| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Die antike europäische Philosophie (griechisch φιλοσοφία) hat in Verbindung mit anderen Hochkulturen des Altertums (der hebräischen, ägyptischen, mesopotamischen und persischen) das Weltanschauungsspektrum des Abendlandes begründet. Dass ungefähr gleichzeitig mit dem Beginn der europäischen antiken Philosophie auch die Anfänge der indischen und chinesischen Philosophie zu verzeichnen sind, wird in dem Begriff der Achsenzeit erfasst.
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Der Begriff Vorsokratiker gründet auf dem berühmten Diktum Marcus Tullius Ciceros, Sokrates habe die Philosophie vom Himmel auf die Erde geholt (s. Sokratische Wende). Die Vorsokratiker beschäftigten sich vor allem mit Naturphilosophie, Theogonie sowie Kosmogonie und formulierten die Grundfragen der Philosophie. Eine zentrale Frage, die – ähnlich den modernen Kosmologen – vor allem die älteren Vorsokratiker beschäftigte, war die nach der ἀρχή (arché; Arist. Met. I 3, 983 b8), dem Urgrund oder Anfang, aus dem alles entstanden ist. Die Suche galt vor allem dem, was ungeschaffen, anfangs- und endlos und unbewegt ist.
Der griechisch besiedelte kleinasiatische Ostrand der Ägäis mit der Hauptstadt Milet wurde zum Ausgangsbereich der antiken Philosophie. Hier beginnt die ionische Naturphilosophie. Diese setzten dem mythisch geprägten Weltbild der homerischen Epen eine naturphilosophische Welterklärung entgegen. Hierbei konzentrierte sich die Suche auf einen einzelnen (monistischen) Urgrund (Hylozoismus)
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| ca. 625–545 |
Thales von Milet |
Sagte Sonnenfinsternis voraus
Wasser als Urstoff |
um 624 Gesetzgebung Drakons
594 Reform Solons |
| ca. 610–546 |
Anaximander |
Erster Entwurf einer Kosmogonie
Urstoff ist das räumlich und zeitlich Unbeschränkte (Apeiron)
- bereits Anaximander verwendete also einen über die Erfahrung hinausgehenden metaphysischen Erklärungsbegriff |
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| ca. 585–525 |
Anaximenes |
Der Kosmos ist in seiner Substanz von ewigem Bestand
Urstoff (Arché) ist die Luft |
560 Tyrannis des Peisistratos |
| ca. 499–428 |
Diogenes von Apollonia |
hielt ähnlich wie Anaximenes Luft für den Urstoff
Das Wesen der Seele ist dem Blut beigemischte Luft.
Nous ist die Kraft, die das Universum ordnet und beherrscht und so Denken, Seele und Leben hervorbringt
Angesehener Arzt |
494 Zerstörung Milets durch die Perser in der Schlacht von Lade |
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Die Eleaten stellten eine der ältesten philosophischen Schulen der griechischen Antike dar. Benannt ist sie nach der von Griechen gegründeten, an der westitalienischen Küste gelegenen Stadt Elea. Neben Fragmenten dienen vor allem Aristoteles (Metaphysik) und Simplikios als Quellen.
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| ca. 570–470 |
Xenophanes |
Die Menschen schufen die Götter, Gott aber ist ewig
Wissen ist Vermutung, Wahrheit nicht erkennbar |
Aischylos (525–456) |
| ca. 515–445 |
Parmenides |
Denken und Sein sind identisch
Das Seiende ist unvergänglich
Das Nichts kann auch nicht gedacht werden.
Bewegung ist nur eine Illusion
Physisches Geschehen ist „Meinung der Sterblichen“ |
509–507 Reformen des Kleisthenes
Pindar (518–446) |
| ca. 490–430 |
Zenon von Elea |
Untersuchte das Kontinuum, insbesondere Raum, Zeit und Bewegung
Paradoxien, u.a. Achilles und die Schildkröte und das Pfeil-Paradoxon |
Sophokles (497–406) |
| ca. 490–430 |
Melissos von Elea |
Nur Fragmente erhalten
Das Sein ist nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich unbegrenzt |
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[Bearbeiten] Andere Philosophen der Vorsokratik
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| ca. 540–480 |
Heraklit
(Der „Dunkle“) |
Das Gemeinsame der Welt ist das sich ewig wandelnde Feuer
Der Logos ist das Eine, das im Wandel des Werdens Bestand hat (Panta rhei)
Forderte für die Gesellschaft das Gesetz der Ordnung, das unter den Menschen ebenso wie in der Natur gelten soll
Der Streit (polemos) ist der Vater aller Dinge (Dialektik)
Das Wesen der Welt ist die unsichtbare Harmonie der Gegensätze |
500 Beginn der Perserkriege |
| ca. 499–428 |
Anaxagoras |
Der Weltgeist (Nous) setzt die Welt aus winzigen Elementen zusammen
Alle Erfahrungsdinge sind auf einfache Stoffe rückführbar.
Der Untergang der Dinge ist Vergeltung von Unrecht.
Astronom: Die Sonne ist ein rotglühender Stein.
Musste 434 Athen verlassen und gründete eine Schule in Lampsakos |
490 Schlacht bei Marathon |
| ca. 494–434 |
Empedokles |
Sein ist der Stoff und das Werden ist die Kraft
Liebe und Hass sind die Urkräfte der vier Elemente (Stammwurzeln aller Dinge) Erde, Wasser, Luft und Feuer. |
493–429 Perikles |
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Ausgangspunkt ist eine von Pythagoras in Kroton begründete, religionsähnliche Lebensgemeinschaft. Im weiteren Sinn sind damit alle gemeint, die seither Ideen des Pythagoras aufgegriffen und zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Weltbildes gemacht haben. Viele Angaben zu den Pytagoreern sind spekulativ. Schriftliche Berichte gibt es erst spät bei Iamblichos und Porphyrios.
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| ca. 580–500 |
Pythagoras |
Zahl als universelles Prinzip, z.B. in der Musik
Die Erde hat Kugelgestalt |
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| ca. 500 |
Alkmaion |
Fehlende Harmonie verursacht Krankheit
Das Gehirn ist das Organ der Wahrnehmung |
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| um 500 |
Hippasos von Metapont |
Entdeckte die Inkommensurabilität |
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| ? |
Polyklet der Ältere |
Bildhauer, schrieb ein Werk über ideale Maßverhältnisse, schuf den Doryphoros |
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| ? |
Philolaos von Kroton |
Dokumentierte die Lehre des Pythagoras
Das Wesen der Dinge erkennt man erst, wenn man sie mathematisch beschreiben kann. |
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| ca. 428–347 |
Archytas von Tarent |
Die Zahl ist die Grundlage des Wissens
Begründete die mathematische Mechanik |
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| ca. 400–335 |
Hiketas von Syrakus |
Philosoph und Astronom
Die Erde rotiert um ihre Achse |
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| ? |
Ekphantos von Syrakus |
Skeptiker, die Erde rotiert um ihre Achse von Ost nach West |
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Der Atomismus bezeichnet eine kosmologische Theorie, der zufolge das Universum aus kleinsten Teilchen, den Atomen (griechisch átomos, das Unzerschneidbare, Unteilbare), zusammengesetzt ist. Diese wurden als diskret (d.h. voneinander trennbar), unendlich hart, unveränderlich und ewig gedacht. Spätere Atomisten waren Epikur und Lukrez
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| 5. Jh. |
Leukipp |
Begründer des Atomismus in der Schule von Abdera
Apeiron - das Unbegrenzte ist der leere Raum. Begrenzt ist nur (körperlich) Seiendes.
Die wahrgenommenen Eigenschaften der Dinge sind nur Schein, der durch die Kombination der Atome entsteht, die sich gegenseitig anziehen und auch abstoßen. |
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| 460–371 |
Demokrit
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Wahres Sein (Materie) besteht aus unteilbaren Atomen im leeren Raum
In der Wahrnehmung ist die Wirklichkeit nur Erscheinung; diese hat aber eine Entsprechung zur wahren Welt.
Die Atome haben nur quantitative Eigenschaften (Größe, Gewicht, Härte, Gestalt)
Qualitative Eigenschaften (Farbe, Ton, Geruch, Geschmack) gibt es nur in der Erscheinung
Auch die Seele ist atomistisch (Materialismus); sie besteht aus besonders feinen „Feueratomen“, durch die die Welt belebt ist.
Von den Dingen gehen kleinste Abbilder (eidola = Bildchen) aus, die die Feueratome der Seele anstoßen und so Wahrnehmung erzeugen
Das Denken entsteht als Zusammenstoßen der eidola als Repräsentationen der Dinge und der Feueratome der Seele.
Das wahre Glück entsteht durch Maß und Harmonie, wenn die Feueratome nur sanft bewegt sind. |
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| 5.-4.Jhdt. |
Metrodoros von Chios |
Schüler von Demokrit gilt gelegentlich als Wegbereiter der Pyrrhonischen Skepsis
war Historiker und Meteorologe |
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| 360–320 |
Anaxarch |
Schüler des Demokrit
Begleitete Alexander |
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Als Sophisten (griechisch σοφισταί sophistaí) bezeichnet man eine Gruppe von Philosophen, die als Lehrer der Weisheit und der schönen Rede z. T. gegen Bezahlung die Lehre der Sprechkunst, des Denkens und Prozessierens anboten. In den Hochzeiten der Sophistik haben ihre Vertreter die Menschen auf die Probleme des subjektiven Faktors im Erkennen und Werten hingewiesen, allerdings im Sinne eines Skeptizismus. In kritischer Sicht wurden Sophisten als „Wortverdreher“ betrachtet. Positiv bewertet kann man sie als Aufklärer des antiken Griechenland ansehen. Bei den Sophisten stand nicht mehr die Natur als Untersuchung im Vordergrund, sondern die Beziehungen der Menschen zueinander.
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| ca. 490–411 |
Protagoras |
Stammte aus der Schule Leukipps
Wahrheit gilt nur für den Wahrnehmenden (reiner Sensualismus)
Es gibt über jeden Gegenstand zwei sich widersprechende Aussagen.
„Der Mensch ist das Maß aller Dinge“ (Relativismus)
Religion und Staat sind natürliche Bedürfnisse
Gerechtigkeitssinn und sittliche Scheu sind Gaben der Götter. |
480 Schlacht von Salamis |
| 480–411 |
Antiphon |
Verfasser von Gerichtsreden |
477 1. Attischer Seebund |
| ca. 480–380 |
Gorgias |
Berühmter Rhetoriker; es gibt kein Sein (Nihilismus) |
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| ca. 480–380 |
Hippias |
Arbeitete an der Quadratur des Kreises
Gesetze sind von Menschen gemacht und deshalb nicht allgemeingültig. |
Herodot (484–425) |
| ca. 465–399 |
Prodikos |
Stellte die Ethik in den Mittelpunkt |
449 Kalliasfrieden |
| 5. Jhdt. |
Xeniades |
es gibt keine wahren Urteile und alle Aussagen der Menschen sind falsch. |
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| 5. Jhdt. |
Archelaos |
Schüler von Anaxagoras
Das Gerechte und das Schädliche sind Produkt der Konvention. |
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| ca. 460–403 |
Kritias |
Athenischer Politiker, Philosoph und Dichter
Moralischer Relativismus
Der Glaube an die Götter beruht auf guter Staatskunst. |
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| ca. 450 |
Thrasymachos |
„Gerechtigkeit ist der Nutzen des Stärkeren“ (Zitat in Platons Politeia) |
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| ca. 436–338 |
Isokrates |
Betrieb eine Rhetorikschule |
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| gest. um 375 |
Alkidamas |
Schüler des Gorgias
wandte sich gegen die Sklaverei |
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| um 400-um 350 |
Lykophron |
Soll Rechtsordung als Ausgleich von Interessen aufgefasst haben (Arist. Pol. III 9, 1280 b11)
Es gibt keine hoch und niedrig Geborenen. |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
[Bearbeiten] Griechische Klassik 450–300 v. Chr.
[Bearbeiten] Die drei großen Athener
Die drei großen Athener prägten das gesamte abendländische Denken. Sokrates zeigte durch den kritischen Dialog, dass kein Wissen gesichert ist und gilt durch seine persönliche Haltung als Vorbild eines Philosophen. Platon schuf die neue Gattung des schriftlichen Dialogs und setzte in der Breite seiner Themen in der Metaphysik und in der Erkenntnistheorie, in der Ethik, der Anthropologie, der Staatstheorie, der Kosmologie, der Kunsttheorie und der Sprachphilosophie neue Maßstäbe des Denkens. Im Gegensatz zu Platon sah Aristoteles die Ideen als in den Dingen befindlich und gab der realen Welt so wieder mehr Gewicht. Hierbei hat er u. a. für Biologie und Medizin, aber auch für die politische Empirie und Theorie Enormes geleistet. In seinem enzyklopädischen Wissensdrang als Philosoph beschäftigten ihn zudem u. a. Dynamik (δύναμις), Bewegung (κίνησις), Form und Stoff. Seine Tugendethik und seine Theorie zur Gerechtigkeit reichen bis in die Gegenwart. Aristoteles begründete die klassische Logik mit ihrer Syllogistik, die Wissenschaftssystematik und die Wissenschaftstheorie.
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| 469–399 |
Sokrates
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Sokratische Methode als „Hebammenkunst“ (Mäeutik)
Der Mensch als sittliches Wesen
„Ich weiß, dass ich nicht weiß“
Tüchtigkeit ist Einsicht - Erkenne dich selbst (Gnothi seauton)
Glaubte in sittlichen Zweifelsfragen an eine innere Stimme (Daimonion).
Nahm den Schierlingsbecher aus Treue zum Rechtsstaat |
Thukydides (460–396)
431-404 Peloponnesischer Krieg
404-403 Herrschaft der Dreißig |
| 427–347 |
Platon
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Kritik des Relativismus der Sophistik, der keine wahrhaften Tugenden anerkennt (Theaetet)
In der Körperwelt, zu der auch das Seelische zählt, gibt es nur Wahrnehmung und Meinungen (doxa)
Daneben gibt es eine unkörperliche Ideenwelt, die durch Begriffe erkannt wird (Phaidros, Höhlengleichnis) und das wahrhaft Seiende ist. Sie ist einfach, veränderungslos, unentstanden und unvergänglich (Symposion 211 b)
Erkenntnis entsteht nicht in der Erfahrung, sondern in der Erinnerung (anamnesis) der Seele (Beispiel: Satz des Pythagoras in Menon)
Die Klärung der Begriffe, des Wortgebrauchs erfolgt in der Dialektik (Sophistes 253 d)
Die Ideen sind Urbilder (paradeigmata) in der Welt des Seienden, die in der Welt des Werdens (genesis) ihre Abbilder (eidola) haben.
Die Einzeldinge sind nie identische Nachahmungen (mimesis) an der Gegenwärtigkeit (parousia) der Ideen
Ideen sind hierarchisch geordnet mit allgemeinsten Begriffen (Sophistes), von denen die Idee des Guten die höchste ist.
Die unsterbliche Seele verbindet Körperwelt (Mut – tymos und Begierde – epitymia) (Timaios) mit der Ideenwelt (Vernunft – logiston) (Phaidon)
Den Seelenteilen entsprechen Kardinaltugenden – Weisheit (sophia), Tapferkeit (andrea) und Selbstbeherrschung (sophresyne). Das richtige Verhältnis wird durch Gerechtigkeit (dikaiosyne) als oberste Tugend hergestellt (Politeia)
Die Rollen im Staat entsprechen den Seelenteilen: Lehrstand der Gebildeten (philosophoi), Wehrstand der Wächter sowie Nährstand der Handwerker und Bauern
Gerechtigkeit herrscht, wenn jeder das Seine tut und dadurch auch das Seine erhält.
Die Brücke zwischen Erscheinungen und Ideen wird durch das weltbildende Göttliche (Demiurg) geschaffen. Das Prinzip des gleich Bleibenden (tauton) und des sich Verändernden (thateron) ist die Weltseele (Timaios). Das Mittel zur Verbindung sind die Prinzipien der Mathematik (siehe Platonische Körper). |
Xenophon (430–354)
Vormacht Spartas
Eudoxos von Knidos (410/408 – 355/347) Einflussreicher Mathematiker |
| ca. 384–322 |
Aristoteles
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Philosophie als erste Wissenschaft untersucht das Seiende als Seiendes
Lehrer Alexander des Großen
die kritische Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte liefert eine Synthese bisheriger Theorien
kritisiert vor allem die Verdopplung der Welt durch Platon
Axiomatische Methode zur Bestimmung oberster Prinzipien. (Organon)
Lehre von der Substanz und den Kategorien
semantische Theorie der Sprache als symbolische Abbildung (De Interpretatione
systematische Einteilung der Wissenschaften
Begründung der formalen Logik als wissenschaftliche Methode gegen die Sophistik
Syllogistik als Schluss aus einer Prämisse und einem Mittelsatz auf ein Besonderes (Deduktion
Besonderes entsteht aus Allgemeinem, aber in der Erkenntnis muss empirisch von den einzelnen Dingen (phainomena) ausgegangen werden, die das Allgemeine bereits enthalten (Induktion bzw. epagoge)
Grundprinzip der Natur ist Bewegung, in dem die Materie die Form verändert (Werden und Vergehen – Hylemorphismus)
Jedes Werden ist Verwirklichung einer Möglichkeit (Akt und Potenz)
Vier Wirkursachen: causa materialis (Stoff), causa formalis (Form), causa efficiens (Bewirkendes), causa finalis (Ziel)
Kontinuum ist immer wieder Teilbares (Länge, Bewegung, Zeit)
Es gibt kleinste Teilchen (minima naturalia), die (anders als Demokrits Atome) in verschiedenen Situationen ihre Form verändern
Ursprung aller Bewegung und allen Seins ist ein (göttlicher) unbewegter Beweger
einzig die Gegenstände der Mathematik sind unveränderlich
Weil in der Praxis (Ethik, Poietik, Rhetorik) Prämissen nicht allgemeingültig sind, sondern vom Gesprächspartner anerkannt werden müssen, sind Syllogismen in diesem Bereich dialektische Argumente (Topik)
In der Praxis geht es nicht um Wissen (episteme), sondern um Einsicht (phronesis)
Oberstes Ziel ist das Gute als Glückseligkeit (Eudaimonismus), die man durch Ausbildung der Tugend erreicht.
Tugend ist ein Mittleres zwischen zwei Extremen (Mesotes-Lehre in der Tugendethik)
Der Mensch ist nicht nur ein Vernunftwesen (zoon logon echon), sondern auch ein Gemeinschaftswesen (zoon politikon)
Eine ideale Staatsverfassung ist ohne Extreme (Tyrannis), allerdings auch nicht die Demokratie, sondern die Politie, in der die Einsichtigen und Tugendhaften regieren. |
Alexander der Große
Euklid (ca. 365-ca. 300) |
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Megariker heißen die Anhänger des Sokrates-Schülers Euklid von Megara, welcher das Seiende als das Gute bestimmte. Wegen ihrer logischen Streitigkeiten und dialektischen Spitzfindigkeiten heißen sie auch Eristiker.
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| ca. 465–395 |
Kriton |
Freund und Zeitgenosse von Sokrates |
| ca. 426–366 |
Xenophon |
Geschichtsschreiber
Sokratesschüler und zweite Quelle über Sokrates |
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| ca. 450–380 |
Euklid von Megara |
Sokratesschüler
Begründer der Megarischen Schule
Entwickelte eine Theorie des Widerlegens
Tugend bzw. Das Gute ist das einzige unveränderliche Sein. |
Hippokrates von Kos (ca. 460-370) |
| um 400 v. Chr. |
Phaidon von Elis |
Begründer der Elischen Schule, die den Megarikern nahe stand |
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| um 400 v. Chr. |
Eubulides von Milet |
Sokratesschüler
Vertreter der Megarischen Schule |
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| ca. 360–280 |
Stilpon |
Vertreter der Megarischen Schule
Machte die eristische Dialektik populär |
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| ca. 350–278 |
Menedemos von Eretria |
Begründer der Eretrischen Schule als Fortsetzung der Elischen Schule |
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| um 300 v. Chr |
Diodoros Kronos |
Dialektiker der Megarischen Schule
Vorläufer der Stoa |
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| um 300 v. Chr. |
Philon von Megara |
Dialektiker der Megarischen Schule |
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Kernpunkt der Lehre des Kynismus [kyˈnɪsmʊs] (griech. κυνισμός, kynismós wörtlich „die Hundigkeit“ im Sinne von „Bissigkeit“) ist eine philosophische Haltung, die die Bedürfnislosigkeit betont. Scham vor als natürlich empfundenen Gegebenheiten (z. B. Nacktheit) wird verworfen. Oft lebten Kyniker von Almosen.
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| 440–365 |
Antisthenes |
Kyniker, der für eine ursprüngliche Lebensweise eintrat |
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| 399–323 |
Diogenes |
Sagte zu Alexander: „Nimm deinen Schatten von mir.“
Lebte vermutlich nicht in einer Tonne. |
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| ca. 368–285 |
Krates von Theben |
Stammte aus reichem Hause, lebte mit Hipparchia auf Wanderschaft und hatte Einfluss auf die Stoa. |
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| ? |
Monimos |
Skeptiker, „Die Wirklichkeit ist ein Bühnenbild“ |
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| ca. 335–245 |
Bion von Borysthenes |
Schrieb Über die Sklaverei, Über den Zorn |
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| ca. 330–260 |
Menippos von Gadara |
Satiriker |
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Neben einem Subjektivismus wurde in dieser Schule eine frühe Form des Hedonismus, bei der es um das Bewusstsein der Selbstbeherrschung in der Lust geht, gelehrt. Hauptquelle ist Diogenes Laertius.
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| ca. 435–355 |
Aristippos von Kyrene |
Schüler des Sokrates
Begründer der kyrenaischen Philosophenschule
Genussfähigkeit ist eine Tugend; Lust ist eine sanfte Bewegung
Zum wirklichen Genuss bedarf es Bildung und Wissen.
folgte in der Erkenntnistheorie dem Sensualismus von Protagoras |
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| ca. 400–330 |
Arete von Kyrene |
Tochter von Aristippos dem Älteren und Mutter von Aritippos des Jüngeren |
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| ? |
Aristippos der Jüngere |
Der Enkel untersuchte Triebe und Gefühle. |
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| ? |
Annikeris |
Soll Platon aus der Gefangenschaft von Dionysios I. von Syrakus freigekauft haben.
Geistige Freuden sind besser als leibliche Freuden.
billigte Selbstaufopferung. |
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| ca. 340–250 |
Theodoros von Kyrene |
„Der Atheist“; Ziel ist eine vorurteilsfrei Welterkenntnis
Aufopferung für andere und Einsatz für die Allgemeinheit sind dumm. |
|
| ca. 340–260 |
Euhemeros |
Gilt als reiner Rationalist.
Götter sind verdiente Menschen, die nach ihrem Tod verherrlicht wurden. |
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| um 300 v. Chr |
Hegesias |
Glück ist Schmerzlosigkeit und frei sein von Unlust. (Pessimismus)
forderte Nachsicht gegenüber Irrenden. |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
|
Im Hellenismus wurden die klassischen Denkansätze weiter fortgeführt. Es entstand in Alexandria die sehr einflussreiche Alexandrinische Schule, während die Peripatetiker die Denkansätze des Aristoteles weiter entwickelten und die platonische Akademie Platon folgte. Am Übergang vom 4. zum 3. Jh. v. Chr. entstanden mit Stoa und Epikureismus zwei philosophische Schulen, die weit hinaus über Zeit und Ort ihrer Entstehung ausstrahlten und ethische Grundpositionen für ein glückendes Leben markierten. In der Spätantike wurde, obgleich es nach wie vor auch Vertreter von Richtungen wie etwa dem Kynismus gab, der Neuplatonismus als philosophische Richtung maßgeblich.
Bei dem Akademeia genannten Hain des attischen Heros Akademos im Nordwesten von Athen kaufte Platon (wohl 387 v. Chr.) ein Grundstück, wo er einen Kultbezirk für die Musen einrichtete und philosophisch-wissenschaftlichen Unterricht zu erteilen begann. Die „ältere Akademie“ stand in unmittelbarer Nachfolge Platons mit einer zunächst mündlichen Auslegung und Kommentierung seiner Schriften. 100 Jahre nach Platons Tod entstand mit Arkesilaos die „jüngere Akademie“, die sich vor allem auch auf die skeptische Weltsicht Sokrates bezog. Die Informationen zur jüngeren Akademie beschränken sich überwiegend auf Berichte bei Diogenes Laertios, Cicero und Sextus Empiricus.
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| 408–339 |
Speusippos |
Neffe und Schüler Platons
Haupt der älteren Akademie
Gilt als erster Verfasser einer Enzyklopädie |
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| 396–314 |
Xenokrates |
Unterteilte die Philosophie in Logik, Physik und Ethik |
323–280 Diadochenkämpfe |
| um 390 – nach 322 |
Herakleides Pontikos |
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| gest. 276/275 |
Krantor von Soloi |
„Über den Kummer“ |
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| gest. 266 |
Polemon von Athen |
Formulierte das Ziel eines naturgemäßen Lebens |
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| gest. 265 |
Krates von Athen |
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| 316–241 |
Arkesilaos |
Scholarch der 2. Akademie, der an die sokratische Dialektik anknüpfte
Lehrte die Urteilsenthaltung (skeptischer Ansatz)
Nur Wahrscheinlichkeit ist erreichbar, und das genügt zum Leben |
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| ? |
Lakydes |
Scholarchos |
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| ? |
Telekles |
|
|
| ? |
Euandros |
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| 214–129 |
Karneades |
Begründer der neuen Akademie
Dialektik als Methode
Wahrheit als empirische Evidenz nur mit Wahrscheinlichkeit
Problem des unendlichen Regresses |
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| um 185 – 110 |
Kleitomachos |
Scholarchos, Akademische Skepsis |
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| gest. ca. 156 |
Hegesinos |
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| gest. ca. 85 v. Chr |
Philon von Larissa |
Lehrer von Antiochos von Askalon |
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| um 120–68 |
Antiochos von Askalon |
Verband Platonismus, Peripatetik und Stoa (Begründung der eklektischen Phase der Akademie)
Lehrer von Cicero |
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| 116–27 |
Marcus Terentius Varro |
Verfasste umfangreiche Literatur
Enzyklopädie in neun Büchern |
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Peripatos (περίπατος "Wandelhalle") ist der Name der philosophischen Schule des Aristoteles. Er lehrte zusammen mit seinem engen Freund und Mitarbeiter Theophrast am Lykeion, einem Park mit einem Gymnasion im Süden Athens. Nach Lykon bricht die doxographische Überlieferung ab. Die Anknüpfung an Aristoteles im ersten Jahrhundert vor Christus durch Andronikos wird als Aristotelismus eingeordnet.
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| ca. 371–287 |
Theophrastos |
Nachfolger des Aristoteles
Betont anstatt der causa finalis (Teleologie) die causa efficiens (Naturkausalität)
verfasste botanische Schriften und eine Geschichte der Physik |
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| ? |
Eudememos |
Konkurrent des Theophrastos um die Schulleitung
Schrieb über Mathematik und Astronomie |
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| um 350 |
Aristoxenos |
Entwickelte eine Musiktheorie anhand von Empfindungen |
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| geb. vor 340 |
Klearchos von Soloi |
Schrieb Über die Erziehung |
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| ? |
Dikaiarchos |
schrieb über das Leben Griechenlands (bios hellados) eine frühe Kulturgeschichte |
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| ? |
Kritolaos |
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| 340–269 |
Straton von Lampsakos |
Scholarch mit dem Beinamen „der Physiker“
Interpretierte Aristoteles materialistisch
Die wirkende Kraft der Form ist in der Materie selbst
Denken und Wahrnehmen sind voneinander abhängig |
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| 310–230 |
Aristarchos von Samos |
Entwickelte ein heliozentrisches Weltbild
und hielt die Sonne für einen Fixstern |
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| 3. Jh. v. Chr. |
Lykon aus Troas |
leitete von 269 – 226 den Peripatos |
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| 1. Jh. v. Chr.</ |
Andronikos von Rhodos |
Erneuerer der aristotelischen Philosophie
brachte die Schriften von Aristoteles in die heute bekannte Reihenfolge. |
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| 2. Jh. n. Chr. |
Sosigenes der Peripatetiker |
Anreger des Nikolaus Kopernikus bei der Ausarbeitung seines heliozentrischen Systems |
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| 2./3. Jh. n. Chr. |
Alexander von Aphrodisias |
gilt als der bedeutendste und wirkungsmächtigste Aristoteles-Kommentator der Antike |
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| 5. Jh. n. Chr. |
Martianus Capella |
Definierte den Kanon der sieben freien Künste
Trivium: Grammatik, Rhetorik, Logik
Quadrivium: Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie |
|
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Der antike Epikureismus, auch κῆπος (kêpos, “Garten“) genannt, war eine der vier großen philosophischen Schulen der nachklassischen Antike. Er wird auch als Agnostizismus charakterisiert.
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| 341–270 |
Epikur
 |
Versammelte seine Schüler in einem Garten
Materialistische Grundauffassung (Atomist)
strebte nach dem inneren Seelenfrieden (Unerschütterlichkeit - Ataraxía)
Glück ist Lust mit Maß (also kein reiner Hedonismus)
Das Schöne als geistiger Genuss steht höher als physischer Genuss, der Aufregung bringt.
Der Staat ist ein Vertrag, um sich nicht zu schädigen. Gesetze sind Übereinkunft zum gemeinsamen Nutzen (Utilitarismus) |
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| um 340 – um 260 |
Hermarchos |
leitete die Schule nach dem Tode Epikurs |
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| 330–277 |
Metrodoros von Lampsakos |
ein Freund und Schüler Epikurs |
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| 2. Jh. v. Chr. |
Demetrios Lakon |
|
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| ca. 150–70 |
Zenon von Sidon |
Epikureischer Philosoph, Mathematiker und Logiker |
|
| ca. 110–35 |
Philodemos von Gadara |
Epikureischer Philosoph und Dichter |
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| ca. 97–55 |
Lukrez |
Philosophischer Schriftsteller
Bewusste Anknüpfung an Epikur |
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Stoa (griechisch στοὰ ποικίλη – „bemalte Vorhalle“) bezeichnet eine Säulenhalle auf dem Marktplatz von Athen (Agora), in der Zenon von Kition lehrte. Die Philosophie ist auf die kosmologische, ganzheitliche Welterfassung gerichtet. Der Stoiker gelangt durch die Einübung emotionaler Selbstbeherrschung und mit Hilfe von Gelassenheit und Seelenruhe zur Weisheit.
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| 336–264 |
Zenon von Kition |
Stellte die Logik an die erste Stelle, um Irrtümer zu beseitigen.
Empfindungen sind Abdrücke einzelner Gegenstände in der Seele (Nominalismus)
Gilt mit der Lehre der Katalepsis (Evidenz) als Begründer des Stoizismus.
Der Staat ist eine vernünftige Lebensgemeinschaft aller Menschen |
um 300 Euklid |
| 331–251 |
Kleanthes |
Verdiente als ehemaliger Faustkämpfer seinen Lebensunterhalt durch Hilfsarbeiten.
Tugendhaftes Handeln ist nur durch Erkenntnis der Wirklichkeit möglich.
Wandte sich gegen die Naturforscher Demokrit und Aristarch |
ab ca. 250 Aufstieg Roms |
| 276–204 |
Chrysippos |
Schuf mit 705 Büchern die maßgeblichen Grundlagen der Stoa.
Es gibt nur Naturnotwendigkeit (Determinismus)
Wahrnehmung ist eine Eigenschaftsveränderung in der Seele
Begriffe sind Verallgemeinerungen der in der Wahrnehmung vorhandenen Objekte.
Formulierte das stoische Ideal der Freiheit von Affekten
Die Natur ist zweckmäßig. Die Bewertung von Ereignissen als Überl (Unfälle, Krankheiten) erfolgt durch den Menschen
Gerechtigkeit und Menschenliebe sind oberste Pflichten aus der Vernunft |
Archimedes (280–212) |
| um 250 v. Chr. |
Ariston von Chios |
Lehrer des Eratosthenes |
|
| 3./2. Jh. v. Chr. |
Zenon von Tarsos |
|
|
| ca. 240–150 |
Diogenes von Babylon |
Lehre über das Lebensziel (Telos) und über ethische Grundsätze
Schuf in der Dialektik eine stoische Bedeutungslehre (Semiotik) |
Eratosthenes (280–200) |
| 201–120 |
Polybios |
Verfasste eine Universalgeschichte in 40 Büchern.
Entwickelte die Theorie vom Verfassungskreislauf |
146 Eroberung Karthagos |
| gest. um 137 v. Chr. |
Antipatros von Tarsos |
Verteidigte die Stoa gegen Karneades |
133–121 Reformen der Gracchen |
| geb. um 180 v. Chr. |
Panaitios von Rhodos |
Schrieb ein verloren gegangenes Werk über die Pflicht.
Nahm Elemente der skeptischen Akademie in seine Lehre auf (Synkretismus) |
|
| 135–51 |
Poseidonios |
Affekte werden von vernunftlosen Teilen der Seele verursacht |
82–79 Diktatur Sullas |
| 106–43 |
Cicero
 |
Politiker, Anwalt, Rhetoriker
Vertrat eklektisch Lehren der Stoa und der neuen Akedemie
Gilt als Inspirator des Humanismus.
es gibt eingeborene Ideen (ideae innatae), insbesondere die Grundbegriffe der Sittlichkeit und des Rechts sowie den Glauben an das Göttliche und an die Unsterblichkeit der Seele
Lehre vom allgemeinen Menschenverstand (consensus gentium)
Lehre vom Naturrecht. Unterschied wie später Kant Legalität (rectum) und Moralität (honestum) |
70 Konsulat von Pompeius und Crassus
44 Ermordung Caesars |
| 1. Jh. v. Chr. |
Sotion |
Leiter der Akademie in Alexandria, Lehrer Senecas |
|
| 4 v. Chr.–65 n. Chr. |
Seneca |
Schriftsteller, der sich auch mit praktischen Fragen der Ethik befasste. |
12 v. Chr. Augustus Pontifex Maximus |
| vor 30 – 80 |
Gaius Musonius Rufus |
Zweck der Philosophie ist die Erlangung der Tugend
Lehrer des Epiktet |
|
| um 50 – ca. 138 |
Epiktet |
Schrieb ein Handbuch der Moral.
“Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen,
sondern seine Sicht der Dinge" |
54–68 Nero
79 Untergang Pompejis |
| 121–180 |
Mark Aurel |
Mit seinen “Selbstbetrachtungen” schuf er sich Leitlinien für sein praktisches Handeln. |
|
|
Von den meisten Werken der Skeptiker der Antike sind nur Bruchstücke in Form von Zitaten bei anderen Autoren erhalten geblieben; es gibt aber eine große und zusammenhängende Darstellung der Schule („Grundriss der pyrrhonischen Skepsis“) durch ihren letzten bedeutenden Vertreter, Sextus Empiricus.
|
| 360–270 |
Pyrrhon von Elis |
Begründer der Skepsis
Wahrheit ist weder durch Sinneswahrnehmung noch durch Urteile feststellbar.
Weil es kein Wissen gibt, gibt es auch keine Lehre vom rechten Handeln
Der Mensch kennt höchstens seine Gefühlszustände |
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| um 320–230 |
Timon von Phleius |
Schrieb Spottgedichte über die Dogmatiker. |
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| 1. Jht. v. Chr. |
Ainesidemos |
Forderte die Urteilsenthaltung (Epoché),
Entwickelte 10 Tropen (tropoi - Gründe der Skepsis) |
43 v. Chr.–17 n. Chr. Ovid |
| ? |
Agrippa |
Man kann keine Überzeugung rechtfertigen (Münchhausen Trilemma)
Fünf Tropen: 1. Widerstreit, 2. unendlicher Regress, 3. Relativität, 4. unerwiesene Voraussetzung, 5. Diallele (Zirkelschluss) |
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| 200–250 |
Sextus Empiricus |
Schriften gegen die Syllogistik und die Religion |
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| um 220 |
Diogenes Laertios |
Verfasste eine griechische Geschichte der Philosophie in 10 Büchern. |
|
|
In der Spätantike wurde der Neuplatonismus als philosophische Richtung stärker maßgeblich, der in einem wohl wechselseitig verschränkten Prozess anregend und befruchtend auch auf das Denken der christlichen Kirchenväter einwirkte. Der Drang von Philosophen wie Plotin und später Proklos zur Vereinheitlichung (Suche nach dem Einen, dem Göttlichen) mündete in eine Rückwendung zu Platon und in eine Neuausrichtung der platonischen Ideenlehre. Daraus ergaben sich Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Neuplatonismus und christlicher Religion, die bis in den Beginn der mittelalterlichen Philosophie reichte.
|
| um 15/10 v. Chr. – nach 40 n. Chr. |
Philon von Alexandria |
Gilt als der bedeutendste Denker des hellenistischen Judentums |
|
| um 45–125 |
Plutarch |
Mittelplatoniker
Umfangreiche Schriften zur Ethik
23 Biografien mit Gegenüberstellung je eines Griechen und Römers |
|
| 87–150 |
Claudius Ptolemäus |
Entwickelte das für das Mittelalter maßgebliche geozentrische Weltbild.
Verfasste ein umfangreiches Werk zur Mathematik und Astronomie |
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| 2. Jh. |
Albinus |
Schrieb eine Einführung in die platonische Philosophie. |
|
| 2. Jh. |
Alkinoos |
Schrieb eine Zusammenfassung platonischer Lehren. |
|
| 2. Jh. |
Numenios von Apameia |
Seine neupythagoreischen Schriften beeinflussten den späteren Neuplatonismus. |
|
| ca. 125–170 |
Lucius Apuleius |
Schriftsteller und Philosoph (Der goldene Esel) |
|
| um 150–200 |
Celsus |
Scharfer Kritiker des Christentums |
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| 150 – nach 215 |
Clemens |
Die richtigen Lehren erreicht man durch einen auf Wissen beruhenden Glauben
Gott selbst ist unsichtbar und unaussprechlich. |
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| 185–253/254 |
Origenes |
Allegorische Schriftauslegung
Philosophie hat die Aufgabe der Durchdringung der Schriften |
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| um 180–242 |
Ammonios Sakkas |
Begründer des Neuplatonismus
Lehrer Plotins |
|
| um 205–270 |
Plotin
 |
Erforschte die Philosophie der Perser und Inder
Seine Enneaden wurden von Porphyrios niedergeschrieben
Lehre: Urgrund ist das unbeschreiblichen Eine und dessen Emanation, durch die der Geist (nous) entsteht.
Die Weltseele steht als dritte Stufe zwischen dem wahren Sein und der Materie (hyle)
Um mit dem Einen Eins zu werden, muss sich die menschliche Seele von der Sinnlichkeit reinigen (katharsis) |
|
| um 212–272 |
Kassios Longinos |
Schüler des Ammonios Sakkas, jedoch selbst noch ein Mittelplatoniker |
|
| ca. 234–304 |
Porphyrios |
Gilt als entschiedener Gegner des Christentums.
Schrieb eine systematische Einführung in die Kategorien des Aristoteles (Isagoge)
Quelle für den Universalienstreit |
|
| ca. 250–330 |
Iamblichos |
Erweiterte die Emanationslehre Plotins |
337 Taufe Konstantins auf dem Sterbelager |
| um 350 |
Dexippus |
Schüler des Iamblichos |
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| gest. um 355 |
Aidesios |
Schüler des Iamblichos |
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| gest. 372 |
Maximos von Ephesos |
Schüler des Aidesios
Lehrer des späteren römischen Kaisers Julian Apostata |
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| 331–363 |
Julian Apostata |
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|
| ca. 350–431/433 |
Plutarch von Athen |
Lehrer des Syrianos und des Proklos |
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| um 370-416 |
Hypatia |
Mathematikerin, Astronomin, Mechanikerin und Philosophin, Tochter des Theon von Alexandria
Wurde von Christen ermordet |
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| 5. Jhdt. |
Hierokles |
Kommentar zu den pythagoreischen Goldene Verse |
|
| gest. um 437 |
Syrianos |
|
|
| 410–485 |
Proklos |
Leiter der Akademie
Wichtige Quelle für die Scholastik und die Renaissance |
476 Absetzung des Romulus Augustulus
durch Odoaker bedeutet Ende Westroms |
| um 458–540 |
Damaskios |
Lehrer des Simplikios, Philosophie der Zeit |
|
| ca. 490–570 |
Johannes Philoponos |
Frühchristlicher Denker und Naturwissenschaftler
Verfasste Aristoteleskommentare |
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| 6. Jht. |
Simplikios |
Wanderte nach Schließung der Akademie 529 durch Iustinian nach Persien aus
Verfasste Aristoteleskommentare |
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[Bearbeiten] Frühe Chinesische Philosophie
- Konfuzianismus
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| ca. 561-479 |
Konfuzius
 |
Fünf Tugenden: Gegenseitige Liebe, Rechtschaffenheit, Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit, Gegenseitigkeit (Goldene Regel)
Drei soziale Pflichten: Loyalität, Kindliche Pietät, Wahrung von Anstand und Sitte
Fünf Elementarbeziehungen: Vater-Sohn, Herrscher-Untertan, Ehemann-Ehefrau, Älterer-Jüngerer, Freund-Freund
Fünf klassische Bücher: Buch der Wandlungen (enthält die Lehre von Yin und Yang), Buch der Lieder, Buch der Urkunden, Frühlings- und Herbstannalen, Buch der Riten |
|
| 370-290 |
Mengzi |
Die Natur des Menschen ist gut
Der Himmel ist das abstrakte oberste Prinzip alles Seienden |
|
| ca. 298-220 |
Xunzi |
Der Mensch ist von Natur aus böse, kann aber durch Erziehung besser werden. |
|
- Legalismus
|
| um 280-233 |
Han Fei |
Gesetze müssen für jedermann gelten, der Mensch wird besser nur durch Androhung von Strafen |
|
| ca. 280-208 |
Li Si |
Urheber der Bücherverbrennung von 213
Reformator der chinesischen Schrift |
|
- Daoismus
|
| 6. Jht. |
Laozi |
Verfasse des Daodejing (Dao= Weg oder Sinn, De = Tugend, Jing=Buch) |
|
| ca. 365-290 |
Zhuangzi |
Betonung des Yin und Yang
Sitten und Gebräuche sind kein Selbstzweck.
Die Dinge und die Welt sind im ewigen Wandel. |
|
- Mohismus
|
| ca. 490-380 |
Mozi |
pragmatische Förderung der Wohlfahrt
„Diejenigen, die andere Lieben, werden wieder geliebt werden.“
Allgemeiner Maßstab ist der „Wille des Himmels.“ |
|
- Neukonfuzianismus
|
| 1017-1073 |
Zhou Dunyi |
Gegensatz von Taiji (dem höchsten Endlichen) und Wuji (dem höchsten Unendlichen) |
|
| 1011-1077 |
Shao Yong |
|
|
| 1020-1077 |
Zhang Zai |
Grundbegriff des Qi |
|
| 1501-1570 |
I Hwang |
Brachte den Konfuzianismus nach Korea |
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| 1561-1619 |
Fujiwara Seika |
Früher Konfuzianer in Japan |
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[Bearbeiten] Frühe Indische Philosophie
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| ? |
Carvaka |
Materialismus |
|
- Upanischaden
|
| 2. Jht. n. Chr. |
Gautama Rishi |
Nyaya: Lehre des logischen Schließens |
|
| ? |
Kanada |
Vaisheshika: Metaphysik und Naturphilosophie (Atomismus)
Erkenntnis entsteht aus der Untersuchung der Unterschiede |
|
| ? |
Kapila |
Samkhya: Bestimmung des Seins durch das Aufzählen seiner Elemente
Dualismus von Prakriti (aktive Urnatur=Materie ohne Bewusstsein) und Purusha (passiver Geist mit Bewusstsein) |
|
| ? |
Patanjali |
Yoga als achtgliedrige Übung, die zu einer weltentrückten Erfahrung führt |
|
| ca. 788-820 |
Shankara
 |
Advaita Vedanta |
|
- Buddhismus
|
| um 563-483 |
Siddhartha Gautama
 |
Es gilt: „Alles ist“ ebenso wie „Nichts existiert“, alles ist im Werden. |
|
| ca. 100-200 |
Nagarjuna
 |
Der Versuch das Rätsel des Seins zu lösen, ist irrational. (Mahayana)
Die richtige Lösung liegt im Weder-Noch
Lehre von den zwei Wahrheiten, der viefachen Beweisführung (ja, nein, teils, weder-noch) und der achtfachen Verneinung des Werdens. |
|
| ca. 250-350 |
Harivarmann |
Nihilismus: lehrte ein System, in dem weder Personen noch äußere Objekte wahrhaft existieren (Hinayana) |
|
| ca. 420-500 |
Vasubandhu |
Realismus: Die körperliche Welt ist real, es gibt nur kein dauerhaftes Selbst (Mahayana) |
|
| ca. 420-500 |
Asanga |
Idealismus: Wahrheit entsteht weder aus der Bejahung noch aus der Verneinung der Realität
Wahres Sein haben allein die Ideen (Hinayana)
Wechselte später zur Lehre seines Bruders |
|
| 7. Jh. n. Chr. |
Dharmakirti |
buddhistischer Logiker |
|
| 1222-1282 |
Nichiren |
Begründer einer Schule des Buddhismus in Japan, des Nichiren-Buddhismus |
|
| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
|
Die Philosophie des Mittelalters umfasst sehr vielfältige Strömungen, die sich seit dem Ende der Antike bis zur Reformation in Europa entwickelt haben. Im abendländischen Kulturkreis wird sie in der Patristik durch das Christentum geprägt und getragen. Als „finstere“ Epoche verkannt, war im mittelalterlichen Denken schon vieles angelegt, was Renaissance, Humanismus und schließlich Aufklärung formulierten. Das Wissen der Antike wurde zunächst in Klöstern bewahrt und weitergegeben. Entscheidender ist für den lateinischen Westen der Wissensschatz, der ihm vermittelt über Übersetzungen arabischer und teils auch jüdischer Philosophen zuwächst. Eine Blüte entsteht Ende des 11. Jahrhunderts begleitet von der Gründung der ersten Universitäten, an denen die Artes liberales gelehrt werden. Im 12. Jahrhundert war die byzantinische und islamische Welt Europa noch kulturell und wissenschaftlich hoch überlegen. Mit Untergang des Byzantinischen Reiches überlieferten Gelehrte dieses Wissen im 15. Jahrhundert vermehrt nach Westeuropa und wirkten so mit an der Entstehung der Renaissance.
|
|
Als Patristik wird in der christlichen Theologie und Philosophie die Wissenschaft bezeichnet, die sich mit der Zeit der Kirchenväter beschäftigt, das heißt mit der Epoche der Alten Kirche vom 1. Jahrhundert bis zum 7. oder spätestens frühen 8. Jahrhundert.
Die Apostolischen Väter verfassten kirchlich bedeutsamen Schriften im späten ersten und in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts.
|
| um 50-97/101 |
Clemens von Rom |
Erster Clemensbrief |
|
| um 150 |
Hermas |
Schrieb kritisch gegen die Philosophie |
|
| gest. 107 |
Ignatius |
|
64 Brand Roms unter Nero; Märtyrertod von Paulus und Petrus |
| 69–155 |
Polykarp |
|
um 70 Entstehung des Markusevangeliums |
|
Im Urchristentum gab es einen Pluralismus von theologischen Sichtweisen. Eines der frühen Probleme des Christentums war, sich in der synkretistischen Kultur des Hellenismus gegenüber synkretistischen Religionen wie Gnostizismus und Manichäismus abzugrenzen, die die christlichen Dogmen ganz oder teilweise mit anderen Religionen oder Eigenkonstruktionen vermischten. Gnostische Bewegungen wurden nach ihren Führern oder Gründern als Valentinianer, Simonianer oder Basilidianer benannt.
|
| um 125 |
Basilides |
Die Seele ist ein auf der Erde verirrter Fremdling
Die Sphäre Gottes erreicht man durch die Lösung von allem Irdischen |
|
| um 150 |
Valentinus |
|
|
| 85–160 |
Marcion von Sinope |
Markionismus |
|
| 216–276/277 |
Mani |
Persische Religion des Manichäismus
Erlösung durch den Sieg des Lichtes über die Finsternis |
|
|
Die Apologeten haben die christlichen Apologie, die das Christentum im Römischen Reich als vernünftige Religion aufzeigt, gegen Angriffe anderer Religionen und Philosophien verteidigt.
|
| 100–163 |
Justin der Märtyrer |
Die Philosophie führt zu Gott
Aber letzte Fragen beantwortet nur die Schrift |
132–135 Bar Kochba Aufstand mit anschließender Zerstreuung der Juden |
| 130–190 |
Athenagoras |
Bittschrift für die Christen an Kaiser Mark Aurel |
|
| ? |
Tatian |
Rede an die Griechen |
|
| 120–200 |
Irenäus |
Kämpfte als Bischof von Lyon gegen die Häretiker
gilt als Begründer der kirchlichen Dogmatik |
|
| 160–225 |
Tertullian |
Schrieb als erster auf Latein und schuf wichtige Begriffe des Kirchenlatein
Philosophie hat nur eine ergänzende Aufgabe
Der Offenbarungsglaube ist ein Glaube an etwas Übervernünftiges (credo quia absurdum) |
um 200 Beginn des Papsttums |
| 200–258 |
Cyprian |
Vertrat die Kindstaufe
Entwickelte die Lehre vom Glauben als der Gnade Gottes |
um 200 erste lateinische Bibel (Itala) |
[Bearbeiten] Theologische Systematisierungen
Erst schrittweise setzten sich die Trinitarier durch, entstand die allegorische Schriftauslegung und eine allmähliche Annäherung des Christentums an den Neuplatonismus.
|
| um 260–336 |
Arius von Alexandria |
Bestritt die Dreieinigkeit Gottes
War Ausgangspunkt für den Arianismus |
325 Konzil von Nicäa mit Verdammung des Arianismus |
| 260/264–337/340 |
Eusebius von Caesarea |
Gilt durch seine Chroniken als Begründer der Kirchengeschichte |
|
| um 298–373 |
Athanasius |
Lehrte die Trinität
Entschiedener Gegner des Arius |
330 Konstantinopel wird Hauptstadt |
| 315–367 |
Hilarius von Poitiers |
Maßgeblicher Vertreter der Trinitarier |
|
| 335–394 |
Gregor von Nyssa |
Kirchenvater für die orthodoxe Kirche
Lehrte die Unendlichkeit Gottes und die Dreifaltigkeit |
391 Christentum als Staatsreligion unter Theodosius |
| 340–397 |
Ambrosius von Mailand |
War ein gemäßigter Trinitarier
Bekehrte Augustinus |
395 Reichsteilung in West- und Ostrom |
| 354–430 |
Augustinus
 |
Schuf die grundlegende Theologie für fast 1000 Jahre
Die Philosophie hat die Aufgabe, die Kirchenlehre (Dogmatik) wissenschaftlich darzustellen und zu begründen
Gnadenlehre: Erlösung von der Erbsünde durch Gottes Willkür (Prädestination)
Gott ist das Eine (unum), Wahre (verum), Gute (bonum), weshalb jede Vernunfterkenntnis Gotteserkenntnis ist.
Auch der Skeptiker muss das Vorhandensein von Empfindungen anerkennen (Innere Erfahrung = Dualismus von Leib und Seele). Die Seele ist das Ganze der Persönlichkeit.
Die Seelentätigkeiten sind Vorstellung (memoria), Urteil (intellectus) und Wille (voluntas). Entsprechend ist die Wirklichkeit bestimmt durch Sein (esse), Wissen (nosse) und Wollen (velle).
Der Antrieb des Menschen ist sein Wille. Die wahre Erfüllung des Willen ist die Anschauung Gottes.
Trat im Gottesstaat für eine Trennung von christlichem und weltlichem Staat ein
Philosophie der Zeit und Philosophie des Zweifels |
410 Eroberung Roms durch die Westgoten
429 Vandalen erobern Nordafrika |
| 480–524 |
Boëthius |
Diskutierte im Proklos-Kommentar das Universalienproblem
Schrieb vor seiner Hinrichtung den Trost der Philosophie |
476 Sturz des letzten weströmischen Kaisers durch Odoaker |
| um 500 |
Dionysius Areopagita |
Unbekannter Schreiber
Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis des Unsichtbaren
Den Aufstieg zum Einen erreicht man durch Reinigung, Erleuchtung und Kontemplation |
ca. 600 Ende der Völkerwanderung |
| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
|
[Bearbeiten] Frühes Mittelalter
Die Übergangszeit zwischen Patristik und Scholastik hat kein eigenständiges neues Denken hervorgebracht. Allerdings gab es eine Reihe wichtiger Personen, die an der Tradierung der antiken Bildung maßgeblichen Anteil hatten.
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| gest. 636 |
Isidor von Sevilla |
Schrieb eine Enzyklopädie namens Etymologiae |
507 Chlodwig I. erobert Südgallien, Beginn des Frankenreichs |
| gest. 662 |
Maximus Confessor |
Kommentierte Augustinus und Boethius |
568 Langobarden beenden Herrschaft Ostroms in Italien |
| um 673-735 |
Beda Venerabilis |
Historia ecclesiastica gentis Anglorum (Kirchengeschichte des englischen Volkes)
System der Zeitrechnung |
|
| 675–750 |
Johannes von Damaskus |
Byzantinischer Kirchenlehrer |
630 Eroberung Mekkas durch Mohammed
711Mauren in Spanien |
| 730–804 |
Alkuin |
Leitete die Hofschule Karls des Großen (Karolingische Renaissance)
Machte die Sieben Freien Künste (artes liberales) zum verbindlichen Unterrichtsinhalt. |
751 Pippin der Jüngere begründet des Reich der Karolinger
800 Kaiserkrönung Karls des Großen |
| 780–856 |
Rabanus Maurus |
Schrieb die Enzyklopädie de universo |
862 Rurik in Nowgorod |
| 810–877 |
Eriugena
 |
Irischer Naturphilosoph, der die Bedeutung der Vernunft betonte.
Eigenes System mit Gott als Ursache und Ziel alles Seienden
Übernahm die Emanationslehre Plotins und lehnte Augustinus’ Prädestination ab |
871–899 Alfred der Große von England |
| um 950–1028 |
Fulbert von Chartres |
Begründer der Schule von Chartres (Kathedralschule) |
|
| um 950–1022 |
Notker Teutonicus |
Erster Aristoteles Kommentator des Mittelalters |
936–973 Otto I. Deutscher Kaiser (962) |
|
Vor der Entfaltung der lateinischen Scholastik besteht eine arabische und innerhalb derselben auch jüdische akademische Hochkultur, durch welche auch zahlreiche griechische Texte vermittelt, interpretiert und fortgeschrieben werden. Auch in der Medizin, den Naturwissenschaften, der Mathematik, der Jurisprudenz, der Logik usw. holt die westlich-lateinische erst im 12.-13. Jh. gegenüber der arabischen Kultur auf.
|
| 800–870 |
Alkindus
(Al-Kindi ) |
Übersetzte griechische Texte, begründet die arabische Philosophie
befasste sich u.a. mit peripatetischer Naturphilosophie |
um 570-632 Mohammed
749 Beginn der Herrschaft der Abbasiden |
| 864–925 |
Rhazes
(Al-Razi) |
Bedeutender persischer Arzt, Naturwissenschaftler, Philosoph und Schriftsteller |
976-1025 Kaiser Basileios II. von Byzanz
998-1030 Mahmud von Ghazni, der den Islam nach Indien bringt. |
| 870–950 |
Alpharabius
(Al-Farabi) |
Übersetzt und vermittelt griechische Philosophie
versucht eine Synthese von dem, was er für aristotelisch und platonisch hält
befasste sich auch mit Mathematik und Musik |
1071 Seldschuken besiegen Byzanz in der Schlacht von Manzikert und erobern Jerusalem |
| 980–1037 |
Avicenna
(Ibn Sina) |
Systematische Ausarbeitung der Ansätze Farabis
Konzeptualismus und Emanation |
1085 Toledo wird von den Christen erobert. |
| 1058–1111 |
Algazel
(Al-Ghazali) |
Persischer, ash'aritischer Theologe und Philosoph
greift zahlreiche maßgeblich durch Avicenna vertretene Lehren an |
|
| 1126–1198 |
Averroës
(Ibn Ruschd)
 |
Aristoteleskommentare (für die lateinische Philosophie des Mittelalters „Der Kommentator“)
Es gibt genau einen aktiven Intellekt
Philosophie ist eine religiöse Pflicht für Intellektuelle, aber die Religion vermittelt die Wahrheit allen
verteidigt einen radikalen "Aristotelismus" gegen al-Ghazali |
Unter Saladin (1137-1193) wird Ägypten wieder sunnitisch.
1187 Saladin schlägt die Kreuzfahrer am See Genezareth |
| 1332–1406 |
Ibn Chaldun |
Arabischer Historiker
Beschreibt geschichtliche Zusammenhänge mit Interessen, die heute "soziologisch" heißen würden |
1326 Orhan I. erobert Bursa |
|
Die Frühscholastik ist die Zeit der Schulphilosophie, in der herausragende Denker sich nicht mehr auf die klösterliche Kontemplation beschränken, sondern mit Argumenten der Vernunft offensichtliche Widersprüche in den kirchlichen Lehren hinterfragen und diskutieren wollten. Oft brachten solche Diskussionen sie in Gefahr. Sie wurden als Ketzer verurteilt und mussten ihre Thesen widerrufen, wenn sie keine Risiken für Leib und Leben eingehen wollten. Dennoch fanden sich immer wieder freie Geister, die aus Überzeugung für die Vernunft eintraten.
|
| gest. 1088 |
Berengar von Tours |
Sah im Abendmahlstreit Brot und Wein nur als sinnbildlich an.
Argumentierte, dass er in der Vernunft nach dem Bilde Gottes geschaffen sei . |
987–1328 Kapetinger in Frankreich
1024–1125 Salier in Deutschland |
| 1005–1089 |
Lanfrank von Bec |
Wollte im Abendmahlsstreit nicht der Vernunft, sondern nur den Autoritäten folgen. |
1046 Synode von Sutri
Absetzung dreier rivalisierender Päpste |
| 1006–1072 |
Petrus Damiani |
Kämpfte gegen die Sittenlosigkeit der römischen Geistlichkeit.
Prägte den Spruch von der Philosophie als der Magd der Theologie. |
1054 Trennung (Schisma) Roms von der Ostkirche |
| 1033–1109 |
Anselm von Canterbury |
Wandte die Dialektik als Methode auf die christliche Gotteslehre an.
führte den ontologischen Gottesbeweis
Bekannte mit Augustinus Credo ut intelligam (ich glaube, um zu verstehen). |
1066 Wilhelm der Eroberer siegt bei Hastings und wird zum König von England gekrönt. |
| 1050–1120 |
Roscelinus |
Radikaler Nominalist
Leitete daraus einen Tritheismus ab |
1074 Verfügung des Zölibat durch Papst Gregor VII.
1077 Gang nach Canossa |
| gest. 1121 |
Wilhelm von Champeaux |
Realist im Universalienstreit, der sich gegen Roscelin durchsetzte.
Gründer des Stiftes Saint-Victor |
1096–1099 Erster Kreuzzug mit Eroberung Jerusalems |
| gest. nach 1124 |
Bernhard von Chartres |
War stark vom Platonismus geprägt.
Universalien sind gleich den platonischen Ideen |
1119 Gründung des Templerordens |
| 12. Jhdt. |
Bernardus Silvestris |
Cosmographia, Gedicht über die Erschaffung der Welt mit Bezügen zum Timaios
ebenfalls Chartres, aber nicht identisch mit Bernhard von Chartres |
|
| 1079–1142 |
Peter Abaelard
 |
Bedeutendster Philosoph der Frühscholastik
Vermittelte im Universalienstreit mit dem Konzeptualismus
Entwickelte die scholastische Methode fort (sic et non)
Empfindung als verworrene Vorstellung wird durch den Verstand zu Begriffen und Urteilen verarbeitet.
Schrieb zum Frieden zwischen den Religionen und entwickelte eine Gesinnungsethik (Die Moral liegt im inneren Entschluss.)
Hatte ein berühmtes Verhältnis zu Heloisa |
|
| 1080–1145 |
Gilbert von Poitiers |
Vertreter des Realismus im Univesalienstreit
Unterschied begrifflich Gott und Gottheit sowie Individualität und Singularität |
1122 Wormser Konkordat beendet Investiturstreit |
| 1097–1147 |
Hugo von Sankt Viktor |
Verband Mystik mit Naturforschung
Drei Erkentnisweisen: 1. äußere Welt in der Vernunft (cogitatio), 2. innere Welt in den Empfindungen (meditatio), 3. Gott im Glauben (contemplatio) |
um 1125 Erfindung des Bleistifts |
| gest. nach 1150 |
Wilhelm von Conches |
Stark physikalisch geprägtes Weltbild |
1138–1152 Konrad III. erster Staufer |
| gest. 1151 |
Thierry von Chartres |
Moderne Interpretation der Schöpfungsgeschichte |
1152–1190 Friedrich I., Barbarossa |
| 1090–1160 |
Adelard von Bath |
Erkannte beim Studium in Spanien die Überlegenheit der arabischen Wissenschaften
Übersetzte arabische Texte und verbreitete deren Wissen in der Mathematik, Medizin und Astronomie |
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| 1100–1160 |
Petrus Lombardus |
Schrieb die als Lehrwerk lange gültigen Sentenzen. |
1147–1149 Zweiter Kreuzzug wird zum Fehlschlag |
| ca. 1100–1160 |
Hermann von Carinthia |
Philosoph, Astronom, Astrologe, Mathematiker, Übersetzer und Autor |
1154-1189 Heinrich II. von England |
| 1115–1180 |
John of Salisbury |
Konzeptualist, Sekretär von Thomas Becket
Staatstheorie mit der Pflicht zu Sittlichkeit und Tugend für Staatsvertreter |
1170 Ermordung von Thomas Becket
Sturmflut verwüstet Niederlande |
| 1120–1202 |
Alanus ab Insulis |
Entwarf eine axiomatische Theologie ausgehend von der Einheit des Einen. |
1189–1192 Dritter Kreuzzug, Barbarossa ertrinkt im Saleph |
| um 1130–1202 |
Joachim von Fiore |
Allegorische Schriftauslegung.
Geschichte ist gegliedert die die Trinität |
|
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In der jüdischen Philosophie entwickelte sich im Mittelalter ähnlich zu den arabischen Denkern eine starke Nähe zum Aristotelismus.
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| 1020–1068 |
Gabirol |
Der göttliche Wille ist die Quelle des Lebens |
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| 1100–1189 |
Abraham ibn Daud |
Chronist, Aristoteliker und Astronom |
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| 1135–1204 |
Moses Maimonides |
Zweifelnde sollen durch Vernunft zum Glauben finden.
Tugendethik |
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| 1288–1344 |
Levi ben Gershon |
Averroist |
|
|
Die Hochscholastik wurde zur Blüte des Aristotelismus. Verglichen mit der auf Augustinus zurückgehenden Ablehnung der Naturwissenschaften und der stark untergeordneten Rolle der Vernunft entstand nun eine weitere Öffnung und Liberalisierung. Es gab immer mehr einzelne Denker, die die Erkundung der Natur durch Experimente forderten, weil nur so wirkliche neue Erkenntnis zu gewinnen sei. Allerdings entstand in der Kirche auch Gegenwehr. Eine zu offene sich auf Aristoteles berufende kritische Vernunft wurde als Averroismus mit Verboten belegt.
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| 1170–1253 |
Robert Grosseteste |
Griff naturwissenschaftliche Fragen auf |
1182–1226 Franz von Assisi
1190 Gründung des Deutschen Ordens
um 1200 Gründung der University of Cambridge |
| 1170–1245 |
Alexander von Hales |
Früher Aristoteliker
Schrieb Quaestiones nach der scholastischen Methode |
1204 Vierter Kreuzzug mit Eroberung Konstantinopels
Kaisertum von Byzanz |
| verm. 1175–1245 |
Alfred von Sareshel |
früher Aristotelismus; Das Herz ist das Haus der Seele, die die Entelechie des Leibes ist. |
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| 1221–1274 |
Bonaventura |
Betonte die Erleuchtung durch Gott
Contemplation ist die höchste Stufe der Nachfolge Christi |
1206 Dschingis Khan einigt die Mongolen |
| 1200–1280 |
Albertus Magnus |
Beeindruckte durch umfangreiches naturwissenschaftliches Wissen
Lehrte als einer der ersten Aristoteles
Das „natürliche Licht“ (lumen naturale) der Erkenntnis der Philosophie steht im Einklang mit der Offenbarung, welche aber umfassender ist. |
1207 Sängerstreit auf der Wartburg
um 1210 Parzival von Wolfram von Eschenbach |
| 1225–1274 |
Thomas von Aquin
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Einklang von Wissenschaft und Vernunft
Wahrheit = adaequatio rei et intellecto
Vorrang der Offenbarungslehren (Sakramente, jüngstes Gericht, Jungfräuliche Geburt)
Gott als Verursacher (causa effiziens) und Endzweck (causa finalis)
Kardinaltugenden
Unsterblichkeit der Seele, die sowohl reiner Geist als auch Entelechie des Leibes ist.
Nach göttlichem Plan ist Zweck des Staates die Tugend unter dem Naturrecht (lex naturalis) zu verwirklichen. |
1212 Kinderkreuzzug
1215 Magna Carta
1218 Jadebusen entsteht durch Sturmflut
1228/29 Fünfter Kreuzzug
Friedrich II. König von Jerusalem |
| gest. 1284 |
Siger von Brabant |
Averroist
Wollte Aristoteles ohne Offenbarungslehren unterrichten |
1273–1291 Rudolf I. von Habsburg
um 1290 Ausweisung der Juden aus England |
| gest. 1286 |
Boetius von Dacien |
ebenfalls Averroist |
|
| gest. 1290 |
Wilhelm de la Mare |
„Correctorium“ als franziskanische Kritik an Thomas |
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| 1214–1294 |
Roger Bacon |
Früher Emprist mit praktischen Experimenten
Wendete sich gegen Vorurteile, Gewohnheit und Mangel an Selbstkritik.
Autorität der Theologie ist allein Gottes Willen. |
1282 Eduard I. erobert Wales |
| 1226–1277 |
Petrus Hispanus |
Kompendium der Logik |
1291 Akkon fällt an die Mameluken |
| 1217–1293 |
Heinrich von Gent |
Wollte gegen Thomas’ Intellektualismus zurück zu Augustinus |
1298 Reiseberichte des Marco Polo |
| 1243–1316 |
Aegidius Romanus |
erstellte Katalog von 95 Irrlehren der Philosophen, die zu den Pariser Verurteilungen führte. |
um 1294 Gründung der Hanse
1307 Rütlischwur |
|
In der Spätscholastik schlug das Pendel erneut um. Viele Denker erkannten nun, dass eine rein auf Logik und Vernunft aufgebaute Glaubenslehre nicht mehr durchhaltbar war und forderten die Trennung von Glauben und Vernunft. Bildung verbreitete sich auch durch die fortschreitenden Universitätsneugründungen immer mehr und ging Schritt für Schritt auch auf bürgerliche Kreise über, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr im Rahmen kirchlicher Institutionen verdienten.
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| vor 1250 – nach 1305 |
Gottfried von Fontaines |
Aristoteliker im Universalienstreit |
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| 1266–1308 |
Johannes Duns Scotus
 |
Gegenspieler von Thomas (Logiker und Mathematiker)
Der Wille hat Vorrang vor der Vernunft
Das Gute wird durch den Willen bestimmt und steht höher als das Wahre
Erste Schritte zur Trennung von Theologie und Philosophie: Weder der zeitliche Anfang der Welt noch die Unsterblichkeit der Seele lassen sich beweisen. |
1303 Philipp IV. setzt Papst Bonifaz VIII. fest, um dessen Weltherrschaftsanspruch zu brechen (Beginn der Säkularisierung in Frankreich) |
| 1265–1321 |
Dante Alighieri |
Entwarf ein von der Kirche unabhängiges Staatskonzept |
1309 Papst Clemens V. verlegt seine Residenz nach Avignon |
| 1274/75–nach 1344 |
Walter Burley |
Gegner des Nominalismus des Wilhelm von Ockham |
|
| ca. 1275/1290–1342/43 |
Marsilius von Padua |
Staatstheoretiker, Politiker und ein bedeutender Vertreter des scholastischen Aristotelismus |
um 1310 allgemeiner Kälteeinbruch führt zu Hungersnöten in Europa und Asien und zu Bevölkerungsrückgängen |
| 1280–1347 |
Wilhelm von Ockham |
Ockhams Rasiermesser
Beiträge zur Logik und zur Sprachphilosophie
Begriffe sind nicht Abbilder, sondern nur Zeichen (Nominalismus bzw. Terminismus)
Forderte Trennung von Kirche und Staat und musste deshalb nach München fliehen. |
um 1328 Erfindung der Sägemühle
1328–1589 Haus Valois in Frankreich
1339–1253 Hundertjähriger Krieg |
| um 1280–1322 |
Petrus Aureoli |
Vertrat einen Konzeptualismus und ähnliche Positionen wie Scotus und Ockham |
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| ca. 1285/1289–1328 |
Johann von Jandun |
averroistischer Philosoph, Theologe und politischer Theoretiker |
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| um 1300 – nach 1350 |
Nicolaus von Autrecourt |
Kritik des Substanzbegriffs und der traditionellen Kausalitätslehre |
1341 erste Erwähnung eines Kölner Karnevalszuges |
| 1300–1358 |
Johannes Buridan |
Befasste sich mit der Willensfreiheit
(Buridans Esel) |
1348 Gründung der Universität Prag
1348–1350 Pest |
| 1316–1390 |
Albert von Rickmersdorf |
Rektor der Wiener Universität |
1356 Goldene Bulle durch Kaiser Karl IV. |
| 1330–1382 |
Nikolaus von Oresme |
Hielt heliozentrisches Weltbild für möglich |
1381 englischer Bauernaufstand |
| 1335–1396 |
Marsilius von Inghen |
Mitbegründer der Universität Heidelberg |
1396 Türken besiegen Kreuzfahrer in der Schlacht von Nikopolis |
| verm. –1420 |
William Penbygull |
Anhänger Wycliffs, Universalienrealist |
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| 1340–1420 |
Pierre d’Ailly |
Lehrte als Skeptiker den Primat des Willens. |
um 1400 Aufstieg des Hauses Medici |
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Wie auch andere Zeiten war das Mittelalter stets begleitet von mystischem Denken, von der Überzeugung, dass die wahre Erfüllung nur in der Kontemplation und in einem unmittelbaren Glauben zu erreichen ist.
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| 1090–1153 |
Bernhard von Clairvaux |
Die eigentliche Tugend des Christen ist die Demut
Gegenspieler Abaelards |
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| 1098–1179 |
Hildegard von Bingen |
Allgemeine Lebensregeln und medizinische Texte |
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| 1135–1202 |
Joachim von Fiore |
Erwartete das jüngste Gericht um 1260 |
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| gest. 1206 |
Amalrich von Bena |
Gott lebt in allen Kreaturen (Pantheismus)
musste 1204 widerrufen |
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| 1232–1316 |
Raimundus Lullus |
Averroist
Magische Wahrheitsscheibe aus Begriffskombinationen |
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| 1250–1320 |
Dietrich von Freiberg |
Erforschte das Prinzip des Regenbogens |
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| 1260–1328 |
Meister Eckhart |
Vernunft ohne Kontemplation ist nicht vollendet |
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| 1295–1366 |
Heinrich Seuse |
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| 1300–1366 |
Johannes Tauler |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Die Philosophie der Renaissance und des Humanismus und damit die studia humanitatis war in ihrer Arbeitsweise noch ganz mittelalterlichen Traditionen verbunden, arbeitete also spekulativ und textbezogen, sie öffnete sich aber mehr und mehr auch bereits vorhandenen naturwissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden, die dann das beherrschende Thema der Philosophie der Neuzeit bilden werden. Für diese Epoche spricht man auch vom Renaissance-Humanismus. Renaissance bedeutet Wiedergeburt. Die Periode wird so bezeichnet, weil die Texte der antiken griechischen und römischen Philosophen neu rezipiert wurden und zugleich eine Loslösung von den mittelalterlichen Schulen der Scholastik erfolgte.
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[Bearbeiten] Dichter und Künstler
In einer Zeit immer stärker wachsender und von der Kirche immer unabhängiger werdender Städte Italiens waren es vor allem die Dichter und Künstler, die schon sehr früh die Freiräume nutzten und eigenständige Sichtweisen auf die Welt entwickelten.
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| 1305–1374 |
Francesco Petrarca |
Gegner der Scholastik und des Aristotelismus |
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| 1313–1375 |
Boccaccio |
Begründer der italienischen Novelle |
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| 1452–1519 |
Leonardo da Vinci |
Künstler, Architekt, Techniker und Anatom |
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| 1475–1564 |
Michelangelo |
Herausragender Maler und Bildhauer |
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Die Humanisten gingen von dem allgemeinen Grundsatz der universalen Vorbildlichkeit der Antike aus. Prägend für die Bewegung war das auf Cicero zurückgehende Konzept der Humanität (humanitas). Dies verfolgte man durch das Studium des antiken Wissens (studia humanitatis), die besondere Pflege der Sprache und eine Betonung der Ästhetik.
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| 1369–1444 |
Leonardo Bruni |
Republikanischer Kanzler in Florenz |
1361 Türken erobern Adrianopel |
| 1396–1459 |
Giannozzo Manetti |
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1389 Schlacht auf dem Amselfeld, Serbien wird türkisch. |
| ca. 1406–1457 |
Lorenzo Valla |
italienischer Humanist mit epikureischer Orientierung, Rhetoriker
Untersuchung der Freiheit des menschlichen Willens
Für eine positive Bewertung der Lust |
1410 Schlacht bei Tannenberg |
| 1444–1485 |
Rudolf Agricola |
Schrieb über die dialektische Denkmethode |
1431 Verbrennung Jeanne d’Arcs |
| um 1450–1536 |
Faber Stapulensis |
Erste französische Bibelübersetzung |
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| 1454–1494 |
Angelo Poliziano |
Unterrichtete in Florenz griechische und lateinische Literatur |
1453 Ende des 100jährigen Kriegs |
| 1455–1522 |
Johannes Reuchlin |
Hebraist
Trat gegen den Strom für Toleranz gegenüber den Juden ein. |
1453 Eroberung von Byzanz durch Mehmed II. |
| 1459–1508 |
Conrad Celtis |
Dichter, Kartograph und Historiograph |
1485 Heinrich VII., erster König aus dem Haus Tudor |
| 1461–1535 |
Ulrich Zasius |
Vertreter einer humanistischen Jurisprudenz |
1492 Kapitulation Grenadas |
| 1466–1536 |
Erasmus von Rotterdam
 |
Kirchenkritischer Augustiner, aber gegen die Kirchenspaltung
Gegner Luthers in der Frage des Freien Willens
Für religiöse Toleranz und Ächtung von Nationalismus und Krieg. |
1495 Reichstag zu Worms (Ewiger Landfrieden, Reichskammergericht)
1517 Selim I. erobert Ägypten |
| 1486–1535 |
Agrippa von Nettesheim |
Wissenschaft als „heilige Magie“ (gegen Zauberer)
in Gott sind alle Ideen vorhanden (Neuplatonismus) |
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| 1492–1540 |
Juan Luis Vives |
frühe pädagogische Schriften |
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| 1497–1560 |
Philipp Melanchthon |
Verband Gedanken der Reformation mit der Philosophie des Aristoteles |
1529 Erste Belagerung Wiens |
| 1515–1563 |
Sebastian Castellio |
Widersacher Calvins |
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| 1517–1572 |
Petrus Ramus |
Wollte eine neue Logik entwickeln
Wurde in der Bartholomäusnacht ermordet |
1556 Trennung der Habsburger in einen spanischen und einen österreichischen Teil |
| 1547–1606 |
Justus Lipsius |
Umfangreicher Briefverkehr u.a. mit Montaigne
Lehrte Philosophie mit Bezug zum Stoizismus |
|
| 1553–1592 |
Michel de Montaigne |
Begründer der Essayistik
Humanist und Skeptiker |
1581 Utrechter Union |
|
Die Philosophie der Renaissance schwenkte insbesondere im republikanischen Umfeld der Medici verstärkt zum Platonismus, nachdem auch bisher unbekannte Schriften in Folge des Falls von Konstantinopel nach Italien gelangt waren. Im Vordergrund standen weniger Themen der Metaphysik, sondern Fragen der Ethik (Toleranz, Freiheit) und der politischen Philosophie (Volkssouveränität, Völkerrecht).
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| 1355–1450 |
Georgios Gemistos Plethon |
Kam aus Byzanz und übersetzte Platon
Regte bei den Medici die Neubegründung der Akademie an. |
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| 1394–1476 |
John Fortescue |
Die Autorität des Königs beruht auf öffentlicher Zustimmung und nicht auf Gottes Gnade |
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| 1395–1472/1484 |
Georg von Trapezunt |
|
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| 1401–1464 |
Nikolaus von Kues
 |
Die Mathematisierung der Gegenstände der Erfahrung sind Deutungen des Menschen.
Gott als Einheit der räumlich-zeitlichen Unendlichkeit
Zusammenfallen des Gegensätzlichen in der Vernunft |
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| 1403–1472 |
Basilius Bessarion |
Byzantiner und Platoniker
Begründete eine bedeutende Bibliothek |
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| 1433–1499 |
Marsilio Ficino |
Erster Leiter der neuen Akademie in Florenz |
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| 1462–1524 |
Pietro Pomponazzi |
Wollte Aristoteles ohne Thomismus und Averroismus
Lehnte Unsterblichkeit der Seele ab. |
|
| 1463–1494 |
Giovanni Pico della Mirandola |
Trat für die Menschenwürde ein.
Seine 900 Thesen wurden vom Papst verboten. |
|
| 1469–1527 |
Niccolò Machiavelli |
Politische Herrschaft ist nicht unter moralischen, sondern unter nützlichen Aspekten zu beurteilen
Die drei Staatszwecke der Republik sind Freiheit der Bürger, Größe und Gemeinwohl |
|
| 1473–1538 |
Agostino Nifo |
übersetzte die Werke Averroës', vielgelesener Aristoteliker |
|
| 1478–1535 |
Thomas Morus |
Schrieb eine Utopie über die beste Verfassung des Gemeinwesens
ohne Privateigentum, mit Bildung für alle und Religionsfreiheit |
|
| 1498–1576 |
Mario Nizolio |
verteidigte Cicere gegen Pseudophilosophen |
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| 1506–1582 |
George Buchanan |
Volkssouveränität beinhaltet Widerstandsrecht |
|
| 1529–1597 |
Francesco Patrizi |
Kritiker des Aristotelismus |
1521 Magellan stirbt auf der ersten Weltumseglung |
| 1530–1596 |
Jean Bodin |
Im Naturrecht ist alleine das Volk der Souverän |
|
| 1533–1589 |
Jacopo Zabarella |
Methodologie und Logik |
|
| 1541–1603 |
Pierre Charron |
Schrieb ein bekanntes moralphilosophisches Werk |
|
| 1548–1617 |
Francisco Suárez |
Spätscholstiker
Vertritt aber die Freiheit des Einzelnen und die Idee des Staatsvertrages |
|
| 1583–1640 |
Uriel Acosta |
jüdischer Kritiker des Judentums
früher Vertreter eines Deismus |
|
| 1585–1619 |
Lucilio Vanini |
wurde in Paris als Ketzer verbrannt |
|
|
Die durch die Verkrustung der Kirche in der Scholastik ausgelöste Diskussion um ihre Reformbedürftigkeit führte unter der Überschrift „Zurück zur Schrift“ zur Reformation. Religiöse Riten wie Wallfahrten, Kasteiungen u.ä. wurden ebenso abgelehnt wie Ablassbriefe und Ämterkauf. Was alleine zählte, war das Wort, durch das der Mensch zu Gott findet. Dies war das Motiv zur wirkungsmächtigen Bibelübersetzung.
|
| 1330–1384 |
John Wyclif |
Bestritt den politischen Machtanspruch des Papstes |
1377 Papst Gregor XI. verlegt die Residenz zurück nach Rom
1378 Doppelpapst und „großes Abendländisches Schisma“ |
| 1369–1415 |
Jan Hus |
Die Bibel ist die einzige Autorität
Begründete die Bewegung der Hussiten |
1415-1436 Hussitenkriege |
| 1483–1556 |
Martin Luther
 |
Gilt als geistiger Vater der Reformation
Gegen Ablassbriefe, Ämterkauf, Wallfahrten und Kasteiungen
Allein der Glaube, Allein die Schrift, Allein die Gnade |
1414-1418 Konzil von Konstanz beendet das Schisma
1524-1526 Deutscher Bauernkrieg |
| 1484–1531 |
Ulrich Zwingli |
Wandte sich mit Luther gegen Ablasskrämer und mit Erasmus gegen den Krieg. |
1484 Bulle des Papstes zur Hexenverfolgung |
| 1493–1573 |
Johann Pfeffinger |
Hielt 1539 die erste evangelische Predigt in der Nikolaikirche in Leipzig.
Löste den Synergistischen Streit aus |
|
| 1499–1560 |
Johannes a Lasco |
Aus Polen stammender Reformator Frieslands |
1525 Der Ordensstaat des Deutschen Ordens wird zu Preußen umgewandelt.
1540 Gründung des Jesuitenordens |
| 1509–1564 |
Johannes Calvin |
Verfasste den Genfer Katechismus und eine Kirchenordnung mit strenger Kirchenzucht |
1607 Ansiedlung von Protestanten in Ulster |
[Bearbeiten] Naturwissenschaftler
Den Übergang in die neue Zeit weisen auch sehr deutlich die italienischen Naturphilosophen, die erheblichen Mut beweisen mussten, weil sie immer wieder der Gefahr ausgesetzt waren, dass ihre neuen Erkenntnisse von der Kirche abgelehnt und sie von der Inquisition verfolgt wurden. Schrittweise setzten sie auch mit hohen persönlichen Opfern durch, dass die Ergebnisse empirischer Forschung nicht geleugnet werden konnten.
|
| 1473–1543 |
Nikolaus Kopernikus |
Heliozentrisches Weltbild aufgrund von Beobachtungen |
1487/88 Diaz entdeckt das Kap der guten Hoffnung |
| 1493–1541 |
Paracelsus |
Kritisierte die herkömmliche Medizin
Entwickelte pharmazeutische Kenntnisse (Laudanum) |
1492 Kolumbus entdeckt Amerika |
| 1501–1576 |
Gerolamo Cardano |
Erfand als Mediziner und Mathematiker das Kardangelenk |
1497-99 Vasco da Gama entdeckt den Seeweg nach Indien |
| 1509–1588 |
Bernardino Telesio |
Licht und Wärme sind bewegende Urkräfte
gründete eine Akademie der Naturforscher |
1499 Amerigo Vespucci erforscht die Ostküste Südameikas |
| 1519–1603 |
Andrea Cesalpino |
Botaniker und Physiologe |
|
| 1548–1600 |
Giordano Bruno
 |
Starb wegen Pantheismus durch die Inquisition auf dem Scheiterhaufen
Verkündete die Unendlichkeit des Universums als System zahlloser vergänglicher Welten und Gott als Quelle ewigen Wandels
Gott ist das Lebensprinzip jedes Einzeldings, des größten und des kleinsten
Theorie der Monaden |
1543 Spanien gründet das Vizekönigreich Peru |
| 1564–1642 |
Galileo Galilei |
Fallgesetze als Ausgangspunkt der Mechanik
Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.
Systematisches Experiment durch Eingriffe in die Natur
wahre Naturerkenntnis ist quantitativ |
1602 Gründung der Niederländischen Ostindien-Kompanie |
| 1568–1639 |
Tommaso Campanella |
Utopie: Der Sonnenstaat
Verbrachte durch die Inquisition 27 Jahre im Kerker
alles Wissen ist Wahrnehmung (Sensualismus)
alle Werlterkenntnis hat ihren Ursprung in der Selbsterkenntnis |
|
| 1571–1630 |
Johannes Kepler |
Bestätigte Kopernikus mathematisch |
|
| 1592–1655 |
Pierre Gassendi |
Bestätigte als Astronom Berechnungen Keplers
Setzte sich als Atomist philosophisch mit Aristoteles und Epikur auseinander |
|
| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
|
Die Philosophie in der Zeit von Barock und Aufklärung (17. und 18. Jahrhundert) ist ein Abschnitt der Philosophiegeschichte, der einerseits vom neuen naturwissenschaftlichen Weltbild und den dazugehörigen mathematischen Methoden (analytische Geometrie, Analysis) bestimmt war; andererseits trieb das Streben nach Freiheit und Bürgerrechten auf Umwälzungen zu, die in der Französischen Revolution gipfelten. Der Ansatz des Rationalismus, der das Subjekt und die Vernunft in den Vordergrund stellte, stand im Widerstreit zu dem des Empirismus, der in seiner philosophischen Welterklärung nur solche Hypothesen akzeptierte, die sich auf sinnliche Wahrnehmung zurückführen lassen.
|
|
Der Rationalismus (von lateinisch ratio – Vernunft) ist eine Annahme, derzufolge der Verstand die objektive Struktur der Wirklichkeit zu erkennen vermag, und zwar sowohl auf physikalischem, metaphysischem als auch auf moralischem Gebiet.
|
| 1596–1650 |
René Descartes
 |
Systematischer Zweifel verdrängt nicht die Gewissheit eigenen Bewusstseins (Cogito ergo sum)
es gibt evidente Vorstellungen (eingeborene Ideen), insbesondere das Dasein Gottes (eigener Gottesbeweis) und die Wahrheiten der Mathematik
Auch als Mathematiker (Analytische Geometrie) und Wissenschaftstheoretiker bedeutend |
1618 Prager Fenstersturz
1618-48 Dreißigjähriger Krieg
1630 Schweden tritt in den Krieg ein. |
| 1623–1662 |
Blaise Pascal
 |
Mathematiker (Wahrscheinlichkeitsrechnung) und Literat
Pensées sind persönliche Gedanken über Leiden und Glauben |
1634 Ermordung Wallensteins |
| 1632–1677 |
Baruch Spinoza
 |
systematische Philosophie „de more geometrico“
Lehre von der unendlichen Substanz (Monismus)
Pantheismus
der Mensch kann nicht denken, ohne zu wollen |
1648 Westfälischer Friede
1648 Anerkennung der Niederlande |
| 1646–1716 |
Leibniz
 |
Monadenlehre mit Gott als Urmonade
Prästabilierte Harmonie (Dualismus)
Infinitesimalrechnung |
Isaac Newton (1642-1727) |
|
Der Okkasionalismus (von lateinisch occasio, Gelegenheit, Anlass) vertrat die zentrale These, dass Körper und Geist keinen kausalen Einfluss aufeinander haben, sondern durch Gott vermittelt sind..
|
| 1625–1699 |
Arnold Geulincx |
Gott ist „gelegentlich“ jeder Handlung tätig |
1648-53 Fronde |
| 1626–1684 |
Géraud de Cordemoy |
Physiologe |
|
| 1638–1715 |
Nicolas Malebranche |
Das Zusammenspiel von Leib und Seele wird von Gott hervorgerufen |
|
[Bearbeiten] Andere Philosophen
|
| 1557–1638 |
Johannes Althusius |
Der Staat beruht auf einem Gesellschaftsvertrag.
Das Volk ist politisch und religiös autonom. |
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| 1575–1624 |
Jakob Böhme |
Mystiker: Gott als Leben, Kraft und Wille
Die Welt ist wie ein Baum, von de Wurzel bis zur Blüte vom Lebenssaft des Einen durchdrungen.
Setzte sich für die Idee des Freien Willens und die persönliche Freiheit ein. |
|
| 1583–1645 |
Hugo Grotius |
Begründer des Völkerrechts |
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| get. 1624–1677 |
Angelus Silesius |
Mystiker, bekannt für seine Epigramme |
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| 1668–1744 |
Giambattista Vico |
Geschichtsphilosoph |
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Der Empirismus (griechisch εμπειρισμός, Erfahrung) ist eine erkenntnistheoretische Richtung in Philosophie und Psychologie, die alle Erkenntnisse aus Sinneserfahrungen ableitet. Als logischer Empirismus und Konstruktiver Empirismus wirkt er bis in die Gegenwartsphilosophie.
|
| 1561–1626 |
Francis Bacon |
Wissen ist Macht
Forderte naturwissenschaftliche Forschung (ars inveniende)
Induktion als Fortschritt vom Konkreten zum Allgemeinen
Schrieb die Utopie: Neu Atlantis |
1599-1658 Oliver Cromwell |
| 1588–1679 |
Thomas Hobbes
 |
Alle Naturerkenntnis basiert auf Geometrie
Philosophie ist die Lehre von der Bewegung der Körper
Naturrecht: bellum omnium contra omnes
homo homini lupus est
Lösung: Staat als Gesellschaftsvertrag |
1642-1649 Englischer Bürgerkrieg
1660 Stuart-Restauration der Monarchie |
| 1611–1677 |
James Harrington |
Politischer Philosoph
Utopie: The commonwealth of Oceana |
|
| 1632–1704 |
John Locke
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Das Bewusstsein ist bei Geburt eine tabula rasa
alle Erkenntnis kommt aus den Sinnen (Sensualismus)
Freiheit, Gleichheit, Person und Eigentum sind höchste Rechtsgüter
Hatte wesentlichen Einfluss auf die amerikanische Verfassung |
1679 Habeas Corpus Act
1688 Glorious Revolution
1689 Bill of Rights |
| 1685–1753 |
George Berkeley |
Empirist und Idealist
Sein ist Wahrgenommen werden (esse est percepi)
Die Welt ist ein Phänomen menschlichen Bewusstseins |
1707 Realunion von England und Schottland |
| 1694–1746 |
Francis Hutcheson |
Empirist und Ökonom, der die Moral in den Vordergrund stellte. |
1757 Schlacht bei Plassey - Beginn der britischen Kolonialherrschaft in Indien |
| 1711–1776 |
David Hume
 |
Empirist mit Skepsis
Stellte das Prinzip der Induktion in Frage
Religionskritiker und Ökonom |
1759/60 England erobert Quebec und Montreal
1773 Boston Tea Party |
| 1723–1790 |
Adam Smith |
Nicht nur bedeutender Ökonom und liberaler Staatstheoretiker
sondern auch Moralist, der den externen Beobachter erfand. |
1783 Friede von Paris beendet Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
1759-1806 William Pitt der Jüngere |
[Bearbeiten] Weitere britische Aufklärer
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| 1671–1713 |
Lord Shaftesbury |
Schrieb über Freiheit und Moral
Wandte sich gegen Hobbes' Egoismus |
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| 1678–1751 |
Lord Bolingbroke |
Bewirtete Voltaire im Exil |
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| 1721–1793 |
William Robertson |
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| 1723–1816 |
Adam Ferguson |
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| 1728–1777 |
Thomas Reid |
Begründer der schottischen Schule
Common-Sense-Philosophie als Kritik Humes |
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| 1729–1797 |
Edmund Burke |
Antiaufklärer
Hierarchie im Staat ist natur- und gottgegeben. |
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| 1737–1794 |
Edward Gibbon |
Historiker
The History of the Decline and Fall of the Roman Empire |
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[Bearbeiten] Französische Aufklärer
Das Zeitalter der Aufklärung ist eine Epoche in der geistigen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 17. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt ist, das Denken mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen. Es ist die Bewegung der Säkularisierung und eine Abkehr von der absolutistischen hin zu einer demokratischen Staatsauffassung. Der Liberalismus mit seinem Konzept der Menschen- und Bürgerrechte kam auf. Aufklärung im Sinn einer Herrschaft der Vernunft fand schon im 17. Jahrhundert statt. Aufklärung als bürgerliche Emanzipation erstreckt sich etwa von 1730 bis 1800. Diese Periode wurde vor allem durch die von Diskussionen um die mehrfach verbotene Encyclopédie in Frankreich bestimmt („le siècle des lumières“: das Zeitalter der Lichter). Im Politischen hatte sie ihren Höhepunkt in der französischen Revolution.
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| 1612–1694 |
Arnauld |
Vertreter des Jansenismus in Port Royal
schrieb über den Einfluss der Grammatik auf die Lautbildung
mit Pierre Nicole Verfasser der Logik von Port Royal |
1661 Ludwig XIV. übernimmt selbst die Regierung |
| 1647–1706 |
Bayle |
hugenottischer Frühaufklärer, erforschte den Haleyschen Kometen
forderte Gewissensfreiheit und Toleranz in der Religion
Dictionnaire historique et critique |
1618-1693 Colbert, der „Erfinder“ des Merkantilismus
1766 Lothringen kommt zu Frankreich |
| 1689–1755 |
Montesquieu
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Geschichtsphilosoph und Staatstheoretiker
Lieferte mit der Idee der Gewaltenteilung eine wichtige Grundlage für die amerikanische Verfassung |
1667/68 Devolutionskrieg
1768 Frankreich kauft Korsika von der Republik Genua |
| 1694–1778 |
Voltaire |
Kritiker des Absolutismus und der Feudalherrschaft |
1673-78 Holländischer Krieg |
| 1698–1759 |
Maupertuis |
Entdeckte das Prinzip der kleinsten Wirkung |
1688-97 Krieg gegen die Liga von Augsburg
1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg |
| 1709–1751 |
La Mettrie
 |
Materialist, Atheist und Religionskritiker
Die Seele ist eine Körperfunktion
„Prügelknabe der frz. Aufklärung“ (F.A. Lange) |
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| 1712–1778 |
Rousseau
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Der Mensch ist triebbestimmt
Die Gesellschaft deformiert den Menschen
Volonté générale (allgemeiner Wille) als Regulativ |
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| 1713–1784 |
Diderot |
Mitbegründer der Encyclopédie |
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| 1715–1771 |
Helvétius |
Sensualist und Materialist
Arbeitete an der Enzyklopädie mit. |
1717-1780 Maria Theresia |
| 1715–1780 |
Condillac |
Sensualist wie John Locke
Unterschied natürliche Zeichen und künstliche Zeichen (Sprache und Schrift) |
1729-1796 Katharina die Grosse |
| 1717–1783 |
d’Alembert
 |
Mathematiker und Physiker
Mitbegründer der Encyclopédie |
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| 1723–1789? |
d'Holbach |
Materialist, der die Religion als die größte Feindin der Moral sah.
Mitarbeiter der Encyclopédie. |
1789 Französische Revolution
1792 Frankreich erklärt Preußen und Österreich den Krieg |
| 1735–1820 |
Robinet |
Sensualist |
1793 Hinrichtung Ludwig XVI. |
| 1743–1794 |
Condorcet |
Liberaler Enzyklopädist
Legte seinen Adelstitel ab. |
1794 Terrorregime Robespierres
1796 Napoleon wird Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte |
| 1748–1836 |
Sieyes |
Vertreter des Dritten Standes
trug maßgeblich zur neuen Verfassung bei
vertrat eine repräsentative Demokratie
setzte Trennung von Staat und Kirche durch |
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| 1760–1797 |
Babeuf |
Ideengeber des Frühsozialismus |
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[Bearbeiten] Deutsche Aufklärer
In der Nachfolge von Leibniz war die deutsche Aufklärung geprägt durch den Rationalismus und die von Christian Wolff ausgehende Schule des Wolffianismus. Ursprünglich selbst in dieser Tradition stehend, wurde Immanuel Kant zum Mahner, der in seinen drei Kritiken auf die Grenzen der Vernunft verwies. Indem er die spekulative Metaphysik aufhob und nach den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis fragte, gab er der abendländischen Philosophie eine neue Denkrichtung.
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| 1655–1728 |
Christian Thomasius |
Mitinitiator der dt. Aufklärung
hält als erster Philosoph Vorlesungen in dt. Sprache |
1701 Friedrich III. von Brandenburg wird Friedrich I. von Preußen |
| 1679–1754 |
Christian Wolff
 |
rationalistische, in Dtl. im 18. Jhd. vorherrschende Lehre (in Austausch mit Leibniz fortentwickelt)
Schuf grundlegende Begriffe wie „Bedeutung“, „Aufmerksamkeit“, „an sich“ |
1703 Gründung von Sankt Petersburg - Peter der Große |
| 1700–1766 |
Johann Christoph Gottsched |
Schüler Wolffs
Übersetzte das Lexikon von Bayle |
1713-1740 Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig |
| 1712–1775 |
Christian August Crusius |
Gegner Wollfs
Unterscheidung Erkenntnisgrund und Realgrund |
1740-1786 Friedrich II, der alte Fritz oder Friedrich der Große |
| 1714–1762 |
Alexander Gottlieb Baumgarten |
Begründer der Ästhetik (im Rahmen der Wolffschen Systematik)
Schrieb das Lehrbuch, nach dem Kant unterrichtete. |
1756-63 Siebenjähriger Krieg |
| 1724–1804 |
Immanuel Kant
 |
Vollender der Aufklärung
Kopernikanische Wende in der Erkenntnistheorie
Kategorischer Imperativ
Zum ewigen Frieden |
1772 erste Teilung Polens |
| 1728–1777 |
Johann Heinrich Lambert |
Mathematiker und Erkenntnistheoretiker
Stand mit Kant in regem Briefkontakt. |
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| 1729–1781 |
Lessing |
Schriftsteller, der sich für Toleranz der Religionen einsetzte
Gab wichtige Impulse in der Ästhetik |
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| 1729–1786 |
Moses Mendelssohn |
Wirkte für die Verbindung der Religionen
Freund Lessings |
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| 1736–1805 |
Johannes Nikolaus Tetens |
Nähe zu Leibniz und Wolff |
1786-1797 Friedrich Wilhelm II. |
| 1742–1798 |
Christian Garve |
Populärphilosoph und Emprist
Anonyme, verstümmelnde Rezension der "Kritik der reinen Vernunft" |
1797-1840 Friedrich Wilhelm III. |
| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Die Philosophie des 19. Jahrhunderts reicht von der Romantik und dem Idealismus als einen der Höhepunkte der deutschen Philosophie über die vor allem in Frankreich und England starke Gegenbewegung des Positivismus, den Materialismus von Marx und Feuerbach und so starke Einzeldenker wie Schopenhauer, Nietzsche und Kierkegaard bis hin zum Neukantianismus, Pragmatismus und zur Lebensphilosophie. Sie zerfällt damit in so viele verschiedene Richtungen, dass sie nicht mehr mit einem zusammenfassenden Periodenbegriff bezeichnet und zusammengefasst werden kann.
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Die Romantik ist als Gegenbewegung zur vernunftbetonten Zeit der Aufklärung zu verstehen. Bei Vernunft und Wissenschaftlichkeit kommen Gefühl, Harmoniebedürfnis und die Sehnsucht nach einer heilen Welt zu kurz. Neben einem hohen Interesse für Literatur und Musik waren Romantiker daher auch oftmals stark religiös orientiert.
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| 1730–1788 |
Johann Georg Hamann |
Wandte sich nach seiner Bekehrung gegen die Differenz von Glaube und Vernunft in der Aufklärung
Sah gegen Kant die Sprache als Quelle des Erkenntnisvermögens |
Novalis (1772-1801) |
| 1743–1819 |
Friedrich Heinrich Jacobi |
Philosophie führt zu Atheismus und Fatalismus
Vernunft bezieht sich auf die Rezeption übersinnlicher Dinge, die man nur glauben kann. |
Caspar David Friedrich (1774-1840)
William Turner (1775-1851) |
| 1744–1803 |
Johann Gottfried Herder
 |
Schüler, Bewunderer und später heftiger Kritiker Kants
Dichter, Humanist, Theologe und Philosoph
Gab wichtige Impulse für die Sprachphilosophie und die philosophische Anthropologie |
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Carl Maria von Weber (1786-1826)
Franz Schubert (1797-1828) |
| 1759–1805 |
Friedrich Schiller |
Professor für Geschichte und/oder Philosophie in Jena
zunächst Universalgeschichte, dann Kunst und Natur als Themen |
Robert Schumann (1810-1856)
Frédéric Chopin (1810-1849) |
| 1765–1841 |
Franz von Baader |
Versuchte mit dem Konzept einer Weltseele den Primat des Subjekts zu überwinden. |
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| 1772–1829 |
Friedrich Schlegel |
Kultur- und Sprachphilosoph
Begründer der romantischen Schule |
Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) prägt den Klassizismus in Preußen. |
| 1768–1834 |
Schleiermacher |
Gegenspieler Hegels an der Berliner Universität
Bedeutende Impulse für die Hermeneutik |
Ludwig Tieck (1773-1853)
E. T. A. Hoffmann (1776-1822)
Heinrich Heine (1797-1856) |
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Der Deutsche Idealismus ist gleichsam eine Überhöhung der romantischen Ideen und wird oft noch der Periode der Romantik zugerechnet (ca. 1790 – 1850), wobei weder Hegel noch Fichte der Romantik unmittelbar zuzurechnen sind. Kennzeichnend für die drei herausragenden Philosophen ist das spekulative System, in dem das Ich, das Absolute bzw. der Geist die Grundlagen der Welt bestimmt. Das Ding an sich ist nicht wie noch bei Kant nicht erkennbar, vielmehr ist es dem Idealismus daran gelegen, diesen von Kant erstellten 'Block' vor dem absoluten Wissen verschwinden zu lassen. Die von Kant klar unterschiedenen Grenzen zwischen Glauben und Wissen, zwischen Sein und Sollen werden als ungelöste Fragen aufgefasst, die in einem System des Geistes überwunden werden müssen. Geist und Natur, Endliches und Unendliches, Subjekt und Objekt, Vernunft und Offenbarung sind als (rationale) Einheit zu denken und aus einem absoluten Prinzip zu begründen.
|
| 1762–1814 |
Fichte
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Aus der Vernunft des Subjekts entstehen Materie, Geist und die Ideen als objektive Wirklichkeit
Das handelnde Ich produziert das Nicht-Ich, das Gegenstand der Naturwissenschaft ist.
Aus dem Bewusstsein um das aktive Ich entsteht das Wissen um die Freiheit. |
1803 Reichsdeputationshauptschluss
1805 Schlacht von Trafalgar
1805 Schlacht bei Austerlitz
1804 Code civil |
| 1775–1854 |
Schelling
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Das Ich und die daseiende Welt sind vereint im Bewusstsein von Subjekt und Objekt
Alles enthält zwei gegensätzliche Kräfte – Endlichkeit und Unendlichkeit etc. |
1806 Rheinbund
1806 Kontinentalsperre |
| 1770–1831 |
Hegel
 |
Das Denken bestimmt die Wahrheit der Gegenstände
Natur und Geist sind Manifestationen der sich selbst wissenden Vernunft
Das Werden als Dialektik von These und Antithese
Diese spiegelt sich wider im subjektiven Geist (Naturwissenschaft), im objektiven Geist (Ethik und Recht) sowie im absoluten Geist (Kunst, Religion, Philosophie) |
1807 Verbot des Sklavenhandels in Großbritannien und USA
1807 Bauernbefreiung in Preußen
1808 Städteordnung in Preußen
1808 1. Brockhaus
1808 Russland annektiert Finland |
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Hegelianismus ist eine Sammelbezeichnung für die sich an Hegel anschließenden oder sich auf ihn berufenden philosophischen Strömungen im 19. und 20. Jahrhundert.
- Rechtshegelianer
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| 1780-1846 |
Philipp Konrad Marheineke |
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1809 Bildungsreform in Preußen (Wilhelm von Humboldt) |
| 1781-1861 |
Carl Friedrich Göschel |
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1810 Gewerbefreiheit in Preußen |
| 1786-1869 |
Johannes Schulze |
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1811 Paraguay wird unabhängig |
| 1786-1853 |
Georg Andreas Gabler |
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1811 Maschinenstürmer in England (Luddismus) |
| 1798-1839 |
Eduard Gans |
|
1812 Judenemanzipation in Preußen |
| 1791-1866 |
Leopold von Henning |
|
1813 Völkerschlacht bei Leipzig |
| 1801-1893 |
Karl Ludwig Michelet |
|
1814 Napoleon geht nach Elba |
| 1801-1871 |
Ludwig Boumann |
|
1815 Wiener Kongress (Deutscher Bund, Restauration) |
| 1802-1873 |
Heinrich Gustav Hotho |
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1815 Schlacht bei Waterloo |
| 1805-1873 |
Karl Rosenkranz |
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1815 Ceylon wird britische Kolonie |
| 1805-1892 |
Johann Eduard Erdmann |
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- Linkshegelianer
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| 1808-1874 |
David Friedrich Strauß |
Sorgte mit dem Werk „Das Leben Jesu, kritisch bearbeitet“ für die Spaltung der Hegelianer |
1816 Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am Rio de la Plata (Argentinien) |
| 1804–1872 |
Ludwig Feuerbach
 |
„Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde“
Auch Gedanken und Ideen sind Erscheinungsformen der Materie
Religion ist ein anthropologisches Phänomen |
1836 Der große Trek in Südafrika
1837 Göttinger 7
1839-42 Erster Opiumkrieg (Hongkong wird Kolonie)
1839 Verbot der Kinderarbeit in Preußen |
| 1806–1856 |
Max Stirner |
„Mir geht nichts über Mich“
Geist, Religion, Werte sind nichts als „Sparren“ |
1844 Weberaufstand
1846 USA annektieren Texas
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| 1814–1876 |
Bakunin |
Begründer des politischen Anarchismus |
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| 1818–1883 |
Karl Marx
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Begründer des Historischen Materialismus
Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein.
Revolution als Triebfeder gesellschaftlichen Fortschritts
Philosophie soll nicht die Welt interpretieren, sondern sie verändern. |
1846-47 Ernteausfälle führen zu Hungersnöten in Europa
1847 Republik Liberia
1848 Jahr der Revolutionen
1848 Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche
1851 Erste Weltausstellung in London |
| 1820–1895 |
Friedrich Engels |
Philosophischer Wegbegleiter von Marx |
1854-56 Krimkrieg |
| 1809-1882 |
Bruno Bauer |
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1817 Wartburgfest |
| 1802-1880 |
Arnold Ruge |
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1818 Chile wird unabhängig |
| 1807-1887 |
Friedrich Theodor Vischer |
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1818 Aufhebung der Binnenzölle in Preußen |
- Ausland
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| 1792-1867 |
Victor Cousin |
Verbreitete als erster Hegels Philosophie in Frankreich |
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| 1817-1883 |
Bertrando Spaventa |
Italienischer Idealist |
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Historismus bezeichnet eine im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland einflussreiche philosophische und geschichtswissenschaftliche Strömung. Sie hebt die Geschichtlichkeit des Menschen hervor, seine Verankerung in einer Tradition und das Bewusstsein, durch die Vergangenheit geprägt zu sein, und betrachtet jegliche Ideen und Institutionen wie Staat und Nation nicht als rationale Ergebnisse gesellschaftlicher Prozesse, sondern als organische, geschichtlich hervorgebrachte Wesenhaftigkeiten. Geschichte soll im Historismus nicht durch philosophische oder metaphysische Überbauten erklärt werden, statt dessen soll ein Verständnis für die Individualität der einzelnen Epochen und Geschehnisse entwickelt werden.
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| 1776–1831 |
Barthold Georg Niebuhr |
Begründer der Historiografie |
1819 USA erwirbt Florida von Spanien |
| 1778–1841 |
Friedrich Ast |
Systematische Geschichtsphilosophie, Platonforscher |
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| 1795–1886 |
Leopold von Ranke |
Objektivität historischer Erkenntnisse |
1821 Risorgimento in Italien |
| 1805–1859 |
Alexis de Tocqueville |
begründete die Vergleichende Politikwissenschaft
politische Gleichheit führt zur Verringerung der Selbstverantwortung |
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| 1808–1884 |
Johann Gustav Droysen |
Hermeneutik in der Geschichtswissenschaft |
1821 Mexiko wird unabhängig |
| 1834–1896 |
Heinrich von Treitschke |
Preußens Glanz und Gloria
Antisemit |
1829 Emanzipation der Katholiken in Großbritannien |
| 1817–1903 |
Theodor Mommsen |
Liberaler Gegner im Antisemitismusstreit |
1929 Frieden von Edirne bringt Griechenland die Unabhängigkeit |
| 1818–1897 |
Jacob Burckhardt |
Bedeutender Kulturhistoriker |
1830 Frankreich beginnt Eroberung von Algerien |
| 1826–1871 |
Friedrich Ueberweg |
Philosophiehistoriker und Aristoteliker |
1832 Hambachfest |
| 1862–1954 |
Friedrich Meinecke |
Begründer der Ideengeschichte |
1834 Deutscher Zollverein |
| 1866–1952 |
Benedetto Croce |
Sozialhistoriker |
1835 Erste Eisenbahn in Deutschland (Adler) |
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Während sich die Philosophie des deutschen Idealismus überwiegend mit Grundfragen des Geistes und der Erkenntnis beschäftigte, fanden in den Naturwissenschaften und in der Technik deutlichere Fortschritte und ein rasanter Erkenntniszugewinn statt. Ein Gegengewicht zum Idealismus ist das Wiedererstarken des Empirismus. Seine spezifische Ausprägung im 19. Jahrhundert fand er vor allem in Frankreich und in England im sogenannten Positivismus. Hierunter ist eine Philosophie zu verstehen, in der die Welt durch die Naturwissenschaften und die in ihr definierten Objekte erklärt werden soll.
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| 1775–1836 |
André-Marie Ampère |
unterschied kosmologische und noologische Wissenschaften
Relationsbegriffe wie Raum, Zeit, Zahl, Kausalität haben absolute Gültigkeit |
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| 1798–1857 |
Auguste Comte |
Vertrat einen strikten Determinismus und ein mechanistisches Weltbild
Weltdeutung nach den drei Stadien theologisch, metaphysisch, positiv |
Jöns Jakob Berzelius (1779-1848) |
| 1748–1832 |
Jeremy Bentham |
Begründer des Utilitarismus |
Friedrich Fröbel (1782-1852) |
| 1794–1866 |
William Whewell |
breite naturwissenschaftliche Bildung, Wissenschaftstheoretiker
Seine Untersuchungen zur Induktion beeinflussten Charles S. Peirce' Theorie der Abduktion. |
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| 1806–1873 |
John Stuart Mill
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Ökonom und wichtiger Vertreter des Liberalismus
Erweiterte den Utilitarismus und forderte Wahlrecht für alle
Assoziationspsychologie und Induktionstheorie |
Louis Daguerre (1787-1851) |
| 1825–1895 |
Thomas Henry Huxley |
Agnostizismus und Epiphänomenalismus |
Michael Faraday (1791-1867) |
| 1820–1903 |
Herbert Spencer |
Evolutionismus als Anwendung Darwins auf die Gesellschaft |
Charles Lyell (1797-1875) |
| 1773–1843 |
Jakob Friedrich Fries |
Wollte Kant mit neueren Psychologischen Erkenntnissen verbinden |
Justus von Liebig (1803-1873) |
| 1776–1841 |
Johann Friedrich Herbart |
Logik als Wissenschaft von den Bedingungen der Bedeutung der Begriffe
Herausragender Pädagoge |
Charles Darwin (1809-1882) |
| 1781–1848 |
Bernard Bolzano |
Bedeutender Logiker |
Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899) |
| 1808–1896 |
Ernst Kapp |
erstmals Philosophie der Technik |
Werner von Siemens (1816-1892) |
| 1817-1895 |
Carl Vogt |
Mediziner, Zoologe, „1848er“ |
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| 1822–1893 |
Jakob Moleschott |
Energie als Naturkreislauf
Populärphilosoph |
1857-58 Sepoy-Aufstand in Indien |
| 1824–1899 |
Ludwig Büchner |
Sensualist und Populärphilosoph |
1861-65 Sezessionskrieg |
| 1818–1896 |
Emil Heinrich Du Bois-Reymond |
Über die Grenzen der Naturerkenntnis (mechanistische Naturerklärung)
ignoramus et ignorabimus |
James Prescott Joule (1818-1889) |
| 1836–1913 |
Wilhelm Schuppe |
Einheit von Logik und Erkenntnistheorie
Begründer der Immanenzschule |
William Thomson, 1. Baron Kelvin (1824-1907) |
| 1837–1885 |
Ernst Laas |
Allein der Empirismus ist wissenschaftlich berechtigt. |
James Clerk Maxwell (1831-1879) |
| 1838–1916 |
Ernst Mach
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bedeutender Naturwissenschaftler und Empirist
Die Bedeutung einer Theorie hängt von ihrem Nutzen ab. |
Alfred Nobel (1833-1896) |
| 1843–1896 |
Richard Avenarius |
Mit Mach Begründer des Empiriokritizismus |
Robert Koch (1843-1910) |
| 1834–1919 |
Ernst Haeckel |
Verbreitete die Evolutionstheorie
Setzte Gott mit den Naturgesetzen gleich |
Alexander Graham Bell (1847-1922) |
| 1817–1881 |
Rudolf Hermann Lotze |
Bekämpfte den Vitalismus
Der letzte Weltgrund ist die Persönlichkeit
Schuf mit dem Begriff der Geltung eine Grundlage für die Wertphilosophie |
Thomas Alva Edison (1847-1931) |
| 1873–1942 |
Heinrich Gomperz |
Später Vertreter des Empiriokritizismus |
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[Bearbeiten] Andere Philosophen des 19. Jahrhunderts
Das 19. Jahrhundert brachte einige große Philosophen hervor, deren Auffassungen gleichsam nicht in eine Schublade passen, also nicht einer der anderen Kategorien zugeordnet werden können. Vor allem sind es Philosophen, die mit neuen Gedanken und Konzepten wirkungsmächtig waren und viel stärker als die „Richtungsphilosophen“ Beachtung auch im 20. Jahrhundert fanden.
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| 1767–1835 |
Wilhelm von Humboldt |
Humanist und Bildungspolitiker
Die Eigenart der Sprachgemeinschaft bestimmt das Selbstverständnis
Der Staatsmann ist Volksvertreter und nicht Erzieher |
1862 Otto von Bismarck wird Ministerpräsident von Preußen |
| 1788–1860 |
Arthur Schopenhauer
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Die Außenwelt ist Erscheinung
Vorstellungen in Raum und Zeit sind durch den Willen erzeugt
Der Egoismus als Haupttriebfeder kann nur in der Kunst aufgehoben werden
Ethik auf Grundlage des Mitleids |
1864 Gründung des Roten Kreuzes
1864-67 Maximilian als Kaiser von Mexiko |
| 1802–1872 |
Friedrich Adolf Trendelenburg |
Aristoteliker |
1864 Deutsch-Dänischer Krieg |
| 1813–1855 |
Søren Kierkegaard
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Der Mensch ist nicht zur Transzendenz fähig
Grundkategorien Existenz, Angst, Freiheit, Entscheidung
Vollzug der Existenz in den Stufen Ästhetik, Ethik und Religion |
1865 Ermordung Abraham Lincolns
1866 Deutscher Krieg - der Norddeutsche Bund entsteht. |
| 1840–1912 |
Gideon Spicker |
strebte nach einer Religion in philosophischer Form auf naturwissenschaftlicher Grundlage |
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| 1844–1900 |
Friedrich Nietzsche
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Stellt das appolinisch Rationale dem dionysisch Künstlerischen gegenüber
Wahrheit beruht auf Mythen, Sprache und Begriffe sind anthromorph
Wahrgenommene Realität hat immer eine subjektive Perspektive
Die überkommene Moral ist ein Zeichen der Schwäche
Nihilismus, Übermensch, ewige Wiederkehr |
1867 USA kauft Alaska von Russland
1869 Eröffnung des Suez-Kanals
1869 Central Pacific Railroad und Union Pacific Railroad schließen die Lücke der Eisenbahnverbindung von Küste zu Küste. |
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Als Neukantianismus wird eine philosophische Strömung bezeichnet, die sich nach dem Abebben des Idealismus als Gegenbewegung zu dem sich immer mehr ausbreitenden, stark in den Naturwissenschaften verwurzelten Materialismus entwickelte. Hierbei wurde die Forderung erhoben, wieder direkt auf Immanuel Kant zurückzugehen und eine Philosophie zu entwickeln, die den Ansprüchen der damals modernen Wissenschaften genügte.
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| 1814–1908 |
Eduard Zeller |
Begründer der Erkenntnistheorie als Disziplin |
1869 Gründung der SPD |
| 1824–1907 |
Kuno Fischer |
Philosophiehistoriker |
1870 Erstes Vatikanisches Konzil (Unfehlbarkeit des Papstes) |
| 1828–1878 |
Friedrich Albert Lange |
kritische “Geschichte des Materialismus” |
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| 1840–1912 |
Otto Liebmann |
Auf Kant muss zurückgegangen werden |
1870 Heinrich Schliemanns erste Grabung nach Troja |
| 1842–1918 |
Hermann Cohen |
Nicht Begriffe, sondern Urteile sind Grundlage menschlichen Denkens
Begründer der Marburger Schule |
1870 Nach Kriegserklärung durch Frankreich siegt Preußen in der Schlacht von Sedan |
| 1844–1924 |
Alois Riehl |
Kritizismus zur Aktualisierung Kants |
1871 Kaiserkrönung Wilhelm I. |
| 1848–1915 |
Wilhelm Windelband
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Lehre von den allgemeingültigen Werten
Wahrheit im Denken, Gutheit im Wollen und Schönheit im Fühlen
Kant verstehen heißt über ihn hinausgehen |
1871 Henry Morton Stanley findet David Livingstone |
| 1849–1921 |
Franz Staudinger |
ethischer Marxist
Wegbereiter der Konsumgenossenschaft |
1873 Wiener Börsenkrach: Große Depression mit 1. Weltwirtschaftskrise |
| 1852–1933 |
Hans Vaihinger |
Philosophie des Als Ob
Begründer der Kant-Studien |
1873 Dreikaiserabkommen |
| 1854–1924 |
Paul Natorp |
Befasst sich vor allem mit der Logik der Wissenschaften.
Lehnt die Existenz des Dings an sich und vom Verstand unabhängiger Anschauungen ab. |
1875 Dritte Französische Republik |
| 1856–1938 |
Rudolf Stammler |
Rechtsphilosophie |
1876 Schlacht am Little Big Horn River endet mit der Niederlage von General Custer |
| 1860–1928 |
Karl Vorländer |
Geschichtsphilosoph und Marxist
Kant Biograph und Herausgeber |
1878 Berliner Kongress |
| 1863–1936 |
Heinrich Rickert |
Wertphilosophie
Kulturwissenschaft versus Naturwissenschaft |
1878 Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie („Sozialistengesetz“) |
| 1869–1947 |
Jonas Cohn |
Sache und Erkenntnis werden nur gemeinsam durch dialektisches Denken erkennbar
Wertethiker |
1979 Zweibund |
| 1869–1955 |
Robert Reininger |
Psychophysisches Problem und Wertphilosophie |
1881 Dreikaiservertrag |
| 1875–1915 |
Emil Lask |
Kategorienlehre und Urteilslehre |
1881-85 Herrschaft des Mahdi |
| 1874–1945 |
Ernst Cassirer
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Geschichte der Erkenntnistheorie
Philosophie der symbolischen Formen
Anthropologie |
1883 Krankenversicherung für Arbeiter |
| 1875–1947 |
Richard Hönigswald |
Das Grundproblem des Gegebenen
Allgemeine Methodenlehre |
1884 Salpeterkrieg |
| 1877–1942 |
Bruno Bauch |
Rezipierte Frege
Vaterländische Position in der NS-Zeit |
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| 1878–1946 |
Arthur Liebert |
Wie ist kritische Philosophie überhaupt möglich? |
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Die Vertreter des Psychologismus gehören nicht einer einheitlichen Schule an und sind in Aspekten ihrer Philosophie auch anderen Richtungen zuzuordnen. Ihnen gemeinsam ist, dass das Denken als psychische Funktion aufgefasst wird und dieser Aspekt in ihrer Philosophie eine wesentliche Rolle spielt. Beim Psychologismus im engeren Sinne sind Gedanken immer ein Ausdruck von Motivation. Infolgedessen können sie niemals wahr oder falsch sein. Diese Betrachtung führt zu einem Konflikt mit der Logik.
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| 1798–1854 |
Friedrich Eduard Beneke |
Forderte eine antiidealistische Philosophie auf Basis einer induktiven Psychologie. |
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| 1801–1887 |
Gustav Theodor Fechner |
Wollte nur physikalisch messbare Vorgänge in der Psychologie betrachten. |
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| 1818–1903 |
Alexander Bain |
Mitbegründer der Assoziationspsychologie |
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| 1832–1920 |
Wilhelm Wundt |
Vertrat einen psychophysischen Parallelismus
Begründer des ersten Instituts für experimentelle Psychologie
Arbeiten zur Logik und zur Induktion |
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| 1838–1917 |
Franz Brentano
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Begründer der Aktpsychologie
Prägte den Begriff der Intentionalität |
1884 Deutsches Reich erwirbt Kolonien (Kamerun, Südwestafrika, Togo, u.a.) |
| 1842–1906 |
Eduard von Hartmann |
Kritischer Realismus
Philosophie des Unbewussten |
1885 Berliner Kongokonferenz, weitere Kolonie in Ostafrika (Ruanda-Urundi) |
| 1847–1914 |
Anton Marty |
Schüler Brentanos, Studien zu den Sprachfunktionen |
1886 Goldrausch in Südafrika |
| 1848–1936 |
Carl Stumpf |
Schüler Brentanos und Lehrer Husserls |
1886 Erstes Automobil von Carl Friedrich Benz |
| 1851–1914 |
Theodor Lipps |
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1887 Annexion von Macao durch Portugal |
| 1853–1920 |
Alexius Meinong |
Versuchte die Gegenständlichkeit von Gefühlen und Begehrungen zu zeigen. |
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| 1859–1932 |
Christian von Ehrenfels |
Schüler Brentanos, Vordenker der Gestalttheorie |
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| 1861–1934 |
James Mark Baldwin |
übergreifendes ästhetisches Erleben, Baldwin-Effekt |
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| 1873–1926 |
Rudolf Eisler |
Anhänger Wundts, Lexikograph, Kantspezialist |
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Der Pragmatismus (von griech. pragma „Handlung“, „Sache“) bezeichnet eine philosophische Grundhaltung, die das Erkennen und die Wahrheitsbildung eng mit den Handlungen, die in der Lebenswelt ausgeführt werden, verbindet. Sie geht davon aus, dass auch das theoretische Wissen dem praktischen Umgang mit den Dingen entspringt und auf diesen angewiesen bleibt. Der Pragmatismus stellt die erste eigenständige US-amerikanische philosophische Strömung dar.
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| 1839–1914 |
Charles S. Peirce
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Herausragender Mathematiker und Logiker (Abduktion als dritte Schlussweise; Peirce-Funktion; Standardnotation der Prädikatenlogik; Existential Graphs)
Kategorien der Erstheit, Zweitheit und Drittheit
Erkenntnis ist ein Wechsel zwischen Überzeugung und Zweifel (Pragmatische Maxime)
Formulierte den Fallibilismus
Schuf mit seiner Semiotik Grundlagen der Sprachphilosophie |
1887 Frankreich begründet Indochina |
| 1842–1910 |
William James |
Skeptiker und strikter Empirist
Theorien sind wahr bei brauchbarer Erklärung |
1888 Dreikaiserjahr |
| 1859–1952 |
John Dewey |
Pragmatismus im Bereich der Pädagogik und Soziologie |
1889 Alters- und Invalidenversicherung im Deutschen Reich |
| 1863–1931 |
George Herbert Mead |
Symbolischer Interaktionismus
Sozialbeheaviorismus |
1890 Wilhelm II. entlässt Bismarck |
| 1864–1937 |
F.C.S. Schiller |
Pragmatismus als „Humanismus“ zur Rechtfertigung des Fortschritts- und Freiheitsgedankens |
1890 Deutschland tauscht Sansibar gegen Helgoland |
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Lebensphilosophie ist eine Richtung der Philosophie, die in Frankreich und in Deutschland als Gegenentwurf zu den Naturwissenschaften und der einseitigen Betonung der Rationalität entwickelt wurde. Das Werden des Lebens, die Ganzheitlichkeit kann demnach nicht allein mit Begriffen und Logik erfasst und beschrieben werden. Zu einem umgreifenden Leben gehören ebenso nicht-rationale, kreative und dynamische Elemente.
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| 1833–1911 |
Wilhelm Dilthey
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Begründung der Geisteswissenschaften als eigenständigen Wissenschaftsbereich
Erleben von Zusammenhängen – Unterschied von Erklären und Verstehen
Ausweitung der Hermeneutik auch auf Kunst, Recht und Religion |
1895 Kaiser-Wilhelm-Kanal
1895 Allgemeines Wahlrecht in Neuseeland - auch für Frauen
Japan erhält im Frieden von Schmonoseki Formosa |
| 1846–1926 |
Rudolf Eucken |
arbeitete über Der Sinn und Wert des Lebens und Geistige Strömungen der Gegenwart
philosophischer Gegner des befreundeten Ernst Haeckel |
1896 Frankreich annektiert Madagaskar |
| 1849–1951 |
Henri Bergson |
Erlebte Zeit als Seelenzustand
Erkenntnis des ganzheitlichen Wesens bedarf der Intuition |
1896 Erste Olympiade der Neuzeit |
| 1858–1918 |
Georg Simmel
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Wahrheit ist ein von der Psyche unabhängig geltendes Reich
Sollen ist eine ursprüngliche Kategorie
Philosophie des Geldes: Geld wird Gott
Begründer der Stadtsoziologie |
1896 Sieg Abessiniens über Italien
1896 Theodor Herzl: Der Judenstaat |
| 1867–1941 |
Hans Driesch |
Vertreter des Neovitalismus |
1897 Korea löst sich von China |
| 1872–1956 |
Ludwig Klages |
Gegensatz von Leib und Seele
Erkenntnistheorie als Bewusstseinswissenschaft |
1899-1902 Zweiter Burenkrieg in Südafrika |
| 1878–1965 |
Georg Misch |
Dilthey-Schüler, Geschichte der Autobiographie |
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| 1882–1929 |
Erich Becher |
Es gibt überindividuell Seelisches |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Mit den im Zuge der Industrialisierung sich immer mehr verstärkenden Phänomenen der Massengesellschaft, mit den durch die explosionsartige Entwicklung der Wissenschaften ausgelösten neuen Weltbildern (Relativitätstheorie, Quantenphysik, Psychoanalyse, Molekularbiologie, Informationstechnik, Gentechnik), den globalen Auswirkungen menschlichen Handelns (Völkermord durch den Nationalsozialismus, Nord-Süd-Konflikt, Umweltkatastrophen, drohende Klimakatastrophe) war die Philosophie des 20. Jahrhunderts mit zum Teil grundlegend neuen Perspektiven befasst.
Dies führte zu einer starken Heterogenität philosophischer Konzepte, die eine Einteilung in klassische Schulen kaum mehr möglich macht. Eine Klassifizierung des philosophischen Denkens in der Philosophie der Gegenwart verstößt immer gegen die tatsächlich vorhandene Vielfalt in der Kombination der einzelnen Positionen. Systematisch gemeinsam ist der Philosophie des 20. Jahrhunderts die Betonung der Bedeutung der Sprache.
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[Bearbeiten] Naturwissenschaftler
Die dynamische Entwicklung der Naturwissenschaften seit dem 19. Jahrhundert hatte zu einer grundlegenden Veränderung des allgemeinen Weltbildes geführt, die mit der Relativitätstheorie und der neuen Atomphysik ihren Höhepunkt erreichte. Die Vorstellung allgemeingültiger Naturgesetze, die seit Isaac Newton herrschte, musste in Frage gestellt werden. Wenn auch für die Naturwissenschaftler in ihrer täglichen Arbeit die Frage der Weltanschauung im Hintergrund steht, haben sich doch eine Reihe prominenter Vertreter hierzu reflektierend geäußert.
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| 1858–1947 |
Max Planck |
Entdeckte das Wirkungsquantum
Wegbereiter Einsteins |
1900 Boxeraufstand in China |
| 1879–1955 |
Albert Einstein
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Seine Relativitätstheorie veränderte das Weltbild
„Gott würfelt nicht“ – suchte nach dem Nachweis für den Determinismus |
1902 Unabhängigkeit Kubas mit Unterstützung der USA |
| 1885–1962 |
Niels Bohr |
Das Prinzip der Komplementarität zeigt dass alle Forschung theoriegeladen ist. |
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| 1887–1961 |
Erwin Schrödinger |
Die Wellenmechanik als weitere Grundlage der modernen Physik
Schrödingers Katze und Quantensprung |
1904 Entente Cordiale |
| 1900–1958 |
Wolfgang Pauli |
Trug wesentlich zur Quantenmechanik Heisenbergs bei
Briefwechsel mit C.G. Jung zum psychophysischen Problem |
1905 Norwegen löst sich von Schweden |
| 1901–1976 |
Werner Heisenberg |
Die Unbestimmtheitsrelation erschütterte den Determinismus |
1906 erste Montessori Schule]] in Rom |
| 1912–2007 |
Carl Friedrich von Weizsäcker
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Quantenphysiker, Astrophysiker und Philosoph
Verband Religion, asiatische Kontemplation und Philosophie
Philosophie der Zeit |
1908 Henry Ford baut das erste T-Modell
1908/09 Aufstand der Jungtürken
1909 Robert Peary erreicht den Nordpol |
| 1856–1939 |
Sigmund Freud |
Mediziner, Psychoanalyse: Ich, Es, Über-Ich |
1910 Japan annektiert Korea
1910 Odenwaldschule |
| 1870–1937 |
Alfred Adler |
Mediziner, Begründer der Individualpsychologie |
1911 Roald Amundsen erreicht den Südpol |
| 1875–1961 |
Carl Gustav Jung |
Mediziner, Analytische Psychologie |
1911 Mongolei proklamiert Unabhängigkeit von China |
| 1875–1965 |
Albert Schweitzer
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Lambaréné
Bedeutende moralphilosophische Arbeiten |
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| 1879–1963 |
Karl Bühler |
Bedeutender Sprachtheoretiker
Vertreter der Würzburger Schule |
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| 1882–1961 |
Percy Williams Bridgman |
Hochdruck-Physiker
Operationalismus |
1914Eröffnung des Panamakanals |
| 1894–1964 |
Norbert Wiener |
Begründer der Kybernetik |
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| 1901–1972 |
Ludwig von Bertalanffy |
Theoretische Biologie, allgemeine Systemtheorie, Fließgleichgewicht |
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[Bearbeiten] Geschichts- und Kulturkritik
Die Erfolge der Naturwissenschaften führten einerseits zu einem nahezu ungehemmten Fortschrittsglauben. Gleichzeitig entstanden durch starkes Bevölkerungswachstum immer stärker ausgeprägte Phänomene der Massengesellschaft und Zweifel an den traditionellen Werten. Vor allem die Erfahrungen des 1. Weltkrieges verstärkten pessimistische Sichten auf die sich neu formierenden kulturellen Verhältnisse.
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| 1856–1915 |
Karl Lamprecht |
Sah gegen den Historismus Regelmäßigkeiten in der Geschichte. |
1914 Beginn Erster Weltkrieg |
| 1880–1936 |
Oswald Spengler |
Untergang des Abendlandes
Pessimistische Kulturphilosophie |
1914 Schlacht bei Tannenberg
1914 Erste Schlacht an der Marne |
| 1879–1960 |
Herman Nohl |
Ästhetik und Geisteswissenschaftliche Pädagogik |
1915 Deutsches U-Boot versenkt RMS Lusitania |
| 1880–1962 |
Theodor Litt |
Kulturphilosoph und Pädagoge |
1915 Schlacht bei Ypern (erstmals Giftgas) |
| 1880–1948 |
Ernst von Aster |
Geschichte der Philosophie, Psychoanalyse |
1915-1917 Völkermord an den Armeniern |
| 1882–1963 |
Eduard Spranger |
Knüpfte an die Lebensphilosophie an |
1917 Uneingeschränkter U-Boot-Krieg führt zum Kriegseintritt der USA |
| 1883–1953 |
José Ortega y Gasset |
Nähe zur Lebensphilosophie |
1917 Balfour-Deklaration |
| 1889–1975 |
Arnold J. Toynbee |
Geschichte ist evolutionär und ergebnisoffen
Abkehr vom Eurozentrismus |
1917 Oktoberrevolution
1918 14-Punkte-Programm von Woodrow Wilson |
| 1892–1964 |
Alexandre Koyré |
Wissenschaftsgeschichte
Hegel |
1918 Friede von Brest-Litowsk |
| 1903–1974 |
Joachim Ritter |
Praktische Philosophie als Hermeneutik
Historisches Wörterbuch der Philosophie (Hrsg.) |
4. November 1918 Kieler Matrosenaufstand
9. November 1918 Philipp Scheidemanns Ausrufung der Republik in Deutschland |
| 1904–1965 |
Hans Barth |
Ideengeschichte der Politik; Wahrheit und Ideologie |
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| 1907–1981 |
Othmar Anderle |
„Theoretische Geschichte“ als Fach
Geschichtsforschung hat den wissenschaftstheoretischen Anforderungen aller empirischen Wissenschaften zu entsprechen |
1918-1920 Russischer Bürgerkrieg |
| 1920–1996 |
Hans Blumenberg |
Metaphorologie |
1919 Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht |
| *1926 |
Hermann Lübbe |
Transzendentalphilosophie und Geschichte |
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| *1927 |
Robert Spaemann |
Ethik auf christlicher Grundlage |
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| *1928 |
Odo Marquard |
Skeptische Philosophie der Endlichkeit |
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| 1943-1998 |
Panajotis Kondylis |
Begründung von Normen ist der vergebliche Versuch einem sinnlosen Leben einen Sinn zu geben
Betrachtungen zur Ideengeschichte der Aufklärung, des Konservativismus und des 20. Jahrhunderts |
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| 1859–1938 |
Edmund Husserl
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Ziel der strengen Wissenschaftlichkeit gegen den Psychologismus
Durch Phänomenologische Reduktion zu den Gegenständen selbst
Intentionalität des Bewusstseins
Wahrheit als Evidenz |
1919 Friedrich Ebert wird Reichspräsident
1919 Gründung des Völkerbundes (ohne USA)
1919 Versailler Vertrag |
| 1870–1941 |
Alexander Pfänder |
Mensch als leiblich-seelisch-geistige Dreieinigkeit |
1920 Kapp-Putsch |
| 1880–1937 |
Moritz Geiger |
Phänomenologie des ästhetischen Genusses |
1920 Teilung Irlands |
| 1881–1966 |
Ludwig Binswanger |
psychiatrische Daseinsanalyse, Orientierung auch an Heidegger |
1921 Ermordung Matthias Erzbergers |
| 1883–1917 |
Adolf Reinach |
Phänomenologie in der Rechtswissenschaft
entwickelte vor der Sprachphilosophie eine Theorie der Sprechakte |
1922 Ägypten wird Königreich
1922 Gründung der UdSSR
Benito Mussolinis Marsch auf Rom |
| 1886–1957 |
Antonio Banfi |
Kulturphilosoph, Kritiker Croces
verbreitete die Ideen Husserls in Italien |
1923 Gründung der Türkei unter Mustafa Kemal Atatürk |
| 1888–1966 |
Hedwig Conrad-Martius |
Untersuchte das Problem der Realität |
1923 Hyperinflation in Deutschland |
| 1889–1977 |
Dietrich von Hildebrand |
phänomenologische Wertphilosophie |
1923 Hitlerputsch in München |
| 1889–1964 |
Oskar Becker |
Phänomenologie der Geometrie
negative Rolle in der NS-Zeit |
1923-1925 Ruhrbesetzung |
| 1891–1942 |
Edith Stein |
Katholische Nonne jüdischer Herkunft; in Auschwitz ermordet
Philosophische Begründung der Psychologie |
1924 Tod Lenins
1924 Dawes-Plan |
| 1893–1970 |
Roman Ingarden |
Phänomenologie im Bereich der Kunst |
1925 Vertrag von Locarno |
| 1896–1991 |
Hans Reiner |
phänomenologisch fundierte Wertethik |
1925 Reza Khan Pahlavi wird Schah im Iran |
| 1899–1959 |
Alfred Schütz |
Begründer der phänomenologischen Soziologie |
1926 Militärputsch Pilsudskis |
| 1900–1973 |
Aurel Kolnai |
Fragen der Ethik
Phänomenologie der feindlichen Gefühle |
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| 1902–1991 |
Ludwig Landgrebe |
phänomenologisch fundierte Transzendentalphilosophie der Geschichte |
1926 Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund |
| 1905–1975 |
Eugen Fink |
Arbeitete in der NZ-Zeit als Privatassistent von Husserl
untersuchte das Phänomen der "Welt" |
1926 Hirohito wird Kaiser in Japan |
| 1903–1991 |
Otto Friedrich Bollnow |
Verband die Phänomenologie mit
Existenzphilosophie, Hermeneutik und Pädagogik |
1927 Charles Lindbergh überquert den Atlantik
1927 Metropolis von Fritz Lang |
| 1906–1995 |
Emmanuel Levinas
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Kritik der Ontologie
Widerstand gegen die Totalität
Philosophie zum Anderen |
1928 Der Zauberberg von Thomas Mann |
| 1907-1977 |
Jan Patočka |
Die natürliche Welt als philosophisches Problem |
1929 Young-Plan |
| 1908–1961 |
Maurice Merleau-Ponty |
Phänomenologie des Leibes und der Wahrnehmung |
1929 Schwarzer Freitag (25.10.) läutet Weltwirtschaftskrise ein |
| *1918 |
Walter Biemel |
Philosophie der Kunst, Heidegger-Schüler |
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| 1923–2004 |
Heinrich Rombach |
Entwickelte eine Strukturontologie |
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| *1928 |
Hermann Schmitz |
Die Neue Phänomenologie untersucht alltägliche und unmittelbare Erfahrungen |
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| *1934 |
Bernhard Waldenfels |
Phänomene der Leiblichkeit und die Herausforderung durch das Fremde |
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| 1832-1917 |
Adolf Lasson |
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| 1846-1924 |
Francis Herbert Bradley |
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| 1848-1923 |
Bernard Bosanquet |
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| 1949-1919 |
Josef Kohler |
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| 1854-1924 |
G.J.P.J. Bolland |
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| 1855-1916 |
Josiah Royce |
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| 1862-1932 |
Georg Lasson |
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| 1866-1925 |
John McTaggart Ellis McTaggart |
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| 1866-1952 |
Benedetto Croce |
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| 1869-1944 |
Léon Brunschvicg |
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| 1874-1944 |
Giovanni Gentile |
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| 1884-1974 |
Richard Kroner |
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| 1884-1964 |
Theodor Haering |
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| 1887-1969 |
Hans Freyer |
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| 1902-1968 |
Alexandre Kojève |
Wiederbelebung der Philosophie Hegels in Frankreich
wirkte auf den Existenzialismus und den Poststrukturalismus |
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| 1903-1993 |
Karl Larenz |
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| 1907-1968 |
Jean Hyppolite |
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| *1952 |
Pirmin Stekeler-Weithofer |
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| *1960 |
Vittorio Hösle |
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| 1854–1923 |
Wilhelm Jerusalem |
pragmatische Wahrheitstheorie
Prinzip der Denkökonomie
Übersetzer von James |
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| 1859–1938 |
Samuel Alexander |
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| 1862–1915 |
Oswald Külpe |
Vertreter der Würzburger Schule und der Denkpsychologie
Kantianer |
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| 1863–1952 |
George Santayana |
Die Realitätsvorstellung beruht auf einem rationalen Instinkt („Animal Faith“)
vier Seinsebereiche: Wesen, Materie, Wahrheit und Geist
der Geist verleiht der Welt Sinn |
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| 1873–1922 |
Arthur O. Lovejoy |
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| 1882–1950 |
Nicolai Hartmann |
Ontologie zur Überwindung des Gegensatzes von Materialismus und Idealismus (Schichtenstruktur des Seins)
Das ideale Sein (Mathematik, Wesenheiten, Werte) ist zeitlos und unbegrenzt.
Das reale Sein (Unorganisches, Leben, Seele, Geist) ist zeitlich und individuell
materiale Wertethik |
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| 1888–1967 |
Aloys Wenzl |
Verschiedene Wirklichkeitsschichten |
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| 1864–1944 |
Jakob Johann von Uexküll |
Schuf wesentliche Grundlagen in der Biologie
Unterscheidung von Merkwelt und Wirkwelt |
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| 1874–1928 |
Max Scheler |
Materiale Wertethik
Wesen des Menschen ist der Geist |
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| 1888–1965 |
Erich Rothacker |
Kulturanthropologie
problematische Nähe zum Nationalsozialismus |
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| 1892–1985 |
Helmuth Plessner |
Exzentrische Positionalität
anthropologische Gesetze von der natürlichen Künstlichkeit, vermittelten Unmittelbarkeit, dem utopischen Standort |
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| 1904–1976 |
Arnold Gehlen |
Der Mensch als Mängelwesen
Kultur und Institutionen als Kompensation |
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| 1913–1994 |
Michael Landmann |
Der Mensch als Schöpfer und Geschöpf der Kultur |
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| *1928 |
Helmut Fahrenbach |
Anthropologie und Existentialismus |
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| *1943 |
Karl-Siegbert Rehberg |
Knüpft an die Institutionenlehre Gehlens an |
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| 1874–1948 |
Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew |
christlicher Existenzialist, die „ungeschaffene Freiheit“ gründet im Nichts |
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| 1878–1960 |
Paul Häberlin |
Philosophie des großen JA |
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| 1883–1969 |
Karl Jaspers |
Der Mensch kann das Umgreifende in seiner Ganzheit nicht erfassen
Grenzsituationen zeigen die Fragwürdigkeit der wissenschaftlichen Weltauffassung |
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| 1883–1951 |
Louis Lavelle |
verband Existenzphilosophie mit einem personalisierten Spiritualismus |
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| 1889–1941 |
Hans Lipps |
Existenzphilosophie auf sprachphilosophischer Basis |
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| 1889–1976 |
Martin Heidegger |
phänomenologische Ontologie – Sein = In-der-Welt-Sein
ontologische Differenz zwischen Sein und Seiendem
Existenzialien – Freilegung der Sorge – Herausstellen der „Zeitlichkeit“
Hermeneutischer Zirkel als Kritik an der Vorstellung einer exakten Erkenntnis |
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| 1888–1974 |
Jean Wahl |
Verband Hegel, Kierkegaard und Heidegger
Impulsgeber für den französischen Existenzialismus |
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| 1890–1965 |
Heinrich Barth |
Erscheinung und Wirklichkeit |
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| 1898–1983 |
Xavier Zubiri |
forderte eine neue, an den naturwissenschaften orientierte Ontologie |
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| 1901–1990 |
Nicola Abbagnano |
Existenz ist Seinssuche |
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| 1897–1973 |
Karl Löwith |
stoische und skeptische Philosophie |
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| 1902–1968 |
Alexandre Kojève |
Hegel und Heidegger
Lehrer von Sartre u.a. |
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| 1902–1991 |
Ernesto Grassi |
Ohnmacht der rationalen Sprache |
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| 1903–1993 |
Hans Jonas |
Philosophie des Organischen
Das Prinzip Verantwortung |
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| 1905–1950 |
Emmanuel Mounier |
maßgeblicher Vertreter des Personalismus |
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| 1905–1980 |
Jean-Paul Sartre |
Die Existenz geht dem Wesen voraus.
Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt
Die Verantwortung kann man nicht abwälzen. |
1940 Niederlage Frankreichs |
| 1913–1960 |
Albert Camus |
Die Sinnlosigkeit der Welt ist Fakt
Sisyphos als Sinnbild der absurden Lebenssituation des Menschen |
1954-1962 Algerienkrieg |
| 1905–1975 |
Wilhelm Weischedel |
Der Gott der Philosophen
Kritik an Skeptizismus und Nihilismus |
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| 1870–1945 |
Nishida Kitarō |
Begründer der Kyōto-Schule
Philosophie ist die Suche nach der „einen Wahrheit“
Versuch einer Synthese von Philosophie und Religion |
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| 1885–1962 |
Tanabe Hajime |
Philosophie als „Metanoetik“ (Der Weg der Reue)
Nur wenn alle philosophischen Methoden verneint worden sind, ist Philosophie erst möglich. |
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| 1900–1990 |
Nishitani Keiji |
verband Erfahrungen aus der Praxis des Zen-Buddhismus mit dem Existentialismus |
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| *1944 |
Ryōsuke Ōhashi |
Philosophie der Leere und des Mitgefühls (Compassion) |
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| 1855–1936 |
Ferdinand Tönnies |
Gemeinschaft und Gesellschaft
Voluntarismus |
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| 1858–1917 |
Émile Durkheim |
Arbeitsteilung in der Industriegesellschaft - mechanische und organische Solidarität
soziologischen Methode - Sozialer Tatbestand
Die elementaren Formen des religiösen Lebens |
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| 1864–1920 |
Max Weber
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Werturteilsfreie Wissenschaft vom Sozialen Handeln
Gesinnungs- und Verantwortungsethik |
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| 1893–1947 |
Karl Mannheim |
Krisenerscheinungen in der Massendemokratie |
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| 1897–1990 |
Norbert Elias |
Über den Prozess der Zivilisation
Von der Entstehung der Werte
Menschenwissenschaften |
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| 1900–1980 |
Erich Fromm |
„Die Kunst des Liebens“
Sozialkritiker |
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| 1925–1986 |
Michel de Certeau |
>„Die Kunst des Handels“
Soziologie des Alltagslebens |
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| 1927–1998 |
Niklas Luhmann |
Begründer der soziologischen Systemtheorie
Variante des radikalen Konstruktivismus
Kommunikation als kleinstes Element steuert soziale Systeme |
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| *1934 |
Oskar Negt |
Grundlagen der Gewerkschaften |
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| 1882–1936 |
Moritz Schlick
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Physiker und Wissenschaftstheoretiker
Begründer des Wiener Kreises |
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| 1879–1934 |
Hans Hahn |
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| 1880–1975 |
Victor Kraft |
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| 1882–1945 |
Otto Neurath |
Mitverfasser der wissenschaftlichen Weltauffassung
Methode der Bildpädagogik |
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| 1884–1966 |
Philipp Frank |
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| 1891–1970 |
Rudolf Carnap |
Logische Analyse der Wissenschaftssprache
Scheinprobleme der Philosophie (Metaphysik)
Modallogik und wahrscheinlichkeitsbasierte Induktion |
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| 1891–1953 |
Hans Reichenbach |
Wahrheit kann nicht aus Beobachtung geschlossen werden.
Erkenntnis beruht auf Wahrscheinlichkeitsschlüssen. |
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| 1895–1945 |
Felix Kaufmann |
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| 1896–1959 |
Friedrich Waismann |
Arbeiten zur Logik und Sprachphilosophie |
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| 1902–1988 |
Herbert Feigl |
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| 1902–1985 |
Karl Menger |
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| 1905–1997 |
Carl Gustav Hempel |
>Hempel-Oppenheim–Schema
Eine Erklärung ist gegeben, wenn bestimmte Adäquatheitsbedingungen erfüllt sind. |
|
| 1906–1978 |
Kurt Gödel |
Gödelscher Unvollständigkeitssatz
axiomatische Theorie kann nicht ihre Widerspruchsfreiheit beweisen |
|
| 1910–1989 |
Alfred Jules Ayer |
Sprache, Wahrheit und Logik
Britischer Vertreter des Wiener Kreises |
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| 1916–2003 |
Georg Henrik von Wright |
Entwicklung einer deontischen Logik aus der Modallogik
Norwegischer Vertreter des Wiener Kreises |
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Ausgangspunkt der analytischen Philosophie ist die Auffassung, dass viele Probleme der Philosophie durch einen ungenügend präzisen Umgang mit der Sprache hervorgerufen werden. Daher sind zunächst eine Klärung von Begriffen und eine logische Analyse der Sprache erforderlich. Ähnliche Auffassungen finden sich parallel und in wechselseitigem Austausch bei den Vertretern des logischen Empirismus. Im Ursprung befassten sich die Vertreter der analytischen Philosophie ganz vorwiegend mit Themen der Sprachanalyse. Im Verlaufe der Zeit verbreiterte sich das Spektrum. Ende des 20. Jahrhunderts hatte sich die analytische Philosophie, nun eher als Methode verstanden, auf alle Themenbereiche der theoretischen und praktischen Philosophie ausgeweitet. Die meisten ihrer Vertreter behandeln neben der Sprache Fragen der Erkenntnistheorie, der Logik, der Philosophie des Geistes, metatheoretische Fragen sowie zugleich auch ethische Fragen. Eine Zuordnung zu einer der nachfolgenden Disziplin kann daher nur nach einem vorrangigen Schwerpunkt erfolgen.
|
| 1848–1925 |
Gottlob Frege
 |
Begriffsschrift (Sinn und Bedeutung)
Grundlagen der neueren Logik |
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| 1872–1970 |
Bertrand Russell
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Rückführung der Mathematik auf die Logik
Paradoxon der Mengenlehre
sprachanalytischer Atomismus (Theorie der Kennzeichnung) |
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| 1873–1958 |
George Edward Moore |
Naturalistischer Fehlschluss
Analytische Methode zur Begründung des Common Sense |
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| 1889–1951 |
Ludwig Wittgenstein
 |
Sprachanalyse zur Klärung von Sprachverwirrung
Sprachspiele und Sprachfamilien
"Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch" |
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| 1889-1957 |
Charles Kay Ogden |
Entwickelte unter Bezugnahme auf Peirce das semiotische Dreieck |
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| 1900–1976 |
Gilbert Ryle |
Mythos vom Mensch in der Maschine
Kategorienfehler = falscher Begriff im Kontext |
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| 1909-1988 |
Max Black |
Theorie der Metapher, Philosophie der Mathematik, Kunstphilosophie |
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| 1911–1960 |
John Langshaw Austin |
Sprechakttheorie
Lokution = Äußerung; Illokution = Rolle der Äußerung; Perlokution = Folge der Äußerung |
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| 1913-1988 |
Paul Grice |
Untersuchte die Sprecherbedeutung
führte die Begriffe Implikatur und Kooperationsprinzip in die Sprachphilosophie ein. |
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| 1917–2003 |
Donald Davidson |
Bedeutungstheorie |
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| *1925 |
Michael Dummett
 |
Grenzen der Theorie der Bedeutung |
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| *1929 |
Noam Chomsky |
Universalgrammatik, Chomsky-Hierarchie, generative Transformationsgrammatik
Scharfer Gesellschaftskritiker, der dem Anarchismus nahe steht |
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| 1930-1971 |
Richard Montague |
Entwickelte eine formale Semantik |
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| *1931 |
Keith Donnellan |
Kritiker von Putnam und Strawson zum Thema Kennzeichnung |
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| *1932 |
Dagfinn Føllesdal |
sucht gezielt die Auseinandersetzung mit der Kontinentalphilosophie |
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| *1932 |
John Searle
 |
Weiterentwicklung der Sprechakttheorie
Gedankenexperiment des Chinesischen Zimmers |
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| *1933 |
David Kaplan |
Arbeitete über Demonstrativpronomen |
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| *1938 |
Gilbert Harman |
Quine-Schüler, Antirealismus und ethischer Relativismus |
|
| *1940 |
Saul Aaron Kripke |
sprachphilosophischer Externalismus mit Kennzeichnung durch starre Designatoren |
|
| *1941 |
Eike von Savigny |
Wittgenstein-Interpret |
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| *1946 |
Scott Soames |
Vertreter des Externalismus |
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| *1946 |
Tyler Burge |
gilt als Vertreter des Externalismus, Kritiker des Physikalismus |
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| *1958 |
Stephen Neale |
verteidigt Russells Theorie der Kennzeichnung |
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| 1858–1932 |
Giuseppe Peano |
Peano-Axiome
Latein als Plansprache ohne Beugung |
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| 1862–1943 |
David Hilbert |
Begriffsdefinitionen und Beweisverfahren in der Mathematik |
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| 1878–1956 |
Jan Łukasiewicz |
Formulierte eine viel diskutierte Wahrheitstheorie
Bestätigung auf der Ebene einer Metasprache |
|
| 1901–1983 |
Alfred Tarski |
Semantischer Begriff der Wahrheit |
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| 1902-1995 |
Joseph Maria Bocheński |
Logiker, Vertreter des Platonismus |
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| 1903-1930 |
Frank Plumpton Ramsey |
Logiker und Freund Wittgensteins
Redundanztheorie der Wahrheit |
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| 1903-1995 |
Alonzo Church |
Begründer der theoretischen informatik
Platonist im Universalienstreit |
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| *1919 |
Raymond Smullyan |
Mathematiker, spezialisiert auf Paradoxien |
|
| *1929 |
Jaakko Hintikka |
Logik, Wissenschaftstheorie, Mögliche Welt-Semantik |
|
| *1930 |
Nuel Belnap |
Belnaps vierwertige Logik |
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| *1949 |
Johan van Benthem |
Modallogik |
|
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| 1861–1947 |
Alfred North Whitehead
 |
„Principia Mathematica“ mit Russell
Metaphysik zu Prozess und Realität |
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| 1908–2000 |
Willard Van Orman Quine |
Eine Theorie ist nur als Ganzes widerlegbar (Duhem-Quine-These)
Jedes Beobachtungselement und jede Aussage sind theoriebeladen
strikter Empirismus und Forderung eines Naturalismus = Abschaffung der Philosophie
sprachphilosophischer Holismus |
|
| *1916 |
Peter Geach |
entwickelte einen „analytischen Thomismus“ |
|
| 1919–2006 |
Peter Strawson |
raumzeitlich bestimmbare Einzeldinge sind real
Die Gleichsetzung abstrakter Sachverhalte mit Realität ist Metaphysik
Theorien setzen sich aufgrund größeren Erfolgs durch |
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| *1926 |
David Armstrong |
Universalienrealismus (Naturgesetze sind Relationen zwischen Universalien) |
|
| *1932 |
Franz von Kutschera |
Ontologischer Dualismus |
|
| *1942 |
Peter van Inwagen |
Ontologie, Identität und Modalität; Indeterminist |
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| *1951 |
Kevin Mulligan |
arbeitet über Wahrmacher |
|
| *1952 |
Edward N. Zalta |
Für jeden Satz von Eigenschaften (set of properties) gibt es genau ein Objekt
Herausgeber der Stanford Encyclopedia of Philosophy |
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| 1877–1971 |
W. D. Ross |
„Das Richtige und das Gute“, deontologischer Intuitionismus |
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| 1908–1994 |
William Frankena |
Metaethik, Theorie der normativen Ethik |
|
| 1908–1979 |
Charles L. Stevenson |
Schwerpunkte in Ethik und Ästhetik, Vertreter des Emotivismus |
|
| 1912–2004 |
Alan Gewirth |
rationalistische Ethik: Prinzip der natürlichen Konsistenz |
|
| 1917–1981 |
John Leslie Mackie |
antimetaphysische Moralphilosophie |
|
| 1919–2002 |
Richard Mervyn Hare |
Moralsprache ist vor allem präskriptiv |
|
| 1919–2001 |
Elizabeth Anscombe |
Frühe feministische Philosophin
Mitherausgeberin von Wittgenstein |
|
| *1920 |
Philippa Foot |
moderner Aristotelismus, Tugendethik |
|
| 1929–2003 |
Bernard Williams |
Synthese aus verschiedenen historischen und kulturellen Positionen, Antireduktionismus |
|
| *1930 |
Ernst Tugendhat |
Sprachphilosophie und Philosophie des Selbst
Ethik und Anthropologie |
|
| *1940 |
Thomas M. Scanlon |
Kontraktualismus |
|
| *1942 |
Derek Parfit |
Ethik, Vernunft und Person |
|
| *1946 |
Peter Singer |
Begriff der Person als Problem der Ethik
Euthanasie und Abtreibung? |
|
| *1946 |
Dieter Birnbacher |
Angewandte Ethik, insbesondere Medizinethik und Neuroethik
Didaktik der Philosophie |
|
| *1947 |
Martha Nussbaum |
Tugendethik, Soziale Gerechtigkeit, Verwirklichungschancen |
|
| *1952 |
Susan Wolf |
Freier Wille und Vernunft |
|
| *1952 |
Christine Korsgaard |
die Quellen der Normativität
Moralphilosophie Immanuel Kants |
|
|
|
| 1887–1971 |
Charles Dunbar Broad |
Emergenztheorie |
|
| 1903–1997 |
John Carew Eccles |
Hirnforscher – Vertrat mit Popper einen Dualismus |
|
| 1912–1989 |
Wilfrid Sellars |
Mythos des Gegebenen |
|
| 1916–1999 |
Roderick Chisholm |
Primat des Intentionalen
apriorisches Wissen beruht auf Einsicht in notwendige Wahrheit |
|
| *1920 |
J.J.C. Smart |
Identitätstheorie, Utilitarismus, Atheismus |
|
| *1929 |
Harry Frankfurt |
Analyse des Freiheitsbegriffs |
|
| *1932 |
Fred Dretske |
Analyse des Informationsbegriffs
im Bereich der Erkenntnistheorie und der Philosophie des Geistes |
|
| *1933 |
Joseph Levine |
Argument der Erklärungslücke |
|
| *1933 |
Ruth Millikan |
naturalistische Erklärung der Intentionalität |
|
| *1934 |
Jaegwon Kim |
Begriff der Supervenienz |
|
| *1935 |
Jerry Fodor |
Language of Thought (Sprache des Denkens) |
|
| *1937 |
Thomas Nagel |
Antireduktionismus („What is it like to be a bat“)
erkenntnistheoretischer radikaler Realismus („View From Nowhere“) |
|
| 1941–2001 |
David Lewis |
Beiträge zur Spieltheorie
Philosophie des Geistes |
|
| *1942 |
Daniel Dennett |
Eliminativer Materialismus, vertritt das Konzept der Meme
führendes MItglied der Brights |
|
| *1942 |
Ned Block |
Kritik des Funktionalismus |
|
| *1942 |
Paul Churchland |
Eliminativer Materialismus |
|
| *1943 |
John Perry |
arbeitet über Indexikalität und Selbstbewusstsein |
|
| *1943 |
Frank Cameron Jackson |
entwickelte mit dem Gedankenexperiment von Mary ein antiphysikalistisches Argument in der Diskussion der Qualia |
|
| *1944 |
Peter Bieri |
„Das Handwerk der Freiheit“
Bieri-Trilemma |
|
| *1945 |
Ansgar Beckermann |
Physikalismus |
|
| *1952 |
Joseph Levine |
sieht eine Erklärungslücke in der Diskussion der Qualia |
|
| *1956 |
Michael Pauen |
Vertreter der Identitätstheorie |
|
| *1958 |
Thomas Metzinger |
Theorie der Selbstmodelle |
|
| *1966 |
David Chalmers |
Eigenschaftsdualismus
Kontroverse Position zu Dennett |
|
|
|
| *1927 |
Edmund Gettier |
Gettier-Problem |
|
| *1936 |
Keith Lehrer |
Kohärenztheorie der Rechtfertigung |
|
| *1940 |
Ernest Sosa |
vertritt eine auf Tugenden bzw. Werten (virtues) basierende Epistemologie |
|
| *1941 |
Robert Audi |
Erkenntnistheoretiker, befasst sich mit Wirtschaftsethik |
|
| *1943 |
Laurence Bonjour |
Kohärenztheorie des Wissens |
|
| *1945 |
Susan Haack |
entwickelte eine Position als Kombination von Fundamentalismus und Kohärentismus
vertritt einen Pragmatismus in Anlehnung an Charles S. Peirce |
|
|
|
| 1906–1998 |
Nelson Goodman |
Symboltheorie
Weisen der Welterzeugung |
|
| 1931–2007 |
Richard Rorty |
Der Wahrheitsbegriff ist nur kulturrelativ zu verstehen |
|
| *1950 |
Robert Brandom |
Sprachpragmatiker, Inferenztheorie |
|
| *1926 |
Hilary Putnam
 |
Wechselte vom Funktionalismus zum Naiven Realismus
Philosophie des Geistes: Die Welt ist nicht nur im Kopf
Gedankenspiel vom Gehirn im Tank
Universelle sprachliche Arbeitsteilung (Externalismus) |
|
| *1942 |
John McDowell |
Zweite Natur
Undogmatischer Empirismus |
|
| *1928 |
Nicholas Rescher |
methodischer Pragmatismus |
|
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| 1902–1994 |
Karl Popper |
Sicheres Wissen ist nicht möglich
Wissenschaftliche Aussagen müssen falsifizierbar sein
Hypothesen sind umso besser, je besser sie getestet wurden
Forderung einer offenen Gesellschaft, die sich nach Versuch und Irrtum entwickelt |
|
| 1919–2003 |
Ernst Topitsch |
Kritisiert vermeintliche Erkenntnisse aufgrund von Leerformeln
Freundschaft mit Albert, Distanz zu Popper |
|
| *1921 |
Hans Albert |
Sozialphilosoph – Positivismusstreit
Münchhausen-Trilemma |
|
| 1934-1990 |
William Warren Bartley |
Pankritischer Rationalismus |
|
| *1939 |
Hubert Kiesewetter |
|
|
| *1940 |
Alan Musgrave |
|
|
| *1940 |
Kurt Salamun |
|
|
| *1942 |
David Miller |
|
|
| *1943 |
Gerhard Vollmer |
verbindet den Kritischen Rationalismus mit einem gemäßigten Naturalismus
entwickelte die Evolutionäre Erkenntnistheorie |
|
| *1955 |
Franz Wuketits |
Vertreter der evolutionären Erkenntnistheorie |
|
|
|
| 1867–1956 |
Julien Benda |
Forderte ein Vereintes Europa (Untersuchung über die europäische Nation (1933))
Schrieb gegen den Nationalsozialismus (Die Schicksalsprüfung der Demokratien (1942)) |
|
| 1869–1966 |
Friedrich Wilhelm Foerster |
Moralphilosoph
Kriegsgegner – NS-Gegner |
|
| 1888–1985 |
Carl Schmitt |
antiliberaler Gegner des Pluralismus
dachte in der Tradition von Hobbes und Machiavelli
stand dem Nationalsozialismus nahe |
|
| 1899–1973 |
Leo Strauss |
Neokonservatismus |
|
| 1901–1985 |
Eric Voegelin |
Staatstheorie |
|
| 1902–1992 |
Günther Anders |
Pazifist und Atomgegener
warnte vor der Zerstörung der Humanität |
|
| 1906–1975 |
Hannah Arendt
 |
analysierte den Totalitarismus
schrieb über die „Banalität des Bösen“ im Denken Eichmanns |
|
| 1909–1997 |
Isaiah Berlin |
Negative und Positive Freiheit |
|
| 1921–2002 |
John Rawls |
Herausragender politischer Philosoph des 20. Jahrhunderts
mit den Werken Theorie der Gerechtigkeit und Politischer Liberalismus vertrat er einen egalitären Liberalismus |
|
| 1930-1992 |
Allan Bloom |
Kulturkritiker, wandte sich gegen den Egoismus in der modernen Gesellschaft |
|
| 1932-2003 |
Ernst Vollrath |
Theorie des Politischen (in Anlehnung an Arendt) |
|
| *1933 |
Amartya Sen
 |
Verknüpft Wirtschaftswissenschaften mit Ethik und politischer Philosophie
als Kritiker der Public Choice Theory leistete er maßgebliche Beiträge zur Theorie der kollektiven Entscheidungen
Anreger für den Human Development Index; Beiträge zur Wohlfahrtsfunktion
Ausgehend vom Lebensstandard schuf er das Konzept der Verwirklichungschancen |
|
| 1938–2002 |
Robert Nozick |
Libertäre Gesellschaftstheorie als Kontrapunkt zu Rawls |
|
|
|
| *1929 |
Amitai Etzioni |
Die aktive Gesellschaft |
|
| *1929 |
Alasdair MacIntyre |
will an die Tugendlehre von Aristoteles anknüpfen |
|
| *1931 |
Charles Taylor |
“westliche Identität” |
|
| *1935 |
Michael Walzer
 |
Sphären der Gerechtigkeit |
|
| *1953 |
Michael Sandel |
kritisiert das Fehlen sozialer Werte bei Rawls |
|
| *1939 |
Benjamin R. Barber |
fordert eine partizipatorische Demokratie |
|
|
|
| 1873–1937 |
Max Adler |
Austromarxismus |
|
| 1891–1937 |
Antonio Gramsci |
Prägte den Begriff der Zivilgesellschaft |
|
| 1885–1971 |
Georg Lukács |
entwarf den Gedanken einer „demokratischen Diktatur des Proletariats
Ästhetiker |
|
| 1892–1940 |
Walter Benjamin |
verknüpfte Kunst- und Kulturkritik mit dem historischen Materialismus |
|
| 1885–1975 |
Ernst Bloch |
Das Prinzip Hoffnung |
|
| 1895–1973 |
Max Horkheimer
|
grundsätzliche Kritik der „bürgerlichen Gesellschaft“ |
|
| 1898–1979 |
Herbert Marcuse |
|
|
| 1899–1990 |
Alfred Sohn-Rethel |
Materialistische Erkenntnistheorie
Abstraktes Denken als Folge des abstrakten Warentausches |
|
| 1903–1969 |
Theodor W. Adorno |
|
|
| 1906–1985 |
Wolfgang Abendroth |
Sozialgeschichte der europäischen Arbeiterbewegung |
|
| 1907–1995 |
Leo Kofler |
eigenständige Kritische Theorie |
|
| *1927 |
Leszek Kołakowski |
Humanistischer Marxismus |
|
| *1927 |
Hans Heinz Holz |
Herausgeber von Topos - Internationale Beiträge zur dialektischen Theorie |
|
| *1929 |
Jürgen Habermas
 |
Erkenntnis und Interesse
Theorie des kommunikativen Handelns |
|
| *1931 |
Alfred Schmidt |
|
|
| *1933 |
Antonio Negri |
Operaismus |
|
| 1934–2004 |
Peter Bulthaup |
|
|
| *1941 |
Domenico Losurdo |
Kritiker des Geschichtsrevisionismus |
|
| *1943 |
Costanzo Preve |
Antiliberalismus |
|
| *1949 |
Axel Honneth |
Theorie der Anerkennung |
|
[Bearbeiten] Jüdische Philosophie
|
| 1878–1965 |
Martin Buber
 |
Philosophie des Du
Philosophie des Dialogs |
|
| 1886–1929 |
Franz Rosenzweig |
Interreligiöser Dialog |
|
| 1897–1982 |
Gershom Scholem |
|
|
| 1923–1987 |
Jacob Taubes |
Apokalyptik und Gnosis |
|
|
|
| 1853-1924 |
Clemens Baeumker |
katholischer Philosophiehistoriker |
|
| 1865-1923 |
Ernst Troeltsch |
Systematiker der Religionsgeschichtlichen Schule
Die Absolutheit des Christentums und die Religionsgeschichte |
|
| 1875-1949 |
Martin Grabmann |
Geschichte der mittelalterlichen Philosophie |
|
| 1878–1944 |
Joseph Maréchal |
französischer Neuthomist |
|
| 1881–1955 |
Pierre Teilhard de Chardin
 |
Leben und Kosmos sind in einer von Gott bewirkten kreativen Bewegung
Omegapunkt |
|
| 1882-1973 |
Jacques Maritain |
Neuthomist, Christlicher Humanismus
Wirkte mit an der Formulierung der UN-Erklärung der Menschenrechte |
|
| 1884–1940 |
Peter Wust |
Christliche Dialog- und Existenzphilosophie |
|
| 1884-1978 |
Étienne Gilson |
Neuthomist, christliche Philosophie im Mittelalter |
|
| 1885–1965 |
Romano Guardini |
Existentielle Darstellungen des Lebens und des Denkens |
|
| 1886–1965 |
Paul Tillich |
Religiöser Sozialist
Nähe zur Kritischen Theorie |
|
| 1886–1968 |
Karl Barth |
Dialektische Theologie
Bekennende Kirche |
|
| 1884–1976 |
Rudolf Bultmann |
Entmythologisierung der Schrift
Existenzialontologie |
|
| 1891–1982 |
Alois Dempf |
Neuthomist |
|
| 1889-1972 |
Erich Przywara |
Jesuit, das endliche Erkenntnisvermögen des Menschen kann das unendliche Sein nie vollständig erfassen |
|
| 1903–1992 |
Johannes Baptist Lotz |
Neuthomist
Existenzialismus |
|
| 1904–1997 |
Josef Pieper |
Neuthomist
Philosophische Anthropologie |
|
| 1904-1998 |
Hans-Eduard Hengstenberg |
Jedes Seiende enthält Dasein, Wesen und Existenzprinzip |
|
| 1929-2005 |
Béla Weissmahr |
Begründung der Metaphysik durch das Argument der Retorsion |
|
| 1934 |
Richard Swinburne |
Argumentiert für die Existenz Gottes mit der Methode des induktiven Schließens (Gott als Hypothese) |
|
|
|
| 1878–1949 |
Gustav Radbruch |
Kantische Rechtsphilosophie
Radbruchsche Formel: Positives Recht wird bei (extremer) Ungerechtigkeit ungültig, |
|
| 1881–1973 |
Hans Kelsen |
Konsequenter Rechtspositivist
Nähe zu Kant und zum kritischen Rationalismus |
|
| 1907-1992 |
H. L. A. Hart |
Rechtsphilosoph, gemäßigter Rechtspositivismus |
|
| *1931 |
Ronald Dworkin |
Rechtsphilosoph
egalitäre Gerechtigkeitstheorie |
|
| *1945 |
Robert Alexy |
Anwendung der Diskurstheorie auf den Bereich des Rechts |
|
[Bearbeiten] Andere Philosophen
|
| 1861–1925 |
Rudolf Steiner |
Anthroposophie |
|
| 1872–1942 |
Oskar Kraus |
Rechtsphilosoph, entwickelte eine eigene Wertphilosophie |
|
| 1872–1945 |
Johan Huizinga |
zeigt in Herbst des Mittelalters einen fließenden Übergang zur Renaissance
entwickelt in Homo ludens eine Theorie des Spiels (Ludologie) |
|
| 1882–1927 |
Leonard Nelson |
Wiederbegründung der Fries'schen Schule |
|
| 1895–1985 |
Susanne K. Langer |
Kulturphilosophie als Symbolische Logik
Symbolphilosophie mit großer Nähe zu Ernst Cassirer |
|
| 1900–2002 |
Hans-Georg Gadamer |
Hermeneutik |
|
| 1910–1990 |
Max Bense |
Semiotiker, existentieller Rationalismus
Verknüpfung von Naturwissenschaft, Kunst und Philosophie, Medienphilosophie |
|
| 1913–2004 |
Hermann Krings |
Transzendentalphilosoph
Die Idee der Freiheit als Basis menschlicher Vernunft |
|
| 1920–1991 |
Vilém Flusser |
Neue Medien als Chance
Ausgang bei Heidegger |
|
| 1921–2008 |
Karl Albert |
„Ontologische Erfahrung“, Studien zu Platon |
|
| *1922 |
Karl-Otto Apel |
Transformation der Transzendentalphilosophie
Diskursphilosophie |
|
| 1926–2006 |
Clifford Geertz |
Ethnologe und Kulturphilosoph |
|
| *1927 |
Dieter Henrich |
Untersuchungen über das Selbstbewusstsein
Erforschung und Interpretation des Deutschen Idealismus und Immanuel Kants |
|
| *1932 |
Paul Virilio |
Medienkritiker
Einfluss der Geschwindigkeit auf die Gesellschaft (Dromologie) |
|
| *1936 |
Herbert Schnädelbach |
Diskurspluralität und methodischer Rationalismus |
|
| *1939 |
Norbert Hoerster |
Interessenethik statt Menschenwürde, Rechtspositivismus wie H.L.A. Hart, skeptische Religionsphilosophie |
|
| *1943 |
Otfried Höffe |
Kantianer, Rechts- und Staatsphilosophie |
|
| *1953 |
Wilhelm Schmid |
Philosophie der Lebenskunst |
|
|
|
| 1896-1961 |
Ludwik Fleck |
Einfluss des Denkstils und des Denkkollektivs auf Theorien |
|
| 1900-1990 |
Richard Bevan Braithwaite |
Induktionist in Anlehnung an Hume
arbeitete auf den Gebieten der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Spieltheorie |
|
| 1906-1987 |
Gustav Bergmann |
ontologischer Realist |
|
| 1922–1996 |
Thomas Samuel Kuhn |
The Structure of Scientific Revolutions – Paradigmenwechsel |
|
| 1922–1974 |
Imre Lakatos |
Verband die Theorie Poppers mit Kuhn |
|
| *1922 |
Patrick Suppes |
kritisiert das reduktionistischen Ideal der Einheitswissenschaft |
|
| *1923 |
Adolf Grünbaum |
Wissenschaftstheorie der Physik |
|
| 1923–1991 |
Wolfgang Stegmüller |
Wissenschaftstheoretischer Strukturalismus |
|
| 1924–1994 |
Paul Feyerabend
 |
anything goes
Erkenntnistheoretischer Anarchismus |
|
| 1924-1967 |
Norwood Russell Hanson |
empiristischer Holismus |
|
| *1936 |
Ian Hacking |
Entitätenrealismus |
|
| *1938 |
Joseph D. Sneed |
Wissenschaftstheoretischer Strukturalismus |
|
| *1939 |
Bernulf Kanitscheider |
kompromissloser Naturalist |
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| *1941 |
Larry Laudan |
vertritt einen „normativen Naturalismus“ |
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| *1941 |
Bas van Fraassen |
Konstruktiver Empirismus |
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| *1943 |
Nancy Cartwright |
Physikalische Gesetze sind deskriptiv (Entitätenrealismus, DN-Modell) |
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| *1946 |
Paul Hoyningen-Huene |
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| *1951 |
Sandra Mitchell |
erforscht komplexe Systeme und tritt für einen „integrativen Pluralismus“ ein. |
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| *1952 |
John Dupré |
lehnt den Determinismus ab und tritt für eine pluralistische Metaphysik ein. |
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| 1954-2007 |
Peter Lipton |
Schluss auf die beste Erklärung |
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| *1960 |
Nassim Nicholas Taleb |
Erkenntnistheorie von Zufallsereignissen
skeptischer Empirist, Kritik der Random Walk-Theorie
Finanzmathematiker und Derivate-Spezialist; Theorie des Risikomanagements |
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| 1881–1954 |
Hugo Dingler |
Ideengeber – Schöpfer der Protophysik
pragmatische Erkenntnistheorie
problematische Rolle in der NS-Zeit |
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| 1915–1994 |
Paul Lorenzen
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Logische Propädeutik
Orthosprache
Konstruktive Mathematik
Dialogische Logik
Protophysik
konstruktive Wissenschaftstheorie und Politikberatung |
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| 1905–1976 |
Wilhelm Kamlah |
Sprach- und Wissenschaftskritik
Philosophische Anthropologie |
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| *1932 |
Kuno Lorenz |
Dialogische Anthropologie |
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| *1936 |
Jürgen Mittelstraß |
Wissenschaftstheorie, Enzyklopädie, geschichtliche Konstanzer Schule |
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| *1935 |
Friedrich Kambartel |
Praktische Philosophie und konstruktive Wissenschaftstheorie |
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| *1937 |
Christian Thiel |
Grundlagenkrise der Mathematik, Wissenschaftstheorie |
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| *1942 |
Peter Janich |
Protophysik von Raum, Zeit und Materie
Methodischer Kulturalismus |
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| *1944 |
Carl Friedrich Gethmann |
Argumentationstheorie, Technologiefolgenabschätzung |
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| *1964 |
Dirk Hartmann |
Wissenschaftstheorie der Psychologie |
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| 1857–1913 |
Ferdinand de Saussure
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Sprachtheoretiker, dessen Methode philosophisch umgesetzt wurde |
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| *1908 |
Claude Lévi-Strauss |
Ethnologe und Anthropologe
Setzte als erster den Strukturalismus ein. |
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| 1901–1981 |
Jacques Lacan |
Psychoanalytiker
Das Universum des Subjekts besteht aus dem Imaginären und dem Symbolischen |
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| 1902–1976 |
Émile Benveniste |
Kategorien bei Aristoteles sind sprachabhängig. |
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| 1913–2005 |
Paul Ricœur |
Phänomenologische Sprachanalyse mit Reflex auf Heidegger
Geschichtsphilosophie |
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| 1915–1980 |
Roland Barthes |
Kritisiert die Logik des fortgeschrittenen Kapitalismus
Diskursanalyse als Archäologie des Wissens |
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| 1918–1990 |
Louis Althusser |
Interpretierte Marx strukturalistisch |
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| 1919–1983 |
Paul de Man |
Amerikanischer Vertreter der Dekonstruktion |
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| 1926–1984 |
Michel Foucault
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Kritisiert die Logik des fortgeschrittenen Kapitalismus
Diskursanalyse als Archäologie des Wissens ||
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| 1930–2004 |
Jacques Derrida |
Begriff der différance als Grundbegriff der Dekonstruktion |
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| 1917-2003 |
Leslie Fiedler |
Führte den Begriff Postmoderne in die Literaturwissenschaft ein |
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| 1925–1995 |
Gilles Deleuze |
Die Welt als ein Nexus von Virtualitäten |
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| 1924–1998 |
Jean-François Lyotard
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Kommunikation als Spiel mit bestimmten Regeln
Liberalismus als System der zur Kooperation verurteilten Diskurse |
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| 1929–2007 |
Jean Baudrillard |
Antimedientheorie
Verführung des Konsumenten |
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| 1933-2004 |
Susan Sontag |
gesellschaftskritische Kunstphilosophin |
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| *1937 |
André Glucksmann |
Diskurs über den Krieg |
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| *1942 |
Giorgio Agamben |
Durch ihre Reaktionen auf ihre Gegner droht die Gesellschaft ihre demokratischen Grundlagen selbst zu zerstören |
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| *1952 |
Francis Fukuyama |
Das Ende der Geschichte |
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| 1908-1986 |
Simone de Beauvoir |
Das andere Geschlecht, Existentialismus |
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| *1925 |
Sandra Harding |
Feministische Wissenschaftstheorie |
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| *1930 |
Luce Irigaray |
Psychoanalytikerin (Der Spiegel des anderen Geschlechts) |
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| *1941 |
Julia Kristeva |
Poststrukturalistin |
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| *1944 |
Donna Haraway |
Naturwissenschaftshistorikerin, befasst sich mit Fragen von Macht und Lust |
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| *1956 |
Judith Butler |
dekonstruktivistischer Feminismus |
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| 1944–1995 |
Henry Odera Oruka |
Projekt der „Sage-Philosophy“ (Weisheitsphilosophie
„Parental Earth Ethics“
(Kenia) |
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| *1931 |
Kwasi Wiredu |
"Begriffliche Dekolonisation" (Conceptual decolonialization)
Konsensethik
Ghana) |
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| *1942 |
Paulin J. Hountondji |
Es gibt kein nachvollziehbares, unwandelbares, kollektives Denksystem aller Afrikaner
(Benin) |
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| *1954 |
Anthony Appiah |
Philosophie des Weltbürgertums
(Ghana) |
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