American LaFrance

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
American LaFrance
Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 1873
Auflösung 2014
Sitz Summerville, Vereinigte Staaten
Leitung Lynn Tilton
Mitarbeiterzahl 150
Branche Feuerwehrfahrzeuge
Website www.americanlafrance.com
Stand: 2014

American LaFrance 75 No 3542 am 20. Juni 2008 in Baienfurt

American LaFrance (ALF) war ein Hersteller von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen in Summerville, South Carolina, USA mit einer bis in das Jahr 1873 zurückreichenden Geschichte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1873 gründete sich die LaFrance Manufacturing Company, welche Handpumpen und Dampfmaschinen herstellte.[1] Die eigentliche International Fire Engine Company wurde 1903 durch Fusion mit der American Fire Engine Company gegründet und im gleichen Jahr in American LaFrance Fire Engine Company umbenannt. Die Fertigungsanlagen wurden in Elmira, New York eingerichtet.

1929 fusionierte American LaFrance mit der Republic Motor Truck Company zu LaFrance-Republic.[2] Zwischen 1995 und 2005 war American LaFrance ein Tochterunternehmen von Freightliner und damit auch von Daimler-Benz bzw. Daimler-Chrysler. 2005 wurde American LaFrance vom Investmentunternehmen Patriarch Partners übernommen.[3]

Im Januar 2014 gab das Unternehmen bekannt, dass der Geschäftsbetrieb eingestellt wird.[4]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

American LaFrance produzierte und vertrieb ein umfassendes Programm an Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen. Dazu gehörten Fahrgestelle, Krankenwagen, Tanklöschfahrzeuge und Drehleiterfahrzeuge für Feuerwehren sowie Tankwagen.

1916 American La France Speedster
American La France, Baujahr 1918, 90 Jahre später auf der Südschleife des Nürburgrings
American La France, Baujahr 1926, 2019 auf dem Solitude Revival

Erhaltene Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine größere Anzahl von ALF-Fahrzeugen ist im Auto- und Technik-Museum Sinsheim zu sehen.

Pkw[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen stellte 1903 etwa 10 bis 15 Personenkraftwagen her, die als La France vermarktet wurden.[5][6] Der Markenname schrieb sich laut einer Quelle mit einer Leerstelle.[5] 1905 folgte ein Prototyp mit Kardanantrieb, der wohl auch La France genannt wurde.[5][6]

Zwischen 1907 und 1914 entstanden weitere Pkw, die jetzt als American La France vermarktet wurden.[5][6] Auch dieser Markenname schrieb sich laut einer Quelle mit Leerstellen.[5]

Rennwagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon seit den 1920er-Jahren wurden Feuerwehrwagen zu Rennwagen umgebaut, meist Speedster genannt. Dazu wurden die Rahmen gekürzt und die Ausstattung auf das Notwendigste reduziert.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 42 und S. 834 (englisch).
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 51. (englisch)
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 846. (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: American LaFrance – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • American LaFrance. American LaFrance, LLC, Mai 2013, archiviert vom Original am 15. Mai 2013; abgerufen am 1. August 2016 (englisch, Homepage im Jahr 2013).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heritage. (Nicht mehr online verfügbar.) In: American LaFrance. Archiviert vom Original am 16. Oktober 2006; abgerufen am 5. August 2018 (englisch).
  2. Truck Firms Unite. The Pittsburgh Press, 21. April 1929, S. 82, abgerufen am 1. August 2016 (englisch): „The consolidated company will be known as the LaFrance-Republic Corp.“
  3. Lynn Tilton Is Not A Billionaire, And Her Fortune Is Sinking, auf www.forbes.com, abgerufen am 12. Februar 2017
  4. Jim Donnelly: American LaFrance, the firefighting legend, is no more. In: Hemmings Daily. Hemmings, 12. März 2014, archiviert vom Original am 15. März 2014; abgerufen am 1. August 2016 (englisch).
  5. a b c d e Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 42 und S. 834 (englisch).
  6. a b c George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 51 und S. 846. (englisch)
  7. Oldtimer Praxis. Nr. 6, 2008, S. 68–72.