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Bradford (Automarke)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bradford

Besitzer/Verwender Jowett Cars

Inhaber Jowett Cars
Einführungsjahr 1946
Produkte Automobile
Märkte weltweit
Bradford als Kastenwagen
Bradford als Kombi

Bradford [ˈbrædfəd war eine britische Automarke, die zwischen 1946 und 1954 von der Jowett Cars Ltd. in Bradford gefertigt wurde.

Jowett Cars hatte bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge hergestellt und als Jowett verkauft. Nach Kriegsende fiel die Entscheidung, zukünftig die Nutzfahrzeuge als Bradford anzubieten.

Die Fahrzeuge waren billig herzustellen und erfolgreich am Markt, im Gegensatz zu den Jowett-Pkw jener Zeit Javelin und Jupiter, die Verluste brachten.

Die Basis stellte der Jowett 8 hp von 1937 dar. Der Zweizylinder-Boxermotor hatte SV-Ventilsteuerung. Jeder Zylinder hatte 79,4 mm Bohrung und 101,6 mm Hub, was insgesamt 1006 cm³ Hubraum ergab. Das war geringfügig mehr als beim Jowett. Der Motor leistete in der ersten Ausführung CA 19 PS.[1] Der Motor war vorne im Fahrgestell eingebaut und trieb die Hinterachse an. Das Fahrgestell hat 2286 mm Radstand und 1232 mm Spurweite.[2] Anfangs standen nur Kastenwagen im Sortiment, bevor im Juni 1946 Aufbauten als Lastkraftwagen folgten. Bis November 1947 entstanden über 5000 Fahrzeuge dieser Ausführung.[1]

Dann folgte die Ausführung CB. Der Motor hatte einen Fallstromvergaser und einen riemengetriebenen Dynamo, der einen Kühllüfter ermöglichte. Letzteres war insbesondere für heiße Exportländer wie Australien, Brasilien und Uruguay vorteilhaft.[1] Außerdem gab es auch Kombis, Pick-ups und Sonderaufbauten wie Verkaufswagen für Speiseeis.

Ende 1949 folgte die Ausführung CC. Der Motor war überarbeitet worden und leistete nun 25 bhp (18,4 kW) bei 3500 Umdrehungen in der Minute. Die Elektrik wurde von 6 Volt auf 12 Volt geändert.[1]

Der Nachfolger CD sollte bereits im Oktober 1951 präsentiert werden. Er hatte einen überarbeiteten Motor mit IOE-Ventilsteuerung. Probleme mit der Fertigung sorgten aber dafür, dass diese Fahrzeuge nie auf dem Markt kamen. Es blieb bei Prototypen.[1] Insgesamt wurden acht Kastenwagen bzw. Kombis, ein Pick-up und eine Limousine gefertigt, von denen noch drei Kombis existieren.[3]

Insgesamt entstanden 38.241 Fahrzeuge dieser Marke.[1]

  • Noel Stokoe: Images of Motoring: Jowett 1901–1954. Tempus Publishing, Stroud 1999, ISBN 0-7524-1723-1 (englisch).
  • David Culshaw, Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars. William Morrow & Company, New York 1974, ISBN 0-688-00245-5 (englisch).
Commons: Bradford – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c d e f Noel Stokoe: Images of Motoring: Jowett 1901–1954. Tempus Publishing, Stroud 1999, ISBN 0-7524-1723-1, S. 57–64 (englisch).
  2. David Culshaw, Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars. William Morrow & Company, New York 1974, ISBN 0-688-00245-5, S. 373 (englisch).
  3. Noel Stokoe: Images of Motoring: Jowett 1901–1954. Tempus Publishing, Stroud 1999, ISBN 0-7524-1723-1, S. 115–117 (englisch).