Bamberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bamberg
Bamberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bamberg hervorgehoben
49.89166666666710.891666666667262Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Höhe: 262 m ü. NHN
Fläche: 54,58 km²
Einwohner: 71.167 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1304 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 96047, 96049, 96050, 96051, 96052
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 61 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Maximiliansplatz 3
96047 Bamberg
Webpräsenz: www.stadt.bamberg.de
Oberbürgermeister: Andreas Starke (SPD)
Lage der Stadt Bamberg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Altstadt von Bamberg*
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem
Staatsgebiet: DeutschlandDeutschland Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: (ii)(iv)
Referenz-Nr.: 624
Region: ª Europa
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1993  (Sitzung 17)

* Der Name ist auf der Welterbe-Liste aufgeführt.
ª Die Region ist von der UNESCO klassifiziert.

Bamberg (mittelalterlich: Babenberg, bambergisch: „Bambärch“) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Bamberg ist Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen Erzbistums. Die Stadt ist in der Landesplanung als Oberzentrum des westlichen Oberfrankens ausgewiesen und zählt zur Metropolregion Nürnberg. Die Stadt beherbergt etwa 71.000, die Agglomeration rund 117.000 Einwohner.[2]

Die Altstadt ist der größte unversehrt erhaltene historische Stadtkern in Deutschland und seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen. Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige Biertradition.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bamberger Dom vom Geyerswörther Schloss gesehen

Die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg erstreckt sich über eine Talsenke, durch die die Regnitz fließt. Diese verlässt die Stadt in nordwestlicher Richtung und mündet an deren westlichster Grenze, fünf Kilometer vom Zentrum entfernt, bei Bischberg in den Main. Nach Süden erstreckt sich das Regnitztal bis nach Fürth, im Osten liegt die Fränkische Schweiz, im Nordosten und Westen das Maintal, im Nordwesten die Haßberge und im Westen der Steigerwald. Das Stadtgebiet grenzt an die umliegenden Gemeinden (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Gundelsheim, Memmelsdorf, Litzendorf, Strullendorf, Pettstadt, Stegaurach, Bischberg, Oberhaid und Hallstadt.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 54,58 Quadratkilometern. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,6 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung 9,7 Kilometer. Die Altstadt liegt auf der Insel zwischen den beiden Regnitzarmen sowie westlich des linken Regnitzarmes (Domberg). Später dehnte sich die Stadt vor allem nach Osten aus.

Stadtkarte Bamberg von 1617

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Bamberg gliedert sich in die Stadtteile: Berggebiet, Mitte (Inselstadt), Theuerstadt (Gärtnerstadt, St. Gangolf), Wunderburg, Gereuth, Nord (St. Otto), Ost (St. Heinrich), Gartenstadt (St. Kunigunda), Bruckertshof, Bug, Bughof, Gaustadt, Hirschknock, Kramersfeld, Wildensorg.

Zwischen 1750 und 1753 teilte die Verwaltung Bamberg in vier Viertel ein, die nach den Stadtheiligen benannt wurden: das Henriziviertel im Nordwesten, das Georgenviertel im Nordosten, das Kunigundenviertel im Südosten und das Ottonisviertel im Südwesten.[3] Die Häuser wurden innerhalb jedes einzelnen Viertels durchnummeriert. Eine neue Einteilung in vier Distrikte, die den Pfarreien St. Martin, St. Gangolf, Unserer Lieben Frau und Dom entsprachen, erfolgte 1804. Zugleich wurden alle Häuser der Stadt fortlaufend durchnummeriert, beginnend mit dem Alten Rathaus. 1876 ging man zur straßenweisen Vergabe von Hausnummern über. Zu den bestehenden Distrikten kamen mit zunehmendem Stadtwachstum weitere, so 1909 der 5. Distrikt um die Pfarrei Maria Hilf in der Wunderburg und 1916 der 6. Distrikt um die Pfarrei St. Otto. Diese bis heute nicht offiziell abgeschaffte Einteilung dient nur noch als Grundlage für die Tätigkeit der 16 Bürgervereine, wobei es teilweise zwei Bürgervereine in einem Distrikt gibt. Die Bürgervereine Gaustadt und Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock wurden gegründet, als Gaustadt noch selbständige Gemeinde war und Kramersfeld noch zu Hallstadt gehörte. Aktuell ist die Stadt in statistische Zählbezirke gegliedert, die sich an historischen und städtebaulichen Leitlinien orientieren.

Distrikt Bürgerverein Gründungsjahr des BV
I. Distrikt Bürgerverein Bamberg-Mitte 1905
II. Distrikt Bürgerverein Gangolf 1908
III. Distrikt Bürgerverein Kaulberg 1899
Bürgerverein Stephansberg im III. Distrikt 1953
IV. Distrikt Bürgerverein Sand 1891
V. Distrikt Bürgerverein Wunderburg, Bamberg Süd, im V. Distrikt 1906
Bürgerverein Bamberg-Süd, Gereuth, im V. Distrikt 1974
VI. Distrikt Bürgerverein Bamberg-Nord, St.Otto 1923
VII. Distrikt Bürgerverein Bamberg-Ost 1951
VIII. Distrikt Bürgerverein Gartenstadt 1951
IX. Distrikt Bürgerverein Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock 1956
X. Distrikt Bürgerverein Bug 1972
XI. Distrikt Bürgerverein Gaustadt 1904
XII. Distrikt Bürgerverein Wildensorg 1979
XIII. Distrikt Bürgerverein Süd-West 1977
XIV. Distrikt Bürgerverein Am Bruderwald 1993

Bamberg hat ca. 650 Straßen, Plätze und Gassen.

Geschichte[Bearbeiten]

Historischer Überblick[Bearbeiten]

Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde

Die ältesten Relikte der Bamberger Vorgeschichte sind vermutlich die im 19. Jahrhundert gefundenen Bamberger Götzen.

Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein Castrum Babenberch auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der älteren Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei der sogenannten Babenberger Fehde starben drei babenbergische Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker.[4]

1007 erfolgte die Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II., den Sohn Heinrichs des Zänkers, und im gleichen Jahr ließ er den ersten Dom errichten, der aber zweimal abbrannte und durch den heutigen, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Bau ersetzt wurde. Im Januar 1430 rückten die Hussiten auf Bamberg vor (siehe auch Hussitenkriege). Das Domkapitel floh mit dem Domschatz (heute im Diözesanmuseum Bamberg) auf die Giechburg, der Bischof selbst zog sich nach Kärnten zurück. Die wohlhabenden Bürger flüchteten nach Forchheim und Nürnberg. Die Hussiten nahmen Bamberg jedoch nicht ein. Als sie Scheßlitz erobert hatten, plünderten die in Bamberg verbliebenen Handwerker, Tagelöhner und Bauern erst die Weinkeller und dann die Bürgerhäuser und Klöster. Kurz darauf handelte Markgraf Friedrich von Brandenburg mit Andreas Prokop, Heerführer der Hussiten, auf Burg Zwernitz einen Waffenstillstand aus und Bamberg zahlte 12.000 Gulden Lösegeld, um der Brandschatzung zu entgehen.

Ein Aufstand der Bürger im 15. Jahrhundert gegen die fürstbischöfliche Macht, der sogenannte Immunitätenstreit, blieb erfolglos. Der Bauernkrieg 1524/1525 hinterließ in der Stadt seine Spuren.

Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt sehr unter den schwedischen Truppen, im Siebenjährigen Krieg durch preußische und zu Zeiten Napoleons durch französische Truppen.

Unter den Fürstbischöfen Lothar Franz (1693–1729) und Friedrich Carl von Schönborn (1729–1746) erlebte die Stadt in der Barockzeit eine kulturelle Blüte.

Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Christoph Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende der Selbständigkeit Bambergs.

Während der Märzrevolution in den Jahren 1848/49 war Bamberg eine Hochburg der Demokraten, weshalb die Stadt bei der Regierung in München als besonders radikal galt. Bekannteste Persönlichkeiten waren die Anwälte Nikolaus Titus und Ignaz Prell, der Arzt Heinrich Heinkelmann und der Journalist Carl Heger. Dort wurden die sogenannten 14 Bamberger Artikel, ein Grundrechtekatalog, verlesen.

Am 25. und 26. Mai 1854 hielten acht deutsche Mittelstaaten (Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, Kurhessen, Hessen-Darmstadt und Nassau) in Bamberg die Bamberger Konferenz ab, in der sie sich über ihre Stellung zu den beiden Großmächten Österreich und Preußen in der orientalischen Angelegenheit verständigten.

1909 wurde in Bamberg eine der ersten Pfadfindergruppen in Deutschland gegründet.

Nach dem Ersten Weltkrieg flüchtete am 7. April 1919 die kurz zuvor gewählte Bayerische Staatsregierung (Kabinett Hoffmann) in den Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepublik nach Bamberg und forderte von dort aus militärische Unterstützung zur Niederschlagung der Räterepublik an. Nachdem die Räterepublik von Reichswehr und Freikorps gewaltsam beendet worden war, wurde am 14. August 1919 die Bamberger Verfassung als erste demokratische Verfassung für Bayern unterzeichnet.

Auch in Bamberg wurde 1933 die Macht an die Nationalsozialisten übergeben, und Bamberger Bürger beteiligten sich an der Verfolgung jüdischer Mitbürger. Willy Aron wurde am 10. März 1933 in „Schutzhaft“ genommen und dann in Dachau ermordet. Am 1. Juli 1933, sechs Wochen nach dem 10. Mai in Berlin, wurden auf der Hauptkampfbahn des Volksparks Bücher verbrannt. Der Unternehmer der Hofbräu Bamberg, Willy Lessing, wurde 1936 enteignet und bei den Novemberpogromen 1938 so schwer misshandelt, dass er kurze Zeit später starb. Durch zwei Luftangriffe, die insgesamt 310 Tote forderten und 708 Wohnungen vernichteten, wurde Bamberg zu 4,4 % zerstört.[5]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Bamberg zur Amerikanischen Besatzungszone. Von der Militärverwaltung wurde ein Lager für sogenannte Displaced Persons angelegt. In Bamberg befindet sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Garnison der US Army.

Hochwasser[Bearbeiten]

Hochwassermarke am Dominikanerkloster

Die wechselnde Wasserführung der Regnitz stellt seit Jahrhunderten eine Bedrohung für die Stadt dar. Im Juli 1342 riss das Magdalenenhochwasser eine Brücke mit sich. Wohl das größte Hochwasser war am 27. Februar 1784, dem die Häuser am Ufer im Mühlenviertel zum Opfer fielen. Auch die Brücken wurden stark beschädigt. Insbesondere die erst 1756 fertiggestellte Seesbrücke, die heutige Kettenbrücke, mit ihrer barocken Ausstattung wurde durch Eisschollen und mitgerissene Baumstämme zerstört.

Im Stadtgebiet sind Hochwassermarken in der Langen Straße, am Hochzeitshaus, in der Fischerei und an der Walkmühle zu finden. Dort sind auch die Vergleichswerte des letzten großen Hochwassers von 2004 verzeichnet. Weitgehenden Hochwasserschutz bieten seit 1964 das Jahnwehr und das Hochwassersperrtor bei Bug.

Zeit der Hexenverfolgung[Bearbeiten]

Das ehemalige Hochstift Bamberg war gemeinsam mit dem Hochstift Würzburg und Kurmainz, dem benachbarten protestantischen Fürstentum Bayreuth und der kleinen schwäbischen Herrschaft Wiesensteig eines der Hauptzentren der frühneuzeitlichen Hexen- und Zaubererverfolgung in Süddeutschland.

In Bamberg wurde 1507 die „Constitutio Criminalis Bambergensis“ in Kraft gesetzt, die unter anderem die Strafe für Hexerei auf Tod durch Verbrennen festlegte:

„die straff der zauberey: Item so jemandt den leuten durch zauberey schaden oder nachtheyl zufuegt, soll man straffen vom leben zum todt, vnnd man soll solch straff mit dem fewer thun“

Artikel 109 der Constitutio Criminalis Bambergensis von 1507

[6]

Infolge lang anhaltender, teils gewalttätiger Machtauseinandersetzungen zwischen Bürgern und dem jeweiligen regierenden Fürstbischof Bambergs, einer durch Missernten in der Kleinen Eiszeit und Kriegseinwirkungen ausgelösten Hungersnot und eines starken persönlichen Hexenglaubens des regierenden Bamberger Fürstbischofs Johann Georg II. Fuchs von Dornheim, genannt der Hexenbrenner (1623–1633), erreichten die Verfolgung und Hinrichtung von Personen und ganzer Familien unter dem Vorwurf der Hexerei in Bamberg in den 1620er und frühen 1630er Jahren ihren Höhepunkt. Der Weihbischof Friedrich Förner war der wichtigste Prediger und der eigentliche Scharfmacher der Hexenverfolgung. Johann Georg II. Fuchs von Dornheim errichtete speziell für die Inhaftierung von der Hexerei Beschuldigten im Jahr 1627 das einst im Bereich der heutigen Promenade gelegene sogenannte Drudenhaus, auch Malefizhaus genannt.

Neben zahlreichen anderen Bamberger Bürgern (beispielsweise Dorothea Flock und Christina Morhaubt) und Mitgliedern des Domkapitels wurde im August 1628 unter dem Vorwand der Hexerei auch der Bürgermeister der Stadt Bamberg Johannes Junius im Drudenhaus festgesetzt. Dieser schrieb dort vor seiner Hinrichtung in seinem Abschiedsbrief an seine Tochter:

„Unschuldig bin ich in das gefengnus kommen, unschuldig bin ich gemarttert worden, unschuldig muß ich sterben …“

Abschiedsbrief des Bamberger Bürgermeisters Johannes Junius

Nach einer Liste mit den Namen der Opfer wurden bis 1632 weit über 300 Menschen in Bamberg als Hexen oder Hexer hingerichtet.[7] Aus überlieferten Prozessakten geht hervor, dass von 1595 bis 1631 in drei Wellen über 880 Personen der Hexerei oder Zauberei angeklagt und hingerichtet wurden.[6] Erst der Einmarsch schwedischer Truppen im Februar 1632 setzte dem Treiben des Bischofs und seiner Häscher ein Ende. Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim floh nach Kärnten und starb dort 1633.

Die Hochzeit der Bamberger Hexenverfolgung ist durch die um 1830 im Antiquariatshandel in mehreren Konvoluten aufgetauchten umfangreichen Prozessakten gut dokumentiert. Diese wurden für das Archiv der Stadt erworben und befinden sich in der Handschriftensammlung der Staatsbibliothek Bamberg. Ob diese Akten allerdings den Gesamtbestand der Bamberger Hexenakten darstellen, darf aufgrund ihrer Erwerbsumstände bezweifelt werden. Dennoch wird aus dem der Hexerei beschuldigten Personenkreis und den Prozessumständen mehr als deutlich, dass es bei den Bamberger Hexenprozessen in erster Linie um machtpolitische Auseinandersetzungen ging. Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim nutzte den Vorwand der Hexerei gezielt zur Ausschaltung machtpolitischer Gegner im Domkapitel sowie im städtischen Bürgertum Bambergs.

Im Oktober 2012 wurden in Bamberg mehrere Themenwochen zu den damaligen „Hexenprozessen“ veranstaltet, um die Stadtgeschichte aufzuarbeiten. Der Bürgerverein Bamberg-Mitte plant, mit Hilfe von Spenden bei Schloss Geyerswörth ein Mahnmal zu errichten, das nicht nur an die Hexenverfolgung erinnern, sondern auch vor Fanatismus und Diskriminierung warnen soll. In dem ZDF Spielfilm "Die Seelen im Feuer" nach dem gleichnamigen Roman von Sabine Weigand wird die Zeit der Hexenverfolgungen im Bamberg aufgegriffen.[8]

Siehe auch: Hochstift Bamberg

Universitätsstadt 1647–1803 und ab 1979[Bearbeiten]

Bamberg um 1900 von der Altenburg aus

Die 1647 gegründete Universität wurde im Zuge der Säkularisation des Hochstifts Bamberg durch die bayerischen Besatzer 1803 aufgehoben, bestand aber weiter als Philosophisch-Theologische Hochschule. Erweitert mit allen universitären Fakultäten nahm sie im Wintersemester 1946/1947 in der Hoffnung, sich zur vierten bayerischen Landesuniversität entwickeln zu können, den Lehrbetrieb auf. Energischer Initiator war der damalige Rektor Benedikt Kraft. Er berief namhafte Professoren, die bisher in Königsberg oder Breslau gelehrt hatten, sowie Richter vom Reichsgericht in Leipzig. Viele aus dem Krieg zurückgekehrte ehemalige Soldaten begannen hier ihr Studium, das von Semester zu Semester erweitert wurde. Die Ausbaupläne zerschlugen sich dann, Regensburg wurde die vierte bayerische Landesuniversität. 1972 wurde die Bamberger Hochschule als Gesamthochschule wiedergegründet und 1979 zur Universität erhoben. Die nach ihren Gründern benannte Otto-Friedrich-Universität Bamberg beherbergt geistes- und sozialwissenschaftliche Fakultäten sowie eine Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik.

Im Jahr 2009 wurde aufgrund von Sparmaßnahmen der Bayerischen Staatsregierung der Fachbereich Soziale Arbeit aufgelöst und in die Hochschule Coburg integriert. Die Gründungsfakultät Katholische Theologie wurde ebenfalls stillgelegt und zum Institut für Katholische Theologie innerhalb der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften umgewandelt.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Militär vor 1803[Bearbeiten]

In der Zeit vor der Säkularisation und den Gebietsreformen war der Fränkische Reichskreis, dem das Bistum Bamberg Truppen abstellte, für die Verteidigung Bambergs zuständig. Es waren Teile der Regimenter Hohenlohe und Ferntheil sowie Truppen der fränkischen Kreisartillerie.[9] Bamberg war relativ schlecht befestigt und wurde im Siebenjährigen Krieg dreimal von preußischen Verbänden eingenommen, unter anderem, um den Bamberger Fürstbischof zur Neutralität zu zwingen, der am kaiserlichen Hof viel Einfluss hatte.[9]

Militär ab 1803[Bearbeiten]

Bambergs „Hausregimenter“ waren das 5. Infanterie-Regiment (seit 1855) und das 1. Ulanen-Regiment mit dem Spitznamen Sekt-Ulanen (seit 1872) der Bayerischen Armee. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs waren die Bamberger Reiter an dem Gefecht bei Lagarde beteiligt. Beide Regimenter standen bis 1918 in Bamberg. Nach 1919 war es Garnison für das Reiter-Regiment 17 der Reichswehr. Die Wiederaufrüstung unter dem NS-Regime brachte Kasernenneubauten und die Stationierung von Teilen der 4. Panzer-Division der Wehrmacht mit sich. Nach 1945 befand sich kein deutsches Militär mehr in Bamberg. Stattdessen übernahm die US Army die Kasernen bis zu deren Abzug im September 2014.[10] Planungen für die entstandene Konversionsfläche werden öffentlich diskutiert.[11] Im Januar 2014 wurde zwischen der Stadt Bamberg und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ein Gestattungsvertrag geschlossen, der es ermöglicht, fünf Teilflächen aus der Konversionsfläche schon im März 2015 an die Stadt zu übergeben.[12] Seit Anfang Oktober 2014 wurde die„ Nato-Siedlung“ des ehemaligen US-Armeegeländes mit 149 Wohneinheiten zur zivilen Nutzung übergeben. Eine Erschließung durch die Stadt findet bereits statt. [13]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Die 1908 bis 1910 erbaute Bamberger Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört. Ab November 1941 begann man, die in Bamberg lebenden Juden zu deportieren. Der jüdische Friedhof wurde enteignet und das Taharahaus an die Firma Bosch vermietet, die es als Lagerhalle verwendete.[14] Dadurch wurde das Gebäude vor dem Abriss und der Friedhof vor Schändungen bewahrt. Bis Mai 1945 verblieben lediglich 15 Juden, die in sogenannten Mischehen lebten. Insgesamt fielen ca. 630 in Bamberg geborene oder längere Zeit dort wohnhafte Juden durch Deportation und Ermordung dem Holocaust zum Opfer.[15][16]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurden die Ortsteile Kramersfeld und Bruckertshof der Gemeinde Hallstadt ins Stadtgebiet eingegliedert. Am 1. Juli 1972 folgten im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinden Bug, Gaustadt, Wildensorg, der Ortsteil Bughof der Gemeinde Strullendorf und der Ortsteil Hirschknock der Gemeinde Gundelsheim.[17]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von Bamberg zwischen 1599 und 2012

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wuchs die Einwohnerzahl von Bamberg nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Während des Dreißigjährigen Krieges sank sie auf 7.000 im Jahre 1648. Vor dem Krieg waren es noch 12.000. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. 1811 lebten 17.000 Menschen in der Stadt, 1900 waren es bereits 42.000.

Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl auf 59.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten der Stadt innerhalb weniger Monate einen Zuwachs um 16.000 auf 75.000 Einwohner im Dezember 1945. Im Jahre 1953 stieg die Einwohnerzahl auf den historischen Höchststand von 77.000. Bis Juni 1972 sank sie wieder auf 69.000. Eingemeindungen am 1. Juli 1972 brachten einen Zugewinn von 7.207 auf über 76.000 Einwohner. Am 30. Juni 2006 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Bamberg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 70.063 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1811 sind es meist Schätzungen, danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Stand Einwohner
1599 11.500
1618 12.000
1648 7.000
1795 16.000
1811 17.095
1. Juni 1830 ¹ 18.600
1. Dezember 1840 ¹ 20.900
3. Dezember 1852 ¹ 20.594
3. Dezember 1855 ¹ 22.391
3. Dezember 1858 ¹ 23.456
3. Dezember 1861 ¹ 23.500
3. Dezember 1864 ¹ 25.200
3. Dezember 1867 ¹ 26.100
1. Dezember 1871 ¹ 25.700
1. Dezember 1875 ¹ 26.951
1. Dezember 1880 ¹ 29.587
1. Dezember 1885 ¹ 31.500
Stand Einwohner
1. Dezember 1890 ¹ 35.815
2. Dezember 1895 ¹ 38.940
1. Dezember 1900 ¹ 41.823
1. Dezember 1905 ¹ 45.483
1. Dezember 1910 ¹ 48.063
1. Dezember 1916 ¹ 40.344
5. Dezember 1917 ¹ 41.395
8. Oktober 1919 ¹ 49.179
16. Juni 1925 ¹ 50.152
16. Juni 1933 ¹ 54.161
17. Mai 1939 ¹ 59.466
31. Dezember 1945 75.193
29. Oktober 1946 ¹ 74.733
13. September 1950 ¹ 76.180
25. September 1956 ¹ 75.116
6. Juni 1961 ¹ 74.115
31. Dezember 1965 72.869
Stand Einwohner
27. Mai 1970 ¹ 70.581
31. Dezember 1975 74.236
31. Dezember 1980 71.928
31. Dezember 1985 69.920
25. Mai 1987 ¹ 69.100
31. Dezember 1990 70.521
31. Dezember 1995 69.652
31. Dezember 2000 69.036
30. Juni 2005 69.934
30. Juni 2006¹ 70.063
31. Dezember 2006 69.574
31. Dezember 2007 69.884
31. Dezember 2008 69.989
31. Dezember 2009 69.827
31. Dezember 2010 70.004
31. Dezember 2011 70.084
31. Dezember 2012 70.863
Stand Einwohner
31. Dezember 2013 71.167

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat
(Stand Juni 2014)
         
Von 45 Sitzen entfallen auf:

Der SPD-Fraktion gehört auch der Oberbürgermeister an.

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte in Bamberg zu folgendem Ergebnis:

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 44,39 %
 %
30
20
10
0
27,51
21,2
18,59
8,07
7,90
7,13
3,26
3,04
3,00
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,06
-1,18
+2,14
+1,84
-3,90
+7,13
+3,26
-0,67
-1,73
Die Sitzverteilung im Stadtrat seit 1946
Stadtratswahl 16. März 2014 2. März 2008 3. März 2002 10. März 1996 18. März 1990 18. März 1984 5. März 1978 11. Juni 1972 13. März 1966 27. März 1960 18. März 1956 30. März 1952 30. Mai 1948 26. Mai 19462
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 12 15 19 19 20 25 26 22 21 18 15 15 15 28
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 10 10 9 9 13 13 13 18 17 15 14 8 7 9
Grün-Alternative Liste (GAL) 8 7 6 5 4 3
Bamberger Bürger-Block (BBB) 4 5 4 1
Freie Wähler (FW)3 44 3 3 6 2 2 3 2
Bambergs unabhängige Bürger (BuB) 34
Freie Demokratische Partei (FDP)1 1 1 1 1 2 1 2 2 2 1 1 1 2 3
Bamberger Realisten (BR) 1 2 1 1
Bamberger Linke Liste (BaLi) 1
Die Republikaner (REP) 1 1 1 2
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) 1 1
Bayernpartei (BP) 1 2 5 7 12
Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) 1 3 3 5
Freie Liste 2 3 3
Deutsche Reichspartei (DRP) 1 1
Der Deutsche Block 1
Liste der Flüchtlinge, Ausgewiesenen und Kriegsgeschädigten (ÜFAK) 4
Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (WAV) 1
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1 1
gesamt5 44 44 44 44 44 44 44 44 42 42 42 42 42 41
1 1972 und 1978 FDP/Freie Wähler-Bamberger Liste; 1984 FDP/Freie Bürger; 1996 FDP und Freie Bürger
2 Ursprünglich waren nur 30 Sitze vergeben worden, die sich wie folgt verteilten: CSU 21, SPD 7, FDP 1 und KPD 0. Aufgrund eines Erlasses des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren wurde die Anzahl der Mandate auf 41 erhöht.
3 bis 2003 Überparteiliche Bürger-Gemeinschaft (ÜBG)
4 ab Mai 2014: Freie Wähler 5 und BuB 2 Sitze
Die sonstige Sitzeverteilung richtet sich nach dem amtlichen Endergebnis und lässt zwischenzeitliche Veränderungen der Fraktionsgrenzen außer Betracht.
5 Die Zahl beinhaltet hier nur die gewählten Stadträte. Dem Stadtrat gehört zusätzlich der Oberbürgermeister an.

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

2. Bürgermeister[Bearbeiten]

3. Bürgermeister[Bearbeiten]

Wappen der Stadt Bamberg

Wappen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Stadt Bamberg

Das Wappen in Form eines Siegels wurde 1279 zum ersten Mal erwähnt. Es zeigt den Schild und Fahne präsentierenden heiligen Georg.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Bamberg unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:[18]

Frankreich Rodez (Frankreich)
Vereinigtes Königreich Bedford (Vereinigtes Königreich)
UngarnUngarn Esztergom (Ungarn)
Irland Feldkirchen in Kärnten (Österreich)
Irland Villach (Österreich)
Tschechische Republik Prag 1 (Tschechien)

Auch Kirchdorf an der Krems in Österreich, Malborghetto, Montelabbate (beide in Italien), Nagaoka (Japan), Posen in Polen, Qufu in China, Tarvisio in Italien und Wolfsberg in Österreich sind „befreundete Städte“.[18]

Patenstadt[Bearbeiten]

1958 übernahm die Stadt Bamberg für die aufgrund der Beneš-Dekrete aus ihrer Heimat vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Gebiet um die tschechische Stadt Troppau die Patenschaft. Auch Baunach und Hallstadt in Bayern sind Patenstädte.[18]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater und Kleinkunst[Bearbeiten]

  • Anonyme Improniker: Die Improvisationstheater-Gruppe wurde 1992 vom Bamberger Kabarettisten Mäc Härder gegründet und tritt seitdem regelmäßig in und um Bamberg auf. Besonders bekannt ist sie durch den jährlichen „Impro-Marathon“, der in jüngerer Zeit im Rahmen des Festivals Bamberg zaubert stattfindet.
  • Bamberger Marionettentheater: 1962 richtete der aus Oldenburg stammende Klaus Loose in Bamberg ein Marionettentheater für Erwachsene ein, das er 2002 der Stadt Bamberg übergab.
  • Bamberg zaubert: Fand 1999 erstmals statt und zählt seither zu den größten eintrittsfreien Straßen- und Kleinkunstfestivals in Deutschland
  • Brentano-Theater
  • Chapeau Claque
    Das Kinder- und Jugendtheater „Chapeau Claque„ ist seit 1990 aktiv und nahm mehrfach erfolgreich an den Bayerischen Theatertagen teil. Neben der Inszenierung von Theaterstücken für Kinder auf der hauseigenen Bühne in der Grafensteinstraße und an prägnanten Außenspielstätten (Altenburg, Kloster Michelsberg, Hain u. a.) tritt der Verein vor allem durch mobile pädagogische Angebote wie Schulworkshops oder das „Spielmobil“ in Erscheinung
  • Ensemble SatiriuM
  • E.T.A.-Hoffmann-Theater
    1803 entstand aus dem hochstiftischen Theater das heutige städtische Theater
  • Kabarett Die ÄH-Werker
  • Puppenbühne Herrnleben Bamberg mit dem Bamberger Kasperl
    1945 wurde von Volksschauspieler Hans Herrnleben und seiner Frau Ottilie Herrnleben die Bamberger Puppenbühne Bamberger Kasperl gegründet.
  • Theater am Michelsberg (ehemals Galli-Theater)
  • Theater der Schatten 1984 von Norbert Götz gegründet. Es hat zwei feste Spielorte in Bamberg, die Katharinenkapelle in der Alten Hofhaltung und das Neue Palais in der Luitpoldstraße
  • WildWuchs: Theater, Kunst, Varieté

Museen[Bearbeiten]

Neue Residenz vom Domplatz aus

Archive und Bibliotheken[Bearbeiten]

  • Staatsbibliothek Bamberg, Domplatz 8
  • Staatsarchiv Bamberg, Hainstraße 37
  • Stadtbücherei Bamberg, Obere Königstraße 4a
  • Das Stadtarchiv Bamberg, Untere Sandstraße 30 A, hat Unterlagen zu Bambergs Geschichte und Verwaltung ab dem 13. Jahrhundert. Unterlagen sind in einem kleinen Lesesaal einsehbar.[19]
  • Universitätsbibliothek der Otto-Friedrich-Universität Bamberg [20]

Musik[Bearbeiten]

Konzert- und Kongresshalle der Bamberger Symphoniker

Zeitgenössische Kunst[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Bamberg wurde wie Rom auf sieben Hügeln (Stephansberg, Kaulberg, Domberg, Michaelsberg, Jakobsberg, Altenburg, Abtsberg) erbaut und deshalb auch manchmal als Fränkisches Rom bezeichnet. Da Bamberg im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Bombardierungen verschont blieb, bietet die Altstadt bis heute das nahezu unveränderte Bild der ursprünglichen Dreigliederung in geistliche Bergstadt (im Umfeld des Kaiserdoms), bürgerliche Inselstadt (zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz) und der Gärtnerstadt. Überragt vom Dom stellt die Stadt ein denkmalgeschütztes Ensemble zwischen mittelalterlicher und barocker Baukunst dar.

1993 wurde die Altstadt in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. In der Begründung heißt es, Bamberg repräsentiere in einzigartiger Weise die auf einer Grundstruktur des Frühmittelalters entwickelte mitteleuropäische Stadt. Das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommene Areal umfasst die drei historischen Stadtzentren Berg-, Insel- und Gärtnerstadt mit einer Gesamtfläche von etwa 140 Hektar.

Die deutsche 100-Euro-Gedenkmünze aus Gold des Jahres 2004 aus der Reihe UNESCO-Welterbe zeigt eine historische Stadtansicht Bambergs.

Umfangreiche Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege haben zu einem guten Restaurierungszustand geführt. Im Juli 2005 richtete die Stadt Bamberg ein eigenes Dokumentationszentrum Welterbe als Koordinierungs- und Anlaufstelle zu allen Belangen des UNESCO-Welterbes ein.

Das Kreuz über Bamberg[Bearbeiten]

Das Kreuz über Bamberg auf einer OSM-Karte

Einige Bamberger Kirchen bilden ein imaginäres Kreuz. Der Längsbalken besteht aus den Kirchen St. Jakob, Dom, St. Martin und St. Gangolf, der Querbalken aus St. Stephan, Obere Pfarre, Dom und St. Michael. Letztere vier Kirchen sind auch als der sogenannte Vierkirchenblick bekannt. Der Mittelpunkt dieses Kreuzes ist eine 1777 eingelegte Säule, die den Namen Tattermannsäule trug. An ihre Stelle trat zum 1000-jährigen Jubiläum des Bistums Bamberg im Jahr 2007 ein „unterirdisches“ Denkmal, das ein Künstler aus Israel – mit familiären Wurzeln in Bamberg – schuf.

Die etwas außerhalb des Querbalkens stehende Kirche St. Jakob wird als das gesenkte Haupt Christi gedeutet.

Ein weiteres imaginäres Kreuz bildet der Grundriss des Doms; das gesenkte Haupt Christi wird durch einen außerhalb der Linie angeordneten Scheitelstein im Westchor des Domes dargestellt.[21][22]

Welterbe und seine Baudenkmäler[Bearbeiten]

UNESCO Weltkulturerbeauszeichnung für die Bamberger Altstadt im alten Rathaus

Die im Jahr 1993 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommene Stadt Bamberg besitzt in der Kernstadt über 1200 Baudenkmale.

Gotteshäuser und Klöster[Bearbeiten]

Katholische Kirchen[Bearbeiten]
Katholische Pfarrkirche St. Heinrich in Bamberg-Ost
  • St. Michael ist Grabkirche des achten Bischofs von Bamberg Otto I.; aufgrund seiner Missionsreisen 1124 und 1127 nach Pommern erhielt er den Beinamen Apostel der Pommern. Seinem Wunsch gemäß wurde er in dieser Kirche bestattet. Im Jahr 1189 wurde er heiliggesprochen. Des Weiteren beherbergt die Kirche auch die bei der Purifizierung des Domes dort entfernten Grabdenkmäler. In den Bauten des ehemaligen Benediktinerklosters befindet sich das Seniorenheim Bürgerspital und das Fränkische Brauereimuseum
  • St.-Getreu-Kirche, auch St. Fides, durch Bischof Otto 1123 gegründet. Das Langhaus wurde 1652 neu erbaut und 1733 dort ein langgestreckter Chorraum angebaut. Wohl zur selben Zeit wurde auch der Propsteibau errichtet. Dort wurde 1804 eine Heil- und Pflegeanstalt eingerichtet.
  • Maria Hilf
  • St. Otto, Einweihung 1913.
  • St. Sebastiani-Kapelle, Bau aus dem 16. Jahrhundert
  • Gönningerkapelle, eigentlich Marienkapelle, welche durch den Bürger Gönninger im 18. Jahrhundert erbaut wurde
  • Laurenzi-Kapelle, Kapelle des Antoni-Siechhofes, zerstört 1945, Neubau von 1954.
  • St. Kunigund, im Stadtteil Gartenstadt; Grundsteinlegung und dessen Segnung am Allerheiligentag, 1. November 1952. Am 18. Juli 1953 wurde Richtfest gefeiert. Erzbischof Josef Otto Kolb weihte die Kirche am 10./11. Oktober 1953
  • St. Heinrich, Grundsteinlegung 1927, Einweihung 1929. Errichtung eines neuen Glockenstuhls 1956
  • St. Anna, Grundsteinlegung 1978, Einweihung 1979
  • St. Josef
  • St. Urban
Evangelische Kirchen[Bearbeiten]
Ehemalige Christus-Kirche der Baptisten
  • Auferstehungskirche
  • Philippuskirche
  • Matthäuskirche
Evangelische Freikirchen[Bearbeiten]
  • Ehemalige Marienkapelle, auf den Fundamenten der ersten Synagoge Bambergs erbaut, später Christus-Kirche der evangelisch-freikirchlichen Baptisten-Gemeinde
Moscheen[Bearbeiten]
  • Selimiye Moschee der DITIB in der Coburger Straße
  • Merkezefendi Camii der VIKZ in der Jäckstraße
  • Deutsch-Arabische Moschee in der Pödeldorfer Straße
Synagogen[Bearbeiten]
Hauptartikel: Synagogen in Bamberg
  • Erste Synagoge, Beschlagnahme ca. 1470–1478 durch den damaligen Fürstbischof, Umbau auf den Grundmauern der Synagoge in Marienkapelle, 1951–2008 Christus-Kirche der Baptisten-Gemeinde
  • Zweite Synagoge, Hellerstraße, es wurde im Zuge des Projektes Wohnen an der Stadtmauer eine Mikwe (jüdisches Ritualbad) entdeckt
  • Dritte und vierte Synagoge, Zinkenwörth 1, eingeweiht ca. 1660. Umbau/Neubau auf der gleichen Stelle 1853. Nach Umzug der Gemeinde in die fünfte Synagoge profaniert und verkauft. Synagoge (baufällig) wurde 1984 zugunsten des Wohnprojekts Theatergassen abgebrochen. Erinnerung durch Plakette auf der Höhe des früheren Eingangs zur Synagoge. Sandstein-Torbogen und Tür befinden sich heute in der siebten Synagoge.
  • Fünfte Synagoge, Herzog-Max-Straße, dort Gedenkstein zur Erinnerung an ihre frühere Gestalt
  • Sechste Synagoge, Willy-Lessing-Straße 7, Betsaal und Gemeindezentrum von 1951 (Umbau 1963) bis 2005; keine Erinnerung vorhanden, heute befindet sich dort ein Büro der Volksfürsorge, Bezirksdirektion Bamberg
  • Die Siebte bzw. die Neue Synagoge wurde am 1. Juni 2005 durch die Israelitische Kultusgemeinde eingeweiht. Sie befindet sich in der Willy-Lessing-Straße 7 a.

Säkularisierte und profanierte kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Die Johanneskapelle auf dem oberen Stephansberg, profaniert, gilt als die Taufkapelle des Bamberger Raumes. Sie befindet sich heute im Besitz des Trägervereins Pro Capella und soll künftig unter anderem für Kunstausstellungen genutzt werden.
  • Dominikanerkloster mit Dominikanerkirche St. Christoph. Die Kirche war nach 1945 für viele Jahrzehnte die Heimat der Bamberger Symphoniker. Jetzt ist sie die Aula der Universität. Die Klostergebäude dienten nach der Säkularisierung als Kaserne, später als Wohnungen. Heute ist dort der Sitz des Staatlichen Bauamtes.[23]
  • Franziskanerkloster Bamberg, auch Barfüßer-Kloster oder Schrannenkloster genannt, mit der Kirche St. Anna, die abgebrochen wurde. Nach Umbau des aus dem Kloster hervorgegangenen Ämtergebäudes Schranne 3 ist dort (seit 1993) das Vermessungsamt Bamberg untergebracht.[24]

Regierungsgebäude[Bearbeiten]

Blick auf den linken Regnitzarm

Stadtquartiere auswärtiger Klöster[Bearbeiten]

  • Obere Karolinenstraße 8, Langheimer Hof. Stadtquartier der Zisterzienserklöster Ebrach (1127), Langheim und Heilsbronn (1132); ab 1274 war Kloster Langheim alleiniger Besitzer.
  • Unterer Kaulberg 4, Neuer Ebracher Hof, eigentlich der erste eigenständige Sitz des Klosters Ebrach seit 1200 – wurde 1764/65 durch den Bamberger Stadtmaurermeister Martin Mayer erbaut und ist das erste Haus des Klosters Ebrach in Bamberg.[25][26]
  • Vorderer Bach 5, Alter Ebracher Hof. Das vorherige Haus zum Esel wurde 1560 vom Kloster Ebrach erworben und 1679 als Ebracher Hof durch den aus Zeil stammenden Baumeister Andreas Kestler neu – als zweites Haus des Klosters Ebrach in Bamberg – erbaut. Ein erster Ebracher Hof am Kaulberg wurde schon um 1200 erwähnt.

Die Domherrenhöfe[Bearbeiten]

  • Domplatz 1 (Curia Sti. Hippolyti)
  • Domplatz 2 (Curia Stm. Sebastiani et Fabiani)
  • Domplatz 3 (Curia St. Laurentii)
  • Domplatz 4
  • Domstraße 2 (Curia Sti. Basii)
  • Domstraße 3 (Curia Stm. Mariae et Chunegundis)
  • Domstraße 5, (Curia St. Lamperti)
  • Domstraße 7, (Curia Stae. Elisabethae)
  • Domstraße 9, (Curia Stm. Johannis et Pauli)
  • Domstraße 11
  • Obere Karolinenstraße 1 (Curia Schönborniana)
  • Obere Karolinenstraße 2
  • Obere Karolinenstraße 4 (Curia Stm. Philipp et Jacobi)
  • Obere Karolinenstraße 5 (Curia Sti. Pauli), jetzt Erzbischöfliches Palais
  • Obere Karolinenstraße 6 (Curia Sti. Sebastiani)

Höfe der Stiftsherrn in den Immunitäten[Bearbeiten]

Die Immunitäten waren geistliche Frei- oder Sonderbezirke der Stifte mit Ummauerung und eigener niederer Gerichtsbarkeit, in denen ab dem 12. Jahrhundert fast die Hälfte der Bamberger Bevölkerung lebte.[27][28]

  • Immunität St. Gangolf:
Gangolfsplatz 2, (Chorherrenhof „Zum Zuckmantel“); Gangolfsplatz 3 a, (Chorherrenhof „Zur Steinene Kemmeten“); Gangolfsplatz 4, (Chorherrenhof „Schindelhof“)
Obere Königstraße 42, (Chorherrenhof „Scheckethof“); Obere Königstraße 46, (Chorherrenhof „Kleines Höflein“); Obere Königstraße 50, (Chorherrenhof „Zur Weinrebe“); Obere Königstraße 53, (Chorherrenhof „Schwanenhof“)
Theuerstadt 5, (Chorherrnhof „Salerei“).
  • Immunität St. Stephan:
Eisgrube 8 (Curia Kraftoni), Eisgrube 10, Eisgrube 12, Eisgrube 14 (Curia Braunwardi Coquinarii); Eisgrube 16 (Curia Aufsees); Eisgrube 18 (Curia Ottnandi); Eisgrube 20 (Curia Leupoldi)
Oberer Stephansberg 1 (Curia apud salices); Oberer Stephansberg 2 (Curia Libhardi); Oberer Stephansberg 3 (Curia Hugonis); Oberer Stephansberg 4 (Curia Popponis); Oberer Stephansberg 5 (Curia Guntheri), Oberer Stephansberg 7 (Curia iuxta capellam)
Stephansplatz 1 (Curia Habitatio Stae. Chunegundis); Stephansplatz 3 (Curia Volkmari)

Palais und profane Bauten[Bearbeiten]

Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Auf dem 1817 bis 1822 zum Hauptfriedhof erweiterten Städtischen Friedhof in der Hallstadter Straße befindet sich das Grab mit dem Denkmal für den Widerstandskämpfer der Katholischen Aktion Hans Wölfel, der 1944 in Görden ermordet wurde. In der Nähe des Ehrenfriedhofs für getötete Wehrmachtssoldaten befindet sich eine Grabanlage für 52 ausländische Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt wurden und bei Zwangsarbeit zugrunde gingen. Ein Gedenkstein bezeichnet sie lediglich als Kriegstote, nicht als Opfer der NS-Gewaltherrschaft.[29]
  • Portikus von 1822 in der ersten Abteilung des Hauptfriedhofes. Im Portikus befinden sich u. a. die Grablegen der Familie von Michel-Raulino und Messerschmitt.
  • In der zweiten Abteilung des Hauptfriedhofes befindet sich die Grablege der Familie Boveri.
  • Neben dem Hauptfriedhof liegt auch der 1851 eröffnete Friedhof der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg mit einem 1885 bis 1890 erbauten Taharahaus. Auf dem Areal erinnert ein Gedenkstein an die jüdischen Opfer der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre Vernichtung in der Shoa. „Erneute barbarische Schändung des jüdischen Friedhofs in Bamberg” – diesen Titel trägt ein Bild im Juni 1965.[30][31] Weiter erfährt der Leser: „Bereits Anfang Juni 1965 war es in Bamberg vor der Enthüllung eines Gedenksteins für die 1938 von den Nazis niedergebrannte Synagoge zu antisemitischen Ausschreitung gekommen, die auf ein organisiertes Vorgehen schließen lassen.”.
  • Weitere Friedhöfe befinden sich in den Stadtteilen Bug, Gaustadt und Wildensorg.

Brunnen[Bearbeiten]

Humsera als Brunnenfigur
  • Brunnen gegenüber dem Spital, Untere Sandstraße
  • Concordiabrunnen, Rokokobrunnen von 1777, Concordiastraße
  • Düthornsbrunnen, auch Adlerbrunnen, Obere Brücke
  • Franziskus-Brunnen, Obere Sandstraße
  • Gabelmann, barocker Neptunsbrunnen von 1698, Grüner Markt
  • Grünhundsbrunnen
  • Karmelitenbrunnen, am Ende des Unteren Kaulbergs
  • Leschenbrunnen, Lugbank
  • Maienbrunnen
  • Marienbrunnen am Maienbrunnen
  • Maximiliansbrunnen von 1880 auf dem Maximiliansplatz
  • Otto-Brunnen, Am Ottobrunnen, unterhalb von St. Getreu
  • Merkur-Brunnen, barocker Brunnen von 1698, Michelsberg im Klosterhof

Religiöse Denkmäler[Bearbeiten]

  • Kreuzweg
    • Der Kreuzweg zwischen St. Elisabethenkapelle und der Kirche St. Getreu, der älteste vollständig erhaltene Kreuzweg in Deutschland
  • Kreuzigungsgruppen: Obere Brücke; Würzburger Straße; bei der Altenburg
  • Statuen
    • Kaiserin Kunigunda auf der Unteren Brücke
    • St. Nepomuk im Hain; auf der Oberen Brücke; an der Abzweigung Unterer Kaulberg/Pfarrgasse; am Chor der Oberen Pfarre
    • St. Christopherus im Hain
    • Heiliger Otto, Bischof von Bamberg: Heinrichsdamm 32; Jäckstraße; Ottoplatz; Ottostraße; Siechenstraße
    • St. Sebastian: Denkmal von 1765 für seine in Moskau überstandene Pest-Krankheit von Johann Bonaventura Mutschelle als Dank geschaffen; in Bamberg-Theuerstadt
  • Martern, Flurdenkmäler
    • Bäckermarter, Egelseestraße
    • Rotenhan-Marter, Schweinfurter Straße
    • Luthermarter, Würzburger Straße
    • Metzgermarter, am Oberen Leinritt

Denkmäler und Gedenktafeln[Bearbeiten]

Zerstörte Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das in der heutigen Franz-Ludwig-Straße zum Zwecke der Hexenverfolgung und der peinlichen Befragung 1627 gebaute Drudenhaus verlor nach dem Einmarsch der schwedischen Truppen seine Funktion und wurde nach 1635 abgebrochen, die Steine wurden 1654 zum Bau des Kapuzinerklosters wiederverwendet.
  • Die an der Südostecke des Maxplatzes stehende, ehemals an die Friedhofsmauer angrenzende St.-Nikolaus-Kapelle wurde 1737 im Zuge der Neubauten des Katharinenspitals und des Priesterseminars (heute: Neues Rathaus) abgebrochen.
  • Die weit in den heutigen Straßenverlauf des Unteren Kaulbergs hineinragende St.-Katharinen-Kapelle an der Oberen Pfarre wurde 1762 zur Verbreiterung des Kaulbergs abgebrochen. Von der Innenausstattung hat sich nur das Altarblatt Martyrium der heiligen Katharina, das heute im Chorumgang der Oberen Pfarre hängt, erhalten.
  • Die Seesbrücke mit ihrer reichen Barockausstattung wurde durch das Hochwasser vom 2. Februar 1784 zerstört.
  • Die St.-Anna-Kirche, Klosterkirche der Franziskaner auf der Schranne (1810/11). Die im 13. Jahrhundert errichtete Kirche erhielt im 14. Jahrhundert einen neuen Chor. Die Kirche war Begräbnisort bedeutender Bamberger Bürger. Vom Inventar haben sich der Kreuzaltar und die Grabplatte des Weihbischofs Inzelerius erhalten, welche in den Besitz des Bayerischen Nationalmuseums in München (Reider-Sammlung) überging. In die Obere Pfarre gelangten sechs Bilder zum Leben Mariens und das Grabepitaph der Geschwister Schnappauf. Der Kreuzweg befindet sich in der Pfarrkirche in Hallerndorf.
  • Die Stadtbefestigung mit Mauern und Stadt- und Tortürmen ab etwa 1803.
  • Alt St. Martin auf dem Maxplatz (1805), diese Kirche wurde erstmals 1250 erwähnt und 1806 im Zuge der Säkularisation abgebrochen. Durch den Bau einer Tiefgarage 1968 wurden zwei Vorgängerbauten entdeckt: eine kleinere romanische Kirche und eine Kapelle mit rechteckigem Chor. Dieser Typus war zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert verbreitet. Von den Einrichtungsgegenständen ist das Gnadenbild dieser Kirche, eine Pietà, in die neue Martinskirche übernommen worden.
  • Zum Bau der Luitpoldstraße wurde 1863 die säkularisierte St. Gertrauden-Kapelle, in der sich die Werkstatt des Bildhauers Bernhard Kamm befand, abgebrochen.
  • Das 1626 bezogene Kapuzinerkloster, Kapuzinerstraße, wurde nach der Säkularisation als Aussterbekloster der Mönche eingerichtet. 1880 wurde die erhaltene Bauanlage zugunsten des heutigen Clavius-Gymnasiums abgebrochen.
  • Kaserne der Hochstifts Bamberg: Die 1698 gebaute Kaserne an der Westseite des Schönleinsplatz zwischen Lange Straße und Zinkenwörth wurde 1896 zugunsten des Hotels Bamberger Hof, der Bayerischen Staatsbank und eines Wohnhauses abgebrochen. Der einzige Überrest ist der Marsbrunnen, der im Innenhof der Kaserne stand.
  • Das Klarissenkloster wurde nach der Säkularisation als Kaserne genutzt und verfiel danach. Die Klosterkirche wurde 1938 abgebrochen. Die noch vorhandenen ehemaligen Klostergebäude wurden Mitte der 1950er Jahre abgebrochen. An dieser Stelle wurde das Verwaltungsgebäude des Flurbereinigungsamtes Bamberg (heute Direktion für Ländliche Entwicklung) errichtet.[33]
  • Fünfte Synagoge, Herzog-Max-Straße (1938)
  • Alte Maut: Grüner Markt, ein alter Verwaltungsbau mit hohem Renaissancegiebel fiel wie auch die umliegenden Häuser den alliierten Bombardierungen im Jahr 1945 zum Opfer.
  • Rothof: Dieser auf einen Ausläufer des Michaelsberger Waldes gelegene barocke Gutshof gegenüber der Altenburg, ein Bamberger Wahrzeichen, wurde um 1720 von einem Mitglied der Familie Böttinger erbaut und 1964 abgebrochen.
  • Pfahlplätzchen 5, das nach einer Mariendarstellung benannte Haus zum Marienbild, seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar, war wohl das älteste Wohnhaus der Stadt Bamberg aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde mit dem Nachbaranwesen Unterer Kaulberg 1 Anfang des Jahres 1968 abgebrochen. Der Abbruch dieser Anwesen war der Anlass für die Gründung der Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg, eines Vereins zur Erhaltung der Altstadt.
  • Unterer Kaulberg 1: Wohnhaus des Malers Paul Lautensack, abgebrochen 1968
  • Dritte und vierte Synagoge, Generalsgasse 15 (1983)

Katakomben, Felsenkeller und Sandstollen[Bearbeiten]

Im Bamberger Berggebiet gibt es ein recht ausgedehntes System von Katakomben und Felsenkellern, deren Ursprünge zum Teil bis in das Mittelalter zurückreichen. Während der Pest- und Choleraepidemien im 13. und 14. Jahrhundert wurden einige Stollen auch als Grabanlagen verwendet.[34] Unter dem Lerchenbühl wurde um 1500 eine Felsenkapelle angelegt, das Heilige Loch. In der Regel allerdings angelegt als kühle, aber frostgeschützte Lagerkeller für Lebensmittel und Getränke, vor allem Wein und Bier, unter dem Kaulberg als Sandschürfstollen zur Gewinnung von Scheuersand, dienten sie im Lauf der Zeit verschiedenen Zwecken (Zufluchträume bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Versammlungsstätten, Gefängnis, Trinkwasserversorgung, Verlagerung industrieller Produktionsstätten während des Zweiten Weltkriegs). Heute dienen einige der Stollen als Lagerräume, Zivilschutzräume sowie als touristische Attraktion der Stadt. Befahrungen der Stollen unter dem Stephansberg sind daher möglich und werden von der Stadt Bamberg organisiert.

Parks und Erholungsanlagen[Bearbeiten]

St. Michael vom Rosengarten der Neuen Residenz

Sport[Bearbeiten]

Der Basketballverein Brose Baskets wurde 2005 (als GHP Bamberg), 2007, 2010, 2011, 2012 und 2013 Deutscher Basketball-Meister, in den Jahren 1993 (als TTL Bamberg), 2003 (als TSK uniVersa Bamberg) und 2004 (als GHP Bamberg) Vizemeister und 1992 (als TTL Bamberg) sowie 2010, 2011 und 2012 Deutscher Pokalsieger. Aufgrund der fanatischen Anhänger des Vereins und der breiten Begeisterung innerhalb der relativ kleinen Stadt ist Bamberg bei den deutschen Basketball-Fans unter der Bezeichnung „Freak-City“ bekannt.

Erfolgreichster Fußballverein ist der 1. FC Eintracht Bamberg, welcher 2006 aus der Fusion des 1. FC 01 Bamberg und dem TSV Eintracht Bamberg entstand. Nach zwei Jahren in der Bayernliga stieg der Verein 2008 in die Regionalliga Süd auf. Die erfolgreichste Zeit des Vorgängervereins 1. FC 01 Bamberg lag jedoch in den 1950er-Jahren. Zwischen 1990 und 1993 errang auch der zweitälteste Fußballverein SC 08 Bamberg einige bemerkenswerte Erfolge (Bayernliga und Achtelfinale im DFB-Pokal 1991/92).

Die 1. Männermannschaft der SKC 1947 Victoria Bamberg ist neunfacher deutscher Meister im Kegeln, sechsmal Pokalsieger des DKBC, dreimal Champions-League-Sieger, fünfmal Europapokalsieger und viermal Weltpokalsieger. Die 1. Frauenmannschaft der SKC Victoria ist neunmal deutscher Meister, fünfmal Pokalsieger des DKBC, einmal Europapokalsieger, fünfmal Champions-League-Sieger und viermal Weltpokalsieger.

Die Schachspieler vom SC 1868 Bamberg waren dreimal Deutscher Meister (1966, 1976, 1977) und einmal Deutscher Pokalsieger (1983/84).

Der Tauchclub war 2004 Deutscher Vize-Meister, wurde von 2007 bis 2012 sechsmal in Folge Deutscher Meister sowie 2008 und 2011 außerdem Vize-Champions Cup-Sieger im Unterwasserrugby.

Der Bridgeclub Bamberger Reiter ist nach 1994, 1998, 2003, 2006, 2007 und 2008 amtierender Bundesligameister 2009. Weitere Erfolge: Deutscher Teammeister 2005, 2006 und 2008, Gewinner des Europäischen Championscup der Landesmeister 2006 (Sieg am 15. Oktober 2006 in Rom; 2007: 3. Platz; 2008: 4. Platz und 2009 2. Platz). 2008 stellte Bamberg mit Wilhelm Gromöller den Deutschen Meister der Senioren. Im November 2009 errang Michael Gromöller die Deutsche Meisterschaft im Mixed Team. Durch den 3. Platz bei den Europameisterschaften 2008, bei denen Bamberg die deutsche Nationalmannschaft stellte, war die Mannschaft als erste deutsche Herrenmannschaft überhaupt für die Weltmeisterschaften 2009 qualifiziert und belegte den 3. Platz im Transnations Cup. Sabine Auken (geb. Zenkel) ist dreifache Weltmeisterin, amtierende Vizeweltmeisterin und bei den Damen aktuelle (November 2009) Nr. 1 der Weltrangliste. Der Bamberger Club ist damit der erfolgreichste deutsche Bridgeclub der letzten Jahre.

Seit der Saison 2009/2010 ist der VC Franken mit einer Herren-Volleyballmannschaft in Bamberg zuhause. Die Heimspiele des Vereins, der in der Deutschen Volleyball-Bundesliga der Herren spielt und auch am DVV-Pokal teilnimmt, finden in der Stechert-Arena statt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Januar: Bamberger Kurzfilmtage
  • März: Bamberger Klezmer-Tage in den Haas-Sälen
  • Mai: Weltkulturerbelauf (alle zwei Jahre seit 2003)
  • Mai-Juni: Bamberger Pfingstcup (eines von Deutschlands größten Basketball-Turnieren)
  • Mai-Juni: KONTAKT (Kulturfestival der Bamberger Studenten)
  • Juni: Hegel-Woche
  • Juni: Tage Alter Musik (alle 2 Jahre. Veranstalter Musica Canterey Bamberg e. V.)
  • Juni: Tage der Neuen Musik Bamberg (alle 2 Jahre. Veranstalter Neue Musik in Bamberg e. V.)
  • Juni: Bamberger Biertage (2008 nach 20-jähriger Unterbrechung wieder eingeführt)
  • Juni–Juli: Bamberger Sommernächte (Symphonische Musik im Kaiserdom und in der Konzert- und Kongresshalle)
  • Ende Juni/Juli: Calderón-Festspiele (Freilichtaufführungen des E.T.A.-Hoffmann-Theaters), Alte Hofhaltung
  • Juli: Altstadtfest der Otto-Friedrich-Universität am ersten Freitag im Juli
  • Juli: Bamberg zaubert. am 3. Wochenende im Juli, Kleinkunstfestival in der Altstadt, am Samstag der Impro-Marathon
  • Juli/August: Bamberger Antiquitätenwoche
  • Juli–September: Rosengarten-Serenaden
  • August: Sandkirchweih (fränkisch: Sandkerwa, wichtigstes Altstadtfest)
  • 1. Advent–6. Januar: Bamberger Krippenweg und Weihnachtsmarkt am Maxplatz
  • Alle geraden Jahre: Verleihung des E.-T.-A.-Hoffmann-Preises (Literaturpreis)
  • Alle zwei bis drei Jahre: Verleihung des Volker-Hinniger-Preises (Kunstpreis)

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Spezialitäten Bambergs sind die Bamberger Hörnla, womit sowohl ein Croissant-artiges Gebäck als auch eine Kartoffelsorte bezeichnet werden. Eine weitere Spezialität ist der Zwätschgabaamäs, ein luftgetrockneter Rinderschinken, der seinen Namen der Räucherung mit Zwetschgenholz verdankt. Des Weiteren ist die Stadt Bamberg auch für das fränkische Schäuferla sowie für seine Biertradition und das Rauchbier bekannt.

In Bamberg wird seit dem frühen sechzehnten Jahrhundert Süßholz angebaut. Heutzutage ist Bamberg der einzige Ort im Norden Europas, an dem diese Pflanze noch kultiviert wird. Diese Tradition wird von der Bamberger Süßholzgesellschaft gepflegt, die die Bamberger Gärtner beim Anbau unterstützt.[35]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 gab es in Bamberg etwa 49.016 (Stichtag: 30. Juni 2013) sozialversicherungspflichtige Beschäftigte.[36] Wichtigste Industriebranche ist die Kfz-Zulieferindustrie, gefolgt von der Elektrotechnik und dem Ernährungsgewerbe. Ende Mai 2014 hat der Automobilzulieferer Brose Fahrzeugteile mit dem Bau eines Bürogebäudes mit Sozialtrakt in Bamberg begonnen und will bis Ende 2015 insgesamt 600 Arbeitsplätze schaffen.[37] Der traditionelle Wirtschaftszweig der Gemüsegärtner, der die Stadt seit ihren Anfängen über Jahrhunderte prägte, ist nach wie vor vorhanden. Daneben spielt der Tourismus für die Wirtschaft der Stadt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus existieren in Bamberg zahlreiche kleinere und mittelständische Unternehmen anderer Branchen. Eine weitere Besonderheit ist die seit Jahrhunderten gepflegte Tradition des Orgelbaus, die zurzeit von dem Meisterbetrieb Thomas Eichfelder fortgesetzt wird.

Die wichtigsten gewerblichen Arbeitgeber in der Stadt mit jeweils mehr als 400 Beschäftigten sind:

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die Wasserversorgung der Stadt war früher durch Brunnen gesichert. Es handelte sich hierbei überwiegend um Brunnen auf Privatgrund, von denen es ca. 300 gab. Des Weiteren versorgten öffentliche Brunnen, gebaut und unterhalten durch die öffentliche Hand, die Stadt mit Wasser. Daneben gab es bereits eine Art Fernwasserversorgung mit Leitungen aus Brunnen in der Umgebung, die vor allem von kirchlichen und klösterlichen Einrichtungen genutzt wurde.

Der Ausbau eines städtischen Rohrnetzes begann im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Seit den 1970er Jahren ist Bamberg – neben seinen eigenen Wasserbrunnen – an die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) angeschlossen. Diese speist seit Frühjahr 1975 Wasser aus der Ködeltalsperre in das städtische Wasserversorgungsnetz ein.

Seit dem Jahr 2003 findet die Fernwasserversorgung ausschließlich über den Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) statt.[39][40] Das Wasser wird ab dem Übergabe-Behälter in Hüttengrund (Landkreis Erlangen) an das Stadtnetz der Stadt Bamberg geliefert.[41]

Brauereien[Bearbeiten]

Postkarte zur Erinnerung an den Bierkrieg 1907

Die Stadt ist Teil der Bierregion Franken an der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken. Besondere Spezialität ist das Rauchbier. Von ehemals 68 historischen Braustätten gibt es noch acht Brauereien mit alter Tradition in Bamberg: Brauerei Mahr, Brauerei Fässla, Brauerei Schlenkerla, Brauerei Spezial, Klosterbräu Bamberg, Brauerei Greifenklau, Brauerei Keesmann und die Brauerei Kaiserdom im ehemals selbständigen Stadtteil Gaustadt. Eine Gasthaus-Brauerei, das Ambräusianum, die Röstmalzbierbrauerei und die Versuchsbrauerei der Mälzerei Weyermann eröffneten 2004. Bis 2008 existierte noch die Maisel-Bräu. In der Stadt Bamberg bestehen daher derzeit elf Brauereien, die Bier verkaufen. Daneben gibt es noch die kleine zollrechtlich zugelassene Brauerei Robesbierre, die aber kein Bier verkauft.

Im Jahre 1907 gab es den so genannten Bamberger Bierkrieg, bei dem ein Boykott der Bevölkerung die Brauereien zwang, die Bierpreiserhöhung von zehn auf elf Pfennig wieder rückgängig zu machen.

Verkehr[Bearbeiten]

Wasserwege, Autobahnen und Eisenbahngleise

Bamberg ist mit einem Binnenhafen am Main-Donau-Kanal (Regnitz), zwei Autobahnen (A 70/E48 und A 73) und einem Bahnhof ins Verkehrsnetz eingebunden. Außerdem verfügt die Stadt über einen Sonderlandeplatz für Flugzeuge (ICAO-Kennung:EDQA). Zum 1. Januar 2010 trat die Stadt dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg bei.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten]

Bamberg, nördlicher Endbahnhof der S-Bahn-Linie S1 des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN)

Der Bahnhof Bamberg ist nördlicher Endpunkt der S-Bahn-Linie S1 des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN). Damit ist Bamberg im Nahverkehr direkt mit Erlangen, Fürth und Nürnberg verbunden. Die Züge fahren im Stundentakt bis ins 100 km südöstlich gelegene Hartmannshof.[42] Mit der versetzt fahrenden Regionalbahn fahren tagsüber jeweils zwei Züge pro Stunde von Bamberg nach Nürnberg und zurück.

23 Buslinien und 4 Nachtbuslinien decken nahezu das ganze Stadtgebiet ab und bedienen den Nahverkehr in die angrenzenden Gemeinden Bischberg, Gundelsheim, Hallstadt, Memmelsdorf, Stegaurach und den Ort Schammelsdorf. Außerdem verkehren in Bamberg einige Regionalbuslinien, die von der Omnibusverkehr Franken GmbH und weiteren privaten Omnibusunternehmen versorgt werden. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sind auch Haltestellen für Regionalbusse eingerichtet, um ein leichteres Umsteigen zu ermöglichen. Der ZOB ist der Mittelpunkt des Stadtnetzes.

Insgesamt befinden sich derzeit 60 Stadtbusse im Fuhrpark des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke Bamberg, sie transportieren im Jahr durchschnittlich 10,2 Millionen Fahrgäste.[43] Seit dem Wintersemester 2004/2005 erhalten alle Studenten der Universität Bamberg ein Semesterticket. Es gilt in allen Bussen und den Nahverkehrszügen der DB Regio in der Stadt und im Landkreis Bamberg.

Einige starkfrequentierte Bushaltestellen wurden mit sogenannten dynamischen Fahrgastinformationseinrichtungen versehen.

Seit dem 23. März 2011 werden die Haltestellen von Kinderstimmen angesagt.[44]

Von 1897 bis 1922 bediente die Elektrische Straßenbahn Bamberg AG den Stadtverkehr.

Schienenregional- und -fernverkehr[Bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bamberger Bahnhofs

Im Fernverkehr liegt Bamberg an der Nord-Süd-Strecke Leipzig – Nürnberg und wird im Zweistunden-Takt von ICE-Zügen angefahren. Während die Verbindung in Richtung Berlin aktuell über Saalfeld und Jena verläuft, wird sie nach Fertigstellung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt voraussichtlich ab 2017Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren über Erfurt geführt.

Der Bahnhof Bamberg ist der Ausgangspunkt von Regionalexpress- und Regionalbahnlinien nach

Fernbusverkehr[Bearbeiten]

In der Nähe des Bahnhofes ist Bamberg mit mehreren Fernbuslinien angebunden:
An den Meinfernbus, Berlin Linien Bus, Flixbus und seit 15. August 2014 durch den ADAC Postbus.[45]

Bundesstraßen[Bearbeiten]

Bamberg ist an folgende Bundesstraßen angeschlossen:

Bundesstraße 4 number.svg Bad Bramstedt–Bamberg–Nürnberg
Bundesstraße 22 number.svg Würzburg–Bamberg–BayreuthCham
Bundesstraße 26 number.svg Riedstadt –Bamberg–Eisenach
Bundesstraße 505 number.svg Bamberg-Süd –Höchstadt

Autobahnen[Bearbeiten]

Bamberg liegt an folgenden Bundesautobahnen:

Bundesautobahn 70 number.svg Autobahndreieck Schweinfurt (Bundesautobahn 7 number.svg)–BambergAutobahndreieck Bayreuth/Kulmbach(Bundesautobahn 9 number.svg)
Bundesautobahn 73 number.svg Autobahndreieck Suhl– (Bundesautobahn 71 number.svg)–Autobahnkreuz Bamberg–Autobahndreieck NürnbergFeucht

Fahrradverkehr[Bearbeiten]

In der Bamberger Innenstadt wird aufgrund der relativ flachen Topographie zwischen Main-Donau-Kanal und Regnitz traditionell viel Fahrrad gefahren. Die relativ kompakte Innenstadtfläche, kurze Distanzen zwischen den Universitätsstandorten, Einbahnstraßen, Parkplatzknappheit und die schnellere Erreichbarkeit des Naherholungsgebietes im Hain begünstigen die Nutzung des Fahrrades als alltägliches Transportmittel.

Durch die unmittelbare Lage am Main-Donau-Kanal-Radweg ist Bamberg auch Ziel vieler touristischer Radreiserouten. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, eine Veränderung des Modal Splits zugunsten des Radverkehrs zu erreichen.[46]

Das überörtlich ausgeschilderte Radwegenetz weist besonders im Altstadtbereich erhebliche Lücken auf. Der ADFC Bamberg sieht Nachbesserungsbedarf in der städtischen Verkehrspolitik.[47]

Die Fahrradmitnahme in den DB-Regiozügen und den Bussen des VGN ist kostenpflichtig.[48]

Auf dem Weg zu größerer urbaner Fahrradfreundlichkeit erhielt die Stadt im Jahr 2009 den Zuschlag beim Bundesmodellversuch Zero-Emission-Mobility des Bundesverkehrsministeriums. Im Sommer 2009 erfolgte dessen multimediale Umsetzung mit der Werbekampagne Kopf an: Motor aus. Für Null CO2 auf Kurzstrecken.[49]

Bundeswasserstraße[Bearbeiten]

Kräne im Bamberger Hafen

In Bamberg befindet sich die Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal, auch RMD- oder Europakanal genannt, der historisch als Nachfolger des Ludwig-Donau-Main-Kanals zu betrachten ist.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der Flugplatz Bamberg-Breitenau ist einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Landeplätze Deutschlands. Bereits 1912 landete dort das erste Motorflugzeug. Das Jahr 1909 wird als tatsächlicher Beginn der Luftfahrt in Bamberg angesehen. Zu diesem Zeitpunkt begann Willy Messerschmitt zusammen mit dem Stadtbaumeister Friedrich Harth mit der Entwicklung von Fluggeräten. Von 1945 bis 2012 diente der Flugplatz als amerikanischer Militärflugplatz mit ziviler Mitbenutzung. 2013 wurde er nach umfangreichen Umbaumaßnahmen als deutscher Sonderlandeplatz wiedereröffnet.

Medien[Bearbeiten]

Bamberg ist Sitz der Mediengruppe Oberfranken GmbH & Co. KG. Deren größte Tageszeitung, der Fränkische Tag, erscheint ebenfalls in Bamberg. Auch die beiden lokalen Radiosender sowie ein monatlich als auch ein wöchentlich erscheinendes Anzeigenblatt werden von diesem Unternehmen in Bamberg verantwortet.

Ein von diesem Medienunternehmen unabhängiges journalistisch ausgerichtetes Angebot, das sich an alle Bevölkerungsschichten richtete, gab es von 1987 bis 1991 in Form von Fun Boy Radio. Darüber hinaus gibt es in Bamberg mit dem WOBLA (Wochenblatt) und der Zeitung Bamberg Stadt und Land noch weitere wöchentliche Anzeigenblätter sowie die monatlich erscheinenden Stadtmagazine Fränkische Nacht, BAM! Magazin und Die Zwiebel.

Hilfsorganisationen[Bearbeiten]

Feuerwehr[Bearbeiten]

Bamberg verfügt über einen Stadtfeuerwehrverband. Die Freiwillige Feuerwehr Bamberg besteht aus 11 Abteilungen. Diese sind eine Ständige Wache, eine Spezialeinheit des ehemaligen Katastrophenschutzes, der ABC-Zug (Löschgruppe 51) und neun weitere Löschgruppen. Eine weitere Sondereinheit des ehemaligen Katastrophenschutzes war der Technische Zug/Ölwehr (Löschgruppe 21), der allerdings zum 31. Dezember 2013 aufgelöst und in die Löschgruppe 3 eingegliedert wurde. Der Großteil der Fahrzeuge des ABC-Zuges und des ehemaligen Technischen Zuges tragen die seltene orangefarbene Katastrophenschutzlackierung. Darüber hinaus existiert eine Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) Bamberg-Stadt.[50]

Technisches Hilfswerk[Bearbeiten]

Darüber hinaus existiert in Bamberg noch ein Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW). Dieser Ortsverband besteht aus dem Stab, einem Technischen Zug mit einer Fachgruppe Räumen, einer Fachgruppe Wassergefahren und einer Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen sowie weiteren intern beschafften Gerätschaften. Es existiert zudem eine Jugendgruppe. Zudem ist in Breitengüßbach bei Bamberg die Geschäftsstelle für den THW-Geschäftsführerbereich Bamberg ansässig.[51]

Rettungsdienst[Bearbeiten]

Der Rettungsdienst in Bamberg wird durch zwei Rettungswachen (eine vom BRK und eine vom Malteser Hilfsdienst) sichergestellt. Des Weiteren gibt es mehrere Notarztstandorte.

Schnelleinsatzgruppen[Bearbeiten]

Für den zivilen Katastrophenschutz sind mehrere Einheiten der Hilfsorganisationen BRK, Malteser und JUH aktiv. Der Kreisverband Bamberg des Bayerischen Roten Kreuzes stellt zwei SEG Behandlung, eine SEG Betreuung sowie Facheinheiten UG-SanEL, Technik und Sicherheit. Weiterhin wird die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) durch organisatorische Leiter und Leitende Notärzte gestellt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Gerichte[Bearbeiten]

Als Sitz eines Oberlandesgerichts, eines Landgerichts, eines Amtsgerichts, eines Arbeitsgerichts und einer Justizvollzugsanstalt ist Bamberg ein überregional bedeutsamer Gerichtsstandort.

Ämter[Bearbeiten]

Seniorenheime[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es elf Seniorenheime, die von verschiedenen Trägern betrieben werden.

Schwimmbäder[Bearbeiten]

1953 wurde das Stadionbad eröffnet, das im September 2001 renoviert wurde.

Das Hainbad bietet seit 1972 die Möglichkeit im linken Regnitzarm zu schwimmen, dazu gehört eine Holzliegefläche.

Durch die Eingemeindung der Gemeinde Gaustadt nach Bamberg im Jahre 1972 kam das Freibad Gaustadt (Einweihung: 1956) in der Badstraße 17 hinzu.[52]

Ende 2011 wurde das „Bambados“ in Bamberg eröffnet, ein modernes Freizeit- und Sportbad mit Wellness- und Saunalandschaft.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Universität[Bearbeiten]

Institut für Geografie der Otto-Friedrich-Universität im ehemaligen Schlachthaus von 1742

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg gehört mit mehr als 12.000 Studenten[53] zu den mittelgroßen Universitäten Bayerns. Die Gebäude der Universität sind über das gesamte Bamberger Stadtgebiet verteilt. Ein großer Teil liegt aber im Kern der Bamberger Altstadt. Sprach- und Literaturwissenschaften nehmen zum Teil Gebäude ein, die vorher zum Kaiser-Heinrich-Gymnasium gehörten. In den Altstadtstandorten befinden sich neben der Verwaltung die beiden Fakultäten der Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK) und der Humanwissenschaften (Huwi). In der Feldkirchenstraße befinden sich das Rechenzentrum und die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (SoWi). Dort befand sich auch die Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI), bis sie im Sommer 2012 in die neuen Gebäude auf der ERBA-Insel umzog. Die umfangreiche Universitätsbibliothek besitzt eine Zentralbibliothek, fünf Teilbibliotheken und die Zweigstelle ERBA-Bibliothek. Die Otto-Friedrich-Universität ist Mitglied des Netzwerkes Mittelgroßer Universitäten und wurde als Familiengerechte Hochschule und als Partnerhochschule des Spitzensportes ausgezeichnet. Sie gehört zu den führenden Universitäten für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Psychologie in Bayern.[54]

Fachhochschule[Bearbeiten]

Die private Fachhochschule des Mittelstands unterhält seit der Übernahme des Lehrbetriebs zum 1. September 2013 von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Bamberg einen Standort in Bamberg. Ihr Verwaltungssitz befindet sich in Bielefeld. Mit ihrem Angebot ist die Fachhochschule die einzige Hochschule in Bayern, die die beiden therapeutischen Berufe der Physiotherapie und Logopädie im Rahmen eines grundständigen Studiums anbietet.

Gymnasien[Bearbeiten]

Haupteingang des Dientzenhofer-Gymnasiums

Sonstige Schulen[Bearbeiten]

Zwei Realschulen (darunter eine reine Mädchenschule), eine Wirtschaftsschule, Volks- und Förderschulen, fünf berufliche Schulen, zehn Privatschulen, Volkshochschule Bamberg, Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer, Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), Erzbischöfliches Abendgymnasium für Berufstätige, Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bamberg e. V. (KEB), neun berufliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsstellen, die Städtische Musikschule, von-Lerchenfeld-Schule / Privates Förderzentrum, Förderschwerpunkt Hören (ehemalige Taubstummen-Anstalt) mit Internat.

Internate[Bearbeiten]

Das Aufseesianum wurde 1738 von Domkapitular Jodocus Bernhard Freiherr von Aufseß gestiftet. Hier wurde 1973 der Roman Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner verfilmt.

Das Maria-Ward-Internat in Trägerschaft der Englischen Fräulein (ab 1717) wurde 2011 geschlossen.

Zwei weitere kirchliche Internate wurden Ende des 20. Jahrhunderts geschlossen: das Ottonianum (1866–1999, in diözesaner Trägerschaft) und das Marianum (1918–1988, in Trägerschaft der Karmeliten).

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Bamberg ist Drehort bekannter Kinofilm- und Fernsehproduktionen wie z. B.:

Der Film Engelchen oder Die Jungfrau von Bamberg thematisiert die in den späten 1960er Jahren empfundenen Gegensätze zwischen der fränkischen „Provinz“ und dem „freizügigen“ Schwabing.

Seit August 2008 gibt es ein eigenständiges Fernsehen für Bamberger Schulen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bamberger Bischöfe[Bearbeiten]

Bürgermeister und Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Der hauptamtliche Bürgermeister wurde im Jahr 1818 erstmals von den Bürgern gewählt. Seit 1917 ist die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Bamberg verlieh bisher an 35 verdienstvolle Personen die Ehrenbürgerschaft.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Bamberg gewirkt haben[Bearbeiten]

Literaten[Bearbeiten]

  • Ezzo (Dichter) († wohl am 15. November um 1100) war in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts Kanoniker und Lehrer in der Domschule in Bamberg. Dichter des frühmittelhochdeutschen Ezzolieds, er schrieb einen Hymnus über die christliche Heilsgeschichte.
  • Ab 1260 wirkte Hugo von Trimberg (1230–1313) an der Lateinschule im damaligen Bamberger Vorort Theuerstadt. Von ihm stammt das moralische Lehrgedicht Der Renner, das 24.000 Verse gegen die sieben Todsünden umfasst.
  • Der Frühhumanist Albrecht von Eyb (1420–1475) lebte in der Bamberger Curia Sancti Sebastiani. Von ihm stammt das Loblied über die Anmut des Mägdeleins Barbara.
  • Einige Zeit später spielte Bamberg eine wichtige Rolle in der Entwicklung der deutschen Romantik. Wilhelm Heinrich Wackenroder (1773–1798) gilt als einer der frühesten Autoren dieser Kunstauffassung und entwickelte diese unter Mitarbeit von Ludwig Tieck (1773–1853) in den Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders unter anderem angeregt durch seine Aufenthalte in Bamberg.
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) fand in Bamberg 1807 einen Verleger für sein Werk Phänomenologie des Geistes. Er wurde Chefredakteur der Bamberger Zeitung, geriet dort jedoch bald in Konflikt mit dem bayerischen Pressegesetz. Schließlich verließ Hegel 1808 ernüchtert die Stadt in Richtung Nürnberg. Sein journalistisches Engagement sollte eine Episode in seiner Biographie bleiben. 1810 übernahm Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779–1819) die Rolle des Chefredakteurs der in Fränkischer Merkur umbenannten Zeitung. Im Laufe seiner Tätigkeit in Bamberg entstanden zahlreiche Dramen, Gedichtbände und andere Werke.
  • Einer der berühmtesten Literaten der Stadt war E.T.A. Hoffmann (1776–1822), der 1808 eine Tätigkeit als Musikdirektor in Bamberg aufnahm. Wenig später musste er diesen Posten quittieren, arbeitete jedoch als Theaterkomponist weiter. 1809 verfasste er sein erstes literarisches Werk, den Ritter Gluck. Zudem begann er, Regie bei Theaterstücken zu führen und die Bühnenkulissen mitzugestalten. Prägend für sein literarisches Schaffen wurde seine Liebe zu seiner erst 15-jährigen Gesangsschülerin Julia Marc, auf die später zahlreiche Frauenfiguren in seinen Werken zurückzuführen sind. Doch insgesamt blieb sein Auskommen in Bamberg bescheiden, Hoffmann wurde wiederholt von finanzieller Not geplagt und verließ die Stadt schließlich 1813. Sein zweites Wohnhaus wird heute von der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft betreut und steht als Museum offen.
  • Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779–1819) 1810 Chefredakteurs des Fränkischen Merkur. Wurde als möglicher (Mit-)Verfasser der Nachtwachen des Bonaventura diskutiert.
  • Friedrich Deml (1901–1994), Angehöriger des Bamberger Dichterkreises
  • Hans Wollschläger (1935–2007) übersetzte in Bamberg den Roman Ulysses des irischen Dichters James Joyce ins Deutsche.
  • Wulf Segebrecht (* 1935), Literaturwissenschaftler, Autor, Herausgeber, Verleger
  • Rolf-Bernhard Essig (* 1963), Autor, Journalist u. a. Sachbücher, Rundfunkbeiträge
  • Nora-Eugenie Gomringer (* 1980), Lyrikerin und Performancekünstlerin

Bedeutende Einwohner jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung[Bearbeiten]

  • Joseph Marquard Treu (1713–1796), konvertierte 1732 zum katholischen Glauben, Maler
  • Adalbert Friedrich Marcus (1756–1816), konvertierte zum katholischen Glauben; Mitbegründer und erster „Ärztlicher Direktor„ des 1789 von Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal gestifteten städtischen Krankenhauses, medizinischer Berater in bayerischer Zeit.
  • Franz Ludwig von Hornthal, konvertierte zum katholischen Glauben, Bürgermeister der Stadt Bamberg von 1818 bis 1821
  • August von Wassermann (1866–1925), deutscher Immunologe und Bakteriologe
  • Oscar Wassermann (1869–1934), deutscher Bankier und Wirtschaftsfachmann, aus alteingesessener Bankiersfamilie (Privatbank Wassermann mit Stammhaus in Bamberg)
  • Philipp Lederer (1872 Bamberg–1944 Lugano), Numismatiker, Münz- und Antikenhändler
  • Willy Lessing (1881–1939), Unternehmer und Kommerzienrat, wurde in Bamberg totgeschlagen
  • Hedwig Bernet (1903–1976), eine von drei zurückgekehrten Bamberger Juden, Mitbegründerin der israelitischen Kultusgemeinde Bambergs, Verdienste um die Aussöhnung, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.
  • Willy Aron (1907–1933), Rechtsanwalt, erster Bamberger Jude, der in das KZ Dachau kam und dort ermordet wurde
  • Hilde Marx (1911–1986), Dichterin, Journalistin
  • Josef Heller, Dirigent am Stadttheater

Plaketten und Medaillen[Bearbeiten]

100-€-Goldmünze aus dem Jahre 2004 – „UNESCO Weltkulturerbestätte Bamberg“
Goldmedaille 2007 des Erzbistums Bamberg anlässlich des 1000-jährigen Bistumsjubiläums - Sie zeigt Heinrich II.
1802 Vereinigung Hochstift Bamberg mit Bayern
Medaille zur Geburt des Prinzen Luitpold von Bayern, Vorderseite
Rückseite

Hier sind die Plaketten und Medaillen in Bezug auf Bamberger Persönlichkeiten und Ereignisse aufgeführt.

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 waren 40.891 Menschen in Bamberg römisch-katholisch, was einem Anteil von 58,5 Prozent entspricht. Der Anteil der evangelischen Bürger belief sich im selben Jahr auf 13.520 (19,4 Prozent). Unter Sonstige hat die Stadt 15.416 Personen gezählt (22,1 Prozent), dazu zählen nach Auskunft der Pressestelle der Stadt Bamberg „Juden, Moslems, Kirchenlose bzw. Angehörige anderer Religionen“. Die Gesamtzahl der Bamberger Bevölkerung betrug 2009: 69.827 Personen.

Insgesamt existieren in Bamberg folgende Religionsgemeinschaften:

Zusatznamen[Bearbeiten]

Wegen seiner Lage auf sieben Hügeln wird Bamberg auch als Fränkisches Rom bezeichnet.

Klein Venedig nennt sich die ehemalige Schiffer- und Fischersiedlung an der Regnitz; siehe auch den Abschnitt Palais und profane Bauten dieses Artikels.

Die Einwohner Bambergs haben auch den Spitznamen Zwiebeltreter. Er geht zurück auf die Bamberger Gärtner, bei denen das Zwiebeltreten eine wichtige Tätigkeit im Zwiebelanbau war. Sie mussten die Schalotten bei einer bestimmten Größe umtreten, damit das Kraut nicht zu sehr in die Höhe wuchs, sondern die Nährstoffe für das Wachstum der unterirdischen Zwiebel genutzt wurden. Die Bauern banden sich dazu kleine Brettchen an die Schuhe, um nicht versehentlich auf die Zwiebeln zu treten, und gingen damit auf die Felder. Ein ähnlicher Spitzname ist Zwiebelfranken.

Klimadaten[Bearbeiten]

Die Temperaturmittel betragen im kältesten Monat Januar −1,1 °C, im Sommermonat Juli +17,8 °C. Der Jahrestemperaturdurchschnitt liegt bei +8,5 °C.

  • Höchste je gemessene Temperatur: +38,0 °C (7. Juli 1957) dwd.de
  • Tiefste je gemessene Temperatur: −30,1 °C (10. Februar 1956) dwd.de


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bamberg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,1 5,5 9,8 15,4 19,8 22,9 25,1 24,5 20,2 14,2 7,1 3,9 Ø 14,4
Min. Temperatur (°C) −2,2 −2,5 0,4 3,2 7,3 10,9 13,0 12,2 8,8 5,2 1,2 −1,5 Ø 4,7
Temperatur (°C) 0,9 1,4 4,9 9,3 13,8 17,1 19,0 18,1 14,1 9,3 4,1 1,2 Ø 9,5
Niederschlag (mm) 40 33 39 27 46 52 73 46 46 39 36 38 Σ 515
Sonnenstunden (h/d) 1,6 2,4 3,1 4,5 5,4 6,1 6,0 5,7 4,1 2,7 1,2 1,1 Ø 3,7
Regentage (d) 13 12 13 11 10 12 13 10 10 12 13 13 Σ 142
Luftfeuchtigkeit (%) 85 81 77 72 70 71 71 75 79 83 85 86 Ø 77,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,1
−2,2
5,5
−2,5
9,8
0,4
15,4
3,2
19,8
7,3
22,9
10,9
25,1
13,0
24,5
12,2
20,2
8,8
14,2
5,2
7,1
1,2
3,9
−1,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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a
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40
33
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27
46
52
73
46
46
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36
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

In Bamberg gibt es zwei Naturschutzgebiete (Stand Juni 2014).

Sonstiges[Bearbeiten]

Mehrere kleine Auswanderergruppen aus Bamberg ließen sich in der ersten Hälfte das 18. Jahrhunderts in verschiedenen Orten in der Gegend von Posen nieder, wo sie als Bamber bezeichnet und bald auch geschätzt wurden.

Ein Marskrater mit einem Durchmesser von 58,3 km sowie der Asteroid (324) Bamberga, der 1892 von Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien entdeckt wurde, sind nach Bamberg benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler von Bayern. Regierungsbezirk Oberfranken. Stadt Bamberg. bisher erschienen:
Band VII.5: Innere Inselstadt. München 1990, ISBN 3-486-54591-4.
Band VI.4: Bürgerliche Bergstadt. Bamberg/ München/ Berlin 1997, ISBN 3-87052-562-2.
Band V.3.1: Immunitäten der Bergstadt. Stephansberg. Bamberg/München/Berlin 2003, ISBN 3-89889-031-7.
Band V.3.2: Immunitäten der Bergstadt. Kaulberg, Matern und Sutte. Bamberg/München/Berlin 2003, ISBN 3-89889-032-5.
Band V.3.3: Immunitäten der Bergstadt. Jakobsberg und Altenburg. Bamberg/München/Berlin 2008, ISBN 978-3-89889-116-5.
Band V.3.4: Immunitäten der Bergstadt. Michelsberg und Abtsberg. Bamberg/München/Berlin 2009, ISBN 978-3-89889-123-3.
  • Oliver Bender u. a. (Hrsg.): Bamberger Extratouren. Ein geographischer Führer durch Stadt und Umgebung. Bamberg 2001, ISBN 3-933463-09-2.
  • Radu Chinta: Die mittelalterlichen Katakombensysteme von Bamberg und ihren kulturhistorischen Zeugnisse. In: Der Anschnitt. Nr. 5–6, Bochum 1982.
  • Karin Dengler-Schreiber: Bamberg für alte und neue Freunde. Ein Führer durch die Stadt. Bamberg 2002, ISBN 3-89889-014-7.
  • Dokumentationszentrum Welterbe der Stadt Bamberg: Fachführer durchs UNESCO-Welterbe Bamberg. Bamberg 2006, ISBN 3-9811239-0-5.
  • Oliver van Essenberg (Hrsg.): Lebensart genießen – in und um Bamberg. Bamberg 2012, ISBN 978-3-9813799-2-1.
  • Marek Jerzy Fiałek, Matthias Klefenz, Hanns Christian Roth: rein ist das klare durch das grün deiner seele. ein lyrischer spaziergang durch bamberg. Szczecin 2010, ISBN 978-83-61350-52-1.
  • Christine Freise-Wonka: Bamberg Mosaiksteine. Heinrichs-Verlag, Bamberg 2007, ISBN 978-3-89889-054-0.
  • Britta Gehm: Die Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg und das Eingreifen des Reichshofrates zu ihrer Beendigung. 2. überarbeitete Auflage. Olms, Hildesheim 2011, ISBN 978-3-487-14731-4 (Dissertation Universität Jena 1999).
  • Norbert Haas: Bamberger Brunnen. Bamberg 1984.
  • Heinrich Mayer: Bamberg als Kunststadt. (= Die Kunst im alten Hochstift Bamberg und seinen nächsten Einflussgebieten. Band 1). Bamberg 1955.
  • Benignus Pfeufer: Beyträge zu Bambergs Topographischen und Statistischen so wohl älteren als neueren Geschichte. Dederich, Bamberg 1792 (Digitalisat)
  • Klaus Schwarz, Ferdinand Geldner: Bamberg. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 1, Artemis & Winkler, München/Zürich 1980, ISBN 3-7608-8901-8, Sp. 1394–1401.
  • Wulf Segebrecht (Hrsg.): Der Bamberger Dichterkreis 1936–1943. Lang, Frankfurt am Main/ Bern/ New York/ Paris 1987, ISBN 3-8204-0104-0 (Helicon; Band 6. Geht zurück auf die Ausstellung in der Staatsbibliothek Bamberg).
  • Hanns und Renate Steinhorst: Bamberg erleben. 2008, ISBN 978-3-928645-55-3.
  • Robert Suckale u. a. (Hrsg.): Bamberg. Ein Führer zur Kunstgeschichte der Stadt für Bamberger und Zugereiste. 4. Auflage. Bamberg 2002, ISBN 3-926946-03-2.
  • Johannes Wilkes: Bamberg hoch sieben. Mönau-Verlag, Erlangen 2012, ISBN 978-3-936657-63-0.
  • Wolfgang Wußmann: Bamberg-Lexikon. Bamberg 1996, ISBN 3-928591-38-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bamberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Bamberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Bamberg – Quellen und Volltexte
 Wikiquote: Bamberg – Zitate
 Wikivoyage: Bamberg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Agglomeration Bamberg in der Auflistung der Agglomerationen 2010 mit 117.004 Einwohnern an 73. Stelle in Deutschland
  3.  Tanja Roppelt: Innerstädtische Viertelbindungen in Mittelstädten. Das Beispiel Bamberg (= Bamberger Geographische Schriften. Nr. 8). Bamberg 2002, ISSN 0344-6557, S. 23–29.
  4. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 106–122..
  5. Deutscher Städtetag: Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden. Braunschweig 1952, S. 382.
  6. a b Stadtarchiv Bamberg in Verbindung mit Bamberg Tourismus & Kongress Service (Hrsg.): Zu Bamberg wird gebauet für die Hexen ein Hauss den Hexen dafür grauet. Hexenprozesse im Hochstift Bamberg 1595–1631. Faltblatt Bamberg 2009.
  7. Liste der Namen der Opfer der Bamberger Hexenprozesse (PDF; 268 kB)
  8. Presse-Informationen vom ZDF zur Premiere von "Die Seelen im Feuer" im Juli 2014
  9. a b kb5ir.de
  10. Kaserne vorerst nicht für Flüchtlinge gedacht br.de, 4. September 2014.
  11. Bericht infranken.de vom 2. Juni 2013: „Die Ami genga: Jetzt sollen die Bürger mitreden“
  12. Bericht Nordbayern.de vom 17. Januar 2014: Artikel Bildergalerie Karte Bamberger Konversion: Stadt übernimmt 100 US-Wohnungen
  13. Stadt begrüßt erste »Konversionsbürger«: Die „NATO-Siedlung“ ist bereits in zivile Nutzung übergegangen
  14. Haus der Bayerischen Geschichte: Jüdische Friedhöfe in Bayern – Bamberg. Stand 29. November 2011.
  15. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945. Stand 19. Mai 2011.
  16. Judentum in Bamberg
  17.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 600.
  18. a b c Städtepartnerschaften
  19. Stadtarchiv Bamberg
  20. http://www.uni-bamberg.de/ub/
  21. Johann Joseph Morper: Bamberg, die Mitte Deutschlands. Zur Reichssymbolik der Tattermannsäule. Bamberg 1957.
  22. Bernhard Schemmel: Die Tattermannsäule. Bamberg 2004.
  23. Historie Staatliches Bauamt
  24. Website des Vermessungsamtes
  25. Wolfgang Wußmann: Bamberg-Lexikon S. 80, 7 und 95
  26. Suckale, Schmidt, Ruderich: Bamberg S. 194.
  27. Robert Suckale u. a. (Hrsg.) Bamberg Ein Führer zur Kunstgeschichte der Stadt S. 68.
  28. Wolfgang Wußmann: Bamberg-Lexikon S. 64.
  29. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 118f.
  30. 19. Juni 1965 - Friedhofschändung in Bamberg: Mit Hakenkreuzen beschmierte Grabsteine, im Hintergrund ein Werkzeugkoffer, 19. Juni 1965, in der Österreichischen Nationalbibliothek.
  31. 19. Juni 1965 - Friedhofschändung in Bamberg: Mit Hakenkreuzen und den Worten ..., 19. Juni 1965, in der Österreichischen Nationalbibliothek.
  32. Philipp Kittler. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 20, E. A. Seemann, Leipzig 1927, S. 398.
  33. Bamberg-Lexikon S. 24.
  34. Gewaltiges Stollensystem unterhöhlt die Domstadt. In: Nürnberger Nachrichten. auf: nordbayern.de. 17. Januar 2009.
  35. Gerhard Handschuh: Die Geschichte des Bamberger Süßholzanbaus. In: Heribert Gebert u. a.: "Denn wos a rechtä Gärtnä is …" Festschrift zum 125-jährigen Vereinsjubiläum des Oberen Gärtnervereins Bamberg. Bamberg 1988, OCLC 159874006.
  36. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2013 (Stichtag 30. Juni 2013 unter Code:13111-002r abrufbar.)
  37. Brose-Neubau an der Breitenau beginnt(Webseite www.nordbayern.de)
  38. Webseite der Firma Gramss (Tiefkühlteiglinge aus Bamberg)
  39. Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW)
  40. Übersicht der WFW-Übergabestation
  41. Historie der Wasserversorgung
  42. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg – Fahrplanwechsel zum 12. Dezember 2010
  43. Stadtwerke Bamberg
  44. Kinderstimmen erobern Busse. stadtwerke-bamberg.de, 23. März 2011, abgerufen am 24. Juli 2011.
  45. ADAC Postbus Fahrplan
  46. Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt Bamberg
  47. Bamberger ADFC-Vorstand äußert sich kritisch zum Radwegebau im Landkreis. auf: adfc-bamberg.de (Stand: 25. September 2012).
  48. Fahrradmitnahme, vgn.de
  49. Kampagne „Kopf an: Motor aus“
  50. Webseite der FF Bamberg
  51. Webseite der THW-Bamberg
  52. Quelle: Stadtwerke Bamberg
  53. infranken.de: Bamberger Semesterstart und seine Tücken. 12. Oktober 2011, abgerufen am 12. Oktober 2011.
  54. Webseite der Otto-Friedrich-Universität Bamberg