Reichstagswahl 1903

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(Stimmenanteile in Prozent)
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1898
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Die Ergebnisse der Reichstagswahl nach Wahlkreisen. Die Nummerierung der Wahlkreise entspricht der der Tabelle.

Die Reichstagswahl 1903 war die Wahl zum 11. Deutschen Reichstag. Sie fand am 16. Juni 1903 statt.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 76 %, sie war damit deutlich höher als bei der Reichstagswahl 1898.

Sowohl die „Kartellparteien“ als auch das Zentrum hielten sich stabil. Sie hatten die Regierung um Reichskanzler Bernhard von Bülow im Wesentlichen unterstützt.

Deutlich wurde allerdings erneut der Zuwachs der Sozialdemokraten. In Stimmenzahlen waren sie längst deutlich die stärkste Partei, allein das geltende Mehrheitswahlrecht ließ sie nur zur zweitstärksten Kraft im Parlament werden. Im "roten Sachsen" konnten sie 22 der insgesamt 23 Wahlkreise gewinnen. Verluste hatten vor allem die Linksliberalen und die kleineren Parteien. Erstmals war mit Wojciech Korfanty auch ein Kandidat der polnischen Parteien in einem oberschlesischen Wahlkreis erfolgreich.

Im neuen Reichstag opponierten die gestärkten Sozialdemokraten gegen die Regierungspolitik. Im Rahmen der Ersten Marokkokrise und der allgemeinen Aufrüstungen kritisierten sie die ihrer Meinung nach verfehlte deutsche Außenpolitik. Im Inneren drängten die Sozialdemokraten zusammen mit den Linksliberalen auf Reformen. Einen Antrag auf die Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen konnten sie zwar nicht durchbringen, 1906 gelang ihnen aber die Einführung von Diäten für Reichstagsabgeordnete. Zuvor waren besonders Sozialdemokraten, die häufig kein größeres eigenes Vermögen oder eigene laufende Einkünfte hatten, auf die Unterstützung durch die Parteikasse angewiesen gewesen.

Ende 1906 wurde der Reichstag vorzeitig aufgelöst und es kam zur Reichstagswahl 1907.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Ein Wahlplakat des freikonservativen Kandidaten im Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein), Graf Bernstorff, der den Wahlkreis seit 1893 vertreten hatte. In der Stichwahl unterlag Bernsdorff seinem sozialdemokratischen Gegenkandidaten Friedrich Lesche.[1]
Politische Richtung Parteien Wählerstimmen Sitze im Reichstag[2]
in Mio. Anteil ggüb. 1898 absolut Anteil ggüb. 1898
Konservative Deutschkonservative Partei (DKP) 0,948  10,0 % −1,1 %  54 13,6 %   −2
Deutsche Reichspartei (DRP) 0,333   3,5 % −0,9 %  21   5,3 %   −1
Liberale Rechts- Nationalliberale Partei (NLP) 1,317 13,9 % +1,4 %  51 12,8 %   +3
gemäßigt Freisinnige Vereinigung (FVg) 0,243   2,6 % +0,1 %   9   2,3 %   −4
Links- Freisinnige Volkspartei (FVp) 0,538   5,7 % −1,5 %  21   5,3 %   −8
Deutsche Volkspartei (DtVP) 0,091   1,0 % −0,4 %   6   1,5 %   −2
Katholiken Zentrumspartei 1,875 19,7 % +0,9 % 100 25,2 %   −2
Sozialisten Sozialdemokraten (SPD) 3,011 31,7 % +4,5 %  81 20,4 % +25
Andere und
Unabhängige
Regionalparteien, Minderheiten1) 0,559   5,9 % −0,2 %  32   8,1 %   −3
Bauernparteien/-bünde2) 0,230   2,4 % −0,8 %   8   2,0 %   −3
Antisemitenparteien3) 0,245   2,6 % −1,1 %  11   2,8 %   −2
Sonstige4) 0,104   1,1 % −0,8 %   3   0,6 %   −1
Gesamt 9,496 100 % 397 100 %

Anmerkungen:

Gewählte Abgeordnete nach Wahlkreisen[Bearbeiten]

In jedem der insgesamt 397 Wahlkreise wurde nach absolutem Mehrheitswahlrecht ein Abgeordneter gewählt. Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten durchgeführt. In den folgenden Tabellen werden die Wahlkreissieger und ihre im amtlichen Endergebnis genannte Parteistellung angegeben.[2]

Preußen[Bearbeiten]

Königreich Preußen
Provinz OstpreußenRegierungsbezirk Königsberg
1 Memel, Heydekrug Max Krause DKP
2 Labiau, Wehlau Ludwig von Massow-Parnehnen DKP
3 Königsberg-Stadt Hugo Haase SPD
4 Fischhausen, Königsberg-Land Richard zu Dohna-Schlobitten DKP
5 Heiligenbeil, Preußisch-Eylau Carl von Elern DKP
6 Braunsberg, Heilsberg Cölestin Krebs Zentrum
7 Preußisch-Holland, Mohrungen Adolf zu Dohna-Schlodien DKP
8 Osterode i. Opr., Neidenburg Richard Guenter NLP
9 Allenstein, Rößel Johann Hirschberg Zentrum
10 Rastenburg, Friedland, Gerdauen Bernhard von Pressentin gen. von Rautter DKP
Provinz Ostpreußen – Regierungsbezirk Gumbinnen
1 Tilsit, Niederung Georg Schickert DKP
2 Ragnit, Pillkallen Hans von Kanitz DKP
3 Gumbinnen, Insterburg Julius Mentz DKP
4 Stallupönen, Goldap, Darkehmen Emil Victor von Sperber DKP
5 Angerburg, Lötzen Ludwig von Staudy DKP
6 Oletzko, Lyck, Johannisburg Udo zu Stolberg-Wernigerode DKP
7 Sensburg, Ortelsburg Ferdinand Rogalla von Bieberstein DKP
Provinz WestpreußenRegierungsbezirk Danzig
1 Marienburg, Elbing Elard Kurt von Oldenburg DKP
2 Danzig Land Franz Doerksen DRP
3 Danzig Stadt Karl Mommsen FVg
4 Neustadt (Westpr.), Putzig, Karthaus Roman von Janta-Polczynski Pole
5 Berent, Preußisch Stargard, Dirschau Wladislaus von Wolszlegier Pole
Provinz Westpreußen – Regierungsbezirk Marienwerder
1 Marienwerder, Stuhm Karl Witt DRP
2 Rosenberg (Westpr.), Löbau Julius Walzer DRP
3 Graudenz, Strasburg (Westpr.) Julius Sieg NLP
4 Thorn, Kulm, Briesen Jan Brejski Pole
5 Schwetz Otto Holtz DRP
6 Konitz, Tuchel Wiktor Kulerski Pole
7 Schlochau, Flatow Otto Böckler Antisemiten (Ref)
8 Deutsch-Krone Karl von Gamp-Massaunen DRP
Berlin
1 Alt-Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichstadt-Nord Johannes Kaempf FVp
2 Schöneberger Vorstadt, Friedrichsvorstadt, Tempelhofer Vorstadt, Friedrichstadt-Süd Richard Fischer SPD
3 Luisenstadt diesseits des Kanals, Neu-Cölln Wolfgang Heine SPD
4 Luisenstadt jenseits des Kanals, Stralauer Vorstadt, Königsstadt-Ost Paul Singer SPD
5 Spandauer Vorstadt, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Königsstadt-West Robert Schmidt SPD
6 Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Oranienburger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt Georg Ledebour SPD
Provinz BrandenburgRegierungsbezirk Potsdam
1 Westprignitz Hans Stubbendorff DRP
2 Ostprignitz Sigismund von Dallwitz DKP
3 Ruppin, Templin Hermann Dietrich DKP
4 Prenzlau, Angermünde Ulrich von Winterfeldt DKP
5 Oberbarnim Moritz Pauli DRP
6 Niederbarnim, Lichtenberg Arthur Stadthagen SPD
7 Potsdam, Osthavelland, Spandau August Pauli DKP
8 Brandenburg an der Havel, Westhavelland Heinrich Peus SPD
9 Zauch-Belzig, Jüterbog-Luckenwalde Ulrich von Oertzen DRP
10 Teltow, Beeskow-Storkow, Charlottenburg, Schöneberg, Neukölln, Wilmersdorf Fritz Zubeil SPD
Provinz Brandenburg – Regierungsbezirk Frankfurt
1 Arnswalde, Friedeberg Wilhelm Bruhn Antisemiten (Ref)
2 Landsberg (Warthe), Soldin Kunibert Böning DKP
3 Königsberg (Neumark) Werner von Saldern DKP
4 Frankfurt (Oder), Lebus Heinrich Braun SPD
5 Oststernberg, Weststernberg Ernst Froelich Antisemiten (Ref)
6 Züllichau-Schwiebus, Crossen Karl Schlüter DRP
7 Guben, Lübben Heinrich zu Schoenaich-Carolath NLP
8 Sorau, Forst Rudolf Bahn NLP
9 Cottbus, Spremberg Willibald von Dirksen DRP
10 Calau, Luckau Adolf Wilhelm Henning DKP
Provinz PommernRegierungsbezirk Stettin
1 Demmin, Anklam Hans von Schwerin-Löwitz DKP
2 Ueckermünde, Usedom-Wollin Karl von Böhlendorff-Kölpin DKP
3 Randow, Greifenhagen Alwin Körsten SPD
4 Stettin Fritz Herbert SPD
5 Pyritz, Saatzig Karl Krösell Antisemiten (Ref)
6 Naugard, Regenwalde Hermann von Dewitz DKP
7 Greifenberg, Kammin Oskar von Normann DKP
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Köslin
1 Stolp, Lauenburg in Pommern Arthur Will DKP
2 Bütow, Rummelsburg, Schlawe Hubert von Michaelis DKP
3 Köslin, Kolberg-Körlin, Bublitz Gustav Malkewitz DKP
4 Belgard, Schivelbein, Dramburg Eugen von Brockhausen DKP
5 Neustettin Bogislav von Bonin DKP
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Stralsund
1 Rügen, Stralsund, Franzburg Karl von Riepenhausen DKP
2 Greifswald, Grimmen Georg Gothein FVg
Provinz PosenRegierungsbezirk Posen
1 Posen Bernard von Chrzanowski Pole
2 Samter, Birnbaum, Obornik, Schwerin (Warthe) Mathias von Brudzewo-Mielzynski Pole
3 Meseritz, Bomst Hans Otto von Gersdorff DKP
4 Buk, Schmiegel, Kosten Witold von Skarzynski Pole
5 Gostyn, Rawitsch Joseph von Mycielski Pole
6 Fraustadt, Lissa Karl Schmidt DRP
7 Schrimm, Schroda Josef von Glebocki Pole
8 Wreschen, Pleschen, Jarotschin Anton von Chlapowski Pole
9 Krotoschin, Koschmin Ludwig von Jazdzewski Pole
10 Adelnau, Schildberg, Ostrowo, Kempen in Posen Ferdinand von Radziwill Pole
Provinz Posen – Regierungsbezirk Bromberg
1 Czarnikau, Filehne, Kolmar in Posen Max Zindler DKP
2 Wirsitz, Schubin, Znin Leon von Czarlinski Pole
3 Bromberg Christoph von Tiedemann DRP
4 Inowrazlaw, Mogilno, Strelno Josef Krzyminski Pole
5 Gnesen, Wongrowitz, Witkowo Leon von Grabski Pole
Provinz SchlesienRegierungsbezirk Breslau
1 Guhrau, Steinau, Wohlau Friedrich von Carmer-Osten DKP
2 Militsch, Trebnitz Ernst von Heydebrand und der Lasa DKP
3 Groß Wartenberg, Oels Wilhelm von Kardorff DRP
4 Namslau, Brieg Fedor von Spiegel DKP
5 Ohlau, Strehlen, Nimptsch Robert Rother DKP
6 Breslau-Ost Franz Tutzauer SPD
7 Breslau-West Eduard Bernstein SPD
8 Neumarkt, Breslau-Land Friedrich zu Limburg-Stirum DKP
9 Striegau, Schweidnitz Karl von Richthofen-Damsdorf DKP
10 Waldenburg Hermann Sachse SPD
11 Reichenbach, Neurode August Kühn SPD
12 Glatz, Habelschwerdt Franz Hartmann Zentrum
13 Frankenstein, Münsterberg Hans Praschma von Bilkau Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Oppeln
1 Kreuzburg, Rosenberg O.S. Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen DKP
2 Oppeln Julius Szmula Zentrum
3 Groß Strehlitz, Kosel Joseph Glowatzki Zentrum
4 Lublinitz, Tost-Gleiwitz Franz von Ballestrem Zentrum
5 Beuthen, Tarnowitz Theophil Krolik Zentrum
6 Kattowitz, Zabrze Wojciech Korfanty Pole
7 Pleß, Rybnik Joseph Faltin Zentrum
8 Ratibor Wilhelm Frank Zentrum
9 Leobschütz Florian Klose Zentrum
10 Neustadt O.S. Franz Strzoda Zentrum
11 Falkenberg O.S., Grottkau Alfred Hubrich Zentrum
12 Neisse Albert Horn Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Liegnitz
1 Grünberg, Freystadt Carl Blell FVp
2 Sagan, Sprottau Hermann Müller FVp
3 Glogau August Hoffmeister FVg
4 Lüben, Bunzlau Richard Kern DKP
5 Löwenberg Julius Kopsch FVp
6 Liegnitz, Goldberg-Haynau Hans Georg Pohl FVp
7 Landeshut, Jauer, Bolkenhain Otto Hermes FVp
8 Schönau, Hirschberg Bruno Ablaß FVp
9 Görlitz, Lauban Otto Mugdan FVp
10 Rothenburg (Oberlausitz), Hoyerswerda Traugott von Arnim DRP
Provinz SachsenRegierungsbezirk Magdeburg
1 Salzwedel, Gardelegen Jordan von Kröcher DKP
2 Stendal, Osterburg Ernst Himburg DKP
3 Jerichow I, Jerichow II Herbert von Bismarck DKP
4 Magdeburg Wilhelm Pfannkuch SPD
5 Neuhaldensleben, Wolmirstedt Jacob Hosang NLP
6 Wanzleben Paul Schmidt NLP
7 Aschersleben, Quedlinburg, Calbe an der Saale Albert Schmidt SPD
8 Halberstadt, Oschersleben, Wernigerode Hans Rimpau NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Merseburg
1 Liebenwerda, Torgau Walter Prüschenk von Lindenhofen DRP
2 Schweinitz, Wittenberg Heinrich Dove FVg
3 Bitterfeld, Delitzsch Louis Bauermeister DRP
4 Halle (Saale), Saalkreis Fritz Kunert SPD
5 Mansfelder Seekreis, Mansfelder Gebirgskreis Otto Arendt DRP
6 Sangerhausen, Eckartsberga Karl Scherre DRP
7 Querfurt, Merseburg Johann Friedrich Winckler DKP
8 Naumburg, Weißenfels, Zeitz Friedrich Adolf Thiele SPD
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Erfurt
1 Nordhausen, Hohenstein Otto Wiemer FVp
2 Heiligenstadt, Worbis Josef von Strombeck Zentrum
3 Mühlhausen, Langensalza, Weißensee Richard Eickhoff FVp
4 Erfurt, Schleusingen, Ziegenrück Paul Hagemann NLP
Provinz Schleswig-Holstein
1 Hadersleben, Sonderburg Jens Jessen Däne
2 Apenrade, Flensburg Heinrich Mahlke SPD
3 Schleswig, Eckernförde Nicolaus Mattsen NLP
4 Tondern, Husum, Eiderstedt Johannes Leonhart FVp
5 Dithmarschen, Steinburg Christian Hoeck FVg
6 Pinneberg, Segeberg Adolph von Elm SPD
7 Kiel, Rendsburg Carl Legien SPD
8 Altona, Stormarn Karl Frohme SPD
9 Oldenburg in Holstein, Plön Hermann Stockmann DRP
10 Herzogtum Lauenburg Friedrich Lesche SPD
Provinz Hannover
1 Emden, Norden, Weener Edzard zu Innhausen und Knyphausen DKP
2 Aurich, Wittmund, Leer Johannes Semler NLP
3 Meppen, Lingen, Bentheim, Aschendorf, Hümmling Carl Friedrich Engelen Zentrum
4 Osnabrück, Bersenbrück, Iburg Balduin von Schele DHP
5 Melle, Diepholz, Wittlage, Sulingen, Stolzenau Hermann Colshorn DHP
6 Syke, Verden Theodor Held NLP
7 Nienburg, Neustadt am Rübenberge, Fallingbostel Arnold von Schele DHP
8 Hannover Heinrich Meister SPD
9 Hameln, Linden, Springe Ferdinand Wallbrecht NLP
10 Hildesheim, Marienburg, Alfeld (Leine), Gronau Clemens Bauermeister Zentrum
11 Einbeck, Northeim, Osterode am Harz, Uslar Fritz Jorns NLP
12 Göttingen, Duderstadt, Münden Karl Götz von Olenhusen DHP
13 Goslar, Zellerfeld, Ilfeld Hermann Horn NLP
14 Gifhorn, Celle, Peine, Burgdorf Hermann von Hodenberg DHP
15 Lüchow, Uelzen, Dannenberg, Bleckede Berthold von Bernstorff DHP
16 Lüneburg, Soltau, Winsen (Luhe) Max Jänecke NLP
17 Harburg, Rotenburg in Hannover, Zeven Johann Depken NLP
18 Stade, Geestemünde, Bremervörde, Osterholz Carl Sattler NLP
19 Neuhaus (Oste), Hadeln, Lehe, Kehdingen, Jork Hugo Böttger NLP
Provinz WestfalenRegierungsbezirk Münster
1 Tecklenburg, Steinfurt, Ahaus Carl Herold Zentrum
2 Münster, Coesfeld Georg von Hertling Zentrum
3 Borken, Recklinghausen Jakob Euler Zentrum
4 Lüdinghausen, Beckum, Warendorf Heinrich Wattendorf Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Minden
1 Minden, Lübbecke Karl Sielermann DKP
2 Herford, Halle (Westfalen) Friedrich Meyer DKP
3 Bielefeld, Wiedenbrück Heinrich Humann Zentrum
4 Paderborn, Büren Karl von Savigny Zentrum
5 Höxter, Warburg Otto Schmidt Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Arnsberg
1 Wittgenstein, Siegen, Biedenkopf Adolf Stoecker Antisemiten (CSP)
2 Olpe, Arnsberg, Meschede Johannes Fusangel Zentrum
3 Altena, Iserlohn, Lüdenscheid Julius Lenzmann FVp
4 Hagen, Schwelm, Witten Eugen Richter FVp
5 Bochum, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne Otto Hue SPD
6 Dortmund, Hörde Theodor Bömelburg SPD
7 Hamm, Soest Heinrich Westermann NLP
8 Lippstadt, Brilon Wilhelm Schwarze Zentrum
Provinz Hessen-NassauRegierungsbezirk Wiesbaden
1 Obertaunus, Höchst, Usingen Peter Itschert Zentrum
2 Wiesbaden, Rheingau, Untertaunus Eduard Bartling NLP
3 St. Goarshausen, Unterwesterwald Anton Dahlem Zentrum
4 Limburg, Oberlahnkreis, Unterlahnkreis Friedrich Buchsieb NLP
5 Dillkreis, Oberwesterwald Georg Burckhardt Antisemiten (CSP)
6 Frankfurt am Main Heinrich Schmidt SPD
Provinz Hessen-Nassau – Regierungsbezirk Kassel
1 Rinteln, Hofgeismar, Wolfhagen Ludwig zu Reventlow Antisemiten (DSP)
2 Kassel, Melsungen Wilhelm Lattmann Antisemiten (DSP)
3 Fritzlar, Homberg, Ziegenhain Max Liebermann von Sonnenberg Antisemiten (DSP)
4 Eschwege, Schmalkalden, Witzenhausen Leonhard Seyboth FVp
5 Marburg, Frankenberg, Kirchhain Hellmut von Gerlach NSV
6 Hersfeld, Rotenburg (Fulda), Hünfeld Ludwig Werner Antisemiten (Ref)
7 Fulda, Schlüchtern, Gersfeld Richard Müller Zentrum
8 Hanau, Gelnhausen Georg Lucas NLP
RheinprovinzRegierungsbezirk Köln
1 Köln-Stadt Karl Trimborn Zentrum
2 Köln-Land Theodor Pingen Zentrum
3 Bergheim (Erft), Euskirchen Johann Adolf Breuer Zentrum
4 Rheinbach, Bonn Peter Spahn Zentrum
5 Siegkreis, Waldbröl Karl Georg Becker Zentrum
6 Mülheim am Rhein, Gummersbach, Wipperfürth Hermann de Witt Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Düsseldorf
1 Remscheid, Lennep, Mettmann Karl Meist SPD
2 Elberfeld, Barmen Hermann Molkenbuhr SPD
3 Solingen Philipp Scheidemann SPD
4 Düsseldorf Theodor Kirsch Zentrum
5 Essen Gerhard Stötzel Zentrum
6 Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Ruhrort, Oberhausen Wilhelm Beumer NLP
7 Moers, Rees Karl Fritzen Zentrum
8 Kleve, Geldern Eduard Marcour Zentrum
9 Kempen Aloys Fritzen Zentrum
10 Gladbach Franz Hitze Zentrum
11 Krefeld Karl Bachem Zentrum
12 Neuss, Grevenbroich Hugo am Zehnhoff Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Koblenz
1 Wetzlar, Altenkirchen Heinrich Kraemer NLP
2 Neuwied Karl Stupp Zentrum
3 Koblenz, St. Goar Georg Wellstein Zentrum
4 Kreuznach, Simmern Hermann Paasche NLP
5 Mayen, Ahrweiler Peter Wallenborn Zentrum
6 Adenau, Cochem, Zell Gottfried Ruegenberg Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Trier
1 Daun, Bitburg, Prüm Georg Dasbach Zentrum
2 Wittlich, Bernkastel Ferdinand von Wolff-Metternich Zentrum
3 Trier Victor Rintelen Zentrum
4 Saarlouis, Merzig, Saarburg Hermann Roeren Zentrum
5 Saarbrücken Heinrich Boltz NLP
6 Ottweiler, St. Wendel, Meisenheim Eduard Fuchs Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Aachen
1 Schleiden, Malmedy, Montjoie Franz von Arenberg Zentrum
2 Eupen, Aachen-Land Josef Nacken Zentrum
3 Aachen-Stadt Hubert Sittart Zentrum
4 Düren, Jülich Alfred von Hompesch Zentrum
5 Geilenkirchen, Heinsberg, Erkelenz Anton Opfergelt Zentrum
Hohenzollernsche Lande – Regierungsbezirk Sigmaringen
1 Sigmaringen, Hechingen Lambert Bumiller Zentrum

Bayern[Bearbeiten]

Königreich Bayern
Oberbayern
1 München I (Altstadt, Lehel, Maxvorstadt) Georg Birk SPD
2 München II (Isarvorstadt, Ludwigsvorstadt, Au, Haidhausen, Giesing), München-Land, Starnberg, Wolfratshausen Georg von Vollmar SPD
3 Aichach, Friedberg, Dachau, Schrobenhausen Franz Beck Zentrum
4 Ingolstadt, Freising, Pfaffenhofen Josef Aichbichler Zentrum
5 Wasserburg, Erding, Mühldorf Sebastian Bauer Zentrum
6 Weilheim, Werdenfels, Bruck, Landsberg, Schongau Klemens von Thünefeld Zentrum
7 Rosenheim, Ebersberg, Miesbach, Tölz Balthasar Ranner Zentrum
8 Traunstein, Laufen, Berchtesgaden, Altötting Anton Lehemeir Zentrum
Niederbayern
1 Landshut, Dingolfing, Vilsbiburg Peter Gleitsmann Zentrum
2 Straubing, Bogen, Landau, Vilshofen Matthäus Mittermeier BB
3 Passau, Wegscheid, Wolfstein, Grafenau Franz Seraph Pichler Zentrum
4 Pfarrkirchen, Eggenfelden, Griesbach Benedikt Bachmeier BB
5 Deggendorf, Regen, Viechtach, Kötzting Georg Hinterwinkler Zentrum
6 Kelheim, Rottenburg, Mallersdorf Josef Aigner Zentrum
Pfalz
1 Speyer, Ludwigshafen, Frankenthal Franz Ehrhardt SPD
2 Landau, Neustadt an der Haardt Wilhelm Schellhorn-Wallbillich NLP
3 Germersheim, Bergzabern Philipp Lichtenberger NLP
4 Zweibrücken, Pirmasens Louis Leinenweber NLP
5 Homburg, Kusel Heinrich Stauffer BdL
6 Kaiserslautern, Kirchheimbolanden Otto Sartorius FVp
Oberpfalz
1 Regensburg, Burglengenfeld, Stadtamhof Max von Pfetten Zentrum
2 Amberg, Nabburg, Sulzbach, Eschenbach Michael Sir Zentrum
3 Neumarkt, Velburg, Hemau Anton Kohl Zentrum
4 Neunburg, Waldmünchen, Cham, Roding Josef Witzlsperger Zentrum
5 Neustadt a. d. Waldnaab, Vohenstrauß, Tirschenreuth Georg Heim Zentrum
Oberfranken
1 Hof, Naila, Rehau, Münchberg Walther Münch-Ferber NLP
2 Bayreuth, Wunsiedel, Berneck August Hagen NLP
3 Forchheim, Kulmbach, Pegnitz, Ebermannstadt Friedrich Neuner NLP
4 Kronach, Staffelstein, Lichtenfels, Stadtsteinach, Teuschnitz Heinrich Osel Zentrum
5 Bamberg, Höchstadt Franz Schaedler Zentrum
Mittelfranken
1 Nürnberg Albert Südekum SPD
2 Erlangen, Fürth, Hersbruck Hugo Barbeck FVp
3 Ansbach, Schwabach, Heilsbronn Michael Hufnagel BdL
4 Eichstätt, Beilngries, Weissenburg Karl Friedrich Speck Zentrum
5 Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Feuchtwangen Tobias Nißler DKP
6 Rothenburg ob der Tauber, Neustadt an der Aisch Leonhard Hilpert BB
Unterfranken
1 Aschaffenburg, Alzenau, Obernburg, Miltenberg Liborius Gerstenberger Zentrum
2 Kitzingen, Gerolzhofen, Ochsenfurt, Volkach Luitpold Baumann Zentrum
3 Lohr, Karlstadt, Hammelburg, Marktheidenfeld, Gemünden Georg Stamm Zentrum
4 Neustadt an der Saale, Brückenau, Mellrichstadt, Königshofen, Kissingen Josef Moritz Zentrum
5 Schweinfurt, Haßfurt, Ebern Nikolaus Holzapfel Zentrum
6 Würzburg Johann Thaler Zentrum
Schwaben
1 Augsburg, Wertingen Richard Kalkhof Zentrum
2 Donauwörth, Nördlingen, Neuburg Melchior Weißenhagen Zentrum
3 Dillingen, Günzburg, Zusmarshausen Eugen Jäger Zentrum
4 Illertissen, Neu-Ulm, Memmingen, Krumbach Benedikt Hebel Zentrum
5 Kaufbeuren, Mindelheim, Oberdorf, Füssen Karl Linder Zentrum
6 Immenstadt, Sonthofen, Kempten, Lindau Alois Schmid Zentrum

Sachsen[Bearbeiten]

Königreich Sachsen
1 Zittau Edmund Fischer SPD
2 Löbau Karl Sindermann SPD
3 Bautzen, Kamenz, Bischofswerda Heinrich Gräfe Antisemiten (Ref)
4 Dresden rechts der Elbe, Radeberg, Radeburg August Kaden SPD
5 Dresden links der Elbe Georg Gradnauer SPD
6 Dresden-Land links der Elbe, Dippoldiswalde Georg Horn SPD
7 Meißen, Großenhain, Riesa Ernst Nitzschke SPD
8 Pirna, Sebnitz Karl Julius Fräßdorf SPD
9 Freiberg, Hainichen Ernst Schulze SPD
10 Döbeln, Nossen, Leisnig Karl Grünberg SPD
11 Oschatz, Wurzen, Grimma Richard Lipinski SPD
12 Leipzig-Stadt Julius Motteler SPD
13 Leipzig-Land, Taucha, Markranstädt, Zwenkau Friedrich Geyer SPD
14 Borna, Geithain, Rochlitz Georg Schöpflin SPD
15 Mittweida, Frankenberg, Augustusburg Paul Göhre SPD
16 Chemnitz Max Schippel SPD
17 Glauchau, Meerane, Hohenstein-Ernstthal Ignaz Auer SPD
18 Zwickau, Crimmitschau, Werdau Karl Wilhelm Stolle SPD
19 Stollberg, Schneeberg Hermann Goldstein SPD
20 Marienberg, Zschopau Emil Rosenow SPD
21 Annaberg, Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt Ernst Grenz SPD
22 Auerbach, Reichenbach Franz Hofmann SPD
23 Plauen, Oelsnitz, Klingenthal Alwin Gerisch SPD

Württemberg[Bearbeiten]

Königreich Württemberg
1 Stuttgart Karl Hildenbrand SPD
2 Cannstatt, Ludwigsburg, Marbach, Waiblingen Johannes von Hieber NLP
3 Heilbronn, Besigheim, Brackenheim, Neckarsulm Theodor Wolff WüBB
4 Böblingen, Vaihingen, Leonberg, Maulbronn Karl Sperka SPD
5 Esslingen, Nürtingen, Kirchheim, Urach Louis Schlegel SPD
6 Reutlingen, Tübingen, Rottenburg Friedrich von Payer DtVP
7 Nagold, Calw, Neuenbürg, Herrenberg Heinrich Schweickhardt DtVP
8 Freudenstadt, Horb, Oberndorf, Sulz Fritz Wagner DtVP
9 Balingen, Rottweil, Spaichingen, Tuttlingen Conrad Haußmann DtVP
10 Gmünd, Göppingen, Welzheim, Schorndorf Hugo Lindemann SPD
11 Hall, Backnang, Öhringen, Weinsberg Wilhelm Vogt BdL
12 Gerabronn, Crailsheim, Mergentheim, Künzelsau Friedrich Vogt BdL
13 Aalen, Gaildorf, Neresheim, Ellwangen Theodor Hofmann Zentrum
14 Ulm, Heidenheim, Geislingen Christian Storz DtVP
15 Ehingen, Blaubeuren, Laupheim, Münsingen Adolf Gröber Zentrum
16 Biberach, Leutkirch, Waldsee, Wangen Matthias Erzberger Zentrum
17 Ravensburg, Tettnang, Saulgau, Riedlingen Joseph Leser Zentrum

Baden[Bearbeiten]

Großherzogtum Baden
1 Konstanz, Überlingen, Stockach Friedrich Hug Zentrum
2 Donaueschingen, Villingen Friedrich Faller NLP
3 Waldshut, Säckingen, Neustadt im Schwarzwald Joseph Schuler Zentrum
4 Lörrach, Müllheim Ernst Blankenhorn NLP
5 Freiburg, Emmendingen Ludwig Marbe Zentrum
6 Lahr, Wolfach Konstantin Fehrenbach Zentrum
7 Offenburg, Kehl Julius Schüler Zentrum
8 Rastatt, Bühl, Baden-Baden Franz Xaver Lender Zentrum
9 Pforzheim, Ettlingen Emil Eichhorn SPD
10 Karlsruhe, Bruchsal Adolf Geck SPD
11 Mannheim August Dreesbach SPD
12 Heidelberg, Mosbach Anton Josef Beck NLP
13 Bretten, Sinsheim Valentin Müller NLP
14 Tauberbischofsheim, Buchen Johann Anton Zehnter Zentrum

Hessen[Bearbeiten]

Großherzogtum Hessen
1 Gießen, Grünberg, Nidda Louis Heyligenstaedt NLP
2 Friedberg, Büdingen, Vilbel Waldemar von Oriola NLP
3 Lauterbach, Alsfeld, Schotten Eduard Wallau NLP
4 Darmstadt, Groß-Gerau Balthasar Cramer SPD
5 Offenbach, Dieburg Jacob Becker NLP
6 Erbach, Bensheim, Lindenfels, Neustadt im Odenwald Wilhelm Haas NLP
7 Worms, Heppenheim, Wimpfen Cornelius von Heyl zu Herrnsheim NLP
8 Bingen, Alzey Reinhart Schmidt FVp
9 Mainz, Oppenheim Eduard David SPD

Kleinstaaten[Bearbeiten]

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin
1 Hagenow, Grevesmühlen Meno Rettich DKP
2 Schwerin, Wismar Wilhelm Dröscher DKP
3 Parchim, Ludwigslust Hermann Pachnicke FVg
4 Waren, Malchin Ludolf von Maltzan DKP
5 Rostock, Doberan Joseph Herzfeld SPD
6 Güstrow, Ribnitz Carl von Treuenfels DKP
Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
1 Weimar, Apolda August Baudert SPD
2 Eisenach, Dermbach Otto Fries NLP
3 Jena, Neustadt an der Orla Paul Lehmann NLP
Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
1 Neustrelitz, Neubrandenburg, Schönberg Rudolf Nauck DRP
Großherzogtum Oldenburg
1 Oldenburg, Eutin, Birkenfeld Carl Bargmann FVp
2 Jever, Brake, Westerstede, Varel, Elsfleth, Landwürden Albert Traeger FVp
3 Vechta, Delmenhorst, Cloppenburg, Wildeshausen, Berne, Friesoythe Heinrich Eduard Burlage Zentrum
Herzogtum Braunschweig
1 Braunschweig, Blankenburg Wilhelm Blos SPD
2 Helmstedt, Wolfenbüttel Fritz von Kaufmann NLP
3 Holzminden, Gandersheim Kurd von Damm unbestimmt
Herzogtum Sachsen-Meiningen
1 Meiningen, Hildburghausen Ernst Müller FVp
2 Sonneberg, Saalfeld Hermann Reißhaus SPD
Herzogtum Sachsen-Altenburg
1 Altenburg, Roda Bruno Buchwald SPD
Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha
1 Coburg Albrecht Patzig NLP
2 Gotha Wilhelm Bock SPD
Herzogtum Anhalt
1 Dessau, Zerbst Richard Roesicke FVg
2 Bernburg, Köthen, Ballenstedt Karl Wessel NLP
Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
1 Königsee, Frankenhausen Max Arthur Hofmann SPD
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
1 Sondershausen, Arnstadt, Gehren, Ebeleben Felix Bärwinkel NLP
Fürstentum Waldeck-Pyrmont
1 Waldeck, Pyrmont Heinz Potthoff FVg
Fürstentum Reuß älterer Linie
1 Greiz, Burgk Karl Hermann Förster SPD
Fürstentum Reuß jüngerer Linie
1 Gera, Schleiz Emanuel Wurm SPD
Fürstentum Schaumburg-Lippe
1 Bückeburg, Stadthagen Wilhelm Deppe NLP
Fürstentum Lippe
1 Detmold, Lemgo Wilhelm Meier-Jobst FVp
Hansestadt Lübeck
1 Lübeck Theodor Schwartz SPD
Freie Hansestadt Bremen
1 Bremen, Bremerhaven Hinrich Schmalfeldt SPD
Freie und Hansestadt Hamburg
1 Neustadt, St. Pauli August Bebel SPD
2 Altstadt, St. Georg, Hammerbrook Johann Heinrich Wilhelm Dietz SPD
3 Vororte und Landherrenschaften Wilhelm Metzger SPD

Elsaß-Lothringen[Bearbeiten]

Reichsland Elsaß-Lothringen
1 Altkirch, Thann Eugen Ricklin Elsässer
2 Mülhausen Theodor Schlumberger NLP
3 Kolmar Jacques Preiß Elsässer
4 Gebweiler Alphons Roellinger Elsässer
5 Rappoltsweiler Emile Wetterlé Elsässer
6 Schlettstadt Leo Vonderscheer Elsässer
7 Molsheim, Erstein Nicolaus Delsor Elsässer
8 Straßburg-Stadt Adolf Riff FVg
9 Straßburg-Land Daniel Blumenthal DtVP
10 Hagenau, Weißenburg Heinrich Wiltberger Elsässer
11 Zabern Johannes Hoeffel DRP
12 Saargemünd, Forbach Franz de Schmid DKP
13 Bolchen, Diedenhofen Peter Merot Lothringer
14 Metz Max Jaunez unbestimmt
15 Saarburg, Chateau-Salins Johann Labroise Lothringer

Die Fraktionen des 11. Reichstags[Bearbeiten]

Im 11. Reichstag schlossen sich nicht alle Abgeordneten der Fraktion ihrer eigentlichen Partei an. Die DHP-Abgeordneten traten zum Teil der Zentrumsfraktion bei. Der BdL-Abgeordnete Hufnagel (Ansbach) wurde Mitglied der Fraktion der Deutschkonservativen. Die übrigen BdL-Abgeordneten schlossen sich mit den Deutsch-Sozialen und den Christlich-Sozialen sowie den Bauernbund-Abgeordneten zur Fraktion der Wirtschaftlichen Vereinigung zusammen. Zu Beginn der 11. Legislaturperiode besaßen die Reichstagsfraktionen die folgende Stärke:[3]

Zentrum 101
Sozialdemokraten 81
Deutschkonservative 52
Nationalliberale 50
Freisinnige Volkspartei 21
Deutsche Reichspartei 20
Polen 16
Wirtschaftliche Vereinigung 12
Freisinnige Vereinigung 10
Deutsche Volkspartei 6
Deutsche Reformpartei 6
Fraktionslose 22

Im weiteren Verlauf der Legislaturperiode änderte sich aufgrund von Nachwahlen und Fraktionswechseln mehrfach die Stärke der einzelnen Fraktionen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Band 1, Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 580-581.
  2. a b  Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Vierteljahreshefte zur Statistik des Deutschen Reichs - Ergänzungsheft 1903,IV. Berlin 1903, S. 2–60.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatReichstagshandbuch 1903. Münchener Digitalisierungszentrum, S. 364, abgerufen am 20. November 2009 (PDF).