William Beardmore and Company

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Beardmore-Anzeige von 1923
Beardmore 12/30 von 1925
In England war Beardmore auch als Taxi-Hersteller bekannt

Die William Beardmore and Company war ein schottisches Maschinenbauunternehmen und Werft mit Sitz in Glasgow.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Der Gründer William Beardmore errichtete zunächst in Parkhead/Glasgow einen Betrieb, der sich mit der Herstellung von Stahlteilen für die Schiffsindustrie befasste, die Firma William Beardmore & Co. Im Jahre 1899 erwarb Beardmore die Werft Robert Napier & Sons in Govan bei Glasgow. 1905 wurde eine weitere Werft eröffnet: die Naval Construction Works in Dalmuir bei Clydebank[1].

Durch stetige Expansion - so erwarb Beardmore eine weitere Werft, eine Fahrzeugproduktion und ein Stahlwerk - wurde das Unternehmen zum wichtigsten Rüstungsunternehmen Großbritanniens in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg mit zeitweise über 40.000 Beschäftigten. Hergestellt wurden Motoren, Kriegsschiffe, Panzer und Flugzeuge.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Produktpalette umgestellt auf zivile Schiffe wie Passagierdampfer und Frachtschiffe sowie Lokomotiven und Motoren für Schiffe und Flugzeuge. Ab 1917 stellte Beardmore auch Automobile her. Von 1921 bis 1924 wurden Motorräder und Einbaumotoren der Marke Precision gebaut. Viele dieser Einbaumotoren wurden an Hersteller von Cyclecars geliefert.

Jedoch ging es wirtschaftlich bergab, und gegen Ende der 1920er-Jahre drohte der Konkurs. So wurde das ehemals große Unternehmen Stück für Stück verkauft. Die Schiffswerft Dalmuir Naval Construction Works wurde 1930 von National Shipbuilders Security übernommen, geschlossen und abgerissen.[2]

Taxis entstanden noch bis 1967[3] oder 1968[4].

Das Stammwerk in Glasgow bestand bis 1975 und wurde dann abgerissen; an seiner Stelle befindet sich heute ein großes Einkaufszentrum.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Beardmore.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 138. (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: William Beardmore and Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.theclydebankstory.com 1870-1914
  2. www.theclydebankstory.com 1914-1945
  3. George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 138. (englisch)
  4.  Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Beardmore.