Mecklenburg-Vorpommern

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Dieser Artikel beschreibt das Bundesland. Weitere Bedeutungen sind unter Mecklenburg-Vorpommern (Begriffsklärung) aufgeführt.
Land Mecklenburg-Vorpommern
Mekelnborg-Vörpommern (niederdeutsch)
Flagge Mecklenburg-Vorpommerns
Landesflagge
Berlin Bremen Bremen Hamburg Niedersachsen Bayern Saarland Schleswig-Holstein Brandenburg Sachsen Thüringen Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schweiz Bodensee Österreich Luxemburg Frankreich Belgien Tschechien Polen Niederlande Dänemark Bornholm (zu Dänemark) Stettiner Haff Helgoland (zu Schleswig Holstein) Nordsee OstseeKarte
Über dieses Bild
Wappen Mecklenburg-Vorpommerns
Großes Landeswappen
Wahlspruch: MV tut gut.[1]
Basisdaten
Sprache: Deutsch, Niederdeutsch[2]
Landeshauptstadt: Schwerin
Fläche: 23.211,05 km²
Gründung: 3. Oktober 1990
Schulden: 11,815 Mrd. EUR
(31. Dezember 2013)[3]
ISO 3166-2: DE-MV
Website: www.mecklenburg-vorpommern.eu
Bevölkerung
Einwohnerzahl: 1.605.173 (30. September 2015)[4]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 10,2 % (April 2016)[5]
Politik
Regierungschef: Ministerpräsident
Erwin Sellering (SPD)
Regierende Parteien: SPD und CDU
Sitzverteilung des 6. Landtags:
     
Sitzverteilung im Landesparlament: Von 71 Sitzen entfallen auf:
Letzte Wahl: 4. September 2011
Nächste Wahl: 4. September 2016
Bundesrats­stimmgewicht: 3
Polen Königreich Dänemark Schleswig-Holstein Niedersachsen Brandenburg Müritz Stettiner Haff Ostsee Schwerin Hansestadt Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim
Die historischen Landesteile Mecklenburg und Vorpommern, getrennt durch die rot-weiße Linie. Dargestellt sind die neuen Landkreise seit der Kreisgebietsreform 2011.
Das Schweriner Schloss ist ein Wahrzeichen Mecklenburg-Vorpommerns und Sitz des Landtags. Es ist eines von über 2000 Schlössern, Burgen und Gutshäusern im Land.

Mecklenburg-Vorpommern Zum Anhören bitte klicken! [ˈmeːklənbʊʁçˈfoːɐ̯pʰɔmɐn]a a (niederdeutsch Mekelnborg-Vörpommern ['mɛːkl(n)bɔɾx fœæ̯'pɔmmæn], Abkürzung MV) ist ein Land im Nordosten Deutschlands im Zentrum des südlichen Ostseeraumes.

Es entstand 1945 als Vereinigung der Regionen Mecklenburg und Vorpommern. Nach der Aufteilung in drei Bezirke in der DDR im Jahr 1952 wurde es 1990 neu gegründet und im Zuge der Wiedervereinigung ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein und Niedersachsen, im Süden an Brandenburg sowie im Osten an die Republik Polen. Das Land gliedert sich in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte. Die Landeshauptstadt ist Schwerin. Die größte Stadt unter den 84 Städten des Landes ist die Regiopole Rostock. Weitere Zentren sind Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund-Greifswald, Wismar und Güstrow. Die Metropolregionen von Hamburg und Berlin wirken in das Land hinein, ebenso die Öresundregion über die Ostsee und Stettin mit seinem grenzübergreifenden Ballungsraum.

Dominierende Industriezweige des Landes sind die maritime Wirtschaft, Maschinenbau, Energietechnik, Lebensmittelindustrie, sowie Bereiche der Spitzentechnologie, vor allem Biotechnologie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt und Informationstechnik. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, Dienstleistungen, die Landwirtschaft und die Gesundheitswirtschaft tragen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Mit den Universitäten Greifswald und Rostock befinden sich zwei der ältesten Hochschulen Europas im Land. Diese und die weiteren Wissenschafts- und Hochschulstandorte sind zunehmend Anziehungspunkte für Gründer und Startups sowie etablierte Technologiefirmen.

Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören drei der 16 deutschen Nationalparks und damit mehr als zu jedem anderen Bundesland; zudem gibt es acht Naturparks und hunderte Naturschutzgebiete. Die zwei größten deutschen Inseln Rügen und Usedom befinden sich an der Ostseeküste in Vorpommern. Mecklenburg-Vorpommern ist als Teil des norddeutschen Tieflands überwiegend flach; bedingt durch die letzte Eiszeit gibt es aber in vielen Landesteilen Hügelketten wie zum Beispiel die Mecklenburgische Schweiz und Seenlandschaften wie das Mecklenburger Seenland. Im wasserreichen Land gibt es etwa 2000 km Küstenlinie samt Außenküste und diversen Buchten und Lagunen sowie ein landesweites Netz von Flüssen und Kanälen. Hinzu kommen über 2000 Seen, von denen der größte die Müritz ist, die zugleich der größte deutsche See ist. Das Klima ist kontinental-kühlgemäßigt und im Küstenbereich durch den maritimen Einfluss der Ostsee geprägt.

Name[edit | edit source]

Denkmal für die Burg Mecklenburg bei Wismar

Der Name des Landes und seine Aussprache[edit | edit source]

Offizielles Logo des Landes Mecklenburg-Vorpommern[7]

Das Wort Mecklenburg wird in der Umgangssprache der meisten Regionen wie [meːklənbʊɐç] oder Meeklenburch ausgesprochen.

Das „e“ wird lang gesprochen (dies ist als deutschlandweite korrekte Aussprache des „E“ zu verstehen; siehe: das CK im Norden) und das „g“ wie ein palatales „ch“. Die Veränderung des „G“ im Auslaut ist ein Überrest niederdeutscher Phonologie. In den Mundarten der Dialektgruppe Mecklenburgisch-Vorpommersch gebraucht man hingegen den alten sächsischen Namen Mękelborg.

Im Altsächsischen bedeutete mikil „groß“, im 10./11. Jahrhundert war das Wort Mikilinborg („große Burg“) gebräuchlich. Der Name bezieht sich auf die Burg Mecklenburg bei Wismar. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, später deutsch Mecklenburg. Im Neulatein wurde entsprechend der an eine griechische Übersetzung angelehnte Name Megalopolis für Mecklenburg gebildet.

Der Name Pommern ist slawischer Herkunft: po more – „Land am Meer“.[8]

Als Abkürzung für den Namen des Landes sind umgangssprachlich MV und Meck-Pomm gebräuchlich.

Die Bewohner des Landes werden je nach Landesteil als Mecklenburger oder Vorpommern bzw. Pommern bezeichnet; die Bezeichnung als Mecklenburg-Vorpommern ist unüblich.

Entstehungsgeschichte[edit | edit source]

Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und der Westen der preußischen Provinz Pommern, wie sie von 1815 bis 1934 Bestand hatten

Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals in einer Urkunde auf, die Kaiser Otto III. auf der Mikelburg gezeichnet hat. Die Urkunde stammt aus dem Jahr 995. Im Altsächsischen bedeutete mikil „groß“, im 10./11. Jahrhundert war das Wort Mikilinborg („große Burg“) gebräuchlich. Der Name bezieht sich auf die Burg Mecklenburg. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, später Meklenburg und Mecklenburg.

Der Name Vorpommern entstand erst relativ spät (16./17. Jahrhundert) als Bezeichnung für die westlich der Oder liegenden Gebiete des Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet sich von dem slawischen (kaschubischen) „po morje“ = am Meer ab (siehe auch Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus ist in etwa ebenso alt wie der von Mecklenburg. Bereits 1046 wird der erste Pommernfürst Zemuzil erwähnt. Der Begriff Pommern wurde im weiteren Verlauf des Mittelalters zur tragenden Bezeichnung des Herrschaftsgebietes der Dynastie der Greifen.

Entstanden ist der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals durch die Vereinigung des ehemaligen Landes Mecklenburg mit den westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung von Stettin und Swinemünde) der früheren preußischen Provinz Pommern auf Grund eines Befehls der Sowjetischen Militäradministration von Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen für das neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ und auch schon früh, unter Ignorierung der pommerschen Landesteile, einfach nur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung wurde auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht ab 25. Februar 1947 verbindlich.

Erst mit der Neukonstituierung als Land in verändertem Gebietszuschnitt – Basis waren die drei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg – im Herbst 1990 erhielt das Land wieder die Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

Geschichte[edit | edit source]

Länder der DDR bis 1952 (lila),
Bundesländer 1990 (rot)

Zur Geschichte der historischen Territorien bis 1945, siehe: Geschichte Mecklenburgs und Geschichte Pommerns.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Juli 1945 von der Sowjetischen Militäradministration aus dem ehemaligen Land Mecklenburg, dem bei Deutschland verbliebenen, also überwiegenden Teil Vorpommerns sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus[9] gebildet. Schon im Jahre 1947 wurde der Landesteil Vorpommern aus dem Landesnamen entfernt und das Territorium bestand nunmehr als Land Mecklenburg bis 1952 fort.[10]

Bereits 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und im Wesentlichen in die drei Bezirke Neubrandenburg (der Südosten), Rostock (die Küste) und Schwerin (der Südwesten) aufgeteilt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 erfolgte die Neugründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in etwa in jener territorialen Ausdehnung, die Mecklenburg bei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg waren während des Aufbaus der neuen Verwaltungsstrukturen Partnerländer von Mecklenburg-Vorpommern.

Seit der politischen Wende wurden im gesamten Land auch weite Teile zahlreicher Städte im Rahmen der Städtebauförderung umfassend saniert, so wurden z. B. die Historischen Altstädte Stralsund und Wismar 2002 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Mecklenburg-Vorpommern sieht sich seit der Wende nicht nur mit einem tiefgreifenden Struktur-, sondern auch mit einem erheblichen Demografiewandel konfrontiert. Bereits 1994 reagierte die Landesregierung daher mit einer umfassenden Kreisgebietsreform, der im Jahr 2011 eine zweite folgte.

Mecklenburg-Vorpommern war 2007 Gastgeber des global bedeutenden G8-Gipfels der Industriestaaten, dieser fand in Heiligendamm nahe Rostock statt. Seit 1990 befindet sich der Wahlkreis der seit 2005 regierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, ihr Wahlkreisbüro ist in Stralsund. Der ehemalige Rostocker Pastor Joachim Gauck ist seit 2012 deutscher Bundespräsident und hält wie die Kanzlerin regelmäßig Veranstaltungen im Land ab.

Geographie[edit | edit source]

Landesgebiet[edit | edit source]

Geografisch gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Norddeutschland. Das Land entstand im Juli 1945 aus dem ehemaligen Land Mecklenburg und dem westlichen Teil Pommerns und erneut 1990 nach der deutschen Wiedervereinigung aus den drei DDR-Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern umfasst das Gebiet Mecklenburgs, das etwa zwei Drittel der Landesfläche ausmacht, sowie den nach 1945 bei Deutschland verbliebenen Teilen der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern), kleine Teile der Prignitz und dem nördlichsten Zipfel der Uckermark (ehemals brandenburgisch).

Relief und Gewässer Mecklenburg-Vorpommerns: Geländehöhen (braun) jeweils auf dem Höhenpunkt, Höhen der Gewässerspiegel dunkelblau, Wasserscheiden kreuzende Gewässer lila.

Landschaft[edit | edit source]

Die Müritz (hier bei Röbel) ist ein Teil des Mecklenburger Seenlands

Küste und Wasserflächen[edit | edit source]

Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt eine Küstenlänge von etwa 2000 km und damit die längste Küste aller deutschen Bundesländer. Den Großteil davon nehmen Buchten und die Vorpommersche Bodden- und Haffküste ein, denn die Küste im östlichen Landesteil ist besonders stark durch Lagunen und Meerengen gegliedert. Die Außenküste ist etwa 350 km lang.

Die beiden größten Inseln Mecklenburg-Vorpommerns, Rügen und Usedom, sind zugleich Deutschlands größte Inseln. Weitere größere Inseln sind Poel (drittgrößte des Landes und siebtgrößte Deutschlands), Ummanz und Hiddensee.[11] Die bedeutendste Halbinsel ist Fischland-Darß-Zingst. Zu den bekannten Binneninseln des Landes gehören die Altstadtinsel von Malchow im Malchower See, die Schlossinsel Mirow und die Neubrandenburger Torpedo-Trümmerinsel im Tollensesee.

Das Land MV wird durch Flüsse und Kanäle mit einer Gesamtlänge von mehr als 26.000 km durchkreuzt. Mit seinen über 2028 Seen mit einer Gesamtfläche von 738 km² besitzt Mecklenburg-Vorpommern eine einzigartige Seen- und Wasserlandschaft. Die Müritz ist der größte vollständig auf deutschem Territorium liegende See in Deutschland und ist ein Teil des weitläufigen Mecklenburger Seenlands (auch als Seenplatte bekannt). Andere große Seen sind der Plauer See, der Schweriner See und der Schaalsee in Westmecklenburg, sowie der Malchiner See, Kummerower See und Tollensesee im östlichen Landesteil. Weitere seenreiche Gebiete sind die Feldberger und die Sternberger Seenlandschaft. Im Zuge der Hochwasserkrisen 2011 und 2013 wurde ein neues Katastrophenschutz-Vorwarnsystem eingerichtet, um besser in Krisensituationen reagieren zu können. Der Küstenschutz spielt im ganzen Ostseeraum eine wichtige Rolle.

Land[edit | edit source]

Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Norddeutschen Tiefland ist durch die Weichseleiszeit (Pleistozän) geprägt. Die Landschaftsformen südlich der Küstenlinie gliedern sich etwa von Nordost nach Südwest:[12]

  • Das nordöstliche Flachland umfasst etwa das Vorpommersche Festland. Es hat überwiegend lehmige Böden und liegt insgesamt weniger als 50 m über NHN. Die Spiegel der meisten Gewässer liegen sogar weniger als 10 m über dem Meer.
  • Der Baltische Landrücken mit der Mecklenburgischen Seenplatte zieht sich als Jungmoränenlandschaft von Nordwestmecklenburg bis in den Mecklenburger Südosten. Große Teile liegen deutlich mehr als 50 m, zahlreiche Hügelkuppen mehr als 100 m ü. NHN. Der Spiegel der Müritz liegt 62,1 m, der des Carwitzer Sees bei Feldberg nahe der Grenze zu Brandenburg gar 83,8 m über dem Meer.
  • Das südwestliche Vorland der Seenplatte, also das Gebiet südwestlich der Landeshauptstadt Schwerin, wird zum Elbetal hin entwässert, an dem Mecklenburg seit der Abtretung des Amtes Neuhaus nur noch einen kleinen Anteil hält.

Das Land ist flach bis hügelig. Von den höchsten Erhebungen gehören einige zum Baltischen Landrücken, so die Helpter Berge (179 m), die Ruhner Berge (176,6 m) und die Brohmer Berge (153,1 m). Andere liegen nahe der Küste wie der Piekberg auf Rügen (161 m), die Kühlung (129,7 m) nordwestlich von Rostock und der Golm (69,1 m) auf Usedom. Ausgeprägte Tallandschaften weisen die Flüsse Warnow, Recknitz und Tollense auf, sowie kürzere Abschnitte von Peene, Trebel und Großem Landgraben.

Mit dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem Müritz-Nationalpark liegen insgesamt drei der 14 deutschen Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern, das somit über mehr dieser besonderen Schutzgebiete verfügt als jedes andere deutsche Bundesland.

Klima[edit | edit source]

Das Klima wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den Übergang vom maritimen Einfluss im Küstenbereich der Ostsee zu kontinentalgemäßigtem Klima im Binnenland geprägt. So nimmt die Niederschlagsneigung im Binnenland ab. Die Ostseeregion, vor allem im Bereich der Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee, hat die deutschlandweit höchste Zahl an Sonnentagen.

Verwaltungsgliederung[edit | edit source]

Landkreise und kreisfreie Städte[edit | edit source]

Seit der Kreisgebietsreform 2011 ist das Land in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte gegliedert. Seitdem gehören fünf der Landkreise zu den flächengrößten Deutschlands.

Landkreis oder kreisfreie Stadt Landesteil Kreissitz Einwohner
31. Dezember 2014[13]
Fläche
km²
Einwohner
pro km²
Rostock Mecklenburg 204.167 181,26 1126
Schwerin Mecklenburg 92.138 130,52 706
Landkreis Ludwigslust-Parchim Mecklenburg Parchim 212.631 4.751,86 45
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Mecklenburg
(teils Vorpommern)
Neubrandenburg 261.733 5.470,03 48
Landkreis Nordwestmecklenburg Mecklenburg Wismar 155.424 2.118,45 73
Landkreis Rostock Mecklenburg Güstrow 211.878 3.422,23 62
Landkreis Vorpommern-Greifswald Vorpommern
(teils Mecklenburg)
Greifswald 237.697 3.929,48 61
Landkreis Vorpommern-Rügen Vorpommern
(teils Mecklenburg)
Stralsund 223.470 3.207,22 70

Städte, Ämter und Gemeinden[edit | edit source]

  • Oberzentren
  • Mittelzentren

Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht aus insgesamt 756 politisch selbständigen Städten und Gemeinden. Diese verteilen sich wie folgt: zwei kreisfreie Städte und 754 kreisangehörige Städte und Gemeinden. Von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind 38 amtsfrei. Die 716 amtsangehörigen Städte und Gemeinden sind zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu 76 Ämtern zusammengeschlossen (Stand: 1. Januar 2015). Neben den vier Oberzentren Rostock, Schwerin, Stralsund-Greifswald und Neubrandenburg erfüllen 18 Städte im Land die Funktion als Mittelzentrum für ihre Region, siehe Liste. Weiterhin sind Grundzentren im ländlichen Raum und im Stadtumland definiert.[14]

Größte Städte[edit | edit source]

Die 25 größten Städte im Land sind:

Stadt/Gemeinde Landkreis Einwohner
am 31. Dezember 2014[15]
Rostock kreisfreie Stadt 204.167
Schwerin kreisfreie Stadt 92.138
Neubrandenburg Mecklenburgische Seenplatte 63.311
Stralsund Vorpommern-Rügen 57.525
Greifswald Vorpommern-Greifswald 56.685
Wismar Nordwestmecklenburg 42.392
Güstrow Rostock (Landkreis) 28.791
Waren (Müritz) Mecklenburgische Seenplatte 21.042
Neustrelitz Mecklenburgische Seenplatte 20.476
Parchim Ludwigslust-Parchim 17.794
Ribnitz-Damgarten Vorpommern-Rügen 15.103
Bergen auf Rügen Vorpommern-Rügen 13.612
Anklam Vorpommern-Greifswald 12.718
Wolgast Vorpommern-Greifswald 12.273
Ludwigslust Ludwigslust-Parchim 12.243
Bad Doberan Rostock (Landkreis) 11.785
Demmin Mecklenburgische Seenplatte 11.342
Hagenow Ludwigslust-Parchim 11.443
Grevesmühlen Nordwestmecklenburg 10.462
Pasewalk Vorpommern-Greifswald 10.442
Boizenburg/Elbe Ludwigslust-Parchim 10.350
Grimmen Vorpommern-Rügen 9960
Sassnitz Vorpommern-Rügen 9476
Ueckermünde Vorpommern-Greifswald 8916
Teterow Rostock (Landkreis) 8642
Der historische Marktplatz der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald.

Politik[edit | edit source]

Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags.
14
27
7
18
5
14 27 18 
Von 71 Sitzen entfallen auf:

Grundlage der mecklenburg-vorpommerschen Politik ist die Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Mai 1993, die am 15. November 1994 in Kraft trat.

Ministerpräsidenten[edit | edit source]

Die Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) und des Landes Mecklenburg (1947–1952) waren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt Bürger (19. Juli bis 28. Juli 1951, SED) und Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

Von 1952 bis zur Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bildete den Hauptteil der drei DDR-Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Von 1990 bis 1992 war Alfred Gomolka (CDU) erster Ministerpräsident des wiederhergestellten Landes. Er wurde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, der 1992 bis 1994 unter einer Koalition der CDU mit der FDP und ab 1994 in einer Großen Koalition regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, unter einer Koalition der SPD zusammen mit der PDS, von 1998 bis 2008 die bisher längste Amtsperiode. Seit dem 6. Oktober 2008 ist Erwin Sellering (SPD) der Ministerpräsident des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in einer Großen Koalition aus SPD und CDU. Nach seiner Wahl trat Sellering am 25. Oktober 2011 seine zweite Amtszeit an.

Landesregierung[edit | edit source]

Die Regierungsgeschäfte in Mecklenburg-Vorpommern sind auf den Ministerpräsidenten und acht Minister verteilt. Dem Kabinett der Landesregierung (Sellering II) gehören seit 2011 an:

Amt Name Partei
Ministerpräsident Erwin Sellering SPD
Stellvertretender Ministerpräsident Lorenz Caffier CDU
Inneres und Sport Lorenz Caffier CDU
Justiz Uta-Maria Kuder CDU
Finanzen Heike Polzin SPD
Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe CDU
Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Till Backhaus SPD
Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb SPD
Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Christian Pegel SPD
Arbeit, Gleichstellung und Soziales Birgit Hesse SPD

Anders als in vielen anderen deutschen Ländern mittlerweile üblich, verzichtet die Landesregierung auf einen Europaminister. Dieses Amt wird in Personalunion vom Ministerpräsidenten übernommen. Dieser vertritt das Land auch in der Europaministerkonferenz. Die Koordinierung der Europapolitik verantwortet die Staatskanzlei. In Brüssel wurde ein Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union eingerichtet, das der Staatskanzlei unterstellt ist.

Landtag[edit | edit source]

Siehe: Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

Kreistage[edit | edit source]

Siehe: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Bundespolitik[edit | edit source]

Siehe: Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund

Globale und Europapolitik[edit | edit source]

Zu mehreren Ländern unterhält Mecklenburg-Vorpommern eigene enge Beziehungen, bilaterale Partnerregionen gibt es in Polen (Euroregion PomeraniaWoiwodschaft Westpommern/Stettin seit 2000 und Pommern/Danzig seit 2001), den USA (Mecklenburg County in North Carolina seit 1994), Finnland (Turku-Region seit 2000), Russland (Region Sankt Petersburg seit 2002), und Frankreich (Poitou-Charentes seit 2003).[16] Seit 2013 wird eine Partnerschaft zu den drei nördlichen Provinzen der Niederlande Groningen, Friesland und Drente aufgebaut.[17] Intensive Beziehungen werden in den 2010er Jahren auch zu Österreich und der Schweiz aufgebaut.[18] Im Land finden zudem zahlreiche Konferenzen und Messen mit Beteiligung aus aller Welt statt, vor allem zu maritimen, touristischen, kulturellen, landwirtschaftlichen, sowie medizinischen und anderen technologischen Fachgebieten, was durch die Landesregierung unterstützt wird.[19] Im länderübergreifenden Städtebund Neue Hanse sind mehrere Städte des Landes engagiert.

Mecklenburg-Vorpommern wird in der Wahlperiode 2014–2019 durch fünf Europaabgeordnete (MEPs) im Europäischen Parlament vertreten: Werner Kuhn (CDU), Iris Hoffmann (SPD), Reinhard Bütikofer (Bündnis 90/Die Grünen), Helmut Scholz (Die Linke) und Arne Gericke (Familien-Partei Deutschlands).[20] Das Land unterhält ein Informationsbüro in Brüssel sowie ein Online-Europaportal.[21]

Direkte Demokratie[edit | edit source]

Siehe: Direkte Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern

Gerichte[edit | edit source]

Siehe: Liste der Gerichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Gerichtsstrukturgesetz und Gerichtsstrukturreform

Wappen und Flaggen[edit | edit source]

Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Mecklenburg-Vorpommerns Landesdienstflagge Mecklenburg-Vorpommerns
Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge
(für behördliche Benutzung)
(Inoffizielle) Flagge Mecklenburgs Mecklenburger Bulle (Inoffizielle) Flagge Vorpommerns Pommerscher Greif
Landesflagge Mecklenburgs
(für nichtstaatliche Benutzung)
Stierkopf vom
Wappen Mecklenburgs
Landesflagge Vorpommerns
(für nichtstaatliche Benutzung)
Greif
für Vorpommern

Wirtschaft[edit | edit source]

Im Industriesektor haben die maritime Industrie, der Maschinenbau, die Energiewirtschaft und die Lebensmittelindustrie einen großen Anteil. Die Landwirtschaft ist in der Fläche sehr präsent. Darüber hinaus spielen der Tourismus, der Gesundheitssektor, die Immobilienwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die Hochtechnologie eine zunehmend große Rolle für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Zukunftsbranchen[edit | edit source]

Als Zukunftsbranchen Mecklenburg-Vorpommerns gelten wissensbasierte Felder der Spitzentechnologie, vor allem Biotechnologie, Life Sciences und Medizintechnik,[22] Energie- und Umwelttechnik,[23] Luft- und Raumfahrttechnik[24] und Informationstechnik[25] (kurz IT). Unternehmen aus diesen Bereichen siedeln sich zunehmend um die Städte Rostock und Greifswald mit ihren leistungsstarken Universitäten, sowie um die Hochschulstandorte Stralsund, Wismar, Schwerin und Neubrandenburg und ihre Technologiezentren an.[26][27] Die Zentren wie auch mehrere Initiativen befördern vor allem innovative Unternehmensgründungen (StartUps), z. B. der Entrepreneurs Club Rostock.[28], Gründungswerft Greifswald[29], Wismars Entrepreneurs,[30] Gründer MV,[31] IT-Lagune Vorpommern,[32] IT-Initiative MV,[33], Kreative MV[34] und BioCon Valley.[35]

Um die beiden traditionsreichen Universitäten des Landes, die Universität Rostock (gegr. 1419) und die Universität Greifswald (gegr. 1456), haben sich zudem bereits zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt (siehe Forschung). Die Wissenschaftsstandorte des Landes tragen erheblich zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung und zur globalen Profilstärkung bei.

Industriesektor[edit | edit source]

Maritime Wirtschaft[edit | edit source]

Größere Unternehmen im maritimen Wirtschaftsbereich sind zum Beispiel die weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, die Mecklenburger Metallguss (MMG), die Weiße Flotte und Liebherr[36] (maritime Kräne und Anlagen). Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises hat seinen Deutschlandsitz im Rostocker Stadthafen und beschäftigt über 6000 Arbeitnehmer.[37]

Entlang der Ostseeküste gibt es mehrere Werften, die größten sind in Wismar und Rostock-Warnemünde (Nordic Yards), in Wolgast (Peene-Werft) und in Stralsund (Volkswerft).

Zudem gibt es mittelständische Schiffbauer wie die HanseYachts AG in Greifswald (einer der drei größten Yachtbauer der Welt[38]), Vilm Yachts in Lauterbach, Yachtbau Oelke in Marlow, die Werft Rammin und die Schiffswerft Barth GmbH in Barth, Bootsbau Schubert in Plate, MoLe Bootsbau in Plau, die Wieker Boote GmbH in Wiek und die REAN GmbH in Sassnitz.[39]

Der maritime Sektor in MV bot im Jahr 2004 28.000 Arbeitsplätze und generierte im Jahr 2011 Umsätze von 4,57 Milliarden Euro.[40] In Rostock findet im Zweijahrestakt die „Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft“ statt.[41]

Luft- und Raumfahrt[edit | edit source]

Mecklenburg und Vorpommern haben eine bedeutende Geschichte im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 konnte sich die Branche im Land erneut entwickeln.[24] So haben sich seitdem im Großraum Rostock und am Flughafen Rostock-Laage Spitzenbetriebe der Luft- und Raumfahrt angesiedelt, dazu gehören u. a. mehrere Airbus-Zulieferer mit insgesamt rund tausend Mitarbeitern,[42] wie die RST Rostock-System-Technik GmbH. Auch Edag, die luratec AG, Assystem, Ferchau Engineering und Diehl Aerospace sind am Standort Rostock.[43] Im November 2007 wurde das Warnemünder Zentrum für Luft- und Raumfahrt eröffnet.[44] Weiterhin gibt es in Pasewalk im Großraum Stettin das Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau,[45] in dessen Umfeld sich der Leichtflugzeug-Konstrukteur REMOS AG angesiedelt hat.[46] Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterhält in Neustrelitz Einrichtungen des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums sowie des Instituts für Kommunikation und Navigation. Die Neustrelitzer Forscher sind maßgeblich an der Entwicklung der europäischen Satellitennavigation Galileo beteiligt.[47] Von Neubrandenburg aus wird die im deutschsprachigen Raum vertriebene Zeitschrift Raumfahrt Concret herausgegeben, die dort und an anderen Orten im Land mit mehreren Partnern jährlich die „Tage der Raumfahrt“ ausrichtet, zu denen auch renommierte Wissenschaftler und Astronauten aus der ganzen Welt nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.[48]

Zu DDR-Zeiten wurden spätestens ab 1961 praktisch alle Unternehmen der Branche enteignet und z. B. auf landwirtschaftliche Produktion umgerüstet oder vollständig liquidiert. In der Vorkriegszeit wurden jedoch zahlreiche Erfindungen und Unternehmen in der Region geboren. Der Anklamer Otto Lilienthal war der bedeutendste deutsche Flugpionier und brachte mit dem Normalsegelapparat 1894 das erste Serienflugzeug der Welt auf den Markt. Die 1913 von Berlin nach Schwerin umgezogene Fokker Aeroplanbau GmbH hatte ihren Sitz direkt am Schweriner See in der Bornhövedstraße, die Flugzeugbaufirma wurde u. a. für ihre Dreidecker mit dem „Roten Baron“ weltberühmt.

Replika der Heinkel He 178 im Flughafen Rostock-Laage. Das erste Düsenflugzeug der Welt erlebte seinen Erstflug am 27. August 1939 über Rostock-Marienehe.

In Rostock-Warnemünde entstand mit den Ernst Heinkel Flugzeugwerken im Jahr 1922 einer der größten Flugzeugbauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Heinkel He 178 war das weltweit erste Düsenflugzeug[49] und hatte ihren Jungfernflug am 27. August 1939 in Rostock-Marienehe. Seit 1921 gab es in Warnemünde zudem die Arado Flugzeugwerke. Ebenfalls zunächst in Warnemünde und ab 1934 in Ribnitz war der Walther-Bachmann-Flugzeugbau ansässig. Für die Aufrüstungspolitik ab 1933 wurden die meisten Firmen enteignet bzw. mussten auf Militärfertigung umstellen. Von 1933 bis 1945 wurden die Norddeutschen Dornier-Werke in Wismar mit späterer Außenstelle in Neustadt-Glewe gänzlich auf Kriegsproduktion eingestellt.

Ebenfalls der militärischen Aufrüstung verpflichtet wurde 1936 die Heeresversuchsanstalt Peenemünde im Westen der Insel Usedom eingerichtet, 1938 kam das Werk West der Luftwaffe hinzu. In den Anlagen wurde die erste funktionsfähige Großrakete Aggregat 4 (A4, Propagandaname „V2“) unter Leitung von Wernher von Braun und Walter Dornberger entwickelt und getestet. Die Rakete war mit ihrem ersten erfolgreichen Flug am 3. Oktober 1942 das erste von Menschen gebaute Objekt, das in den Grenzbereich zum Weltraum eindrang. Damit gilt Peenemünde, trotz der unmenschlichen Umstände der Raketenfertigung mit tausenden Toten in Mittelbau-Dora, als Wiege der Raumfahrt. Auch die weltweit erste Anlage für industrielles Fernsehen wurde dort zur Übertragung der Raketenstarts eingerichtet. Zeitgleich wurden auf der Halbinsel Zingst Großraketen erprobt. Viele der V2-Ingenieure von Peenemünde wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ranghohe Entwickler bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, so wirkte neben Technikdirektor Wernher von Braun u. a. Arthur Rudolph am Apollo-Programm zu den ersten Mondlandungen mit. Andere Beteiligte wie Helmut Gröttrup wechselten während des Wettlaufs ins All zum sowjetischen Raumfahrtprogramm.[50]

Siehe auch: Deutsche Raumfahrt

Energiesektor[edit | edit source]

Mecklenburg-Vorpommern ist im Bereich der Erneuerbaren Energien unter den Spitzenreitern in Deutschland, sowohl was die Stromproduktion als auch die Fertigung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen angeht.[51] In einem durchschnittlichen Windjahr können bereits ca. 46 % des Strombedarfs im Bundesland durch Windenergie gedeckt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es Ende 2011 1.385 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 1.627 Megawatt.[52] Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind zudem mehrere Offshore-Windparks in Planung bzw. in Bau, die Offshore-Windparks EnBW Baltic 1 und Baltic 2 sind bereits in Betrieb. In Rostock befindet sich mit der Nordex SE ein Hersteller von Windenergieanlagen. Dezentrale Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen spielen ebenfalls eine große Rolle bei der umweltverträglichen Energiegewinnung. In Greifswald und Wismar gibt es Solarmodul-Fabriken. Die im Vergleich zur Offshore-Windenergie als deutlich effizienter geltenden Strömungs- und Gezeitenkraftwerke werden ebenfalls erprobt[53], im Landesinneren kommen Geothermie-Kraftwerke zum Einsatz. Das in der damaligen DDR erste Pilotprojekt dazu ist die seit Ende der 1980er Jahre genutzte Geothermische Heizzentrale Neubrandenburg, die 2004 zum Langzeit-Tiefenspeicher ergänzt wurde.

In der Nähe von Greifswald landet die von einem russisch-deutschen-niederländischen Konsortium gebaute Pipeline Nord Stream aus dem russischen Wyborg an, mit der Deutschland und Westeuropa mit russischem Erdgas versorgt werden. Größere Kraftwerke in Mecklenburg-Vorpommern sind die Kraftwerke Rostock und Schwerin-Süd. Der ehemals größte Stromerzeuger auf dem Landesgebiet war das Kernkraftwerk Lubmin, das heute stillgelegt ist. Zwei Projekte für ebenfalls in Lubmin geplante Kraftwerke, ein Kohlekraftwerk sowie ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, wurden eingestellt.

Tourismus[edit | edit source]

Der Strandkorb gilt als Symbol des Tourismus in Mecklenburg und Vorpommern, vor allem an der Ostseeküste (hier Ahlbeck auf Usedom). Es gibt zahlreiche Seebäder, Kur- und Erholungsorte im Land.

Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste innerdeutsche Reiseziel.[54] Seit dem Jahr 2012 hatte Mecklenburg-Vorpommern jeweils das größte Wachstum an internationalen Übernachtungsgästen in Deutschland.[55]

Die Inseln Usedom, Rügen und Hiddensee im Landesteil Vorpommern sind Schwerpunkte des Tourismus in Deutschland, ebenso wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die mecklenburgischen Seebäder wie z. B. Heiligendamm, Graal-Müritz oder Kühlungsborn mit ihrer Bäderarchitektur. Zudem sind die historischen Hansestädte Stralsund, Greifswald, Rostock (mit Warnemünde) und Wismar mit ihren bedeutenden Altstädten sowie die mecklenburgischen Residenzstädte Güstrow, Ludwigslust und Schwerin mit ihren Schlössern, und Hauptorte des Seenlandes wie Neustrelitz, Neubrandenburg, Malchow, Mirow, Röbel und Waren (Müritz) wichtige Anziehungspunkte. Die historischen Altstädte von Stralsund und Wismar sind seit 2002 UNESCO-Welterbe. Daneben gibt es zahlreiche weitere sehenswerte historische Stadtkerne mit backsteingotischen Kirchen, Bürgerhäusern, Wehranlagen und Stadttoren. Durch das Land führen mehrere Ferienstraßen.

Für Naturliebhaber, Angler und Wassersportler sind im Landesinneren das Mecklenburger Seenland und der dortige Müritz-Nationalpark bedeutend. Entlang der Küste locken unter anderem der Nationalpark Jasmund mit der berühmten Kreideküste vor Rügen und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit seinen Lagunen. Des Weiteren gibt es unzählige verschiedene Landschafts- und Naturschutzgebiete.

In Mecklenburg und Vorpommern gibt es mehr als zweitausend Gutshäuser, Schlösser und Burgen (z. B. Jagdschloss Granitz, Schloss Basedow, Schloss Bothmer, Burg Stargard), die u. a. für kulturelle Veranstaltungen oder als Hotels genutzt werden. Daneben gibt es im ländlichen Raum viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie historische Dorfkerne, Kirchen, Klöster, Windmühlen, Leuchttürme, Zeugnisse der Slawenbesiedlung, Denkmäler und Aussichtspunkte.

Rostocks Stadtteil Warnemünde ist mit seinem Cruise Port mit über 350.000 Passagierbewegungen pro Jahr (Stand: Februar 2011) der größte Kreuzfahrthafen in Deutschland und liegt somit vor den jahrelangen Spitzenreitern Hamburg und Kiel. Im Jahr wurden 2013 gut 1,9 Mio. Fährpassagiere befördert.[56] Die jeden Sommer in Warnemünde stattfindende Warnemünder Woche und die Hanse Sail ziehen jährlich über eine Million Touristen nach Rostock. Daneben hat sich die Müritz Sail in Waren (Müritz) als Veranstaltung auf dem Binnengewässer etabliert.

Auch außerhalb der Sommersaison ist der Tourismus in MV von großer Bedeutung, das Geschäft in der Nebensaison und im Winter wächst beständig. An kühlen Tagen werden häufig Innenangebote wie die zahlreichen Museen, Theater, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitbäder wahrgenommen. In den Wintermonaten sind Besuche der traditionellen Weihnachtsmärkte (vor allem in Rostock, Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg und in den Seebädern) sowie Silvester- und Wellness-Arrangements populär.

Kennzahlen der Wirtschaft[edit | edit source]

Entwicklung BIP 1995–2008
Arbeitsmarkt 2000–2009

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner beträgt in Mecklenburg-Vorpommern 78,3 % des durchschnittlichen Wertes innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten (EU-27: 100; Deutschland: 115,2) (2005).[57] Im Jahr 2014 konnte ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von rund 38,5 Milliarden[58] Euro erwirtschaftet werden.

Seit dem Jahr 2006 nahm das Land Mecklenburg-Vorpommern keine neuen Schulden mehr auf und konnte in den Jahren 2007, 2008 und 2011 zusammen rund 440 Mio. Euro tilgen.[59][60][61]

Die Arbeitslosenquote im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern sank in den letzten Jahren infolge des allgemeinen Wirtschaftswachstums und lag im Oktober 2009 mit 11,8 % erstmals seit 1991 bei unter 12 %[62] (vgl. im September 2004 noch ca. 20 %). Sie sank bis 2014 stetig weiter, innerhalb des Bundeslandes gibt es aber weiterhin starke regionale Unterschiede hinsichtlich der Quote der Arbeitslosen. Diese Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen den westlichen Landkreisen Ludwigslust-Parchim (8 %), Rostock (7,9 %) und Nordwestmecklenburg (8,6 %) einerseits und den östlichen Landkreisen Vorpommern-Greifswald (12,4 %), Mecklenburgische Seenplatte (12,3 %) und Vorpommern-Rügen (11,1 %) andererseits (Stand: August 2014).[63]

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben):[64]

Stadt sozialvers.
Beschäftigte
30. Juni 2012
Pendlersaldo
30. Juni 2012
Arbeitsplatzdichte1
Rostock 80.934 +10.245 620
Schwerin 47.197 +14.471 826
Neubrandenburg 32.323 +8.972 770
Greifswald 24.163 +5.047 628
Stralsund 23.023 +4.647 653
Wismar 15.713 +1.615 590
Güstrow 12.000 +2.323 679
Waren (Müritz) 9.798 +2.233 757
Neustrelitz 8.488 +1.690 676
Parchim 8.462 +2.587 783
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[65]

Weiteres[edit | edit source]

Karstadt-Stammhaus, 1871 in Wismar gegründet
Geburtsstätte des Kaufhauses

Historisch entstanden in Mecklenburg und Vorpommern die Mutterhäuser der ersten großen deutschen Kaufhausketten wie Karstadt (gegründet 1871 in Wismar), Kaufhof (gegründet 1879 in Stralsund) und Wertheim (gegründet 1875 in Stralsund).

Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft nimmt heute in Mecklenburg-Vorpommern einen zunehmenden Stellenwert ein, also die unternehmerische Kulturschöpfung z. B. durch Filmschaffende und andere Künstler (u. a. zu sehen auf dem Filmkunstfest), Festivals und Konzerte und weitere Veranstaltungen, Theater (z. B. Störtebeker-Festspiele), Mode und Design (z. B. Fashion Week Warnemünde[66] und LOOK Schwerin[67]).

Immobilienwirtschaft

Der Immobilienmarkt und die Bauwirtschaft haben in Mecklenburg-Vorpommern lokal eine große Bedeutung. Es gibt eine hohe Nachfrage in landschaftlich reizvollen Lagen wie an den Küsten und in Seengebieten, sowie in den historischen Altstädten und Dörfern.[68] Dabei soll laut Landesentwicklungsprogramm die Entwicklung auf die Innenbereiche der Gemeinden konzentriert werden, um vorhandene Infrastruktur zu nutzen und Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden. Insgesamt gab es im Land 2013 erstmals seit 1990 mehr Zuzüge als Fortzüge.[69] Orte mit guter Infrastruktur verzeichnen häufiger Zuwanderung, insbesondere in den Randgebieten der Metropolregionen Hamburg, Berlin und Stettin[70] sowie in der Regiopolregion um Rostock.[71][72] Auch die zahlreichen Schlösser und Herrenhäuser des Landes stehen seit einigen Jahren im Fokus der Regional- und Immobilienentwicklung.[73]

Lebensmittelindustrie

Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land. Beispiele aus der Lebensmittelindustrie sind die Kartoffelveredelung durch Pfanni in Stavenhagen, das Nestlé-Werk in Schwerin und die Tiefkühlproduktion der Oetker-Gruppe in Wittenburg. Auch die Trolli-Süßwaren aus Hagenow und die Grabower Süsswaren sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Es gibt im Land mehrere kleine und einige große, in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannte Brauereien, die größten und bekanntesten sind die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund, die Hanseatische Brauerei Rostock und die Darguner Brauerei. Zudem gibt es kleinere Spezial- und Handwerksbrauereien mit überregionalem Renommé, wie das mecklenburgische Vielanker Brauhaus, die Barther Spezialitätenbrauerei, die Brauerei im Wasserschloss Mellenthin auf Usedom und die Rügener Insel-Brauerei in Rambin.[74]

Landesmarketing

Seit 2004 wirbt die Landesregierung mit dem Motto „MV tut gut.“ für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschaftsstandort und Lebensumfeld. Beim Passieren der Landesgrenzen mit dem Auto wird für Mecklenburg-Vorpommern als „Land zum Leben“ geworben.[75] Ziel der Landes-Marketingkampagne ist, die Stärken und Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns bekannter zu machen und mit den starken Kernbereichen Gesundheit, Ernährung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Bildung zu verknüpfen.[76]

Verkehr[edit | edit source]

Eisenbahn[edit | edit source]

Durch die südwestliche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns verläuft die Berlin-Hamburger Bahn. Daneben existieren Verbindungen von dieser Strecke über Schwerin und Bad Kleinen nach Wismar und Rostock–Stralsund–Rügen. Weitere Hauptstrecken verlaufen von Berlin über Neustrelitz nach Rostock/Neubrandenburg–Stralsund–Rügen und von Berlin über Pasewalk–Anklam–Greifswald nach Stralsund. Hinzu kommen verschiedene Nebenstrecken und die Bäderbahnen an der Ostseeküste.

In den letzten Jahren wurden aufgrund der dünnen Besiedelung, der Sparmaßnahmen des Landes, der stetig wachsenden Zahl an Pkw und der Öffnung des Fernbusmarktes eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele Nebenbahnen und kleinere Bahnhöfe sowie Nebengleise) stillgelegt und meist abgebaut. Auch an größeren Bahnhöfen wurden und werden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen Gleise zurückgebaut und der Betrieb stark vereinfacht. Erhebliche Personaleinsparungen wurden durch Automatisierung (u. a. von Bahnübergängen) durchgeführt. Es gibt mittlerweile Streckenabschnitte von über 20 km Länge ohne Zwischenhalt (z. B. beim RE 5), da dort nur noch langlaufende Regional-Express-Linien (RE) verkehren. Auf den verbliebenen Nebenstrecken wird der Schienenpersonennahverkehr mittlerweile vielfach vom Deutsche-Bahn-Tochterunternehmen UBB und verschiedenen anderen nicht-bundeseigenen Eisenbahnverkehrsunternehmen wie der OLA bzw. seit Dezember 2013 wieder von der DB Regio und der ODEG durchgeführt. Bekannte historische Schmalspurbahnen im Land sind der Rasende Roland der Rügenschen Kleinbahn und die Bäderbahn Molli der MBB. Zudem gibt es bei Schwichtenberg die Mecklenburg-Pommersche Schmalspur-Museumsbahn.

Straße[edit | edit source]

Autobahnkreuz Wismar als Verbindung von A 14 und A 20

Mecklenburg-Vorpommern wird durch die Autobahn A 20 von Lübeck über Wismar, Rostock und Neubrandenburg zum Dreieck Uckermark, die A 24 von Hamburg nach Berlin mit Anschluss über die A 14 nach Schwerin und Wismar sowie die A 19 von Berlin nach Rostock und im äußersten Südosten von der A 11 erschlossen.

Verschiedene Bundesstraßen durchziehen das Land, wobei die bedeutendste Nord-Süd-Verbindung die B 96 ist, in Ost-West-Richtung sind es die B 104, B 105 und die B 110.

Linienbusse[edit | edit source]

Im Land gibt es sowohl kommunale Verkehrsgesellschaften mit eigenen Bussen – wie die MVVG – als auch private Betreiber. Das Liniennetz ist in den Oberzentren und Mittelzentren gut ausgebaut, in kleineren Orten fahren die Busse insgesamt seltener. Neben den Nahverkehrsbetrieben gibt es auch Reisebusanbieter, und seit der Öffnung des Marktes 2013 auch mehrere Fernbuslinien. Dazu gehören die Verbindung „schnurstracks“ der VVG zwischen Greifswald und Neubrandenburg sowie mehrere Linien zwischen Berlin, Hamburg, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin und den Urlaubsorten von Anbietern wie der UBB und MeinFernbus, die in viele Großstädte Deutschlands führen.[77]

Schiffsverkehr[edit | edit source]

Wichtige Seehäfen befinden sich in Rostock, Wismar, Sassnitz, weitere sind in Stralsund, Greifswald, Wolgast, Lubmin, Ueckermünde und Vierow. Vom Überseehafen Rostock und vom Fährhafen Sassnitz führen Fährlinienn nach Dänemark, Schweden, Finnland, Polen und ins Baltikum. Im Jahr 2015 wurden in den Häfen von Mecklenburg-Vorpommern 39,52 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen (gut 3 % mehr als im Vorjahr), davon 15,3 Mio. t im RoRo-Verkehr (+ 2 %) und 4,1 Mio. t Stückgut (+ 20 %).[78]

In vielen Küstenorten gibt es Segel- und Sportboot-Marinas. Die wichtigsten Sportboothäfen befinden sich neben den größeren Städten in Niendorf, Darß, Prerow, Born, Glowe, Neuhof, Lauterbach/Putbus, Kröslin, Karlshagen, Mönkebude und Ueckermünde. Die vielen Seen im Hinterland sind über die Warnow, die Recknitz, die Peene und verschiedene Kanäle für die Schifffahrt miteinander und mit der Ostsee verbunden. Gerade im Mecklenburger Seenland gibt es eine Vielzahl von Sportboothäfen.

Flugverkehr[edit | edit source]

Flughäfen und Landeplätze in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern befindet sich ein größerer Regionalflughafen, mehrere mittlere Flughäfen, auf denen auch Flugzeuge bis zur Größe von Airbus A320 landen können, sowie zahlreiche kleinere Flugplätze und Landebahnen. Der mit Abstand größte und passagierreichste Flughafen ist der Flughafen Rostock-Laage. Er gewinnt in den letzten Jahren u.a. als Zubringer für den Kreuzfahrttourismus an Bedeutung, für Urlaubsflüge, sowie für Geschäftsflüge im deutschsprachigen Raum.[79]

Regionalflughäfen sind der Flughafen Heringsdorf auf Usedom, der Flughafen Neubrandenburg, der Ostseeflughafen Stralsund Barth und der Flughafen Schwerin-Parchim. Sie sind aus ehemaligen Luftwaffenstützpunkten der NVA und der Luftstreitkräfte der Sowjetunion entstanden. Der Schwerin-Parchimer Flughafen wird ab 2014 zu einem Logistik-Drehkreuz ausgebaut[80] und soll zudem ab 2016 Linienflüge von und nach China anbieten.[81]

Weiterhin gibt es zahlreiche kleinere Flugplätze, zum Beispiel den Flugplatz Rügen bei Bergen, Flugplatz Anklam, Müritz Airpark bei Röbel, Flugplatz Wismar, Flugplatz Peenemünde auf Usedom, Flugplatz Rerik, Flugplatz Pasewalk, Flugplatz Tutow, Flugplatz Waren/Vielist, Flugplatz Purkshof bei Rostock, Flugplatz Schmoldow bei Greifswald, Flugplatz Pinnow bei Schwerin, Flugplatz Güstrow oder den Flugplatz Neustadt-Glewe, auf denen vorrangig die Sportfliegerei betrieben wird. Diese wird durch den Luftsportverband MV koordiniert.

Für das Land spielen auch die grenznahen internationalen Flughäfen Stettin-Goleniów, Hamburg und die Berliner Flughäfen eine Rolle.

Bildung und Forschung[edit | edit source]

Schule[edit | edit source]

Bildung in MV, 2000–2009

Mecklenburg und Vorpommern haben einige der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum auf ihrem Gebiet. Die älteste unter ihnen ist die Domschule Güstrow, die 1236 als Stiftsschule zur Ausbildung des Kleriker-Nachwuchses gegründet wurde, und 1552 als Lateinschule, später als Gymnasium neu gegründet wurde. Auch das Lilienthal-Gymnasium Anklam (1535), die Große Stadtschule Wismar (1541), das Fridericianum Schwerin (1553), das Jahn-Gymnasium Greifswald (1561), das Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium (1564), die Große Stadtschule Rostock (1580), die Niels-Stensen-Schule Schwerin (1735), das Gymnasium Carolinum Neustrelitz (1795) und das Pädagogium Putbus (1836) können auf eine außergewöhnlich lange Historie verweisen. Das Marienstiftsgymnasium im heute polnischen Stettin wurde 1543 etabliert, musste jedoch während des Zweiten Weltkriegs evakuiert werden. Das humanistische Gymnasium Stralsund wurde 1560 gegründet, wurde nach der Einnahme Stralsunds durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 aber nicht wieder eröffnet.

Ab 1990 wurde das DDR-Schulwesen mit der seit 1946 bestehenden Einheitsschule abgelöst und die Schulbildung im Land mehrfach reformiert. Nachdem Anfang der 1990er Jahre das dreigliedrige Schulsystem Bayerns als Vorbild für die Umstrukturierung des Schulsystems diente, wurden in den letzten Jahren einige Veränderungen vorgenommen. Im Sekundarbereich wurde das ehemals dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) reformiert, indem Haupt- und Realschulen zur Schulform Regionale Schule zusammengelegt wurden. Dies hatte zum einen das Ziel Kosten zu sparen, indem besonders im ländlichen Raum nun neben dem Gymnasium nur noch eine einzige, statt der vorher zwei verschiedenen Schulform angeboten werden muss. Zum anderen sollten im Rahmen der Reform auch die Kernfächer (Deutsch, Mathematik, Englisch) gestärkt sowie durch den Unterricht auf Hauptschul- und Realschulniveau in einem Haus die Wechselmöglichkeit für Schüler und die Attraktivität der Schulform für Lehrerneueinstellungen erhöht werden.

Um eine spätere Schullaufbahnentscheidung und ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, wechseln Schüler nach der Grundschule (Klasse 1–4) gemeinsam an eine Regionalschule. Nach der sechsten Klasse kann dann ein Wechsel auf ein Gymnasium und der Erwerb des Abiturs erfolgen oder an der Regionalschule die Berufsreife oder die mittlere Reife erlangt werden. Es existieren darüber hinaus auch einige wenige Gesamtschulen.

Von generellen strukturellen Reformen unberührt blieb das klassische Gymnasium, an dem jedoch ebenfalls die Hauptfächer gestärkt wurden und teilweise bis zum Abitur im Klassenverband (statt getrennt in Grund- und Leistungskursen) unterrichtet werden. Seit 2008 ist das Abitur nach zwölf Jahren, das in der DDR und danach bis 2001 bereits die Regel war, wieder an allen Gymnasien eingeführt worden.

Darüber hinaus wurde und wird generell die Erhöhung der Selbstständigkeit und die Entscheidungsautonomie der einzelnen Schule kontinuierlich mit Modellversuchen und Reformen anvisiert. Dazu gehört das Modell Selbstständige Schule. Das Modell der Europaschule fördert die interkulturelle Zusammenarbeit, ein Beispiel dafür ist das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz. Beim Polnischunterricht vor allem im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sehen Experten insgesamt noch Ausbaubedarf.[82] Bei einem Vergleich der Englischkenntnisse durch eine EF-Studie von 2015 landete Mecklenburg-Vorpommern im deutschen Vergleich nur auf dem vorletzten Rang (vor Sachsen-Anhalt), wobei Deutschland insgesamt den 11. Platz unter 70 verglichenen Ländern belegt.[83] Trotz der schlechten Ergebnisse kündigte der Bildungsminister des Landes Mathias Brodkorb (SPD) im November 2015 an, den Englischunterricht sogar noch zu reduzieren.[84]

Neben den staatlichen Schulen gibt es auch mehrere Schulen in privater Trägerschaft. Dazu gehört der Betrieb durch private gemeinnützige Träger, die zum Teil auch konfessionell gebunden sind, wie beispielsweise die katholische Bernostiftung. Das Internatsgymnasium Schloss Torgelow bei Waren im Mecklenburger Seenland gehört zu den angesehensten Schulen Deutschlands.[85]

Die Schülerzahlen sind insgesamt seit dem Jahr 2000 zurückgegangen. Im Jahre 2009 kamen in Mecklenburg-Vorpommern auf 100 Einwohner etwa acht Schüler. In den städtischen Zentren wie Rostock, Schwerin, Greifswald, Stralsund, Wismar, Neubrandenburg und weiteren für Familien attraktiven Orten nimmt die Zahl der Schüler in den letzten Jahren wiederum stetig zu, was eine Folge steigender Geburtenraten und Zuzüge ist.

Hochschulen[edit | edit source]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Volluniversitäten und mehrere weitere Hochschulen.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (gegründet 1456) und die Universität Rostock (gegründet 1419) sind die beiden ältesten Universitäten in Nordeuropa und gehören zu den ältesten Hochschulen der Welt.

Weitere staatliche Hochschulen sind die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die praxisorientierte Fachhochschule Stralsund und die Hochschule Wismar, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sowie ein Campus der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin.

Die private Fachhochschule des Mittelstands (ehemals Baltic College) mit Standorten in Schwerin und Rostock bietet Studiengänge im Wirtschaftsingenieur-, Marketing-, Management-, Gesundheits- und Tourismusbereich an. Die private höhere Berufsfachschule DesignSchule Schwerin hat Ausbildungen und Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Game-, Grafik- und Modedesign im Angebot.[86] An der da!-Designakademie in Rostock werden zudem verschiedene grafisch orientierte Studiengänge angeboten.[87]

Die Hochschulstädte profitierten Anfang des 21. Jahrhunderts von teilweise sprunghaft angestiegenen Studentenzahlen. Sie müssen Analysen zufolge jedoch aufgrund der demografischen Situation ihre Attraktivität für Studenten von außerhalb des Landes und für Auslandsstudenten enorm steigern, auch durch internationale Studiengänge in englischer Sprache.[88] Insgesamt wurde den Hochschulen des Landes durch den SDW eine noch deutlich zu geringe Internationalität attestiert.[89] Studienanfänger wirbt das Land mit dem Slogan „Studieren mit Meerwert“,[90] und die Universität Greifswald unter anderem mit „Studieren, wo andere Urlaub machen“.[91]

Mecklenburg-Vorpommern hat viele Lehrstühle zum Thema Unternehmensgründung, aber deutschlandweit den geringsten Anteil relevanter Lehrveranstaltungen zum Thema Gründertum (auch Entrepreneurship genannt).[92] Durch eine engere Kooperation mit Instituten und Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern sowie eine verbesserte Gründerausbildung und -förderung sollen mehr Akademiker für den Verbleib im Land begeistert werden. Gründerbüros mit Ansprechpartnern für Aus- und Unternehmensgründungen gibt es an der Hochschule Wismar,[93] an der Universität Rostock (ZfE Zentrum für Entrepreneurship),[94] an der Hochschule Neubrandenburg,[95] an der Universität Greifswald (Gründerbüro und ZFF)[96] sowie an der Fachhochschule Stralsund.[97] Die jeweiligen hochschuleigenen Bemühungen für die Gründerszene in ihrem Umfeld werden durch studentische Initiativen flankiert, wie den Entrepreneurs Club Rostock, die Wismar Entrepreneurs, die Hanse Entrepreneure Stralsund und die Gründungswerft Greifswald.

Forschung[edit | edit source]

Es gibt zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Land, die sich hauptsächlich in und um Greifswald und Rostock konzentrieren und sich vorwiegend mit Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt, Tiergesundheit, Agrarwissenschaften und Demografie beschäftigen.[98] Zu den bedeutenden Instituten zählen das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, das Fraunhofer IGD, das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung und das Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit Zweigstellen in Neustrelitz. Im Land sind mehrere bedeutende Institute der Medizinforschung, wie das DZNE für Nervenkrankheiten, das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie und das Herz- und Diabeteszentrum MV am Klinikum Karlsburg. Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut befindet sich auf der zu Greifswald gehörenden Insel Riems ein nationales Forschungsinstitut. Zu den bekannten Forschungsergebnissen aus MV gehören zum Beispiel die Erfindung des Wasserskalpells, auch bekannt als Helix-Hydro-Jet, oder die erste künstliche Leber für Kinder.

Bevölkerung[edit | edit source]

Mecklenburg-Vorpommern: Bevölkerung 1939–2002

In Mecklenburg-Vorpommern leben heute rund 1,6 Millionen Menschen (Stand: 2014).[99] Die Bevölkerung setzt sich aus Mecklenburgern und Pommern und zum kleinen Teil aus Brandenburgern zusammen. Hinzu kamen viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, überwiegend aus dem östlichen Pommern und Ostpreußen, sowie Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsächlich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, sowie nach der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Der Anteil an Bürgern ausländischer Herkunft beträgt 2,1 Prozent, die größte Gruppe kommt aus Polen (15,8 Prozent), gefolgt von Russland (9,3 Prozent), der Ukraine (6,7 Prozent) und Vietnam (Stand: November 2013).[100]

Der Bevölkerungsgipfel von über 2,1 Millionen 1945/46 – trotz kriegsbedingter Verluste – ist auf den starken Zustrom von Heimatvertriebenen zurückzuführen, die in der SBZ/DDR offiziell „Umsiedler“ hießen. Der erhebliche Bevölkerungsverlust nach 1989 ist eine Folge der Westabwanderung und eines Einbruchs bei den Geburtenzahlen. Diese Trends haben sich in den 2010er Jahren verlangsamt bzw. wurden gestoppt, es wandern wieder mehr Leute zu und es werden mehr Kinder geboren. Zum Jahr 2008 etwa hatte das Land deutschlandweit den höchsten Geburtenanstieg, die Geburtenrate legte von 1,36 auf 1,41 zu.[101] Zudem ist im Jahr 2015 eine Entwicklung zu Mehrkindfamilien abzusehen, die Gebärwahrscheinlichkeit ist bei Familien höher, die bereits ein Kind haben.[102] Die Anstiege werden vonseiten der Politik u. a. auf die gute Kita-Versorgung, gesteigerte Anstrengungen in der frühkindlichen Bildung, die bessere Arbeitsmarktlage und die allgemein verbesserte Lebensqualität im Land zurückgeführt.[103] Insgesamt zeichnet sich ab, dass der periphere ländliche Raum mit schlechter Infrastruktur dünn besiedelt bleibt, während die städtischen Zentren sowie landschaftlich und infrastrukturell attraktive Orte wieder Einwohner gewinnen. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 erstmals seit 1990 mehr Zuzüge ins Land als Fortzüge.[69]

Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte und am ländlichsten geprägte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl der Bevölkerung wohnt entlang der Ostseeküste, während besonders der Süden und das Binnenland im Osten des Landes dünn besiedelt ist. Die Hansestadt Rostock ist mit etwa 203.000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land und gilt als Regiopole. Rostock ist ebenfalls das größte der vier Oberzentren des Landes, gefolgt von Stralsund und Greifswald (zusammengerechnet 114.000 Einwohner), der Landeshauptstadt Schwerin (rund 92.000 Einwohner) und der Stadt Neubrandenburg (rund 64.000 Einwohner). Alle anderen Städte haben weniger als 50.000 Einwohner, die bedeutendsten Städte dieser Gruppe sind die Hansestadt Wismar und Güstrow, sowie Waren (Müritz), Neustrelitz und Parchim. Die über 400.000 Einwohner starke polnische Hafenstadt Stettin wirkt heute als ein Wachstumsmotor für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, vor allem im Bereich ihrer Metropolregion. Für die südlichen Landesteile wirkt sich die Nähe zu Berlin vorteilhaft aus, Westmecklenburg ist in die Metropolregion Hamburg und den Verflechtungsraum mit Rostock und Lübeck eingebunden und verzeichnet ebenfalls Zuwächse.

Religion[edit | edit source]

Evangelische Kirche St. Marien in Stralsund

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist konfessionslos. 17,3 Prozent der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern bekennen sich zur evangelischen Kirche und 3,3 Prozent zur katholischen Kirche (laut Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland, Stand: 2011).[104]

Evangelische Landeskirche[edit | edit source]

Die evangelischen Kirchgemeinden im Bundesland gehören zum „Kirchenkreis Mecklenburg“ oder zum „Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis“ innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (kurz: „Nordkirche“). Vor der Fusion zur Nordkirche im Jahr 2012 war Schwerin Bischofssitz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs (ELLM) und Greifswald war Bischofssitz der Pommerschen Evangelischen Kirche, die mit der Reform als jeweils ein Kirchenkreis in der neuen Struktur aufgingen. In Mecklenburg gibt es etwa 193.000 Mitglieder (Stand: 2010)[104] und in Vorpommern etwa 94.000 Mitglieder (Stand: 2010).

Weitere Kirchen[edit | edit source]

Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Demmin

Die römisch-katholische Kirche spielt seit der Reformation in Mecklenburg-Vorpommern eine zahlenmäßig geringe Rolle. Sie ist gegenwärtig territorial zweigeteilt: Mecklenburgs 46.000 Katholiken (Stand: 2004) gehören zum Erzbistum Hamburg, während die 13.000 (Stand: 2004) Katholiken in Vorpommern dem Erzbistum Berlin angehören.

Neben der schon genannten norddeutschen Landeskirche besteht in Mecklenburg-Vorpommern auch eine Gemeinde der Evangelisch-reformierten Kirche, die als Landeskirche ebenfalls der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen ist. Darüber hinaus bestehen Gemeinden der altkonfessionell verfassten Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der evangelischen Freikirchen wie den Baptisten, freien evangelischen Gemeinden, Methodisten, Mennoniten oder den Siebenten-Tags-Adventisten.

Daneben gibt es mehrere kleinere christliche Kirchen wie die Neuapostolische Kirche oder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).[105]

Judentum[edit | edit source]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es je eine jüdische Gemeinde in der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) sowie in Rostock. Beide Gemeinden sind im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern organisiert, der Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland ist.

Über historische Synagogen informiert die Liste der Synagogen in Mecklenburg-Vorpommern.

Kultur[edit | edit source]

Sprache[edit | edit source]

Heutige Verbreitung des Ostniederdeutschen

In weiten Teilen des Landes wird bis heute neben Hochdeutsch von der älteren Generation auch Niederdeutsch mindestens verstanden und oft auch gesprochen. Die Jüngeren beherrschen es aber praktisch nicht mehr. Heute gibt es diverse Initiativen, mit vielfältigen Schulprojekten, Vereinsarbeit, Wettbewerben und Festivals den nachwachsenden Generationen die regional gefärbte Sprache ihrer Heimat nahezubringen.

Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört zum Ostniederdeutschen und entspricht in etwa den heutigen Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gibt es keine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem und vorpommerschem Niederdeutsch, sondern die dialektalen Unterschiede drücken sich, geographisch betrachtet, in einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen also keine Isoglossenbündel vor.

Für die Dokumentation beider Sprachräume etablierten sich das Pommersche Wörterbuch und das Mecklenburgische Wörterbuch. Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller aus der Region sind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman und Rudolf Tarnow.

Neben dem Niederdeutschen gibt es vor allem im östlichen Landesteil Vorpommern durch die lange Zugehörigkeit zu Preußen und den „uckermärkischen Zipfel“ um Strasburg auch mark-brandenburgische Dialekte, die dem Berliner Dialekt nahe sind.

Baudenkmale[edit | edit source]

Museen[edit | edit source]

Die Burg Stargard mit Burgmuseum, nördlichste erhaltene Höhenburg Deutschlands

Bemerkenswerte Museen in MV sind zum Beispiel das Staatliche Museum Schwerin, das Pommersche Landesmuseum in Greifswald und das Phantechnikum in Wismar. Das Darwineum im Rostocker Zoo verbindet museale Erlebnis-Ausstellung mit zoologischer Sammlung. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum und dem Nautineum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland. Das Müritzeum in Waren (Müritz) bietet Europas größte Süßwasseraquarien für heimische Fischarten.

Weiterhin sind das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, das Kunstmuseum Ahrenshoop, das Regionalmuseum Neubrandenburg und die Kunsthalle Rostock von überregionaler Bedeutung. Das älteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns ist das Stralsunder Kulturhistorische Museum, das kleinste das Bildhauermuseum Prof. Wandschneider in Plau am See. Auch die Freilichtmuseen im Land sind beliebte Besuchsziele, z. B. in Groß Raden, Klockenhagen und Schwerin-Mueß, die Slawendörfer Passentin und Neustrelitz, das Steinzeitdorf Kussow, das Hanse-Viertel in Demmin sowie das Torgelower Ukranenland. Ebenfalls im Freien befinden sich mehrere Miniaturenparks.

Zu besichtigen sind auch viele der mehr als 2000 Schlösser, Burgen und Gutshäuser im Land – einige von ihnen werden als Museen geführt, neben den Herzogsresidenzen z. B. die Burgen in Burg Stargard, Penzlin, Plau und Neustadt-Glewe, oder auch die Schlossinsel Mirow, das Jagdschloss Granitz auf Rügen und das Barockschloss Bothmer zwischen Wismar und Lübeck.

Theater[edit | edit source]

Die größten öffentlichen Theater des Landes sind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Volkstheater Rostock, das Theater Vorpommern mit Spielstätten in Greifswald, Stralsund und Putbus und die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz mit Spielstätten in Neubrandenburg und Neustrelitz. Alle vier Theater bieten sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Orchestermusik.

Weitere wichtige Theater sind das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow, das Mecklenburgische Landestheater Parchim, die Vorpommersche Landesbühne Anklam und das Theater Wismar. Zudem gibt es viele meist privat betriebene saisonale Theater und Freilichtbühnen in größeren Städten, an der Ostseeküste und in Künstlerdörfern sowie Kurorten. Die Störtebeker-Festspiele finden seit 1993 in Ralswiek auf der Insel Rügen statt. Sie sind Deutschlands erfolgreichstes Freilichttheater. Auch die Vineta-Festspiele auf Usedom, das Piraten-Open-Air in Grevesmühlen und die Müritz-Saga in Waren sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Theater Besucher
2010/2011[106]
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin 168.177
Vorpommersche Theater- und Sinfonieorchester GmbH Greifswald/Stralsund 147.990
Theater und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg 93.634
Volkstheater Rostock 111.174
Vorpommersche Landesbühne Anklam 65.947
Mecklenburgisches Landestheater Parchim 15.904

Veranstaltungen[edit | edit source]

Alle zwei Jahre findet der MV-Tag als offizielles Landesfest statt, vom 8. bis 10. Juli 2016 in der mecklenburgischen Residenzstadt Güstrow.[107]

Seit 1990 findet jeweils am ersten Oktoberwochenende an wechselnden Orten das alljährliche Erntedankfest des Landes statt. Höhepunkt sind die Festlichkeiten am Sonntag mit ökumenischem Gottesdienst, Festumzug und Übergabe der Erntekrone. Das 25. Landeserntedankfest wurde im Jubiläumsjahr am 4. Oktober 2015 in Semlow gefeiert,[108] Brüsewitz ist 2016 der Austragungsort.[109]

Zu den überregional bedeutenden Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern gehören:

Musikfestivals

Die jährlich im Sommer stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ sind ein Festival für klassische Musik. Die Festspielorte sind über das ganze Bundesland verteilt, häufig in Gutshäusern, Schlössern, Kirchen, Scheunen, Industriebauten und auch in Parks. An der Ostseeküste und an den Seen gibt es kleinere Festspiel-Reihen, die mit Musik und Theater das kulturelle Angebot in den Urlaubsorten ergänzen, so z. B. der Schönberger Musiksommer und das Usedomer Musikfestival im Herbst. Sie sind wie die Festspiele Teil der Veranstaltungsreihe „Musikland MV“.[110]

Weitere renommierte Musikveranstaltungen sind:

Jährliches Fusion Festival in Lärz
  • Fusion Festival: Ein Festival für junge Kunst auf dem Flugplatz Lärz südlich der Müritz. Es findet seit 1997 jährlich statt und ist ein Schaufenster für alternative Musik, Kunst und Theater mit weltweiter Strahlkraft. Es kommen dazu u. a. Künstler des avantgardistischen Burning Man Festivals ins Mecklenburger Seenland.
  • Greifswalder Bachwoche: Seit 1946 stattfindende Musikreihe für klassische Musik in Greifswald.
  • Honky Tonk: Jährlich in den Innenstädten von Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar stattfindendes Kneipen-Musikfestival.
  • Immergut Festival: Indierock-Musikfestival in Neustrelitz, das seit 2000 jährlich Ende Mai stattfindet.
  • Studentenfestivals: Im Land finden mehrere große Musikveranstaltungen statt, die von studentischen Organisationen durchgeführt werden. Dazu gehören der Hochschultag in Neubrandenburg, das Campus Spektakel in Stralsund und das Campus Open Air in Wismar. In Rostock gibt es u. a. das Campuserwachen, die Campus Explosion und das Campus Sommerfest. In Greifswald gibt es neben den erwähnten Veranstaltungen im Sommer das International Students Festival (Gristuf) mit der Fête de la Musique.
  • Zappanale: Musikfestival in Bad Doberan, das seit 1990 stattfindet. Es widmet sich mit verschiedensten Künstlern und Interpretationen dem Erbe des Komponisten und Musikers Frank Zappa.
Film
Theater
Volksfeste und Kulturfeste
  • Karneval bzw. Fasching: Es gibt in vielen Gemeinden des Landes Karnevalsvereine, die Veranstaltungen wie Umzüge, „Rathausbesetzungen“, Büttenreden und Tanzabende organisieren.[111] Der Karneval-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ist der Dachverband von 80 Karnevalsvereinen im Land, in denen rund 5000 Karnevalisten aktiv sind.
  • Kulturpark-Feste: Im Neubrandenburger Kulturpark finden regelmäßig Volksfeste statt, die eine Anziehungskraft über die Landesgrenzen hinaus haben, wie das Pfingstfest, der Nordlichtzauber und das Mecklenburger Oktoberfest.
  • Martensmann: Die Tradition der November-Reise des Martensmannes von Lübeck nach Schwerin zum Martinstag besteht seit 1520. Sie führt über Schönberg und wird in Rehna und Schwerin als Volksfest bzw. Martensmarkt begangen.
  • Nordischer Klang: Das größte Festival für nordeuropäische Kultur außerhalb Skandinaviens. Es findet jährlich im Mai in Greifswald statt.
  • polenmARkT: Das bedeutendste Festival für polnische Kultur außerhalb Polens. Es findet an meist zehn Tagen im November in Greifswald und umliegenden Orten statt.
  • Schwedenfest: Jedes Jahr im Spätsommer wird bei dieser Veranstaltung in Wismar der langen Zugehörigkeit zur schwedischen Krone gedacht, die nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 begann.
  • Wallensteintage: Seit 1825 begangenes Volksfest in Stralsund, bei dem jedes Jahr im Juli der Abwehr der Belagerung der Stadt durch Wallenstein im Jahr 1628 gedacht wird. Es ist das größte historische Volksfest Norddeutschlands.

Sportveranstaltungen werden im Abschnitt Sport behandelt.

Feiertage[edit | edit source]

Neben den bundesweit gültigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten ist in Mecklenburg-Vorpommern der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag. Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017 sind in vielen Orten Feierlichkeiten angedacht.

Seit dem Jahr 2002 ist der 8. Mai im Land Mecklenburg-Vorpommern staatlicher Gedenktag, als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.

Münzen[edit | edit source]

Seit 2006 erscheinen jährlich 2-Euro-Gedenkmünzen mit einem Motiv des Landes, das den Präsidenten des Bundesrates stellt. 2007 war dies Mecklenburg-Vorpommern, somit wurden rund 30 Millionen 2-Euro-Münzen mit dem Schweriner Schloss als Motiv geprägt, die als offizielles Zahlungsmittel im Umlauf sind.

Medien[edit | edit source]

Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) ist das rechtsgültige Organ gemäß dem Landesrundfunkgesetz, das zur Entwicklung von Funk und Fernsehen beiträgt und die Aktivitäten privater und offener Medienstationen überwacht, sowie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2006 wird durch sie der Medienkompetenzpreis verliehen, mit dem herausragende Leistungen von engagierten Erwachsenen und Kindern gewürdigt werden.[113]

Printmedien/Zeitungen[edit | edit source]

Die auflagenstärksten regionalen Tageszeitungen sind die Ostsee-Zeitung, die Schweriner Volkszeitung mit ihrer Rostocker Lokalausgabe, die Norddeutschen Neuesten Nachrichten, und der Nordkurier. Keine der Zeitungen besitzt eine eigene Vollredaktion.[114] Daneben gibt es verschiedene regionale Anzeigenblätter wie den Blitz.

Radio[edit | edit source]

Radio steht zum analogen und digitalen Empfang zur Verfügung. Es gibt auch diverse Offene Kanäle, auch bekannt als Bürgerfunk oder Bürgerrundfunk.

Auswahl öffentlich-rechtlicher Radiosender und deren Empfangsmöglichkeiten:

Antenne MV, ehemaliges Funkhaus in Plate bei Schwerin

Private Radiosender:

Offene Radiosender:

Internetradio[edit | edit source]

Zu den Webradios aus Mecklenburg-Vorpommern zählen in alphabetischer Reihenfolge: Ostseemelodie aus Schwerin, Radio Hagenow, Radio MSP aus Neustrelitz, Radio Nordland aus Leopoldshagen und Webradio Powerplay aus Rostock. Daneben verfügen die meisten terrestrisch verbreiteten Radiostationen über Streams, die auf den jeweiligen Internetpräsenzen übertragen und empfangen werden können.

Fernsehen[edit | edit source]

Es können alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender über Kabel und Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden zudem terrestrisch über DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen ist der überregionale TV-Sender des Norddeutschen Rundfunks, der neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen auch Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm des NDR Fernsehens ist das Nordmagazin. Im September 2012 ging mit MV1 das erste landesweite Privatfernsehen auf Sendung.

Es gibt einzelne Fernsehsender, die lokal oder regional auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt senden können. Das lokale Angebot wird von privaten und offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene und private TV-Sender können derzeit über Kabel und teilweise über Internet im Stream als Internet TV empfangen werden:

Studio von tv.rostock in der Südstadt

Film[edit | edit source]

Mecklenburg-Vorpommern ist ein beliebtes Panorama für deutsche und internationale Filmproduktionen. Die Filmland M-V gGmbH ist der Ansprechpartner und zugleich Koordinator für die Filmbranche. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert durch die Verleihung des Medienkompetenzpreises beim FiSH u. a. junge Filmproduktionen. Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist das wichtigste Filmfest des Landes und ist eines der größten Publikumsfestivals Deutschlands, bei dem der Fliegende Ochse als Hauptpreis verliehen wird (siehe auch Filmveranstaltungen).

Bekannte Schauspieler aus Mecklenburg-Vorpommern sind u. a. Matthias Schweighöfer (gebürtiger Anklamer), Nadja Uhl (Stralsunderin), Charly Hübner (Neustrelitzer), Katrin Sass (Schwerinerin), David C. Bunners (Neubrandenburger), Tim Wilde (Stralsunder), Jule Böwe (Rostockerin), Devid Striesow (Rüganer), Hinnerk Schönemann (Rostocker) und Anne-Catrin Märzke (Parchimerin).

MV als Filmkulisse

Ein Filmklassiker ist der 1922 veröffentlichte Horrorfilm Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens, in dem der Hauptort durch Wismar dargestellt wird.[115] Die Insel Usedom diente dem Loriot-Film Pappa ante Portas als Kulisse. Die Fernsehserien Ein Bayer auf Rügen und Hallo Robbie! machten das Land und die Insel Rügen in ganz Deutschland bekannt. Der mit der Goldenen Palme prämierte Kinofilm Das weiße Band von 2009 spielt zum Teil in MV, ebenso wie der vielfach ausgezeichnete Thriller Der Ghostwriter von 2010. Im Sat.1-Fernsehfilm Die Grenze von 2010 spaltet sich Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen von radikalen Linken regiert, von der Bundesrepublik Deutschland ab und existiert als „Demokratische Sozialistische Republik Mecklenburg-Vorpommern“ als unabhängiger Staat weiter. Auch die Filme Die Gustloff und Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen spielen zum Teil an Standorten in Mecklenburg und Vorpommern. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Krimi-Filme und -Reihen, die Schauplätze in Mecklenburg-Vorpommern verwenden, u. a. der Polizeiruf 110 aus Rostock, der ZDF-Samstagskrimi aus Stralsund, Mörderhus von der Insel Usedom und SOKO Wismar.[116]

Programmkino

Neben Multiplexkinos mit mehreren Sälen in den größeren Städten und vereinzelten privaten Kinos gibt es den in Europa einmaligen Verband der kulturellen Kinos und Filmklubs, den Filmkommunikation-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, in dem fast alle Programmkinos (wie das Li.Wu Rostock im Frieda 23, das Latücht Neubrandenburg oder die BasisKulturfabrik Neustrelittz) und Filmklubs des Landes organisiert sind. Durch seine Struktur mit Abspielringen und mobilem Kino ermöglicht er selbst kleinen Orten anspruchsvolles Kino, häufig ehrenamtlich organisiert und als eine der wenigen Kulturstätten vor Ort.

Sport[edit | edit source]

Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin ist seit 1990 der Dachverband des organisierten Sports in Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportjugend MV ist seine Jugendorganisation. Das Land hat eine Reihe von Weltmeistern und Olympiasiegern in verschiedenen Sportarten hervorgebracht, etwa die erfolgreichen Fußballvereins- und Nationalspieler Toni Kroos und Tim Borowski, die Radfahrer Jan Ullrich und André Greipel, den Triathleten und Ironman Andreas Raelert, sowie Sportler des SC Neubrandenburg wie den Kanuten Andreas Dittmer, die Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss und die Sprinterin Katrin Krabbe. Der FC Hansa Rostock spielte über 13 Jahre in der 1. Fußball-Bundesliga und ist die bislang erfolgreichste Mannschaft aus dem ehemaligen Ostteil Deutschlands. Daneben hat das Land u. a. erfolgreiche Sportler und Vereine im Volleyball, Handball, Reiten, Motorsport, im Boxen und in weiteren Sportarten vorzuweisen. Historisch wirkte im Land u. a. Friedrich Ludwig Jahn, 1802 bis 1804 Sport- und Hauslehrer in Neubrandenburg und Begründer der Turnbewegung. Der TSV 1814 Friedland ist der älteste Sportverein Deutschlands.[117]

Ballsportarten[edit | edit source]

Fußball
Ostseestadion, Heimstätte von Hansa Rostock

Der FC Hansa Rostock spielt in der Saison 2015/16 in der 3. Liga im Profifußball. Die 1965 gegründete Mannschaft ist mit zwölf Bundesligasaisons die erfolgreichste aus dem einstigen Ostteil Deutschlands und hat eine der größten Fangemeinden unter den deutschen Teams.[118]

In der Saison 2015/16 spielen zudem die TSG Neustrelitz und der FC Schönberg in der Regionalliga („4. Liga“). In der Oberliga Nordost spielen 2015/16 der Malchower SV, der 1. FC Neubrandenburg 04, Hansa Rostock II und der FC Anker Wismar. Der Landesfußballverband MV organisiert die Verbandsliga MV und richtet alljährlich den MV-Pokal aus, der Sieger nimmt am DFB-Pokal teil.

Im Beachsoccer (Strandfußball) sind die Rostocker Robben erfolgreich, sie wurden 2014 erster Landesmeister bei der MV-Beachsoccer-Tour und gewannen mehrere deutsche und internationale Turniere. Seit 2013 findet in Rostock-Warnemünde der bundesweite DFB-Beachsoccer-Cup statt.[119] Zudem gibt es im Land Hallenfußball nach den Regeln des Futsal.

Volleyball

Die Volleyballmannschaft des Schweriner SC ist in der 1. Frauen-Bundesliga vertreten und zehnfacher deutscher Meister, zuletzt 2013. Die Frauen des 1. VC Stralsund und des Schweriner SC II spielen in der Zweiten Frauen-Bundesliga Nord. Der jährliche Usedom-Beachcup ist einer der weltweit größten Wettkämpfe im Beachvolleyball.

Handball

Der HC Empor Rostock spielt in der 2. Handball-Bundesliga, der HSV Insel Usedom, der Stralsunder HV und SV Mecklenburg Schwerin spielen in der 3. Liga Nord. Auch in der Handball-Oberliga spielen mehrere Teams aus MV mit Erfolg.

Basketball

Im Basketball spielen die Rostock Seawolves in der Saison 2015/16 in der 2. Bundesliga, der ProB.

Hockey

Die Eishockeymannschaft Rostock Piranhas spielt seit der Saison 2010/2011 in der Eishockey-Oberliga Nord (3. Liga). Die Ostseeliga ist eine niedrigschwellige regionale Eishockey-Liga (5. Liga), in der u. a. die NB Blizzards, die Malchower Wölfe und die Klink Wikinger antreten.[120]

Im Hallenhockey ist das jährliche Höcker-Turnier in Güstrow von bundesweiter Bedeutung.

Golf

Golf erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem durch die Schaffung neuer Plätze auch für Anfänger. Der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern[121] hatte 2011 rund 13.500 Mitglieder, darunter fast die Hälfte aus anderen Bundesländern.[122] Bedeutende Turniere finden u. a. auf dem WINSTONopen in Vorbeck bei Schwerin statt.

Weitere

Das Team UWR 071 Rostock spielt seit der Saison 2013/14 in der 1. Bundesliga Nord im Unterwasserrugby. Der Demminer Radballverein spielte von der Saison 2008/2009 bis 2014 in der 2. Radball-Bundesliga. Im Tischtennis richtet der TTSV 90 Neubrandenburg alljährlich das „Tischtennis-Turnier der Tausend“ aus.[123] Die DBU koordiniert den Bereich Billard, hat im Frühjahr 2015 jedoch keinen MV-Landesverband.

Wassersport[edit | edit source]

Segeln

An der Ostseeküste und auf den zahlreichen kleineren Gewässern wird Segelsport betrieben. Auf den meisten größeren Gewässern werden Regatten abgehalten. Große jährliche Sportereignisse um den Segelsport sind die Hanse Sail und die Warnemünder Woche in Rostock. In Stralsund findet jeden Sommer das Hafenfest statt, in Wismar gibt es die Hafentage und in Sassnitz auf Rügen Sail Sassnitz. In Ueckermünde wird jährlich die Haff Sail ausgerichtet. Im Binnenland ist die Müritz Sail in Waren populär, auf dem Tollensesee in Neubrandenburg wird um das „blaue Band“ gesegelt.[124] Der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock-Warnemünde betreut die meisten örtlichen Segelvereine.[125]

Surfen

Der Surfsport ist sowohl an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern beliebt, als auch an den ruhigeren Buchten und Binnenseen, vor allem in Form von Windsurfen und Kitesurfen. Über 50 Surfspots sind mittlerweile im Land etabliert,[126] zudem zahlreiche Surfschulen.[127]

Kanusport

Der Paddelsport ist im ganzen Land populär – Kanu-, Kajak- und Drachenbootvereine sind überall präsent. Auch die Trendsportart Stehpaddeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Landeskanuverband MV hat seinen Sitz in Neubrandenburg.[128] Dort findet auch alljährlich die Outrigger-Regatta im Kanusport statt.

Schwimmen

Beim Stralsunder Sundschwimmen wird alljährlich von über tausend Schwimmern der Strelasund durchschwommen. Das Müritzschwimmen ist ein Wettbewerb, der seit 1969 ausgetragen wird. Der Schwimmverband MV ist in Rostock angesiedelt und betreut neben den Schwimmern auch die Wasserspringer und Wasserballer.[129]

Weitere Sportarten[edit | edit source]

Motorsport

Im Motorsport sind jährlich wiederkehrende Höhepunkte das Internationale Bergringrennen auf dem Teterower Bergring zu Pfingsten, mit dem abendlichen Speedwayrennen um den Auerhahn-Pokal in der Bergring-Arena, das internationale Speedwayrennen um den Pfingstpokal in Güstrow im Stadion an der Plauer Chaussee und in Stralsund die Speedway-Bundesliga und der Internationale Speedway-Ostseepokal. Die jährlichen Stockcar-Rennen im „Hexenkessel“ von Grimmen, sowie in Sanitz (Wendorf) und Stavenhagen („Basepohler PS-Hölle“) erfreuen sich großer Beliebtheit bei Startern und Zuschauern. Im Motoball („Motorrad-Fußball“) sind der MSC Kobra Malchin und der MSC Jarmen erfolgreich.

Eine Wettbewerbsrallye ist der sommerliche ADAC Rallyesprint „Rund um den Bergring“ in Teterow.[130] Oldtimerrallyes finden im ganzen Land statt, populär sind u. a. die Kaiser Classic Tour über die Insel Usedom[131], die über Rügen führende Rügenclassics und die von vielen Old- und Youngtimer-Fahrern genutzte ADAC Sunflower Rallye.[132] Der Landes-Motorsport-Fachverband MV (LMFV) mit Sitz in Rostock koordiniert vor allem die Aktivitäten in den Bereichen Motorrad- und Kartsport.[133]

Kampfsport

Zu den populärsten Kampfsportarten in MV zählen Boxen und Kickboxen, Judo, Jiu Jitsu und Karate. Der Boxverband MV hat über 1.500 Mitglieder, die Karateunion Mecklenburg-Vorpommern zählt 37 Mitgliedsvereine.[134] Für ein breites Publikum finden im Jahr mehrere Fight Nights mit verschiedenen Kampfsportarten statt, mehrere Weltmeisterkämpfe im Boxen fanden unter anderem in der Sport- und Kongresshalle Schwerin und im Jahnsportforum Neubrandenburg statt. Einige bekannte Boxweltmeister kommen aus dem Land, dazu gehören Sebastian Sylvester und Jürgen Brähmer. Der wohl berühmteste deutsche Boxer, Max Schmeling († 2005), wurde 1905 im damals uckermärkischen Klein Luckow geboren, das später zum Landesgebiet Mecklenburg-Vorpommerns kam. Bekannt sind auch die erfolgreichen Boxtrainer Fritz Sdunek (1947–2014) und Michael Timm.

Reiten
André Thieme, erfolgreicher Springreiter vom Landgestüt Redefin

Der Reitsport spielt in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle und hat eine lange Tradition. Das Landgestüt Redefin ist für seine Hengstzüchtungen und die dortigen Paraden und Ausbildungen weltbekannt. Der Redefiner André Thieme gehört zu den erfolgreichsten Springreitern der Welt. Die Ostseerennbahn in Bad Doberan ist die älteste auf dem europäischen Festland. Der Pferdesportverband MV hat seinen Sitz in Rostock.[135]

Radsport

Der Radsport ist in allen Altersgruppen populär. In Rostock gibt es eine Radrennbahn von 250 Metern Länge.[136] Die Mecklenburger Seen-Runde mit Start- und Zielpunkt in Neubrandenburg wurde 2014 erstmals unter großer Beteiligung veranstaltet und soll in den Folgejahren als europäisches Radrennen etabliert werden, welches Teil der UCI Europe Tour werden könnte.[137]

Läufe

Der Rügenbrückenlauf mit Marathon führt die Teilnehmer alljährlich über die Rügenbrücke. Weitere populäre Marathonstrecken führen durch Rostock, um die Müritz, um den Tollensesee,[138] über Usedom, den Darß und am Stettiner Haff entlang.[139]

Luftsport

Luftsport ist vor allem außerhalb der Wintermonate populär, z. B. Kunstflug, Ultraleichtfliegen, Paragleiten und Drachensport. Neben den größeren Flugplätzen gibt es zahlreiche kleine Fliegerhorste und Segelfluggelände, bei denen Übungsstunden absolviert werden können. Der Luftsportverband MV organisiert u. a. die jährliche Flugrallye und die Deutsche Meisterschaft im Motorflug am Flughafen Neubrandenburg.[140]

Literatur[edit | edit source]

Um eine vollständige Übersicht landeskundlicher Literatur bemüht sich die Landesbibliographie MV.

  • Thomas Balzer, Siv Stippekohl: Atlas des Aufbruchs. Geschichten aus 25 Jahren Mecklenburg-Vorpommern. Ch. Links Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-86153-847-9.
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. München 2000, ISBN 3-422-03081-6.
  • Ernst Eichler; Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 2002, ISBN 3-935319-23-1.
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Ein Personenlexikon. Bremen 1995, ISBN 3-86108-282-9.
  • Gerhard Heitz; Henning Rischer: Geschichte in Daten. Mecklenburg-Vorpommern. München u. a. 1995, ISBN 3-7338-0195-4.
  • Wolf Karge; Reno Stutz: Illustrierte Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Hinstorff, Rostock 2008, ISBN 978-3-356-01284-2.
  • Landeskundlich-historisches Lexikon Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg.: Geschichtswerkstatt Rostock und Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern. Red.: Thomas Gallien. Rostock 2007, ISBN 978-3-356-01092-3.
  • Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten, Elektronische Ressource (CD-ROM mit hochauflösenden Bildern), Yorck Project, Gesellschaft für Bildarchivierung, Berlin 2002, ISBN 3-936122-81-4.
  • Michael North: Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57767-3.
  • Gunnar Müller-Waldeck: Der Wilde von den Sandwichinseln. Unterhaltsames über Dichter, Denker, Strategen und Haudegen in Mecklenburg und Vorpommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2014, ISBN 978-3-939680-19-2.

Hörbuch

  • Corinna Hesse: Mecklenburg-Vorpommern hören.erleben.entdecken. Eine Reise durch die Kultur und Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern von der Eiszeit bis in die Gegenwart – mit Musik von Stefan Weinzierl. Silberfuchs-Verlag, 2015, ISBN 978-3-940665-38-6.

Siehe auch[edit | edit source]

 Portal: Mecklenburg-Vorpommern – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mecklenburg-Vorpommern

Weblinks[edit | edit source]

Weiterführende Informationen in den
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Wikivoyage Reiseführer

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet und Slogan „MV tut gut.“, abgerufen am 22. Januar 2013
  2. Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
  3. Destatis: Schulden der öffentlichen Haushalte am 31. Dezember 2013
  4. Bevölkerung – Mecklenburg-Vorpommern. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 27. April 2016, abgerufen am 10. Mai 2016.
  5. Arbeitslosenquoten im April 2016 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 28. April 2016.
  6. Sitzordnung Landtag Mecklenburg-Vorpommern, PDF-Dokument, abgerufen am 10. Februar 2015
  7. Landesportal Mecklenburg-Vorpommern, Landessignet „MV tut gut.“, abgerufen am 22. Januar 2013
  8. Der Name Pommern (po more) ist slawischer Herkunft und bedeutet so viel wie „Land am Meer“. (Pommersches Landesmuseum)
  9. Wolfgang Benz: Potsdam 1945: Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-Deutschland, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1986, (dtv Reihe Deutsche Geschichte der neuesten Zeit vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart; Bd. 4522), S. 270. ISBN 3-423-04522-1.
  10. Chronik Mecklenburg-Vorpommerns auf dem M.-V.-Landesportal
  11. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2009, S.25
  12. Naturräumliche Gliederung: Landschaftszonen und Großlandschaften, IKZM-D Lernen, (PDF – 2,7 MB), 10/2002, abgerufen am 22. Januar 2013
  13. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  14. Landesraumentwicklungsprogramm MV – Fortschreibung von 2005, Beteiligungsverfahren 2015, abgerufen am 9. Juli 2015
  15. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  16. Partnerregionen Mecklenburg-Vorpommerns in der Welt – Europaportal MV
  17. Ostseekooperation und regionale Partnerschaften, Regierungsportal MV, abgerufen am 9. Juli 2015
  18. Wirtschaftsminister wirbt in Österreich für MV, Regierungsportal
  19. Außenwirtschaft, Messen, Entwicklungszusammenarbeit – Unterstützungsinstrumente der Landesregierung
  20. EIZ Rostock: Europaabgeordnete für Mecklenburg-Vorpommern
  21. Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU
  22. Investorenportal MV Bio- und Medizintechnik
  23. Branchen und Wachstumsfelder, Landesportal MV, abgerufen am 10. November 2014
  24. a b Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern
  25. IT-Beauftragter des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  26. Technologie- und Kompetenzzentren in Mecklenburg-Vorpommern Investorenportal Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 14. Januar 2014
  27. Hohe Bedeutung von Technologiezentren im Land – insgesamt 450 Firmen mit 3.000 Arbeitsplätzen, 9. Juli 2015
  28. Entrepreneurs Club Rostock – Gründungslandschaft Mecklenburg-Vorpommern / Startup-Karte
  29. Gründungswerft Greifswald, Gründer-Initiative in Vorpommern
  30. Wismars Entrepreneurs, Gründer-Initiative in Wismar
  31. gruender-mv.de, Webseite für junge Unternehmen in MV
  32. IT-Lagune Vorpommern e.V.
  33. IT-Initiative Mecklenburg-Vorpommern
  34. AG Kreative MV
  35. BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern
  36. Liebherr in Rostock
  37. Die 100 größten Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns 2012, NordLB, abgerufen am 22. Februar 2014
  38. hansegroup.com
  39. Liste von Bootsbauern in MV, abgerufen am 22. Februar 2014
  40. Maritime Wirtschaft – Überblick, Invest in MV, abgerufen am 9. Juli 2015
  41. Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft, IHK zu Rostock, abgerufen am 9. Juli 2015
  42. Wachstumsbranche Luft- und Raumfahrt-Zulieferindustrie, Wirtschaftsministerium MV, abgerufen am 12. November 2014
  43. Unternehmen der Luftfahrt und Raumfahrt im Raum Rostock, Rostock Business, abgerufen am 10. November 2014
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  45. Kompetenzzentrum für Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau Pasewalk
  46. Remos AG Leichtflugzeuge Pasewalk
  47. DLR: Standort Neustrelitz
  48. Raumfahrt Concret – Magazin aus Neubrandenburg und Ausrichter der Tage der Raumfahrt
  49. Heinkel He 178, fliegerweb.com, abgerufen am 10. November 2014
  50. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 12
  51. Bundesländer-Vergleichsstudie Erneuerbare Energien 2014, abgerufen am 29. November 2014
  52. Status der Windenergienutzung in Deutschland (Stand: 31. Dezember 2011) (PDF; 2,4 MB). DEWI GmbH, abgerufen am 8. Juni 2012
  53. Gezeitenkraftwerke als günstige Alternative zu Windparks, ingenieur.de, 26. März 2014, abgerufen am 11. November 2014
  54. Im 25. Jahr ganz vorn: Mecklenburg-Vorpommern erstmals Deutschlands Reiseziel Nummer 1, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., 4. März 2015
  55. Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus MV – „Von Januar bis September 2012 begrüßte der Nordosten mit knapp 280.000 ausländischen Gästen 13,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum – damit ist MV in diesem Jahr Primus in Deutschland. Mit rund 372.000 Übernachtungen allein in den Sommermonaten Juli und August registrierte das Statistische Amt zudem die bisher erfolgreichste Hauptsaison im internationalen Tourismus.“
  56. Leichtes Umschlagwachstum in Rostock und Kiel. In: Schiff & Hafen, Heft 3/2014, S. 68–70
  57. Eurostat News Release 23/2007: Regional GDP per inhabitant in the EU 27 (online)
  58. Übersicht der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
  59. Statistisches Bundesamt: Schulden der öffentlichen Haushalte 2006, Pressemitteilung vom 21. Februar 2007
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  64. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  65. Zensusdatenbank
  66. Fashion Week Warnemünde
  67. LOOK Fashion Show Schwerin
  68. Immobilien-Kompass, Capital, abgerufen am 3. November 2014
  69. a b Trend umgekehrt: MV wird Zuwanderer-Land, NDR, 6. Februar 2014, abgerufen am 4. November 2014
  70. Eine Stadt bekämpft den Wandel, Nordkurier, Printausgabe: Blickpunkt, 4. November 2014, Seite 2
  71. Rostock wächst weiter, Rostock Heute, abgerufen am 4. November 2014
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  74. Brauereien aus Mecklenburg-Vorpommern, bierbasis.de, abgerufen am 13. November 2015
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  76. MV tut gut.
  77. meinFernbus: Ziele ab/nach Rostock
  78. 39,5 Millionen Tonnen bewegt · Mecklenburg-Vorpommerns Häfen mit Rekordumschlag. In: Täglicher Hafenbericht vom 17. Februar 2016, S. 4
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  80. Parchim International Airport
  81. Flughafen Parchim: Terminal wird ausgebaut, Startpunkt für chinesische Europabesucher, NDR
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  87. DA-Designakademie Rostock
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  116. Stilles Land und großes Kino. Filme, Drehorte und Stars in Mecklenburg-Vorpommern entdecken, Buch von 2015, Hinstorff Verlag
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  118. FC Hansa Rostock Fanclubs
  119. DFB-Beachsoccer-Cup beim Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern
  120. Tabelle der Ostseeliga, nb-blizzards.de, abgerufen am 29. März 2016
  121. Golfverband MV
  122. golfen-mv.de Entwicklung der Mitgliederzahlen im Deutschen Golfverband, 27. Januar 2012, abgerufen am 14. Januar 2014
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  124. Segelverein Neubrandenburg: Segelwettbewerb Blaues Band, abgerufen am 17. April 2015
  125. Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
  126. Surfspot.de – Surfspots in Mecklenburg-Vorpommern
  127. Surfmap-MV.de – Surfschulen in Mecklenburg-Vorpommern
  128. Landeskanuverband Mecklenburg-Vorpommern
  129. Schwimm-Verband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  130. Rallyesprint Rund um den Bergring Teterow
  131. Kaiser Classic Tour – Oldtimer-Rallye auf Usedom
  132. ADAC Sunflower Rallye
  133. Landes-Motorsport-Fachverband e.V. Mecklenburg-Vorpommern
  134. Karateunion Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  135. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V.
  136. Radsportverband Mecklenburg-Vorpommern
  137. Mecklenburger Seen-Runde
  138. Tollenseseelauf
  139. Haffmarathon
  140. Luftsportverband Mecklenburg-Vorpommern

Koordinaten: 53° 37′ N, 12° 42′ O