Chronik der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Chronik der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten beschreibt den chronologischen Ablauf der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten auf Bundesebene wie auf Ebene der US-Bundesstaaten.

Nachweislich begann die COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten am 21. Januar 2020 mit dem Fall eines Rückkehrers aus dem chinesischen Wuhan im nordwestlichen US-Bundesstaat Washington. Bis Ende Januar wurden 7 Fälle bekannt, und alle standen in Verbindung mit vorherigen Reisen ins chinesische Wuhan. Bis Ende Februar waren 24 Fälle bekannt sowie ein erster Todesfall. Bis Ende März wurde die Schwelle von 100.000 Fällen überschritten, rund 1.600 Todesfälle waren zu verzeichnen. Bis Ende April wurden mehr als 1.000.000 Infektionsfälle und über 57.000 Todesfälle gemeldet.[1][2] Am 27. Mai 2020 verzeichneten die USA über 100.000 Tote.[3] Am 10. Juni verzeichneten die USA 2.000.000 Fälle und mehr als 112.000 COVID-19-Todesopfer.[4] Am 9. November 2020 erreichte die USA die 10-Millionen-Grenze an Infektionen[5] und nach knapp zwei weiteren Monaten waren am 1. Januar 2021 20 Millionen Fälle diagnostiziert worden.[6]

Nachgewiesene Fälle in den Bundesstaaten, Außengebieten und District of Columbia (28. Oktober 2020):
Keine bestätigten Fälle
<20.000
20.000–99.999
100.000–199.999
200.000–499.999
≥500.000
Bestätigte Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten nach Daten der WHO. Oben kumuliert, unten Tageswerte[7]
Bestätigte Todesfälle in den Vereinigten Staaten nach Daten der WHO. Oben kumuliert, unten Tageswerte[7]

2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuhan – in dieser chinesischen Millionenstadt war die Viruskrankheit COVID-19 Ende 2019 erstmals ausgebrochen

Im Mai 2020 wurden zwei Personen aus dem Snohomish County in Washington bekannt, die im Dezember bereits Symptome von COVID-19 gezeigt hatten und im Mai positiv auf Antikörper gegen das Virus SARS-CoV-2 getestet wurden. In dem County wurde am 21. Januar auch der offiziell erste Fall in den Vereinigten Staaten von Amerika festgestellt. Es besteht die Möglichkeit, dass die beiden Personen an einer anderen Atemwegserkrankung litten und sich später asymptomatisch ansteckten. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass COVID-19 die USA wesentlich eher als bisher angenommen erreichte.[8] Eine am 30. November 2020 veröffentlichte Untersuchung von 7.389 Blutspenden, die zwischen dem 13. Dezember 2019 und dem 17. Januar 2020 abgegeben worden waren, zeigte, dass einige der Blutspenden Antikörper gegen den SARS-CoV-Virus aufwiesen. 39 Proben von Blutspenden aus den Westküstenstaaten Kalifornien, Oregon und Washington, die zwischen dem 13. und dem 16. Dezember abgegeben worden waren, wiesen Corona-Antikörper auf. Proben aus den Bundesstaaten Connecticut, Iowa, Massachusetts, Michigan, Rhode Island, und Wisconsin, die aus dem frühen Januar 2020 stammten, wiesen ebenfalls diese Antikörper auf.[9] Nach einer im September 2020 veröffentlichten Studie der University of California, Los Angeles könnte das SARS-CoV-2-Virus Los Angeles um Weihnachten 2019 erreicht haben. Krankenhäuser in der Stadt zeigten einen Anstieg von Atemwegserkrankungen, der ein Muster zeige, das auf die Pandemie hindeute.[10]

2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Chronik der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten 2020

2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden im Januar mehr als 6 Millionen Neufälle identifiziert.[11] Im Laufe des Januar starben über 95.000 Menschen in den Vereinigten Staaten an COVID-19, womit dieser Monat deutlich mehr Todesopfer forderte als der Vormonat mit knapp 77.500 Todesopfern. Es war der bis dahin tödlichste Monat der Pandemie. Allerdings hingen an den letzten zwei Tagen die Zahlen der mit COVID-19 behandelten Krankenhauspatienten zurück und unterschritten erstmals seit dem 1. Dezember 2020 den Wert von 100.000.[12] Auch die Zahlen der neu festgestellten Ansteckungen mit SARS-CoV-2 gingen zurück. Am Ende des Monats lag die Zahl der Neufälle bei 148.000 im Siebentages-Durchschnitt, nach dem Höhepunkt bei etwa 250.000 pro Tag in der Mitte des Monats im selben Durchschnitt. Die Todesrate war leicht am zurückgehen und lag zum Ende Januar bei 3.150 Toten pro Tag, was etwa 200 tägliche Todesfälle weniger war als zum Höhepunkt der Welle.[13] Die erstmals im Vereinigten Königreich festgestellte ansteckendere SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 war bis Ende Januar in dreißig Bundesstaaten festgestellt worden. Es waren aber auch fast 21 Millionen Impfspritzen gesetzt worden, wobei 5,6 Millionen US-Amerikaner auch die zweite Impfspritze erhalten hatten.[12]

Am 20. Januar 2021 übernahm Joe Biden das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Biden begann seine Präsidentschaft mit zahlreichen Anordnungen (Executive Orders), bezüglich des Umgangs mit der Pandemie und der durch die Pandemie verursachten Wirtschaftskrise.[14]

Es zeigte sich eine sehr leichte Erholung auf dem Arbeitsmarkt, wo nach den über 225.000 verlorenen Arbeitsstellen im Dezember 2020 im Januar 49.000 Arbeitsplätze entstanden waren. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,7 % auf 6,3 %. Dabei waren seit den großen Arbeitsplatzverlusten im März und im April erst 55 % der verlorenen Arbeitsplätze wieder entstanden, 10 Millionen Amerikaner waren noch immer arbeitslos.[15] Der Einzelhandel hatte um 5,3 % höhere Umsätze im Vergleich zum Vormonat. Die Kauflust der Verbraucher war durch die Stimulus-Schecks der Regierung angeregt worden. Mit 23,5 % Zuwachs profitierten vor allem die in der Krise besonders betroffenen Warenhäuser.[16]

1. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten begannen das neue Jahr mit dem Meilenstein von 20 Millionen Fällen nach der Datenbank der Johns Hopkins University. Sie lagen damit weit vor dem zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Land Indien mit 10,2 Millionen Fällen. Mit 4 % der Weltbevölkerung beheimateten die USA knapp ein Viertel der COVID-19-Infektionen.[17] Während es global 82 Millionen Fälle seit dem ersten Auftreten der Krankheit waren, verzeichneten die USA gegen Mittag 20.037.736 COVID-19-Fälle und 346.687 Todesopfer der Erkrankung. Die Vereinigten Staaten betrauerten damit auch etwa ein Fünftel der COVID-19-Opfer weltweit.[18] 125.057 Patienten mussten in den Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt werden, geringfügig weniger als am Tag zuvor, aber 163 % mehr als zwei Monate zuvor.[19]

In einem an diesem Freitag veröffentlichten Interview mit Newsweek erklärte Anthony Fauci mit Blick auf seine zukünftige Stellung als Präsidentenberater in der Biden-Administration, dass er einen nationalen Impfzwang für unwahrscheinlich halte. Die USA würden in Gesundheitsfragen selten auf Bundesebene zu etwas verpflichten. Er sei sich aber sicher, dass einzelne Institutionen wie Unternehmen oder Krankenhäuser Beschäftigte zu Impfungen verpflichten würden. Angesprochen auf Schulen sagte Fauci, dass dies ein Beispiel sei für Regelungen durch die Bundesstaaten oder die Kommunen, aber nicht den Bund. Er schloss einen Coronaimpfpass nicht aus. Das sei eine der Maßnahmen, die unter Präsident Biden diskutiert werden würden. Grundsätzlich seien aber alle Möglichkeiten für Coronamaßnahmen auf dem Tisch.[20]

Der republikanische Senator Mitt Romney kritisierte die republikanische Regierung unter Donald Trump, dass kein umfassender Plan für die Durchführung der Corona-Impfungen entwickelt worden war. Er bezeichnete dieses als unentschuldbar.[21]

Auf Twitter griff der Prediger Franklin Graham eine Äußerung Bidens auf, dass ein dunkler Winter bevorstünde. Er behauptete aber, dass dies nicht wegen COVID-19 sei, sondern wegen moralischen Verfalls.[22]

Nachdem am 25. Dezember 2020 die Damen-Basketball-Mannschaft der Duke Blue Devils die Saison abgebrochen hatte, wurde nun ein für Sonnabend den 2. Januar 2021 angesetztes Spiel der Herren-Mannschaft verschoben. Das College-Basketball-Spiel gegen die Florida State Seminoles musste wegen eines COVID-19-Falls bei den Seminoles abgesagt werden.[23]

  • Texas: Auf eine am 30. Dezember 2020 eingereichte Klage des Attorney General von Texas entschied der Supreme Court of Texas letztinstanzlich zugunsten des Klägers. Dem Travis County und der Stadt Austin wurde damit untersagt, Speisen in Gaststätten zwischen 22:30 Uhr und 6:00 Uhr morgens zu untersagen. Die unteren Instanzen hatten zugunsten der Stadt und des Countys entschieden.[24]
  • Virginia: Der Senator Virginias Ben Chafin Jr. starb im Alter von 60 Jahren an COVID-19. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden des Bundesstaates wurden auf halbmast gesetzt.[25]

2. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Rückreisewelle von den Feiertagen erreichten Flugpassagierzahlen einen neuen Höchststand in der COVID-19-Ära. Knapp 1,2 Millionen Passagiere wurden allein an diesem Sonnabend erfasst.[26]

Die privaten Wohnhäuser von Senatsmehrheitsführer Mitch McConnell in Louisville (Kentucky)[27] und der Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi in San Francisco[28] wurden mit Graffiti beschmiert, die Bezug nahm auf die nicht beschlossenen Direktzahlungen im Corona-Hilfspaket in Höhe von $ 2.000 statt nur $ 600. Vor Pelosis Garage wurde der Kopf eines toten Hausschweins platziert.

  • Kalifornien: Spezialisten des US Army Corps of Engineers wurden angefordert, um Sauerstoffzufuhr in sechs Krankenhäusern des Los Angeles County auf einen angemessenen Stand zu bringen.[19]
  • New York: Als vierter Bundesstaat nach Kalifornien (2,3 Millionen Fälle), Texas (1,7 Millionen Fälle) und Florida (1,3 Millionen Fälle) hatte New York mit 1.014.044 diagnostizierten COVID-19-Fällen offiziell die Marke von einer Million Infizierungen überschritten. Allerdings gilt diese Zahl im Bundesstaat New York als zu niedrig, da der Bundesstaat sehr früh das Epizentrum der Pandemie war, als Tests noch nicht weit verfügbar waren und daher das Dunkelfeld groß war.[29]

3. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Donald Trump behauptete nachdem die Vereinigten Staaten die Grenze von 350.000 COVID-19-Todesopfern überschritten hatte, dass die Zahlen weit übertrieben seien. Sie seien nur wegen der Zählung durch die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) so hoch. Im Zweifel würde alles als Corona deklariert. Er bezeichnete die Statistiken als „Fake News“. In der Sendung This Week auf ABC News erwiderte Anthony Fauci, die Zahlen seien real. Man müsse nur in die Schützengräben steigen und die Ärzte und Krankenschwestern in Krankenhäusern besuchen, um das zu wissen.[30] U.S. Surgeon General Jerome Adams erklärte mit Blick auf Trumps Sonntagmorgen-Tweet in der CNN-Sendung State of the Union, dass es keinen Grund gäbe an den Zahlen zu zweifeln. Dies gelte nicht nur für die Totenzahlen, sondern auch für Fall- und Hospitalisierungszahlen. Es würde wegen der Impfstoffe zwar eine Ziellinie bestehen, man müsse aber auf diese noch zulaufen.[31]

Die Coronavirus Task Force des Weißen Hauses warnte in ihrem regelmäßigen Bericht an die Bundesstaaten, dass in den Vereinigten Staaten eine neue, in den Vereinigten Staaten entstandene, Variante sich ausgebreitet haben könnte. Dieses könnte den Anstieg an Infektionszahlen erklären, wenn die Variante 50 % ansteckender sein sollte.[32] (Fortsetzung: 8. Januar 2021)

Moncef Slaoui als einer der Leiter der Operation Warp Speed zur Impfstoffverteilung besprach in der Sendung Face the Nation Strategien die Impfungen voranzubringen. Slaoui lehnte eine in Großbritannien begonnene Impfstrategie ab, bei der nur die erste der zwei Impfungen verabreicht wurde. Allerdings sei seine Operation mit Moderna und der FDA im Gespräch, ob es genügen würde nur eine halbe Impfstoffdosis zu geben, statt einer vollen.[33]

Neue Mitglieder des Repräsentantenhauses und Senatoren des 117. Kongresses der Vereinigten Staaten legten ihren Amtseid ab und die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi wurde wiedergewählt. Wegen der COVID-19-Pandemie waren keine Gäste der neuen Abgeordneten zugelassen und auf die sonst üblichen Festessen wurde verzichtet.[34]

4. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Debatte um mögliche Streckungen der Impfstoffkapazitäten traten Vertreter der Food and Drug Administration (FDA) an die Öffentlichkeit. Der Leiter der Behörde Stephen Hahn und der Leiter der FDA-Impfstoffabteilung Peter Marks wandten sich gegen die Ideen nur eine Dosis zu verabreichen, nur halbe Dosen zu geben, oder unterschiedliche Impfstoffe für die erste Impfung und die zweite zu verwenden. Dies Ansätze würden nicht von den bekannten wissenschaftlichen Daten unterstützt.[35]

Nach einem am 4. Januar 2021 verfassten Bericht der Centers for Disease Control and Prevention fiel die Grippe in diesem Jahr sehr gering aus. Es waren für den Zeitraum 29. September bis 28. Dezember 2020 1.016 Grippefälle erfasst worden. Im selben Zeitraum 2019 waren es 65.000 Grippefälle gewesen. Zurückgeführt wurde das auf praktiziertes soziales Distanzieren, und auf Rekordwerte bei der Grippeimpfung.[36]

Die National Collegiate Athletic Association (NCAA) teilte mit, dass die Herren-Basketball-Meisterschaft im Hochschulsport March Madness 2021 in einer Art Blase stattfinden werde. Die 68 teilnehmenden Mannschaften sollten in Hotels um das Indiana Convention Center untergebracht werden und das Zentrum als Trainingseinrichtung dienen. Die Spiele sollten größtenteils in Indianapolis und einige in Bloomington und West Lafayette stattfinden.[37]

  • Arizona: Der Bundesstaat hatte vom 29. Dezember 2020 bis zum 4. Januar 2021 57.119 Ansteckungen erfasst und hatte damit 121,8 Neufälle pro hunderttausend Einwohnern. Es war damit weltweit die Region mit den meisten COVID-19-Neufällen im Verhältnis zu Einwohnern. Zweitplatziert war das im Westen angrenzende Kalifornien (97,8 Infektionen/100.000 Einwohner). Der zum Vergleich meistbetroffene Staat, Tschechien, wies durchschnittlich im selbem Zeitraum 93,4 Ansteckungen/100.000 Einwohner aus. Die Vereinigten Staaten als Ganzes hatten einen Wert von 64,8 Infektionen auf hunderttausend Einwohner. Arizona hatte diese unrühmliche Position schon einmal am 7. Juli 2020 innegehabt.[38]
  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis drohte bei einer Pressekonferenz im Seminole County Krankenhäusern, dass solche, die nicht schnell genug impften, ihre Impfstofflieferungen verlieren könnten.[39]
  • Kalifornien: Die Emergency Medical Services Agency (EMS) des Los Angeles County wies Besatzungen von Krankenwagen an, Sauerstoff nur noch an Patienten mit einer Sauerstoffsättigung von unter 90 % zu geben, um der Verknappung von Sauerstoff entgegenzuwirken. Bereits in der Vorwoche waren Krankenwagenbesatzungen von der EMS angewiesen worden, Patienten mit einem Kreislaufstillstand, bei den der Herzschlag nicht innerhalb von 20 Minuten wiederhergestellt werden kann nicht mehr zu transportieren. Der County hatte zu diesem Zeitpunkt 7.600 COVID-19-Patienten, von denen 21 % intensivmedizinisch betreut werden mussten. Etwa alle Viertelstunde starb ein Bewohner des L.A. County an COVID-19. Die Gesundheitsbehörden erwarteten trotz der hohen Belastung des Gesundheitssystems das Eintreten des durch Weihnachts- und Silvesterfeierlichkeiten verursachten Anstiegs von Fällen, Hospitalisierungen und Toten in den nächsten Tagen und Wochen.[40]
  • New York: Im Bundesstaat New York wurde im Saratoga County die ansteckendere Variante des SARS-CoV-2-Virus B.1.1.7 festgestellt. Die Variante war erstmals im Vereinigten Königreich festgestellt worden und Ende Dezember 2020 bereits in Colorado, Kalifornien und Florida gefunden worden.[41] In der gleichen Pressekonferenz, in der Gouverneur Cuomo die neue Variante meldete, kündigte er auch ein Gesetz an, nachdem Betreiber von Impfstellen im Staat New York strafrechtlich belangt werden könnten, wenn sie Personen impfen, die noch nicht an der Reihe sind.[42]

5. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Vereinigten Staaten an diesem Dienstag die Marke von 21 Millionen Gesamtfällen seit Januar 2020 überschritten wurden Rekordwerte bei COVID-19-Patienten in Krankenhäusern (mehr als 131.100) und Todesfällen (mehr als 3.770) erreicht. Von den laut Operation Warp Speed bis zum Abend ausgelieferten mehr als 19 Millionen Impfdosen wurden nur etwa 28 % bis dahin verabreicht. Gouverneure in den Bundesstaaten ergriffen Maßnahmen, um die Impfraten zu steigern. Gouverneur Larry Hogan in Maryland und Gouverneur Roy Cooper in North Carolina etwa aktivierten die Nationalgarde ihrer Bundesstaaten, in Arizona wurde ein Training der Nationalgarde für Impfungen angeordnet.[43]

Im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten kam es zu Auseinandersetzungen um das Tragen von Masken. Zunächst reichten der Sprecher der republikanischen Minderheit Kevin McCarthy, und die führenden Vertreter seiner Fraktion Steve Scalise und Liz Cheney eine Beschwerde bei der Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi ein, dass bei ihrer Wiederwahl zur Sprecherin am Sonntag dem 3. Januar positiv getestete Abgeordnete wie Gwen Moore zugelassen gewesen seien und damit Corona-Protokolle missachtet worden seien. Moore widersprach später schriftlich, sie sei vor Weihnachten positiv getestet worden, später aber negativ. Sie habe sich mit dem Arzt der Parlamentskammer abgestimmt. Nach der Beschwerde wollten die beiden republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene und Chip Roy ohne Masken im Plenarsaal abstimmen, obwohl Masken dort vorgeschrieben waren. Taylor Green erklärte sie sei gesund und kürzlich negativ getestet worden. Sie werde diese Regel im Übrigen bekämpfen.[44]

Die für den 31. Januar 2021 geplante 63. Verleihung der Grammy Awards wurde auf Sonntag den 14. März 2021 verschoben. Begründet wurde dies mit der sich rapide verschlechternden Situation in Los Angeles mit überlasteten Krankenhäusern.[45]

  • Georgia: Das Georgia Department of Public Health (DPH) meldete den Fall eines 18-Jährigen, bei dem die erstmals im Vereinigten Königreich beobachtete Variante B.1.1.7 des Coronavirus nachgewiesen worden war. Die Virusvariante ist ansteckender als die ursprüngliche Form und wurde zuvor in Colorado, Kalifornien, Florida und am Tag zuvor in New York festgestellt.[46]
  • Kalifornien: Bei Impfungen wurde der Bundesstaat durch die Überlastung der Krankenhäuser herausgefordert, da das medizinische Personal zur Behandlung der COVID-19-Patienten unabkömmlich war. Allein im Los Angeles County waren in den letzten sieben Tagen über tausend Angelinos gestorben. Mit nur 27 % verabreichten Impfdosen erlaubte der Gouverneur Impfungen durch Zahnarztpraxen.[43]
Das Sundance Film Festival sagte das geplante Zeigen von Filmen im Autokino-Format in Südkalifornien wegen der dortigen COVID-19-Welle ab. Die Filme sollten nun Online gezeigt werden.[47]
  • Montana: Am selben Tag, als Montana erstmals mehr als tausend Coronatote betrauerte, gab der frisch gewählte Gouverneur Greg Gianforte seine erste Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt am Montag. Er kündigte Änderungen von der COVID-19-Politik seines demokratischen Vorgängers Steve Bullock an. Er wolle klare Richtlinien erlassen, um Unternehmen Sicherheit zu geben und das Impfprogramm des Staates solle die Impfung aller Personen über 70 und Erwachsenen mit bestimmten Vorerkrankungen vorsehen. Der republikanische Gouverneur erklärte, er wolle den von seinem Vorgänger erlassene Maskenpflicht aufheben, sobald die Richtlinien erlassen seien und ausreichend geimpft sei. Er persönlich werde eine Maske tragen, aber seiner Meinung nach seien Ermutigungen effektiver als eine Pflicht.[48]
  • Ohio: Die Gesundheitsbehörden meldeten dreimal soviele COVID-Patienten wie im November und siebenmal soviele wie im Oktober 2020. Etwa tausend Patienten wurden in Ohios Krankenhäusern intensivmedizinisch betreut, etwa ein Viertel wegen COVID-19.[43]
  • Washington: Gouverneur Jay Inslee stellte einen zweiphasigen Plan zur Wiederöffnung von Unternehmen wie Restaurants vor. Die Öffnung sollte dabei von Hospitalisierungen abhängen.[49]

6. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trump-Anhänger beim Erstürmen des Kapitols.

Am selben Mittwoch, an dem Trump-Anhänger das Kapitol der Vereinigten Staaten erstürmten und besetzten[50] verloren die Vereinigten Staaten mindestens 3.865 Menschen an die Pandemie. Es war der Tag mit bis dahin den meisten Todesopfern. Es waren ungefähr 21,4 Millionen US-Amerikaner infiziert und fast 364.000 an COVID-19 verstorben.[51] Mit über 132.400 COVID-19-Patienten in den Krankenhäusern war der Höhepunkt an Hospitalisierungen des Feiertagsanstiegs erreicht worden.[52] Die Anhänger Trumps, die im Kapitol randalierten, waren weit überwiegend unmaskiert und bewegten sich dicht beieinander.[53] Während die Abgeordneten beider Kammern sich auf relativ engem Raum vor der Menge versteckt hielten, weigerten sich die republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene aus Georgia, Markwayne Mullin aus Oklahoma, Andy Biggs aus Arizona, Scott Perry aus Pennsylvania, Michael Cloud aus Texas und Doug LaMalfa aus Kalifornien trotz angebotener Masken solche zu tragen. Der Abgeordnete Mullin kommentierte, er wolle nicht politisch werden.[54] Am folgendem Sonntag sandte ein Kongressarzt eine Warn-E-Mail, nach der die Abgeordneten in dem Raum wegen der maskenlosen Abgeordneten einer Infektion mit dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten.[55]

Joe Biden, der eigentlich eine Pressekonferenz zum Stand der durch die Coronakrise beeinträchtigten Wirtschaft geben wollte, sah sich durch die Erstürmung des Kapitols gezwungen, stattdessen dazu zu sprechen. Er forderte Trump dazu auf, Stellung zu beziehen und seine Anhänger zurückzurufen.[56]

Die Food and Drug Administration (FDA) genehmigte eine Änderung auf den Packungsbeschriftungen der Impfstoffbehälter von Pfizer. Damit wurde ausgewiesen, dass jedes Behältnis eine sechste Impfdosis enthalte. Pfizer reduzierte daraufhin die Lieferungen von Impfstoffbehältern, da die vertraglichen Vereinbarungen sich auf Impfdosen und nicht auf Behälter beziehe. Diese sechste Dosis konnte aber nur durch bestimmte Injektionsspritzen. verfügbar gemacht werden, die nicht überall verfügbar waren. Hierdurch reduzierte sich die Zahl der verfügbaren Impfungen.[57]

7. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten von Amerika verzeichneten erstmals über 4.000 Todesopfer der COVID-19-Pandemie an einem Tage.[58] Insgesamt waren damit 356.229 Personen der Seuche in den USA zum Opfer gefallen. 132.370 Patienten mussten in Krankenhäusern mit COVID-19 behandelt werden, nur geringfügig weniger als bei dem Höchstwert am Vortag.[59] Die Zahl der Fälle seit Ausbruch der Pandemie betrug an diesem Donnerstag fast 21,6 Millionen.[58] nach über 266.000 erfassten COVID-19-Ansteckungen an diesem Tag.[59] Centers for Disease Control and Prevention prognostizierte bis zum Ende des Monats 405.000 bis 438.000 Tote durch COVID-19.[58]

Jerome Adams, der U.S. Surgeon General, forderte Bundesstaaten mit genug Nachschub an Impfstoffen auf, auch über die als erste Gruppe vorgesehenen Beschäftigten im Gesundheitssystem mit direkten Corona-Kontakt (Gruppe 1a) schon mit Senioren und Vorbelasteten (Gruppe 1b) zu beginnen, auch wenn die erste Gruppe nicht durchgeimpft sei. Die Vorgaben der CDC seien keine Vorschriften, sondern Richtlinien.[51]

  • Connecticut: Ned Lamont, der Gouverneur von Connecticut, teilte auf Twitter mit, dass in seinem Bundesstaat zwei Ansteckungen mit der neuen, erstmals im Vereinigten Königreich festgestellten, Coronavirus-Variante festgestellt worden waren. Zwei Personen im Alter von 15 bis 25 hatten sich mit dieser ansteckenderen Variante B.1.1.7 angesteckt. Beide Personen hatten kürzlich Reisen unternommen, im einen Fall in den Bundesstaat New York, im anderen nach Irland.[60]
  • Florida: Nachdem bekanntgeworden war, dass ein Pflegeheim in West Palm Beach Vorstandsmitglieder der Trägergesellschaft und Spender geimpft hatte, rief Rick Scott, einer der beiden Senatoren Floridas in Washington, zu Ermittlungen des Bundes wegen Missmanagement der Impfstoffe in Florida auf. Der Gouverneur Floridas war wegen der holprigen Imforganisation bereits zuvor in die Kritik geraten.[61]
  • Illinois: Als fünfter Bundesstaat nach Kalifornien, Texas, Florida, und New York verzeichnete Illinois den millionsten nachgewiesenen Fall einer COVID-19-Erkrankung. Damit waren 8 % der Bevölkerung des Bundesstaates seit Anfang März 2020 infiziert worden. Insgesamt wies Illinois 1.008.045 Ansteckungen aus, 8.757 seit dem Vortag.[62]
  • Pennsylvania: Das Pennsylvania Department of Health teilte mit, dass im Dauphin County der erste Fall einer Infektion mit der Coronavirus-Variante SARS-CoV-2 B.1.1.7 festgestellt worden war. Diese Variante war erstmals im Dezember 2020 in Großbritannien festgestellt worden und ist ansteckender als das ursprüngliche Virus. Es handelte sich um eine Person aus dem Dauphin County mit Kontakten zu internationalen Reisenden.[63]
  • Texas: Wie zuvor Colorado, Kalifornien, Florida, New York und Georgia identifiziert nun auch Texas einen Fall einer Infizierung der neueren SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7. Es handelte sich um einen Mann aus Harris County ohne Reisen in letzter Zeit.[60]

8. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Sprecher für Joe Biden teilte eine geplante Änderung der Impfstrategie mit, nachdem er am 20. Januar sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten antreten werde. Es sollen nicht mehr die Impfstoffe für die zweite Impfdosis zurückgehalten werden, sondern die verfügbaren Impfstoffe ausgeliefert werden, um eine größere Breite an Impfungen zu erreichen. Die Gruppe Bidens ging davon aus, dass mit Hilfe der Aktivierung des Defense Production Act genug Nachschub produziert werden könne, um dann später die notwendige zweite Impfung vornehmen zu können. Es solle nur eine relativ kleine Reserve zurückgehalten werden.[64]

Der Direktor der Centers for Disease Control and Prevention warnte, dass der Aufruhr am Kapitol am Mittwoch dem 6. Januar die Eigenschaften eines möglichen Superspreader-Events hätten: eine große Menge ohne Masken, die dann in das Parlamentsgebäude eindrangen. Diese befänden sich nun in Autos, Zügen und Flugzeugen auf der Heimreise.[65] Das CDC wies Berichte über eine neue in den USA entstandene Virus-Variante zurück. Es habe sich um Spekulationen in einer Diskussion mit Vertretern der Bundesstaaten gehandelt, für die es keine wissenschaftlichen Nachweise gebe.[66] Ursprung waren spekulative Anmerkungen der Koordinatorin der Coronavirus Task Force Deborah Birx in einer Präsentation gewesen, die irrtümlich in den Bericht vom 3. Januar aufgenommen wurden.[67]

In der National Hockey League (NHL) wurden die beiden auf den 19. Januar 2021 angesetzten Eröffnungsspiele der Eishockey-Saison der Dallas Stars gegen die Florida Panthers und Tampa Bay Lightning verlegt. Bei den Stars waren sechs Spieler und zwei Mitglieder des Trainerstabes positiv auf Corona getestet worden.[68]

  • Colorado: Die Epidemiologin des Bundesstaates Rachel Herlihy teilte mit, dass sich in Colorado Anzeichen für den Feiertags-Anstieg zeigten. Man ging davon aus, dass etwa jeder 105. Einwohner des Staates ansteckend sei.[65]
  • Connecticut: Gouverneur Ned Lamont teilte in einer Pressekonferenz mit, dass der Bundesstaat als erster Bundesstaat alle Insassen von Pflegeheimen zumindest mit der ersten Impfdosis geimpft hatte.[69]
  • Kentucky: Gouverneur Andy Beshear teilte mit, dass Kentucky einen merkbaren Anstieg von Fällen und der Positivrate nach den Feiertagen verzeichne.[65]
  • Kalifornien: Die Lage im Los Angeles County, wo zu diesem Zeitpunkt etwa jede achte Minute ein Mensch an COVID-19 starb, führte zu neuen Richtlinien für die Krankenhäuser in der Trägerschaft des County. Die Richtlinien gaben Anweisungen, wie Beauftragte für eine Triage zu ernennen sind.[70]

9. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten nach der Datenbank der Johns Hopkins University 22,1 Millionen Fälle von COVID-19 und überschritten dabei die Schwelle von 22 Millionen erfassten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie. Zugleich waren seit dem Beginn des Jahres damit mehr als zwei Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten mit dem Corona-Virus infiziert worden. 372.428 Einwohner der USA waren an COVID-19 gestorben, mehr als 24.000 davon seit dem Jahreswechsel.[71]

  • Minnesota: Die Gesundheitsbehörden Minnesotas teilten mit, dass fünf Fälle von Ansteckungen mit der neuen SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 in vier Countys des Bundesstaates im Mittleren Westen festgestellt worden waren. Es handelte sich um Personen im Alter zwischen 15 und 37 Jahren. Zwei waren international gereist, eine Person war nicht verreist bei den übrigen zwei Fällen war das Reiseverhalten noch nicht bekannt. Die Personen waren zwischen dem 16. Dezember 2020 und dem 31. Dezember 2020 an COVID-19 erkrankt.[72]

10. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Leiter der Food and Drug Administration Scott Gottlieb forderte am Sonntag in der Sendung Face the Nation auf CBS News dazu auf, die Impfstrategie vollkommen zu überdenken. Sie würde nicht funktionieren. Zurzeit lägen etwa 40 Millionen Impfdosen in den Lagern. Bund und Bundesstaaten gäben sich gegenseitig die Schuld, weshalb diese Dosen nicht in die Arme der Bürger kämen. Für den Bürger sei es dabei unerheblich, wer schuld sei. Scott forderte dazu auf, für weitere Kanäle zur Verabreichung der Impfstoffe zu sorgen, wie Nutzung von Bundesgebäuden.[73]

In der NBA wurde ein Basketball-Spiel zwischen den Boston Celtics und Miami Heat verlegt, nachdem zusätzlich zu zwei verletzungsbedingten Ausfällen sieben Spieler aus Miami wegen COVID-19-Kontakten nicht eingesetzt werden konnten.[74]

11. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mitglied des US-Repräsentantenhauses Bonnie Watson Coleman aus New Jersey teilte mit, dass sie mit einem Schnelltest positiv auf den SARS-CoV-2-Virus getestet worden sei. Sie habe wegen einer Warnung, dass es beim Angriff auf das Kapitol am 6. Januar zu Ansteckungen unter den Abgeordneten gekommen sein könne, sich testen lassen.[76]

Die NBA sagte zwei Spiele ab. Das Basketball-Spiel zwischen den New Orleans Pelicans und den Dallas Mavericks an diesem Montag musste abgesagt werden, nachdem die Mavericks nicht genug Spieler aufbieten konnte. Das Spiel zwischen den Boston Celtics und den Chicago Bulls am Dienstag den 12. Januar folgte den anhaltenden Ausfällen bei den Celtics.[77]

  • Alabama: Nachdem im College Football die Alabama Crimson Tide die Ohio State Buckeyes 52:24 geschlagen hatte, versammelten sich trotz gegensätzlicher Corona-Warnungen zahlreiche Fans in Tuscaloosa, um den Sieg zu feiern.[78]
  • Illinois: Die öffentlichen Schulen in Chicago öffneten erstmals seit März wieder für regulären Unterricht in Klassenräumen - zunächst für Schüler der Jahrgangsstufe Prä-Kindergarten und für Schüler mit besonderen Bedürfnissen.[79]
  • Indiana: Die Gesundheitsbehörden meldeten, dass CDC auch in Indiana einen Fall der neuen SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 festgestellt hatte.[80]
  • Kalifornien: Der Westküstenstaat verzeichnete erstmals mehr als 30.000 Todesopfer der Pandemie. Etwa ein Drittel der Opfer waren innerhalb des letzten Monats an COVID-19 gestorben. Im Wochendurchschnitt waren zuletzt täglich 476 Kalifornier der Seuche zum Opfer gefallen. Der bevölkerungsreichste County des Staates und der USA, Los Angeles County, überschritt dabei 12.000 Tote und 900.000 Fälle.[81]
Ungeachtet steigender COVID-19-Zahlen begannen Hollywood-Studios Film- und Fernsehproduktionen wieder aufzunehmen.[82]
Der Gouverneur von Kalifornien teilte mit, dass zwei Gorillas im San Diego Zoo positiv auf das Virus getestet worden seien. Ein dritter zeige COVID-19-Symptome. Die Tiere befänden sich gemeinsam in Quarantäne und zeigten nur milde Symptome wie Niesen. Es war der weltweit erste Fall einer nachgewiesenen COVID-19-Erkrankung bei Menschenaffen.[83]
  • Oregon: Dem Abgeordneten im Repräsentantenhaus des Bundesstaates Mike Nearman wurde die Mitgliedschaft in Ausschüssen entzogen und eine Geldbuße von $ 2000 auferlegt. Er hatte am 21. Dezember 2020 randalierende Demonstranten gegen Corona-Beschränkungen in das Parlamentsgebäude eingelassen. Nearman wurde auch aufgefordert zurückzutreten.[84] (Fortsetzung: 10. Juni 2021)
  • Texas: Der Lone Star State verzeichnete 14.218 COVID-19-Patienten in den Krankenhäusern. Der Wert war der bislang höchste und sollte auch auf dem Höhepunkt der Sommerwelle am 25. August 2021 knapp nicht erreicht werden.[85]

12. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten 4.475 COVID-19-Todesopfer. Es war der Höhepunkt an Coronatoten in den USA und ein weltweiter Höchstwert, der erst am 19. Mai 2021 durch Indien übertroffen werden sollte.[86]

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) änderten die Richtlinien zur Impfung. Nun sollten nicht zunächst Angestellte im Gesundheitssystem zuerst geimpft werden, stattdessen wurde die erste Gruppe um Personen im Alter von mindestens 65 Jahren oder mit risikoerhöhenden Vorerkrankungen wie Diabetes erweitert. Grund für die Änderung war, dass die Konzentration auf Beschäftigte im Gesundheitswesen zu Engpässen geführt habe. Operation Warp Speed änderte ebenfalls die Impfstrategie. Nun sollte nicht mehr die Hälfte des Impfstoffs für die Auffrischung zurückgehalten werden.[87] Mit den Änderungen wurden von Joe Biden angekündigte Änderung in der Impfstrategie von der Trump-Administration übernommen.[88] (Fortsetzung: 15. Januar 2021) CDC kündigte auch an, dass ab dem 26. Januar 2021 Reisende auf internationalen Flügen einen höchstens drei Tage alten negativen Corona-Test nachweisen müssten.[89]

Dem Übergangs-Team von Joe Biden wurde Zugang zu regelmäßigen Sitzungen der Operation Warp Speed eingeräumt. Dieser Zugang war zuvor verweigert worden.[90] Der wissenschaftliche Leiter der Operation Warp Speed Moncef Slaoui reichte auf Bitte des Teams von Biden seinen Rücktritt ein. Er wollte noch dreißig Tage nach der Machtübergabe am 20. Januar 2021 der Regierung unter Joe Biden zur Verfügung stehen, aber nicht mehr die Operation leiten.[91]

Mit Schreiben vom 12. Januar 2021 erklärte Gesundheitsminister Alex Azar seinen Rücktritt. Er begründete in mit der Rhetorik des Präsidenten nach der Präsidentschaftswahl, insbesondere vor der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar. Wegen der anhaltenden Pandemie und der Notwendigkeit Impfstoffauslieferungen zu organisieren, erklärte Azar, er wolle bis zur Amtsübergabe am 20. Januar 2021 im Amt bleiben. Azar war nicht das erste oder einzige Kabinettsmitglied, das deswegen zurücktrat[92] (siehe Kabinett Trump).

Das Mitglied des Repräsentantenhauses Pramila Jayapal teilte an diesem Dienstag mit, das sie wie die Abgeordnete Bonnie Watson Coleman am Montag positiv getestet wurde. Sie warf anderen Abgeordneten vor, dass sie hieran schuld seien, da sie am 6. Januar, während die Kongress-Abgeordneten wegen des Angriffs auf das Kapitol für fünf Stunden in einem sicheren Raum waren, keine Masken getragen hatten.[93] Auch der Abgeordnete Brad Schneider aus Illinois teilte mit, dass er positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden sei. Auch er warf den maskenlosen Abgeordneten Fahrlässigkeit vor.[94] Eine der Republikaner ohne Maske, Marjorie Taylor Greene, wies auf Fox News die Kritik zurück. Ungeachtet der Tatsache, dass es asymptomatische Überträger von COVID-19 gibt, erklärte sie, die Vorwürfe seien verrückt. Sie und die anderen fünf Republikaner hätten keine Symptome gezeigt und Gesunde würden das Virus nicht übertragen.[95]

Anthony Fauci äußerte sich zu der erstmals in Südafrika identifizierten ansteckenderen SARS-CoV-2-Variante 501Y.V2 (B.1.351). Er bezeichnete diese Variante als besorgniserregend. Man wisse nicht, ob diese Variante sich auf die Wirksamkeit von monoklonalen Antikörper-Therapien oder der Impfstoffe auswirke. 501Y.V2 war zu diesem Zeitpunkt in den Vereinigten Staaten noch nicht nachgewiesen worden, im Gegensatz zur Variante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden war und bei der 72 Fälle in den USA bekannt waren.[96] 501Y.V2 war erstmals am 18. Dezember 2021 in Südafrika gemeldet worden und war nun die dort vorherrschende Variante.[97]

Ein fünftes Basketball-Spiel in der NBA wurde wegen COVID-19 verlegt, nachdem am 23. Dezember, 10. Januar und 11. Januar Spiele wegen der Pandemie abgesagt werden mussten. Das Spiel zwischen den Boston Celtics und Orlando Magic musste ausfallen, da Boston wegen COVID-19-bedingten Ausfällen zum dritten Mal nicht genug Spieler aufbieten konnte.[98]

  • New York: Es wurde durch den Gouverneur angeordnet, dass im Bundesstaat New York sich nun auch Personen im Alter ab 65 impfen lassen konnten. Dies erweiterte den Personenkreis um etwa 7 Millionen Personen, wobei laut Gouverneur Cuomo der Bundesstaat monatlich nur etwa 300.000 Impfdosen erhalte.[99]
  • Oregon: Gouverneurin Kate Brown ordnete an, dass ab dem 23. Januar 2021 Personen ab 65 und Beschäftigte in Schulen sich impfen lassen können.[100]

13. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Mittwoch überschritten die Vereinigten Staaten die Grenze zu 23 Millionen erfassten COVID-19-Fällen seit Ausbruch der Pandemie. Zugleich hatten sich in den ersten 13 Tagen drei Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten mit dem Coronavirus infiziert.[101]

Es wurden Einzelheiten zu den Feierlichkeiten um die Amtseinführung von Joe Biden als Präsidenten der Vereinigten Staaten am 20. Januar 2021 bekannt. Mit Rücksicht auf die Pandemie und auch Sicherheitswarnungen nach dem Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021 wurde auf Live-Veranstaltungen weitgehend verzichtet und große Teile der Feierlichkeiten sollten sollten online stattfinden.[102]

Forscher der Ohio State University teilten mit, dass sie zwei neue Coronavirus-Varianten identifiziert hatten, die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten haben könnten. Die Variante COH.20G/501Y könnte ansteckender sein als der ursprüngliche Virus und sei der in Columbus (Ohio) nun vorherrschende Typ.[103]

  • Kalifornien: Der Personenkreis, der geimpft werden konnte, wurde in Kalifornien auf alle Personen im Alter von 65 oder älter ausgeweitet. Eine Ausnahme war Los Angeles County, das wegen der besonderen Betroffenheit weiterhin zuerst die etwa 500.000 Beschäftigten im Gesundheitssystem bevorzugte.[104] Schätzungen der Gesundheitsbehörde des Countys gingen dahin, dass etwa ein Drittel aller Bewohner des Los Angeles County sich bislang im Lauf der Pandemie mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert hatten.[105]
  • Wisconsin: Die ansteckendere Variante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien beobachtet worden war, wurde bei einer Person im Eau Claire County nachgewiesen.[106]

14. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Biden stellte ein Paket von Hilfsmaßnahmen im Wert von 1,9 Billionen US-Dollar vor, um der Gesundheits- und der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken.[107] Ein Kernpunkt ist die Zahlung von 1.400 Dollar an US-Bürger. Eine solche Zahlung war von dem bald abgelösten Senatsmehrheitsführer Mitch McConnell noch abgelehnt worden, der baldige Mehrheitsführer Chuck Schumer hatte aber bereits Unterstützung ausgedrückt.[108] Weiter waren vorgesehen eine Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung, eine Erhöhung des Mindestlohns, Unterstützungen für Bundesstaaten und Gemeinden, Gelder für Schulen und höhere Bildungseinrichtungen, sowie die Finanzierung eines nationalen Impfprogramms.[109]

Das Mitglied des Repräsentantenhauses Adriano Espaillat teilte mit, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden war.[110]

Der Vorsitzende der Federal Reserve Bank Jerome Powell äußerte in einem Interview, dass eine vollständige wirtschaftliche Erholung der Wirtschaft nicht erfolgen würde, bevor die COVID-19-Pandemie unter Kontrolle sei. Wegen der Stimulusgesetze des Kongress und den Maßnahmen der Zentralbank würde die Erholung zum Stand vor der Pandemie aber schneller erfolgen als erwartet worden sei.[111]

Präsident Trump übersandte an den Kongress eine Liste von Einsparungsvorschlägen. Dies umfasste unter anderem die Streichung von 4 Milliarden Dollar für die internationale Impfinitiative GAVI. Es wurde nicht erwartet, dass der Kongress diese Vorschläge aufgreift.[112]

Der wöchentliche Arbeitsmarktbericht für die erste volle Woche im Jahr 2021 (2. Januar bis 9. Januar) wurde veröffentlicht. Danach hatten nach jahreszeitlicher Bereinigung 965.000 Personen Anträge für Arbeitslosenunterstützung gestellt, 165.000 mehr als die 800.000, die prognostiziert worden waren. Es war die höchste gemeldete Zahl seit dem Bericht vom 22. August 2020.[113] Ohne jahreszeitliche Bereinigung waren es über eine Million Antragsteller.[114] Hinzu traten Personen, die Anträge auf Unterstützung aus Ende Dezember bis zum März verlängerten Unterstützungsprogrammen gestellt hatten, obwohl deren Anzahl zurückgegangen war. Fortlaufende Anträge auf Arbeitslosenunterstützung für die am 2. Januar 2021 endenden Woche betrugen 5,27 Millionen, ein Anstieg um 199.000. Insgesamt bezogen 18,4 Millionen Personen die eine oder andere Form der Unterstützung. Besonders betroffen von steigenden Arbeitslosenzahlen waren Bundesstaaten mit starken Beschränkungen zur Pandemiebekämpfung (Illinois, Kalifornien, New York), aber auch einige Staaten mit geringen Beschränkungen (Texas, Florida).[113] Beeinflusst wurden die Antragszahlen aber auch durch die relativ späte Verlängerung der Hilfsprogramme im Dezember 2020.[114] Die Aktienmärkte reagierten nur wenig auf diese Zahlen, da ein Billion-Dollar-Hilfsprogramm nach der Machtübernahme durch Joe Biden am 20. Januar 2021 erwartet wurde.[113]

15. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Biden stellte an diesem Freitag seinen Plan vor, mit dem die Impfungen nach seiner Machtübernahme beschleunigt werden sollten. Neben der verstärkten Einbindung von Apotheken wollte Biden die Nationalgarde und die Federal Emergency Management Agency (FEMA) aktivieren. FEMA und Nationalgarde sollten 100 Impfzentren in den gesamten Vereinigten Staaten errichten, durch die Einbindung von Apotheken sollte dabei sichergestellt werden, dass niemand weiter als ein paar Meilen von seinem Wohnort eine Impfstelle habe. Am Ende des ersten Monats im Amt sollten die Zentren errichtet sein und von dort monatlich hundert Millionen Amerikaner geimpft werden. Die tatsächlichen Impfungen waren hinter den Plänen der Trump-Regierung zurückgeblieben bis Ende 2020 20 Millionen US-Amerikaner zu impfen. Bis sechs Uhr abends Ostküstenzeit an diesem Freitag waren erst 12,7 Millionen in den USA geimpft worden.[117] Das Übergangsteam Bidens teilte mit, dass der bisherige Leiter der Operation Warp Speed Moncef Slaoui durch den ehemaligen Leiter der Food and Drug Administration David A. Kessler abgelöst werden würde. Die Impfstofflieferungskampagne der Regierung würde wegen der unterschiedlichen Organisation auch einen anderen Namen erhalten. Der logistische Leiter von Operation Warp Speed General Gustave Perna würde weiter tätig bleiben.[118]

Die Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) warnte, dass die erstmals im Vereinigten Königreich im Dezember 2020 nachgewiesene SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 sich im frühem Jahr 2021 in den Vereinigten Staaten ausbreiten werde und bis März die vorherrschende Variante werden könne. B.1.1.7 ist eine Mutation des Coronavirus, die ansteckender ist als der ursprüngliche Virus. Zu diesem Zeitpunkt waren laut CDC 76 Fälle nachgewiesen, die zu einem nicht unerheblichen Teil nicht die Vereinigten Staaten verlassen hatten.[119]

Das US-Außenministerium erklärte in einer Mitteilung, dass es nicht näher genannte neue Informationen über den Beginn des COVID-19-Ausbruchs in Wuhan erhalten habe. Das Virus könne über einen Laborunfall in Umlauf geraten sein, bei dem nur einige asymptomatische Personen infiziert worden seien, so dass scheinbar das Muster eines natürlichen Ausbruchs vorlag.[120]

Floridas Gouverneur Ron DeSantis sprach in Texas vor einer Zusammenkunft der Texas Public Policy Foundation, einem eher konservativen Think Tank. In der Ansprache, die als Positionierung für eine Kandidatur in der Präsidentschaftswahl 2024 gesehen wurde, kritisierte er Internetunternehmen für die Blockierung der Soziale-Medien-Konten von Donald Trump nach dem Angriff auf das Kapitol am 6. Januar und die erzwungene Schließung der Plattform Parler. DeSantis verteidigte auch seine COVID-19-Politik und kritisierte andere Bundesstaaten für deren Lockdowns. Er behauptete, Florida würde nach der Pandemie besser aus den Startlöchern kommen. Er verteidigte auch seine Impfstrategie, die den ursprünglichen Empfehlungen der CDC zuwiderlief. Er erklärte, er werde nicht auf Fachleute hören, wenn sie falsch lägen.[121][122]

In der Washington Post erschien an diesem Freitag ein Bericht, dass entgegen Aussagen des US-Gesundheitsministeriums vom 12. Januar keine zusätzlichen Impfdosen ausgeliefert werden könnten, weil die Lager bereits leer seien.[123] Zahlreiche Gouverneure von Oregon bis Michigan kritisierten darauf die Bundesregierung, da sie sich falsch informiert sahen und sie ihre Impfstrategien darauf eingestellt hatten. Gesundheitsminister Alex Azar antwortete, der Bericht sei irreführend. Bis Dezember habe eine Reserve für Auffrischungsimpfungen bestanden, diese sei aber bereits Ende Dezember ausgeliefert worden.[124]

Die USA erreichten an diesem Freitag die Zahl von 10,2 Millionen gegen den SARS-CoV-2-Virus geimpfter Personen. Als Ziel war durch die Trump-Administration 20 Millionen bis Silvester 2020 ausgegeben worden.[125]

  • Illinois: Bei Untersuchungen von Blutproben wurde an der Northwestern University Feinberg School of Medicine die ansteckendere Corona-Variante B.1.1.7 bei einem Einwohner Chicagos nachgewiesen. Die positiv getestete Person hatte Großbritannien und den Nahen Osten bereist.[126]
  • Oregon: Es wurde gemeldet, dass bei jemandem aus dem Multnomah County die Coronavirus-Variante B.1.1.7 festgestellt worden war. Die Person hatte keine Reisen in letzter Zeit unternommen.[127]
  • Utah: Die Gesundheitsbehörden meldeten, dass bei einem Mann im Salt Lake County die Virus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden war. Der Mann hatte den Bundesstaat vor der Ansteckung soweit bekannt noch verlassen.[128]

16. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Bidens zukünftiger Stabschef Ron Klain stellte die für die ersten Tage nach dem Amtsantritt Bidens geplanten Maßnahmen vor. So solle am ersten Tag unter anderem eine Maskenpflicht in Bundesgebäuden und für den interstaatlichen Verkehr angeordnet werden. Ein Moratorium auf Räumungsklagen sollte verlängert werden. Am zweiten Tag waren Richtlinien zur sicheren Öffnung von Schulen und Geschäften und klarere Gesundheitsrichtlinien geplant. Für den dritten Tag seien Anweisungen an das Kabinett geplant, für Entlastungen von Familien zu sorgen.[129]

  • Kalifornien: Der mit etwa 10 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste County, Los Angeles County, meldete an diesem Sonnabend 1.003.923 COVID-19-Fälle seit Ausbruch der Pandemie. Es war damit das erste County in den Vereinigten Staaten, das über eine Million Infektionen verzeichnete. Los Angeles County befand sich in einer Infektionswelle, die im frühen November begonnen hatte, nachdem einige Corona-Regulierungen heruntergefahren worden waren.[130] L.A. County hatte damit in absoluten Zahlen mehr Infektionen verzeichnet als das zweitplatzierte Cook County (429.270 Fälle) und das drittplatzierte Maricopa County (407.631 Fälle) zusammen. Allerdings hatte es auch mehr Einwohner, als diese beiden zusammen (Cook County: 5,2 Millionen, Maricopa County: 4,2 Millionen).[131] Über 7.500 Patienten mussten in den Krankenhäusern in Los Angeles County mit COVID-19 behandelt werden. 13.741 Angelenos waren an COVID-19 gestorben. Gleichzeitig meldete das County den ersten Fall der Variante B.1.1.7, die ansteckender war und erstmals 2020 in Großbritannien beobachtet worden war. Kalifornien als Ganzes näherte sich mit 2,9 Millionen Fällen der 3-Millionen-Marke und lag vor Texas (etwa 2 Millionen) und Florida (1,5 Millionen).[130]
  • Michigan: Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates teilten mit, dass der erste Fall einer Infizierung mit der erstmals in Großbritannien identifizierten Variante B.1.1.7 des Coronavirus in Michigan festgestellt worden sei. Es handelte sich um eine Frau im Washtenaw County, die kürzlich das Vereinigte Königreich bereist hatte.[132]
  • Wyoming: Ein Mann im Teton County war als erster Fall einer Infektion mit der SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 identifiziert worden. Dies teilten die Gesundheitsbehörden Wyomings am Morgen mit.[133]

17. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sendung Meet the Press auf NBC News trat der Leiter des National Institute of Allergy and Infectious Diseases Anthony Fauci auf. Er teilte mit, dass es eine Frage von einer Woche, vielleicht ein paar Wochen sei, dass die Impfstoffhersteller Johnson & Johnson und AstraZeneca in der Lage seien ihre Daten für einen Antrag auf Zulassung ihrer SARS-CoV-2-Impfstoffe vorzulegen. Er habe erst an diesem Sonntagmorgen mit Gustave Perna von der Operation Warp Speed gesprochen. Es habe Missverständnisse über die Impfstoffauslieferung gegeben. Die Impfdosen für die notwendige Auffrischung seien ursprünglich zurückgehalten worden, da Unregelmäßigkeiten beim Impfstoffnachschub befürchtet worden seien. Der Nachschub sei aber nun gesichert und regelmäßig. Weiterhin äußerte sich Fauci zu auftretenden ansteckenderen Virus-Varianten. Über diese werde geforscht. Was klar sei, sei, dass derartige Varianten mehr Infektionen bedeuten würden, mehr Infektionen bedeuteten mehr Hospitalisierungen, dies bedeute mehr Todesopfer. Es sei wichtig die bisherigen Bemühungen zur Eindämmung wie Masketragen, Hygiene, und soziale Distanzierung zu verstärken. Es sei auch wichtig zur Eindämmung dieser Varianten Impfskeptizismus zurückzustellen.[134] Der baldige Stabschef im Weißen Haus Ron Klain trat in der Sendung State of the Union auf CNN auf. Er äußerte, dass er davon ausgehe, dass weitere hunderttausend Amerikaner in den ersten fünf Wochen der Präsidentschaft Joe Bidens sterben würden. Die Trump-Administration habe Unordnung hinterlassen. Es werde schlimmer werden, bevor es besser würde, auch mit den verfügbaren Impfstoffen. Klain erklärte, dass die von Biden angestrebte Verabreichung von 100 Millionen Impfdosen in den ersten hundert Tagen der Amtszeit machbar sei und man auf dem Weg dorthin sei.[135] Rochelle Walensky, Bidens Kandidatin für die Leitung der Centers for Disease Control and Prevention, äußerte in der Sendung Face the Nation auf CBS, dass genug Impfstoffe verfügbar seien, um das Ziel von 100 Millionen Impfungen zu erreichen.[136] Walensky prognostizierte aber auch 500.000 Corona-Tote bis Mitte Februar 2021.[137] In derselben CBS-Sendung äußerte sich auch der ehemalige Leiter der Food and Drug Administration (FDA) Scott Gottlieb optimistisch bezüglich dieses Ziels von 100 Millionen Impfungen. Bidens Pläne würden seiner Meinung nach Sinn machen.[136]

Es wurde bekannt, dass das Gesundheitsministerium der Vereinigten Staaten ein Privatunternehmen mit der Überprüfung der Wirksamkeit von Corona-Tests beauftragt hatte, einer Aufgabe, die sonst von der FDA wahrgenommen wird. Es war der letzte Schritt in Auseinandersetzungen zwischen dem Gesundheitsministerium und der FDA.[138]

  • Florida: Es wurde bekannt, dass gegen die ehemals für die Gesundheitsbehörden Floridas tätige Computerspezialistin Rebekah Jones ein Haftbefehl erlassen worden war. Sie war entlassen worden, nachdem sie der Regierung Floridas unter Ron DeSantis Manipulation von COVID-19-Zahlen vorgeworfen hatte. Am 7. Dezember 2020 war es in ihrer Wohnung in Tallahassee bereits zu einer Wohnungsdurchsuchung gekommen. Der Haftbefehl soll sich auf andere Vorwürfe stützen. Jones sah dies als weiteren Versuch sie einzuschüchtern und mundtot zu machen. Sie kündigte auf Twitter an sich am Sonntagabend den Behörden zu stellen.[139]
  • Kalifornien: Im Los Angeles County wurden Bestimmungen zur Luftreinhaltung für Krematorien zeitweise ausgesetzt. Hierdurch sollten die Krematorien in die Lage versetzt werden Rückstände bei der Leichenverbrennung zu beenden.[140]
  • Massachusetts: Es wurde der erste Fall einer COVID-19-Erkrankung mit dem erstmals in Großbritannien beobachteten Coronavirus-Variante B.1.1.7 in Massachusetts gemeldet. Es handelte sich um eine Bostonerin in den Zwanzigern, die kurz zuvor das Vereinigte Königreich besucht hatte und vor der Reise negativ getestet worden war.[141]

18. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die USA überschritten an diesem Montag 24 Million COVID-19-Fälle seit dem Beginn der Pandemie.[142] Hierbei hatten die Vereinigten Staaten innerhalb der letzten sieben Tage 1,5 Millionen Neuinfektionen festgestellt, 11 % weniger als in der Vorwoche. In 35 Bundesstaaten gingen die Fallzahlen zurück. Dies wurde als mögliche Zeichen für ein Abflachen der Kurve gesehen.[143] Knapp 400.000 Menschen waren in den Vereinigten Staaten an COVID gestorben.[142]

Präsident Trump kündigte per Proklamation an, die USA würden am 26. Januar 2021 Reisebeschränkungen mit Brasilien, der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich aufheben. An dem Tag traten Richtlinien des Centers for Disease Control and Prevention in Kraft, dass bei der Einreise ein negativer Coronatest vorzuweisen sei. Laut Proklamation werde bei diesen drei Parteien darauf vertraut, dass sie die Richtlinie befolgen. Die Pressesprecherin Joe Bidens, der am 20. Januar 2021 das Amt des Präsidenten übernahm, erklärte, dass es nicht die Zeit sei Reisebeschränkungen aufzuheben. Die neue Regierung werde die Proklamation daher rückgängig machen.[144]

Abschiedsrede von Melania Trump.

Die First Lady Melania Trump veröffentlichte ein Video mit einer Abschiedsrede. Unter anderem erwähnte sie Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und dankte essentiellen Beschäftigten wie Angestellten im Gesundheitswesen und Lastwagenfahrern. Sie rief dazu auf Geduld und gesunden Menschenverstand aufzubringen, um besonders bedrohte Bevölkerungsgruppen zu schützen, bis genug Impfstoffe verfügbar seien.[145]

  • Kalifornien meldete 33.623 registrierte COVID-Tote und 3.005.830 registrierte COVID-19-Fälle seit dem 26. Januar 2020. Kalifornien war damit der erste Bundesstaat mit über 3 Millionen Ansteckungen. Die Zahl der Krankenhauspatienten mit COVID-19 war leicht auf 21.000 gefallen und der Anteil positiver Testergebnisse betrug nun 12 % (nach 14 % in der Vorwoche).[146]
Die Gesundheitsbehörden Kaliforniens warnten vor einer Charge von Moderna-Impfdosen. In einem Krankenhaus in San Diego waren es bei mehreren Patienten nach Impfungen aus dieser Charge Reaktionen beobachtet worden, die behandelt wurden.[147]

19. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Tag vor dem Amtsübergang von Präsident Trump zu Präsident Biden erfasste die Datenbank der Johns Hopkins University 400.022 Todesopfer der Pandemie in den Vereinigten Staaten. Hatte es dabei sechzehn Wochen gedauert, bis die USA die ersten hunderttausend Opfer erfasst hatte, waren die Toten von 300.000 bis 400.000 innerhalb eines Zeitraums von weniger als fünf Wochen der Pandemie zum Opfer gefallen. COVID-19 war die führende Todesursache. Zum ersten Mal seit 1920 war damit in den Vereinigten Staaten eine Infektionskrankheit führende Todesursache.[149] Die offiziell ausgewiesenen COVID-19-Toten stellten dabei nach einer Studie aus dem Oktober 2020 nur 67 % der Übersterblichkeit dar, die durch COVID-19 verursachten Todeszahlen waren daher höher.[150] Besonders betroffen waren Minderheiten. So hatte sich in der Folge der Pandemie der Abstand der durchschnittlichen Lebenserwartung zwischen weißen Amerikanern und Afroamerikanern um 40 % auf über fünf Jahre ausgedehnt.[149]

Joe Biden und Kamala Harris bei der COVID-19-Gedenkveranstaltung.

Joe Biden traf aus Delaware kommend einen Tag vor der Amtsübernahme in Washington, D.C. ein. Zu Sonnenuntergang hielten er und Kamala Harris, sowie deren Ehepartner eine Zeremonie zum Gedenken an die nun über 400.000 COVID-19-Toten in den Vereinigten Staaten am Lincoln Memorial ab. Der Teich vor dem Gebäude wurde hierzu von 400 Lampen beleuchtet. Gleichzeitig beleuchteten hunderte von Ortschaften in den Vereinigten Staaten Gebäude, unter anderem das Empire State Building in New York und die Space Needle in Seattle. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Kardinal Wilton Gregory, dem Erzbischof von Washington. Biden sprach über die Wichtigkeit der Toten zu gedenken.[151] Er sagte unter anderem:

„It's hard sometimes to remember, but that's how we heal. It's important to do that as a nation.[151]

(Es ist manchmal hart sich zu erinnern, aber das ist wie wir heilen. Es ist wichtig dies als Nation zu tun.)

Vor der Rede sang Lori Key, eine Krankenschwester in einer COVID-19-Station, Amazing Grace.[152] Die Veranstaltung schloss damit, dass Yolanda Adams Halleluja sang.[151]

Präsident Donald Trump veröffentlichte ein Video mit einer am Montag aufgezeichneten Abschiedsrede. Trump erklärte darin, er habe vollendet wofür er nach Washington gekommen sei und mehr. Er lobte darin seine Außen- und Wirtschaftspolitik. Bezüglich der Corona-Krise erklärte er, dass die Vereinigten Staaten andere Länder wirtschaftlich übertroffen hätten habe an den von ihm geschaffenen wirtschaftlichen Grundlagen gelegen. Er erklärte, dass Amerika um jedes verlorene Leben trauere, und versprach, dass im Gedenken an die verlorenen Leben das Virus ausradiert werde. Abschließend sagte Trump:

„Now, as I prepare to hand power over to a new administration at noon on Wednesday, I want you to know that the movement we started is only just beginning.“

(Jetzt, während ich mich vorbereite die Macht an eine neue Administration am Mittwochmittag zu übergeben, will ich euch wissen lassen, dass die Bewegung, die wir begonnen haben, nur der Anfang ist.)

Den Namen Joe Biden erwähnte Trump nicht.[153]

In ihrer Anhörung vor dem Senat als Kandidatin als Finanzministerin der Vereinigten Staaten erklärte Janet Yellen, dass weitere Maßnahmen notwendig seien. Sonst würde sich mittelfristig die Rezession verschlimmern. Am effektivsten sei es Gelder denjenigen zu geben, die am meisten Not litten.[154]

20. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Morgen der Amtseinführung von Joe Biden verließ Präsident Trump Washington und flog zu seinem Wohnsitz Mar-a-Lago in Florida. Er sprach kurz vor etwa zweihundert Anhängern und rühmte sich für Dinge, die er als Erfolge seiner Regierungszeit ansah. Unter anderem nannte er die Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19. Nach einem 21-Schuss-Salut startete er mit dem Hubschrauber Marine One. Er unterbrach damit eine lange Tradition von symbolischem Amtsübergang durch Teilnahme an der Vereidigung seines Nachfolgers.[155]

US-Kapitol am Morgen mit Field of Flags im Vordergrund.

Die Menschenmenge, die in anderen Zeiten an der Vereidigung von US-Präsidenten teilnimmt, war wegen der Pandemie stark reduziert worden.[156] Auf der National Mall, wo sich sonst die Menschenmenge versammelte, war ein Field of Flags installiert worden. Die fast zweihunderttausend amerikanischen Flaggen sollten für die Menschen stehen, die nicht teilnehmen konnten und symbolisierten alle Bundesstaaten und US-Territorien.[157]

Präsident Joe Biden unterzeichnet seine erste Executive Order.

Biden erließ am ersten Tag im Amt 17 Executive Orders.[158] Mit der ersten Executive Order seiner Amtszeit ordnete Präsident Biden eine Maskenpflicht und soziale Distanz in Gebäuden des Bundes, auf Land des Bundes, für Bundesangestellte und Vertragspartner des Bundes für 100 Tage an. Der Präsident wollte auch Gouverneure der Bundesstaaten persönlich anrufen und drängen Masken verpflichtend zu machen. Weitere Executive Orders des ersten Tages betrafen den Wiederbeitritt zur Weltgesundheitsorganisation, und die Wiedereinrichtung des National Security Council's Directorate for Global Health Security and Biodefense zur Koordinierung von Epidemiemaßnahmen. Trump hatte die Einrichtung 2018 aufgelöst.[159] Zum Koordinator der COVID-19-Bekämpfung erklärte Biden Jeffrey D. Zients. Andere Executive Orders betrafen wirtschaftliche Entlastungen, wie die Verlängerung eines Moratoriums auf Wohnraumräumungen und den Aufschub von Zwangsvollstreckungen aus Hypotheken, die von der Bundesregierung gehalten wurden. Rückzahlungen von Studienkrediten werden ausgesetzt.[158] Präsident Biden unterzeichnete auch ein Schreiben an die Weltgesundheitsorganisation und teilte mit, dass die USA den von Trump verfügten Austritt rückgängig machen.[160]

Rochelle Walensky trat ihr Amt als neue CDC-Direktorin an.

21. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden stellte seinen Plan zur Bekämpfung der COVID-Pandemie vor. Er erklärte:

„Our national strategy is comprehensive, it's based on science, not politics. It's based on truth, not denial, and it's detailed.“

(Unsere nationale Strategie ist umfassend, basiert auf Wissenschaft, nicht auf Politik. Sie basiert auf Wahrheit, nicht auf Realitätsverweigerung, und sie ist detailliert.)

Joe Biden äußerte, dass der Plan von Fachleuten wie Anthony Fauci entwickelt worden sei. Man werde von diesen echten Experten insgesamt mehr hören und weniger vom Präsidenten. Fachleute sollten ungehindert von Politik und politischen Konsequenzen sprechen, nur geleitet von Wissenschaft und Gesundheit. Der Beginn des Plans war eine Impfkampagne mit 100 Millionen Impfinjektionen für 50 Millionen Amerikaner in den ersten 100 Tagen.[161] Dieses Ziel wurde tatsächlich schon nach 60 Tagen erreicht.[162]

Er unterzeichnete zehn weitere Executive Orders, mit denen unter anderem der Defense Production Act zur Produktion von persönlicher Schutzkleidung wie N95-Masken, Testeinrichtungen und -Kits, sowie Rohmaterialien für Impfstoffe in Gang gesetzt wurde. Er ordnete auch die Bildung von Komitees zur Koordinierung der COVID-19-Tests und zur Datenerfassung und Präsentation in Echtzeit an. Maskentragen wurde verpflichtend in Flugzeugen, Eisenbahnen und Überlandbussen. Biden machte eine Kürzung von Kostenerstattungen für den Einsatz der Nationalgarde durch die Bundesstaaten rückgängig und ordnete die Errichtung von 100 Impfzentren durch die Federal Emergency Management Agency (FEMA) in den nächsten dreißig Tagen an. Der Schutz von Arbeitnehmern vor übereilten Öffnungen durch Arbeitgeber wurde gestärkt und die Entwicklung von Richtlinien für die sichere Öffnung von Bildungseinrichtungen angeordnet.[163]

Fauci als neuer Corona-Berater des Präsidenten gab eine Pressekonferenz. Er drückte Erleichterung aus, dass er unter der neuen Regierung frei sprechen könne und merkte an, dass Präsident Biden und er übereinstimmten, dass man transparent und ehrlich sein müsse. Er sprach über das Impfprogramm des Präsidenten und dass die Impfung von 75 bis 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung bis zum Ende des Sommers geimpft sein sollten. Die Mitwirkung der Bürger (Maskentragen und Sichimpfenlassen) sei notwendig. Dann könne im Herbst allmählich eine Rückkehr zur Normalität stattfinden.[164] Er sprach auch neue Mutationen des SARS-CoV-2-Virus an, die in Brasilien, Südafrika und dem Vereinigten Königreich entdeckt worden waren. Insbesondere die Variante 501Y.V2, die erstmals in Südafrika entdeckt worden war, könne die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigen. Allerdings seien die Vakzine derartig wirksam, dass sie auch dann noch einen gewissen Schutz böten. Die neuen Mutationen würden Impfungen noch notwendiger machen.[165]

Godiva Chocolatier teilte mit, bis Ende März alle 128 Vertriebsniederlassungen in Nordamerika zu schließen.[166] Begründet wurde die Entscheidung mit Umsatzeinbrüchen während der COVID-19-Pandemie in diesen Niederlassungen, während gleichzeitig die Umsätze im Internetverkauf und bei Vertriebspartnern gestiegen seien. Godiva werde daher ihre Schokoladenprodukte nur noch online und im Einzelhandel anbieten.[167]

22. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden erließ weitere Executive Orders mit dem Ziel, sozioökonomische Auswirkungen der Pandemie abzumildern. Er wies das Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) an, den Wert der an Bedürftige nach dem Supplemental Nutrition Assistance Program ausgegebenen Lebensmittelmarken (Food Stamps) um 15 bis 20 Prozent zu steigern, um der Hungerkrise entgegenzutreten. Er wies das US-Finanzministerium an, Zuwendungen für freies oder kostenreduziertes Schulkantinenessen pro Person zu erhöhen und geschätzt 7 bis 8 Millionen Amerikanern mit dem CARES Act im März 2020 bewilligte, aber noch nicht ausgekehrte Stimmulusschecks in Höhe von 1.200 Dollar zuzusenden. Dies betraf vor allem Amerikaner mit einem Einkommen zu niedrig, um eine Einkommenssteuererklärung abgeben zu müssen. Die Anweisung betraf auch Stimmulusschecks in Höhe von 600 Dollar, die im Dezember bewilligt worden waren. Das Arbeitsministerium (United States Department of Labor) erhielt die Anordnung, gegenüber den Bundesstaaten klarzustellen, dass Arbeitslose angebotene Arbeit ablehnen dürften, wenn diese ihre Gesundheit gefährde. Biden führte einen Mindestlohn von 15 Dollar für Bundesangestellte ein.[168] Bei der begleitenden Pressekonferenz teilte Biden mit, dass über 600.000 Tote durch die Pandemie zu erwarten seien, und dass nichts in den nächsten Monaten die Kurve ändern werde.[169]

(CDC) änderte die Richtlinien für die Vergabe der für das Pfizer- und das Moderna-Vakzin. War die Auffrischung für den Impfstoff von Pfizer nach 21 Tagen zugelassen und für den Impfstoff von Moderna nach 28 Tagen, erlaubt CDC nun einen Zeitraum von höchstens 28 Tagen für beide. Außerdem wurde zugelassen, dass die Auffrischung unter besonderen Umständen mit dem jeweils anderen Vakzin erfolgen kann (beide Vakzine sind mRNA-Vakzine). Diese Mischung sollte soweit möglich vermieden werden, da noch nicht ausreichend erforscht. Besondere Umstände seien Verknappung eines der Impfstoffe oder falls unbekannt sei, mit welchem die erste Impfdosis verabreicht worden war.[170]

Am Morgen des 22. äußerte sich der Leiter des National Institute of Allergy and Infectious Diseases und Präsidentenberater Fauci auf CNN zur Trump-Administration und sagte, deren Corona-Politik habe sehr wahrscheinlich Leben gekostet. Es sei nicht hilfreich, wenn über Dinge gesprochen würde, die medizinisch und wissenschaftlich keinen Sinn haben. Es sei auch kein Geheimnis, dass eine deutliche Unsicherheit vorgelegen habe, dass klare Tatsachen in Zweifel gezogen wurden, Meinungen von Experten in Zweifel gezogen wurden, und Masken politisiert wurden.[171] Deborah Birx antwortete in der Sendung Face the Nation auf die Frage, ob sie jemals daran gedacht habe, ihren Posten als Koordinatorin der Coronavirus Task Force unter Präsident Trump aufzugeben, "dauernd". Kollegen, die sie seit Jahrzehnten kannten hätten geglaubt, sie wäre zu einer politischen Person geworden. Die Informationen der Regierung unter Trump seien vom Wahlkampf 2020 geprägt gewesen. Sie selbst habe die Öffentlichkeit aber nicht falsch unterrichtet oder Informationen vorenthalten.[172]

23. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kalifornien: Es wurde bekannt, dass zwei Forschergruppen unabhängig voneinander eine neue SARS-CoV-2-Mutation entdeckt hatten, die sich in Kalifornien ausgebreitet hatte. Die Variante B.1.426 zeigte Änderungen in den Spikes des Coronavirus, die beeinflussen könnten wie ansteckend diese Virenvariante ist. Die Mutation könnte dabei mitschuldig an dem jüngsten Anstieg in Kalifornien sein.[173]
  • Michigan: Die University of Michigan sagte für zwei Wochen alle Aktivitäten im Hochschulsport ab, inklusive alle Wettbewerbe. Als Grund der am Sonnabend bekanntgegebenen Entscheidung wurde ein Ausbruch von COVID-19 mit der Virus-Mutation B.1.1.7 genannt. Der Ausbruch mit der ansteckenderen Variante, die erstmals in Großbritannien 2020 festgestellt worden war, umfasste fünf bekannte Fälle im Washtenaw County und konnte auf eine Hochschulsportlerin zurückgeführt werden.[174]
  • North Carolina: Es wurde gemeldet, dass im Mecklenburg County der erste Fall einer Infektion mit der SARS-CoV-2-Mutation B.1.1.7 in dem Bundesstaat festgestellt worden war. Diese Variante war erstmals in Großbritannien festgestellt worden und galt als ansteckender. Zu diesem Zeitpunkt waren in den Vereinigten Staaten 195 Fälle bekannt mit dieser Virus-Variante.[175]
  • Washington: Die Behörden des nordwestlichen Bundesstaates meldeten, dass bei Untersuchungen von Blutproben aus dem Zeitraum 25. Dezember 2020 bis 20. Januar 2021 zwei Ansteckungsfälle mit der ansteckenderen SARS-CoV-2-Mutation B.1.1.7 aus dem Snohomish County entdeckt worden seien.[176]

24. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Sonntagmorgen überschritten die Vereinigten Staaten nach der Datenbank der Johns Hopkins University 25 Millionen COVID-19-Fälle seit der erste Fall fast genau ein Jahr zuvor in den USA identifiziert worden war.[177] Nach den Datenbanken der New York Times[178] und NBC[179] war diese Grenze am Sonnabend dem 23. Januar 2021 erreicht worden. Dies war etwa ein Viertel der weltweit diagnostizierten 99 Millionen COVID-19-Fälle.[180] Die Vereinigten Staaten hatten damit mehr als das Doppelte an Ansteckungen identifiziert, als das zweitplatzierte Indien (über 10 Millionen Fälle). Mit knapp 420.000 Todesopfern der Pandemie lag auch hier das Land in Führung vor dem bei Todesfällen zweitplatzierten Brasilien (etwa 220.000 Todesfälle).[177] Die Kurve der Fallzahlen in den USA flachte ab. In den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Kalifornien, Texas, Florida und New York gingen die Fallzahlen im Siebentages-Durchschmitt sogar zurück. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention waren 41 Millionen Impfdosen an die Bundesstaaten ausgeliefert worden und 17 Millionen US-Amerikaner waren nun geimpft.[180]

Die neue Direktorin der Centers for Disease Control and Prevention Rochelle Walensky trat in der Sendung Fox News Sunday auf und teilte mit, dass ihr nicht bekannt sei, wie viele Impfdosen der Regierung zur Verfügung stünden und auch nicht wie viele in der näheren Zukunft zur Verfügung stünden. Das sei eines der Probleme, die von der Vorgänger-Regierung geerbt worden seien und mache Planunhen schwierig. Sie wisse, dass erheblich mehr geimpft werden müsse, es bestünden aber Nachschubprobleme. Der Stabschef des Weißen Hauses Ron Klain erklärte in der Sendung Meet the Press auf MSNBC, dass die Probleme bei der Ausführung von Impfungen das Fehlen eines Planes der Vorgängerregierung jenseits der Belieferung von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern sei. Bidens Kandidat für das Amt des U.S. Surgeon General Vivek Murthy trat unterdessen auf ABC News in der Sendung This Week auf und sagte, die Vereinigten Staaten würden sich in einem Rennen gegen Virenmutationen befinden.[181] Anthony Fauci beschrieb in einem an diesem Sonntag in der New York Times erschienenen Interview, dass der ehemalige Präsident Trump ihn wiederholt aufforderte positiver zu sein, wenn er, Fauci, versucht habe die Schwere der Situation darzustellen. Trump habe auch Meinungen von Geschäftsfreunden über alternative Heilmethoden ohne wissenschaftliche Grundlage gleich ernst genommen, wie Expertenmeinungen.[182]

  • Illinois: In einer Auseinandersetzung mit dem Schulbezirk von Chicago um die geplante Wiederöffnung der öffentlichen Schulen hatten bei einer Abstimmung unter Gewerkschaftsmitgliedern der Chicago Teachers Union (CTU) 71 % für eine Fortführung von Fernunterricht gestimmt.[183]
  • Oregon: Der Bürgermeister von Portland Ted Wheeler setzte Pfefferspray gegen einen maskenlosen Mann ein, der ihn nach einem Gaststättenbesuch bedrängte, unzutreffend vorwarf die geltenden Richtlinien verletzt zu haben durch Absetzen der Maske beim Essen, und anschrie er habe die Stadt ruiniert.[184]

25. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden verhängte die von seinem Vorgänger Trump am 18. Januar mit Wirkung zum 26. Januar aufgehobenen Reisebeschränkungen für Reisende aus Brasilien, der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich erneut. Er verhängte zugleich auch Reisebeschränkungen aus Südafrika. Begründet wurde dies mit den festgestellten neuen Virus-Varianten.[185] Er äußerte auch, dass das Tragen zweier Alltagsmasken übereinander (double masking) nach gesundem Menschenverstand mehr Schutz böte, als das Tragen nur einer Maske.[186]

Anthony Fauci warnte in einer Morgensendung auf NBC, dass vorläufige Daten zu der in Großbritannien verbreiteten Corona-Mutation B.1.1.7 darauf hindeuteten, dass diese Virenvariante nicht nur ansteckender sei, sondern auch schwerere Verläufe verursachen könne.[187]

Merck & Co. stellte ihre beiden Programme zur Entwicklung eines SARS-CoV-2-Impfstoffes ein. Die Testergebnisse waren hinter den Testergebnissen der konkurrierenden Impfstoffe auf Basis einer mRNA-Technologie zurückgeblieben.[188] Moderna wiederum teilte mit, dass Studien an erstmals im Vereinigten Königreich und in Südafrika entdeckten Coronavarianten einen geringeren Impfschutz durch Modernas Impfstoff zeigten. Die Wirksamkeit sei noch hoch genug, gleichwohl würde aus Vorsicht eine Entwicklung eines Aufbauimpfstoffs gegen die südafrikanische Variante begonnen.[189]

Anheuser-Busch kündigte an, dass es beim Super Bowl LV erstmals seit 37 Jahren keine Werbung für die amerikanische Biermarke Budweiser geben würde. Stattdessen gäbe es einen 90-Sekunden-Werbespot für Impfungen. Andere Unternehmen wie Pepsi und Coca-Cola hatten auf ihre traditionelle Werbung während des Super Bowls bereits früher verzichtet.[190]

  • Kalifornien: Die zur Entlastung der damals überlasteten Krankenhäuser erlassenen Anordnungen in Regionen mit überlasteten Krankenhäusern zuhause zu bleiben wurden aufgehoben. Dies betraf die Regionen San Francisco Bay Area, San Joaquin Valley und Südkalifornien, in denen 90 % der kalifornischen Bevölkerung lebten.[191]
Das Arbeitsministerium des Bundesstaates teilte mit, dass mindestens 11,4 Milliarden Dollar der während der Pandemie in Kalifornien gezahlten Arbeitslosenunterstützung aufgrund von Sozialhilfebetrugs gezahlt wurden. Der Großteil der Fälle betraf das Bundesprogramm, in dem auch Selbstständige Arbeitslosenunterstützung beantragen konnten. 17 Milliarden Dollar wurden weiterhin untersucht und konnten weitere Betrugsfälle umfassen.[192]
  • Minnesota: Die Gesundheitsbehörden meldeten den ersten nachgewiesenen Falls einer Erkrankung mit der erstmals in Brasilien nachgewiesenen Coronavirus-Variante B.1.1.28.1. Der Erkrankte war ein Mann aus der Metropolregion Minneapolis-St. Paul.[193]
  • Virginia: Die Behörden des Bundesstaates meldeten den ersten Fall einer Infektion mit der Coronaviris-Variante B.1.1.7, die 2020 erstmals im Vereinigten Königreich festgestellt worden war. Der Infizierte war ein Mann im Norden Virginias, der nicht in jüngerer Zeit verreist war.[194]
  • Washington, D.C.: Seit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 waren 38 Polizisten der United States Capitol Police und mindestens 138 Angehörige der eingesetzten Nationalgarde positiv auf den SARS-CoV-2-Virus getestet worden.[195]

26. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Biden stellte Schritte vor, um die Impfungen in den Bundesstaaten hochzufahren. Er betonte nochmals, dass seine Regierung einen auf Wissenschaft basierenden umfassenden Plan habe. Die Schritte umfassten den Ankauf von 100 Millionen weiteren Impfdosen von Pfizer und 100 Millionen von Moderna. Weiterhin sollten die Bundesstaaten mit Dreiwochenprognosen über den Impfstoffnachschub versorgt werden, anstatt der bisherigen einwöchigen Prognose.[196] Biden erließ ein Memorandum, in dem er an diesem Dienstag die Verwaltung anwies Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gegen asiatischen Amerikaner entgegenzutreten.[197] Seit Politiker wie Donald Trump seit März 2020 China für den Corona-Virus beschuldigten, waren Gewalttaten gegen asiatische Amerikaner deutlich angestiegen.[198]

Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichte im Journal of the American Medical Association (JAMA) eine Studie, nach der das Lernen in Klassenzimmern bei hinreichenden Vorsichtsmaßnahmen nur mit einem relativ geringen Ansteckungsrisiko einher gehe.[199]

  • Alaska: Die Gesundheitsbehörden teilten die erste Person in Alaska mit, die sich mit der erstmals im Vereinigten Königreich identifizierten Variante B.1.1.7 angesteckt hatte. Die Person aus Anchorage sei aus einem anderen Bundesstaat zurückgekehrt und kurz darauf positiv getestet worden. Sie habe lediglich einen Mitbewohner anstecken können.[200]
  • Georgia: Das Mitglied des Repräsentantenhauses von Georgia David Clark wurde aus einer Sitzung des Parlaments hinausbegleitet und bis auf weiteres von Sitzungen ausgeschlossen. Clark hatte sich geweigert die vorgeschriebenen Coronatests durchzuführen.[201]
  • Kentucky: Gouverneur Andy Beshear teilte mit, dass in Kentucky die ersten beiden Fälle einer Infektion mit der erstmals 2020 in Großbritannien identifizierten Coronavirus-Mutation B.1.1.7 festgestellt worden seien.[202]
  • Minnesota: Nachdem eine Internetseite des Bundesstaates zusammengebrochen war, auf der Bürger sich für Impfungen registrieren konnten, begann Minnesota nun eine Impflotterie. Gleichzeitig wurde mit Massenimpfungen für Lehrer, Schulangestellte und Kinderbetreuer begonnen.[203]

27. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde die erste virtuelle Pressekonferenz der Corona-Arbeitsgruppe der neuen Regierung auf Zoom abgehalten. Geleitet wurde die Konferenz durch Jeffrey Zients. Zients erklärte auf Nachfrage wie der Defense Production Act eingesetzt würde, dass es sich um einen nationalen Notstand handele und dass keine Möglichkeiten ausgeschlossen würden.[204] Die neue Leiterin der Seuchenschutzbehörde CDC Rochelle Walensky stellte die neuen Prognosen vor. Danach würden 479.000 bis 514.000 Todesopfer der Pandemie in den Vereinigten Staaten zum 20. Februar 2021 zu verzeichnen sein. Sie warnte auch über die neuen Virus-Mutationen, die leichter übertragbar und ansteckender seien. Dies könne zur weiteren Belastung des ohnehin überlasteten amerikanischen Gesundheitswesens führen.[205] Andy Slavitt, ein Berater der Arbeitsgruppe, befasste sich mit den zwei Engpässen bei den Impfungen: Der Nachschub an Vakzinen und die Durchführungen der Impfungen. Er erklärte, dass eventuell mal vorhandene Lagerbestände nicht mehr vorhanden seien. Es würde trotz jüngerer Fortschritte realistisch betrachtet noch Monate dauern, bis jeder, der geimpft werden wolle, Zugang zu Impfstoffen habe.[206]

Die Food and Drug Administration (FDA) setzte alle aus Mexiko importierten Händedesinfektionsmittel auf Ethanol-Basis unter eine Importwarnung. Grund war eine im Laufe der Pandemie zunehmend beobachtete Verunreinigung vor allem mit dem giftigen Methanol.[207] Allein in den ersten zehn Tagen des Jahres waren über neunhundert Vergiftungen durch Händedesinfektionsmittel gemeldet worden, größtenteils bei Kindern.[208]

Belk-Filliale in einem Einkaufszentrum in Winchester (Virginia).

Die Kaufhauskette Belk Inc. mit etwa 300 Niederlassungen in den südwestlichen Bundesstaaten und ungefähr 20.000 Beschäftigten meldete nach einer knapp 190-jährigen Firmengeschichte Insolvenz nach Chapter 11 an.[209] Auch für die US-amerikanische Tochter von L'Occitane en Provence wurde Insolvenz angemeldet.[210]

  • South Carolina: Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates wurden am Abend vom Centers for Disease Control and Prevention informiert, dass die SARS-CoV-2-Variante 501.V2 bzw. B.1.351 erstmals in den USA in einer Probe aus dem Bundesstaat identifiziert worden war. Die Variante war erstmals in Südafrika festgestellt worden. South Carolina fand kurz darauf einen zweiten Fall. Es handelte sich in beiden Fällen um Männer, die nicht Südafrika bereist hatten und auch unter einander keinen Kontakt gehabt hatten.[211]

28. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden ordnete eine Sondereinschreibungszeit für Krankenversicherungen an. Danach sollten Amerikaner vom 15. Februar 2021 bis zum 15. Mai 2021 Krankenversicherungsverträge unter dem Affordable Care Act abzuschließen oder Anbieter zu wechseln. Biden begründete dies damit, dass er von Trump angerichteten Schaden beseitige.[212]

Novavax stellte Daten der Untersuchungen ihres Impfstoffes vor. Danach war der auf Viruspartikeln basierende Impfstoff zu 95,6 Prozent wirksam gegen den herkömmlichen SARS-CoV-2-Virus und zu 85,6 Prozent gegen die ansteckendere Variante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien entdeckt worden war. Gegen die ebenfalls aggressivere Variante B.1.351, die erstmals in Südafrika festgestellt worden war, zeigten frühere Phase-3-Untersuchungen lediglich eine Wirksamkeit von 49,4 Prozent.[213]

  • New York: Attorney General Letitia James stellte Ermittlungsergebnisse über Unterschiede bei gemeldeten Zahlen von an COVID-19 Verstorbenen in Pflegeheimen vor. Sie kam zum Ergebnis, dass die von der Staatsregierung unter Andrew Cuomo gemeldeten 8.700 Todesfälle zu niedrig waren, da in Krankenhäuser eingelieferte Heiminsassen nicht mitgezählt wurden. Hierdurch seien bis zu 50 % höhere Zahlen nicht gemeldet worden.[214]
  • Wisconsin: Nachdem der republikanisch dominierte Senat von Wisconsin bereits ohne Anhörungen die Abschaffung der von dem demokratischen Gouverneur Tony Evers erlassenen Maskenpflicht beschlossen hatte setzte der republikanische Sprecher der Wisconsin State Assembly Robin Vos die bereits festgesetzte Abstimmung aus. Grund war, dass am Tag zuvor in der Presse bekannt geworden war, dass hierdurch Wisconsin monatlich $ 49 Millionen an Bundesmitteln verlieren würde. Vos erklärte, dass er hiervon überrascht worden sei.[215]

29. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson präsentierte die Ergebnisse der letzten Phase der Impfstoffentwicklung für ihr Vakzin. Der Impfstoff variierte in der Wirksamkeit bezüglich der Verhinderung von Ansteckungen. Der Impfstoff erwies sich zu 72 % wirksam in den Vereinigten Staaten, zu, 66 % in Lateinamerika, nur zu 57 % wirksam in Südafrika, wo sich eine neue Virusvariante zur dominierenden Coronavirusvariante entwickelt hatte. In allen Gebieten war der Impfstoff laut der Studie zu 85 % wirksam bei der Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe und zu 100 % bei der Sterblichkeit. Der Impfstoff basierte nicht auf mRNA-Technologien wie die von Pfizer oder Moderna, sondern dem Einsatz abgeschwächter Viren und es wurde nur eine Injektion benötigt. Johnson & Johnson wollte in der Folgewoche einen Antrag auf Eilzulassung stellen.[216] Anthony Fauci äußerte in der Sendung Nightly News with Lester Holt, dass dieser Impfstoff eine zusätzliche Waffe im Kampf gegen das Virus sei. Die Wirksamkeit wäre als verblüffend betrachtet worden, wenn das Vakzin vor denen von Pfizer/BioNTech und Moderna herausgekommen wäre. Es sei relativ preiswert, brauche nur eine Impfdosis und könne in normalen Kühlschränken aufbewahrt werden.[217]

Die Europäische Union verhängte Ausfuhrkontrollen für in der Union produzierte Impfstoffe. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen mit AstraZeneca, der die Europäische Union vorwarf nicht den vertraglich vereinbarten Lieferverpflichtungen nachzukommen. Aber auch ein Produktionsrückgang infolge einer Produktionsumstellung im belgischen Werk von Pfizer.[218]

Ein Mitglied des Repräsentantenhaus aus Massachusetts, Stephen Lynch, wurde positiv auf das Coronavirus getestet, obwohl er beide Impfdosen von Pfizer erhalten hatte.[219]

30. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten überschritten die Schwelle von 26 Millionen COVID-19-Fällen seit dem Beginn der Pandemie im Januar 2020.[11] Es wurden an diesem Sonnabend mit 97.561 Patienten aber auch erstmals seit Anfang Dezember 2020 weniger als hunderttausend Menschen in den Krankenhäusern der Vereinigten Staaten mit COVID-19 behandelt.[12] Die USA hatten 438.239 Todesopfer zu beklagen und stellten damit mehr als 25 % aller COVID-19-Diagnosen und ungefähr ein Fünftel der Todesfälle.[11]

Die Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ordnete an diesem Sonnabend das Tragen von Gesichtsbedeckungen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bus-Terminals, U-Bahn-Stationen, Bahnhöfen, Häfen und Flughafenterminals an. Derartige Anordnungen waren unter Trump noch blockiert worden. Das Nichttragen von Masken wurde damit eine Bundesstraftat. Durchgesetzt werden sollte die Anordnung durch die Transportation Security Administration und Behörden der Bundesstaaten und Kommunen. In Kraft trat die Anordnung am Montag, dem 1. Februar.[221]

  • Kalifornien: Das als eine der größten Massenimpfstellen in den Vereinigten Staaten genutzte Dodger Stadium in Los Angeles musste kurzzeitig wegen Protesten durch Impfgegner und Rechtsaußen-Gruppen geschlossen werden.[222]
  • Maryland: Ein paar Tage, nachdem in South Carolina zwei Ansteckungen mit der Coronavirus-Variante B.1.351, die zuerst in Südafrika aufgetaucht war, entdeckt worden waren, meldete Gouverneur Larry Hogan, dass in Maryland als zweitem Bundesstaat diese Mutation festgestellt worden war. Es handelte sich um einen Mann aus dem Großraum Baltimore, der nicht in jüngerer Zeit verreist war.[223]

31. Januar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der NBC-Sendung Meet the Press warnte Michael Osterholm, der als Mitglied des Corona-Teams von Biden während der Übergangszeit Joe Biden beraten hatte, vor der Ausbreitung der Coronavirus-Variante B.1.1.7. Es werde in den nächsten sechs bis vierzehn Wochen zu einem Anstieg an Fällen kommen und die Variante vorherrschend werden. Das Land könne wie durch einen Hurrikan getroffen werden, falls nicht entschlossene Gegenmaßnahmen ergriffen würden.[224] Der ehemalige Leiter der FDA Scott Gottlieb äußerte sich in der Sendung Face the Nation auf CBS ähnlich. Er wies darauf hin, dass verfügbare Daten darauf hindeuteten, dass die erstmals im Vereinigten Königreich beobachtete Variante B.1.1.7 schwerere Verläufe verursache und etwa 50 % ansteckender sei. Daten aus der Impfstoffentwicklung von Johnson & Johnson und Novavax deuteten aber dahin, dass bei dieser Variante die Immunisierung durch Vorerkrankungen oder Impfungen wirke. Die gute Nachricht sei daher, dass Impfungen ein Notanker seien. Mit Maskentragen und verstärkten Impfungen könnte die Lage in den Griff bekommen werden.[225]

  • Illinois: In der Auseinandersetzung mit der örtlichen Lehrergewerkschaft verlangte die Bürgermeisterin von Chicago Lori Lightfoot, dass die Lehrer sich umgehend am Montag zum Klassenunterricht in die Schulen begeben. Sie betonte, dass die Schulen ihrer Meinung nach sicher seien.[226]

Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2021 sanken die Zahlen von dem sehr hohen Niveau von über 200.000 Neufällen am Tag, die im Januar 2021 verzeichnet worden waren. So waren am 15. Februar 2021 nur noch 53.800 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst worden, was den Zahlen im Oktober 2020 entsprach.[227] Das Sinken war nur zu einem geringen Teil auf zunehmende Impfungen zurückzuführen, da zur Mitte des Monats lediglich 4 % der Bevölkerung vollständig geimpft waren und 11 % zumindest eine Impfdosis erhalten hatten.[228] Allerdings sahen einige Experten bereits Wirkungen einer beginnenden Herdenimmunität durch die Masse der Infektionen zusammen mit den Impfungen.[227] Als Hauptursache aber galt die zunehmende Bereitschaft in der Bevölkerung Masken zu tragen, Abstand zu halten und Menschenmengen zu meiden.[228]

Es entstanden im Februar 2021 379.000 Arbeitsplätze. Prognostiziert worden waren 210.000. Die offizielle Arbeitslosenquote sank von 6,3 Prozent Ende Januar auf 6,2 Prozent. Allerdings schätzte der Präsident der Federal Reserve Bank Jerome Powell, dass die wahre Arbeitslosenquote eher um die 10 Prozent lag. Damit waren knapp 60 Prozent der während der Krise verlorenen Arbeitsplätze wiedererstanden.[229]

Die Ausgaben der Privathaushalte, welche für zwei Drittel der US-Volkswirtschaft stehen, sanken im Februar im Vergleich zum Januar um 1 Prozent zurückgegangen, nachdem sie im Vormonat noch um 3,4 Prozent gestiegen waren. Dies wurde auf das schwere Winterwetter im Mittleren Westen bis hinein nach Texas zurückgeführt, aber auch der nachlassenden Wirkung der im Dezember beschlossenen Corona-Stimmulierungen. Auch das Einkommen der Privathaushalte fiel um 7,1 Prozent, nach einem Anstieg um 10,1 Prozent im Januar 2021.[230]

Der Wohnimmobilienmarkt zeichnete sich durch einen starken Preisanstieg aus. Grund war ein Rückgang um etwa 207.000 weniger angebotenen Wohnimmobilien im Vergleich zum Februar des Vorjahres.[231]

1. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während einer Online-Pressekonferenz des Corona-Teams des Weißen Hauses warnte der Epidemiologe Anthony Fauci, dass die neuen Varianten ein erhebliches Risiko von Infektionen bei Leuten zeigten, die bereits an COVID-19 erkrankt waren. Es sei daher wichtig zu impfen. Impfungen verhinderten schwerere Krankheitsverläufe. Fauci erklärte, dass Viren sich vermehren müssten, um mutieren zu können. Wenn man durch breite Impfungen dem Virus die Möglichkeit zur Vermehrung nehme, nehme man ihm auch die Möglichkeit zu mutieren.[232]

Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichte Daten zu den zwischen dem 14. Dezember 2020 und dem 14. Januar 2021 ersten 12,9 Millionen geimpften Bewohnern der Vereinigten Staaten. Dabei zeigten sich Lücken bei der Datenerfassung; nur bei etwa der Hälfte der Geimpften waren Angaben zur Ethnizität erfasst worden. Die vorhandenen Daten zeigten erhebliche Unterschiede bei Impfungen. Über 60 % der Impfempfänger waren Weiße, 14 % gaben an von verschiedenen Ethnizitäten abzustammen, 11,5 % bezeichneten sich als Hispanics, 6 % waren asiatische Amerikaner, und nur etwas mehr als 5 % waren Afroamerikaner. Es zeigte sich auch, dass in Pflegeheimen im Median 78 % der Bewohner sich impfen ließen, aber nur 37 % der Mitarbeiter.[233]

Das Congressional Budget Office (CBO) veröffentlichte einen Bericht, wonach eine vollständige Erholung des Arbeitsmarktes nicht vor 2024 zu erwarten sei, falls es nicht zu größeren Maßnahmen der Regierung käme.[234]

Die Regierung teilte mit, dass das Verteidigungs- und das Gesundheitsministerium mit dem Hersteller von COVID-19-Tests Ellume einen Vertrag geschlossen habe. Ellume hatte einen einfach durchzuführenden Test entwickelt, der ohne medizinische Vorkenntnisse auch zuhause durchgeführt werden kann. Die Testergebnisse waren zu 95 % zuverlässig. Das Unternehmen verpflichtete sich gegen eine Zahlung von $ 230 Millionen die Produktion auf 19 Millionen Test-Kits hochzufahren und davon die Hälfte an die US-Regierung zu liefern.[235]

Der Februar-Nor'easter.

Ein Nor’easter mit Blizzard-Bedingungen führte an diesem Tag zu Absagen und Verschiebungen von Coronaimpf-Terminen in Rhode Island, Connecticut, New Jersey, und New York.[236]

Im Profi-Sport kam es zu Spielabsagen. Die NBA sagte das Basketballspiel zwischen den Detroit Pistons und den Denver Nuggets kurz vor Spielbeginn ab. Grund war ein möglicherweise positiver Coronatest eines der Spieler.[237] In der National Hockey League musste die Eishockeymannschaft der New Jersey Devils Spiele gegen die Pittsburgh Penguins und New York Rangers absagen, nachdem zehn Spieler positiv getestet worden waren.[238]

  • Iowa: Die Gesundheitsbehörden meldeten, dass die erstmals in Großbritannien beobachtete Coronavirus-Variante B.1.1.7 nun erstmals auch in Iowa entdeckt worden sei. Insgesamt drei Menschen seien erkrankt.[239]
  • Kalifornien: Der ehemalige republikanische Bürgermeister von San Diego Kevin Faulconer kündigte offiziell seine Kandidatur für das Amt des Gouverneurs an, fall eine laufende Unterschriftenkampagne für einen Recall von Gouverneur Gavin Newsom bis Mitte März ausreichend Unterschriften erhalten sollte.[240] Die Kampagne für einen Recall, um Newsom abzulösen, war aus Unzufriedenheit wegen seiner Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in Kalifornien gestartet worden. Newsoms Zustimmungsraten waren zunächst sehr hoch gewesen, aber inzwischen deutlich abgesunken.[241]
  • Nebraska: Gouverneur Pete Ricketts begab sich in Quarantäne. Er war am Wochenende in Kontakt gekommen mit einer Person, die am Montag positiv getestet worden war.[242]

2. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Corona-Koordinator der Weißen Hauses Jeff Zients teilte mit, dass geplant sei, künftig bis zu einer Million Impfdosen direkt zu Apotheken zu senden. Hierdurch sollte zur Impfgleichheit beigetragen werden. Bei der derzeitigen Praxis würden überwiegend Weiße Amerikaner geimpft, die neue Praxis würde auf Impfungen in den Gebieten mit besonders betroffenen Minderheiten abzielen. Es würde auch die Durchführung von Impfungen beschleunigen. Ab dem 11. Februar 2021 würden zunächst 6.500 Apotheken beliefert, das Programm werde dann schrittweise um Apothekenketten erweitert und letztlich 40.000 Apotheken umfassen. Die Lieferungen an die Apotheken würden zusätzlich zu denen an die Bundesstaaten erfolgen.[243]

Am Abend trat Anthony Fauci auf CNN auf. Während zu diesem Zeitpunkt 32,7 Millionen Impfinjektionen gegeben waren, hatten weniger als 2 % der Bevölkerung der USA auch die zweite Impfdosis erhalten. Fauci äußerte, dass für einen Rückgang zur Normalität 75 bis 85 % geimpft sein müssten. Dies könne bis zum Ende des Sommers oder Beginn des Herbstes 2021 geschafft werden. Auch auf die neuen Viren-Varianten müsse reagiert werden.[244]

Bei einem Treffen der New York Academy of Sciences stellte Bette Korber von den Los Alamos National Laboratory in New Mexico die Entdeckung der Rekombination zweier Virenstämme des SARS-CoV-2-Virus vor. In einer Probe aus Kalifornien hatte sie einen Hybrid zwischen der erstmals in Großbritannien beobachteten Variante B.1.1.7 und der in Kalifornien erstmals entdeckten und verbreiteten Variante B.1.429 gefunden.[245]

Ein Schneesturm verzögerte einen Flug der New York Islanders zu einem Eishockey-Spiel zwischen den Islanders und den Buffalo Sabres. Weil deswegen keine Coronatests wie vorgeschrieben durchgeführt werden konnten, musste das Spiel abgesagt werden.[246]

  • Missouri: Gegen Tricia Derges, ein Mitglied des Repräsentantenhauses von Missouri, wurde Anklage erhoben. Laut Anklage vertrieb sie eine als Stammzellentherapie unter anderem gegen COVID-19 vermarktete Injektion. Diese enthielt jedoch nur Fruchtwasser. Sie plädierte nicht schuldig.[247]
  • South Dakota: Gouverneurin Kristi Noem gab am Abend ein Interview auf Fox News. Obwohl ihr Bundesstaat im Verhältnis zur Bevölkerung die zweithöchste Fallrate aller Bundesstaaten hatte, erklärte sie, dass ihr Bundesstaat einen eigenen Weg ohne Maskenpflicht gegangen sei, aber besser aus der Pandemie komme als nahezu jeder andere Bundesstaat. Jeder siebte Einwohner hatte sich bis dahin infiziert und jeder fünfhundertste Bewohner war gestorben.[248]

3. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satellitenbild des Oakland Coliseum.

Die Bundesregierung teilte mit, dass begonnen würde Massenimpfstellen der Bundesregierung einzurichten. Die ersten beiden würden im Bundesstaat Kalifornien errichtet werden. Die eine sollte im Oakland Coliseum in Oakland errichtet werden, die andere in der California State University, Los Angeles. Besetzt werden sollten Impfstellen des Bundes mit Mitarbeitern der Katastrophenschutzbehörde FEMA, des Landwirtschafts- und des Gesundheitsministeriums.[249]

Die CDC-Direktorin Rochelle Walensky erklärte in einer Pressekonferenz des Weißen Hauses, dass nach ihrer Auffassung eine Impfung von Lehrern nicht notwendig sei, um Schulen sicher in der Pandemie zu öffnen. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki erläuterte in einer späteren Pressekonferenz, dass dies derzeitig nicht die offizielle Linie der CDC sei.[250]

Einen Tag nachdem United Airlines ankündigte, 14.000 Stellen zu streichen, versandte American Airlines Warnschreiben an 13.000 Mitarbeiter, dass sie entlassen werden könnten. American Airlines begründete dies mit Corona-Regulierungen und einer zu langsamen Impfkampagne.[251]

Die National Women's Hockey League setzte die Endspiele um den Isobel Cup aus, wegen zu vielen positiven Coronatests.[252] Bei den Hockey-Herren musste in der NHL Minnesota Wild Eishockey-Spiele gegen Colorado Avalanche, die Arizona Coyotes, und die St. Louis Blues bis in die folgende Woche absagen.[253] Dr. Fauci warnte indessen vor Super-Bowl-Partys.[254] Auch die neue Direktorin des CDC Rochelle Walensky forderte dazu auf, nur mit Personen den Super Bowl zu sehen, mit denen man ohnehin zusammen lebe. Zwar würde die Zahl der Neuinfektionen zurückgehen, aber es sei nicht der Augenblick mit der Vorsicht nachzulassen.[255]

  • Kalifornien: Erstmals in der Geschichte Kaliforniens erhob eine Stadt Klage gegen den eigenen Schulbezirk. Die Stadt San Francisco forderte in der Klageschrift, dass der Fernunterricht beendet würde und die Klassenzimmer geöffnet würden. Die Stadt berief sich auf eine Regelung, nach der ein Plan für das Angebot von persönlichem Unterricht zu entwickeln sei, sobald der möglich sei. Die Lehrergewerkschaft weigerte sich, solange die Lehrerschaft nicht geimpft sei.[256]

4. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Rande der Verleihung des WHYY Lifelong Learning Award an ihn gab Anthony Fauci in der Sendung Fresh Air des National Public Radio (NPR) ein Interview. Fauci bezeichnete den Ansatz unter Biden als erfrischend. Einerseits habe beiden betont der Wissenschaft zu folgen, andererseits sei er sich bewusst, dass Fehler gemacht werden würden. Biden aber wolle nicht jemand anderen beschuldigen, sondern die so entstandenen Probleme lösen. Bezüglich der Pandemie betonte Fauci, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei sei, insbesondere wegen der auftretenden Mutationen. Man sei zwar von 300.000 bis 400.000 Fällen pro Tag herunter auf 100.000 bis 200.000 Tag. Es würden aber noch immer 3.000 bis 4.000 Menschen am Tag an COVID-19 sterben. Diese Vermehrungen erlaubten noch immer dem Virus sich zu vermehren und zu Varianten zu mutieren. Es sei wegen der Varianten notwendig so viel und so rasch wie möglich zu impfen. Es werde notwendig sein gegen SARS-CoV-2-Viren vorzugehen wie gegen die Erreger von Polio und der Pocken und weltweit impfen. Solange außerhalb der USA Bevölkerungen mit dem Virus gebe, wäre dies auch für die USA eine Bedrohung.[257]

Johnson & Johnson stellte den Antrag auf eine Eilzulassung des von ihnen entwickelten SARS-CoV-2-Impfstoffes. Der Impfstoff benötigte im Gegensatz zu den zugelassenen Impfstoffen von Pfizer und Moderna lediglich eine Injektion und basierte auf abgeschwächten und geänderten Adenoviren statt auf mRNA-Technologien. Die Vereinigten Staaten hatten mit Johnson & Johnson einen Vertrag über die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen geschlossen. Die Firma äußerte, dass sie unmittelbar nach der Zulassung liefern könne.[258]

Am Morgen äußerte sich Finanzministerin Janet Yellen über Börsenschwankungen in Bezug auf GameStop und zu Hilfspakten wegen der durch COVID-19 ausgelösten Wirtschaftskrise. Sie erklärte, der Wirtschaft würden harte Monate bevorstehen, bevor man am anderen Ende der Krise hinauskomme. Sie forderte den Kongress auf, kraftvoll zu handeln und das von Joe Biden angestrebte Hilfspaket im Wert von $ 1,9 Billionen zu verabschieden. Dies könnte die Kinderarmut halbieren.[259]

  • Wisconsin: In gemeinsamer Sitzung beschlossen beide republikanisch beherrschten Kammern des Kongress von Wisconsin mit 52:42 Stimmen die Joint Resolution 3. Mit der Resolution wurde die Executive Order #104 und damit die Notstandserklärung und Maskenpflicht des demokratischen Gouverneurs Tony Evers als "unrechtmäßig" aufgehoben. Der Mehrheitsführer in der Wisconsin State Assembly Jim Steineke hatte dazu aufgerufen, dass die Legislative sich an die Exekutive delegierte Macht zurückholen müsse. Gouverneur Evers erließ umgehend eine erneute Notstandserklärung mit Maskenpflicht.[260]

5. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während einer Pressekonferenz teilte der Koordinator für Nachschub im Weißen Haus an diesem Freitag mit, dass der Defense Production Act in drei Feldern aktiviert würde. Ersten würde die Zulieferung für die Impfstoffproduktion bei Pfizer gefördert. Zweitens sollte die Produktion von Heimtests und Schnelltests vorangetrieben werden. Als drittes Feld nannte der Koordinator die Herstellung medizinischer Schutzkleidung, von Gesichtsschilden und N95-Masken bis zu besonders fehlenden Gummihandschuhen.[261]

Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) entschied in zwei Fällen, die von der South Bay United Pentecostal Church in Chula Vista und der Harvest Rock Church in Pasadena unter Berufung auf ihre Religionsfreiheit vor das Gericht gebracht worden waren. Der in einiger Hinsicht gespaltene Gerichtshof entschied, dass der Staat Kalifornien nicht generell Gottesdienste in Innenräumen zur Pandemiebekämpfung untersagen könne, aber Singen in Gottesdiensten.[262] Die Richter Neil Gorsuch und Clarence Thomas hätten alle Anordnungen Kaliforniens aufgehoben, der Richter Samuel Alito hätte eine Wartezeit von 30 Tagen hierfür eingeräumt. Die Richterin Amy Coney Barrett und der Richter Brett Kavanaugh vertraten die Ansicht, dass bezüglich des Singens von den Kirchen nicht ausreichend vorgetragen worden sei, inwiefern ihre Rechte verletzt würden. John Roberts hielt die Untersagung des Singens für verständlich, aber nicht die Schließung der Gottesdienste. Die Richterinnen Elena Kagan und Sonia Sotomayor zusammen mit Stephen Breyer wollten die Risikobewertung für Untersagungen von Gottesdiensten in einer Pandemie dem Bundesstaat überlassen.[263]

Das als chinesische Konkurrenz von Starbucks gegründete Unternehmen Luckin Coffee meldete für seine 3.600 Cafés in den Vereinigten Staaten Insolvenz nach Kapitel 15 des Bankruptcy Act an.[264]

  • Hawaii: Der Inselstaat meldete den ersten nachgewiesenen Fall einer Infektion mit der ursprünglich in England nachgewiesenen ansteckenderen Variante B.1.1.7 des SARS-CoV-2-Viruses. Es handele sich um einen Bewohner Oahus, der Ende Januar 2021 an COVID-19 erkrankt war und nicht in letzter Zeit verreist war. Drei weitere mögliche Ansteckungen mit B.1.1.7 auf Oahu wurden noch untersucht.[265]
  • Iowa: Mit einer erneuerten Notstandserklärung hob Gouverneurin Kim Reynolds an diesem Freitag Maskenpflicht, Pflicht zum sozialen Distanzieren und Regulierungen der Wirtschaft mit Wirkung zum Sonntag auf. Die Bewohner Iowas wurden nun lediglich nachdrücklich ermutigt Gesichtsmasken zu tragen und Abstand zu halten.[266]
  • Virginia: Es wurde ein Fall einer Infektion mit der Coronavirus-Variante B.1.351 im Osten Virginias gemeldet. Virginia war damit nach Maryland und North Carolina der dritte Bundesstaat, der diese erstmals in Südafrika beobachtete Variante meldete.[267]

6. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden im Oval Office des Weißen Hauses während seiner ersten wöchentlichen Ansprache an das amerikanische Volk.

Präsident Biden wiederbelebte die Tradition wöchentlicher Ansprachen an die amerikanische Bevölkerung, die bis zu Franklin D. Roosevelt zurückgeführt werden kann. Sein unmittelbarer Vorgänger hatte dieses Kommunikationsmittel zugunsten von Twitter 2018 aufgegeben. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wählte Joe Biden nicht die Form der Ansprache, sondern die eines Telefongesprächs. Bei seiner Unterhaltung mit einer arbeitslosen Bürgerin in Kalifornien warb er für das von ihm angestrebte Hilfspaket im Wert von 1,9 Billionen US-Dollar. Er erklärte ihr, dass er verstände, dass Arbeit für sie wichtig sei. Er sagte auch, dass die Wiederbelebung der Wirtschaft, ohne das Virus in den Griff zu bekommen, ein „Nostarter“ sei.[268] Biden sprach in der etwa zweieinhalbminütigen Aufzeichnung auch Schritte an, die Mietern, Hauseigentümern, Arbeitnehmern und Unternehmen helfen sollten.[269]

7. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe des Sonntags überschritten die Vereinigten Staaten 27 Millionen COVID-19-Fälle. 31 Millionen Amerikaner waren zumindest mit der ersten Impfdosis geimpft, 9 Millionen hatten beide Dosen erhalten. Die täglichen Zahlen waren am zurückgehen.[270] So verzeichneten die Vereinigten Staaten mit 88.044 Neufällen erstmals weniger als hunderttausend Neuinfektionen seit Beginn des Jahres. Die Hospitalisierungen waren seit 26 Tagen am Sinken. In den Intensivstationen mussten so wenig Patienten behandelt werden, wie seit dem 19. November 2020 nicht mehr.[271] Sorgen bereiteten die sich allmählich ausbreitenden Virusvarianten. Die zuerst im September 2020 im Vereinigten Königreich nachgewiesene Variante B.1.1.7 hatte mittlerweile 33 Bundesstaaten erreicht.[270]

Für diesen Sonntag war der Super Bowl LV angesetzt. Im Vorfeld war von Fachleuten und Behörden auf Bundes-, Staats- und Kommunalebene vor den üblichen Zusammenkünften, um den Super Bowl zu sehen abgeraten worden. Zwar würden die Zahlen nach dem Feiertagsanstieg zurückgehen, aber es sei nicht der Zeitpunkt nachzulassen.[52] Als Austragungsort für das Spiel zwischen den Kansas City Chiefs und den Tampa Bay Buccaneers war das Raymond James Stadium in Tampa (Florida) festgesetzt worden. Die National Football League hatte 22.000 Zuschauer zugelassen, etwa ein Drittel der Stadion-Kapazität. 7.500 Eintrittskarten waren für geimpfte Angestellte im Gesundheitswesen reserviert worden.[272] Das Präsidentenpaar Joe und Jill Biden dankten in einer vor dem Spiel ausgestrahlten Videobotschaft den Beschäftigten im Gesundheitssystem und warben für Impfungen.[273] In dem vor dem Spiel ausgestrahlten traditionellem Interview mit dem Präsidenten räumte Biden ein, dass es schwer werden würde bis Ende Sommer durch Impfungen Herdenimmunität zu erreichen. Er drückte auch Dankbarkeit für ein Angebot der NFL aus, alle NFL-Stadien für Massenimpfungen zu öffnen.[274] Die Dichterin Amanda Gorman trug vor dem Spiel ein Gedicht vor, dass neben drei Ehrenspielführern aus der Geschichte des American Football ebenfalls im Gesundheitssystem Tätige ehrte.[275] Die Tampa Bay Buccaneers um Tom Brady konnten das Spiel mit 31:9 für sich entscheiden.[276]

Finanzministerin Janet Yellen trat am Sonntagmorgen in der Sendung State of the Union auf CNN auf und warb für Bidens Plan eines 1,9 Billionen Dollar Hilfspakets. Sie berief sich dabei gegenüber dem Moderator Jake Tapper auf den am 1. Februar veröffentlichten Bericht des Congressional Budget Office. Sie sagte, der Bericht zeige, dass es ohne Hilfspaket bis 2025 dauern könne, bis die Arbeitslosenquote bei 4 % anlangen würde. Mit dem Hilfspakete erwarte sie, dass bereits 2022 Vollbeschäftigung erreicht werden könne.[277]

Anthony Fauci äußerte sich gegenüber Chuck Todd in der Fernsehsendung Meet the Press auf NBC. Er räumte ein, dass im Moment das Angebot an Impfstoff der Nachfrage hinterher hinke. Er wies aber darauf hin, dass die Produktion von Moderna und Pfizer bereits zunehme. Die Produktion werde weiter zunehmen, wenn man im März sei und weiter zunehmen, wenn es April sei. Dazu werde es den Impfstoff von Johnson & Johnson geben. Eine Idee des Epidemiologen Michael Osterholm den Abstand zwischen der ersten und zweiten Dosis zu strecken lehnte Fauci ab. Er bezeichnete es als zwar wissenschaftlich interessant, herauszufinden, wie weit die Dosen auseinanderliegen könnten, aber die derzeitigen Daten würden die Streckung nicht decken. Der ehemalige Direktor der FDA Scott Gottlieb drückte aus, dass die von der Biden-Administration verfolgte Auslieferung von Impfstoffen nach Bevölkerungszahlen im Augenblick die beste Strategie sei. Er wies darauf hin, dass die derzeitigen Impfstoffe etwa 20 Prozent weniger wirksam gegen die neueren in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virusvarianten seien, dass dies aber immer noch eine hohe Wirksamkeit sei.[278] Nach einem Bericht von USA Today ging Pfizer davon aus, dass es die Produktionszeit von ihrem Impfstoff von 110 auf 60 Tage verkürzen werde, Produktionskapazitäten in den drei mit der Corona-Impfstoff-Produktion befassten Werken in Chesterfield (Missouri), Andover (Massachusetts), und in Kalamazoo (Michigan) würden gleichzeitig ausgebaut.[279]

Das republikanische Mitglied des Repräsentantenhauses Ron Wright aus Texas starb am Nachmittag an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung.[280]

Centers for Disease Control and Prevention veröffentlichte eine gemeinsame Studie mit dem National Institutes of Health und dem Canadian Institutes of Health Research über die Verbreitung der Coronavirus-Variante B.1.1.7, die 2020 erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden war. Danach war sie zu diesem Zeitpunkt nur wenig in den Vereinigten Staaten verbreitet, verdoppelte aber etwa alle zehn Tage die Anzahl der Fälle. Es sei daher zu erwarten, dass B.1.1.7 im März die vorherrschende Variante werde.[281]

Im College Basketball mussten zwei Spiele abgesagt werden; das Spiel zwischen den Texas A&M Aggies und den Georgia Bulldogs, und das Spiel zwischen den Florida Gators gegen die Tennessee Volunteers. Die Absagen erfolgten wegen Positivtests und Quarantänen.[282]

  • Florida: Während das Super-Bowl-Spiel in der Stadt Tampa stattfand sammelten sich größtenteils maskenlose Menschenmassen in den Vergnügungsbezirken der Stadt, wo die Feiernden eng beieinander waren.[283] Dies widersprach nicht nur den Richtlinien der CDC, sondern auch der von Bürgermeisterin Jane Castor verhängten Maskenpflicht. Allerdings hatte der Polizeichef erklärt, dass seine Beamten keine Maskenpolizei seien.[284] Als besonders problematisch wurde hierbei gesehen, dass Florida mit 201 bekannten Fällen sowohl in absoluten wie auch relativen Zahlen bei Infektionen mit der aggressiveren Variante B.1.1.7 führte, während die Vereinigten Staaten insgesamt 690 Fälle in 33 Staaten erfasst hatten.[285]
Auch Gouverneur Ron DeSantis wurde beobachtet, wie er ohne Maske dem Spiel im Stadion zusah.[286]
  • Illinois: Die Bürgermeisterin von Chicago teilte mit, dass der Schulbezirk und die Lehrergewerkschaft von Chicago eine Einigung für die Wiederöffnung der öffentlichen Schulen mit ihren etwa 350.000 Schülern erzielen konnten. Die Einigung sah eine schrittweise Öffnung vor, wobei Schüler an High Schools weiter per Fernunterricht unterrichtet würden. Lehrer sollen außerdem Zugang zu Impfungen erhalten.[287]

8. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CDC-Direktorin Rochelle Walensky berichtete während der Pressekonferenz des Weißen Hauses, dass in der zurückliegenden Woche im Durchschnitt täglich 119.900 Neuinfektionen erfasst worden waren, 20 % weniger als in der Woche zuvor. Es seien durchschnittlich 9.977 Patienten in der zurückliegenden Woche in Krankenhäusern stationär wegen COVID-19 behandelt worden, 17 % weniger als in der Woche zuvor. Sie drückte aber auch die Besorgnis aus, dass die neuen Virusvarianten diesen Trend umdrehen könnten. Sie rief daher dazu auf weiter Masken zu tragen, Menschenansammlungen, schlecht belüftete Räume und Reisen zu vermeiden, sowie Abstand zu halten.[288] Obwohl Bundesstaaten wie Massachusetts, Iowa, und New York begannen Beschränkungen aufzuheben wurde in der Pressekonferenz davor gewarnt.[289]

Das Oversight Committee des Repräsentantenhauses erneuerte Untersuchungen der COVID-19-Politik der Trump-Administration. Der Vorsitzende des Ausschusses James Clyburn sandte zwei diesbezügliche Schreiben an den Stabschef des Weißen Hauses Ron Klain und den geschäftsführenden Gesundheitsminister Norris Cochran. Er nannte als Begründung für die Wiedereröffnung neue Beweismittel, insbesondere eine interne E-Mail im Gesundheitsministerium, laut der es Bestrebungen gegeben habe, das Testen von asymptomatischen Personen zu unterbinden.[290]

  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo erklärte, dass Restaurants in New York City ab Freitag dem 12. Februar 2021 wieder Speisen in Innenräumen servieren dürften. Gaststätten dürften dann ihre Räumlichkeiten zu 25 % auslasten. Man würde damit dem Wunsch des Gaststättengewerbes nachkommen das Essen in Innenräumen vor dem Valentinstag wieder zuerlauben.[291]
  • Utah: Der Bundesstaat änderte die Erfassung der Positivrate bei COVID-19-Tests. War bislang die Rate pro Person erfasst worden, dass heißt mehrfach in einem Zeitraum von 90 Tagen getestete Personen wurden nur einmal erfasst, wurden nun alle Tests erfasst. Es wurde erwartet, dass die ausgewiesene Positivrate hierdurch merklich niedriger ausfalle.[292]

9. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Tag begann das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump vor dem Senat der Vereinigten Staaten. Präsident Biden erklärte bezüglich des Verfahrens, dass es nicht seine Aufgabe sei, sich damit zu befassen. Er wolle sich auf seine Aufgabe konzentrieren dem amerikanischen Volk in der Pandemie zu helfen. Der Senat habe seine Aufgabe und die werde er erfüllen.[293] Er, Biden, werde sich das Verfahren nicht im Fernsehen anschauen.[294]

Die Anzahl der bekannten Fälle von Ansteckungen mit Virusvarianten von SARS-CoV-2 hatte binnen einer Woche um 73 % zugenommen und betrug USA-weit nun 944 Fälle. Florida führte deutlich mit nunmehr 343 Fällen vor dem deutlich bevölkerungsstärkeren Kalifornien mit 156 Fällen. Die Mehrheit waren Infektionen mit der Variante B.1.1.7, die erstmals 2020 in Großbritannien festgestellt worden war und als etwa 50 % ansteckender galt. Von der erstmals in Südafrika entdeckten Variante B.1.351, die möglicherweise die Immunabwehr umgehen konnte, waren neun Fälle bekannt. Von der in Brasilien erstbeobachteten Variante P.1 waren nur drei Fälle bekannt.[295]

Die Food and Drug Administration erteilte die Notfallzulassung für die Antikörper-Therapie von Eli Lilly & Co gegen COVID-19. Die Zulassung wurde für Personen über zwölf Jahren erteilt.[296]

Justin Trudeau, der Premierminister Kanadas teilte mit, dass alle Personen die ab der nächsten Woche nach Kanada auf dem Landwege, das heißt aus den Vereinigten Staaten, einreisten einen SARS-CoV-2-Test vorweisen müssten. Der Test müsste auf Polymerase-Kettenreaktionen basieren. Falls dieser Test nicht vorliege, müsste eine Strafgebühr gezahlt werden, die Einreisenden müssten dann auch für verursachte Schäden durch Ansteckungen aufkommen. Ausgenommen seien nur essentielle Reisezwecke.[297]

10. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Centers for Disease Control and Prevention (CDC) änderte die Richtlinien bezüglich Quarantänen nach einem Kontakt mit einer infizierten Person. Nach einer vollständigen SARS-CoV-2-Impfung sollte man sich nun nicht mehr in Quarantäne begeben müssen.[298] Die Behörde veröffentlichte auch neue Ratschläge, wie Gesichtsmasken getragen werden sollten. Die Maske sollte eng anliegen. Zweilagige Masken seien vorzuziehen. Zwei Masken übereinander getragen seien sicherer als nur eine Maske, soweit es nicht zwei Einwegmasken seien.[299]

Nach einer an diesem Mittwoch veröffentlichten Meinungsumfrage von Gallup waren 71 % der US-Amerikaner bereit, sich impfen zu lassen.[300]

Facebook bestätigte, dass das Tochterunternehmen Instagram das Konto des prominenten Impfskeptikers Robert F. Kennedy Jr. stillgelegt hatte.[301] Der Sohn des Politikers Robert F. Kennedy hatte unter anderem behauptet, dass die mRNA-Technologie, auf der die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna beruhten, unerprobt und gesundheitsgefährdend sei, und dass Bill Gates mit der Hilfe von Impfstoffen eine neue Feudalgesellschaft schaffen wolle. Weiterhin hatten Facebook und Instagram Seiten von Gruppen wie We Are Vaxxed und Americans Unite 4 America wegen Falschinformationen über COVID-19 und SARS-CoV-2-Impfungen stillgelegt.[302]

  • Colorado: Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates stellten Untersuchungsergebnisse eines COVID-19-Ausbruchs im Januar in dem Skigebiet Winter Park vor. Danach waren zumindest 109 Beschäftigte infiziert worden.[303]
  • Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom teilte mit, dass in dem Westküstenstaat zwei Fälle einer Infektion mit der Virusvariante B.1.351 nachgewiesen worden seien, ein Fall im Alameda County und ein weiterer im Santa Clara County. Die erstmals in Südafrika entdeckte Variante galt als ansteckender und unempfindlicher gegen Antikörper-Therapien. Außerdem meldete Kalifornien an diesem Mittwoch 44.989 Todesopfer der Pandemie und löste damit New York als Staat mit den meisten Todesopfern ab, New York betrauerte 44.683 COVID-19-Tote.[304]
  • Maine: Es wurde im Franklin County der erste Fall mit der SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 gemeldet. Die Person mit der Variante war kurz zuvor international gereist.[305]
  • Montana: Gouverneur Greg Gianforte erklärte, nachdem er ein Gesetz ausgefertigt hatte, mit dem Unternehmen in Montana vor Schadensersatzzahlungen wegen Coronainfektionen geschützt werden, dass er zum Freitag auch die Maskentragepflicht aufhebe. Er vertraue darauf, dass die Bürger Montanas das Richtige tun würden.[306]

11. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Biden-Administration teilte mit, dass die Regierung sowohl mit Pfizer als auch mit Moderna einen Liefervertrag über jeweils 100 Millionen Impfstoffdosen geschlossen habe, die bis Mai ausgeliefert sein sollen. Damit verfügten die Vereinigten Staaten über 600 Millionen Dosen, genug um 300 Millionen Menschen gegen den SARS-CoV-2-Virus zu impfen. Präsident Biden erklärte, dass die USA damit auf dem Weg seien, bis Juli 300 Millionen Amerikaner zu impfen. Man würde dies schaffen, die Vereinigten Staaten hätten die Mittel. Man müsse nur Willens sein, sie einzusetzen. Biden trug während der Mitteilung eine Gesichtsmaske. Er betonte, dass Masken der beste Schutz seien. Es sei patriotisch, Masken zu tragen.[307] Der Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases Anthony Fauci teilte in der Sendung Today auf NBC die Einschätzung mit, dass bis April Impfstoffe allgemein verfügbar sein würden. Bis Mitte oder Ende des Sommers würde die Mehrheit der Einwohner der Vereinigten Staaten voraussichtlich geimpft sein, so Fauci.[308]

Das Arbeitsministerium veröffentlichte die Zahlen für die am 6. Februar endende Woche. Danach hatten in der Woche 793.000 Amerikaner Arbeitslosenunterstützung beantragt. Prognostiziert worden waren 760.000. Das war aber immer noch eine leichte Abnahme von den 812.000 in der Vorwoche. Auch die Gesamtzahlen an Beziehern dieser Sozialleistung hatte abgenommen. Allerdings hatte die Anzahl der Bezieher von Sozialleistungen zugenommen und betrug nun 20,44 Millionen, nachdem die Anträge in zwei für die Corona-Krise geschaffenen Programme zugenommen hatte.[309]

  • Illinois: CDC meldete, dass der erste Fall einer Infektion mit der Coronavirus-Variante B.1.351 in Illinois beobachtet worden war. Es handele sich um jemanden aus Rock Island, der sich mit dieser zuerst in Südafrika entdeckten Variante angesteckt hatte.[310]
  • North Carolina: Die Gesundheitsbehörden des nördlichen der beiden Carolinas teilten mit, dass der erste Fall einer Ansteckung mit der Coronavirus-Variante B.1.351 gefunden worden sei. Es handele sich um eine erwachsene Person aus dem Zentrum des Bundesstaates, die in letzter Zeit nicht verreist sei.[311]
  • Utah: Gouverneur Spencer Cox betonte gegenüber der Presse, dass es wichtig sei, dass jeder im Staat Utah sich impfen lasse, damit möglichst rasch Herdenimmunität und damit Normalität erreicht werden könne. Er appellierte an das Verantwortungsgefühl der Bürger. Er forderte die Bürger auch auf sich freiwillig zu melden, um bei Impfungen zu helfen. Cox teilte mit, Ziel des Bundesstaates sei es, dass bis Mai jeder in Utah geimpft sei.[312]

12. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal seit dem 4. November 2020 fiel die Zahl der erfassten Neuinfektionen im Siebentages-Durchschnitt unter hunderttausend Neufälle. Nachdem zum größten Teil des Dezembers diese Zahl über 200.000 betrug, war sie im Januar auf über 250.000 gestiegen. Nun hatten die Vereinigten Staaten etwa 27,5 Millionen Fälle und über 484.000 Coronatote registriert. Rochelle Walensky betonte auf NBC, dass die Zahlen zwar heruntergingen, aber von einem sehr hohen Niveau. Es sei nicht die Zeit nachlässig zu werden.[313]

An diesem Freitag begannen die Festlichkeiten des chinesischen Neujahrsfestes, um den Beginn des Jahres des Büffels zu feiern. Die sonst üblichen Festlichkeiten mit Umzügen waren 2021 größtenteil virtuell, was eine Gewinneinbuße in den Geschäften der amerikanischen Chinatowns bedeutete. Die Zeiten des Neujahrsfestes sind sonst die umsatzreichsten Tage.[314] Dies kam zu den erheblichen Umsatzrückgängen wegen der COVID-19-Pandemie in den Chinatowns hinzu.[315] Vizepräsidentin Kamala Harris griff seit Beginn der Pandemie erheblich zugenommene Angriffe auf asiatische Amerikaner und Zuwanderer aus dem asiatischen Raum und verurteilte sie auf Twitter. Judy Chu, die Sprecherin der Fraktion der asiatischen Amerikaner und der pazifischen Insulaner hatte sich einen Tag vorher bereits dahin geäußert, dass diese Angriffe die Gemeinden der Asiaten tief beunruhigten.[316]

Im Weißen Haus fand ein Treffen zwischen Vertretern der Regierung und der Luftfahrtbranche statt. Anlass war Unzufriedenheit der Industrie über mögliche Reisebeschränkungen bei Inlandsflügen. Von Regierungsseite angedacht waren Testvoraussetzungen für Reisende und Reisebeschränkungen für bestimmte Regionen.[317]

Die US-amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC stellte überarbeitete Richtlinien zur sicheren Schulöffnung vor. Danach sollten bis zur Grenze von 50 Neuinfektionen auf hunderttausend Einwohner in den letzten sieben Tagen oder bis zu einer Positivrate von 8 % bei den Coronatests die Schulen geschlossen bleiben. CDC-Direktorin Rochelle Walensky betonte in einer Konferenzschaltung mit Journalisten, dass dies kein Ratschlag zur Öffnung von Schulen sei, sondern eine dringend benötigte Richtschnur.[318] Vertreter der Lehrergewerkschaften begrüßten die neuen Richtlinien. Der Präsident der American Federation of Teachers bezeichnete die Richtlinien als seit zehn Monaten überfällig.[319]

Die National Hockey League (NHL) und die Spielergewerkschaft National Hockey League Players’ Association (NHLPA) stellten geänderte Protokolle für den Umgang mit COVID-19 vor. Grund waren zahlreiche Ausfälle von Eishockey-Spielen wegen Infektionen mit dem Coronavirus.[320]

  • Kalifornien: Die Kampagne zur Einleitung eines Recalls gegen Gouverneur Gavin Newsom teilte mit, dass sie an diesem Freitag 1.509.000 Unterschriften für den Recall gesammelt hätten. Das ist mehr als die gesetzlich für einen Recall vorgeschriebenen 12 % der Stimmen der letzten Gouverneurswahl (1.495.709 Stimmen). Der Recall war neben Newsoms Positionen zum Waffenrecht und zur Einwanderung vor allem mit seiner Politik in der Coronakrise begründet worden.[321]
  • Minnesota: Gouverneur Walz schwächte einige Coronaregulierungen ab, da die Zahlen zurückgingen. So sollten nun Versammlungen von fünfzig Personen erlaubt sei, statt wie bisher nur zehn. Einrichtungen und Geschäfte durften mit 25 % der feuerschutzrechtlichen Kapazität öffnen dürfen, Restaurants mit 50 % Kapazität in Innenräumen.[322]
  • New Hampshire: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass im Hillsborough County erstmals in New Hampshire eine Infektion mit der ansteckenderen Coronavirus-Variante B.1.1.7 festgestellt worden sei. Die mit dieser erstmals im Vereinigten Königreich beobachteten Variante angesteckte Person sei mit jemandem in Kontakt gekommen, der international gereist sei und positiv getestet worden war.[323]
  • New York: Gegenüber Abgeordneten des Staates New York erklärte eine Mitarbeiterin von Gouverneur Andrew Cuomo, dass die Regierung des Bundesstaates von der Legislative angefragte Daten zu Toten in Pflegeheimen zurückgehalten habe, da eine Anfrage des United States Department of Justice zu den gleichen Daten die Regierung habe erstarren lassen. Ein am 28. Januar 2021 veröffentlichter Bericht der Attorney Generalin des Bundesstaates Letitia James war bereits zum Ergebnis gekommen, dass die veröffentlichten Daten zu niedrig waren.[324]
  • Texas: Gouverneur Greg Abbott erklärte an diesem Freitag wegen eines ab Sonntag erwarteten Schneesturms in Nordtexas vorsorglich den Notstand. Wegen des erwarteten Sturms wurden zahlreiche Impfstellen für Sonntag und Montag geschlossen.[325]

13. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem im New England Journal of Medicine veröffentlichten Artikel räumten Mitarbeiter der Food and Drug Administration ein, dass die ab dem 16. März 2020 zugelassene Öffnung des Marktes für unerprobte Antikörper-Tests zu überstürzt geschehen sei.[326]

14. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe und Jill Biden inspizieren die für den Valentinstag 2021 am Weißen Haus aufgestellten Herzen.

Die First Lady Jill Biden hatte für diesen Valentinstag große Herzen mit Aufschriften wie „Unity“ (Einheit), „Compassion“ (Mitgefühl) oder „Courage“ (Mut) auf dem Rasen nördlich des Weißen Hauses aufstellen lassen. Sie begründete dies gegenüber Journalisten damit, dass sie einfach Freude und Hoffnung während der Pandemie habe vermitteln wollen.[327]

Bei einem Interview in der Sendung Face the Nation auf CBS warnte die Direktorin des Centers for Disease Control and Prevention Rochelle Walensky vor der Aufhebung von Eindämmungsmaßnahmen gegen COVID-19. Man sei immer noch bei 100.000 Neufällen pro Tag und täglich 1.500 bis 3.500 Todesfällen und es träten neue Virus-Varianten auf. Es sei nicht der Augenblick nachzulassen, sondern der Augenblick nachzulegen.[328] Auf NBC bezeichnete Anthony Fauci unterdessen in der Sendung Meet the Press Daten zu den Coronavirus-Varianten B.1.1.7 und B.1.351 als ernüchternd. Zu der ersteren Variante von SARS-CoV-2, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war, sei mehr bekannt und sie sei ansteckender als der ursprüngliche Virus. Zu der zweiten Variante sei weniger bekannt, aber diese erstmals in Südafrika beobachtete Variante könne scheinbar Therapien mit monoklonalen Antikörpern umgehen. Die Impfstoffe seien gegen diese Mutation auch weniger wirksam, böten aber noch einen gewissen Schutz. Erfahrungen in Südafrika zeigten, dass Menschen, die bereits von COVID-19 geheilt seien sich mit der Variante B.1.351 erneut infizieren könnten. Die Impfstoffe seien da allerdings effektiver als die natürliche Immunreaktion.[329]

15. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci gab in der Sendung Axios on HBO ein Interview. Er erinnerte an die beeindruckenden Zahlen im Dezember 2020 und Januar 2021 mit 300.00 bis 400.000 Neufällen am Tag und drei- bis viertausend täglichen Todesfällen. Obwohl die Trends nun in die richtige Richtung gingen sei es nicht die Zeit nachzulassen. Die neuen Virusvarianten und -mutationen würden Sorgen bereiten und bestimmen, wie man auf die Pandemie reagieren könne. Einige würden von den Impfstoffen erfasst, aber nicht alle. Fauci drückte aber auch die Hoffnung aus, dass mit zunehmenden Impfungen auch mehr Normalität möglich würde. Er nannte als Beispiel ein mögliches Treffen mit seiner Tochter.[330]

  • Connecticut: Es wurde ein erster Fall einer Infektion mit der SARS-CoV-2-Variante B.1.351 gemeldet, welche weltweit erstmals in Südafrika festgestellt worden war. Es handelte sich um eine Person in der Altersgruppe der 60- bis 70-Jährigen aus dem Fairfield County. Die Person wurde in einem Krankenhaus außerhalb von Connecticut behandelt.[331]
  • Florida: Der für die COVID-19-Abwehr in Florida zuständige Leiter der Division of Emergency Management Jared Moskowitz erklärte seinen Rücktritt. Er erklärte, dass er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wolle. Maskowitz war während der Pandemie deutlich stärker für Maßnahmen zur Eindämmung eingetreten, als der Gouverneur Floridas. Beispielsweise hatte er sein Twitter-Konto zeitweise in MASKowitz umbenannt. Der Rücktritt sollte keine unmittelbare Wirkung haben, sein Stellvertreter sollte ihm nachrücken.[332]
  • New York: Im Zusammenhang mit der Debatte um nicht als in Pflegeheimen verstorben erfasste COVID-19-Tote gab Gouverneur Andrew Cuomo eine Pressekonferenz. Er sagte, dass die Toten stets registriert worden seien, es gäbe nichts zu untersuchen. Die oppositionellen Republikaner im Kongress von New York forderten indessen Untersuchungen und ein Amtsenthebungsverfahren gegen Cuomo. Die Demokraten erwogen die Kompetenzen des Gouverneurs gesetzlich einzuschränken.[333]

16. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweres Winterwetter behinderte in mehreren Bundesstaaten wie Florida, Illinois und Texas diesen Dienstag die Impfstoff-Auslieferung.[334] Bereits am Rosenmontag waren 150 Millionen US-Amerikaner in 25 Bundesstaaten unter Winterwarnung, über 6.000 Flüge waren abgesagt worden.[335] Trotz der winterlichen Verzögerungen äußerte sich Präsident Biden optimistisch, dass das Ziel von 100 Millionen Impfungen in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit erreicht werden würde.[334] Centers for Disease Control and Prevention teilte später mit, dass zwei Logistikzentren in Memphis (Tennessee) und Louisville (Kentucky) von Winterstürmen beeinträchtigt seien und möglicherweise für mehrere Tage ausfallen würden. Von dort wurden unter anderem Colorado, Illinois, Minnesota und Texas beliefert.[336] Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki teilte mit, dass die Bundesregierung in dieser Woche die wöchentlichen Impfstofflieferungen an die Bundesstaaten auf 13,5 Millionen Impfdosen, statt 11 Millionen Impfdosen in der Vorwoche, erhöhen wolle. Die Lieferungen direkt an Apotheken würden von einer Million Impfdosen verdoppelt.[337] Anthony Fauci änderte auf CNN gegenüber Jim Sciutto unterdessen seine Einschätzung, wann Impfstoffe für die breite Öffentlichkeit verfügbar sein würden. Er gehe nun nicht mehr von Ende April, sondern von Mitte bis Ende Mai oder sogar Anfang Juni aus. Grund sei, dass Johnson & Johnson 10 Millionen weniger Impfdosen haben werde, als ursprünglich angenommen. Dann würde es aber noch einige Zeit dauern, bis jeder geimpft sei. Das könne sich bis in den August oder Frühherbst hinziehen.[227]

Am Abend nahm Joe Biden an einer Veranstaltung im Town-Hall-Format auf CNN in Milwaukee teil. Er äußerte, dass bis Weihnachten die Situation sich wesentlich geändert haben werde. In einem Jahr werde eine bedeutende Anzahl an Menschen nicht mehr Abstand halten müssen und Masken tragen müssen. Er wolle aber Nichts über-anpreisen. Bezüglich der Impfstoffe sagte Biden, dass bis Juli genug Impfstoffe für alle Amerikaner verfügbar sein würden. Die Durchführung der Impfungen werde aber ein wenig länger dauern. Biden warb aber vor allem für das von ihm angestrebte Hilfspaket. Es sei die Zeit Geld auszugeben und groß an die COVID- 19-Hilfen heranzugehen.[338]

Präsident Biden verlängerte ein Moratorium für Hypothekenzinsen und Zwangsvollstreckungen in Wohnraum aus von der Bundesregierung gesicherten Hypotheken. Die Aussetzung wäre sonst Ende März ausgelaufen, er verlängerte sie bis zum 30. Juni 2021. Zu diesem Zeitpunkt waren etwas mehr als zehn Millionen Hauseigentümer im Rückstand mit der Bezahlung ihrer Hypothekenverpflichtungen. Knapp 20 % aller Mieter oder 13,8 Millionen waren im Rückstand mit ihren Mietzahlungen.[339]

Der Geheimdienst Südkoreas informierte das südkoreanische Parlament, dass Nordkorea mittels Hackens Spionage an der Impfstoffentwicklung des amerikanischen Impfstoffherstellers Pfizer zu betreiben versucht habe.[340]

  • Massachusetts: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass bei einer Frau in den 20ern im Middlesex County erstmals die Variante B.1.351 in Massachusetts festgestellt worden war.[341]
  • Puerto Rico: Die Gesundheitsbehörden meldeten den ersten Fall einer Erkrankung mit der ursprünglich in Großbritannien gefundenen Virus-Variante B.1.1.7. Es handelte sich um eine fünfzigjährige Puertorikanerin, die in Europa ansässig war und während eines Kurzbesuches erkrankte.[342]

17. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vizepräsidentin Kamala Harris gab ihr erstes Fernsehinterview seit sie ihr Amt am 20. Januar 2021 angetreten hatte. In der Sendung Today sprach sie mit Savannah Guthrie über die Wiederöffnung von Schulen. Sie sagte, dass Lehrer, wie alle Arbeiter an der Pandemiefront, bei Impfungen vorgezogen werden sollten. Sie vermied es aber, zu sagen, dass Lehrerimpfungen Voraussetzungen für Schulöffnungen sein sollten. Dies sei Sache der Bundesstaaten. Angesprochen auf CDC-Richtlinien, nach denen 90 % der US-Schüler in Gebieten mit zu hohen Ansteckungsraten für Präsenzunterricht seien, sagte sie dass die Richtlinien Empfehlungen seien, es sei an den Bundesstaaten zu entscheiden. Sie hob die Wichtigkeit von Schulöffnungen für die Bildung von Schülern hervor.[343] Anthony Fauci äußerte sich in der Sendung CBS This Morning dahingehend, dass Lehrer bei Impfungen vorgezogen werden sollten und soviele Lehrer wie möglich vor Schulöffnungen geimpft werden sollten. Er sagte aber auch, dass es nicht machbar sei die Impfung aller Lehrer zum sine qua non für Schulöffnungen zu machen.[344]

Eine Gruppe von Gesundheitsexperten sandte ein Schreiben an die führenden Gesundheitsführer der Biden-Administration. In dem Schreiben wurden die bestehenden Richtlinien des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) für das Tragen von Gesichtsbedeckungen als unzureichend bezeichnet. Statt Alltagsmasken zuzulassen, sollte für Angestellte im Gesundheitswesen und andere Personen mit hohem Ansteckungsrisiko das Tragen von N95-Masken als Richtschnur gelten. CDC beschränkte das Tragen von N95-Masken auf das Gesundheitswesen, um ausreichende Mengen in Krankenhäusern und Arztpraxen zu gewährleisten.[345]

Vertreter des Pentagon sagten vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses aus, dass etwa ein Drittel der Angehörigen der Streitkräfte der Vereinigten Staaten eine Schutzimpfung verweigerten.[346]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis verteidigte seine Entscheidung eine Impfstation in dem Gebiet Lakewood Ranch im Manatee County errichtet zu haben. Die Errichtung erfolgte nach einem Telefonat am 9. Februar mit dem Betreiber von Lakewood Ranch, der auch ein wichtiger Spender der Republikanischen Partei ist. Es wurde DeSantis vorgeworfen, die Station für die beiden weißesten Gebiete des County errichtet zu haben. DeSantis erwiderte, die Wahl sei nach der Häufung von Senioren erfolgt, wenn dem County die Errichtung nicht passe, dann könne er sie ganz wegnehmen.[347]
  • Maryland: Gouverneur Hogan teilte mit, dass in seinem Bundesstaat der erste Fall einer Erkrankung mit der erstmals 2020 in Brasilien identifizierten Coronavirus-Variante P.1 festgestellt worden sei. Es handele sich um einem mittlerweile verstorbenen älteren Mann aus dem Großraum Washingtons, der nach einer Reise erkrankt war.[348]
  • New York: DeLetitia James, als General Attorney des Staates New York, ließ vor einem Gericht New Yorks Klage gegen Amazon wegen Verletzung von Arbeitsschutzbestimmungen einreichen. Die Klage warf dem Unternehmen vor, seine Beschäftigten während der COVID-19-Pandemie wiederholt und andauernd nicht hinreichend geschützt zu haben.[349]

18. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci gab ein Interview auf MSNBC, in dem er Stellung zu den durch schweres Winterwetter verursachte Verzögerungen nahm. So waren laut der Katastrophenschutzbehörde FEMA etwa 2.000 Impfplätze wegen des Winterwetters geschlossen. Fauci sagte, dass die Vereinigten Staaten doppelt so hart arbeiten müssten, um die Verzögerungen bald wieder einzuholen.[350]

Marty Makary von der Johns Hopkins School of Medicine äußerte im Wall Street Journal die Ansicht, dass im April die Pandemie größtenteils vorbei sein könne und Amerikaner zu einem normalen Leben zurückkehren könnten. Er berief sich dabei darauf, dass in den letzten sechs Wochen die Zahl der täglichen Fälle um 77 % gefallen sei.[351] Das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der University of Washington ging demgegenüber davon aus, dass bis Ende Mai über 589.000 US-Amerikaner sterben würden. Bis dahin würden die täglichen Sterbezahlen von zur Zeit 2.000 auf 500 zurückgegangen sein, eventuell auch niedriger, falls Amerikaner konsequent Masken tragen würden. IHME prognostizierte dabei, dass bis zum Herbst Herdenimmunität möglich, aber unwahrscheinlich sei.[352]

Das Arbeitsministerium veröffentlichte die Arbeitslosenzahlen für die am 13. Februar endenden Woche. In dem Zeitraum hatten etwa 861.000 Personen erstmals Arbeitslosenunterstützung beantragt, 13.000 mehr als in der Woche davor. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosenunterstützung betrug damit 18,3 Millionen, was jedem Neunten Arbeitsfähigen entsprach. Zusätzlich hatten 516.000 Personen Pandemic Unemployment Assistance beantragt. In der Woche davor waren dies noch 174.000 gewesen.[353] Unter anderem wegen dieser Arbeitsmarktzahlen gaben die Kurse an den Aktienbörsen nach. Der Dow Jones Industrial Average gab 119,68 Punkte beziehungsweise 0,4% nach und schloss bei 31.493,34, wobei der DOW zeitweise über 300 Punkte im Minus gewesen war. Der S&P 500 verlor 0,4% und schloss den Handelstag bei 3.913,97. Der Nasdaq Composite rutschte um 0,7% und beendete den Handelstag mit 13.865,36.[354]

19. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden besichtigte gemeinsam mit der Gouverneurin von Michigan Gretchen Whitmer, seinem Corona-Koordinator Jeff Zientsto und Albert Bourla, dem Vorstandsvorsitzenden von Pfizer die Impfstofffabrik Pfizers bei Kalamazoo (Michigan). Danach erklärte Biden, dass Impfstoffe sicher seien und hob hervor wie wichtig es sei, dass jeder sich impfen ließe. Er wisse aber, dass es zwei verschiedene Dinge seien Impfstoffe zur Verfügung zu haben und sie in die Arme der Bevölkerung zu bekommen. Während die Impfstoffauslieferung durch schweres Winterwetter behindert wurde, versicherte Biden, dass seine Regierung alles tue, um die Krise zu beenden. Er könne aber keine Datum nennen, wenn die USA zur Normalität zurückkehren würden. Er hoffe aber zu Weihnachten oder Ende des Jahres würde es soweit sein.[355]

Das Winterwetter hatte in dieser Woche zu erheblichen Verzögerungen bei der Auslieferung von Impfstoffen in etwa der Hälfte aller Bundesstaaten geführt. Andy Slavitt, führender Berater im Weißen Haus für die Corona-Politik, erklärte gegenüber der Presse, dass die mit der Auslieferung betrauten Unternehmen UPS und FedEx die Rückstände unter anderem durch Sonnabendauslieferungen aufholen würden.[356]

Gegenüber dem Sportsender ESPN äußerte sich Anthony Fauci vorsichtig optimistisch, dass die Major League Baseball eine volle Baseball-Saison vor Publikum haben könne, falls die Fallzahlen weitersinken täten. Es würde aber wohl Regulierungen geben, wie eine Maskenpflicht, Abstandsvorschriften und Kapazitätsbegrenzungen.[357]

  • Florida: Der erste Fall einer Ansteckung mit der zuerst in Brasilien identifizierten SARS-CoV-2-Variante P.1 wurde im Miami-Dade Count erfasst. Florida meldete zeitgleich auch die meisten Infektionen mit der Variante B.1.1.7.[358]
  • Idaho: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass erstmals ein Fall der Infektion mit der Coronavariante B.1.351 festgestellt worden war. Ein Mann im Südwesten des Bundesstaates war mit der erstmals 2020 in Südafrika identifizierten Variante diagnostiziert worden. Die Behörden gingen davon aus, dass er sich auf einer kürzlichen Auslandsreise infiziert hatte.[359]
  • Kalifornien: Der Oakley Union Elementary School District im Contra Costa County teilte mit, dass alle Mitglieder des Schulausschusses (School Board) zurückgetreten waren. Der Ausschuss hatte sich zwei Tage zuvor in einer öffentlichen Videokonferenz getroffen, von der die Ausschussmitglieder ausgingen, sie sei nicht öffentlich. In der Sitzung äußerten sich Mitglieder abfällig über Eltern, die eine Öffnung der Schulen des Distriktes anstrebten. Die Konferenz war aufgezeichnet und auf Youtube veröffentlicht worden.[360]

20. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kalifornien: Die Lehrergewerkschaft United Teachers Los Angeles führte unter Beteiligung von Eltern und Schülern eine Autokarawane in Downtown Los Angeles durch. Diese Demonstration richtete sich gegen Schulöffnungen in der Pandemie.[361]

21. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten nach den Daten der Johns Hopkins University an diesem Sonntag erstmals über 28 Millionen COVID-19-Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten. Bis dahin waren Über 59 Millionen Impfdosen verabreicht worden und 41,9 Millionen US-Amerikaner zumindest erstmals geimpft worden, über 17 Millionen hatten auch die zweite Impfspritze erhalten.[362]

Anthony Fauci gab an diesem Sonntagvormittag Interviews. Gegenüber Dana Bash in der CNN-Sendung State of the Union bezeichnete er den nahenden Meilenstein von einer halben Million Toten als entsetzlich. Die Vereinigten Staaten seien seit 102 Jahren, seit der Spanischen Grippe 1918, mit keiner solch schrecklichen Situation konfrontiert worden. Man werde noch in Jahrzehnten von der Erreichung des Meilensteines sprechen. Deshalb sei es wichtig die angeratenen Vorbeugemaßnahmen zu ergreifen, damit es nicht schlimmer werde. Er räumte aber ein, dass die Zahlen zurückgingen. Auf NBC sagte Fauci in der Sendung Meet the Press zum Moderator Chuck Todd, dass die Zahlen stark abrutschten. Aber sie seien noch immer auf einem hohen Niveau.[363] Der ehemalige Direktor der FDA Scott Gottlieb äußerte sich optimistischer in der Sendung Face the Nation auf CBS News. Er sagte, dass er erwarte, dass sich der Rückgang fortsetze. Der Effekt der Herdenimmunität könne bereits bei Infektion oder Impfung von 40 % der Bevölkerung eintreten. Der Wert sei in Teilen der Vereinigten Staaten bereits erreicht.[364]

  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, dass die erstmals im Dezember 2020 in Südafrika beobachtete SARS-CoV-2-Mutation B.1.351 nun erstmals auch bei einem Bewohner des Bundesstaates New York festgestellt worden war. Der Mann aus dem Nassau County auf Long Island war kürzlich verreist gewesen.[365]

22. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweigeminute am Weißenhaus.

Die Vereinigten Staaten überschritten die Marke von 500.000 zu betrauernden Opfern der COVID-19-Pandemie. Sie wiesen damit etwa doppelt so viele Tote aus wie das zweitplatzierte Brasilien.[366] Präsident Biden ordnete an, die Fahnen an Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen, und rief zu einer Schweigeminute zum Sonnenuntergang auf.[367] In einer Rede im Rahmen einer Trauerzeremonie am Weißen Haus mit Kerzen griff er auf eigene Erfahrungen mit dem Verlust geliebter Angehöriger zurück. Er sagte, die Vereinigten Staaten sollten nicht taub gegenüber der Trauer werden.[368]

Präsident Biden kündigte Änderungen am Paycheck Protection Program (PPP) zugunsten kleinerer Unternehmen an. So wurde ein Zeitraum von zwei Wochen festgesetzt, in dem nur Unternehmen mit 20 oder weniger Angestellten Kreditanträge stellen können. Die Vergabeformel wurde zugunsten von Einzelunternehmen geändert.[369]

23. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenken an 500.000 COVID-19-Tote im U.S. Kongress. Im Vordergrund: Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, Chuck Schumer, Mehrheitsführer im Senat, und Mitch McConnell, Minderheitsführer im Senat (von links nach rechts).

Während eines runden Tisches mit afroamerikanischen Beschäftigten in essentiellen Bereichen kündigte Präsident Biden an, dass die Regierung plane, Millionen von Masken an Haushalte zu versenden. Der für die Logistik zuständige General stellte später klar, dass noch nicht geplant sei, Masken an alle US-Amerikaner zu senden. Gesichtsmasken sollten zunächst an besonders betroffene Gruppen versendet werden.[370]

Jerome Powell, der Vorsitzende der Federal Reserve Bank, wurde vor dem Banken-Ausschuss des Senats angehört. Er sagte aus, die US-Wirtschaft könne sich relativ schnell erholen, sobald die Pandemie unter Kontrolle gebracht werde. Der Arbeitsmarkt, vor allem in den besonders hart betroffenen Dienstleistungsbereich und im Gastgewerbe, würde länger benötigen. Hinsichtlich des von Präsident Biden geplanten 1,9-Billionen-Dollar-Stimulus-Pakets hielt er sich zurück mit Aussagen dazu, wie viel Stimulierung die Wirtschaft brauche. Bezüglich Sorgen einer durch Stimmuluszahlungen verursachten Inflation sagte Powell, die derzeitige Inflationsrate liege deutlich unterhalb des Zielwertes von 2 %. Falls die Marke überschritten würde, habe die Zentralbank genug Möglichkeiten, die Inflation in den Griff zu bekommen.[371]

  • Alaska: Bei einem Bewohner von Anchorage wurde die brasilianische Variante (P.1) des SARS-CoV-2-Virus festgestellt. Die infizierte Person war früher im Februar an COVID-19 erkrankt. Es waren keine Reisen des Patienten bekannt.[372] Alaska war damit der fünfte US-Bundesstaat, in dem P.1 registriert wurde.[373]
  • New York: Forscher veröffentlichten zwei unabhängige Studien[374][375] dass eine neue Mutation oder Variante, B.1.526 nachgewiesen wurde. Sie war von Dezember bis in den Februar beobachtet worden und machte zum Veröffentlichungszeitpunkt bereit. 12,6 % aller Proben aus. Die Variante war in verschiedenen Stadtteilen New York Citys und mittlerweile im Nordosten der Vereinigten Staaten nachweisbar. B.1.526 wies Merkmale auf, die auf die Möglichkeit der teilweisen Umgehbarkeit der Immunabwehr und eine geringere Wirksamkeit Antikörpertherapien hindeuteten. Entstehungsort war vermutlich New York.[376]
  • Bundesstaat Washington: im King County wurde ein Fall einer Infektion mit der SARS-CoV-2-Variante B.1.351 festgestellt. Diese erstmals in Südafrika identifizierte Mutation wurde an der University of Washington durch Gen-Sequenzierung gefunden.[377]

24. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden hob die Blockade des Erteilens von Green Cards für Familienangehörigen von US-Amerikanern und in der Green-Card-Lotterie, sowie von Arbeitsvisa für Hochqualifizierte auf. Sein Vorgänger hatte diese Blockade mit dem Schutz vor der Pandemie und den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt begründet. Biden begründete seine Anordnung damit, dass die Interessen der Vereinigten Staaten die Anwerbemöglichkeit von Hochqualifizierten erforderten.[378]

CDC-Direktorin Walensky warnte vor der National Academy of Medicine und der American Public Health Association vor Virus-Varianten. Die Varianten könnten jüngste Fortschritte rückgängig machen und alle Bemühungen untergraben. Da Varianten wahrscheinlicher würden, je mehr Menschen sich ansteckten, wäre eine weltweite Bekämpfung notwendig. Unabhängig davon, ob man internationale Zusammenarbeit möge oder nicht.[379]

Die Food and Drug Administration (FDA) stellte an diesem Mittwoch die Ergebnisse der Untersuchung des von Johnson & Johnson entwickelten SARS-CoV-Impfstoffes vor. Die FDA bewertete den Wirkstoff als wirksam und sicher. Es sei eine Wirksamkeit von 66,9 % nach mindestens 14 Tagen und von 66,1 % nach mindestens 28 Tagen nachgewiesen worden. Gegen die neue Variante B.1.351, die erstmals 2020 in Südafrika festgestellt worden war, schützte der Impfstoff noch zu 64 %. Die Ergebnisse wurden an das unabhängig besetzte Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee weitergeleitet, welches sich am Freitag treffen sollte.[380]

25. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Arbeitsministerium setzte eine Executive Order Präsident Bidens um. In der erlassenen Richtlinie wurde es Arbeitslosen erlaubt, dass sie angebotene Arbeit wegen COVID-19-Ansteckungsgefahren ablehnen durften ohne Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung zu verlieren.[381]

Ein Bundesrichter in Osttexas urteilte, dass das von der Seuchenschutzbehörde CDC 2020 angeordnete Moratorium von Zwangsräumungen von Wohnraum verfassungswidrig sei. Eine derartige Anordnung sei weder während der Spanischen-Grippe-Epidemie 1918, noch während der Weltwirtschaftskrise angeordnet worden. Die Bundesbehörden hätten keine Zuständigkeit für derartige Maßnahmen.[382] (Fortsetzung: 27. Februar)

Der wöchentliche Bericht des Arbeitsministeriums zur Lage am Arbeitsmarkt wies 730.000 Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die am 20. Februar 2021 endende Woche aus. Dies war zum einen niedriger als die Antragszahl in der Vorwoche und zum anderen niedriger als die 845.000 prognostizierten Anträge. Zurückgeführt wurde dieser Rückgang zum Teil auf das in Teilen der USA herrschenden schweren Winterwetters. Es war die niedrigste Zahl von Anträgen seit dem 28. November 2020. Die Anzahl fortlaufender Anträge war um 101.000 auf etwa 4,2 Millionen zurückgegangen, der niedrigste Wert seit dem 21. März 2020. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosenunterstützung bewegte sich aber noch immer deutlich über den Werten vor der Pandemie. Gestiegen waren Anträge auf Unterstützung aus dem Pandemic Unemployment Assistance Program. 964.000 Personen hatten aus diesem Programm Unterstützung beantragt.[383]

26. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten beschloss mit 219 zu 212 Stimmen das von Präsident Biden befürwortete Corona-Entlastungsgesetz. Das 1,9 Billionen Dollar teuere Gesetz musste nun noch vom Senat der Vereinigten Staaten beschlossen und von Biden ausgefertigt werden.[384] (Fortsetzung: 6. März)

In Orlando (Florida) begann die Conservative Political Action Conference (CPAC) 2021. Die sonst jährlich im Großraum um Washington, D.C. abgehaltene Veranstaltung war nach Florida verlegt worden, nachdem vom Gouverneur von Maryland, Larry Hogan erlassene Beschränkungen von Großveranstaltung die Abhaltung dort unmöglich gemacht hatten. Es bestanden zwar Regelungen zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Hotelinnenräumen, diese wurden aber nur teilweise befolgt. Der Gouverneur Ron DeSantis von Florida pries in einer Rede dann seinen Bundesstaat als „Insel der Freiheit“ an, wegen der geringen Corona-Beschränkungen. Senator Ted Cruz aus Texas machte in seiner Rede Witze über Masken in Restaurants.[385]

Das Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee als unabhängiges Expertengremium der FDA stimmte 22:0, dass der von Johnson & Johnson entwickelte SARS-CoV-2-Impfstoff Ad26.COV2.S als wirksam und sicher im Rahmen einer Notfall-Zulassung genehmigt werden könne.[386] In der Sendung The News with Shepard Smith erklärte ein Vorstandsmitglied von Johnson & Johnson, dass davon auszugehen wäre, dass bis Ende März 20 Millionen Dosen ausgeliefert werden sein würden. Dies würde, da der Impfstoff nur eine Dosis zur vollen Impfung benötige, 20 Millionen Geimpften entsprechen.[387]

Die Leiterin der CDC, Rochelle Walensky, warnte an diesem Freitag, dass die Zahlen an Neufällen seit dem Höhepunkt im Januar 2021 stark zurückgegangen seien, sich der Rückgang aber abflache. Im Januar hatte es bis zu 250.000 Neufälle am Tag gegeben. Am Donnerstag waren es im Siebentages-Durchschnitt 73.376 Fälle am Tag. Dies war allerdings ein leichter Anstieg im Vergleich zur Vorwoche. Walensky wies darauf hin, dass sich sowohl die Zahl der Neufälle, der Hospitalisierungen, wie auch der Todesfälle auf einem hohen Niveau befänden. Die Abflachung des Rückgangs könne auf die neueren Virus-Varianten zurückführbar sein. Die erstmals in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 machte mittlerweile 10 % der Fälle in den USA aus, vor ein paar Wochen war es noch 1 % gewesen. Es sei nicht die Zeit mit den Bemühungen nachzulassen und Beschränkungen durch die Bundesstaaten zurückzurollen.[388]

Die USS San Diego und die USS Philippine Sea wurden wegen COVID-19-Ausbrüchen an Bord in den Hafen von Bahrain befohlen.[389]

Es wurde eine Untersuchung der National Basketball Association bekannt. Die Nachforschungen betrafen den Verdacht, dass Jeremy Lin von den Santa Cruz Warriors auf dem Spielfeld als "Coronavirus" bezeichnet worden sein soll.[390]

27. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Food and Drug Administration erteilte die Notgenehmigung für den Einsatz des von Johnson & Johnson entwickelten Impfstoffes gegen den SARS-CoV-2-Virus. Der Impfstoff stellte den dritten in den Vereinigten Staaten zugelassenen Impfstoff dar. Die Regierung plante innerhalb von einer Woche die ersten vier Millionen Impfdosen auszuliefern.[391]

An diesem Sonnabend sprach unter anderem die Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, auf der CPAC. Die Gouverneurin, die als mögliche Kandidatin für die Präsidentenwahl 2024 gesehen wurde, sprach über den Umgang mit der Pandemie. Noem kritisierte Lockdowns und vertrat die Ansicht, dass Politik und nicht die Pandemie die Wirtschaftskrise ausgelöst habe. 2020 sei die Antwort auf die Frage, weshalb konservative Politik gebraucht würde. Sie griff Andrew Cuomo, den Gouverneur von New York, und Anthony Fauci an.[392]

Das Justizministerium teilte mit, dass Berufung gegen ein Urteil eines Bundesgerichts in Osttexas eingelegt worden ist. Das Urteil hatte das vom CDC verhängte Zwangsräumungsmoratorium während der Pandemie aufgehoben.[393]

28. Februar 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Advisory Committee on Immunization Practices der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) stimmte einstimmig für die medizinische Verwendung des Impfstoffes von Johnson & Johnson. Der dritte Impfstoff und der erste, der nur einer Impfdosis bedarf, nahm damit die letzte Hürde des Zulassungsverfahrens in den Vereinigten Staaten.[394]

Auf der CPAC sprach der ehemalige Präsident Donald J. Trump über anderthalb Stunden. Unter anderem wiederholte er die Behauptung, dass die Präsidentschaftswahl 2020 manipuliert gewesen sei und er habe gewonnen. Die Demokraten hätten die COVID-19-Pandemie zum Vorwand genommen, die Wahl zu manipulieren und der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten habe es ignoriert. Trump deutete an, dass er bei der nächsten Präsidentschaftswahl erneut antreten könne um angeblich ein drittes Mal zu siegen. Er bezeichnete die bisherige Präsidentschaft Joe Bidens als den desaströsesten ersten Monat jeder Präsidentschaft und forderte Biden auf, die Schulen wieder zu öffnen. Die Schulen waren von den Bundesstaaten etwa ein Jahr zuvor geschlossen worden. Es war der erste öffentliche Auftritt Donald Trumps, seitdem er das Amt des Präsidenten verloren hatte.[395]

In der Sendung Face the Nation mit Margaret Brennan auf CBS traten an diesem Sonntagmorgen Anthony Fauci und Gouverneurin Kristi Noem auf. Fauci äußerte sich positiv dahingehend, dass die Vereinigten Staaten nun über drei hochwirksame Impfstoffe verfügten. Er betonte, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson nicht minderwertiger sei, es sei auch bei ihm in der Probephase nicht zu Krankenhauseinweisungen und Toten gekommen. Er erklärte, dass die Bemühungen der Regierung Impfungen durchzuführen zunähmen. Er sagte, dass die Infektionszahlen jüngst stark abgenommen hätten, aber, dass niemand wolle, dass die Zahlen sich bei 70.000 Neufällen pro Tag einpendelten. Es sei schon bei den vorherigen Wellen geschehen, dass man nachlässig geworden sei und Bemühungen heruntergefahren habe.[396] Er wurde auch auf die Rede von South Dakotas Gouverneurin Kristi Noem am Tag zuvor während CPAC angesprochen. Er bezeichnete ihre Rede als unglücklich und wenig hilfreich. Er äußerte, dass man manchmal glaube richtig zu liegen, aber dann sehe man die Zahlen. Die Zahlen würden nicht lügen. Er sei sicher, dass man auch stehenden Applaus hätte bekommen können, wenn man sagte, dass man sich geirrt habe.[397] Kurz darauf trat Noem auf. Die Gouverneurin pries das Vorgehen South Dakotas. Angesprochen durch Brennan auf die hohe Sterberate pro Kopf erklärte Gouverneurin Noem, dass South Dakota relativ früh den Höhepunkt erreicht habe. Brennan wies darauf hin, dass es sich nicht um aktuelle Infektionszahlen gehandelt habe, sondern die aktuelle Sterberate, die sie zitiert habe. Noem erwiderte, dass andere Bundesstaaten wie New York und Kalifornien hohe Todesraten hätten. Sie habe es vorgezogen den Bürgern die freie Entscheidung zu überlassen. Als die Moderatorin nachfragte, wie sie als Konservative eine Politik verfolgen konnte, die wenig Rücksicht auf Leben nähme, erwiderte die Gouverneurin, das solle man die anderen Gouverneure fragen. Man müsse die Kosten für die Wirtschaft berücksichtigen. Brennan sprach darauf eine Studie der San Diego State University an, nach der die Gesundheitsfolgekosten der von Kristi Noem im August 2020 zugelassenen und beworbenen Sturgis Motorcycle Rally allein sich schon auf $ 12 Milliarden addierten. Noem bestritt die der Studie zugrundeliegenden Daten.[398]

Die Golden Globe Awards wurden verliehen. Die 78. Verleihung der Golden Globe Awards fand wegen der andauernden COVID-19-Pandemie vor allem virtuell statt. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Amy Poehler in Beverly Hills und Tina Fey in New York City.[399]

  • Kalifornien: Parlamentarier des Bundesstaates konnten mit Gouverneur Newsom eine Einigung über Schulöffnungen erzielen. Schulen sollten demnach bis Ende März für die jüngsten Schüler bis zur zweiten Klasse öffnen dürfen, ohne Rücksicht auf Infektionswerte im Bezirk und ohne, dass Vereinbarungen mit Gewerkschaften Voraussetzung sind. Die Letztentscheidung sollte bei lokalen Behörden und Schulbezirken liegen. Es sollten $ 2 Milliarden an Subventionen für Schulen zur Verfügung gestellt werden, die öffneten.[400]

März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde Ende April bekannt, dass die Wirtschaft im ersten Quartal 2021 mit 6,4 % gewachsen war, das größte Quartalwachstum seit 1984. Im März war das Wachstum mit dem, durch Zahlung von $ 1.400 an amerikanische Verbraucher, gestiegenen Konsum befeuert worden. Zusätzlich sorgten die zunehmenden Schutzimpfungen für eine größere Zuversicht.[401] Der März 2021 sah die größte Erholung des Arbeitsmarktes seit dem August 2020. Es waren 916.000 mehr Amerikaner am Ende des Monats beschäftigt, als noch am Ende des Vormonats. Prognostiziert worden war ein Zuwachs von 675.000. Die Arbeitslosenquote sank auf 6 %. Am stärksten wuchsen die Bereiche Gastgewerbe (+176.000), Baugewerbe (+110.000) und Unterhaltung (+64.000). Getragen wurden die Entwicklungen am Arbeitsmarkt durch Rückgänge bei den Coronazahlen und die Impfkampagne der Regierung. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen war aber noch immer 7,9 Millionen über den Werten im Februar 2020[402] Die positive Entwicklungen am Arbeitsmarkt, eingehende Hilfszahlungen der Regierung, und Optimismus wegen zunehmenden Impfungen führten dazu, dass laut dem Handelsministerium der Umsatz im Einzelhandel im Vergleich zum Vormonat um 9,8 % zunahm, nachdem die Umsätze wegen schlechter Wetterbedingungen im Februar noch um 2,7 % gesunken waren.[403]

1. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Direktorin der Centers for Disease Control and Prevention Rochelle Walensky äußerte sich in einer Pressekonferenz der Corona-Gruppe der Regierung besorgt über Schritte von Bundesstaaten Beschränkungen zurückzunehmen. 70.000 Fälle am Tag sei zwar niedrig im Vergleich zum Stand vor ein paar Monaten. Es sei aber immer noch hoch. In der derzeitigen Situation mit den sich verbreitenden Varianten sei man an einem Punkt, wo die hart erarbeiteten Erfolge verloren gehen könnten. Die Vereinigten Staaten hatten bis Ende Februar 2.400 mit der erstmals in Großbritannien aufgetauchten Variante B.1.1.7, 53 Fälle der erstmals in Südafrika beobachteten Variante B.1.351, und 10 Infektionen mit der in Brasilien zuerst entdeckten Variante P.1 erfasst. Hinzu trat die erstmals in Kalifornien identifizierte Variante B.1.427/B.1.429 und die in New York entdeckte Variante B.1.526. Anthony Fauci erklärte die Variante B.1.526 würde genau beobachtet werden und wäre vermutlich in der Nachbarschaft Washington Heights im oberen Manhattan entstanden und habe sich in New York mittlerweile ausgebreitet, es sei aber noch viel unbekannt über diese Variante.[404]

Gegenüber der Washington Post verteidigte Anthony Fauci die Entscheidung auf die doppelten Impfspritzen bei Pfizer- und Moderna-Impfstoffen zu bestehen, statt mehr Personen mit nur einer Dosis zu impfen. Die Einzeldosis schütze nicht genug gegen die Varianten von SARS-CoV-2. Es sei auch wissenschaftlich unklar, wie lange Einzelimpfungen Immunität gewähren würden. Fauci räumte aber ein, dass beide Strategien ihre Risiken hätten.[405] Der ehemalige Surgeon General unter Trump Jerome Adams kritisierte den Ansatz auf Twitter. Er teilte seine Ansicht mit, dass der Schutz Vieler wichtiger sei, als der bessere Schutz Weniger.[406]

  • Illinois: Im drittgrößten Schulbezirk des Landes, dem von Chicago, kehrten die Schüler der Jahrgangsstufen Kindergarten bis fünfte Klasse zurück in die öffentlichen Schulen. Schüler bis zur achten Klasse sollten in der folgenden Woche folgen.[407]
  • Louisiana: Das Erzbistum New Orleans rief auf seiner Web-Seite dazu auf, den von Johnson & Johnson produzierten Impfstoff zu vermeiden. Er sei aus bei zwei Schwangerschaftsabbrüchen gewonnenen Stammzellen gewonnen worden und daher moralisch korrumpiert.[408] Michael Gerard Duca, der Bischof von Baton Rouge, erklärte demgegenüber, dass man zwar die Impfstoffe von Pfizer und Moderna vorziehen solle, wenn aber unter vernünftigen Umständen nur das von Johnson & Johnson verfügbar sei, dann sollte man es nehmen. Impfungen seien ein Akt der Nächstenliebe.[409]

2. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden verkündete, dass er den Defense Production Act nutze, damit das Pharma-Unternehmen Merck den von dem Konkurrenten Johnson & Johnson entwickelten Impfstoff produziere. Biden erklärte, dass es nun Licht am Ende des Tunnels gebe, aber es nicht die Zeit sei nachzulassen, bis der Sieg über das Virus gesichert sei.[410] Er versprach später, dass bis Ende Mai genug Impfstoff zur Verfügung stehen würde, um jeden Erwachsenen in den Vereinigten Staaten zu impfen. Er forderte alle Bundesstaaten auf, Lehrer und Angestellte in Schulen bei Impfungen als essentielle Arbeiter zu priorisieren. Bislang war dies nur in dreißig der fünfzig Staaten der Fall.[411]

Bischof Kevin Carl Rhoades als Vorsitzender des Ausschuss für Doktrin der Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten und Erzbischof Joseph F. Naumann als Vorsitzender des Komitees für Pro-Life-Aktivitäten veröffentlichten für die Bischofskonferenz eine Stellungnahme zu dem Impfstoff von Johnson & Johnson.[412] Sie erhoben moralische Bedenken, dass der Impfstoff mit Hilfe von nach Schwangerschaftsabbrüchen gewonnenen Stammzellen entwickelt wurden. Gläubige sollten Impfstoffe von Pfizer oder Moderna vorziehen. Sie setzten sich damit in Gegensatz zu einer von Papst Franziskus genehmigten Stellungnahme, dass Sich-Impfen-Lassen mit solchen Impfstoffen keine Teilnahme an Schwangerschaftsabbrüchen darstellte.[413]

Die National Institutes of Health (NIH) brachen eine Studie über die Behandlung milder bis moderater COVID-19-Erkrankungen mit Blutplasma von der Krankheit Genesenen ab.[414]

  • Louisiana: Gouverneur John Bel Edwards versetzte an diesem Dienstag mit Wirkung zum Mittwoch den Bundesstaat in die dritte Phase der Öffnungsplans. Die Maskenpflicht wurde aufrecht erhalten, aber Gaststätten konnten Innenräume mit 25 % Kapazität nutzen, in Parishs mit weniger als 5 % positiven Testergebnissen sogar mit halber Kapazität. Live-Musik wurde unter Bedingungen wieder erlaubt. Fitnessstudios konnten teilweise öffnen und religiöse Veranstaltungen mussten nur noch die Maskenpflicht beachten.[415]
  • Maryland: Es wurde bekanntgegeben, dass der Leiter der CDC unter Trump, Robert Redfield, ehrenamtlich als Berater des Gouverneurs Hogan tätig werden würde. Redfield würde die Impfkampagne und die Corona-Politik Marylands überwachen.[416]
  • Mississippi: Gouverneur Tate Reeves verkündete, dass die Pflicht Masken zu tragen am Mittwoch den 3. März 2021 in Mississippi enden werde. Die Zahlen gingen herunter, es wäre an der Zeit die Pflicht zu beenden. Da man nun Impfstoffe habe ende die Zeit, wo die Regierung den Bürgern erzähle, was sie tun oder lassen sollten.[417]
  • Texas: Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, kündigte in Lubbock an, er werde die Maskenpflicht auslaufen lassen und Beschränkungen weitgehend aufheben. Die Unternehmen in Texas könnten dann ab dem 10. März 2021 vollständig öffnen. Arbeitnehmern seien durch Kapazitätsgrenzen zulange Arbeitsmöglichkeiten vorenthalten worden.[417]

3. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Biden äußerte sich zu Gouverneuren, die Maskenpflichten aufhoben, gegenüber Journalisten im Weißen Haus. Er sagte, dass Masken einen Unterschied machten. Man sei kurz davor durch Impfungen den Weg der Pandemie nachhaltig zu ändern. Das Letzte, was da gebraucht werde, sei ein „Neanderthaler-Denken“, dass bis dahin alles gut sei. Es sei sehr wichtig auf die Wissenschaftler zu hören. Er wisse, dass die Reporter dies wüssten, er wünschte dass alle gewählten Amtsträger ähnlich klug seien.[418] Die CDC-Direktorin Rochelle Walensky hatte in der täglichen Pressekonferenze der Corona-Arbeitsgruppe geäußert, dass sie sehr klar gewesen sei, dass es nicht die Zeit sei derartige Regelungen aufzuheben. Sie hoffe, dass die Bürger trotzdem das richtige tun würden und Masken tragen und Abstand halten würden.[419] Greg Abbott als Gouverneur von Texas erwiderte in einen Interview auf Fox News, dass „Neanderthaler-Denken“ für einen Präsidenten nicht angemessen sei. Die Aufhebung der Maskenpflicht würde keinen großen Unterschied machen, da Texaner gelernt hätten sich verantwortungsbewusst zu verhalten.[420]

Die Kino-Kette Alamo Drafthouse Cinema meldete Insolvenz nach Chapter 11 an. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass die Kette von einer bislang nur beteiligten Investorengruppe übernommen würde.[421] Auch das auf Grußkarten und andere Papierprodukte spezialisierte Unternehmen Paper Source meldete Insolvenz an.[422]

  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo stellte in einer Pressekonferenz den Plan für Erleichterungen von COVID-19-Beschränkungen vor. Ab dem 22. März 2021 sollte die zulässige Anzahl an privaten und öffentlichen Veranstaltungen erhöht werden. Unterhaltungsbetriebe sollten mit einer Kapazität von 33 % wieder öffnen dürfen.[423]
  • North Dakota: Das Bistum Bismarck veröffentlichte eine Stellungnahme, nach der der Impfstoff von Johnson & Johnson moralisch durch aus Schwangerschaftsabbrüchen stammende Stammzellen korrumpiert sei. Gläubige sollten es vermeiden mit diesem Impfstoff geimpft zu werden.[424]

4. März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zentralbank-Präsident der Vereinigten Staaten Jerome Powell äußerte während einer Konferenz die Annahme, dass die zunehmenden Impfungen die Öffnung der Wirtschaft im Sommer ermöglichen würde. Dies würde zu einem starken Anstieg im Arbeitsmarkt, aber auch zum Anstieg bei Verbraucherpreisen und damit Inflationsgefahren führen. Er schätzte aber die Märkte als stabil ein.[425] Die an diesem Donnerstag vom Arbeitsministerium veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen zeigten einen leichten Anstieg auf Arbeitslosenunterstützung für die am 27. Februar 2021 endende Woche gegenüber der Vorwoche aus. 745.000 Amerikaner hatten saisonbereinigt derartige Anträge gestellt. Wegen des schweren Winterwetters, vor allem in Texas, waren 750.000 Anträge erwartet worden. Die Anzahl fortlaufender Anträge war um 124.000 auf knapp unter 4,3 Millionen gesunken.[426]

  • Alabama: Gouverneurin Kay Ivey verlängerte die Maskenpflicht und andere Auflagen bis zum 9. April 2021. Diese Anordnungen wären sonst am 8. März ausgelaufen. Sie kündigte an, diese Restriktionen nach dem 9. April nicht mehr zu verlängern. Die jetzige Verlängerung solle Unternehmen lediglich eine Übergangszeit geben, um eigene Richtlinien zu entwickeln.[427]
  • Maine: Der Leiter des CDC von Maine teilte in einer Pressekonferenz mit, dass der erste Fall einer Infektion mit der Variante B.1.351 in Maine im Cumberland County identifiziert worden sei.[428]
  • Michigan: Mike Duggan, der Bürgermeister von Detroit, teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass er eine Lieferung von Impfstoffen von Johnson & Johnson abgelehnt hatte. Er begründete dies damit, dass genügend Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna zur Verfügung stünden. Diese seien dem Impfstoff von Johnson & Johnson überlegen.[429]
  • New York: Es wurde bekannt, dass Mitarbeiter von Gouverneur Andrew Cuomo Druck ausgeübt hatten einen Bericht im Juni 2020 zu Todesfällen in Pflegeheimen zu ändern. Der Bericht nannte ursprünglich etwa 15.000 Todesfälle, nach Entfernung der in Krankenhäusern eingelieferten und dort verstorbenen Pfleglinge waren es im Bericht nur noch 10.000 Fälle. Der Gouverneur war wegen diesen Änderungen und einem Sex-Skandal politisch unter Druck geraten.[430]
  • Ohio: Gouverneur Mike DeWine kündigte an, dass er alle Corona-Maßnahmen aufkündigen werde, wenn die Fallzahlen über zwei Wochen auf höchstens fünfzig Neufälle je hunderttausend Einwohner fallen sollten.[431]
  • Wisconsin: Es wurde an diesem Donnerstag zum ersten Mal in Wisconsin die erstmals im Oktober 2020 in Südafrika identifizierte B.1.351-Variante des Coronavirus gefunden.[432]

5. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichten eine gemeinsam mit der University of Nevada durchgeführten Studie zur Verpflichtung zum Maskentragen und dem Untersagen von Restaurantbesuchen auf den Verlauf der Pandemie. Danach führte im Vergleich zwischen Countys ohne Maskenpflicht zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 mit solchen mit Maskenpflicht zu unterschiedlichen Verläufen. Eine Maskenpflicht führte im Vergleich zu einer Abnahme von Fällen um 0,7% nach zwanzig Tagen, und 1,8 % weniger Fällen nach hundert Tagen. Die Maskenpflicht führte nach 20 Tagen auch zu 0,7% weniger tägliche Todesfällen und nach 100 Tagen zu 1,9 % weniger Todesfälle. Beschränkungen des Ausschanks von Speisen und Getränken zeigte in den ersten zwanzig Tagen keinen merkbaren Effekt. Nach 60 Tagen zeigten Countys mit Beschränkungen 0,9% weniger tägliche Fälle; nach 80 Tagen 1,2 % weniger tägliche Fälle, und nach 100 Tagen 1,1 % weniger Fälle. Die Todesraten sanken im Vergleich in den Countys mit Untersagungen um 2,2 % im Zeitraum von 61 bis 80 Tagen und um 3 % im Zeitraum von 81 zu 100 Tagen.[433]

Der Betreiber von etwa hundert Einkaufszentren (Malls) Washington Prime Group meldete Gläubigerschatz nach Chapter 11 an.[434]

  • Arizona: Der Gouverneur teilte auf Twitter mit, dass alle Unternehmen von Restaurants bis Wasserparks wieder mit voller Kapazität öffnen könnten. Gouverneur Ducey hob aber hervor, dass Maskenpflicht und soziales Distanzieren weiter durchgesetzt werden würden.[435]
  • Connecticut: Gouverneur Ned Lamont genehmigte die volle Wiederöffnung von Kirchen, Gaststätten, Fitnessstudios und anderen Unternehmen.[434]
  • Delaware: Bei einer Person in den Fünfzigern im New Castle County wurde die erstmals in Südafrika identifizierte Virus-Variante B.1.351 diagnostiziert. Die erste mit dieser Variante angesteckte Person in Delaware war vor dem Positivtest gereist.[436]
  • Florida: Die 80. Daytona Beach Bike Week begann, ein Motorradfahrertreffen, das bis zum 14. März dauern sollte. Erwartet wurden 300.000 Teilnehmer, statt der sonst üblichen 500.000. Die Stadt Daytona Beach rief auf ihrer Homepage zum Maskentragen und Abstandhalten auf.[437] Tatsächlich trugen nur wenige Teilnehmer Gesichtsmasken.[438]
  • Kalifornien: Der Bundesstaat veröffentlichte neue Richtlinien. Danach könnten Vergnügungsparks wie beispielsweise Disneyland mit 25 % Kapazität ab dem 1. April 2021 öffnen, falls sie in einem County liegen, der höchstens in der zweithöchsten Risikoeinstufung (Rot) liegen.[439]
  • New York: Der Senat von New York und die New York State Assembly stimmten an diesem Tag dafür, dem Gouverneur die ihm erteilten weitreichenden Notstandsrechte zu entziehen. Bereits erlassene Anordnungen zur Pandemieeindämmung sollten für weitere dreißig Tage in Kraft bleiben und durften von dem Gouverneur auch weiter verlängert werden.[440]
  • Oregon: In dem Bundesstaat wurde eine Infektion mit einer mutierten Variante der erstmals in England identifizierten Variante B.1.1.7 beobachtet. Die neue Variante wies zusätzliche eine Änderung auf, wie sie an den Varianten B.1.351 aus Südafrika oder P.1 aus Brasilien vorkam. Diese Änderung machte jene Viren unempfindlicher gegen Impfstoffe.[441]
  • Utah: Die Legislative von Utah schränkte die Rechte des Gouverneurs in einem Notstand ein und beschloss Regelungen zur Beendung der Maskenpflicht. Der neue Gouverneur, Spencer Cox, drückte Zustimmung aus. Durch die zunehmenden Impfungen würden derartige Regelungen überflüssig werden, selbst wenn man bis dahin nicht alle Bürger impfen könne.[442]
  • West Virginia: Gouverneur Jim Justice teilte in einer Pressekonferenz mit, dass mit Wirkung ab Mitternacht Gaststätten, Einzelhändler, Sportstudios und andere Unternehmen wieder mit voller Kapazität operieren könnten. Statt bis zu 75 Personen seien dann Personenansammlungen bis 100 Personen zulässig. Angesprochen auf die Aufhebung der Maskenpflicht in Staaten wie Texas und Mississippi äußerte Justice Unverständnis über die Entscheidung.[443]

6. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Corona-Entlastungsgesetz, das in der Vorwoche am 26. Februar vom Repräsentantenhaus beschlossen worden war, wurde an diesem Sonnabend im Senat mit 50 zu 49 Stimmen angenommen. Da es einige Änderungen vorsah, etwa zu der Frage, bis zu welchem Jahreseinkommen $ 1.400-Entlastungsschecks gesandt werden, musste das Repräsentantenhaus erneut zustimmen. Die entsprechende Abstimmung wurde für Dienstag, den 9. März 2021 angesetzt.[444] Es war am Tag zuvor zu Verzögerungen durch Senator Joe Manchin gekommen, aber der Mehrheitsführer Chuck Schumer hatte die Einheit seiner Partei in enger Zusammenarbeit mit dem Weißen Haus herstellen können.[445] (Fortsetzung: 10. März)

  • Idaho: Obwohl Gouverneur Brad Little zu keinem Zeitpunkt eine Maskenpflicht angeordnet hatte und nur lokale Autoritäten eine Maskentragepflicht angeordnet hatten, verbrannten Demonstranten Masken vor dem Idaho State Capitol in Boise. Sie protestierten damit gegen eine Maskenpflicht.[446]

7. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Sonntag trat Jeff Zients, der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, in der NBC-Sendung Meet The Press auf. Er teilte mit, dass man auf dem richtigen Weg sei. Es würden täglich 2 Millionen Impfungen durchgeführt. Es waren am Sonnabend 2,9 Millionen Impfungen und am Sonntag 2,4 Millionen, womit über ein Fünftel der erwachsenen Amerikaner geimpft waren. Zients erklärte aber, dass es notwendig sei die Bemühungen zu verstärken. Es sei notwendig die Maskenherausforderung des Präsidenten anzunehmen und sich impfen zu lassen, wenn man dran sei, es sei nicht die Zeit Restriktionen aufzuheben. So würde man auf dem Weg bleiben, um das Virus zu schlagen. Anthony Fauci warnte auf CBS News vor überstürzten Aufhebungen von Beschränkungen. Man solle langsam und vorsichtig vorgehen und nicht einen An- und Ausschalter benutzen. Ähnlich äußerte sich Michael Osterholm, der die Lage auf Meet The Press mit dem Auge eines Hurrikans verglich und vor einer möglichen erneuten Welle wegen der Virusvarianten warnte.[447]

Das Wall Street Journal berichtete über eine Desinformationskampagne von Russlands Geheimdienst gegen den Impfstoff der amerikanischen Firma Pfizer. Nach Einschätzungen des US Außenministeriums bezweckte diese Kampagne die Verbesserung der Marktposition des russischen Impfstoffs Sputnik V.[448]

Die Verleihung des Critics’ Choice Movie Awards 2020 fand in einem teilweise virtuellen Rahmen statt. Während Taye Diggs als Moderator und einige der Ansager auf einer Bühne in Los Angeles gefilmt wurden, schalteten sich die Preisträger online zu.[449]

8. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Centers for Disease Control and Prevention erließ Richtlinien für das Verhalten vollständig geimpfter Personen.[450]

Die US-Regierung sandte Warnungen an verschiedene russische Medien. Sie sollten eine, aus Sicht der Vereinigten Staaten durch russische Geheimdienste gesteuerte, Disinformationskampagne gegen US-Impfstoffe unterlassen.[451]

  • Michigan: Der Bundesstaat identifizierte den ersten Fall einer Infektion mit der Coronavirus-Variante B.1.351. Betroffen von dieser erstmals 2020 in Südafrika identifizierten Variante war ein Junge im Jackson County.[452]
  • Wyoming: Die Behörde von Gouverneur Mark Gordon teilte mit, dass in der folgenden Woche die Maskenpflicht aufgehoben würde. Kneipen, Restaurants, Kinos und Sportstudios würden ab den 16. März 2021 wieder zum normalen Betrieb ohne Kapazitätsgrenzen zurückkehren.[453]

9. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwar überschritten die Vereinigten Staaten die Grenze zu 29 Millionen COVID-19-Fällen seit Beginn der Pandemie und verzeichneten nun 525.000 Todesfälle, zugleich waren aber erstmals seit dem 29. November 2020 mit 749 Todesopfern weniger als tausend Menschen innerhalb von 24 Stunden an COVID-19 gestorben. Dies war deutlich weniger als am bislang tödlichsten Tag, dem 12. Januar 2021, als 4.473 Menschen der Pandemie in den Vereinigten zum Opfer gefallen waren.[454]

Während die Vereinigten Staaten nun im Siebentages-Durchschnitt 58.100 neue Covid-19-Fälle und 1.560 Todesfälle verzeichneten, warnte der Berater des Präsidenten Anthony Fauci gegenüber dem Center for Strategic and International Studies, dass die Zahlen nun langsamer abnähmen. Es könne sogar sein, dass sie wieder ein Plateau auf nicht akzeptabler Höhe erreichen könnten. Mit Blick auf die Zurücknahme von Eindämmungsmaßnahmen durch Bundesstaaten bemerkte Fauci, dass es zwar Licht am Ende des Tunnels gäbe, man sich aber gewahr sein müsse, dass der Weg dahin nicht einfach sein könnte.[455]

Disney teilte mit, dass Disney+, der Streamingdienst des Unternehmens, sechzehn Monate nach dem Start die Marke von 100 Millionen Kunden weltweit erreicht hatte. Das Mutterunternehmen hatte während der Pandemie auf Streaming umgestellt, um Inhalte zu verbreiten und war wirtschaftlich von dem Streamen abhängig.[456]

Nach einer Reihe von positiven Coronatests am Montag beendete die College-Football-Mannschaft der Ohio State Buckeyes an diesem Dienstag für eine Woche alle American-Football-Tätigkeiten.[457]

  • Kalifornien: Der Schulbezirk von Los Angeles konnte eine Einigung mit der Lehrergewerkschaft erzielen. Danach konnte in der Mitte des April mit der Wiederöffnung der Schulen in dem Bezirk begonnen werden.[458]
  • Maryland: Gouverneur Larry Hogan ordnete an, dass ab Freitag dem 12. März 2021 alle Gaststätten und andere Unternehmen mit 50 % Kapazität operieren könnten. Die Maskenpflicht wurde beibehalten.[459]

10. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem erfolglosen Vertagungsantrag der Abgeordneten Marjorie Taylor Greene,[460] stimmte das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten für das Corona-Entlastungsgesetz.[461] Das Gesetz sah unter anderem $ 1.400 Einmalzahlungen an Bürger mit nicht zu hohen Einkommen, Steuerentlastungen für Eltern mit Kindern, Hilfen für Miet-, Hypotheken und Krankenkassenkosten, Kredite für Unternehmen, die Angestellte trotz der Krise weiterbeschäftigen, Hilfen für Bundesstaaten und Kommunen, Unterstützung für Schulöffnungen, und zusätzliches Geld für Impfkampagnen vor. Die Kosten wurden mit $ 1,9 Billionen angenommen.[462]

Präsident Biden teilte in Gegenwart der Vorstandsvorsitzenden von Johnson & Johnson und Merck mit, dass er das Gesundheitsministerium angewiesen habe 100 Millionen zusätzliche Dosen des von Johnson & Johnson angebotenen Impfstoffs zu kaufen.[463] Zu diesem Zeitpunkt hatte etwa 33 Millionen US-Amerikaner Impfungen erhalten. Der ehemalige Leiter der Food and Drug Administration Scott Gottlieb prognostizierte in der Sendung The News with Shepard Smith, dass Biden sein Ziel von 100 Millionen Geimpften innerhalb der ersten hundert Tage seines Amtes bereits zu Beginn des April erreichen könnte.[464]

  • Ohio: Ein Bundesrichter in Cleveland (Ohio) entschied, dass das von den Centers for Disease Control and Prevention zur Seuchenbekämpfung erlassene Moratorium von Zwangsräumungen rechtswidrig sei. Die Entscheidung galt formal nur für den nördlichen Distrikt Ohios.[465]
  • Texas: Steve Adler, der Bürgermeister von Austin, kündigte an, dass er nach der Aufhebung der Maskenpflicht durch den Gouverneur die in Austin bestehende Maskenpflicht fortführen würde. Der Attorney General von Texas, Ken Paxton drohte darauf umgehend mit einer Klage, sollte Adler seine Ankündigung wahr machen.[466]

11. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Joe Biden unterzeichnet den American Rescue Plan.

Joe Biden unterzeichnete das am Vortag vom Repräsentantenhaus verabschiedete Entlastungsgesetz und setzte es damit in Kraft. Vor der Unterzeichnung erklärte der Präsident, dass es bei dieser Gesetzgebung um den Wiederaufbau des Rückgrates der Vereinigten Staaten ginge. Das Gesetz würde der Unter- und Mittelschicht eine Chance gäbe im Kampf. Die Pressesprecherin Jen Psaki teilte mit, dass die im Gesetz vorgesehenen Direktauszahlungen bereits am Wochenende beginnen könnten.[467]

Ansprache von Joe Biden zum Jahrestag der Pandemie.

Am Abend hielt Joe Biden seine erste Ansprache zur besten Sendezeit als Präsident. Anlass war ein Jahr der Pandemie. In der etwa zwanzigminütigen Rede erinnerte er zunächst daran, dass ein Jahr zuvor das Virus Amerika traf. Darauf sei für Tage, Wochen und Monate nicht reagiert worden, so dass er sich ungehindert ausbreiten konnte. Dies habe zu mehr Erkrankungen, mehr Toten, mehr Einsamkeit geführt. Biden erklärte, dass die Vereinigten Staaten sich nun im Krieg mit dem Virus befänden. Er legte dar, dass COVID-19 mittlerweile mehr tote US-Amerikaner verursacht habe, als der I., II. Weltkrieg und der Vietnamkrieg zusammen. Er sprach direkt in die Kamera zu den US-Amerikanern am Bildschirm und sagte:

„I need you!“

(Ich brauche dich / euch !)

Er rief die Amerikaner zu Einheit auf und erinnerte daran, dass es die Vereinigten Staaten seien. Gemeinsam könne man alles schaffen und das Virus besiegen. Es brauche die Bemühungen von jedermann. Er glaube, dass man am Unabhängigkeitstag am 4. Juli sich wieder mit Freunden zum Grillen im Garten treffen könne.[468] Er forderte alle Bundesstaaten hierfür auf jeden Erwachsenen bis zum 1. Mai die Möglichkeit geimpft zu werden zu schaffen und betonte, er brauche jeden dafür das Ziel zu erreichen.[469]

Nach einer vom 3. März bis 8. März durchgeführten und an diesem Donnerstag veröffentlichten Telefonumfrage unterstützten 62 % der US-Amerikaner die COVID-19-Politik des Präsidenten. Insgesamt hatte Biden eine Zustimmungsrate von 49 %.[470] Nach einer anderen, von CNN durchgeführten, Umfrage glaubten 77 % der US-Amerikaner, dass das Schlimmste der Pandemie überwunden sei. COVID-19 wurde aber noch immer von 30 % als wichtigstes politisches Thema angesehen und 30 % glaubten, dass die negativen Auswirkungen noch anhalten würden. Beide Auffassungen waren im Januar aber noch in den Vierzigern gewesen.[471]

Der republikanische Senator Rick Scott sandte einen Brief an republikanische Gouverneure und Bürgermeister, in dem er diese aufforderte, dass sie Mittel aus dem gerade verabschiedeten Entlastungspakets als Verschwendung zurückweisen sollten.[472]

Eine Werbekampagne für Impfungen begann. Die Werbespots zeigten die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama und ihre jeweiligen First Ladys. Das einzige lebende ehemalige Präsidentenpaar, das nicht teilnahm, waren Donald und Melania Trump.[473] Am gleichen Tag wurde ein einstündiges, unter anderem vom am 10. Februar auf Instagram gesperrten Robert F. Kennedy jr. produziertes, Video von Impfgegnern veröffentlicht.[474]

Die College-Basketball-Mannschaft der Duke Blue Devils sagte nach einem positiven Corona-Test das Viertelfinalspiel um die ACC-Meisterschaft ab. Die Mannschaft beendete damit zugleich vorzeitig die Spielsaison 2020/2021.[475]

  • New York: 59 Abgeordnete der Demokratischen Partei aus der Assembly und dem Senat des Bundesstaates unterzeichneten eine Aufforderung an den demokratischen Gouverneur Cuomo zurückzutreten. Begründet wurde dies mit jüngeren Vorwürfen der sexuellen Belästigung, aber auch der Manipulation von Daten zu COVID-19-Todesopfern in Pflegeheimen. Später an diesem Donnerstag bevollmächtigte der Sprecher der Assembly, Carl Heastie, den Justizausschuss unter Charles Lavine mit Ermittlungen zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens.[476]
  • Texas: Gouverneur Greg Abbott warf der Biden-Administration in einer konservativen Radioshow vor, ungetestete Immigranten zu entlassen und forderte die Rückkehr zur Einwanderungspolitik unter Trump. Pressesprecherin Jen Psaki reagierte darauf in der täglichen Pressekonferenz des Weißen Hauses, indem sie darauf hinwies, dass Abbott die Bundesmittel für das Testen der Einwanderer blockiere.[477]
Der Attorney General des Bundesstaates Texas reichte vor dem Travis County District Court Klage gegen die Stadt Austin und den Travis County wegen der dort fortgeltenden Maskenpflicht ein. Er beantragte eine einstweilige Anordnung, dass diese Maskenpflichten nicht durchgesetzt würden. Der Attorney General berief sich auf Regelungen des Texas Disaster Act (TDA) und machte geltend, dass der Gouverneur in einer Pandemie führe.[478] (Fortsetzung: 12. März 2021)
Die County-Richterin Lina Hidalgo von Harris County, des drittgrößten US-Countys, kritisierte in der Sendung PBS NewsHour den Gouverneur von Texas für die Aufhebung der Maskenpflicht. Sie sagte zur Gastgeberin Lisa Desjardins, dass dies zu sinnlosen Toten und sinnlosen Hospitalisierungen führe, und das nur für einen verfrühten Siegestanz.[479]
  • Utah: Der Gouverneur einigte sich mit der Legislative auf ein Auslaufen der Maskenpflicht zum 10. April 2021.[480] Gouverneur Spencer Cox forderte die Bürger in einer Pressekonferenz aber auf, sich nicht wie Narren zu verhalten, wenn die Pflicht zum Tragen von Masken endet.[481]
  • Washington: Gouverneur Jay Inslee erlaubte mit Wirkung zum 22. März, dass Einzelhändler, Sportstudios und Gaststätten mit 50 % Kapazität öffneten. Weiterhin würde es offenen Einrichtungen mit festen Sitzplätzen, wie Sportstadien, erlaubt mit 25 % Kapazität zu öffnen.[482]
Umair Shah, der Gesundheitsminister Washingtons, teilte in einer Pressekonferenz mit, dass neben 99 Fällen mit den erstmals in Großbritannien und Südafrika festgestellten SARS-CoV-2-Varianten auch erstmals bei einer Person im King County die Variante P.1 aus Brasilien festgestellt worden sei.[483]

12. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das am Tag zuvor unterzeichnete Hilfspaket sorgte für Zuversicht an den Börsen. Lediglich die Technologie- und Kommunikationswerte, die in der Pandemie profitiert hatten gaben nach. Gewinner waren Bank- und Industriewerte. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 293,05 Punkte oder 0,9%. Der Dow schloss den Handelstag mit dem historischen Höchstwert von 32.778,64 Punkten. Der S&P 500 konnte anfängliche Verluste im Handelstag überwinden, um am Ende 0,1 % zugelegt zu haben und mit dem Rekordwert von 3.943,34 zu schließen. Der technologieorientierte Nasdaq Composite gab 0,6 % nach. Der Kurs für zehnjährige US-Schuldverschreibungen stieg ebenfalls.[484]

Die US-Regierung lehnte einen Vorschlag des Unternehmens AstraZeneca ab, Bestände des in den USA noch nicht zugelassenen Impfstoffes AZD1222 in den Vereinigten Staaten nach Europa zu senden. Dort war es zu einer Knappheit von Impfstoffen gekommen. Pressesprecherin Jen Psaki teilte mit, dass es diverse Anfragen diverser Länder gegeben habe, denen die Vereinigten Staaten nicht nachgekommen sei. Es ginge nicht um Europa, sondern eigene Prioritäten. Der Präsidentenberater Jeff Zients räumt in einer anderen Pressekonferenz ein, dass die USA über einen Bestand verfügten. Vorrang habe es soviele US-Amerikaner wie möglich zu impfen. Der Impfstoff würde hierfür benötigt, sobald er zugelassen sei.[485]

Nachdem am Donnerstag das Viertelfinalspiel der Dukes um die ACC-Meisterschaft im College Basketball abgesagt werden musste, wurde an diesem Freitag das Spiel zwischen den Virginia Cavaliers und den Georgia Tech Yellow Jackets in der Atlantic Coast Conference abgesagt. Es war zu Positivtests bei den Cavaliers gekommen, dass Team aus Georgia rückte in das Halbfinale voran.[486] Auch die Kansas Jayhawks mussten ihr Spiel gegen die Texas Longhorns in dem Wettbewerb der Big 12 Conference wegen eines positiven Coronatests absagen.[487] Die Longhorns zogen damit kampflos in das Endspiel der Big 12 ein.[488]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis kritisierte, dass der Präsident am Tage zuvor darauf hinwies, das Einschränkungen wieder eingeführt werden könnten, wenn sich nicht alle an das Maskentragen hielten. DeSantis bezeichnete es als verrückt überhaupt an mögliche Einschränkungen zu denken. Biden würde darüber nachdenken Florida in den Lockdown zu versetzen. Das würde in Florida nicht passieren.[489]
Es begannen die Semesterferien des sogenannten Spring Break, in denen amerikanische Studenten traditionell zum Feiern verreisen. Der Spring Break 2020 hatte zur Corona-Welle im Frühling beigetragen. An US-Flughäfen wurden an diesem Freitag knapp 1,4 Millionen Passagiere und am folgenden Sonnabend über 1,2 Millionen Passagiere gescannt. Lokale Autoritäten, wie der Manager von Miami Beach City oder von Orlando hatten zum zurückhaltenden Feiern aufgerufen. Gleichwohl musste bereits an diesem Freitag in Miami Beach eine Menge von etwa 200 größtenteils unmaskiert feiernden Spring Breakern mit Pfefferspray durch die Polizei aufgelöst werden.[490] Obwohl die lokalen Behörden und die Polizei durch Anweisungen des Gouverneurs gehindert waren Bußgelder für das Nichttragen von Masken zu verhängen, versuchte die Polizei es mit Verwarnungen. Über das Wochenende sollte es allein in Miami Beach zu etwa hundert Festnahmen kommen.[491]
  • Minnesota: Gouverneur Tim Walz nahm mehrere Regulierungen zurück. Unter anderem hob er die Pflicht zum Homeoffice auf, erlaubte Gaststätten zu 75 % zu öffnen, erhöhte die Höchstzahlen an Teilnehmern bei Konzerten, Gottesdiensten und Personenansammmlungen generell. Maskenpflicht und soziales Distanzieren wurde beibehalten.[492]
  • South Dakota: Der Stadtrat von Sioux Falls beschloss mit der knappest möglichen Mehrheit die in der Stadt geltende Maskenpflicht trotz zunehmenden COVID-19-Fällen nicht zu verlängern. Ausschlaggebend war der Fall einer Neunjährigen, die geltend machte, dass sie Opfer von Mobbing sei, weil sie keinen Mund-Nasen-Schutz trage.[493]
  • Texas: Auf den Antrag des Attorney General von Texas vom 11. März hin entschied das Gericht des Travis County gegen den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Aufhebung der Maskenpflicht in der Stadt Austin und im Travis County. Die Pflicht zur Gesichtsbedeckung wurde bis zum Gerichtstermin am 26. März aufrecht erhalten.[494]

13. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francis Collins, der Direktor der National Institutes of Health forderte die Bürger auf MSNBC zum Tragen von Masken auf. Jetzt sei die Zeit Masken zu aufzubehalten, erklärte er gegenüber Ali Velshi.[495]

  • North Carolina: Die Duke University verhängte über die unteren Semester einen Lockdown bis zum Sonntag der folgenden Woche. Grund war, dass 180 Studenten der Universität positiv auf den SARS-CoV-2-Virus getestet worden waren und 200 wegen Kontakten sich in Quarantäne befanden. Es war der größte Ausbruch an der Duke University in Durham (North Carolina) seit Ausbruch der Pandemie. Die Studenten sollten ihre Unterkünfte in Studentenwohnheimen nicht verlassen, die Lehre wurde auf Fernunterricht umgestellt.[496]

14. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprünglich auf den 31. Januar terminierte und wegen der COVID-19-Pandemie verlegte Verleihung der Grammy Awards fand auf einer Außenbühne des Los Angeles Convention Centers statt. Die von Trevor Noah moderierte Show sollte an sich auf den größeren Bühne des benachbarten Staples Centers stattfinden. Nun war die Verleihung aber als eine Hybridveranstaltung mit Livebühne und zugeschalteten Onlinebeiträgen konzeptiert worden. Um die durch die Auswirkungen der Pandemie besonders betroffenen unabhängigen Musikveranstaltern zu unterstützen wurden Preise durch Angehörige des Troubadour und des The Hotel Café in Los Angeles, dem Apollo Theater in New York und dem Station Inn in Nashville verliehen.[497]

Dr. Fauci trat in der Sendung State of the Union mit Jake Tapper auf. Er teilte seine Einschätzung mit, dass zum Unabhängigkeitstag die Richtlinien liberaler sein würden wegen der Impffortschritte. Er warnte aber auch vor einer Situation wie sie sich in Italien entwickelt hatte. Man sei sorhloser geworden und habe Restaurants wieder geöffnet, vor allem Jüngere ;aätten keine Masken getragen. Nun habe die Variante B.1.1.7 zu einer neuen Welle geführt.[498]

15. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden begann eine Informations-Tour für das $ 1,9 Billionen-Hilfspaket. Er erklärte, dass seine Erfahrung mit dem Hilfspaket zur Rettung der US-Wirtschaft zu Beginn der Obama-Administration sei, dass es auf die Umsetzung ankäme. Er kündigte ferner an, dass die Regierung auf dem Weg sei zwei Ziele in den nächsten zehn Tagen zu erreichen: Hundertmillionen Impfungen in die Arme und Geld in hundertmillionen Taschen.[500]

Die Direktorin des CDC, Walesnky, warnte in einer Pressekonferenz an diesem Montag angesichts der Rekordflugzahlen des Wochenendes vor den möglichen Folgen des Spring Break. Die Flugzahlen seien zu einem Zeitpunkt mit noch immer 50.000 täglichen Infektionsfällen gekommen. Das Land sei gerade dabei gewesen die Kurve zu kriegen, mit Zahlen, die sich in die richtige Richtung entwickelten.[501]

Die Nominierungen für die Oscarverleihung 2021 wurden in einem Livestream durch Priyanka Chopra Jonas und Nick Jonas bekanntgegeben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Dolby Theatre und die Union Station als Austragungsorte vorgesehen wurden.[502]

  • Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom nahm erstmals Stellung zu der im Juni 2020 im Yolo County gegen ihn gestarteten sechsten Recall-Kampagne. Die Kampagne hatte durch Unzufriedenheit mit Newsoms Corona-Politik Dampf aufgenommen. Der Gouverneur erklärte es zu einer Ablenkungs-Kampagne von Anti-Vaxxer, QAnon-Verschwörungstheoretikern, Anti-Einwanderungsaktivisten, und Trump-Unterstützern. Er werde sich aber nicht ablenken lassen.[503]

16. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderna begann für eine Studie Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und elf Jahren zu impfen. Für die Impfstudie waren 6.750 Kinder in Kanada und den Vereinigten Staaten angeworben worden.[504]

Der ehemalige Präsident Trump erklärte in einem Interview auf Fox News, dass er die Impfung empfehlen würde, es sei ein sicherer Impfstoff. Trump hatte seine eigene Impfung im Januar nicht bekannt gemacht und sich lange nicht positiv zu Impfungen geäußert, im Gegensatz zu allen anderen ehemaligen Präsidenten.[505] Da nach Umfragen Anhänger von Trump und Republikaner Gruppen mit der höchsten Ablehnungsrate zu Impfungen waren, hatten Fachleute Trump öffentlich aufgefordert sich zu äußern.[506]

Centers for Disease Control and Prevention (CDC) stufte die erstmals in Kalifornien identifizierten Coronavirus-Varianten B.1.427 und B.1.429 als „Variants of Concern“ (Varianten mit Sorge) ein. Die mittlerweile in Kalifornien, Nevada und Arizona weit verbreiteten Varianten waren zu 20 % ansteckender und möglicherweise unempfindlicher gegen Antikörper-Therapien.[507]

  • Florida: Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, sagte während einer Spendensammelveranstaltung, dass jeder ihn kritisiert habe. Er habe ständig unter Druck durch liberalen Medien und radikalen Demokraten gestanden. Aber er habe sich geweigert nachzugeben. Es sei klar, Florida habe es richtig gemacht.[508]
  • Massachusetts: Der erste Fall einer Ansteckung mit der ursprünglich in Brasilien vorkommenden Variante P.1 des Coronavirus wurde von den Gesundheitsbehörden Massachusetts bekanntgegeben. Es handelte sich um eine Frau in den 30ern aus Barnstable County. Die Frau vom Cape Cod war bereits im Februar positiv auf das Virus getestet worden.[509]

17. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Anhörung von Gesundheitsexperten in dem US-Kongress forderte die Abgeordnete Kim Schrier mehr einfache und billige Tests auf Basis des Nachweises von Antikörpern. Diese in Europa verbreiteten Schnelltests treffen in den Vereinigten Staaten auf bürokratische Hürden auf Bundes- wie auch auf Bundesstaatsebene. Der höchste Berater des Präsidenten Anthony Fauci erwiderte, dass er seit Monaten die Verfügbarkeit derartiger Tests fordere. Die Direktorin des CDC, Rochelle Walensky, räumte ein, dass der Mangel an Tests dazu geführt habe, dass sie als Instrument der Diagnostik, aber wenig als Mittel der Eindämmung genutzt würden.[510]

Der Attorney General des Bundesstaates Ohio, Dave Yost, legte Klage gegen eine Bestimmung des jüngst verabschiedeten Corona-Hilfspaketes ein. Die Bestimmung untersagte es Bundesstaaten Einnahmeausfälle durch Steuerkürzungen direkt oder indirekt mit den Hilfsgeldern aus dem Gesetzespaket gegenzufinanzieren. Im Falle einer Gegenfinanzierung seien die Hilfsgelder in Höhe der Einnahmeausfälle zurück zuerstatten. Der Kläger vertrat die Auffassung, dass diese Regelung zu stark in die Gesetzgebungskompetenzen der Bundesstaaten eingreife.[511]

Nach einer zweitägigen Sitzung beschloss der Rat der Federal Reserve Bank den Leitzinssatz unverändert nahe Null Prozent zu belassen. Die US-amerikanische Zentralbank veröffentlichte eine positive Prognose. Danach werde im Laufe des Jahres 2021 ein Wirtschaftswachstum von 6,5 % erwartet. Die Arbeitslosenquote werde voraussichtlich von 6,2 % auf 4,5 % zum Jahresende fallen. Im Jahre 2022 erwartete die Federal Reserve Bank eine Inflationsrate von 2,1 %, was nahe zu dem Ziel von 2 % läge. Jerome Powell, der Zentralbanks-Präsident teilte in der folgenden Video-Pressekonferenz mit, dass das Wachstum aber ungleichmäßig erfolge. Die durch die Pandemie am stärksten betroffenen Branchen wären noch immer am schwächsten.[512]

Wegen der anhaltenden Pandemie verlängerten die Steuerbehörden die Frist für die Abgabe von Steuererklärungen vom 15. April 2021 auf den 17. Mai 2021.[513]

18. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden trat an diesem Donnerstag vor die Presse und kündigte an, dass das von ihm für die ersten hundert Tage gesetzte Ziel von 100 Millionen Impfungen am Freitag erreicht werden würde. Dies sei früher als geplant, obwohl es als ambitioniert angesehen worden sei. Das Ziel sei trotz Rückschlägen wie schweren Winterstürmen erreicht worden. Seine Regierung werde in der kommenden Woche neue Ziele setzen. Es sei eine Zeit für Optimismus, aber nicht für Entspannung. Er forderte alle Amerikaner auf Gesichtsmasken zu tragen, um die weitere Ausbreitung einzudämmen.[514]

Jen Psaki als Pressesprecherin des Weißen Hauses teilte mit, dass die Vereinigten Staaten kurz vor einer Einigung mit den Nachbarn Kanada und Mexiko stünden. Es sei im Rahmen der Impfstoffdiplomatie geplant, von den 7 Millionen Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca, die auslieferungsbereit wären, 1,5 Millionen an Kanada und 2,5 Millionen an Mexiko zu liefern. Dieser Impfstoff ist zwar in Kanada und Mexiko zugelassen, aber nicht in den USA. Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard hatte am Morgen ebenfalls über diese Einigung gesprochen.[515] Der Premier des kanadischen Bundesstaates Ontario Doug Ford kommentierte die Nachricht von der möglichen Lieferung des Impfstoffs mit „God bless America“ (Gott segne Amerika).[516]

Während einer Anhörung vor dem US-Senat kam es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen Anthony Fauci und Senator Rand Paul. Paul behauptete, dass genesene oder geimpfte Personen eine Chance von 0 % hätten sich mit dem SARS-CoV-2-Virus zu infizieren. Das Tragen von Masken sei nur Theater. Fauci erklärte, dass Maskentragen kein Theater sei. Genesesene oder Geimpfte würden etwa sechs Monate immun gegen die ursprüngliche Variante sein. Es gäbe inzwischen aber Varianten wie B.1.351, welche auch Genesene und Geimpfte befallen könne.[517] Fauci warnte weiter in der Anhörung, dass die Vereinigten Staaten sich in einem Rennen zwischen den Varianten und den Vakzinen befänden. Es bestünde durchaus die Gefahr einer vierten Welle.[518]

Die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen wurden veröffentlicht. Erwartet worden war ein Rückgang von 725.000 Neuanträgen auf Arbeitslosenunterstützung auf 700.000. Gemeldet worden war aber ein Anstieg auf 770.000 neue Anträge. Fortlaufende Anträge blieben ungefähr auf demselben Niveau bei 4.12 Millionen.[519]

Insgesamt wiesen die Vereinigten Staaten einen Rückgang an durchschnittlichen täglichen Fällen in dieser Woche um 32,5 % aus. In den fünfzehn Bundesstaaten Alaska, Connecticut, Delaware, Idaho, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Nevada, New Hampshire, New Jersey, Oregon, und West Virginia stiegen die Fallzahlen aber wieder um mindestens 10 %. In den Bundesstaaten Delaware, Idaho, Minnesota, Nevada, Oregon, und West Virginia wurde sogar ein Anstieg um über 25 % verzeichnet. In Colorado, Hawaii, Illinois, Indiana, Iowa, Kentucky, Louisiana, Montana, New York, North Carolina, North Dakota, Ohio, Pennsylvania, Rhode Island, South Dakota, Tennessee, Utah, und Wyoming stagnierten die Fallzahlen.[520]

19. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris trafen in Atlanta ein. Ursprünglich hatten sie in Georgia eine Informationsveranstaltung über das Corona-Hilfspaket geplant, diese war aber wegen der Ermordung mehrerer asiatischstämmiger Frauen abgesagt worden. Biden besuchte aber die Centers for Disease Control and Prevention und dankte dort den Mitarbeitern als „Frontkämpfern im Krieg mit dem Virus“. Später trafen sich Biden und Harris mit Sprechern der asiatischen Amerikanern. Biden verurteilte dann in der Emory University die seit Beginn der Pandemie gestiegenen Hass-Verbrechen vor allem gegen Asienstämmige.[522]

Die Richtlinien des CDC zu Schulen wurden geändert. Danach sollen zwischen Schülern drei Fuß (etwa 90 cm) Abstand in Klassenzimmern genügen, falls alle Masken tragen. Zu Erwachsenen sei aber, wie bisher, eine soziale Distanz von sechs Fuß weiterhin einzuhalten.[523]

Der Führer der republikanischen Opposition im Repräsentantenhaus Kevin McCarthy teilte mit, dass im Rahmen einer Blutprobe im Dezember 2020 bei ihm Antikörper auf den SARS-CoV-2-Virus festgestellt worden waren. Er müsste sich um die letzten Präsidentschaftswahl angesteckt haben.[524]

  • Connecticut: Die kalifornische SARS-CoV-2-Variante B.1.427 war erstmals in Connecticut in der Stadt Norwalk festgestellt worden.[525]
  • Idaho: Das Repräsentantenhaus und der Senat von Idaho vertagten wegen COVID-19-Ausbrüchen ihre Sitzungen an diesem Freitag bis zum 6. April 2021. Im Kongress des Bundesstaates waren kaum Corona-Präventionen in Kraft. Zahlreiche Abgeordneten beider Kammern verweigerten das Tragen von Masken.[526]
  • Mississippi: Die Behörden des Bundesstaates meldeten die erste in Mississippi identifizierte Infektion mit der Variante B.1.351, die erstmals in Südafrika registriert worden war. Die erkrankte Person war im Harrison County an der Küste zum Golf von Mexiko. Es waren keine Reisen des Infizierten außerhalb des Staates bekannt.[527]

20. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es fanden an diesem Sonnabend in Großstädten wie beispielsweise Atlanta, Columbus, Houston, oder New York Demonstrationen gegen die während der Pandemie gewachsene Zahl von Angriffen und Belästigungen gegenüber asiatischen Amerikanern statt.[528]

Bei der NCAA Division I Basketball Championship musste die Mannschaft der VCU Rams an diesem dritten Spieltag abreisen, nachdem es zu zahlreichen positiven Coronatests gekommen war.[529]

  • Florida: Der Bundesstaat überschritt als dritter Staat nach Kalifornien (3,5 Millionen Fälle) und Texas (2,3 Millionen Fälle) die Zweimillionen-Marke an COVID-19-Fällen. Nachdem Freitag über 5.000 Neufälle hinzugekommen waren wies der Staat am Sonnabend 2.004.362 Infektionen seit dem Beginn der Pandemie aus. 36.990 der Ansteckungen betrafen nicht in Florida ansässige Personen. Florida betrauerte zu diesem Zeitpunkt 32.713 Todesfälle und 624 COVID-19-Tote, die nicht im Bundesstaat ansässig waren. Bis dahin waren 4.8819.429 Floridianer mindestens mit der ersten Impfdosis geimpft worden.[530] Florida hatte dabei 882 Fälle der COVID-19-Variante B.1.1.7, 21 Fälle der P.1-Variante, und Fälle der B.1.351-Variante erfasst. Der Bundesstaat führte damit US-weit bei der erstmals im Vereinigten Königreich entdeckten Variante B.1.1.7 und der zuerst in Brasilien beobachteten Variante P.1.[531]
In Miami Beach wurde ein Notstand erklärt und eine Ausgangssperren von acht Uhr abends bis acht Uhr morgens für das gesamte Wochenende verhängt. Hierdurch sollten die den Spring Break feiernden Massen unter Kontrolle gebracht werden.[532] Ab acht Uhr begann die Polizei Menschenansammlungen aufzulösen und setzte dazu auch Pfefferspray ein. Es kam zu etwa einem Dutzend Festnahmen.[533]
  • Louisiana: Es fanden zwei außerordentliche Wahlen für Abgeordnetensitze im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten statt. Eine der Wahlen war durch den Tod des republikanischen Politikers Luke Letlow veranlasst worden. Er war am 29. Dezember 2020 an COVID-19 verstorben, bevor er seinen Sitz einnehmen konnte, auf den er bei den Wahlen am 3. November 2020 gewählt worden war. Seine Witwe, Julia Letlow, konnte mit 62 % der Stimmen die Wahl für sich entscheiden.[534] Die andere Wahl war durch einen Rücktritt ausgelöst worden und musste in die Stichwahl zwischen den demokratischen Kandidaten Troy Carter und Karen Carter Peterson gehen.[535]
  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, dass im Stadtteil Brooklyn in einem Krankenhaus bei einem 90-jährigen die Virus-Variante P.1 festgestellt worden war. Die nun erstmals im Bundesstaat New York identifizierte Variante war in Brasilien entdeckt worden.[536]

21. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sendung Face the Nation äußerte der ehemalige Kommissar der Food and Drug Administration (FDA) Scott Gottlieb Besorgnis über die Virus-Variante B.1.526, die in New York entdeckt worden war und sich dort ausbreitete. Gottlieb legte dar, dass die Positivrate bei den Coronatests in New York City bei durchschnittlich 3,3 % liege, in einigen Taschen aber erheblich höher liege. B.1.526 weise Gemeinsamkeiten mit der erstmals in Südafrika beobachteten Variante B.1.351 auf, die in der Lage sei, die Immunabwehr gegen den ursprünglichen SARS-CoV-2-Virus und Impfungen zu umgehen. Etwa die Hälfte aller Neuinfektionen in New York seien Varianten, mit der newyorker Variante als die vorherrschende. Das Problem sei, dass man nicht wisse inwieweit es Re-Infektionen gebe. Er forderte New York zum aggressiven Scannen nach Varianten auf. Für die gesamte USA sah er keine Gefahr einer vierten Welle. Laut Gottlieb waren dazu zu viele Amerikaner inzwischen geimpft.[537] In derselben Sendung trat an diesem Sonntag auch der ehemalige Leiter der Operation Warp Speed unter Trump, Moncef Slaoui, auf. Er verwehrte sich gegenüber der Moderatorin Margaret Brennan gegen die Vorwürfe der Biden-Administration, dass sie bei Impfstoffen nur Chaos geerbt hätten. 90 Prozent der Impfkampagne sei auf die Trump-Administration zurückzuführen, lediglich die Durchführung der Impfungen und das Hinzuziehen der FEMA seien nicht Teil der Pläne gewesen. Die Darstellung der Erfolge sei durch Donald Trumps Weigerung, seine Wahlniederlage anzuerkennen, erschwert worden. Auch wäre es hilfreich gewesen, wenn Trump sich öffentlich hätte impfen lassen.[538]

Die 73. Writers Guild of America Awards wurden in einer virtuellen Zeremonie verliehen. Die sonst in separaten Veranstaltungen der westlichen und der östlichen Writers Guild of America vorgenommenen Ehrungen waren zu einer Veranstaltung zusammengefasst worden. Durch den Abend führte Kal Penn.[539]

Der Trainer der Illinois State Redbirds sagte alle verbleibenden Spiele der College-Football-Manschat ab. Grund sollte die Sorge um die Gesundheit der Spieler sein.[540]

  • Arkansas: Gouverneur Asa Hutchinson trat in der CNN-Sendung State of the Union auf. Er sagte auf eine Frage von Dana Bash nach der Impfskepsis vieler Trump-Anhänger, dass er glaube, dass dies seiner Ansicht nach auf einen natürlichen Widerstand gegen die Regierung zurückzuführen sei. Er begrüßte, das Trump Impfungen mittlerweile unterstützt habe. Er glaube, dass eine Impfquote von 50 Prozent leicht erreicht werden würde, 70 Prozent werde aber schwer werden. Hutchinson kündigte an, dass er Ende März die Maskenpflicht in seinem Bundesstaat aufheben werde. Auf Nachfrage von Bash erklärte er, dass man seit Beginn der Pandemie viel gelernt habe. Er vertraue darauf, dass die Bürger von sich aus nun Masken tragen würden, wenn Abstandhalten nicht möglich sei.[541]
  • Florida: Die Stadt Miami Beach verlängerte die abendliche Ausgangssperre im Vergnügungsviertel South Beach wegen der Spring-Break-Mengen bis zum 12. April 2021.[542]
  • Utah: Die Internet-Datenbank der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) wiesen erstmals einen Fall der ursprünglich in Brasilien beobachteten P.1-Variante von SARS-CoV-2 in Utah aus.[543]

22. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der morgendlichen Pressekonferenz warnte Rochelle Walensky, die Leiterin der CDC vor weiteren Öffnungen. Man sei an einem kritischen Punkt, einem Scheideweg. Die Öffnungen würden die durch Impfungen gemachten Fortschritte bedrohen. Es könne zu einer vermeidbaren Welle kommen. Die Vereinigten Staaten hatten zu diesem Zeitpunkt laut Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den letzten sieben Tagen durchschnittlich 54.308 Neufälle pro Tag, trotz durchschnittlich 2,5 Millionen Impfungen am Tag. Dies war ein leichter Anstieg um 1 % im Vergleich zur Vorwoche. In 27 der 50 Bundesstaaten stiegen hierbei die COVID-19-Fälle um mehr als 5 %.[544]

Der ehemalige Leiter der Food and Drug Administration Scott Gottlieb kritisierte CDC in der CNBC-Sendung Squawk Box dafür wissenschaftliche Erkenntnisse nicht schnell genug und transparent genug in Richtlinien umzusetzen.[545]

Die Restaurantkette Krispy Kreme begann eine Aktion, bei der jeder, der eine Impfung nachweisen konnte, den Rest des Jahres 2021 täglich einen Donut kostenlos erhalten konnte.[546]

  • Colorado: Die Regierung des Bundesstaates unter Gouverneur Jared Polis kündigte an die Maskenpflicht ab dem 4. April 2021 teilweise aufzuheben. In Countys im Grünen Bereich der Einstufung des Staates Colorado sollte danach dann keine Pflicht zum Maskentragen mehr bestehen.[547]
  • New Jersey: Phil Murphy, der Gouverneur von New Jersey äußerte auf CNN, dass wegen der Fallzahlen New Jersey sich wohl in der nächsten Zeit nicht weiter öffnen werde. Restaurants in dem Bundesstaat konnten mit halber Kapazität öffnen. Die Fallzahlen waren seit der Vorwoche im Siebentages-Durchschnitt um über 10 % auf etwas über viertausend Fälle pro Tag gestiegen.[548]
  • Oregon: Tina Kotek, die Sprecherin des Repräsentantenhauses von Oregon, setzte Sitzungen der Parlamentskammer wegen eines COVID-19-Falls bis mindestens zum 29. März aus.[549]

23. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) beurteilte an diesem Dienstag von AstraZeneca am Montag vorgelegte Daten über die Studien zu dem von ihnen entwickelten Impfstoff AZD1222. NIAID teilte die Besorgnis mit, dass die Daten, nach denen der Impfstoff zu 79 % wirksam gegen symptomatischen COVID-19 und 100 % wirksam gegen schwere Fälle sei, teilweise veraltet seien.[550]

Der Senat bestätigte die Ernennung Vivek Murthys zum Surgeon General of the United States. Murthy hatte diese Position bereits von 2014 bis 2017 unter Präsident Obama innegehabt. In dieser Zeit war er mit der Ebola-Epidemie ab 2014 und einem Ausbruch des Zika-Virus in den Vereinigten Staaten konfrontiert worden. Er hatte Biden während der Übergangsphase über die COVID-19-Pandemie beraten.[551]

Anlässlich des zehnten Jahrestages des Affordable Care Acts sprach Präsident Biden in Ohio. Er sprach auch die Pandemie und ihre Belastungen an, wie finanzielle Belastungen, Lernverluste bei Schülern und erhöhte Suizidgefahren. Er versprach aber, mit Blick auf das von ihm unterzeichnete Rettungspaket, dass Hilfe auf dem Weg sei. Die Einschreibefrist sollte vom 15. Mai 2021 bis zum 15. August 2021 verlängert werden.[552]

Pfizer teilte mit, dass Studien zum ersten oralen Arzneimittel gegen COVID-19 mit Versuchspersonen begonnen hätten. Das in Pillenform einzunehmende Medikament sollte als Proteaseinhibitor wirken.[553]

Wissenschaftler der Stanford University veröffentlichten auf der Internet-Seite Github die Zusammensetzung des Pfizer-Impfstoffes. Sie hatten den Impfstoff aus Rückständen im Impfstoffbehältern rekonstruiert.[554]

  • Georgia: Das Georgia Department of Public Health meldete den ersten bekannten Fall einer Erkrankung mit der aus Brasilien bekannten SARS-CoV-2-Mutation P.1 in Georgia.[555]
  • Hawaii: Der Sender Hawaii News Now berichtete von einem Konzert des Rap-Musikers Swae Lee in Waianae am Wochenende zuvor, mit etwa fünfhundert Teilnehmern, die größtenteils keine Masken trugen. Der Veranstalter der Corona-Party erklärte gegenüber dem Sender, dass man nur eine gute Zeit haben wolle und er nicht sehe, inwieweit das riskant sein könne.[556]

24. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Attorney Generals von zwölf Bundesstaaten riefen die Betreiber von Facebook und Twitter dazu auf, mehr gegen Desinformation über Impfungen in Sozialen Medien zu unternehmen. Nach Auffassung der Attorney Generals waren nur zwölf Benutzerkonten mit angegliederten Seiten Ursprung für 65 % an Impfgegner-Posts auf Facebook, Instagram und Twitter.[557]

Der konservative Evangelist Franklin Graham äußerte, dass wenn Jesus Christus heute auf Erden wandeln würde, er sich für Impfungen einsetzen würde. Die Parabel vom barmherzigen Samariter würde darauf hindeuten. Er wurde in den sozialen Medien daraufhin schwer angegriffen.[558]

Die Major League Soccer stellte den Spielplan für die Saison 2021 vor. Die Mannschaften sollten möglichst innerhalb der regionalen Konferenzen Fußball spielen. Hierdurch sollten Anfahrten mit erhöhten Ansteckungsrisiko vermieden werden.[559]

  • Michigan: Die Michigan Health & Hospital Association meldete einen besorgniserregenden Anstieg von Hospitalisierungen in geringer geimpften Altersgruppen seit dem 1. März 2021. Unter 30 bis 39-jährigen waren Krankenhauseinweisungen mit COVID-19 um 633 % angestiegen und unter 40 bis 49-jährigen um 800 %.[560]
  • Mississippi: Der Bundesstaat entfernte „missverständliche“ Passagen in den Protokollen des Callcenters für Impfungen. Nach diesen konnte es verstanden werden, als ob es keinen Nachweis für die Wirksamkeit von Impfstoffen gebe.[561]
  • New York: Es wurde bekannt, dass Gouverneur Andrew Cuomo Verwandten eine Bevorzugung bei Coronatests zukommen ließ. Dies betraf unter anderem seinen Bruder, den CNN-Moderator Chris Cuomo, der am 31. März 2020 bekanntgegeben hatte, dass er sich angesteckt habe.[562]

25. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Joe Biden gab seine erste Pressekonferenz seit er am 20. Januar sein Amt antrat. Nachdem das von ihm zum Amtsantritt von 100 Millionen verabreichten Impfdosen in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit in der Vorwoche an seinem 59. Tag erreicht worden war, verkündete Biden ein neues Ziel. Nun sollten 200 Millionen Dosen bis zum hundertsten Tag verabreicht werden. Er wisse, so Biden, dass dies ehrgeizig sei, aber er denke es sei machbar. Kein anderes Land käme auch nur nahe an das, was die USA täten.[563] Die Journalisten stellten Fragen zu einer Vielzahl von Themen, aber nicht zur Pandemie.[564]

Während mehr als ein Viertel aller Einwohner der Vereinigten Staaten die erste Impfdosis erhalten hatten und 16 % vollständig gegen COVID-19 geimpft waren, warnte die Direktorin der CDC diesen Donnerstag in einer morgendlichen Pressekonferenz vor einer Zunahme an Fällen. Ihr machten Teilnehmer am Spring Break und Staaten, die Restriktionen senken Sorgen. Es sei Hoffnung da, aber es sei zu früh zu behaupten man habe die Kurve gekriegt und den Sieg zu erklären.[565] Die Vereinigten Staaten überschritten an diesem Donnerstag die Schwelle von 30 Millionen Infektionen. Laut der Datenbank der Johns Hopkins University wiesen die Vereinigten Staaten am Donnerstagmorgen 30.011.551 Fälle seit Beginn der Pandemie und 545.282 Todesfälle aus. Im Siebentages-Durchschnitt waren in der letzten Woche täglich 56.225 Corona-Infektionen identifiziert worden.[566]

Mark Zuckerberg als Vorstandsvorsitzender von Facebook, Sundar Pichai als Vorstandsvorsitzender von Google, und Jack Dorsey als Vorstandsvorsitzender von Twitter wurden vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses zu Missinformationen unter anderem zu Impfungen angehört. Der Ausschussvorsitzende Michael F. Doyle warf den Angehörten vor, dass seine Mitarbeiter schnell und problemlos Fehlinformationen zu Impfstoffen gefunden hätten. Die Internetunternehmen hätten bevorzugt inaktiv zu bleiben. In Rede standen Reformen des Communications Act aus dem Jahr 1934, durch dass Medienanbieter bislang vor Klagen geschützt wurden.[567]

Der Präsident der US-amerikanischen Zentralbank Jerome Powell gab ein Interview in der Sendung Morning Edition im National Public Radio. Er äußerte sich zufrieden über die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft. Er führte dies auf das Eingreifen der Federal Reserve Bank im Frühjahr 2020 zurück, als die Finanzmärkte sich im freien Fall befanden, aber auch die durch den Kongress beschlossenen Rettungspakete. Powell verglich dies mit dem Rückzug alliierter Truppen bei Dünkirchen. Es habe geheißen „ab in die Boote“, ohne Rücksicht auf Papierkram. Nun seien die Märkte stabilisiert und die Impfungen machten mit 2,5 Millionen Impfungen am Tag gute Fortschritte. Es werde die Zeit kommen, wo über eine nachhaltige Haushaltspolitik nachgedacht werden müsse. Noch sei es aber nicht soweit.[568]

In einem auf CNN ausgestrahlten Interview mit Sanjay Gupta äußerte der ehemalige CDC-Direktor unter Trump, Robert Redfield, dass er es für am wahrscheinlichsten halte, dass das Virus aus einem Laboratorium in Wuhan entkommen sei. Er äußerte, dass es unwahrscheinlich sei, dass das Virus von einer Fledermaus auf Menschen übergesprungen sei. Dies sei aber nur seine Meinung. Redfield nannte keine unterstützenden Tatsachen.[569] Dieses Interview war Teil von Interviews mit den ehemaligen Angehörigen von Trumps Corona-Team Deborah Birx, Anthony Fauci, Brett Giroir, Stephen Hahn, Robert Kadlec und Robert Redfield und war im Februar 2021 aufgezeichnet worden.[570]

Die wöchentlichen Zahlen zum Arbeitsmarkt wurden veröffentlicht. Danach waren 684.000 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt worden. Dies waren deutlich weniger als die über 780.000 Anträge in der Woche zuvor und die niedrigste Zahl der Pandemie seit dem 14. März 2020. Es war auch das erste Mal, dass der Präpandemie-Rekord von 1982 unterschritten wurde. Prognostiziert worden waren 735.000 Neuanträge. Fortlaufende Anträge waren auf 3,87 Millionen zurückgegangen. Unabhängig davon wurde bekannt, dass das vierte Quartal des Jahres 2020 ein Wachstum von 4,3 % des Bruttoinlandsproduktes verzeichnet hatte. Erwartet worden war ein Wachstum vom 4,1 %.[571]

Nachdem sie am Dienstag den 23. März 2021 auf möglicherweise veraltete Daten hingewiesen worden waren, aktualisierte AstraZeneca die Daten für die Impfstoffentwicklung. Danach war nicht von einer 79-Prozent-Wirksamkeit auszugehen, sondern von einer 76-Prozent-Wirksamkeit.[572] Pfizer teilte unterdessen mit, dass es mit klinischen Versuchsreihen für die Impfung gegen COVID-19 bei Kindern beginne. Es seien 144 gesunde Kinder von sechs Monaten bis 11 Jahren für Impfungen mit dem Pfizer-Impfstoff in der ersten Testphase angeworben worden.[573] Die US-Regierung beendete die Direktlieferung des COVID-19-Medikaments Bamlanivimab von Eli Lilly. Grund sei die geringere Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2-Varianten.[574]

  • Arizona: Gouverneur Doug Ducey hob nahezu alle Beschränkungen für Unternehmen in Arizona auf und untersagte die Durchsetzung lokaler Maskenanordnungen, außer in Regierungsgebäuden und im öffentlichem Personenverkehr. Er berief sich auf fallende Fallzahlen, Hospitalisierungen und zunehmende Impfungen. Allerdings waren erst 20 Prozent der Einwohner des Bundesstaates geimpft.[575]
  • New Jersey: Die Rutgers University teilte mit, dass Studierende ab Herbst eine COVID-19-Impfung nachweisen müssen. Ausnahmen würden nur aus medizinischen und religiösen Gründen zugelassen.[576]

26. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Pressekonferenz am Freitagmorgen teilte die Direktorin der CDC Rochelle Walensky mit, dass der Siebentages-Durchschnitt nun bei 57.000 täglichen Fällen liege. Dies sei ein Anstieg um 7 % seit der Vorwoche. Die Erfahrung zeige, dass es zu einer Welle kommen könne. Sie sei sehr besorgt. In einem späteren Interview sagte sie, dass CDC mit Politikern in Bundesstaaten im Wettbewerb stehen würde, die Beschränkungen aufhöben. Man habe auch mit einer Pandemiemüdigkeit zu kämpfen.[577]

Nach Sorgen, dass das Unternehmen Johnson & Johnson nicht bis Ende des Monats die vereinbarten 20 Millionen Impfdosen wegen Produktionsproblemen liefern könne, teilte das Weiße Haus an diesem Freitag mit, dass das Unternehmen dieses Ziel mindestens erfüllen werde. Es würden in der kommenden Woche 11 Millionen Impfdosen geliefert werden.[578]

Das Unternehmen GlaxoSmithKline stellte einen Antrag auf Notzulassung eines COVID-19-Medikaments auf Basis monoklonaler Antikörper. Es habe eine 85-Prozent-Wirksamkeit im Vergleich zu einem Placebo bei der Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen gezeigt.[579]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis trat mit Vertretern von Kreuzfahrtlinien und der Generalstaatsanwältin (Attorney General) Floridas, Ashley Moody, in Port Canaveral vor die Presse. Er forderte die sofortige Aufhebung der von den Centers for Disease Control and Prevention im Frühjahr 2020 verhängten No Sail Order für Kreuzfahrten. Er drohte eine Klage an, falls dies nicht geschehe. Die Generalstaatsanwältin behauptete, die Anordnung würde auf veralteten Daten beruhen.[580]
  • Kalifornien: Die Gesundheitsbehörden veröffentlichten Richtlinien zur Öffnung von Vergnügungsparks im Frühjahr.[581]
  • Maine: Die Seuchenschutzbehörde des Bundesstaates im Nordosten meldete, dass mit Hilfe von Gen-Sequenzierung der erste Fall einer Infektion mit der ursprünglich brasilianischen Variante P.1 im Franklin County identifiziert worden sei.[582]
  • Maryland: Senatoren Marylands forderten den Berater des Gouverneurs Robert Redfield zum Rücktritt auf, nachdem am Tag zuvor Äußerungen Redfields bekanntgeworden waren, dass der SARS-CoV-2-Virus aus einem chinesischen Labor entkommen sei. Die Senatoren Susan C. Lee und Clarence K. Lam erklärten, dies würde ein Fadenkreuz auf asiatische Amerikaner setzen. Der Präsident des Senats Bill Ferguson bezeichnete die Äußerungen als untragbar. Ein Sprecher von Gouverneur Hogan wies die Forderungen zurück.[583]
  • New York: Der Bundesstaat ließ als erster Bundesstaat einen elektronischen Impfausweis für Corona-Geimpfte zu. Mittels einer App sollte dabei ein QR-Code genutzt werden, um nachzuweisen, dass derjenige geimpft sei.[584]
  • North Carolina: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass sie an der Johnston Elementary School in Asheville einen Cluster identifiziert hätten. An der Grundschule waren fünf COVID-19-Fälle innerhalb von zwei Wochen aufgetreten.[585]
  • Texas: In dem durch Klage vom 11. März eröffneten Verfahren behielt eine Richterin des Travis County District Court die einstweilige Verfügung vom 12. März aufrecht und entschied, dass die Stadt Austin weiterhin eine Maskenpflicht aufrecht erhalten könne.[586]
  • Wisconsin: Der Bundesstaat erfasste den ersten Fall einer Infektion mit der erstmals in Brasilien aufgetauchten Variante P.1.[587]

27. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Hill veröffentlichte ein Interview mit dem Leiter der National Institutes of Health (NIH) Francis Collins über die Überwindung von Impfskeptizismus bezüglich der COVID-19-Impfstoffe. Er nannte drei Gruppen an Skeptikern: Afroamerikaner mit schlechten Erfahrungen mit dem amerikanischen Medizinsystem mit beispielsweise dem Tuskegee-Syphilis-Experiment; religiöse Christen; und schließlich republikanische Männer. Es sei wichtig diesen Gruppen mit ihren Bedenken zuzuhören, um mit Überzeugungsarbeit zu reagieren. Allerdings blieben nur etwa zwei Monate Zeit hierfür, wenn bis Mai genug Impfstoffe zur Verfügung stünden.[588]

Die Veranstalter der San Diego Comic-Con International teilten mit, dass die Comic-Con 2021 nicht im Juli virtuell abgehalten werde. Sie solle am Thanksgivingwochenende von Freitag dem 26. November bis Sonntag dem 28. November im San Diego Convention Center stattfinden.[589]

In der Major League Baseball wurde kurz vor Saisonbeginn gemeldet, dass Matt Barnes von den Boston Red Sox positiv getestet wurde. Acht Mannschaftskameraden mussten sich in der Folge wegen Kontakts mit Barnes in Quarantäne begeben.[590]

Kurz vor dem Anpfiff wurde in der Missouri Valley Football Conference das College-Football-Spiel zwischen den Bisons der North Dakota State University und den Coyotes der University of South Dakota abgesagt. Der Grund für die Absage war ein Positivtest bei der Mannschaft aus North Dakota.[591]

28. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ABC News und Ipsos veröffentlichten eine Meinungsumfrage zur Präsidentschaft von Joe Biden. Danach unterstützten 72 % der Amerikaner Bidens Corona-Politik. Etwa drei Viertel bewerteten die Auslieferung der Impfstoffe positiv und 60 % der Befragten meinten, Biden würde die wirtschaftliche Erholung gut behandeln. Schlechtere Werte hatte er bei Fragen nach seiner Schusswaffenpolitik und der Einwanderungspolitik.[592]

Anthony Fauci trat in der Sendung Face the Nation mit Margaret Brennan auf. Angesprochen von Brennan auf frühere Warnungen von ihm und jüngere Spitzen in einigen Staaten meinte Fauci, dass die Varianten eine Rolle spielten. Entscheidender sei, dass etliche Staaten Restriktionen zurückführen, verfrüht zurückführen. Wenn man nach einer großen Welle herunterkäme und ein Plateau erreiche, dann sei man in Gefahr, dass es zur nächsten Welle komme. Das sei was in den USA passiere. Man sei auf 50.000 am Tag heruntergekommen, jetzt sei es wieder bei 60.000. Man habe das auch in der Europäischen Union gesehen.[593] In der Sendung trat auch die jüngst nach dem COVID-19-Tod ihres Mannes in das Repräsentantenhaus gewählte republikanische Abgeordnete Julia Letlow auf. Brennan sprach Letlow auf die geringere Bereitschaft von Republikanern an, sich impfen zu lassen. Letlow erklärte, man könne ihre Geschichte nutzen. Jede Familie könne betroffen werden. Es gäbe einen Impfstoff, der schütze. Sie forderte jeden auf, sich impfen zu lassen.[594]

  • Hawaii: Die hawaiianische Polizei löste ein Konzert in Kapolei auf. Videos von dem Konzert zeigten eine Menschenmenge ohne Masken, die keine Anzeichen von Abstandhalten zeigte.[595]

29. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention veröffentlichte an diesem Montag eine Feldstudie. Danach waren die SARS-CoV-2-Impfstoffe Tozinameran von Pfizer und mRNA-1273 von Moderna auch unter Realbedingungen zu 90 % wirksam nach der zweiten Impfdosis und bereits zu 80 % wirksam nach der ersten Impfdosis.[596][597]

In der CNBC-Sendung Squawk Box sagte der ehemalige Leiter der FDA Scott Gottlieb, dass die Vereinigten Staaten am Tipping Point seien, um eine vierte Coronawelle zu vermeiden. Bundesstaaten wie Michigan oder das Gebiet der Bundesstaaten Connecticut, New Jersey und New York würden Sorgen bereiten. Aber wenn man insgesamt die Fälle in den nächsten zwei Wochen unter Kontrolle halte, könne man es schaffen. Die Impfstoffe seien eine starke Bremse und das wärmer werdende Wetter könne helfen. Als Israel 25 Prozent der Bevölkerung geimpft hatte, habe man den Effekt gemerkt. Die USA seien kurz davor diese Grenze zu erreichen.[598] Demgegenüber warnte die CDC-Direktorin Rochelle Walensky in einer Pressekonferenz vor bevorstehendem Unglück (impending Doom), falls die Zahlen weiter stetig wüchsen. Die Zahl der Neuinfektionen war im Siebentages-Durchschnitt um 10 % seit der Vorwoche auf knapp unter 60.000 Fälle am Tag gestiegen. Hospitalisierungen waren am steigen, die Sterberate war um 3 % gestiegen. Sie äußerte, wenn der Trend anhielte könne es zu einer Welle wie im Sommer 2020 kommen oder zu so einer wie sie gerade in Europa beobachtet würde. Es gäbe durch Impfungen soviel Hoffnung, aber sie sei gerade eingeschüchtert. Sie rief als CDC-Direktoren, aber auch als Mutter und Tochter, dringend zum Maskentragen auf. Jeffrey Zients der Covid-19-Koordinator, teilte in derselben Pressekonferenz mit, dass in den letzten Tagen täglich drei Millionen Impfungen verabreicht worden seien. Zients erklärte auch, dass die Bundesregierung derzeit nicht plane einen elektronischen Impfpass einzuführen.[599]

Präsident Biden trat später vor die Presse und stellte sich hinter die Befürchtungen seiner CDC-Direktorin. Er erklärte, dass der Krieg gegen das Virus noch nicht gewonnen sei. Er forderte Gouverneure und lokale Autoritäten, die Maskentragepflichten aufgehoben hatten, diese Pflichten wieder einzuführen. Es sei nicht die Zeit, fahrlässig zu werden und die Wirtschaft zu öffnen.[600] Biden kündigte auch an, dass neun Zehntel aller Erwachsenen bis zum 19. April zu einer Impfung berechtigt sein würden.[601]

Die United States Customs and Border Protection (CBP) ordnete die Beschlagnahme von Einweghandschuhen des weltgrößten malaysischen Produzenten für derartige Handschuhe, Top Glove, an. Zur Begründung wurden Hinweise auf Zwangsarbeit bei der Produktion genannt. Die Produktionsbedingungen bei Einweghandschuhen waren durch den gestiegenen Bedarf während der Pandemie stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit gerutscht.[602]

Der ehemalige Präsident Donald J. Trump veröffentlichte eine Stellungnahme, in der er Anthony Fauci und Deborah Birx, seine ehemaligen Berater angriff. Beide hatten sich in einer am Abend des Palmsonntag ausgestrahlten Fernsehdokumentation von CNN geäußert. Birx hatte unter anderem gesagt, dass man bis zu den ersten hunderttausend COVID-19-Toten eine gewisse Entschuldigung gehabt habe, alle Toten danach hätten verringert werden sollen. Trump sagte in seiner teilweise inakuraten Stellungnahme, dass Fauci und Birx schlecht gewesen seien, er habe sie fast immer überstimmt. Die Geschichte gebe ihm Recht.[603] Der ehemalige Präsident stellte Fauci und Birx als Selbstdarsteller und Lügner dar.[604] Trumps Surgeon General Jerome Adams hatte demgegenüber auf Twitter Birx Tapferkeit gelobt. Er hob hervor, dass sie trotz Ablehnung in der Krise blieb.[605]

Die Major League Baseball senkte die Standards in dem Corona-Protokoll für vollgeimpfte Spieler, Trainer und Mitarbeiter ab.[606]

Im Wettbewerb der March Madness der NCAA rief Kim Mulkey, die Trainerin des Damen-Basketball-Teams der Baylor University, nachdem ihre Mannschaft ausgeschieden war, dazu auf, ab dem Halbfinale auf Tests zu verzichten.[607]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis kündigte auf einer Pressekonferenz eine Executive Order an, die es lokalen Behörden oder Unternehmen untersagte den Nachweis einer Impfung durch einen Impfpass zu verlangen. Er erklärte, dies wäre unvereinbar mit Freiheiten und forderte die Legislative des Bundesstaates auf Impfpässe gesetzlich zu untersagen.[608] (Fortsetzung: 2. April)
Der Gouverneur fertigte auch ein Gesetz für den Staat Florida aus, welches Unternehmen von Klagen wegen der Verursachung von COVID-19-Infektionen freistellte. Bedingung war, dass im guten Glauben Schritte unternommen wurden den Gesundheitsrichtlinien zu folgen. Das Gesetz sollte rückwirkend zum Beginn der Pandemie gelten und laut DeSantis sofort in Kraft treten.[609] Das Gesetz, CS/SB 72 sah weiter eine verkürzte Verjährungsfrist von einem Jahr und schärfere Darlegungs- und Beweislasten für Kläger vor.[610]
  • Michigan: Die gesetzgebende Gewalt Michigans beschloss ein Gesetz, nachdem bei der Verabreichung des Impfstoffs von Johnson & Johnson Empfänger der Impfung aufgeklärt werden müssen. Die Aufklärung muss danach darlegen, dass der Impfstoff mit Hilfe von bei einem Schwangerschaftsabbruch gewonnenen Stammzellen gewonnen wurde. Die demokratische Opposition warf der republikanischen Mehrheit vor, dass die Impfungen dadurch politisiert würden.[611]

30. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Bericht zu dem Ursprung der COVID-19-Pandemie vorgestellt hatte trat die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki vor die Presse. Die WHO war in ihrem Bericht von vier möglichen Szenarien ausgegangen. Als wahrscheinlichste Variante sah sie die Übertragung von Fledermäusen auf einen tierischen Zwischenwirt und dann auf den Menschen an. Als extrem unwahrscheinlich stufte die WHO die Theorie eines Laborunfalls ein. Psaki erklärte, dass der Präsident der Ansicht sei, dass die Amerikaner bessere Informationen verdienten. Der Bericht enthalte keine neueren Erkenntnisse und keine Vorschläge wie eine ähnliche Entwicklung zukünftig verhindert werden könne. Sie kritisierte auch die mangelnde Transparenz Chinas. Die USA hatten mit anderen Ländern eine Erklärung unterzeichnet, die eine erneute unabhängige Untersuchung forderten.[612]

Es wurde ein Schreiben von zwanzig Staatsoberhäuptern veröffentlicht. Es wurde zu einem internationalen Abkommen für zukünftige Pandemien aufgerufen und Stellung gegen Impfnationalismus genommen. Unter anderem hatten der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Boris Johnson und Bundeskanzlerin Angela Merkel unterschrieben. Nicht unterzeichnet hatten die Staatsoberhäupter von China, Russland oder den Vereinigten Staaten.[613]

Der Unterausschuss des Repräsentantenhauses zu COVID-19 veröffentlichte einen Untersuchungsbericht. Laut des Berichtes hatte Peter Navarro, der Handelsberater Präsident Trumps, erheblichen Druck auf Bundesbehörden ausgeübt lukrative Corona-Verträge an unqualifizierte Unternehmen mit Verbindungen zur Trump-Administration zu vergeben.[614]

  • Arkansas: Gouverneur Asa Hutchinson hob die Maskenpflicht in seinem Bundesstaat auf. Die Positivrate sei unter zehn Prozent und die Zahl der Hospitalisierungen sei niedrig genug. Er erklärte aber, Masken seien damit nicht gebannt. Er selbst werde weiter eine tragen.[615]
  • Mississippi: Gouverneur Tate Reeves lehnte an diesem Dienstag, trotz der Aufforderung von Präsident Biden vom Montag zur Maskenpflicht zurückzukehren, die Wiedereinführung der Maskenpflicht ab. Der Präsident wolle, dass er in Mississippi die Pflicht wieder einführe, weil in New York und New Jersey die Fälle stiegen.[616]

31. März 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Direktorin der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) teilte mit, dass die ansteckendere und womöglich tödlichere Variante B.1.1.7 aus Großbritannien sich zur vorherrschenden Variante in den Vereinigten Staaten entwickle. 26 % der aktiven Fälle seien bereits B.1.17-Fälle. Die meisten der 11.569 Fälle mit der britischen Variante wurden in Florida gemeldet, gefolgt von Michigan, Wisconsin und Kalifornien. Sie befürchte wegen der infektiöseren Variante einen Anstieg von COVID-19-Fällen.[617]

Die National Institutes of Health (NIH) und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) begannen mit dem Projekt Say Yes! COVID Test in dem Pitt County (North Carolina) und dem Hamilton County (Tennessee) bzw. der Stadt Chattanooga. Hierbei sollten 25 Antikörperschnelltests an alle Haushalte ausgegeben werden. Durch den Versuch sollte ermittelt werden, inwiefern verfügbare Tests zu verantwortungsbewusstem Verhalten führen und sich auf Fallzahlen auswirken.[618]

Die christliche Organisation Faithful America veröffentlichte eine Petition gegen Äußerungen der Abgeordneten Marjorie Taylor Greene zur COVID-19-Pandemie. Sie hatte unter anderem auf Twitter geäußert, dass Maskentragen eine freie Entscheidung sein sollte und ein Impfpass Bidens „Zeichen des Tiers“ sein würde. Faithful America bezeichnete ihre Äußerungen als blasphemisch und böse. Mehr als 5.000 Christen unterzeichneten die Petition.[619]

Pfizer und BioNTech teilten mit, dass eine klinische Studie an Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 zum Ergebnis kam, dass der Impfstoff von ihnen zu hundert Prozent wirksam sei. Man werde die Zulassung bei der FDA für diese Altersgruppe beantragen.[620]

Die New York Times berichtete, dass in einem Zulieferwerk eines Drittunternehmens in Baltimore durch menschliches Versagen 15 Millionen Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson verdorben wurden und Auslieferungen des Impfstoffes gestoppt wurden.[621] Das Unternehmen veröffentlichte eine Stellungnahme, nach der bei den Dosen Qualitätsmängel bei der Qualitätskontrolle festgegestellt worden seien. Die Behörden seien bereits unterrichtet worden. Bereits ausgelieferte Dosen seien nicht betroffen, da diese in den Niederlanden produziert wurden.[622] (Fortsetzungen: 3. April 2021 und 10. April)

Nickelodeon zog eine Folge der Serie SpongeBob Schwammkopf zurück. In der Folge Kwarantined Crab sollte ein Fall von Clam Flu zur Quarantäne führen.[623]

Der Film Godzilla vs. Kong kam in die Kinos.[624] Er wurde in 3.046 Kinos in Nordamerika aufgeführt und sollte in den ersten fünf Tagen $ 48,5 Millionen an den US-Kinokassen einspielen, obwohl er zeitgleich auch gestreamt wurde. Das war das bis dahin beste Ergebnis eines Kinofilms in den Zeiten von COVID- 19.[625]

  • Kalifornien: Einige Eltern reichten vor dem Los Angeles Superior Court eine Klage gegen den Schulbezirk von Los Angeles (LAUSD) und die Lehrergewerkschaft United Teachers Los Angeles (UTLA) ein. Sie machten geltend, dass die Schulöffnungen nicht schnell genug vonstatten gingen und ihre Kinder Schaden nehmen würden. Die Gewerkschaft würde bei den Öffnungsverhandlungen ihre Kinder als Geiseln nehmen. Die Anwälte der Eltern wurden pro bono tätig, hängen aber mit der Freedom Foundation zusammen, die oft gegen Gewerkschaften im öffentlichen Dienst vorgeht.[626]
  • Michigan: Im Bay County wurde die erste Infektion mit der zuerst bei Brasilianern beobachtete Variante P.1 im Staat Michigan registriert. Es war der 172. Fall mit P.1 in den USA und Michigan war der 22. Bundesstaat mit dieser Variante. Im Staat Michigan waren zu diesem Zeitpunkt außerdem 1.468 Fälle mit der B.1.1.7-Variante und sieben Fälle mit der Variante B.1.351 bekannt.[627]
  • Texas: Bei einem Forum für republikanische Kandidaten für die Nachfolge des an COVID-19 gestorbenen Abgeordneten Ron Wright erklärte die Kandidatin Sery Kim, dass sie überhaupt keine chinesischen Einwanderer wolle. Sie würden geistiges Eigentum stehlen, das Coronavirus bringen und keine Verantwortung übernehmen. Sie sei Koreanerin und dürfe das sagen. Das Publikum applaudierte, andere Kandidaten widersprachen nicht.[628]
  • Wisconsin: Das höchste Gericht des Bundesstaates, der Wisconsin Supreme Court, hob in einer 4:3-Entscheidung die von Gouverneur Tony Evers mehrfach durch Executive Order verlängerte Maskenpflicht in Wisconsin auf. Evers hatte nach Auffassung der Mehrheit der Richter seine Kompetenzen mit den Verlängerungen überschritten.[629]

April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der April 2021 erlebte einen Rückgang an COVID-19-Infektionen und eine weitere Wiederöffnung der Wirtschaft und des normalen Lebens.[630] Bezüglich der täglichen Impfungen erreichten die Vereinigten Staaten am 1. April 2021 einen Höhepunkt, als an diesem Tag 4,3 Millionen Impfspritzen gesetzt wurden. Hiernach begannen diese Zahlen abzusinken.[631] Entgegen prognostizierten 995.000 neuer Arbeitsstellen entstanden allerdings lediglich 226.000. Die Arbeitslosenquote stieg von 6 % auf 6,1 %. Zum einen waren statistischen Gründe, wie die saisonbedingte Bereinigung, hierfür verantwortlich. Zum anderen standen zusätzlichen Arbeitsstellen in hart betroffenen Branchen wie dem Hotel- und Gaststättengewerbe (+331.000 Stellen) der Abbau von Stellen in Branchen gegenüber, die, wie Kurierdienste oder Personaldienstleister, von der Pandemie profitiert hatten. Zudem war es zu einem Arbeitskräftemangel gekommen, der Unternehmen vor Probleme bei der Stellenbesetzung stellte.[630] Der private Konsum stieg nach Angaben des Bureau of Economic Analysis im Handelsministerium im April um 3,6 %, der höchste Anstieg seit dem September 2008. Unter herausrechnung von Nahrungs- und Energiekosten verzeichnete der private Konsum einen Anstieg um 3,1 %, der höchste Anstieg seit den frühen 1990ern.[632]

1. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Biden-Administration startete eine breite Koalition von Gruppen, um Impfzurückhaltung zu überwinden. Biden selbst sprach zu etwa tausend religiösen Führern, um sie zu ermutigen weiter Impfungen zu promoten. Vizepräsidentin Kamala Harris und der US Surgeon General sprachen virtuell zu 275 Gründungsmitgliedern der Koalition. Die Koalition umfasste neben religiösen Gruppen, Gesundheitsorganisationen wie die American Medical Association oder das Council of Urban Indian Health, große Sportligen wie NASCAR, NFL oder MBL, Gewerkschaften, Gruppen der Latino-, Afroamerikaner, Ureinwohnergemeinschaften und örtliche Gruppen. Unterstützt werden sollten die Koalitionsmitglieder durch Informationsmaterial und Werbespots.[633] Die Vereinigten Staaten erreichten an diesem Tag, dass 4,3 Millionen Impfdosen gespritzt wurden. Dieser Höchstwert wurde danach nicht mehr erreicht.[631]

Pfizer und BioNTech stellten Daten zu ihren fortlaufenden Studien der dritten Phase der Impfstoffentwicklung vor. Danach war der SARS-CoV-2-Impfstoff auch nach einem halben Jahr zu 91,3 % wirksam und wirke auch gegen neuere Varianten wie die erstmals in Südafrika gefundene Variante B.1.351. Uğur Şahin, der Vorstandsvorsitzende von BioNTech, erklärte, die Daten würden die Wirksamkeit und Sicherheit des Produkts unterstreichen. Ein Vertreter von Pfizer erklärte, dass die Daten es ermöglichen würden einen Antrag auf Vollzulassung bei der FDA zu stellen.[634]

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bemerkte Anthony Fauci, das die Vereinigten Staaten den Impfstoff AZD1222 von AstraZeneca nicht unbedingt benötigen würden. Es bestünden genug Verträge mit anderen Anbietern, um die gesamte Bevölkerung zu impfen und wahrscheinlich auch noch für eventuell nötige Auffrischungen im Sommer.[635]

Die Food and Drug Administration (FDA) ließ für den Impfstoff von Moderna zu, dass die Impfstoffbehälter mit 15 Dosen, statt bisher zehn Dosen befüllt werden. Gleichzeitig wurde die Erlaubnis erteilt elf Dosen aus den Zehn-Dosen-Behältern zu gewinnen. Die FDA wies aber darauf hin, dass für die Entnahme zusätzlicher Dosen spezielle Spritzen erforderlich seien.[636]

Der wöchentliche Bericht des US-Arbeitsministeriums zum Arbeitsmarkt meldete 719.000 Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der zurückliegenden Woche. Dies waren mehr als in der Vorwoche und auch mehr als die 675.000 prognostizierten Anträge. Im Vierwochen-Durchschnitt wurde der Wert vom 14. April 2020, bevor die Pandemie die Arbeitsmärkte verheerte, erreicht. Fortlaufende Anträge gingen leicht um 46.000 auf 3,8 Millionen zurück. Auch die Zahl der Bezieher von Ausgleichszahlungen war rückläufig und betrug nun 18,2 Millionen - ein Rückgang um 1,5 Millionen.[637]

Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene brachte zwei Gesetze in das Repräsentantenhaus ein. Mit dem ersten sollten Impfnachweise für COVID-19-Impfungen untersagt werden. Mit dem anderen sollte das Gehalt Anthony Faucis als Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) auf Null reduziert werden, bis ein Nachfolger durch den Senat bestätigt sei. Die Position des NIAID-Direktors wird allerdings nicht vom Senat bestätigt. Beide Gesetzentwürfe wurden wegen der demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus als nicht aussichtsreich angesehen.[638]

Die MLB-Saison 2021 begann an diesem Donnerstag. Die Kapazitäten der Baseball-Stadien waren nicht voll ausgelastet, aus Gründen der COVID-19-Vorbeugung. Präsident Biden kritisierte Pläne der Rangers ihr Eröffnungsspiel am 6. April vor einem vollen Stadium austragen zu wollen.[639] Das Eröffnungsspiel der Major League Baseball in der MLB-Saison 2021 zwischen den Washington Nationals und den New York Mets musste verlegt werden. Fünf Spieler der Nationals fielen an diesem Donnerstag aus, nachdem ein Spieler positiv auf COVID-19 getestet worden war und vier Mannschaftskameraden auf dem Rückflug aus dem Trainingscamp in Florida mit ihm in engerem Kontakt waren.[640] Nachdem drei weitere Spieler der Washington Nationals positiv getestet worden waren, wurden die Spiele zwischen diesen Mannschaften am Freitag den 2. April 2021 nun auf unbestimmte Zeit verschoben.[641]

2. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Veröffentlichung eines sehr positiven Berichts zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im März[402] äußerte sich Präsident Biden. Er verkündete, dass Amerika erstmals innerhalb einer Woche 20 Millionen Impfdosen verabreicht habe. Er bezeichnete den Bericht als vielversprechend, erinnerte aber daran, dass noch immer 8,4 Millionen Amerikaner ohne Arbeit seien. Impfungen und das Rettungspaket begännen einen Unterschied zu machen. Aber Amerikaner würden sich verhalten, als ob es vorüber sei. Es sei nicht vorüber. Biden forderte auf durchzuhalten für den Endspurt.[642]

An Karfreitag trat Anthony Fauci in der Sendung Morning Edition des National Public Radio (NPR) auf. Zu einer Zeit wo 56 Millionen Amerikaner geimpft waren erklärte er, dass eine vierte Welle möglicherweise nicht stattfinden werde. Im Gegensatz zu den zurückliegenden Wellen gebe es nun die Impfstoffe. Bei etwa 3 Millionen Impfungen am Tag wäre es ein Rennen zwischen Virus und Impfungen. Es sei aber trotz Pandemiemüdigkeit nicht die Zeit nachzulassen, um den Vorteil zu erlangen, damit der Impfstoff das Rennen gewinne. Immer Sommer könne es dann ein wenig Normalität geben. Er rief dazu auf zum Osterfest vorsichtig zu sein bei Zusammenkünften.[643]

Die Seuchenschutzbehörde CDC aktualisierte die Reiserichtlinien. Laut der CDC-Direktorin Rochelle Walensky könnten vollständig geimpfte Personen mit geringem Risiko reisen, wenn die üblichen Vorsorgemaßnahmen wie dass Tragen von Masken oder Abstandhalten eingehalten würden. Die CDC-Richtlinien sahen nun vor, dass vollständig geimpfte Personen keinen negativen COVID-19-Test vor Antritt von Flugreisen benötigten, und sich nach der Ankunft nicht in Selbstquarantäne begeben müssten. Bei internationalen Reisen wurde geraten sich vor dem Abflug testen zu lassen, notwendig sei dies aber nur, falls das Zielland einen solchen Test vorschreibe.[644]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis untersagte mit einer Executive Order allen staatlichen Stellen Dokumente wie Impfpässe auszustellen, die den COVID-19-Status von Personen offenbarten. Er untersagte es ferner privaten Unternehmen Leistungen von Impfungen oder Genesung von COVID-19 abhängig zu machen. Er teilte mit, dass Parlament des Staates würde an Gesetzen arbeiten diese Regelungen dauerhaft zu machen.[645] (Fortsetzung: 29. April 2021)
  • Kalifornien: Die Behörden des Westküstenstaates gaben bekannt, dass ab dem 15. April auch in Gebieten in gelben, orangen und roten Zonen Konzerte und Theateraufführungen in geschlossenen Räumen zulässig sein sollten. Zuschauer müssten negative Tests oder vollständige Impfung nachweisen. Kapazitätsgrenzen sollten von der Farbe der Zone abhängen.[646]
  • Kansas: Das Kansas Department of Health and Environment teilte mit, dass der erste Fall einer COVID-19-Erkrankung mit der sogenannten „südafrikanischen Variante“ B.1.351 in Kansas im Finney County identifiziert worden war.[647]
  • Michigan: Daten des Michigan Department of Health and Human Services zeigten, dass der Anstieg an Fällen, der Michigan zu einem jüngeren Epizentrum der Pandemie machte, auf steigende Infektionen bei Kinder und Jugendliche zurückgehe. Danach waren die Ansteckungen bei Kindern bis zehn Jahren um 230 % seit dem 19. Februar 2021 gestiegen und bei zehn bis 19-jährigen um 227 %. 40 % aller jüngeren Ausbrüche konnten zu Schulveranstaltungen oder Jugendsport zurückverfolgt werden. Experten führten daher die steigenden Coronazahlen auf die Schulöffnung und die Wiederzulassung von Jugendsport zurück.[648]

3. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci äußerte gegenüber Jim Acosta auf CNN, dass wenn alle sich weiterhin an das Maskentragen, Abstandhalten und Händewaschen hielten Amerika schneller zur Normalität zurückkehren könne. Jetzt, wo täglich drei bis vier Millionen Impfdosen verabreicht würden bestünde kein Zweifel, dass der Impfstoff das Rennen gewinnen könne. Sobald die Bahn des Virus absinke, werde es auch Erleichterungen für Geimpfte in den CDC-Richtlinien geben. Das Einzige was verlangt werden würde sei, dass die Bürger noch ein wenig länger durchhielten, es werde nicht ewig dauern. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hatte an diesem Sonnabend mitgeteilt, dass am Freitag erstmals mehr als vier Millionen Impfdosen innerhalb von 24 Stunden gegeben worden waren, und erstmals in einer Woche im Durchschnitt täglich drei Millionen Dosen verabreicht worden waren. 104 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten hatten laut CDC zumindest die erste Impfdosis erhalten, 59 Millionen davon waren vollständig geimpft worden.[649]

Nachdem am 31. März berichtet worden war, dass in der Impfstoffproduktion eines vertraglichen Zulieferungspartners von Johnson & Johnson und AstraZeneca es zur Verunreinigung von 15 Millionen Impfstoffdosen gekommen war, traf die Bundesregierung Anweisungen. AstraZeneca wurde angewiesen einen anderen Produktionspartner zu finden. Johnson & Johnson wurde die Aufsicht über die Produktion in dem Drittwerk über die Impstoffproduktion ihres Impfstoffes übertragen.[650]

  • Kalifornien: Wissenschaftler der Stanford University teilten mit, dass im Stanford Clinical Virology Lab der erste Fall einer Infektion mit der, erstmals einen Monat zuvor in Indien entdeckten, „Doppelmutante“ B.1.617 nachgewiesen worden sei. Es handele sich um einen Patienten aus der San Francisco Bay Area. Es war der erste bekannte Fall mit einer Ansteckung mit dieser SARS-CoV-2-Variante in den Vereinigten Staaten.[651]
  • Massachusetts: Etwa einen Monat, nachdem die ursprünglich in Brasilien beobachtete SARS-CoV-2-Variante P.1 zum ersten Mal Ende Februar in Massachusetts nachgewiesen worden war, hatte der Staat mehr Fälle dieser Variante nachgewiesen als jeder andere US-Bundesstaat. Die 54 P.1-Fälle gehörten dabei vor allem zu einem Ausbruch auf Cape Cod.[652]
  • Michigan: Der Bundesstaat im Mittleren Westen meldete die höchste Zahl täglicher COVID-19-Fälle seit Mitte Dezember 2020 während der Winterwelle. Es wurden an diesem Sonnabend 8.413 Neufälle gemeldet, erheblich mehr als die 1.536 einen Monat zuvor am 3. März 2021. Krankenhauseinweisungen, vor allem unter jüngeren Personen waren auch am steigen zwischen dem 1. März und 23. März war bei den Jahrgängen der 30- bis 39-jährigen die Zahl der COVID-19-Patienten in Krankenhäusern um 633 % gestiegen, bei den 40- bis 49-jährigen sogar um 800 %. Michigan verzeichnete auch mit 1.468 Fällen die zweithöchste Zahl an Ansteckungen mit der erstmals in Großbritannien beobachteten aggressiveren Coronavirus-Variante B.1.1.7. Die Regierung des Bundesstaates führte dies auf vermehrtes Reisen und weniger Maskentragen wegen zunehmender Pandemiemüdigkeit zurück. Anthony Fauci hatte am Donnerstag in einem lokalen Radiosender den Anstieg auf eine verfrühte Öffnung der Wirtschaft und Gaststätten zurückgeführt.[653]
  • Utah: Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage meldete, dass 2020 die Zahl der Gläubigen zwar um 0,6 % gestiegen sei, aber die Zahl der Übertritte zum Mormonentum um fast die Hälfte gesunken seien. Dies sei auf die durch die Pandemie behinderte Missionsarbeit zurückzuführen. Auch Taufen seien durch Kirchenschließungen zurückgegangen.[654]

4. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leiter des Center for Infectious Disease Research and Policy der University of Minnesota, Michael Osterholm, äußerte am Ostersonntag, dass der obere Mittlere Westen am sich im Anfang einer vierten Welle befände. Die am Sonnabend gemeldeten Infektionszahlen sei alarmierend. Man sehe nun einen erheblichen Anstieg von schweren Fällen, Intensivpatienten und Krankenhauseinweisungen bei den Dreißig- bis Fünfzigjährigen, die noch nicht geimpft seien. Der ehemalige FDA-Direktor Scott Gottlieb sagte demgegenüber in der Sendung Face the Nation, dass es bei dem derzeitigen Tempo an Impfungen nicht zu einer vollentwickelten Welle kommen würde.[655]

Der Direktor der National Institutes of Health, Francis Collins, trat auf CBS News auf. Er stellte sich als evangelischen Christen vor, der glaube, dass Religion und Wissenschaft nicht unvereinbar seien. Er erklärte, dass die Impfungen eine Zeit der Nächstenliebe seien. Die mit Ostern gefeierte Wiederauferstehung von Jesus Christus werde am besten durch die Teilnahme an Impfungen gefeiert.[656]

Die Screen Actors Guild Awards wurden verliehen. Statt der sonst zweistündigen Live-Show war die 27. Verleihung eine einstündige Veranstaltung, bei der die Beiträge zuvor aufgezeichnet worden waren.[657]

  • Florida: In der CBS-Sendung 60 Minutes wurde Floridas Gouverneur mit Vorwürfen konfrontiert, dass er Impfungen in dem Bundesstaat in wohlhabende weiße Gebiete gebracht habe und an die Supermarkt-Kette Publix privatisiert habe, nachdem diese $ 100.000 an Wahlkampfspenden gezahlt habe. Gouverneur Ron DeSantis bezeichnete die Vorwürfe als falsch und falschen Narrativ. Publix bestritt ebenfalls einen Zusammenhang zwischen Spende und Auftragsvergabe.[658]
  • Kalifornien: Wissenschaftler der Stanford University teilten mit, dass durch Gen-Sequenzierung in der San Francisco Bay Area eine aus Indien bekannte SARS-CoV-2-Variante identifiziert wurde. Die Variante zeichnete sich durch eine Doppelmutation aus. Es wurde vermutet, dass sie ansteckender sein könnte, da sie bereits ein Fünftel der Fälle im indischen Bundesstaat Maharashtra ausmachte.[659]
  • Mississippi: Gouverneur Tate Reeves sprach sich gegenüber Jake Tapper in der Sendung Face the Nation auf CNN gegen Impfpässe, zum Nachweis von COVID-19-Impfungen, aus. Er sagte, diese Nachweise seien nicht notwendig und nicht das Richtige in Amerika. Man werde an einem gewissen Punkt es dem Einzelnen überlassen müssen, das richtige für sich und seine Familien zu tun.[660]
  • South Carolina: Josh Surratt, der leitende Pastor der Megachurch Seacoast Church,[661] wurde mit COVID-19 in ein Krankenhaus eingeliefert. Er sei laut seiner Familie in der Woche positiv getestet worden und habe mehrere Tage vor der Hospitalisierung mit erheblichen Symptomen zu kämpfen gehabt.[662]

5. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci sprach sich in der morgendlichen Pressekonferenz der Corona Response Force des Weißen Hauses weiter für zwei Impfspritzen aus. Die seien 80 % für Pfizer- und Modernaimpfstoffe exzellent; man wisse aber nicht, wie lange die Wirksamkeit nach einfacher Impfung anhalte. Außerdem seien die aufkommenden Varianten zu berücksichtigen.[663] Fauci äußerte sich auch auf dem Podcast Politico Dispatch zur Debatte um Impfausweise. Er bezweifelte, dass die Bundesregierung die treibende Kraft hierfür sein werde. Sie würde allenfalls dafür sorgen, dass es fair zugehe. Man könne aber nicht ausschließen, dass unabhängige Einheiten wie ausländische Regierungen, Schulen oder Unternehmen den Nachweis einer Corona-Impfung für Zutritt fordern werden.[664]

Die CDC-Richtlinien zur Haushaltshygiene wurden aktualisiert. Danach reiche in den meisten Fällen regelmäßiges Reinigen von Oberflächen mit Seife und Wasser. Desinfektions-Sprays und -Tücher seien nicht notwendig. In Schulen und Haushalten, in denen in den letzten 24 Stunden ein COVID-19-Fall vorkam, sollten Desinfektionsmittel weiter eingesetzt werden.[665]

  • Louisiana: Die Krankenhäuser Louisianas verzeichneten einen deutlichen Rückgang bei den COVID-19-Patienten. Stattdessen stiegen nun die Zahlen von Sekundärfällen. Dies waren zum einen Komplikationen bei Long Covid und zum anderen wegen der Pandemie aufgeschobene Behandlungen.[666]
  • Montana: Gouverneur Greg Gianforte wurde an diesem Montag positiv auf COVID-19 getestet, nachdem er am Sonntag milde Symptome gezeigt hatte. Er begab sich in Selbstquarantäne.[667]
  • Texas: Zum ersten Mal nach dem Lockdown vor mehr als einem Jahr hat in den USA wieder ein Spiel im Profisport vor vollen Zuschauerrängen stattgefunden. Das Baseball-Team der Texas Rangers spielte zum Saisonstart in der Major League Baseball vor 40.518 Zuschauern im Globe Life Field gegen die Toronto Blue Jays. Sie ignorierten die Warnung der US-Seuchenbehörde CDC und von US-Präsident Biden, dass dies ein Superspreading Event sein könnte. Die Zuschauer mussten entweder einen Impfnachweis oder einen negativen Coronatest vorzeigen, der nicht älter als 72 Stunden ist.[668] Das Spiel in Arlington war möglich geworden, nachdem der Gouverneur von Texas die vollständige Öffnung der Wirtschaft und die Aufhebung der Maskenpflicht angeordnet hatte.[669]

6. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch einer Impfstation in Alexandria (Virginia) teilte Präsident Biden mit, dass das Zieldatum dafür, dass alle erwachsenen Amerikaner in allen Bundesstaaten einen Impftermin erhalten könnten verlegt wurde. Bislang sollte dies bis zum 1. Mai erreicht werden, nun verlegte Biden den Termin auf den 19. April vor.[670] Biden teilte auch mit, dass die Vereinigten Staaten die Zahl von 150 Millionen verabreichten Impfdosen erreicht hätten.[671]

Der Leiter des National Institute of Allergy and Infectious Diseases und führende medizinische Berater des US-Präsidenten, Anthony Fauci, äußerte gegenüber dem National Press Club, dass es zu früh für Siegesfeiern sei. Man sehe jetzt besonders jüngere Menschen in ernsten Schwierigkeiten; Schwierigkeiten wie schwere Krankheitsverläufe bis hin zur Krankenhauseinweisung und gelegentlich auch dem Tod. Zu dem Zeitpunkt stiegen Ansteckungszahlen unter Jugendlichen vor allem in Bundesstaaten wie Florida, Pennsylvania, oder Maryland. Besonders schlimm war die Lage in Michigan.[672] Gallup hatte unterdessen eine Meinungsumfrage veröffentlicht, nach der seit Februar 2021 die Zahl der US-Amerikaner, die fürchteten sich mit COVID-19 anstecken zu können, von 49 % auf 35 % gesunken sei. Die Umfrage war vom 15. bis zum 21. März durchgeführt worden.[673] Die USA verzeichneten aber noch im Siebentages-Durchschnitt 64.700 Fälle pro Tag, was etwa dem Höhepunkt der zweiten Welle im Sommer 2020 entsprach.[671] 43 % der COVID-19-Infektionen konzentrierte sich auf die Bundesstaaten New York, Michigan, Florida, Pennsylvania und New Jersey, die für etwa 22 % der US-Bevölkerung standen.[674]

Es wurde ein Regierungsprogramm bekannt, in dem Beihilfen für Beerdigungskosten von COVID-19-Toten durch die Federal Emergency Management Agency gezahlt werden sollten. Senator Charles E. Schumer und die Abgeordnete im Repräsentantenhaus Alexandria Ocasio-Cortez hatten sich für ein solches Programm stark gemacht.[675] Es sollten bis zu $ 9.000 pro Beerdigung, rückwirkend bis zum 20. Januar 2020 gezahlt werden.[676]

Nach einer in The Lancet Psychiatry an diesem Dienstag veröffentlichten Studie wiesen nach einem halben Jahr genesene COVID-19-Patienten zu knapp 34 % neurologische oder psychische Krankheitsbilder auf. Die Wahrscheinlichkeit nahm mit Schwere der Erkrankung zu. Ausgewertet worden waren 236.000 Fälle, vor allem US-amerikanischer Patienten.[677]

  • Alaska: Im Großraum Anchorage wurde der erste Fall einer Ansteckung mit der erstmals in Südafrika beobachteten Coronavirus-Variante B.1.351 in Alaska entdeckt.[678]
  • Colorado: CDC informierte den Bundesstaat, dass im Boulder County zwei Fälle einer Ansteckung mit der, erstmals bei Brasilianern gefundenen, Corona-Variante P.1 festgestellt worden waren. Es waren die ersten bekannten Fälle mit dieser Variante in Colorado.[679]
  • Georgia: Der Senat von Georgia teilte mit, dass 2021 bislang neun Senatoren positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Das Repräsentantenhaus von Georgia verweigerte Angaben, wie viele Abgeordnete positiv getestet wurden.[680]
  • Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom verkündete den Plan zum 15. Juni 2021 die Wirtschaft voll zu öffnen, und das Risiko-Niveau-System abzuschaffen, dass den Gold-Staat durch die Pandemie gebracht hatte. Die Maskenpflicht sollte beibehalten werden. Voraussetzung sei aber, dass die Zahlen für Impfungen und Infektionen stabil blieben.[681]
  • Missouri: Im Jackson County wurde der erste nachgewiesene Fall einer SARS-CoV-2-Ansteckung mit der ursprünglich in Südafrika identifizierten Variante B.1.351 bekannt.[682]
  • Oregon: Die Gesundheitsbehörden begannen einen Ausbruch in der Peoples Church in Salem, einer zur Assemblies of God gehörenden Kirche, zu untersuchen. Die Kirche hatte im Mai 2020 Klage gegen Einschränkungen bei Gottesdiensten wegen COVID-19 erhoben gehabt und hatte entgegen den Richtlinien Oregons weiter Gottesdienste ohne Masken und Kapazitätsgrenzen unterhalten. Von dem untersuchten Ausbruch waren mindestens 74 Personen, einschließlich des Pastors, betroffen.[683]
  • Texas: Wie schon der Gouverneur von Florida am 2. April erließ nun Gouverneur Greg Abbott eine Executive Order gegen COVID-19-Impfpässe in Texas. Er erklärte, dass mehr und mehr Texaner durch Impfungen zurück zur Normalität gingen. Aber Impfungen sollten immer freiwillig sein und nicht unter Zwang erfolgen. Dass Bürger Gesundheitsinformationen wie Impfungen offenbaren müssten, um ein normales Leben zu führen, sei mit Bürgerrechten nicht vereinbar.[684]

7. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der morgendlichen Pressekonferenz teilte CDC-Direktorin Rochelle Walensky mit, dass es einen deutlichen Anstieg an Personen in den 30ern und 40ern bei den Krankenhauseinweisungen mit schweren COVID- 19-Fällen gebe. Dies geschehe zu einer Zeit, in der sich besorgniserregende Varianten in den gesamten Vereinigten Staaten ausbreiteten. Die ursprünglich in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 sei mit 16.000 aktiven Fällen nun die vorherrschende Variante.[685] Anthony Fauci äußerte sich besorgt über das relativ hohe Niveau auf dem sich Neufälle eingependelt hätten nach der Welle zu Beginn des Jahres. Er rief dazu durchzuhalten. Es sei fast ein Rennen zwischen Impfungen und einer erneuten Welle, die anschwellen wolle. Es seien zahlreiche Faktoren vorhanden, einschließlich steigende Fälle in der Kindertagesbetreuung und bei Schulsport-Mannschaften.[686]

Nach einer NPR/Marist-Umfrage lehnten es 25 % der Befragten US-Amerikaner ab, sich impfen zu lassen. Weitere 5 % äußerten, dass sie unentschlossen seien. Am höchsten war der Anteil der Impfskeptiker bei Anhängern der Republikanischen Partei und in ländlichen Gegenden. Fachleute sahen dies als Problem auf dem Weg zu einer Herdenimmunität an. Ab Mai 2021 könnten mehr Impfstoffe erreichbar sein, als Personen, die bereit wären sich impfen zu lassen. Ursache sei die weite Verbreitung von Falschinformationen zu COVID-19 und Impfungen.[687]

Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie[688] kam zu dem Schluss, dass Impfstoffe gegen die sogenannte kalifornische Variante halfen. Diese in Kalifornien während der Winterwelle vorherrschende Variante sind zwei eng verwandte Varianten, B.1.427 und B.1.429. Sie waren in allen Bundesstaaten mittlerweile nachweisbar, aber auch mehreren Ländern außerhalb den USA.[689]

  • Alabama: Gouverneurin Kay Ivey gab eine neue Gesundheitsanordnung bekannt. Die Anordnung „Safer Apart“ ermutigte zum Abstandhalten und Maskentragen. Die bestehende Maskenpflicht in Alabama sollte am Freitag den 9. April 2021 auslaufen.[690]
  • Colorado: In Commerce City musste eine Massenimpfstation nach elf allergischen Reaktionen nach Gabe des Impfstoffes von Johnson & Johnson vorübergehend schließen.[691]
  • Georgia: Der Gouverneur, Brian Kemp, hob an diesem Mittwoch mit Wirkung zum Donnerstag alle Einschränkungen für die Wirtschaft auf. Er begründete dies damit, dass die Wirtschaft nicht ein weiteres Jahr durchhalten könne.[692]
  • Texas: Nachdem eine Anordnung des Texas Supreme Court auslief, nach der wegen CDC-Direktiven einer Zwangsräumung von Wohnraum entgegenstünden, hatte das Texas Justice Court Training Center eine Richtlinie veröffentlicht. Nach dieser Richtlinie hätten Gerichte des Bundesstaat nun keine Rechtfertigung Zwangsräumungen zu pausieren.[693]

8. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten erreichten laut den Datenbank en der Centers for Disease Control and Prevention (CDC)bei mehr als 66 Millionen vollgeimpften Personen den Punkt, als 20 % der Bevölkerung vollständig geimpft waren. Gleichzeitig hatte damit ein Viertel der Erwachsenen beide Impfdosen erhalten. Ein Drittel der Bevölkerung hatte zumindest eine Impfdosis erhalten.[694]

Der wöchentliche Bericht zum Arbeitsmarkt wurde veröffentlicht. Danach war die Anzahl der gestellten Anträge auf Arbeitslosenunterstützung um 16.000 gestiegen. Die Summe der Anträge von 744.000 überstieg auch die Prognose von 694.000. Fortlaufende Anträge waren aber um 16.000 auf 3,73 Millionen zurückgegangen. Ein Jahr zuvor hatte diese Zahl 3,44 Millionen betragen, bevor es zu pandemiebedingten Massenentlassungen gekommen war.[695]

Die Zahl der Zulassungen an Universitäten und Hochschulen wurden bekannt. Da wegen der Pandemie bei Ivy-League-Universitäten auf die sonst üblichen Tests verzichtet worden war, war es für das akademische Jahr 2021/2022 zu Rekordzahlen an diesen prestigeträchtigen Universitäten gekommen. Dies verursachte eine niedrige prozentuale Akzeptanz. Zulassungsanträge bei den von einkommensschwachen Bevölkerungsteilen bevorzugten Community Colleges waren demgegenüber auf sehr niedrigem Niveau.[696]

Ein Mitarbeiter von Eli Lilly & Co reichte eine interne Beschwerde ein. Danach hatte ein Manager der Produktionsstätte in Branchburg (New Jersey), wo unter anderem das COVID-19-Medikament bamlanivimab produziert wurde, Berichte der Techniker des Werks bezüglich der Qualitätssicherung umgeschrieben.[697]

Die ursprünglich 2021 geplante Wiedervereinigungstour von Rage Against the Machine wurde wegen der anhaltenden Pandemie endgültig in den Sommer 2022 verschoben.[698]

  • Florida: Der Bundesstaat legte Klage gegen die im März 2020 erlassene No Sail Order für Kreuzfahrtschiffe vor dem United States District Court in Tampa ein. Beklagte waren die CDD, das US-Gesundheitsministerium und die Bundesregierung. Der Bundesstaat forderte die unmittelbare Aufhebung der Anordnung, da die Kreuzfahrtindustrie unrechtmäßig ausgesondert werde. Die Lage beruhige sich und Florida mit seiner offenen Wirtschaft sei dabei führend. Gouverneur Ron DeSantis kündigte für den Fall des Obsiegens an, dass er für Kreuzfahrtschiffe ebenfalls keine Impfnachweise zulassen würde.[699] (Fortsetzung: 18. Juni 2021)
  • Idaho: Gouverneur Brad Little untersagte es allen staatlichen Einrichtungen einen Impfnachweis zu verlangen.[700]
  • Michigan: Wegen der steigenden Zahlen an COVID-19-Patienten in Krankenhäusern und Intensivstationen verschob die Universitätsklinik der University of Michigan at Ann Arbor angesetzte Operationen.[701] Auch die Kliniken der Ascension Michigan in Warren und das Henry Ford Health System in Detroit kündigten an auf Operationen möglichst zu verzichten.[702]
  • North Carolina: Nachdem 26 Personen Nebenwirkungen bei dem von Johnson & Johnson angebotenen Impfstoff zeigten, hielten die Gesundheitsbehörden an einer Massenimpfstelle in Raleigh und in Kliniken in Hillsborough und Chapel Hill Impfungen an.[703]

9. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CDC-Direktorin Rochelle Walensky merkte in der Pressekonferenz am Freitagmorgen an, dass in Michigan und Minnesota steigende Infektionen mit der Virusvariante B.1.1.7 festgestellt wurden und zugleich Fälle, die auf Jugendsport zurückgeführt werden können. Dies sei ein Trend, der auch landesweit beobachtet werden könne. Es sei aber keine erhöhte Ansteckungsgefahr in Klassenzimmern festzustellen, wenn Vorgaben der CDC beachtet würden. Auch bei jüngeren und noch ungeimpften Erwachsenen seien erhöhte Krankenhauseinweisungen und Verlegungen auf Intensivstationen zu beobachten.[704] Die Vereinigten Staaten sollten an diesem Freitag 80.157 Neufälle verzeichnen. Das waren am Dritten Tag in Folge über 75.000 COVID-19-Ansteckungen.[705]

Nach einer an diesem Freitag veröffentlichten Meinungsumfrage der Kaiser Family Foundation in ländlichen Gebieten lehnten etwa ein Viertel der Befragten es ab, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. 54 % waren entweder schon geimpft oder planten sich impfen zu lassen. Von denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollten standen 73 % politisch den Republikanern nahe, 41 % waren weiße evangelikale Christen.[706]

Pfizer stellte einen Antrag die bestehende Eilzulassung für ihren Impfstoff auf Zwölf- bis Fünfzehnjährige zu erweitern.[707]

Der Kongress der Vereinigten Staaten veröffentlichte E-Mails von politischen Beamten der Regierung Trump. In diesen teilten sie Versuche mit, den Morbidity and Mortality Weekly Report der Centers for Disease Control zu ändern.[708]

  • Colorado: Die Epidemiologin des Bundesstaates, Rachel Herlihy, erklärte gegenüber der Presse, dass Colorado sich in der vierten Welle befinde. Es betreffe nun vor allem jüngere Menschen, die noch nicht geimpft seien. Die Mehrheit der Fälle würden durch neuere Varianten verursacht. 43 bis 45 % der Fälle wurden von der erstmals in Großbritannien identifizierten Variante B.1.1.7 verursacht. 18 bis 20 % der Fälle durch die erstmals in Kalifornien entdeckte Variante B.1.427/B.1.429. Gouverneur Jared Polis erklärte, er sehe keine Veranlassung von seinen Plänen zur Entspannung abzusehen. Mit dem Ende der Ski-Saison würden die Fälle in den Bergregionen zu Ende gehen. Sorge müsste man sich machen, wenn die Metropolregionen betroffen würden. Die gute Nachricht sei auch, dass die vierte Welle die letzte sein würde.[709]
  • Florida: Youtube entfernte ein durch die Denkfabrik American Institute for Economic Research eingestelltes Video von einem Runden Tisch mit Floridas Gouverneur am 18. März in Tallahassee. Youtube begründete dies mit irreführenden Informationen zu Masken. Eine Sprecherin des Gouverneurs erklärte, dass es sich um Zensur durch Big Tech handele. Es hätten führende Epidemiologen und Ärzte aus Harvard, Oxford und Stanford teilgenommen.[710]
  • Hawaii: Gouverneur David Ige unterzeichnete eine Notstandserklärung, mit der die Räumung von Wohnraum weiterhin untersagt wurde. Die Erklärung regelte auch, dass Reisende zu Hawaii Quarantäne und Test-Bedingungen umgehen könnten, wenn sie einen elektronischen oder Papier-Impfpass vorlegen könnten, um eine Corona-Impfung nachzuweisen.[711]
  • Michigan: Gouverneurin Gretchen Whitmer und der höchste Gesundheitsbeamte des Bundesstaates, Joneigh Khaldun , traten vor die Presse. Wittmer forderte wegen des Asie stiegs an COVID-19-Fällen High Schools auf, auf Klassenzimmer-Unterricht zu verzichten und sie forderte dazu auf, Jugendsportprogramme auszusetzen. Sie forderte die Bürger auf die nächsten zwei Wochen nicht in Restaurants zu essen. Sie teilte mit, dass der jüngste Anstieg zeige, dass Jüngere nicht immun seien. Man sehe mehr schwere Fälle bei Teenagern und jungen Erwachsenen. Khaldun betonte, dass das Gesundheitssystem überfordert sei. Beide riefen zum Maskentragen auf.[712] Der Direktor der Michigan High School Athletic Association erklärte, es würden keine Änderungen am Terminplan vorgenommen. High-School-Sportler würden regelmäßig getestet. Schulen könnten individuell entscheiden.[713]

10. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der University of Washington prognostizierte, dass es zu 618.523 Fällen in der Pandemie bis zum 1. August 2021 kommen könne, falls die Impfrate gleich bliebe. Sollten 95 % der Amerikaner einen Mund-Nasen-Schutz tragen könnte die Gesamtzahl seit Beginn der COVID-19-Pandemie auf 604.413 sinken. Sollten Geimpfte aber zur selben Mobilität wie vor der Pandemie zurückkehren, dann könnten es zu Beginn des Augusts 697.573 COVID-19-Fälle sein.[705] CDC meldete, dass an diesem Sonnabend mehr als 4,6 Millionen Impfdosen verabreicht wurden. Der bisherige Rekord vom Sonnabend zuvor wurde damit um etwa eine halbe Millionen Impfinjektionen übertroffen.[714]

Nach dem am 31. März gemeldeten Produktionsfehler in Baltimore (Maryland) sanken die Lieferungen von dem Johnson-&-Johnson-Impfstoff für die Bundesstaaten in der folgenden Woche dramatisch. Die Bundesregierung konnte nur 700.000 Impfdosen den Bundesstaaten in für die Folgewoche zur Verfügung stellen, statt der 4,9 Millionen in dieser Woche. Grund waren Probleme mit Genehmigungen für das betroffene Zulieferwerk.[715]

Bei einer Spendenveranstaltung der Republikanischen Partei hielt der ehemalige Präsident Donald Trump eine Rede in Mar-a-Lago neben nicht akkuraten Aussagen zur letzten Präsidentschaftswahl und persönlichen Angriffen gegen Mitch McConnell und Vorwürfen gegen seinen ehemaligen Vizepräsidenten Mike Pence äußerte er sich zur Pandemie. Er behauptete, dass Anthony Fauci voll Müll sei und forderte, dass die Impfstoffe ihm zu Ehren Trumpcines genannt werden sollten.[716]

Die 73. Directors Guild of America Awards wurden verliehen. Die Preisträger nahmen die Ehrungen in Zoom entgegen. Thomas Schlamme, als Präsident der Directors Guild of America, erklärte, dass alle Regisseure Gewinner seien, da sie die überwältigende Aufgabe gemeistert hätten, die Branche wieder zur Arbeit gebracht zu haben und sicher wieder zur Arbeit gebracht zu haben.[717]

11. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CBS-Sendung 60 Minutes sendete an diesem Sonntag ein am Mittwoch aufgezeichnetes Interview mit dem Präsidenten der Federal Reserve Bank Jerome Powell. Powell teilte die Einschätzung mit, dass die US Wirtschaft an einem Wendepunkt sei. Man werde ein verstärktes Wirtschaftswachstum und eine Verstärkte Schaffung von Arbeitsplätzen sehen. Das größte Risiko für die Volkswirtschaft sei ein erneutes Aufflammen der Pandemie. Es sei daher schlau Abstand zu halten und Masken zu tragen.[719]

Nach einem erheblichen Anstieg von Coronafällen während der COVID-19-Pandemie in Indien untersagte die indische Regierung den Export des Medikaments Remdesivir.[720]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten einen Höhepunkt bei der Zahl der gesetzten Impfspritzen.[721] Der ehemalige Leiter der FDA Scott Gottlieb warnte in der Sendung Face the Nation, dass in etwa drei Wochen die Gefahr bestünde, dass das Angebot von Impfstoffen die Nachfrage bei Impfwilligen übersteigen könne.[722]

  • Texas: In der Sendung Fox News Sunday trat Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, auf. Er antwortete Chris Wallace auf die Frage, weshalb die Zahlen trotz Öffnung und aufgehobener Maskenpflicht in Texas unter Kontrolle schienen. Abbott sagte, dass mit den Impfungen und vorherigen Infektionen Texas wohl möglich nahe der Herdenimmunität sei. Der Epidemiologe Michael Osterholm von der University Minnesota reagiert mit der Erklärung, dass es unmöglich sei, dass Texas mit 19 % an Geimpften Herdenimmunität habe. Michigan und Minnesota mit weit höheren Impfraten sähen eine Welle. Er gehe davon aus, dass der amerikanische Südwesten in einem Monat in derselben Situation sein werde.[723]

12. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichten zwei Studien zur Wirkung der Pandemie auf die unterschiedlichen Ethnien in den Vereinigten Staaten. Danach waren Latinos und Afroamerikaner häufiger infiziert worden als Weiße. Diese beiden Gruppen, wie auch Indianer und Inuit, wurden auch häufiger intensivmedizinisch behandelt. Die Studien erklärten dies mit Auswirkungen von Rassismus. Gleichzeitig waren Latinos und Afroamerikaner weniger häufig geimpft als etwa Weiße. CDC-Direktorin Rochelle Walensky erklärte in der morgendlichen Pressekonferenz, dass dies zeige, dass größere Anstrengungen zur Erreichung von Gleichbehandlung im Gesundheitswesen erforderlich seien.[724]

In der CNN-Sendung The Situation Room mit Wolf Blitzer trat Anthony Fauci auf. Er bedauerte, dass soviele Maßnahmen wie Maskenpflichten zurückgerollt würden, und Bars und Restaurants wieder geöffnet würden. Man müsse ein klein wenig länger durchhalten. Die Impfraten seien beeindruckend. Man solle warten, bis genügend Menschen geimpft seien, um jede Welle zu unterbinden.[725]

Anthony Fauci hatte am Sonntagabend auf MSNBC geäußert, dass wegen der noch immer beunruhigend hohen Infektionsraten auch Geimpfte weiter Masken tragen sollten und besser nicht in Restaurants essen sollten. Senator Rand Paul reagierte hierauf auf Twitter. Er behauptete, dass Fauci hundert Jahre Impfforschung ignorieren würde. Faucis Botschaft sei immer nur "tu was ich sage". Man habe genug von kleinen Tyrannen.[726] Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene und andere Konservative verlangten in den Sozialen Medien die Entlassung von Fauci wegen dieser Äußerungen.[727]

Im Weißen Haus wurde eine Online-Konferenz wegen der Verknappung von Halbleitern abgehalten.[728] Die Knappheit war unter anderem durch eine Verstärkte Nachfrage von PCs und Mobiltelefonen während der Pandemie verursacht worden.[729] Die Halbleiter- und Computerchipengpässe beeinträchtigten nun insbesondere die Automobilbranche, die eine erhöhte Nachfrage wegen der niedrigen Zinsen und dem Ende der Kaufzurückhaltung in der Pandemie verzeichnete.[728]

Regeneron Pharmaceuticals teilte mit, dass das Unternehmen einen Antrag auf Zulassung seiner Antikörpertherapie als vorbeugendes Arzneimittel gegen COVID-19 stellen werde. Das Medikament war bereits zur Behandlung mittelschwerer Fälle zugelassen worden.[730] Gilead Sciences teilte mit, dass es Studien für ihr Medikament Veklury zur Behandlung von nichthospitalisierten Hochrisikopatienten mit COVID-19 abbreche. Das Unternehmen sei zu dem Schluss gekommen, dass kein Bedarf für ein intravenös über mehrere Tage zu verabreichenden Wirkstoff bestehe.[731]

Cinerama Doom am Sunset Boulevard, unter anderem bekannt aus Once Upon a Time in Hollywood.
  • Kalifornien: Das Kino-Unternehmen Decurion teilte mit, dass die beiden von ihm betrieben Kimoketten ArcLight Cinemas und Pacific Theatres zumindest vorerst nicht wiedereröffnen würden, obwohl Lichtspielhäuser wieder öffnen konnten. Das Unternehmen hatte die Räume den Vermietern in der Krise überlassen und verhandelte nun neue Mietverträge. Zu den betroffenen Kinos gehörten unter anderem der Cinerama Doom am Sunset Boulevard in Hollywood, Los Angeles und der Komplex Hollywood Arclight am Hollywood Boulevard.[732]
  • Michigan: Nachdem der Bundesstaat in der Vorwoche im Durchschnitt täglich 7.359 COVID-19-Fälle verzeichnen musste, riet CDC-Direktorin Rochelle Walensky dazu Michigan zu schließen. Mehr Impfstoffe bräuchten Zeit, bis sie Wirkung zeigten. Man müsse dazu zurück, wo man im Frühjahr und Sommer 2020 gewesen sei: Abflachung der Kurve, Kontaktpersonennachverfolgung und Eindämmung der Infektionen.[733]
Michigan verzeichnete 3.918 COVID-19-Patienten in Krankenhäusern. Dies brach den bisherigen Rekord von 3.884 Patienten am 1. Dezember 2021 auf dem Höhepunkt der dritten Welle. Mehrere Krankenhäuser meldeten, dass sie fast oder ganz ausgelastet seien.[734] Seit dem 1. Februar 2021 war die Anzahl der eingelieferten Kinder um 237 % gestiegen. Bei 70 % der Krankenhauspatienten in Intensivstationen der Pädiatrie wurde mittlerweile in Michigan MIS-C diagnostiziert.[735]
  • Puerto Rico: Einen Monat nachdem die Schulen geöffnet hatten beschlossen Gouverneur Pedro Pierluisi und seine Bildungsministerin Elba Aponte sie bis mindestens zum 26. April wieder zu schließen. Grund für die Schließung waren steigende COVID-19-Zahlen.[736]

13. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem bei sechs Frauen im Alter von 18 bis 48 eine seltene Form von Thrombosen nach Impfungen mit Ad26.COV2.S festgestellt wurden, riefen die Food and Drug Administration (FDA) und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zur vorsorglichen Unterbrechung der Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson auf.[737] Die beobachteten Sinusthrombosen waren sechs bis dreizehn Tage nach der Impfung aufgetreten und ähnelten in Europa bei Impfungen mit AZD1222 von AstraZeneca beobachteten Blutgerinnseln.[738] In einem der Fälle war die Betroffene gestorben, in einem anderen Fall in Nebraska befand sich die Betroffene in einem kritischen Zustand.[739]Bis zu diesem Zeitpunkt waren 6,8 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten mit dem Impfstoff geimpft worden. Johnson & Johnson erklärte, ihnen seien diese Fälle bekannt, ein ursächlicher Zusammenhang aber noch nicht nachgewiesen.[737] Der ehemalige Leiter der FDA und nun Vorstandsmitglied bei dem Konkurrenten Pfizer Scott Gottlieb rief in der CNBC-Sendung Squawk Box dazu auf die Erklärungen von CDC und FDA nicht zu überinterpretieren, die Eilzulassung sei nicht widerrufen worden. Der Schritt sei ein normaler, wenn auch ungewöhnlicher Schritt. Die Entscheidung könne aber die Impfskepsis befördern.[740] Das Weiße Haus erklärte, die Aussetzung werde keine bedeutende Auswirkung haben, da genug Impfstoffe von Pfizer und Moderna gesichert worden seien. Anthony Fauci erklärte in der Sendung CBS Evening News, dass die Nebenwirkungen sechs bis dreizehn Tage nach der Impfung auftraten. Man müsse daher nicht beunruhigt sein, wenn man vor einem Monat geimpft wurde. Die Häufigkeit wäre auch nur eins unter einer Millionen.[741] (Fortsetzung: 23. April)

Albert Bourla, der Vorstandsvorsitzende von Pfizer erklärte, das sein Unternehmen in der Lage sei 10 % mehr Impfstoffdosen bis Ende Mai, als die vorgesehenen 200 Millionen Dosen, an die USA zu liefern. Man werde die vertraglich vereinbarte Menge von 300 Impfdosen auch zwei Wochen früher erfüllen können.[742]

Die National Football League ordnete an, dass Trainer und andere Stabsmitarbeiter nicht mit American-Football-Spielern zusammenarbeiten durften, wenn sie nicht gegen COVID-19 geimpft seien. Ausnahmen galten nur für Personen mit medizinischen oder religiös fundierten Gründen gegen Impfungen.[743]

  • Kansas: Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates teilten mit, dass eine Infektion mit der SARS-CoV-2-Variante P.1 identifiziert worden war. Es war eine Person im Sedgwick County mit dieser ursprünglich bei Brasilianern entdeckten Variante angesteckt worden.[744]
  • Minnesota: Krankenhäuser in Minnesota meldeten, dass erstmals in der Pandemie 70 % der COVID-19-Patienten unter 65 Jahren alt seien.[745]
  • Montana: Durch eine Executive Order untersagte Gouverneur Greg Gianforte die Entwicklung oder Verwendung von Nachweisen einer COVID-19-Impfung (Vaccine Passports). Der Gouverneur erklärte, dass er jeden ermutige sich impfen zu lassen, aber die Impfung müsse freiwillig sein.[746]
  • Oregon: Es wurden zwei Fälle einer Mutation der SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 mit sechs zusätzlichen Mutationen gemeldet.[747]

14. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der oberste medizinische Berater des US-Präsidenten, Anthony Fauci, äußerte sich diesen Mittwoch in der Sendung Today auf NBC zu der Unterbrechung von Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson am Dienstag. Er erläuterte, dass es bezüglich des Zeitrahmens, in der die Nebenwirkungen auftraten und der Art der Blutgerinnsel deutliche Gemeinsamkeiten mit den beim Impfstoff AZD1222 von AstraZeneca gäbe. Diese hatten in der Europäischen Union zum Pausieren des Impfstoffes geführt.[748]

Stéphane Bancel, der Vorstandsvorsitzende (CEO) von Moderna, erklärte, dass sein Unternehmen voraussichtlich in der Lage sein werde, eine Auffrischung (Booster Shot) im Herbst anzubieten. Die Auffrischung sollte auch gegen die erstmals in Südafrika identifizierte Coronavirusvariante B.1.351 wirken.[749]

Die White House Correspondents’ Association teilte mit, dass wie in 2020 auch 2021 das jährliche White House Correspondents' Association Dinner wegen der Pandemie abgesagt wurde.[750]

  • Wisconsin: Der Wisconsin Supreme Court entschied, dass die im Herbst. durch Gouverneur Tony Evers zur Pandemiebekämpfung verhängten Kapazitätsgrenzen für Restaurants und Bars unrechtmäßig gewesen seien. Der Gouverneur hätte die Legislative beteiligen müssen.[751]

15. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses fand diesen Donnerstag eine Anhörung zu den Fortschritten bei der COVID-19-Politik der Regierung statt. Angehört wurden die CDC-Direktorin Rochelle Walensky, der höchste medizinische Beamte im Corona Response Team des Präsidenten, David Kessler, und Bidens oberster medizinische Berater Anthony Fauci. Bezüglich der jüngst vorerst gestoppten Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson versprach Walensky größtmögliche Transparenz. Fauci deutete an, dass eine Entscheidung, ob der Impfstoff weiter genutzt werden könne, bald getroffen werden könne. Auf Frage des Abgeordneten Bill Foster erläuterte Anthony Fauci, dass wegen der Varianten wohl Auffrischungen notwendig werden würden. Endgültiges Ziel sei aber ein Universal-Impfstoff für alle Coronaviren. Man forsche bereits an der Schaffung eines solchen Vakzins durch mRNA-Technologie.[752] Der Abgeordnete Jim Jordan aus Ohio fragte den Präsidentenberater Anthony Fauci wie lange noch Eindämmungsmaßnahmen getroffen werden müssten. Fünfzig Tage hätten sich in über ein Jahr verlorener Freiheit verwandelt. Fauci erwiderte, dass Jordan es als Frage der Freiheit sehe, er, Fauci, sehe es als Frage der Eindämmung einer Pandemie mit 560.000 Todesopfern. Eindämmungsmaßnahmen seien notwendig, bis genug Menschen geimpft seien und die Infektionsraten soweit herunter seien, dass die Krankheit keine Gefahr darstelle. Nach einem Wortwechsel, ob Jordan es persönlich machen würde, fragte der Abgeordnete Jordan nach genaueren Zahlen. Fauci erwiderte, dass die Zahlen zurzeit mit 60.000 so hoch seien, dass Corona eine Bedrohung sei. Er präzisierte später, dass die Infektionsrate deutlich unter 10.000 Fälle am Tag sinken müsse. Der Vorsitzende des Ausschusses James Clyburn aus South Carolina wies darauf hin, dass Jordans Fragezeit abgelaufen sei. Jim Jordan versuchte weiter zu fragen, wurde aber von der Abgeordneten Maxine Waters aus Kalifornien unterbrochen.[753]

Die Centers for Disease Control and Prevention gaben Daten zu Erkrankungen mit COVID-19 bei vollständig geimpften Personen bekannt. Danach waren bei bis zum Dienstag 75 Millionen vollständig geimpften Personen 5.800 Erkrankungen bekannt geworden, zum größten Teil milde Fälle. 7 % oder etwa 400 hiervon mussten in Krankenhäuser eingewiesen werden. 1,3 % (74 Erkrankte) waren mit COVID-19 gestorben.[754]

US Ministerien gaben positive Trends bekannt. Das Handelsministerium legte Daten vor, nach denen im März die Umsätze im Einzelhandel um knapp 10 % gestiegen waren. Das Arbeitsministerium legte den wöchentlichen Bericht zum Arbeitsmarkt vor. Danach war die Zahl der Arbeitslosmeldungen auf 576.000 gesunken, den niedrigsten Wert seit dem 14. März 2020.[403] Die Daten, die besser als erwartet waren, führten zu steigenden Börsenkursen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 305,10 Punkte (+0,9 %) und schloss bei 34.035,99 Punkten, wobei erstmals die Marke von 34.000 durchbrochen wurde. Der S&P 500 legte 1,1 % zu und stand am Schluss des Handelstages bei dem Rekordwert von 4.170,42. Der techniklastige Nasdaq Composite gewann 1,3 %, um bei 14.038,76 zu schließen.[755]

Es wurde bekannt, dass der CEO von Pfizer Albert Bourla gegenüber der Journalistin Bertha Coombs geäußert hatte, dass Menschen wahrscheinlich nach sechs bis zwölf Monaten eine Auffrischung der Pfizer-Impfung benötigen würden. Eventuell müsse man sich jährlich impfen lassen.[756]

  • Colorado: Der Corona Commander des Bundesstaates warnte angesichts der Absicht einiger Countys Corona-Beschränkungen aufzuheben, dass Colorado am Rande einer erneuten Welle stünde. Der Staat verzeichnete 18 % mehr Fälle und 19 % mehr Hospitalisierungen mit COVID-19 in den letzten zwei Wochen.[757]
  • Iowa: Es wurde der erste Coronafall mit der Variante P.1 in Iowa gemeldet. Der Fall war durch das State Hygienic Lab im Johnson County identifiziert worden.[758]
  • Michigan: Das acht Krankenhäuser in dem Staat Michigan betreibende Unternehmen Beaumont Health begann Triage-Einheiten aufzustellen.[759]

16. April 2031[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Leiter der Food and Drug Administration (FDA) Scott Gottlieb äußerte sich auf CNBC über die Möglichkeit COVID-19 wie zuvor Pocken oder Kinderlähmung in den Vereinigten Staaten auszurotten. Er erklärte, dass dies möglich, aber unwahrscheinlich sei. Hierzu müsste ein überwiegender Großteil der Bevölkerung eine Schutzimpfung erhalten. Eine große Gruppe verweigere sich aber. Man müsse eine solche Impfung dann auch für Einschulungen vorschreiben, wie die Masernimpfung, aber ein Großteil der Bundesstaaten würde dies wohl ablehnen.[760] Zu diesem Zeitpunkt registrierten zahlreiche Bundesstaaten, unter anderem West Virginia, Wyoming, und mehrere Südstaaten einen merklichen Rückgang bei Impfungen.[761]

Die FDA widerrief die Zulassung der Antikörper-Therapie mit dem Medikament Bamlanivimab. Das Arzneimittel zeigte eine zu geringe Wirksamkeit gegen COVID-19-Varianten.[762]

Der Vorstandsvorsitzende (CEO) des Serum Institute of India, des weltweit größten Impfstoffherstellers, Stéphane Bancel, bat Präsident Biden Exportbeschränkungen für zur Impfstoffproduktion notwendiger Rohstoffe aufzuheben.[763] Das Serum Institut of India produzierte unter anderem für die internationale Impfinitiative COVAX. Allerdings erlebte Indien selbst eine COVID-19-Welle mit über einer Millionen Fällen in einer Woche. Impfstofflieferungen an COVAX waren deshalb wegen Rohstoffmangels und gestiegenem Bedarf in Indien bereits gedrosselt worden.[764]

Die United States Soccer Federation teilte mit, dass der für Mai und Juni geplante Lamar Hunt U.S. Open Cup nicht in der Zeit stattfinden werde. Es wurde zwar nicht ausgeschlossen, dass der Pokalwettbewerb später nachgeholt werden könnte, es galt aber als wahrscheinlicher, dass der Open Cup zum zweiten Jahr in Folge wegen der Pandemie ausfällt.[765] Die Major League Soccer nahm unterdessen mit einem Spiel zwischen Houston Dynamo und den San Jose Earthquakes den Liga-Spielbetrieb für die 2021-Saison auf.[766]

  • Alaska: Gouverneur Mike J. Dunleavy kündigte an, dass zur Belebung des Tourismus Reisende sich ab dem 1. Juni 2021 an den Flughäfen in Anchorage, Fairbanks, Juneau und Ketchikan kostenlos impfen lassen könnten.[767]
  • Michigan: Covid-19-Beschränkungen wurden verlängert. Auch 2 bis 4jährige sollten nun Masken tragen. Dies geschah zu einer Zeit, als der Inzidenzwert für Michigan 538,1 Neufälle auf 100.000 Einwohner betrug.[768]
  • Nebraska: Es wurde in Nebraska der erste Fall von COVID-19 mit der Coronavirus-Variante B.1.351, die erstmals in Südafrika vorgekommen war, registriert. Es handelte sich um eine jüngere erwachsene Person aus dem Lancaster County, welche kürzlich in einem anderen Bundesstaat war.[769]
  • Virginia: Es wurden von den Gesundheitsbehörden Virginias die ersten beiden Fälle mit Ansteckungen mit der sogenannten „brasilianischen Variante“ P.1 gemeldet. Der eine Fall war im Nordwesten des Bundesstaates vorgekommen, der andere Fall im Osten.[770]
  • West Virginia: Gouverneur Jim Justice teilte in einer Pressekonferenz mit, dass auch in seinem Bundesstaat, im Berkley County, die Variante P.1 entdeckt worden war.[771]

17. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baseballspiel zwischen den Los Angeles Angels und den Minnesota Twins am Abend musste wegen Positivtests bei den Twins verlegt werden.[772]

18. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci äußerte sich an diesem Sonntag in der CBS-Sendung Meet the Press zur Aussetzung der Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Er ging davon aus, dass am Freitag eine Entscheidung getroffen werde. Er glaubte nicht, dass die Impfungen mit diesem Vakzin beendet würden. Er glaubte aber auch nicht, dass diese Schutzimpfungen einfach fortgesetzt würden. Er schätzte, dass es zu einer weiteren Zulassung unter Einschränkungen komme.[773] Er äußerte diese Einschätzung auch in der CNN-Sendung State of the Union gegenüber Dana Bash.[774] Er drückte auf CNN auch seine Frustration über Impfwiderstand aus, insbesondere die laut Umfragen bis zu 45 % an Republikanern, die sich nicht impfen lassen wollten. Es sei ein Paradox, dass sie das Ende der Corona-Beschränkungen wollten, aber die hierzu erforderlich Schutzimpfung verweigerten. Zu diesem Zeitpunkt hatten laut CDC-Daten 50,4 % aller erwachsenen Einwohner der Vereinigten Staaten zumindest die erste Impfspritze erhalten, 32,5 % waren vollständig geimpft.[775]

In Nashville (Tennessee) wurden die Academy of Country Music Awards verliehen. Die Veranstaltung wurde über drei Veranstaltungsorte verteilt, das Opry House, das Ryman Auditorium und das Bluebird Cafe. Im Gegensatz zur Verleihung im September 2020 war nun Publikum zugelassen, aber nur mit Abstand. Es waren nie mehr als fünf Nominierte zugleich auf der Bühne zugelassen und Künstler mussten im Publikum Masken tragen.,[776] Der Country-Musiker Luke Bryan, der als Entertainer of the Year ausgezeichnet wurde[777] hatte wegen eines positiven Coronatests bereits am Montag seinen Auftritt bei den ACM Awards absagen müssen.[778] Bei der Band Little Big Town fiel Phillip "Phil" Sweet wegen einer COVID-19-Erkrankung aus.[779]

In der Major League Baseball wurde nach der Verschiebung der Spiele der Minnesota Twins am Sonnabend und diesen Sonntag gegen die Los Angeles Angels, nun auch das Spiel der Twins gegen Oakland Athletics am Motag wegen Corona-Ausfällen bei dem Team aus Minnesota verschoben.[780]

  • Georgia: Es wurde bekannt, dass in einem Aquarium in Atlanta Zwergotter an COVID-19 erkrankt waren.[781]
  • Michigan: Gouverneurin Gretchen Whitmer trat nach Fauci in der Sendung Meet the Press auf. Auf die Frage, weshalb sie inmitten einer COVID-19-Welle ihren Standpunkt bezüglich Eindämmungsmaßnahmen geändert habe, erklärte sie, dass sie durch republikanische Abgeordnete verklagte wurde und vor dem republikanisch dominierten Michigan Supreme Court verloren habe. Sie habe nicht mehr dieselben Mittel wie zuvor.[782]

19. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der COVID-19-Berater des Präsidenten Andy Slavitt teilte mit, dass die Regierung $ 150 Millionen an lokale Gesundheitsanbieter senden werde. Ziel sei es unterversorgte und anfällige Gruppen stärker zu impfen.[783] CDC-Direktorin Rochelle Walensky teilte in der morgendlichen Pressekonferenz mit, dass unter 6.000 Fälle einer Ansteckung zwei Wochen nach der vollständigen Schutzimpfung bekannt seien. Dies entspreche 0,007 % der 83 Millionen Impfungen. Die Zahlen seien möglicherweise zu niedrig, würden aber die Wirksamkeit der Impfstoffe zeigen. Keiner der Fälle habe einen schweren Verlauf genommen, etwa 30 % hätten keine Symptome gezeigt.[784]

Das Außenministerium kündigte neue Reiserichtlinien wegen der Pandemie an, die stärker an die Hinweise der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) angepasst sein sollten. Die Hinweise warnten vor der Reise in etwa 80 % der Staaten weltweit. Weltweit waren 141.786.586 Fälle bekannt und die Fallzahlen waren rapide am steigen. Die Vereinigten Staaten hatten hierbei weltweit noch immer mit 31.733.400 COVID-19-Fällen die meisten Fälle. Gefolgt wurden die USA von Indien, Brasilien, Frankreich, Russland, dem Vereinigten Königreich, der Türkei, Italien, Spanien und Deutschland.[785]

Der starke Anstieg der Coronazahlen in Indien führte zur Stabilisierung der bis dahin steigenden Rohöl-Preise. Brent Crude wurde mit 4 Cent weniger mit $ 66,74 pro Barrel gehandelt, West Texas Intermediate mit $ 63,09 (-4 Cent). Der Preisrückgang wurde durch eine Schwäche des US Dollars aufgefangen.[786]

Es wurde bekannt, dass für die Teilnahme an der PGA Tour im Golf keine Schutzimpfung vorgeschrieben werde. Allerdings müssten nicht vollgeimpfte Spieler und Caddies sich wöchentlich testen lassen. Die Veranstalter riefen auch dazu auf sich impfen zu lassen.[787]

  • Arizona: Gouverneur Doug Ducey untersagte es allen staatlichen und kommunalen Behörden, sowie Unternehmen mit Verträgen mit dem Staat einen Nachweis einer Impfung für Leistungen aller Art zu verlangen.[788] Er schloss sich damit mehreren anderen Bundesstaaten mit republikanischen Gouverneuren an.[789]
  • Connecticut: Gouverneur Ned Lamont kündigte an, dass alle Regulierungen für Unternehmen ab dem 1. Mai bis zum 19. Mai schrittweise aufgehoben werden würden. Den Anfang würde die Aufhebung von Regulierungen für Restaurants im Außenbereich machen. Es würde aber weiterhin eine Regel zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Innenräumen geben. Es sei aber noch nicht entschieden, ob es eine Maskenpflicht oder -empfehlung sein werde.[790]
  • New York: Chief Judge Janet DiFiore versandte ein elektronisches Rundschreiben, dass die Gerichte des Bundesstaaten den normalen Betrieb mit Sitzungen zum 24. Mai wiederaufnehmen sollten. Richter und Gerichtsbeamte sollten sich zu diesem Tag an ihren Arbeitsplätzen einfinden.[791]
  • Texas: Wissenschaftler der Texas A&M University wiesen eine neue SARS-CoV-2-Variante nach. Sie tauften die Variante BV-1, nach der Herkunft der infizierten Person aus dem Brazos Valley.[792]

20. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kaiser Family Foundation veröffentlichte eine Studie, nach der bei dem derzeitigen Impftempo diejenigen, die am 21. März 2021 sich impfen lassen wollten (61 % der Befragten) in voraussichtlich 15 Tagen geimpft seien. Dann würde ein Punkt erreicht, an dem das Angebot an Impfstoff die Nachfrage überschreite. Es sei dann entscheidend weitere Personen von Impfungen zu überzeugen, um das Ziel einer Herdenimmunität erreichen zu können.[793] Es wurde geschätzt, dass für Herdenimmunität 70 % der Gesamtbevölkerung geimpft sein müssten. Bis dahin waren aber lediglich 26 % vollständig geimpft und 40,1 % hatten zumindest die erste Impfdosis erhalten. Es wurde bereits in einigen Gebieten ein Rückgang von Impfungen beobachtet.[794]

Netflix meldete einen erheblichen Rückgang an Neuabonements im ersten Quartal 2021. Das Unternehmen führte dies zum einen auf das Abschwellen an Benutzerzahlen wegen abnehmender Lockdowns und zum anderen auf Verzögerungen bei Lieferung neuer Inhalte wegen pandemiebedingter Behinderungen von Filmproduktionen zurück. Die Aktienkurse für Netflix-Aktien brachen außerbörslich um 11 % ein.[795]

21. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden verkündete an diesem Mittwoch, dass die Marke von 200 Millionen Impfinjektionen erreicht worden sei, bevor er in der kommenden Woche hundert Tage im Amt war. Er sagte, dass seit Montag jeder ab 16 Jahren sich impfen lassen könne und forderte jüngere Amerikaner auf, sich impfen zu lassen. Seit Sonntag seien über die Hälfte aller erwachsenen Bewohner der Vereinigten Staaten geimpft, ab Donnerstag würden über 80 % der Über-60-Jährigen geimpft sein. Biden teilte mit, dass Unternehmen mit unter 500 Beschäftigten bezahlte Freistellungen für die Schutzimpfung von Steuern absetzen könnten. Kein Arbeitnehmer solle auf Einkommen verzichten müssen, um sich impfen zu lassen. Joe Biden erklärte aber, es sei noch viel zu tun, um Amerikaner zu impfen.[798]

Die medizinische Vorsitzende der Firma Biontech Özlem Türeci äußerte in der Sendung The Exchange auf CNBC gegenüber Kelly Evans, dass sie davon ausgehe, dass es zu regelmäßigen Impfungen gegen SARS-CoV-2 kommen werde, vergleichbar zur Grippeimpfung.[799]

Die Food and Drug Administration legte einen Bericht über das Zulieferwek in Baltimore für Impfstoffe vor, bei dem am 2. April bekannt geworden war, dass Millionen von Impfstoffen verunreinigt wurden. Nach dem Bericht verfügte das Werk nicht über ausreichend ausgebildetes Personal, zeigte Mängel in der Sauberkeit und Hygiene und wies weitere Mängel auf.[800]

Robin Lehner, der Torhüter der Vegas Golden Knights, warf der National Hockey League (NHL) vor, dass Eishockeyspieler getäuscht wurden, um sich impfen zu lassen. Es sei zugesagt worden, für geimpfte Spieler Beschränkungen zu verringern. Stattdessen seien diese beibehalten worden, um Wettbewerbsvorteile zu verhindern. Ein Vertreter der NHL bestritt, dass solche Zusicherungen gemacht worden seien.[801]

  • Michigan: Die in dem Bundesstaat seit Februar anschwellende Welle zeigte Zeichen einer Abschwächung. Der Siebentages-Durchschnitt betrug nun 483 Neufälle auf 100.000 Einwohner, im Vergleich zu 551,8 Neufälle auf 100.000 Einwohner eine Woche zuvor am 14. April und war um 12,5 % gesunken. Die Zahl der Krankenhauspatienten mit COVID-19 lag erstmals seit neun Tagen unter 4.000, nachdem noch am Montag der Höhepunkt von 4.208 erreicht worden war.[802]
  • North Carolina: Gouverneur Roy Cooper kündigte Pläne an alle Corona-Einschränkungen zum 1. Juni 2021 aufzuheben. Es solle dann lediglich noch eine Maskenpflicht in öffentlichen Räumlichkeiten bestehen bleiben. Voraussetzung sei, dass der Fortschritt bei Schutzimpfungen anhalte.[803]
  • South Dakota: Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass der erste Fall einer Infektion mit der SARS-CoV-Variante P.1, die sogenannte brasilianische Variante, in South Dakota identifiziert worden sei. Es handele sich um eine Person aus dem Pennington County.[804]

22. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesregierung begann eine Werbekampagne, um der in Teilen der Bevölkerung bestehende Impfskepsis oder -ablehnung entgegenzuwirken. Die Kampagne We Can Do This: Live zeigte Prominente wie Eva Longoria, Mark Cuban, Kelly Ripa, Ryan Seacrest und Sportler aus der National Basketball Association (NBA), der Women’s National Basketball Association (WNBA), und der der National Association for Stock Car Auto Racing (NASCAR).[805] Senator Ron Johnson aus Wisconsin äußerte demgegenüber in einem Podcast Zweifel an der Kampagne jeden zu impfen. Er sagte, wenn der Impfstoff zu 95 % wirksam sei, weshalb solle es wichtig sein, ob der Nachbar geimpft sei. Es könnte auch zur sozialen Ausgrenzung Ungeimpfter kommen.[806] Zum ersten Mal seit zwei Wochen sank der Siebentages-Durchschnitt mit 2,9 administrierten Impfdosen unter 3 Millionen tägliche Imfspritzen.[807]

Der COVID-19 Hate Crimes Act wurde mit überwiegender Mehrheit im Senat angenommen. Das von Senatorin Mazie Hirono vorangetriebene Gesetzgebung zielte auf die im Laufe der Pandemie angestiegenen Hassverbrechen gegen asiatische Amerikaner.[808] (Fortsetzung: 18. Mai und 20. Mai 2021)

Der wöchentliche Bericht des Arbeitsministeriums zum Arbeitsmarkt wies eine Zahl von 547.000 Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung aus. Dies war weniger als die von Ökonomen prognostizierten 603.000 und auch weniger als in der Vorwoche. Es war die zweite Woche und die zweite Woche in Folge seit April 2020, dass der Vorpandemie-Rekord vom Oktober 1982 (695.000) unterboten wurde. Fortlaufende Anträge sanken um 34.000 und betrugen noch 3,67 Millionen. 17,4 Millionen Amerikaner bezogen noch Unterstützung wegen Beschäftigungslosigkeit oder Unterbeschäftigung aus verschiedenen Regierungsprogrammen. Die Arbeitslosigkeit war am zurückgehen, aber noch waren etwa 8 Millionen weniger Amerikaner beschäftigt, als vor der Pandemie. Die Arbeitslosenquote lag nun bei 6%, noch immer deutlich höher als die 3,5% vor der Pandemie.[809]

Das US-Außenministerium veröffentlichte, wie am Montag angekündigt, die aktualisierten Reisewarnungen. Es hatte ein vierstufiges System hierfür entwickelt. In der höchsten vierten Stufe (Do not travel) fanden sich neben den Ländern mit den höchsten Fallzahlen wie Indien, Brasilien und Russland, auch die Nachbarländer Kanada und Mexiko, aber auch Deutschland und fast alle europäischen Länder. Insgesamt betraf dies 115 internationale Reiseziele. In der zweithöchsten Stufe wurden Länder wie Australien, China, und Island aufgeführt. In der Stufe zwei waren sechzehn Staaten wie Belize. Grenada, Südkorea, Thailand und Vietnam genannt. Der einzige Staat in der niedrigsten Stufe 1 war Bhutan.[810]

Chloé Zhao (2015), Regisseurin des mit vier Preisen (u. a. Bester Film, Beste Regie) bei den Independent Spirit Awards ausgezeichneten Films Nomadland.

Die 36. Verleihung der Independent Spirit Awards fand statt.[811] Die Show umfasste Live-Elemente gemischt mit zuvor aufgezeichneten Abschnitten. Zugelassen waren auch im Januar und Februar veröffentlichte Filme, um die pandemiebedingten Verschiebungen von Filmpremieren aufzufangen.[812]

Es wurde bekannt, dass Nancy Messonnier, die Abteilungsleiterin für Atemwegserkrankungen der CDC, nicht mehr die Impfbemühungen der Seuchenschutzbehörde leitete. Messonierre war durch ihre direkten Antworten gegenüber der Presse früh in der Pandemie bekannt geworden. Eine Stellungnahme zur Ernsthaftigkeit der Lage vom 25. Februar 2020 hatte Kursstürze an den Börsen verursacht. Ihr war dann untersagt worden sich öffentlich zu äußern.[813]

  • Kalifornien: Die öffentlichen Hochschulen der California State University und der University of California kündigten an, dass für das Herbstsemester 2021 von den Studenten der Nachweis von Impfungen verlangt werde.[814] Auch die private Stanford University kündigte an, dass Studenten eine Impfung nachweisen werden müssten.[815]
  • Texas: Der Bundesstaat Texas reichte vor dem U.S. Court für das nördliche Texas eine Klage gegen die Bundesregierung unter Biden gegen deren Einwanderungspolitik ein. Texas machte geltend, dass die Entlassung von Immigranten in die Bevölkerung ein Ansteckungsrisiko darstelle. Alle Ankömmlinge sollten entweder unmittelbar abgeschoben oder in Lagern zurückgehalten werden. Die betraf vor allem unbegleitete Minderjährige. Unterstützt wurde die Klage durch eine von dem ehemaligen Angehörigen der Trump-Administration Stephen Miller gegründeten Gruppe.[816]
  • Washington: Gouverneur Jay Inslee gab eine Pressekonferenz. Er teilte die Einschätzung mit, dass der Bundesstaat im Pazifischen Nordwesten nun in die vierte Welle eingetreten sei. Unglücklicherweise starte die Welle auf höherem Niveau als die vorherigen Corona-Wellen. Auch die Zahl der Hospitalisierungen sei am steigen.[817]

23. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die Food and Drug Administration (FDA) beendeten an diesem Freitag die Aussetzung der Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson vom 13. April, nachdem das Advisory Committee for Immunization Practices am CDC in diese Richtung gestimmt hatte. Die Warnhinweise auf den Verpackungen der Vakzine sollte um den Hinweis auf mögliche Thrombosen erweitert werden.[818] Laut dem Corona-Berater des Präsidenten Jeff Zients waren in Erwartung der Entscheidung mehr als 9 Millionen Dosen des Vakzins ausgeliefert worden, damit diese sofort einsatzbereit seien.[819]

CDC-Direktorin Rochelle Walensky teilte in der Pressekonferenz am Morgen mit, dass ihre Behörde nun auch im Falle einer Schwangerschaft zur Schutzimpfung rate.[820]

Der ehemalige Leiter der FDA und Vorstandsmitglied bei Pfizer Scott Gottlieb äußerte in der CNBC-Sendung Closing Bell, dass seiner Ansicht nach die Vereinigten Staaten voraussichtlich nie echte Herdenimmunität erlangen würden. Dies sollte nicht das Ziel sein. Die Krankheit werde sich ab dem Sommer auf einem niedrigen Niveau einpendeln, etwa bei 5.000 bis 10.000 Fällen am Tag. Ziel müsse sein COVID-19 auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten.[821]

Die National Football League stellte die Coronaregeln für vollständig geimpfte American-Football-Spieler vor. Geimpfte Spieler mussten sich nur wöchentlich Coronatests unterziehen, statt täglich. Sie mussten nicht mehr einen Tag zuwarten, um Trainingseinrichtungen ihrer Mannschaft zu nutzen, und mussten sich nicht mehr nach engem Kontakt mit einem Verdachtsfall zehn Tage in Quarantäne begeben.[822]

  • Maryland: Die öffentlichen Hochschulen des University System of Maryland und der Morgan State University teilten mit, dass ab Herbst mit Beginn des Wintersemesters alle Studenten, Hochschullehrer und Angestellten eine Impfung nachzuweisen hätten. Die Hochschulen würden zu dem Zeitpunkt auch den regulären Studienbetrieb wieder aufnehmen.[823]

24. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am Freitag die Aussetzung der Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben wurde, unternahmen die Bundesstaaten Indiana, Michigan, Missouri, New York, und Virginia an diesem Sonnabend Schritte die Schutzimpfungen rasch wieder aufzunehmen.[824]

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hielt vor über 15.000 Zuschauern in der VyStar Veterans Memorial Arena in Jacksonville (Florida) mit der UFC 261 die erste Großveranstaltung im Sport in einer Sporthalle während der Pandemie ab. UFC-Präsident Dana White erklärte, dass es an der Zeit sei zur Normalität zurückzukehren.[825]

Die 41. Verleihung der Goldenen Himbeere fand statt. Ein Sonderpreis wurde für das Jahr 2020 als Schlechtestes Kalenderjahr ausgegeben.[826]

  • Alabama: In dem Südstaat wurde in zwei Fällen erstmals in Alabama eine Ansteckung mit der in Südafrika zuerst entdeckten Variante B.1.351 nachgewiesen.[827]
  • Alaska: Alaska Airlines teilte mit, dass die Staats-Senatorin Lora Reinbold aus Eagle River von Flügen mit dem Unternehmen verbannt sei. Grund war die wiederholte Weigerung der Senatorin Anweisungen des Personals von Alaska Airlines zu folgen und eine Maske zu tragen.[828] (Fortsetzung: 9. September 2021)

25. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci trat an diesem Sonntag in der ABC-Sendung This Week auf. Er äußerte, dass sich die Vereinigten Staaten mit 50.000 Neufällen am Tag noch auf einem problematischen Niveau befänden, man wolle nicht, dass das steige. Hinsichtlich der am Freitag beendeten Aussetzung der Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson meinte er, dass langfristig die Leute sehen würden, dass die Sicherheit der Vakzine ernstgenommen wird. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und Food and Drug Administration (FDA) seien der Goldstandard bei der Ermittlung von Wirksamkeit und Sicherheit. Man habe die Angelegenheit untersucht und sollte nun dazu zurückkehren soviele Menschen wie möglich zu impfen. Auf CNN trat die republikanische Senatorin Shelley Moore Capito aus West Virginia auf und distanzierte sich von Äußerungen ihres Parteifreundes Ron Johnson vom 22. April. Sie bezeichnete seine Äußerungen, mit denen er am Sinn von Massenimpfungen gezweifelt hatte, als schädlich. Man sei inzwischen in einer Situation, wo mehr Impfstoffe verfügbar seien, als Leute bereit seien sich impfen zu lassen. Sie ermutige zu Schutzimpfungen.[829]

Umfragen anlässlich der nahenden Hundert-Tage-Marke im Amt des Präsidenten zeigten 58 % Zustimmung zu Biden. Das war deutlich niedriger als Obamas 68 % zum selben Zeitpunkt, aber höher als die Werte von Bush oder Trump. Die COVID-19-Politik wurde zu 68 % positiv bewertet. 65 % der Befragten werteten das Corona-Hilfspaket als gut für die Wirtschaft.[830]

Eine Sprecherin des United States National Security Council teilte mit, dass rund um die Uhr daran gearbeitet werde Indien bei dem jüngsten COVID-19-Ausbruch zu helfen. Die Vereinigten Staaten würden alles, was entbehrlich sei senden. Dies umfasste Rohmaterialien zur Produktion des Covishield-Impfstoffes, Schnelltests, Arzneimittel, persönliche Schutzkleidung, und Beatmungsgeräte. Präsident Biden erklärte auf Twitter, dass die Vereinigten Staaten Indien helfen würden, wie Indien Hilfe sandte als die USA in Not waren.[831] Die zweite Welle der COVID-19-Pandemie in Indien hatte dazu geführt, dass dieses Land mit 349.691 Neufällen am Sonnabend zum vierten Mal in Folge den Weltrekord an Fällen an einem Tag in einem Land verzeichnete. Es bestanden Engpässe vor allem bei Sauerstoff, Notfallbetten, Arzneimitteln und Schutzkleidung.[832]

Die New York Times veröffentlichte einen Artikel, nachdem auf Basis der Daten der Centers for Disease Control and Prevention 8 % der Empfänger von Impfungen von Moderna oder Pfizer die zweite Impfdosis ausließen. Dies betraf etwa 5 Millionen Amerikaner. Die Gründe waren vielfältig, unter anderem Angst vor Nebenwirkungen, ein nicht unwesentlicher Grund waren Probleme mit der Lieferung des richtigen Impfstoffes für die zweite Dosis.[833]

Ursula von der Leyen äußerte gegenüber der New York Times, dass US-amerikanische Touristen im Sommer die Europäische Union besuchen können würden, wenn sie vollständig geimpft seien.[834]

Die Union Station, Hauptaustragungsort der 63. Oscarverleihung 2021.

An diesem Sonntag fand die 93. Verleihung der Oscars statt.[835] Der ursprüngliche Termin war wegen der COVID-19-Pandemie verlegt worden.[836]Hauptaustragungsort war das Gebäude der Union Station in Los Angeles.[837] Wegen bestehender internationaler Reisebeschränkungen und einer Zehntage-Quarantäne wurden internationale Nominierte aus Studios weltweit zugeschaltet.[838] Die von Steven Soderbergh, Stacey Sher, und Jesse Collins produzierte Veranstaltung konnte statt der sonst üblichen 3.000 Zuschauer wegen Corona-Beschränkungen nur ein Publikum von 170 Personen gleichzeitig aufnehmen. Es wurden deshalb nur Nominierte und Präsentierende zugelassen, und diese wurden jeweils ausgetauscht. Die Kandidaten für den Besten Song waren vorher aufgezeichnet worden und die Auftritte auf dem Roten Teppich waren stark gekürzt worden. Die Veranstaltung wurde als aktives Filmset behandelt. Deshalb mussten, während die Kameras liefen, keine Gesichtsmasken getragen werden, aber Schnelltests genommen werden.[839]

26. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Vereinigten Staaten bis zum Sonntag 139 Millionen Einwohner oder 42,2 % der Bevölkerung zumindest mit der ersten Impfdosis versorgt hatten, und 94,7 Millionen Amerikaner bzw. 28,5 % der Bevölkerung vollständig geimpft hatten, erklärte Anthony Fauci bei einer Online-Veranstaltung der Harvard T.H. Chan School of Public Health an diesem Montag, dass wenn das Impftempo anhalte, die USA in ein paar Wochen den Wendepunkt erreicht haben könnten. Dies heiße nicht, dass Herdenimmunität wie bei den Masern eintreten würde. Herdenimmunität sei ein bewegliches Ziel. Man müsse sich darauf konzentrieren soviel wie möglich zu impfen. In den Vereinigten Staaten lagen bei etwa 3 Millionen Impfspritzen am Tag. Die durchschnittlichen täglichen Fallzahlen waren um 14 % im Vergleich zur Vorwoche auf 58.164 gefallen.[840]

Der Fox-Moderator Tucker Carlson rief in seiner Nachtshow dazu auf, das Jugendamt (Child Protective Services) anzurufen, wenn man Kinder mit Masken im Freien bemerke. Es sei Kindesmissbrauch. Eltern sollten sich in Schulen für Masken- und Abstandsregeln beschweren. Wenn Eltern Masken trügen, handele es sich nur um politische Unterstützung von Biden.[841]

NASCAR-Präsident Steve Phelps teilte mit, dass nicht die Absicht bestünde Schutzimpfungen zur Startvoraussetzung bei den Rennen zu machen. NASCAR hatte auch Coronatests in der Pandemie nicht durchgeführt.[842]

  • Kalifornien: Die durch die COVID-19-Politik des Gouverneurs befeuerte Recall-Kampagne hatte nach offizieller Zählung 1.626.042 Unterschriften gesammelt und damit mehr als die notwendigen 1.495.709 (12 % der bei der letzten Gouverneurswahl abgegebenen Stimmen). Gouverneur Gavin Newsom musste sich damit einer Recall-Wahl stellen. Mehrere Kandidaten wie San Diegos ehemaliger Bürgermeister Kevin Faulconer oder Caitlyn Jenner hatten bereits angekündigt anzutreten, um Newsom zu ersetzen.[843]
  • Michigan: In Michigan wurde die Maskenpflicht auch auf zwei- bis vierjährige Kinder ausgedehnt. Die COVID-19-Welle hatte zur Auslastung von Krankenhäusern im Großraum von Detroit zu 90 bis 95 % geführt. Laut der Michigan Health & Hospital Association waren in den Pädiatrien des Staates am 20. April auch 70 Kinder untergebracht.[844]
  • Oregon: Als einer von 14 Bundesstaaten mit steigenden Fallzahlen verzeichnete Oregon einen Anstieg an Hospitalisierungen, der nun die von Gouverneurin Kate Brown gesetzte Grenze von 300 Krankenhauspatienten mit COVID-19 überstieg. Die Oregon Health Authority meldete an diesem Montag 630 Neufälle und einen Toten. 319 Patienten lagen in den Krankenhäusern des Bundesstaates, 28 mehr als noch am Sonntag. 77 Patienten mussten intensivmedizinisch betreut werden. Die Zahl der Corona-Patienten hatte zuletzt am 25. Januar 2021 diese Höhe erreicht.[845]
Nachdem am letzten Donnerstag eine High-School-Schülerin mit Maske beim 800-Meter-Lauf zusammengebrochen war, wurden nun in Oregon aktualisierte Richtlinien zum Maskentragen im Schulsport veröffentlicht. Bei Nicht-Kontakt-Sportarten, wie Laufen, Tennis, oder Golf, mussten keine Masken im Freien getragen werden.[846]
  • West Virginia: Gouverneur Jim Justice kündigte an, dass sein Bundesstaat jedem Sechzehn- bis Fünfunddreißigjährigen ein Sparguthaben in Höhe von $ 100 gebe, wenn sie sich impfen ließen.[847]

27. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) liberalisierte die Richtlinien für Außenaktivitäten. Vollgeimpfte konnten danach beim Radfahren, Joggen und Spazierengehen oder in kleinen Gruppen ihre Masken absetzen. Nichtgeimpfte konnten die Masken absetzen, wenn sie mit jemandem aus dem eigenen Haushalt spazieren gehen, laufen oder Fahrrad fahren. In kleineren Gruppen brauchten ungeimpfte Personen keine Maske zu tragen, wenn alle anderen geimpft sind.[848] Joe Biden nahm diese Erleichterungen zum Anlass während einer Ansprache zu erklären, dass es unter dem Strich heiße, man könne mehr tun, wenn man geimpft sei. Man könne die Gesichtsbedeckung in kleinen Gruppen abnehmen. Dies sei ein weiterer Grund sich impfen zu lassen. Er forderte insbesondere Jüngere auf sich impfen zu lassen, es sei noch nie so einfach gewesen, wie jetzt.[849] Der Präsident bedankte sich auch bei geimpften Amerikanern, dass sie ihre patriotische Pflicht erfüllt hätten.[850]

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) warnte vor der Fälschung, Nachahmung, Ausfüllung oder der Beschaffung nachgeahmter oder gefälschter Impfkarten, wie sie vom Centers for Disease Control and Prevention zur Verfügung gestellt wurden. Es handele sich um ein Bundesverbrechen.[851] Pro-Trump-Foren und Seiten von Impfgegnern im Internet boten Anweisungen zur Fälschung solcher Karten, mit denen Impfungen gegen den SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen werden konnten, an.[852]

Das Department of Homeland Security verlängerte die Frist, zu der Flugreisende innerhalb der Vereinigten Staaten eine Real ID als Personalausweis vorlegen müssen. Diese durch den Real ID Act nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 eingeführte Verpflichtung sollte am 1. Oktober 2021 beginnen. Die Verschiebung wurde damit begründet, dass Bürger während der COVID-19-Pandemie keine Anträge stellen konnten.[853]

Bei der Valspar Championship der PGA Tour mussten vier Golf-Spieler ihre Teilnahme wegen positiver Coronatests zurückziehen.[854]

  • Hawaii: Der Mehrheitsführer im Senat von Hawaii Kalani English erklärte, dass er mit Wirkung zum 1. Mai 2021 zurücktrete. Er begründete seinen Rücktritt mit Long COVID.[855]
  • Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom kündigte an die Vorgaben des Staates an die CDC-Richtlinien zu Masken anzupassen.[856]
  • Louisiana: Während der Bundesstaat eine deutliche Abnahme bei COVID-19-Hospitalisierungen verzeichnete, aber bei Impfraten pro Kopf auf 41. Stelle war, verkündete Gouverneur John Bel Edwards eine teilweise Aufhebung der Maskenpflicht ab dem nächsten Tag. Masken seien danach in lokalen Regierungsgebäuden und bestimmten Unternehmen zu tragen. Es bestünde weiterhin eine Pflicht zum Tragen von Gesichtsbedeckungen im öffentlichen Personenverkehr, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Universitäten und Krankenhäusern.[857]
  • Massachusetts: Gouverneur Charlie Baker teilte mit, dass Bürger von Massachusetts ab Freitag den 30. April 2021 keine Masken im Freien zu tragen haben. Kneipen könnten unter Auflagen im Laufe des Mai öffnen, Großveranstaltungen mit 25-Prozent-Kapazität stattfinden.[858]
  • Nevada: Die Veranstalter des Burning-Man-Festivals teilten mit, dass Burning Man 2021 abgesagt sei. Das Festival in der Black Rock Desert wurde wegen pandemiebedingten Unsicherheiten zum zweiten Jahr in Folge abgesagt.[859]
  • Ohio: Gouverneur Mike DeWine erklärte, dass vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen sich nach Kontakt mit einer infizierten Person in Ohio nicht mehr in Quarantäne begeben müssten.[860]
  • Tennessee: Gouverneur Bill Lee twitterte, dass er die Beschränkungen wegen der Pandemie nicht fortsetzen werde. Verfügbare Schutzimpfungen hätten alles geändert. In einem weiteren Tweet erinnerte er daran, dass es keine staatsweite Maskenpflicht gegeben habe, er hebe nun das Recht lokaler Verwaltungen auf Maskenpflichten zu erlassen. Lee erklärte es sei wieder die Zeit für Feiern, Versammlungen, Hochzeiten, Paraden und alles dazwischen - ohne Kapazitätsgrenzen und künstlicher Einschränkungen. Laut Daten der Gesundheitsbehörden Tennessees waren zu diesem Zeitpunkt 24,7 % der Bevölkerung geimpft, 34,4 % hatten mindestens die erste Impfdosis erhalten. In den letzten zwei Wochen hatte Tennessee 21.000 Neufälle zu verzeichnen und täglich mehr als tausend Fälle.[861]

28. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer gemeinsamen Sitzung der beiden Häuser des Kongresses hielt Präsident Biden eine Rede von etwas mehr als einer Stunde. Der Saal war, um soziale Distanzierung zu ermöglichen, nur halbgefüllt, Gäste waren nicht geladen. Die hinter ihm sitzende Vizepräsidentin und damit Präsidentin des Senats Kamala Harris und die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi trugen Masken.[862] Biden würdigte den historischen Moment, dass erstmals zwei Frauen den Präsidenten einrahmten. Er sprach eine Vielzahl von Themen an, vom Umgang mit Rassismus, insbesondere nach dem Tod von George Floyd, geplante Investitionen in die Zukunft, bis zum Klimawandel. Bezüglich der COVID-19-Pandemie beschrieb er die Verwüstungen in amerikanischen Haushalten und auf amerikanischen Bankkonten, die das Virus hinterlassen hatte. Er bedauerte die hohen Arbeitslosenzahlen, die von der Pandemie verursacht worden waren und die er geerbt hatte. Biden erklärte, dass der Aufbau des Impfprogramms in den fast hundert Tagen seiner Amtszeit eine logistische Leistung historischen Ausmaßes gewesen sei.[863] Er rief dazu auf, sich impfen zu lassen. Die Impfstoffe seien nun da.[862] Die Erwiderungsrede für die Republikaner hielt Senator Tim Scott. Scott bezeichnete Biden als guten Mann, warf ihm und der Demokratischen Partei aber vor nicht genug für die Einigung zu tun, wie Biden versprochen habe. Er nannte als Beispiel unter anderem das von den Demokraten, ohne Rücksprache mit den Republikanern, kurz nach Bidens Amtsantritt beschlossene $ 1,9-Trillionen-Corona-Hilfsprogramm. Die Politik Bidens würde das Land weiter spalten.[864]

Joe Rogan hatte in seinem Podcast Joe Rogan Experience auf Spotify vom Freitag dem 23. April 2021 jüngeren und gesunden Leuten abgeraten sich gegen COVID- 19 impfen zu lassen.[865] Die Bemerkung war in den sozialen Medien populär geworden. An diesem Mittwoch bezeichnete Anthony Fauci in der Sendung Today auf NBC die Äußerungen als inkorrekt, auch asymptotische Erkrankte könnten den Virus zu Anfälligeren tragen. Wenn man nur an sich, aber nicht die Gesellschaft denke wäre es wohl okay. Die Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses Kate Bedingfield fragte auf CNN, ob Rogan plötzlich Arzt geworden sei.[866] Spotify stellte sich hinter Joe Rogan.[867] Stellungnahmen von unter jüngeren Amerikanern populären Personen waren von Bedeutung, da mehr als ein Drittel der unter 35-jährigen nicht planten sich impfen zu lassen.[868]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten einen Rückgang bei den Impfungen und einen beginnenden Überschuss von Impfdosen. Zum ersten Mal seit dem 22. März verzeichneten die USA im Siebentages-Durchschnitt unter 2,5 Millionen Impfspritzen am Tag, was ein Viertel weniger waren als zum Höhepunkt der Schutzimpfungen am 11. April.[721]

  • Maryland: Larry erklärte als Gouverneur auf einer Pressekonferenz, dass Maryländer im Freien keine Maske mehr zu tragen bräuchten. Ab 1. Mai würden auch alle Auflagen für Restaurants für Außenflächen aufgehoben werden. Maryland hatte 60 % der erwachsenen Bevölkerung impfen können. Fallzahlen und Positivraten bei Tests waren gesunken.[869]
  • New Mexico: Gouverneurin Michelle Lujan Grisham erklärte, dass der Bundesstaat Beschränkungen der Wirtschaft aufheben würde, sobald 60 % der Bevölkerung geimpft seien.[868]
  • New York: Die Legislative des Bundesstaates überstimmte eine zur Pandemiebekämpfung erlassene Regelung von Gouverneur Andrew Cuomo. Nach der Anordnung des Gouverneurs durfte in Gaststätten nur Alkohol ausgeschenkt werden, wenn auch Speisen bestellt wurden.[870]
Es erschien ein Bericht in der New York Times, nach dem über mindestens fünf Monate enge Mitarbeiter von Gouverneur Cuomo versucht hatten, Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden zu hindern, Informationen zu COVID-19-Toten aus Pflegeheimen zu unterdrücken.[871]
  • North Carolina: Gouverneur Roy Cooper erklärte in einer Pressekonferenz, er werde die Pflicht, im Freien Gesichtsmasken zu tragen, aufheben. Die Begrenzung für Zusammenkünfte werde auf 100 Personen in Innenräumen und 200 unter freiem Himmel angehoben. Der Gouverneur erläuterte in der Pressekonferenz, er hoffe die Maskenpflicht auch für Innenräume aufheben zu können, wenn zwei Drittel zumindest die erste Impfdosis erhalten hätten. North Carolinas erwachsene Bevölkerung hatte zu 48,7 % zumindest die erste Impfspritze gesetzt bekommen, 39,2 % waren vollständig geimpft.[872]

29. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenüber CNN äußerte Anthony Fauci, dass mit abnehmenden Ansteckungen auch die Richtlinien der CDC sich erleichtern würden. Man sei von einem Siebentages-Durchschnitt von 60.000 täglichen Fällen heruntergekommen auf 30 bis 40.000 in den letzten Tagen. Es werde mit zunehmenden Impfungen weiter heruntergehen, das verspreche er. Auf die Frage, ob es nicht größere Erleichterungen für Geimpfte geben könne, erwiderte Fauci, dass CDC eine wissenschaftsbasierte Behörde sei, die den verfügbaren Daten folge.[873]

Der Vorstandsvorsitzende des Impfstoffentwicklers Biontech Ugur Sahin äußerte sich gegenüber CNBC, dass er zuversichtlich sei, dass der von Pfizer und Biontech angebotene Impfstoff auch gegen die sogenannte „Doppelmutante“ B.1.617 wirken werde. Es seien vergleichbare Doppelmutationen, wie diese erstmals in Indien beobachtete Variante, in den Studien bei der Entwicklung berücksichtigt worden. Man untersuche das, in ein paar Wochen werde man mehr wissen.[874] Ugurs Ehefrau und Leiterin der Forschung bei Biontech Özlem Türeci äußerte gegenüber CNBC, dass bis Ende des Sommers Studien zur Impfung bei Kindern abgeschlossen sein könnten, so dass Ende des Jahres mit Schutzimpfungen bei Kindern und Jugendlichen begonnen werden könne.[875]

Laut dem wöchentlichen Bericht des Arbeitsministeriums hatten 553.000 Amerikaner Arbeitslosenunterstützung beantragt, 13.000 weniger als in der Vorwoche und ein Rekord in der Pandemie. Die Zahl lag allerdings noch immer der typischen Zahl von 230.000 Anträgen, wie sie vor der Pandemie im März 2020 noch typisch war. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosenunterstützung betrug noch 3,7 Millionen. Unter Einbeziehung von pandemiebedingten Programmen erhielten 16,6 Millionen US-Amerikaner Ausgleichszahlungen. Die Arbeitslosenquote war auf 6 % zurückgegangen.[876]

  • Florida: Das Parlament Floridas verabschiedete ein Gesetz, das es Unternehmen, Behörden und Schulen untersagte, den Nachweis einer Coronaimpfung zu verlangen. Florida sah ansonsten für Schulen den Nachweis zahlreicher Impfungen, unter anderem gegen Hepatitis B, Masern, Mumps, Polio, Röteln, und Windpocken vor. Vorausgegangen war am 2. April eine ähnliche Anordnung des Gouverneurs, die aber keine Regelung zu Schulen getroffen hatte.[877] (Fortsetzung: 3. Mai 2021)
  • Michigan: Gouverneurin Gretchen Whitmer stellte den Plan MI Vacc to Normal vor. Nach diesem Plan sollte sich Michigan schrittweise abhängig von den Impfraten öffnen, bis nachdem der Bundesstaat 70 % erreicht hatte die Rückkehr zur Normalität erreicht sein sollte. Zu diesem Zeitpunkt waren 35,9 % der Bevölkerung über 16 Jahren vollständig geimpft und 48,8 % hatten mindestens die erste Impfdosis erhalten.[878]
  • New York: Bill de Blasio, der Bürgermeister der Stadt New York, verkündete in der MSNBC-Sendung Morning Joe, dass seine Stadt, die zu Beginn der Pandemie ein Epizentrum der COVID-19-Pandemie gewesen war, zum 1. Juli 2021 sich vollständig öffnen würde. Es würde der Sommer von New York sein.[879]
  • Tennessee: Behörden des Shelby County meldeten einen Fall von COVID-19 mit der „Doppelmutante“ B.1.617, die erstmals in Indien beobachtet worden war. Es handele sich um jemanden, der kürzlich aus Indien zurückgekehrt sei und nach der Ankunft Symptome gezeigt habe.[880]

30. April 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Vereinigten Staaten einen Rückgang der Impfspritzen auf durchschnittlich 2,6 Millionen in den letzten sieben Tagen verzeichneten,[881] forderte Anthony Fauci in einer Pressekonferenz dringend dazu auf, auch die zweite Impfdosis zu nehmen. Er zitierte Studien und erklärte, dass mit nur einer Impfdosis von Pfizer oder Moderna die Immunantwort weitaus schwächer sei.[882]

Die US-Regierung verhängte eine Einreisesperre für Flugreisende aus Indien wegen des dortigen COVID-19-Ausbruchs. Ausgenommen wurden US-Staatsangehörige und Inhaber einer Green Card. Das Verbot sollte am 4. Mai 2021 in Kraft treten.[883] Indien hatte für den 30. April 2021 den Rekordwert von über 386.000 Neufällen und knapp 3.500 Todesfällen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das Land war das Land mit den zweitmeisten Fällen seit Beginn der Pandemie, nach den Vereinigten Staaten.[884] Der ehemalige Leiter der FDA Scott Gottlieb prognostizierte, dass das Einreiseverbot keinen großen Einfluss auf die Fallzahlen in den Vereinigten Staaten haben werde. Es sei wichtiger die Schutzimpfungen voran zutreiben.[885]

  • Georgia: Gouverneur Brian Kemp hob die meisten Beschränkungen durch eine Executive Order mit sofortiger Wirkung auf. Aufgehoben wurden Einschränkungen für Bars, Gaststätten, Kinos, und Sportstudios. Bei Sportveranstaltungen sollten nur noch Richtlinien der jeweiligen Ligen zu beachten sein. Grenzen für Großveranstaltungen wurden angehoben.[886]
  • Iowa: Die Gouverneurin von Iowa, Kim Reynolds, trat auf Fox News auf und erklärte sie habe $ 95 Millionen an Bundesmitteln für Tests an Schulen zurückgesandt. Sie sagte, dass sie denke, dass Biden denke, dass die Pandemie gerade begonnen habe. Die Schüler in Iowa seien seit August zurück in den Schulen.[887]
  • Kalifornien: Disneyland öffnete wieder nach über einem Jahr, während Kalifornien die geringste Zahl von Neufällen pro Kopf von allen Bundesstaaten verzeichnete. Der Vergnügungspark konnte mit 25 % Kapazität öffnen. Karten mussten vorbestellt werden und nur Bewohner des Bundesstaates waren zugelassen.[888]
  • Michigan: Die Gesundheitsbehörden meldeten den ersten Fall einer Ansteckung mit der als „Doppelmutante“ bekannten Variante B.1.617. Es handelte sich um eine COVID-19-Erkrankung im Clinton County.[889]
  • Nevada: In dem Bundesstaat wurde bekanntgegeben, dass sieben Fälle einer Infektion mit der Variante B.1.617 entdeckt wurden seien. Sechs Fälle waren im Washoe County bei Personen entdeckt worden, die nicht kürzlich verreist waren, und ein siebter Fall im Churchill County.[890]

Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impfraten verzeichneten über den Monat einen Rückgang. Wurden am 11. April 1,96 Millionen Impfspritzen gegeben, waren dies am 31. Mai nur noch 444.000 Impfdosen.[891]

Im Laufe des Mai wurden 556.000 neue Arbeitsstellen besetzt und die Arbeitslosenquote fiel auf 5,8 %. Es zeigten sich dabei Unterschiede in verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Während unter Weißen (5,1 %) und asiatischen Amerikanern (5,5 %) die Arbeitslosenquote geringer war, war sie unter Hispanics (7,3 %) und Afroamerikanern (9,1 %) deutlich höher. Arbeitgeber verzeichneten Probleme Beschäftigte für neue Stellen zu finden. Viele republikanische Gouverneure kündigten im Laufe des Monats während der Pandemie zusätzliche Arbeitslosenunterstützung auf. Sie begründeten dies damit, dass diese zusätzliche Hilfe Beschäftigungslose davon abhalte sich Arbeit zu suchen.[892]

Das Bureau of Labor Statistics ermittelte für Mai eine Inflation mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 5 % über einen Zeitraum von zwölf Monaten, dem höchsten Anstieg seit dem August 2008. Ohne die als anfällig geltenden Ausgaben für Benzin und Nahrungsmittel war der Preisanstieg 3,8 %, der höchste seit 1992. Zurückgeführt wurde dies zum einen darauf, dass in der Folge der Lockdowns und Entlassungen Verbraucherpreisanstiege im Mai 2020 den niedrigsten Wert seit langer Zeit hatten. Im Mai stiegen die Verbraucherpreise um saisonal bereinigte 0,6 % bzw. ohne Essens- und Treibstoffpreise 0,8 %. Treibende Kraft war nun vor allem der Kraftfahrzeugmarkt. Hier stiegen die Preise zum einen wegen Nachschubproblemen bei Halbleitern, einem Mangel an Leihwagen, aber zum anderen auch einer größeren Anzahl von Rückkehrern zur Arbeit bei geringer Lust öffentliche Verkehrsmittel wegen Ansteckungsgefahren zu nutzen. Hinzu traten wegen Arbeitnehmermangels steigende Löhne, die vor allem im Gaststättengewerbe auf Verbraucher umgelegt wurden.[893]

1. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten erreichten den Meilenstein von 100 Millionen vollständig geimpften Personen. Insgesamt waren am Ende des Sonnabends 103 Millionen Einwohner der USA vollständig geimpft und 143 Millionen hatten mindestens eine erste Impfung erhalten. Damit waren etwa 40 % der Erwachsenen geimpft.[894] Allerdings näherten sich die Vereinigten Staaten nun der Ausschöpfung der Gruppe, die sich impfenlassen wollte. Die Gruppe, die erstmal abwarten wollte musste nun überzeugt werden, um dass Tempo der Impfungen beibehalten zu können.[895]

Der verstorbene Ron Wright.

Die Wahl für des im Februar an COVID-19 verstorbenen republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus Ron Wright war auf diesen Sonnabend angesetzt worden. Im 6. Kongressdistrikt von Texas um Dallas traten 23 Kandidaten an. Favoriten in der Wahl waren Susan Wright, die Witwe des Verstorbenen, und die Demokratin Jana Lynne Sanchez.[896] Die von Donald Trump unterstützte Wright konnte mit 19 % die meisten Stimmen auf sich vereinigen, gefolgt von ihrem Parteifreund Jake Ellzey. Beide müssen, da niemand über die Hälfte der Stimmen auf sich vereinigte, sich einer Stichwahl stellen.[897]

Das erste Pferderennen der Triple Crown, das Kentucky Derby, fand wieder am traditionellen ersten Sonnabend im Mai auf der Rennstrecke Churchill Downs in Louisville (Kentucky) statt. Die Zuschauer waren beschränkt und das Rennstadion damit nicht ausgelastet, um COVID-19-Infektionen zu minimieren.[898] Vor 51.838 Zuschauern gewann John Velazquez auf Medina Spirit.[899] Es hatte eine halbe Pferdelänge Vorsprung vor Mandaloun.[900] Das Rennen stellte damit die sportliche Großveranstaltung mit den meisten Zuschauern seit dem Ausbruch der Pandemie dar. Es übertraf das Baseballspiel zwischen den Texas Rangers und den Toronto Blue Jays am 5. April.[901] Am Sonntag dem 9. Mai gab Bob Baffert, der Trainer von Medina Spirit, eine Pressekonferenz. Er teilte mit, dass bei dem Pferd in einer nach dem Rennen genommenen Blutprobe der doppelte Anteil des Steroidhormons Betamethason nachgewiesen wurde, der zulässig war.[902] (Fortsetzung: 10. Mai 2021)

  • Nevada: Bordelle konnten in Nevada unter Beachtung von Auflagen wieder öffnen.[903]

2. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden und seine Ehefrau Jill Biden sprachen Glückwünsche zum orthodoxen Osterfest aus. Biden bedauerte, dass im zweiten Jahr, wie auch bei anderen Religionsgemeinschaften, Einschränkungen bei der Feier religiöser Feste hingenommen werden mussten. Er hoffe aber, dass bald zu traditionellen Feierformen zurückgekehrt werden könne.[904]

Nachdem am Sonnabend die täglichen Fallzahlen im Siebentages-Durchschnitt in den Vereinigten Staaten auf unter 50.000 um 17 % im Vergleich zur Vorwoche gefallen waren, äußerte sich der ehemalige FDA-Direktor Scott Gottlieb in der CBS-News-Sendung Face the Nation optimistisch. Er sagte eine zunehmende Abnahme an Fallzahlen für die kommenden Wochen voraus und lobte das Impfprogramm. Er bezeichnete das Impfprogramm als monumentalen Erfolg. Mit fortschreitenden Impfungen, selbst bei geringeren Zahlen würden die Fallzahlen abnehmen. Er nannte als positives Beispiel die Stadt San Francisco, wo 71 % geimpft seien und die Fallzahl auf 20 zurückgegangen sei, bei 20 Hospitalisierungen.[905]

Senator Bernie Sanders rief in der NBC-Sendung Meet the Press amerikanische Impfstoffhersteller dazu auf, ihre Rechte auf geistiges Eigentum an dem Impfstoffen abzuschwächen. Es ginge um Millionen von Menschenleben.[906] Bidens Stabschef Ron Klain erklärte, dass die Vereinigten Staaten dem besonders betroffenen Indien zur Hilfe eilen würden. Man sende Test-Kits, Impfstoffe, Medikamente und anderes. Auf die Frage, ob patentrechtliche Bestimmungen gelockert würden, sagte Klain, dass die US-Handelsbeauftragte in der kommenden Woche Verhandlungen bei der Welthandelsorganisation betreffend der Lieferung, der Lizenzierung und der Patente bei Impfstoffen aufnehmen werde.[907]

  • Colorado: Gouverneur Jared Polis verlängerte die im Staat bestehende Maskenpflicht in Innenräumen. Für bollständig geimpfte Personen wurde die Erleichterung eingeführt, dass Gruppen bis zu zehn Personen sich ohne Gesichtsbedeckungen treffen konnten, solange 80 % der Teilnehmer vollständig geimpft waren.[908]
  • Kalifornien: Im SoFi Stadium in Inglewood fand das Wohltätigkeitskonzert Vax Live zur Förderung von Impfungen weltweit statt. Selena Gomez begleitete durch den Abend, Stars wie Jennifer Lopez und Foo Fighters traten auf.[909] Prinz Harry, der mit seiner Frau Meghan der Organisation vorstand, sprach während der Veranstaltung.[910] Präsident Joe Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris, der kanadische Premierminister Justin Trudeau, der französische Präsident Emmanuel Macron und der kroatische Premierminister Andrej Plenković wurden zugeschaltet.[909]

3. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem an diesem Montag veröffentlichten Bericht der American Academy of Pediatrics (AAP) waren über ein Fünftel der Infizierten nun Kinder und Jugendliche unter 18. Unter Auswertung der Daten der Bundesstaaten, die diese Altersgruppe auswiesen, bis zum 29. April AAP kam zu 71.649 von 319.601 COVID-19-Fällen bei Kindern und Jugendlichen oder 22,4 %. Dies unterschied sich deutlich vom Beginn der Pandemie, als diese Altersgruppe 3 % der Erkrankten darstellte.[911] Die Bundesstaaten mit den meisten Infektionen in der minderjährigen Bevölkerung waren North Dakota mit 9.416,4 Fällen unter 100.000 Kindern, Tennessee mit 8.817,2 von 100.000 Kindern, und South Carolina mit 8.200,2/100.000 Kindern.[912]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis fertigte das am 29. April 2021 beschlossene Gesetz zur Untersagung des Nachweises von Impfungen aus. (Fortsetzung: 6. Mai 2021, 28. Mai 2021 und 13. Juli 2021) Er erklärte, dass er außerdem per Executive Order alle Notstandsanordnungen des Bundesstaates und lokaler Behörden zu COVID-19 umgehend aufhebe. Es bestünde keine Notlage mehr, das Angebot von Impfstoffen würde die Nachfrage übersteigen. Er denke, es sei eine rationale Entscheidung diese Schritte vorzunehmen.[913]
  • Kalifornien: Laut den Richtlinien der kalifornischen Gesundheitsbehörden konnten vollgelimpfte Personen im Freien Masken abnehmen, soweit sie dich nicht in Großveranstaltungen wie Festivals oder Sportarenen befanden.[914]
  • Oklahoma: Mit Executive Order 2021-11 hob Gouverneur Kevin Stitt den Notstand in seinem Bundesstaat auf. Er begründete dies damit, dass die Fallzahlen um 94 % seit dem Höhepunkt gefallen seien und pro Kopf zu den niedrigsten in den USA gehörten. Auch Hospitalisierungen seien um 90 % zurückgegangen.[915]

4. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden erklärte, dass auf den Tag genau in zwei Monaten amerikanische Familien den Unabhängigkeitstag feiern würden. Er setze das Ziel, dass bis zum 4. Juli 2021 70 % der erwachsenen Bevölkerung oder 160 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten vollständig geimpft seien. Zu diesem Zeitpunkt waren 145 Millionen Erwachsene oder 56 % der Bevölkerung geimpft. Die Impfraten waren allerdings rückläufig. Bidens Regierung hatte zur Erreichung des Ziels Apotheken angewiesen auch ohne Terminvereinbarungen Impfungen vorzunehmen, Bemühungen in unterversorgten Gemeinschaften wurden gesteigert. Bidens Stabschef Ron Klain erklärte am Abend auf CNN gegenüber Anderson Cooper, dass es sich um ein ehrgeiziges, aber machbares Ziel handele.[916]

  • Iowa: Die Gesundheitsbehörden meldeten zwei Fälle mit der ursprünglich in Indien identifizierten SARS-CoV-2-Variante B.1.617 im Jefferson County.[917]
  • Michigan: Nachdem die Zahl für Neufälle, Hospitalisierungen und der Anteil positiver Test relativ zu allen anderen Bundesstaaten zwar noch hoch waren, aber auch deutlich gesunken waren, wurden Maskenpflichten teilweise aufgehoben. Bewohner Michigans konnten bei Personenansammlungen im Freien mit bis zu hundert Personen auf Gesichtsbedeckungen verzichten. Beim Jugendsport in Nichtkontaktsportarten wie Baseball oder Softball mussten im Freien auch keine Masken mehr getragen werden. Begründet wurde die Entscheidung mit der zunehmenden Zahl von Impfungen.[918]
  • Montana: Gouverneur Greg Gianforte verkündete, dass Montana mit Wirkung zum 27. Juni aus pandemiebedingten Bundesprogrammen für Beschäftigungslose aussteige. Der Gouverneur begründete dies mit einem Mangel an Arbeitswilligen. Er wolle Mittel aus dem American Rescue Plan nutzen, um einen Back to Work Bonus zu zahlen.[919]
  • Pennsylvania: Gouverneur Tom Wolf kündigte über die sozialen Medien an, dass alle Corona-Beschränkungen des Bundesstaates bezüglich Zusammenkünften, Restaurantbesuchen, und Unternehmen ab Mitternacht am 31. Mai aufgehoben werden würden. Die Maskentragepflicht in Innenräumen und bei Menschenmengen sollte dabei inkraft bleiben, bis 70 % der Bevölkerung geimpft sein würde.[920]
  • Utah: Da alle Vorgaben zu Infektionszahlen und Impfungen des im März verabschiedeten Gesetzes HB294 an diesem Dienstag erfüllt waren, endeten mit Wirkung zum Donnerstag alle bundesstaatlichen und die meisten örtlichen COVID-19-Beschränkungen per Gesetz. Lediglich in Schulen dauerte die Maskenpflicht fort. Gemeinden konnten aber neue Beschränkungen erlassen.[921]
  • Washington: Wegen der in seinem Staat steigenden COVID-19-Zahlen pausierte Gouverneur Jay Inslee weitere Öffnungen und Erleichterungen der COVID-19-Anordnungen für zwei Wochen.[922] Seit März waren die Zahlen, insbesondere die Krankenhauseinweisungen mit COVID-19-Symptomen wieder am steigen. Besonders betroffen war die Altersgruppe der 40- bis 59-jährigen, gefolgt von den 20- bis 39-jährigen. Experten führten den Anstieg auf eine Pandemiemüdigkeit bei noch nicht geimpften Personen zurück.[923]

5. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pressekonferenz des COVID-19 Response Team vom 5. Mai 2021.

Die Direktorin der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Rochelle Walensky stellte mehrere Modelle über die mögliche Entwicklung der COVID-19-Pandemie im folgenden halben Jahr vor. Die Modelle variierten bei Impfraten und dem Befolgen von Präventionsmaßnahmen. In allen Modellen ging die CDC von einem Anstieg an Fällen im Laufe des Mai wegen der Verbreitung der Variante B.1.1.7 aus, gefolgt von einem Abfall Juli, im Falle von weiter hohen Impfraten und Einhaltung von Vorsorge wie Maskentragen auch früher.[924]

Die Handelsbeauftragte der US-Regierung Katherine Tai veröffentlichte eine Stellungnahme. Sie betonte, dass die Regierung intellektuelles Eigentum stark unterstütze. Aber es handele sich mit der COVID-19-Pandemie um einen außergewöhnlichen Notstand. Die Vereinigten Staaten seien daher bereit auf den Schutz durch Patente für COVID-19-Impfstoffe zu verzichten. Tedros Adhanom Ghebreyesus als Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation begrüßte diesen Schritt.[925] Die Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA) kritisierten die Entscheidung als ohne Präzidenz und als Bruch mit der langgehegten Praxis amerikanischer Außenpolitik.[926]

Der Fox-Moderator Tucker Carlson behauptete in seiner Fernsehshow zur Hauptsendezeit, dass seit dem 20. Dezember 3.362 Menschen an den Nebenwirkungen der SARS-CoV-2-Impfstoffe gestorben seien, täglich im Durchschnitt dreißig Personen. Er sagte ferner, dass diese Zahlen vermutlich zu niedrig seien. Carlson berief sich hierzu auf das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS), das von FDA und CDC betrieben wird.[927] Die Behauptungen Carlsons wurden als irreführend eingestuft. VAERS ist eine offene Datenbank, in der jeder Verdachtsfälle eintragen kann und Ärzte Todesfälle in zeitlicher Nähe zu Coronaimpfungen sogar eintragen müssen. Dort erfasste Fälle gelten daher nicht als bestätigt.[928]

Eine Bundesrichterin am U.S. District Court for the District of Columbia urteilte, dass die CDC die mit dem Public Health Service Act eingeräumten Kompetenzen überschritten habe, als ein Moratorium auf Zwangsräumungen verhängt wurde.[929]

  • Florida: Daten, die der Staat Florida nach einem Gerichtsvergleich in einem Rechtsstreit mit dem Orlando Sentinel ab Montag dem 3. Mai veröffentlichte, zeigten einen Anstieg von Fällen mit SARS-CoV-2-Varianten in Florida seit dem Spring Break. Am 14. März waren 753 Fälle mit Varianten der Typen B.1.1.7, B.1.351 und P.1 registriert worden. Am 15. April waren es 5.177 Fälle mit Varianten. Am 27. April waren es 9.248 Fälle und an diesem Mittwoch 11.800 Fälle mit Coronavarianten.[930]

6. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten im Siebentages-Durchschnitt 48.000 Fälle am Tag. Ein Wert, der seit Oktober 2020 vor dem Einsetzen der Herbst/Winterwelle nicht mehr erreicht worden war. Der Rückgang der Fälle wurde auf die zunehmenden Schutzimpfungen zurückgeführt.[931]

Das Institute for Health Metrics and Evaluation an der University of Washington veröffentlichte eine Studie zur Zahl der direkt durch COVID-19 verursachten Toten. Es wurde hierzu die Übersterblichkeit vom März 2020 bis zum 3. Mai 2021 zugrunde gelegt. Durch die Pandemie ebenfalls gesteigerte Todesursachen wie beispielsweise vermehrte Fälle von Überdosen bei Rauschgifttoten wurden subtrahiert, geringere Todesursachen wie die deutlich geringere Zahl von Grippetoten addiert. Im Ergebnis gingen die Forscher von 900.000 Coronatoten in den Vereinigten Staaten aus, 57 % über den offiziell genannten Zahlen. Weltweit wurde von 7 Millionen COVID-19-Opfern ausgegangen, etwa doppelt soviele wie die gemeldeten 3,24 Millionen Toten. Die Studie kam zu höheren Ergebnissen, als frühere ähnliche Studien.[932]

Gegenüber der konservativen Radio-Moderatorin Vicki McKenna wiederholte Senator Ron Johnson aus Wisconsin die am Tag zuvor aufgestellte irreführende Behauptung des Fernsehmoderators Tucker Carlson, dass das Vaccine Adverse Event Reporting System über dreitausend Todesfälle nach Coronaimpfungen ausweise. Auf Nachfrage erwiderte eine Sprecherin des Senators später, dass der Senator lediglich Fragen stelle.[933]

Der wöchentliche Bericht des Arbeitsministeriums zeigte einen Abfall bei der Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung. Es hatten 498.000 Amerikaner Anträge gestellt, prognostiziert worden waren 527.000. Leicht um 37.000 war die Zahl der fortlaufenden Anträge auf knapp 3,7 Millionen gestiegen. Die Zahl der Bezieher von Ausgleichsleistungen war um 404.500 auf 16,16 Millionen gefallen. Dieser Rückgang war besonders auf die Abnahme von Beziehern in pandemiebedingten Programmen zurückzuführen.[934]

Moderna teilte an diesem Donnerstag mit, dass es erstmals in der jungen Firmengeschichte einen Jahresgewinn ausweise. Es teilte ferner frühe Daten zu dem Impfstoff mRNA-1273 bei Teenagern mit, danach war der Moderna-Impfstoff zu 96 % wirksam. Das Unternehmen kündigte außerdem an, dass es eine Vollzulassung für das Vakzin innerhalb eines Monats beantragen werde. Die Mitteilungen erfolgten einen Tag nachdem die Aktienkurse von Impfstoffproduzenten unter Druck geraten waren, nachdem die Regierung Bereitschaft signalisiert hatte, auf Patentschutz bei COVID-19-Impfstoffen zu verzichten.[935]

  • Colorado: Die Gesundheitsbehörden meldeten, dass zum ersten Mal in Colorado die als „Doppelmutante“ bekannte Variante Delta B.1.617.2 im Mesa County festgestellt worden war. Es handele sich um fünf Individuen bei denen diese erstmals in Indien beobachtete Variante diagnostiziert worden war. Keiner der Fünf hatte Mesa County kürzlich verlassen.[936]
  • Florida: Der Vorstandsvorsitzende der Norwegian Cruise Line erklärte, dass das Unternehmen erwäge ihre Operationen aus Florida zu verlegen und die Häfen des Bundesstaates bei Kreuzfahrten zu vermeiden. Grund sei die rechtliche Unsicherheit durch die am 3. Mai 2021 ausgefertigte Senate Bill 2006, die es Unternehmen untersagte einen COVID-19-Impfnachweis von Angestellten oder Kunden zu verlangen, während CDC-Richtlinien verlangen sicherzustellen, dass die Schiffsbesatzung und Passagiere geimpft seien.[937]
  • Minnesota: Gouverneur Tim Walz stellte diesen Donnerstag einen Plan zum Abbau der Corona-Beschränkungen vor.[938] Bereits am Freitag wurden Beschränkungen für Veranstaltungen im Freien mit unter 500 Teilnehmern aufgehoben, zum 28. Mai 2021 sollten auch Regulierungen für Innenräume aufgehoben werden. Zum 1. Juli 2021 sollte dann die Maskentragepflicht enden. Die Maskenpflicht könne auch früher enden, falls 70 % der erwachsenen Bevölkerung früher geimpft seien.[939]
  • South Carolina: Gouverneur Henry McMaster ordnete die Beendigung aller pandemiebedingten Hilfsprogramme des Bundes für Arbeitslose zum 30. Juni 2021 an. Er begründete dies in einem Memo damit, dass Arbeitskräftemangel bestünde. Durch diese Programme würden gefährliche Ansprüche geschaffen, Arbeitskräfte würden dafür bezahlt zuhause zu bleiben. Da die Biden-Regierung keine Lust zeige, den angerichteten Schaden zu beheben, sei der Staat South Carolina gezwungen zu handeln.South Carolina folgte damit einem ähnlichen Schritt Montanas vom 4. Mai[940]
  • Texas: In einer Anhörung vor einem Ausschuss des Senats von Texas stellte Senator Bob Hall die unzutreffende Behauptung auf, dass bei der Entwicklung von SARS-CoV-2-Impfstoffen Tierversuche abgebrochen worden seien, weil alle Versuchstiere gestorben seien. Amerikaner würden nun als Versuchskaninchen benutzt. Ein Videoclip der Sitzung sollte sich dann über Instagram verbreiten.[941] Hall war auch anderweitig mit der Verbreitung von Falschinformationen zu Impfstoffen in der Pandemie aufgefallen.[942]
  • Virginia: Gouverneur Ralph Northam teilte mit, dass die täglichen Fallzahlen unter 1.000 gesunken seien und Impfungen Fortschritte machten. Er plane, falls die Trends anhielen, bis zum 15. Juni 2021 alle Beschränkungen, außer der Maskenpflicht aufzuheben.[943]

7. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den an diesem Freitag veröffentlichten enttäuschenden Bericht zum Arbeitsmarkt im April[630] regierte Präsident Biden. Der Präsident sagte, dass der Bericht ein Beweis sei, dass die Vereinigten Staaten nicht nachlassen dürften. Man sei dabei aus einer Jahrhundertpandemie und einer Generationswirtschaftskrise herauszukommen. Sein Regierung wisse, dass es ein Marathon und nicht ein Kurzstreckenlauf sei. Das verabschiedete 1,9-Billionen-Dollar-Hilfsprogramm sei dazu bestimmt Amerikaner über das gesamte Jahr zu bringen. Niemand habe erwartet, dass es nach fünf oder sechs Monaten vorbei sei. Die Wirtschaft bewege sich, es sei aber noch viel zu tun.[944] Die United States Chamber of Commerce gab die Schuld den $ 300 zusätzlicher Arbeitslosenunterstützung. Ein Drittel würden so mit Ausgleichszahlungen mehr Einkommen haben, als durch Arbeit.Die Organisation kündigte entsprechende Lobbyarbeit an, um diese Zahlungen aufzuheben.[945]

Die Unternehmen Pfizer und BioNTech beantragten die Zulassung des Impfstoffes Tozinameran für Personen ab 16 Jahren bei den amerikanischen Behörden. Neben dem Nachweis, dass der Impfstoff wirksam und sicher ist, musste hierfür der Nachweis erbracht werden, dass Tozinameran zuverlässig produziert werden kann. Es war der erste Antrag für einen COVID-19-Impfstoff, die bislang zugelassenen Impfstoffe wurden unter einer Notfallzulassung verabreicht, auch Pfizer und BioNTech hatten bisher nur diese Zulassung.[946]

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) präzisierten ihre Hinweise zu Infektionswegen bei COVID-19. Danach waren von Infizierten ausgeatmete Tröpfchen Viren-Träger bei der Übertragung. Diese könnten laut CDC auf drei Wege iinfizieren:

  1. Einatmung der der Tröpfchen;
  2. Auftreffen von Tröpfchen auf Schleimhäute, etwa der Augen, der Nase oder des Mundes;
  3. Einreiben der auf Hände gesprühter Tröpfchen in Mund, Nase oder Augen.

Vorkehrungen gegen diese Übertragungswege sollten weiterhin das Maskentragen, Abstandhalten und die Reinigung der Hände sein.[947]

Nach einer an diesem Freitag veröffentlichten Prognose des Institute for Health Metrics and Evaluation der University of Washington könnte das von Präsident Biden gesetzte Ziel einer Impfung von 70 % der erwachsenen Bevölkerung zum Ende des Mais erreicht werden. Bis September 2021 könnten 185 Millionen US-Amerikaner geimpft sein, dann würde die Impfskepsis den Schutzimpfungen Grenzen setzen. Herdenimmunität sei dann aber nicht erreicht. Es seien mit Varianten wie B.1.617, die hinter dem jüngsten Ausbruch in Indien stand, könnten dabei auch in den Vereinigten Staaten zu erneuten Ausbrüchen führen.[948]

Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bestätigte, dass die ehemalige Leiterin des National Center for Immunization and Respiratory Diseases, Nancy Messonnier mit Wirkung zum 14. Mai 2021 zurückgetreten sei. Messonier hatte früh in der Pandemie gewarnt, dass die USA sich auf eine schwere Pandemie einstellen müsse. Sie hatte sich damit in den Gegensatz zur Trump-Administration gestellt. Sie war kürzlich versetzt worden.[949]

  • Arkansas: Wie zuvor der Gouverneur von Montana und am Tag zuvor der Gouverneur von South Carolina, kündigte nun Gouverneur Asa Hutchinson an, dass Arkansas aus den pandemiebedingten Unterstützungsprogrammen für Beschäftigungslose aussteige. Er nannte als Begründung, dass die Wirtschaft Probleme habe Arbeitswillige anzuheuern, um wieder auf ein vorpendemisches Beschäftigungsniveau zu gelangen.[950]

8. Mai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Sonnabend wurde eine geringere Nachfrage von Impfungen bekannt. Gesetzte Impfungen waren auf 2 Millionen am Tag gesunken, 20 % weniger als in der Woche zuvor. Mehrere Bundesstaaten fragten geringere Mengen an Impfstoffen ab, als ihnen von der Bundesregierung zugeteilt wurden. Kansas und Illinois wollten nur 9 % abrufen, Iowa nur 29 %. Die Bundesstaaten Washington und North Carolina fragten 40 % weniger ab, Connecticut 26 % und South Carolina 21 % weniger.[951]

9. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der NBC-Sendung Meet the Press merkte Anthony Fauci an diesem Sonntag gegenüber Chuck Todd an, dass wegen der zunehmenden Impfungen es unwahrscheinlich sei, dass eine COVID-19-Welle, wie im zurückliegendem Winter und Herbst, sich im Herbst 2021 wiederhole, wenn das von Biden angestrebte Siebzig-Prozent-Impfziel erreicht würde. Er erklärte weiterhin, dass Leute sich an das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gewöhnt hätten. Es wäre möglich, dass man je nach Jahreszeit zukünftig Masken tragen würde, um Atemwegserkrankungen abzuwehren. Die Grippe sei schließlich in der Grippesaison 2020/2021 wegen der Coronamaßnahmen praktisch ausgefallen.[952] Auf ABC News sagte Fauci an diesem Muttertag voraus, dass wenn die weitüberwiegende Bevölkerung geimpft worden sei, dann würde der Muttertag 2022 normal sein. Er sprach sich auch für eine Liberalisierung bei Masken in Innenräumen aus.[953] Der ehemalige FDA-Direktor Scott Gottlieb trat in Margaret Brennans Sendung Face the Nation auf. Er prognostizierte, dass COVID-19 wohl nicht verschwinden werde und man lernen müsse mit der Krankheit zu leben. Durch Impfungen sei man aber nun in der Lage, dass Beschränkungen für Menschenansammlungen unter freiem Himmel nicht mehr beschränkt werden sollten. Man sollte Leute ermutigen ins Freie zu gehen. In Staaten mit niedrigen Infektionsraten sollte man auch erwägen Beschränkungen in Innenräumen aufzuheben.[954] Der COVID-19-Koordinator des Weißen Hauses Jeff Zients trat in der CNN-Sendung State of the Union auf und äußerte gegenüber Jake Tapper, dass die Vereinigten Staaten dabei seien die Kurve zu kriegen. Präsident Biden habe das Ziel von 70 % geimpfter Erwachsener zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli gesetzt. Man sei nun bei 58 %. Es sei aber weiterhin wichtig der Wissenschaft zu folgen.[953]

10. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Präsident trat an diesem Montag vor die Presse und kündigte einen Coronavirus State and Local Fiscal Recovery Funds in Höhe von $ 300 Millionen an. Mit diesem Funds sollten Regierungen der Bundesstaaten, der Indianerstämme und lokale Behörden unterstützt werden. Joe Biden nahm nochmals Bezug auf die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zum April. Er erkannte an, dass eine Diskussion im Gange sei, ob die während der Krise erhöhte Arbeitslosenunterstützung Amerikaner vom Arbeiten abhalte. Er sehe dies nicht, Amerikaner wollten arbeiten. Er wies aber auch darauf hin, dass jemand, dem eine angemessene Arbeitsstelle angeboten würde und diese ohne triftigen Grund ablehne, seine Ansprüche verliere.[955]

Die U.S. Food and Drug Administration teilte mit, dass es die bestehende Notfallgenehmigung für den Impfstoff von Pfizer auf die Altersgruppen der Zwölf- bis Fünfzehnjährigen ausdehnen werde.[956] (Fortsetzung: 12. Mai 2021)

Die Senatoren Richard Blumenthal und Ed Markey sandten ein Brief an Fluggesellschaften, dass vom Verfall von Gutschreibungen bei wegen COVID-19 abgesagten Flügen abgesehen werden sollte. Seit März 2020 war es zu 95.000 Verbraucherbeschwerden wegen der Erstattung von abgesagten Flügen gekommen, was 87 % aller Beschwerden betraf. Wurden Flüge von Fluggesellschaften abgesagt, bestand nach US-Recht ein Anspruch auf vollständige Erstattung. Sagten Reisende ab, richtete sich die Erstattung nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Flugunternehmen. In der Regel wurden diese gutgeschrieben, das Guthaben unterlag dabei kurzen Verfallsfristen.[957]

Die Veranstalter des am 1. Mai stattgefundenen Kentucky Derby sperrten den Trainer des Pferdes Medina Spirit vom Umgang mit Pferden auf der Rennsportanlage Churchill Downs. Es war bei einer Probe des Siegers des Rennens ein Steroid in zu hoher Dosis festgestellt worden.[900]

  • Alabama: Gouverneurin Kay Ivey teilte in einer Presseerklärung mit, dass in ihrem Bundesstaat die Auszahlung der zusätzlichen Arbeitslosenunterstützung am 19. Juni 2021 enden werde. Der Notstand sei in Alabama beendet, es gebe keine Industrieschließungen und die Kinderbetreuung könnten ohne Beschränkungen tätig sein. Es sei an der Zeit zur Arbeit zurückzukehren.[958]
  • Alaska: Der nördlichste Bundesstaat reagierte auf die durch die FDA erweiterte Zulassung, indem es Eltern von zumindest zwölfjährigen Kindern umgehend erlaubt wurde, Impftermine zu vereinbaren.[959]
  • Kalifornien: Gouverneur Newsom teilte mit, dass statt des zu Beginn der Pandemie prognostizierten Haushaltsdefizits von $ 54 Milliarden der Bundesstaat einen Haushaltsüberschuss von $ 75 aufweise. Grund war die durch steigende Börsenkurse ertragreiche Kapitalertragssteuer des Bundesstaates und die höhere Umsatzsteuer als erwartet. Newsom erklärte die unerwarteten Mehreinnahmen würden in die wirtschaftliche Erholung investiert werden. Es werde Direktzahlungen von $ 500 an Familien mit weniger als $ 75.000 Jahreseinkommen geben und $ 1.100 an solche Familien mit Abhängigen. Der Staat werde für aufgelaufene Mietzahlungen einstehen.[960]
  • Michigan: Der Bundesstaat verzeichnete 4.455.395 geimpfte Bewohner oder 55 % der Impfbaren Bevölkerung. Damit erreichte Michigan die Marke, um Beschränkungen an Arbeitsplätzen zurückzunehmen. Gouverneurin Gretchen Whitmer erklärte, dass der Staat auf dem Weg zur Normalität sei, ab dem 24. Mai müssten Einwohner nicht mehr von zuhause arbeiten. Der Staat verzeichnete trotz Rückgängen noch immer die schwerste Belastung aller Bundesstaaten an Fällen im Verhältnis zur Bevölkerung. Er verzeichnete im Siebentages-Durchschnitt 190,3 Fälle pro 100.000 Einwohner.[961]
  • Mississippi: Wie zuvor seine republikanischen Kollegen von Montana, South Carolina, und Arkansas, kündigte Gouverneur Tate Reeves an, dass auch im Bundesstaat Mississippi im folgenden Monat die um $ 300 erhöhte Arbeitslosenunterstützung auslaufen werde. Er hatte die Behörden Mississippis angewiesen, Zahlungen nur zu bewilligen, wenn alle Voraussetzungen erfüllt seien, auch die während der Pandemie aufgehobenen.[955]
  • North Dakota: Gouverneur Doug Burgum teilte mit, dass sein Bundesstaat auf die erweiterte Arbeitslosenunterstützung verzichte, um der Knappheit von Arbeitswilligen entgegenzuwirken. Die Zahlungen würden am 19. Juni 2021 enden. Der Bundesstaat verzeichnete 16.396 offene Stellen, etwa 50 % mehr als zum selben Zeiypunkt 20020 und die höchste Zahl seit dem Sommer 2015.[962]

11. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Dienstag fand eine Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Senats statt. Angehört wurden Anthony Fauci und Rochelle Walensky. Senator Rand Paul äußerte die Theorie, dass das Virus aus dem Virologischen Labor Wuhan stamme, und verlangte zu wissen, inwieweit die National Institutes of Health (NIH) mit diesem Labor zusammenarbeiteten, um Forschung zum Gebrauch von Viren zu betreiben. Fauci wies die Theorien Pauls zum NIH zurück. Die Senatoren Susan Collins und Bill Cassidy äußerten sich gegenüber der CDC-Direktorin unzufrieden über die Richtlinien der Seuchenschutzbehörde. Collins nannte die Richtlinien zu Schulen, unpraktikable Richtlinien zu Sommercamps, und widersprüchliche Richtlinien zum Maskentragen im Freien. Walensky verteidigte die Richtlinien.[963]

Nachdem seit April ein stetiger Rückgang an Impfdosen verzeichnet wurde, stieg erstmals der Siebentages-Durchschnitt mit 2,2 Millionen pro Tag wieder von dem Tiefpunkt am Sonnabend dem 8. Mai an. Es waren noch immer 35 % weniger als zum Höhepunkt in der Mitte des April. Die Erstimpfungen hatten deutlich zugenommen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur eine Impfdosis benötigte, verzeichnete mit 150.000 einen Höchstwert.[964]

Präsident Biden und die Gouverneure der Bundesstaaten Ohio, Utah, Massachusetts, Maine, Minnesota und New Mexico trafen sich, um die Werbung für Impfungen zu besprechen.[965]

Der US-Gesundheitsminister Xavier Becerra und McDonald’s kündigten eine öffentlich-private Partnerschaft an, um Impfungen zu bewerben. Ab Juli sollten die Kaffeebecher des Unternehmens mit dem Slogan We Can Do This und der Internetadresse vaccines.gov bedruckt werden, auf der Impfinformationen erhältlich waren und Impftermine vereinbart werden konnten.[966] Zu diesem Zeitpunkt war die Anzahl der Personen, die eine erste Impfdosis erhielten, seit über einer Woche unterhalb von einer Millionen am Tag gesunken.[967] Präsident Biden teilte mit, dass die Fahrdienstleister Uber und Lyft in einer weiteren Partnerschaft vom 24. Mai bis zum 4. Juli kostenlose Fahrten zu Impfstellen anbieten würden.[968]

Senator Chuck Schumer, der Mehrheitsführer im Senat, erklärte, dass unter den Demokraten eine überwiegende Mehrheit für die Verlängerung der zusätzlichen $ 300 Arbeitslosenunterstützung aus dem Pandemie-Hilfspaket über September hinaus bestünde. Der moderate demokratische Senator Joe Manchin aus West Virginia erklärte aber, dass er dagegen stimmen würde. Die Senatoren Jon Tester aus Montana und Jeanne Shaheen aus New Hampshire äußerten Skepsis aus Sicht ihrer Bundesstaaten, ob eine Verlängerung sinnvoll wäre. Senator Tim Kaine aus Virginia erklärte, dass er flexibel sei. Republikanische Senatoren lehnten die Verlängerung ab, die demokratische Mehrheit würde alle Stimmen ihrer Fraktion benötigen, um eine Verlängerung durchzusetzen.[969]

  • Hawaii: Es trat ein Programm in Kraft, bei dem Hawaiianer mit einem vom Bundesstaat ausgestellten Vaccine Passport ohne Quarantäne und Test zwischen den Inseln des Bundesstaates reisen konnten. Dieser Impfnachweis galt nur für in Hawaii geimpfte Personen, was auf etwa 40 % der Bevölkerung zutraf.[970]
  • Idaho: Gouverneur Brad Little nahm den Bundesstaat mit Wirkung zum 19. Juni 2021 aus den Bundes-Pandemieprogrammen für Arbeitslosenunterstützung. Arbeitgeber hätten ihm gesagt, sie würden keine Arbeitskräfte anstellen können, weil sie mehr an Arbeitslosenunterstützung erhalten würden, als mit dem Lohn. Die Entscheidung sei auf dem konservativen Prinzip begründet, dass niemand arbeitslos sein solle. Er wolle Leute zurück zur Arbeit bringen.[971]
  • Iowa: Gouverneurin Kim Reynolds teilte mit, dass sie für den Bundesstaat die zusätzliche Arbeitslosenunterstützung in Höhe von $ 300 zum 12. Juni beende und auch den Bezug von Leistungen aus sonstigen pandemiebedingter Ausgleichsprogrammen. Dies hätte Iowaern zu Beginn wesentliche Unterstützung gegeben, nun hätten Unternehmen und Schulen wieder geöffnet und es sei an der Zeit zurück zur Arbeit zu gehen.[972]
  • Kalifornien: Anlässlich einer Sitzung des Leitungsgremiums des Orange County demonstrierten mehrere hundert Personen gegen Überlegungen Impfnachweise einzuführen.[973]
  • Missouri: Gouverneur Mike Parson teilte mit, dass sein Bundesstaat den Bezug zusätzlicher $ 300 durch Beschäftigingslose in Missouri beende. Diese Programme seien wichtig zum Höhepunkt der Pandemie gewesen, seien aber nur als vorübergehend gedacht gewesen. Nun würden sie die Verknappung von Arbeitskräften fördern und Arbeitskräfte ermutigen nicht zu arbeiten. Es sei daher an der Zeit den Bezug der Leistungen zu beenden.[958]
Der Attorney General des Bundesstaates erhob vor dem St. Louis County Circuit Court Klage gegen die COVID-19-Bestimmungen des St. Louis County. Er zitierte in der Klageschrift Sorge um Religionsfreiheit, Bildung, und allgemeine Freiheitsrechte.[974]
  • Oregon: Gouverneurin Kate Brown teilte mit, dass Coronaregulierungen aufgehoben würden, sobald 70 % der Übersechzehnjährigen geimpft seien. Die Hospitalisierungsraten hätten sich in Oregon stabilisiert, die Infektionszahlen gingen wieder zurück. 60 % der Bevölkerung ab 16 sei geimpft. Das Ziel von 70 % könnte im Juni erreicht werden. Einige Maskenpflichten würden dann aber noch beibehalten werden.[975] Dies kam, nachdem Oregon und das benachbarte Washington von einer Frühjahrswelle getroffen worden waren.[976]
  • South Carolina: Gouverneur Henry McMaster untersagte es lokalen Behörden und Schulen eine Maskenpflicht für Schüler zu verhängen. Man wisse, das Schulen der sicherste Ort seien. Da jetzt für alle Erwachsenen Impfstoffe zur Verfügung stünden, sei es gegen den gesunden Menschenverstand Schülern gegen den Willen ihrer Eltern Masken vorzuschreiben, so der Gouverneur. Er untersagte es ferner kommunalen und County Behörden einen Impfnachweis zu verlangen.[977]
  • Tennessee: Gouverneur Bill Lee beendete die Teilnahme seines Bundesstaates an der Auszahlung der zusätzlichen Arbeitslosenunterstützung zum 3. Juli. Er erklärte, dass Beschäftigungslose Zugang zu 250.000 Arbeitsstellen in Tennessee hätten. Familien, Unternehmen und die Wirtschaft würden gedeihen, wenn man sich auf bedeutungsvolle Arbeit statt Bundesprogramme konzentriere.[958]

12. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 10. Mai die Federal Drug Administration (FDA) sich für eine Zulassung des Pfizer-Impfstoffes für die Altersgruppe 12 bis 15 ausgesprochen hatte, stimmte nun auch das Advisory Committee on Immunization Practices der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) dafür.[978] US-Präsident Biden nannte die Entscheidung des Gremiums einen Riesenschritt im Kampf gegen das Virus. Er nannte die Impfung mit Pfizer-Impfstoff wirksam, sicher, einfach, und kostenlos, und forderte Eltern auf, ihre Kinder impfen zu lassen.[979] CDC-Direktorin Rochelle Walensky schloss sich noch am selben Tag der Entscheidung an. Der Impfstoff wird im Rahmen einer Notzulassung auch für 12 bis 15-jährige zugelassen.[980]

Der United States Secret Service (USSS) teilte mit, es habe im Laufe der Pandemie $ 2 Milliarden an betrügerisch erlangten Bundeszahlungen zurückgeführt. Der USSS habe bislang 690 Ermittlungsverfahren wegen Arbeitslosenunterstützungsbetruges eingeleitet und 720 Betrugsverfahren bezüglich des Economic Injury Disaster Loan and Paycheck Protection Programs eröffnet.[981]

Die New York Yankees teilten mit, dass sieben Angehörige ihres Trainerstabes trotz Impfungen positiv auf COVID getestet worden seien. Sechs der Fälle seien asymptomatisch.[982] Bei dem Baseballspiel gegen die Tampa Bay Rays nimmt Gleyber Torres nicht teil; er wurde positiv getestet.[983]

  • Florida: In der Sendung Fox News Wednesday kündigte Gouverneur Ron DeSantis (Rep) gegenüber Laura Ingraham an, er würde jeden begnadigen, der wegen Übertretungen von COVID-19-Regelungen oder Verletzung der Maskenpflicht in Florida bestraft wurde. Gesundheitsregelungen sollten nur beratend sein, Bestrafungen seien Überregulierungen.[984]
  • Kalifornien: Gouverneur Gavin Newsom (Dem) kündigte an, dass in Kalifornien die Maskenpflicht ab dem 15. Juni weitgehend durch Richtlinien ersetzt werde. Ausgenommen seien Menschenmengen auf engem Raum in geschlossenen Räumlichkeiten.[985]
  • Ohio: Gouverneur Mike DeWine (Rep) kündigte an, dass alle Gesundheitsanordnungen zum 2. Juni aufgehoben würden. Es bestünde dann auch keine Pflicht mehr zum Abstandhalten und zum Maskentragen. Bürger, Unternehmen und Schulen stehe es aber frei anders zu entscheiden. Ausgenommen würden lediglich Pflegeheime. DeWine kündigte auch an, dass Ohio am 18. Mai 2021 ein Internetportal zur Impfregistrierung öffnen werde. Minderjährige, die sich impfen lassen wollten und beim Portal anmeldeten, könnten ein Stipendium für ein vierjähriges Studium an einer Universität des Bundesstaates gewinnen. Erwachsene könnten an einer Lotterie mit einem Gewinn von 1 Million $ teilnehmen.[986] Die Auslosungen sollten über fünf Wochen gehen, wobei wöchentlich ein Stipendium und eine Million ausgeschüttet werden sollten.[987] Die Lotterie bewirkte eine Zunahme bei den Impfungen. Besonders deutlich war die Zunahme bei der 30-74. Hatte es dort einen Rückgang gegeben, nahmen die Impfungen in der Gruppe bis zum nächsten Freitag um 6 % zu.[988]
  • Oregon: In dem Bundesstaat an der Westküste wurden die ersten beiden Fälle einer Infektion mit der Variante Delta B.1.617.2 gemeldet.[989]
  • South Dakota: Die Gouverneurin von South Dakota Kristi Noem (Rep) und das South Dakota Department of Labor and Regulation kündigten an, dass der Bundesstaat sich ab dem 26. Juni an der Pandemic Emergency Unemployment Compensation (PEUC), der Federal Pandemic Unemployment Compensation (FPUC), und der Pandemic Unemployment Assistance (PUA) nicht mehr beteiligen würde. Es werde dann nur noch die herkömmliche Arbeitslosenunterstützung ausgezahlt werden.[990]
  • Utah: Gouverneur Spencer Cox (Rep) verkündete, dass er im Juni den Bezug ergänzender Arbeitslosenunterstützung beende. Dies sei bei der niedrigen Arbeitslosenquote von 2,9 % und zahlreichen Stellenangeboten der logische nächste Schritt. Der Staat sollte nicht mit Unternehmen im Wettbewerb um Arbeitswillige stehen.[991]

13. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CDC veröffentlichte neue Richtlinien. Vollständig Geimpfte brauchten danachweder im Innen- noch Außenbereich Gesichtsbedeckungen zu tragen und sechs Fuß Abstand zu halten. Ausgenommen waren medizinische Einrichtungen oder Unternehmen, die dies verlangten, sowie Flugzeuge, Busse und andere Einrichtungen des öffentlichen Personenverkehrs.[992] Bei der Vorstellung der neuen Richtlinie betonte Rochelle Walensky, dass noch nicht vollständig Geimpfte weiter Masken tragen müssten. Geimpfte könnten aber wieder Aktivitäten wahrnehmen, mit denen man wegen der Pandemie aufgehört habe. Es wäre eine Rückkehr zur Normalität, auf die man so lange gewartet habe.[993] Die Bundesstaaten Connecticut, Illinois, Kentucky, Minnesota, Nevada, Oregon, Pennsylvania und Washington passten ihre Regelungen zu Gesichtsbedeckungen unmittelbar an die neuen CDC-Richtlinien an.[994] Präsident Joe Biden trat zusammen mit Kamala Harris für eine kurze Ansprache maskenlos vor die Presse. Er bezeichnete es als großartigen Tag für Amerika und betonte, dass die Aufhebung der Maskenpflicht nach einem Jahr harter Arbeit kam. Biden fasste die neue CDC-Richtlinie zusammen:

„Get vaccinated — or wear a mask until you do.[995]

(Lasst euch impfen - oder tragt eine Maske bis ihr das tut.)

Die Aufhebung der Maskenpflicht für Geimpfte verursachte eine Zunahme von Impfinteressierten. Ab diesem 13. Mai sollte die Nachfrage nach Impfungen wieder stetig zunehmen.[996]

Nancy Pelosi als Sprecherin des Repräsentantenhauses erklärte, dass die Maskenpflicht in ihrer Parlamentskammer weiter aufrecht erhalten werde. Es seien nicht alle Abgeordnete geimpft.[997] (Fortsetzung: 18. Mai 2021)

Die Robert Wood Johnson Foundation und die Harvard T.H. Chan School of Public Health veröffentlichten eine von Mitte Februar bis Mitte März durchgeführte Meinungsumfrage, zu der 1.305 Amerikaner befragt worden waren. Laut der Umfrage hatten 52 % der Befragten großes Vertrauen in die CDC und 20 % keinerlei Vertrauen. In Gesundheitsbehörden der Bundesstaaten vertrauten 42 % und in lokale Gesundheitsbehörden 44 %. Bei der Vertrauensfrage bildete sich ein Bruch zwischen Parteimitgliedern ab: Während nur 27 % der Republikaner CDC vertrauten, taten dies 76 % der Demokraten.[998]

Der wöchentliche Bericht zum Arbeitsmarkt wies 473.000 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung aus, 34.000 weniger als in der Vorwoche.[999] Die Zahl der Neuanträge unterschritt die Erwartungen. Es waren etwa 10 Millionen Amerikaner unbeschäftigt. Allerdings waren auch 8,1 Millionen Stellen offen.[1000]

Die Führerin des Lehrergewerkschafts-Dachverbandes American Federation of Teachers Randi Weingarten sprach sich vor der Presse für Präsenzunterricht bei vollständiger Öffnungen der Schulen im Herbst aus. Durch Impfungen könnten Risiken in Schulen minimiert werden. Sie kündigte auch eine Werbekampagne für Impfungen an. Sie forderte auch Programme, um den Schülern Möglichkeiten zu geben Unterrichtsverluste in der COVID-Pandemie auszugleichen. Die Führerin des größeren Zusammenschlusses National Education Association Becky Pringle schloss sich in einer Erklärung der Forderung nach einer Rückkehr in die Klassenräume an.[1001]

Der republikanische Abgeordnete Doug Lamborn aus Colorado wurde von einem ehemaligen Mitarbeiter verklagt. Der Kläger machte geltend, er sei aus Vergeltung entlassen worden, weil er unter anderem auf die Einhaltung der COVID-19-Vorschriften des Repräsentantenhauses gedrängt habe. Lamborn habe am 20. April 2020 COVID-19 als Zeitungsente („Hoax“) bezeichnet und sich gegen das Tragen von Masken in seinen Büroräumen gewandt. Im Oktober 2020 seien daher mehrere seiner Mitarbeiter erkrankt, der Abgeordnete selbst im November 2020.[1002][1003]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis fertigte die Senate Bill 148 aus, mit der der Außerhausverkauf von Alkoholika durch Restaurants permanent erlaubt wurde, soweit auch Speisen bestellt wurden. Der Gouverneur hatte dies zu Beginn der Pandemie genehmigt, um übergangsweise Gaststätten Entlastung zu bringen.[1004]
  • Georgia: Gouverneur Brian Kemp kündigte an, dass er die Zahlung der zusätzlichen Arbeitslosenunterstützung aus Pandemiemitteln zur Mitte beziehungsweise zum Ende des Juni beenden würde.[1005]
  • Hawaii: Nach der Bekanntgabe der geänderten CDC-Richtlinien trat Gouverneur David Ige vor die Presse. Er erklärte, dass es sein Staat noch nicht soweit sei, die Maskenpflicht für Vollgeimpfte aufzuheben. Weniger als die Hälfte der Hawaiianer sei vollständig geimpft, und man könne nicht erkennen, wer geimpft sei. Er bevorzuge es zu warten bis 70 bis 80 % geimpft seien. Es waren 42 % vollständig gegen COVID-19 geimpft, 60 % hatten zumindest die erste Impfdosis erhalten.[1006]
  • Ohio: Gouverneur Mike DeWine teilte mit, dass er den Bundesstaat zum 26. Juni aus den Bundesprogrammen für pandemiebezogener Ergänzung der Arbeitslosenunterstützung nehme. Arbeitgeber seien zu ihm gekommen und hätten gesagt, dass es schwer wäre Arbeit zu finden. DeWine fuhr fort, er sei sicher, dass es dafür viele Gründe gebe, aber der Markt sei gestört, wenn eingegriffen würde. Man könne das in einer Krise tun, und sollte es. Aber nun käme man aus der Krise.[1007] Ohio reihte sich damit ein in eine Reihe von Gouverneuren der Republikanischen Partei.[1008]
  • Washington: Der Gouverneur des nordwestlichen Bundesstaates Jay Inslee verkündete, dass zum 30. Juni 2021 alle Beschränkungen aufgehoben werden könnten, falls 70 % der Personen über 16 zumindest eine erste Impfdosis erhalten hätten. Zur Zeit waren es 57 %. Sollte dieses Ziel früher erreicht sein, könnte dies auch früher geschehen. Gouverneur Inslee erlaubte es Geimpften auf Masken zu verzichten und folgte damit den neuen CDC-Richtlinien. Hochzeiten und Beerdigungen konnten unbegrenzt stattfinden, falls alle Teilnehmer geimpft seien.[1009]

14. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handelskette Trader Joe's kündigte als erste größere Handelskette an, dass sie auf Maskentragen bei Geimpften verzichten würde. Es würde kein Impfnachweise von Kunden verlangt werden. Beschäftigte würden weiter Masken tragen.[1010] Die Ketten Walmart, Starbucks, Costco, Target und CVS Health erklärten ihre Vorgaben ebenfalls zu überarbeiten.[1011]

  • Alaska: Der Bundesstaat stieg aus der durch Pandemiehilfsgesetze geschaffene Erweiterung der Arbeitslosenunterstützung aus. Zur Begründung hieß es, dass Alaskas Wirtschaft Zeichen der Erholung zeige, es daher an der Zeit sei die zusätzlichen Ausgleichszahlungen zu beenden. Arbeitslosenunterstützung sei auch nur zur vorübergehenden Hilfe bestimmt.[1012]
  • Maryland: Gouverneur Larry Hogan hob in seinem Bundesstaat die Maskenpflicht größtenteils auf. Gesichtsbedeckungen mussten nun nur in medizinischen Einrichtungen, Schulen, und im öffentlichen Personenverkehr getragen werden.[1013]
  • Nevada: Das Wynn Las Vegas kündigte nach einer Änderung der Richtlinien des Nevada Gaming Control Board an, dass vollgeimpfte Angestellte und Gäste keine Masken mehr tragen müssten. Der Impfstatus würde bei Gästen nicht überprüft werden.[1014] Auch MGM Resorts International erklärte, es wolle in keiner ihrer Niederlassungen in Las Vegas Masken bei vollständig geimpften Gästen und Angestellten verlangen. Der Impfstatus bei Gästen würde nicht überprüft werden.[1015]
  • West Virginia: Gouverneur Jim Justice beendete mit Wirkung zum 19. Juni 2021 die Teilhabe seines Bundesstaates an der pandemiebedingten Ausweitung der Arbeitslosenunterstützung. Der Gouverneur begründete die Entscheidung damit, dass West Virginier Zugang zu tausenden an offenen Stellen hätten. Man bräuchte jeden zurück zur Arbeit, die Kleinunternehmen bräuchten jeden und die Wirtschaft des Staates.[1016]

15. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CDC betonte, dass in Schulen weiter Masken getragen werden sollte und auf Abstand geachtet werden sollte. Die neuen Richtlinien bezüglich Maskenfreiheit bei Geimpften seien nicht anwendbar.[1017]

16. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leiterin der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Rochelle Walensky trat im Fernsehen auf. Gegenüber Chris Wallace in der Sendung Fox News Sunday verteidigte sie die Änderung der CDC-Position vom Beginn der Woche, als sie Maskentragen vor dem Kongress verteidigte, zur geänderten CDC-Richtlinie am Donnerstag, die Geimpfte von Masken freistellte. Sie sagte, dass sie nur die wissenschaftliche Erkenntnis präsentiere, die bekannt sei. Sie könne nur auf die Informationen zugreifen, sobald sie in der medizinischen Fachliteratur veröffentlicht seien. Sie habe den Erkenntnisstand so schnell weitergetragen, wie sie konnte. Gegenüber Dana Bash in der CNN-Sendung State of the Union äußerte sie zur Frage des Nicht-Maskentragens von Ungeimpften, dass sie nicht glaube, dass Leute die vor dem Donnerstag nicht überzeugt waren Masken zu tragen, nach dem Donnerstag davon überzeugt seien. Man müsse ehrlich sich selbst gegenüber sein. Wenn man nicht geimpft sei, dann sei man nicht geschützt.[1018] In der CBS-Sendung Face the Nation äußerte Anthony Fauci, dass die Änderungen auf die Evolution der Wissenschaft zurückzuführen waren. Falls diese Änderungen als Ansporn dienten sich impfen zu lassen, dann sei dies umso besser.[1019]

In einer Ansprache zum Abschlussjahrgang der Emory University sprach Fauci davon, dass die Pandemie ein Licht auf das Versagen der amerikanischen Gesellschaft geworfen habe. So seien die höheren Hospitalisierungs- und Sterbesraten bei Minderheiten auf den unbestreitbaren Rassismus, und nicht auf medizinische Gründe zurückzuführen.[1020]

Im Hollywood Palladium in Los Angeles fand die Verleihung der MTV Movie & TV Awards 2021 statt. Geehrte wurden zugeschaltet. Als Gewinner des Abends galt die Netflix-Serie WandaVision.[1021]

17. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden verkündete an diesem Montag, dass die Vereinigten Staaten zusätzlich zu den bereits zugesagten 60 Millionen Impfdosen von AstraZeneca weitere 20 Millionen weitere Impfdosen ins Ausland liefern werde. Man tue dies, um auch zuhause sicher zu sein, und weil es das richtige und klug sei. Amerika wolle die Welt mit Werten führen, mit diesem Beweis von Einfallsreichtum und Innovation, und mit dem grundsätzlichen Anstand des amerikanischen Volkes.[1022] Biden betonte, dass die Vereinigten Staaten damit mehr Impfstoff als irgendein anderes Land an andere Staaten schickten, sogar mehr als die geopolitischen Rivalen China und Russland. Er teilte außerdem mit, das mit dem folgenden Dienstag 60 % der Erwachsenen geimpft sein würden. Damit würde das Licht am Ende des Tunnels mit jedem Tag heller.[1023] In allen fünfzig Bundesstaaten würden nun die Fälle zurückgehen.[1024]

  • Alabama: Das Gesetz SB267 wurde im Repräsentantenhaus und Senat von Alabama angenommen. Mit dem Gesetz wurde es bundesstaatlichen und lokalen Behörden untersagt, Dokumente zum Nachweis von SARS-CoV-2-Impfungen auszufertigen oder sich vorlegen zu lassen. SB267 untersagte es auch Unternehmen Güter oder Dienstleistungen unter Berufung auf den Impfstatus zu verweigern.[1025] (Fortsetzung: 24. Mai 2021)
  • Illinois: Gouverneur J. B. Pritzker ordnete an, dass in seinem Bundesstaat vollständig geimpfte Personen keine Masken zu tragen bräuchten. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass neuere Studien zeigten, dass Geimpfte geschützt seien, Ungeimpfte aber nicht. Die Bürgermeisterin von Chicago, der größten Stadt in Illinois, entschied die Maskenpflicht einstweilen aufrecht zu erhalten.[1026]
  • Indiana: Wie zuvor siebzehn andere republikanische Gouverneure beendete nun auch Gouverneur Eric Holcomb die Ausdehnung der Arbeitslosenunterstützung während der Pandemie. Er erklärte, die Wirtschaft in seinem Bundesstaat abgehe wie ein Rennwagen bei den Indy 500. Die Streichung der zusätzlichen Unterstützung zum 19. Juni 2021 sei zwar dabei keine Silberkugel, werde aber helfen die offenen 116.000 offenen Stellen zu besetzen.[1027] (Fortsetzung: 14. Juni 2021)
  • Massachusetts: Gouverneur Charlie Baker zog die Wiederöffnung von Massachusetts auf den 29. Mai 2021 vor. Am 29. Mai sollten fast alle Beschränkungen aufgehoben werden. Geimpfte Personen sollten nur noch in Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und im öffentlichen Personenverkehr Gesichtsmasken tragen müssen. Ungeimpfte sollten zusätzlich in Innenräumen Masken tragen, wenn sie keinen Abstand von 6 Fuß einhalten könnten. Der Gouverneur erklärte, man sei nun vorbereitet, sicher, und könne voranschreiten.[1028]
  • New Jersey: Mit Executive Order No. 241 hob Gouverneur Phil Murphy die Pflicht auf im Freien eine Maske zu tragen.[1029]
  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo beendete für den Empire State die Pflicht für vollständig Geimpfte Gesichtsbedeckungen in Innenräumen zu tragen.[1030]
  • Texas: Gouverneur Greg Abbott erklärte mit einem Schreiben an das Arbeitsministerium die Beendigung der Teilnahme von Texas an dem Bundesprogramm, mit dem bis September die Arbeitslosenunterstützung ausgedehnt worden war, zum 26. Juni 2021. Es seien fast genauso viele Arbeitsstellen offen in Texas, wie Arbeitslose gemeldet seien.[1027]

18. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem an diesem Dienstag veröffentlichten Morbidity and Mortality Weekly Report der CDC bestanden erhebliche Unterschiede in den Impfraten von ländlichen und urbanen Countys. In städtischen Countys waren bis zum 10. April 2021 durchschnittlich 45,7 % der Erwachsenen geimpft, in ländlichen Countys nur 38,9 %. In den ländlichen Gebieten, in denen knapp ein Fünftel der US-Bevölkerung lebte, war seit dem September 2020 die Zahl der Infektionen im Verhältnis zur Bevölkerung auch höher, als in Städten.[1031] Die Studie wurde veröffentlicht, als andere Untersuchungen auf eine deutlich höhere Impfskepsis von etwa 30 % in ländlichen Gebieten indizierten. CDC-Direktorin Rochelle Walensky sprach den Report in der morgendlichen Pressekonferenz an. Sie sagte, dass die Regierung alles unternehme, dass jeder Zugang zu Impfungen habe, unabhängig davon, ob man in einer Stadt oder auf dem Lande lebe.[1032] Walensky merkte in der Pressekonferenz auch an, dass Montag eine Wegmarke mit einem Impfgrad von 60 % der erwachsenen Bevölkerung und 4,1 Millionen geimpften Jugendlichen zwischen 12 und 16 erreicht sei. Die Beraterin des Covid-19 Response Teams Marcella Nunez-Smith, wies auch darauf hin, dass die Impfrate bei Minderheiten zugenommen habe. In den letzten zwei Wochen seien 51 % der Impfungen an Angehörige der Minderheiten gegeben worden, obwohl diese nur etwa 40 % der Bevölkerung ausmachten.[1033] Die Impfraten variierten zwischen Bundesstaaten. Während in den sieben Bundesstaaten Connecticut, Hawaii, Maine, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, und Vermont über 70 % der Erwachsenen geimpft waren, waren dies unter 50 % in den zehn Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Georgia, Idaho, Louisiana, Mississippi, South Carolina, Tennessee, West Virginia, und Wyoming.[1034]

Nachdem der Senat am 22. April dem COVID-19 Hate Crimes Act zugestimmt hatte, stimmte nun auch das Repräsentantenhaus mit 364 zu 62 Stimmen für dieses Gesetz.[1035] (Fortsetzung: 20. Mai 2021)

Im Repräsentantenhaus brachen mehrere Abgeordnete der oppositionellen Republikaner gezielt die nach der Geschäftsordnung geltende Maskenpflicht während einer Sitzung. Organisiert worden war der Protest durch den Abgeordneten Thomas Massie.[1036] Gegen die Abgeordneten Brian Mast, Mariannette Miller-Meeks, und Beth Van Duyne wurde wegen wiederholter Verletzung der Pflicht ein Bußgeld verhängt, gegen sieben weitere Verwarnungen ausgesprochen.[1037] Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene postete einen Tag später ein Video von sich beim Schreddern der Verwarnung. Sie erklärte, dass man nicht diskriminieren könne nach Impfstatus.[1038] (Fortsetzung: 20. Mai 2021)

  • Illinois: Die Bürgermeisterin von Chicago Lori Lightfoot teilte auf Twitter mit, dass das Lollapalooza- Festival 2021 mit voller Kapazität vom 29. Juli bis zum 1. August stattfinden werde, nachdem es 2020 abgesagt werden musste. Teilnehmer und Zuschauer müssten einen Impfnachweis oder einen kürzlichen negativen COVID-19-Test vorlegen.[1039]
  • Nevada: Der republikanische Kandidat für die Gouverneurswahl 2022 und Bürgermeister von North Las Vegas John Lee teilte mit, dass bei ihm COVID-19 diagnostiziert worden sei, laut seiner Mitteilung war er nicht geimpft. Lee hatte am Tag zuvor seine Kampagne angekündigt. Er war erst kürzlich aus der Demokratischen Partei ausgetreten, da diese laut Lee zum Sozialismus strebe und Cancel Culture betreibe.[1040]
  • New Jersey: Gouverneur Phil Murphy verlängerte die Anordnungen zu Fernunterricht nicht, und erklärte, dass der Bundesstaat ab dem kommenden Schuljahr zum Präsenzunterricht zurückkehren werde.[1041]
  • Oregon: Der Bundesstaat änderte seine Regelungen zum Maskentragen. Gesichtsmasken mussten nun im Freien nicht mehr getragen werden. In öffentlich zugänglichen Innenräumen konnten vollständig geimpfte Personen auf eine Maske verzichten, sie mussten aber gegebenenfalls einen Impfnachweise vorzeigen können.[1042]
  • Texas: Gouverneur Greg Abbott untersagte es per Executive Order allen staatlichen Behörden eine Maskenpflicht durchzusetzen. Diese Anordnung sollte ab Freitag dem 21. Mai 2021 in Kraft treten. In Schulen sollte erst ab dem 4. Juni 2021 keine Maskenpflicht bestehen dürfen. Ausgenommen waren nur Justizvollzugsanstalten und Pflegeeinrichtungen des Staates. Abbott erklärte, dass man den Virus mit breit verfügbaren Impfstoffen, mit Arzneimitteln, und von Texanern getroffenen Vorkehrungen in Schach halte. Texas müsse Texanern keine Vorsichtsmaßnahmen vorschreiben.[1043]

19. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Pressekonferenz des Weißen Hauses am Mittwochmorgen teilte der COVID-19-Berater der Regierung Andy Slavitt mit, dass zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in allen fünfzig Bundesstaaten die Zahlen zurückgingen. Man sei dabei den Krieg gegen den Virus zu gewinnen, aber man bräuchte die Bürger (You), um ihn zu Ende zu bringen. CDC-Direktorin Rochelle Walensky erklärte, dass es entscheidend sei die Impfungen gleichmäßig im ganzen Land weiterzuführen. Dafür sei es wichtig auf die Bürger zuzugehen und auf ihre Bedenken zu hören.[1044] Die Anzahl an Neuinfektionen lag nun im Wochendurchschnitt bei etwa 30.000 COVID-19-Fällen pro Tag, 20 % weniger, als in der Vorwoche.[1045]

Gegenüber dem Podcast von Axios merkte Anthony Fauci an, dass die am 13. Mai geänderte Maskenrichtlinie der CDC von der Öffentlichkeit falsch verstanden würde. Die Richtlinie würde so verstanden, dass man keine Masken mehr bräuchte. Das sage sie aber nicht. Sie besage, dass Geimpfte sich sicher fühlen könnten.[1046] Er meinte ferner, dass Geimpfte etwa nach einem Jahr eine Auffrischung ihrer SARS-CoV-2-Impfung brauchen würden.[1047]

Die Food and Drug Administration (FDA) genehmigte die Lagerung des Impfstoffes von Pfizer außerhalb von Ultratiefkühlschränken bei Temperaturen von 2°C bis 8°C beziehungsweise 35°F bis 46°F für einen Zeitraum von einem Monat.[1048]

Die Europäische Union einigte sich vollgeimpfte Personen als Touristen einzulassen. Die in den Vereinigten Staaten zugelassenen Impfstoffe von Johnson & Johnson, Moderna, und Pfizer gehörten zu den von der EU hierzu anerkannten Impfstoffen.[1049] Die Impfung musste hierzu dokumentiert und nachgewiesen sein. Die Einreise für US-Bürger war damit erstmals seit dem März 2020 wieder möglich.[1050]

Mit der Uraufführung des Films Cruella von Disney im El Capitan Theatre in Hollywood fand die erste Galapremiere eines Kinofilms seit Ausbruch der Pandemie statt. Es galten noch Coronabeschränkungen, weshalb Journalisten nicht im Kino während der Aufführung zugelassen waren. Aber es gab wieder einen roten Teppich, auf dem Stars des Films wie Emma Stone sich präsentierten.[1051]

  • Connecticut: Das Connecticut Department of Public Health veröffentlichte neue Richtlinien zum Maskentragen in Connecticut. Danach müssen nichtgeimpfte Personen in Innenräumen weiter Maskentragen. Geimpfte müssen in Pflegeeinrichtungen, Schulen, Einrichtungen des Personenverkehrs, in öffentlichen Verkehrsmitteln und falls ein öffentlicher oder privater Hausherr es verlangt Gesichtsbedeckungen tragen. Geimpfte mussten sich ferner nicht mehr in Quarantäne begeben nach Reisen oder Kontakten mit Infizierten, solange sie keine Symptome zeigten.[1052]

20. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An diesem Freitag fiel die Zahl der COVID-19-Neufälle in den Vereinigten Staaten auf 27.815 im Siebentage-Durchschnitt, der niedrigste Wert seit dem 22. Juni 2020.[1053]

Präsident Biden unterzeichnete die am 18. Mai vom Repräsentantenhaus verabschiedete COVID-19 Hate Crime Bill. Das Gesetz war wegen der während der Pandemie gestiegenen Angriffe auf asiatische Amerikaner verfasst worden. Eingeleitet wurde die Zeremonie durch eine Ansprache der ersten asiatischstämmigen Vizepräsidentin Kamala Harris.[1054]

Der wöchentliche Bericht des Arbeitsministeriums wies mit 444.000 den niedrigsten Wert an Arbeitslosenanträgen seit dem 14. März 2020 aus. Prognostiziert worden war eine Zahl von 452.000 Neuanträgen. Fortlaufende Anträge hatten leicht um 111.000 auf 3,75 Millionen zugenommen. Die Anzahl der Bezieher von Ausgleichsleistungen sank um 900.000 auf knapp unter 16 Millionen.[1055]

Während einer von Bloomberg Businessweek veranstalteten Online-Konferenz machte Anthony Fauci Anmerkungen zu Impfnachweisen. Er wies darauf hin, dass Hochschulen bereits den Nachweis von Impfungen von ihren Studenten forderten. Er erwarte, dass auch Fluggesellschaften und Kreuzfahrt-Reedereien solche Nachweise von ihren Passagieren verlangen werden würden. Private Unternehmen würden von Kunden Impfnachweise verlangen, auch ohne, dass von der Bundesregierung Impfpässe vorgeschrieben würden.[1056]

Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene äußerte sich auf dem Sender Real America’s Voice zur Maskenpflicht im Repräsentantenhaus. Sie nannte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, verrückt. Sie erklärte, dass die Regelung sie an eine Zeit in Deutschland erinnere, als Leute gezwungen wurden einen goldenen Stern zu tragen und dann in Gaskammern transportiert wurden. Am folgenden Tag sollte sie auf Kritik gegen diesen Vergleich erklären, dass rationale Juden ihr Recht geben würden.[1057] Das American Jewish Committee hatte die Abgeordnete scharf verurteilt.[1058] In den folgenden Tagen verurteilten Politiker beider Parteien ihre Äußerungen.[1059]

Die Chinese Americans Civil Rights Coalition (CARC) reichte gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump Klage vor einem Bundesgericht in New York ein. Die Klägerin warf dem Beklagten vor, wiederholt SARS-CoV-2 als „China Virus“ bezeichnet zu haben und damit Angriffe gegen chinesischstämmige Amerikaner verursacht zu haben.[1060][1061]

  • Hawaii: Der Honolulu Star-Advertiser veröffentlichte einen Artikel über eine Kirche in Kaimuki auf Oʻahu. In der Kirche war es ab dem 4. April seit dem Ostergottesdienst zu einem Ausbruch gekommen. Pastoren und Gemeindemitglieder hatten die Ansteckungskette zur Kirche unter der Decke gehalten.[1062]
  • Iowa: Gouverneurin Kim Reynolds fertigte ein Gesetz aus, mit dem es Schulen und lokalen Behörden untersagt wurde das Tragen von Masken von Schülern zu verlangen. Die Gouverneurin erklärte das Gesetz zu einem Sieg persönlicher Freiheit. Iowa würde Eltern die Kontrolle über Bildungs- und Gesundheitsfragen zurückgeben.[1063] (Fortsetzung: 3. September 2021, 13. September 2021)
  • Maryland: Wie zuvor in Ohio wurde von Gouverneur Hogan auch für eine Lotterie unter Frischgeimpften stattfinden. Täglich sollte ein geimpfter Marylander ausgelost werden, der dann $ 40.000 erhalten sollte.[1064]
  • Michigan: Bei einer Pressekonferenz auf einem Baseballfeld in Midland kündigte Gouverneurin Gretchen Whitmer an, dass ab 1. Juni Begrenzungen für Ansammlungen im Freien aufgehoben würden, Kapazitätsgrenzen in Innenräumen auf 50 % angehoben würden, und die Sperrstunde ab 23:00 Uhr aufgehoben würde. Ab 1. Juli würde voraussichtlich auch die Maskenpflicht entfallen.[1065]
  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo kündigte an, dass wie Ohio auch New York eine Lotterie veranstalte. Wer sich von Montag dem 24. Mai bis Freitag den 28. Mai impfen lasse könne $ 5 Millionen gewinnen.[1064]
  • Rhode Island: Gouverneur Dan McKee kündigte an diesem Donnerstag an, dass Gotteshäuser, Geschäfte, Büros, und Sportstudios ab Freitag wieder ohne Beschränkungen tätig sein dürften.[1066]

21. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weiße Haus kündigte eine Zusammenarbeit mit Singlebörsen wie Tinder, OkCupid, Bumble, und anderen an. Es sollten SARS-CoV-2-Impfungen beworben werden. Der Corona-Berater des Präsidenten Andy Slavitt merkte an, man habe etwas gefunden, was alle attraktiver mache: Impfungen. Die Singlebörsen wollten Suchfunktionen nach Impfstatus, Auszeichnungen oder sonstige Funktionen anbieten.[1067][1068] Die Aktion wurde angekündigt, als die Vereinigten Staaten im Wochendurchschnitt täglich 1,8 Millionen Impfspritzen verabreicht wurden, 48 % weniger, als zum Höhepunkt in der Mitte des Vormonats.[1069]

Das CDC veröffentlichte eine an 169 Schulen vom Kindergarten bis zur Fünften Klasse in Georgia durchgeführte Studie. Demnach waren COVID-19-Ansteckungen an Schulen, wo Mitarbeiter und Lehrer Masken zu tragen hatten um 37 % geringer.[1070]

Gegenüber Shepard Smith auf CNBC äußerte sich der Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases und medizinische Berater des Präsidenten Anthony Fauci. Fauci hielt es für möglich, dass bis zum 4. Juli 2021 das Ziel des Präsidenten erreichbar sei, dass 70 % der erwachsenen Bevölkerung geimpft sei. Er hielt es auch für möglich, dass im Sommer oder Herbst Middle und High Schools ohne Masken seien, wenn es gelänge die Schüler zu impfen. Da lokale und bundesstaatliche Behörden entschieden, erwarte er einen Flickenteppich dabei.[1071]

  • Delaware: Der Bundesstaat meldete den ersten Fall einer Infektion mit der SARS-CoV-2-Variante Delta B.1.617.2, der sogenannten „indischen Variante“.[1072]
  • Kalifornien: Die Gesundheitsbehörden des Westküstenstaates teilten mit, dass ab dem 15. Juni 2021 fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben werden würden. Lediglich die Maskierungspflicht für Ungeimpfte und ansonsten unter bestimmten Umständen sollte beibehalten werden. Geimpfte hatten im öffentlichen Personenverkehr und Pflegeeinrichtungen Masken zu tragen, sowie bei Großveranstaltungen in Hallen mit über 5.000 Personen. Bei vergleichbaren Großveranstaltungen unter freiem Himmel wurde nachdrücklich empfohlen Masken zu tragen. Bestehende Kapazitätsgrenzen wurden aufgehoben, dass Farbsystem mit dem Countys seit August 2020 in Risikogebiete eingestuft wurden, sollte auslaufen.[1073]
  • Oregon: Gouverneurin Kate Brown kündigte das Programm Take Your Shot Oregon an, eine Lotterie. Jeder Erwachsene, der bis zum 28. Juni 2021 geimpft sein sollte, hatte die Möglichkeit eine Million Dollar zu gewinnen. Zusätzlich sollte in jedem County ein Preis von je $ 10.000 ausgeschüttet werden. Unter geimpften 12- bis 18-Jährigen sollten fünf Hochschulstipendien ausgelost werden. Gouverneurin Brown erklärte, dass nur noch 250.000 Einwohner Oregons geimpft werden müssten, um das benachbarte Kalifornien bei der Wiederöffnung zu schlagen.[1074]

22. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michigan: Gouverneurin Gretchen Whitmer traf sich mit Bekannten in einer Gaststätte in East Lansing. Dabei wurden verschiedene von Whitmer erlassene COVID-19-Vorschriften verletzt, etwa Abstandsvorschriften, Maskenpflicht und Sperrstunde. Bilder von dem Treffen begannen kurz darauf auf sozialen Medien zu zirkulieren. Die Gouverneurin entschuldigte sich einen Tag später.[1075]

23. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigten dass in 25 der 50 Bundesstaaten nun über die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung geimpft seien. Dies betraf die Bundesstaaten Alaska, Colorado, Connecticut, Delaware, Hawaii, Iowa, Kalifornien, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Dakota, Vermont, Virginia, Washington, und Wisconsin. Insgesamt waren nun 49,6 % der erwachsenen Bevölkerung, beziehungsweise über 39 % der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. 61,3 % der Erwachsenen in den Vereinigten Staaten oder 49 % der Gesamtbevölkerung hatten zumindest ihre erste Impfdosis erhalten. Die Fallzahlen gingen weiter zurück. Die Vereinigten Staaten hatten in dieser Woche im Durchschnitt täglich 25.000 Neufälle und 540 Todesfälle verzeichnet.[1076]

Wegen der zahlreichen im zweiten Jahr in Folge abgesagten High School Abschlussfeiern sendete CNN an diesem Sonntag die Sendung „Graduation 2021: A CNN Special Event“. Neben zahlreichen Prominenten sprach Vizepräsidentin Kamala Harris. Sie sagte unter anderem:

„You now know, that you have what it takes to get through pretty much anything. So when you come up against an obstacle, when you experience a setback -- and you will, we all do -- remember the resilience that you showed this past year. The determination. Remember, that you have the strength to get through anything.[1077]

(Ihr wisst jetzt, dass ihr alles habt, um ziemlich alles zu überwinden. Wenn ihr auf ein Hindernis stoßt oder einen Rückschlag erlebt -- und ihr werdet, wir alle erleben das -- erinnert euch an die Zähigkeit, die ihr dieses letzte Jahr gezeigt habt. Die Entschlossenheit. Erinnert , dass ihr die Kraft habt alles durchzustehen.)

Das Wall Street Journal berichtete über einen Geheimdienstbericht aus der Endzeit der Trump-Regierung. Laut dem Bericht seien drei Mitarbeiter des Virologischen Instituts in Wuhan mit Symptomen wie bei COVID-19 oder jahreszeittypischer Erkrankungen im November 2019 in ein Krankenhaus eingeliefert worden.[1078]

In einer Radiosendung erklärte Senator Rand Paul aus Kentucky, dass er sich nicht impfen lassen werde. Er sei an COVID-19 erkrankt gewesen und weise eine natürliche Immunität auf. Im übrigen müsse es in einer freien Gesellschaft jedem überlassen bleiben sich impfen zu lassen.[1079]

Im Microsoft Theater in Los Angeles fand die Show zur Verleihung der Billboard Music Awards vor einem Publikum von über 500 Zuschauern statt, die Preisverleihungsshow mit den bis dahin meisten Zuschauern in der Pandemie. Durch den Abend führte Nick Jonas.[1080] Mit sieben Preisen galt The Weeknd als Gewinner des Abends.[1081]

24. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Leiter der FDA Scott Gottlieb erzählte an diesem Montag auf CNBC, dass es zunehmende Hinweise auf einen Ursprung des SARS-CoV-2-Virus in einem Labor gebe. Er nahm zum einen Bezug auf einen am Sonntag bekannt gewordenen Geheimdienstbericht, nach dem Labormitarbeiter in Wuhan bereits im November 2019 Symptome ähnlich zu COVID-19 gezeigt hätten. Zum anderen erklärte er, dass es verständlich war zunächst von einem tierischen Ursprung auszugehen, dies sei wahrscheinlicher. Allerdings sei trotz intensiver Suche kein ursprünglicher Wirt gefunden worden.[1082] Im New York Magazine wurde die Theorie des Laborursprungs zwar als noch nicht bewiesen, aber ähnlich plausibel beschrieben, wie ein natürlicher Ursprung. Die liberalen Medien wurden dabei dafür kritisiert, die Labortheorie abgetan zu haben.[1083] Der ehemalige Außenminister und CIA-Chef Mike Pompeo erklärte auf Fox News, dass er fest vom Ursprung im Labor ausgehe. Es sei empörend, dass Wissenschaftler, auch Regierungswissenschaftler, einschließlich Fauci, einem natürlichen Ursprung den Vorzug gegeben haben.[1084] Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte in einer Pressekonferenz, dass die Regierung auf eine internationale Untersuchung dränge. Sie warnte vor voreiligen Schlüssen, es stünden nicht genug Daten zur Verfügung.[1085]

  • Alabama: Das am 17. Mai 2021 beschlossene Gesetz, mit dem es staatlichen Stellen und Unternehmen untersagt wurde einen Impfnachweis zu verlangen, trat in Kraft, nachdem Gouverneurin Kay Ivey es ausgefertigt hatte.[1086]
  • Florida: Das Florida Department of Economic Opportunity teilte mit, dass zum 26. Juni 2021 Florida aus dem Bundesprogramm zur Zahlung zusätzlicher Arbeitslosenunterstützung aussteige. Florida war der dreiundzwanzigste republikanisch regierte Bundesstaat, der das Programm beendete. Im Gegensatz zu anderen Bundesstaaten wurden in Florida die pandemiebedingten Bundesprogramme für beschäftigungslose Selbstständige und Gelegenheitsarbeitern aber nicht beendet.[1087]
Gouverneur Ron DeSantis fertigte ein Gesetz Floridas aus, mit dem es Betreibern von sozialen Medien, unter Androhung von Geldbußen, untersagt wurde, Politiker zu sperren. Er begründete dies mit einem angeblichen „Rat von Zensoren“ (Council of Censors) im Silicon Valley, der eine offene Debatte über Lockdowns und die Ursprünge des Coronavirus verhindere. Kritiker hielten dieses Gesetz für verfassungswidrig.[1088]
  • Kalifornien: Der Superintendent des nach New York zweitgrößten Schulbezirks, des von Los Angeles, Austin Beutner, kündigte an, dass die Schüler im Herbst zum neuen Schuljahr in den Präsenzunterricht an allen Schultagen zurückkehren würden.[1089]
  • Michigan: Gouverneurin Whitmer hob Einschränkungen am Arbeitsplatz teilweise auf. Vollgeimpfte Personen brauchten am Arbeitsplatz keine Gesichtsbedeckungen mehr zu tragen und mussten nicht mehr Abstand halten. Telearbeit war nicht mehr angeordnet.[1090]
  • Nebraska: Gouverneur Pete Ricketts pries eine Rückkehr zur Normalität und hob Coronabeschränkungen auf. Es wurde Behörden untersagt, von Bürgern das Tragen von Masken in Regierungsgebäuden zu verlangen. Telearbeiter sollten zurückkehren zu ihrem Arbeitsplatz. Ricketts beendete die Teilnahme Nebraskas an der Auszahlung von $ 300 an Arbeitslosenunterstützung. Er begründete dies damit, dass diese Zahlungen Leute vom Arbeiten abschrecken würde.[1091]
  • New Jersey: Mit Wirkung zum Freitag beendete Gouverneur Phil Murphy die Pflicht Masken zu tragen und Abstand zu halten. Ausgenommen wurden medizinische Einrichtungen, Schulen, Gefängnisse und der öffentliche Personenverkehr.[1092]
  • New York: Bill de Blasio, der Bürgermeister von New York City, kündigte in der Sendung Morning Joe auf MSNBC an, dass die Schulen in der Stadt im kommenden Schuljahr im Herbst wieder vollständig auf Präsenzunterricht umgestellt würden.[1093]
  • Tennessee: Eine Impfgegnerin wurde im Blount County verhaftet, nachdem sie mit ihrem Auto mit hoher Geschwindigkeit in ein Zelt gefahren war, in dem COVID-19-Impfungen durchgeführt wurden. Keine der sieben Personen im Zelt kam zu Schaden.[1094]
  • Wisconsin: William Patrick Callahan, der Bischof von La Crosse, entließ einen Priester, der unter anderem gegen Impfstoffe gepredigt und COVID-19 von der Kanzel als Erfindung (Hoax) bezeichnet hatte. Der Priester kündigte an nach dem Kirchenrecht gegen die Entscheidung vorzugehen und bezeichnete die Entscheidung in einer Predigt als „Cancel Culture“.[1095]

25. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pressekonferenz des COVID-19 Response Team des Weißen Hauses erklärte der COVID-19-Berater des Präsidenten, dass man dem Ursprung des SARS-COV-2-Virus auf den Grund gehen müsse. China sei nicht vollständig transparent. Man brauche die Hilfe der Weltgesundheitsorganisation für eine vollständige internationale Untersuchung. Im Augenblick habe man das nicht. Anthony Fauci äußerte in der Pressekonferenz, dass ein natürlicher Ursprung des Virus wahrscheinlicher sei, man könne aber nicht zu hundert Prozent sicher sein. Es sei absolut notwendig dies zu untersuchen.[1096] CDC-Direktorin Rochelle Walensky warnte in der Pressekonferenz mit Blick auf den Memorial Day am 31. Mai, dass sich für Ungeimpfte die Richtlinien nicht geändert hätten. Diese müssten weiterhin Masken tragen und Vorkehrungen treffen, da sie noch immer infiziert werden könnten.[1097]

Der Senat beschloss einstimmig einen von Senatorin Joni Ernst eingebrachten Anhang zu einem Gesetz zur Förderung der Forschung in den USA. Der Anhang untersagte jedwede US-Finanzierung von Forschung am Virologischen Institut in Wuhan. Der Senat stimmte auch für die Zulassung eines von Senator Rand Paul vorgeschlagenen Anhangs, der Finanzierung von Waffenforschung in China durch US-Stellen untersagte.[1098]

Es war bekannt geworden, dass die Biden-Administration von Mike Pompeo zum Ende der Trump-Ära initiierte Nachforschungen des Außenministeriums, zum Beweis der Laborursprungs-Theorie, beendet hatte. Grund war die befürchtete niedrige Qualität durch Rosinenpickerei.[1099]

Das Weiße Haus meldete gegen Mittag, dass mit etwa 130 Millionen Personen ab 18 Jahren die Hälfte der erwachsenen US-Bevölkerung geimpft sei. Hinzu träten etwa 5 Millionen Impfungen bei Heranwachsenden unter 18. Die Bundesstaaten mit den pro Kopf höchsten Zahlen waren Vermont, Massachusetts, Hawaii, und Connecticut. Die Bundesstaaten mit den niedrigsten Impfraten waren die Südstaaten Mississippi, Alabama, Louisiana, und Arkansas.[1100]

Moderna teilte mit, dass ihr Impfstoff mRNA-1273 sich in einer Studie mit über 3.700 Heranwachsenden als sicher und wirksam bei Zwölf bis Siebzehnjährigen erwiesen habe. Das Unternehmen kündigte an im folgenden Monat die Eilzulassung zur SARS-CoV-2-Impfung bei Heranwachsenden zu beantragen.[1101]

  • Colorado: Gouverneur Jared Polis stellte das Programm Colorado Comeback Cash Vaccine Drive vor. Über vier Wochen sollte jeweils aus der Masse der Geimpften ein Gewinner von $ 1 Million gezogen werden. Gouverneur Polis erklärte, das seien eine Million Dollar direkt in die Tasche. Man könne dafür ein Haus kaufen, Urlaub machen oder sich ein halbes Jahr Auszeit gönnen. Colorado wies zu dem Zeitpunkt eine Impfquote von 59 % aus, die Nachfrage war aber in der letzten Zeit abgeflacht.[1102]
  • Georgia: Mit der Executive Order Prohibition of Covid-19 Vaccine Passports untersagte es Gouverneur Brian Kemp allen Behörden und staatseigenen Betrieben, Nachweise für Impfungen zu verlangen. Er erklärte, er würde jeden ermutigen sich impfen zu lassen. Eine Impfung sei aber eine persönliche Entscheidung zwischen Bürger und medizinischen Dienstleistern, der Staat solle sich da heraus halten.[1103]
  • Louisiana: Gouverneur John Bel Edwards kündigte an, dass Maskenpflichten größtenteils aufgehoben würden. Gesichtsbedeckungen seien noch in medizinischen Einrichtungen, im öffentlichen Personenverkehr und Gefängnissen vorgeschrieben. In öffentlichen Schulen würde mit dem Ende des Schuljahrs die Maskenpflicht auslaufen. Schulen könnten aber weiter zum Tragen von Masken verpflichten.[1104]

26. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Biden teilte an diesem Mittwoch mit, dass er die Geheimdienste der Vereinigten Staaten angewiesen habe einen Bericht zu den Ursprüngen des SARS-CoV-2-Virus innerhalb von 90 Tagen zu erstellen. Er habe seinen Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan bereits im März 2021 mit einer Untersuchung beauftragt gehabt. Dieser Bericht läge mittlerweile vor. Danach gäbe es zwei mögliche Ursprünge, wobei die Mehrheit der Analysten davon ausgingen, dass keine der beiden Theorien derzeit abschließend ausgeschlossen werden könne. Er habe nun weitere Nachforschungen angeordnet. Er habe spezifische zusätzliche Fragen zu China, und zur Rolle nationaler US-Laboratorien gestellt, und angeordnet den Kongress informt zu halten.[1105] (Fortsetzung: 27. August 2021)

Der ehemalige Berater des Präsidenten Trump Peter Navarro trat in Steve Bannons Sendung War Room Pandemic auf. Er äußerte die Theorie, dass Anthony Fauci der Vater des Virus sei. Fauci habe über Dritte Waffenforschung an Viren in Wuhan finanziert. Der SARS-CoV-2-Virus stamme aus dem Labor in Wuhan. Fauci sei ein Soziopath und würde innerhalb von 90 Tagen verschwinden.[1106]

Die Food and Drug Administration genehmigte ein auf monoklonalen Antikörpern beruhendes COVID-19-Medikament von Vir Biotechnology und GlaxoSmithKline.[1107]

Facebook teilte mit, dass es nicht mehr Stellungnahmen von der Plattform entfernen werde, in denen behauptet würde, dass SARS-CoV-2 menschengemacht sei.[1108]

Die National Football League (NFL) hob für geimpfte Spieler fast alle Beschränkungen auf. Ungeimpfte Spieler mussten weiter sich täglich testen lassen, Masken tragen, konnten nicht in der Kantine essen, mussten Kapazitätsgrenzen in Trainingseinrichtungen beachten, und mussten sich weiter in Quarantäne begeben, falls sie engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten.[1109]

  • Florida: CDC genehmigte die ersten Kreuzfahrten. Das Unternehmen Celebrity Cruises, ein Tochterunternehmen von Royal Caribbean, teilte mit, dass Kreuzfahrten des Unternehmens ab dem 26. Juni 2021 von Fort Lauderdale in Florida in die Karibik durch die Bundesregierung genehmigt worden waren. Voraussetzung war, dass 95 % der Schiffsbesatzung und 95 % der Passagiere gegen COVID-19 geimpft seien.[1110] Allerdings untersagten eine Executive Order von Floridas Gouverneur Ron DeSantis und ein kürzlich erlassenes Gesetz des Bundesstaates, dass Unternehmen von Kunden Nachweise des Impfstatus verlangen dürfen, während das Bundesrecht diesen Nachweis voraussetzte.[1111] (Fortsetzung: 28. Mai 2021 und 13. Juli 2021)
  • Kalifornien: Im Rahmen ihrer Wahlkampagne, um Gouverneur Gavin Newsom nach dem durch die Pandemiefolgen befeuerten Recall zu ersetzen, trat Caitlyn Jenner in der Sendung America's Newsroom auf. Sie nannte Newsoms Pläne Stimuluszahlungen an Kalifornier zu senden schamlos und einen Recall-Rabatt. Sie erklärte, dass Newsom natürlich unter dem Druck des Recall den Staat öffne. Die allmähliche Rückkehr zur Normalität würde ihren Wahlkampf erschweren, aber Kalifornier würden laut Jenner nicht vergessen.[1112]
  • Minnesota: Der republikanische Kandidat für die Gouverneurswahl 2022 in Minnesota Scott Jensen trat einer von den America's Frontline Doctors eingereichten Klage und Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz vor einem Bundesgericht bei. Die Klage war darauf gerichtet, Impfungen bei Jugendlichen unter 18 zu unterbinden. Der ehemalige Staats-Senator Jensen begründete seinen Schritt damit, dass die Impfungen angehalten werden sollten, bis eine ordentliche Diskussion möglich sei.[1113]

27. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Joe Biden hielt in Ohio am Cuyahoga Community College in Cleveland eine Ansprache über Wirtschaftspolitik. Er pries das unter ihm ohne republikanische Stimmen verabschiedete Corona-Hilfspaket, den American Rescue Plan. Biden sagte, dass man ein Rekordwirtschaftswachstum und Rekordarbeitsstellenschaffung sehe, es zeige sich, dass sein Plan wirke. Man würde ein neues Paradigma schaffen, dass auch dem Mittelstand und dem kleinen Mann helfe. Parlamentarier, die gegen das Gesetz gestimmt hätten, würden sich nun wegen der Fortschritte in ihren Wahlkreisen rühmen. Er habe eine Liste, wolle aber keinen blamieren. Biden wies konservative Kritik zurück, dass sein Plan Engpässe im Arbeitsmarkt und damit steigende Löhne und damit Inflation verursache. Steigende Einkommen seien kein Versehen, sondern gewollt (they are not a bug, but a feature). Unternehmen hättem gute Profite in der Krise erzielt, das sei gut für sie. Unternehmensprofite seien in den letzten Jahrzehnten gestiegen, Löhne aber auf einem Tiefstpunkt seit siebzig Jahren. Es wäre also Raum für steigende Einkommen.[1114]

Die Centers for Disease Control and Prevention veröffentlichten eine Prognose, nach der die Zahl derzu diesem Zeitpunkt 33 Millionen Infizierten und 593.288 Verstorbenen bis zum 19. Juni 2021 auf 596.000 bis 606.000 Todesopfer ansteigen würden. Infektions- und Sterberaten würden dabei nach dieser Vorhersage weiter abnehmen.[1115]

Es wurden Berichte amerikanischer Ministerien zur Wirtschaftsentwicklung veröffentlicht. Das Wirtschaftsministerium behielt die Prognose eines 6,4-Prozent-Wachstums des Bruttoinlandsproduktes für das Quartal bei. Der Verbraucherpreisindex lag bei 2,5 %. Das Arbeitsministerium meldete 406.000 Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die am 22. Mai endende Woche, ein Rückgang vom wöchentlichen Bericht der Vorwoche. Ökonomen hatten 425.000 Erstanträge vorhergesagt. Auch die Zahl der fortlaufenden Arbeitslosenunterstützungen fiel um 96.000 auf nun 3,64 Millionen Empfänger. Die Gesamtzahl von Empfängern von Ausgleichsleistungen, einschließlich derer aus Pandemie-Programmen, sank auf 15,8 Millionen.[1116]

Die Filme Cruella und A Quiet Place 2 erschienen in den Kinos der Vereinigten Staaten. Die Aufführungen wurden in der Filmbranche als Beginn einer Sommersaison erhofft, die nicht, wie die vorhergehenden 14 Monate, durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt sei. Cruella spielte an diesem Donnerstag $ 1,4 Millionen in 3.892 US-amerikanischen Kinos ein, A Quiet Place $ 4,8 Millionen in 3.000 Lichtspielhäusern.[1117] Über das durch den Feiertag am Montag verlängerte Wochenende spielte A Quiet Place 2 mit Emily Blunt, Noah Jupe und Millicent Simmonds $ 57 Millionen an den Kinokassen ein und setzte damit einen Rekord in der Zeit der Pandemie. Cruella konnte solide $ 26,5 Millionen einspielen.[1118]

  • Idaho: Während sich Gouverneur Brad Little bei einem Treffen der Republican Governors Association in Nashville außerhalb des Bundesstaates aufhielt, erließ die stellvertretende Gouverneurin Janice McGeachin ohne vorherige Rücksprache eine Anordnung in Form einer Executive Order. Mit dieser Anordnung untersagte sie es kommunalen Behörden, Maskenpflichten aufrecht zu erhalten. Sie erklärte, dass sie damit den Bürgern Idahos ihre Freiheit zurückgebe. Die Executive Order werde vom Gouverneur untersucht werden, er habe allerdings nie eine allgemeine Regelung zu Masken erlassen.[1119] Der Gouverneur bezeichnete die Executive Order seiner, bei der nächsten Gouverneurswahl gegen ihn kandidierenden, Stellvertreterin als Tyrannei, Verstoß gegen die Rule of Law und Werbegag in ihrem Wahlkampf. Er hob die Anordnung umgehend auf.[1120]
  • Kalifornien: Der Gouverneur des Goldstaates, Gavin Newsom, stellte eine Impflotterie vor. Es war laut Newsom die größte derartige Lotterie. Es sah drei abgestufte Preiskategorien vor: Der Hauptpreis waren $ 15 Millionen, die unter zehn Gewinnern aufgeteilt würden. Jeder Einwohner Kaliforniens, der sich zu einem beliebigen Zeitpunkt vor der Ziehung impfen ließ, nahm hieran teil. Bei der zweiten Kategorie sollten jeden Freitag 30 in den sieben Tagen zuvor Geimpfte ausgelost werden, die je $ 50.000 erhalten sollten. Als dritte Kategorie wurden in Supermärkten einlösbare Gutscheine zu $ 50 für die nächsten 2 Millionen geimpfte Kalifornier ausgelobt. Newsom betonte während der Vorstellung der Lotterie, dass Kalifornien der Bundesstaat mit den niedrigsten aktuellen Fallzahlen sei.[1121]
  • Massachusetts: Das Bildungsministerium teilte mit, dass alle COVID-19-Einschränkungen für das Schulkjahr 2021/2022 aufgehoben würden. Die Schulen des Bundesstaates würden wieder zu vollem Präsenzunterricht zurückkehren, Fernunterricht würde nicht mehr angeboten werden. Für das laufende Schuljahr wurde eine Maskenpflicht für Schüler bei dem Aufenthalt im Freien aufgehoben.[1122]
  • Minnesota: Gouverneur Tim Walz verkündete ein Programm des Bundesstaates, bei dem die ersten hunderttausend Personen, die sich ab diesem Donnerstag bis zum 30. Juni 2021 impfen ließen, unter Sachpreisen wie kostenlosen Angelscheinen, Eintrittskarten zu Parks des Bundesstaates oder Gutscheinen auswählen konnten.[1123]

28. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vizepräsidentin Kamala Harris hielt als erste Frau die Abschlussrede vor dem Abschlussjahrgang der U.S. Naval Academy. Harris sagte, dass die weltweite Pandemie Entwicklungen beschleunigte, die es zuvor gab, und die Welt in eine neue Ära brachte. Sie änderte auf Dauer die Welt und zeigte, dass die Welt verknüpft sei und zerbrechlich.[1124] Sie fuhr fort:

„Just think: A deadly pandemic can spread throughout the globe in just a matter of months. A gang of hackers can disrupt the fuel supply of a whole seaboard. One country's carbon emissions can threaten the sustainability of the whole Earth. This, midshipmen, is the era we're in.[1124]

(Denkt nach: Eine tödliche Pandemie kann sich in ein paar Monaten über die Weltkugel ausbreiten. Eine Bande von Hackern kann den Treibstoffnachschub einer ganzen Küste unterbrechen. Die Kohlendioxidemissionen eines Landes können die Nachhaltigkeit der gesamten Erde gefährden. Dies, Seekadetten, ist das Zeitalter in dem wir sind)

Sie erklärte, dass dies die Gefahren seien, gegen die sie alle die Vereinigten Staaten schützen müssten.[1124]

Die republikanischen Senatoren Ted Cruz aus Texas, Mike Braun aus Indiana, und Cynthia Lummis aus Wyoming brachten einen Gesetzentwurf ein, der es Bundesbehörden untersagen sollte Impfnachweise für SARS-CoV-2-Impfungen zu schaffen oder mit Dritten Stellen zusammenzuarbeiten bei deren Erstellung von solchen Nachweisen. In den zehn Bundesstaaten Alabama, Arizona, Florida, Idaho, Indiana, Montana, South Carolina, Texas, Utah, und Wyoming gab es an diesem Freitag bereits vergleichbare Regelungen.[1125]

Der ehemalige Leiter der FDA Scott Gottlieb sagte auf CNBC, dass es zu früh sei die Mission für beendet zu erklären. Man könne aber wegen der niedrigen COVID-19-Zahlen einen Etappensieg erklären. Man habe sich die Atempause verschafft, um den Sommer zu genießen. Die Risiken würden wieder im Herbst oder Winter steigen, zum Teil auch wegen dann neuer SARS-CoV-2-Varianten. Es sei jetzt wichtig ein Überwachungssystem aufzubauen, um neue Varianten frühzeitig erkennen zu können.[1126]

Die Equal Employment Opportunity Commission veröffentlichte rechtliche Hinweise. Danach sei es vernünftig und damit bundesrechtlich zulässig, wenn Arbeitgeber von ihren Arbeitnehmern Impfungen während einer Pandemie verlangen würden.[1127]

Der Minister für Innere Sicherheit Alejandro Mayorkas erklärte, dass die Regierung die Möglichkeit untersuche Impfnacheweise (vaccine passports) für internationale Reisen von und in die Vereinigten Staaten auszustellen. Gedacht sei an Möglichkeiten Impfungen mit Mobiltelefonen nachzuweisen.[1128] Nachdem der Minister dies am Morgen auf ABC News geäußert hatte, stellte das Ministerium klar, dass der Minister nicht über eine Pflicht gesprochen habe, einen solchen Nachweis mit sich zu führen, oder eine Datenbank der Bundesregierung. Es sei ausschließlich um internationale Reisen gegangen.[1129]

Noch kurz vor den Sommerferien aktualisierten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ihre Richtlinie über Ferienlager. Anlass war unter anderem, dass mittlerweile auf Zwölfjährige sich impfen lassen konnten. Geimpfte Teilnehmer konnten nach diesen neuen Richtlinien auf Masken verzichten, auch wenn ihnen geraten wurde sie in Innenräumen und großen Menschenansammlungen weiter zu tragen. Ungeimpfte konnten bei den meisten Aktivitäten im Freien auf die Gesichtsbedeckungen verzichten, mussten sie in Innenräumen und in Menschenmengen aber aufsetzen.[1130]

Wegen der Verbreitung der Varianten P.1 und B.1.351 wurden die Auslieferung des Medikamentencocktails aus Etesevimab und Bamlanivimab von Eli Lilly in den Bundesstaaten Arizona, Florida, Illinois, Indiana, Kalifornien, Massachusetts, Oregon, und Washington einstweilen durch Bundesbehörden für unbestimmte Zeit ausgesetzt. Grund war die geringere Wirksamkeit dieser Antikörper-Therapie gegen diese Varianten.[1131]

  • Florida: Nach der Entscheidung der CDC vom 26. Mai 2021 die Kreuzfahrt von Florida, mit der Auflage von weitestgehender Impfung von Crew und Passagieren, zuzulassen, nahm Gouverneur Ron DeSantis Stellung. Einen Nachweis von Impfungen zuzulassen würde gegen das von ihm am 3. Mai 2021 ausgefertigte Gesetz und seine Executive Order vom 2. April 2021 verstoßen. Er werde dieses Gesetz durchsetzen. Es würde keinen Sinn haben, ein Gesetz zu erlassen und es dann nicht durchzusetzen.[1132]
Der Generalinspektor des Staates Florida erkannte der im Mai 2020 gefeuerten Computerspezialistin Rebekah Jones den Status einer Whistleblowerin zu. Sie war entlassen worden, nachdem sie öffentlich behauptet hatte, dass Vorgesetzte sie gedrängt hätten die öffentlichen COVID-19-Daten zu manipulieren. Am 7. Dezember 2020 war es bereits zu einer Hausdurchsuchung bei ihr gekommen und am 17. Januar 2021 war ein Haftbefehl gegen Jones bekannt geworden.[1133]
  • Kalifornien: Seeleuten auf die Häfen von Long Beach und Los Angeles anlaufenden Schiffen wurden Impfungen mit dem Vakzin Ad26.COV2.S von Johnson & Johnson angeboten.[1134]
  • North Carolina: Ein Mitglied des Rates des Henderson County, ihre Schwiegertochter und Freedom Matters NC reichten Klage gegen Gouverneur Roy Cooper ein. Die Kläger wandten sich gegen die seit dem 10. März 2020 bestehende Notstandserklärung und insbesondere die Maskenpflicht in Schulen.[1135]
  • Texas: 117 Angestellte der Krankenhausgruppe Houston Methodist legten vor einem Gericht im Montgomery County eine Klage gegen ihren Arbeitgeber ein. Houston Methodist hatte von den etwa 26.000 Beschäftigten verlangt, sich spätestens zum 7. Juni 2021 gegen COVID-19 impfen zu lassen. Die Kläger behaupteten, dass es sich um experimentelle Impfstoffe handele. Das Verlangen der Beklagten wäre ein Verstoß gegen den Nürnberger Kodex. Die Angestellten würden als Versuchskaninchen zur Profitmaximierung behandelt.[1136]

29. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Washington Post veröffentlichte an diesem Sonnabend eine Analyse der COVID-19-Zahlen bei ungeimpften US-Amerikanern. Während die Gesamtzahlen bei dr US-Bevölkerung insgesamt zurückgegangen waren und 40,5 % der Bevölkerung vollständig geimpft war, beziehungsweise 51 % aller Erwachsenen, waren die Fallzahlen bei Ungeimpften vergleichbar mit denen am Ende des Dezembers 2020. Die Hospitalisierungen entsprachen nach dieser Analyse den Werten der Gesamtbevölkerung vor drei Monaten, und die Sterberate den Werten von vor zwei Monaten. Die Zahlen wurden unter anderem darauf zurückgeführt, dass Ungeimpfte den Eindruck hätten nun auch keine Gesichtsmasken mehr tragen zu brauchen.[1137]

30. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autorennen Indianapolis 500 fand an diesem Sonntag vor etwa 135.000 Zuschauern statt. Helio Castroneves konnte das Rennen für sich entscheiden.[1138]

31. Mai 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Memorial Day stellte für viele US-Amerikaner der erste Feiertag seit Beginn der Pandemie dar, zu dem keine Masken mehr getragen werden mussten. Der Flugverkehr vor diesem Feiertag hatte stark zugenommen, 7 Millionen Flugpassagiere hatten von Donnerstag bis Sonntag die Flughäfen passiert. Da aber erst 40 % der Gesamtbevölkerung geimpft waren, war gewarnt worden, dass es unter Ungeimpften immer noch zu Ausbrüchen kommen könne.[1139]Fast alle Bundesstaaten fanden sich i. einer mittleren Gefahrenschwelle, nur Colorado, Florida, Washington, und Wyoming galten noch als Corona-Hochrisikogebiete.[1140]Der Leiter des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) Anthony Fauci gab dem Guardian ein Interview, in dem er erklärte, man solle nicht zu früh einen Sieg feiern. Aber je mehr Menschen in der Gesellschaft geimpft würden, umso sicherer werde es in der Gesellschaft. Solange das Virus nur irgendwo in der Welt aktiv sei, bestünde jedoch die Gefahr neuer Virusvarianten, die dem Impfschutz unterlaufen könnten. Man verhandele auf unterschiedlichen Ebenen, wie man Vakzine produzieren und an ärmere Länder senden könne.[1141]

Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden im Juni außerhalb des Agrarsektors im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung 850.000 statt prognostizierten 706.000 Arbeitsstellen geschaffen. Der Arbeitsmarkt wuchs dabei im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % und im Vergleich zum Juni 2020 um 3,6 %. Während die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 0,9 % zurückging, stieg die Arbeitslosenquote im Juni von 5,6 % auf 5,9 %.[1142] Laut im August veröffentlichten Zahlen gab es Ende Juni 10,1 Millionen unbesetzte Stellen.[1143]

1. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Washington Post hatte aufgrund des Freedom of Information Act (FOIA) 866 Seiten von Anthony Faucis E-Mails zur COVID-19-Pandemie aus den Monaten März 2020 und April 2020 erhalten. Der E-Mail-Austausch erfolgte mit einer Vielzahl von Korrespondenzpartnern, unter anderem des Stabes des damaligen Vizepräsidenten Mike Pence, Abgeordneten im US-Kongress, der Spielergewerkschaft der National Football League, der Bill and Melinda Gates Foundation, italienischen Journalisten und chinesischen Wissenschaftlern. Fauci kritisierte auch in diesen E-Mails den damaligen Präsidenten Donald Trump nicht direkt.[1144]

Moderna teilte mit, dass es als zweites Unternehmen nach Pfizers Antrag vom 7. Mai einen Antrag auf die vollständige Zulassung ihres Impfstoffes mRNA-1273 bei der Food and Drug Administration (FDA) gestellt habe. Es sei auch beantragt die Zulassungsprüfung zu beschleunigen, damit die Zulassung in einem halben Jahr erfolgen könne. Moderna hatte seit dem 17. Dezember 2020 eine Eilzulassung.[1145]

Eine in der Online-Ausgabe des Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie[1146] von Wissenschaftlern der University of North Carolina at Chapel Hill kam am Beispiel North Carolinas zum Schluss, dass die Aufgabe von nichtpharmazeutischen Maßnahmen wie Gesichtsmasken, Distanzen, oder Schulschließungen, auch bei hohen Impfquoten zu einem erheblichen Anstieg von Fällen, Hospitalisierungen und Todesopfern führen würde.[1147]

  • Maryland: Gouverneur Larry Hogan teilte mit, dass sich sein Bundesstaat ab dem 3. Juli 2021 als 25. Bundesstaat nicht mehr an der Auszahlung von zusätzlichen $ 300 Arbeitslosenunterstützung beteilige. Er erklärte, dass Maryland das von Präsident Biden gesetzte Ziel erreicht und 70 % der erwachsenen Bevölkerung geimpft habe. Die zusätzliche Unterstützung sei eine wichtige Übergangshilfe gewesen. Nach dreizehn Wochen ununterbrochenen Wachstums sei es an der Zeit Maryländer wieder zur Arbeit zu bringen.[1148] (Fortsetzung: 13. Juli 2021)
  • New York: Die erste Theater-Premiere vor vollem Publikum, seitdem die Bühnen am Broadway am 12. März 2020 wegen der COVID-19-Pandemie schließen mussten, wurde für den 4. August 2021 angekündigt. Das Stück Pass Over von Antoinette Chinonye Nwandu sollte im August Wilson Theater uraufgeführt werden.[1149]
  • Texas: 117 Angestellte der Krankenhausgruppe Houston Methodist reichten Klage vor einem Bundesbezirksgericht ein. Sie wandten sich gegen die Verpflichtung ihres Arbeitgebers an alle 28.000 Beschäftigten, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Der Anwalt der Kläger machte geltend, dass seine Mandanten als Versuchskaninchen behandelt werden würden.[1150] (Fortsetzung: 9. Juni 2021, 12. Juni 2021)

2. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Joe Biden trat vor die Presse und kündigte in einer Ansprache einen „Month of Action“ an, um bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 2021 70 % der erwachsenen Bevölkerung zu impfen. Er sagte, es würde Bundes-, Staats-, Stammes- und kommunale Regierungen, die Wirtschaft und die Bürger fordern dieses Ziel zu erreichen. Biden versprach, dass der kommende Sommer anders als der von 2020 ein Sommer der Freiheit, der Freude und des Zusammenkommens sein werde, nach einem langen, dunklen Winter.[1151] Zur Erreichung des Ziels kündigte er eine Aktion mit tausend afroamerikanischen Friseursalons an, die Impfspritzen geben könnten, verlängerte Öffnungszeiten bei Apotheken, freie Kinderbetreuung, und Steuernachlässe für Arbeitgeber, die ihre Arbeitnehmer impfen ließen. Sportligen sollten Impfungen während Spielen anbieten.[1152] Die Brauerei Anheuser-Busch habe Freibier für Erwachsene über 21 angeboten, falls dieses Ziel erreicht würde.[1153] Biden kündigte weiter an, dass Vizepräsidentin Harris und andere hochrangige Mitarbeiter seines Kabinetts das Land bereisen würden, um über Impfungen zu informieren.[1151]

Zu diesem Zeitpunkt wurden im Siebentages-Durchschnitt 1,2 Millionen Impfspritzen am Tag gesetzt. Die zwölf Bundesstaaten Connecticut, Hawaii, Kalifornien, Maine, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, Pennsylvania, Rhode Island, und Vermont hatten das Ziel von 70 % bereits erreicht.[1154] Südstaaten wie Mississippi, Missouri, und Arkansas lagen bei den Impfungen aber weit zurück.[1153] Die Fallzahlen waren auf 17.289 COVID-19-Fälle am Tag im Siebentages-Durchschnitt zurückgegangen.[1154]

Senator Rick Scott brachte einen Gesetzentwurf für einen Freedom to Fly Act ein. Mit diesem Gesetz sollte es der Transportation Security Administration untersagt werden Anordnungen für Impfnachweise auf Inlandsflügen zu erlassen.[1155]

  • New Mexico: Gouverneurin Michelle Lujan Grisham gab die Impflotterie Vax 2 the Max bekannt. Über fünf Wochen sollten jede Woche je vier Gewinner von jeweils $ 250.000 unter Erwachsenen mit mindestens einer Impfdosis ausgelost werden. Anfang August sollte der Hauptpreis von $ 5 Millionen an einen vollständig geimpften Erwachsenen ausgelost werden. Finanziert wurde diese Lotterie mit Mitteln aus dem American Rescue Plan der Bundesregierung.[1156]

3. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wöchentliche Bericht des Arbeitsministeriums zum Arbeitsmarkt zeigte für die am 29. Mai 2021 endende Woche 385.000 Neuanträge für Arbeitslosengeld, der niedrigste Wert seit dem 14. März 2020, bevor in der darauf folgenden Woche die Anträge auf über 3 Millionen angestiegen waren und erstmals wieder seit damals unter 400.000 wöchentlichen Anträgen. Prognostiziert worden waren 393.000 Anträge. Fortlaufende Anträge stiegen um 169.000 für die am 22. Mai 2021 endende Woche auf 3,77 Millionen.[1157]

National Institutes of Health (NIH) teilte mit, dass eine vom NIH durchgeführte Studie[1158] auf eine orale Behandlungsmöglichkeit mit 4-Hydroxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidinyloxyl (TEMPOL) hindeute. TEMPOL baue dabei Eisen-Schwefel-Komplexe ab, die SARS-CoV-2 zur Vervielfältigung seiner Ribonukleinsäure (RNA) und damit Vermehrung benötige.[1159]

4. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene verfasste ein Schreiben an die Regierung, in dem SARS-CoV-2 als von China produziertes und im November 2019 in die Welt gesetztes Virus bezeichnet wurde. Sie forderte auf, zu untersuchen und ihr, unter Terminsetzung zum 31. Juni, zu berichten, wieweit Anthony Fauci gelogen und bei der Verdeckung geholfen habe. Ferner mitzuteilen, inwieweit Hinweise bestünden, dass das Virus nicht natürlichen Ursprungs sei.[1160] Der konservative Moderator Tucker Carlson behauptete, dass die zu Beginn der Woche veröffentlichten E-Mails zeigen würden, dass Beamte der US-Gesundheitsbehörden in den frühen Tagen der Pandemie in Panik gewesen seien. Sie hätten schreckliche Experimente gefördert, bei denen wahrscheinlich COVID-19 geschaffen worden sei. Um die Entblößung zu vermeiden, hätten sie ein medizinisches Kriegsrecht verhängt.[1161]

  • Florida: In Miami begann die Konferenz Bitcoin 2021, die bis zum 6. Juni 2021 dauern sollte. Die Konferenz war ursprünglich auf den 30. April in Los Angeles terminiert gewesen, war wegen der Pandemie aber verlegt worden.[1162] Bei der ersten größeren Konferenz seit Pandemiebeginn, mit 21.000 Teilnehmern, bestand keine Maskenpflicht, auf Abstandhalten wurde nicht geachtet. Kurz nach der Konferenz begannen Teilnehmer über soziale Medien mitzuteilen, dass sie positiv getestet worden seien.[1163]

5. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Veranstaltung der Republikanischen Partei North Carolinas in Greenville hielt der ehemalige Präsident Trump eine Rede, nach Angriffen gegen seinen Nachfolger Biden wandte Trump sich der Wahlniederlage im November 2020 zu und bezeichnete seine Abwahl als „Crime of the Century“ (Jahrhundertverbrechen) und wandte sich während der anderthalbstündigen Rede seiner Amtszeit zu. Er lobte seine Regierung für die Operation Warp Sppeed und, dass laut Trump hierdurch Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt wurden. Er behauptete, dass Anthony Fauci den Virus und seinen Ursprung negiert habe und selten so falsch gelegen habe. Er forderte Billionen-Entschädigungen von China als Ursprungsland.[1164]

Die Schriftstellerin Naomi Wolf wurde auf Twitter wegen der Verbreitung von Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie dauerhaft gesperrt. Sie hatte unter anderem behauptet, dass SARS-CoV-2-Impfungen eine Software-Plattform sein würden, die Uploads beziehen könnten, dass es verantwortungsvoll sei sich geringen Dosen von Ansteckungen auszusetzen, und dass Urin und Fäkalien von Geimpften gesondert entsorgt werden müssten. Während die Sperre teilweise begrüßt wurde, lehnten sie andere als Eingriff in die Meinungsfreiheit ab.[1165]

6. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut CDC wurde an diesem Sonntag die Marke von 300 Millionen verabreichter Impfdosen überschritten. 49,3 % der Bevölkerung ab zwölf Jahren waren zu diesem Zeitpunkt vollständig geimpft. Es gab regionale Unterschiede beim Grad der geimpften Bevölkerung. Während 14 Bundesstaaten, die vor allem im Nordosten lagen, 70 % oder mehr ihrer erwachsenen Bevölkerung impfen konnten, lag dieser Wert bei sechs Bundesstaaten, vier davon im Süden, bei unter 40 %.[891] Eine Studie der Harvard University zeigte dabei auch parteipolitische Unterschiede bei Impfraten. 38 der 39 Kongresswahlbezirke mit mehr als 60 % geimpften Erwachsenen hatten einen Demokraten in das Repräsentantenhaus gewählt, in 28 der 30 Wahlbezirken mit weniger als einem Drittel Geimpften war ein Republikaner gewählt worden.[1166] Die Vereinigten Staaten verzeichneten dabei seit April, als die Impfungen für jeden Erwachsenen möglich wurden, einen erheblichen Rückgang an COVID-19-Zahlen. Lag der Siebentages-Durchschnitt an Neufällen am 1. April noch bei 65.053 Fällen am Tag, waren dies am Sonnabend dem 5. Juni nur noch 12.780 Fälle.[891]

7. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Texas: Der Gouverneur fertigte die Senate Bill 968 als Gesetz aus. Mit dem Gesetz wurde es dem Staat Texas untersagt, Verträge mit Unternehmen einzugehen, die von Kunden den Nachweis einer Impfung verlangten. Solchen Unternehmen konnten nach dem Gesetz außerdem Genehmigungen und Zulassungen verweigert werden. Gouverneur Greg Abbott erklärte, dass Texas 100 % offen sei. Man wolle mit dem Gesetz sicherstellen, dass jeder die Freiheit habe zu gehen wohin er wolle. Abbott bekräftigte, dass Impfnachweise in Texas nun untersagt seien. Zu diesem Zeitpunkt hatten knapp die Hälfte der Texaner zumindest eine Impfdosis erhalten und 36,5 % waren vollständig gegen COVID-19 geimpft.[1167]

8. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthony Fauci teilte an diesem Dienstag bei einer Pressekonferenz mit, dass in Großbritannien die dortige Variante B.1.1.7 (Alpha) durch die Variante B.1.617.2 (Delta, δ) verdrängt würde. Sechzig Prozent der Fälle dort würden durch die ursprünglich in Indien identifizierte Delta-Variante repräsentiert. Diese Variante sei ansteckender und mit höheren Hospitalisierungsraten verbunden. Besonders betroffen seien die Altersgruppen der Zwölf- bis Zwanzigjährigen. In den Vereinigten Staaten würden erst 6 % der sequenzierten Fälle der Delta-Variante zuzurechnen sein, man könne eine Entwicklung wie in Großbritannien aber nicht zulassen. Es müsse verstärkt geimpft werden. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech würde zu 88 % gegen diese Variante wirksam sein.[1168] Der oberste COVID-19-Berater des Weißen Hauses, Andy Slavitt teilte bei der Pressekonferenz mit, das der nächste Tag sein letzter Tag im Weißen Haus sei. Er erklärte weiterhin, dass trotz aller Fortschritte es nicht an der Zeit sei den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Fauci sagte, dass Slavitt sehr vermisst werden würde.[1169]

9. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U.S. Surgeon General Vivek Murthy wies auf CNN darauf hin, dass Nichtgeimpfte Personen wegen der zunehmenden Varianten, namentlich der Coronavirus-Variante B.1.617.2 oder Delta-Variante, im Sommer einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Die Delta-Variante sei ansteckender und verursache mehr Krankenhauseinweisungen. Die gute Nachricht sei, dass zumindest der Pfizer/Biontech-Impfstoff hocheffektiv gegen die Delta-Variante sei.[1171] Der ehemalige FDA-Direktor Scott Gottlieb äußerte demgegenüber auf CNBC, dass ausreichend viele Einwohner der USA geimpft seien, dass die neue Variante erst im Herbst zu einer Bedrohung werden könne.[1172]

Arbeitsminister Marty Walsh teilte mit, dass die Regelungen zur Sicherheit am Arbeitsplatz wegen COVID-19 im Wesentlichen auf Angestellte im Gesundheitssektor beschränkt würden. Diese seien am ehesten durch Patientenkontakte gefährdet. Für andere Branchen würden solche Vorgaben wie Maskentragen optional sein. Die Entscheidung die Richtlinien auf den Gesundheitssektor zu beschränken wurde von Gewerkschaften kritisiert.[1173]

Die CMT Awards wurden verliehen. Die Country-Musik-Veranstaltung fand vor 500 Zuschauern in der Bridgestone Arena in Nashville in Tennessee statt, die sozial distanziert waren. Die Show bestand zum Teil aus Live-Auftritten und zum Teil aus zuvor aufgenommenen Videos.[1174]

  • Ohio: Der ehemalige Abgeordnete Jim Renacci kündigte in einer Radiosendung an Gouverneur Mike DeWine in den republikanischen Vorwahlen zu der Gouverneurswahl 2022 herauszufordern.[1175] Renacci kritisierte den Gouverneur für seine Coronamaßnahmen und erklärte auf Twitter, dass Ohio keinen Gouverneur wie Andrew Cuomo in New York bräuchte.[1176]
  • Texas: Der Krankenhausbetreiber Houston Methodist stellte 178 ihrer 25.000 Angestellten für zwei Wochen frei, da sie sich entgegen der Vorgaben des Arbeitgebers nicht gegen den SARS-CoV-2-Virus impfen lassen wollten. Falls die Impfungen nicht nachgeholt würden, würden den Beschäftigten gekündigt werden.[1177] (Fortsetng: #12. Juni 2021)

10. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seiner ersten Auslandsreise im Amt traf US-Präsident Joe Biden den britischen Premierminister Boris Johnson einen Tag vor Beginn des G7-Gipfel in St Ives 2021. Beide unterzeichneten eine Neuauflage der von Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill 1941 unterzeichneten Atlantik-Charta. Dies solle der Bekräftigung der fortdauernden gemeinsamen Werte und dem Willen diese zu verteidigen dienen. Man wolle mit allen Demokratien bei der Erhaltung der Werte zusammenarbeiten.[1178] Am Donnerstagnachmittag hielt Biden eine Ansprache, bei der er ankündigte, dass die Vereinigten Staaten 500 Millionen Impfdosen erworben hätten, die an bedürftige Länder verteilt werden sollten. Biden betonte, dass diese Lieferungen -im Gegensatz zur Impfstoffdiplomatie Russlands oder Chinas- ohne Bedingungen erfolgen würden. Er sagte, dass die Vereinigten Staaten das Leiden aus erster Hand kennen würden, mit den meisten Todesopfern weltweit, fast 600.000 Toten Amerikanern. Aber Amerika würde auch den Weg zur Erholung kennen. Hart arbeitende Amerikaner würden nun Impfstoffe für die Welt herstellen.[1179]

Nachdem der Impfstoff von Pfizer und Biontech einen Monat zuvor am 10. Mai eine Notzulassung für Impfungen bei 12jährigen und älteren Heranwachsenden erhalten hatte, beantragte nun auch Moderna eine solche Notzulassung für Impfungen von für Zwölf- bis Achtzehnjährigen. Das Unternehmen hatte zuvor bereits ähnliche Anträge in der Europäischen Union und Kanada gestellt.[1180]

Der wöchentliche Bericht zum Arbeitsmarkt meldete, dass 376.000 Personen Arbeitslosenunterstützung beantragt hatten, 9.000 weniger, als in der Woche zuvor. Dies entsprach dem beständigen Rückgang, seit im Januar wöchentlich 900.000 Amerikaner Unterstützung beantragt hatten, übertraf aber die etwa 220.000 Anträge bevor im März 2020 es zu Massenentlassungen wegen der Pandemie kam. Insgesamt bezogen 3,5 Millionen US-Amerikaner Arbeitslosenunterstützung, 258.000 weniger als in der Vorwoche. 15,3 Millionen Personen bezogen Ausgleichsleistungen in der am 22. Mai 2021 endenden Woche.[1181]

Die Pulitzer-Preise für das Jahr 2020 wurden verliehen. Die ursprünglich für den 19. April geplante Preisverleihung war verlegt worden, um es der Jury zu ermöglichen sich persönlich zu treffen. In der als wichtigste Kategorie Public Service wurde die New York Times ausgezeichnet. Damit sollte die mutige, präzise, und umfassende Berichterstattung zur COVID-19-Pandemie der Zeitung gewürdigt werden, die auch ökonomische und ethnische Ungleichheiten, sowie Staatsversagen aufdeckte, und Datenlücken schloss.[1182]

  • Ohio: Im Repräsentantenhaus von Ohio fanden Anhörungen zur House Bill 248 statt, mit der es Schulen und Unternehmen untersagt werden sollte Impfnachweise zu verlangen. Angehört wurde unter anderem eine Krankenschwester, die versuchte nachzuweisen, dass Impfstoffe magnetische Vakzin Kristalle enthielten. Sie hielt zunächst erfolglos einen Schlüssel und dann erfolglos eine Haarspange an ihre Haut. Dies folgte einer Aussage einer Ärztin am Tag zuvor, die dieselbe Aussage getätigt hatte, und zusätzlich unter Berufung auf eine unzuverlässige Datenbank, 5000 Impftote und 5G-Empfang behauptet hatte.[1183]
  • Oregon: Das Repräsentantenhaus von Oregon schloss mit 59:1 Stimmen erstmals in der Geschichte des des Bundesstaates einen Abgeordneten aus. Der Abgeordnete Mike Nearman hatte am 21. Dezember 2020 Gegner von COVID-19-Maßnahmen während einer Sondersitzung eingelassen, die dann randaliert hatten.[1184]
  • Wisconsin: Die ehemaligen Gouverneure Scott Walker (Republikaner) und Jim Doyle (Demokraten) nahmen gemeinsam einen Werbespot für Impfungen auf. Der Spot bezweckte die politische Teilung bei Impfungen zu überwinden.[1185]

11. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senator Ron Johnson wurde für medizinische Falschinformationen für sieben Tage auf YouTube gesperrt. Johnson hatte ein Video hochgeladen, in dem er sich für die Behandlung von COVID-19 mit Hydroxychloroquin ausgesprochen hatte.[1186] Der Senator sagte, das die anhaltende Zensur zeige, das Big Tech zu viel unkontrollierte Macht habe. Sie glaubten schlauer zu sein als Ärzte.[1187]

Die Food and Drug Administration (FDA) verweigerte eine Eilzulassung für den vom indischen Pharmaunternehmen Bharat Biotech entwickelten Impfstoff Covaxin. Der Vertriebspartner von Bharat für die USA und Kanada, Ocugen, kündigte an, dass nun eine Vollzulassung angestrebt werde.[1188]

12. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer als „MAGA Frank Free Speech“ bezeichneten Kundgebung in New Richmond (Wisconsin) trat der ehemalige Präsident Donald Trump durch Satelliten-Zuschaltung auf.[1189] Er forderte in der Video-Botschaft unter anderem Reparationen von China. Laut Trump seien Zahlungen von $ 10 Billionen nicht genug. China müsse an die Welt zahlen, sie Welt sei nicht nur gestört, sondern nahezu zerstört worden.[1190]

  • Texas: Im Rechtsstreit zwischen 117 Angestellten der Krankenhausgruppe Houston Methodist und der Krankenhausgruppe über angedrohte Entlassungen bei nicht vorgenommenen Impfungen, wies eine Richterin eines Bundesgerichtes erster Instanz die am 1. Juni 2021 eingereichte Klage ab. Die Richterin bezeichnete die Behauptung der Kläger als falsch, dass Impfstoffe gefährlich seien. Darauf käme es aber nicht an, da das Arbeitsrecht in Texas Angestellte nur vor Entlassungen schütze, falls die geforderte Handlung strafrechtlich sanktioniert sei. COVID-19 sei nicht illegal. Die Richterin bezeichnete schließlich den von den Klägern gezogenen Vergleich von Impfungen mit medizinischen Menschenversuchen in der Zeit des Nationalsozialismus als verwerflich. Der Anwalt der Kläger erklärte, dies sei nur die erste Schlacht in dem Krieg, der vor texanischen Gerichten bis zum Obersten Gericht von Texas, dem Bundesberufungsgericht und der Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ausgefochten werden würde.[1191]

13. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Leiter der Food and Drug Administration (FDA) Scott Gottlieb trat in der CBS-Sendung Face the Nation auf. Er äußerte die Einschätzung, dass die Delta-Variante B.1.617.2 sich zur vorherrschenden Variante von SARS-CoV-2 in den Vereinigten Staaten entwickeln würde. Zur Zeit seien etwa zehn Prozent der Neufälle auf diese Variante zurückzuführen. Dies würde sich etwa alle zwei Wochen verdoppeln. Er erwarte keinen großen Ausbruch in der nächsten Zeit. Die Impfstoffe seien wirksam. Die mRNA-Impfstoffe seien zu 88 % wirksam gegen diese Variante und der von Johnson & Johnson angebotene Impfstoff zu 60 %. Allerdings würde es konservativere Städte mit geringeren Impfraten geben. Im Herbst könne es dort zu Ausbrüchen kommen.[1192]

Der vormalige Außenminister Mike Pompeo trat in der Sendung Fox News Sunday auf und behauptete, es würde einen hundert Fuß hohen Haufen an Beweisen geben, dass SARS-CoV-12 aus einem chinesischen Labor entkommen sei. Er nannte keine Einzelheiten.[1193]

14. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgeordnete beider Parteien und beider Kammern des Kongresses hielten an diesem Montag außerhalb des Kongressgebäudes eine Schweigeminute zum Gedenken an die COVID-19-Opfer ab. Anwesend waren unter anderen Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Chuck Schumer, der Führer der demokratischen Mehrheit im Senat, und Kevin McCarthy, der Führer der republikanischen Minderheit im Repräsentantenhaus.[1194]

Die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene entschuldigte sich gegenüber Reportern für eine Reihe von Äußerungen, in denen sie eine Maskenpflicht mit dem Holocaust verglichen hatte. Sie erklärte, sie habe an diesem Montag das United States Holocaust Memorial Museum besucht. Es gäbe keine Vergleichbarkeit. Ihre Entschuldigung wurde ein paar Stunden nachdem der Abgeordnete Brad Schneider eine Resolution angekündigt hatte, mit der Greene für ihre Äußerungen gerügt werden sollte. Sie bestand aber darauf, dass sie es als Diskriminierung betrachte, wenn Leute vor die Wahl zwischen Maskentragen oder Impfung gestellt würden.[1195]

Die Washington Prime Group, ein Betreiber von 102 Einkaufszentren (Malls) in verschiedenen Bundesstaaten, meldete vor einem Konkursgericht in Texas Insolvenz nach Chapter 11 an. Begründet wurde dieser Schritt mit Umsatzeinbrüchen während der Pandemie.[1196]

  • Georgia: In Decatur wurde die Kassiererin eines Supermarktes nach einer Auseinandersetzung über Gesichtsmasken erschossen.[1197]
  • Hawaii: Bei Gen-Sequenzierungen wurde die SARS-CoV-2-Variante B.1.617.2 oder Delta-Varianta identifiziert. Die betroffene Person lebte auf Oahu, war vollständig geimpft worden, bevor sie Anfang Mai nach Nevada gereist war. Nach der Rückkehr hatte sie milde Symptome gezeigt. Sekundäransteckungen seien nicht bekannt.[1198]
  • Indiana: Nachdem der Gouverneur am 17. Mai 2021 den Austritt an Teilnahme seines Staates an zusätzlicher Arbeitslosenunterstützung aus dem American Rescue Plan erklärt hatte, wurde hiergegen eine Klage eingereicht. Die Kläger beriefen sich auf ein Gesetz des Bundesstaates, nachdem Indiana verpflichtet ist, alle Ansprüche aus bundesrechtlichen Versicherungen beizutreiben.[1199]
  • Vermont: Gouverneur Phil Scott verkündete, dass sein Bundesstaat als erstes eine Impfrate von 80 % in der Bevölkerung ab zwölf Jahren erreicht habe. Er nahm dies zum Anlass alle verbliebenen Corona-Einschränkungen in Vermont aufzuheben. Zu diesem Zeitpunkt hatten zwölf weitere Bundesstaaten eine Impfquote von 70 % übertroffen, in den Bundesstaaten Alabama, Louisiana, Mississippi, Tennessee, und Wyoming waren nichtmal die Hälfte der impffähigen Bevölkerung geimpft.[1200]

15. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Dienstagnachmittag überschritten die Vereinigten Staaten nach den Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) die Marke von 600.000 COVID-19-Toten. War es im Winter noch zu hunderttausend Coronatoten im Monat gekommen, hatte es von der Erreichung von 500.000 im Februar nun fast vier Monate gedauert bis weitere hunderttausend Menschen in den USA der Pandemie zum Opfer gefallen waren.[1201] Die USA verzeichneten noch immer die höchste Anzahl an Todesopfern einer Nation. Weltweit waren es nun 3,8 Millionen COVID-19-Tote. Die Vereinigten Staaten verzeichneten mit 33,5 Millionen Fällen auch noch immer die höchsten Fallzahlen, global waren es nun 176 Millionen Fälle. Die täglichen Neufälle waren dabei von 300.000 im Januar auf nun etwa 15.000 bestätigte Ansteckungen am Tag zurückgegangen.[1202]

US Surgeon General Vivek Murthy trat äußerte sich auf CNN. Er drückte seine Besorgnis für Ungeimpfte aus. Die erstmals in Indien beobachtete Delta-Variante B.1.617.2 sei im Vordringen. Die Delta-Vatiante sei ansteckender als die noch in den USA vorherrschende Alpha-Variante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien festgestellt worden war, dort aber durch Delta verdrängt worden sei. Es gäbe auch Hinweise, dass die Delta-Variante gefährlicher sei. Es sei notwendig die volle Impfdosis zu nehmen. Daten zeigten eine hohe Wirksamkeit der beiden Impfdosen der Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna. Bei der einmaligen Impfdosis beim Vakzin von Johnson & Johnson lägen noch nicht genug Daten vor, es verhindere aber anscheinend schwere Verläufe mit Krankenhauseinweisungen. In den Vereinigten Staaten hatten zu diesem Zeitpunkt 52,6 % der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis erreicht, 43,9 % waren vollständig geimpft. 14 Bundesstaaten hatten 70 % der erwachsenen Bevölkerung impfen können.[1203]

  • Arizona: Nachdem die Arizona State University beschlossen hatte, dass ungeimpfte Studenten auf dem Campus Masken tragen sollten und zweimal wöchentlich getestet werden sollten, erließ Gouverneur Doug Ducey eine Executive Order. Er untersagte es allen öffentlichen Hochschulen in Arizona, Impfnachweise, Maskenpflichten oder COVID-19-Tests zu verlangen.[1204]
  • New York: Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, dass der Bundesstaat die Impfung von 70 % aller Erwachsenen mit mindestens einer Impfdosis erreicht habe. Er hob deshalb alle verbliebenen Beschränkungen auf. Lediglich in Vorschulen und öffentlichen Verkehrsmitteln mussten noch Masken getragen werden. Cuomo erinnerte daran, dass New York zeitweilig allein gestanden habe. Es habe sich wie ein Science-Fiction-Film angefühlt. Während einst 48,16 % aller Tests positiv waren, seien es nun 0,4 %, die niedrigste im ganzen Lande. Er ordnete zur Feier des Tages die Beleuchtung öffentlicher Gebäude, wie dem Empire State Building, in Blau und ein Feuerwerk an.[1205]
  • Pennsylvania: Mit der Ratifizierung des Ergebnisses einer Volksabstimmung im Mai endet der Corona-Notstand. Das Referendum hatte dem Gouverneur das Recht entzogen, die Notstandserklärung aufrecht zu erhalten.[1206]

16. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige COVID-19-Berater von Präsident Biden Andy Slavitt bezeichnete die Variante B.1.617.2 (Delta-Variante) als COVID-19 unter Steroiden und meinte diese Variante sei ein weiterer Grund sich impfen zu lassen.[1207]

Das Federal Open Market Committee der Federal Reserve Bank traf sich und beschloss keine unmittelbaren Änderungen bei Basiszinssätzen. Der Ausschuss erhöhte die Prognose der Inflationsrate auf 3,4 %, bezeichnete den zu erwartenden Preisanstieg aber als nur borübergehend. Es wurden zwei Basiszinsanhebungen für 2023 angedeutet.[1208]

Die Federal Aviation Administration meldete an diesem Mittwoch, dass es bis dahin im Jahre 2021 zu 3.000 bußgeldbewehrten Zwischenfällen mit Passagieren in Verkehrsflugzeugen gekommen war. 2.300 beinhalteten zumindest auch Widerstand gegen das Tragen von Gesichtsbedeckungen in der Pandemie.[1209]

  • Florida: Gouverneur Ron DeSantis begnadigte zusammen mit dem Begnadigungsausschuss Floridas Personen, die von kommunalen Behörden mit Bußgeldern für Verletzung von Maskenpflichten belegt worden waren. Der Gouverneur begründete dies damit, dass es notwendig sei, um zur Normalität zurückzukehren und dass viele Bußgelder eine Kompetenzüberschreitung seien. Die demokratische Herausforderin bei den kommenden Gouverneurswahlen, Nikki Fried, stimmte als einzige gegen die Begnadigung. Sie begründete dies damit, dass sie für die Einhaltung der Gesetze stimme.[1210]
Die für den 3. Juli 2021 geplante Ausfahrt des Kreuzfahrtschiffes Odyssey of the Seas der Reederei Royal Caribbean wurde auf den 31. Juli 2021 verschoben. Grund war, dass acht Mitglieder der Besatzung positiv auf COVID-19 getestet worden waren.[1211]

17. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wöchentliche Bericht des Arbeitsministeriums zeigte einen Anstieg bei den erstmaligen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung in der am 12. Juni endenden Woche, der vor allem auf Zunahmen in den Bundesstaaten Kalifornien und Pennsylvania zurückzuführen war. Es wurden 412.000 Erstanträge gestellt. Die Zahl der Fortlaufenden Anträge war um über eine halbe Millionen in der am 29. Mai endenden Woche auf 14,83 Millionen gefallen. Dieser Fall wurde durch den Austritt mehrerer Bundesstaaten auspandemiebedingten Programmen erklärt.[1212]

  • Illinois: Gouverneur J. B. Pritzker teilte mit, dass Illinois ab dem 8. Juli 2021 wöchentlich Preise im Gesamtwert von $ 10 Millionen unter Geimpfte auslosen werde. Das Programm All In for the Win sah Geldpreise im Wert von $ 7 Millionen für Erwachsene und Stipendien im Gesamtwert von $ 3 Millionen für Minderjährige vor.[1213]
  • Louisianna: Gouverneur John Bel Edwards fertigte ein Gesetz aus, mit dem die Teilnahme am Bundesprogramm zur Zahlung einer erhöhten Arbeitslosenunterstützung ab Ende Juli beendet wurde. Louisiana war der erste Bundesstaat mit einem demokratischen Gouverneur, der die Teilnahme beendete.[1214]
  • Nevada: Wie auch andere Gouverneure zuvor kündigte Steve Sisolak bei einer Pressekonferenz in Las Vegas die Auslosung von Geldprämien unter Personen aus, die sich impfen ließen. Bei dem Programm Vax Nevada Days sollten wöchentlich bis Ende August insgesamt $ 5 Millionen ausgelost werden.[1215]

18. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Meilenstein von 300 Millionen verabreichten Impfdosen erreicht war und 65 % der erwachsenen US-Bevölkerung geimpft waren, hielt Präsident Biden eine Rede. Er sagte:

„Just remember what the situation was like 150 days ago. We didn't have enough vaccine supply for all Americans. We didn't have the vaccine infrastructure or the people to administer the vaccines or the places where the people could get vaccinated. But we turned it around together by working quickly, aggressively and equitably“

Joe Biden[1216]
(Erinnert euch einfach wie die Situation vor 150 Tagen war. Wir hatten nicht genug Impfstoffnachschub für alle Amerikaner. Wir hatten weder die Impfstoff-Infrastruktu, noch die Leute, um Imfungen durchzuführen, noch Stellen, wo Leute geimpft werden konnten. Aber wir änderten das zusammen, mit schneller, aggressiver und gleichmäßiger Arbeit.)

Biden warnte außerdem vor der neueren Delta-Variante B.1.617.2. Diese sei ansteckender und gefährlicher, vor allem für jüngere Leute. Die Variante mache Ungeimpfte noch anfälliger. In Gebieten mit hohen Impfraten seien die Corona-Zahlen stark zurückgegangen, in Gebieten mit niedrigen Impfraten sei der Rückgang geringer und die Zahlen würden teilweise fort sogar wieder steigen. Er rief daher dazu auf sich wegen dieser Variante vermehrt impfen zu lassen. Auf Nachfrage eines Journalisten erklärte Biden, dass die Variante voraussichtlich nicht zu neuen Lockdowns führen werde, aber zu mehr Toten in der nichtgeimpften Bevölkerung.[1216]

Rochelle Walensky trat als CDC-Direktorin in der Sendung Good Morning America auf ABC auf. Sie äußerte die Einschätzung, dass die Delta-Variante B.1.617.2 in ein paar Monaten die vorherrschende Variante werden könne. Die Variante sei nicht nur ansteckender, sondern würde doppelt so wahrscheinlich zu Krankenhauseinweisungen führen, als die Alpha Variante B.1.1.7, die im Augenblick in den USA vorherrsche. Die Impfstoffe seien noch wirksam gegen diese Varianten. Allerdings erhöhten viele Ungeimpfte die Gefahr, dass der Virus weiter mutiere, bis die verfügbaren Impfstoffe nicht mehr wirksam seien.[1217]

Der Europarat aktualisierte die Liste der Länder, aus denen eine Einreise in die Europäische Union erlaubt werden sollte. Die Vereinigten Staaten waren nun aufgelistet. In umgekehrter Richtung galt dies aber nicht.[1218]

20. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sendung Face the Nation auf CBS trat an diesem Sonntag der ehemalige Kommissar der FDA Scott Gottlieb auf. Er meinte, dass die USA das von Präsident Biden gesetzte Ziel 70 % der erwachsenen Bevölkerung wohl knapp verfehlen werde. Es würde aber praktisch keinen Unterschied machen, ob man 68 % oder 70 % geimpft habe. Es sei notwendig mit einer „Impfstrategie 2.0“ zu beginnen, um bisher skeptische Personen zu erreichen. Im Juli oder August werde allerdings niemand seine Meinung ändern. Dies werde im Herbst anders sein, wenn Kinder zurückkehren zu Schulen und Leute zur Arbeit. Dann solle man Impfungen durch Stellen ausgeführt werden, denen Leute vertrauen, wie Hausärzte oder Gemeindezentren.[1220]

  • Idaho: Der durch die Besetzung des Malheur National Wildlife Refuge bekanntgewordene Ammon Bundy kündigte an, dass er als an, dass er bei der Wahl 2022 zum Gouverneur kandidiere. Bundy war während der Pandemie unter anderem durch einen Protest im Idaho Statehouse gegen Coronamaßnahmen aufgefallen, der zu einer Anklage wegen Hausfriedensbruchs führte. Ihm wurde dann Zutritt zur Strafverhandlung im März 2021 verwehrt, da er sich geweigert hatte beim Betreten des Gerichts eine Maske aufzusetzen.[1221]

21. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weiße Haus teilte Einzelheiten zur weltweiten Versendung von 55 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen mit. Zunächst wurde auf die Versendung des Impfstoffes von AstraZeneca verzichtet, da noch unklar war ob die in einem Werk bei Baltimore produzierten Dosen sicher waren. Dann wurde ein Verteilungsschlüssel bekannt gegeben. 14 Millionen Dosen sollten demnach an Länder mit regionaler Priorität gehen. Dies waren Staaten wie Afghanistan, Argentinien, Bosnien, Georgien, Haiti, Kolumbien, Kosovo, Moldawien, Nigeria, Palästina, Südafrika und der Ukraine. 14 Millionen weitere Impfdosen sollten in die südamerikanischen und karibischen Staaten Argentinien, Bolivien, Brasilien, Costa Rica, die Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Kolumbien, Panama und Peru. Etwa 16 Millionen Dosen an Impfstoff sollten an asiatischen Länder wie Afghanistan, Bangladesch, Indien, Kambodscha, Malediven, Nepal, Pakistan, Sri Lanka und Taiwan verteilt werden. In Koordination mit der Afrikanischen Union sollten 10 Millionen Dosen in Afrika verteilt werden.[1222]

Der Vorsitzende der Federal Reserve Bank Jerome Powell äußerte sich an diesem Montag in einer, für eine Anhörung vor dem Unterausschuss des Repräsentantenhauses zur Coronakrise am Dienstag vorbereiteten, Erklärung. Die wirtschaftliche Aktivität und Beschäftigungssituation hätten sich nachhaltig positiv im Rahmen der Erholung vonentwickelt. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes werde das höchste seit Jahrzehnten sein. Gleichzeitig würde die Pandemie weiter eine Bedrohung der Volkswirtschaft darstellen. Erhebliche Impfungen hätten den Virus zurückgedrängt, aber Impfzurückhaltung habe die Bemühungen eingedämmt und neue Virusvarianten würden eine Unsicherheit darstellen. Die Inflation nähme zu, sei aber nur ein Übergang, um dann wieder auf um 2 % zurückzugehen.[1223]

22. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten verzeichneten mit 11.303 Neufällen pro Tag im Siebentages-Durchschnitt den niedrigsten Wert zwischen der Winterwelle und der nach dem Aufstieg der Delta-Variante sich entwickelnden Sommerwelle.[1224]

Die CDC-Direktorin Rochelle Walensky betonte in der Pressekonferenz des COVID-19-Teams der Regierung, dass genug Impfstoffe verfügbar seien und diese zu 100 % wirksam seien bei der Verhinderung von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen. Jeder Todesfall sei tragisch aber besonders bei Überzwölfjährigen vermeidbar.[1225] Der Koordinator des Weißen Hauses für COVID-19-Maßnahmen Jeff Zients räumte in der Pressekonferenz ein, dass das von Präsident Biden ausgegebene Ziel, 70 % der erwachsenen US-Bevölkerung bis zum 4. Juli 2021 zumindest mit der ersten Impfdosis Corona zu impfen, wohl verfehlt werden würde. Für die Altersgruppen der 27-jährigen und Älteren würde dies aber erreicht werden, für alle Erwachsenen werde es ein paar Wochen länger dauern. Die 18- bis 26-jährigen würden sich sicherer fühlen, obwohl die neueren Virus-Varianten auch jüngere betreffen würden. Es würden Programme geplant, um auch die Jüngeren zu erreichen. Jen Psaki, die Pressesprecherin des Präsidenten, sagte gegenüber Reportern, dass die Regierung nicht glaube, dass etwas falsch gelaufen sei und deshalb das Ziel verfehlt wurde. Tatsächlich sei es bei den Überdreißigjährigen bereits erreicht. Es sei einfach ein sehr anspruchsvolles und ehrgeiziges Projekt gewesen. Es sei ein Erfolg soweit gekommen zu sein.[1226] Auf CNN führte Anthony Fauci das Verfehlen des Zieles auf zwei Faktoren zurück: Impfwiderstand vor allem in einigen Bundesstaaten und geringere Impfwilligkeit bei den 18- bis 26-jährigen. Er habe nie geglaubt, dass er mit TikTok anfangen würde. Zu diesem Zeitpunkt waren in den Bundesstaaten Alabama, Louisiana, Mississippi, und Wyoming weniger als die Hälfte der Erwachsenen mit auch nur der ersten Impfdosis geimpft.[1225]

Der Leiter der US-amerikanischen Zentralbank, Jerome Powell, sagte vor einem Kongressausschuss aus. Er räumte ein, dass der Inflationsdruck stärker und andauernder sei, als von ihm erwartet. Die Daten wiesen darauf hin, dass es sich aber um Effekte handele, die sich verflüchtigen würden. Im Augenblick seien einige Produkte wie Flugtickets oder Bauholz preistreibend. Auf Nachfrage, ob eine Hyperinflation wie in den 1970ern und frühen 1980ern zu befürchten sei, erwiderte der Leiter der Federal Reserve Bank, dass die dafür notwendige enge Volkswirtschaft nicht vorliege. Es gäbe momentan einen Markt mit starker Nachfrage nach Arbeitskraft, Gütern, und Dienstleistungen, wobei die Angebotsseite ein wenig hinterherhinke. Die Zentralbank sei entschlossen für Preisstabilität einzutreten.[1227]

23. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Beratungsgremium der Centers for Disease Control and Prevention kam zum Schluss, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen Entzündungen am Herzen und der Gabe von mRNA-Impfstoffen, wie den von Pfizer und Moderna angebotenen, gebe. Bei 1.224 vorläufigen Berichten von Myokarditis und Perikarditis nach COVID-19-Impfungen im Vaccine Adverse Event Reporting System bei etwa 300 Millionen verabreichten Impfspritzen wurde das Risiko jedoch als sehr gering eingestuft und der medizinische Nutzen als deutlich höher bewertet.[1228]

24. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Arbeitsministerium meldete an diesem Donnerstag im wöchentlichen Arbeitsmarktbericht 411.000 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in der am 19. Juni 2021 endenden Wochen. Dies stellte zwar einen Rückgang zum Bericht der Vorwoche dar, lag aber über den prognostizierten 380.000. Es war die zweiten Woche in Folge, in der sich die Anträge wieder über 400.000 bewegten. Fortlaufende Anträge wurden mit 3,39 Millionen ausgewiesen.[1229]

  • Hawaii: Gouverneur David Ige teilte mit, dass falls, wie erwartet, 60 % der erwachsenen Bewohner des Bundesstaates zum 4. Juli geimpft seien, zum 8. Juli 2021 mehrere Coronaregeln erleichtert werden würden. Unter anderem würde es dann Geimpften Einreisenden erlaubt Quarantäneregeln zu umgehen, falls Impfnachweise hochgeladen würden. Sobald 70 % geimpft seien würden die meisten Einschränkungen aufgehoben.[1230]

25. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

US Surgeon General Vivek Murthy bemerkte an diesem Freitag gegenüber Erin Burnett auf CNN, dass bei den Impfungen Falschinformationen ein großes Problem seien. Falschinformationen über Impfstoffe kämen von überall her und seien besonders auf sozialen Medien verbreitet. Zwei Drittel der Ungeimpften glaubten Impfmythen oder hielten sie für möglich.[1231]

Die Weltgesundheitsorganisation rief mit Blick auf die weltweite Ausbreitung der Delta-Variante B.1.617.2 auch Geimpfte dazu auf weiter Gesichtsmasken zu tragen, Abstand zu halten, und sich möglichst in belüfteten Räumen aufzuhalten. Impfungen würden die Ansteckung und die Ausbreitung des Virus nicht unterbinden.[1232] Die U.S. Centers for Disease Control and Prevention und die Vereinigten Staaten schlossen sich dieser Empfehlung nicht an.[1233]

Die Food and Drug Administration ergänzte die Vorgaben für Beipackzettel um einen Warnhinweis auf ein geringes Risiko vn Myokarditis und Perikarditis bei mRNA-Impfstoffen.[1234]

26. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Florida: Die Celebrity Edge lief als erstes Kreuzfahrtschiff seit dem Ende von Kreuzfahrten im März 2020 von einem US-amerikanischen Hafen, Fort Lauderdale, aus. Um einen Ausbruch von COVID-19 wie auf der Diamond Princess zu verhindern, waren 95 % der Passagiere und die gesamte Mannschaft für die Kreuzfahrt in die Karibik geimpft. Das Schiff fuhr nur mit einer 40-Prozent-Auslastung, das Belüftungssystem war überarbeitet worden, und die Krankenstation umfasst zwei intensivmedizinische Betten.[1235]

27. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Veranstaltung der BET Awards wurde live aus dem Microsoft Theater ausgestrahlt, nachdem es 2020 nur eine virtuelle Veranstaltung gegeben hatte. Megan Thee Stallion erhielt mit vier Auszeichnungen die meisten Ehrungen. Durch den Abend führte Taraji P. Henson.[1236] Es war die erste große Preisverleihung der Unterhaltungsbranche in den Vereinigten Staaten seit die Pandemie zuschlug, die live übertragen wurde und vor vollem Publikum stattfand.[1237]

29. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Delta-Variante B.1.617.2 des SARS-CoV-2-Virus 26,1 % der COVID-19-Neufälle ausmachte, sprach am Donnerstagabend Anthony Fauci auf CNN mit Don Lemon. Fauci erklärte dass die in einigen Gebieten niedrige Impfrate einerseits, und die Infektiosität der Delta-Variante andererseits zu Spitzen an Infektionen in Bundesstaaten, Städten und Countys führen könne. Es werde fast wie zwei Amerikas sein. Besonders niedrig waren Impfquoten in den Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Wyoming, Louisiana mit je weniger als 35 % der Gesamtbevölkerung geimpft, und dem Schlusslicht Mississippi (29,7 %).[1238]

  • South Dakota: Der Bundesstaat im Mittleren Westen meldete als letzter US-Bundesstaat eine Infektion mit der Delta-Variante B.1.617.2. Die Coronavirusvariante war damit in allen fünfzig Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington, D.C. nachgewiesen.[1239]

30. Juni 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arizona: Gouverneur Doug Ducey fertigte das Haushaltsgesetz aus, dass neben Budgetregelungen auch sonstige Gegenstände gesetzlich regelte. Unter anderem wurde es Schulen und Universitäten untersagt, Maskentrage-, Coronatest- und Impfpflichten zu erlassen.[1240] (Fortsetzung: 2. August 2021)
  • Arkansas: Der Bundesstaat verzeichnete 686 Neufälle, der höchste Wert seit Arkansas im Februar 2021 über siebenhundert Neufälle am Tag verzeichnet hatte. Hospitalisierungen mit COVID-19 waren auch auf 325 Patienten gestiegen. Gouverneur Asa Hutchinson erklärte, dass der Bundesstaat sich in die falsche Richtung bewege. Die Delta-Variante B.1.617.2 führe zu mehr Ansteckungen und zeige wie wichtig Impfungen seien. Hutchinson forderte die Bewohner Arkansas auf, sich impfen zu lassen und betonte, dass die weit überwiegende Mehrheit der Krankenhauspatienten ungeimpft seien.[1241]

Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durch die Wiederöffnung der Wirtschaft, und fortbestehende pandemiebezogene Engpässe angeheizte Inflation hatte sich im Vergleich zum Vormonat, als die höchste Inflationsrate seit dreizehn Jahren registriert wurde, abgekühlt. Sie war allerdings noch immer mit um 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Verbraucherpreisen relativ hoch. Im Juli allein waren die Preise um 0,5 % gestiegen. Bei den Hauptpreistreibern im Juni wie Autopreise waren die Steigerungen abgekühlt, im Juli waren es vor allem Nahrungsmittel, Restaurantbesuche, und Energie, die zur Preissteigerung beitrugen.[1242]Im Zusammenhang mit wegen der Delta-Variante steigenden Fallzahlen fielen im Juli die Umsätze im Einzelhandel um 1,1 %.[1243]

Nach den Zahlen des Arbeitsministeriums entstanden im Laufe des Juli außerhalb des Agrarsektors im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung 943.000 Arbeitsstellen. Prognosen waren von 845.000 Stellen ausgegangen. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,4 % statt der erwarteteten 5,7 %. Zugleich wurden Lohnsteigerungen verzeichnet. Der Durchschnittslohn stieg um 0,4 % im Vergleich zum Vormonat, und um 4 % im Vergleich zum selben Zeitpunkt im Vorjahr.[1244] Eine Analyse der in den Vereinigten Staaten ausgeschriebenen Stellen in der Jobsuchmaschine Indeed ergab einen zunehmenden Trend im Juli, dass Arbeitgeber eine Impfung zur Einstellungsvoraussetzung machten. Die Zahl an Stellenausschreibungen war Anfang August mit 1200 je einer Millionen Stellenangeboten noch relativ gering, hatte sich seit Anfang Juli aber verdoppelt. Hierbei gingen große Arbeitgeber mehr und mehr dazu über eine Impfung zu verlangen. Andererseits war die Nachfrage nach Arbeitskräften derartig hoch, dass viele potenzielle Arbeitgeber auf eine solche Voraussetzung verzichteten, um überhaupt Stellen besetzen zu können.[1245]

1. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf die Frage, ob es angemessen sei, den Unabhängigkeitstag am 4. Juli mit einer Menschenansammlung auf der National Mall mit Feuerwerk zu feiern, erwiderte bei der Pressekonferenz des Corona Response Team der Corona-Berater des Präsidenten Jeff Zients, dass es angemessen sei die Fortschritte zu feiern. Anthony Fauci ergänzte, dass es angemessen sei, wenn die Botschaft klar sei. Die Botschaft sei, dass man sich impfen lassen sollte. Wenn man nicht geimpft sei müsse man eine Maske tragen und sollte sich überlegen sich impfen zu lassen. CDC-Direktorin Rochelle Walensky wies darauf hin, dass die Zahl der Infektionen zwar seit Januar um 95 % zurückgegangen sei, aber wieder steige. In der Woche vom 16. bis 22. Juni habe der Siebentages-Durchschnitt an Neufällen 11.428 Fälle pro Tag betragen, in der Woche vom 23. bis 29. Juni aber 12.609.[1246] Walensky wies darauf hin, dass in etwa 1.000 Countys, vor allem im Mittleren Westen und den Südstaaten die Impfraten unter 30 % lägen. Diese seien besonders von Ausbrüchen der Delta-Variante B.1.617.2 bedroht. Zientz teilte mit, dass die Bundesregierung Response Teams in besonders bedrohte Gemeinschaften schicken werde.[1247]

Der wöchentliche Arbeitsmarktbericht des Arbeitsministeriums wies mit 364.000 Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung in der am 26. Juni 2021 endenden Woche den niedrigsten Wert seit der Woche vor den großen Massenentlassungen im März 2020 aus. Von Ökonomen des DOW Jones waren 390.000 Anträge prognostiziert worden. Die fortlaufenden Anträge, ein stets eine Woche hinterherhinkender Wert, waren um 56.000 auf 3,47 Millionen angestiegen. 11 Millionen Amerikaner bezogen Ausgleichszahlungen aus Bundesmitteln der Pandemie-Hilfsprogramme.[1248]

  • Kalifornien: Nachdem Secretary of State Shirley Weber ratifizierte, dass Befürworter eines Recalls von Gouverneur Newsom genug Unterschriften für eine Recall-Wahl gesammelt hatten, setzte die stellvertretende Gouverneurin Eleni Kounalakis den Wahltermin auf den 14. September 2021 fest. Die Unterschriftensammlung war unter anderem durch harte Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung und stark steigende COVID-19-Zahlen im Januar und Februar 2021 befeuert worden.[1249]

2. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsident Biden teilte mit, dass die Krankenschwesterntracht, die Sandra Lindsay, die erste US-Amerikanerin, die gegen COVID-19 geimpft worden war, am Tag der Impfung getragen hatte, sowie ihre Impfkarte im Smithsonian Museum of American History ausgestellt werden würden. Lindsay wurde als Jamaikanerin und eingebürgerte US-Amerikanerin als Outstanding American by Choice ausgezeichnet.[1250]

4. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten verfehlten dass von Präsident Joe Biden am 4. Mai gesetzte Ziel 70 % der erwachsenen Bevölkerung zumindest mit der ersten Impfdosis zu impfen. Von den hierzu notwendigen 160 Millionen Geimpften waren 157 Millionen geimpft worden. Von den fünfzig Bundesstaaten hatten die neunzehn Staaten Colorado, Connecticut, Delaware, Hawaii, Kalifornien, Maine, Maryland, Massachusetts, Minnesota, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont, Virginia und Washington, sowie die Hauptstadt Washington dieses Ziel zumindest erreicht.[1251] In zehn Bundesstaaten waren die Fälle um 25 % gestiegen, mit Ausnahme von Delaware hatten diese Bundesstaaten unterdurchschnittliche Impfraten. Im Durchschnitt meldeten Bundesstaaten mit unterdurchschnittlichen Impfraten 6,6 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, solche mit überdurchschnittlichen Impfraten 2,2 Neufälle pro 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen wurde Florida besonders getroffen, welches 17 % aller COVID-19-Neufälle meldete.[1252]

Präsident Joe Biden betrachtet mit seiner Ehefrau Jill Biden das Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag 2021 vom Weißen Haus.

Im Weißen Haus wurde die größte Feierlichkeit in der Präsidentschaft Bidens bis dahin abgehalten. Über tausend Beschäftigte im Gesundheitswesen, Ersthelfer und Angehörige von Militärfamilien waren zur Feier des Unabhängigkeitstages eingeladen worden. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung auf dem Südrasen mit einem Feuerwerk über der National Mall, die für die Öffentlichkeit geöffnet worden war.[1253] Die Gäste waren gebeten worden drei Tage vor der Veranstaltung sich testen zu lassen. Nicht vollständig Geimpfte wurden auch gebeten, Gesichtsbedeckungen zu tragen, Geimpfte brauchten keine Masken zu tragen. Jeff Zients, der Coronaberater des Präsidenten verteidigte an diesem Sonntag in der CNN-Sendung State of the Union den Umfang der Feier unter Hinweis auf strikte Test- und Screening-Verfahren.[1254] Nachdem Hail to the Chief abgespielt worden war, hielt Präsident Biden während der Feier eine Rede. Er zeichnete in der Ansprache einen deutlichen Kontrast zwischen der Lage ein Jahr zuvor und erklärte, dass der Unterschied vor allem auf die Impfkampagne seiner Regierung zurückzuführen sei. Man habe nun mit Impfungen das wirksamste Mittel gegen den Virus. Niemand wolle zurück zur Situation ein Jahr zuvor. Es sei das patriotischte, was man tun könne, sich impfen zu lassen. Er las die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie bis dahin vor, 603.018, und erklärte, dass jeder dieser Menschen ein vermisster Verlust sei. Biden rief entgegen der politischen Spaltung des Landes zur Einheit auf.[1255]

  • Texas: Allen West, ein ehemaliger Abgeordneter der Tea-Party-Bewegung und ehemaliger Parteivorsitzender der Republikaner in Texas, kündigte an, dass er in den Vorwahlen zur Gouverneurswahl 2022 gegen Gouverneur Greg Abbott antreten werde. West hatte Abbott wegen der Tyrannei von COVID-19-Maßnahmen angegriffen, als er noch Parteivorsitzender in Texas war.[1256]

5. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten erreichten einen Tiefpunkt an täglichen Todesfällen, bevor die Zahlen mit der Delta-Variante B.1.617.2 wieder anstiegen. Im Siebentagesdurchschnitt waren es täglich 231 Opfer Pandemie, die zu betrauern waren.[1224]

6. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Dienstagnachmittag trat Präsident Biden vor die Presse. Er äußerte, dass bis zum Ende der Woche dass für den Unabhängigkeitstag anvisierte Ziel von 160 Millionen geimpften Amerikanern erreicht werden würde. Er erklärte, dass der beste Schutz, den man persönlich haben könne, sei, sich impfen zu lassen. Der beste Schutz für Gemeinschaften sei, die Impfraten hochzutreiben. Er sprach anschließend über die zugeschnittenen Maßnahmen seiner Regierung. Dies betraf Informationskampagnen, mobile Impfkliniken, die Versorgung von Hausärzten und anderen Anbietern auf dem Gesundheitsmarkt, mit Impfstoffen, bezahlte Auszeiten für Impfungen, und besonders die Versorgung von Kinderärzten, um Heranwachsende ab 12 Jahren vor dem neuen Schuljahr zu impfen. Er besprach die Zusammenarbeit mit Gouverneuren und örtlichen Gemeinschaften, um Impfungen voranzubringen.[1257]

7. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl an täglichen Impfungen erreichte mit 218.696 Impfungen an diesem Donnerstag einen Tiefpunkt, bevor die Impfquoten wegen der Sorge vor der Delta-Variante wieder stiegen.[1258]

Nachdem am Vortag die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene die von Biden vorgestellten Schritte zur Impfförderung mit Maßnahmen der Sturmabteilung in der Zeit des Nationalsozialismus verglichen hatte, erklärte die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki auf Nachfrage von Reportern, dass die Regierung nicht auf Gesundheits- und medizinische Ratschläge von Frau Taylor Greene höre.[1259]

Das Arbeitsministerium legte die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten vor. Danach war die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 377.000 Anträge in der am 3. Juli endenden Woche gestiegen. Die fortlaufenden Anträge waren aber um 145.000 auf 3,34 Millionen zurückgegangen. Dies war der niedrigste Wert seit den Massenentlassungen im März 2020 und bewegte sich im Rahmen der Durchschnittswerte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts.[1260]

  • Kalifornien: Nach einem COVID-19-Ausbruch im Parlament, bei dem neun Abgeordnete und Parlamentdangestellte erkrankten, wurde wieder eine Maskenpflicht im California State Capitol eingeführt.[1261]
  • Missouri: Die Bundesregierung kündigte an diesem Mittwoch die Entsendung eines Hilfsteams nach Südwest-Missouri an, um den dortigem Anstieg an Infektionen und Krankenhauseinweisungen mit COVID-19 entgegenzuwirken. Der Bundesstaat wies am Sonntag 15,5 Neufälle pro 100.000 Einwohner auf. In der Stadt Springfield mussten bereits Patienten aus überfüllten Krankenhäusern verlegt werden.[1262]

8. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pressekonferenz des Corona-Teams des Weißen Hauses sagte der Corona-Koordinator Jeff Zients, dass nun fasst alle Fälle von Krankenhauseinweisungen und fast alle Todesfälle Fälle bei Ungeimpften seien. Es werde ein weiterer Anstieg an Infektionen vor allem in ungeimpften Bevölkerungsteilen erwartet. Die Impfstoffe verhinderten sehr effektiv schwere Krankheitsverläufe, Hospitalisierungen und Todesfälle. CDC-Direktorin Rochelle Walensky wies in der Pressekonferenz darauf hin, dass in der vergangenen Woche Neufälle um 11 % auf durchschnittlich 13.900 pro Tag gestiegen seien. Etwa 80  der Neuerkrankungen im Mittleren Westen seien auf die Delta-Variante B.1.617.2 zurückzuführen.[1263]

Die Abgeordnete Lauren Boebert äußerte auf Twitter, dass die Regierung „Nadel-Nazis“ in ihren Wahlbezirk im Mesa County gesandt habe. Sei sie jetzt im kommunistischen China?[1264]

9. Juli 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dallas begann an diesem Freitag die Sommerveranstaltung der Conservative Political Action Conference (CPAC), die über das Wochenende ging.[1265] Am ersten Tag der Veranstaltung sprach unter and