Olympische Winterspiele 2010/Eishockey (Herren)/Kader

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Olympische Ringe
Eishockey

Die Kader des olympischen Eishockeyturniers der Herren 2010 bestanden aus insgesamt 276 Spielern in zwölf Mannschaften. Das Turnier fand zwischen dem 16. und 28. Februar im Rahmen der XXI. Olympischen Winterspiele im kanadischen Vancouver statt. Zum vierten Mal nach Nagano 1998, Salt Lake City 2002 und Turin 2006 war es auch Spielern der nordamerikanischen Profiliga National Hockey League erlaubt, am Wettbewerb teilzunehmen.

Nominierungsverfahren
 
Kaderlisten
Deutschland Finnland Kanada
Lettland Norwegen Russland
Schweden Schweiz Slowakei
Tschechien Vereinigte Staaten Weißrussland
 
Weblinks
Einzelnachweise

Nominierungsverfahren[Bearbeiten]

Vor dem Start des olympischen Eishockeyturniers musste jede teilnehmende Nation einen Kader benennen, der 20 Feldspieler und drei Torhüter für eine Maximalanzahl von 23 Akteuren umfasste. Dieser musste bis spätestens 15. Februar 2010, einen Tag vor dem Turnierstart, benannt werden. Zuvor gaben die zwölf teilnehmenden Nationen zwischen dem 23. Dezember 2009 und dem 1. Januar 2010 einen provisorischen Kader bekannt.[1] Der bindende Kader des 15. Februar konnte jedoch vom provisorischen abweichen. Erst nach der Bestätigung der Maximalanzahl von 23 Spielern durch die Internationale Eishockey-Föderation IIHF durften keine weiteren Spieler nachnominiert werden.[2] Die Verbände entschieden sich bei den Feldspielern entweder für die offensive Variante mit 13 Stürmern und sieben Verteidigern oder die defensivere Ausrichtung mit nur zwölf Angreifern und dafür acht Abwehrspielern.

Nation Bekanntgabedatum Angreifer Verteidiger Torhüter
DeutschlandDeutschland Deutschland 30. Dez. 2009 12 8 3
FinnlandFinnland Finnland 30. Dez. 2009 13 7 3
KanadaKanada Kanada 30. Dez. 2009 13 7 3
LettlandLettland Lettland 29. Dez. 2009 12 8 3
NorwegenNorwegen Norwegen 29. Dez. 2009 13 7 3
RusslandRussland Russland 25. Dez. 2009 12 8 3
SchwedenSchweden Schweden 27. Dez. 2009 12 8 3
SchweizSchweiz Schweiz 30. Dez. 2009 12 8 3
SlowakeiSlowakei Slowakei 29. Dez. 2009 13 7 3
TschechienTschechien Tschechien 30. Dez. 2009 12 8 3
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 01. Jan. 2010 13 7 3
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 23. Dez. 2009 12 8 3

Um nach den Regeln des Eishockey-Weltverbandes für ein Nationalteam spielberechtigt zu sein, musste er diverse Kriterien erfüllen. Zum einen musste er Staatsbürger der Nation sein und der Zuständigkeit des nationalen Verbandes unterliegen.
Sollte ein Spieler nach dem Erwerb der Staatsbürgerschaft für sein Land erstmals bei einem von der IIHF ausgetragenen Wettbewerb teilnehmen, trat die sogenannte Zwei-Jahre-Regel in Kraft. Diese beinhaltete, dass der Spieler die generellen Kriterien des Weltverbandes erfüllen musste. Zudem musste nachgewiesen werden, dass er mindestens zwei Jahre lang ohne Unterbrechung in den nationalen Wettbewerben seines neuen Heimatlandes aktiv gewesen war und währenddessen nicht in ein anderes Land transferiert wurde oder dort gespielt hatte. Das zweite zusätzliche Kriterium besagte, dass der Spieler im Besitz einer Internationalen Transfer-Karte (ITC) sein musste, die den Wechsel in sein neues Heimatland bestätigte und von der IIHF mindestens zwei Jahre vor dem Beginn des Wettbewerbs, an dem er teilnehmen möchte, datiert war.
Hatte ein Spieler die Staatsbürgerschaft gewechselt, war aber schon zuvor in einem IIHF-Wettbewerb aktiv gewesen, so galt die sogenannte Vier-Jahre-Regel. Dabei traten sämtliche vorangegangenen Kriterien in Kraft, allerdings betrug die Sperrfrist vier statt zwei Jahre.[3]

Legende[Bearbeiten]

Allgemein
Nr. Trikotnummer des Spielers
Pos Sturmposition des Spielers F Allrounder
C Center
LW Linker Flügel
RW Rechter Flügel
Team Vereinsmannschaft während des Turniers
Statistiken
Sp Spiele S Siege
T Tore N Niederlagen
V Vorlagen Min gespielte Minuten
Pkt Scorerpunkte GT Gegentore
SM Strafminuten SO Shutouts
+/– Plus/Minus Sv% gehaltene Schüsse (in Prozent)
GAA Gegentorschnitt

DeutschlandDeutschland Deutschland[Bearbeiten]

Der Kader des deutschen Teams wurde am 30. Dezember 2009 bekannt gegeben. Der Bundestrainer Uwe Krupp berief dabei – neben drei Torhütern – acht Verteidiger und zwölf Angreifer in das Aufgebot.[4][5][6] Allerdings wurde am 21. Januar 2010 bekanntgegeben, dass das Team mit 26 Akteuren nach Vancouver anreisen werde, um mögliche Verletzungen kurzfristig kompensieren zu können.[7]

Marco Sturm führte das deutsche Aufgebot an
Aufgebot

Nach dem schwachen Abschneiden Deutschlands bei der Weltmeisterschaft 2009 schickte der Deutsche Eishockey-Bund einen in großen Teilen veränderten Kader in die Olympischen Winterspiele. So gehörten lediglich zehn Spieler dem Kader an, die im April 2009 bei der Weltmeisterschaft aufliefen, und nur sieben, die an den Olympischen Winterspielen 2006 teilnahmen. Die prominentesten Spieler im Kader waren die NHL-Akteure Marco Sturm von den Boston Bruins, Jochen Hecht von den Buffalo Sabres und Christian Ehrhoff von den Vancouver Canucks. Sie bildeten auf ihrer jeweiligen Position das Herzstück des Teams. Des Weiteren kamen mit Dennis Seidenberg, Marcel Goc, Alexander Sulzer und Thomas Greiss weitere NHL-Spieler hinzu sowie zunächst auch Philip Gogulla von den Portland Pirates aus der American Hockey League. Den größten Teil des Aufgebots machten allerdings Spieler aus der Deutschen Eishockey Liga aus. Allein ein Viertel der 16 DEL-Spieler standen beim ERC Ingolstadt unter Vertrag, der damit das größte Kontingent stellte. Dennoch verfügten auch diese über ausreichend Erfahrung. Dimitri Pätzold, Jason Holland, Chris Schmidt und John Tripp waren ebenfalls schon in der NHL aktiv und die Stürmer Thomas Greilinger, Michael Wolf und Marcel Müller gehörten zu den Topscorern der DEL. Der jüngste Spieler im Kader war Verteidiger Korbinian Holzer.[4][5][6]

Thomas Greiss war einer von drei Torhütern im Kader
Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Acht Deutsche hatten bereits an Olympischen Winterspielen teilgenommen – Thomas Greiss, Christian Ehrhoff, Dennis Seidenberg, Marco Sturm, Alexander Sulzer, Marcel Goc, Jochen Hecht und Sven Felski. Ehrhoff und Seidenberg waren, ebenso wie Sturm und Hecht, schon bei zwei olympischen Eishockeyturnieren vertreten. Während die ersten beiden 2002 und 2006 im Kader standen, spielten Sturm und Hecht 2002 und als einzige Deutsche auch schon 1998 in Nagano. Auch für die Olympischen Winterspiele 2006 waren beide nominiert, mussten ihre Teilnahme aber wegen einer Verletzung absagen.[4][5][6]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Wie wenige Wochen vor der Bekanntgabe in einem Interview angekündigt, verzichtete Krupp im vorläufigen Aufgebot zunächst auf einige Akteure aus der NHL, die in ihren Teams nur eine untergeordnete Rolle spielten, und griff auf Spieler aus der nationalen Liga zurück.[8] So wurden die erfahrenen Jochen Hecht von den Buffalo Sabres und Christoph Schubert von den Atlanta Thrashers vorerst nicht nominiert. Diese Spieler wurden aber ebenso wie zehn weitere in den zwölfköpfigen Reservekader berufen, dessen Spieler bis zum 15. Februar auf Abruf bereitstanden.[4][5][6] Darin befinden sich unter anderem auch Rob Zepp und Sven Butenschön.[9] Weitere in Nordamerika tätige Spieler wie Felix Schütz und Robert Dietrich fanden auch darin keine Berücksichtigung; ebenso nicht Dimitrij Kotschnew und Eduard Lewandowski, die in der Kontinentalen Hockey-Liga unter Vertrag standen. Der seit März 2008 unter Dopingverdacht stehende Florian Busch von den Eisbären Berlin war vom Bundestrainer ebenfalls nicht im vorläufigen 35-köpfigen Aufgebot aufgeführt worden, bekam aber eine Woche nach Bekanntgabe des Kaders in Aussicht gestellt, dass er bei einer Freigabe durch die Nationale Anti-Doping Agentur NADA noch Chancen auf eine Nominierung habe.[10] Am 19. Januar gab DEB-Sportdirektor Franz Reindl den endgültigen Verzicht auf Busch bekannt, der kurz zuvor wieder in den Testpool der NADA aufgenommen worden war. Die Absage begründete er damit, dass eine Ausnahmegenehmigung durch den Deutschen Olympischen Sportbund DOSB nicht fristgerecht hätte ausgestellt werden können.[11]

Nachnomnierungen

Jochen Hecht wurde letztlich aber am 21. Januar 2010 in das definitive Aufgebot aufgenommen.[7][12] Er nahm den Platz von Philip Gogulla ein. Ebenso wurden am Tag der definitiven Bekanntgabe des Kaders Jason Holland und Alexander Barta durch Sven Butenschön und Kai Hospelt ersetzt.[13]

Offizielle

Der Betreuerstab der deutschen Auswahl setzte sich aus vier ehemaligen Spielern zusammen. An dessen Spitze stand Uwe Krupp, der als erster Deutscher den Stanley Cup gewann. Er bekleidete das Amt des Bundestrainers seit Dezember 2005 und führte die Deutschen im ersten Jahr seiner Tätigkeit aus der Division I zurück in die Weltgruppe. Als sein Assistent fungierte Ernst Höfner, der jahrelang in Deutschlands höchster Spielklasse aktiv war und gleichzeitig bei den deutschen U20-Junioren als Hauptverantwortlicher hinter der Bande agierte. Franz Reindl bekleidete – wie bei Weltmeisterschaften auch – die Position des sogenannten General Managers. Reindl war seit 1992 als Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes tätig.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
Alexander Barta C 02. Feb. 1983 ersetzt durch Kai Hospelt am 15. Februar[13] Hamburg Freezers
11 Sven FelskiA LW 18. Nov. 1974 4 0 0 0 2 ±0 Eisbären Berlin
57 Marcel Goc C 24. Aug. 1983 4 2 1 3 0 –1 Nashville Predators
Philip Gogulla LW 31. Juli 1987 ersetzt durch Jochen Hecht am 21. Januar[13] Portland Pirates
39 Thomas Greilinger LW 06. Aug. 1981 4 0 0 0 2 –2 ERC Ingolstadt
17 Jochen Hecht C 21. Juni 1977 4 0 1 1 2 –2 Buffalo Sabres
18 Kai Hospelt F 23. Aug. 1985 4 0 1 1 2 –4 Grizzly Adams Wolfsburg
9 Manuel Klinge RW 05. Sep. 1984 4 1 0 1 0 –6 Kassel Huskies
25 Marcel Müller LW 10. Juli 1988 4 0 2 2 12 –5 Kölner Haie
15 Travis James Mulock C 25. Juni 1985 4 0 0 0 2 –3 Eisbären Berlin
24 André Rankel RW 27. Aug. 1985 4 0 1 1 0 ±0 Eisbären Berlin
19 Marco SturmC LW 08. Sep. 1978 4 0 1 1 0 –2 Boston Bruins
21 John Tripp RW 04. Mai  1977 4 1 0 1 2 ±0 Hamburg Freezers
16 Michael Wolf RW 24. Jan. 1981 4 0 0 0 2 –2 Iserlohn Roosters
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
2 Michael Bakos 02. Mär. 1979 4 0 0 0 0 –2 ERC Ingolstadt
6 Sven Butenschön 22. Mär. 1976 4 0 0 0 2 –1 Adler Mannheim
10 Christian Ehrhoff 06. Juli 1982 4 0 0 0 4 –1 Vancouver Canucks
38 Jakub Ficenec 11. Feb. 1977 4 0 0 0 4 –5 ERC Ingolstadt
Jason Holland 30. Apr. 1976 ersetzt durch Sven Butenschön am 15. Februar[13] DEG Metro Stars
5 Korbinian Holzer 16. Feb. 1988 4 0 0 0 2 –1 DEG Metro Stars
7 Chris Schmidt 01. Mär. 1976 4 0 1 1 2 –2 Adler Mannheim
84 Dennis SeidenbergA 18. Juli 1981 4 1 0 1 2 ±0 Florida Panthers
52 Alexander Sulzer 30. Mai  1984 4 0 0 0 4 –6 Nashville Predators
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
44 Dennis Endras 14. Juli 1985 Augsburger Panther
1 Thomas Greiss 29. Jan. 1986 3 0 3 178:51 15 0 81,48 5,03 San Jose Sharks
32 Dimitri Pätzold 03. Feb. 1983 1 0 1 60:00 5 0 85,71 5,00 ERC Ingolstadt
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer DeutschlandDeutschland Uwe Krupp 24. Juni 1965
Assistenztrainer DeutschlandDeutschland Ernst Höfner 21. Sep. 1957
General Manager DeutschlandDeutschland Franz Reindl 24. Nov. 1954
Mannschaftsführer DeutschlandDeutschland Klaus Merk 26. Apr. 1967

FinnlandFinnland Finnland[Bearbeiten]

Finnland gab seinen Kader für das olympische Eishockeyturnier am 30. Dezember 2009 bekannt. Seitens des finnischen Verbandes wurden 13 Angreifer, sieben Verteidiger und drei Torwarte nominiert.[4][14][15] Mit Ville Peltonen stammte der finnische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.[16]

Teemu Selänne war einzige Akteur, der schon 1992 bei Olympia spielte
Aufgebot

Im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2009 standen nur sechs Spieler im Kader des Silbermedaillengewinners von Turin. Dafür waren aber 15 Spieler zurückgekehrt, die 2006 im Finale den Schweden unterlagen. Angeführt wurde die Mannschaft von den erfahrenen Spielern Teemu Selänne, Jere Lehtinen, Saku Koivu, Ville Peltonen, Kimmo Timonen und Sami Salo, die vor allem durch ein starkes Torhüter-Trio um Niklas Bäckström, Miikka Kiprusoff und Antero Niittymäki unterstützt wurden. Dazu kamen einige hoffnungsvolle junge Spieler. Hauptsächlich setzten sich die Nominierten aus Akteuren zusammen, die in der National Hockey League unter Vertrag standen; sie machten allein 18 der 23 Teilnehmer aus. Vier Spieler waren in der Kontinentalen Hockey-Liga aktiv sowie ein weiterer in der schwedischen Elitserien. Überraschenderweise wurde kein Spieler aus der nationalen SM-liiga ins Aufgebot berufen. Mit Saku und Mikko Koivu sowie Jarkko und Tuomo Ruutu stellten die Finnen zwei von insgesamt sechs Brüderpaaren des olympischen Eishockeyturniers.[4][14][15]

Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Mit Teemu Selänne und Jere Lehtinen bestritten zwei Finnen bereits ihre fünften Olympischen Spiele. Während Lehtinen neben dem Silbermedaillegewinn 2006 in Turin auch eine Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer gewann, war Selänne der einzige Akteur des gesamten Turniers, der schon bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville zum Kader der Finnen gehörte. Ville Peltonen, Saku Koivu und Kimmo Timonen liefen in ihren vierten Winterspielen auf.[4]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Bei der Nominierung keine Beachtung fanden im Sturm Jussi Jokinen von den Carolina Hurricanes, Ville Leino von den Philadelphia Flyers und Hannes Hyvönen vom HK Dinamo Minsk. Auch auf der stark besetzten Position im Tor hatten Pekka Rinne und Tuukka Rask das Nachsehen. Der erfahrene Petteri Nummelin wurde ebenso nicht nominiert.[4][14]

Offizielle

Der finnische Cheftrainer Jukka Jalonen war erst seit Sommer 2008 im Amt und beerbte den Kanadier Doug Shedden. Bei seinem einzigen großen Turnier belegte er bei der Weltmeisterschaft 2009 den fünften Rang.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
51 Valtteri Filppula C 20. Mär. 1984 6 3 0 3 0 +1 Detroit Red Wings
10 Niklas Hagman LW 05. Dez. 1979 6 4 2 6 2 –3 Calgary Flames
62 Jarkko Immonen C 19. Apr. 1982 6 0 0 0 0 ±0 Ak Bars Kasan
12 Olli Jokinen C 05. Dez. 1978 6 3 1 4 2 +1 New York Rangers
39 Niko Kapanen C 29. Apr. 1978 6 0 2 2 0 ±0 Ak Bars Kasan
9 Mikko Koivu C 12. Mär. 1983 6 0 4 4 2 ±0 Minnesota Wild
11 Saku KoivuC C 23. Nov. 1974 6 0 2 2 6 +1 Anaheim Ducks
26 Jere Lehtinen RW 24. Juni 1973 6 0 0 0 0 –1 Dallas Stars
20 Antti Miettinen RW 03. Juli 1980 6 1 0 1 0 –3 Minnesota Wild
16 Ville Peltonen LW 24. Mai  1973 6 0 1 1 2 +3 HK Dinamo Minsk
37 Jarkko Ruutu RW 23. Aug. 1975 6 2 1 3 14 +3 Ottawa Senators
15 Tuomo Ruutu C 16. Feb. 1983 6 1 0 1 2 –1 Carolina Hurricanes
8 Teemu SelänneA RW 03. Juli 1970 6 0 2 2 0 –1 Anaheim Ducks
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
5 Lasse Kukkonen 18. Sep. 1981 6 0 1 1 4 +1 HK Awangard Omsk
18 Sami Lepistö 17. Okt. 1984 6 0 1 1 6 –3 Phoenix Coyotes
32 Toni Lydman 25. Sep. 1977 6 0 0 0 2 +1 Buffalo Sabres
21 Janne Niskala 22. Sep. 1981 6 0 2 2 2 –2 Frölunda HC
25 Joni Pitkänen 19. Sep. 1983 5 1 2 3 29 –1 Carolina Hurricanes
6 Sami Salo 02. Sep. 1974 6 1 1 2 4 +2 Vancouver Canucks
44 Kimmo TimonenA 18. Mär. 1975 6 2 2 4 2 +2 Philadelphia Flyers
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
33 Niklas Bäckström 13. Feb. 1978 2 1 0 109:52 2 1 95,24 1,09 Minnesota Wild
34 Miikka Kiprusoff 26. Okt. 1976 5 3 2 250:08 11 1 89,42 2,64 Calgary Flames
30 Antero Niittymäki 18. Juni 1980 Tampa Bay Lightning
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer FinnlandFinnland Jukka Jalonen 02. Nov. 1962
Assistenztrainer FinnlandFinnland Risto Dufva 01. Mai  1963
Assistenztrainer FinnlandFinnland Timo Lehkonen 08. Jan. 1966

KanadaKanada Kanada[Bearbeiten]

Der provisorische Kader des Topfavoriten Kanada wurde am 30. Dezember 2009 bekannt gegeben – die Präsentation des Kaders mutierte in Kanada zu einem Ereignis von nationalem Ausmaß. Die Suche der 23 geeignetsten Kanadier für die Olympischen Winterspiele bedeutete für General Manager Steve Yzerman eine Reise durch die Arenen der 30 Franchises der National Hockey League, da kein anderes der zwölf Teams bei Olympia aus einer ähnlich großen Anzahl von Spielern wählen konnte. Letztlich wurden drei Torhüter, sieben Verteidiger und 13 Stürmer nominiert.[17][18][19] Zunächst war Anfang November 2009 die Präsentation des Kaders auf den 31. Dezember – im Rahmen des prestigeträchtigen Duells zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft – terminiert worden[20], allerdings dann auf den 30. Dezember vorverlegt worden, da die Partie nicht zum Rahmenprogramm der Präsentation degradiert werden sollte.[21][22]

Sidney Crosby sollte Kanada zum Olympiasieg führen
Aufgebot

Für den Gewinn der Goldmedaille setzte der kanadische Verband Hockey Canada auf eine Mischung aus erfahrenen Spielern, die bereits bei den vorangegangenen Olympischen Eishockeyturnieren überzeugt hatten, und jungen Talenten. Allen voran stand Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins im Angriff. Dazu gesellten sich Jarome Iginla, in der Defensive Scott Niedermayer und Chris Pronger sowie Martin Brodeur im Tor. Des Weiteren versuchten die Kanadier mit der Bildung von Pärchen möglichst schnell zu Spielverständnis zwischen den einzelnen Akteuren zu kommen. So stammten die Verteidiger Duncan Keith und Brent Seabrook von den Chicago Blackhawks, Ryan Getzlaf und Corey Perry spielten gemeinsam bei den Anaheim Ducks und das Trio um Joe Thornton, Patrick Marleau und Dany Heatley bildete eine Sturmreihe bei den San Jose Sharks. Die Sharks stellten zugleich mit insgesamt vier Spielern die meisten Nominierten. Die größten Überraschungen der Nominierung waren im Angriff Patrice Bergeron, der als einziger Nominierter nicht am Sommertrainingslager des Verbandes mit 46 Spielern teilnahm, der 20-jährige Verteidiger Drew Doughty und Brent Seabrook.[17][18][19] Zum Mannschaftskapitän wurde am Tag der Präsentation Verteidiger Scott Niedermayer ernannt, dem Chris Pronger, Jarome Iginla und Sidney Crosby assistierten.[23]

Joe Thornton war einer von vier Nominierten der San Jose Sharks
Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Aus dem Team, das bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin mit dem siebten Platz enttäuschte, standen lediglich sieben Spieler im Kader. Allerdings kamen mit Chris Pronger und Scott Niedermayer zwei Mitglieder des Triple Gold Clubs hinzu. Martin Brodeur gehörte zur Mannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen 2002 die 50-jährige Durststrecke der Kanadier mit der Olympischen Goldmedaille im Eishockey beendete.[17][18][19]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Aufgrund der großen Kandidatenliste für die 23 freien Plätze wurden einige Spieler, die sich berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht hatten, nicht in den Kader berufen. So mussten in der Verteidigung Mike Green, Dion Phaneuf und Jay Bouwmeester eine Absage hinnehmen. Im Angriff erhielten unter anderem Vincent Lecavalier, Jeff Carter, Shane Doan und Martin St. Louis keine Einladung.[17][18][19] General Manager Steve Yzerman gab allerdings im Vorfeld bereits bekannt, dass er einigen Spielern mitteilen werde, sich kurzfristig bereitzuhalten, falls ein nominierter Akteur ausfiele.[24]

Offizielle

Mit dem wohl prominentesten Trainerstab ging die kanadische Auswahl in das Olympische Eishockeyturnier. Eigens für das Turnier wurde der Cheftrainer der Detroit Red Wings aus der NHL, Mike Babcock, im Juni 2009 zum Hauptverantwortlichen für das kanadische Team ernannt.[25] Babcock gehörte zu den erfolgreichsten Trainern der letzten Jahre auf dem nordamerikanischen Kontinent. In der Saison 2007/08 gewann sein Team den Stanley Cup und in der Spielzeit 2008/09 scheiterte es im Finale. Babcock zur Seite standen Ken Hitchcock, Jacques Lemaire – ebenfalls Gewinner des Stanley Cups – und Lindy Ruff. Allesamt waren erfahrene Trainerpersönlichkeiten in der NHL und betreuten in der Saison 2009/10 jeweils ein Team als Cheftrainer. Die Position des General Managers übte der langjährige NHL-Spieler Steve Yzerman aus, der als Spieler dreimal den Stanley Cup gewann und Mitglied der Olympiasieger-Mannschaft von 2002 war.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
37 Patrice Bergeron C 24. Juli 1985 7 0 1 1 2 –2 Boston Bruins
87 Sidney CrosbyA C 07. Aug. 1987 7 4 3 7 4 +2 Pittsburgh Penguins
51 Ryan Getzlaf C 10. Mai  1985 7 3 4 7 2 +2 Anaheim Ducks
15 Dany Heatley LW 21. Jan. 1981 7 4 3 7 4 +1 San Jose Sharks
12 Jarome IginlaA RW 01. Juli 1977 7 5 2 7 0 +5 Calgary Flames
11 Patrick Marleau LW 15. Sep. 1979 7 2 3 5 0 +1 San Jose Sharks
10 Brenden Morrow LW 16. Jan. 1979 7 2 1 3 2 +3 Dallas Stars
61 Rick Nash LW 16. Juni 1984 7 2 3 5 0 +1 Columbus Blue Jackets
24 Corey Perry RW 16. Mai  1985 7 4 1 5 2 +3 Anaheim Ducks
18 Mike Richards C 11. Feb. 1985 7 2 3 5 0 +5 Philadelphia Flyers
21 Eric Staal C 29. Okt. 1984 7 1 5 6 6 +6 Carolina Hurricanes
19 Joe Thornton C 02. Juli 1979 7 1 1 2 0 –1 San Jose Sharks
16 Jonathan Toews C 29. Apr. 1988 7 1 7 8 2 +9 Chicago Blackhawks
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
22 Dan Boyle 12. Juli 1976 7 1 5 6 2 +5 San Jose Sharks
8 Drew Doughty 08. Dez. 1989 7 0 2 2 2 +6 Los Angeles Kings
2 Duncan Keith 16. Juli 1983 7 0 6 6 2 +6 Chicago Blackhawks
27 Scott NiedermayerC 31. Aug. 1973 7 1 2 3 4 +2 Anaheim Ducks
20 Chris ProngerA 10. Okt. 1974 7 0 5 5 2 +3 Philadelphia Flyers
7 Brent Seabrook 20. Apr. 1985 7 0 1 1 2 +2 Chicago Blackhawks
6 Shea Weber 14. Aug. 1985 7 2 4 6 2 +4 Nashville Predators
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
30 Martin Brodeur 06. Mai  1972 2 0 1 124:18 6 0 2,90 86,67 New Jersey Devils
29 Marc-André Fleury 28. Nov. 1984 Pittsburgh Penguins
1 Roberto Luongo 04. Apr. 1979 5 5 0 307:40 9 1 1,76 92,68 Vancouver Canucks
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer KanadaKanada Mike Babcock 29. Apr. 1963
Assistenztrainer KanadaKanada Ken Hitchcock 17. Dez. 1951
Assistenztrainer KanadaKanada Jacques Lemaire 07. Sep. 1945
Assistenztrainer KanadaKanada Lindy Ruff 17. Feb. 1960
General Manager KanadaKanada Steve Yzerman 09. Mai  1965
Mannschaftsführer KanadaKanada Johnny Misley 13. Mai  1962

LettlandLettland Lettland[Bearbeiten]

Lettland, neben Deutschland und Norwegen einer der drei Qualifikanten, gab seinen Kader am 29. Dezember 2009 bekannt. Dabei wurden zwölf Stürmer, acht Verteidiger und drei Torhüter von Nationaltrainer Oļegs Znaroks nominiert.[26][27][28]

Mārtiņš Karsums und drei weitere Letten standen in Nordamerika unter Vertrag
Aufgebot

Der lettische Verband setzte beim Olympischen Eishockeyturnier – wie viele andere Nationen auch – auf einen erfahrenen Kader. 19 der insgesamt 23 Spieler standen bereits bei der Weltmeisterschaft 2009 im Team, als dieses das Viertelfinale erreichte. Im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaften hatten die Letten aber den Vorteil, dass sie auf eine eingespielte Mannschaft zurückgreifen konnten – insgesamt 15 Spieler standen bei Dinamo Riga, dem einzigen Vertreter Lettlands in der Kontinentalen Hockey-Liga, unter Vertrag. Diese Spieler wurden durch erfahrene Spieler, die in Nordamerika, Deutschland und Russland tätig waren, ergänzt. Mit Kārlis Skrastiņš stand lediglich ein langjähriger NHL-Spieler im Kader. Oskars Bārtulis, Kaspars Daugaviņš und Mārtiņš Karsums standen zum Zeitpunkt der Nominierung ebenfalls in Nordamerika unter Vertrag, spielten aber hauptsächlich in der American Hockey League. Aus der Deutschen Eishockey Liga wurden Stürmer Herberts Vasiļjevs und Verteidiger Arvīds Reķis nominiert.[26][27][28]

Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Für fünf Spieler des lettischen Aufgebots waren die Winterspiele in Vancouver bereits ihre dritten. Neben den Torhütern Edgars Masaļskis und Sergejs Naumovs liefen auch die Feldspieler Kārlis Skrastiņš, Rodrigo Laviņš und Aleksandrs Ņiživijs bereits bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin für ihr Heimatland auf.[26][27][28]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Keine Berücksichtigung bei der Nominierung des provisorischen Kaders fand Raitis Ivanāns, der neben Skrastiņš und Bārtulis in der Saison 2009/10 in der NHL zum Einsatz kam. Ebenso verzichteten die Offiziellen auf den erfahrenen Sandis Ozoliņš von Dinamo Riga und Artūrs Kulda von den Chicago Wolves aus der AHL.[26][27][28]

Offizielle

Der Nationaltrainer der Letten war Oļegs Znaroks, der lange Zeit in Deutschland aktiv gewesen war und auch die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Znaroks war seit 2006 als Cheftrainer Lettlands tätig und brachte das Team im Zeitraum zwischen 2007 und 2009 bei Weltmeisterschaften stets auf eine bessere Platzierung im Endklassement. Seit Sommer 2008 betreute er zusätzlich den HK MWD Balaschicha aus der KHL. Der General Manager der Balten ist Māris Baldonieks, ein ehemaliger Verteidiger, der auch schon als Co-Trainer der Nationalmannschaft arbeitete.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
75 Ģirts Ankipāns LW 29. Nov. 1975 4 2 0 2 4 –2 Dinamo Riga
21 Armands Bērziņš C 27. Dez. 1983 4 0 1 1 2 –2 Dinamo Riga
47 Mārtiņš Cipulis LW 29. Nov. 1980 4 1 1 2 0 –4 Dinamo Riga
10 Lauris Dārziņš LW 28. Jan. 1985 4 0 1 1 10 –2 Dinamo Riga
16 Kaspars Daugaviņš LW 18. Mai  1988 4 0 0 0 2 –2 Binghamton Senators
9 Mārtiņš Karsums RW 26. Feb. 1986 4 0 2 2 2 –2 HK MWD Balaschicha
87 Gints Meija F 04. Sep. 1987 4 0 0 0 2 –3 Dinamo Riga
17 Aleksandrs ŅiživijsA RW 16. Sep. 1976 4 0 2 2 2 –3 Dinamo Riga
24 Miķelis Rēdlihs F 01. Juli 1984 4 1 0 1 4 –3 Dinamo Riga
88 Aleksejs Širokovs C 20. Feb. 1981 4 0 0 0 2 –5 Amur Chabarowsk
5 Jānis Sprukts C 31. Jan. 1982 4 0 1 1 0 –3 Dinamo Riga
12 Herberts VasiļjevsA RW 27. Mai  1976 4 1 1 2 6 –2 Krefeld Pinguine
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
8 Oskars Bārtulis 21. Jan. 1987 4 0 0 0 2 –3 Philadelphia Flyers
13 Guntis Galviņš 25. Jan. 1986 2 0 0 0 0 –6 Dinamo Riga
2 Rodrigo Laviņš 03. Aug. 1974 4 0 0 0 2 –6 Dinamo Riga
71 Georgijs Pujacs 11. Juni 1981 4 0 1 1 2 +1 HK Sibir Nowosibirsk
26 Krišjānis Rēdlihs 15. Jan. 1981 4 0 1 1 2 –2 Dinamo Riga
3 Arvīds Reķis 01. Jan. 1979 4 0 0 0 10 –1 Grizzly Adams Wolfsburg
7 Kārlis SkrastiņšC 09. Juli 1974 4 0 0 0 0 –3 Dallas Stars
11 Kristaps Sotnieks 29. Jan. 1987 4 1 0 1 4 –2 Dinamo Riga
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
31 Edgars Masaļskis 31. Mär. 1980 4 0 4 244:35 21 0 87,65 5,15 Dinamo Riga
1 Ervīns Muštukovs 07. Apr. 1984 Dinamo Riga
30 Sergejs Naumovs 04. Apr. 1969 Dinamo Riga
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer LettlandLettland Oļegs Znaroks 02. Jan. 1963
Assistenztrainer LettlandLettland Harijs Vītoliņš 30. Apr. 1968
General Manager LettlandLettland Māris Baldonieks 24. Mai  1955
Mannschaftsführer LettlandLettland Kirovs Lipmans 05. Nov. 1940

NorwegenNorwegen Norwegen[Bearbeiten]

Die Norweger, die ebenfalls über die Qualifikation das Olympische Eishockeyturnier erreichten, gaben ihr Aufgebot am 29. Dezember 2009 bekannt. Es wurden drei Torhüter, sieben Abwehrspieler und 13 Angreifer aufgeboten.[26][29][30] Mit Tommy Jakobsen stammte der norwegische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.[16]

Mads Hansen war einer von elf Norwegern, die in Schweden spielen
Aufgebot

Für das Olympische Eishockeyturnier vertrauten die norwegischen Trainer auf den Kader, der bereits bei der Weltmeisterschaft 2009 spielte. Insgesamt hatten dort 21 der 23 nominierten Akteure teilgenommen. Angeführt wurde das Aufgebot von Verteidiger Ole-Kristian Tollefsen, dem einzigen Norweger in der National Hockey League. Hinzu kam mit Patrick Thoresen ein Spieler, der ebenfalls NHL-Erfahrung besaß, inzwischen aber in die Kontinentale Hockey-Liga gewechselt war. Zum großen Teil waren die Nominierten in der schwedischen Elitserien aktiv, wo insgesamt elf von diesen unter Vertrag standen. Darunter befanden sich mit den Stürmern Per-Åge Skrøder und Mats Zuccarello Aasen zwei der besten Scorer der Liga. Des Weiteren füllten Jonas Holøs, Mathis Olimb und Anders Bastiansen tragende Rollen in ihrem jeweiligen Team aus. Sechs weitere Spieler liefen in der heimischen GET-ligaen auf, darunter zwei der drei Torhüter. Der dritte Torwart André Lysenstøen gehörte zum Kader des finnischen Teams HeKi Heinola. Die Angreifer Morten Ask und Tore Vikingstad sowie Abwehrspieler Mats Trygg spielen in der Deutschen Eishockey Liga.[26][29][30]

Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Nach 16-jähriger Abstinenz spielten die Norweger erstmals seit den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer wieder auf Olympischem Eis. Mit Abwehrspieler Tommy Jakobsen stand ein Spieler im Kader, der auch damals zum Aufgebot gehörte. Alle anderen Akteure waren nur bei Weltmeisterschaften im Einsatz.[26][29][30]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Im provisorischen Aufgebot fand der langjährige NHL-Verteidiger und inzwischen wieder nach Norwegen zurückgekehrte Anders Myrvold keine Berücksichtigung. Er absolvierte in seiner Karriere für vier verschiedene Teams insgesamt 33 NHL-Spiele.[26][30]

Nachnominierungen

Am 15. Februar wurde Jonas Andersen für Morten Ask nominiert.[13]

Offizielle

Hinter der Bande der Norweger stand Roy Johansen, der Norwegen zwischen Sarajevo 1984 und Albertville 1992 bei drei Olympischen Spielen repräsentierte.[26][30] Der General Manager der Mannschaft war Petter Salsten, der zwischen Calgary 1988 und Lillehammer 1994 ebenfalls dreimal das norwegische Trikot bei Olympischen Spielen trug.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
42 Jonas Andersen F 08. Mär. 1981 4 0 0 0 0 –1 Sparta Sarpsborg
Morten Ask C 14. Mai  1980 Streichung am 15. Februar[13] Nürnberg Ice Tigers
20 Anders Bastiansen F 31. Okt. 1980 4 1 0 1 4 –4 Färjestad BK
26 Kristian Forsberg RW 05. Mai  1986 4 0 0 0 0 –2 MODO Hockey Örnsköldsvik
8 Mads HansenA C 16. Sep. 1978 4 1 0 1 2 –2 Brynäs IF
9 Marius Holtet C 31. Aug. 1984 4 1 0 1 0 –4 Färjestad BK
35 Martin Laumann-Ylvén RW 22. Dez. 1988 4 0 0 0 0 –3 Linköpings HC
46 Mathis Olimb C 01. Feb. 1986 4 0 2 2 0 –4 Frölunda HC
22 Martin Røymark LW 10. Nov. 1986 4 0 0 0 0 –6 Frölunda HC
19 Per-Åge Skrøder LW 04. Aug. 1978 1 0 0 0 0 ±0 MODO Hockey Örnsköldsvik
10 Lars-Erik Spets F 02. Apr. 1985 4 0 0 0 2 –2 Vålerenga IF Oslo
41 Patrick Thoresen LW 07. Nov. 1983 4 0 5 5 0 +1 Salawat Julajew Ufa
29 Tore Vikingstad C 08. Okt. 1975 4 4 0 4 4 –1 Hannover Scorpions
48 Mats Zuccarello Aasen RW 01. Sep. 1987 4 1 2 3 2 +1 MODO Hockey Örnsköldsvik
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
47 Alexander Bonsaksen 24. Jan. 1987 4 0 0 0 2 –5 MODO Hockey Örnsköldsvik
6 Jonas Holøs 27. Aug. 1987 4 0 1 1 –2 –1 Färjestad BK
7 Tommy JakobsenC 10. Dez. 1970 4 0 1 1 8 –4 Lørenskog IK
5 Juha Kaunismäki 06. Mai  1979 4 0 0 0 0 ±0 Stavanger Oilers
36 Lars Erik Lund 25. Juli 1974 4 0 0 0 0 –2 Vålerenga IF Oslo
55 Ole-Kristian Tollefsen 29. Mär. 1984 3 0 0 0 25 –1 Detroit Red Wings
23 Mats TryggA 01. Juni 1976 4 0 0 0 2 –5 Kölner Haie
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
33 Pål Grotnes 07. Mär. 1977 4 0 4 226:11 19 0 87,25 5,04 Stjernen
34 André Lysenstøen 27. Okt. 1988 1 0 0 15:31 4 0 60,00 15,47 HeKi Heinola
30 Ruben Smith 15. Apr. 1987 Storhamar Dragons
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer NorwegenNorwegen Roy Johansen 27. Apr. 1960
Assistenztrainer FinnlandFinnland Sam Liebkind 27. Okt. 1983
Assistenztrainer NorwegenNorwegen Knut Jørgen Stubdal 30. Juni 1961
General Manager NorwegenNorwegen Petter Salsten 11. Mär. 1965

RusslandRussland Russland[Bearbeiten]

Russland, der Weltmeister der Jahre 2008 und 2009, gab seinen 23 Spieler umfassenden, provisorischen Kader als zweites Team am 25. Dezember 2009 bekannt. Neben drei Torhütern wurden acht Verteidiger und zwölf Angreifer nominiert.[31][32][33] Bereits im Vorfeld war vom russischen Verband Anfang November 2009 eine 50 Spieler umfassende Liste veröffentlicht worden.[34] Mit Alexei Morosow stammte der russische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.[35]

Jewgeni Malkin war einer der Stars der Russen
Aufgebot

Der nominierte Kader beinhaltete zum größten Teil Spieler, die in den beiden vorangegangen Jahren erfolgreich den Weltmeister-Titel gewonnen hatten. So gehörten neun Spieler aus dem Jahr 2009 und sogar 16 aus dem Jahr 2008 zum vorläufigen Olympia-Kader. Das Herzstück des Teams, das neben dem kanadischen zum talentiertesten des Turniers gehörte, bildeten die NHL-Stars Alexander Owetschkin, Jewgeni Malkin, Ilja Kowaltschuk und Pawel Dazjuk. Unterstützt wurden sie durch die erfahrenen Sergei Fjodorow, Sergei Gontschar und Jewgeni Nabokow. Wie vom Präsidenten des Verbandes, Wladislaw Tretjak, zuvor angekündigt[36], entschieden sich die Offiziellen zu einer gesunden Mischung aus Spielern der National Hockey League und Kontinentalen Hockey-Liga, die als die beiden weltweit besten Eishockeyligen angesehen wurden. Schließlich fanden 14 Akteure aus der NHL und neun aus der KHL den Weg in den Kader. Das größte Kontingent stellte der russische Spitzenklub Salawat Julajew Ufa mit vier Spielern.[31][32][33]

Alexander Owetschkin sollte das Team führen
Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Die russische Mannschaft, die seit den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville auf den Gewinn der Olympischen Goldmedaille im Eishockey wartete, stellte mit Verteidiger Sergei Gontschar einen Spieler, der seine vierten Olympischen Winterspiele bestritt. Ebenfalls große Olympia-Erfahrung besaßen Ilja Brysgalow, Andrei Markow, Maxim Afinogenow, Pawel Dazjuk, Sergei Fjodorow und Ilja Kowaltschuk, die ihren dritten Olympischen Spielen entgegen sahen.[31][32][33]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Aufgrund der Fülle von russischen Topspielern wurden einige namhafte Spieler nicht in Betracht gezogen. Darunter fielen unter anderem Nikolai Chabibulin, Alexei Kowaljow und Alexander Frolow aus der NHL sowie Sergei Mosjakin, Maxim Suschinski, Nikolai Scherdew, Alexei Jaschin, Alexei Tereschtschenko und Sergei Subow aus der KHL.[31][32][33] Allerdings ließ Cheftrainer Wjatscheslaw Bykow während der Präsentation verlauten, dass die Liste der 23 Spieler rein provisorisch sei und er eventuelle Nachnominierungen auch von der Form der Spieler abhängig machen werde. Dies rief in der Folge die National Hockey League und National Hockey League Players’ Association auf den Plan, die davon ausgegangen waren, dass Nachnominierungen ausschließlich von Verletzungen abhängig gemacht werden konnten. Die Internationale Eishockey-Föderation IIHF bestätigte aber die Regelinterpretation der Russen.[37]

Offizielle

Das Offiziellen-Team der Russen umfasste mit Cheftrainer Wjatscheslaw Bykow und General Manager Wladislaw Tretjak zwei namhafte Olympia-Sieger vergangener Jahre. Bykow betreute die Nationalelf seit August 2006 und führte die Mannschaft bei den Weltmeisterschaften zwischen 2007 und 2009 zu einer Bronze- und zwei Goldmedaillen. Ihm zur Seite stand sein langjähriger Assistent Igor Sacharkin, mit dem er seit Sommer 2009 Salawat Julajew Ufa in der KHL trainierte. Zuvor arbeiteten beide viele Jahre beim HK ZSKA Moskau hinter der Bande. Tretjak war seit dem 25. April 2006 Präsident des russischen Verbandes und gehörte zu den besten Torhütern der Eishockeygeschichte.[33]

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
61 Maxim Afinogenow RW 04. Sep. 1979 4 1 1 2 0 +2 Atlanta Thrashers
13 Pawel Dazjuk C 20. Juli 1978 4 1 2 3 2 +2 Detroit Red Wings
29 Sergei Fjodorow C 13. Dez. 1969 4 0 4 4 6 +2 HK Metallurg Magnitogorsk
71 Ilja KowaltschukA LW 15. Apr. 1983 4 1 2 3 0 +1 New Jersey Devils
52 Wiktor Koslow C 14. Feb. 1975 4 1 0 1 0 +1 Salawat Julajew Ufa
11 Jewgeni Malkin C 31. Juli 1986 4 3 3 6 0 ±0 Pittsburgh Penguins
95 Alexei MorosowC RW 16. Feb. 1977 4 2 0 2 0 ±0 Ak Bars Kasan
8 Alexander OwetschkinA LW 17. Sep. 1985 4 2 2 4 2 +1 Washington Capitals
47 Alexander Radulow RW 05. Juli 1986 4 1 1 2 4 +1 Salawat Julajew Ufa
25 Danis Saripow LW 26. Mär. 1981 4 2 0 2 2 –1 Ak Bars Kasan
42 Sergei Sinowjew C 04. Mär. 1980 4 0 2 2 0 +1 Salawat Julajew Ufa
28 Alexander Sjomin LW 03. Mär. 1984 4 0 2 2 4 ±0 Washington Capitals
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
55 Sergei Gontschar 13. Apr. 1974 4 1 0 1 2 +1 Pittsburgh Penguins
37 Denis Grebeschkow 11. Okt. 1983 4 0 1 1 2 ±0 Edmonton Oilers
7 Dmitri Kalinin 22. Juli 1980 4 1 1 2 0 +2 Salawat Julajew Ufa
22 Konstantin Kornejew 05. Juni 1984 4 0 0 0 4 ±0 HK ZSKA Moskau
79 Andrei Markow 20. Dez. 1978 4 0 2 2 0 –1 Montréal Canadiens
5 Ilja Nikulin 12. Mär. 1982 4 0 1 1 2 ±0 Ak Bars Kasan
51 Fjodor Tjutin 19. Juli 1983 4 0 2 2 2 +1 Columbus Blue Jackets
6 Anton Woltschenkow 25. Feb. 1982 4 0 1 1 2 +2 Ottawa Senators
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
30 Ilja Brysgalow 22. Juli 1980 2 0 1 100:53 3 0 94,23 1,78 Phoenix Coyotes
20 Jewgeni Nabokow 25. Juli 1975 3 2 1 144:07 10 0 85,29 4,16 San Jose Sharks
40 Semjon Warlamow 27. Apr. 1988 Washington Capitals
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer RusslandRussland Wjatscheslaw Bykow 24. Juli 1960
Assistenztrainer RusslandRussland Igor Sacharkin 16. Mär. 1958
General Manager RusslandRussland Wladislaw Tretjak 25. Apr. 1952

SchwedenSchweden Schweden[Bearbeiten]

Titelverteidiger Schweden stellte seinen Kader am 27. Dezember 2009 als drittes Team der zwölf Teams vor. Cheftrainer Bengt-Åke Gustafsson nominierte zwölf Stürmer, acht Verteidiger und drei Torwarte. 13 der 23 Spieler gehörten schon bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin dem Team an, das die Goldmedaille gewann.[38][39][40] Mit Peter Forsberg stammte der schwedische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.[41]

Aufgebot

Der schwedische Kader setzte sich größtenteils aus Akteuren zusammen, die über Olympia-Erfahrung verfügten. Angeführt wurde die Mannschaft von Verteidiger Nicklas Lidström, der in der Defensive neben Niklas Kronwall und Mattias Öhlund als einziger bei Olympischen Spielen aufgelaufen war. In der Offensive setzten die Schweden ebenfalls auf eine Mischung aus älteren erfahrenen und jungen Spielern. Den Kern bildeten dabei der zweifache Olympia-Sieger Peter Forsberg und Daniel Alfredsson. Dahinter folgte eine Reihe von Spielern, die schon 2006 zum Kader gehörten und großen Anteil am Gewinn der Goldmedaille hatten. Mit Nicklas Bäckström und Loui Eriksson waren aber auch junge Profis dabei. Die etwa gleiche Mischung wurde auch beim Torhüter-Trio gefunden, dem Henrik Lundqvist voran stand. Das Gros des Kaders bildeten Spieler aus der National Hockey League, die bei ihren Teams zu Führungsspielern gereift waren. Insgesamt 19 NHL-Spieler standen im schwedischen Aufgebot. Die restlichen vier stammten aus europäischen Ligen – Peter Forsberg, Magnus Johansson und Stefan Liv aus der nationalen Elitserien sowie Mattias Weinhandl aus der Kontinentalen Hockey-Liga.[38][39][40] Mit den Zwillingsbrüdern Daniel und Henrik Sedin befanden sich zwei Spieler im Kader, die als Spieler der Vancouver Canucks einen Heimvorteil genossen.

Daniel Alfredsson bestritt seine vierten Winterspiele
Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Die vierte Teilnahme an Olympischen Winterspielen von Daniel Alfredsson, Nicklas Lidström, Mattias Öhlund und Peter Forsberg zeigte die Erfahrung des schwedischen Aufgebots.[40] Alfredsson, Lidström und Öhlund nahmen zuvor schon an den Spielen der Jahre 1998, 2002 und 2006 teil. Forsberg, der die Spiele im Jahr 2002 wegen einer Verletzung verpasste, spielte stattdessen schon 1994 in Lillehammer für Schweden. Er war der einzige Doppel-Olympiasieger des Olympischen Eishockeyturniers. Zwölf weitere Spieler hatten jeweils eine Goldmedaille gewonnen und fünf dieser waren Mitglied des Triple Gold Clubs.

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Wie bei den anderen Top-Nationen auch erhielten diverse Spieler keine Olympia-Nominierungen. So fanden sich unter anderem Johan Franzén und Mikael Samuelsson bei den Stürmern[38][40] sowie Johan Hedberg bei den Torhütern nicht auf der Liste wieder.[39] Aufgrund diverser langwieriger Verletzungen im provisorischen Kader konnten sich diese Spieler aber noch berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung vor Beginn des Turniers machen. Samuelsson, ebenfalls Mitglied im Triple Gold Club, reagierte mit großem Unverständnis auf seine Nicht-Nominierung.

Nachnominierungen

Da sich Stürmer Tomas Holmström im letzten NHL-Spiel vor der Olympia-Pause erneut am Knie verletzte, wurde Johan Franzén zwei Tage vor Turnierbeginn als sein Ersatz bestimmt.[42]

Offizielle

Als Trainer der Schweden fungierte Bengt-Åke Gustafsson, der bereits seit Mitte Februar 2005 im Amt war. Während seiner Amtszeit konnte der langjährige NHL-Spieler Schweden zum Gewinn des Olympischen Eishockeyturniers 2006 und der Weltmeisterschaft im gleichen Jahr führen. Mit General Manager Mats Näslund, der ebenfalls Mitglied des prestigeträchtigen Triple Gold Clubs ist, befand sich ein weiterer international erfahrener Offizieller im Stab des Teams.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
11 Daniel AlfredssonA RW 11. Dez. 1972 4 3 0 3 0 +3 Ottawa Senators
19 Nicklas Bäckström C 23. Nov. 1987 4 1 5 6 0 +3 Washington Capitals
91 Loui Eriksson LW 17. Juli 1985 4 3 1 4 0 +2 Dallas Stars
21 Peter Forsberg C 20. Juli 1973 4 0 1 1 2 ±0 MODO Hockey Örnsköldsvik
93 Johan Franzén LW 23. Dez. 1979 4 1 1 2 2 –1 Detroit Red Wings
Tomas Holmström LW 23. Jan. 1973 verletzungsbedingte Streichung am 14. Februar[42] Detroit Red Wings
27 Patric Hörnqvist RW 01. Jan. 1987 4 1 0 1 4 +1 Nashville Predators
33 Fredrik Modin LW 08. Okt. 1974 3 0 1 1 0 ±0 Columbus Blue Jackets
26 Samuel Påhlsson C 17. Dez. 1977 3 0 1 1 2 ±0 Columbus Blue Jackets
22 Daniel Sedin LW 26. Sep. 1980 4 1 2 3 0 +3 Vancouver Canucks
20 Henrik Sedin C 26. Sep. 1980 4 0 2 2 2 +2 Vancouver Canucks
80 Mattias Weinhandl RW 01. Juni 1980 4 0 2 2 2 +2 HK Dynamo Moskau
40 Henrik ZetterbergA C 09. Okt. 1980 4 1 0 1 2 ±0 Detroit Red Wings
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
39 Tobias Enström 05. Nov. 1984 4 0 2 2 4 +3 Atlanta Thrashers
6 Magnus Johansson 04. Sep. 1973 4 0 2 2 2 +1 Linköpings HC
55 Niklas Kronwall 12. Jan. 1981 4 0 0 0 2 ±0 Detroit Red Wings
5 Nicklas LidströmC 28. Apr. 1970 4 0 0 0 2 –1 Detroit Red Wings
3 Douglas Murray 12. Mär. 1980 4 0 0 0 0 +1 San Jose Sharks
29 Johnny Oduya 01. Okt. 1981 4 0 0 0 12 ±0 Atlanta Thrashers
2 Mattias Öhlund 09. Sep. 1976 4 1 0 1 2 +4 Tampa Bay Lightning
10 Henrik Tallinder 10. Jan. 1979 4 0 0 0 4 +2 Buffalo Sabres
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
50 Jonas Gustavsson 24. Okt. 1984 1 1 0 60:00 2 0 89,47 2,00 Toronto Maple Leafs
1 Stefan Liv 21. Dez. 1980 HV71
30 Henrik Lundqvist 02. Mär. 1982 3 2 1 179:05 4 2 92,73 1,34 New York Rangers
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer SchwedenSchweden Bengt-Åke Gustafsson 23. Mär. 1958
Assistenztrainer SchwedenSchweden Tommy Albelin 21. Mai  1964
Assistenztrainer SchwedenSchweden Mattias Norström 02. Jan. 1972
Mannschaftsführer SchwedenSchweden Mats Näslund 31. Okt. 1959

SchweizSchweiz Schweiz[Bearbeiten]

Der Schweizerische Eishockeyverband gab sein Aufgebot für das Olympische Eishockeyturnier am 30. Dezember 2009 bekannt. Es wurden drei Torhüter, acht Abwehrspieler sowie zwölf Stürmer nominiert.[4][43][44]

Verteidiger Mark Streit hatte die größte NHL-Erfahrung bei den Eidgenossen
Aufgebot

Die Schweizer Trainer setzten beim Olympischen Turnier auf eine Mischung aus Erfahrung und Talent. Zwar befanden sich mit Martin Gerber, Jonas Hiller und Tobias Stephan drei Torhüter im Kader, die schon in der National Hockey League gespielt hatten, aber in der Defensive wurden mit Roman Josi, Luca Sbisa und Yannick Weber drei Spieler aufgestellt, die 21 Jahre oder jünger waren. Dennoch befanden sich 18 Spieler im Kader, die schon bei der Heim-Weltmeisterschaft 2009 für die Schweiz spielten. Zehn Nominierte waren zudem bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin aufgelaufen. Zu den erfahrenen Spielern gehörten neben den genannten drei Torhütern Mark Streit, Mathias Seger und Goran Bezina in der Abwehr. Im Sturm ruhten die Hoffnungen auf dem in Kanada geborenen Hnat Domenichelli, der vor seinem Wechsel nach Europa lange in Nordamerika aktiv war. Die Nominierten stammten zum größten Teil aus der heimischen National League A; dort waren 16 der 23 Nominierten aktiv. Je zwei Spieler stammten aus der National Hockey League und American Hockey League, zudem je einer aus der schwedischen Elitserien und der Kontinentalen Hockey-Liga. Luca Sbisa war der einzige Spieler des gesamten Turniers, der noch bei einem Juniorenteam im Kader steht – den Lethbridge Hurricanes aus der kanadischen Juniorenliga Western Hockey League, hatte aber er auch schon 47 NHL-Spiele absolviert.[4][43][44]

Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

In Sachen Erfahrung setzten die Schweizer Verantwortlichen auf fünf Spieler, die bereits an ihren dritten Olympischen Winterspiele teilnahmen. Martin Gerber, Mark Streit, Mathias Seger, Martin Plüss und Ivo Rüthemann spielten bereits bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin. Es war die dritte Teilnahme des eidgenössischen Teams in Folge, nachdem die Qualifikation für die Winterspiele 1998 verpasst wurde.

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Vorerst keine Berücksichtigung fanden die beiden eingebürgerten Kanadier Ryan Gardner und Paul DiPietro. DiPietro hatte bei den Olympischen Winterspielen in Turin mit seinen zwei Toren beim 2:0-Sieg gegen Kanada für die größte Überraschung des Turniers gesorgt.[4][44] Des Weiteren standen unter anderem Peter Guggisberg, Romano Lemm und Thomas Ziegler bis zum 15. Februar 2010 auf Abruf bereit.[45]

Nachnominierungen

Aufgrund der langwierigen Verletzungen von Torwart Martin Gerber, der sich mit einer Nackenverletzung plagte, und dem nicht vollständig ausgeheilten Fingerbruch Roman Josis, den er im Rahmen der U20-Junioren-Weltmeisterschaft erlitten hatte, nominierte der Schweizer Verband am 2. Februar zunächst Peter Guggisberg und Ronnie Rüeger nach.[46] Eine Woche später erlitt Guggisberg einen Riss des vorderen Kreuzbandes, so dass zwischenzeitlich Paul Savary eine Einladung erhalten hatte.[47] Letztlich reisten die Schweizer mit fünf zusätzlichen Spielern ins Trainingslager nach Winnipeg an. Diese waren – neben Savary – Romano Lemm, Philippe Furrer, John Gobbi und Patrick von Gunten. Lemm, Furrer und von Gunten schaffte schließlich den Sprung in den Kader, da Kevin Romy wegen einer Rippen- und Goran Bezina wegen einer Unterleibsverletzung nicht spielfähig waren.[48]

Offizielle

Ralph Krueger, der nach der Olympiade nach 13 Jahren von seinem Amt zurücktrat, betreute die Schweizer bei seinem letzten großen Turnier. Es waren seine dritten Olympischen Spiele. Der gebürtige Deutsche wurde bei seiner Arbeit durch den Schweizer Jakob Kölliker und den Kanadier Peter-John Lee unterstützt. Kölliker war bis 2007 Rekordnationalspieler der Schweiz und nahm an einem Dutzend Weltmeisterschaften sowie zwei Olympischen Spielen teil. Der Kanadier Lee war – neben seiner Tätigkeit als Assistenztrainer – gleichzeitig Manager des deutschen DEL-Klubs Eisbären Berlin und bestritt in den späten 1970er bis frühen 1980er Jahren über 400 NHL-Spiele.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
10 Andres Ambühl RW 14. Sep. 1983 5 0 0 0 0 ±0 Hartford Wolf Pack
18 Thomas Déruns F 01. Mär. 1982 5 0 0 0 0 ±0 HC Servette Genève
17 Hnat Domenichelli C 17. Feb. 1976 5 1 2 3 4 ±0 HC Lugano
35 Sandy JeanninA LW 28. Feb. 1976 5 0 1 1 2 –2 Fribourg-Gottéron
67 Romano Lemm C 25. Juni 1984 5 2 0 2 2 ±0 HC Lugano
25 Thibaut Monnet RW 02. Feb. 1982 5 0 1 1 0 –2 ZSC Lions
23 Thierry Paterlini LW 27. Apr. 1975 5 0 1 1 6 –2 Rapperswil-Jona Lakers
28 Martin Plüss F 05. Apr. 1977 5 0 3 3 0 ±0 SC Bern
Kevin Romy F 31. Jan. 1985 verletzungsbedingte Streichung am 11. Februar[48] HC Lugano
32 Ivo Rüthemann RW 12. Dez. 1976 5 1 0 1 0 –1 SC Bern
39 Raffaele Sannitz F 18. Mai  1983 5 1 1 2 8 +1 HC Lugano
86 Julien Sprunger F 04. Jan. 1986 5 2 0 2 2 ±0 Fribourg-Gottéron
14 Roman Wick RW 30. Dez. 1985 5 2 3 5 2 –2 Kloten Flyers
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
Goran Bezina 21. Mär. 1980 verletzungsbedingte Streichung am 14. Februar[48] HC Servette Genève
5 Severin Blindenbacher 15. Mär. 1983 5 1 1 2 4 –1 Färjestad BK
16 Raphael Diaz 09. Jan. 1986 5 0 0 0 4 –2 EV Zug
54 Philippe Furrer 16. Juni 1985 5 0 1 1 2 +1 SC Bern
72 Patrick von Gunten 10. Feb. 1985 5 1 0 1 0 –1 Kloten Flyers
Roman Josi 01. Juni 1990 verletzungsbedingte Streichung am 2. Februar[46] SC Bern
47 Luca Sbisa 09. Jan. 1990 5 0 0 0 0 ±0 Portland Winterhawks
31 Mathias SegerA 17. Dez. 1977 5 0 2 2 4 +3 ZSC Lions
7 Mark StreitC 11. Dez. 1977 5 0 3 3 0 –2 New York Islanders
77 Yannick Weber 23. Sep. 1988 5 0 0 0 6 –2 Hamilton Bulldogs
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
Martin Gerber 03. Sep. 1974 verletzungsbedingte Streichung am 2. Februar[46] Atlant Mytischtschi
1 Jonas Hiller 12. Feb. 1982 5 1 3 315:57 13 0 91,82 2,47 Anaheim Ducks
66 Ronnie Rüeger 26. Feb. 1973 Kloten Flyers
52 Tobias Stephan 21. Jan. 1984 HC Servette Genève
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer KanadaKanada Ralph Krueger 31. Aug. 1959
Assistenztrainer SchweizSchweiz Jakob Kölliker 21. Juli 1953
Assistenztrainer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter-John Lee 02. Jan. 1956
Assistenztrainer SchweizSchweiz Peter Lüthi 16. Mai  1952

SlowakeiSlowakei Slowakei[Bearbeiten]

Der Weltmeister des Jahres 2002, die Slowakei, gab sein Aufgebot für das Olympische Eishockeyturnier am 29. Dezember 2009 bekannt. Es wurden 13 Angreifer, sieben Abwehrspieler und drei Torhüter auf die provisorische Kaderliste gesetzt.[26][49][50] Mit Žigmund Pálffy stammte der slowakische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.

Žigmund Pálffy war der einzige Teilnehmer aus der slowakischen Extraliga
Aufgebot

Der slowakische Kader war mit einem Durchschnittsalter von knapp über 30 Jahren der älteste des gesamten Turniers. Acht Spieler, die sich 2002 für den ersten und einzigen Weltmeistertitel des Landes verantwortlich zeichneten, standen im Aufgebot. Hauptsächlich baute der slowakische Verband auf sein Spielerkontingent aus der National Hockey League und Kontinentalen Hockey-Liga. So wurden 13 der 15 NHL-Spieler des Landes berufen sowie acht Spieler aus der KHL. Die Eckpfeiler des Teams bildeten zum einen die erfahrenen Pavol Demitra, Miroslav Šatan, Jozef Stümpel und Žigmund Pálffy. Zum anderen befanden sich mit Marián Hossa und Marián Gáborík zwei torgefährliche Angreifer und mit Zdeno Chára einer der weltweit besten Verteidiger im Team. In der Abwehr und im Tor setzten die Offiziellen ebenfalls auf die Erfahrung von NHL- und KHL-Spielern. Um die Startposition im Tor kämpften Peter Budaj und Jaroslav Halák, die in ihren jeweiligen NHL-Teams über den Posten des Ersatztorhüters aber nicht hinauskamen. Žigmund Pálffy war der einzige Nominierte, der in der Slowakei aufs Eis ging.[26][49][50]

Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Seine vierten Olympischen Spiele bestritt Stürmer Miroslav Šatan, obwohl er zum Zeitpunkt der Kadernominierung bei keinem Team unter Vertrag stand. Kurze Zeit später wurde er von den Boston Bruins unter Vertrag genommen. Zum dritten Mal bei Winterspielen im Einsatz waren die Stürmer Ľuboš Bartečko, Pavol Demitra, Marián Hossa, Jozef Stümpel und Verteidiger Ľubomír Višňovský.[26][49][50]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Nicht im Aufgebot befanden sich die beiden NHL-Akteure Marek Svatoš und Boris Valábik.[26][49][50] Weitere in Nordamerika aktive Spieler, die nicht berücksichtigt wurden, umfassten Mário Bližňák, Peter Ölvecký, Tomáš Tatar, Vladimír Mihálik, Juraj Mikúš. Ebenso wurden Peter Sejna und Štefan Ružička von der Liste aus dem Sommer-Trainingslager der Slowaken gestrichen.[51]

Nachnominierungen

Für den verletzten Verteidiger Richard Lintner wurde als Ersatz Ivan Baranka nominiert.

Offizielle

Seit dem 1. Juli 2008 befand sich Ján Filc in seiner zweiten Amtszeit als slowakischer Nationaltrainer – bereits von 1999 und 2004 übte er diese Position aus und führte sein Heimatland während dieser Zeit zu einer Gold- und Silbermedaille bei Weltmeisterschaften der IIHF. Als General Manager war der in der Ukraine geborene Peter Bondra tätig. Der langjährige NHL-Spieler gehörte zu den erfolgreichsten Spielern des Landes und war auch Mitglied der Weltmeistermannschaft von 2002.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
23 Ľuboš Bartečko LW 14. Juli 1976 7 0 1 1 0 +1 Färjestad BK
8 Martin Cibák C 17. Mai  1980 7 0 0 0 6 –1 HK Spartak Moskau
38 Pavol DemitraA C 29. Nov. 1974 7 3 7 10 2 ±0 Vancouver Canucks
10 Marián Gáborík RW 14. Feb. 1982 7 4 1 5 6 –3 New York Rangers
26 Michal Handzuš C 11. Mär. 1977 7 3 3 6 0 –2 Los Angeles Kings
91 Marcel Hossa LW 12. Okt. 1981 7 0 1 1 0 –2 Dinamo Riga
81 Marián HossaA RW 12. Jan. 1979 7 3 6 9 6 ±0 Chicago Blackhawks
82 Tomáš Kopecký C 05. Feb. 1982 7 1 0 1 2 +1 Chicago Blackhawks
24 Žigmund Pálffy RW 05. Mai  1972 7 0 3 3 8 –1 HK 36 Skalica
92 Branko Radivojevič RW 24. Nov. 1980 7 0 0 0 6 –1 HK Spartak Moskau
18 Miroslav Šatan RW 22. Okt. 1974 6 1 1 2 0 –2 Boston Bruins
15 Jozef Stümpel C 19. Juni 1972 7 1 4 5 0 –1 Barys Astana
20 Richard Zedník RW 06. Jan. 1976 7 2 4 6 6 +2 Lokomotive Jaroslawl
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
7 Ivan Baranka 19. Mai  1985 7 1 0 1 0 +1 HK Spartak Moskau
33 Zdeno CháraC 18. Mär. 1977 7 0 3 3 6 ±0 Boston Bruins
68 Milan Jurčina 07. Juni 1983 7 0 0 0 2 –1 Columbus Blue Jackets
Richard Lintner 15. Nov. 1977 verletzungsbedingte Streichung HK Dinamo Minsk
14 Andrej Meszároš 13. Okt. 1985 7 0 0 0 4 +1 Tampa Bay Lightning
44 Andrej Sekera 08. Juni 1986 7 1 0 1 0 –1 Buffalo Sabres
77 Martin Štrbák 15. Jan. 1975 7 0 1 1 2 +1 HK MWD Balaschicha
17 Ľubomír Višňovský 11. Aug. 1976 7 2 1 3 0 +1 Edmonton Oilers
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
31 Peter Budaj 18. Nov. 1982 Colorado Avalanche
41 Jaroslav Halák 13. Mai  1985 7 3 3 422:38 17 1 91,05 2,41 Montréal Canadiens
35 Rastislav Staňa 10. Jan. 1980 Sewerstal Tscherepowez
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer SlowakeiSlowakei Ján Filc 19. Feb. 1953
Assistenztrainer SlowakeiSlowakei František Hossa 13. Sep. 1954
Assistenztrainer SlowakeiSlowakei Ľubomír Pokovič 28. Apr. 1960
General Manager SlowakeiSlowakei Peter Bondra 07. Feb. 1968

TschechienTschechien Tschechien[Bearbeiten]

Das Aufgebot Tschechiens wurde als eines von vier weiteren Teams am 30. Dezember 2009 bekannt gegeben. Der nationale Eishockeyverband stellte zwölf Stürmer, acht Verteidiger und drei Torhüter auf und entschied sich damit gegen die offensivere Variante mit 13 Angreifern und nur sieben Abwehrspielern.[4][52][53] Mit Jaromír Jágr stammte der tschechische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.

Patrik Eliáš bestritt seine dritten Olympischen Spiele
Aufgebot

Die Tschechen setzten für das Olympische Turnier auf ihre torgefährlichen Spieler aus der National Hockey League. Patrik Eliáš, Tomáš Fleischmann, Martin Havlát, David Krejčí, Milan Michálek und Tomáš Plekanec hatten in den letzten Jahren dort ihre Qualitäten unter Beweis gestellt. Unterstützt wurde die Offensive durch den erfahrenen Jaromír Jágr, der beim HK Awangard Omsk aus der Kontinentalen Hockey-Liga unter Vertrag stand. Für die Abwehr wurden ausschließlich gestandene und erfahrene Verteidiger nominiert, die entweder in der NHL oder der KHL aktiv waren. Insgesamt standen noch neun Profis aus dem Kader von Turin 2006 im Aufgebot und zwölf aus dem Weltmeisterschaftskader von 2009. Die meisten Spieler unter den Nominierten waren in der NHL aktiv, einige weitere in der KHL. Aus der tschechischen Extraliga stammen lediglich zwei Spieler – der dritte Torwart Jakub Štěpánek und der Stürmer Roman Červenka vom HC Slavia Prag. Die Brüder Milan und Zbyněk Michálek waren das einzige von sechs Brüderpaaren im Turnier, das auf unterschiedlichen Positionen, im Angriff respektive Abwehr, zum Einsatz kam.[4][52][53]

Milan (links) und Zbyněk Michálek (rechts) waren eines von sechs Brüderpaaren im Turnier
Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Für Jaromír Jágr waren es bereits die vierten Olympischen Winterspiele nach 1998, 2002 und 2006. Er war zugleich der einzige Spieler, der zum tschechischen Kader gehörte, der 1998 die Goldmedaille gewann. Tomáš Kaberle, Pavel Kubina, Petr Čajánek und Patrik Eliáš liefen bei ihren dritten Olympischen Winterspielen auf.[4]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Nicht ins Aufgebot berufen wurden unter anderem Milan Hejduk von der Colorado Avalanche und Jiří Hudler vom HK Dynamo Moskau. Auch die weiteren Goldmedaillengewinner von 1998 – neben Hejduk – Dominik Hašek, Roman Hamrlík, Jaroslav Špaček, Martin Straka, Martin Ručínský und Robert Lang, die allesamt auf der erweiterten Kaderliste standen, wurden nicht nominiert.[4][53]

Offizielle

Vladimír Růžička war seit Sommer 2008 im Amt des Nationaltrainers, als er den Posten des zurückgetretenen Alois Hadamczik übernahm. Parallel betreute er seit 2001 den Extraligisten HC Slavia Prag als Cheftrainer. Bereits bei der Weltmeisterschaft 2005 war Růžička auf Interimsbasis Cheftrainer der Tschechen und gewann dort mit dem Team die Goldmedaille. Bei den Olympischen Winterspielen 1998 war er zudem Mannschaftskapitän des Olympiasieger-Teams.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
16 Petr Čajánek C 18. Aug. 1975 5 0 0 0 6 ±0 SKA Sankt Petersburg
10 Roman Červenka C 10. Dez. 1985 5 0 2 2 0 +2 HC Slavia Prag
26 Patrik EliášC LW 13. Apr. 1976 5 2 2 4 0 −1 New Jersey Devils
91 Martin Erat LW 29. Aug. 1981 5 0 1 1 2 +1 Nashville Predators
34 Tomáš Fleischmann LW 16. Mai  1984 5 1 2 3 2 +1 Washington Capitals
24 Martin Havlát RW 19. Apr. 1981 5 0 2 2 0 –3 Minnesota Wild
68 Jaromír JágrA RW 15. Feb. 1972 5 2 1 3 6 –1 HK Awangard Omsk
46 David Krejčí C 28. Apr. 1986 5 2 1 3 6 +2 Boston Bruins
9 Milan Michálek LW 07. Dez. 1984 5 2 0 2 0 –2 Ottawa Senators
14 Tomáš Plekanec C 31. Okt. 1982 5 2 1 3 2 ±0 Montréal Canadiens
60 Tomáš Rolinek RW 17. Feb. 1980 5 1 0 1 0 –1 HK Metallurg Magnitogorsk
63 Josef Vašíček C 12. Sep. 1980 5 0 0 0 2 –3 Lokomotive Jaroslawl
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
44 Miroslav Blaťák 25. Feb. 1982 5 0 2 2 2 +2 Salawat Julajew Ufa
35 Jan Hejda 18. Juni 1978 5 0 0 0 4 +4 Columbus Blue Jackets
15 Tomáš KaberleA 02. Mär. 1978 5 1 2 3 0 –2 Toronto Maple Leafs
17 Filip Kuba 29. Dez. 1976 5 0 1 1 0 –1 Ottawa Senators
77 Pavel Kubina 15. Apr. 1977 5 0 0 0 2 +2 Atlanta Thrashers
4 Zbyněk Michálek 23. Dez. 1982 5 0 0 0 2 ±0 Phoenix Coyotes
5 Roman Polák 28. Apr. 1986 5 0 0 0 4 –1 St. Louis Blues
3 Marek Židlický 03. Feb. 1977 5 0 5 5 2 –3 Minnesota Wild
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
31 Ondřej Pavelec 31. Aug. 1987 Atlanta Thrashers
33 Jakub Štěpánek 20. Juni 1986 HC Vítkovice Steel
29 Tomáš Vokoun 02. Juli 1976 5 3 2 303:35 9 0 93,57 1,78 Florida Panthers
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer TschechienTschechien Vladimír Růžička 06. Juni 1963
Assistenztrainer TschechienTschechien Josef Jandač 12. Nov. 1968
Assistenztrainer TschechienTschechien Ondřej Weissmann 28. Okt. 1959
General Manager TschechienTschechien František Černík 03. Juni 1953
Mannschaftsführer TschechienTschechien Martin Loukota 26. Sep. 1982

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

Als letztes der zwölf Teams gab der US-amerikanische Eishockeyverband USA Hockey sein Aufgebot am 1. Januar 2010 im unmittelbaren Anschluss an das NHL Winter Classic 2010 bekannt.[54] Nachdem die Partie zwischen den gastgebenden Boston Bruins und Philadelphia Flyers im Fenway Park beendet war, wurde das Aufgebot durch den Stadionsprecher verkündet und mit Jugendspielern in den entsprechenden Trikots visuell veranschaulicht. Es wurden 13 Stürmer, sieben Verteidiger und drei Torhüter in das Olympische Aufgebot der US-Amerikaner berufen, nachdem im Sommer 34 Spieler am Trainingslager teilgenommen hatten.[55][56][57][58][59] Mit Jack Johnson reiste ein Spieler aus der National Hockey League eigens für den Einmarsch der Athleten bei der Eröffnungsfeier – vier Tage vor Turnierbeginn – nach Vancouver an. Johnson, der für die restlichen Tage wieder zu seinem Team stieß, war der einzige NHL-Spieler, der diese Strapazen auf sich nahm. Gleichzeitig galt er als der erste NHL-Spieler der Olympischen Geschichte, der an der Eröffnungsfeier teilnahm.[60]

Brian Rafalski war der älteste Spieler im Aufgebot der USA
Aufgebot

Die Vereinigten Staaten gingen mit einem der jüngsten Aufgebote in das Turnier. 17 der 23 Spieler waren nicht älter als 30 Jahre und 13 waren 25 Jahre alt oder jünger. Viele der jungen Spieler hatten aber bereits mit den Juniorennationalteams ihres Jahrgangs internationale Erfolge gefeiert. Dennoch setzte der Verband in jedem Mannschaftsteil auch auf erfahrene Akteure. Im Angriff waren dies Chris Drury und Jamie Langenbrunner, in der Abwehr Brian Rafalski sowie im Tor Tim Thomas. Als Eckpfeiler des Goldmedaillengewinners von Lake Placid 1980, der den erneuten Gewinn anvisiert hatte, galten die jungen Stürmer Patrick Kane, Phil Kessel und Zach Parise, Verteidiger Erik Johnson und Torhüter Ryan Miller. Kane und Johnson waren zugleich die jüngsten Spieler des Teams, die in den Jahren 2006 und 2007 an erster Gesamtposition des jeweiligen NHL Entry Drafts ausgewählt worden waren. Das größte Kontingent der ausschließlich aus der National Hockey League stammenden Spieler stellten die New Jersey Devils und Los Angeles Kings mit jeweils drei Spielern.[55][56][57][58][59] Zum Mannschaftskapitän wurde am 11. Januar 2010 der Stürmer Jamie Langenbrunner ernannt, dem mit Brian Rafalski, Chris Drury, Dustin Brown und Ryan Suter vier Assistenten zur Seite standen.[61]

Patrick Kane spielte nach der WM 2008 zum zweiten Mal für sein Heimatland
Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Durch den Wandel hin zur Jugend standen lediglich drei Spieler mit Olympia-Erfahrung im Kader der USA. Dies waren mit Brian Rafalski, Chris Drury und Jamie Langenbrunner die drei ältesten Feldspieler des Aufgebots. Rafalski und Drury liefen sowohl 2002 in Salt Lake City als auch 2006 in Turin auf. Beide gewannen in Salt Lake City die Silbermedaille. Langenbrunner vertrat sein Heimatland bei den Olympische Winterspielen 1998 in Nagano.[55][57][59]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Auch die US-Amerikaner mussten aufgrund der Fülle von in Frage kommenden Spielern einige Absagen erteilen. Dadurch, dass das Trainerteam hauptsächlich auf junge Spieler setzte, erhielten einige gestandene Akteure keine Einladung. So wurden Mike Modano, Scott Gomez, Keith Tkachuk, Bill Guerin, Brian Rolston und Doug Weight nicht nominiert. Auch Brian Gionta, Tim Connolly, R. J. Umberger und der gebürtige Kanadier Jason Pominville spielten in der Vergabe um die Plätze keine Rolle.[55][56][58][59] Ebenso wurden in der Verteidigung Andy Greene und zunächst auch Ryan Whitney nicht nominiert. Im Tor hatten Craig Anderson und Jimmy Howard im Kampf um den freien dritten Platz das Nachsehen.

Nachnominierungen

Nach den verletzungsbedingten Absagen der Verteidiger Paul Martin am 1. Februar[62] und schließlich Mike Komisarek am 4. Februar[63] gab der US-amerikanische Verband noch am gleichen Tag die Nachnominierungen von Ryan Whitney von den Anaheim Ducks und Tim Gleason von den Carolina Hurricanes bekannt.[64] Martin musste seine Teilnahme wegen eines Bruchs des Unterarms, den er bereits zum Beginn der Saison erlitten hatte, absagen. Komisarek unterzog sich eine Woche vor Turnierbeginn einer Schulteroperation.

Offizielle

Wie der kanadische Verband stellten auch die US-Amerikaner ein prominentes Team von Offiziellen. Als Cheftrainer der USA fungierte Ron Wilson, der seit über 15 Jahren in der National Hockey League als hauptverantwortlicher Trainer tätig war. Wilson betreute die Vereinigten Staaten bereits 1996 bei der Weltmeisterschaft und dem World Cup of Hockey. Dabei führte er die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft zu Bronze und gewann nur wenige Monate später überraschend den World Cup mit der Mannschaft. An der Seite Wilsons arbeiteten Scott Gordon, der die New York Islanders in der NHL trainierte, und John Tortorella, der ebenfalls ein langjähriger NHL-Trainer war und zudem den Stanley Cup gewann. Für den Posten des General Managers wählte der Verband Brian Burke, einen der namhaftesten General Manager der NHL, aus.

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
42 David Backes RW 01. Mai  1984 6 1 2 3 2 +4 St. Louis Blues
32 Dustin BrownA RW 04. Nov. 1984 6 0 0 0 0 +2 Los Angeles Kings
24 Ryan Callahan RW 21. Mär. 1985 6 0 1 1 2 +2 New York Rangers
23 Chris DruryA C 20. Aug. 1976 6 2 0 2 0 +3 New York Rangers
88 Patrick Kane RW 19. Nov. 1988 6 3 2 5 2 +4 Chicago Blackhawks
17 Ryan Kesler C 31. Aug. 1984 6 2 0 2 2 +5 Vancouver Canucks
81 Phil Kessel RW 02. Okt. 1987 6 1 1 2 0 +2 Toronto Maple Leafs
15 Jamie LangenbrunnerC RW 24. Juli 1975 6 1 3 4 0 +2 New Jersey Devils
12 Ryan Malone LW 01. Dez. 1979 6 3 2 5 6 +2 Tampa Bay Lightning
9 Zach Parise LW 28. Juli 1984 6 4 4 8 0 +4 New Jersey Devils
16 Joe Pavelski C 11. Juli 1984 6 0 3 3 4 +2 San Jose Sharks
54 Bobby Ryan RW 17. Mär. 1987 6 1 1 2 2 +3 Anaheim Ducks
26 Paul Stastny C 27. Dez. 1985 6 1 2 3 0 +2 Colorado Avalanche
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
4 Tim Gleason 29. Jan. 1983 6 0 0 0 0 +3 Carolina Hurricanes
6 Erik Johnson 21. Mär. 1988 6 1 0 1 4 +3 St. Louis Blues
3 Jack Johnson 13. Jan. 1987 6 0 1 1 2 +2 Los Angeles Kings
Mike Komisarek 19. Jan. 1982 verletzungsbedingte Absage am 4. Februar[63] Toronto Maple Leafs
Paul Martin 05. Mär. 1981 verletzungsbedingte Absage am 1. Februar[62] New Jersey Devils
44 Brooks Orpik 26. Sep. 1980 6 0 0 0 0 +2 Pittsburgh Penguins
28 Brian RafalskiA 28. Sep. 1973 6 4 4 8 2 +7 Detroit Red Wings
20 Ryan SuterA 21. Jan. 1985 6 0 4 4 2 +9 Nashville Predators
19 Ryan Whitney 19. Feb. 1983 6 0 0 0 0 –1 Anaheim Ducks
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
39 Ryan Miller 17. Juli 1980 6 5 1 355:07 8 1 1,35 94,56 Buffalo Sabres
29 Jonathan Quick 21. Jan. 1986 Los Angeles Kings
30 Tim Thomas 15. Apr. 1974 1 0 0 11:31 1 0 5,21 85,71 Boston Bruins
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ron Wilson 28. Mai  1955
Assistenztrainer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Gordon 06. Feb. 1963
Assistenztrainer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Tortorella 24. Juni 1958
General Manager Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brian Burke 30. Juni 1955

WeissrusslandWeißrussland Weißrussland[Bearbeiten]

Weißrussland nominierte den provisorischen Kader, der zwölf Stürmer, acht Verteidiger und drei Torhüter umfasste, als erstes der zwölf Teams am 23. Dezember 2009.[65][66][67] Mit Aleh Antonenka stammte der weißrussische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier aus den Reihen des Aufgebots.

Torwart Andrej Mesin war einer der erfahrensten Spieler in Weißrusslands Kader
Aufgebot

Den größten Teil des Kaders der Weißrussen bildeten Spieler, die bereits bei den Weltmeisterschaften der Jahre 2008 und 2009 nominiert waren. Der Kern des weißrussischen Teams bestand aus den vier Spieler aus der National Hockey League – Verteidiger Ruslan Salej von der Colorado Avalanche, Stürmer Michail Hrabouski von den Toronto Maple Leafs sowie dem Brüderpaar Andrei und Sjarhej Kaszizyn von den Montréal Canadiens. Hinzu kamen mit Torwart Andrej Mesin, der bei der Weltmeisterschaft 2009 zum besten Schlussmann des Turniers gewählt wurde, Aleh Antonenka und Aljaksej Kaljuschny drei weitere, international erfahrene Spieler. Neben den vier in Nordamerika tätigen Spielern waren 14 weitere in der Kontinentalen Hockey-Liga aktiv. Die meisten davon spielten beim Hauptstadtklub HK Dinamo Minsk, der auch gleichzeitig der einzige KHL-Vertreter des Landes ist. Fünf Spieler waren ausschließlich in der nationalen Liga aktiv, davon spielen jedoch vier im Farmteam von Dinamo Minsk, dem HK Schachzjor Salihorsk.[65][66][67]

Teilnehmer mit Olympia-Erfahrung

Nachdem Weißrussland die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin verpasst hatte, standen lediglich fünf Spieler mit Olympia-Erfahrung im Kader. Diese waren Andrej Mesin, Ruslan Salej, Aleh Antonenka, Aljaksei Kaljuschny und Kanstanzin Kalzou, die bereits bei den Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City und mit Ausnahme von Kalzou auch bei den Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano dabei waren.[65][66][67]

Absagen und Nicht-Berücksichtigungen

Vorerst keine Berücksichtigung fand Sjarhej Kolassau von den Grand Rapids Griffins aus der American Hockey League.[66]

Nachnominierungen

Insgesamt sechs Änderungen gab es im weißrussischen Kader bei der endgültigen Nominierung am 15. Februar. Am schwersten wogen dabei die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden NHL-Stürmer Andrej Kaszizyn und Michail Hrabouski, die durch Dsmitry Mjaleschka und Kanstanzin Sacharau ersetzt wurden. In der Abwehr rutschten Sjarhej Kolassau, Aljaksandr Makryzki, Andrej Karau und Aljaksandr Radsinski für Andrej Antonau, Andrej Baschko, Wadsim Suschko und Aljaksandr Syrej in den Kader.[13]

Offizielle

Betreut wurde die weißrussische Olympia-Auswahl vom gebürtigen Kasachen Michail Sacharau, der auch gleichzeitig Nationaltrainer der ukrainischen Landesauswahl war.[68][69] Sacharau war erst seit Ende November 2009 im Amt, nachdem der Kanadier Glen Hanlon von seinem Posten zurückgetreten war.[70] Als Assistenten standen Sacharau der russische Olympiasieger und Weltmeister Andrei Chomutow sowie der Kanadier Dave Lewis, der in der NHL schon die Detroit Red Wings und Boston Bruins als Cheftrainer betreut hatte, zur Seite.[66]

Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
10 Aleh AntonenkaA LW 01. Juli 1971 4 0 0 0 0 –1 HK Dinamo Minsk
59 Sjarhej Dsjamahin F 19. Juli 1986 4 0 1 1 2 –1 Neftechimik Nischnekamsk
Michail Hrabouski C 31. Jan. 1984 verletzungsbedingte Streichung am 15. Februar[13] Toronto Maple Leafs
71 Aljaksej Kaljuschny F 13. Juni 1977 4 3 1 4 2 +3 HK Dynamo Moskau
28 Kanstanzin KalzouA RW 17. Apr. 1981 4 0 2 2 0 +4 Salawat Julajew Ufa
Andrej Kaszizyn LW 03. Feb. 1985 verletzungsbedingte Streichung am 15. Februar[13] Montréal Canadiens
74 Sjarhej Kaszizyn LW 20. Mär. 1987 4 2 3 5 0 +2 Montréal Canadiens
11 Aljaksandr Kulakou F 15. Mai  1983 4 0 1 1 0 ±0 HK Dinamo Minsk
8 Andrej Michaljou F 23. Feb. 1978 4 0 0 0 2 –2 HK Dinamo Minsk
19 Dsmitry Mjaleschka F 08. Nov. 1982 4 2 0 2 2 –1 HK Dinamo Minsk
21 Kanstanzin Sacharau F 02. Mai  1985 4 1 0 1 4 –1 HK Dinamo Minsk
22 Sjarhej Sadseljonau C 27. Feb. 1976 4 0 0 0 0 ±0 HK Dinamo Minsk
26 Andrej Stas C 18. Okt. 1988 4 0 0 0 2 –3 HK Dinamo Minsk
18 Aljaksej Uharau F 02. Jan. 1985 4 1 1 2 4 –3 HK MWD Balaschicha
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Sp T V Pkt SM +/– Team
Andrej Antonau 27. Apr. 1985 Streichung am 15. Februar[13] HK Schachzjor Salihorsk
Andrej Baschko 23. Mai  1982 Streichung am 15. Februar[13] HK Schachzjor Salihorsk
7 Uladsimir Dsjanissau 19. Juni 1984 4 0 0 0 0 –3 HK Dinamo Minsk
33 Andrej Karau 12. Feb. 1985 4 0 0 0 2 ±0 HK Dinamo Minsk
25 Sjarhej Kolassau 22. Mai  1986 4 0 0 0 0 –2 Grand Rapids Griffins
43 Wiktar Kaszjutschonak 07. Juni 1979 4 0 1 1 2 +1 HK Spartak Moskau
4 Aljaksandr Makryzki 11. Aug. 1971 4 0 0 0 4 –1 HK Dinamo Minsk
52 Aljaksandr Radsinski 01. Apr. 1978 4 0 1 1 2 ±0 HK Dinamo Minsk
24 Ruslan SalejC 02. Nov. 1974 4 1 0 1 0 +2 Colorado Avalanche
5 Mikalaj Stassenko 15. Feb. 1987 4 0 3 3 2 +1 Amur Chabarowsk
Wadsim Suschko 27. Apr. 1986 Streichung am 15. Februar[13] HK Schachzjor Salihorsk
Aljaksandr Syrej 26. Aug. 1988 Streichung am 15. Februar[13] HK Schachzjor Salihorsk
Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Sp S N Min GT SO Sv% GAA Team
1 Wital Kowal 31. Mär. 1980 2 1 1 120:00 8 0 90,59 4,00 HK Dinamo Minsk
37 Maksim Maljuzin 16. Sep. 1988 HK Wizebsk
31 Andrej Mesin 08. Juli 1974 2 0 2 130:00 7 0 91,36 3,23 HK Dinamo Minsk
Offizielle
Position Name Geburtsdatum
Cheftrainer WeissrusslandWeißrussland Michail Sacharau 22. Jan. 1962
Assistenztrainer RusslandRussland Andrei Chomutow 21. Apr. 1961
Assistenztrainer KanadaKanada Dave Lewis 03. Juli 1953
Mannschaftsführer RusslandRussland Sergei Gontscharow 31. Jan. 1959

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Provisional Olympic rosters. iihf.com, 22. Dezember 2009, abgerufen am 22. Dezember 2009 (englisch).
  2. Player Entry Procedure. iihf.com, abgerufen am 22. Dezember 2009 (englisch).
  3. IIHF Eligibility. iihf.com, abgerufen am 22. Dezember 2009 (englisch).
  4. a b c d e f g h i j k l m n o Martin Merk: Fifth Olympics for two Finns. iihf.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  5. a b c d Rocky Bonanno: Germans enter Vancouver with a new look. nhl.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  6. a b c d Germany opt for new Olympic direction. ctvolympics.ca, 30. Dezember 2009, abgerufen am 31. Dezember 2009 (englisch).
  7. a b Mit Hecht nach Vancouver. sport1.de, 21. Januar 2010, abgerufen am 21. Januar 2010 (deutsch).
  8. Jeff Z. Klein: For Germany, N.H.L. Is Resource and Quandary. nytimes.com, 15. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  9. Uwe Krupp benennt erweiterten, vorläufigen Kader für Vancouver. hockeyweb.de, 30. Dezember 2009, abgerufen am 27. März 2014.
  10. SID: Krupp spricht Busch sein Vertrauen aus. n24.de, 7. Januar 2010, abgerufen am 27. März 2014.
  11. Olympia-Aus für Busch. sport1.de, 19. Januar 2010, abgerufen am 19. Januar 2009 (deutsch).
  12. Sabres' Hecht to join German Olympic team. ctvolympics.ca, 21. Januar 2010, abgerufen am 21. Januar 2010 (englisch).
  13. a b c d e f g h i j k l m Men’s rosters today. iihf.com, 15. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2010 (englisch).
  14. a b c Shawn P. Roarke: Veterans, strong goalie play highlight Finnish roster. nhl.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  15. a b Selanne, Kiprusoff highlight Finnish roster. ctvolympics.ca, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  16. a b AFP: Peltonen to carry Finland's flag at Opening Ceremony. ctvolympics.ca, 11. Februar 2010, abgerufen am 12. Februar 2010 (englisch).
  17. a b c d Lucas Aykroyd: Stars, youth galore for Canada. iihf.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  18. a b c d Dan Rosen: Canada unveils a powerhouse lineup for Olympics. nhl.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  19. a b c d The roster is set: Meet Team Canada. ctvolympics.ca, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  20. Chris Johnston: Hockey Canada selects Dec. 31 to name Olympic team. ctvolympics.ca, 4. November 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  21. Report: Olympic roster to be revealed Dec. 30. ctvolympics.ca, 5. Dezember 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  22. Hockey Canada to unveil Olympic roster on Dec. 30. ctvolympics.ca, 8. Dezember 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  23. Bill Beacon: Niedermayer to captain 2010 Olympic hockey team. ctvolympics.ca, 30. Dezember 2009, abgerufen am 12. Januar 2010 (englisch).
  24. Darren Dreger: Yzerman may put extra players on Olympic standby. ctvolympics.ca, 18. November 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  25. Tim Wharnsby: Babcock to be named Canada's head coach. ctvolympics.ca, 23. Juni 2009, abgerufen am 31. Dezember 2009 (englisch).
  26. a b c d e f g h i j k l m Martin Merk: Fourth Olympics for Satan. iihf.com, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  27. a b c d Rocky Bonanno: Latvia's Olympic roster boasts pair of NHL players. nhl.com, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  28. a b c d Dinamo Riga players form core of Latvian team. ctvolympics.ca, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  29. a b c Risto Pakarinen: Norway returns core of World Championship team. nhl.com, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  30. a b c d e Flyers' Tollefsen leads Norway's hockey squad. ctvolympics.ca, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  31. a b c d Bykov names 23-man roster. iihf.com, 25. Dezember 2009, abgerufen am 25. Dezember 2009 (englisch).
  32. a b c d Adam Kimelman: Ovi, Kovy, Malkin to lead high-powered Russia attack. nhl.com, 25. Dezember 2009, abgerufen am 25. Dezember 2009 (englisch).
  33. a b c d e John Marchesan: Russian's unwrap Olympic men's hockey team. ctvolympics.ca, 25. Dezember 2009, abgerufen am 25. Dezember 2009 (englisch).
  34. Russia adds Khabibulin to Olympic list. ctvolympics.ca, 3. November 2009, abgerufen am 25. Dezember 2009 (englisch).
  35. Jamie Bell: Morozov to carry Russian flag at Opening Ceremony. ctvolympics.ca, 11. Februar 2010, abgerufen am 12. Februar 2010 (englisch).
  36. Arpon Basu: Tretiak says Russian team will be half NHLers. ctvolympics.ca, 29. November 2009, abgerufen am 25. Dezember 2009 (englisch).
  37. NHL, NHLPA write to IIHF about Team Russia. ctvolympics.ca, 31. Dezember 2009, abgerufen am 1. Januar 2010 (englisch).
  38. a b c “Gus” picks 13 Turin champs. iihf.com, 27. Dezember 2009, abgerufen am 27. Dezember 2009 (englisch).
  39. a b c Shawn P. Roarke: Team Sweden names 2010 Olympic roster. nhl.com, 27. Dezember 2009, abgerufen am 27. Dezember 2009 (englisch).
  40. a b c d John Marchesan: Forsberg, Lidstrom headline Sweden selections. ctvolympics.ca, 27. Dezember 2009, abgerufen am 27. Dezember 2009 (englisch).
  41. Chris Johnston: Peter Forsberg is thrilled to be in Vancouver. ctvolympics.ca, 12. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2010 (englisch).
  42. a b Franzen replaces Holmstrom for Sweden. nhl.com, 14. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2010 (englisch).
  43. a b Risto Pakarainen: Swiss looking to take one giant last step with Krueger. nhl.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  44. a b c Streit to anchor young Swiss defense. ctvolympics.ca, 30. Dezember 2009, abgerufen am 31. Dezember 2009 (englisch).
  45. Erweitertes Olympia-Aufgebot ohne Davoser. sehv.ch, 30. Dezember 2009, abgerufen am 31. Dezember 2009 (deutsch).
  46. a b c Sandro Mühlebach: Pechvögel Josi und Gerber nicht an Olympia. topsport.com, 2. Februar 2010, abgerufen am 11. Februar 2010 (deutsch).
  47. Savary ersetzt Guggisberg. hockeyfans.ch, 7. Februar 2010, abgerufen am 12. Februar 2010 (deutsch).
  48. a b c Switzerland announces roster. iihf.com, 14. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2010 (englisch).
  49. a b c d Dave Lozo: Chara, Gaborik, Hossa highlight Slovakian roster. nhl.com, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  50. a b c d Satan, Palffy returning with Slovakian team. ctvolympics.ca, 29. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  51. Rocky Bonanno: Olympic Countdown: NHLers dominate Slovak camp. nhl.com, 3. August 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  52. a b Shawn P. Roarke: Scores of NHLers will help Czechs score in Vancouver. nhl.com, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  53. a b c Jagr returns to Olympics with Czechs. ctvolympics.ca, 30. Dezember 2009, abgerufen am 30. Dezember 2009 (englisch).
  54. US to name Olympic men's hockey team on Jan. 1. ctvolympics.ca, 3. November 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  55. a b c d U.S. hopes on young stars. iihf.com, 1. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2010 (englisch).
  56. a b c Phil Coffey: Team USA turns to the next generation. nhl.com, 1. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2010 (englisch).
  57. a b c Mike G. Morreale: Miller, Parise, Orpik, Stastny headline Team USA. nhl.com, 1. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2010 (englisch).
  58. a b c Dan Rosen: Miller gets the call for Team USA. nhl.com, 1. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2010 (englisch).
  59. a b c d Youngsters Kane and Johnson highlight Team USA. ctvolympics.ca, 1. Januar 2010, abgerufen am 1. Januar 2010 (englisch).
  60. Matthew Sekeres: Johnson goes extra mile to march for Team USA. ctvolympics.ca, 12. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2010 (englisch).
  61. Langenbrunner picked as captain for Vancouver. ctvolympics.ca, 11. Januar 2010, abgerufen am 12. Januar 2010 (englisch).
  62. a b Tom Canavan: Defenceman Paul Martin will miss Olympics with arm injury. ctvolympics.ca, 1. Februar 2010, abgerufen am 2. Februar 2010 (englisch).
  63. a b Sean Fitz-Gerald: Injury forces Komisarek out of Games. ctvolympics.ca, 4. Februar 2010, abgerufen am 4. Februar 2010 (englisch).
  64. Whitney and Gleason added to Team USA roster. ctvolympics.ca, 4. Februar 2010, abgerufen am 4. Februar 2010 (englisch).
  65. a b c Belarus names Olympic roster. iihf.com, 23. Dezember 2009, abgerufen am 23. Dezember 2009 (englisch).
  66. a b c d e Rocky Bonanno: Belarus names four NHLers to Olympic roster. nhl.com, 23. Dezember 2009, abgerufen am 23. Dezember 2009 (englisch).
  67. a b c Belarus the 1st nation to name its hockey roster. ctvolympics.ca, 23. Dezember 2009, abgerufen am 23. Dezember 2009 (englisch).
  68. Zakharov named Belarus coach. iihf.com, 25. November 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  69. Zakharov behind Ukraine bench. iihf.com, 30. Oktober 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).
  70. Hanlon steps down as Belarus head coach. ctvolympics.ca, 3. November 2009, abgerufen am 26. Dezember 2009 (englisch).