Merlin (Automarke)

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Merlin

Merlin ist eine britische Automarke.[1][2]

Markengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonard Witton entwickelte ein Fahrzeug, das er in den USA als Witton vermarktete. Merlin Cars aus Southend-on-Sea in der Grafschaft Essex bot das Fahrzeug 1980 in England an. Thoroughbred Cars aus dem gleichen Ort unter Leitung von Peter Gowing übernahm 1980 den Import, verkaufte lediglich ein Exemplar, und begann daraufhin mit der Produktion einer überarbeiteten Version, die auch als Kit erhältlich war. Der Markenname lautete Merlin. Nach der Liquidation übernahm CVC aus Redditch in Worcestershire unter Leitung von Terry Sands die Rechte, produzierte aber nicht. Peter Gowing gründete 1985 Paris Cars[3] im gleichen Ort und übernahm wieder die Produktion, die bis 2003 lief. Jack Langford und Bill Herrett unterstützten ihn dabei. Merlin Sports Cars aus Wakering in Essex unter Leitung von Garry Wilson setzt seit 2009 die Produktion fort. Insgesamt entstanden bisher etwa 1000 Exemplare.[4]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Modell ist ein Zweisitzer und seit 1980 in Produktion. Zunächst basierte es auf dem Fahrgestell des VW Käfer, bevor Gowing einen Leiterrahmen entwarf. Ein Vierzylindermotor vom Ford Cortina war vorne im Fahrzeug montiert. Ab 1992 kamen Teile vom Ford Sierra zum Einsatz. Seit 2009 stellt ein Vauxhall Omega die Basis dar. Von diesem Modell entstanden bisher etwa 300 Exemplare.[4]

Munro und Plus Two[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dies war eine verlängerte Version des TF. Sie bot Platz für 2 + 2 Personen. Zwischen 1983 und 1984 als Munro angeboten, änderte sich 1985 der Name in Plus Two. Bis zur Einstellung 2003 entstanden etwa 700 Exemplare.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Merlin (III).
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1014. (englisch)
  • Steve Hole: A–Z of Kit Cars. The definitive encyclopaedia of the UK’s kit-car industry since 1949. Haynes Publishing, Sparkford 2012, ISBN 978-1-84425-677-8, S. 165–166 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Merlin (III).
  2. George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1014. (englisch)
  3. opencorporates.com zu Paris Cars (englisch, abgerufen am 1. September 2015)
  4. a b c Steve Hole: A–Z of Kit Cars. The definitive encyclopaedia of the UK’s kit-car industry since 1949. Haynes Publishing, Sparkford 2012, ISBN 978-1-84425-677-8, S. 165–166 (englisch).