliana Pernazza nach einem 1900 fotografierten Porträt[505] gestaltete Münze zeigt links den Namen des Komponisten „G. PUCCINI“ und rechts den des Ausgabestaats „SAN MARINO“ sowie unten das Ausgabejahr „2014“. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom steht links und rechts unten die Ligatur „UP“ der Initialen der Designerin.
     
    Luxemburg 2014 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 14. Oktober 2014 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin 1989 [506][507] 103.000
    Beschreibung:[508] Vor dem Brandenburger Tor – von der Quadriga gekrönt, auf der die Siegesgöttin Viktoria den Frieden in die Stadt bringt – sind Mauersteine dargestellt, hinter denen Stacheldraht als Symbol der Unterdrückung und Unfreiheit sichtbar ist und in deren Lücke ein Olivenzweig als Zeichen des Friedens erscheint. Als fünfzeilige Inschrift in den Mauersteinen wird der Ausgabeanlass mit „XXV ANNIVERSARIO DEL CROLLO DEL MURO DI BERLINO“ (25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer) angegeben. Rechts sind mit „1989“ und „2014“ die Jahre des Mauerfalls und der Münzausgabe bezeichnet. Oben steht „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt), unten das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Die Signets „G. TITOTTO“ der Designerin Gabriella Titotto und „C.M.INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Claudia Momoni erscheinen links.
     
    Portugal 2014 PortugalPortugal Portugal 31. Oktober 2014 Internationales Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft [509][510] 520.000
    Beschreibung:[511] Die von Helder Batista gestaltete Münze ist dem Internationalen Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft („IYFF 2014“) gewidmet. Neben landwirtschaftlichen Geräten wie Schaufel, Hacke und Rechen sind – zum Trocknen des Getreides – gegeneinander gelehnte Garben abgebildet, eine im südlichen Afrika blühende Strelitzie, ein stilisiertes Hühnchen (vermutlich ein – auf Portugiesisch galinha-d’angol, Angolahuhn – genanntes Helmperlhuhn) und davor Kartoffeln und Kürbisse. Kreisförmig sind der Ausgabeanlass „AGRICULTURA FAMILIAR“ (familiäre Landwirtschaft), „PORTUGAL 2014“ sowie mit „INCM–H.BATISTA“ das Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon und das Signet des Designers dargestellt.
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    Luxemburg 2014 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 6. November 2014 50. Jahrestag der Thronbesteigung Großherzog Jeans
    13. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [512][513] 512.000
    Beschreibung:[514] Die zum Gedenken an die 1964 erfolgte Thronbesteigung Großherzog Jeans geprägte Münze zeigt sein Porträt und das des amtierenden Großherzogs Henri unter der stilisiert dargestellten Krone Luxemburgs[515] mit dem Reichsapfel. Der obere Rand der Pille trägt kreisförmig die Inschrift „50e ANNIVERSAIRE DE L’ACCESSION AU TRÔNE DU GRAND-DUC JEAN“ (50. Jahrestag der Thronbesteigung durch Großherzog Jean). Die von Alain Hoffmann gestaltete Münze nennt unter den Porträts die Namen „Jean“ und „Henri“. Links oben steht die Jahreszahl „1964“, unten „2014“, flankiert vom Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers und dem niederländischen Münzstättenzeichen.
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    Finnland 2014 FinnlandFinnland Finnland 10. November 2014 100. Geburtstag Ilmari Tapiovaaras [516][517] 1.000.000
    Beschreibung:[518] Ilmari Tapiovaara (1914–1999), finnischer Innenarchitekt und Designer, arbeitete u. a. in den Büros von Alvar Aalto in London und Le Corbusier in Paris – zu seinen Schülern wiederum zählt Eero Aarnio. Als Gastprofessor am Illinois Institute of Technology hatte Tapiovaara auch regen Kontakt mit Ludwig Mies van der Rohe. Er entwickelte mit Vorliebe zerleg- bzw. stapelbare Sitzmöbel. 1971 erhielt er den Finnischen Staatspreis für Design. Die von Harri Koskinen gestaltete Münze nennt in Kreisform den Namen des Jubilars sowie seine Lebensdaten „ILMARI TAPIOVAARA 1914 – 1999“ und zeigt ein Detail eines für ihn charakteristischen Stuhles. Rechts ist das Ausgabejahr „2014“, das Landeskürzel „FI“ und das Münzstättenzeichen zu sehen.
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    Slowenien 2014 SlowenienSlowenien Slowenien 17. November 2014 600. Jahrestag der Krönung Barbara von Cillis [519][520] 1.000.000
    Beschreibung:[521] Am 8. November 1414 wurden Sigismund von Luxemburg und Barbara von Cilli in Aachen zum Königspaar des Heiligen Römischen Reiches gekrönt. Bereits seit 1408 war Barbara Königin von Ungarn und Kroatien. 1408 gründete das Königspaar nach dem Vorbild des St.Georg-Ordens den Drachenorden. Bis Ende 1415 nahm Barbara an der Seite Sigismunds am Konzil von Konstanz und 1429 am Luzker Kongress teil. 1433 wurde sie römisch-deutsche Kaiserin, 1437 – kurz vor dem Tod Sigismunds – zudem Königin von Böhmen. Neben ihrem großen politischen Einfluss (1412–1418 fungierte sie mehrfach als Statthalterin ihres Mannes in Ungarn) hatte sie auch einen Ruf als Astrologin und Alchemistin. 1451 starb sie im böhmischen Mělník an der Pest und wurde in der Fürstengruft im Veitsdom in Prag beigesetzt (Sigismund ruht in der Domkirche in Oradea). Barbara Celjska (so ihr slowenischer Name) ist schraffiert dargestellt mit einem Tatzenkreuz auf dem Haupt, einem Zepter und den drei sechszackigen Sternen der Grafen von Cilli, die ursprünglich dem Wappen der Grafen von Heunburg entstammen und heute das Wappen Sloweniens zieren. Der Name des Ausgabestaats „SLOVENIJA“ (Slowenien) ist – schräg ansteigend – links, „BARBARA CELJSKA“ und die Jahreszahlen „1414–2014“ sind rechts zu sehen. Gestaltet wurde die Münze von Primož Fijavž, Boštjan Botas Kenda sowie Peter Rauch und geprägt von der Königlichen Niederländischen Münze in Utrecht.
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    Frankreich 2014 FrankreichFrankreich Frankreich 24. November 2014 Welt-AIDS-Tag [522][523] 3.020.000
    Beschreibung:[524] Der Welt-AIDS-Tag wird jeweils am 1. Dezember begangen. Die als Symbol für den Kampf gegen Aids bekannte Rote Schleife in Form des umgedrehten Buchstabens „V“ wurde von der Künstlergruppe Visual Aids Artists Caucus und dem amerikanischen Maler Frank Moore geschaffen. Sie soll am Herzen getragen werden und symbolisiert die Solidarität mit allen Aidskranken. Am Tag, an dem die Krankheit besiegt ist, soll die Schleife umgedreht werden, so dass das „V“ für „victory“ erscheint. Bei den Normalprägungen ist sie – den heraldischen Regeln der Tingierung folgend – durch senkrechte Schraffur mit der Tinktur Rot dargestellt. Bei je 10.000 Exemplaren der Stempelglanz- sowie der Spiegelglanz-Prägung ist die Schleife mit planer Oberfläche geprägt[525] und rot koloriert. Qua Ausgabe durch Frankreich wurden die kolorierten Varianten zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Eigentlich sollte es kolorierte Umlaufmünzen nicht geben; jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesondert verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416] Oben ist der Gedenktag „1er DÉCEMBRE“ zu sehen, auf den Bändern steht „JOURNÉE MONDIAL CONTRE LA SIDA“ (Welt-Tag gegen AIDS). Unten sind das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) und das Ausgabejahr „2014“ abgebildet, links ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und rechts ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos. Der Münzentwurf entstammt den Ateliers de Gravures der Monnaie de Paris.
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    Spanien 2014 SpanienSpanien Spanien 10. Dezember 2014 Thronwechsel von Juan Carlos I. zu Felipe VI. [526][527] 8.132.500
    Beschreibung:[528] Am 19. Juni 2014 wurde Felipe VI. aus dem Hause Bourbon-Anjou König von Spanien, als Nachfolger seines Vaters Juan Carlos I., der abdankte. Die von Alfonso Morales Muñoz gestaltete Münze zeigt ein Doppelportrait des regierenden Königs im Vordergrund und seines Vorgängers im Hintergrund, das gegenüber der Abbildung im Amtsblatt leicht verändert wurde. Unten steht „ESPAÑA – 2014“ (Spanien 2014), rechts ist ein gekröntes „M“ dargestellt als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid.
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    Andorra 2014 AndorraAndorra Andorra 29. Februar 2016 20 Jahre Mitgliedschaft im Europarat [529][530] 105.000
    Beschreibung:[531] Anlässlich der 20-jährigen Mitgliedschaft Andorras im Europarat gestaltete die italienische Medailleurin Orietta Rossi die erste andorranische 2-Euro-Gedenkmünze. Sie zeigt das Wappen Andorras mit dem lateinischen Wahlspruch „VIRTVS VNITA FORTIOR“ (Virtus unita fortior, Vereinte Tugend ist stärker) – im Wappenschild Mitra und Krummstab des Bischofs von Urgell, Kofürst von Andorra, drei Pfähle des Wappens von Foix bzw. vier Kataloniens und die zwei Kühe der Grafen von Béarn. Oben steht „ANDORRA AL CONSELL D’EUROPA“ (Andorra im Europarat), neben dem Wappen die Ziffer „20“ mit einer von den zwölf Europasternen gebildeten kreisförmigen Null, sowie darunter das Prägejahr „2014“. Andorranische Münzen werden alternierend in den Ländern der Kofürsten von Andorra geprägt; 2014 geschah dies in der spanischen Königlichen Münzstätte Real Casa de la Moneda in Madrid. Wegen organisatorischer Probleme konnte die Münze erst 2016 ausgegeben werden.

    Jahrgang 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
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    Deutschland 2015 DeutschlandDeutschland Deutschland 30. Januar 2015 Hessen (Frankfurter Paulskirche)
    10. Münze der Bundesländerserie
    [532][533] 30.767.100
    Beschreibung:[534] Dargestellt ist anlässlich der hessischen Bundesratspräsidentschaft die Südansicht der Frankfurter Paulskirche. Die 1789–1833 erbaute evangelische Hauptkirche Frankfurts, ein klassizistischer Rundbau des Architekten Johann Friedrich Christian Hess, war 1848–1849 Tagungsort der Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung, der ersten frei gewählten deutschen Volksvertretung. Am 18. März 1944 brannte die Paulskirche nach einem der Luftangriffe auf Frankfurt am Main aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als erstes historisches Gebäude Frankfurts wiederaufgebaut und zum hundertsten Gedenktag der Nationalversammlung am 18. Mai 1948 als Haus aller Deutschen wiedereröffnet. Seitdem ist sie ein nationales Denkmal und wird für Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen genutzt. Unten steht „HESSEN“, oben links das Ausgabejahr „2015“, oben rechts das Landeskürzel „D“ (Deutschland), unten links das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg). Der Münzentwurf stammt von Heinz Hoyer, dessen Initialen „HH“ rechts unten erscheinen.

    Als Münzmotiv Hessens war ursprünglich der Römer in Frankfurt am Main vorgesehen.

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    Deutschland 2015 DeutschlandDeutschland Deutschland 30. Januar 2015 25 Jahre Deutsche Einheit [535][536] 30.517.100
    Beschreibung:[537] Im Vordergrund zeigt die Münze eine jubelnde Menschenmenge, die den Neubeginn und den Aufbruch in eine bessere Zukunft symbolisiert; im Hintergrund ist das Symbol der deutschen Einheit zu sehen, das Brandenburger Tor – gekrönt von der Quadriga, auf der die Siegesgöttin Viktoria den Frieden in die Stadt bringt. Die dreifache Wiederholung der Willensbekundung der Bevölkerung „WIR SIND EIN VOLK“, halbkreisförmig auf der rechten Seite dargestellt, versinnbildlicht den kollektiven Ausdruck des Willens der deutschen Bürger auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung. Am 3. Oktober 1990 erfüllte sich der Auftrag des Grundgesetzes an das deutsche Volk, die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden, indem die Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland beitrat. Der Münzentwurf des Bildhauers Bernd Wendhut wurde seinerzeit mit dem 2. Preis des Gestaltungswettbewerbs zur Motivfindung für eine 10‐Euro‐Gedenkmünze zum Thema 20 Jahre Deutsche Einheit ausgezeichnet. Der Designer lässt zwei der jubelnden Figuren ein stilisiertes Eurozeichen hochhalten als Symbol, dass „Deutschland ein Teil Europas“ sei.[538] Links steht halbkreisförmig „25 JAHRE DEUTSCHE EINHEIT 2015“, neben dem Brandenburger Tor das Landeskürzel „D“ (Deutschland). Das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) erscheint unten links. Im Oktober 2015 ist eine motivgleiche 25-Euro-Münze in Feinsilber (999/1000) geprägt worden.
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    Frankreich 2015 FrankreichFrankreich Frankreich 30. Januar 2015 70 Jahre Frieden und Sicherheit in Europa [539][540] 4.020.500
    Beschreibung:[541] 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht in Europa Frieden und Sicherheit, nicht zuletzt, da die Europäer die Europäische Union schufen, um Frieden und Wohlstand zu sichern – verschiedene Kulturen, Traditionen und Sprachen einbeziehend. Der Münzdesigner Joaquin Jimenez wählte als Motiv eine Friedenstaube, die im Schnabel einen Ölzweig trägt, dessen Blätter als zwölf Sterne der Europaflagge ausgebildet sind. Die 28 Mitgliedstaaten der EU werden durch ihre Länderkürzel wiedergegeben.[542] Links sind ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos abgebildet, unten das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik), rechts daneben der Europastern des Eurosternmünzen-Programms,[543] sowie das Signet des Designers[544] und das Ausgabejahr „2015“ rechts.
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    Spanien 2015 SpanienSpanien Spanien 30. Januar 2015 Höhle von Altamira und Altsteinzeitliche Höhlenmalereien in Nordspanien
    6. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [545][546] 4.104.700
    Beschreibung:[547] Als frankokantabrische Höhlenkunst wird ein Kunstkreis des Jungpaläolithikums bezeichnet, dessen Verbreitungsgebiet in Südfrankreich und Nordspanien liegt. In den dortigen Höhlen entstanden im Laufe von etwa 20.000 Jahren Malereien, Reliefs und Zeichnungen, vor allem an den Wänden (daher auch Parietalkunst genannt). Diese eiszeitliche Kunst ist oft von hoher künstlerischer Qualität. Die vor 14.000 bis 16.000 Jahren geschaffenen steinzeitlichen Höhlenmalereien in der 1868 entdeckten Höhle von Altamira nahe Santillana del Mar in Kantabrien stellen Jagdwild dar. Das von Alfonso Morales Muñoz gestaltete Motiv der Gedenkmünze zeigt einen Wisent.[548][549][550] Seit 1979 ist die Höhle von Altamira nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich, da durch die feucht-warme Atemluft der Besucher schwere Schäden an den Malereien entstanden. Oben steht der Ausgabestaat „ESPAÑA“ (Spanien), rechts ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid, unten das Ausgabejahr „2015“.
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    Lettland 2015 LettlandLettland Lettland 10. Februar 2015 Lettlands Vorsitz im Rat der Europäischen Union [551][552] 1.025.000
    Beschreibung:[553] Lettlands Ratsvorsitz in der ersten Jahreshälfte 2015 ist der erste seit seinem EU-Beitritt 2004. Seine Prioritäten sind eingebettet in das 18-Monats-Programm der Trio-Ratspräsidentschaft von Italien, Lettland und Luxemburg. Die von Gunārs Lūsis gestaltete Münze, deren Gipsmodell Jānis Strupulis fertigte, zeigt das Logo der Lettischen Präsidentschaft, ein stilisiertes Mühlrad, das Wohlstand und Erfolg symbolisieren und für kreatives und produktives Arbeitsethos stehen soll. Ergänzt wird es durch die Aufschrift „LATVIJAS PREZIDENTŪRA ES PADOMĒ“ („Vorsitz Lettlands im Rat der EU“) und die Angabe der Webseite „EU2015.LV“.[554] 2010, anlässlich der belgischen Ratspräsidentschaft, war erstmals auf einer Gedenkmünze eine Webseite („eutrio.be“, mit Infos zur Ratspräsidentschaft) angegeben worden. Geprägt wurde die Münze als Normalprägung und im Herstellungsverfahren „Spiegelglanz“ in der deutschen Staatlichen Münze Baden-Württemberg in Stuttgart, als „Polierte Platte“ in der Staatlichen Münze Baden-Württemberg in Karlsruhe.
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    Finnland 2015 FinnlandFinnland Finnland 18. Februar 2015 150. Geburtstag des Komponisten Jean Sibelius [555][556] 1.000.000
    Beschreibung:[557] Johan Julius Christian („Jean“) Sibelius (1865–1957) war ein finnischer Komponist am Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem durch sein Violinkonzert sowie seine Sinfonischen Dichtungen, z. B. Finlandia, bekannt. Die anlässlich seines 150. Geburtstags von Nora Tapper gestaltete Gedenkmünze stellt den Sternenhimmel zwischen Kiefern über seinem Grab in Ainola dar. Rechts sind das Landeskürzel FI sowie das Münzstättenzeichen angegeben.[558]
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    San Marino 2015 San MarinoSan Marino San Marino 8. April 2015 750. Geburtstag Dante Alighieris [559][560] 102.400
    Beschreibung:[561] Dante Alighieri (1265–1321) war ein italienischer Dichter und Philosoph. Er überwand mit der um 1307 bis 1320 in Altitalienisch (bzw. Toskanisch) verfassten Göttlichen Komödie das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienische zu einer Literatursprache. Er gilt als einer der bekanntesten Autoren der italienischen Literatur sowie des europäischen Mittelalters. Zu seinem 750. Geburtstag schuf Annalisa Masini den Münzentwurf nach einem 1495 entstandenen Gemälde Sandro Botticellis. Es zeigt den Dichter im Profil, einen Lorbeerkranz auf dem Haupt und daneben einen stilisierten Buchrücken mit übereinanderstehenden, den Namen „DANTE“ bildenden Majuskeln, die einer der ersten Ausgaben der Divina Commedia entlehnt sind. Rechts ist der Name des Ausgabestaats „SAN MARINO“ zu sehen, daneben (v. o. n. u.) befinden sich das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom, die Jahreszahlen „1265“ und „2015“ sowie das Signet „AM“ der Designerin.
     
    Portugal 2015 PortugalPortugal Portugal 25. April 2015 150 Jahre Portugiesisches Rotes Kreuz [562][563] 520.000
    Beschreibung:[564] Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Portugiesischen Roten Kreuzes zeigt das Münzmotiv dessen Emblem, ein Griechisches Kreuz, mehrfach aneinandergereiht, um die Ausweitung der humanitären Hilfe in Portugal und im Ausland zu veranschaulichen. Im Hintergrund ist der Umriss einer Hand zu sehen, die die verschiedenen Arten von Hilfe symbolisiert, die das Rote Kreuz den Menschen leistet. Oben ist der Wappenschild aus dem Wappen Portugals abgebildet, darunter der Staatsname „PORTUGAL“. Links steht halbkreisförmig der Ausgabeanlass „CRUZ VERMELHA PORTUGUESA“ (Portugiesisches Rotes Kreuz). Unten werden die Jahreszahlen „• 1865 • 2015“ dargestellt, rechts „INCM“ als Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon sowie die Initialen „A.M.“ des Münzgestalters António Marinho.
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    Italien 2015 ItalienItalien Italien 29. April 2015 Expo 2015 in Mailand [565][566] 3.554.820
    Beschreibung:[567] „NUTRIRE IL PIANETA“ (den Planeten ernähren) lautet der erste Teil des Mottos der Weltausstellung, „energia per la vita“ (Energie für das Leben) der zweite. Es soll Technologie, Innovation, Kultur, Tradition und Kreativität mit den Themen Ernährung und Essen verbinden und knüpfte damit an Themen an, die bereits in früheren Weltausstellungen eine Rolle spielten. Durch die stilisierte Darstellung einer Erdhalbkugel und darüber eines gewässerten Samenkorns vor der Keimung sowie einer Weintraube, eines Olivenzweiges und einer Weizenähre visualisiert die Münzgestalterin Maria Grazia Urbani das Thema. Unten ist das Logo der Expo 2015 abgebildet, eine Überlagerung der Schriftzeichen EXPO und 2015, darunter steht „MILANO 2015“ (Mailand 2015). Rechts ist die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) dargestellt und das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Links sind die Initialen „MGU“ der Designerin zu sehen.
     
    Malta 2015 MaltaMalta Malta 25. Mai 2015 Erster Flug von Malta [568][569] 325.000
    Beschreibung:[570] Nachdem der Prototyp des zweisitzigen Wasserflugzeugs Short Admiralty Type 135 mit der Seriennummer 136 an dem britischen Angriff auf Cuxhaven am 25. Dezember 1914 teilgenommen hatte,[571] wurde er mit dem Flugzeugmutterschiff HMS Ark Royal nach Malta transportiert. Dort startete das Wasserflugzeug, gesteuert von Cecil Francis Kilner,[572] am 13. Februar 1915 vom Grand Harbour in Vittoriosa aus und landete nach einer Flugzeit von 55 Minuten wieder im Hafen – der Flug markierte den Beginn der maltesischen Luftfahrt.[573] Danach wurde die Maschine bei den Dardanellen als Begleitung von Schiffskonvois und zur Bekämpfung feindlicher U-Boote eingesetzt, bewaffnet mit zwei 50-kg-Torpedos. Die von Noel Galea Bason gestaltete Gedenkmünze wurde allerdings inspiriert durch ein Foto eines ähnlichen Flugzeugs mit der Seriennummer 320, dargestellt im Flug über die Festungsanlage Fort St. Angelo in Senglea. Oben befinden sich der halbkreisförmige Schriftzug „FIRST FLIGHT FROM MALTA“ (erster Flug von Malta) sowie rechts die Jahreszahlen „1915 – 2015“. Unten links stehen die Inschrift „100TH ANNIVERSARY“ (100. Jahrestag) und darunter die Initialen „NGB“ des Münzdesigners. Die Prägung erfolgte in der niederländischen Münzstätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht; Exemplare in Coincards tragen zwischen dem 5- und 6-Uhr-Stern deren Münzstättenzeichen, einen Hermesstab.
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    Luxemburg 2015 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 8. Juni 2015 15. Jahrestag der Thronbesteigung Großherzog Henris
    14. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [574][575] 517.500
    Beschreibung:[576] Auf der Gedenkmünze ist Großherzog Henri zusammen mit Großherzogin Maria Teresa Mestre abgebildet. Unter den Porträts findet sich der Schriftzug „15e anniversaire de l’accession au trône de S.A.R. le Grand-Duc“ (15. Jahrestag der Thronbesteigung S. Kgl. H. des Großherzogs). Die von Alain Hoffmann gestaltete Münze ist in MPI-Prägetechnik (Minted Photo Image) bei der niederländischen Münzstätte gefertigt, deren Münzstättenzeichen rechts unten neben dem Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers erscheint. Das Ausgabeland wird – in französisch – mit „Luxembourg“ bezeichnet, nicht mit „Lëtzebuerg“ (Luxemburg) in der Nationalsprache Luxemburgisch. Ebenfalls oben rechts stehen die Jahreszahlen „2000“ und „2015“.
     
    Malta 2015 MaltaMalta Malta 23. Juni 2015 Ausrufung der Republik Malta 1974
    5. Münze der Serie Verfassungsgeschichte
    [577][578] 435.000
    Beschreibung:[579] Malta wurde 1974 im Anschluss an Verfassungsänderungen, die von einer großen Mehrheit des maltesischen Parlaments getragen wurden, zu einer Republik erklärt. Das Münzmotiv stellt eine an der Fassade des Präsidentenpalastes[580] in Valletta angebrachte Marmortafel dar. Sie zeigt das von 1975 bis 1988 geltende Staatswappen Maltas.[581][582] Darauf ist ein „Dgħajsa“ oder „Dgħajsa tal-Pass“ genanntes Wassertaxi abgebildet, dessen Bootstyp – wie der der Luzzu genannten maltesischen Fischerboote – möglicherweise phönizischen Ursprungs ist. Neben zwei landwirtschaftlichen Geräten, einer Schaufel und einer „Worfgabel“, mit der das gedroschene Getreide in die Luft geworfen wird, um es von der Spreu zu trennen, ist ein Feigenkaktus dargestellt. Der Gedenktext lautet: „13 TA‘ DIĊEMBRU 1974 MALTA KBURIJA LI L-PARLAMENT TAGHHA B‘ MAĠĠORANZA KBIRA IDDIKJARAHA REPUBBLIKA L-AQWA ĠIEH LI KISBET GHALL-EWWEL DARRA FIL-ĠRAJJA TAGHHA“ (13. Dezember 1974 Malta ist stolz darauf, dass sein Parlament es mit großer Mehrheit zur Republik erklärt hat, dem Besten, das zum ersten Mal erreicht wurde). Der Münzentwurf stammt von Ġanni Bonnici. Oben steht „MALTA – Republic 1974“, unten „2015“. Die Prägung erfolgte in der niederländischen Münzstätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht; in Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen zwischen dem 5- und 6-Uhr-Stern deren Münzstättenzeichen, einen Hermesstab.
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    Italien 2015 ItalienItalien Italien 26. Juni 2015 750. Geburtstag Dante Alighieris [583][584] 3.515.000
    Beschreibung:[585] Durante degli Alighieri genannt „Dante“ (1265–1321), italienischer Philosoph, war einer der bedeutendsten Dichter des europäischen Mittelalters. Er überwand mit der Göttlichen Komödie das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienische zu einer Literatursprache. Die von Silvia Petrassi anlässlich seines 750. Geburtstags gestaltete Gedenkmünze zeigt Dante nach einem 1465 in der Kathedrale von Florenz geschaffenen Fresko Domenico di Michelinos mit einem offenen Buch in der linken Hand, vor dem Läuterungsberg („Purgatorio“) aus der Göttlichen Komödie. Hinter der von einem Engel bewachten Pforte büßen die Seelen auf sieben Terrassen, sich dem Licht entgegenschraubend. Oben steht der Name des Dichters „DANTE ALIGHIERI“, darunter als Landeskennung die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik), rechts ist das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt. Unten stehen zweizeilig die Jahresangaben „1265“ und „2015“ als Geburtsjahr Dantes bzw. Ausgabejahr der Münze und links die Initialen „SP“ der Designerin.
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    Portugal 2015 PortugalPortugal Portugal 15. Juli 2015 Erste Kontakte Portugals mit Timor vor 500 Jahren [586][587] 520.000
    Beschreibung:[588] 1515 landete das erste portugiesische Schiff auf Timor, einer der Kleinen Sundainseln – 1586 wurde ein Großteil der Insel zur Kolonie Portugiesisch-Timor erklärt. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit Osttimors 1975 besetzte Indonesien das Land. Die wechselvolle Geschichte Osttimors mündete 2002 in der Gründung der – portugiesischsprachigen – Demokratischen Republik Osttimor. Die von Fernando Fonseca gestaltete Gedenkmünze zeigt eine zeitgenössische portugiesische Karavelle mit dem Prankenkreuz des Christusordens auf den Segeln sowie das Dach eines traditionellen timoresischen Hauses mit Holzskulpturen, die an Mythen und Legenden im Kontext mit der animistischen traditionellen Religion erinnern.[589] Der auf der Münze stilisiert dargestellte First symbolisiert die Geschichte der ersten Einwohner, die mit einem „Beiro“[590] genannten Boot vom Malayischen Archipel kamen. Die Silhouette eines „Beiro“-Bootsrumpfes sowie fünf Pferde und ihre Reiter – drei nach rechts und zwei nach links gewandt – zieren den Dachfirst: Angesichts der steilen Berge, die die Insel fast vollständig bedecken, waren Pferde bedeutende Transportmittel. Oben rechts steht „1515 PORTUGAL“, unten links „TIMOR 2015“. Unten ist das Signet des Designers dargestellt, rechts des Dachfirstes das Münzstättenzeichen „INCM“ der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon.
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    Frankreich 2015 FrankreichFrankreich Frankreich 22. Juli 2015 225. Jahrestag des Föderationsfestes [591][592] 4.020.000
    Beschreibung:[593] Am 14. Juli 1790, dem ersten Jahrestag der Erstürmung der Bastille, beging man das Föderationsfest als Fest der Versöhnung und der Einheit aller Franzosen. Ludwig XVI. (1754–1793), König von Frankreich und Navarra, schwor dabei auf Nation und Gesetz (1792 wurde er im Zuge der Französischen Revolution abgesetzt und 1793 durch die Guillotine enthauptet). 1880 wurde der 14. Juli zum Nationalfeiertag erklärt – als Tag, der alle Franzosen eint und an dem die Republik gefeiert wird. Das Münzmotiv zeigt das Profil der Marianne, nationales Symbol Frankreichs, mit einer Jakobinermütze und einer daran getragenen Kokarde, einem kreisförmigen Abzeichen mit den Farben der Trikolore (von innen nach außen: Blau–Weiß–Rot, nach den heraldischen Regeln der Tingierung durch eine – allerdings stilisierte – Schraffur dargestellt). Links steht eine Strophe aus dem 1942 verfassten Gedicht Liberté des französischen Dichters Paul Éluard: Auf alle gelesenen Seiten / Auf alle leeren Seiten / Stein Blut Papier oder Asche / Schreib ich deinen Namen.[594] „Liberté“ – zugleich Devise der Französischen Republik – steht unten auf der Münze, links daneben ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos darüber das Ausgabejahr „2015“, das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) sowie das Signet des Münzgestalters Joaquin Jimenez, ein Quadrat.[544] Im „Journal officiel de la République française“ wurde mitgeteilt, dass es kolorierte Versionen der Gedenkmünze gibt – jeweils 10.000 Exemplare im Herstellungsverfahren Stempelglanz und Polierte Platte.[595] Sie sind somit gesetzliches Zahlungsmittel. Allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Eigentlich sollte es kolorierte Umlaufmünzen nicht geben; jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesondert verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416] Es gibt zwei Prägeversionen, da bei den kolorierten Münzen die drei Segmente der Kokarde mit planer Oberfläche geprägt wurden.
     
    Gemeinschaftsausgabe 2015 FinnlandFinnland Finnland 6. August 2015 Dreißigjähriges Bestehen der EU-Flagge
    Euro-19-Gemeinschaftsausgabe
    [596][597] 500.000
    SlowakeiSlowakei Slowakei 24. September 2015 [598][599] 1.000.000
    NiederlandeNiederlande Niederlande 13. Oktober 2015 [600][601] 1.000.000
    IrlandIrland Irland 16. Oktober 2015 [602][603] 1.000.000
    OsterreichÖsterreich Österreich 30. Oktober 2015 [604][605] 2.500.000
    LettlandLettland Lettland 3. November 2015 [606][607] 1.010.000
    DeutschlandDeutschland Deutschland 5. November 2015 [608][609] 30.125.000
    ItalienItalien Italien 9. November 2015 [610][611] 1.005.000
    FrankreichFrankreich Frankreich 16. November 2015 [612][613] 4.020.000
    LitauenLitauen Litauen 17. November 2015 [614][615] 750.000
    BelgienBelgien Belgien 18. November 2015 [616][617] 412.500
    PortugalPortugal Portugal 30. November 2015 [618][619] 520.000
    Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 30. November 2015 [620][621] 350.000
    SpanienSpanien Spanien 1. Dezember 2015 [622][623] 4.300.000
    LuxemburgLuxemburg Luxemburg 3. Dezember 2015 [624][625] 510.000
    SlowenienSlowenien Slowenien 7. Dezember 2015 [626][627] 1.000.000
    EstlandEstland Estland 10. Dezember 2015 [628][629] 350.000
    MaltaMalta Malta 18. Dezember 2015 [630][631] 300.000
    GriechenlandGriechenland Griechenland 23. Dezember 2015 [632][633] 750.000
    Gesamt: 19 51.402.500
    Beschreibung:[634] Seit 1950 befasste sich der Europarat mit der Gestaltung einer Flagge für Europa. Der Vorschlag, das Emblem der von Richard Coudenhove-Kalergi 1922 gegründeten Paneuropa-Union[635] zu übernehmen, wurde wegen dessen vermeintlich christlicher Symbolik abgelehnt. 1955 einigte man sich auf die am 29. Juni 1985 auch von der Europäischen Gemeinschaft übernommene Europaflagge mit den zwölf (eine Zwölfzahl gilt als Zeichen der Vollkommenheit) goldenen Sternen in kreisförmiger (Einheit symbolisierender) Anordnung auf blauem Hintergrund. Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der EU-Flagge gaben alle 19 EU-Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzten, eine gemeinschaftliche 2-Euro-Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte.[636] Das Ergebnis stand am 28. Mai 2015 fest: Der realisierte Münzentwurf stammt von Georgios Stamatopoulos, Münzdesigner bei der Bank von Griechenland, dessen Initialen „ΓΣ“ rechts unten zu sehen sind. Er zeigt zwölf stilisierte Personen im Kreis um eine Europaflagge mit den zwölf Eurosternen. Die nationalen Prägungen differieren nur in der Nennung der ausgebenden Länder in den jeweiligen Landessprachen. Abweichend davon ist auf der luxemburgischen Münze zusätzlich ein Latentbild Großherzog Henris aufgeprägt, da nach luxemburgischem Recht keine nationale Münze ohne das Bildnis des Staatsoberhauptes herausgegeben werden darf (oder zumindest nicht ohne sein Monogramm[637]).

    Die estnische Münzvariante wurde in der litauischen Münzstätte Lietuvos monetų kalykla in Vilnius geprägt, die maltesische in der Königlichen Niederländischen Münze in Utrecht, die slowenische in der slowakischen Prägeanstalt Mincovňa Kremnica in Kremnica. Lettland beauftragte die Staatliche Münze Stuttgart, Zypern die griechische Münzstätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio in Halandri und Irland ließ die im Herstellungsverfahren Polierte Platte gefertigten Münzexemplare von der Münze Österreich in Wien prägen.

    Im „Journal officiel de la République française“ wird zur französischen Ausgabe der Gemeinschaftsausgabe mitgeteilt, dass bei je 10.000 im Herstellungsverfahren „Spiegelglanz“ bzw. „Polierte Platte“ geprägten Exemplaren die Flagge in Blau koloriert wird.[638] Qua Ausgabe durch Frankreich sind auch sie gesetzliches Zahlungsmittel. Allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Eigentlich sollte es kolorierte Umlaufmünzen nicht geben; jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesondert verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416]

    Die Niederlande haben 1000 PP-Sätze mit drei kolorierten und einer „normalen“ PP-Münze herausgegeben.[639]

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    Belgien 2015 BelgienBelgien Belgien 17. September 2015 2015 – Europäisches Jahr der Entwicklung [640][641] 250.000
    Beschreibung:[642] Das von Luc Luycx gestaltete Münzmotiv zeigt eine Hand, die eine Weltkugel hält, vor der eine Pflanze mit sieben Blättern wächst. Der Schriftzug „2015 EUROPEAN YEAR FOR DEVELOPMENT“ (2015 Europäisches Jahr der Entwicklung) bildet einen Bogen über der Weltkugel. Unter dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ wurde über die Entwicklungspolitik der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten informiert und aktives Engagement gefördert. Das Landeskürzel „BE“ (Belgien) befindet sich unterhalb der Hand, während links davon eine Katze als Münzmeisterzeichen Bernard Gillards und der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel abgebildet sind.
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    San Marino 2015 San MarinoSan Marino San Marino 29. September 2015 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung [643][644] 102.400
    Beschreibung:[645] Das von Erik Spiekermann gestaltete Münzmotiv zeigt das Brandenburger Tor, das sich während des Kalten Krieges auf Ost-Berliner Territorium befand, in zwei Darstellungen, die wie die Finger zweier Hände miteinander verzahnt sind und die Wiedervereinigung der beiden Teile Berlins symbolisieren. Das Tor wurde 1789 bis 1793 nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans errichtet, gekrönt von der Quadriga des Bildhauers Johann Gottfried Schadow, auf der die Siegesgöttin Viktoria den Frieden in die Stadt bringt. Oben bzw. rechts steht halbkreisförmig und zweizeilig als Ausgabeanlass „25° ANNIVERSARIO DELLA RIUNIFICAZIONE DELLA GERMANIA 1990–2015“ (25. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands 1990–2015), unten bezeichnet „SAN MARINO MMXV“ den Ausgabestaat und das Jahr 2015 in römischer Zahlschrift. Rechts ist das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom abgebildet, links das Signet „ES“ des Designers.
     
    Vatikan 2015 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 6. Oktober 2015 VIII. Weltfamilientreffen 2015 – Philadelphia [646][647] 114.000
    Beschreibung:[648] Das Motiv zeigt zwei aus je drei Personen bestehende Familien, die die Weltkugel umarmen. Sichtbar sind die Umrisse beider Amerikas. Das Motiv wird von zwei halbkreisförmigen Inschriften umrahmt: oben „VIII INCONTRO MONDIALE DELLE FAMIGLIE“ (VIII. Welttreffen der Familien) und unten „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt). Links sind die Signets „C.PRINCIPE“ der Münzdesignerin Chiara Principe und „E.L.F. INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) des Medailleurs Ettore Lorenzo Frapiccini zu sehen, oben das Ausgabejahr „2015“ und rechts das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom.
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    Luxemburg 2015 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 15. Oktober 2015 125. Jahrestag der Luxemburger Dynastie Nassau-Weilburg
    15. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [649][650] 511.500
    Beschreibung:[651] Auf der linken Seite der von Alain Hoffmann gestalteten Münze finden sich das Bildnis Großherzog Henris und auf der rechten Seite, in kreisförmiger Anordnung und zeitlicher Reihenfolge der Thronbesteigung, die Porträts der ab 1890 aus dem Haus hervorgegangenen Großherzöge von Luxemburg: Adolphe, Guillaume IV., Marie-Adélaïde, Charlotte und Jean. Rechts steht halbkreisförmig „1890 – Dynastie Nassau-Weilbourg“. In senkrechter Stellung in der Mitte des Münzmotivs sind der Ausgabestaat „Luxembourg“ (in französisch, nicht „Lëtzebuerg“ in der Nationalsprache Luxemburgisch) und die Jahreszahl „2015“ angegeben. Die Münze wurde bei der niederländischen Münzstätte gefertigt.
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    Finnland 2015 FinnlandFinnland Finnland 22. Oktober 2015 150. Geburtstag des Malers Akseli Gallen-Kallela [652][653] 500.000
    Beschreibung:[654] Akseli Gallen-Kallela (1865–1931) war ein schwedischsprachiger finnischer Maler, Architekt und Designer. Er ist besonders für seine Illustrationen zum finnischen Nationalepos Kalevala bekannt. Der Münzgestalter Hannu Veijalainen wählte aus dessen 1897 geschaffenem Gemälde Lemminkäinens Mutter[655] zwei Bildelemente: den Schwan von Tuonela, dem Fluss der Unterwelt, sowie die den sinkenden Geist symbolisierenden Wellen. Das Kürzel des Ausgabestaats „FI“ ist am rechten Ende der Horizontlinie angegeben. Unten sind eine Malerpalette, Gallen-Kallelas Geburtsjahr „1865“ und das Ausgabejahr „2015“ sowie das Münzstättenzeichen zu sehen, flankiert von „AKSELI GALLEN“ links und „KALLELA“ rechts.
     
    Slowakei 2015 SlowakeiSlowakei Slowakei 23. Oktober 2015 200. Geburtstag Ľudovít Štúrs [656][657] 1.000.000
    Beschreibung:[658] Ľudovít Štúr (1815–1856) gilt als herausragende Persönlichkeit der slowakischen Nationalbewegung im damaligen Österreich-Ungarn. Als Philologe und Schriftsteller begründete er die heutige Version der slowakischen Literatursprache durch Einführung einer neuen phonetischen Orthographie. Als eine der höchsten Auszeichnungen der Slowakei wurde 1994 der Ľudovít-Štúr-Orden gestiftet, der jährlich verliehen wird. Das nach einem Gemälde[659] von Jozef Božetech Klemens (1817–1883) gestaltete Porträt umgeben links die Inschrift „ĽUDOVÍT ŠTÚR“ und sein Geburts- und Todesjahr „1815–1856“, rechts das Ausgabejahr „2015“ sowie der Name des Ausgabestaates „SLOVENSKO“ (Slowakei). Oben rechts befindet sich das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln. Die ligierten Initialen „IR“ des Münzgestalters Ivan Řehák befinden sich unten rechts.
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    Slowenien 2015 SlowenienSlowenien Slowenien 9. November 2015 EmonaLjubljana [660][661] 1.000.000
    Beschreibung:[662] Emona, an der Stelle des heutigen Ljubljana, war ein vor 2000 Jahren gegründetes römisches Militärlager (lat. Castrum).[663][664] Das von Matej Ramšak gestaltete Münzmotiv zeigt eine Buchstabenkomposition des Wortes „EMONA“ bzw. „AEMONA“ und eine stilisierte Darstellung des Grundrisses der Siedlung. Das doppelte „M“ bedeutet in der Römischen Zahlschrift „2000“. Halbkreisförmig werden mit „EMONA LJUBLJANA SLOVENIJA 2015“ unten rechts der Anlass (Emona Ljubljana), Slowenien als Ausgabestaar und das Prägejahr genannt. Die Münze wurde von der slowakischen Prägestätte Mincovňa Kremnica in Kremnica gefertigt.
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    Monaco 2015 MonacoMonaco Monaco 14. November 2015 800. Jahrestag der Grundsteinlegung der ersten Befestigung auf dem Felsen [665][666] 10.000
    Beschreibung:[667] Das heutige Monaco war ein antiker Handelsplatz der Phönizier und später der Griechen, die hier an der Nordküste des westlichen Mittelmeers einen Herakles-Tempel errichtet hatten, der bald den Beinamen „Monoikos“ (einzelnes Haus) erhielt. Als der Ort ein römischer Hafen wurde, erhielt er den Namen „Herculis Monoeci Portus“, woraus verkürzt Monaco entstand. 1215 fasste die zum Patriziat der Republik Genua gehörende Familie Grimaldi hier Fuß. Das vom Atelier de Gravures der Monnaie de Paris gestaltete Münzmotiv zeigt einen Turm auf einem Felsen am Meer. Unten wird als Ausgabeanlass „1215 ♦ FONDATION DE LA FORTERESSE ♦ 2015“ (1215 ♦ Gründung der Festung ♦ 2015) genannt und oben „MONACO“ als Ausgabestaat, flankiert links vom französischen Münzstättenzeichen, einem Füllhorn, rechts einem Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.[261] Diese Münze wurde in der außergewöhnlich geringen Auflage von 10.000 Exemplaren im Herstellungsverfahren „Polierte Platte“ geprägt.
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    Lettland 2015 LettlandLettland Lettland 1. Dezember 2015 Der Storch [668][669] 1.000.000
    Beschreibung:[670] Von Mitte April bis Ende August prägen die Nester des Weißstorchs und ihre Bewohner die lettische Landschaft – 5 % aller Weißstörche weltweit werden hier erbrütet. Dem scheuen und versteckt brütenden Schwarzstorch – im Baltikum häufiger als in Mittel- und Westeuropa – gilt seit 10 Jahren ein von der vor 30 Jahren gegründeten „Lettischen Ornithologischen Gesellschaft“ gefördertes Schutzprogramm. Störche generell gelten als Symbol für den Naturschutz. Das Motiv des Storches gab es schon auf der vormaligen nationalen Währung Lats, und zwar auf der 1-Lats-Umlaufmünze.[671] Unter dem Motiv ist der Ausgabestaat „LATVIJA“ (Lettland) und darunter das Ausgabejahr „2015“ zu sehen. Die von Olga Šilova gestaltete Münze wurde in der litauischen Münzstätte Lietuvos monetu kalykla in Vilnius geprägt.
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    Litauen 2015 LitauenLitauen Litauen 14. Dezember 2015 Litauische Sprache [672][673] 1.000.000
    Beschreibung:[674] Der deutsche Sprachwissenschaftler August Schleicher (1821–1868) erkannte, dass Litauisch die konservativste, altertümlichste lebende indoeuropäische Sprache ist, hochflektierend mit grammatischen Formen, die sich zum Teil auch im Sanskrit wiederfinden oder in anderen alten – im deutschen Sprachraum als „indogermanisch“ bezeichneten – Sprachen wie Altgriechisch oder Latein. 1861 versuchte er, unter Einbeziehung des Litauischen, die Rekonstruktion der „Protoindoeuropäisch“ genannten Ursprache. 1904 wurde das – ohnehin durch Bücherschmuggel aus Preußen und den Boykott von litauischen Büchern in kyrillischer Schrift unterlaufene – Druckverbot für litauische Bücher in lateinischen Lettern aufgehoben. Die Buchstaben des weitgehend phonetischen litauischen Alphabets bilden den Hintergrund des von Liudas Parulskis gestalteten Münzmotivs, dessen Gipsmodell Giedrius Paulauskis schuf. Das hervorgehobene Wort „AČIŪ“ bedeutet „danke“. Rechts darunter ist das kreisförmige Münzstättenzeichen „LMK“ der Prägeanstalt Lietuvos monetų kalykla in Vilnius dargestellt. Unten sind der Ausgabestaat „LIETUVA“ (Litauen) und darunter die Jahreszahl „2015“ zu lesen.
     
    Griechenland 2015 GriechenlandGriechenland Griechenland 23. Dezember 2015 75. Todestag von Spyros Louis [675][676] 750.000
    Beschreibung:[677] 1896, bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, wurde auf Anregung des Philhellenen Michel Bréal ein Marathonlauf durchgeführt.[678] Seinerzeit wurden den Siegern silberne Medaillen überreicht, der Sieger des Marathonlaufs, Spyros Louis, erhielt zusätzlich einen von Bréal gespendeten Silberpokal überreicht, der im Besitz der Familie unbeschadet das turbulente 20. Jahrhundert überstand und heute im Akropolismuseum präsentiert wird.[679] Den 15 cm hohen Pokal zieren im Jugendstil als Relief gefertigte Vögel, ein Insekt und Sumpfpflanzen wie die Ritterlichkeit symbolisierende Schwertlilie,[680] die früher in den – Mitte des 20. Jahrhunderts trockengelegten – Sümpfen bei Marathon heimisch waren. Die Inschrift lautet: „Olympische Spiele – 1896 – Marathon Pokal – gespendet von Michel Bréal“. Der Münzentwurf stellt den Sportler nach einem zeitgenössischen Foto dar,[681] gekleidet in der Tracht der Evzonen und vor dem als Zieleinlauf dienenden Panathenäischen Stadion, einer Rekonstruktion des um 330 v. Chr. für die Panathenäischen Spiele erbauten Stadions. Links steht der Staatsname „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik) und rechts „75 XΡONIA MNHMHΣ ΣΡYPOY ΛOYH“ (75 Jahre des Gedenkens an Spyros Louis). Über dem Pokal ist das Ausgabejahr „2015“, rechts davon eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri abgebildet. Am unteren Rand des Münzmotivs befindet sich das Signet „ΣΤΑΜ“ des Designers Georgios Stamatopoulos.
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    Andorra 2015 AndorraAndorra Andorra 18. Juli 2016 25. Jahrestag der Unterzeichnung des Zollabkommens mit der Europäischen Union [682][683] 85.000
    Beschreibung:[684] Die anlässlich des 25. Jahrestags der Unterzeichnung des Zollabkommens mit der Europäischen Union von den Ateliers de Gravure[685] der Monnaie de Paris gestaltete Münze zeigt die Umrisse des Fürstentums und darin das Wappen Andorras mit dem lateinischen Wahlspruch „VIRTVS VNITA FORTIOR“ (Virtus unita fortior, Vereinte Tugend ist stärker). Im Wappenschild dargestellt sind Mitra und Krummstab des Bischofs von Urgell, Kofürst von Andorra, drei Pfähle des Wappens von Foix bzw. vier Kataloniens und die zwei Kühe der Grafen von Béarn. Unterhalb davon sieht man zwei gegeneinander laufende Pfeile, die die Zollvereinbarung zwischen Andorra und der EU symbolisieren, sowie deren Beschriftung „1990 ANDORRA“ und „2015“. Die halbkreisförmige zweizeilige Umschrift liest sich „25è aniversari de la Signatura de l’Acord Duaner amb la Unió Europea“ (25 Jahre Unterzeichnung des Zollabkommens mit der Europäischen Union). Andorranische Münzen werden alternierend in den Ländern der Kofürsten von Andorra geprägt; 2015 betraf dies Frankreich mit der Monnaie de Paris in Pessac. Wegen organisatorischer Probleme konnte die Münze erst 2016 ausgegeben werden.
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    Andorra 2015 AndorraAndorra Andorra 18. Juli 2016 30. Jahrestag der gesetzlichen Festlegung des Volljährigkeitsalters auf 18 Jahre [686][687] 85.000
    Beschreibung:[688] 1985 wurden in Andorra das Volljährigkeitsalter und die damit einhergehenden politischen Rechte für Männer und Frauen auf 18 Jahre festgelegt. Die von der italienischen Medailleurin Orietta Rossi gestaltete Münze zeigt partiell einen jungen Menschen bei der Stimmabgabe, dem Einwurf des mit „ANDORRA“ beschrifteten Stimmzettels in die Wahlurne. Darüber werden die Jahreszahlen „1985“ und „2015“ genannt. Die Umschrift lautet „30è ANIVERSARI MAJORIA D’EDAT ALS 18 ANYS“ (30 Jahre Volljährigkeit für 18-Jährige). Andorranische Münzen werden alternierend in den Ländern der Kofürsten von Andorra geprägt; 2015 betraf dies Frankreich mit der Monnaie de Paris in Pessac. Wegen organisatorischer Probleme konnte die Münze erst 2016 ausgegeben werden.

    Jahrgang 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
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    Österreich 2016 OsterreichÖsterreich Österreich 2. Dezember 2015 200. Jahrestag der Gründung der Oesterreichischen Nationalbank [689][690] 16.060.000
    Beschreibung:[691] Das von Herbert Wähner gestaltete Motiv zeigt zwei Götter der römischen Mythologie, die auf dem steinernen Relief über dem Eingang des Hauptgebäudes der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zu sehen sind:[692] Links Merkur, der Götterbote und Gott der Kaufleute und des Handels mit seinem Attribut, einem dem Hermesstab entsprechenden Merkurstab; rechts Fortuna, die Göttin des Schicksals und des Wohlstands, die mit einem Füllhorn dargestellt ist. Im Hintergrund erstreckt sich das vom Architekten Leopold Bauer entworfene Hauptgebäude der OeNB vom linken zum rechten Rand. Entlang des unteren Rands des Münzinneren verläuft ein Band, das auf das rot-weiß-rote Muster der österreichischen Flagge verweisen soll. Nach den heraldischen Regeln der Tingierung symbolisiert eine vertikale Schraffierung zwar die Farbe Rot, nicht jedoch die dargestellte radiale Ausrichtung der Schraffur. Die Jahresangaben „1816“ und „2016“ links von Merkur beziehen sich auf das Gründungsjahr der OeNB und ihr zweihundertjähriges Jubiläum.[693] Oben steht „REPUBLIK ÖSTERREICH“, unten halbkreisförmig „200 JAHRE OESTERREICHISCHE NATIONALBANK“. Die Prägung erfolgte in der Münze Österreich in Wien.
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    Estland 2016 EstlandEstland Estland 7. Januar 2016 100. Geburtstag des Schachgroßmeisters Paul Keres [694][695] 500.000
    Beschreibung:[696] Paul Keres (1916–1975), dem estnischen Schachmeister, wurde 1950 der Titel „Internationaler Großmeister“ verliehen. Die von Riho Luuse gestaltete erste nationale 2-Euro-Gedenkmünze Estlands zeigt ihn im Profil sowie zwei Schachfelder und vier Schachfiguren – (v. l. n. r.) Bauer, König, Springer und Turm – von denen die drei letztgenannten sowohl in erhabener Prägung wie auch (kopfstehend) vertieft als „Negativform“ dargestellt sind. Oben links steht kreisförmig der Schriftzug „PAUL KERES“, auf der linken Seite der Name des Ausgabestaates „EESTI“ (Estland) und darunter das Ausgabejahr „2016“. Gefertigt wurde die Münze in der litauischen Prägestätte Lietuvos monetų kalykla in Vilnius.
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    Irland 2016 IrlandIrland Irland 20. Januar 2016 100. Jahrestag des Osteraufstands 1916 [697][698] 4.500.000
    Beschreibung:[699] Der Osteraufstand von 1916 (irisch Éirí Amach na Cásca, englisch Easter Rising) war ein Versuch militanter irischer Republikaner, die Unabhängigkeit Irlands vom Vereinigten Königreich gewaltsam zu erzwingen. Obwohl militärisch fehlgeschlagen, gilt er als Wendepunkt in der Geschichte Irlands, der – nach dem Unabhängigkeitskrieg 1919–1921 – letztlich zur Unabhängigkeit führte. Die von Emmet Mullins gestaltete erste nationale irische 2-Euro-Gedenkmünze zeigt die von John Smyth (≈1773–1840)[700] geschaffene Statue der Hibernia, ein Symbol Irlands, mit einer Harfe zur Linken und einem Speer in der rechten Hand über dem Portikus des 1818 fertiggestellten Hauptpostamtes in Dublin, mit dessen Einnahme 1916 der Osteraufstand begann. Die Statue, deren Name auf die altgriechische Bezeichnung der Insel zurückzuführen ist, gilt als Zeugin der Ereignisse von 1916 sowie seit hundert Jahren als Sinnbild der Entwicklung des Landes auf der Grundlage der Ideale der Proklamation von Patrick Pearse (dessen Abbild 1966 eine Münze zum 50. Jahrestag des Osteraufstands 1966 zeigt[701]). Ihr Blick ist in die Zukunft gerichtet; sie ist gleichermaßen ein Symbol für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Landes. Oben steht „HIBERNIA“, in Majuskeln ähnlich denen im historischen Book of Kells. Die Sonnenstrahlen sind Sinnbild des Aufstands und der Proklamation, die am Anfang der Entwicklung einer neuen Nation und einer neuen Republik stehen. Neben der Statue sind die Jahreszahlen „1916“ und „2016“, unten der Name des Ausgabestaats „ÉIRE“ (Irland) sowie das Ausgabejahr „2016“ vermerkt. Die Münze wurde von der Prägestätte Lárionad Airgeadra an Bhainc Ceannais / Central Bank Currency Centre in Áth an Ghainimh / Sandyford gefertigt. Im Herstellungsverfahren Polierte Platte produzierte Münzexemplare wurden von der Münze Österreich in Wien geprägt.
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    Deutschland 2016 DeutschlandDeutschland Deutschland 5. Februar 2016 Sachsen (Zwinger in Dresden)
    11. Münze der Bundesländerserie
    [702][703] 30.677.600
    Beschreibung:[704] Die von Jordi Truxa gestaltete Münze stellt den Innenhof des Zwingers in Dresden mit Blick auf das Kronentor dar. Auf der Turmspitze der zwiebelförmigen Kuppel tragen vier Adler die Nachbildung der polnischen Königskrone – das Kronentor verherrlicht das polnische Königsamt Augusts des Starken als fruchtbringende Regierung. Die Nischenfiguren auf der Hofseite zeigen links die von Balthasar Permoser um 1715 geschaffene, den Sommer symbolisierende Ceres,[705] römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe, sowie rechts Pomona, römische Göttin der Baumfrüchte, die in Allegorien den Herbst verkörpert.[706] Oben links ist das Ausgabejahr „2016“ vermerkt, rechts vom Turm befinden sich das Münzstättenzeichen (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) und die Initialen „JT“ des Münzdesigners, unten mittig sind das Landeskürzel „D“ (Deutschland) und darunter der Name „SACHSEN“ zu sehen.
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    Frankreich 2016 FrankreichFrankreich Frankreich 5. Februar 2016 UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016 [707][708] 10.020.500
    Beschreibung:[709] Die „Euro“ genannte Fußball-Europameisterschaft der Männer, die seit 1960 alle vier Jahre stattfindet, wurde vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 in Frankreich ausgetragen. Die siegreiche Mannschaft erhielt eine Miniaturversion des Pokals, der nach dem Initiator des Wettbewerbs, Henri Delaunay, benannt wurde. Die von Miguel Viana gestaltete Münze zeigt vor dem stilisierten Umriss Frankreichs diesen Henri-Delaunay-Pokal mit der dreizeiligen Inschrift „UEFA European Football Championship“ (UEFA-Fußball-Europameisterschaft) sowie links ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und rechts ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos. Mittig rechts sind die Buchstaben „RF“ für République française (Französische Republik) zu lesen, oben der Name des Wettbewerbs „UEFA EURO 2016 FRANCE“. Unten ist ein Fußball dargestellt. Einige grafische Elemente im Hintergrund symbolisieren den sportlichen Wettbewerb, andere die Kulturnation Frankreich (mit den von dort ausgehenden Kunstrichtungen Pointillismus, Art déco und Art brut); die Sechsecke stehen für das Gastgeberland Frankreich, das aufgrund seiner Landesform gelegentlich scherzhaft als „Hexagon“ bezeichnet wird.
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    Spanien 2016 SpanienSpanien Spanien 5. Februar 2016 Altstadt von Segovia mit Aquädukt
    7. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [710][711] 3.400.000
    Beschreibung:[712] Die Altstadt von Segovia gehört seit 1985 zum UNESCO-Welterbe, ebenso der Aquädukt, der vom römischen Kaiser Domitian in Auftrag gegeben und unter Trajan 98 n. Chr. fertiggestellt wurde.[713] Mit 728 m Länge und 118 Bögen von bis zu 28 m Höhe gilt er als besterhaltenes Zeugnis römischer Architektur auf der Iberischen Halbinsel. Er versorgte bis 1974 die Stadt mit Wasser aus Quellen des 17 km südlich der Stadt fließenden Río Frío. In der Mitte des von Alfonso Morales Muñoz gestalteten Motivs ist die Schutzpatronin von Segovia dargestellt, die Jungfrau von Fuencisla.[714] Bernhard von Clairvaux hatte im 12. Jahrhundert Maria den Titel „Aquädukt Gottes“ gegeben.[715] Die Skulptur von Maria mit dem Jesuskind wurde – nach dem unter den Katholischen Königen durchgeführten Wiederaufbau von 36 Bögen – im 16. Jahrhundert am Aquädukt angebracht. Über dem Motiv steht bogenförmig der Name des Ausgabestaats „ESPAÑA“ (Spanien), darunter das Ausgabejahr „2016“ und rechts davon ein gekröntes „M“ als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid.
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    Slowakei 2016 SlowakeiSlowakei Slowakei 7. März 2016 EU-Ratspräsidentschaft 2016 [716][717] 1.000.000
    Beschreibung:[718] Zentrales Element des Motivs ist das Wappen der Slowakischen Republik (byzantinisches Doppelkreuz auf dem Dreiberg) vor dem Hintergrund fächerförmig angeordneter geschwungener Linien, die zur Mitte hin verlaufen – ähnlich den Schaufeln einer Turbine. Das Motiv symbolisiert die Stellung und die Bedeutung der Slowakei während ihres EU-Ratsvorsitzes. Rechts des Staatswappens ist die Jahreszahl „2016“ zu lesen. Kreisförmig werden der Landesname „SLOVENSKO“ (Slowakei) und der Anlass „PREDSEDNÍCTVO SR V RADE EÚ“ (slowakischer EU-Ratsvorsitz) dargestellt. Das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln, und die quadratisch umrahmten ligierten Initialen „VP“ des Münzgestalters Vladimír Pavlica befinden sich am unteren Rand des Motivs. Von der Gesamtauflage von 1 Million wurden 1000 Exemplare im Herstellungsverfahren Polierte Platte ausschließlich für Repräsentationszwecke im Rahmen der Ratspräsidentschaft geprägt.
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    Belgien 2016 BelgienBelgien Belgien 24. März 2016 Olympische Sommerspiele 2016 – Team Belgium [719][720] 375.000
    Beschreibung:[721] Die von Luc Luycx gestaltete Münze zeigt eine stilisierte Figur mit ausgebreiteten Armen, die fünf Olympischen Ringe und den Schriftzug „TEAM BELGIUM“ (Mannschaft Belgiens). Sie ist der Teilnahme Belgiens an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro gewidmet. Links steht, vertikal geschrieben, „2016“, rechts sind (v. o. n. u.) der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel, das Landeskürzel „BE“ (Belgien) und eine Katze als Münzmeisterzeichen Bernard Gillards dargestellt.
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    San Marino 2016 San MarinoSan Marino San Marino 5. April 2016 550. Todestag Donatellos [722][723] 87.400
    Beschreibung:[724] Donato di Niccolò di Betto Bardi (≈1386–1466), genannt Donatello, war ein italienischer Bildhauer der florentinischen Renaissance. Die von Matt Bonaccorsi gestaltete Münze zeigt das Gesicht der um 1440 von ihm für Cosimo de’ Medici geschaffenen Bronzestatue Davids. Dieser ist jugendlich, harmonische Anmut und spielerische Leichtigkeit ausstrahlend, mit lorbeerbekränztem Hut dargestellt, seinen Fuß spielerisch auf den Kopf des Goliat setzend.[725] Es ist die früheste freistehende Aktfigur seit der Antike, heute im Museum Bargello in Florenz. Auf der Pille sind, v. o. n. u., das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom, „SAN MARINO“, „DONATELLO“, die Jahreszahlen „1466–2016“ und die Initialen „MB“ des Designers angegeben.
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    Finnland 2016 FinnlandFinnland Finnland 25. April 2016 90. Todestag des Schriftstellers und Lyrikers Eino Leino [726][727] 1.000.000
    Beschreibung:[728] Zum 90. Todestag Eino Leinos (1878–1926), des finnischen Schriftstellers und Lyrikers der literarischen Neuromantik, gestaltete Pertti Mäkinen dessen nach links gerichtetes Profil aus einer Flamme, einem häufigen Sujet in Leinos Werken.[729] Daneben sind ein nach oben rechts zeigender Schürhaken, das Ausgabejahr „2016“ sowie rechts die Unterschrift „Eino Leino“ dargestellt. Unten links erscheinen „FI“ für den Ausgabestaat und das Münzstättenzeichen.
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    Italien 2016 ItalienItalien Italien 29. April 2016 550. Todestag Donatellos [730][731] 1.500.000
    Beschreibung:[732] Die von Claudia Momoni zum 550. Todestag des italienischen Bildhauers der florentinischen Renaissance Donatello (≈1386–1466) gestaltete Münze zeigt im Profil das Gesicht der um 1440 für Cosimo de’ Medici geschaffenen Bronzestatue Davids, der frühesten freistehenden Aktfigur seit der Antike, heute im Museum Bargello in Florenz. David ist jugendlich, harmonische Anmut und spielerische Leichtigkeit ausstrahlend, mit lorbeerbekränztem Hut dargestellt, seinen Fuß spielerisch auf den Kopf des Goliat setzend.[733] Unten steht „DONATELLO“, links sind zweizeilig sein Todesjahr „1466“ und das Ausgabejahr „2016“ sowie darüber als Landeskürzel die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) dargestellt. Oben ist das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom abgebildet und rechts das Signet „C.M.“ der Designerin.
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    Litauen 2016 LitauenLitauen Litauen 3. Mai 2016 Baltische Kultur [734][735] 1.000.000
    Beschreibung:[736] Der größte archäologische Bernsteinfund der Welt wurde 1860–1881 in Juodkrantė auf der Kurischen Nehrung gemacht,[737] ging aber weitgehend während des Zweiten Weltkrieges verloren.[738] Das von Jolanta Mikulskytė gestaltete Münzmotiv, dessen Gipsmodell Giedrius Paulauskis schuf, zeigt eine ca. 5000 Jahre alte neolithische Bernsteinscheibe, eines der charakteristischsten Symbole der baltischen Kultur. Die Scheibe ist mit einem Kreuz aus gebohrten Punkten versehen – eine Verzierung, die die Erdachse darstellt. Oben befindet sich der Name des Ausgabestaats „LIETUVA“ (Litauen), flankiert durch das kreisförmige Münzstättenzeichen „LMK“ der Prägeanstalt Lietuvos monetų kalykla in Vilnius und das Ausgabejahr „2016“.
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    Portugal 2016 PortugalPortugal Portugal 3. Mai 2016 Teilnahme der Mannschaft Portugals an den Olympischen Sommerspielen Rio 2016 [739][740] 530.000
    Beschreibung:[741] Das Motiv besteht aus einer Abbildung des 2008 geschaffenen Viana-Herzens der Künstlerin Joana Vasconcelos,[742] das der traditionellen Schmuckkunst der Region um Viana do Castelo in Nordportugal nachempfunden ist. Es soll den Geist der Entschlossenheit und Leidenschaft symbolisieren, welcher das portugiesische Volk charakterisiert und insbesondere Sportler, die es bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro vertreten werden. Rechts unten ist das Logo des portugiesischen Olympischen Komitees abgebildet,[743] das die Olympischen Ringe und das dem Christusorden entlehnte Prankenkreuz darstellt. Am rechten Rand der Pille steht „EQUIPA OLÍMPICA DE PORTUGAL 2016“ (portugiesisches Olympia-Team 2016), links „JOANA VASCONCELOS“. Unten befindet sich das Münzstättenzeichen „INCM“ der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon.
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    Luxemburg 2016 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 6. Mai 2016 50-jähriges Bestehen der Großherzogin-Charlotte-Brücke
    16. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [744][745] 517.500
    Beschreibung:[746] Das von Alain Hoffmann gestaltete Münzmotiv zeigt die Großherzogin-Charlotte-Brücke, Hauptverkehrsverbindung zwischen Luxemburgs Stadtzentrum und dem Kirchberg-Plateau, wo die Institutionen der Europäischen Union ansässig sind. Auf der abgebildeten Brücke sind der Schriftzug „Pont Grande-Duchesse Charlotte“ und darunter die Jahreszahl „1966“ eingraviert. Im oberen Teil des Motivs sind das Bildnis des Großherzogs Henri von Luxemburg und das Ausgabejahr „2016“ dargestellt. Im unteren Teil ist der Name des Ausgabestaats „LUXEMBOURG“ (Luxemburg) zu lesen.
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    Italien 2016 ItalienItalien Italien 16. Mai 2016 2200. Todestag von Titus Maccius Plautus [747][748] 1.500.000
    Beschreibung:[749] Plautus (≈254–184 v. Chr.) war einer der ersten und produktivsten Komödiendichter im alten Rom. Das Motiv zeigt Theatermasken aus einem um 100 v. Chr. entstandenen Mosaik, heute in den Kapitolinischen Museen.[750] Sie stellen zwei Charaktere der Neuen Komödie dar, die junge Frau und den Sklaven – mit einer Corona aus Weinreben –, dessen bacchantische Züge die Assoziation an Dionysos wecken, den Gott der Ekstase, des Rausches, der Verwandlung und des Weines. Darüber befinden sich eine halbkreisförmige stilisierte Darstellung eines Theaters der römischen Antike und als Landeskürzel die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik). Unten sind der Name „PLAUTO“ und darüber dessen Todesjahr „184 A.C.“ (184 v. Chr.) sowie das Ausgabejahr „2016“ abgebildet. Links ist das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt und rechts das Signet „LDS“ der Medailleurin Luciana De Simoni.
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    Belgien 2016 BelgienBelgien Belgien 25. Mai 2016 Tag der vermissten Kinder [751][752] 1.020.000
    Beschreibung:[753] Die Stiftung „Child Focus“ für vermisste und sexuell ausgebeutete Kinder wurde von Jean-Denis Lejeune im Juni 1996 gegründet, ein Jahr nach der Entführung seiner achtjährigen Tochter Julie und ihrer Freundin Mélissa Russo durch den Sexualstraftäter Marc Dutroux. Beide Mädchen verhungerten, eingesperrt, während Dutroux inhaftiert war. Die von Luc Luycx gestaltete Münze zeigt das Gesicht von Liam Vanden Branden, einem Kind, das 1996 spurlos verschwand.[754] Bogenförmig steht unten links „MISSING-DISPARU-VERMIST“ (vermisst auf Englisch, Französisch und Niederländisch), unten rechts die Webadresse „WWW.CHILDFOCUS.BE“ der Stiftung und oben „BELGIQUE-BELGIE-BELGIEN-2016“ (Belgien auf Französisch, Niederländisch und Deutsch, gefolgt vom Ausgabejahr 2016). Links ist der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel dargestellt, rechts eine Katze als Münzmeisterzeichen Bernard Gillards.
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    Monaco 2016 MonacoMonaco Monaco 1. Juni 2016 150. Jahrestag der Gründung Monte-Carlos durch Charles III. [755][756] 15.000
    Beschreibung:[757] Charles III. initiierte den Bau des 1863 eröffneten Spielcasinos auf einem „Plateau des Spélugues“ (Ebene der Grotten) genannten brachliegenden Felsvorsprung, 1866 in „Quartier de Monte Carlo“ umbenannt.[758] Das nach dem Bau des nebenliegenden „Hôtel de Paris[759] und der Bahnverbindung nach Nizza[760] florierende Casino deckte für etliche Jahrzehnte den Staatshaushalt Monacos. Dargestellt ist Charles III. nach einem – heute im Thronsaal des Fürstenpalastes in Monaco präsentierten – Gemälde François-Auguste Biards,[761] vor dem seinerzeit fast nur mit dem Casino und „Hôtel de Paris“ bebauten Monte-Carlo sowie dem Meereshorizont. Der Schriftzug „1866 ♦ CHARLES III FONDE-MONTE-CARLO ♦ 2016“ (Gründung Monte Carlos durch Charles III.) verläuft entlang des unteren Pillenrands. Oben ist der Ausgabestaat „MONACO“ zu lesen, flankiert vom französischen Münzstättenzeichen, einem Füllhorn, und einem Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.[261] Das Münzdesign entstammt dem Atelier de Gravures der Monnaie de Paris.
     
    Vatikanstadt 2016 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 2. Juni 2016 200 Jahre Gendarmeriekorps der Vatikanstadt [762][763] 98.000
    Beschreibung:[764] Die zum 200. Jahrestag des Gendarmeriekorps von Daniela Longo gestaltete Münze zeigt einen Gendarmen vor der Kuppel des Petersdoms und der vorgelagerten, von Carlo Maderno gestalteten und 1614 vollendeten Fassade von St. Peter. Auf deren Balustrade erkennt man (v.l. n.r.) die Statuen Jakobus’ des Älteren, Johannes’ des Täufers, Jesu von Nazaret sowie der Apostel Andreas, Johannes und Jakobus des Jüngeren.[765] Am oberen Rand der Pille stehen halbkreisförmig der Ausgabeanlass „CORPO DELLA GENDARMERIA“ (Gendarmeriekorps) und die Jahreszahlen „1816•2016“, unten „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt). Links erscheint das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und darunter das Signet „SP INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Graveurin Silvia Petrassi, rechts das Signet „D.LONGO“ der Designerin Daniela Longo.
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    Slowenien 2016 SlowenienSlowenien Slowenien 20. Juni 2016 25. Jahrestag der Unabhängigkeit der Republik Slowenien [766][767] 1.000.000
    Beschreibung:[768] Die von Jernej Kejžar gestaltete Münze stellt unter den Schriftzügen „25 LET“ (25 Jahre) und „REPUBLIKA SLOVENIJA“ (Republik Slowenien) mit den Worten „dočakat’ dan“ (warten auf den Tag) einen Auszug aus der slowenischen Nationalhymne Zdravljica dar, in der Handschrift des Dichters France Prešeren (1800–1849).[769] Unten ist das Ausgabejahr „2016“ angegeben. Die Münze wurde von der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom gefertigt.
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    Lettland 2016 LettlandLettland Lettland 19. Juli 2016 Geschichte der lettischen Landwirtschaft [770][771] 1.010.000
    Beschreibung:[772] Die von Gunārs Lūsis gestaltete Münze, deren Gipsmodell Jānis Strupulis fertigte, zeigt eine Kuh, eine Lettische Braune, die in der Folklore und im Alltag ein Symbol der lettischen Milchwirtschaft ist. Es gab vor der Einführung des Euro bereits 2-Lats-Münzen mit diesem Motiv.[773] Auf der Pille stehen das Ausgabejahr „2016“ und der Name des Ausgabestaats „LATVIJA“ (Lettland). Die Münze wurde geprägt in der litauischen Münzstätte Lietuvos monetų kalykla in Vilnius.
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    Portugal 2016 PortugalPortugal Portugal 19. Juli 2016 50. Jahrestag der Eröffnung der Brücke des 25. April [774][775] 520.000
    Beschreibung:[776] Die Münze zeigt den Mittelteil der Brücke des 25. April, die erstmals die Ufer des Tejo in Lissabon verband. Unter dem Namen des Staatsführers der Diktatur des sogenannten Estado Novo, António de Oliveira Salazar, wurde sie 1966 als „Salazar-Brücke“ eingeweiht, jedoch nach der Nelkenrevolution vom 25. April 1974 in „Ponte 25 de Abril“ umbenannt. Die 2278 m lange Hängebrücke überbrückt die Mündung des Tejo, des mit 1000 km längsten Flusses der Iberischen Halbinsel, in den Atlantik.[777] Die Höhe der Fahrbahnen der Doppelstockbrücke über dem Wasser beträgt 70 m. Oben rechts ist der Schriftzug „PORTUGAL“ und – wie im Wappen Portugals – der Wappenschild auf einer Armillarsphäre abgebildet, unten rechts sind untereinander „PONTE“, „25 DE ABRIL“, „1966“ und „2016“ zu lesen. Am unteren Pillenrand sind das Münzstättenzeichen „INCM“ der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon und mit „JOSÉ AURÉLIO“ der Name des Designers dargestellt.
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    Malta 2016 MaltaMalta Malta 22. August 2016 Tempel von Ġgantija
    1. Münze der Serie Prähistorische Stätten
    [778][779] 410.000
    Beschreibung:[780] Gewidmet ist die Gedenkmünze dem auf der Insel Gozo im Archipel von Malta gelegenen Tempelkomplex von Ġgantija.[781] Gebildet von Megalith-Tempeln aus der Jungsteinzeit, ist er eines der ältesten freistehenden Bauwerke und einer der ältesten religiösen Bauten der Welt. Die Tempelanlage entstand um 3800 v. Chr. (der als Münzmotiv abgebildete Nordtempel ist ca. 200 Jahre jünger) und ist damit älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden. Oben steht „ĠGANTIJA TEMPLES“ sowie die Jahresangabe „3600–3200 BC“, rechts das Signet „NGB“ des Designers Noel Galea Bason. Unten links wird der Ausgabestaat „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2016“ genannt. Die Prägung erfolgte in der französischen Münzstätte Monnaie de Paris in Pessac, deren Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, bei Coincard-Exemplaren die Jahreszahl links flankiert, während rechts ein Fünfeck das Münzmeisterzeichen Yves Sampos darstellt. In Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen im 6-Uhr-Stern ein „F“ (für France, Frankreich).
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    Frankreich 2016 FrankreichFrankreich Frankreich 12. September 2016 François Mitterrand [782][783] 10.020.000
    Beschreibung:[784] Anlässlich des 100. Geburtstags und des 20. Todestags von François Mitterrand (1916–1996), französischer Staatspräsident 1981 bis 1995, gestalteten die Ateliers de Gravure der Monnaie de Paris die Münze nach einem 1984 entstandenen Foto.[785] Rechts ist der im Wappen des Präsidenten[786] dargestellte Baum abgebildet, der auf der linken Seite Eichenlaub, rechts Blätter eines Olivenbaumes trägt. In der Baumkrone prangt links eine Eichel, rechts eine Olive. Auf der linken Seite sind das Geburts- und das Ausgabejahr („1916“ und „2016“) zu lesen. Über dem Motiv steht „FRANÇOIS MITTERRAND“. Das Landeskürzel des Ausgabestaats „RF“ (République française, Französische Republik) befindet sich unten, rechts ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac und ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.
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    San Marino 2016 San MarinoSan Marino San Marino 22. September 2016 400. Todestag von William Shakespeare [787][788] 82.400
    Beschreibung:[789] William Shakespeare (1564–1616) war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, dessen Komödien und Tragödien zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur gehören. Er verfügte über einen umfangreichen Wortschatz – fast 18.000 verschiedene Wörter zählt man in seinen Werken. Charakteristisch für Shakespeare ist seine stilistische Vielfalt, die von der niedrigsten Gossensprache bis zur höchsten Hofsprache alle Sprachniveaus beherrscht. Er ist nach dem 1623 veröffentlichten Porträt von Martin Droeshout dargestellt.[790] Links befindet sich bogenförmig die Aufschrift „William Shakespeare“, rechts stehen die Jahreszahlen „1616 – 2016“ und der Name des Ausgabestaates „San Marino“. Links unten ist das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom zu sehen, auf der rechten Seite das Signet „MB“ des Münzgestalters Matt Bonaccorsi.
     
    Vatikanstadt 2016 VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 13. Oktober 2016 Heiliges Jahr der Barmherzigkeit [791][792] 98.000
    Beschreibung:[793] Der Münzentwurf anlässlich des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit[794] stammt von Mariangela Crisciotti und zeigt Martin von Tours (316–397), 331 bis 356 Soldat der römischen Kaiserlichen Garde. Hoch zu Ross, teilt er aus Barmherzigkeit seinen Mantel mit dem Schwert und gibt eine Hälfte einem fast unbekleideten und frierenden Armen, der ihm (am Stadttor von Amiens) begegnete. In der folgenden Nacht soll ihm im Traum Jesus Christus erschienen sein, bekleidet mit jenem halben Mantel. 351 ließ er sich taufen, nach seiner Ernennung zum Bischof von Tours im Jahr 371 gründete er das Kloster Marmoutier. Der Frankenkönig Chlodwig erhob Martin zum Nationalheiligen und Schutzherrn der fränkisch-merowingischen Könige. Am linken Rand der Pille steht der Ausgabeanlass „GIUBILEO DELLA MISERICORDIA“ (Jubiläum der Barmherzigkeit), rechts „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt) und das Ausgabejahr „2016“. Unten erscheinen das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und die Signets „M.CRISCIOTTI“ der Designerin und „MOMONI INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Claudia Momoni.
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    Finnland 2016 FinnlandFinnland Finnland 17. Oktober 2016 100. Geburtstag des Philosophen Georg Henrik von Wright [795][796] 1.000.000
    Beschreibung:[797] Georg Henrik von Wright (1916–2003), finnlandschwedischer Philosoph und Logiker (mit schottischen Vorfahren), Nachlassverwalter Ludwig Wittgensteins, schuf ein System der deontischen Logik. Die von Nora Tapper gestaltete Münze zeigt rechts eine antike dorische Säule, die die frühen Ideale von Wrights (der 1937 Paestum besuchte) symbolisiert, den Universalmenschen.[798] Der Eichenzweig, Symbol für Weisheit, Würde und Stärke, steht für die Persönlichkeit des Philosophen, die Anzahl der Eichenblätter soll die drei Disziplinen repräsentieren, denen sich der Philosoph widmete:[799] Theoretische Philosophie, Sozial- und Moralphilosophie sowie Kulturphilosophie. Der Schriftzug „GEORG HENRIK VON WRIGHT“ verläuft halbkreisförmig von links nach rechts. Das Ausgabejahr „2016“ erscheint rechts oben, links stehen „FI“ für den Ausgabestaat und das Münzstättenzeichen.
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    Lettland 2016 LettlandLettland Lettland 15. November 2016 Vidzeme (Livland)
    1. Münze der Serie Historische Regionen
    [800][801] 1.010.000
    Beschreibung:[802] Die von Laimonis Šēnbergs gestaltete Münze, deren Gipsmodell Jānis Strupulis fertigte, ist Vidzeme (Zentral-Livland) gewidmet und zeigt im Wappen der historischen Region Lettlands einen Greif, eine Fantasiegestalt in der Heraldik mit Adleroberkörper und einem Löwenunterleib. Bereits 1566 zeigte das Wappen des Herzogtums Livland (Pārdaugava)[803] einen nach links gewendeten Greif (der Greif im Wappen Lettgallens wendet sich nach rechts). Über dem Wappen steht als Ausgabestaat „LATVIJA“ (Lettland), unter dem Wappen der Schriftzug „VIDZEME“ (Livland). Auf der rechten Seite ist das Ausgabejahr „2016“ angegeben. Die Münze wurde geprägt in der litauischen Münzstätte Lietuvos monetų kalykla in Vilnius.
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    Malta 2016 MaltaMalta Malta 5. Dezember 2016 Solidarität durch Liebe
    1. Münze der Serie Von Kindern mit Solidarität
    [804][805] 380.000
    Beschreibung:[806] Die Münze wird zum Gedenken an die gesellschaftliche Bedeutung des „Malta Community Chest Fund“ ausgegeben,[807] der das Programm „From Children in Solidarity“ (von Kindern mit Solidarität) für Schüler der Sekundarstufe ins Leben gerufen hat. Im Rahmen des Programms wird die soziale Rolle von Kindern in fünf verschiedenen Bereichen thematisiert, wobei 2016 das Thema „Solidarität durch Liebe“ ist. Das Münzmotiv wurde von Sarah Cilia entworfen. Sie stellt das Thema anhand von zwei Händen dar, die ein Herz formen, in dem die Flagge Maltas zu sehen ist. Die rechte Hälfte der Flagge ist – den heraldischen Regeln der Tingierung folgend – durch senkrechte Schraffur mit der Tinktur Rot dargestellt; links das Georgskreuz, Symbol des Heiligen und Märtyrers Georg und der Kreuzzüge, das 1942 der gesamten Bevölkerung Maltas für deren Tapferkeit während der italienischen und deutschen Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg verliehen wurde. Darunter ist der Schriftzug „MALTA 2016“ zu lesen. Links und rechts an den Handgelenken werden je zwei stilisierte menschliche Figuren dargestellt. Die Prägung erfolgte in der französischen Münzstätte Monnaie de Paris in Pessac, deren Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, nur bei Coincard-Exemplaren den Staatsnamen links flankiert, während rechts neben der Jahreszahl ein Fünfeck das Münzmeisterzeichen Yves Sampos darstellt.
     
    Griechenland 2016 GriechenlandGriechenland Griechenland 16. Dezember 2016 150. Jahrestag des Brandes im Kloster Arkadi [808][809] 750.000
    Beschreibung:[810] Die Klosterkirche Arkadi wurde 1587 zur Zeit der venezianischen Herrschaft über Kreta als Wiederaufbau einer früheren Kirche errichtet. Nach der 1669 abgeschlossenen Eroberung Kretas durch das Osmanische Reich erreichten die Mönche nach ihrer Unterwerfung die Erlaubnis, nach Arkadi zurückzukehren. Im Jahr 1760 lebten auf Kreta 200.000 Muslime und 60.000 Christen. 1866 wurde im Kloster Arkadi ein Revolutionskomitee gegen die osmanische Besatzung gebildet. Am 7. November 1866 griff ein osmanisches Heer mit 15.000 Mann das Kloster an, in dem sich 964 Menschen, darunter 325 kampftaugliche Männer, aufhielten. Nach zwei Tagen des aussichtslosen Widerstands entschieden die Belagerten, dem Gegner nicht lebend in die Hände fallen zu wollen, und sprengten sich im Pulvermagazin in die Luft. Die Tragödie erregte internationales Aufsehen. Nach dem Türkisch-Griechischen Krieg erlangte Kreta 1898 die Autonomie, und 1913 wurde Kreta schließlich Teil des griechischen Staates. Rund 50.000 Türken mussten die Insel verlassen; viele Griechen aus Kleinasien übersiedelten nach Kreta. Das Münzmotiv zeigt die Westfassade der Kirche und darunter den Schriftzug „ΜΟΝΗ ΑΡΚΑΔΙΟΥ“ (Arkadi-Kloster). Links steht „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik), oben rechts das Ausgabejahr „2016“. Unten ist eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri abgebildet. Rechts unten erscheint das Signet „ΣTAM“ des Münzdesigners Georgios Stamatopoulos.
     
    Griechenland 2016 GriechenlandGriechenland Griechenland 16. Dezember 2016 120. Geburtstag von Dimitri Mitropoulos [811][812] 750.000
    Beschreibung:[813] Es ist das Profil des griechischen Dirigenten, Komponisten und Pianisten Dimitri Mitropoulos (1896–1960) dargestellt, vor einem Hintergrund von – auf dem Kopf stehenden, teils seitenverkehrten – Musiknoten. Links entlang des inneren Münzrands sind, zweizeilig, die Schriftzüge „120 ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗ ΓΕΝΝΗΣΗ ΤΟΥ ΔΗΜΗΤΡΗ ΜΗΤΡΟΠΟΥΛΟΥ“ („120. Geburtstag von Dimitri Mitropoulos“) und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ („Hellenische Republik“) zu lesen. Oben links sind das Ausgabejahr „2016“ und eine Palmette zu sehen als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri. Im Kragen des Musikers zeigt sich das Signet „ΣTAM“ des Münzdesigners Georgios Stamatopoulos.
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    Andorra 2016 AndorraAndorra Andorra 1. Juni 2017 25 Jahre öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Andorra [814][815] 85.000
    Beschreibung:[816] Das von der Fábrica Nacional de Moneda y Timbre (FNMT) der Königlichen Münzstätte Real Casa de la Moneda in Madrid gestaltete Münzmotiv zeigt ein Mikrofon und eine Antenne, umgeben von vier konzentrischen Linien. Außerdem sind der Schriftzug „25è ANIVERSARI DE RÀDIO I TELEVISIÓ D’ANDORRA“ (25. Jahrestag von Radio und Fernsehen Andorras), „2016“ und der Name des Ausgabestaats „ANDORRA“ zu lesen. Mit der Gedenkmünze wird das 25-jährige Jubiläum der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Andorras („RTVA“) und damit der Beginn der Ausstrahlung des andorranischen öffentlichen Radios und Fernsehens gewürdigt. Andorranische Münzen werden alternierend in den Ländern der Kofürsten von Andorra geprägt; 2016 geschah dies in der spanischen Münzstätte Real Casa de la Moneda in Madrid. Wegen organisatorischer Probleme konnte die Münze erst 2017 ausgegeben werden.
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    Andorra 2016 AndorraAndorra Andorra 1. Juni 2017 150. Jahrestag der Neuen Reform von 1866 [817][818] 85.000
    Beschreibung:[819] Mit dieser Gedenkmünze wird des von Guillem d’Areny-Plandolit[820] (1822–1876) initiierten Reformdekrets gedacht, durch das 1866 die vorherige aristokratische Oligarchie durch den „Generalrat der Täler“ ersetzt wurde – einer der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte des Landes, der einen gesellschaftlichen und politischen Wandel im Fürstentum Andorra einläutete. Das von der Fábrica Nacional de Moneda y Timbre (FNMT) der Königlichen Münzstätte Real Casa de la Moneda in Madrid gestaltete Münzmotiv zeigt den Hauptsaal des andorranischen Parlaments Casa de la Vall mit dem Schriftzug „150 ANYS DE LA NOVA REFORMA DE 1866“ (150 Jahre der Neuen Reform von 1866), das Prägejahr „2016“ und den Namen des Ausgabestaates „ANDORRA“. Andorranische Münzen werden alternierend in den Ländern der Kofürsten von Andorra geprägt; 2016 geschah dies in der spanischen Münzstätte Real Casa de la Moneda in Madrid. Wegen organisatorischer Probleme konnte die Münze erst 2017 ausgegeben werden.

    Jahrgang 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bild Land Ausgabedatum Anlass Referenzen Auflage
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    Luxemburg 2017 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 2. Januar 2017 50 Jahre Freiwilligenarmee Luxemburgs
    17. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [821][822] 316.000
    Beschreibung:[823] Neben der Beschriftung „2017 50 JOER FRAĪWËLLEGEN-ARMÉI LËTZEBUERG“ (2017 – 50 Jahre Freiwilligenarmee Luxemburgs) zeigt die Münze neben dem Konterfei Großherzog Henris das Abzeichen der Freiwilligenarmee,[824] zwei gekreuzte Schwerter hinter dem lorbeerbekränzten Wappen Luxemburgs, im Wappenschild der Luxemburger Löwe mit Doppelschweif.
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    Slowakei 2017 SlowakeiSlowakei Slowakei 4. Januar 2017 550. Jahrestag des Beginns der Lehrtätigkeit der Universitas Istropolitana [825][826] 1.000.000
    Beschreibung:[827] Matthias Corvinus (1443–1490) war 1458–1490 König von Ungarn und in Personalunion von Kroatien, 1469–1490 (Gegen-)König von Böhmen und Eroberer weiter Teile der Habsburgischen Erblande (die er 1485–1490 von Wien aus beherrschte). Die 1465 von ihm gegründete Universitas Istropolitana in Pressburg nahm 1467 ihre Lehrtätigkeit auf. Johann Vitez, der Rektor der Universität, berief zahlreiche bekannte Dozenten aus Österreich, Italien und Polen, darunter Galeotto Marzio und Regiomontanus. Die Universität wurde 1490 nach Corvinus’ Tod geschlossen, da die Finanzierung ausblieb. Als heutige Nachfolgeeinrichtung gilt die Comenius-Universität Bratislava. Die Gedenkmünze zeigt die Fassade der Universität, die heute die Hochschule für Musische Künste Bratislava beherbergt, und davor einen Professor und zwei ihm zugewandte Studierende. Das links oben dargestellte Medaillon stellt Matthias Corvinius gemäß einer von Johannes de Thurocz (≈1435–1489) verfassten Chronik dar,[828] einen von einem Kleeblattkreuz gekrönten Reichsapfel haltend. Daneben steht das Gründungsjahr „1467“. Unten stehen „SLOVENSKO“ (Slowakei) und das Ausgabejahr „2017“, links „UNIVERZITA“ (Universität) und rechts oben „ISTROPOLITANA“. Links unten sind das Münzstättenzeichen des Münzhauses Mincovňa Kremnica in Kremnica, ein „MK“ zwischen zwei Prägestempeln, und die ligierten Initialen „MP“ der Münzgestalterin Mária Poldaufová dargestellt.
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    Slowenien 2017 SlowenienSlowenien Slowenien 2. Februar 2017 10. Jahrestag der Einführung des Euro in Slowenien [829][830] 1.000.000
    Beschreibung:[831] Das von Matej Ramšak gestaltete Münzmotiv zeigt zehn fliegende Schwalben, die einen Kreis bilden. Schwalben gelten wegen ihrer den Frühling ankündigenden Rückkehr vom Vogelzug als gutes Omen. Unten steht halbkreisförmig „10 LET SKUPNE EVROPSKE VALUTE“ (10 Jahre europäische Währung), oben „SLOVENIJA 2017“ (Slowenien 2017). Die Münze wurde von der slowakischen Prägeanstalt Mincovňa Kremnica in Kremnica gefertigt.
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    Deutschland 2017 DeutschlandDeutschland Deutschland 3. Februar 2017 Rheinland-Pfalz (Porta Nigra in Trier)
    12. Münze der Bundesländerserie
    [832][833] 30.616.300
    Beschreibung:[834] Die Porta Nigra, um 180 als Stadttor der römischen Stadt Augusta Treverorum erbaut, ist als besterhaltenes römisches Stadttor nördlich der Alpen seit 1986 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes in Trier. Endgültig fertiggestellt wurde der unter Kaiser Mark Aurel begonnene Bau aufgrund finanzieller Engpässe nie. Unten ist der Name des Bundeslands „RHEINLAND-PFALZ“ und das Landeskürzel „D“ (Deutschland) zu lesen. Auf der linken Seite ist das Münzstättenzeichen der jeweiligen Prägeanstalt (A = Berlin, D = München, F = Stuttgart, G = Karlsruhe oder J = Hamburg) zu erkennen und oben das Ausgabejahr „2017“. Rechts steht das Signet „Ch“ des Münzdesigners František Chochola.
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    Frankreich 2017 FrankreichFrankreich Frankreich 3. Februar 2017 100. Todestag Auguste Rodins [835][836] 10.020.500
    Beschreibung:[837] Die von Joaquin Jimenez gestaltete Münze würdigt den berühmten französischen Bildhauer Auguste Rodin (1840–1917), einen der wichtigsten Vertreter des Realismus. Der Denker, Der Kuss, Das Höllentor und Die Bürger von Calais zählen zu den zeitlosen Meisterwerken der Bildhauerkunst. Das Münzmotiv zeigt Auguste Rodin gewissermaßen Stirn an Stirn mit seinem bekanntesten, 1880 bis 1882 geschaffenen Werk Der Denker. Auf dem Bart des Künstlers sind sein Name „A. Rodin“ und die Jubiläumsdaten „1917–2017“ zu erkennen. Oben ist das Kürzel „RF“ (République française, Französische Republik) dargestellt, links flankiert von einem Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, rechts von einem Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos. Unten steht das Signet[544] des Designers.
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    Spanien 2017 SpanienSpanien Spanien 3. Februar 2017 Denkmäler von Oviedo und des Königreichs Asturien (Santa María del Naranco)
    8. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
    [838][839] 536.020
    Beschreibung:[840] Santa María del Naranco ist ein präromanisches[841] Bauwerk am Fuße des Monte Naranco bei Oviedo, der Hauptstadt Asturiens. Es wurde in der Mitte des 9. Jahrhunderts unter dem asturischen König Ramiro I. (842–850) als Belvedere einer Palastanlage gebaut und später zur Kirche geweiht. Abgebildet sind die Ostfassade mit ihrer den Altar enthaltenden Loggia und die Nordfassade mit Treppenaufgang. 1985 wurden Santa María del Naranco, San Miguel de Lillo, San Julián de los Prados und Santa Cristina de Lena als Monumente von Oviedo und des Königreiches Asturien in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Oben wird der Ausgabestaat „ESPAÑA“ (Spanien) genannt, rechts darunter das Ausgabejahr „2017“. Links ist ein gekröntes „M“ dargestellt als Münzstättenzeichen der Königlichen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid.
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    Italien 2017 ItalienItalien Italien 22. März 2017 400. Jahrestag der Fertigstellung des Markusdoms in Venedig [842][843] 1.500.000
    Beschreibung:[844] Die von Luciana De Simoni gestaltete Münze zeigt die Basilika di San Marco, zentrales Staatsheiligtum der Republik Venedig und Kirche des Evangelisten Markus, die im Kern im 11. Jahrhundert erbaut wurde und den größten Mosaikzyklus des Abendlandes birgt.[845] Die abgebildete Westfassade gilt als Zeichen des Triumphes über Konstantinopel beim Kreuzzug 1203/1204.[846] In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts begann eine Bau- und Ausschmückungsphase, die das Gebäude im Sinne der venezianischen Gotik veränderte. Als deren Fertigstellungsdatum gilt das Jahr 1617. Auf den fünf Bogenspitzen der Westfassade stehen die Stadtpatrone Venedigs, (v. l. n. r.) Konstantin, Demetrius, Markus, Georg und Theodor, sowie in den sechs Tabernakeln Skulpturen des Erzengels Gabriel, der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und von Maria.[847] Im Giebelfeld des mittleren Bogens befindet sich ein goldenes Relief des schreitenden Markuslöwen mit einem Buch,[848] dessen Inschrift lautet: „Pax Tibi Marce Evangelista Meus“ (Friede mit dir Markus, mein Evangelist). Die Mitte der Galerie im oberen Stockwerk trägt Nachbildungen der vier Pferde von San Marco.[849] Deren seit 1979 im Museo Marciano ausgestellten Originale[850] aus vergoldetem Kupferguss waren ursprünglich Teile einer Quadriga auf dem Triumphbogen Kaiser Neros in Rom, die der oströmische Kaiser Theodosius II. nach Konstantinopel schaffen ließ, von wo sie auf Anweisung des Dogen Enrico Dandolo als Kriegsbeute nach Venedig verbracht wurden. 1987 wurden Venedig und seine Lagune zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Unten steht „SAN MARCO“ und darüber die Ligatur des Staatsnamens „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik), flankiert links von „1617“, dem Jahr der Fertigstellung, und rechts vom Ausgabejahr „2017“. Oben ist „VENEZIA“ (Venedig) dargestellt und darunter das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Das Signet „LDS“ der Medailleurin erscheint rechts unten.
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    San Marino 2017 San MarinoSan Marino San Marino 30. März 2017 750. Geburtstag Giottos [851][852] 73.100
    Beschreibung:[853] Giotto di Bondone (1267–1337) war ein Florentiner Maler und Architekt des Spätmittelalters, dessen durch Natürlichkeit und Räumlichkeit bestechendes Werk wegweisend für die italienische Renaissance (Rinascimento) war. Als sein malerisches Hauptwerk gilt der 1304–1306 geschaffene Freskenzyklus in der Cappella degli Scrovegni all’ Arena in Padua. Als leitender Baumeister entwarf er den Glockenturm der Kathedrale von Florenz. Die von Luciana De Simoni gestaltete Münze zeigt links in vertikaler Anordnung die Jahreszahlen „1267✵2017“ sowie den Namen „GIOTTO“ und rechts neben dem Campanile di Giotto den Namen „SAN MARINO“ des Ausgabestaates. Die rechte Seite der Pille füllt ein von Paolo Uccello (1397–1475) geschaffenes Porträt Giottos,[854] heute im Pariser Louvre. Unten steht das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom und rechts das Signet „LDS“ der Designerin.
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    Belgien 2017 BelgienBelgien Belgien 21. April 2017 200 Jahre Universität Lüttich [855][856] 200.000
    Beschreibung:[857] Auf der Pille ist das Emblem der Universität Lüttich mit den Jahresangaben „1817“ und „2017“ abgebildet, kreisförmig umgeben von der Aufschrift „200 ANS UNIVERSITE DE LIEGE – 200 YEARS UNIVERSITY OF LIEGE“ (200 Jahre Universität Lüttich auf Französisch und Englisch). Unten ist das Landeskürzel „BE“ (Belgien) abgebildet, links flankiert vom Münzmeisterzeichen Ingrid Van Herzeles, dem Wappen der Gemeinde Herzele, sowie rechts vom behelmten Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel. Der Campus der zur Zeit des Vereinigten Königreichs der Niederlande unter König Wilhelm I. gegründeten Universität befindet sich in Sart Tilman, auf einem bewaldeten Hügel im Süden Lüttichs, früher im Besitz der Anfang des 11. Jahrhunderts gegründeten, bis um 1800 existierenden Benediktinerklöster des heiligen Jakobus und des heiligen Laurentius, Abbaye Saint-Jacques und Abbaye Saint-Laurent. Das zum 150. Jahrestag der Universität 1967 gestaltete Wappen zeigt, unter einer Krone und über dem Schriftband „Universitas Leodiensis“ (Lütticher Universität auf Lateinisch), im Schild je zweifach die ikonografischen Heiligenattribute von Laurentius (einen Rost, das Marterwerkzeug) und Jakobus (Jakobsmuscheln) sowie das Wappen der Stadt Lüttich.[858] Dieses stellt drei Löwen unter einer einen Kiefernzapfen tragenden Säule dar.[859]
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    Malta 2017 MaltaMalta Malta 31. Mai 2017 Tempel von Ħaġar Qim
    2. Münze der Serie Prähistorische Stätten
    [860][861] 405.000
    Beschreibung:[862] Die Münze ist der zwischen 3600 und 3200 v. Chr. geschaffenen prähistorischen Tempelanlage von Ħaġar Qim gewidmet, südlich von Qrendi. Nur 500 m entfernt liegt der Kultplatz Mnajdra. Vor Jahrtausenden war hier aufgrund des niedrigeren Wasserstandes der einzige flache Küstenstreifen an der Südwestküste Maltas. Die Buchten gaben Wasserfahrzeugen Anlegemöglichkeit und gestatteten den Aufstieg zur Tempelterrasse. Dargestellt ist die Südost-Fassade des Südtempels mit Bankaltären und dem Eingang zum Alttempel (rechts). 1992 wurde Ħaġar Qim, gemeinsam mit anderen bronzezeitlichen Tempelanlagen Maltas, als die Megalithischen Tempel von Malta zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Oben rechts sind untereinander die Aufschriften „ĦAĠAR QIM“, „TEMPLES“ und die Jahreszahlen „3600–3200 BC“ zu sehen. Unten links befinden sich der Name des Ausgabestaats „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2017“. Unten rechts stehen die Initialen „NGB“ des Münzdesigners Noel Galea Bason. Die Prägung erfolgte in der französischen Münzstätte Monnaie de Paris in Pessac, deren Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, bei Coincard-Exemplaren die Jahreszahl links flankiert, während rechts ein Fünfeck das Münzmeisterzeichen Yves Sampos darstellt. In Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen im 6-Uhr-Stern ein „F“ (für France, Frankreich).
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    Finnland 2017 FinnlandFinnland Finnland 1. Juni 2017 100 Jahre Unabhängigkeit [863][864] 2.500.000
    Beschreibung:[865] Die von Simon Örnberg gestaltete Münze zeigt ein punktförmiges Mosaik, dessen weniger eng gesetzte und weniger erhabene Teile auf der rechten Seite den Umriss Finnlands andeuten. Der Text „SUOMI FINLAND“ (Finnland auf Finnisch und Schwedisch), das Jahr der Unabhängigkeit „1917“ und das Ausgabejahr „2017“ sind auf der linken Seite vertikal untereinander angebracht. Das Kürzel des Ausgabestaats „FI“ und das Münzstättenzeichen befinden sich rechts in der Mitte.
     
    VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 1. Juni 2017 1950. Jahrestag des Martyriums der Heiligen Petrus und Paulus [866][867] 98.000
    Beschreibung:[868] Inspiriert von der auf die beiden Apostel bezogenen klassischen Ikonografie,[869] gestaltete Gabriella Titotto links Simon Petrus († um 67) mit rundlichem Kopf und lockigem Haar und Bart, neben dessen ikonografischem Heiligenattribut, den Schlüsseln für die Paradiespforte des Himmelsreichs.[870] Rechts daneben ist Paulus von Tarsus († um 67), der unter Kaiser Nero durch das Schwert hingerichtet wurde, mit länglicheren Zügen und längerem Bart dargestellt, mit einem Schwert als Attribut. Oben steht „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt), unten halbkreisförmig „1950° DEL MARTIRIO DEI SANTI PIETRO E PAOLO“ (1950. [Jahrestag] des Martyriums der Heiligen Petrus und Paulus). Unten links erscheint „2017“ als Ausgabejahr, unten rechts das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom. Darunter sind die Signets „G. TITOTTO“ der Designerin und „MOMONI INC.“ (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Claudia Momoni zu sehen.
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    Italien 2017 ItalienItalien Italien 23. Juni 2017 2000. Todestag von Titus Livius [871][872] 1.500.000
    Beschreibung:[873] Die Bücher des römischen Historikers Titus Livius (59 v. Chr. – 17 n. Chr.) gelten als eine der wichtigsten Quellen für die frühe Geschichte des Römischen Reichs. Livius beschreibt darin den Aufstieg Roms zur Weltmacht von der sagenhaften Gründung der Stadt 753 v. Chr. bis in seine Gegenwart des Jahres 9 v. Chr., also bis in die Anfänge der Kaiserzeit unter Augustus. Anlässlich seines 2000. Todestags zeigt die Münze seine 1867 von Lorenzo Larese Moretti (1858–1867) geschaffene Büste[874] im „Panteon Veneto“[875] (Palazzo Loredan, Campo Santo Stefano in Venedig). Den Rand der Pille begleiten Punkte, unten unterbrochen vom Schriftzug „TITO • LIVIO“. Rechts sind (v. o. n. u.) sein Todesjahr „17“, das Ausgabejahr „2017“ sowie das Münzstättenzeichen „R“ der Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom dargestellt. Links erscheinen als Landeskürzel die Ligatur „RI“ (Repubblica Italiana, Italienische Republik) und darunter die Initialen „C.M.“ der Medailleurin Claudia Momoni.
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    Estland 2017 EstlandEstland Estland 26. Juni 2017 Estlands Weg in die Unabhängigkeit [876][877] 1.500.000
    Beschreibung:[878] Mit der Februarrevolution in Russland 1917 wurde auch in Estland die Zarenherrschaft abgeschafft. Am 12. April 1917 erließ die provisorische Regierung Russlands ein Dekret über die Autonomie Estlands. Nach allgemeinen, indirekten Wahlen konstituierte sich am 14. Juli 1917 der provisorische Landtag (Ajutine Maanõukogu, inoffiziell Maapäev genannt) des Gouvernements Estland mit Sitz in Tallinn. Kurz nach der Oktoberrevolution in Petrograd erklärte er sich zur obersten Gewalt in Estland. Der Forderung der Bolschewiki nach einer Selbstauflösung des Landtags kamen die Abgeordneten nicht nach. Als der Landtag daraufhin gewaltsam aufgelöst wurde, gingen die Abgeordneten in den Untergrund. Die von Jaan Meristo gestaltete Münze zeigt links – das Jahr 1917 symbolisierende – kahle Äste und den gewundenen, Estlands Weg in die Unabhängigkeit darstellenden Stamm einer Eiche, rechts Blätter und Eicheln einer Stieleiche (Stärke und Langlebigkeit versinnbildlichendes Eichenlaub umkränzt auch das Wappen Estlands). Links steht die Jahreszahl „1917“, darunter „MAAPÄEV“ (provisorischer Landtag), rechts der Ausgabestaat „EESTI“ (Estland) und das Prägejahr „2017“. Gefertigt wurde die Münze in der litauischen Prägestätte Lietuvos monetų kalykla in Vilnius.
     
    Griechenland 2017 GriechenlandGriechenland Griechenland 10. Juli 2017 60. Todestag von Nikos Kazantzakis [879][880] 750.000
    Beschreibung:[881] Im Profil dargestellt ist Nikos Kazantzakis (1883–1957), einer der bedeutendsten Schriftsteller Griechenlands des 20. Jahrhunderts, der 1946 den Roman Alexis Sorbas verfasste, der durch seine Verfilmung von Michael Cacoyannis mit Anthony Quinn in der Hauptrolle sowie die Musik von Mikis Theodorakis einem breitem Publikum bekannt wurde. Links oben steht zweizeilig „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ 2017“ (Hellenische Republik 2017) und „ΝΙΚΟΣ ΚΑΖΑΝΤΖΑΚΗΣ“ (Nikos Kazantzakis). Darunter ist eine Palmette als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri abgebildet. Rechts befindet sich das Signet „ΣTAM“ des Münzdesigners Georgios Stamatopoulos.
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    Portugal 2017 PortugalPortugal Portugal 13. Juli 2017 150 Jahre Polícia de Segurança Pública (PSP) [882][883] 520.000
    Beschreibung:[884] Die Münze zeigt oben neben dem Kürzel „PSP“ das Abzeichen der Policia de Segurança Pública (Polizei für öffentliche Sicherheit)[885]. Neben den im Profil abgebildeten Köpfen einer Frau und eines Mannes und vier stilisierten Gebäuden, die Bürger und Städte symbolisieren, für die die öffentliche Sicherheit gewährleistet wird, werden die drei wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit der Staatsbürgerschaft genannt: „DIREITOS“, „LIBERDADES“ und „GARANTIAS“ (Rechte, Freiheiten und Garantien). Links ist der Ausgabeanlass mit „1867 • 2017 SEGURANÇA PÚBLICA“ (1867 • 2017 öffentliche Sicherheit) dargestellt, rechts der Ausgabestaat „PORTUGAL“. Unten stehen mit „INCM“ das Münzstättenzeichen der Staatsdruckerei und Münzprägeanstalt Imprensa Nacional-Casa da Moeda in Lissabon und mit „JOSÉ DE GUIMARÃES“ der Künstlername des Designers José Maria Fernandes Marques. 10.000 im Herstellungsverfahren Polierte Platte gefertigte Exemplare wurden als kolorierte Version herausgegeben.[886] Allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Demnach sollte es kolorierte Umlaufmünzen eigentlich nicht geben. Jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt werden, gesondert verpackt sind und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416]
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    Litauen 2017 LitauenLitauen Litauen 31. August 2017 Vilnius [887][888] 1.000.000
    Beschreibung:[889] Die von Vladas Oržekauskas gestaltete Gedenkmünze, deren Gipsmodell Giedrius Paulauskis schuf, ist Vilnius, der Hauptstadt Litauens, als Stadt der Kultur und Kunst gewidmet – seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe und 2009 Kulturhauptstadt Europas.[890] Rechts im Vordergrund ist das Dach der Franziskuskirche (Šv. Pranciškaus Asyžiečio) abgebildet, zum Beginn des 16. Jahrhunderts im Stil der Backsteingotik erbaut.[891] Zentrales Motiv der Münze ist das Wahrzeichen der Stadt, der in der Renaissancezeit entstandene, nach dem Stadtbrand von 1737 von dem als Baumeister berufenen Johann Christoph Glaubitz um 1740 barock umgestaltete und um zwei Etagen auf 68 m erhöhte freistehende Glockenturm der Universitätskirche St. Johannes. Rechts hinten die Türme der vom gleichen Baumeister um 1741–1743 im Stil des Spätbarock wieder aufgebauten Himmelfahrtskirche der Hl. Katharina (Šv. Kotrynos Baznycia).[892] Links die Zwiebeltürme der „Romanow-Kirche“ genannten, 1913 erbauten russisch-orthodoxen Kirche St. Michael und Konstantin. Oben steht im Halbkreis „VILNIUS“, „LIETUVA“ (Litauen), „2017“ sowie das kreisförmige Münzstättenzeichen „LMK“ der Prägeanstalt Lietuvos monetų kalykla in Vilnius.
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    San MarinoSan Marino San Marino 31. August 2017 Internationales Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung [893][894] 73.100
    Beschreibung:[895] Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte das Jahr 2017 zum „Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“, da ein gut konzipierter und gesteuerter Tourismus einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten könne. Der kanadische Designer Andrew Lewis, dessen Signet (rechts) ein „A“ im Kreis darstellt, gestaltete als Motiv einen stilisierten Globus. Halbkreisförmig steht oben „TURISMO SOSTENIBILE“ (nachhaltiger Tourismus) und unten „SAN MARINO 2017“. Das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom ist links dargestellt, rechts bilden die ligierten Initialen Uliana Pernazzas (mit dem Zusatz „INC.“ = Incisore / Graveur) das Signet der Medailleurin.
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    Frankreich 2017 FrankreichFrankreich Frankreich 25. September 2017 25 Jahre Rosa Schleife – Kampf gegen den Brustkrebs [896][897] 10.020.500
    Beschreibung:[898] Seit den 1990er Jahren ist die Bekämpfung von Brustkrebs weltweit ein wichtiges Anliegen. Dem 25. Jahrestag des Symbols dieses Kampfes, der Rosa Schleife, ist diese Gedenkmünze gewidmet. Seit 2004 wird in Frankreich jährlich ein Rosa-Schleife-Preis („Prix Ruban Rose“) vergeben, um die Brustkrebsforschung zu unterstützen und innovative Behandlungsmethoden zu fördern. Das Münzmotiv, eine durch die Schleife und eine Hand symbolhaft geschützte weibliche Brust, ist auf der rechten Seite von der Aufschrift „25e ANNIVERSAIRE DU RUBAN ROSE“ (25. Jahrestag der Rosa Schleife) umgeben. Daneben befinden sich (v. o. n. u.) ein Füllhorn als Münzstättenzeichen der Monnaie de Paris in Pessac, die Jahresangaben „1992“ und „2017“, das Landeskürzel „RF“ (République française, Französische Republik) und ein Fünfeck[261] als Münzmeisterzeichen Yves Sampos. Gestaltet wurde die Münze von Joaquin Jimenez. Im Journal officiel de la République française wurde mitgeteilt, dass 10.000 Exemplare im Herstellungsverfahren Polierte Platte gefertigte Exemplare koloriert werden.[899] Sie sind somit gesetzliches Zahlungsmittel – allerdings sehen die EU-rechtlichen technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor. Eigentlich sollte es kolorierte Umlaufmünzen nicht geben; jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesondert verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.[416]
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    Belgien 2017 BelgienBelgien Belgien 29. September 2017 200 Jahre Universität Gent [900][901] 225.000
    Beschreibung:[902] Die von Luc Luycx gestaltete Gedenkmünze zeigt das Logo der Universität Gent, die 1817, zur Zeit des Vereinigten Königreichs der Niederlande, unter König Wilhelm I., gegründet wurde. Es wird flankiert von den Jahreszahlen „1817“ und „2017“ und kreisförmig umschlossen von dem Schriftzug „200 JAAR UNIVERSITEIT GENT – 200 YEARS GHENT UNIVERSITY“ (200 Jahre Universität Gent auf Niederländisch und Englisch). Unten ist das Landeskürzel „BE“ (Belgien) abgebildet, links flankiert vom Münzmeisterzeichen Ingrid Van Herzeles, dem Wappen der Gemeinde Herzele, sowie rechts vom behelmten Kopf des Erzengels Michael als Münzstättenzeichen[37] der Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königlichen Belgischen Münze in Brüssel, die zum Jahresende 2017 geschlossen wurde.
     
    VatikanstadtVatikan Vatikanstadt 5. Oktober 2017 100. Jahrestag der Erscheinungen von Fátima [903][904] 98.000
    Beschreibung:[905] Vor dem Hintergrund der „Basilica Antiga“ genannten, 1928 bis 1953 erbauten Wallfahrtskirche Basilika Unserer Lieben Frau des Rosenkranzes[906] sind (v. l. n. r.) die drei Hirtenkinder nach einem Foto von 1917 abgebildet,[907] denen am 13. Mai 1917 in der Cova da Iria bei Fátima Maria erschienen sein soll: Lúcia dos Santos, Francisco Marto und Jacinta Marto. Die Geschwister Marto starben 1919 bzw. 1920 als Opfer der Grippepandemie. Lucia dos Santos wurde Nonne – sie schrieb die Drei Geheimnisse von Fátima nieder und starb 2005. Links ist die auf der Kolonnade der Basilika stehende Skulptur von Stephan I. (969–1038) sichtbar, 1000 bis 1038 erster König des von ihm begründeten Königreichs Ungarn – von der römisch-katholischen Kirche als apostelgleicher Heiliger verehrt. Oben steht bogenförmig „CITTÀ DEL VATICANO“ (Vatikanstadt), darunter zweizeilig „1917“ und „FATIMA“, rechts „2017“. Links ist das Münzstättenzeichen „R“ der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom abgebildet, unten das Signet „O.ROSSI“ der Münzgestalterin Orietta Rossi. Daneben bilden die ligierten Initialen der Graveurin Silvia Petrassis (mit dem Zusatz „INC.“ = Incisore / Graveur), deren Signet.
     
    Griechenland 2017 GriechenlandGriechenland Griechenland 12. Oktober 2017 Archäologische Ausgrabungsstätte Philippi [908][909] 750.000
    Beschreibung:[910] Philipp II. von Makedonien gründete die Stadt 356 v. Chr. unter seinem Namen neu – zuvor lautete ihr thrakischer Ortsname Daton. Philippi, älteste christliche Gemeindegründung Europas, wurde 2016 zum Weltkulturerbe erhoben. Das Motiv der Münze stellt die Ruine der im 6. Jahrhundert erbauten Basilika B dar, unterlegt durch Mäandermuster des Mosaikbodens der benachbarten, aus dem 5. Jahrhundert stammenden Oktogon-Kirche.[911] Im Halbkreis steht oben links zweizeilig „ΑΡΧΑΙΟΛΟΓΙΚΟΣ ΧΩΡΟΣ ΦΙΛΙΠΠΩΝ“ (Archäologische Ausgrabungsstätte Philippi) und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ (Hellenische Republik). Oben ist das Ausgabejahr „2017“, rechts eine Palmette dargestellt als Münzstättenzeichen der Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri. Links steht das Signet „ΣTAM“ des Münzdesigners Georgios Stamatopoulos.
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    Finnland 2017 FinnlandFinnland Finnland 23. Oktober 2017 Die finnische Natur [912][913] 500.000
    Beschreibung:[914] Die der finnischen Natur gewidmete Münze wurde nach einem von Kari Auvinen in Harmaja aufgenommenen Foto gestaltet. Sie zeigt vor dem kartographisch dargestellten Vollmond eine auf einer kahlen Moor-Birke sitzende schwarz-graue Nebelkrähe. Die Krähe – ein intelligenter Vogel, der flexibel auf neue Situationen reagiert – soll den modernen finnischen Charakter symbolisieren. Das Ausgabejahr „2017“ ist unten dargestellt, auf der linken Seite „FI“ als Kürzel des Ausgabestaates, auf der rechten Seite das Münzstättenzeichen. Mit dem gleichen Motiv gibt es auch eine 10-Euro-Silbermünze.
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    Luxemburg 2017 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 26. Oktober 2017 200. Geburtstag des Großherzogs Wilhelm III.
    18. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
    [915][916] 311.000
    Beschreibung:[917] Links ist Großherzog Henri, rechts Großherzog Wilhelm III. im Linksprofil abgebildet – letzterer nach einem 1861 von Johan Hendrik Hoffmeister (1823–1904) gemalten Porträt[918]. Wilhelm III. (1817–1890) trägt am Hals den Orden vom Goldenen Vlies,[919] ferner (v. o. n. u.) die stilisiert dargestellten Bruststerne des Militär-Wilhelms-Ordens[920] und des Ordens vom Niederländischen Löwen[921] sowie den höchste Orden des Großherzogtums Luxemburg, den Nassauischen Hausorden vom Goldenen Löwen[922]. Dessen Stiftungshintergrund war der 600. Jahrestag der Teilung des Hauses Nassau in die ottonische und die walramische Linie sowie das fünfzigjährige Bestehen des Herzogtums Nassau. Oben steht in vertikaler Schrift die Jahreszahl „2017“, darunter „HENRI“. Unten ist halbkreisförmig der Text „GRANDS-DUCS DE LUXEMBOURG“ (Großherzöge von Luxemburg) zu lesen. Über dem rechten Bildnis steht der Name „GUILLAUME III“ (Wilhelm III), ergänzt durch die Jahresangabe „*1817“.
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    Zypern 2017 Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 3. November 2017 PaphosKulturhauptstadt Europas 2017 [923][924] 430.000
    Beschreibung:[925] Archäologisch lässt sich die Vorgeschichte der Stadt Paphos bis in die späte Bronzezeit belegen – die Zuwanderung mykenischer Griechen im späten 13. Jahrhundert v. Chr. bezeugen reiche Grabfunde. Trotz starker Beeinträchtigungen durch Erdbeben blieb das unter dem Patronat der römischen Kaiser stehende Aphrodite-Heiligtum, das Pausanias zufolge Agapenor von Tegea auf dem Heimweg von Troja errichtet haben soll, bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. erhalten. Die erste eigene nationale 2‐Euro‐Gedenkmünze Zyperns zeigt das römische, im 2. Jahrhundert erbaute Odeon, das nach der Rekonstruktion heute wieder für Musik‐ und Theateraufführungen genutzt wird. Der Archäologische Park Paphos wurde 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben, Paphos Kulturhauptstadt Europas 2017. „ΠΑΦΟΣ 2017 – ΠΟΛΙΤΙΣΤΙΚΗ ΠΡΩΤΕΥΟΥΣΑ ΤΗΣ ΕΥΡΩΠΗΣ“ (Paphos 2017 – Kulturhauptstadt Europas) und „ΚΥΠΡΟΣ KIBRIS“ (Zypern auf Griechisch und Türkisch) stehen kreisförmig um das von Georgios Stamatopoulos gestaltete Motiv. Gefertigt wurde die Münze in der griechischen Prägestätte Νομισματοκοπείο / Nomismatokopeio (Münzprägeanstalt, Eigenbezeichnung auf Englisch: Bank of Greece – Mint) in Halandri.
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    Malta 2017 MaltaMalta Malta 13. November 2017 Solidarität und Frieden
    2. Münze der Serie Von Kindern mit Solidarität
    [926][927] 380.000
    Beschreibung:[928] Das von der 12-jährigen Schülerin Katya Muscat gestaltete und von Noel Galea Bason gravierte Münzmotiv zeigt – unter einer schwebenden Friedenstaube – zwei Kinder, die zwischen sich die Flagge Maltas halten, in deren linker oberer Ecke das Georgs-Kreuz dargestellt ist, das der gesamten Bevölkerung Maltas für ihren Mut und ihre Tapferkeit während der italienischen und deutschen Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg verliehen wurde. Die rechte Hälfte der Flagge ist – den heraldischen Regeln der Tingierung folgend – durch senkrechte Schraffur mit der Tinktur Rot dargestellt. Unten steht als Ausgabestaat „Malta“, rechts „2017“. Die Prägung erfolgte in der französischen Münzstätte Monnaie de Paris in Pessac, deren Münzstättenzeichen, ein Füllhorn, bei Coincard-Exemplaren die Jahreszahl links flankiert, während rechts ein Fünfeck das Münzmeisterzeichen Yves Sampos darstellt.
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    Monaco 2017 MonacoMonaco Monaco 13. November 2017 200 Jahre Fürstliche Karabinierskompanie [929][930] 15.000
    Beschreibung:[931] Abgebildet sind zwei Angehörige der Fürstlichen Karabinierskompanie vor der Westfassade und dem von Marc-Antoine Grigho um 1678 gestalteten Haupttor des Fürstenpalastes,[932] das von dem Wappen Monacos überragt wird.[933] Hier residiert seit 1297 die Familie Grimaldi, ein ursprünglich genuesisches Adelsgeschlecht. Rechts ein restaurierter Turm mit Schwalbenschwanzzinnen, ehedem Teil der 1191 erbauten genuesischen