Sport in Israel

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Der Sport in Israel ist sehr viel älter als der Staat selbst und eng mit der Geschichte der politischen Bewegungen innerhalb des Zionismus verknüpft. Denn die meisten israelischen Sportvereine, sowohl im Breiten- als auch im Profisport, gehören einem Verband an, der wiederum zumindest vom Ursprung her Unterorganisation einer politischen Bewegung ist.

Neben den Mannschaftssportarten Fußball und Basketball sind auch Tennis, Judo, Segeln und Leichtathletik populär.

Sportliche Großveranstaltungen wie das See-Genezareth-Schwimmen (bei dem der See Genezareth durchquert wird), der Tiberias-Marathon, der Triathlon Israman in Eilat oder der Jerusalem-Marsch ziehen viele Sportler und Zuschauer auch aus dem Ausland an.

Die Sportbehörde des Sport- und Kulturministeriums unterstützt die Entwicklung von Sportprogrammen, fördert die Ausbildung von Lehrern und Trainern am Wingate Institut für Sporterziehung und koordiniert die Aktivitäten verschiedener Sportverbände und -organisationen. Aus dem Erlös der staatlichen Lotterie werden ein großer Teil der sportlichen Aktivitäten und Sporteinrichtungen sowie die jährlichen Preise für hervorragende sportliche Leistungen finanziert.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beginn des Sportes in Israel liegt in der Ausbildung jüdischer Turn- und Sportvereine. Juden waren im 19. Jahrhundert zahlreich in den europäischen Turnvereinen vertreten. Die Errichtung jüdischer Vereine ist durch zwei Effekte begründet. Einerseits wurden Juden aufgrund des wachsenden Antisemitismus aus nationalen Turnvereinen gedrängt. Ein drastisches Beispiel dafür ist Österreich; dort wurden im Jahr 1901 die Juden aus den Turnvereinen ausgeschlossen. Andererseits motivierte der aufkommende Nationalismus einige Juden, sich jüdischen Vereinen anzuschließen.

1895 wurde in Konstantinopel der erste jüdische Turnverein gegründet, doch von diesem Verein ging keine Signalwirkung aus. Erst nach Max Nordaus Rede auf dem zweiten Zionistenkongress über das „Muskeljudentum“, in der er das körperliche Training der Juden forderte, wurde am 16. April 1898 in Groningen (Niederlande) die national-jüdische Joodsche Gymnastiek-en Athletiekvereeniging Attila Groningen und am 22. Oktober 1898 in Berlin der zionistische Turnverein Bar Kochba unter Leitung von Wilhelm Lewy gegründet.[2] Deutschland und insbesondere Berlin spielten für die Bildung der zionistischen Turnvereine die zentrale Rolle. Hier wurde die zionistische Sportzeitung „Jüdische Turnzeitung“ (JTZ) verlegt und die leitenden Mitglieder hatten wichtigen Einfluss auf die Gründung anderer Vereine. Auch die ersten Turnvereine in Palästina sind unter tatkräftiger Hilfe von Elias Auerbach und Ernst Hermann, zwei ehemalige Berliner Bar-Kochba-Mitglieder, entstanden. Dem Makkabi-Weltverband und schließlich der Makkabia. Im Zuge dieses Vereins wurden in ganz Deutschland und im Ausland weitere Vereine gegründet.

An den Zionistenkongressen wurde der Wert turnerischer Übungen betont. Auf dem 6. Zionistenkongress 1903 hielt Max E. Mandelstamm eine Rede, in der er genauso wie zuvor Nordau die körperliche „Hebung“ der Juden forderte. Außerdem wurden turnerische Vorführungen veranstaltet und auf diesem 6. Kongress die „Jüdische Turnerschaft“, der Verband zionistischer Turnvereine gegründet. Aus diesem Verband wurde bei dem 21. Zionistischen Kongress in Karlsbad im Jahr 1921 der Makkabi-Weltverband gegründet. In den Sportvereinen sollte der jüdischen Jugend der Zionismus nahegebracht werden. Das körperliche Training wurde nicht als Selbstzweck betrachtet, sondern propagiert, um den „Volkskörper“ zu gesunden und um die Jugend an die körperliche Arbeit in Palästina zu gewöhnen. Die Makkabi-Bewegung arbeitete deswegen eng mit der zionistischen Jugendorganisation Hapoel Hazair und den Hachschara-Zentren (Ausbildungszentren zur Auswanderung nach Palästina) zusammen.

Die ersten jüdischen Sportvereine wurden 1906 gegründet: Die Vereine HaRishon LeZiyyon in Jaffa (heute Maccabi Tel Aviv) und Bar Giora in Jerusalem. Bereits 1908 fanden in Rehovot die Rehovot-Spiele statt, als der dortige Sportclub den aus Jaffa und andere Interessierte einlud. Die Spiele fanden bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 jährlich, außer im Jahr 1911 insgesamt sechsmal statt. Misstrauisch beäugt wurden die sportlichen Aktivitäten der Juden von den Osmanischen Besatzern Palästinas.[3]

Britische Mandatszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Briten brachten eine sportliche Tradition und eine starke Begeisterung für Sport mit. Fußball, die beliebteste britische Sportart, wurde auch unter der jüdischen und arabischen Bevölkerung des Mandatgebietes beliebt.[4]

Neben den Makkabi-Sportvereinen, die dem politischen Zionismus nahestanden, entstanden auch Arbeitersportvereine, die dem Gewerkschaftsbund Histadrut nahestanden und sich in dem 1924 gegründeten Dachverband „HaPoel“ zusammenschlossen. Ebenfalls 1924 gründete sich der Dachverband „Betar“, in dem sich revisionistische Sportvereine zusammenschlossen, und die religiösen Sportvereine schlossen sich im 1939 gegründeten Dachverband „Elitzur“ zusammen. Die jüdische Sportwelt war also ähnlich zersplittert wie das politische Leben der Juden. Diese Aufsplitterung sollte sich erst lange nach der Staatsgründung auflösen, ist aber bis heute in den Namen vieler Vereine erkennbar.

Der Fußballverband des damaligen britischen Mandatsgebiets Palästina, der spätere Israelische Fußballnationalverband, wurde bereits 1928 gegründet und trat ein Jahr später der FIFA bei. 1935 wurde das Nationales Olympisches Komitee für das Mandatsgebiet Palästina gegründet, das sich nicht an den Olympischen Spielen 1936 beteiligte und dies ausdrücklich in der Korrespondenz mit dem Internationalen Olympischen Komitee nicht als Boykott verstanden wissen wollte, sondern man sei noch nicht in der Lage eine angemessene Mannschaft zu entsenden.[5]

Bei Tel Aviv wurde zu der ersten Makkabiade das erste Sportstadion des Landes gebaut. Die Spiele wurden vom 28. März bis zum 31. März 1932 vor 20.000 Besuchern ausgetragen. Das Jahr 1932 ist ein symbolträchtiges Jahr, denn genau 1800 Jahre vorher, im Jahr 132 n. Chr. begann der Aufstand von Bar Kochba gegen die Römer. Drei Jahre später fand vom 2. bis 7. April 1935 die zweite Makkabiade mit 40.000 bis 50.000 Besuchern und 1.350 Sportlern aus 28 Ländern statt. Die für 1938 geplante dritte Makkabiade wurde wegen des arabischen Aufstands nicht durchgeführt. Danach kam es aufgrund der nationalsozialistischen Schrecken, des Zweiten Weltkriegs und der Unabhängigkeit zu keiner weiteren Makkabiade.

20. Jahrhundert nach der Staatsgründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Fußballasienmeisterschaft
Logo der Paralympics
Gedenkstätte in Israel für die Todesopfer der Geiselnahme von München

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der U 21 Fußball-EM 2013 in Israel

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Ringe

Das Olympische Komitee Israels wurde 1933 gegründet und 1952 vom Internationalen Olympischen Komitee aufgenommen.

Israel nahm 1952 bei den Olympischen Sommerspielen in Helsinki das erste Mal an einer Olympiade teil.

Bei den Olympischen Sommerspielen in München 1972 traf die israelische Mannschaft ein tragisches Schicksal, als 11 Sportler von Terroristen der PLO ermordet wurden.

1978 wurde Israel aus den asiatischen Sportverbänden ausgeschlossen. Die Aufnahme in die meisten europäischen Verbände wurde von den Ostblockstaaten abgelehnt. Die israelische Nationalmannschaft musste in den folgenden Jahren bei der Olympia-Qualifikation in der Gruppe für Ozeanien teilnehmen. Erst mit dem Ende des Kalten Krieges wurde Israel in die übrigen europäischen Sportverbände aufgenommen.

Die ersten Medaillen konnten erst 1992 bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona gewonnen werden. Das erste Mal an Winterspielen nahm Israel bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer teil.

Bei der Olympiade 2004 in Athen weigerte sich der als Favorit gehandelte iranische Judoka Arash Miresmaeili gegen seinen israelischen Erstrundengegner Ehud Vaks anzutreten und schied somit ohne einen Kampf bestritten zu haben aus dem olympischen Turnier. [6]

Der iranische Schwimmer Mohammad Alirezaei verzichtete bei der Olympiade 2008 in Peking auf einen Start im Vorlauf über 100m Brust der Männer, weil in diesem Lauf auch der Israeli Tom Beeri gemeldet war. [7]

Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welt- und Kontinental-Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillen bei Weltmeisterschaften, sowie einige Titel und 2. Plätze bei Europa- oder Asienmeisterschaften sind:

1948–1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Name/Mannschaft Meisterschaft Disziplin
1956 Vize-Asienmeister Nationalmannschaft Fußball-Asienmeisterschaft Fußball, Männer
1960 Vize-Asienmeister Nationalmannschaft Fußball-Asienmeisterschaft Fußball, Männer
1964 Asienmeister Nationalmannschaft Fußball-Asienmeisterschaft Fußball, Männer
1967 Asienmeister Hapoel Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1967 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal der Pokalsieger Basketball, Männer
1969 Pokalsieger Maccabi Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1969 Weltmeisterinnen Zefania Carmel + Lydia Lazarov Segel-WM Segeln, 420er Jolle, Frauen
1970 Vize-Pokalsieger Hapoel Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1971 Pokalsieger Maccabi Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1973 Asienmeisterin Orit Abramovich Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, Hochsprung, Frauen
1975 Asienmeisterin Esther Roth Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, 100 Meter, Frauen
1975 Asienmeisterin Esther Roth Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, 200 Meter, Frauen
1975 Vize-Asienmeisterin Ruth Tslochenko Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, Fünfkampf, Frauen
1976 1. Platz Nationalmannschaft Schacholympiade Schach, Frauen
1977 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1979 Vize-Europameister Nationalmannschaft Basketball-Europameisterschaft Basketball, Männer
1980 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1980 Weltpokalsieger Maccabi Tel Aviv Intercontinental Cup Basketball, Männer
1981 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1982 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1983 3. Platz Schimson Brokman + Eitan Friedlander 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470er Jolle, Männer
1987 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1988 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1989 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1991 3. Platz Yael Arad Judo-WM Judo, (- 61 Kg), Frauen
1991 Vize-Europameister Maxim Geller Ringer-EM Ringen, Freistil (- 68 Kg) Männer
1992 Vize-Weltmeister Amit Inbar Windsurfen WM Segeln, Windsurfen, Männer
1993 Europameisterin Yael Arad Judo-EM Judo, (- 61 kg), Frauen
1993 Vizeweltmeisterin Yael Arad Judo-WM Judo, (- 61 Kg), Frauen
1993 3. Platz Schay Bachar + Schamchs Erze 470er-WM Segeln, 470, Männer
1993 Vizeeuropameister Nik Zagranitchni Ringer-EM Ringen, Griech.-römisch, (- 61 Kg), Männer
1994 Vizeeuropameister Gotcha Ziziaschwili Ringer-EM Ringen, Griech.-römisch, (- 82 Kg), Männer
1995 Vize-Europameister Gal Fridman Mistral EM Segeln, Windsurfen, Männer
1995 Vize-Weltmeister Oren Smadja Judo-WM Judo, (- 71 kg), Männer
1995 Vizeweltmeister Gotcha Ziziaschwili Ringer-WM Ringen, Griech.-römisch, (- 82 Kg), Männer
1995 3. Platz Ran Schental + Nir Schental 470er-WM Segeln, 470er Jolle, Männer
1996 Vize-Weltmeister Gal Fridman Mistral WM Segeln, Windsurfen, Männer
1997 Vize-Weltmeister Amit Inbar Mistral WM Segeln, Windsurfen, Männer
1997 Vize-Europameister Eithan Urbach Schwimm-EM Schwimmen, 100 m Rücken, Männer
1997 Weltmeister Johar Abu Lashin IBO WM Boxen, Halbweltergewicht, Männer
1998 Weltmeister Michael Kolganov Kanurennsport-WM Kajak-Einer, 200 m, Männer
1998 Vize-Weltmeister Michael Kolganov Kanurennsport-WM Kajak-Einer, 500 m, Männer
1998 Vize-Weltmeister Amit Inbar Mistral WMt Segeln, Windsurfen, Männer
1998 3. Platz Youri Evseytchik Ringer-WM Ringen, Griech.-römisch, (- 130 Kg), Männer
1999 3. Platz Alexander Awerbuch Leichtathletik-WM Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
1999 Vize-Europameister Michael Halika Schwimm-EM Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
1999 Vize-Europapokalsieger A.S. Ramat-HaScharon Ronchetti Cup Basketball, Frauen
1999 Weltmeister Michael Kolganov Kanurennsport-WM Kajak-Einer, 200 m, Männer
1999 3. Platz Michael Beilin Ringer-WM Ringen, Griech.-römisch, (- 63 Kg), Männer

2000–2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Name/Mannschaft Meisterschaft Disziplin
2000 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal der Landesmeister Basketball, Männer
2000 Europameister Alexander Awerbusch Leichtathletik-Hallen-EM Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2000 Europameisterin Ayelet Ohayon Fecht-EM Fechten, Florett-Einzel, Frauen
2000 3. Platz Michael Halika Kurzbahn-WM Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
2001 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv Suproleague der FIBA Basketball
2001 Europameister Ariel Zeevi Judo-EM Judo, bis 100 kg, Männer
2001 Vize-Weltmeister Ariel Zeevi Judo-WM Judo, Offene Klasse, Männer
2001 Vize-Europameister Yoav Gath Kurzbahn-EM Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
2001 Vize-Weltmeister Alexander Awerbusch Leichtathletik-WM Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2001 3. Platz Michael Beilin Ringer-WM Ringen, Griech.-römisch, (- 63 Kg), Männer
2002 3. Platz Galit Chait + Sergei Sachnowski Eiskunstlauf-WM Eiskunstlauf, Eistanz
2002 3. Platz Vered Borochovski Kurzbahn-WM Schwimmen, 50 m Schmetterling, Frauen
2002 Vize-Europameister Gal Fridman Mistral EM Segeln, Windsurfen, Männer
2002 Weltmeister Gal Fridman Mistral WM Segeln, Windsurfen, Männer
2002 Europameister Alexander Awerbusch Leichtathletik-EM Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2002 3. Platz Adi Gafni + Larissa Pessakhovitch Kanurennsport-WM Kajak-Zweier, 1000 m, Frauen
2002 Vize-Weltmeister Alexander Danilov ISSF WM Schießen, Standardpistole 25 Meter, Männer
2003 Europameister Ariel Zeevi Judo-EM Judo, bis 100 Kg, Männer
2003 Weltmeister Gotcha Ziziaschwili Ringer-WM Ringen, Griech.-römisch, (- 130 Kg), Männer
2003 Weltmeisterin Lee Korzits Segel-WM Segeln, Windsurfen, Frauen
2003 3. Platz Gal Fridman Segel-WM Segeln, Windsurfen, Männer
2003 3. Platz Lior Karmi Kanurennsport-WM Kajak-Einer, 1000 m, Frauen
2004 Europapokalsieger Hapoel Jerusalem ULEB Eurocup Basketball, Männer
2004 Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2004 Vize-Europameister Joel Razvozov Judo-EM Judo, bis 73 kg, Männer
2004 Europameister Ariel Zeevi Judo-EM Judo, bis 100 kg, Männer
2004 3. Platz Nike Kornecki + Vered Buskila 470er-WM Segeln, 470er Jolle, Frauen
2005 Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2005 Vize-Europameister Joel Razvozov Judo-EM Judo, bis 73 kg, Männer
2005 Vize-Europameister Ariel Zeevi Judo-EM Judo, bis 100 kg, Männer
2005 Europameister Nationalmannschaft der Männer Judo-EM Judo, Teammeisterschaft, Männer
2005 Weltmeister Ilan Goldschmidt Taekwondo-WM Taekwondo, bis 62 kg, Männer
2006 Vize-Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2006 Europameister Alexander Awerbusch Leichtathletik-EM Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2006 3. Platz Gideon Kliger + Udi Gal 470er-WM Segeln, 470er Jolle, Männer
2007 3. Platz Gideon Kliger + Udi Gal Segel-WM Segeln, 470er Jolle, Männer
2008 Vize-Weltmeister Nationalmannschaft Schacholympiade Schach, Männer
2008 Vize-Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2008 3. Platz Gideon Kliger + Udi Gal 470er-WM Segeln, 470er Jolle, Männer
2008 3. Platz Schahar Tzuberi RS:X WM Segeln, Windsurfen, Männer
2009 3. Platz Alice Schlesinger Judo-WM Judo, (- 63 kg), Frauen
2009 Weltmeister Boris Gelfand Schachweltpokal Schach
2009 Vize-Weltmeister Nimrod Maschiach RS:X WM Segeln, Windsurfen, Männer
2009 Europameister Shahar Zubari RS:X EM Segeln, Windsurfen, Männer
2009 3. Platz Alexander Shatilov Turn-WM Kunstturnen, Boden, Männer
2009 Weltmeister Yuri Foreman WBA WM Boxen, Halbmittelgewicht, Männer

2010–2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Name/Mannschaft Meisterschaft Disziplin
2010 3. Platz Mannschaft Schacholympiade Schach, Männer
2010 Europameisterin Bat-El Gatterer Taekwondo-EM Taekwondo bis 57 kg, Frauen
2010 3. Platz Nimrod Maschiach RS:X - WM Segeln, Windsurfen, Männer
2010 Europameister Shahar Zubari RS:X - EM Segeln, Windsurfen, Männer
2010 Vize-Europameister Gideon Kliger + Eran Sela Segel-EM Segeln, 470er Jolle, Männer[8]
2011 Vize-Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2011 EuropaPokalsieger Elitzur Ramla EuroCup Women Basketball, Frauen
2011 3. Platz Neta Rivkin Turn-WM Rhythmische Sportgymnastik, Reifen, Frauen
2011 3. Platz Mannschaft Turn-WM Rhythmische Sportgymnastik, 3 Bänder und 2 Reifen, Frauen
2011 Vize-Europameister Alexander Shatilov Turn-EM Kunstturnen, Boden, Männer
2011 3. Platz Alexander Shatilov Turn-WM Kunstturnen, Boden, Männer
2011 Vize-Europameisterin Neta Rivkin EM der RSG Rhythmische Sportgymnastik, Keulen, Frauen
2011 Vize-Europameisterin Lee Korzits Segel-EM Segeln, Windsurfen, Frauen
2011 Weltmeisterin Lee Korzits Segel-WM Segeln, Windsurfen, Frauen
2011 3. Platz Nimrod Maschiach Segel-WM Segeln, Windsurfen, Männer
2012 Vize-Europameisterin Yarden Gerbi Judo-EM Judo, (- 63 kg), Frauen
2012 Europameister Ariel Zeevi Judo-EM Judo, (- 100 kg), Männer
2012 Vize-Weltmeister Boris Gelfand Schach-WM Schach
2012 Weltmeisterin Lee Korzits RS:X-WM Segeln, Windsurfen, Frauen
2012 Europameister Jonatan Kopelev Schwimm-EM Schwimmen, 50 m Rücken, Männer
2012 Vize-Europameister Guy Barnea Kurzbahn-EM Schwimmen, 50 m Rücken, Männer
2013 Weltmeisterin Yarden Gerbi Judo-WM Judo, (- 63 kg), Frauen
2013 Vize-Europameister Gal Nevo Kurzbahn-EM Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
2013 Europameister Alexander Shatilov Turn-EM Kunstturnen, Boden, Männer[9]
2013 Vize-Europameisterin Maayan Davidovich Segel-EM Segeln, Windsurfen, Frauen[10]
2013 Weltmeisterin Lee Korzits Segel-WM Segeln, Windsurfen, Frauen
2013 3. Platz Maayan Davidovich Segel-WM Segeln, Windsurfen, Frauen
2013 Europameister Sergey Richter Hallenschützen-EM Luftgewehr, 10 m Distanz, Männer[11]
2013 Vizeeuropameisterin Ilana Kratysch Ringer-EM Ringen, Freistil - 67 Kg, Frauen
2014 Vizeeuropameisterin Ilana Kratysch Ringer-EM Ringen, Freistil - 69 Kg, Frauen
2014 Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2015 Europameister Vladislav Bykanov Shorttrack-EM Eisschnelllauf, 3000 m, Männer
2015 Vizeweltmeisterin Hanna Knjasjewa-Minenko Leichtathletik-WM Dreisprung, Frauen
2015 Europameister Sagi Muki Europaspiele Judo, (- 73 kg), Männer
2015 Vizeeuropameister Or Sasson Europaspiele Judo, (über 100 kg), Männer
2015 Europameister Donald Sanford Europaspiele Laufen, 400m, Männer
2015 Europameister Mannschaft Europaspiele Laufen, 4 × 100m, Männer
2015 Europameisterin Olga Lenskay Europaspiele Laufen, 100m, Frauen
2015 Europameisterin Olga Lenskay Europaspiele Laufen, 200m, Frauen
2015 Vizeeuropameisterin Maor Tiyouri Europaspiele Laufen, 1500m, Frauen
2015 Vizeeuropameisterin Maor Tiyouri Europaspiele Laufen, 3000m, Frauen
2015 Vizeeuropameisterinnen Mannschaft Europaspiele Laufen, 4 × 100m, Frauen
2015 Europameisterin Hanna Knjasjewa-Minenko Europaspiele Dreisprung, Frauen
2015 Europameisterin Margaryta Dorozhon Europaspiele Speerwurf, Frauen
2015 Vizeeuropameisterinnen Mannschaft Europaspiele Rhythmische Sportgymnastik, Mehrkampf, Frauen
2015 Vizeeuropameisterinnen Mannschaft Europaspiele Rhythmische Sportgymnastik, Keulen und Reifen, Frauen
2015 Europameisterin Ilana Kratysch Europaspiele Ringen, (-69 kg), Frauen
2015 Europameister Ziv Kalontorov Europaspiele Schwimmen, 50m Freistil, Männer
2015 Vizeeuropameister Yakov Toumarkin Kurzbahn-EM Schwimmen , 200 m Rücken Männer
2015 Vizeeuropameister Yakov Toumarkin Kurzbahn-EM Schwimmen , 100 m Lagen. Männer
2016 Vizeeuropameister Alexei Bychenko Eiskunstlauf-EM Einzel, Männer
2016 Vizeeuropameister Yakov Toumarkin Schwimm-EM Schwimmen , 200 m Rücken. Männer
2016 Vizeeuropameister Gal Nevo Schwimm-EM Schwimmen , 200 m Lagen. Männer
2016 Vizeeuropameisterin Ilana Kratysch Ringer-EM Ringen, Freistil - 69 Kg, Frauen

Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Basketball in Israel

Die bisher größten Erfolge kann Israel im Basketball verzeichnen. Der größte Erfolg der Nationalmannschaft ist der zweite Platz in der Basketball-Europameisterschaft 1979 in Italien. Die Stärke des israelischen Basketballs liegt jedoch auf der Vereinsebene. So gewann der israelische Rekordmeister Maccabi Tel Aviv zwischen 1977 und 2005 fünfmal den Europa-Cup und 1981 den Europapokal; das Frauen-Team von Elitzur Ramle gewann 2011 den Eurocup der Frauen.

Die Ligat ha'Al ist die höchste Basketball-Liga in Israel. Sie wurde im Jahre 1954 gegründet. Insgesamt nehmen pro Saison elf Basketballvereine an der Landesmeisterschaft teil.

Eissportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eissportarten in Israel begannen im Jahr 1986, als das erste Eisstadion in Kiryat Motzkin eröffnet wurde. Der Eishockey- und Eiskunstlaufverband wurden 1988 gegründet und wurde 1990 in die Internationale Eishockey-Föderation aufgenommen. Später wurde der Verband in einen Eishockey- und einen Eiskunstlaufverband aufgeteilt. Mit der Masseneinwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion ab 1989 kamen auch viele Sportler, darunter auch in Wintersportarten. Die Israelische Eishockeyliga startete im Jahr 1990.

Seit 2005 gibt es in Israel drei Eishallen, die olympische Anlage mit einer kleineren Trainingshalle, dass Kanada-Center in Metula und eine kleine Eisbahn in der Stadt Ma’alot. Der bisher größte Erfolg des Teams war der Aufstieg in die WM-Division I im Jahr 2005, aus der es allerdings nach nur einem Turnier wieder absteigen musste.

Erstmals holte 2016 ein Israeli eine EM-Medaille im Eiskunstlauf. Alexei Bychenko gewann Silber bei der Europameisterschaft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava im Einzelwettbewerb der Männer. [12]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des israelischen Fußballverbandes

Die Israel Football Association ist der Fußballverband Israels. Er organisiert neben der Nationalmannschaft auch die nationalen Ligawettbewerbe. Die höchste Spielklasse ist die Ligat ha’Al, die zweithöchste die Liga Leumit, danach die zweigleisige Liga Alef, (Nord und Süd). Die vierthöchste Spielklasse ist die viergleisige Liga Bet, (Nord A B und Süd A B), danach folgt die fünfgleisige Liga Gimel.

Der Titel Fußballer des Jahres wird seit 1965 alljährlich von der israelischen Zeitung Maariv zum Ende des Spieljahres vergeben.

Der Israelische Fußballpokal wird im einfachen K.-o.-System ohne Rückspiel abgehalten. Von 1956 bis 1989 wurde der Israelische Fußball-Supercup zum Beginn einer Saison zwischen dem israelischen Meister und dem israelischen Pokalsieger der abgelaufenen Saison in einem einzigen Spiel aufeinander ausgetragen. Seit 1982 findet jährlich der Ligapokal von Israel als Vorsaisonturnier statt. Der untergeordneten sportlichen Bewertung steht ein relativ hohes Preisgeld gegenüber

International sind die Erfolge des israelischen Fußballs jedoch eher bescheiden. 2008 stand das Land einige Zeit auf Platz 15 der Fifa-Weltrangliste, dem höchsten Rang, den es in seiner Geschichte erreicht hat.

Tennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Israels Davis-Cup Team, 2009

Seit 1949 nehmen die Herren am Davis-Cup teil. Das beste Ergebnis erzielte die Mannschaft im Jahr 2009, als man bis ins Halbfinale vorstoßen konnte. Die Frauen nehmen seit 1972 am Fed Cup teil.

Das ATP-Turnier von Tel Aviv (offiziell Tel Aviv Open), war in den Jahren 1979–1996 ein Herrentennisturnier im Rahmen der ATP Tour. Gespielt wurde im Freien auf Hartplätzen, Veranstaltungsort war das Canada Stadium im Israel Tennis Center im Tel Aviver Vorort Ramat haScharon.

Grand Slam Siege:
1991 Anna Smaschnowa Mädcheneinzel French Open
2004 Shahar Peer Mädcheneinzel Australian Open
2006 Andy Ram Mixed Wimbledon
2007 Andy Ram Mixed French Open
2008 Jonathan Erlich Herrendoppel Australian Open
2008 Andy Ram Herrendoppel Australian Open

Weitere erfolgreiche israelische Tennisspieler sind:
Gilad Bloom, Julia Glushko, Harel Levy, Jewgenija Simonowna Linezkaja, Amos Mansdorf, Tzipora Obziler, Dudi Sela, Harel Srugo, Amir Weintraub

Sportverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei bedeutenden Sportorganisationen sind: Makkabi, HaPoel und Betar. Daneben gibt es noch als größere Verbände Elitzur und A.S.A.[13]

Makkabi: Er ist der älteste Sportverband in Israel. Gegründet wurde er bereits 1912, hervorgegangen aus dem schon 1906 gegründeten ersten jüdischen Sportverein in Palästina, „Rishon le-Zion“ Yaffo, der sich die zionistischen Sportverbände in Europa zum Vorbild nahm. Die zionistischen europäischen Sportvereine wiederum waren von der deutschen Turnbewegung und der Idee eines „Muskeljudentums“ von Max Nordau inspiriert. Der Makkabi Sportverband stand dem politischen Zionismus nahe.

Die Makkabi-Bewegung ist nach den jüdischen Freiheitskämpfern, den Makkabäern genannt, die für ein wehrhaftes Judentum standen, das sich nicht von anderen Völkern unterdrücken lässt.

Makkabi war bis zur Gründung von HaPoel die einzige Sportverband in Israel und hat sich so um die Institutionalisierung des Sportes verdient gemacht. So hat er etwa das Israelische Olympia-Komitee begründet. Seit 1932 richtet er außerdem die Makkabiade aus und ist Mitglied in der Maccabi World Union.

HaPoel: HaPoel („Der Arbeiter“) ist heute der größte israelische Sportverband. Er wurde als Teil der allgemeinen Arbeitergewerkschaft in Israel, Histadrut gegründet. Ziel der Vereinigung ist bis heute „die Pflege der Körperkultur und des Sportes unter den Arbeitern“. Im April 1924 gründete eine Gruppe von Arbeitern in Haifa eine Fußballmannschaft mit dem Namen Hapoel Haifa. Zwei Jahre später, im Mai 1926, wurde der landesweite Verband gegründet. Das Logo des Verbands zeigt einen Sportler in Rot in einem stilisierten Hammer und Sichel.

1927 schloss sich HaPoel dem internationalen Verband der Arbeitersportvereine, dem Confédération Sportive Internationale du Travail an. Sportvereine, die sich als sozialistisch definierten, schlossen sich eher HaPoel an als Makkabi, der als „bürgerlich“ galt.

In den 1930er Jahren konnte der Verband ein bedeutendes Wachstum verzeichnen, mehrere Dutzend Vereine schlossen sich ihm an, und er vertrat bald über 10.000 Mitglieder.

Neun der elf Ermordeten des Olympia-Massakers von München 1972 waren Mitglieder von HaPoel.

Betar: Der Sportverband Betar (die Abkürzung steht für Brit HaNoar HaIvri al shem Joseph Trumpeldor, Hebräischer Jugendbund Joseph Trumpeldor) wurde 1924 gegründet. Er ist ein Unterverband der innerhalb der revisionistische Betar-Bewegung.

Der bekannteste, ihr angehörende Club ist der Fußballverein Beitar Jerusalem.

Elitzur: Die religiös-zionistischen Sportvereine schlossen sich im 1939 gegründeten Dachverband Elitzur zusammen. Das Basketballteam von Elitzur Ramle gewann 2011 den Eurocup der Frauen. Vereine von Elitzur haben in der Regel keine Abteilung für Fußball, da Fußball in erster Linie am Sabbat, dem jüdischen Ruhetag gespielt wird. [14]

A.S.A: Der Sportverband A.S.A.(Akademische Sport Assoziation) wurde 1953 gegründet. In ihm sind vor allem Sportvereine von Universitäten und Hochschulen aktiv. Der Verband beteiligt sich auch an internationale Wettkämpfe mit anderen Hochschulen, z.B. an der Universiade. [15]

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntere israelische Sportvereine sind:
Hapoel Akko, Aschdod: Maccabi Aschdod , MS Aschdod, Hapoel Aschkelon, HC Bat Yam, Hapoel Be’er Scheva, Hapoel Gilboa Galil, Haifa: Hapoel Haifa, Maccabi Haifa, Haifa Hawks, Herzlia: Bnei Herzlia, Maccabi Herzlia, Holon: Hapoel Holon, HC Holon, HC Maccabi Amos Lod, Maccabi Jaffa, Jerusalem: Beitar Jerusalem, Hapoel Jerusalem, Hapoel Katamon Jerusalem, Hapoel Ironi Kirjat Schmona, Hapoel Kfar Saba, HC Ma’alot, Metulla: HC Metulla, Maccabi Metulla, Ironi Naharija, Maccabi Ahi Nazareth, Hapoel Nazareth Illit, Maccabi Netanja, Petach Tikwa: Hapoel Petach Tikwa, Maccabi Petach Tikwa, Hapoel Ra’anana, Hapoel Ramat Gan, Hapoel Ironi HaScharon, Rischon LeZion: Hapoel Ironi Rischon LeZion, Maccabi Rischon LeZion , FC Bnei Sachnin, Hapoel Taibe, Tel Aviv: Bne Jehuda Tel Aviv, Hapoel Tel Aviv, Maccabi Tel Aviv, ASA Tel-Aviv FC , Shimshon Tel Aviv

Makkabiade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maccabiah Insignia.svg
Hauptartikel: Makkabiade

Die Makkabiade ist die größte internationale jüdische Sportveranstaltung und ist ähnlich wie die Olympischen Spiele konzipiert. Sie entstand während der Zionismusbewegung der 1930er-Jahre aus der jüdischen Makkabi-Sportbewegung.

Die Organisation liegt beim Makkabi-Weltverband. Die erste Makkabiade wurde 1932 in Tel Aviv ausgetragen. Seit 1953 findet sie regelmäßig alle vier Jahre in Israel statt, das nächste Mal 2017.

Europaspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des Ausschlusses aus den asiatischen und die Aufnahme in die europäischen Sportverbänden nimmt Israel auch an den seit 2015 ausgetragenen Europaspielen teil.

Medaillenspiegel:

Jahr Platz Gold Silber Bronze
2015 22 2 4 6
2019

Asienspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Asienspiele

Israel nahm von 1954 bis 1974 an den Asienspielen teil. Für die Asienspiele 1962 in Jakarta erhielten israelische Sportler kein Visum.

Seit 1978 ist Israel von den Asienspielen ausgeschlossen.

Medaillenspiegel:

Jahr Platz Gold Silber Bronze
1954 7 2 1 1
1958 16 0 0 2
1966 9 3 5 3
1970 6 6 6 5
1974 6 7 4 8

Boykotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt immer wieder Boykotte und andere Unsportlichkeiten gegenüber israelischen Sportlern und Sportveranstaltungen in Israel. Die sind politisch, religiös oder ethnisch motiviert.

1978 wurde Israel aus den asiatischen Sportverbänden ausgeschlossen. Die Aufnahme in die meisten europäischen Verbände wurde von den Ostblockstaaten abgelehnt. Die israelische Nationalmannschaft musste in den folgenden Jahren bei der WM- und Olympia-Qualifikation in der Gruppe für Ozeanien teilnehmen, konnte aber nicht an den dortigen kontinentalen Meisterschaften teilnehmen. Erst mit dem Ende des Kalten Krieges wurde Israel in die übrigen europäischen Sportverbände aufgenommen.

  • 2009 wurde der Tennisspielerin Schahar Pe'er die Einreise zu einem Tennisturnier in Dubai verweigert. [18]
  • 2011 wurde der iranische Schach-Großmeister Ehsan Ghaem Maghami von einem internationalen Schachturnier in Frankreich ausgeschlossen. Er hatte sich geweigert, gegen seinen israelischen Kontrahenten Ehud Shachar anzutreten. [19]
  • Im Juni 2013, beim internationalen Golden Grand Prix Turnier der Ringer in Sassari auf Sardinien verweigerte die ägyptische Ringerin Enas Mostafa ihrer israelischen Halbfinalgegnerin Ilana Kratysch den obligatorischen Handschlag. Während des Kampfes brach sie Kratysch zwei Finger und biss ihr in den Rücken, bis sie blutete. [20][21]
  • Am 8. August 2017 hat sich ein 16-jähriger Muslim aus Sumei in Westgaliläa geweigert, beim Viertelfinale der Jugend-Weltmeisterschafen im Thaiboxen in Thailand gegen den Israeli Amit Mdah anzutreten. [22]

Wingate Institut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wingate Institute ist Israels nationale Zentrum für Leibeserziehung und Sport. Es wurde 1957 eingeweiht und ist zu Ehren des britischen Generalmajors Orde Wingate "Der Freund Israels" benannt und befindet sich in Netanja.

Das Institut erforscht die pädagogischen, beruflichen und wissenschaftlichen Ressourcen des Sportes und ist für die Entwicklung des Sportunterrichts, des Breiten- und Spitzensports und Sport als Mittel zur sozialen und physischen Rehabilitation zuständig. Das Institut dient als Ausbildungszentrum für Lehrer und Trainer, ist Stützpunkt für die israelischen Nationalteams, der Olympia-Teams, ist Gastgeber von internationaler sportwissenschaftlichen Konferenzen und koordiniert die Aktivitäten verschiedener Sportverbände und -organisationen. Es untersteht dem israelischen Sport- und Kulturministeriums. [23]

Als Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen auf dem Gebiet der Bildung, Sport Medizin und Forschung, hat der damalige israelische Staatspräsident, Chaim Herzog 1989 dem Wingate Institut den Israel-Preis verliehen.

Ruhmeshalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die International Jewish Sports Hall of Fame wurde am 7. Juli 1981 in Netanja, Israel gegründet. Die ersten Ehrungen wurden aber bereits 1979 ausgesprochen. Geehrt werden in der Ruhmeshalle Sportler und Sportlerinnen, sowie Sportfunktionären und -Journalisten jüdischen Glaubens. Die Ehrung wird unabhängig von der Nationalität der Person vorgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.einzigartiges-israel.de/html/165-sport.html, abgerufen am 2. April 2014
  2. Arnd Krüger, Astrid Sanders: Jewish Sports in the Netherlands and the Problems of Selective Memory. Journal of Sport History 26(1999), 2, 271-286.
  3. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  4. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel+Rule+Britannia+The+British+Influence+and+the+Maccabiah+Games.htm, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  5. Arnd Krüger: Die Olympischen Spiele 1936 und die Weltmeinung. Ihre außenpolitische Bedeutung unter besonderer Berücksichtigung der USA. (=Sportwissenschaftliche Arbeiten, Bd.7.) Bartels & Wernitz, Berlin 1972, ISBN 3-87039-925-2.
  6. http://www.israelnetz.com/uploads/tx_booklet/2013_03_Israelreport.pdf
  7. http://www.t-online.de/sport/olympia/id_42557514/oc-iraner-bei-jugendspielen-verletzt.html
  8. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/segel-europameisterschaft-silber-fuer-israel-17096/#.U2-Ul1eFbX5, abgerufen am 11. Mai 2014
  9. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/turn-em-gold-fuer-israel-22388/#.U2-opFeFbX5 abgerufen am 11. Mai 2014
  10. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/israelin-surft-silber-20079/#.U4I5wSiFbX5, abgerufen am 25. Mai 2014
  11. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/sportschiessen-em-titel-fuer-israeli-22122/#.U1gXx1eFbX4
  12. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/erster-israeli-gewinnt-medaille-bei-eiskunstlauf-em-94833/
  13. http://israelschweiz.com/2012/07/31/sport-in-israel/, abgerufen am 2. April 2014
  14. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel/Politics+and+Sport+The+Development+of+the+Different+Sports+Organisations.htm, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  15. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel/Politics+and+Sport+The+Development+of+the+Different+Sports+Organisations.htm, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  16. http://www.israelnetz.com/uploads/tx_booklet/2013_03_Israelreport.pdf
  17. http://www.t-online.de/sport/olympia/id_42557514/oc-iraner-bei-jugendspielen-verletzt.html
  18. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/vortrag-ueber-sportboykotte-gegen-israel-16496/#.U1gLGFeFbX4
  19. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/iranischer-schachspieler-verweigert-spiel-gegen-israeli-19350/#.U1gPF1eFbX4
  20. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/schmerzhafte-medaille-22612/#.U1gX61eFbX4
  21. http://www.israelnetz.com/uploads/tx_booklet/2013_03_Israelreport.pdf
  22. https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/sport/2017/08/10/palaestinensischer-boxer-verweigert-kampf-gegen-israeli/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bdata%5D=date%3AU&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bstrftime%5D=%25y-%25m-%25d&cHash=881bf1c5797a9c115a398a961ba5a321, abgerufen am 19. August 2017
  23. http://www.jewishsports.net/wingate_institute.htm%7Cwww.jewishsports, englisch, abgerufen am 11. August 2015